[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Unterbau zur Erhöhung einer Waschmaschine oder
eines Tumblers, gemäss Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] EP 0 650 680 A offenbart einen Unterbau gem. Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0003] Um den seitlichen Zugang zu einer Maschine zu erleichtern, wird diese auf einen geeigneten
Unterbau gestellt. So wird beispielsweise bei Waschmaschinen ein betonierter oder
gemauerter Sockel als Unterbau verwendet, so dass durch das Anheben der Waschmaschine
das Einfüllen sowie die Entnahme des Wäscheguts erleichtert wird. Ein derartiger Unterbau
kann jedoch nicht verschoben werden, sodass er z.B. bei einem Umbau zerstört werden
müsste.
[0004] Aus der europäischen Patentanmeldung
EP-A1-1 205 129 ist ein mehrteiliger Rahmen als Unterbau für Waschmaschinen bekannt. Ein solcher
Unterbau ist aber relativ aufwändig in der Herstellung und erlaubt nur bedingt einen
massiven Unterbau zu erzeugen, da das Gewicht am Rand konzentriert ist. Im Weiteren
ist der Unterbau relativ ausladend gebaut, sodass sein Grundriss wesentlich grösser
als jener der Waschmaschine ist und er daher seitlich relativ viel Platz beansprucht,
(siehe auch z.B.
US 5 452 739 A).
[0005] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
einen massiven, kompakten Unterbau für Maschinen anzugeben, der bei Bedarf verschoben
werden kann.
[0006] Ein erfindungsgemässer Unterbau, welcher diese Aufgabe löst, ist im Anspruch 1 angegeben.
Die weiteren Ansprüche geben bevorzugte Ausführungen an.
[0007] Der erfindungsgemässe Unterbau hat den Vorteil, dass er massiv und kompakt ist, jedoch
bei Bedarf verschiebbar ist.
[0008] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines AusfÜhrungsbeispiels unter Bezugnahme
auf Figuren erläutert. Es zeigen'
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemässen Unterbaus;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht des Unterbaus gemäss Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Vorderansicht des Unterbaus gemäss Fig. und .
- Fig. 4
- eine Draufsicht des Unterbaus gemäss Fig. 1.
[0009] Wie aus der Fig. 1 ersichtlich, hat der Unterbau die Form eines im Wesentlichen rechteckigen
Kastens mit einer Bodenplatte, vier Seitenwänden und einer Deckplatte 5. Die Kanten
7, welche durch je zwei benachbarte Seitenwände gebildet sind, können abgerundet sein,
um u.a. Verletzungen vorzubeugen. Der Unterbau weist im Innern einen nach aussen dichten
Hohlraum auf, welcher durch die Seitenwände sowie die Boden- und Deckplatte 5-begrenzt
ist. Dabei bilden die Seitenwände sowie die Bodenplatte eine einteilige Wanne, welche
mit einem fliessfähigen Material wie Wasser gefüllt werden kann, wodurch ein massiver
Unterbau erzeugbar ist.
[0010] Die Deckplatte 5 dient als Stützfläche für eine Maschine wie Waschmaschine oder Tumbler.
Da die Wanne des Unterbaus unterhalb der Stützfläche 5 liegt ist eine kompakte Bauweise
möglich, sodass die Grundfläche des Unterbaus kaum grösser als die der Maschine ausgebildet
zu werden braucht.
[0011] Um ein Verschieben der Maschine entlang der Deckplatte 5 zu erschweren, ist ihre
Oberfläche vorzugsweise nicht eben und/oder glatt, sondern rau ausgebildet, wozu sie
beispielsweise mit einer geeigneten Riffelung versehen ist. Durch die raue Oberfläche
wird z.B. ein selbstständiges Verrutschen einer Waschmaschine auch während ihres Betriebes
erschwert, bei welchem starke Vibrationen und grosse Querkräfte auftreten können.
Die Seitenwände ragen etwas über die Deckplatte 5 hinaus, wodurch seitliche Anschläge
4 gebildet sind. Diese verhindern, dass die Maschine über die Seitenenden der Deckplatte
5 hinwegverschoben werden und unter Umständen sogar herunterfallen kann. Die Höhe
der Anschläge 4 beträgt beispielsweise ca. 2 cm oder mehr, ihre jeweilige Breite ist
beispielsweise ca. 1.5 cm.
[0012] Der Querschnitt der Seitenwände ist nach innen abgestuft ausgebildet, wobei die Deckplatte
5 auf den entsprechenden Stufen aufliegt. Diese sind in Form von Rippen 8 ausgebildet.
In Fig. 1 sind vereinzelte Rippen 8 gestrichelt angedeutet. Die Rippen 8 sind parallel
entlang den Seitenwänden angeordnet und reichen beispielsweise ca. 5 cm oder mehr
in den Hohlraum hinein, sodass der entsprechende Randbereich der Deckplatte 5 abgestützt
ist. Die Rippen 8 brauchen natürlich nicht unbedingt so ausgebildet sein, wie dies
in Fig. 1 angedeutet ist, sondern sie können irgendwie in geeigneter Weise in den
Hohlraum hinreichen, um die Deckplatte 5 bei Belastung mit einer Maschine abzustützen.
[0013] Eine Anordnung mit Rippen 8 verstärkten Seitenwänden hat gegenüber Seitenwänden mit
konstantem Querschnitt den Vorteil einer Materialersparnis und somit einer Gewichtsreduktion
bei praktisch gleichbleibender Stabilität.
[0014] So kann der Unterbau, aus Kunststoff hergestellt, mit Maschinen bis zu 200 kg belastet
werden, ohne dass er dabei grossen Formänderungen unterworfen ist.
[0015] Je nach Anwendung des Unterbaus ist es denkbar, noch weitere Stützen innerhalb des
Hohlraums vorzusehen, um beispielsweise auch den Bereich in der Mitte der Deckplatte
5 abzustützen. (Gegebenenfalls ist dadurch die Wanne bzw. der Hohlraum in mehrere
Teilhohlräume unterteilt.)
[0016] Wie auch Fig. 2 zeigt, ist eine der Seitenwände etwa in ihrer Mitte mit zwei Öffnungen
und einem dazwischen liegenden Steg 6 versehen, der als Griff dient. Der Unterbau
kann dadurch auf einfache und bequeme Art und Weise transportiert werden, indem der
Griff 6 mit der Hand umfasst wird.
[0017] Wie auch Fig. 3 zeigt, ist die Vorderseite mit einem Einlass 1 und einem Auslass
2 versehen, welche den Hohlraum des Unterbaus nach aussen verbinden. Der Einlass 1
ist nahe der Deckplatte 5 angeordnet und dient dazu den Hohlraum mit Wasser zu füllen.
Der Auslass 2 befindet sich nahe der Bodenplatte, sodass der Hohlraum entleert werden
kann. Einlass 1 und Auslass 2 umfassen je ein Ventil, z.B. in Form eines Kugelhahns
mit je einem Hebel. Um ein unbeabsichtigtes. Öffnen des Ein- und insbesondere des
Auslasses 1 bzw. 2 zu verhindern, können die Hebel der Kugelhahnen wegnehmbar ausgestaltet
sein. Es ist auch denkbar, Ein- und Auslass 1 bzw. 2 mit je einer Gewindekappe zu
versehen, sodass sie auch bei offenen Ventilen dicht verschlossen sind. Der Einlass
1 ist optional mit einem geeigneten Stutzen versehen, der direkt mit einer für die
Waschmaschine verwendeten Wasseranschlussleitung (z.B. 3/4-Zoll-Rohr) verbindbar ist.
[0018] Wie auch Fig. 4 zeigt, ist die Deckplatte 5 am Rand mit einer Entlüftungsöffnung
3 versehen, durch welche beim Füllen des Hohlraums Luft nach aussen entweichen kann.
Die Entlüftungsöffnung 3 kann mit einem Ventil beispielsweise in Form eines Kugelhahns
versehen sein.
[0019] Die Dimensionen des Unterbaus sind an die entsprechende Anwendung angepasst. Bei
Waschmaschinen z.B. sind Breite und Tiefe üblicherweise normiert, sodass die Deckplatte
5 eine rechteckige Grundfläche aufweist, welche ca. 78 cm tief und ca. 68 cm breit
ist. Eine geeignete Höhe des Unterbaus beträgt z.B. ca. 28 cm. Ist der Hohlraum mit
Wasser gefüllt, so beträgt das Gesamtgewicht des Unterbaus etwa 150 kg.
[0020] Es ist auch möglich, den Unterbau so auszugestalten, dass zwei oder mehr Maschinen
nebeneinander darauf gestellt werden können.
[0021] Der Unterbau ist aus Kunststoff hergestellt, wodurch eine besonders leichte Bauweise
erzielbar ist. Zur Herstellung werden z.B. Bodenplatte und Seitenwände im Spritzgussverfahren
einstückig hergestellt und dann mit der Deckplatte 5 durch Verschweissen am Rand verbunden,
wodurch ein dichter Hohlraum entsteht. Schliesslich werden der Ein- und Auslass 1
bzw. 2 sowie die Entlüftungsöffnung 3 angebracht.
[0022] Aufgrund der leichten Bauweise kann der Unterbau ohne grossen Kraftaufwand an den
gewünschten Ort verschoben werden. Einlass 1 und Entlüftungsöffnung 3 werden dann
geöffnet und die Wasseranschlussleitung mit dem Einlass 1 verbunden. Nachdem der Hohlraum
mit Wasser gefüllt ist, werden Einlass 1 und Entlüftungsöffnung 3 wieder verschlossen.
Der gefüllte Unterbau bildet nun einen stabilen und schweren Sockel. Dadurch ist garantiert,
dass er sich z.B. auch während des Ausschwingvorganges bei einer Waschmaschine nicht
bewegt.
[0023] Soll der Unterbau verschoben werden, wird dieser vorgängig entleert, indem der Auslass
2 sowie die Entlüftungsöffnung 3 geöffnet werden.
[0024] Der Unterbau kann zur Erhöhung für Maschinen aller Art verwendet werden, so z.B.
für solche im Haushaltungsbereich wie Waschmaschinen, Tumbler, Kühlschrank, etc.
[0025] Aus der vorangehenden Beschreibung sind dem Fachmann zahlreiche Abwandlungen zugänglich,
ohne den Schutzbereich der Erfindung zu verlassen, der durch die Ansprüche definiert
ist. So ist es denkbar ein anderes fliessfähiges Material wie Sand zu verwenden zum
Befüllen des Unterbaus, wozu die Deckplatte beispielsweise wegnehmbar ausgestaltet
ist.
1. Unterbau zur Erhöhung einer Waschmaschine oder eines Tumblers, der Unterbau umfassend
eine einteilige Wanne aus Kunststoff zur Aufnahme eines fliessfähigen Materials, um
einen massiven Unterbau zu bilden, der Unterbau gekennzeichnet durch
eine Deckplatte (5) als Stützfläche für die Waschmaschine bzw. den Tumbler, und durch
Seitenwände der Wanne, welche mit Rippen (8) zum Abstützen der Deckplatte (5) verstärkt
sind.
2. Unterbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er mindestens einen Leitungsanschluss (1) aufweist.
3. Unterbau nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wanne mit mindestens einer Entlüftungsöffnung (3) verbunden ist.
4. Unterbau nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass er seitliche Anschläge (4) und vorzugsweise zumindest teilweise eine raue Oberfläche
(5) aufweist.
5. Unterbau nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass er als im Wesentlichen rechteckigen Kasten ausgebildet ist, der vorzugsweise mindestens
einen Griff (6) aufweist.
1. Substructure for raising a washing machine or a tumble dryer, the substructure comprising
a one-piece trough of a synthetic material for retaining a flowable material, to form
a solid substructure, the substructure being characterised by
a cover plate (5) serving as a supporting surface for the washing machine or the tumble
dryer, respectively, and by
side walls of the trough that are reinforced by ribs (8) for supporting the cover
plate (5).
2. Substructure according to claim 1, characterised in that it comprises at least one pipe connection (1).
3. Substructure according to one of claims 1 to 2, characterised in that the trough is connected to at least one vent hole (3).
4. Substructure according to one of claims 1 to 3, characterised in that it has lateral stops (4) and preferably at least partly a rough surface (5).
5. Substructure according to one of claims 1 to 4, characterised in that it is in the form of an essentially rectangular box preferably having at least one
handle (6).
1. Socle pour surélever une machine à laver ou un sèche-linge, le socle comprenant
un bac formé d'une pièce en matériau synthétique pouvant retenir un matériau coulant,
pour former un socle solide, ledit socle étant caractérisé par
une plaque de recouvrement (5) servant de surface d'appui pour la machine à laver
ou le sèche-linge, respectivement, et par
des parois latérales du bac qui sont renforcées par des nervures (8) pour soutenir
la plaque de recouvrement (5).
2. Socle selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il comporte au moins un raccordement de conduite (1).
3. Socle selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que le bac est relié à au moins un évent (3).
4. Socle selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il a des butées (4) latérales et préférablement au moins partiellement une surface
rugueuse (5) .
5. Socle selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce qu'il présente la forme d'un caisson essentiellement rectangulaire qui comporte préférablement
au moins une poignée (6).