[0001] Die Erfindung betrifft einen austauschbaren Schuhabsatz, ein adaptierbares Schuhsohlenteil
sowie einen Schuh, der einen solchen austauschbaren Schuhabsatz und ein solches adaptierbares
Schuhsohlenteil umfasst. Ein solcher Schuh ist durch die Kombination unterschiedlich
geformter Schuhabsätze (insbesondere mit unterschiedlicher Stöckelhöhe) und Schuhsohlenteile
in Form und Höhe transformierbar.
[0002] Um Schuhe flexibel zu gestalten, ist es bekannt, einzelne Schuhteile auszutauschen
oder zu verändern. So finden sich austauschbare Absätze (
DE000002923926A1,
DE000001719681U,
DE000029811942U1,
DE2919639,
DE000001761534U,
EP0314411,
ES2006324,
GR88100086,
GB2004176,
CN2720858Y,
US000004610100A,
US6023858,
US2003163934,
US6711835,
JP8066204,
JP59028903,
JP10215914,
JP2003319802), eine veränderbare Absatzhöhe (
DE29702665U,
DE000029711890U1,
DE000020303615U1,
US000002707341A,
US000006021586A,
JP1110301), wechselbare Laufsohlen (
US2005055844,
JP2004129815) oder ein verstellbarer Gehgrad (
DE000020309485U1,
DE1909270U,
DE202005007804U,
US3464126). Das bekannte flexible Schuhwerk bewältigt das komplexe Zusammenwirken der verschiedenen
Schuhteile im Rahmen eines adaptierbaren Gesamtschuhs aber nur sehr eingeschränkt,
indem einzelne Schuhteile durch mechanische Vorrichtungen verbunden werden (
US000004416072A,
JP53119147). In jeder der bekannten Ausführungsformen werden wichtige technische Aspekte ausgeklammert
- wie die notwendige Anpassung von Gehgrad (
US2003136028,
US5309651), Fersenstellung (
JP53119147) oder Laufsohlenposition (
US000002258265A,
US000004416072A). Daraus resultieren die Vernachlässigung des weitreichenden Zusammenspiels diverser
Schuhteile, die isolierte Betrachtung einzelner Bereiche und damit Nachteile in Tragekomfort
und Stabilität in den unbeachteten Schuhregionen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das komplexe Zusammenwirken der verschiedenen
Schuhteile im Rahmen eines transformablen Gesamtschuhs ganzheitlich durch die Nutzung
von Druck und die dadurch erzeugte Spannung zu bewältigen und die Komfortwünsche des
Trägers individuell zu optimieren, ohne dabei die Stabilität des Schuhs zu vernachlässigen.
Insbesondere liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen transformablen Kombinationsschuh
mit adaptierbaren Schuhsohlenteilen und schnell austauschbaren Absätzen in unterschiedlicher
Höhe und Form bereitzustellen, wobei während des bzw. durch den Wechsel des Absatzes
das Schuhsohlenteil bzw. der gesamte Schuh automatisch mittels Aufwendung und Übertragung
von Druck individuell angepasst und in der angepassten Position mit der durch den
Druck erzeugten Spannung fixiert wird, um so den Gesamtschuh zu stabilisieren, ohne
dass dafür eigene Vorrichtungen (z.B. mechanischer Art) zur Justierung, Fixierung
oder Stabilisierung (wie Schrauben, Zahnräder etc.) erforderlich sind.
[0004] Die vorliegende Erfindung löst die gestellte Aufgabe durch Bereitstellen eines austauschbaren
Schuhabsatzes und eines dazupassenden Schuhsohlenteils, wobei der Schuhabsatz ein
Druckerzeugungselement aufweist, das zum Angriff an bzw. zum Eingriff in das Schuhsohlenteil
unter Druckausübung in Zehenrichtung auf einen Abschnitt des Schuhsohlenteils ausgebildet
ist, wobei durch die Druckausübung im Schuhsohlenteil ein mechanischer Spannungszustand
aufbaubar ist, der formverändernd auf zumindest einen Abschnitt des Schuhsohlenteils
wirkt. Das Schuhsohlenteil weist zumindest einen Abschnitt auf, der durch variable
Druckausübung in Zehenrichtung in seiner Winkelstellung in Bezug auf andere Schuhsohlenteilabschnitte
und/oder seine Krümmung veränderbar ist, wobei durch die Druckausübung im Schuhsohlenteil
ein mechanischer Spannungszustand aufgebaut wird, der formverändernd auf zumindest
einen Abschnitt des Schuhsohlenteils wirkt. Es ist zu betonen, dass der Begriff "Schuhsohlenteil",
wie hierin verwendet, nicht auf eine Schuhsohle an sich beschränkt ist, sondern auch
jegliches mit einer Schuhsohle verbundenes Obermaterial in offener oder geschlossener
Form umfasst. Ein aus einem erfindungsgemäßen Schuhabsatz und einem erfindungsgemäßen
Schuhsohlenteil kombinierter Schuh ist in seiner Form nicht eingeschränkt und kann
als Sandale, offener oder geschlossener Halbschuh, knöchelhoher Schuh oder auch Stiefel
ausgebildet sein.
[0005] Aus der
WO 01/78543 ist eine Unteranordnung zur Bildung eines Schuhs bekannt, umfassend ein flexibles
Element, das in eine Basis des Schuhs inkorporiert wird und aufgrund seiner Flexibilität
eine Vielzahl von Konfigurationen einnehmen kann, sowie einen Stöckel, der ein Stützelement
aufweist, das mit dem flexiblen Element mechanisch in Eingriff bringbar ist, um das
flexible Element in eine fußstützende Konfiguration zu bringen und den Stöckel mit
dem flexiblen Element zu verbinden. Das flexible Element ist dabei nichts anderes
als eine nachgiebige Hülle ohne definierte äußere Eigenform, ähnlich einem Gymnastikschuh,
die sich an die Kontur des Stöckels und des Stützelements anpasst. Weder der Stöckel
noch das Stützelement stellen ein "Druckerzeugungselement" im Sinne der vorliegenden
Erfindung dar.
[0006] Durch seinen Wechsel spielt der Absatz mit seinen integrierten Komponenten eine aktive
Rolle in Formgebung und Stabilisierung des transformablen Kombinationsschuhs. Auswechselbare
Absätze sind zwar aus dem Stand der Technik bekannt, nicht jedoch, dass während des
bzw. durch den Wechsel des Absatzes eine Formveränderung des Schuhsohlenteils bzw.
des gesamten Schuhs stattfindet. Durch seine Ausgestaltung, insbesondere seine Länge
und Neigung bestimmt das Druckerzeugungselement des austauschbaren Schuhabsatzes durch
das Ausmaß der Druckerzeugung auf das Schuhsohlenteil den Gehgrad und das Ausmaß,
in dem der Ballenteil der Laufsohle angehoben wird. Durch den Tausch von Absätzen
mit unterschiedlicher Kombination von Form, Höhe, Fersenstellung sowie unterschiedlich
ausgestalteten Druckerzeugungselementen kann in kurzer Zeit individuell auf die Komfortwünsche
der Trägerin bzw. des Trägers reagiert werden.
[0007] In einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen austauschbaren Schuhabsatzes
ist das Druckerzeugungselement als Vorsprung ausgebildet, der als Druckfeder wirkt.
Dieser Vorsprung kann aus einem steifen und/oder federnden Material, wie z.B. Metall
oder Kunststoff, ausgebildet sein und erstreckt sich vom austauschbaren Schuhabsatz
in Zehenrichtung. Durch die Variabilität von Material und Ausgestaltung des Druckerzeugungselements,
insbesondere durch unterschiedliche Länge und Neigung werden das Ausmaß, in dem der
Ballenteil der Laufsohle des Schuhsohlenteils angehoben wird und der Gehgrad festgelegt.
[0008] Unterschiedliche erzielbare Ergebnisse durch unterschiedlich geformte Druckerzeugungselemente
des austauschbaren Schuhabsatzes zeigen die Figuren 5 bis 7, wo dasselbe Schuhsohlenteil
2 mit unterschiedlichen Schuhabsätzen 1, die verschieden ausgestaltete Druckerzeugungselemente
1a aufweisen, zu Schuhen 3 von unterschiedlicher Laufsohlenneigung und unterschiedlichem
Gehgrad kombiniert ist. Das Druckerzeugungselement 1a wirkt dabei jeweils auf ein
Druckübertragungselement 2a in dem Schuhsohlenteil 2, wie weiter unten näher erläutert
wird.
[0009] Wie bereits erwähnt, ist bei dem erfindungsgemäßen Schuhsohlenteil zumindest ein
Abschnitt des Schuhsohlenteils durch variable Druckausübung des Druckerzeugungselements
in Zehenrichtung in seiner Winkelstellung in Bezug auf andere Schuhsohlenteilabschnitte
und/oder seine Krümmung veränderbar. Dabei kann das Druckerzeugungselement direkt
an einem Schuhsohlenteilabschnitt anliegen. Bevorzugt ist derzeit jedoch eine Ausführungsform,
bei der das Schuhsohlenteil ein Druckübertragungselement zur Übertragung von Druck
in Zehenrichtung auf zumindest einen Abschnitt des Schuhsohlenteils aufweist. In diesem
Fall liegt das Druckerzeugungselement an dem Druckübertragungselement an.
[0010] In einer Variante der Erfindung ist das Druckübertragungselement als eine im Schuhsohlenteil
eingebettete Zunge aus einem steifen und/oder federnden Material, wie z.B. Metall
oder Kunststoff ausgebildet. In einer alternativen Variante ist das Druckübertragungselement
als Luftpolster oder flüssigkeits- oder gelgefüllter Polster ausgebildet. Für beide
Ausführungsformen wesentlich ist, dass der vom Druckerzeugungselement des Schuhabsatzes
ausgeübte Druck durch das Druckübertragungselement an die gewünschten Stellen im Schuhsohlenteil
weitergeleitet wird, wozu bevorzugt das Druckübertragungselement im Schuhsohlenteil
verlagerbar angeordnet ist.
[0011] Um die Variabilität des Schuhsohlenteils noch besser steuern zu können, ist in einer
Fortbildung der Erfindung zumindest ein sich quer über das Schuhsohlenteil erstreckender
Abschnitt mit erhöhter Biegsamkeit bezogen auf dazu benachbarte Schuhsohlenteilabschnitte
vorgesehen, wobei in einer bevorzugten Variante sich das Druckübertragungselement
und/oder das Druckerzeugungselement in bzw. durch zumindest einen Abschnitt mit erhöhter
Biegsamkeit erstreckt/erstrecken.
[0012] Hervorragende Justierbarkeit, Stabilität und Fixierung des austauschbaren Schuhabsatzes
an dem Schuhsohlenteil eines erfindungsgemäßen Schuhs werden erreicht, indem das Schuhsohlenteil
mit einem Absatzverbindungselement und der Schuhabsatz mit einem sich damit ergänzenden
Sohlenverbindungselement ausgestattet ist. Es kann sich dabei z.B. um ein Schienensystem
handeln, oder ein Feder-Nut-System, oder eine Schwalbenschwanzverbindung, oder dergl.,
wobei auch auf aus dem Stand der Technik bekannte Systeme zurückgegriffen werden kann.
[0013] Die Stabilität des erfindungsgemäßen Schuhs wird weiter erhöht, indem das Schuhsohlenteil
zumindest ein Absatzfixierelement aufweist, und der Schuhabsatz ein sich damit ergänzendes
Sohlenfixierelement. In der praktischen Ausgestaltung kann es sich dabei um ein Einrastsystem
handeln, das vorzugsweise ohne Werkzeug bedienbar sein sollte.
[0014] Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen
Fig. 1 bis Fig. 4 perspektivische Ansichten der Abfolge des Verbindens eines erfindungsgemäßen
Schuhabsatzes mit einem erfindungsgemäßen Schuhsohlenelement zu einem Schuh;
Fig. 5 bis Fig. 7 perspektivische Teilansichten erfindungsgemäßer Schuhe, bei denen
jeweils dasselbe Schuhsohlenteil mit unterschiedlichen Schuhabsätzen zu Schuhen von
unterschiedlicher Laufsohlenneigung und unterschiedlichem Gehgrad kombiniert ist.
[0015] Auf die Figuren 1 bis 4 Bezug nehmend wird der Zusammenbau eines erfindungsgemäßen
Schuhs 3 aus einem Schuhsohlenteil 2 und einem Schuhabsatz 1 dargestellt. In der Abfolge
der Figuren 1 bis 4 erkennt man dabei deutlich die durch das Verbinden von Schuhsohlenteil
2 und Schuhabsatz 1 ausgelöste individuelle Umgestaltung und Stabilisierung des Schuhs
3 mittels Erzeugung von Druck durch den Schuhsohlenabsatz 1 und Übertragung des Drucks
auf den Schuhsohlenteil 2. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, weist der Schuhabsatz
1 ein Druckerzeugungselement 1a auf, das in dieser Variante als Fortsatz aus einem
steifen, aber biegsamen Material ausgebildet ist und sich vom Schuhabsatz 1 in Zehenrichtung
erstreckt. Weiters weist der Schuhabsatz 1 ein Sohlenverbindungselement 1b auf, das
beispielsweise als Vorsprünge, Führungsschienen, Nuten o. dergl. ausgebildet sein
kann. Schließlich weist der Schuhabsatz 1 fersenseitig auch noch ein Sohlenfixierelement
1c auf, das in dieser Ausführungsform als Vertiefung ausgebildet ist.
[0016] Das Schuhsohlenteil 2 wiederum umfasst ein Druckübertragungselement 2a zur Übertragung
von Druck in Zehenrichtung auf zumindest einen Abschnitt des Schuhsohlenteils 2, in
diesem Ausführungsbeispiel auf einen fußballenseitigen Abschnitt 2e und einen mittleren
Abschnitt 2d. Der mittlere Abschnitt 2d ist durch geeignete Materialwahl und/oder
eine verringerte Sohlenstärke biegsamer als der ballenseitige Abschnitt 2e und ein
fersenseitiger Abschnitt 2f. Das Druckübertragungselement 2a ist vorzugsweise als
eine im Schuhsohlenteil eingebettete Zunge aus einem steifen Material, wie z.B. Metall
oder Kunststoff ausgebildet. Weiters ist das Druckübertragungselement 2a in einem
Hohlraum 2g verschiebbar gelagert, wobei sich der Hohlraum 2g von dem fersenseitigen
Abschnitt 2f durch den mittleren Abschnitt 2d bis in den ballenseitigen Abschnitt
2e erstreckt, dort gegen eine Endwand des Hohlraums 2g drückt und vorzugsweise auch
an dieser Endwand befestigt ist. In einer alternativen Ausführungsform könnte das
Druckübertragungselement 2a als Luftpolster oder flüssigkeits- oder gelgefüllter Polster
ausgebildet sein. Weiters weist das Schuhsohlenteil 2 ein Absatzverbindungselement
2b auf, in welches das Sohlenverbindungselement 1b des Schuhabsatzes 1 einführbar
ist. Schließlich umfasst das Schuhsohlenteil 2 noch ein Absatzfixierelement 2c, das
dazu ausgebildet ist, mit dem Sohlenfixierelement 1c des Schuhabsatzes 1 ineinanderzugreifen
und eine gegenseitige Arretierung zu bewirken.
[0017] In Fig. 1 ist zu sehen, wie der Schuhabsatz 1 mit seinem Sohlenverbindungselement
1b am Absatzverbindungselement 2b am Fersenboden des Schuhsohlenteils 2 positioniert
wird, während gleichzeitig das vordere Ende des Druckerzeugungselements 1a in den
fersenseitig offenen, in der Laufsohle eingearbeiteten Hohlraum 2g eingeführt wird,
wie durch die beiden Pfeile A, B angedeutet ist.
[0018] In Fig. 2 ist die Einrichtung des Gehgrads (Pfeile C, D) und die Anpassung der Ballenstellung
(Pfeile E, F) dargestellt, wobei die Zwangsverlagerung des Abschnitts 2f des Schuhsohlenteils
2 nach unten aufgrund der Steifigkeit des schräg nach unten gerichteten Druckerzeugungselements
1a erfolgt, das auf das Druckübertragungselement 2a wirkt. Die Veränderung der Ballenstellung
ergibt sich daraus, dass das Drucktragungselement 2a aufgebogen wird. Die Fersenstellung
wird durch die individuelle Abschrägung der Oberseite des jeweiligen Absatzes 1 bestimmt.
[0019] Bei weiterer Vorwärtsbewegung des Druckerzeugungselements 1a stößt dieses gegen das
hintere Ende des im Hohlraum befindlichen Druckübertragungselements 2a und erzeugt
durch die Vorwärtsbewegung einen in Zehenrichtung gerichteten Druck, der durch die
Verlagerbarkeit des Druckübertragungselements 2a im Hohlraum 2g auf den Abschnitt
2e übertragen wird, wie in Fig. 3 dargestellt. Gleichzeitig erzeugt der Abschnitt
2e einen Gegendruck auf das Drucküberzeugungselement 2a, wie durch die gestrichelten
Pfeile dargestellt. Dieser Gegendruck führt einerseits dazu, dass sich der Abschnitt
2d des Schuhsohlenteils 2 nach oben durchbiegt, und andererseits das Sohlenfixierelement
1c des Schuhabsatzes 1 und das Absatzfixierelement 2c des Schuhsohlenteils 2 fest
ineinander greifen und sich unter Spannung fixieren.
[0020] Fig. 4 zeigt diese Endstellung, in der der Absatz 1 und das Schuhsohlenteil 2 unter
Spannung in der adaptierten Position gehalten und auf diese Weise im Rahmen des Gesamtschuhs
3 stabilisiert sind. Der erfindungsgemäße Schuh 3 nimmt durch die individuelle Fixierung
flexibler Bestandteile positiven Einfluss auf Komfort in Abrollung, Stellung, Standsicherheit,
Ruhigstellung von Gelenken und Entlastung, wobei auf alle genannten Parameter durch
den Austausch unterschiedlich ausgestalteter Schuhabsätze Einfluss genommen wird und
eine gesicherte Absatzstellung gewährleistet wird, die den transformierten Schuh zusätzlich
stabilisiert.
[0021] Es sei nochmals darauf hingewiesen, dass im Gegensatz zum Stand der Technik bei den
erfindungsgemäßen Ausführungsformen des Schuhs der Absatz 1 eine aktive Rolle bei
der Transformation des Schuhs spielt, indem er nicht nur einfach am Schuhsohlenteil
2 befestigt wird, sondern beim Vorgang der Befestigung über das Druckerzeugungselement
1a und das Druckübertragungselement 2a eine Transformation von Ballenstellung, Gehgrad,
etc. bewirkt.
1. Austauschbarer Schuhabsatz (1), gekennzeichnet durch ein integriertes Druckerzeugungselement (1a), das zum Angriff an bzw. zum Eingriff
in ein Schuhsohlenteil (2) unter Druckausübung in Zehenrichtung auf einen Abschnitt
des Schuhsohlenteils ausgebildet ist, wobei durch die Druckausübung im Schuhsohlenteil ein mechanischer Spannungszustand aufbaubar
ist, der formverändernd auf zumindest einen Abschnitt des Schuhsohlenteils wirkt,
ohne dass ein formgebendes Element vorgegeben ist, das die Endform vorbestimmt.
2. Austauschbarer Schuhabsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckerzeugungselement (1a) als Vorsprung ausgebildet ist und vorzugsweise aus
einem steifen und/oder federnden Material, wie z.B. Metall oder Kunststoff ausgebildet
ist.
3. Austauschbarer Schuhabsatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckerzeugungselement (1a) als Druckfeder ausgebildet ist.
4. Austauschbarer Schuhabsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Druckerzeugungselement (1a) vom austauschbaren Schuhabsatz (1) in Zehenrichtung
erstreckt.
5. Austauschbarer Schuhabsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest ein Sohlenverbindungselement (1b).
6. Austauschbarer Schuhabsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest ein Sohlenfixierelement (1c).
7. Schuhsohlenteil (2), dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Abschnitt des Schuhsohlenteils durch variable Druckausübung in Zehenrichtung
in seiner Winkelstellung in Bezug auf andere Schuhsohlenteilabschnitte und/oder seine
Krümmung veränderbar ist, wobei durch die Druckausübung im Schuhsohlenteil ein mechanischer
Spannungszustand aufgebaut wird, der formverändernd auf zumindest einen Abschnitt
des Schuhsohlenteils wirkt.
8. Schuhsohlenteil nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch ein Druckübertragungselement (2a) zur Übertragung von Druck in Zehenrichtung auf
zumindest einen Abschnitt des Schuhsohlenteils.
9. Schuhsohlenteil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckübertragungselement (2a) als eine im Schuhsohlenteil eingebettete Zunge
aus einem steifen und/oder federnden Material, wie z.B. Metall oder Kunststoff ausgebildet
ist.
10. Schuhsohlenteil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckübertragungselement (2a) als Luftpolster oder flüssigkeits- oder gelgefüllter
Polster ausgebildet ist.
11. Schuhsohlenteil nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckübertragungselement (2a) im Schuhsohlenteil verlagerbar angeordnet ist.
12. Schuhsohlenteil nach einem der Ansprüche 7 bis 11, gekennzeichnet durch zumindest einen sich quer über das Schuhsohlenteil erstreckenden Abschnitt (2d, 2h)
mit erhöhter Biegsamkeit bezogen auf dazu benachbarte Schuhsohlenteilabschnitte.
13. Schuhsohlenteil nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Druckübertragungselement (2a) und/oder das Druckerzeugungselement (1a) in
bzw. durch zumindest einen Abschnitt (2d, 2h) mit erhöhter Biegsamkeit erstreckt/erstrecken.
14. Schuhsohlenteil nach einem der Ansprüche 7 bis 13, gekennzeichnet durch zumindest ein Absatzverbindungselement (2b).
15. Schuhsohlenteil nach einem der Ansprüche 7 bis 14, gekennzeichnet durch zumindest ein Absatzfixierelement (2b).
16. Schuh (3), einen austauschbaren Schuhabsatz (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 und
ein Schuhsohlenteil (2) nach einem der Ansprüche 7 bis 15 umfassend.