[0001] Das technische Gebiet der Erfindung ist das Verfahren zum Ausbilden metallischer
Deckelringe, die zum Aufsetzen und Anbördeln an einen Behälter runder oder unrunder
Natur benötigt werden. Solche Deckelringe werden im Stand der Technik aus flachem
Blech ausgestanzt, wobei in der Mitte eine Ronde entsteht, die Verschnitt darstellt;
benötigt wird für die weitere Fertigung des Behälters aber nur der Deckelring.
[0002] Aus der
FR-A 769,264 ist seit 1934 ein Verfahren dem Fachmann zugänglich, bei dem ausgestanzte zentrale
Ronden bei der Fertigung des Deckelrings vermieden werden können. Dort wird aus dem
zentralen Bereich nach dortiger Figur 1 ein Mittelstück nach dortiger Figur 2 herausgeschnitten,
welcher zu einem Deckelring umgeformt wird, vgl. dort Figur 3. Der verbleibende restliche
Teil, ein kreisförmig umlaufendes Winkelstück nach der oberen Hälfte von Figur 2 wird
invertiert und durch eine Einrollung 11 mit einem Rollrand versehen, an dem der Deckelring
anzugreifen vermag, vgl. die dortige Zusammenstellung der Figuren 3 und 4. Die verbleibende
zentrale Ronde kann dadurch vermieden werden, dass sie als Deckel Verwendung findet.
Der Ringrohling nach dortiger Figur 2 ist im Querschnitt winkelförmig. Eine andere
Abtrennung findet sich in
FR-A 620,920, in der vom Fachmann seit 1926 ein flacher Streifen an einer Trennstelle nach den
dortigen Figuren 2 und 3 als abgetrennt entnommen werden kann. Nach dem Abtrennen
verbleibt eine behälterartige Bodenwanne 2, welche nach Umformungen gemäß den dortigen
Figuren 4 und 6 zum Deckel gestaltet wird. Der flache Kreisring mit innerer Öffnung
nach dortiger Figur 3 wird gemäß Figur 4 zu einer Haube, welche über den Randflansch
der dortigen Figur 6 zur Schaffung von zusätzlichem Halt gelegt wird, und dann umgebördelt
wird, vgl. dortige Figur 7.
[0003] Bei der Fertigung von Deckelringen aus Metall soll der Verlust oder Verschnitt von
ausgestanzten Ronden vermieden werden. Darin sieht die Erfindung
die Problemstellung.
[0004] Auf Anspruch 1 wird zur Lösung des angesprochenen Problems verwiesen. Anspruch 2
ist eine vorteilhafte Weiterbildung. Für das Verfahren zum Ausbilden metallischer
Deckelringe ist zunächst ein Rohling so herzustellen, dass aus ihm der Deckelring
aus Metall so ausgebildet werden kann, wie das die technische Aufgabe verlangt.
[0005] Das Verfahren zum Herstellen des Rohlings im Wesentlichen in Zylinderform umfasst
das Reduzieren eines becherförmigen Unterteils eines Behälters von einem ersten Durchmesser
auf einen kleineren Durchmesser, dies in einem Tiefziehvorgang oder einem Stülpvorgang.
Bei dem Reduziervorgang (dem Reduzieren) wird kurz bis deutlich vor dem Ende abgebrochen,
um einen zylindrischen Streifen an einem oberen Ende des fast vollständig umgeformten
Unterteils zu belassen, der nach einem umfänglichem Abtrennen entlang einer umlaufenden
Trennlinie zu dem zylindrischen Rohling wird, aus dem der im wesentlichen sich flach
erstreckende Deckelring formbar ist.
[0006] Das Abtrennen entlang der Trennlinie erfolgt zwischen dem fast vollständig umgeformten
Unterteil und dem zylindrischen Streifen, so dass der zylindrische Streifen nur einen
geringen, nach innen vorstehenden Ringsteg aufweist.
[0007] Die Erfindung erreicht die Erstellung des noch nicht fertig geformten Zylinder-Ringes
(als der Ringrohling), der aus einem Dosenkörper entsteht, gefertigt mit einem Stülpzug-Werkzeug
oder einem Teleskop-Werkzeug. Auch ein Stufenwerkzeug kann zur Bildung des Ringrohlings
verwendet werden.
[0008] Der Dosenkörper wird aus einem Blechausschnitt in eine runde oder unrunde Ausführung
geformt. Durch Abtrennen des Streifens der Dose entsteht der Ringrohling mit dem "Ziehring-Außenmaß"
des Deckelrings, der im Wesentlichen zylindrisch oder oval (unrund) ist, nur einen
geringen, nach innen vorstehenden Ringsteg aufweist.
[0009] Unter einem Ringrohling sind im Sinne der Beschreibung Zylindersegmente zu verstehen,
die nicht zwingend kreisrund sind, aber eine in axialer Richtung sich deutlich erstreckende
Wandhöhe aufweisen. Als Zylinder wird im Sinne der Beschreibung auch ein unrunder
Zylinder verstanden, der oval ist, bei deutlicher Erstreckung der Wand in axialer
Richtung.
[0010] Ein solches "Zylindersegment" wird von einem noch nicht vollständig ausgeformten
Dosenkörper abgetrennt, wobei die Abtrennung kurz bis deutlich vor Ende des letzten
Reduziervorgangs geschieht, insbesondere nach zwischen 80% und 95% des Ziehvorgangs,
wenn und soweit die erforderliche Materialmenge im verbleibenden Zylindersegment mit
der Materialmenge übereinstimmt, die für die Formung des Deckelrings vorgesehen ist
(Anspruch 2).
[0011] Die Gestalt der Trennlinie T folgt der Gestalt des Ringrohlings (Anspruch 8).
[0012] Das Zylindersegment wird nach Entstehen in eine Zusammenstellung mehrerer ringförmiger
Werkzeugsegmente eingebracht und axial abwärts verschoben, um es über eine Umlenklippe
in eine radiale Richtung umzuformen, wo es zu einem radial einwärts verformten und
in Radialrichtung sich erstreckenden Deckelring wird. Die Umlenkung über eine Umlenklippe
geschieht so, dass das abwärts/einwärts verformte Zylindersegment in einen Spalt gedrückt
wird, der von einem oberen und einem darunterliegenden Werkzeugsegment definiert wird.
[0013] Das Umformverfahren formt den zylindrischen Rohling (in kreisringförmiger bis zu
ovaler Basisgestalt) in einen Flachringform-Rohling um, der zusätzlich in einem Aufwärtsgang
eines weiteren Ringstempels eine aufgestellte Ringwand mit Innenrollung erhält.
[0014] Eine zylindrische Ausnehmung im äußeren Werkzeugsegment ist an die Grundgestalt des
zylindrischen Rohlings angepasst. Sie kann sinngemäß ebenfalls eine ovale Grundform
haben, aber mit einer axial deutlichen Erstreckung, um den zylindrischen Rohling aufzunehmen
und abwärts zu verschieben.
[0015] Die Ausnehmung ist in ihrer radialen Erstreckung an die Stärke des umzuformenden
Zylindersegmentes angepasst.
[0016] Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele erläutert und
ergänzt.
- Figur 1
- veranschaulicht eine erste Dose im Schnitt, von der ein Ring abgetrennt werden kann.
- Figur 2
- veranschaulicht eine im Ziehvorgang oder Stülpvorgang entstandende fast fertige Dose,
bei der der Zieh- oder Stülpvorgang kurz vor dem Ende abgebrochen wurde, um einen
oberen, im Durchmesser 2·r2 größeren zylindrischen Ring zu erhalten.
- Figur 3
- veranschaulicht die Trennung an der Ring-Trennlinie T, wobei ein Rest-Rumpf 30 und
ein zylindrischer Deckelring-Rohling 40 entsteht.
- Figur 4
- veranschaulicht den fertigen Deckelring mit einem horizontalen Ringflansch 20c, einer
innen liegenden Einrollung 20e und einem außen liegenden Randbereich mit einem ringförmigen
Haken 20a für die Anbringung an einem Falz. Innen ist der Deckelring offen, was durch
die im Schnitt erkennbare Öffnung 21 veranschaulicht wird.
- Figur 5a, Figur 5b, Figur 5c, Figur 5, Figur 5e
- veranschaulichen verschiedene Positionen eines einstufigen Werkzeuges. Zwischen den
oberen Stempeln 1 bis 4 und den unteren Stempeln 5 bis 7, die sich während der Betriebes
der konzentrischen Werkzeugzusammenstellung verändern, ändert sich die Geometrie des
zuerst zylindrischen Rohlings 10 in einen nachher gemäß Figur 4 ausgebildeten Deckelring
in Figur 5e.
- Figur 6a, Figur 6b, Figur 6c
- veranschaulichen ein erstes Werkzeug eines Mehrstufenwerkzeugs, bei dem der Deckelring
zunächst von einer zylindrischen Form in Figur 6a in eine horizontale Gestalt mit
vertikal innen aufgestellter Wand 13 gemäß Figur 6c umgeformt wird.
- Figur 7
- veranschaulicht das zweite Werkzeug des Stufenwerkzeugs, bei dem der im Entstehen
befindliche Deckelring 100 innen beschnitten wird.
- Figur 8, Figur 8a
- veranschaulichen die dritte Stufe des Stufenwerkzeugs, in dem der Deckelring seine
innere Einrollung 20e (hier 15 bezeichnet) erhält.
[0017] Zur
Figur 1 oder 2 sei angemerkt, daß der Ziehvorgang oder Stülpvorgang kurz vor seinem Ende abgebrochen
wird (etwa 80% bis 95% vor Ende des letzten Reduziervorgangs), um den oberen Rand
40a des Rumpfes nicht in seinem Durchmesser auf 2·r
1 einzuziehen. Dadurch verbleibt der Randbereich 40a als Deckelring-Rohling VR, wenn
er bei T (Trennlinie) umfänglich abgetrennt wird. Der zerlegte Rumpf 30/40 in Rest-Rumpf
30 und Deckelring-Rohling 40 ist von
Figur 3 veranschaulicht. Die Trennlinie T, die sowohl in Figur 1 als auch in Figur 2 gezeigt
ist, entspricht der kreisrunden oder ovalen Grundform des Behälters 30. Das Abtrennen
geschieht in Figur 1 bei einem im Stülpzug geformten Behälter von oben, wobei der
Stülpzug noch nicht ganz zu Ende geführt worden ist. In Figur 2 erfolgt das Abtrennen
von oben oder unten an der Trennlinie T, wobei der letzte Reduziervorgang, beispielsweise
bei Fertigung mit einem Teleskop-Werkzeug, oder die letzte Stufe eines Stufenwerkzeuges
nicht zu Ende geführt wird, so daß der zylindrische Rohling oberhalb des Rumpfes 30
verbleibt, während er in Figur 1 neben dem Rumpf verblieb, jedoch in beiden Ausführungen
mit einem größeren Durchmesser als der fertig reduzierte Rumpf.
[0018] Die Weiterverarbeitung des Ringrohlings 3 zu einem fertigen Deckelring 4 kann sowohl
durch ein einstufiges Werkzeug 5 als auch durch ein mehrstufiges Werkzeug erfolgen.
Die erste Stufe ist aus Figur 6a, 6b, 6c, die zweite Stufe ist aus Figur 7, die dritte
Stufe aus Figur 8a und 8b ersichtlich.
[0019] Der Transfer zwischen den Stationen erfolgt z. B. über einen Greifertransport. Die
Funktion und die Arbeitsweise wird anhand der nachfolgenden Beispiele der Werkzeugausführungen
erläutert und ergänzt.
[0020] Figuren 5a bis 5e zeigen die Funktionsweise des einstufigen Werkzeuges. Der von der Dose abgetrennte
Ring VR wird mechanisch oder von Hand auf Teil 5 aus Figur 5a aufgelegt. Anschließend
werden die Werkzeugteile 2,3 und 4 in den Ring durch den Maschinenhub eingefahren
und bilden einen Spalt S von 0,8·Blechdicke zu den Teilen 5,6 und 7. Die Teile verharren
in dieser Stellung bis die Schulter 1a des Stempels 1 den Blechring im axialen weiteren
Niedergang von Teil 1 so weit radial v
0' eingeschoben hat, daß der Blechring VR,10 die horizontale Lage in
Figur 5b erreicht hat.
[0021] Das Blech wird in dieser Stellung zwischen den Werkzeugteilen 2 einerseits und 5
andererseits festgeklemmt. Teil 1 verharrt in dieser Stellung durch Aufsetzen auf
einen Anschlag. Die Teile 3 und 4 sind mit einer Niederhaltekraft auf die Teile 6
und 7 wirkend beaufschlagt. v bezeichnet Bewegungsrichtungen (an Geschwindigkeiten
orientiert), wobei die "gestrichenen" Größen v
0',v
1',v
2' radiale Komponenten des Blechs und die "nicht gestrichenen" Größen v
0,v
1,v
2,v
3 axiale Bewegungen des Werkzeugs bezeichnen.
[0022] Durch den weiteren Niedergang v
1 des Teiles 2 zusammen mit Teil 5 wird in dem Blechring die Stufe 20b im Deckelring
und die Deckelringtiefe nach
Figur 5c erreicht. Blechmaterial wird dabei in v
1'-Richtung gezogen.
[0023] Durch die Mitnahme des Teiles 3 durch das Teil 2 und durch die Gegenhalte- und Klemmfunktion
der Teile 5 und 6 erfolgt durch die Niederhaltefunktion eines Rollringes 4 und den
dann erfolgenden Ziehvorgang über dem Ziehstempel 7 eine Aufstellung des inneren Randes
des Deckelringes. In dieser Stempel-Niedergangsstellung hat der Deckelring die Form
nach
Figur 5d. Anschließend erfolgt der Aufwärtshub des Stößels mit dem Werkzeugoberteil und den
Teilen 2 und 3, während gleichzeitig der Rollring 4 in seiner Lage verharrt.
[0024] In Figur 5d wird Blech in Richtung v
2' gezogen und die Ringwand 20d aufgestellt.
[0025] Die den Teilen 2 und 3 nachfolgenden Teile 5 und 6 drücken die Aufstellung 20d des
Deckelringes in die Rollnut 4a des Roll-ringes 4. Da die Kräfte der Teile 5 und 6
sowie des entgegen-wirkenden Rollrings 4 größer sind als die Formänderungsfestig-keit
des Blechmaterials, formt sich über die Anreifung der Deckelringaufstellung in der
Rollnut 4a des Rollringes 4 eine Innenrolle 20e des Deckelringes. Nach Abschluß des
Hubes hat der Deckelring die Form nach
Figur 5e angenommen. Das Teil 3 wird anschließend kraftmäßig entlastet, die Teile 1,2 und
5 rücken in die Ausgangsposition zurück. Beim Auseinanderfahren des Werkzeuges wird
der Ring ausgeworfen, der in Figur 4 dargestellt ist.
[0026] Im Niedergang der Stempelringe 2,3 und 5,6 wird also die innen am Deckelring liegende
Aufstellung 20d gebildet, im Aufwärtsgang derselben Stempelringe wird die aufgestellte
Wand 20d in eine Einrollung 20e umgeformt.
[0027] Figuren 6a,6b,6c, 7 und 8,8a stellen die Fertigung des Deckelringes in drei bzw. in mehrmöglichen Operationen
dar. Die Fertigung kann sowohl auf einzelnen Pressen als auch auf Stufen- bzw. Transferpressen
erfolgen.
[0028] Bei Figur 6a wird der von der Dose (nach Figur 1 oder Figur 2) abgetrennte Ring (Figur 3, oben)
der Werkzeugstation (Figur 6a) zugeführt und auf Teil 5 positioniert. Während des
Niederganges mit dem Werkzeugoberteil zentriert sich zunächst Teil 2 an dem Innenbereich
40b des Blechringes 100. Durch Aufsetzen auf einen Anschlag bildet Teil 2 und Teil
5 (ohne Blech) einen Spalt von 0,8·Blechdicke. Im weiteren Werkzeugniedergang geht
Teil 1 über dem Außenbereich 40a des Blechringes 100 und schiebt den Ring mit der
Schulter 10 durch den mit einer Niederhaltekraft beaufschlagten Teil 5, der mit Teil
2 einen Spalt S < Blechdicke bildet bis zum Innendurchmesser des fertigen Deckelringes.
Der Blechring 100 hat dann die Form von
Figur 6b. In dieser Stellung erreicht der Stempel 8 gleichzeitig seine Endstellung und quetscht
mit seiner Schneide 12 ungefähr auf eine Tiefe von 0,5xBlechdicke über die Schneide
11 von Teil 7 das Blech in die dafür vorgesehene Vertiefung. Durch Aufsetzen von Teil
1 auf den Absatz 5x von Teil 5 wird Teil 5 nach unten gedrückt. Teil 2 folgt dem Teil
5 mit beaufschlagter Niederhaltekraft. Weil der Blechring im Bereich der Schneiden
11,12 festgeklemmt ist, wechselt während des fortgeführten Hubes der Schiebevorgang
in einen Ziehvorgang über. Dadurch wird die Aufstellung 13 für die folgende Innenrolle
des Blechringes 100 nach
Figur 6c erreicht.
[0029] Zur
Figur 6c sei angemerkt, daß die axial aufgestellte Wand 13 (vgl. 20d in Figur 5d) durch Ziehen
erzeugt wird, was gegenüber dem Schub von Figur 5c Vorteile hat, wenn die Radien größer
werden.
[0030] Bei Figur 7 wird der vorgeformte Blechring 100 in die Beschneidestation transportiert und auf
dem Aushebering 6' abgelegt. Beim Niedergang des Werkzeugoberteiles bringt der Formring
2 und der Niederhaltering 9a den vorgeformten Blechring 100 in Position, damit der
nachfolgende Stempel 8' über den Schnittstempel 9b den Innenrand 100r abtrennen kann.
Damit werden materialspezifische Anisotropien aus dem Druck-Zug-Vorgang eliminiert.
Es bleibt eine innere Schnittkante 100k. Der abgetrennte Ring 100r wird durch das
Unterteilwerkzeug abgeführt.
[0031] Der beschnittene Blechring nach Figur 7 wird dann in die Fertigformstation von
Figur 8 transportiert und auf den oben bündig stehenden Teilen 5' und 6' abgelegt. Die während
des Pressenhubes von oben nach unten kommenden Teile 2' und 3' sind ebenfalls von
unten betrachtet bündig und zentrieren sich mit dem Innenmaß von Teil 3' über das
Außenmaß der Aufstellung 13 des Blechringes 100. Wenn die Aufstellung 13 innen über
Teil 7 außen voll einzentriert ist, bleibt Teil 6' auf einem Anschlag stehen, Teil
3' federt während des weiteren Werkzeugniederganges auf dem Blechring 100 und Teil
6' aufliegend zurück. Teil 5' formt dann über den Blechhalter 2' den Rand des Blechringes
14 bis zum unteren Totpunkt der Presse aus. Im Aufwärtshub wird der zwischen den Teilen
5' und 6' (Figur 8a) und den Teilen 2' und 3' eingeklemmte Blechring nach oben gedrückt,
so dass die Aufstellung 13 in die Rollnut 4a des stehenden Teiles 4 gedrückt wird.
Durch diesen Vorgang entsteht die Innenrolle 15 des Blechringes 14. Zum Auswurf des
Blechringes aus dem Werkzeug wird Teil 3' nach Abschluss dieses Vorganges kraftmäßig
entlastet.
[0032] Diese mehrstufige Fertigung ist für Deckelringe mit breiterem Radialflansch 20c besonders
geeignet.
[0033] Die Erfindung umfasst ein Verfahren zum Ausbilden metallischer Deckelringe (20;20a,20b,20c,20d,20e)
mit geöffnetem Innern (21) und ringförmigem profilierten Rand (20a,20b,20c,20e). Ein
- durch Abtrennen (T) von einem nicht vollständig umgeformten Unterteil (30) entstandener
- zylindrischer Rohling (1 0,VR) wird in einer konzentrischen Zusammenstellung mehrerer
ringförmiger Werkzeugsegmente (1 bis 7) von einem äußeren (1) der Werkzeugsegmente
(1 bis 7) axial abwärts (v
0) verschoben. Dabei wird er über eine ringförmige Umlenklippe (5a) eines radial weiter
innen liegenden Werkzeugsegments (5) der konzentrischen Zusammenstellung mehrerer
Werkzeugsegmente (1 bis 7) in eine radiale Richtung (v
0') umgeformt. Oberhalb der Umlenklippe (5a) wird ein oberes Werkzeugsegment (2) gehalten,
um einen Spalt (S) zu definieren, in den der radial einwärts verformte (v
0') Rohling (10;VR;HR) gedrückt wird. Der Verschnitt im Innern (21) des entstandenen
Deckelrings (20) wird so vermieden.
1. Verfahren zum Herstellen eines Rohlings im Wesentlichen in Zylinderform (40;40a,40b)
für ein Verfahren zum Ausbilden metallischer Deckelringe (20;20a,20b,20c,20d,20e)
mit geöffnetem Inneren (21) und ringförmigem profilierten Rand (20a,20b,20c,20e),
bei dem der zylindrische Rohling (10,VR) in einer konzentrischen Zusammenstellung
mehrerer ringförmiger Werkzeugsegmente (1 bis 8) von einem äußeren (1) der Werkzeugsegmente
(1 bis 8) axial abwärts (v
0) verschoben wird, um über eine ringförmige Umlenklippe (5a) eines radial weiter innen
liegenden Werkzeugsegments (5) der konzentrischen Zusammenstellung mehrerer Werkzeugsegmente
(1 bis 8) in eine radiale Richtung (v
0') umgeformt zu werden, und oberhalb der Umlenklippe (5a) ein oberes Werkzeugsegment
(2) gehalten wird, um einen Spalt (S) zu definieren, in den der radial einwärts verformte
(v
0') Rohling (10;VR;HR) gedrückt wird;
wobei zum Herstellen des zylindrischen Rohlings
(a) in einem Tiefziehvorgang oder einem Stülpvorgang ein becherförmiges Unterteil
(30) eines Behälters von einem ersten Durchmesser (2r2) auf einen kleineren Durchmesser (2r1) reduziert wird;
(b) das Reduzieren gemäß Merkmal (a) kurz bis deutlich vor dem Ende abgebrochen wird,
um einen zylindrischen Streifen (40a) an einem Oberende des fast vollständig umgeformten
Unterteils (30,40) zu belassen, der nach einem umfänglichem Abtrennen entlang einer
umlaufenden Trennlinie (T) zum zylindrischen Rohling (VR;10,40) wird, aus dem der
im wesentlichen sich flach erstreckende Deckelring (20a bis 20e) formbar ist, wobei
das Abtrennen entlang der Trennlinie (T) zwischen dem fast vollständig umgeformten
Unterteil und dem zylindrischen Streifen (40a) erfolgt, so dass der zylindrische Streifen
nur einen geringen nach innen vorstehenden Ringsteg aufweist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Reduzieren zu nur 80% bis 95% durchgeführt
wird, wenn und soweit die für den Deckelring (20a bis 20e) erforderliche Materialmenge
derjenigen Materialmenge entspricht, die der nicht zu Ende umgeformte zylindrische
Streifen (40a) zwischen Trennstelle (T) und seinem Ende bereitstellt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Ringrohling (40) im Wesentlichen zylindrisch
ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Ringrohling unrund ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei der Ringrohling oval ist.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Ringrohling eine sich
in axialer Richtung deutlich erstreckende Wandhöhe aufweist.
7. Verfahren nach Anspruch 3, wobei der Zylinder unrund ist.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Trennlinie (T) der Gestalt
des Ringrohlings folgt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei das Abtrennen an einer Trennlinie von oben oder unten
erfolgt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei der Rohling nach dem Abtrennen oberhalb oder neben
dem Rumpf verbleibt.
11. Verfahren nach Anspruch 1, wobei eine Weiterverarbeitung des Rohlings in einem einstufigen
(5) oder mehrstufigem Werkzeug erfolgt.
1. Process for producing a blank essentially in cylindrical shape (40; 40a, 40b) for
a process for forming metallic cover rings (20; 20a, 20b, 20c, 20d, 20e) with opened
interior (21) and annular profiled edge (20a, 20b, 20c, 20e), in which the cylindrical
blank (10, VR) in a concentric arrangement of several annular tool segments (1 to
8) is displaced by an outer tool segment (1) of the tool segments (1 to 8) axially
downwards (v
0) to be reshaped over an annular deflecting lip (5a) of a tool segment (5) lying radially
further inwards of the concentric arrangement of several tool segments (1 to 8) in
a radial direction (v
0'), and an upper tool segment (2) is held above the deflecting lip (5a) to define
a gap (S), in which the blank (10; VR; HR) deformed (v
0') radially inwards is pressed; wherein to produce the cylindrical blank
(a) in a deep-drawing process or an inversion process, a cup-shaped lower part (30)
of a container is reduced from a first diameter (2r2) to a smaller diameter (2r1);
(b) the reduction according to feature (a) is terminated shortly to clearly before
the end to leave a cylindrical strip (40a) at an upper end of the almost completely
reshaped lower part (30, 40), which, after peripheral separation along an annular
separating line (T), becomes the cylindrical blank (VR; 10, 40), from which the cover
ring (20a to 20e) extending essentially flatly can be shaped, wherein separation along
the separating line (T) is effected between the almost completely reshaped lower part
and the cylindrical strip (40a), so that the cylindrical strip has only a small ring
bar projecting inwards.
2. Process according to claim 1, in which the reduction of only 80% to 95% is carried
out when and provided the quantity of material necessary for the cover ring (20a to
20e) corresponds to that quantity of material which provides the cylindrical strip
(40a) which is not reshaped to the end between separating point (T) and its end.
3. Process according to claim 1, wherein the ring blank (40) is essentially cylindrical.
4. Process according to claim 1, wherein the ring blank is not round.
5. Process according to claim 4, wherein the ring blank is oval.
6. Process according to one of the preceding claims, wherein the ring blank has a wall
height extending clearly in axial direction.
7. Process according to claim 3, wherein the cylinder is not round.
8. Process according to one of the preceding claims, wherein the separating line (T)
follows the shape of the ring blank.
9. Process according to claim 8, wherein separation at a separating line is effected
from the top or bottom.
10. Process according to claim 9, wherein after separation, the blank remains above or
next to the body.
11. Process according to claim 1, wherein further processing of the blank is effected
in a single-stage (5) or multi-stage tool.
1. Procédé de fabrication d'une ébauche sensiblement de forme cylindrique (40 ; 40a,
40b)
pour un procédé destiné à former des anneaux de recouvrement métalliques (20 ; 20a,
20b, 20c, 20d, 20e) comportant un intérieur ouvert (21) et un bord profilé annulaire
(20a, 20b, 20c, 20e), dans lequel l'ébauche cylindrique (10, VR) est déplacée axialement
vers le bas (v
0) dans une combinaison concentrique de plusieurs segments d'outil annulaires (1 à
8) par un segment extérieur (1) des segments d'outil (1 à 8), afin d'être déformée
dans une direction radiale (v
0') par l'intermédiaire d'une lèvre de déviation annulaire (5a) d'un segment d'outil
(5) situé radialement plus à l'intérieur de la combinaison concentrique de plusieurs
segments d'outil (1 à 8), et un segment d'outil supérieur (2) est retenu au-dessus
de la lèvre de déviation (5a) afin de définir une fente (S), dans laquelle est comprimée
l'ébauche (10 ; VR ; HR) déformée radialement vers l'intérieur (v
0') ; où, pour la fabrication de l'ébauche cylindrique,
(a) au cours d'une opération d'emboutissage profond ou d'emboutissage par retournement,
une partie inférieure en forme de bol (30) d'un récipient est réduite d'un premier
diamètre (2r2) à un diamètre plus faible (2r1) ;
(b) la réduction selon la caractéristique (a) est interrompue juste avant la fin ou
nettement avant la fin, de manière à ne laisser plus qu'une bande cylindrique (40a)
à une extrémité supérieure de la partie inférieure (30, 40) presque entièrement déformée,
qui, après une découpe circonférentielle le long d'une ligne de séparation circonférentielle
(T), devient l'ébauche cylindrique (VR ; 10, 40) à partir de laquelle peut être formé
l'anneau de recouvrement sensiblement plat (20a à 20e), où la découpe le long de la
ligne de séparation (T) entre la partie inférieure presque entièrement déformée et
la bande cylindrique (40a) s'effectue de sorte que la bande cylindrique ne présente
qu'une faible arête annulaire avançant vers l'intérieur.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel la réduction n'est effectuée qu'à un
taux de 80 % à 95 %, si et jusqu'à ce que la quantité de matière nécessaire pour l'anneau
de recouvrement (20a à 20e) correspond à la quantité de matière dont dispose la bande
cylindrique (40a), qui n'a été déformée jusqu'à la fin, entre l'endroit de la séparation
(T) et son extrémité.
3. Procédé selon la revendication 1, dans lequel l'ébauche annulaire (40) est sensiblement
cylindrique.
4. Procédé selon la revendication 1, dans lequel l'ébauche annulaire est acirculaire.
5. Procédé selon la revendication 4, dans lequel l'ébauche annulaire est ovale.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel l'ébauche annulaire
présente une hauteur de paroi qui s'étend nettement dans la direction axiale.
7. Procédé selon la revendication 3, dans lequel le cylindre est acirculaire.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la ligne de séparation
(T) suit le contour de l'ébauche annulaire.
9. Procédé selon la revendication 8, dans lequel la découpe sur une ligne de séparation
s'effectue depuis le haut ou depuis le bas.
10. Procédé selon la revendication 9, dans lequel l'ébauche reste au-dessus ou à côté
de la partie corps après la découpe.
11. Procédé selon la revendication 1, dans lequel un traitement ultérieur de l'ébauche
s'effectue dans un outil en une étape (5) ou en plusieurs étapes.