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EP 1 485 667 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.08.2009 Patentblatt 2009/35 |
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Anmeldetag: 14.03.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2003/000826 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/078917 (25.09.2003 Gazette 2003/39) |
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VERBUNDPANZERUNG, INSBESONDERE ZUM EINBAU IN KRAFTFAHRZEUGE
COMPOSITE ARMOR-PLATING, PARTICULARLY FOR INSTALLING IN MOTOR VEHICLES
BLINDAGE COMPOSITE, S'UTILISANT NOTAMMENT DANS DES AUTOMOBILES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
19.03.2002 DE 10212058
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.12.2004 Patentblatt 2004/51 |
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Patentinhaber: Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG |
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80997 München (DE) |
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Erfinder: |
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- WOLF, Friedrich
94094 Rotthalmünster/Asbach (DE)
- ALTMANN, Andreas
86556 Randersdorf (DE)
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Vertreter: Feder Walter Ebert |
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Patentanwälte
Goethestraße 38 A 40237 Düsseldorf 40237 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
US-A- 3 592 942 US-A- 3 793 648
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US-A- 3 683 828
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Verbundpanzerung, insbesondere zum Einbau in Kraftfahrzeuge,
bestehend aus Einzelplatten mit einer Außenschicht aus einem Schutzmaterial hoher
Härte und einer Innenschicht aus einem Fasermaterial geringerer Härte. Derartige Platten
sind an sich bekannt, wobei das die Außenschicht bildende Schutzmaterial hoher Härte,
beispielsweise ein Keramikmaterial sein kann, während das die Innenschicht bildende
Fasermaterial geringerer Härte, beispielsweise ein Glasfaserverbund sein kann.
[0002] Ein problematischer Bereich derartiger Verbundpanzerungsplatten ist der Bereich der
äußeren Kanten, in dem gegebenenfalls die Einzelplatten aneinander angesetzt werden.
Dieser Bereich bildet eine Schwachstelle der Panzerung, insbesondere für Geschosse,
die schräg auf diesen Bereich auftreffen. Es besteht dann die Gefahr, daß die Platte
im Randbereich abbricht und das Geschoß oder Teile des Geschosses an der Außenkante
der Platte vorbei oder zwischen zwei Platten hindurch in das Innere des Fahrzeugs
gelangen. Besonders kritisch ist dies, wenn die Außenkanten der Platte bzw. der Platten
in Flucht zu der Kante zwischen Fahrzeugtür und Karosserie liegen.
[0003] Als nächster Stand der Technik ist die in
US 3683828 beschriebene Panzerung anzusehen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verbundpanzerung mit den eingangs
und im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmalen so auszubilden, daß
jede Einzelplatte auch im Bereich ihrer Außenkante oder Außenkanten einen ausreichenden
Schutz auch gegen schräg auftreffende Geschosse gewährleistet.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den Merkmalen aus dem kennzeichnenden
Teil des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Verbundpanzerung
sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0006] Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, jede Platte der Verbundpanzerung längs
mindestens einer ihrer Außenkanten mit einer zusätzlichen, die Außenschicht an der
Seitenkante abdeckenden Kantenverstärkung zu versehen, die aus einem Stahl mit guten
Festigkeitseigenschaften besteht und den Bereich der Außenkante der Platte vor dem
Ausbrechen oder Aussplittern schützt. Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen,
wenn diese Kantenverstärkung eine Winkelprofilleiste aufweist, deren erster Schenkel
senkrecht zur Plattenoberfläche an der Seitenkante der Außenschicht entlanggeführt
ist, während der zweite Schenkel parallel zur Plattenoberfläche verläuft und in die
Platte integriert ist. Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn der erste an der Außenschicht
entlanggeführte Schenkel der Winkelprofilleiste die äußere Oberfläche der Außenschicht
um eine vorgegebene Länge überragt. Die Verbindung zwischen der Kantenverstärkung
und den Schichten der Platte kann mittels eines Klebers bewirkt werden.
[0007] Im folgenden wird anhand der beigefügten Zeichnung ein Ausführungsbeispiel für eine
Verbundpanzerung nach der Erfindung näher erläutert.
[0008] Die Zeichnung zeigt einen Teil einer Platte einer Verbundpanzerung im Bereich einer
Außenkante. Die Platte besitzt eine Außenschicht 1, beispielsweise aus einem Keramikmaterial,
die durch eine Kleberschicht 4.1 mit einer Innenschicht 2, beispielsweise aus einem
Glasfaserverbund, verbunden ist. Im Bereich der Außenkante der Platte ist eine Kantenverstärkung
angeordnet, die eine Winkelprofilleiste 3 aus einem Stahl mit guten Festigkeitseigenschaften
aufweist. Diese Winkelprofilleiste 3 ist an der Außenkante so angeordnet, daß ihr
erster Schenkel 3.1 senkrecht zur Plattenoberfläche verläuft, die Seitenkante der
Außenschicht 1 abdeckt und die Oberfläche der Außenschicht um eine vorgegebene Länge
überragt. Der zweite Schenkel 3.2 der Winkelprofilleiste 3 verläuft parallel zur Plattenoberfläche
und ist in die Platte integriert und zwar in die Innenschicht 2 derart, daß eine der
Außenschicht einst zugekehrten Seite bündig mit der Grenzfläche zwischen Außenschicht
1 und Innenschicht 2 verläuft. Der zweite Schenkel 3.2 unterfaßt die Außenschicht
1 auf einem vorgegebenen Längenabschnitt. Die Verbindung zwischen dem zweiten Schenkel
3.2 der Winkelprofilleiste 3 und der Innenschicht 2 erfolgt über einen Kleber 4 und
seine Verbindung mit der Außenschicht 1 über einen Kleber 4.2.
[0009] In der Zeichnung ist angedeutet, daß Geschosse 5.1, die im Bereich der Außenkante
auftreffen, sowie Geschosse 5.2, die schräg zur Plattenoberfläche in Richtung auf
die Außenkante einfallen, die Platte im Bereich der Außenkante nicht zum Abbrechen
oder Absplittern bringen können, weil diese durch die Kantenverstärkung, d.h. die
Winkelprofilleiste 3 geschützt ist.
1. Verbundpanzerung, insbesondere zum Einbau in Kraftfahrzeuge, bestehend aus Einzelplatten
mit einer Außenschicht (1) aus einem Schutzmaterial hoher Härte und einer Innenschicht
(2) aus einem Fasermaterial geringerer Härte, wobei, jede Platte längs mindestens
einer ihrer Außenkanten eine aus Stahl bestehende Kantenverstärkung (3) vorgegebener
Dicke aufweist, die fest mit der Platte verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die kantenverstärkung mindestens die Seitenkante der Außenschicht (1) abdeck.
2. Verbundpanzerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kantenverstärkung eine Winkelprofilleiste (3) aufweist, deren erster Schenkel
(3.1) senkrecht zur Plattenoberfläche, die Seitenkante der Außenschicht (1) abdeckend
verläuft, während der zweite Schenkel (3.2) unterhalb der Plattenoberfläche und parallel
zu ihr verläuft.
3. Verbundpanzerung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Schenkel (3.2) der Winkelprofilleiste (3) die Außenschicht (1) mit einer
vorgegebenen Länge unterfassend im Bereich zwischen Außenschicht (1) und Innenschicht
(2) verläuft.
4. Verbundpanzerung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Schenkel (3.2) in die Innenschicht (2) integriert ist und seine der Außenschicht
(1) zugekehrte Seite bündig mit der Grenzfläche zwischen Außenschicht (1) und Innenschicht
(2) verläuft.
5. Verbundpanzerung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Schenkel (3.1) der Winkelprofilleiste (3) die äußere Oberfläche der Außenschicht
(1) um eine vorgegebene Länge überragt.
6. Verbundpanzerung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen der Kantenverstärkung (3) und der Außen- und/oder Innenschicht
(1, 2) der Platte mittels eines Klebers (4, 4.2) bewirkt ist.
1. Composite armour-plating, particularly for installing in motor vehicles, comprising
individual plates having an outer layer (1) made of a protective material of great
hardness and an inner layer (2) made of a fibre material of lesser hardness, each
plate having, along at least one of its outer edges, an edge reinforcement (3) of
predetermined thickness which is made of steel and is fixedly connected to the plate,
characterised in that the edge reinforcement covers at least the lateral edge of the outer layer (1).
2. Composite armour-plating according to Claim 1, characterised in that the edge reinforcement has an angular profiled strip (3), the first leg (3.1) of
which extends perpendicularly to the plate surface in a manner covering the lateral
edge of the outer layer (1), while the second leg (3.2) extends below the plate surface
and parallel thereto.
3. Composite armour-plating according to Claim 2, characterised in that the second leg (3.2) of the angular profiled strip (3) extends in the region between
the outer layer (1) and the inner layer (2) in a manner engaging under the outer layer
(1) with a predetermined length.
4. Composite armour-plating according to Claim 3, characterised in that the second leg (3.2) is integrated into the inner layer (2), and the side of the
second leg which faces the outer layer (1) extends flush with the interface between
the outer layer (1) and the inner layer (2).
5. Composite armour-plating according to one of Claims 2 to 4, characterised in that the first leg (3.1) of the angular profiled strip (3) projects beyond the outer surface
of the outer layer (1) by a predetermined length.
6. Composite armour-plating according to one of Claims 1 to 5, characterised in that the connection between the edge reinforcement (3) and the outer layer (1) and/or
the inner layer (2) of the plate is effected by means of an adhesive (4, 4.2).
1. Blindage composite, en particulier pour une installation sur un véhicule automobile,
composé de plaques individuelles comportant une couche externe (1) d'un matériau de
protection de grande dureté et une couche interne (2) d'un matériau de fibres de dureté
inférieure, blindage dans lequel chaque plaque présente le long d'au moins l'un de
ses chants extérieurs une pièce de renforcement de chant (3) en acier d'une épaisseur
prédéfinie et qui est reliée solidement à la plaque,
caractérisé en ce que la pièce de renforcement de chant recouvre au moins le chant latéral de la couche
externe (I).
2. Blindage composite selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pièce de renforcement de chant présente une cornière profilée (3) dont la première
branche (3.1) s'étend verticalement à la surface de plaque en recouvrant le chant
latéral de la couche externe (1) alors que la deuxième branche (3.2) s'étend au-dessous
de la surface de plaque et en parallèle à celle-ci.
3. Blindage composite selon la revendication 2, caractérisé en ce que la deuxième branche (3.2) de la cornière profilée (3) s'étend en passant sous la
couche externe (1) sur une longueur prédéfinie dans la zone entre la couche externe
(1) et la couche interne (2).
4. Blindage composite selon la revendication 3, caractérisé en ce que la deuxième branche (3.2) est intégrée dans la couche interne (2) et sa face tournée
vers la couche externe (1) s'étend en affleurement avec la surface limite entre la
couche externe (1) et la couche interne (2).
5. Blindage composite selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que la première branche (3.1) de la cornière profilée (3) dépasse de la surface extérieure
de la couche externe (1) d'une longueur prédéfinie.
6. Blindage composite selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la connexion entre la pièce de renforcement de chant (3) et la couche externe et/ou
interne (1, 2) de la plaque est obtenue au moyen d'une colle (4, 4.2).

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