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(11) |
EP 1 911 528 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.06.2009 Patentblatt 2009/26 |
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Anmeldetag: 28.09.2007 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Einrichtung zum Bearbeiten von Bauteilen in einer Arbeitskammer mittels Bearbeitungsmitteln
Device for machining parts in a working chamber using machining means
Dispositif destiné au traitement de composants dans une chambre de travail à l'aide
de moyens de traitement
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
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Priorität: |
09.10.2006 DE 102006048020
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.04.2008 Patentblatt 2008/16 |
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Patentinhaber: Piller Entgrattechnik GmbH |
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71254 Ditzingen-Heimerdingen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- PILLER, Thomas
71254 Ditzingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Fleck, Hermann-Josef |
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Klingengasse 2 71665 Vaihingen/Enz 71665 Vaihingen/Enz (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 19 623 671
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DE-U1- 29 918 864
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Bearbeiten von Bauteilen in einer Arbeitskammer
mittels Bearbeitungsmitteln, die von einer Versorgungseinheit erzeugt und/oder der
Arbeitskammer zugeführt werden, wobei die Bauteile mittels einer Transportvorrichtung
in die Arbeitskammer eingebracht und wieder entnommen werden, wobei ein Steuergerät
vorgesehen ist, das die Transportvorrichtung und den in Bearbeitungs-Zeitabschnitte
und Transport-Zeitabschnitte unterteilten Betriebsablauf steuert, wie Entgratungs-
und/oder Reinigungs-Einrichtung.
[0002] Derartige Einrichtungen sind in unterschiedlichen Arbeitsleistungen bekannt, wobei
in der Arbeitskammer stets derselbe Bearbeitungsvorgang mit angepassten Bearbeitungs-
und Transport-Zeitabschnitten abläuft. Die Bearbeitung der in die Arbeitskammer eingebrachten
Bauteile erfolgt nur in den Bearbeitungs-Zeitabschnitten. Die zwischen den Bearbeitungs-Zeitabschnitten
erforderlichen Transport-Zeitabschnitte reduzieren den Ausstoß bearbeiteter Bauteile,
das heißt die Arbeitsleistung pro Zeiteinheit. Dabei ist gerade die Versorgungseinheit
mit hoher Leistung voluminös und kostenaufwändig.
[0003] Um die Bearbeitungsleistung zu erhöhen, sind schon mehrere gleiche Einrichtungen
verwendet worden, die den Vorrichtungs- und Raumaufwand entsprechend erhöhen. Der
Gewinn an Bearbeitungsleistung geht dann auf Kosten des Aufwandes.
[0004] Wie die
DE 299 18 864 U1 zeigt, ist auch eine Entgratungs-Anlage bekannt, bei der mehrere Arbeitskammern in
Reihe geschaltet sind, die von einer gemeinsamen Transport-Vorrichtung bedient werden.
In den aufeinander folgenden Arbeitskammern laufen unterschiedliche Betriebsabläufe
ab. Bei dieser Entgratungsanlage ist die aufwändige Versorgungseinheit der ersten
Arbeitskammer in nacheinander erfolgenden unterschiedlichen Bearbeitungsablauf zugeordnet
und nur in den Bearbeitungs-Zeitabschnitten dieser Arbeitskammer ausgenutzt. Der Ausstoß
an bearbeiteten Bauteilen ist daher wieder abhängig vom Betriebsablauf, das heißt
von der Aufteilung Bearbeitungs- zu Transport-Zeitabschnitten, dieser ersten Arbeitskammer.
[0005] Die Anpassung der Zeitabschnitte an den Betriebsablauf ist Stand der Technik, wie
die
DE 196 23 671 A1 zeigt.
[0006] Es ist Aufgabe der Erfindung, bei einer Einrichtung der eingangs erwähnten Art so
zu erweitern, dass die Arbeitsleistung an mit gleichem Betriebsablauf bearbeiteten
Bauteilen zu erhöhen und dabei den zusätzlichen Mehraufwand an Vorrichtungen iin Grenzen
zu halten.
[0007] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass für die Bearbeitung zwei
Arbeitskammern mit zugeordneten Transport-Vorrichtungen vorgesehen sind,
dass in diesen Arbeitskammern getrennte Betriebsabläufe mit Bearbeitungs-Zeitabschnitten
und Transport-Zeitabschnitten ablaufen, wobei die Bearbeitungs-Zeitabschnitte der
beiden Arbeitskammern zeitlich so gegeneinander versetzt sind, dass sich diese während
des Betriebsablaufes nicht überlagern, so dass die Versorgungseinheit auf beide Arbeitskammern
umschaltbar und für die Betriebsabläufe beider Arbeitskammern verwendbar ist. Mit
der zusätzlichen zweiten Arbeitskammer und diesen zugeordneten Transport-Vorrichtungen
kann bei zeitlich versetzten Betriebsabläufen gerade die voluminöse und kostenaufwändige
Versorgungseinheit doppelt ausgenutzt werden. Die Arbeitsleistung an bearbeiteten
Bauteilen lässt sich fast verdoppeln und dies bei verhältnismäßig kleinem Mehraufwand
und entspricht dem von zwei bekannten kompletten Einzel-Anlagen.
[0008] Für den Betriebsablauf der Arbeitskammern ist nach einer Ausgestaltung vorgesehen,
dass die Transport-Vorrichtungen in den zugeordneten Transport-Zeitabschnitten aus
den zugeordneten Arbeitskammern die bearbeiteten Bauteile entnehmen und wieder mit
zu bearbeiteten Bauteilen bestücken. Da die dafür erforderlichen Arbeitsschritte jeweils
eine bestimmte Zeit in Anspruch nehmen, ist der Transport-Zeitabschnitt im Betriebsablauf
in der Regel größer als der Bearbeitungs-Zeitabschnitt. Dies rührt daher, dass die
Transport-Vorrichtungen mit einem Greifer für die Bauteile versehen sind und dass
der Greifer in drei Koordinaten-Richtungen verstellbar ist und dass die Greifer zu
bearbeitende Bauteile von einer Zuführ-Transportbahn abnehmen, zu den zugeordneten
Arbeitskammern hinbringen und in die zugeordnete Arbeitskammer einbringen.
[0009] Um diesem Übel etwas Abhilfe zu tun, kann nach einer Weiterbildung vorgesehen sein,
dass die Bearbeitungs-Zeitabschnitte das Entnehmen der bearbeiteten Bauteile am Ende
der Bearbeitungsvorgänge mit den zugeordneten Transport-Vorrichtungen einschließen.
Damit kann der Zeitbedarf der Bearbeitungs-Zeitabschnitte mehr an dem der Transport-Zeitabschnitte
angepasst werden. Für die Bearbeitungs-Zeitabschnitte werden die Zeiten für Umschalten,
Einschalten, Betreiben und Ausschalten der Versorgungseinheit für die Bearbeitungsmittel
zusammengefasst. Für den Regelfall der Betriebsabläufe der beiden Arbeitskammern kann
vorgesehen sein, dass bei Transport-Zeitabschnitten, die größer als die Bearbeitungs-Zeitabschnitte
sind, der Zeitversatz der Bearbeitungs-Zeitabschnitte der Betriebsabläufe der beiden
Arbeitskammern der halben Differenz zwischen Transport-Zeitabschnitt und Bearbeitungs-Zeitabschnitt
entspricht. Dabei verbleibt genügend Sicherheit für die Umschaltung der Versorgungseinheit
für die Bearbeitungsmittel.
[0010] Nach einer Weiterbildung kann die Abführung der bearbeiteten Bauteile dadurch erfolgen,
dass die Transport-Vorrichtung die aus den Arbeitskammern entnommenen bearbeiteten
Bauteile auf einer Abführ-Transportbahn ablegt.
[0011] Die Arbeitsweise des Steuergerätes ist darauf gerichtet, dass es die Versorgungseinheit
für die Bearbeitungsmittel umschaltet, ein- und ausschaltet sowie den Bewegungsablauf
der Transport-Vorrichtung und Greifer steuert. Auch die Steuerung der Zuführbahnen
und Abführbahnen für die zu bearbeitenden und bearbeiteten Bauteile kann das Steuergerät
übernehmen.
[0012] Die Einrichtung kann konstruktiv so zusammengebaut werden, dass die Transport-Vorrichtungen
mit den zugeordneten Greifern als bekannte Portal-Transportvorrichtungen ausgebildet
sind, die mit den beiden Arbeitskammern und der Versorgungseinheit für die Bearbeitungsmittel
in ein Maschinengestell eingebaut sind. Der Zeitversatz der beiden Betriebsabläufe
kann als Sicherheits-Zeitabschnitt ausgenutzt werden, wenn vorgesehen ist, dass das
Steuergerät das Ende der Bearbeitungs-Zeitabschnitte überwacht und die Bearbeitungs-Zeitabschnitte
des jeweils anderen Betriebsablaufs erst nach Ablauf des Zeitversatzes und dessen
Transport-Zeitabschnitt freigibt. Ist dazu vorgesehen, dass die Betriebsabläufe der
beiden Arbeitskammern unterschiedliche Dauern aufweisen und dass getrennte Zuführbahnen
und Abführbahnen für die Transport-Vorrichtungen vorgesehen sind, dann können im Prinzip
zwei unterschiedliche Einrichtungen mit einer gemeinsamen Versorgungseinheit für die
Bearbeitungsmittel betrieben werden.
[0013] Die Vorteile der Einrichtung werden dann besonders deutlich, wenn vorgesehen ist,
dass sie als Entgratungs- und/oder Reinigungseinrichtung ausgelegt ist, wobei die
Versorgungseinheit als Bearbeitungsmittel Gas für die Explosions-Entgratungen und/oder
Flüssigkeits- und/oder Feststoff-Hochdruckstrahlen für die Entgratung und/oder Reinigung
liefert.
[0014] Die Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Blockschaltbild der Vorrichtungen der neuen Einrichtung und das Zusammenspiel
derselben und
- Fig. 2
- ein Zeitdiagramm der Betriebsabläufe er beiden Arbeitskammern der Einrichtung nach
Fig. 1.
[0015] Wie das Blockschaltbild nach Fig. 1 erkennen lässt, ist die neue Einrichtung gemäß
der Erfindung gegenüber einer bekannten Einrichtung mit einer zweiten Arbeitskammer
AK2 und einer zweiten Transport-Vorrichtung TV2 erweitert. Damit ist schon einmal
sichergestellt, dass für beide Arbeitskammern AK1 und AK2 ein eigener Betriebsablauf
mit Bearbeitungs-Zeitabschnitten TE1 bzw. TE2 und Transport-Zeitabschnitten TT1 bzw.
TT2 durchführbar ist. Wie dem Blockschaltbild nach Fig. 1 weiter zu entnehmen ist,
umfasst die Einrichtung nur eine Versorgungseinheit EV für die Bearbeitungsmittel,
die auf beide Arbeitskammern AK1 und AK2 umschaltbar ist, wie der Umschalter u zu
erkennen gibt.
[0016] Damit die Versorgungseinheit EV für die Bearbeitungsmittel in den Bearbeitungs-Zeitabschnitten
TE1 und TE2 der beiden Arbeitskammern AK1 und AK2 verwendet werden kann, ist ein Betriebsdiagramm
nach Fig. 2 vorgesehen. Dabei ist für den Regelfall vorausgesetzt, dass die Transport-Zeitabschnitte
TT1 und TT2 mehr Zeit in Anspruch nehmen als die Bearbeitungs-Zeitabschnitte TE1 und
TE2, wobei für den Regelfall wiederum gilt TE1 ≈ TE2 und TT1 ≈ TT2.
[0017] Die Betriebsabläufe sind nun zeitlich gegeneinander so versetzt, dass sich die Bearbeitungs-Zeitabschnitte
TE1 fortlaufend nicht mit den Bearbeitungs-Zeitabschnitten TE2 und umgekehrt überlappen.
Damit ist die Voraussetzung geschaffen, dass die Versorgungseinheit EV für die Bearbeitungsmittel
umgeschaltet und für die Betriebsabläufe der beiden Arbeitskammern AK1 und AK2 verwendet
werden kann.
[0018] Das Zeitdiagramm nach Fig. 2 lässt erkennen, dass der Zeitversatz TVS = ½ (TT1 -
TE2) bzw. ½ (TT2 - TE1) ist, und zwar unter der Voraussetzung TE1 = TE2 und TT1 =
TT2. Der Zeitversatz TVS kann dadurch als Schutzzeit ausgenützt werden, wenn das Steuergerät
St das Ende der Bearbeitungs-Zeitabschnitte TE1 und TE2 überwacht und davon abhängig
die Einleitung der Bearbeitungs-Zeitabschnitte TE2 bzw. TE1 des jeweils anderen Betriebsablaufs
steuert. Nach dem Ende des Bearbeitungs-Zeitabschnitts ET1 wird der Bearbeitungs-Zeitabschnitt
ET2 nur mit dem Zeitversatz TVS eingeleitet, wenn auch der vorausgegangene Transport-Zeitabschnitt
TT2 dieses Betriebsablaufes abgelaufen ist. Nach dem Ende des Bearbeitungs-Zeitabschnittes
TE2 wird der Bearbeitungs-Zeitabschnitt TE1 nach Ablauf des Zeitversatzes TVS nur
eingeleitet, wenn auch der vorausgegangene Transport-Zeitabschnitt TT1 abgelaufen
ist. Diese Maßnahme führt zu einem sicheren Betriebsablauf bei beiden Arbeitskammern
AK1 und AK2 auch dann, wenn beide Betriebsabläufe ungleich lange dauern (TE1 + TT1
≥ oder ≤ TE2 + TT2).
[0019] Bei diesen unterschiedlich langen Betriebsabläufen ist es sinnvoll den Transport-Vorrichtungen
TV1 und TV2 getrennte Zuführbahnen ZB und Abführbahnen zuzuordnen. Damit lassen sich
im Prinzip zwei unterschiedliche BearbeitungsEinrichtungen sicher mit einer gemeinsamen
Versorgungseinheit EV für die Bearbeitungsmittel betreiben.
[0020] Die Vorrichtungen nach Fig. 1 sind nun von dem Steuergerät St so zu steuern, dass
die Betriebsabläufe nach dem Zeitdiagramm gemäß Fig. 2 ablaufen.
[0021] Die Transport-Vorrichtungen TV1 und TV2 sind in bekannter Weise als Portal-Transportvorrichtungen
mit Greifern G1 und G2 aufgebaut, die die erforderlichen Verstellbewegungen in den
drei Koordinaten-Richtungen X, Y und Z ausführen können. In Richtung X kann mit den
Greifern G1 bzw. G2 ein zu bearbeitendes Bauteil von der Zufuhrbahn ZB abgehoben und
zur Vertellung hin zur Arbeitskammer AK1 bzw. AK2 gebracht werden. Der Greifer G1
bzw. G2 wird in Richtung Y zur Arbeitskammer AK1 bzw. AK2 hin verstellt und in der
nicht gezeigten Richtung Y in die Arbeitskammer AK1 bzw. AK2 hinein gebracht. Dieser
Bestückungsvorgang ist Teil des Transport-Zeitabschnitts TT1 bzw. TT2, dem vorher
noch der Bewegungsablauf zum Entnehmen des bearbeiteten Bauteils aus der Arbeitskammer
AK1 bzw. AK2 vorausgehen kann. Dieser Entnahmevorgang kann sich als Teilabschnitt
nach dem Bearbeiten auch an den Bearbeitungs-Zeitabschnitt TE1 bzw. TE2 anschließen,
insbesondere dann, wenn sich die Bearbeitungs-Zeitabschnitte sehr stark von den Transport-Zeitabschnitten
unterscheiden. Dabei kann das bearbeitete Bauteil zusätzlich auf einer Abführbahn
abgelegt werden. Die Bearbeitungs-Zeitabschnitte TE1 bzw. TE2 umfassen das Umschalten,
das Einschalten, den Betrieb und das Ausschalten der Versorgungseinheit EV für die
Bearbeitungsmittel. Die zu bearbeitenden Bauteile können von einer Zubringer-Verteilvorrichtung
ZB-TV vereinzelt der Zuführbahn ZB zugeführt werden, wobei das Steuergerät St auch
diese steuert.
[0022] Die Ausstoßleistung der Einrichtung entspricht der von zwei bekannten Einrichtungen.
Es wird jedoch nur eine Versorgungseinheit EV für die Bearbeitungsmittel benötigt
und damit der Raumbedarf und der Vorrichtungsaufwand beträchtlich reduziert, ohne
auf einen sicheren Betriebsablauf verzichten zu müssen.
[0023] Die Vorteile der erfindungsgemäßen Einrichtung werden besonders deutlich erkennbar,
wenn sie als Entgratungs- und/oder Reinigungs-Einrichtung für Bauteile eingesetzt
wird, denn gerade bei diesem Einsatz sind umfangreiche und teuere Versorgungseinheiten
notwendig. Dabei kann in bekannter Weise als Bearbeitungsmittel Gas für eine Explosions-Entgratung
und/oder Flüssigkeits- und/oder Feststoff-Hochdruckstrahlen für die Reinigung und/oder
Entgratung von Bauteilen eingesetzt werden. Die erfindungsgemäße Einrichtung ist jedoch
nicht auf diese Einsatzfälle beschränkt.
1. Einrichtung zum Bearbeiten von Bauteilen in einer Arbeitskammer mittels Bearbeitungsmitteln,
die von einer Versorgungseinheit erzeugt und/oder der Arbeitskammer zugeführt werden,
wobei die Bauteile mittels einer Transportvorrichtung in die Arbeitskammer eingebracht
und wieder entnommen werden, wobei ein Steuergerät vorgesehen ist, das die Transportvorrichtung
und den in Bearbeitungs-Zeitabschnitte und Transport-Zeitabschnitte unterteilten Betriebsablauf
steuert, wie Entgratungs- und/oder Reinigungs-Einrichtung,
dadurch gekennzeichnet,
dass für die Bearbeitung zwei Arbeitskammern (AK1, AK2) mit zugeordneten Transport-Vorrichtungen
(TV1, TV2) vorgesehen sind,
dass in diesen Arbeitskammern (AK1, AK2) getrennte Betriebsabläufe mit Bearbeitungs-Zeitabschnitten
(TE1, TE2) und Transport-Zeitabschnitten (TT1, TT2) ablaufen, wobei die Bearbeitungs-Zeitabschnitte
(TE1 und TE2) der beiden Arbeitskammern (AK1, AK2) zeitlich so gegeneinander versetzt
sind (TVS), dass sich diese während des Betriebsablaufes nicht überlagern, so dass
die Versorgungseinheit (EV) auf beide Arbeitskammern (AK1, AK2) umschaltbar (u) und
für die Betriebsabläufe beider Arbeitskammern (AK1, AK2) verwendbar ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Transport-Vorrichtungen (TV1, TV2) in den zugeordneten Transport-Zeitabschnitten
(TT1, TT2) aus den zugeordneten Arbeitskammern (AK1, AK2) die bearbeiteten Bauteile
entnehmen und wieder mit zu bearbeitenden Bauteilen bestücken.
3. Einrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Transport-Vorrichtungen (TV1, TV2) mit einem Greifer (G1, G2) für die Bauteile
versehen ist und
dass der Greifer (G1, G2) in drei Koordinaten-Richtungen (X, Y, Z) verstellbar ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Greifer (G1, G2) zu bearbeitenden Bauteile von einer Zuführ-Transportbahn (ZB)
abnehmen, zu den zugeordneten Arbeitskammern (AK1, AK2) hinbringen und in die zugeordnete
Arbeitskammer (AK1, AK2) einbringen.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bearbeitungs-Zeitabschnitte (TE1, TE2) das Entnehmen der bearbeitenden Bauteile
am Ende der Bearbeitungs-Zeitabschnitte (TE1, TE2) mit den zugeordneten Transportvorrichtungen
(TV1, TV2) einschließen.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bearbeitungs-Zeitabschnitte (TE1, TE2) das Umschalten, Einschalten, Betreiben
und Ausschalten der Versorgungseinheit (EV) für die Bearbeitungsmittel umfassen.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass in gleichen Betriebsabläufen beider Arbeitskammern (AK1, AK2) bei Transport-Zeitabschnitten
(TT1, TT2), die größer als die Bearbeitungs-Zeitabschnitte (TE1, TE2) sind, der Zeitversatz
(TVS) der Bearbeitungs-Zeitabschnitte (TE1, TE2) der Betriebsabläufe beider Arbeitskammern
(AK1, AK2) der halben Differenz zwischen dem Transport-Zeitabschnitt und Bearbeitungs-Zeitabschnitt
entspricht.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Transport-Vorrichtung (TV1, TV2) die aus den Arbeitskammern (AK1, AK2) entnommenen
bearbeiteten Bauteile auf einer Abführ-Transportbahn ablegen.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Steuergerät (St) die Versorgungseinheit (EV) für das Bearbeitungsmittel umschaltet,
ein- und ausschaltet, sowie den Bewegungsablauf der Transportvorrichtung (TV1, TV2)
und Greifer (G1, G2) steuert.
10. Einrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass mit dem Steuergerät (St) die Zuführbahn (ZB) und die Abführbahn für die Bauteile
steuerbar sind.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10
dadurch gekennzeichnet,
dass die Transport-Vorrichtungen (TV1, TV2) mit den zugeordneten Greifern (G1, G2) als
bekannte Portal-Transportvorrichtungen ausgebildet sind, die mit den beiden Arbeitskammern
(AK1, AK2) und der Versorgungseinheit (EV) für das Bearbeitungsmittel in ein Maschinengestell
eingebaut sind.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Steuergerät (St) das Ende der Bearbeitungs-Zeitabschnitte (TE1 und TE2) überwacht
und die Bearbeitungs-Zeitabschnitte (TE2 bzw. TE1) des jeweils anderen Betriebsablaufs
erst nach Ablauf des Zeitversatzes (TVS) und dessen Transport-Zeitabschnitt (TT2 bzw.
TT1) freigibt.
13. Einrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Betriebsabläufe der beiden Arbeitskammern (AK1, AK2) unterschiedliche Dauern
aufweisen (TE1 + TT1 ≥ TE2 + TT2 bzw. TE1 + TT1 ≤ TE2 + TT2).
14. Einrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass getrennte Zuführbahnen (ZB) und Abführbahnen für die Transport-Vorrichtungen (TV1,
TV2) vorgesehen sind.
15. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass sie als Entgratungs- und/oder Reinigungseinrichtung ausgelegt ist, wobei die Versorgungseinheit
(EV) als Bearbeitungsmittel Gas für die Explosions-Entgratungen und/oder Flüssigkeits-
und/oder Feststoff-Hochdruckstrahlen für die Entgratung und/oder Reinigung liefert.
1. Device for processing components in a working chamber by means of operating means
that are generated by a supply unit and/or are supplied to the working chamber, wherein
the components are moved into and are removed from the working chamber by means of
a conveying device, wherein there is provided a control device, such as a deburring
and/or cleaning device, which controls the conveying device and the operating sequence
that is divided into processing periods and transport periods, characterized in that two working chambers (AK1, AK2) with associated conveying devices (TV1, TV2) are
provided for the processing, in that separate operating sequences with processing periods (TE1, TE2) and transport periods
(TT1, TT2) are executed in said working chambers (AK1, AK2), wherein the processing
periods (TE1 and TE2) of the two working chambers (AK1, AK2) are staggered in time
(TVS) so that they do not interfere with each other during the operating sequence,
such that the supply unit (EV) is switchable (u) to both working chambers (AK1, AK2)
and is usable for the operating sequences of both working chambers (AK1, AK2).
2. Device according to Claim 1, characterized in that the conveying devices (TV1, TV2) remove the processed components out of the associated
working chambers (AK1, AK2) in the associated transport periods (TT1, TT2) and recharge
with components to be processed.
3. Device according to Claim 2, characterized in that the conveying device (TV1, TV2) is provided with a grabber (G1, G2) for the components
and in that the grabber (G1, G2) is adjustable in three coordinate directions (X, Y, Z).
4. Device according to Claim 3, characterized in that the grabbers (G1, G2) remove components to be processed from a supply conveying path
(ZB), move them to the associated working chambers (AK1, AK2) and introduce them into
the associated working chambers (AK1, AK2).
5. Device according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the processing periods (TE1, TE2) include the removing of the processed components
at the end of the processing periods (TE1, TE2) by the associated conveying devices
(TV1, TV2).
6. Device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the processing periods (TE1, TE2) comprise the switching, connecting, operating and
disconnecting of the supply unit (EV) for the operating means.
7. Device according to one of Claims 1 to 6, characterized in that in identical operating sequences of two working chambers (AK1, AK2) with transport
periods (TT1, TT2) that are greater than the processing periods (TE1, TE2), the time
offset (TVS) of the processing periods (TE1, TE2) of the operating sequences of both
working chambers (AK1, AK2) corresponds to half the difference between the transport
period and processing period.
8. Device according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the conveying device (TV1, TV2) deposits the processed components, removed from the
working chambers (AK2, AK2), on a removal conveying path.
9. Device according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the control device (St) switches, connects and disconnects the supply unit (EV) for
the operating means, and controls the sequence of movement of the conveying device
(TV1, TV2) and grabber (G1, G2).
10. Device according to Claim 9, characterized in that the supply path (ZB) and the removal path for the components are controllable by
means of the control device (St).
11. Device according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the conveying devices (TV1, TV2) with the associated grabbers (G1, G2) are realized
as known portal conveying devices, which are incorporated in a machine frame with
the two working chambers (AK1, AK2) and the supply unit (EV) for the operating means.
12. Device according to one of Claims 1 to 11, characterized in that the control device (St) monitors the end of the processing periods (TE1 and TE2)
and only releases the processing periods (TE2 or TE1) of the respective other processing
sequence once the time offset (TVS) and its conveying period (TT2 or TT1) expires.
13. Device according to Claim 12, characterized in that the operating sequences of the two working chambers (AK1, AK2) have different durations
(TE1 + TT1 ≥ TE2 + TT2 or TE1 + TT1 ≤ TE2 + TT2).
14. Device according to Claim 13, characterized in that separate supply paths (ZB) and removal paths are provided for the conveying devices
(TV1, TV2).
15. Device according to one of Claims 1 to 14, characterized in that said device is designed as a deburring and/or cleaning device, wherein the supply
unit (EV) supplies, as operating means, gas for thermal deburring and/or high pressure
liquid and/or solid blasting for deburring and/or cleaning.
1. Dispositif de traitement de pièces dans une chambre de travail au moyen d'agents de
traitement qui sont produits et/ou apportés à la chambre de travail par une unité
d'alimentation, sachant que les pièces sont introduites dans la chambre de travail
et en sont retirées à l'aide d'un dispositif de transport, sachant qu'il est prévu
un appareil de commande qui commande le dispositif de transport et le déroulement
opératoire, divisé en périodes de traitement et en périodes de transport,
par exemple dispositif d'ébavurage et/ou de nettoyage,
caractérisé en ce que deux chambres de travail (AK1, AK2) avec des dispositifs de transport associés (TV
1, TV2) sont prévues pour le traitement,
et en ce que des déroulements opératoires séparés avec des périodes de traitement (TE1, TE2) et
des périodes de transport (TT1, TT2) se déroulent dans ces chambres de travail (AK1,
AK2), sachant que les périodes de traitement (TE1 et TE2) des deux chambres de travail
(AK1, AK2) sont mutuellement décalées dans le temps (TVS) de telle sorte qu'elles
ne se chevauchent pas pendant le déroulement opératoire, de sorte que l'unité d'alimentation
(EV) peut être commutée (u) sur les deux chambres de travail (AK1, AK2) et peut être
utilisée pour les déroulements opératoires des deux chambres de travail (AK1, AK2).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les dispositifs de transport (TV1, TV2), pendant les périodes de transport associées
(TT1, TT2), enlèvent les pièces traitées des chambres de travail associées (AK1, AK2)
et chargent les chambres de nouvelles pièces à traiter.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que les dispositifs de transport (TV1, TV2) sont pourvus d'un preneur (G1, G2) pour les
pièces,
et en ce que le preneur (G1, G2) peut être déplacé dans les trois directions de coordonnées (X,
Y, Z).
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que les preneurs (G1, G2) prélèvent les pièces à traiter d'une bande transporteuse d'alimentation
(ZB), les apportent aux chambres de travail associées (AK1, AK2) et les introduisent
dans les chambres de travail associées (AK1, AK2).
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les périodes de traitement (TE1, TE2) incluent l'enlèvement des pièces traitées,
à la fin des périodes de traitement (TE1, TE2), avec les dispositifs de transport
associés (TV1, TV2).
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les périodes de traitement (TE1, TE2) comprennent la commutation, l'activation, l'utilisation
et la désactivation de l'unité d'alimentation (EV) pour les agents de traitement.
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que, dans des déroulements opératoires identiques des deux chambres de travail (AK1, AK2),
avec des périodes de transport (TT2, TT2) qui sont plus longues que les périodes de
traitement (TE1, TE2), le décalage dans le temps (TVS) des périodes de traitement
(TE1, TE2) des déroulements opératoires des deux chambres de travail (AK1, AK2) correspond
à la moitié de la différence entre la période de transport et la période de traitement.
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les dispositifs de transport (TV1, TV2) déposent les pièces traitées, enlevées des
chambres de travail (AK1, AK2), sur une bande transporteuse d'évacuation.
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'appareil de commande (St) commute, active et désactive l'unité d'alimentation (EV)
pour l'agent de traitement, et commande le déroulement opératoire du dispositif de
transport (TV 1, TV2) et du preneur (G1, G2).
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que la voie d'alimentation (ZB) et la voie d'évacuation pour les pièces peuvent être
commandées avec l'appareil de commande (St).
11. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que les dispositifs de transport (TV 1, TV2) avec les preneurs associés (G1, G2) sont
réalisés sous la forme de dispositifs de transport connus à portique, qui sont incorporés
avec les deux chambres de travail (AK1, AK2) et l'unité d'alimentation (EV) pour l'agent
de traitement dans un bâti de machine.
12. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que l'appareil de commande (St) surveille la fin des périodes de traitement (TE1 et TE2)
et ne débloque les périodes de traitement (TE2 ou TE1) de l'autre déroulement opératoire
respectif qu'à l'expiration du décalage dans le temps (TVS) et de la période de transport
de ce dernier (TT2 ou TT1).
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que les déroulements opératoires des deux chambres de travail (AK1, AK2) présentent des
durées différentes (TE1 + TT1 ≥ TE2 + TT2 ou TE1 + TT1 ≤ TE2 + TT2).
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que des voies d'alimentation (ZB) et des voies d'évacuation séparées sont prévues pour
les dispositifs de transport (TV 1, TV2).
15. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce qu'il est conçu comme dispositif d'ébavurage et/ou de nettoyage, sachant que l'unité
d'alimentation (EV) fournit comme agent de traitement du gaz pour les ébavurages par
explosion, et/ou des jets à haute pression de liquide et/ou de matière solide pour
l'ébavurage et/ou le nettoyage.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente