[0001] Die Erfindung betrifft eine Vibrationspoliervorrichtung umfassend eine Führungsvorrichtung
zur Führung eines Werkstücks mit einer porösen Oberflächenbeschichtung in einem Polierbehälter,
ein Verfahren zum Polieren einer porösen Oberflächenschicht, sowie die Verwendung
des Verfahrens zum Polieren einer porösen Wärmedämmschicht einer Turbinenschaufel
und eine nach dem Verfahren polierte Turbinenschaufel, gemäss dem Oberbegriff des
unabhängigen Anspruchs der jeweiligen Kategorie, (siehe z.B.
US-1 482 923).
[0002] Zum Polieren von Oberflächenschichten von Werkstücken sind je nach Anforderung, Material
und Struktur der Oberflächenschicht eine ganze Reihe verschiedener Verfahren bekannt.
Der Zweck des Polierens besteht dabei neben einem reinen Materialabtrag an der Oberflächen
häufig darin, die Rauheit der Oberfläche herabzusetzen. Das kann beispielsweise aus
rein ästhetischen Gründen gewünscht sein, etwa um glänzende Oberflächen zu erzeugen
oder kann aufgrund technischer Erfordernisse geboten sein, beispielsweise um Reibungskoeffizienten
herabzusetzen, die Adhäsion oder Einlagerung von Fremdpartikeln zu minimieren, so
dass eine geforderte Porosität der Oberfläche erhalten bleibt oder um eine Verschmutzung
der Oberfläche zu verhindern. In der Technik wird in der Regel die Rauheit der Oberfläche
eines Festkörpers durch unterschiedliche Rauheitsmessgrössen gekennzeichnet, die in
der entsprechenden Fachliteratur nachzulesen sind. Einer dieser Rauheitsmessgrössen
ist der sogenannte "Mittenrauhwert R
a", der als mittlere Abweichung der Absolutbeträge des Rauheitsprofils von einer mittleren
Linie innerhalb einer vorgebbaren Messstrecke ein Mass für die Rauheit einer Oberfläche
ist und je nach dem Grad der Rauheit beispielsweise in Mikrometer (µm) angegeben wird.
[0003] Wie bereits erwähnt kommen zur Herabsetzung der Rauheit einer Oberfläche je nach
Anwendung unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. So werden beispielsweise Turbinenschaufeln
für Flugzeugturbinen oder für landgestützte Gasturbinen zur Erzeugung elektrischer
Energie mit Schichten aus metallischen Legierungen, insbesondere mit MCrAIY - Schichten
versehen, wobei M für ein Metall wie beispielsweise Nickel (Ni), Kobalt (Co) oder
Eisen (Fe) steht und CrAlY (Chrom, Aluminium Yttrium), eine für diese und andere Zwecke
wohlbekannte Superlegierung bezeichnet. Diese Schichten können beispielsweise in einer
Vakuumkammer in einer Stärke zwischen 50 µm und 250 µm aufgebracht werden, wobei typischerweise
eine Oberflächenrauheit R
a von ca. 6 µm- 12 µm erreicht wird. Darüber hinaus ist es häufig notwendig, die zuvor
erwähnten MCrAIY-Schichten mit einer Wärmedämmschicht zu versehen, die der Fachmann
auch häufig als TBC - Beschichtung ("Thermal Barrier Coating") bezeichnet. Solche
TBC - Beschichtungen können beispielsweise auf Zirkonoxid (ZrO
2) Basis hergestellt werden, wobei in einem typischen Beispiel die Wärmedämmschicht
ca. 100 µm bis 500 µm, in speziellen Fällen über 1 mm stark sein kann und im wesentlichen
92% ZrO
2 und 8 % Yttriumoxid Y
2O
3 zur Stabilisierung enthält. Die Korngrössen der die Schicht aufbauenden Körner können
dabei beispielsweise zwischen 45 µm und 125 µm liegen, wobei eine Porosität der Wärmedämmschicht
typischerweise zwischen 5 % und 20 % erreicht wird. Typische Werte für die Rauheit
von TBC - Beschichtungen findet man im Bereich von 9 µm bis 16µm. Es sei an dieser
Stelle darauf hingewiesen, dass die zuvor genannten Parameter der Schichten, sowie
deren chemische Zusammensetzung im konkreten Fall natürlich auch erheblich von den
zuvor zitierten Beispielen abweichen können.
[0004] Die Oberflächenrauheiten, die die Schichten nach dem Auftrag auf das Werkstück aufweisen,
sind jedoch häufig nicht akzeptabel und müssen beispielsweise durch Polieren herabgesetzt
werden.
[0005] In dem für die Praxis wichtigen Beispiel von Turbinenschaufeln landgestützter Turbinen
sind beispielsweise für die Oberflächenrauheit R
a Werte von max. 6 µm, bevorzugt jedoch Werte die kleiner als 4 µm sind, gefordert,
insbesondere um eine erhöhte Verschmutzung zu verhindern und die Strömungsdynamik
zu verbessern.
[0006] Bei MCrAIY - Schichten oder allgemein bei metallischen oder metallegierten Oberflächen
kann die notwendige Oberflächenrauheit mit verschiedenen Verfahren erreicht werden.
Gängig sind dabei, analog zum klassischen Sandstrahlen, abrasive Strahltechniken,
beispielsweise mit feinem Korund, Kugelstrahlen oder Cut-Wire Peening mit harten Stahlkörpern,
mit rostfreien Stahlkörpern oder mit keramischen Strahlkörpern. Zur Erreichung höchster
Oberflächengüten, d.h. minimaler Rauheit und / oder gleichmässiger Rauheit von Werkstoffoberflächen
stehen verschiedene Verfahren zum Vibropolieren, die oft als "Vibropolishing" bezeichnet
werden, in Kombination mit abrasiv wirkenden Polierelementen zur Verfügung.
[0007] Zum Polieren der meisten TBC - Schichten kommen jedoch nur die zuletzt genannten
Verfahren des Vibropolishing in Frage, da diese beim Poliervorgang die Oberflächen
ausreichend schonend behandeln, so dass in den porösen TBC - Schichten Schäden in
Form von Mikrorissen, Abplatzen von Oberflächenbereichen oder ähnliche Schäden vermieden
werden können.
[0008] Zur Durchführung des Vibropolishing kommen verbreitet zwei Ausführungsvarianten von
Poliervorrichtungen zum Einsatz, nämlich sogenannte Rundvibratoren und Trogvibratoren.
Ein Trogvibrator ist eine Vorrichtung, die im wesentlichen einen Polierbehälter, der
entsprechende Polierelemente enthält, umfasst und der durch geeignete Einrichtungen
in Vibration versetzt werden kann. Die zu behandelnden Werkstücke werden im einfachsten
Fall in den Polierbehälter gelegt, so dass die Werkstücke von den Polierelementen,
die sich unter Vibration insgesamt analog einer zähen Flüssigkeit verhalten, poliert
werden. Dabei können Trennschieber vorgesehen sein, die verhindern, dass sich benachbarte
Werkstücke im Polierbehälter gegenseitig berühren und verletzen oder es kann auch
eine externe Befestigung der Werkstücke vorgesehen sein. Einen weiteren Schutz kann
zum Beispiel eine Maskierungen gewisser Oberflächenbereiche des Werkstücks mit Abdeckungen,
insbesondere aus Kunststoff bieten, so dass nur eine partielle Glättung des Werkstücks
zugelassen wird und / oder beispielsweise gefährdete Kanten geschützt werden.
[0009] Dabei haben diese aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen Nachteile, die
insbesondere bei der Politur von rotationsasymmetrischen Werkstücken und / oder von
Werkstücken mit porösen Oberflächen, wie beispielsweise Turbinenschaufeln mit TBC
- Beschichtungen, zu unbefriedigenden Ergebnissen führen.
[0010] So können auf extern eingespannte Werkstücke, die in einem Trogvibrator behandelt
werden, unvertretbar hohe mechanische Belastungen einwirken, die im schlimmsten Fall
zu Schädigungen des Werkstücks und / oder der zu behandelnden Oberflächen, insbesondere
von porösen / und oder spröden Oberflächen, führen können. Werden die zu polierenden
Werkstücke gemäss dem Stand der Technik direkt in den Polierbehälter des Trogvibrators,
also ohne äussere Befestigung, gelegt, besteht die Gefahr, dass das Werkstück mit
den Wänden des Trogvibrators bzw. mit eventuell vorhandenen Trennschiebern und / oder
mit benachbarten Werkstücken in direkten Kontakt treten kann, wodurch Beschädigungen
am Werkstück bzw. an empfindlichen Bereichen der Oberfläche des Werkstücks, insbesondere
an Kanten, nicht auszuschliessen sind. Insbesondere besteht dabei die Gefahr, dass
sich beispielsweise zwischen Werkstückoberfläche und einer benachbarten Begrenzungswand
ein Abstand von weniger als zwei Polierelementen einstellt, so dass zwischen Werkstückoberfläche
und einer benachbarten Begrenzungswand ein Polierelement verklemmt wird, was zu enormen
Punktbelastungen auf die Oberfläche des Werkstücks führen kann.
[0011] Beschädigungen der zuvor beschriebenen Art können zwar durch geeignete Maskierung
gefährdeter Oberflächenbereiche reduziert werden. Allerdings ist das selbstverständlich
nur für diejenigen Oberflächenbereiche möglich, die nicht poliert werden müssen. Zum
anderen ist dieses Verfahren in der Praxis recht aufwendig, da häufig mehr als ein
Oberflächenbereich des Werkstücks jeweils separat durch eine geeignete Maskierung
geschützt werden muss, was mit einer aufwendigen Montage bzw. Demontage der entsprechen
Teile verbunden ist und somit auch aus wirtschaftlicher Sicht wenig effizient ist.
Ein weiterer wesentlicher Nachteil besteht darin, dass insbesondere bei rotationsasymmetrischen
Werkstücken, wie Turbinenschaufeln für langdestützte Anwendungen, die bekannten Verfahren
zu unzureichenden Oberflächenrauheiten und / oder insbesondere zu ungleichmässig polierten,
d.h. zu ungleichmässig rauhen Bereichen auf der Oberfläche des Werkstücks führen.
Aufgrund der asymmetrischen Massenverteilung, beispielsweise einer Turbinenschaufel,
wird sich die Turbinenschaufel im Polierbehälter zwischen den Polierelementen nur
ungleichmässig drehen und die unterschiedlich orientierten Flächen der Turbinenschaufel
werden beim Polieren mit unterschiedlichem Polierdruck von den Polierelementen beaufschlagt,
was letztlich dazu führt, dass verschiedene Bereiche der Oberfläche verschiedene Oberflächenrauheiten
aufweisen, und an bestimmten Flächen der Turbinenschaufel eine genügend hohe Rauheit
überhaupt nicht erreichbar ist. Das zuvor gesagte trifft im übrigen auch auf Polierverfahren
zu, bei welchen das Werkstück extern befestigt ist. Die zuvor geschilderten Nachteile
treten selbstverständlich nicht nur beim Polieren von Turbinenschaufeln auf, an denen
hier die Problematik beispielhaft erläutert wird, sondern treten allgemein, insbesondere
bei rotationsasymmetreichsen Werkstücken beim Vibropolishing auf.
[0012] Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine andere Vorrichtung und ein anderes Verfahren
zum Polieren einer Oberfläche eines Werkstücks, insbesondere einer porösen Oberfläche
eines rotationsasymmetrischen Werkstücks vorzuschlagen.
[0013] Die diese Aufgaben lösenden Gegenstände der Erfindung sind durch die Merkmale des
unabhängigen Anspruchs der jeweiligen Kategorie gekennzeichnet.
[0014] Die jeweiligen abhängigen Ansprüche beziehen sich auf besonders vorteilhafte Ausführungsformen
der Erfindung.
[0015] Die erfindungsgemässe Führungsvorrichtung zur Führung eines Werkstücks mit einer
porösen Oberflächenbeschichtung in einem Polierbehälter, insbesondere eines rotationsasymmetrischen
Werkstücks, weist zwei, durch mindestens ein Abstandselement beabstandete Führungselemente,
sowie eine Halterung zur Positionierung des Werkstücks zwischen den zwei Führungselementen
auf, so dass das Werkstück in Bezug auf den Polierbehälter berührungslos im Polierbehälter
führbar ist.
[0016] Die erfindungsgemässe Vorrichtung erlaubt es somit ein Werkstück, insbesondere ein
Werkstück mit einer porösen Oberflächenbeschichtung, beispielsweise in einem Trogvibrator
während eines Poliervorgangs zu führen, wobei auf externe Befestigungsmittel zur Führung
des Werkstücks verzichtet werden kann. Es können so unter anderem mechanische Belastungen
vermieden werden, die im schlimmsten Fall zu Schädigungen des Werkstücks und / oder
der zu behandelnden porösen Oberflächen führen können. Durch die erfindungsgemässe
Führungsvorrichtung wird vermieden, dass das zu polierende Werkstück mit eventuell
vorhandenen Trennschiebern und / oder mit benachbarten Werkstücken in direkten Kontakt
treten kann, wodurch Beschädigungen am Werkstück bzw. an empfindlichen Bereichen der
Oberfläche des Werkstücks, insbesondere an Kanten, weitgehend ausgeschlossen werden.
Darüber können insbesondere rotationsasymmetrische Werkstücke wie Turbinenschaufeln
durch Verwendung der erfindungsgemässen Führungsvorrichtung gleichmässig poliert werden.
Das wird dadurch erreicht, dass auch bei asymmetrischer Massenverteilung des Werkstücks,
wie beispielsweise bei einer Turbinenschaufel, durch die Ausgestaltung der Führungsvorrichtung
eine gleichmässige Drehbewegung des Werkstücks beim Polieren erreichbar ist, so dass
das Werkstück mit einem im wesentlichen gleichmässigen Polierdruck von den Polierelementen
beaufschlagt wird, was letztlich dazu führt, dass verschiedene Bereiche der Oberfläche
annähernd gleiche Oberflächenrauheiten aufweisen und an allen zu polierenden Flächen
der Turbinenschaufel eine genügend kleine Rauheit erreichbar ist.
[0017] Die Führungsvorrichtung umfasst dazu mindestens zwei Führungselemente, die durch
mindestens ein Abstandselement beabstandet sind. Desweiteren weist die Führungsvorrichtung
eine Halterung zur Positionierung des Werkstücks zwischen den Führungselementen auf.
Dabei sind die Führungselemente derart angeordnet und ausgestaltet, dass das Werkstück
in Bezug auf die Begrenzungswände eines Polierbehälters, in welchem das Werkstück,
bevorzugt durch Vibropolishing, poliert wird, berührungslos im Polierbehälter führbar
ist.
[0018] Dabei kann die Halterung, die zur Positionierung des Werkstücks in der Führungsvorrichtung
geeignet ist, in einer bevorzugten Ausführungsvariante ein Abdeckelement umfassen,
das es gestattet, einen Bereich der Oberfläche des Werkstücks abzudecken, der nicht
poliert werden soll. Das Abdeckelement ist dabei bevorzugt aus einem geeigneten Kunststoff
aufgebaut, kann je nach Erfordernissen jedoch auch aus anderen Materialien, beispielsweise
aus einem Metall oder aus einer Keramik, aufgebaut sein. Dabei ist es durchaus möglich,
dass zur Abdeckung verschiedener Bereiche des Werkstücks mehrere Abdeckelemente vorgesehen
sind, die nicht Teil der Halterung sein müssen. Zweckmässigerweise kann die Halterung
/ oder das Abdeckelement zwei- oder mehrteilig ausgeführt sein, so dass das Werkstück
auf einfache Weise in der Halterung und / oder im Abdeckelemnet montiert werden kann.
Die Halterung / und oder die Abdeckelemente werden bevorzugt durch Befestigungsmittel
an einem oder mehren Führungselementen und / oder einem oder mehreren Abstandselementen
befestigt. Die Befestigungselemente können beispielsweise durch elastische Kunststoffbänder,
durch Metallbänder, die mit Hilfe geeigneter Einrichtungen zur Fixierung des Werkstücks
gespannt werden können, oder auch beispielsweise durch Schrauben oder jedes andere
geeignete Befestigungsmittel realisiert sein. Dabei kann das Abdeckelement und / oder
die Halterung selbstverständlich auch einteilig ausgestaltet sein.
[0019] Insbesondere ist es bei einer besonderen Ausführungsvariante der erfindungsgemässen
Führungsvorrichtung auch möglich, dass mehrere Halterungen zur Positionierung des
Werkstücks vorgesehen sind. So kann das Werkstück beispielsweise gleichzeitig durch
mehrere Halterungen, von welchen jeweils eine oder mehrere an je einem Führungselement
und / oder an einem Abstandselement fixiert sind, zwischen den Abstandselementen geeignet
positioniert werden.
[0020] Bevorzugt sind die Führungselemente ringförmig bzw. in Form einer Kreisscheibe ausgestaltet,
wobei die Führungselemente durch die Abstandselemente derart parallel zueinander angeordnet
und ausgestaltet sind, dass die Führungsvorrichtung um eine Längsachse frei rotierbar
ist und das Werkstück im Polierbehälter so geführt werden kann, dass das Werkstück
mit den Begrenzungswänden des Polierbehälters nicht in Kontakt kommt. Die Führungsvorrichtung
wird bevorzugt derart im Polierbehälter angeordnet, dass die Längsachse der Führungsvorrichtung,
um die die Führungsvorrichtung frei drehbar ist, im wesentlichen senkrecht auf der
Richtung der wirkenden Schwerkraft steht, d.h. die Längsachse der Führungsvorrichtung
wird bevorzugt in horizontaler Richtung im Polierbehälter angeordnet. Selbstverständlich
ist es auch möglich, die Führungsvorrichtung in jeder beliebigen anderen Orientierung
im Polierbehälter zu positionieren.
[0021] Bei dem erfindungsgemässen Verfahren zum Polieren von porösen Oberflächtenbeschichtungen
eines Werkstücks, insbesondere eines rotationsasymmetrischen Werkstücks, wird das
Werkstück mittels einer Führungsvorrichtung in einem Polierbehälter geführt, wobei
die Führungsvorrichtung zwei, durch mindestens ein Abstandselement beabstandete Führungselemente,
sowie eine Halterung zur Positionierung des Werkstücks zwischen den zwei Führungselementen
aufweist. Das Werkstück wir dabei in Bezug auf den Polierbehälter berührungslos im
Polierbehälter geführt.
[0022] Das Polieren eines Werkstücks wird dabei bevorzugt in einem Vibrationspolierverfahren,
zum Beispiel durch Vibropolishing, mit Hilfe von Polierelementen durchgeführt.
[0023] Der Polierbehälter, der in an sich bekannter Weise an sich bekannte Polierelemente
enthält wird durch ebenfalls bekannte Einrichtungen in Vibration versetzt, so dass
das in einer Führungsvorrichtung fixierte Werkstück, welche Führungsvorrichtung geeignet
im Polierbehälter positioniert ist, durch die ungeordnete Bewegung der Polierelemente,
die sich gesamthaft analog einer zähen Flüssigkeit verhalten, poliert wird. Als Polierelemente
können pyramiden- oder tetraederförmige Polierelemente, beispielsweise aus Stahl,
Korund oder anderen geeigneten Materialien, mit typischen Abmessungen im Bereich von
einigen Millimetern zum Einsatz kommen. Selbstverständlich können auch Polierelement
anderer Grösse oder aus anderen Materialien vorteilhaft eingesetzt werden.
[0024] Durch die Ausgestaltung der erfindungsgemässen Führungsvorrichtung führt die Führungsvorrichtung
beim Poliervorgang in einem Polierbehälter, auch mit rotationsasymmetrischen Werkstücken
wie Turbinenschaufeln, bevorzugt Drehbewegungen um eine Längsachse aus, so dass eine
gleichmässige Rauheit der polierten Oberflächen, insbesondere der polierten porösen
Wärmedammschichten (TBC-Schichten), erreicht wird.
[0025] Bevorzugt wird die erfindungsgemässe Führungsvorrichtung zum Polieren von Turbinenschaufeln
mit Yttriumstabilisierten Wärmedämmschichten auf ZrO
2-Basis verwendet. Solche keramischen Wärmedämmschichten umfassen typischerweise 92
% Zr02, 8 % Y
2O
3, wobei in der Wärmedämmschicht bei einer Porosität von 5 % bis 20 % die Korngrössen
typischer zwischen 45 µm und 125 µm liegen .
[0026] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Verfahrens zum Polieren
von porösen Oberflächenschichten wird eine rotationasymmetrische Turbinenschaufel
in einer Halterung , die gleichzeitig als Abdeckelement fungiert, fixiert. Das Abdeckelement
ist dabei bevorzugt zweiteilig ausgeführt, so dass die Turbinenschaufel auf einfache
Weise in der Halterung bzw. dem Abdeckelement montiert bzw. demontiert werden kann.
[0027] Die erfindungsgemässe Führungsvorrichtung, sowie das erfindungsgemässe Verfahren
werden insbesondere zum Polieren einer porösen Wärmedämmschicht (TBC - Schicht) einer
Turbinenschaufel eingesetzt, wobei die nach dem erfindungsgemässen Verfahren polierte
Turbinenschaufel mit poröser Wärmedämmschicht eine Oberflächenrauheit von weniger
als 15 µm, insbesondere von weniger als 8 µm, speziell weniger als 4 µm aufweist.
[0028] Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch eine Führungsvorrichtung mit Halterung und Abdeckelement im Schnitt;
- Fig. 2
- ein weiteres Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1;
- Fig. 3
- ein Ausführungsbeispiel einer Führungsvorrichtung gemäss Fig. 1 mit Polierbehälter;
- Fig. 4
- Turbinenschaufel mit poröser Wärmedämmschicht;
- Fig. 5
- zerlegbares Abdeckelement mit Turbinenschaufel.
[0029] Fig. 1 zeigt in einer schematischen Schnittdarstellung eine erfindungsgemässe Führungsvorrichtung,
die im folgenden gesamthaft mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet wird. Die Führungsvorrichtung
1 umfasst zwei Führungselemente 6, die durch zwei Abstandselement 5 beabstandet sind.
Desweiteren weist die Führungsvorrichtung 1 eine Halterung 7 zur Positionierung eines
Werkstücks 2 zwischen den Führungselementen 6 auf. Dabei sind die Führungselemente
6 derart angeordnet und ausgestaltet, dass das Werkstück 2 in Bezug auf einen in Fig.
1 nicht gezeigten Polierbehälter 4 berührungslos im Polierbehälter 4 führbar ist.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst die Halterung 7 ein Abdeckelement
8, das es gestattet einen Bereich der Oberfläche 9 des Werkstücks 2 abzudecken, der
nicht poliert werden soll. Das Abdeckelement 8 ist dabei bevorzugt aus einem geeigneten
Kunststoff aufgebaut, kann je nach Erfordernissen jedoch auch aus anderen Materialien
aufgebaut sein. Dabei ist es durchaus möglich, dass mehrere Abdeckelemente 8 vorgesehen
sind, um verschiedene Bereiche des Werkstücks 2 abzudecken, die nicht poliert werden
sollen. Wie durch die Linie 81 angedeutet, ist das Abdeckelement 8 zweiteilig ausgeführt
und das Werkstück 2 wird durch Befestigungsmittel 82 in der Halterung 7 fixiert. Die
Befestigungsmittel 82 können, wie in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel, durch
elastische Kunststoffbänder 82 realisiert sein. Es können natürlich auch andere Befestigungsmittel
82, wie Metallbänder 82, die mit Hilfe geeigneter Einrichtungen zur Fixierung des
Werkstücks 2 gespannt werden können, oder auch beispielsweise Schrauben 82 oder jedes
andere geeignete Befestigungsmittel 82 vorteilhaft Verwendung finden. Dabei kann das
Abdeckelement 8 und / oder die Halterung 7 selbstverständlich auch dreiteilig zerlegbar
ausgestaltet sein oder mehr als drei Teile umfassen. Insbesondere kann das Abdeckelement
8 und / oder die Halterung 7 selbstverständlich auch einteilig ausgestaltet sein.
[0030] In Fig. 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 dargestellt, bei welchem
die Halterung 7 zur Positionierung des Werkstücks 2, das hier beispielhaft als Turbinenschaufel
T dargestellt ist, zwischen den Führungselementen 6 an einem Abstandselement 5 fixiert
ist. Das Abdeckelement 8 ist in diesem Ausführungsbeispiel einteilig ausgeführt und
dient hier zur Abdeckung der Anstreifkante der Turbinenschaufel T, wobei in einer
anderen Ausführungsform durchaus weitere Abdeckelemente 8 vorgesehen sein können.
Die Halterung 7 ist mehrteilig ausgeführt und das Werkstück 2, bzw. die Turbinenschaufel
T wird durch Schrauben 82 in der Halterung 7 fixiert, wobei selbstverständlich auch
andere Befestigungsmittel 82 geeignet sein können.
[0031] Insbesondere ist es möglich, dass mehrere Halterungen 7 zur Positionierung des Werkstücks
2 vorgesehen sind. So kann das Werkstück 2 beispielsweise gleichzeitig durch mehrere
Halterungen 7, von welchen jeweils eine oder mehrere an je einem Führungselement 6
und / oder an einem Abstandselement 5 fixiert sind, zwischen den Abstandselementen
5 positioniert werden.
[0032] In Fig. 3 ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer Führungsvorrichtung 1 dargestellt,
die ein rotationsasymmetrisches Werkstück 2 in einem Polierbehälter 4 führt. Die beiden
Führungselemente 6 sind jeweils ringförmig bzw. in Form einer Kreisscheibe ausgestaltet,
wobei die Halterung 7 mit dem Werkstück 2 auf dem Führungselement 6 angeordnet ist,
das in Form einer Kreisscheibe ausgestaltet ist. Selbstverständlich können auch beide
Führungselemente 6 als Kreisscheiben oder ringförmig ausgestaltet sein und es ist
darüber hinaus auch möglich, dass mehr als zwei Führungselemente 6 vorgesehen sind.
Die Führungselemente 6 sind durch zwei Abstandselemente 5 beabstandet, wobei unter
Umständen in einer speziellen Ausführungsform der erfindungsgemässen Führungsvorrichtung
1 auch nur ein Abstandselement 5 zur Beabstandung der Führungselemente 6 vorgesehen
sein kann. Insbesondere können, beispielsweise bei schweren Werkstücken, auch mehr
als zwei Abstandselemente 5 vorgesehen sein. Bei dem in Fig. 3 dargestellten bevorzugten
Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Führungsvorrichtung 1 sind die beiden
Führungselemente 6 derart parallel zueinander angeordnet und ausgestaltet, dass die
Führungsvorrichtung 1 um eine Längsachse L, die senkrecht auf den Führungselementen
6 steht, frei rotierbar ist und das Werkstück 2 im Polierbehälter 4 so führbar ist,
dass das Werkstück 2 mit Begrenzungswänden 41 des Polierbehälters 4 nicht in Kontakt
kommt. Die Führungsvorrichtung 1 ist dabei bevorzugt derart im Polierbehälter 4 angeordnet,
dass die Längsachse L im wesentlichen senkrecht auf der Richtung der wirkenden Schwerkraft
steht, d.h. die Längsachse L der Führungsvorrichtung 1 liegt darstellungsgemäss im
wesentlichen in horizontaler Richtung. Selbstverständlich ist es auch möglich, die
Führungsvorrichtung 1 in jeder beliebigen anderen Orientierung im Polierbehälter 4
zu positionieren. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 3 wird der Polierbehälter
4, der Polierelemente 10 enthält von nicht gezeigten Einrichtungen in Vibration versetzt,
so dass das Werkstück 2 durch die ungeordnete Bewegung der Polierelemente 10, die
sich gesamthaft analog einer zähen Flüssigkeit verhalten, poliert wird. Durch die
Ausgestaltung der Führungsvorrichtung 1 kann die Führungsvorrichtung 1 Drehbewegungen
um die Längsachse L ausführen, so dass eine gleichmässige Rauheit der polierten Oberflächen,
insbesondere der porösen Oberflächenbeschichtung 3 des Werkstücks 2 erreichbar ist.
[0033] Bevorzugt wird die erfindungsgemässe Führungsvorrichtung 1 beim Polieren eines Werkstücks
2 in Form einer Turbinenschaufel T verwendet, welche Turbinenschaufel T insbesondere
eine poröse Oberflächenbeschichtung 3 in Form einer Wärmedämmschicht 3 umfassen kann.
In Fig. 4 ist eine Turbinenschaufel T schematisch dargestellt. Die Turbinenschaufel
T umfasst ein Fussprofil F mit Fussplatte P und ein Blatt B, wobei das Blatt B und
die Fussplatte P mit einer porösen Oberflächenbeschichtung 3, insbesondere mit einer
keramischen Wärmedämmschicht 3 auf ZrO
2 Basis, versehen ist, wobei das Fussprofil F nicht poliert werden soll.
[0034] Zum Polieren wird die Turbinenschaufel T, wie in Fig. 5 beispielhaft dargestellt,
in einer Halterung 7, die gleichzeitig als Abdeckelement 8 fungiert, fixiert. Das
Abdeckelement 8 ist bei dem in Fig. 5 gezeigten Ausführungsbeispiel zweiteilig ausgeführt,
wobei in Fig. 5 nur diejenige Hälfte des Abdeckelementes 8 dargestellt ist, die am
Führungselement 6 durch nicht dargestellte Befestigungsmittel 82 befestigt ist. Zum
Polieren wird die in Fig. 5 dargestellte Hälfte des Abdeckelements 8 durch eine zweite
Hälfte derart ergänzt, dass das Fussprofil F durch das Abdeckelement 8 abgedeckt wird
und damit das Fussprofil F beim Poliervorgang im Polierbehälter 4 nicht poliert wird.
[0035] Es wird somit erfindungsgemäss eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Polieren einer
porösen Oberflächenbeschichtung rotationsasymmetrischer Werkstücke, zur Verfügung
gestellt, wobei das Werkstück beim Polieren in einem Polierbehälter ohne externe Befestigungsmittel
geführt werden kann. Dadurch werden wirksam unvertretbar hohe mechanische Belastungen
auf das Werkstück vermieden, die im schlimmsten Fall zu Schädigungen des Werkstücks
und / oder der zu behandelnden Oberflächen führen können. Darüberhinaus verhindert
die erfindungsgemässe Führungsvorrichtung, dass die zu polierenden Werkstücke mit
den Begrenzungswänden des Polierbehälters, beispielsweise eines Trogvibrators, mit
eventuell vorhandenen Trennschiebern. und / oder mit benachbarten Werkstücken in direkten
Kontakt treten, wodurch Beschädigungen am Werkstück bzw. an empfindlichen Bereichen
der Oberfläche des Werkstücks, insbesondere an Kanten, praktisch auszuschliessen sind.
Beschädigungen der zuvor beschriebenen Art können zusätzlich durch geeignete Maskierung
in Form von Abdeckelementen minimiert werden.
[0036] Ein weiterer wesentlicher Vorteil der erfindungsgemässen Führungsvorrichtung und
des erfindungsgemässen Verfahrens zum Polieren von porösen Oberflächenschichten besteht
darin, dass insbesondere bei rotationsasymmetrischen Werkstücken wie Turbinenschaufeln
hinreichend geringe Oberflächenrauheiten und / oder in hohem Masse gleichmässig polierte
Oberflächen herstellbar sind. Dadurch, dass sich die Führungsvorrichtung mit dem Werkstück
im Polierbehälter zwischen den Polierelementen gleichmässig um eine Achse drehen kann
und dadurch die unterschiedlich orientierten Flächen der Turbinenschaufel beim Polieren
mit gleichmässigem Polierdruck von den Polierelementen beaufschlagt werden, wird die
zuvor hervorgehobene hohe Güte der polierten Oberflächen erreicht.
1. Vibrationspoliervorrichtung umfassend eine Führungsvorrichtung (1) zur Führung eines
Werkstücks (2) mit einer porösen Oberflächenbeschichtung (3) in einem Polierbehälter
(4), insbesondere eines rotationsasymmetrischen Werkstücks (2), wobei die Führungsvorrichtung
(1) zwei, durch mindestens ein Abstandselement (5) beabstandete Führungselemente (6),
sowie eine Halterung (7) zur Positionierung des Werkstücks (2) zwischen den zwei Führungselementen
(6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkstück (2) in einer beliebigen Orientierung in Bezug auf den Polierbehälter
(4) berührungslos im Polierbehälter (4) führbar ist, wobei die Führungsvorrichtung
(1) in einer beliebigen Position im Polierbehälter (4) positionierbar ist, und die
Führungsvorrichtung (1) im Polierbehälter (4) frei beweglich und frei rotierbar ist.
2. Vibrationspoliervorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Führungselemente (6) ringförmig
und / oder in Form einer Kreisscheibe ausgestaltet und parallel zueinander angeordnet
sind.
3. Vibrationspoliervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei ein Abdeckelement (8) zur
Abdeckung eines Oberflächenbereichs (9) des Werkstücks (2) vorgesehen ist.
4. Vibrationspoliervorrichtung nach Anspruch 3, wobei die Alterung (7) und / oder das
Abdeckelement (8) mehrteilig zerlegbar ausgestaltet ist.
5. Vibrationspolierverfahren zum Polieren von porösen Oberflächtenschichten (3) eines
Werkstücks (2), insbesondere eines rotationsasymmetrischen Werkstücks (2), bei welchem
Verfahren das Werkstück (2) mittels einer Führungsvorrichtung in einem Polierbehälter
(4) geführt wird, wobei die Führungsvorrichtung zwei, durch mindestens ein Abstandselement
(5) beabstandete Führungselemente (6), sowie eine Halterung (7) zur Positionierung
des Werkstücks (2) zwischen den zwei Führungselementen (6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkstück (2) in einer beliebigen Orientierung in Bezug auf den Polierbehälter
(4) berührungslos im Polierbehälter (4) geführt wird, wobei die Führungsvorrichtung
in einer beliebigen Position im Polierbehälter positionierbar ist und die Führungvorrichtung
im Polierbehälter frei beweglich und frei rotierbar ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, bei welchem das Polieren in einem Vibrationspalierverfahren
mit Hilfe von Polierelementen (10) durchgeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, wobei die poröse Oberflächenschicht (3) eine poröse
Wärmedämmschicht (3), insbesondere eine keramische Wärmedämmschicht (3) auf ZrO2 Basis ist.
8. Verwendung einer Vibrationspoliervorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4 oder
eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 5 bis 7 zum Polieren einer porösen Wärmedämmschicht
(3) einer Turbinenschaufel (T).
1. A vibration polishing apparatus including a guide apparatus (1) for the guiding of
a workpiece (2) having a porous surface coating (3) in a polishing container (4),
in particular for the guiding of a rotationally asymmetrical workpiece (2), wherein
the guide apparatus (1) has two guide members (6) spaced apart by at least one spacer
(5) as well as a holder (7) for the positioning of the workpiece (2) between the two
guide members (6), characterised in that the workpiece (2) can be guided in any desired orientation in the polishing container
(4) in a non contact manner with respect to the polishing container (4), with the
guide apparatus (1) being positionable in any desired position in the polishing container
(4) and with the guide apparatus (1) being freely movable and freely rotatable with
respect to the polishing container (4).
2. A vibration polishing apparatus in accordance with claim 1, wherein the guide members
(6) are designed in ring shape and/or in the form of a circular disc and are arranged
parallel to one another.
3. A vibration polishing apparatus in accordance with claim 1 or claim 2, wherein a cover
member (8) is provided for the covering of a surface region (9) of the workpiece (2).
4. A vibration polishing apparatus in accordance with claim 3, wherein the holder (7)
and/or the cover member (8) is/are made to be able to be dismantled in multiple parts.
5. A vibration polishing method for the polishing of porous surface layers (3) of a workpiece
(2), in particular of a rotationally asymmetrical workpiece (2), in which method the
workpiece (2) is guided in a polishing container (4) by means of a guide apparatus,
with the guide apparatus having two guide members (6) spaced apart by at least one
spacer (5) as well as a holder (7) for the positioning of the workpiece (2) between
the two guide members (6), characterised in that the workpiece (2) is guided in any desired orientation in the polishing container
(4) in a non contact manner with respect to the polishing container (4), with the
guide apparatus being positionable in any desired position in the polishing container
and with the guide apparatus being freely movable and freely rotatable in the polishing
container.
6. A method in accordance with claim 5, in which the polishing is carried out in a vibration
polishing method with the aid of polishing elements (10).
7. A method in accordance with claim 5 or claim 6, wherein the porous surface layer (3)
is a porous heat insulating layer (3), in particular a ceramic heat insulating layer
(3) based on ZrO2.
8. Use of a vibration polishing apparatus in accordance with any one of the claims 1
to 4, or of a method in accordance with any one of the claims 5 to 7, for the polishing
of a porous heat insulating layer (3) of a turbine vane (T).
1. Dispositif de polissage vibrant comprenant un dispositif de guidage (1) pour le guidage
d'une pièce (2) avec un revêtement de surface poreux (3) dans un contenant de polissage
(4), en particulier d'une pièce (2) asymétrique en rotation, où le dispositif de guidage
(2) présente deux éléments de guidage (6) espacés par au moins un élément d'écartement
(5), ainsi qu'un support (7) pour le positionnement de la pièce (2) entre les deux
éléments de guidage (6), caractérisé en ce que la pièce (2) peut être guidée selon une orientation sélective par rapport au contenant
de polissage (4) sans contact dans le contenant de polissage (4), où le dispositif
de guidage (1) peut être positionné dans une position sélective dans le contenant
de polissage (4), et le dispositif de guidage (1) est librement mobile et peut tourner
librement dans le contenant de polissage (4).
2. Dispositif de polissage vibrant selon la revendication 1, où les éléments de guidage
(6) sont réalisés en une forme annulaire et/ou en une forme d'un disque circulaire
et sont disposés parallèlement l'un à l'autre.
3. Dispositif de polissage vibrant selon la revendication 1 ou 2, où un élément de recouvrement
(8) est prévu pour recouvrir une zone de surface (9) de la pièce (2).
4. Dispositif de polissage vibrant selon la revendication 3, où le support (7) et/ou
l'élément de recouvrement (8) sont réalisés d'une manière démontable en plusieurs
parties.
5. Procédé de polissage vibrant pour le polissage de couches de surface poreuses (3)
d'une pièce (2), en particulier d'une pièce asymétrique en rotation (2), procédé dans
lequel la pièce (2) est guidée au moyen d'un dispositif de guidage dans un contenant
de polissage (4), où le dispositif de guidage présente deux éléments de guidage (6)
espacés par au moins un élément d'écartement (5), ainsi qu'un support (7) pour le
positionnement de la pièce (2) entre les deux éléments de guidage (6), caractérisé en ce que la pièce (2) est guidée selon une orientation sélective par rapport au contenant
de polissage (4) sans contact dans le contenant de polissage (4), où le dispositif
de guidage peut être positionné dans une position sélective dans le contenant de polissage,
et le dispositif de guidage est déplaçable librement et peut tourner librement dans
le contenant de polissage.
6. Procédé selon la revendication 5, dans lequel le polissage est exécuté par un procédé
de polissage vibrant à l'aide d'éléments de polissage (10).
7. Procédé selon la revendication 5 ou 6, où la couche de surface poreuse (3) est une
couche calorifuge poreuse (3), en particulier une couche calorifuge céramique (3)
à base de ZrO2.
8. Utilisation d'un dispositif de polissage vibrant selon l'une des revendications 1
à 4 ou d'un procédé selon l'une des revendications 5 à 7 pour le polissage d'une couche
calorifuge poreuse (3) d'une aube de turbine (T).