| (19) |
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(11) |
EP 1 761 347 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.08.2009 Patentblatt 2009/35 |
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Anmeldetag: 03.06.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2005/005991 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/000290 (05.01.2006 Gazette 2006/01) |
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VERFAHREN ZUM WALZEN VON BÄNDERN IN EINEM WALZGERÜST
METHOD FOR ROLLING STRIPS IN A ROLL STAND
PROCEDE DE LAMINAGE DE BANDES DANS UNE CAGE DE LAMINOIR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
| (30) |
Priorität: |
28.06.2004 DE 102004031354
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.03.2007 Patentblatt 2007/11 |
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Patentinhaber: SMS Siemag AG |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- BAUMGÄRTEL, Uwe
57271 Hilchenbach (DE)
- WACHSMANN, Ralf
57076 Siegen (DE)
- SEIDEL, Jürgen
57223 Kreuztal (DE)
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Vertreter: Klüppel, Walter et al |
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Patentanwälte Hemmerich & Kollegen
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 055 464
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US-A- 5 655 397
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 018, Nr. 217 (M-1594), 19. April 1994 (1994-04-19) &
JP 06 015322 A (SUMITOMO METAL IND LTD), 25. Januar 1994 (1994-01-25)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 012, Nr. 292 (M-729), 10. August 1988 (1988-08-10) &
JP 63 068201 A (KAWASAKI HEAVY IND LTD), 28. März 1988 (1988-03-28)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Walzen von Bändern in einem Walzgerüst einer
Walzstraße, bestehend aus zwei axial verschiebbaren Arbeitswalzen, die mit einem CVC-Schliff
oder mit ähnlicher Kontur versehen sind, deren gekrümmte Kontur durch ein Polynom
dritter oder höherer Ordnung ausdrückbar ist, aus zwei Stützwalzen und gegebenenfalls
zusätzlich zwei Zwischenwalzen und aus einem Arbeitswalzenbiegesystem und gegebenenfalls
einem zusätzlichen Zwischenwalzenbiegesystem, wobei zur Regelung der Bandplanheit
und des Bandprofils als Stellmechanismen die Arbeitswalzenbiegung oder die Arbeitswalzenverschiebung
fallweise angewendet werden. Ein gattungsgemäßes Verfahren ist z.B. aus
JP-A 0 601 53 22 bekannt. Alternativ oder zusätzlich kann eine Anwendung der Zwischenwalzenbiegung
und Zwischenwalzenverschiebung in gleicher Art wie die Arbeitswalzenbiegung erfolgen.
[0002] Die Bandplanheit wird beim Einsatz von konventionellen Walzen durch die geeignete
Wahl eines Arbeitswalzencrowns (positiv, negativ oder zylindrisch) und der Arbeitwalzenbiegung
eingestellt. Nachteilig ist, dass deshalb bei unterschiedlichen Walzprogrammen unterschiedliche
Arbeitswalzencrowns eingesetzt werden müssen, was das Arbeitswalzenhandling schwierig
macht. Weiterhin erreicht die Arbeitwalzenbiegung bei komplizierteren Walzprogrammen
oftmals ihre Stellgrenze und kann damit die Planheit nicht immer sicherstellen.
[0003] Um das Arbeitswalzenhandling zu vereinfachen und gleichzeitig das Profil und die
Planheit positiv zu beeinflussen, hat sich der Einsatz von Arbeitswalzen mit einer
CVC-Kontur (CVC = Continuously Variable Crown) auch in den hinteren Gerüsten einer
Walzstraße bewährt.
[0004] Die Arbeitswalzenbiegung kommt dabei nur selten an ihre Stellgrenzen und steht für
die dynamische Regelung zur Verfügung. Nachteilig ist, dass bei einer konventionellen
Verschiebepraxis der CVC-Arbeitswalzen der genutzte Verschiebebereich innerhalb eines
Walzprogramms relativ gering ausfällt und die Arbeitswalzen- Verschleißvergleichmäßigung
nur in eingeschränkter Form erfolgt. Als Kompromiss wird deshalb ein flacher CVC-Schliff
eingesetzt, d. h. ein reduzierter CVC-Einstellbereich bei entsprechendem Verschiebehub.
[0005] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren
zum Walzen von Bändern in einem Walzgerüst mit axial verschiebbaren CVC-Arbeitswalzen
oder mit Arbeitswalzen mit ähnlicher Kontur anzugeben, mit dem bei einfachem Walzenhandling
mit gleichzeitig großer Profil- und Planheits-einstellmöglichkeit gleichzeitig auch
der Arbeitswalzenverschleiß vergleichmäßigt wird.
[0006] Die gestellte Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 in Kombination gelöst.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0008] Das zyklische Verschieben von Arbeitswalzen an sich ist bereits bekannt. Allerdings
wurde diese Betriebsweise bisher nur mit Walzen mit einem konventionell bombierten
Arbeitswalzenschliff vornehmlich in den hinteren Gerüsten einer Walzstraße praktiziert
(
Hitachi Review Vol. 34 (1985), No. 4, Seiten 153 bis 167) oder in Ausnahmefällen mit Tapered Rolls in einem eingeschränkten Bereich eingesetzt
(
EP 0153 849 A2).
[0009] Die erfindungsgemäße zyklische Änderung der Arbeitwalzenbiegung an CVC-Walzen, die
einen relativ großen parabolischen Profilstellbereich haben, wurde bisher noch nicht
praktiziert und ist neu. Diese zyklische Änderung der Arbeitwalzenbiegung, die durch
die Walzkraft bzw. durch die Walzkraftverteilung innerhalb der Walzstraße unterstützt
werden kann, initiiert bei CVC-Walzen eine zusätzliche zyklische Verschiebung der
Arbeitswalzen bei gleichzeitiger Arbeitswalzenverschleißvergleichmäßigung. Der große
parabolische Profilstellbereich der CVC-Arbeitswalzen bleibt hierbei jederzeit verfügbar,
um auf veränderte Randbedingungen wie Stützwalzenverschleiß, Thermischer Crown, Walzkraft
oder Gerüstbelastung etc. reagieren zu können. In Abhängigkeit von diesen Randbedingungen
wird dann das zyklische Verschieben der Arbeitswalzen bevorzugt entweder im positiven,
negativen oder im gesamten Verschiebestellbereich durchgeführt.
[0010] Erfindungsgemäß wird das zyklische Verschieben der Arbeitswalzen direkt vorgegeben
oder indirekt durch das zyklische Verändern der Arbeitswalzenbiegung erzwungen, wobei
das Zusammenwirken der Arbeitswalzenverschiebung und der Arbeitswalzenbiegung von
einem Prozessmodell online gesteuert wird.
[0011] Das zyklische Verändern der Arbeitswalzenpositionen oder -biegung wird dabei nur
in dem zulässigen Bereich durchgeführt, in dem die Bandqualitätsparameter wie Planheit
(parabolische und höhere Ordnung), Bandkonturgüte sowie Bandprofilniveau erfüllt werden
können, wobei zur Einhaltung dieser Kriterien durch das Prozessmodell - online überwacht
- der zyklische Verschiebehub oder/und der Preset-Bereich für die Arbeitswalzenbiegung
dann eingeschränkt werden kann.
[0012] Da bei den ersten Einfahrbändern nach beispielsweise einem Walzenwechsel bei der
dann erforderlichen Einstellung von Profil und Planheit automatisch größere Verschiebepositionsänderungen
zu erwarten sind, wird das zyklische Verändern der Arbeitswalzen entweder direkt nach
einem Walzenwechsel oder erst kurz danach aktiviert, beispielsweise nach den ersten
fünf Bändern.
[0013] Statt oder ergänzend der zyklischen Veränderung der Arbeitswalzenbiegung kann alternativ
je nach Gerüstbauart die Zwischenwalzenbiegung oder Zwischenwalzenverschiebung oder
ein Stützwalzenprofilstellglied in analoger Art eingesetzt werden, um eine zyklische
Veränderung der Arbeitswalzenpositionen zu erzeugen.
[0014] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend an in
schematischen Zeichnungsfiguren dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
[0015] Es zeigen:
- Fig. 1
- Bandbreite-Walzprogramm für 85 Bänder,
- Fig. 2
- Fertigbanddicke-Walzprogramm für 85 Bänder,
- Fig. 3 und 4
- konventionelles Verschieben mit hoher Gerüstbelastung,
- Fig. 5 und 6
- konventionelles Verschieben mit niedriger Gerüstbelastung,
- Fig. 7 und 8
- zyklisches Verschieben mit hoher Gerüstbelastung,
- Fig. 9 und 10
- zyklisches Verschieben mit niedriger Gerüstbelastung,
- Fig. 11 1
- Arbeitswalzen-Verschleißkontur bei zyklischem Verschieben,
- Fig. 12
- Arbeitswalzen-Verschleißkontur bei konventionellem Verschieben.
[0016] In den dargestellten Beispielen wurden die simulierten beiden Betriebsweisen: Arbeitswalzenverschiebung
und Arbeitswalzenbiegung für unterschiedliches Verschieben an einem Beispiel eines
Walzprogramms von 85 Bändern (Coils) dargestellt. In den Zeichnungsfiguren 1 bis 10
ist jeweils als Abszisse die Anzahl bzw. die fortlaufende Nummer der Bänder (No. of
Coils) angegeben.
[0017] In Figur 1 sind die entsprechend des Walzprogramms zu walzenden Bandbreiten BB und
in Figur 2 die Fertigbanddicken BD jeweils in mm als Ordinate aufgetragen. Bis etwa
Band No. 40 werden unterschiedliche Bandbreiten BB und Fertigbanddicken BD gewalzt,
danach werden Bänder mit konstanter Bandbreite BB von etwa 1200 mm und konstanter
Fertigbanddicke BD von etwa 2,8 mm erzeugt.
[0018] Für das in den Figuren 1 und 2 dargestellte Walzprogramm wurden in den Figuren 3
bis 6 die zu erwartenden Ergebnisse für konventionelles Verschieben der CVC-Arbeitswalzen
mit unterschiedlicher Gerüstbelastung bzw. unterschiedlichem Stützwalzenverschleiß
aufgetragen.
[0019] In den Figuren 3 und 4 sind die erhaltenen Ergebnisse für die erforderliche Arbeitswalzen-Verschiebeposition
VP in mm (Fig. 3) und die aufgewendete Arbeitswalzen-Biegekraft BK in kN (Fig. 4)
für einen hohen Stützwalzenverschleiß oder eine hohe Gerüstbelastung dargestellt.
Wie dabei der Fig. 3 zu entnehmen ist, werden bei dieser konventionellen Betriebsweise
die Arbeitswalzenpositionen vornehmlich im positiven Bereich eingestellt, um so z.
B. die Belastung der Gerüste zu kompensieren. Zum Teil wird das maximale Schiebelimit
VP
max erreicht.
[0020] In den Figuren 5 und 6 wurden entsprechend den Figuren 3 und 4 die erhaltenen Ergebnisse
für einen geringen Stützwalzenverschleiß oder eine niedrige Gerüstbelastung dargestellt.
Die erhaltenen Kurvenzüge für die Arbeitswalzen-Verschiebe-position VP (Fig. 5) und
für die Arbeitswalzen-Biegekraft BK (Fig. 6) ähneln in ihrer Charakteristik denen
der Figuren 3 und 4, wobei bei annähernd gleicher Biegekraft nun die Arbeitswalzenverschiebewerte
VP - entsprechend der geänderten Randbedingung - mehr im mittleren Verschiebestellbereich
betrieben werden. Gemeinsam ist, dass insgesamt betrachtet bei einer konventionellen
Verschiebepraxis der CVC-Arbeitswalzen der Verschiebebetrag relativ gering ist und
entsprechend dem Walzprogramm die Arbeitswalzen-Biegekraft BK ab etwa dem 40. Band
konstant verläuft (BK
const).
[0021] In den Figuren 7 bis 10 sind für das gleiche Walzprogramm die zu erwartenden Ergebnisse
für das erfindungsgemäße zyklische Verschieben der CVC-Arbeitswalzen bzw. Arbeitwalzenbiegung
bei unterschiedlicher Gerüstbelastung bzw. unterschiedlichem Stützwalzenverschleiß
aufgetragen.
[0022] In den Figuren 7 und 8 sind die erhaltenen Ergebnisse für die Arbeitswalzen-Verschiebeposition
VP in mm (Fig. 7) und die aufgewendete Arbeitswalzen-Biegekraft BK in kN (Fig. 8)
für einen hohen Stützwalzenverschleiß oder einer hohen Gerüstbelastung dargestellt.
Deutlich gegenüber den Ergebnissen des konventionellen Verschiebens der Fig. 3 ist
der große genutzte Einstellbereich der CVC-Arbeitswalzen, wobei die Walzen im positiven
und auch im negativen Bereich betrieben werden.
[0023] In den Figuren 9 und 10 wurden entsprechend den Figuren 7 und 8 die erhaltenen Ergebnisse
für einen geringen Stützwalzenverschleiß oder eine niedrige Gerüstbelastung dargestellt.
Die erhaltenen Kurvenzüge für die Arbeitswalzen-Verschiebe-position VP (Fig. 9) und
für die Arbeitswalzen-Biegekraft BK ähneln auch hier in ihrer Charakteristik denen
der Figuren 7 und 8, wobei bei annähernd gleicher Biegekraft BK ein zyklisches Verschieben
der CVC-Walzen entsprechend der geänderten Randbedingungen mehr im negativen Verschiebe-stellbereich
stattfindet.
[0024] Charakteristisch für die erfindungsgemäße Betriebsweise des zyklischen Verschiebens
ist das gegenläufige Zusammenspiel zwischen der Arbeitswalzen-Verschiebeposition VP
und der Arbeitswalzen-Biegekraft BK, das in den Zeichnungsfiguren deutlich wird. Bei
einer Verschiebung der CVC-Arbeitswalzen in negativer Richtung VP
n ist eine Biegung in positiver Richtung BKp erkennbar und umgekehrt.
[0025] Die durch das erfindungsgemäße zyklische Verschieben der CVC-Arbeitswalzen erzielte
Arbeitswalzen-Verschleissvergleichmässigung wird in den Figuren 11 und 12 deutlich.
Aufgetragen sind hier der Arbeitswalzenverschleiß AV in mm über die Arbeitswalzenballenlänge
BL in mm, welcher am Ende des Walzprogramms entsteht. Bei etwa gleichem Verschleißbetrag
in Ballenmitte ist die Walzenkontur WK bei der zyklischen Betriebsweise (Fig. 11)
im Kantenbereich gegenüber der konventionellen Betriebsweise (Fig. 12) harmonischer
ausgebildet, während bedingt durch die geringere Verschiebung bei der konventionellen
Betriebsweise eine steilere Verschleißflanke mit eckigerem Übergang erkennbar ist.
[0026] Eine haromönischere Arbeitswalzenverschleisskontur wirkt sich positiv auf die Qualität
der Bandkontur aus. Die Entstehung von Bandwulsten oder ein erhöhter Bandkantenabfall
(Edge-Drop) kann somit effizienter kompensiert werden.
Bezugszeichenliste
[0027]
- AV
- Arbeitswalzenverschleiß
- BB
- Bandbreite
- BD
- Fertigbanddicke
- BK
- Arbeitswalzen-Biegekraft
- BKconst
- konstante Biegekraft
- BKmax
- maximale Biegekraft
- BKp
- Biegung in positive Richtung
- BL
- Arbeitswalzen-Ballenlänge
- No.
- Coilanzahl
- VP
- Arbeitswalzen-Verschiebeposition
- VPmax
- maximales Schiebelimit
- VPmin
- minimales Schiebelimit
- VPn
- Verschiebung in negative Richtung
- VPp
- Verschiebung in positive Richtung
- WK
- Arbeitswalzenkontur
1. Verfahren zum Walzen von Bändern in einem Walzgerüst einer Walzstrasse, bestehend
aus
zwei axial verschiebbaren Arbeitswalzen, die mit einem CVC-Schliff oder mit ähnlicher
Kontur versehen sind, deren gekrümmte Kontur durch ein Polynom dritter oder höherer
Ordnung ausdrückbar ist,
- aus zwei Stützwalzen und gegebenenfalls zusätzlich zwei axial verschiebbaren Zwischenwalzen,
und aus einem Arbeitswalzenbiegesystem und gegebenenfalls einem zusätzlichen Zwischenwalzenbiegesystem,
wobei zur Regelung der Bandplanheit und des Bandprofils als Stellmechanismen die Arbeitswalzenbiegung
oder die Arbeitswalzenverschiebung fallweise angewendet werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass durch eine zyklische Veränderung der Arbeitswalzenbiegung von Band zu Band in einem
definiert vorgegebenen Teil ihres Stellbereiches gleichzeitig eine zyklische erweiterte
Verschiebung der Arbeitswalzen angeregt bzw. erzwungen wird, und durch die Kombination
der Wirkung der beiden Stellsysteme (Arbeitswalzenbiegung und Arbeitswalzenverschiebung)
sich in guter Näherung parabolisch wirkende Effekte dieser beiden Stellsysteme gegenseitig
ergänzen,
wobei das Zusammenwirken der Arbeitswalzenverschiebung und der Arbeitswalzenbiegung
online von einem Prozessmodell gesteuert wird und
wobei das zyklische Verändern der Arbeitswalzen nur in dem zulässigen Bereich durchgeführt
wird, in dem die Bandqualitätsparameter wie Planheit (parabolische und höhere Ordnung),
Bandkonturgüte sowie Bandprofilniveau erfüllt sind, und zur Einhaltung dieser Kriterien
online durch das Prozessmodell der zyklische Verschiebehub überwacht und eingeschränkt
werden kann.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass in Abhängigkeit von den Randbedingungen wie beispielsweise Stützwalzenverschleiß,
Thermischer Crown, Walzkraft etc. das zyklische Verschieben der Arbeitswalzen bevorzugt
entweder im positiven, negativen oder im gesamten Verschiebestellbereich durchgeführt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zyklische Verschieben der Arbeitswalzen direkt vorgegeben oder indirekt durch
das zyklische Verändern der Arbeitswalzenbiegung erzwungen wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Arbeitswalzenbiegung durch eine zyklische Veränderung der Walzkraft bzw. der
Walzkraftverteilung innerhalb der Walzstraße unterstützt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass statt oder ergänzend zur zyklischen Veränderung der Arbeitswalzenbiegung alternativ
je nach Gerüstbauart die Zwischenwalzenbiegung oder Zwischenwalzenverschiebung oder
ein Stützwalzenprofilstellglied in analoger Art eingesetzt werden, um eine zyklische
Veränderung der Arbeitswalzenpositionen zu erzeugen.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zyklische Verändern der Arbeitswalzen direkt nach dem Walzenwechsel oder kurz
danach, beispielsweise nach den ersten fünf Bändern, aktiviert wird, da bei den ersten
Einfahrbändern bei Einstellung von Profil und Planheit automatisch größere Verschiebepositionsänderungen
zu erwarten sind.
1. Method of rolling strips in a roll stand of a rolling train, consisting of two axially
displaceable working rolls, which are provided with a CVC cross-section or with similar
contour, the curved contour of which can be expressed by a polynomial of third or
higher order, of two backing rolls and optionally additionally two axially displaceable
intermediate rolls, and of a working roll bending system and optionally an additional
intermediate roll bending system, wherein for regulation of the strip planarity and
the strip profile the working roll bending or the working roll displacement is used
from case to case as setting mechanism, characterised in that a cyclically extended displacement of the working rolls is induced or constrained
simultaneously by a cyclic change of the working roll bending from strip to strip
in a defined preset part of its setting range and through the combination of the action
of the two setting systems (working roll bending and working roll displacement) the
effects, which act parabolically to a good approximation, of these two setting systems
complement one another, wherein the interaction of the working roll displacement and
the working roll bending is controlled on-line by a process model and wherein the
cyclic changing of the working rolls is carried out only in the permissible range
in which the strip quality parameters such as planarity (parabolic and higher order),
strip contour quality and strip profile level are fulfilled, and the cyclic displacement
stroke can be monitored and limited on-line by the process model for maintenance of
these criteria.
2. Method according to claim 1, characterised in that the cyclic displacement of the working rolls is carried out preferably in the positive,
negative or entire displacement setting range depending on the boundary conditions
such as, for example, backing roll wear, thermal crown, rolling force, etc.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the cyclic displacement of the working rolls is directly preset or indirectly constrained
by the cyclic change of the working roll bending.
4. Method according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the working roll bending is assisted by a cyclic change of the rolling force or of
the rolling force distribution within the rolling train.
5. Method according to any one of claims 1 to 4, characterised in that instead of or in addition to cyclic changing of the working roll bending, the intermediate
roll bending or intermediate roll displacement or a backing roll profile setting element
is alternatively used in analogous manner depending on the respective stand mode of
construction in order to produce a cyclic change of the working roll positions.
6. Method according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the cyclic changing of the working rolls is activated directly after the roll change
or shortly thereafter, for example after the first five strips, since in the case
of the first incoming strips automatic larger displacement positional changes are
automatically anticipated when setting profile and planarity.
1. Procédé pour le laminage de bandes dans une cage de laminage d'un laminoir, constitué
par
- deux cylindres de travail pouvant être déplacés axialement, qui sont pourvus d'un
contour meulé en CVC (Continuous Variable Crown) ou d'un contour analogue, dont le
contour courbé peut être exprimé par un polynôme du troisième degré ou plus,
- deux cylindres d'appui et le cas échéant, en outre, deux cylindres intermédiaires
pouvant être déplacés axialement, et
- un système de flexion des cylindres de travail et le cas échéant un système de flexion
supplémentaire des cylindres intermédiaires,
où, pour la régulation de la planéité de la bande et du profilé de la bande, on utilise
au cas par cas comme mécanismes de réglage la flexion des cylindres de travail ou
le déplacement des cylindres de travail,
caractérisé
en ce que par une modification cyclique de la flexion des cylindres de travail, on active ou
on force, d'une bande à l'autre, dans une partie prédéfinie de leur zone de réglage,
simultanément un déplacement cycliquement élargi des cylindres de travail et par la
combinaison de l'effet de deux systèmes de réglage (flexion des cylindres de travail
et déplacement des cylindres de travail) les effets de ces systèmes de réglage, agissant
en bonne approximation de manière parabolique se complètent mutuellement,
l'interaction du déplacement des cylindres de travail et de la flexion des cylindres
de travail étant commandée en ligne par un modèle de processus et la modification
cyclique des cylindres de travail n'étant réalisée que dans la plage autorisée, dans
laquelle les paramètres de qualité de la bande, tels que la planéité (d'ordre parabolique
et supérieur), la qualité du contour de la bande ainsi que le niveau de profilé de
la bande sont satisfaits et, pour respecter ces critères en ligne la course de déplacement
cyclique peut être surveillée et limitée en ligne par le modèle de processus.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé
en ce qu'en fonction des conditions limites, telles que par exemple l'usure des cylindres d'appui,
le bombement thermique, la fente de laminage etc., le déplacement cyclique des cylindres
de travail est réalisé de préférence dans une plage de réglage positive, négative
ou dans toute la plage de réglage du déplacement.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé
en ce que le déplacement cyclique des cylindres de travail est prédéfini directement ou forcé
indirectement par la modification cyclique de la flexion des cylindres de travail.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé
en ce que la flexion des cylindres de travail est soutenue par une modification cyclique de
la force de laminage ou par la répartition de la force de laminage dans le laminoir.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé
en ce qu'au lieu de la modification cyclique de la flexion des cylindres de travail ou de manière
complémentaire à celle-ci, en variante, en fonction du type de construction de la
cage, la flexion des cylindres intermédiaires ou le déplacement des cylindres intermédiaires
ou un élément de réglage du profilé des cylindres d'appui sont utilisés de manière
analogue pour produire une modification cyclique des positions des cylindres de travail.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé
en ce que la modification cyclique des cylindres de travail est activée directement après le
changement de cylindre ou peu après, par exemple après les cinq premières bandes,
car lors des premières bandes introduites, lors du réglage du profilé et de la planéité,
des modifications de position de déplacement importantes sont automatiquement attendues.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente
In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur
- Hitachi Review, 1985, vol. 34, 4153-167 [0008]