[0001] Die Erfindung betrifft Zwei-Leiter-Messgeräte enthaltende Schaltungsanordnungen und
Verkehrsmittel, sowie ein Verfahren zu deren Prüfung.
[0002] Für die folgenden Erläuterungen wird auf Fig. 1 Bezug genommen. Zwei-Leiter-MeSsgeräte
sind bekanntlich Messgeräte, die lediglich über zwei Leiter L1, L2 verfügen,die ihren
elektrischen Anschluss von und nach außen ermöglichen. Diese beiden Leiter müssen
sowohl für die Energiespeisung als auch für die Übertragung eines vom Messgerät erzeugten
Messsignals benutzt werden. Die vom Zwei-Leiter-Messgerät abgegebenen Messsignalwerte
sind einem standardisierten Bereich von 4 mA bis 20 mA derart zugeordnete Gleichströme,
dass ein Stromwert innerhalb dieses Bereichs genau einem Messsignalwert entspricht.
[0003] Zwei-leiter-Meßgeräte der vorgenannten Art sind dem Fachmann hinlänglich bekannt
und beispielsweise auch in der
EP-A 895 209 oder der
US-A 43 31 912 ausführlich beschrieben.
[0004] Die erwähnte Energie-Speisung erfolgt mittels einer im Betrieb an die zwei Leiter
von außerhalb angeschlossenen, eine Gleichspannung abgebenden, zu einem Primäx-Netz
NP gehörenden Gleichspannungsquelle G, so dass sich eine sogenannte Stromschleife
schließt. In dieser Schleife liegt auch ein Strom-Messwiderstand Rm, an dem eine zum
momentanen Stromwert und somit zum Messsignal proportionale Spannung außerhalb des
Messgeräts abgreifbar und weiterverarbeitbar ist.
[0005] Der Widerstand Rm kann weit entfernt vom Zwei-Leiter-Messgerät MS' angeordnet sein;
dann ist er über entsprechend lange Leitungen daran angeschlossen. Somit ist der eine
Pol NP1 des Primär-Netzes NP mit dem Leiter L1 des Zwei-Leiter-Messgeräts MS' und
der andere Pol NP2 mit dem einen Anschluss des Widerstands Rm verbunden, während dessen
anderer Anschluss
sozusagen als indirekter zweiter Primär-Netz-Anschluss NP2' mit dem Leiter L2 verbunden
ist.
Auf den beiden Leitern L1, L2 können zusätzlich zu den genannten Stromwerten, die
Analogsignale darstellen, auch nach einem der üblichen Standards, wie z.B. dem sogenannten
HART-Protokoll, Digitalsignale übertragen werden. Das HART-Protokoll (HART ist eine
eingetragene Marke der HART User Group und das Akronym für "Highway Addressable Remote
Transducer", also für bus-addressierte Messgeräte) ist seit langem in der industriellen
Messtechnik bekannt und eingeführt.
[0006] Das HART-Protokoll ermöglicht eine Kommunikation zwischen einer Feld- und einer Prozessleitebene
mit dem Vorteil der gleichzeitigen Übertragbarkeit eines Analog-Messsignals nach dem
4-mA-bis-20-mA-Standard und des digitalen HART-Signals zur Inbetriebnahme, Instandhaltung,
Abfrage oder Steuerung der Messgeräte in der Feldebene.
[0007] Während das Analog-Messsignal kontinuierlich verfügbar bleibt, erfolgt eine zyklische
Abfrage und gegebenenfalls eine nachfolgende Anweisung durch die digitalen HART-Signale.
Dabei wird eine digitale Null durch zwei Sinusschwingungen der Frequenz 2,2 kHz und
eine digitale Eins durch eine einzige Sinusschwingung der Frequenz 1,2 kHz entsprechend
dem Standard Bell 202 Frequency Shift Keying realisiert. Diese Sinusschwingungen werden
über die zwei Leiter übertragen, indem sie dem darin fließenden Strom aufmoduliert
werden.
[0008] Heutige Zwei-Leiter-Messgeräte sind nur marktfähig, also vom Hersteller verkäuflich,
wenn sie auf elektromagnetische Verträglichkeit (kurz: EMV) geprüft sind. Dies hat
nachdem derzeit gültigen internationalen Standard IEC-1000-4-5:1995 zu erfolgen, der
in den einzelnen Ländern in entsprechende nationale Standards übernommen worden ist,
und ist eine sogenannte Typ-Prüfung.
[0009] Dies bedeutet, dass nicht jedes einzelne hergestellte Geräte geprüft wird, sondern
dass die Prüfung eines oder weniger Geräte aus einem Ensemble identischer Geräte ausreichend
ist.
[0010] Der Standard IEC-1000-4-5:1995 ist seit 1995 gültig. Nach der bis 1995 gültigen Vorgänger-Version
wurden die beiden Leiter L1, L2 lediglich als Messsignale übertragende Signalleitungen
betrachtet und unterlagen somit nicht den demgegenüber für Energiespeiseleitungen
schon immer strengeren Vorschriften, nach denen diese geprüft wurden.
[0011] 1995 hat sich diese Betrachtungsweise und Zuordnung jedoch bei direktem Anschluss
der Zwei-Leiter-Messgeräte an die Gleichspannungsquelle G bzw. deren Primär-Netz NP
dahingehend verschärft, dass nunmehr die zwei Leiter L1, L2 nicht mehr nur als Signalleitungen,
sondern auch als Speise-Leitungen definiert sind, so dass sie den genannten strengen
Prüfvorschriften unterliegen und nach diesen zu prüfen sind.
[0012] Diese Prüfvorschriften setzen voraus, dass das der Energie- Speisung dienende, von
der Gleichspannungsquelle G ausgehende Primär-Netz zusätzlich zur Gleichspannung auch
energiereiche Störimpulse generiert, denen ein an das Netz angeschlossenes Zwei-Leiter-Messgerät
MS' standhalten muss.
[0013] Diese Prüfvorschriften bilden reale Zustände nach, wie sie in praxi vorkommen, wenn
Zwei-Leiter-Messgeräte z.B. auf Verkehrsmitteln, insb. auf Schiffen, verwendet werden
sollen. Im auf Schiffen installierten Primär-Bordnetz NP sind die erwähnten Störimpulse
nämlich häufig vorhanden, vgl. hierzu die Fig. 1. Somit müssen die zwei Leiter L1,
L2 von heutigen Zwei-Leiter-Messgeräten mit den vom Standard IEC-1000-4-5: 1995 für
Energiespeiseleitungen vorgesehenen Prüfsignalen getestet werden, und sie sind daher
gegenüber diesen Prüfsignalen widerstandsfähig zu dimensionieren.
[0014] Dies ist jedoch praktisch nicht sinnvoll, da es bedeuten würde, dass in das Zwei-Leiter-Messgerät
MS', das ein standardisiertes Gehäuse Gh aufweist, elektronische Komponenten, z.B
eine Spule L' und ein Kondensator C', in geeigneter Kombination eingangsseitig einzubauen
sind, die der Unterdrückung oder mindestens der Filterung der auf dem
Primär-Bordnetz NP auftretenden Störimpulse dienen.
[0015] Dieser Einbau erhöht aber die Herstellkosten. Ferner steht der für diese meist mehrfach
vorzusehenden Filter-Komponenten benötigte Stauraum SF nicht zur Verfügung, so dass
das standardisierte Gehäuse Gh durch Hinzufügung eines Gehäusevolumens Gz vergrößert
werden müßte, was die Kosten zusätzlich erhöht. Schließlich wird die Übertragbarkeit
des erwähnten HART-Protokolls durch die Filter-Komponenten stark beeinträchtigt, wenn
nicht unmöglich gemacht.
[0016] Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine ein Zwei- Leiter-Messgerät enthaltende
Schaltungsanordnung anzugeben die für den Betrieb in einem Verkehrsmittel, insb. in
einem Schiff, bestimmt ist. Noch eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin,
ein Verfahren zur Prüfung eines Zwei-Leiter-Messgeräts auf elektromagnetische Verträglichkeit,
insb. nach Standard IEC-1000-4-5:1995, anzugeben, das zum Betrieb in einem Verkehrsmittel,
insb. in einem Schiff, bestimmt ist.
[0017] Eine weitere Aufgabe besteht darin ein entsprechendes Verkehrsmittel anzugeben.
[0018] Gelöst werden diese Aufgaben erfindungsgemäß durch die Merkmale der unabhängigen
Ansprüche 1, 2 und 3.
[0019] Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, dass in Zwei-Leiter-Messgeräten,
die in Verkehrsmitteln, insb. in Schiffen, verwendet werden sollen, keine kostspieligen
und Stauraum benötigenden, Störimpulse unterdrückenden bzw. filternden Komponenten
erforderlich sind und dass trotzdem eine Betriebserlaubnis nach dem Standard IEC 1000-4-5:1995
für solche Zwei-Leiter-Messgeräte erteilt werden kann.
[0020] Die Erfindung wird nun anhand der weiteren Figur der Zeichnung, Fig. 2, näher erläutert,
in der in der Form eines Blockschaltbilds schematisch ein Ausführungsbeispiel eines
entsprechend der Erfindung betriebenen Zwei-Leiter-Messgerät dargestellt ist.
[0021] In Fig. 2 ist ein übliches Zwei-Leiter-Messgerät MS, z.B. mit einem Standard-Gehäuse
Gh, als Schaltungsblock veranschaulicht. Mittels des Zwei-Leiter-Messgeräts MS wird
mindestens eine physikalische Größe gemessen, z.B. der Volumen- oder der Massedurchfluss
eines Fluids, oder ferner dessen Dichte, Viskosität, Druck, oder Temperatur, oder
ferner die Druckdifferenz zwischen zwei Medien oder aber auch ganz allgemein Temperatur,
Druck, Füllstand, pH-Wert oder Gaskonzentration.
[0022] Da die Erfindung nicht das Messprinzip des Zwei-Leiter-Messgerät MS und dessen elektronische
Schaltung, insb. nicht dessen Auswerte-Elektronik, sondern dessen messprinzip-unabhängige
Zertifizierung betrifft, wird dessen Schaltungsblock nicht näher detailliert und erläutert.
[0023] Das Zwei-Leiter-Messgerät MS ist für den Betrieb in einem Verkehrsmittel, insb. in
einem Schiff, bestimmt. Dort ist es von einem Strom einer Stromschleife gespeist,
der von einer nach einem gültigen Standard IEC-1000-4-5, insb. dem Standard IEC-1000-4-5:1995,
zertifizierten, von einem Primär-Bordnetz NP des Verkehrsmittels gespeisten und der
Versorgung eines Sekundär-Bordnetzes NS dienenden Quellenschaltung Q stammt.
[0024] Die beiden Anschlüsse NP1, NP2 liegen somit an Speise-Anschlüssen der Quellenschaltung
Q, von der ein aktiver Teil der Einfachheit halber als Quelle g einer Gleichspannung
dargestellt ist und zu der Filter-Komponenten, wie z.B. eine Spule L und ein Kondensator
C, gehören, so dass an deren Ausgang ein Sekundär-Bordnetz NS mit den Anschlüssen
NS1, NS2 entsteht. Auch hier ist der Strom-Messwiderstand Rm zwischen den Anschluss
NS2 und den Leiter L2 geschaltet, so dass der messgerät-seitige Anschluss des Widerstands
Rm als indirekter Anschluss des Sekundär-Bordnetzes NS2' bezeichnet werden kann.
[0025] Die Filter-Komponenten sind so bemessen, konzipiert und ausgelegt, dass das Sekundär-Bordnetz
NS einem gültigen Standard IEC-1000-4-5, insb. dem Standard IEC-1000-4-5:1995, entspricht
und somit nach diesem Standard geprüft und zertifiziert werden kann.
[0026] Aufgrund dieser erfindungsgemäßen Ausbildung braucht das Zwei-Leiter-Messgerät MS
überraschenderweise lediglich so konzipiert zu sein, dass es für eine elektromagnetische
Verträglichkeit nach dem gültigen Standard IEC-1000-4-5 nicht EMV-zertifizierbar ist.
[0027] Somit kann einem für den Betrieb in einem Verkehrsmittel, insb. in einem Schiff,
bestimmten Zwei-Leiter-Messgerät MS eine Betriebserlaubnis wie folgt erteilt werden,
d.h. es kann wie folgt EMV-zertifiziert werden: Beim Betrieb im Verkehrsmittel soll
das Zwei-LeiterMessgerät MS von einem Strom einer Stromschleife gespeist sein, wobei
der Strom von der nach einem gültigen Standard IEC-1000-4-5, insb. dem Standard IEC-1000-4-5:1995,
zertifizierten, vom Primär-Bordnetz NP des Verkehrsmittels gespeisten und der Versorgung
des Sekundär-Bordnetzes NS dienenden Quellenschaltung Q stammt. Diese genügt den Prüfvorschriften
des gültigen Standards IEC-1000-4-5 und wird bzw. wurde bereits danach EMV-zertifiziert,
besitzt also diese Betriebserlaubnis bzw. das entsprechende Zertifikat.
[0028] Die Betriebserlaubnis des Zwei-Leiter-Messgeräts MS, also dessen EMV-Zertifikat,
wird ihm nun entsprechend dem gültigen Standard IEC-1000-4-5 nur dann erteilt, wenn
es, ohne nach den Prüfvorschriften des gültigen Standards IEC-1000-4-5:1995 EMV-zertifiziert
zu sein, im Verkehrsmittel ausschließlich an dessen EMV-zertifiziertem Sekundär-Bordnetz
betrieben wird. Um diese Bedingung zu erfüllen, kann das Zwei-Leiter-Messgerät MS
z.B. mit einer entsprechend dimensionierten Anschluss-VerbindungsVorrichtung ausgestattet
sein.
[0029] Das Verfahren entsprechend der Erfindung zur Prüfung des Zwei-Leiter-Messgeräts MS
auf elektromagnetische Verträglichkeit, das für den Betrieb in einem Verkehrsmittel,
insb. in einem Schiff, bestimmt ist, wird wie folgt durchgeführt (auch hier wird das
Messgerät MS vom erläuterten Strom der die Quellenschaltung Q enthaltenden Stromschleife
gespeist:
[0030] Ein Hybrid-Generator, insb. nach Standard IEC-60-1 oder 10 IEC 469-1, erzeugt einen
Strom/Spannungsstoß, insb. den in diesem Standard hinsichtlich des zeitlichen Verlaufs
der Leerlauf spannung und des zeitlichen Verlaufs des Kurzschlußstroms definierten
Strom/Spannungsstoß. Dem Hybrid-Generator ist ein im erwähnten Standard ebenfalls
15 definiertes Entkoppelnetzwerk zum Simulieren der Quellenschaltung Q und dem Entkoppelnetzwerk
das den Prüfvorschriften des Standards IEC-1000-4-5:1995 nicht genügende Zwei-Leiter-Messgerät
MS nachgeschaltet.
[0031] Die Betriebserlaubnis zum Betrieb am Sekundär-Bordnetz NS des Verkehrsmittels, insb.
des Schiffes, wird gleichartigen weiteren Zwei-Leiter-Messgeräten und somit die EMV-
Zertifizierung ihnen erteilt, wenn das geprüfte ZweiLeiter-Messgerät MS der Prüfung
standgehalten hat.
[0032] Eine erfindungsgemäße Prüfanordnung zum Prüfen eines Zwei-Leiter-Messgeräts auf elektromagnetische
Verträglichkeit, das für den Betrieb in einem Verkehrsmittel, insb. in einem Schiff,
bestimmt ist, umfaßt den bereits erwähnten Hybrid-Generator, insb. nach Standard IEC-60-1
oder IEC 469-1, zum Erzeugen des erläuterten Strom/Spannungsstoßes, das dem Hybrid-Generator
nachgeschaltete Entkoppelnetzwerk zum Simulieren des Sekundär-Bordnetzes NS und das
dem Entkoppelnetzwerk nachgeschaltete, nach den Prüfvorschriften des gültigen Standards
IEC-1000-4-5 nicht zertifizierte Zwei-Leiter-Messgerät.
1. Schaltungsanordnung, die umfaßt:
- ein eine Quellenschaltung (Q) speisendes Primär-Bordnetz (NP) eines Verkehrsmittels,
insbesondere eines Schiffes,
- ein von der Quellenschaltung (Q) versorgtes Sekundär-Bordnetz (NS) des Verkehrsmittels,
sowie
- ein Zwei-Leiter-Messgerät (MS), das von einem Strom einer Stromschleife gespeist
ist, der von der Quellenschaltung (Q) stammt,
- wobei die Quellenschaltung (Q) einem gültigen Standard IEC-1000-4-5, insbesondere
dem Standard IEC-1000-4-5:1995 genügt, und
- wobei das Zwei-Leiter-Messgerät (MS) so konzipiert ist, dass es dem gültigen Standard
IEC-1000-4-5 nicht genügt.
2. Verkehrsmittel, insbesondere Schiff, das umfaßt:
- ein eine Quellenschaltung (Q) speisendes Primär-Bordnetz (NP),
- ein Sekundär-Bordnetz (NS), das von der Quellenschaltung (Q) versorgt ist, sowie
- ein Zwei-Leiter-Messgerät (MS), das von einem Strom einer Stromschleife gespeist
ist, der von der Quellenschaltung (Q) stammt,
- wobei die Quellenschaltung (Q) einem gültigen Standard IEC-1000-4-5, insbesondere
dem Standard IEC-I000-4-5:1995, genügt, und wobei das Zwei-Leiter-Messgerät (MS) so
konzipiert ist, dass es dem für elektromagnetische Verträglichkeit gültigen Standard
IEC-1000-4-5 nicht genügt.
3. Verfahren zur Prüfung eines Zwei-Leiter-Messgeräts (MS) auf elektromagnetische Verträglichkeit,
das für den Betrieb in einem Verkehrsmittel, insbesondere in einem Schiff, bestimmt
und dort von einem Strom einer Stromschleife gespeist wird, der von einer einem gültigen
Standard IEC-1000-4-5, insbesondere dem Standard IEC-1000-4-5:1995, genügenden, von
einem Primär-Bordnetz (NP) des Verkehrsmittels gespeisten und der Versorgung eines
Sekundär-Bordnetzes (NS) dienenden Quellenschaltung (Q) stammt, welches Verfahren
folgende Schritte umfaßt:
- Zusammenschalten eines dem Erzeugen eines Strom/Spannungsstoßes dienenden Hybrid-Generators,
insbesondere nach Standard IEC-60-1 oder IEC 469-1, eines Entkoppelnetzwerks zum Simulieren
der Quellenschaltung (Q) sowie ein den Prüfvorschriften des Standards IEC-1004-4-5:1995
nicht genügendes Zwei-Leiter-Messgerät (MS) in der Weise, daß dem Hybrid-Generator
das Entkoppelnetzwerk nachgeschaltet ist, und dem Entkoppelnetzwerk das Zwei-Leiter-Messgerät
(MS) nachgeschaltet ist, sowie
- Erzeugen eines, insbesondere dem Standard IEC-60-1 oder IEC 469-1 hinsichtlich eines
zeitlichen Verlaufs einer Leerlaufspannung und eines zeitlichen Verlaufs eines Kurzschlußstroms
entsprechenden, Strom/Spannungsstoßes und Feststellen, ob das Zwei-Leiter-Meßgerät
(MS) standgehalten hat.
4. Verfahren nach dem vorherigen Anspruch, wobei gleichartigen weiteren nicht dem gültigen
Standard IEC-10004-5 genügenden Zwei-Leiter-Messgeräten (MS) eine Betriebserlaubnis
zum Betrieb an einem dem gültigen Standard IEC-1000-4-5, insbesondere dem Standard
IEC-1000-4-5:1995, genügenden Sekundär-Bordnetz (NS) erteilt wird, wenn das geprüfte
Zwei-Leiter-Messgerät (MS) der gemäß dem vorherigen Anspruch durchgeführten Prüfung
standgehalten hat, und wenn das gleichartige Zwei-Leiter-Messgerät (MS) im Verkehrsmittel ausschließlich an dessen dem gültigen Standard IEC-1000-4-5,
insbesondere dem Standard IEC-1000-4-5:1995, genügenden Sekundär-Bord netz (NS) betrieben
wird.
1. Circuit arrangement comprising:
- a primary vehicle electrical system (NP) of a means of transport, particularly a
ship, said electrical system powering a source circuit (Q)
- a secondary vehicle electrical system (NS), powered by the source circuit (Q), of
the means of transport
- a two-wire measuring device (MS) which is powered by a current of a current loop
which comes from the source circuit (Q)
- where the source circuit (Q) meets an applicable standard IEC-1000-4-5, particularly
standard IEC-1000-4-5: 1995 and
- where the two-wire measuring device (MS) is designed in such a way that it does
not meet the applicable standard IEC-1000-4-5.
2. Means of transport, particularly a ship, comprising:
- a primary vehicle electrical system (NP) which powers a source circuit (Q)
- a secondary vehicle electrical system (NS) which is powered by the source circuit
(Q)
- a two-wire measuring device (MS) which is powered by a current of a current loop
coming from the source circuit (Q)
- where the source circuit (Q) meets an applicable standard IEC-1000-4-5, particularly
standard IEC-1000-4-5:1995, and where the two-wire measuring device (MS) is designed
in such a way that it does not meet the standard IEC-1000-4-5, which applies for electromagnetic
compatibility
3. Process for testing a two-wire measuring device (MS) for electromagnetic compatibility,
which is designed for operation in a means of transport, particularly a ship, and
is powered there by a current from a current loop. The current comes from a source
circuit (Q), which meets a valid IEC-1000-4-5 standard, particularly IEC-1000-4-5:1995,
is powered by a primary vehicle electrical system (NP) of the means of transport and
is used to power a secondary vehicle electrical system (NS). The process in question
comprises the following steps:
- interconnecting a hybrid generator used to generate a current/voltage surge, particularly
as per IEC-60-1 or IEC 469-1 standard, a decoupling network for simulating the source
circuit (Q) and a two-wire measuring device (MS), which does not meet the test specifications
of the IEC-1000-4-5: 1995 standard, in such a way that the decoupling network is downstream
from the hybrid generator and the two-wire measuring device (MS) is downstream from
the decoupling network.
- generating a current/voltage surge, which corresponds in particular to the IEC-60-I
or IEC 469-1 standard with regard to the time pattern for an open-circuit voltage
and a short-circuit current, and determining whether the two-wire measuring device
(MS) has withstood the test.
4. Process as per the previous claim where additional two-wire measuring devices (MS)
of the same type, which do not meet the applicable standard IEC-1000-4-5, are granted
operation approval in a secondary vehicle electrical system (NS), which meets the
applicable standard IEC-1000-4-5, particularly standard IEC-1000-4-5:1995, if the
tested two-wire measuring device (MS) has withstood the test performed in accordance
with the previous claim, and if the two-wire measuring device (MS) of the same type
is only operated in the means of transport in the secondary vehicle electrical system
(NS) which meets the applicable standard IEC-1000-4-5, particularly standard IEC-1000-4-5:1995.
1. Configuration de circuit, comprenant :
- un réseau de bord primaire (NP) alimentant un circuit source (Q) d'un moyen de transport,
notamment un bateau,
- un réseau de bord secondaire (NS) du moyen de transport, alimenté par le circuit
source (Q), ainsi que
- un appareil de mesure bifilaire (MS), alimenté par un courant d'une boucle de courant,
lequel courant provient du circuit source (Q),
- le circuit source (Q) répondant à une norme CEI-1000-4-5 valable, notamment à la
norme CEI-1000-4-5:1995, et
- l'appareil de mesure bifilaire (MS) étant conçu de telle manière à ne pas répondre
à la norme CEI-1000-4-5 valable.
2. Moyen de transport, notamment un bateau, comprenant :
- un réseau de bord primaire (NP) alimentant un circuit source (Q),
- un réseau de bord secondaire (NS) alimenté par le circuit source (Q), ainsi que
- un appareil de mesure bifilaire (MS), alimenté par un courant d'une boucle de courant,
lequel courant provient du circuit source (Q),
- le circuit source (Q) répondant à une norme CEI-1000-4-5 valable, notamment à la
norme CEI-1000-4-5:1995, et
- l'appareil de mesure bifilaire (MS) étant conçu de telle manière à ne pas répondre
à la norme CEI-1000-4-5 valable pour la compatibilité électromagnétique.
3. Procédé destiné au contrôle d'un appareil de mesure bifilaire (MS) concernant la compatibilité
électromagnétique, lequel appareil est destiné à être utilisé dans un moyen de transport,
notamment dans un bateau, et y être alimenté par un courant d'une boucle de courant,
lequel courant provient d'un circuit source (Q) alimenté par un réseau de bord primaire
(NP) du moyen de transport et servant à l'alimentation d'un réseau de bord secondaire
(NS), répondant à une norme CEI-1000-4-5 valable, notamment la norme CEI-1000-4-5:1995,
lequel procédé comprend les étapes suivantes :
- Interconnexion d'un générateur hybride servant à la génération d'un choc de courant
tension, notamment selon la norme CEI-60-1 ou CEI 469-1, d'un réseau de découplage
destiné à la simulation du circuit source (Q) ainsi que d'un appareil de mesure bifilaire
(MS) ne répondant pas aux prescriptions de contrôle de la norme CEI-1000-4-5:1995,
de telle sorte que le générateur hybride soit disposé en aval du réseau de découplage
et que l'appareil de mesure bifilaire (MS) soit disposé en aval du réseau de découplage,
ainsi que
- Génération d'un choc de courant /tension répondant notamment à la norme CEI-60-1 ou à la norme CEI 469-1 concernant
un déroulement temporel d'une tension à vide et un déroulement temporel d'un courant
de court-circuit, et détermination si l'appareil de mesure bifilaire (MS) a résisté.
4. Procédé selon la revendication précédente, pour lequel une autorisation de fonctionnement
est accordée à d'autres appareils de mesure bifilaires (MS) similaires, ne répondant
pas à la norme CEI-1 000-4-5 valable, destinés au fonctionnement dans un réseau de
bord secondaire (NS) répondant à une norme CEI-1000-4-5 valable, notamment la norme
CEI-1000-4-5:1995, lorsque l'appareil de mesure bifilaire (MS) contrôlé a résisté
au contrôle réalisé conformément à la revendication précédente, et lorsque l'appareil
de mesure bifilaire (MS) similaire est utilisé dans le moyen de transport, exclusivement
sur son réseau de bord secondaire (NS) répondant à la norme CEI-1000-4-5, notamment
à la norme CEI-1000-4-5:1995.