| (19) |
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(11) |
EP 1 920 130 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.07.2009 Patentblatt 2009/30 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.08.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2006/001395 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/019824 (22.02.2007 Gazette 2007/08) |
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| (54) |
DREHSPERRE MIT EINEM PARALLEL ZUR HAUPTDREHACHSE SCHWENKBAREN SPERRARM
TURNSTILE COMPRISING A LOCKING ARM THAT CAN BE PIVOTED PARALLEL TO THE MAIN ROTATIONAL
AXIS
TOURNIQUET POURVU D'UN BRAS DE BLOCAGE POUVANT PIVOTER PARALLELEMENT A L'AXE DE ROTATION
PRINCIPAL
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
11.08.2005 DE 202005012659 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.05.2008 Patentblatt 2008/20 |
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Patentinhaber: Magnetic Autocontrol GmbH |
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79650 Schopfheim (DE) |
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Erfinder: |
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- BÜRGIN, Thomas
79539 Lörrach (DE)
- LIEHR, Gotthard
79736 Rickenbach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Ebert, Jutta |
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Patentanwältin Dipl.-Ing. (FH) Jutta Ebert,
Unterdorfstrasse 44 79541 Lörrach 79541 Lörrach (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 658 680 DE-A1- 2 825 787 DE-U1- 20 200 307
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EP-A2- 0 718 460 DE-U- 6 937 378
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Drehsperre zur Personendurchgangskontrolle mit
einer um eine gegenüber der Horizontalen um etwa 45° nach unten geneigten Drehachse
drehbaren und mittels eines entriegelbaren Sperrmechanismus gegen Drehung sperrbaren
und in mindestens einer Drehrichtung zur Drehung freigebbaren Sperreinheit, die mindestens
zwei zur Drehachse geneigte Sperrarme aufweist, von denen sich in Betriebsstellung
der Anlage jeweils einer in einer im wesentlichen horizontalen, den Durchgang sperrenden
Stellung befindet und der oder die anderen Sperrarme aus dem Durchgangsbereich herausbewegt
sind, wobei die Sperrarme durch infolge eines Befehls an den entriegelbaren Sperrmechanismus
ermöglichtes Drehen der Sperreinheit nacheinander aus der den Durchgang sperrenden
Stellung in eine den Durchgang freigebende Stellung bewegbar sind und derart an einer
Lagerplatte der Sperreinheit angelenkt sind, dass der sich im Betriebszustand der
Anlage in seiner Sperrstellung befindende Sperrarm bei Außerbetriebsetzen der Anlage,
z.B. infolge eines Stromausfalls oder einer Stromabschaltung, durch Ansprechen eines
Entriegelungsmechanismus aus seiner verriegelten Normalstellung an der Lagerplatte
in eine den ungehinderten Personendurchgang zulassende Freigabestellung schwenkbar
ist und dieser nach Wegfall des die Entriegelung auslösenden Vorgangs selbsttätig
in seine verriegelte Normalstellung zurückkehrt.
[0002] Solche Drehsperren werden an Personenschleusen eingesetzt, um den kontrollierten
Zugang bzw. Abgang von Personen zu ermöglichen. Der Durchgang wird abhängig von zuvor
festgelegten Kriterien für jeweils eine Person durch Drehen der Sperrvorrichtung um
einen Fortschaltschritt freigegeben, wobei hinter jeder passierenden Person das nächste
Sperrelement in seine den Durchgang für eine nachfolgende Person zunächst sperrende
Stellung gebracht wird. Es muss bei solchen Anlagen aber auch sicher gestellt sein,
dass etwa bei Auftreten einer Störung, z.B. infolge Stromausfalls, oder bei bewusstem
Außerbetriebsetzen der Sperre oder in einer Gefahrenlage, der ungehinderte Durchgang
für möglichst alle Personen möglich ist, somit ein Fluchtweg offengehalten wird.
[0003] Bekannte Ein- oder Zweiarmsperren haben sich insofern als nachteilig erwiesen, dass
sie aufgrund der vergleichsweise schnellen Drehung, die sie ausführen müssen, eine
hohe Aufschlagskraft und damit die Gefahr von Verletzungen speziell für Kinder entwickeln.
Es haben sich deshalb vorwiegend die Dreiarmsperren durchgesetzt.
[0004] Durch die
DE-PS 28 25 787 ist eine Drehkreuzanlage bekannt, die drei sich trigonal von einem Lagerteller erstreckende
Sperrarme besitzt, die durch Drehen des Drehkreuzes nacheinander in eine den Durchgang
sperrende und den Durchgang freigebende Stellung gelangen. Die Sperrarme stehen in
ihrer Normalstellung in einem bestimmten Winkel von dem Lagerteller vor, sind aber
mit ihm derart gelenkig verbunden, dass der in seiner Sperrstellung befindliche Sperrarm
z.B. bei Auftreten eines Stromausfalls oder bei Stromabschaltung in seinem Gelenk
entriegelt wird und durch Wirkung der Schwerkraft in eine den ungehinderten Durchgang
ermöglichende Freigabestellung verschwenkbar ist. Bei dieser Anlage muss der so entriegelte,
also außer Funktion gesetzte Sperrarm für die Wiederaufnahme des Betriebs von Hand
in seine normale Betriebsstellung gebracht werden. Dies ist sehr umständlich und zeitaufwendig
und wirkt sich insbesondere bei größeren, zu überwachenden Geländen nachteilig aus.
[0005] Durch das Deutsche Gebrauchsmuster 69 37 378 ist eine ähnliche Drehkreuzanlage bekannt,
bei der nach dem Wegklappen eines Sperrarms aus seiner Sperrposition aufgrund z.B.
eines Störfalls oder einer beabsichtigten Außerbetriebsetzung für die Wiederaufnahme
des Normalbetriebs, dieser Sperrarm ebenfalls manuell in seine Betriebsstellung zurück
gebracht werden muss.
[0006] Durch die
DE 44 45 698 C2 und die
EP 0 658 680 B1 ist nochmals eine ähnliche Drehkreuzanlage bekannt, bei der aber ein entriegelter,
also außer Funktion gesetzter Sperrarm nach Wiederaufnahme des Betriebs durch das
Drehen des Drehkreuzes, bzw. des die Sperrarme tragenden Lagertellers, um wenigstens
einen Fortschaltschritt durch die Wirkung der Schwerkraft selbsttätig in seine normale
Betriebsstellung zurückkehrt, in der er durch Rastmittel gehalten wird. Damit der
betreffende Sperrarm auf diese Weise in seine normale Betriebsstellung zurückkehren
kann, muss er beim Drehen des Drehkreuzes am Lagerteller eine bestimmte Stellung erreichen.
Die Schwerkraft kann ihre volle Wirkung erst bei Erreichen oder Passieren des unteren
Scheitelpunktes der Drehung entfalten. Deshalb ist die automatische Rückkehr eines
entriegelten Sperrarms bei nur einem Fortschaltschritt des Drehkreuzes nicht wirklich
sicher gestellt. So findet sich in den genannten Schriften auch der ausdrückliche
Hinweis, dass der Sperrarm seine Betriebsstellung in besonders sicherer Weise dann
erreicht, wenn das Drehkreuz um wenigstens zwei Fortschaltschritte weitergeschaltet
wird, also wenn der Sperrarm dabei den unteren Scheitelpunkt der Drehung durchläuft.
Diese Rückführung des entriegelten Sperrarms mit einem oder zwei Fortschaltschritten
birgt wegen der schnellen Bewegung beim Wiedereinrasten des Sperrarms eine gewisse
Verletzungsgefahr in sich.
[0007] Die Verriegelung der Sperrelemente bekannter Sperrlagen wird bewirkt über Hebelsysteme
und Klemmkörper, über Hydraulik-oder Pneumatikbremsen, was sehr aufwendig, kostenintensiv
und auch störanfällig ist. Zur exakten Positionierung der Sperrelemente in den Sperrlagen
ist ein auf einer Kurvenscheibe laufendes Rollensystem erforderlich. Hydraulik- und
Pneumatiksysteme unterliegen außerdem hohen Sicherheitsauflagen. Klemmkörper, Nockenscheiben,
Schwenkriegel als Verriegelungselemente sind unter Last nicht entriegelbar.
[0008] Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Drehkreuzanlagen ist der Antrieb mit Hilfe
eines Getriebemotors, der je nach Getriebeart unangenehme Geräusche entwickelt und
einem hohen Verschleiß unterliegt. Zum Weiterdrehen der Sperreinheit ist ein relativ
hoher Kraftaufwand erforderlich. Ein selbsthemmendes Getriebe lässt sich bei Spannungsausfall
von außen nicht mehr drehen, was sich im Falle einer Panik sehr nachteilig auswirken
kann, und auch selbsthemmungsfreie Getriebe bedürfen bei Spannungsausfall einer hohen
äußeren Betätigungskraft, um bewegt werden zu können.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer Drehsperre der eingangs genannten Art, die
selbsttätige Rückkehr eines aus seiner Normalstellung in seine Freigabestellung verschwenkten
Sperrelementes sicher und zuverlässig zu machen und damit auch die Wiederinbetriebnahme
der Drehsperre nach dem Wegfall eines wie immer gearteten Störfalls möglichst unverzögert
und in zuverlässiger und-unkomplizierter Weise sicherzustellen. Die Vorrichtung soll
möglichst einfach in ihrem Aufbau, insgesamt funktionssicher und verschleißarm sein.
[0010] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, dass die Verriegelung eines jeden Sperrarms
an der Lagerplatte durch ein durch eine Öffnung greifendes Verriegelungselement hergestellt
ist, dass bei Stromunterbrechung das Verriegelungselement des in Sperrstellung befindlichen
Sperrarms mechanisch gegen eine Federkraft aus dem Eingriff an der Öffnung lösbar
ist und bei gelöster Verriegelung eine an diesem Sperrarm exzentrisch angreifende
Kraft diesen in seiner Lagerung an der Lagerplatte um eine zur Hauptdrehachse der
Sperreinheit parallele Drehachse drehend aus seiner Normalstellung in seine Freigabestellung
verschwenkt und dass bei Rückkehr der Stromversorgung der verschwenkte Sperrarm vorübergehend
arretierbar ist und durch Drehen der Lagerplatte um weniger als einen Fortschaltschritt
der Drehsperre dieser Sperrarm durch seine dabei erzwungene, relative Drehung zur
Lagerplatte in seine Normalstellung zurückbringbar und in dieser durch das Verriegelungselement
erneut verriegelbar ist.
[0011] Für die Rückstellung des ausgeschwenkten Sperrarms genügt eine Drehung der Sperreinheit
um nur etwa einen halben Fortschaltschritt der Drehsperre, sie vollzieht sich dabei
auf eine sehr sichere und zuverlässige und auch sanfte Weise ohne harten Aufschlag
beim Einrasten und ohne Verletzungsgefahr für Personen.
[0012] Die am Sperrarm exzentrisch angreifende Kraft kann eine Federkraft und/oder die Schwerkraft
sein.
[0013] Die Sperrarme können über Aufnahmezapfen in Öffnungen der Lagerplatte verschwenkbar
gehalten sein und durch ein Verriegelungselement gegenüber der Lagerplatte verriegelt
sein.
[0014] Die am Aufnahmezapfen bzw. dem Sperrarm exzentrisch angreifende Feder ist vorzugsweise
eine Schraubenfeder. Im Gegensatz zu einer Spiralfeder wird sie durch die drehenden
Bewegungen weniger leicht zerstört.
[0015] Das Verriegelungselement kann ein Verriegelungszapfen sein, der durch eine Öffnung
der Lagerplatte ragt und durch einen bei Stromausfall verschwenkbaren Entriegelungshebel
gegen eine Federkraft aus dem Eingriff in der Öffnung herausbewegt wird.
[0016] An der Lagerplatte ist vorzugsweise im Bereich eines jeden Sperrarms eine Öffnung
für den Durchgriff eines Verriegelungszapfens vorgesehen, der durch einen bei Stromausfall
verschwenkbaren Entriegelungshebel gegen eine Federkraft am Sperrarm bzw. an einem
Aufnahmezapfen des Sperrarms radial verschiebbar und aus dem Eingriff in der Öffnung
lösbar ist. Eine solche Verriegelung ist sehr einfach im Aufbau aber zuverlässig in
ihrer Wirkungsweise.
[0017] Bei Normalbetrieb der Drehsperre kann der Entriegelungshebel durch einen ersten Elektrohubmagneten
gegen die Kraft einer Entriegelungsfeder sicher in Abstand zum Verriegelungszapfen
gehalten werden.
[0018] Die Sperrarme sind entweder direkt oder vorzugsweise über Aufnahmezapfen in Öffnungen
der Lagerplatte verschwenkbar gehalten; an der Rückseite der Sperrarme bzw. der Aufnahmezapfen
sind Eingriffsmittel vorgesehen, an denen eine Federkraft exzentrisch angreifen kann,
deren anderes Ende an der Rückseite der Lagerplatte verankert ist; der entriegelte
Sperrarm ist durch die Federkraft z.B. einer Zugfeder oder Schraubenfeder in der Öffnung
der Lagerplatte um eine zur Hauptdrehachse der Sperreinheit parallele Achse verschwenkbar.
[0019] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung können als Eingriffsmittel an
der Rückseite der Sperrarme bzw. deren Aufnahmezapfen mehrere abragende Stifte angeordnet
sein; an einem dieser Stifte kann eine Zugfeder, vorzugsweise eine Schraubenfeder,
exzentrisch angreifen, deren anderes Ende an der Rückseite der Lagerplatte verankert
ist.
[0020] Nach einer anderen Ausführungsform kann als Eingriffsmittel an der Rückseite der
Sperrarme bzw. deren Aufnahmezapfen ein Reibrad angeordnet sein.
[0021] Nach einer weiteren Ausführungsform kann als Eingriffsmittel an der Rückseite der
Sperrarme bzw. deren Aufnahmezapfen eine gezahnte Scheibe angeordnet sein.
[0022] Bei Wiederinbetriebsetzen der Anlage wird ein Blockierhebel vorübergehend in form-
oder kraftschlüssige Verbindung mit dem aus dem Durchgangsbereich herausgeschwenkten
Sperrarm zwecks Arretierung dieses Sperrarms gebracht; durch Drehen der Sperreinheit
bzw. der Lagerplatte um weniger als einen Fortschaltschritt der Sperreinheit wird
eine relative Verdrehung des Sperrarms zur Lagerplatte erzwungen und der Sperrarm
dabei in seine Normalstellung zurückgeführt und erneut verriegelt.
[0023] Der Blockierhebel weist vorzugsweise Rastkerben auf, mit denen er an von der Rückseite
des Sperrarms bzw. dessen Aufnahmezapfens abragenden Stiften oder mit einer an der
Rückseite des Sperrarms bzw. dessen Aufnahmezapfens angeordneten, gezahnten Scheibe
in formschlüssige Verbindung gelangen kann.
[0024] Vorteilhafterweise haben die Rastkerben eine eher flache Flanke für das Eingleiten
eines Stiftes oder einer Zahnung und eine steile Flanke, an der ein Stift oder eine
Zahnung beim Einrasten zur Anlage kommt. Durch die an der steilen Flanke vorrangig
in Eingriffsrichtung wirkende Kraftkomponente kann der Stift oder die Zahnung mit
einer verhältnismäßig geringen Hebelkraft in seinem Eingriff gehalten werden.
[0025] Der Blockierhebel kann bei Wiedereinsetzen der Stromversorgung vorteilhaft durch
einen zweiten Elektrohubmagneten zur Arretierung des aus dem Durchgangsbereich herausgeschwenkten
Sperrarms betätigt werden.
[0026] Als Antriebsmotor für die Sperreinheit wird ein bürstenloser Gleichstrommotor ohne
Getriebe mit Direktantrieb bevorzugt.
[0027] Er unterliegt einem weniger hohen Verschleiß als ein Getriebemotor.
[0028] Außerdem kann die Sperreinheit durch eine direkt auf die Antriebswelle der Sperreinheit
wirkende Elektromagnetbremse gegen unerlaubtes Verdrehen gesichert sein. Sie stellt
einen Überlastschutz dar und bietet auch Schutz vor Beschädigungen z.B. durch Vandalismus.
[0029] Die Positionssteuerung, Positionsregelung und Positionsabfrage für die Sperreinheit
kann über einen direkt auf der Rotorwelle des Antriebsmotors eingebauten Drehgeber
erfolgen. Dieser Drehgeber kann ein Resolver sein.
[0030] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der anhängenden Zeichnung beispielhaft näher
beschrieben; es zeigen
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer Drehsperre,
- Fig. 2
- eine perspektivische Vorderansicht der in der Drehsperre nach Fig. 1 zur Anwendung
kommenden Sperreinheit,
- Fig. 3
- eine perspektivische Rückansicht der Sperreinheit im Betriebszustand gemäß Fig. 2,
- Fig. 4
- die Ansicht der Sperreinheit gemäß Fig. 2 bei Entriegelung eines Sperrelements,
- Fig. 5
- die Rückansicht der Sperreinheit bei Entriegelung eines Sperrelements,
- Fig. 6
- und 7 die Rückansicht der Sperreinheit bei Verschwenken eines Sperrelements in seine
Freigabestellung,
- Fig. 8 und 9
- die Rückansicht der Sperreinheit bei Rückkehr des zuvor verschwenkten Sperrelements
in seine normale Betriebsstellung.
[0031] Fig. 1 zeigt eine dreiarmige Drehsperre mit einer um eine zur Horizontalen um etwa
45° geneigten Drehachse drehbaren Sperreinheit 1, von der sich drei Sperrelemente
2, hier in Form von Sperrarmen 2, zueinander im Winkel von jeweils 120° erstrecken.
Die Sperreinheit 1 ist gemäß Fig. 2 auf einer Trägerplatte 3 montiert. Die Sperrarme
2 erstrecken sich im jeweils gleichen Winkel von einer Lagerplatte 4, an der sie mit
ihrem einen Ende in Aufnahmezapfen 5 gehalten sind, welche abschwenkbar in Öffnungen
der Lagerplatte 4 gelagert sind. Am Umfang der Lagerplatte 4 kann ein Bund 6 ausgebildet
sein, über den die Lagerplatte 4 in einer kreisrunden Öffnung der Trägerplatte 3 drehbar
gelagert ist. An jedem Aufnahmezapfen 5 ist jeweils ein durch eine Feder radial nach
außen beaufschlagter aber gegen die Kraft der Feder radial verschiebbarer Verriegelungszapfen
7 vorgesehen(siehe dazu unten und Fig. 5), der in Normalstellung durch eine entsprechende
Öffnung 8, vorzugsweise eine Bohrung, in der Lagerplatte 4 ragt. In dieser in Fig.
2 gezeigten Normalstellung des Verriegelungszapfens 7 hält er den zugehörigen Sperrarm
2 über dessen Aufnahmezapfen 5 in seiner normalen Winkelstellung, welches auch die
normale Betriebsstellung der Drehsperre ist. Der sich gerade am ober-sten Scheitelpunkt
der drehbaren Lagerplatte 4 befindende Verriegelungszapfen 7 ist gegen die ihn beaufschlagende
Federkraft durch einen Entriegelungshebel 9 betätigbar, der durch einen ersten Elektrohubmagneten
10 gegen die Kraft einer Entriegelungsfeder 11 in Normalstellung, d.h. in Abstand
zum Verriegelungszapfen 7, gehalten wird.
[0032] Gemäß Fig. 3 ragen von der Rückseite der Aufnahmezapfen 5 Stifte 12 als Eingriffsmittel
ab. An einem der Stifte 12 jedes Aufnahmezapfens 5 greift jeweils eine Zugfeder 13
an, die vorzugsweise eine Schraubenfeder ist und mit ihrem anderen Ende an der Lagerplatte
4 verankert ist. Auf der Rückseite der Trägerplatte 3 ist außerdem ein Blockierhebel
14 verschwenkbar angeordnet, der mit an seinem einen, längeren Hebelarm ausgebildeten
Rastkerben 15 in Eingriff mit einzelnen der Stifte 12 des in oberster Position befindlichen
Aufnahmezapfens 5 kommen kann, in normalem Betriebszustand der Drehsperre aber durch
eine Feder 16 außer Eingriff gehalten wird. Der andere, kürzere Arm des Blockierhebels
14 steht in Wirkverbindung mit einem zweiten Elektrohubmagneten 17, der normalerweise
stromlos ist. Die Rastkerben 15 weisen vorteilhaft eine eher flache und eine steile
Flanke auf. Die flache Flanke erlaubt ein problemloses Eingleiten eines Stiftes 12,
der dann an der steilen Flanke zur Anlage kommt und so wegen der sich in Eingriffsrichtung
ergebenden größeren Kraftkomponente mit einer verhältnismäßig geringen Hebelkraft
im Eingriff gehalten werden kann.
[0033] Statt der Stifte 12 können an der Rückseite der Aufnahmezapfen 5 (oder der Sperrarme
2 direkt) ein Reibrad oder eine gezahnte Scheibe als Eingriffsmittel vorgesehen sein.
[0034] Im Normalbetrieb der Drehsperre ragt jeweils einer der drei Sperrarme 2 horizontal
in einen Personendurchgang hinein, während die beiden anderen Sperrarme 2 aus dem
Durchgang in schräg nach unten weisende Lagen verschwenkt sind, wie dies in Fig. 1
gezeigt ist. Wenn eine Person die Drehsperre betritt und passieren will, wird der
horizontal, also in Sperrstellung stehende Sperrarm 2 nach Auslösen eines Betätigungssignals
aus seiner Sperrstellung herausbewegt, indem die Lagerplatte 4 durch einen (nicht
dargestellten) Antriebsmotor um einen Fortschaltschritt, d.h. um ca. 120°, gedreht
wird. Dabei wird der Durchgang für diese eine Person freigegeben, während gleichzeitig
der in Drehrichtung folgende Sperrarm 2 in seine horizontale, also sperrende Lage
kommt, der Durchgang für eine folgende Person also zunächst wieder gesperrt ist und
erst nach einem weiteren Betätigungssignal erneut freigegeben werden kann. Gegen unbefugtes
Drehen ist die Sperreinheit bzw. die Lagerplatte 4 durch eine Elektromagnetbremse
gesichert. Diese wirkt vorzugsweise direkt auf die Abtriebswelle des Antriebsmotors
bzw. die Antriebswelle der Lagerplatte 4. Wegen des geringeren Drehmoments erreicht
man damit einen wirksamen Überlastschutz und auch Schutz z.B. gegen Beschädigung durch
Vandalismus. Der Antriebsmotor ist vorzugsweise ein bürstenloser Gleichstrommotor
ohne Getriebe, d.h. mit Direktantrieb und hohem Abtriebsmoment.
[0035] Im Falle einer Betriebsstörung, z.B. eines Stromausfalls oder auch einer bewussten
Abschaltung, muss dafür gesorgt sein, dass der sich gerade in Sperrstellung befindliche
Sperrarm 2 aus seiner horizontalen, sperrenden Stellung, d.h. aus dem Durchgangsbereich,
herausbewegt wird und der ungehinderte Durchgang für alle Personen, z.B. auch als
Fluchtweg, freigegeben wird.
[0036] Bei einer Stromunterbrechung wird bei der hier beschriebenen Drehsperre der erste
Elektrohubmagnet 10 stromlos, er gibt also den Entriegelungshebel 9 frei, worauf dieser
durch die Kraft der Entriegelungsfeder 11 um seine Drehachse 18 verschwenkt wird und
den Verriegelungszapfen 7 des in Sperrstellung stehenden Sperrarms 2 (siehe Fig. 4)
in der Weise betätigt, dass dieser gegen die Kraft einer ihn beaufschlagenden Feder
radial nach innen und aus seinem Eingriff in der Öffnung 8 der Lagerplatte 4 herausbewegt
wird und die Verriegelung des betreffenden Aufnahmezapfens 5 und damit des Sperrarms
2 gelöst wird. Durch die an einem seiner Stifte 12 vorzugsweise exzentrisch angreifende
Zugfeder 13 wird dieser Aufnahmezapfen 5 nun samt dem zugehörigen, zunächst noch in
Sperrstellung befindlichen Sperrarm 2 um eine zur Hauptdrehachse der Sperreinheit
1 parallele Achse verschwenkt und dabei automatisch aus dem Durchgangsbereich herausbewegt(siehe
Fig. 5 und 6), so dass die Drehsperre ungehindert passiert werden kann. Der Sperrarm
2 fällt mit seinem Aufnahmezapfen 5 infolge der Schwerkraft in eine senkrecht nach
unten weisende Lage (siehe Fig. 7), wobei der Stift 12 des Aufnahmezapfens 5, an dem
die Zugfeder 13 angreift, bei der Drehung bis über den unteren Scheitelpunkt hinausgelangt,
die Zugfeder 13 wieder gespannt wird. Die Zugfeder 13 ist vorzugsweise eine Schraubenfeder
13; sie wird im Gegensatz zu z.B. einer Spiralfeder durch die Drehungen nicht zerstört
und entfaltet beim Überschreiten des Scheitelpunktes vorteilhaft auch eine gewisse
Bremswirkung bzw. dämpfende Wirkung.
[0037] Bei Spannungsrückkehr oder auf einen Steuerbefehl wird der Entriegelungshebel 9 durch
den Elektrohubmagneten 10 in seine normale Betriebsstellung zurückgeschwenkt. Der
zweite Elektrohubmagnet 17 wird jetzt ebenfalls mit Strom beschickt, er zieht den
mit ihm in Wirkverbindung stehenden Hebelarm des Blockierhebels 14 an und verschwenkt
dabei den Blockierhebel 14 um seine Achse 19, bis dieser mit wenigstens einer seiner
Rastkerben 15 in Eingriff kommt an einem der Stifte 12 an der Rückseite des Aufnahmezapfens
5 oder mit dem Aufnahmezapfen 5 bzw. dem Sperrarm 2 sonst eine form- oder kraftschlüssige
Verbindung herstellt wird (siehe Fig. 8). Wird nun die gesamte Sperreinheit 1 durch
den nicht dargestellten Antriebsmotor der Drehsperre um etwa einen halben Fortschaltschritt
gedreht, so dreht sich der ausgeschwenkte, durch den Blockierhebel 14 festgehaltene
Sperrarm 2 zwangsweise relativ zur Sperreinheit 1 bzw. zur Lagerplatte 4, bis er in
seine Betriebsstellung gelangt und sein Verriegelungszapfen 7 durch Federkraft wieder
in seinen Eingriff an der Lagerplatte 4 greift und den Sperrarm 2 in dieser Stellung
erneut verriegelt (siehe Fig. 9). Nach erfolgter Verriegelung des Sperrarms 2 wird
der zweite Elektrohubmagnet 17 stromlos geschaltet, und die am Blockierhebel 14 angreifende
Feder 16 bewegt diesen in seine Ausgangsstellung zurück. Dies kann unterstützt werden,
indem die Drehsperre um einen halben Fortschaltschritt wieder zurückgestellt wird,
so dass sich der in einer Rastkerbe 15 eingerastete Stift 12 von dessen steiler Flanke
(siehe oben) löst.
[0038] Da die Sperreinheit 1 nur um einen halben Fortschaltschritt gedreht werden muss,
um den ausgeschwenkten Sperrarm 2, wie beschrieben, in seine Betriebsstellung zurückzubringen,
geschieht dies auf eine besonders sichere und zuverlässige Weise und ohne Verletzungsgefahr
für Personen.
Bezugszeichenliste:
[0039]
- 1
- Sperreinheit
- 2
- Sperrarme
- 3
- Trägerplatte
- 4
- Lagerplatte
- 5
- Aufnahmezapfen
- 6
- Bund
- 7
- Verriegelungszapfen, Verriegelungselement
- 8
- Öffnung
- 9
- Entriegelungshebel
- 10
- erster Elektrohubmagnet
- 11
- Entriegelungsfeder
- 12
- Stifte
- 13
- Zugfeder, Schraubenfeder
- 14
- Blockierhebel
- 15
- Rastkerben
- 16
- Feder
- 17
- zweiter Elektrohubmagnet
- 18
- Drehachse
- 19
- Achse
1. Drehsperre zur Personendurchgangskontrolle mit einer um eine gegenüber der Horizontalen
um etwa 45° nach unten geneigten Drehachse drehbaren und mittels eines entriegelbaren
Sperrmechanismus gegen Drehung sperrbaren und in mindestens einer Drehrichtung zur
Drehung freigebbaren Sperreinheit (1), die mindestens zwei zur Drehachse geneigte
Sperrarme (2) aufweist, von denen sich in Betriebsstellung der Anlage jeweils einer
in einer im wesentlichen horizontalen, den Durchgang sperrenden Sperrstellung befindet
und der oder die anderen Sperrarme (2) aus dem Durchgangsbereich herausbewegt sind,
wobei die Sperrarme (2) durch infolge eines Befehls an den entriegelbaren Sperrmechanismus
ermöglichtes Drehen der Sperreinheit (1) nacheinander aus der den Durchgang sperrenden
Stellung in eine den Durchgang freigebende Stellung bewegbar sind und derart an einer
Lagerplatte (4) der Sperreinheit (1) angelenkt sind, dass der sich im Betriebszustand
der Anlage in seiner Sperrstellung befindliche Sperrarm (2) bei Außerbetriebsetzen
der Anlage, z.B. infolge eines Stromausfalls oder einer Stromabschaltung, durch Auslösen
eines Entriegelungsmechanismus aus seiner verriegelten Normalstellung an der Lagerplatte
(4) in eine den ungehinderten Personendurchgang zulassende Freigabestellung schwenkbar
ist und dieser nach Wegfall des die Entriegelung auslösenden Vorgangs selbsttätig
in seine verriegelte Normalstellung zurückbringbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelung eines jeden Sperrarms (2) an der Lagerplatte (4) durch ein durch
eine Öffnung (8) greifendes Verriegelungselement (7) hergestellt ist, dass bei Stromunterbrechung
das Verriegelungselement (7) des in Sperrstellung befindlichen Sperrarms (2) mechanisch
gegen eine Federkraft aus dem Eingriff an der Öffnung (8) lösbar ist, dass bei gelöster
Verriegelung eine an diesem Sperrarm (2) exzentrisch angreifende Kraft (13) diesen
in seiner Lagerung an der Lagerplatte (4) um eine zur Hauptdrehachse der Sperreinheit
(1) parallele Drehachse drehend aus seiner Normalstellung in seine Freigabestellung
verschwenkt und dass bei Rückkehr der Stromversorgung der verschwenkte Sperrarm (2)
vorübergehend arretierbar ist und durch Drehen der Lagerplatte (4) um weniger als
einen Fortschaltschritt der Drehsperre dieser Sperrarm (2) durch seine dabei erzwungene,
relative Drehung zur Lagerplatte (4) in seine Normalstellung zurückbringbar und in
dieser durch das Verriegelungselement (7) erneut verriegelbar ist.
2. Drehsperre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die am Sperrarm (2) exzentrisch angreifende Kraft eine Federkraft (13) ist.
3. Drehsperre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die am Sperrarm (2) exzentrisch angreifende Kraft die Schwerkraft ist.
4. Drehsperre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrarme (2) über Aufnahmezapfen (5) in Öffnungen der Lagerplatte (4) verschwenkbar
gehalten sind und durch ein Verriegelungselement (7) gegenüber der Lagerplatte (4)
verriegelt sind.
5. Drehsperre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement ein Verriegelungszapfen (7) ist, der durch eine Öffnung
(8) der Lagerplatte (4) ragt und durch einen bei Stromausfall verschwenkbaren Entriegelungshebel
(9) gegen eine Federkraft aus dem Eingriff in der Öffnung (8) herausbewegbar ist.
6. Drehsperre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Lagerplatte (4) im Bereich eines jeden Sperrarms (2) eine Öffnung (8) vorgesehen
ist für den Durchgriff eines Verriegelungszapfens (7), der durch einen bei Stromausfall
verschwenkbaren Entriegelungshebel (9) gegen eine Federkraft am Sperrarm (2) bzw.
an einem Aufnahmezapfen (5) des Sperrarms (2) radial verschiebbar und aus dem Eingriff
in der Öffnung (8) lösbar ist.
7. Drehsperre nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei Normalbetrieb der Drehsperre der Entriegelungshebel (9) durch einen ersten Elektrohubmagneten
(10) gegen die Kraft einer Entriegelungsfeder (11) in Abstand zum Verriegelungszapfen
(7) gehalten ist.
8. Drehsperre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrarme (2) direkt oder über Aufnahmezapfen (5) in Öffnungen der Lagerplatte
(4) verschwenkbar gehalten sind und an der Rückseite der Sperrarme (2) bzw. der Aufnahmezapfen
(5) Eingriffsmittel vorgesehen sind, an denen eine Federkraft (13) exzentrisch angreift,
deren anderes Ende an der Rückseite der Lagerplatte (4) verankert ist und dass der
entriegelte Sperrarm (2) durch diese Federkraft (13) in der Öffnung der Lagerplatte
(4) um eine zur Hauptdrehachse der Sperreinheit (1) parallele Achse verschwenkbar
ist.
9. Drehsperre nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass als Eingriffsmittel an der Rückseite der Sperrarme (2) bzw. deren Aufnahmezapfen
(5) mehrere abragende Stifte (12) angeordnet sind und an einem dieser Stifte (12)
eine Zugfeder (13) exzentrisch angreift, deren anderes Ende an der Rückseite der Lagerplatte
(4) verankert ist.
10. Drehsperre nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass als Eingriffsmittel an der Rückseite der Sperrarme (2) bzw. deren Aufnahmezapfen
(5) ein Reibrad angeordnet ist.
11. Drehsperre nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass als Eingriffsmittel an der Rückseite der Sperrarme (2) bzw. deren Aufnahmezapfen
(5) eine gezahnte Scheibe angeordnet ist.
12. Drehsperre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Wiederinbetriebsetzen der Anlage, ein Blockierhebel (14) durch Form- oder Kraftschluss
mit dem aus dem Durchgangsbereich herausgeschwenkten Sperrarm (2) zwecks Arretierung
dieses Sperrarms (2) vorübergehend verbindbar ist und durch eine durch Drehen der
Lagerplatte (4) um weniger als einen Fortschaltschritt der Sperreinheit (1) erzwungene
Verdrehung des Sperrarms (2) relativ zur Lagerplatte (4) dieser in seine Normalstellung
rückführbar und erneut verriegelbar ist.
13. Drehsperre nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Blockierhebel (14) Rastkerben (15) aufweist, mit denen er an von der Rückseite
des Sperrarms (2) bzw. dessen Aufnahmezapfens (5) abragenden Stiften (12) in formschlüssige
Verbindung bringbar ist.
14. Drehsperre nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Blockierhebel (14) Rastkerben (15) aufweist, mit denen er an einer an der Rückseite
des Sperrarms (29 bzw. dessen Aufnahmezapfens (5) angeordneten, gezahnten Scheibe
in formschlüssige Verbindung bringbar ist.
15. Drehsperre nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastkerben (15) eine eher flache Flanke für das Eingleiten eines Stiftes (12)
oder einer Zahnung und eine steile Flanke aufweisen, an der ein Stift (12) oder eine
Zahnung beim Einrasten zur Anlage kommt.
16. Drehsperre nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Blockierhebel (14) bei Wiedereinsetzen der Stromversorgung durch einen zweiten
Elektrohubmagneten (17) zur Arretierung des aus dem Durchgangsbereich herausgeschwenkten
Sperrarms (2) betätigbar ist.
17. Drehsperre nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperreinheit (1) durch einen Antriebsmotor antreibbar ist, der ein bürstenloser
Gleichstrommotor ohne Getriebe, also ein Direktantrieb ist.
18. Drehsperre nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperreinheit (1) von einem Antriebsmotor über eine Antriebswelle antreibbar ist
und durch eine direkt auf diese Antriebswelle wirkende Elektromagnetbremse gegen unerlaubtes
Verdrehen gesichert ist.
19. Drehsperre nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass im Antriebsmotor direkt auf dessen Rotorwelle ein Drehgeber zur Positionssteuerung,
zur Positionsregelung und Positionsabfrage eingebaut ist.
20. Drehsperre nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehgeber ein Resolver ist.
1. A rotary lock for controlling the passage of persons having a blocking unit (1) which
can be rotated about a rotational axis which is inclined downward by approximately
45° with respect to the horizontal, can be locked against rotation by means of an
unlockable locking mechanism, can be released for rotation in at least one rotational
direction, and has at least two blocking arms (2) which are inclined with respect
to the rotational axis and of which, in the operational position of the system, in
each case one unblocking arm (2) is situated in a substantially horizontal blocking
position which locks the passage and the other blocking arm (2) or blocking arms (2)
is/are moved out of the passage region, it being possible for the blocking arms (2)
to be moved one after another from the position which locks the passage into a position
which releases the passage as a result of rotation of the blocking unit (1) which
is made possible as a consequence of a command to the unlockable locking mechanism,
and said blocking arms (2) being articulated on a bearing plate (4) of the blocking
unit (1) in such a way that the blocking arm (2) which is situated in its blocking
position in the operational state of the system can be pivoted, by triggering of an
unlocking mechanism, out of its locked normal position on the bearing plate (4) into
its release position which permits the unimpeded passage of persons in the case of
the system being rendered nonoperational, for example as a consequence of a power
cut or of the power being switched off, and in such a way that said blocking arm (2)
can be moved back automatically into its locked normal position after termination
of the operation which triggers the unlocking action, wherein the locking of each
blocking arm (2) on the bearing plate (4) is produced by a locking element (7) which
acts through an opening (8), wherein, if the power is interrupted, the locking element
(7) of the blocking arm (2) which is situated in the blocking position can be released
mechanically from the engagement on the opening (8) counter to a spring force, wherein,
when the locking action is released, a force (13) which acts eccentrically on this
blocking arm (2) pivots the latter in its mounting on the bearing plate (4), about
a rotational axis which is parallel to the main rotational axis of the blocking unit
(1), rotationally out of its normal position into its release position, and wherein,
when the power supply is restored, the pivoted blocking arm (2) can be arrested temporarily
and, by rotation of the locking plate (4) by less than one advance switching step
of the rotary lock, this blocking arm (2) can be moved back into its normal position
as a result of its relative rotation to the bearing plate (4) which is brought about
in the process, and can be locked in said normal position again by the locking element
(7).
2. The rotary lock as claimed in claim 1, wherein the force which acts eccentrically
on the blocking arm (2) is a spring force (13).
3. The rotary lock as claimed in claim 1, wherein the force which acts eccentrically
on the blocking arm (2) is gravity.
4. The rotary lock as claimed in claim 1, wherein the blocking arms (2) are held pivotably
in openings of the bearing plate (4) via receiving journals (5) and are locked with
respect to the bearing plate (4) by a locking element (7).
5. The rotary lock as claimed in claim 1, wherein the locking element is a locking journal
(7) which protrudes through an opening (8) of the bearing plate (4) and can be moved
out of engagement in the opening (8) counter to a spring force by an unlocking lever
(9) which can be pivoted in the case of a power cut.
6. The rotary lock as claimed in claim 1, wherein an opening (8) is provided for the
engagement of a locking journal (7) on the bearing plate (4) in the region of each
blocking arm (2), which locking journal (7) can be displaced radially on the blocking
arm (2) or on a receiving journal (5) of the blocking arm (2) counter to a spring
force by an unlocking lever (9), which can be pivoted in the event of a power cut,
and can be released from the engagement in the opening (8).
7. The rotary lock as claimed in claim 5 or 6, wherein, during normal operation of the
rotary lock, the unlocking lever (9) is held at a spacing from the locking journal
(7), counter to the force of an unlocking spring (11), by a first electric lifting
magnet (10).
8. The rotary lock as claimed in claim 1, wherein the blocking arms (2) are held pivotably
in openings of the bearing plate (4) directly or via receiving journals (5), and engagement
means are provided on the rear side of the blocking arms (2) or of the receiving journals
(5), on which engagement means a spring force (13) acts eccentrically, and the other
end of which engagement means is anchored on the rear side of the bearing plate (4),
and wherein the unlocked blocking arm (2) can be pivoted by this spring force (13)
in the opening of the bearing plate (4) about an axis which is parallel to the main
rotational axis of the blocking unit (1).
9. The rotary lock as claimed in claim 8, wherein a plurality of protruding pins (12)
are arranged as engagement means on the rear side of the blocking arms (2) or of their
receiving journals (5), and a tension spring (13) acts eccentrically on one of said
pins (12), the other end of which tension spring (13) is anchored on the rear side
of the bearing plate (4).
10. The rotary lock as claimed in claim 8, wherein a friction wheel is arranged as engagement
means on the rear side of the blocking arms (2) or of their receiving journals (5).
11. The rotary lock as claimed in claim 8, wherein a toothed disk is arranged as engagement
means on the rear side of the blocking arms (2) or of their receiving journals (5).
12. The rotary lock as claimed in claim 1, wherein, when the system is set in operation
again, a locking lever (14) can be connected temporarily to the blocking arm (2) which
is pivoted out of the passage region, by a positive or nonpositive connection, for
the purpose of arresting this blocking arm (2), and said blocking arm (2) can be returned
into its normal position and can be locked again as a result of a rotation of the
blocking arm (2) relative to the bearing plate (4) which is brought about by rotation
of the bearing plate (4) by less than one advance switching step of the blocking unit
(1).
13. The rotary lock as claimed in claim 12, wherein the locking lever (14) has latching
notches (15), by way of which it can be brought into a positively locking connection
on pins (12) which protrude from the rear side of the blocking arm (2) or its receiving
journal (5).
14. The rotary lock as claimed in claim 12, wherein the locking lever (14) has latching
notches (15), by way of which it can be brought into a positively locking connection
on a toothed disk which is arranged on the rear side of the blocking arm (2) or its
receiving journal (5).
15. The rotary lock as claimed in claim 13 or 14, wherein the latching notches (15) have
a rather flat flank for a pin (12) or a toothing system to slide into and a steep
flank, with which a pin (12) or a toothing system comes into contact during latching.
16. The rotary lock as claimed in claim 12, wherein, when the power supply is restored,
the locking lever (14) can be actuated by a second electric lifting magnet (17) for
arresting the blocking arm (2) which is pivoted out of the passage region.
17. The rotary lock as claimed in one of the preceding claims, wherein the blocking unit
(1) can be driven by a drive motor which is a brushless DC motor without gear mechanism
and with direct drive.
18. The rotary lock as claimed in one of the preceding claims, wherein the blocking unit
(1) can be driven by a drive motor via a drive shaft and is secured against impermissible
rotation by an electromagnetic brake which acts directly on said drive shaft.
19. The rotary lock as claimed in claim 17, wherein a rotary encoder for positional control,
for positional regulation and positional sensing is installed in the drive motor directly
on its rotor shaft.
20. The rotary lock as claimed in claim 19, wherein the rotary encoder is a resolver.
1. Tourniquet pour le contrôle de passage de personnes avec une unité de blocage (1)
pouvant tourner autour d'un axe de rotation incliné vers le bas d'environ 45° par
rapport à l'horizontale et pouvant être bloquée contre la rotation et débloquée pour
la rotation dans au moins un sens de rotation au moyen d'un mécanisme de blocage déverrouillable,
laquelle comprend au moins deux bras de blocage (2) inclinés par rapport à l'axe de
rotation, dont l'un se trouve, dans la position de fonctionnement de l'installation,
dans une position de blocage essentiellement horizontale bloquant le passage et l'autre
ou les autres bras de blocage (2) sont déportés hors de la zone de passage, dans lequel
les bras de blocage (2) peuvent être déplacés l'un après l'autre de la position bloquant
le passage à une position libérant le passage par une rotation de l'unité de blocage
(1) autorisée à la suite d'un ordre au mécanisme de blocage déverrouillable et sont
articulés sur une plaque d'appui (4) de l'unité de blocage (1) de telle manière que
le bras de blocage (2) se trouvant dans sa position de blocage dans la position de
fonctionnement de l'installation puisse pivoter de sa position normale verrouillée
sur la plaque d'appui (4) dans une position de libération permettant le passage autorisé
d'une personne par déclenchement d'un mécanisme de déverrouillage lors d'une mise
hors service de l'installation, par exemple à la suite d'une panne de courant ou d'une
coupure de courant et que celui-ci puisse revenir automatiquement dans sa position
normale verrouillée lors de la disparition du processus déclenchant le déverrouillage,
caractérisé en ce que le verrouillage de chaque bras de blocage (2) sur la plaque d'appui (4) est réalisé
au moyen d'un élément de verrouillage (7) s'engageant dans une ouverture (8), en ce que, en cas d'interruption du courant, l'élément de verrouillage (7) du bras de blocage
(2) se trouvant en position de blocage peut être dégagé mécaniquement de son engagement
dans l'ouverture (8) contre la force d'un ressort, en ce que, lorsque le verrouillage est libéré, une force (13) agissant excentriquement sur
ce bras de blocage (2) fait pivoter celui-ci dans son appui sur la plaque d'appui
(4) autour d'un axe de rotation parallèle à l'axe principal de l'unité de blocage
(1) en tournant de sa position normale à sa position de libération et en ce que, lors du retour de l'alimentation électrique, le bras de blocage ayant pivoté (2)
peut être bloqué provisoirement et ce bras de blocage (2) peut, par rotation de la
plaque d'appui (4) de moins d'un pas de progression du tourniquet, être ramené dans
sa position normale par sa rotation relative résultante par rapport à la plaque d'appui
(4) et être de nouveau verrouillé dans cette position au moyen de l'élément de verrouillage
(7).
2. Tourniquet selon la revendication 1, caractérisé en ce que la force agissant excentriquement sur le bras de blocage (2) est une force de ressort
(13).
3. Tourniquet selon la revendication 1, caractérisé en ce que la force agissant excentriquement sur le bras de blocage (2) est la force de la pesanteur.
4. Tourniquet selon la revendication 1, caractérisé en ce que les bras de blocage (2) sont maintenus de façon pivotante dans des ouvertures de
la plaque d'appui (4) au moyen d'embouts de réception (5) et sont verrouillés par
rapport à la plaque d'appui (4) au moyen d'un élément de verrouillage (7).
5. Tourniquet selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de verrouillage est un tourillon de verrouillage (7), qui passe à travers
une ouverture (8) de la plaque d'appui (4) et qui peut être dégagé de l'engagement
dans l'ouverture (8), contre la force d'un ressort, au moyen d'un levier de déverrouillage
(9) pouvant pivoter en cas de panne de courant.
6. Tourniquet selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu sur la plaque d'appui (4), dans la région de chaque bras de blocage (2),
une ouverture (8) pour le passage d'un tourillon de verrouillage (7), qui est déplaçable
radialement au moyen d'un levier de déverrouillage (9), pouvant pivoter en cas de
panne de courant, contre la force d'un ressort sur le bras de blocage (2) ou sur un
embout de réception (5) du bras de blocage (2) et qui peut être libéré de l'engagement
dans l'ouverture (8).
7. Tourniquet selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que, en fonctionnement normal du tourniquet, le levier de déverrouillage (9) est maintenu
à distance du tourillon de verrouillage (7) contre la force d'un ressort de déverrouillage
(11) au moyen d'un premier électroaimant de levée (10).
8. Tourniquet selon la revendication 1, caractérisé en ce que les bras de blocage (2) sont maintenus de façon pivotante directement ou au moyen
d'embouts de réception (5) dans des ouvertures de la plaque d'appui (4) et il est
prévu, au dos des bras de blocage (2) ou des embouts de réception (5), des moyens
d'engagement sur lesquels agit excentriquement une force de ressort (13), et dont
l'autre extrémité est ancrée au dos de la plaque d'appui (4), et en ce que le bras de blocage (2) déverrouillé peut pivoter dans l'ouverture de la plaque d'appui
(4) autour d'un axe de rotation parallèle à l'axe de rotation principal de l'unité
de blocage (1) au moyen de cette force de ressort (13).
9. Tourniquet selon la revendication 8, caractérisé en ce que plusieurs broches saillantes (12) sont disposées comme moyens d'engagement au dos
des bras de blocage (2) ou de leurs embouts de réception (5) et un ressort de traction
(13) agit excentriquement sur une de ces broches (12) et a son autre extrémité ancrée
au dos de la plaque d'appui (4).
10. Tourniquet selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'une roue de friction est disposée comme moyen d'engagement au dos des bras de blocage
(2) ou de leurs embouts de réception (5).
11. Tourniquet selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'un disque denté est disposé comme moyen d'engagement au dos des bras de blocage (2)
ou de leurs embouts de réception (5).
12. Tourniquet selon la revendication 1, caractérisé en ce que, lors de la remise en service de l'installation, un levier de blocage (14) peut être
assemblé provisoirement en complémentarité de forme ou de force au bras de blocage
(2) déporté hors de la zone de passage afin d'immobiliser ce bras de blocage (2) et
ce dernier peut être ramené dans sa position normale par une rotation de moins d'un
pas de progression de l'unité de blocage (1) du bras de blocage (2) par rapport à
la plaque d'appui (4) imposée par une rotation de la plaque d'appui (4) et peut de
nouveau être verrouillé.
13. Tourniquet selon la revendication 12, caractérisé en ce que le levier de blocage (14) présenté des crans d'encliquetage (15), par lesquels il
peut être accroché par complémentarité de forme sur les broches (12) saillantes sur
le dos des bras de blocage (2) ou de leurs embouts de réception (5).
14. Tourniquet selon la revendication 12, caractérisé en ce que le levier de blocage (14) présente des crans d'encliquetage (15), par lesquels il
peut être accroché par complémentarité de forme sur un disque denté disposé au dos
des bras de blocage (2) ou de leurs embouts de réception (5).
15. Tourniquet selon la revendication 13 ou 14, caractérisé en ce que les crans d'encliquetage (15) présentent un flanc plutôt plat pour l'insertion d'une
broche (12) ou d'une denture et un flanc abrupt, contre lequel une broche (12) ou
une denture vient buter lors de l'encliquetage.
16. Tourniquet selon la revendication 12, caractérisé en ce que le levier de blocage (14) peut être actionné, lors de la remise en service de l'alimentation
électrique, par un deuxième électroaimant de levée (17) pour immobiliser le bras de
blocage (2) déporté hors de la zone de passage.
17. Tourniquet selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de blocage (1) peut être entraînée par un moteur d'entraînement, qui est
un moteur à courant continu sans balais sans engrenage, donc un entraînement direct.
18. Tourniquet selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de blocage (1) peut être entraînée par un moteur d'entraînement par l'intermédiaire
d'un arbre d'entraînement et est protégée contre une rotation abusive au moyen d'un
frein électromagnétique agissant directement sur cet arbre d'entraînement.
19. Tourniquet selon la revendication 17, caractérisé en ce qu'un capteur rotatif pour la commande de la position, pour la régulation de la position
et l'interrogation de position est incorporé dans le moteur d'entraînement, sur l'arbre
de son rotor.
20. Tourniquet selon la revendication 19, caractérisé en ce que le capteur rotatif est un résolveur.
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