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EP 1 614 478 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.08.2009 Patentblatt 2009/35 |
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Anmeldetag: 23.06.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Schlauchführung für einen Lackierroboter
Hose routing for a coating robot
Guide de de tuyau pour un robot vêtant
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
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Priorität: |
09.07.2004 DE 102004033330
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.01.2006 Patentblatt 2006/02 |
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Patentinhaber: Dürr Systems GmbH |
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70435 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Hezel, Thomas
D-71679 Asperg (DE)
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Vertreter: Beier, Ralph |
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v. Bezold & Partner
Patentanwälte
Akademiestrasse 7 80799 München 80799 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 488 172 US-A- 5 411 210
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WO-A-03/084721
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schlauchführung für einen Lackierroboter gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Es sind Lackierroboter bekannt, bei denen das Beschichtungsmittel elektrisch aufgeladen
wird, während die zu lackierenden Werkstücke, wie beispielsweise Kraftfahrzeugkarosserieteile,
elektrisch geerdet sind. Dies bietet den Vorteil, dass das Beschichtungsmittel von
den zu lackierenden Werkstücken elektrostatisch angezogen wird, was zu einer Verringerung
des sogenannten Oversprays beiträgt. Zur Applikation des Beschichtungsmittels kann
hierbei ein Hochrotationszerstäuber eingesetzt werden, der selbst unter Hochspannung
steht und an einer elektrisch geerdeten Handachse des Lackierroboters montiert ist.
Das zu applizierende Beschichtungsmittel wird hierbei durch einen Beschichtungsmittelschlauch
zugeführt, der durch die Roboterarme und die Handachse hindurchgeführt ist, wobei
elektrische Überschläge zwischen dem unter Hochspannung stehenden Beschichtungsmittel
in dem Beschichtungsmittelschlauch und der elektrisch geerdeten Handachse vermieden
werden müssen. Herkömmlicherweise werden deshalb mehrlagige, elektrisch isolierende
Beschichtungsmittelschläuche eingesetzt, bei denen die erforderliche Durchschlagfestigkeit
von 80-100 kV durch eine oder mehrere zusätzliche Isolierlagen an der Außenseite des
Beschichtungsmittelschlauchs erreicht wird. Beispielsweise ist aus
US-A-5411210 eine Schlauchführung bekannt, die einen innenliegenden Beschichtungsmittelschlauch
zur Durchleitung eines elektrisch aufgeladenen Beschichtungsmittels und einen separaten,
außen liegenden Isolierschlauch aufweist, der aus einem elektrisch isolierenden Material
besteht.
[0003] Ein Nachteil an den bekannten mehrlagigen, elektrisch isolierenden Beschichtungsmittelschläuchen
ist das unbefriedigende Biegeverhalten, da nur relativ große Biegeradien möglich sind
und die Lebensdauer bei häufigen Verformungen unbefriedigend ist.
[0004] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Schlauchführung für einen
Lackierroboter zu schaffen, die eine Durchführung von Beschichtungsmittelschläuchen
erlaubt und ein möglichst gutes Biegeverhalten ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird, ausgehend von den eingangs beschriebenen mehrlagigen, elektrisch
isolierenden Beschichtungsmittelschläuchen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1,
durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Die Erfindung umfasst die allgemeine technische Lehre, zur elektrischen Isolierung
des Beschichtungsmittelschlauchs einen separaten Isolierschlauch oder ein separates
Isolierrohr aus einem elektrisch isolierenden Material vorzusehen, in dem der Beschichtungsmittelschlauch
verläuft. Die Trennung des Isolierschlauchs von dem Beschichtungsmittelschlauch bietet
die Möglichkeit, den Beschichtungsmittelschlauch einerseits und den Isolierschlauch
andererseits auf die jeweilige technische Funktion hin zu optimieren, ohne dass die
verschiedenen Konstruktionsziele gegensätzlich sind. So kann der Beschichtungsmittelschlauch
konstruktiv auf ein optimales Biegeverhalten und eine gute Molchbarkeit hin optimiert
werden, wohingegen der Isolierschlauch auf ein gutes Isolationsvermögen bzw. eine
hohe Durchschlagfestigkeit hin optimiert werden kann.
[0007] Erfindungsgemäß ist der Isolierschlauch hierbei in Radialrichtung von dem Beschichtungsmittelschlauch
getrennt. Der Isolierschlauch umgibt also den Beschichtungsmittelschlauch als Hülle,
wobei zwischen dem Isolierschlauch und dem Beschichtungsmittelschlauch vorzugsweise
ein vorgegebener Abstand besteht, der jedoch in Axialrichtung und in Abhängigkeit
von der Stellung des Lackierroboters bzw. der Handachse schwanken kann. Diese Verlagerung
der elektrischen Isolierung nach außen bietet den Vorteil, dass geringere Dicken des
Isolierschlauchs ausreichen, um einen elektrischen Durchschlag nach außen zu verhindern,
da das elektrische Potential in dem Raum zwischen dem Beschichtungsmittelschlauch
und dem Isolierschlauch nach außen hin abnimmt. Vorzugsweise ist der Raum zwischen
dem Isolierschlauch und dem Beschichtungsmittelschlauch hierbei luftgefüllt, jedoch
kann der Raum zwischen dem Isolierschlauch und dem Beschichtungsmittelschlauch auch
durch andere gasförmige oder flüssige Fluide gefüllt sein, die vorzugsweise elektrisch
isolierend sind.
[0008] Darüber hinaus ist der Isolierschlauch bei der erfindungsgemäßen Schlauchführung
vorzugsweise in Axialrichtung flexibel. Dies ist vorteilhaft, da in Abhängigkeit von
der Stellung des Lackierroboters Schlauchlängungen oder -stauchungen auftreten können,
die durch die axiale Nachgiebigkeit des Isolierschlauchs aufgenommen werden können.
[0009] Darüber hinaus ist der Isolierschlauch bei der erfindungsgemäßen Schlauchführung
vorzugsweise auch biegeflexibel, um sich an die unterschiedlichen Stellungen des Lackierroboters
bzw. der Roboterhandachse anpassen zu können.
[0010] Die axiale Nachgiebigkeit und die Biegeflexibilität des Isolierschlauchs kann dadurch
erreicht werden, dass der Isolierschlauch eine Faltenstruktur aufweist, wie sie beispielsweise
von Faltenbälgen oder Wellschläuchen bekannt ist.
[0011] Weiterhin ist der Isolierschlauch vorzugsweise mehrlagig und weist einen Innenschlauch
und einen Außenschlauch auf. Der Innenschlauch und der Außenschlauch schließen hierbei
vorzugsweise einen Isoliermittelraum ein, der mindestens teilweise mit einem elektrisch
isolierenden Isolierfluid gefüllt oder damit befüllbar ist. Die elektrische Isolierung
des Isolierschlauchs wird hierbei also zumindest teilweise durch das Isolierfluid
bewirkt.
[0012] Hierbei mündet in den Isoliermittelraum zwischen dem Innenschlauch und dem Außenschlauch
vorzugsweise ein Befüllstutzen, über den das Isolierfluid in den Isoliermittelraum
eingefüllt und/oder daraus entnommen werden kann. Das Isolierfluid ist vorzugsweise
eine Isolierflüssigkeit, wie beispielsweise Isolieröl auf Mineralölbasis, Chlordiphenyl,
Silikonöl, Rizinusöl, Glyzerin, Hexan oder eine tetrachlorkohlenstoffhaltige Flüssigkeit.
Die Erfindung ist jedoch hinsichtlich des Isolierfluids nicht auf Isolierflüssigkeiten
beschränkt, sondern grundsätzlich auch mit einem Isoliergas zwischen dem Innenschlauch
und dem Außenschlauch realisierbar.
[0013] Vorzugsweise ist der Isolierschlauch elektrisch geerdet, um elektrische Überschläge
nach außen oder eine Gefährdung umstehender Personen zu vermeiden. In einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel weist der Isolierschlauch ein Isolationsvermögen bzw. eine elektrische
Durchschlagfestigkeit von mindestens 50 kV auf.
[0014] Der Beschichtungsmittelschlauch ist dagegen vorzugsweise molchbar, jedoch muss der
Beschichtungsmittelschlauch nicht elektrisch isolierend sein. Es besteht deshalb im
Rahmen der Erfindung die Möglichkeit, dass der Beschichtungsmittelschlauch nicht oder
nur teilweise elektrisch isolierend ist.
[0015] Weiterhin ist zu erwähnen, dass der Isolierschlauch vorzugsweise an mindestens einem
Ende in einen Anschlussblock aus einem elektrisch isolierenden Material mündet. Die
weitere Leitungsführung von diesem Anschlussblock kann dann durch eine herkömmliche,
mehrlagige, elektrisch isolierende Beschichtungsmittelleitung erfolgen, so dass die
erfindungsgemäße Schlauchführung auf den Bereich zwischen zwei derartigen Anschlussblöcken
beschränkt sein kann.
[0016] Ferner kann der erfindungsgemäße Isolierschlauch zumindest auf einem Teil seiner
Länge im Wesentlichen aus einem biegestarren Rohr aus einem elektrisch isolierenden
Material bestehen. Beispielsweise ist im Bereich eines Roboterarms keine Biegeelastizität
des Isolierschlauchs erforderlich, so dass dort ein biegestarres Rohr als Isolierschlauch
verwendet werden kann, wohingegen die Biegeelastizität des Isolierschlauchs im Bereich
eines Robotergelenks unerlässlich ist, so dass der Isolierschlauch dort vorzugsweise
entsprechend biegeelastisch ist.
[0017] Vorzugsweise besteht der Isolierschlauch deshalb auf einem Teil seiner Länge im Wesentlichen
aus einem biegestarren Rohr und ist auf einem Teil seiner Länge biegeflexibel, wobei
der biegeflexible Teil des Isolierschlauchs vorzugsweise mit einer axialen Überlappung
in das biegestarre Rohr des Isolierschlauchs hineinragt. Das biegestarre Rohr ist
hierbei vorzugsweise im Bereich der einzelnen Roboterarme angeordnet, während der
biegeflexible Isolierschlauch jeweils durch die Robotergelenke hindurchgeführt ist.
[0018] Die axiale Überlappung zwischen dem biegeflexiblen Teil des Isolierschlauchs und
dem biegestarren Rohr des Isolierschlauchs weist vorzugsweise eine Länge auf, die
im Bereich zwischen 100 mm und 400 mm in Abhängigkeit von der Höhe der Hochspannung
liegt, wobei beliebige Zwischenwerte möglich sind.
[0019] Ferner ist zu erwähnen, dass die Erfindung nicht auf die vorstehend beschriebene
erfindungsgemäße Schlauchführung beschränkt ist, sondern auch eine Roboterhandachse
und einen Lackierroboter mit einer derartigen erfindungsgemäßen Schlauchführung umfasst.
[0020] Darüber hinaus umfasst die Erfindung auch die neuartige Verwendung der erfindungsgemäßen
Schlauchführung zur elektrischen Isolierung eines Beschichtungsmittelschlauchs in
einem Lackierroboter.
[0021] Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet
oder werden nachstehend zusammen mit der Beschreibung des bevorzugten Ausführungsbeispiels
der Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine vereinfachte Seitenansicht eines Lackierroboters mit einer erfindungsgemäßen
Schlauchführung zur Aufnahme eines Beschichtungsmittelschlauchs sowie
- Figur 2
- eine Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Schlauchführung zur Führung eines
Beschichtungsmittelschlauchs durch eine Handachse eines Lackierroboters.
[0022] Die in Figur 1 gezeigte Darstellung eines Lackierroboters 1 ist stark vereinfacht
und stilisiert und dient nur zur Verdeutlichung des Aufbaus und der Funktionsweise
einer erfindungsgemäßen Schlauchführung.
[0023] Der Lackierroboter 1 weist ein Basisteil 2 auf, das auf einem Fundament 3 drehbar
gelagert ist, wobei der Antrieb des Basisteils 2 beispielsweise elektromotorisch erfolgen
kann.
[0024] An dem Basisteil 2 ist ein Roboterarm 4 schwenkbar angebracht, wobei der Antrieb
des Roboterarms 4 ebenfalls elektromotorisch erfolgen kann.
[0025] Am distalen Ende des Roboterarms 4 ist eine Roboterhandachse 5 angebracht, die aus
drei relativ zueinander drehbaren Handgelenksteilen 6, 7, 8 besteht. Der Antrieb der
einzelnen Handgelenksteile 6, 7, 8 erfolgt durch Wellen, die aus dem Roboterarm 4
in die Roboterhandachse 5 hineingeführt sind und beispielsweise elektromotorisch angetrieben
werden.
[0026] An dem Handgelenksteil 6 der Roboterhandachse 5 ist über einen hochspannungsisolierenden
Anschlussblock 9 ein Rotationszerstäuber 10 befestigt, der herkömmlich ausgebildet
sein kann und einen Glockenteller 11 aufweist.
[0027] Die Zuführung des Beschichtungsmittels zu dem Glockenteller 11 des Rotationszerstäubers
10 erfolgt hier über zwei schematisch dargestellte Beschichtungsmittelleitungen 12,
13, die von einem hochspannungsisolierenden Anschlussblock 14 in dem Basisteil 2 des
Lackierroboters 1 ausgehen und durch den Roboterarm 4, die Roboterhandachse 5 und
den hochspannungsisolierenden Anschlussblock 9 zu dem Rotationszerstäuber 10 geführt
sind.
[0028] Das von dem Glockenteller 11 des Rotationszerstäubers 10 abgegebene Beschichtungsmittel
ist hierbei auf Hochspannungspotential aufgeladen, wohingegen die zu beschichtenden
Werkstücke elektrisch geerdet sind, so dass das applizierte Beschichtungsmittel von
den zu beschichtenden Werkstücken elektrostatisch angezogen wird, was zu einem hohen
Wirkungsgrad und einem entsprechend geringen Overspray beiträgt.
[0029] Der Rotationszerstäuber 10 ist deshalb als Ganzes auf Hochspannungspotential aufgeladen,
während die Roboterhandachse 5 elektrisch geerdet ist, wobei der Anschlussblock 9
den Rotationszerstäuber 10 gegenüber der Roboterhandachse 5 elektrisch isoliert.
[0030] Darüber hinaus ist auch das in den Beschichtungsmittelleitungen 12, 13 strömende
Beschichtungsmittel elektrisch auf Hochspannungspotential aufgeladen, so dass die
Beschichtungsmittelleitungen 12, 13 elektrisch gegenüber den Handgelenksteilen 6,
7, 8 der Roboterhandachse 5 isoliert werden müssen. Hierzu dient ein Isolierschlauch
15, der die gesamte Roboterhandachse 5 von dem Anschlussblock 9 bis zu einem Isolierrohr
16 durchzieht.
[0031] Der Isolierschlauch 15 weist eine faltenbalgartige Faltenstruktur auf, so dass der
Isolierschlauch 15 in Axialrichtung flexibel und biegeelastisch ist. Die Biegeelastizität
des Isolierschlauchs 15 ist wichtig, damit sich der Isolierschlauch 15 der jeweiligen
Stellung der Roboterhandachse 5 anpassen kann. Die axiale Nachgiebigkeit des Isolierschlauchs
15 ist dagegen wichtig, weil sich bei einer Verstellung der Roboterhandachse 5 axiale
Hubbewegungen ergeben können, die von dem Isolierschlauch 15 ausgeglichen werden müssen.
[0032] Zur elektrischen Isolierung der Beschichtungsmittelleitungen 12, 13 gegenüber den
Handgelenksteilen 6, 7, 8 der Roboterhandachse 5 ist der Isolierschlauch 15 doppelwandig
ausgeführt und besteht aus einem Innenschlauch und einem Außenschlauch, die einen
Isoliermittelraum einschließen, wobei der Isoliermittelraum zwischen dem Innenschlauch
und dem Außenschlauch mit einer Isolierflüssigkeit gefüllt ist.
[0033] Das Isolierrohr 16 in dem Roboterarm 4 muss dagegen keinen Formänderungen folgen
und ist deshalb weitgehend starr aufgebaut. Der Isolierschlauch 15 ragt hierbei in
axialer Richtung über eine Länge von ungefähr 300mm in das Isolierrohr 16 hinein,
um bei einer axialen Hubbewegung des Isolierschlauchs 15 relativ zu dem Isolierrohr
16 stets eine ausreichend große axiale Überlappung und ein entsprechend großes Isolationsvermögen
zu erreichen.
[0034] Die Verbindung zwischen dem Isolierrohr 16 und dem elektrisch isolierenden Anschlussblock
14 erfolgt wieder über einen doppelwandigen, elektrisch isolierenden Isolierschlauch
17, der entsprechend dem Isolierschlauch 15 aufgebaut ist.
[0035] Die Zuführung des Beschichtungsmittels zu dem hochspannungsfesten Anschlussblock
14 kann in herkömmlicher Weise durch hochspannungsisolierende Beschichtungsmittelschläuche
erfolgen, die jedoch hier zur Vereinfachung nicht dargestellt sind.
[0036] Das in Figur 2 dargestellte Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schlauchführung
18 dient zur Führung eines Beschichtungsmittelschlauchs 19 in einem Lackierroboter,
wobei die Schlauchführung 18 auch mehrere Beschichtungsmittelschläuche aufnehmen kann.
[0037] Zur elektrischen Isolierung des Beschichtungsmittelschlauchs 19 gegenüber dem umgebenden
Lackierroboter weist die Schlauchführung einen Isolierschlauch 20 auf, der aus einem
Innenschlauch 21 und einem Außenschlauch 22 besteht, wobei der Innenschlauch 21 und
der Außenschlauch 22 einen Isoliermittelraum 23 einschließen, der mit einer Isolierflüssigkeit
gefüllt ist. An seinen axialen Enden ist der Isolierschlauch 20 mit zwei Anschlussstücken
24, 25 verbunden, wobei das Anschlussstück 24 einen Befüllstutzen 26 aufweist, der
in den Isoliermittelraum 23 zwischen dem Innenschlauch 21 und dem Außenschlauch 22
mündet und eine Befüllung bzw. Entleerung des Isoliermittelraums 23 ermöglicht.
[0038] Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele
beschränkt. Vielmehr ist eine Vielzahl von Varianten und Abwandlungen möglich, die
ebenfalls von dem Erfindungsgedanken Gebrauch machen und deshalb in den Schutzbereich
fallen.
1. Schlauchführung (18) für einen Lackierroboter, insbesondere für eine Roboterhandachse,
mit
- mindestens einem Beschichtungsmittelschlauch (12, 13, 19) zur Durchleitung eines
elektrisch aufgeladenen Beschichtungsmittels und
- einer den Beschichtungsmittelschlauch (12, 13, 19) umgebenden elektrischen Isolierung,
wobei die Isolierung einen separaten Isolierschlauch (15, 16, 17, 20, 21, 22) aus
einem elektrisch isolierenden Material aufweist, in dem der Beschichtungsmittelschlauch
(12, 13, 19) verläuft,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Isolierschlauch (15, 16, 17, 20, 21, 22) von dem Beschichtungsmittelschlauch (12,
13, 19) in Radialrichtung getrennt ist.
2. Schlauchführung (18) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierschlauch (15, 16, 17, 20, 21, 22) in Radialrichtung zu dem Beschichtungsmittelschlauch
(12, 13, 19) beabstandet verläuft.
3. Schlauchführung (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierschlauch (15, 17, 20, 21, 22) axial flexibel ist.
4. Schlauchführung (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierschlauch (15, 17, 20, 21, 22) biegeflexibel ist.
5. Schlauchführung (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierschlauch (15, 17, 20, 21, 22) eine Faltenstruktur aufweist.
6. Schlauchführung (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierschlauch (15, 17, 20, 21, 22) mehrlagig ist und einen Innenschlauch (21)
und einen Außenschlauch (22) aufweist.
7. Schlauchführung (18) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenschlauch (21) und der Außenschlauch (22) einen Isoliermittelraum (23) einschließen,
der mindestens teilweise mit einem elektrisch isolierenden Isolierfluid befüllt oder
damit befüllbar ist.
8. Schlauchführung (18) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in den Isoliermittelraum (23) ein Befüllstutzen (26) mündet, über den das Isolierfluid
eingefüllt und/oder entnommen werden kann.
9. Schlauchführung (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierschlauch (15, 16, 17, 20, 21, 22) elektrisch geerdet ist.
10. Schlauchführung (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierschlauch (15, 16, 17, 20, 21, 22) ein Isolationsvermögen von mindestens
50 kV aufweist.
11. Schlauchführung (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschichtungsmittelschlauch (12, 13, 19) molchbar ist.
12. Schlauchführung (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschichtungsmittelschlauch (12, 13, 19) nicht oder nur teilweise elektrisch
isolierend ist.
13. Schlauchführung (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierschlauch (15, 17, 20, 21, 22) an mindestens einem Ende in einen Anschlussblock
aus einem elektrisch isolierenden Material mündet.
14. Schlauchführung (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierschlauch (16) zumindest auf einem Teil seiner Länge im Wesentlichen aus
einem biegestarren Rohr besteht.
15. Schlauchführung (18) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierschlauch auf einem Teil seiner Länge aus einem biegestarren Rohr (16)
besteht und auf einem Teil seiner Länge biegeflexibel ist, wobei der biegeflexible
Teil des Isolierschlauchs mit einer axialen Überlappung in das biegestarre Rohr (16)
hineinragt.
16. Schlauchführung (18) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Überlappung zwischen dem biegeflexiblen Teil des Isolierschlauchs und
dem biegestarren Rohr (16) eine Länge aufweist, die im Bereich zwischen 100 mm und
400 mm liegt.
17. Roboterhandachse (5) mit einer Schlauchführung (18) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
18. Lackierroboter (1) mit einer Schlauchführung (18) nach einem der Ansprüche 1 bis 16.
19. Lackierroboter (1) nach Anspruch 18, gekennzeichnet durch mindestens einen Roboterarm (4) und mindestens ein Gelenk, wobei der Isolierschlauch
(15, 16, 17, 20, 21, 22) im Bereich des Roboterarms (4) aus einem biegestarren Isolierrohr
(16) besteht, während der Isolierschlauch (15, 16, 17, 20, 21, 22) im Bereich des
Gelenks biegeflexibel ist.
20. Verwendung einer Schlauchführung (18) nach einem der Ansprüche 1 bis 16 zur elektrischen
Isolation eines Beschichtungsmittelschlauchs (12, 13, 19) in einem Lackierroboter
(1).
1. A hose guide (18) for a painting robot, particularly for a robot wrist, with
- at least one coating agent hose (12, 13, 19) to conduct an electrically-charged
coating agent and
- electrical insulation surrounding the coating agent hose (12, 13, 19), where the
insulation has a separate insulating hose (15, 16, 17, 20, 21, 22) of an electrically-insulating
material, in which the coating agent hose (12, 13, 19) extends,
characterised in that
the insulating hose (15, 16, 17, 20, 21, 22) is radially separate from the coating
agent hose (12, 13, 19).
2. The hose guide (18) in accordance with claim 1, characterised in that the insulating hose (15, 16, 17, 20, 21, 22) extends at a radial distance from the
coating agent hose (12, 13, 19).
3. The hose guide (18) in accordance with one of the aforegoing claims, characterised in that the insulating hose (15, 17, 20, 21, 22) is axially flexible.
4. The hose guide (18) in accordance with one of the aforegoing claims, characterised in that the insulating hose (15, 17, 20, 21, 22) is flexible enough to bend.
5. The hose guide (18) in accordance with one of the aforegoing claims, characterised in that the insulating hose (15, 17, 20, 21, 22) has a bellows structure.
6. The hose guide (18) in accordance with one of the aforegoing claims, characterised in that the insulating hose (15, 17, 20, 21, 22) is multilayered and has an internal hose
(21) and an external hose (22).
7. The hose guide (18) in accordance with claim 6, characterised in that the internal hose (21) and the external hose (22) enclose an intermediate insulating
space (23) which is or can be at least partially filled with an electrically-insulating
insulating fluid.
8. The hose guide (18) in accordance with claim 7, characterised in that a filling nozzle (26), through which the insulating fluid can be filled and/or drained,
leads into the intermediate insulating space (23).
9. The hose guide (18) in accordance with one of the aforegoing claims, characterised in that the insulating hose (15, 16, 17, 20, 21, 22) is electrically earthed.
10. The hose guide (18) in accordance with one of the aforegoing claims, characterised in that the insulating hose (15, 16, 17, 20, 21, 22) has an insulation strength of at least
50 kV.
11. The hose guide (18) in accordance with one of the aforegoing claims, characterised in that the coating agent hose (12, 13, 19) is piggable.
12. The hose guide (18) in accordance with one of the aforegoing claims, characterised in that the coating agent hose (12, 13, 19) is not or is only partly electrically insulating.
13. The hose guide (18) in accordance with one of the aforegoing claims, characterised in that the insulating hose (15, 17, 20, 21, 22) leads into an electrically-insulating manifold
at at least one end.
14. The hose guide (18) in accordance with one of the aforegoing claims, characterised in that at least part of the length of the insulating hose (16) consists of a rigid tube.
15. The hose guide (18) in accordance with one of the aforegoing claims characterised in that part of the length of the insulating hose consists of a rigid tube (16) and part
of its length is flexible enough to bend, the flexible part of the insulating hose
protruding into the rigid tube (16) with an axial overlap.
16. The hose guide (18) in accordance with claim 15, characterised in that the axial overlap between the part of the insulating hose flexible enough to bend
and the rigid tube (16) has a length between 100mm and 400mm.
17. A robot wrist (5) with a hose guide (18) in accordance with one of the aforegoing
claims.
18. A painting robot (1) with a hose guide (18) in accordance with one of claims 1 to
16.
19. The painting robot (1) in accordance with claim 18, characterised by at least one robot arm (4) and at least one joint, where the insulating hose (15,
16, 17, 20, 21, 22) in the robot arm consists of a rigid insulating tube (16), whilst
the insulating hose (15, 16, 17, 20, 21, 22) in the joint is flexible enough to bend.
20. Use of a hose guide (18) in accordance with one of claims 1 to 16 for electrical insulation
of a coating agent hose (12, 13, 19) in a painting robot (1).
1. Guide de tuyau souple (18) pour robot de peinture, en particulier pour un axe de main
de robot, comprenant
- au moins un tuyau souple pour le produit de revêtement (12, 13, 19) pour faire passer
un produit de revêtement chargé électriquement, et
- une isolation électrique entourant le tuyau souple pour le produit de revêtement
(12, 13, 19), dans lequel l'isolation présente un tuyau souple d'isolation séparé
(15, 16, 17, 20, 21, 22) composé d'un matériau électriquement isolant dans lequel
s'étend le tuyau souple pour le produit de revêtement (12, 13, 19),
caractérisé en ce que le tuyau souple d'isolation (15, 16, 17, 20, 21, 22) est séparé du tuyau souple pour
le produit de revêtement (12, 13, 19) dans la direction radiale.
2. Guide de tuyau souple (18) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tuyau souple d'isolation (15, 16, 17, 20, 21, 22) s'étend dans la direction radiale
de façon espacée par rapport au tuyau souple pour le produit de revêtement (12, 13,
19).
3. Guide de tuyau souple (18) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le tuyau souple d'isolation (15, 17, 20, 21, 22) est axialement flexible.
4. Guide de tuyau souple (18) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le tuyau souple d'isolation (15, 17, 20, 21, 22) est souple en flexion.
5. Guide de tuyau souple (18) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le tuyau souple d'isolation (15, 17, 20, 21, 22) présente une structure plissée.
6. Guide de tuyau souple (18) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le tuyau souple d'isolation (15, 17, 20, 21, 22) est multicouche et présente un tuyau
souple intérieur (21) et un tuyau souple extérieur (22).
7. Guide de tuyau souple (18) selon la revendication 6, caractérisé en ce que le tuyau souple intérieur (21) et le tuyau souple extérieur (22) enferment un espace
de produit d'isolation (23) qui est rempli ou peut être rempli au moins en partie
d'un fluide d'isolation électriquement isolant.
8. Guide de tuyau souple (18) selon la revendication 7, caractérisé en ce que dans l'espace de produit d'isolation (23) débouche une tubulure de remplissage (26)
par laquelle le fluide d'isolation peut être versé et/ou prélevé.
9. Guide de tuyau souple (18) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le tuyau souple d'isolation (15, 16, 17, 20, 21, 22) est électriquement mis à la
terre.
10. Guide de tuyau souple (18) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le tuyau souple d'isolation (15, 16, 17, 20, 21, 22) présente une capacité d'isolation
d'au moins 50 kV.
11. Guide de tuyau souple (18) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le tuyau souple pour le produit de revêtement (12, 13, 19) peut être raclé.
12. Guide de tuyau souple (18) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le tuyau souple pour le produit de revêtement (12, 13, 19) n'est pas ou seulement
partiellement électriquement isolant.
13. Guide de tuyau souple (18) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le tuyau souple d'isolation (15, 17, 20, 21, 22) débouche à au moins une extrémité
dans un bloc de raccordement en matériau électriquement isolant.
14. Guide de tuyau souple (18) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le tuyau d'isolation (16) se compose au moins sur une partie de sa longueur substantiellement
d'un tuyau résistant à la flexion.
15. Guide de tuyau souple (18) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le tuyau isolant se compose sur une partie de sa longueur d'un tuyau (16) résistant
à la flexion et est souple en flexion sur une partie de sa longueur, dans lequel la
partie souple en flexion du tuyau souple d'isolation dépasse par un recouvrement axial
dans le tuyau (16) résistant à la flexion.
16. Guide de tuyau souple (18) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le recouvrement axial entre la partie souple en flexion du tuyau souple d'isolation
et le tuyau (16) résistant à la flexion présente une longueur qui se situe dans la
plage entre 100 mm et 400 mm.
17. Axe de main de robot (5) avec un guide de tuyau souple (18) selon l'une quelconque
des revendications précédentes.
18. Robot de peinture (1) avec un guide de tuyau souple selon l'une quelconque des revendications
1 à 16.
19. Robot de peinture (1) selon la revendication 18, caractérisé par au moins un bras de robot (4) et au moins une articulation, dans lequel le tuyau
souple d'isolation (15, 16, 17, 20, 21, 22) se compose dans la zone du bras de robot
(4) d'un tuyau d'isolation (16) résistant à la flexion, alors que le tuyau souple
d'isolation (15, 16, 17, 20, 21, 22) est souple en flexion dans la zone de l'articulation.
20. Utilisation d'un guide de tuyau souple (18) selon l'une quelconque des revendications
1 à 16 pour l'isolation électrique d'un tuyau souple pour le produit de revêtement
(12, 13, 19) dans un robot de peinture (1).


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