[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zähneputzen, umfassend einen
im Handteller einer Hand zu greifenden Griffkörper, ein sich vom Griffkörper längs
des Zeigefingers der Hand an der Fingerinnenseite in Richtung zum vordersten Fingerglied
erstreckendes Zwischenstück und ein sich hieran längs anschließendes Kopfteil mit
einer fingerseitig angeordneten Anlagefläche für das vorderste Fingerglied des Zeigefingers
und einer der Anlagefläche gegenüberliegend angeordneten Borstenanordnung.
[0002] Eine solche Vorrichtung ist sowohl aus der
EP 1234524 A2 als auch aus der
DE 510572 C bekannt. Ausgangspunkt der in den vorgenannten Druckschriften angestellten Überlegungen
war es in beiden Fällen, eine an dem vordersten Fingerglied des Zeigefingers einer
Hand befestigte Fingerzahnbürste zum Zweck einer bequemeren Bedienbarkeit und eines
besseren Kraftübertrags auf die Borstenanordnung durch eine bis in den Handteller
reichende Verlängerung zu verbessern. Fingerzahnbürsten als solche sind in verschiedensten
Ausführungsformen, z.B. aus der
DE 20103176 U1, der
DE 29723497 U1, der
DE 29515202 U1 oder der
EP 0985364 A2, bekannt.
[0003] Wie bereits in der
EP 1234524 A2 erkannt wurde, eignet sich eine Vorrichtung zum Zähneputzen der eingangs genannten
Art insbesondere für Kinder sowie geistig und/oder körperlich beeinträchtigte Personen,
denen die Handhabung einer herkömmlichen Zahnbürste häufig Probleme bereitet. Dadurch
daß die Zahnreinigung mittels einer direkt am vordersten Fingerglied des Zeigefingers
anliegenden Fingerzahnbürste erfolgt, ergibt sich eine auch für nur grobmotorisch
veranlagte Personen einfache und intuitive Bedienung. Die durch das am Zeigefinger
verlaufende Zwischenstück und das im Handteller zu greifende Griffstück erfolgende
Versteifung der Bewegungsfreiheit des Zeigefingers bzw. der gesamten Hand hat jedoch
auch Nachteile. Insbesondere ist dadurch nicht immer ein optimales Reinigungsergebnis
erzielbar.
[0004] Vor allem für Kinder, körperlich und/oder geistig behinderte Personen erweist es
sich häufig als unmöglich, sämtliche Außen-, Innen- und Kauflächen aller Zähne, insbesondere
der hinteren Backenzähne, in beiden Kieferhälften zu reinigen. Bereits nicht in ihren
motorischen Fähigkeiten beeinträchtigte Personen müssen hierfür eine gewisse Verrenkung
vollziehen.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, eine gattungsgemäße Vorrichtung
zum Zähneputzen derart weiterzubilden, daß bei einfacher Bedienbarkeit ein verbesserter
Reinigungserfolg erzielbar ist. Weitere Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung
werden nachfolgend diskutiert.
[0006] Die vorstehende Aufgabe wird mit einer erfindungsgemäßen Zahnputzvorrichtung nach
Anspruch 1 gelöst, bei der der Griffkörper im wesentlichen symmetrisch zu einer in
etwa parallel zum Handteller verlaufenden Mittelebene ausgebildet ist und deren Kopfteil
relativ zum Griffkörper zwei verschiedene Gebrauchsstellungen einnehmen kann, in denen
es relativ zur jeweils anderen Gebrauchsstellung um seine Längsachse um etwa 180°
verdreht ist.
[0007] Mit anderen Worten: Die des Kopfteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung bildende und
über ein Zwischenstück mit einem im wesentlichen symmetrisch ausgebildeten Griffkörper
verbundene Fingerzahnbürste kann aus einer ersten Gebrauchsstellung in eine zweite
Gebrauchsstellung überführt werden, in der sie - um die parallel zu dem ausgestreckten
Zeigefinger verlaufende Längsachse des Kopfteils - um 180° gegenüber der ersten Gebrauchsstellung
verdreht ist.
[0008] Dadurch wird erreicht, daß die Vorrichtung von einer Person nicht nur mit einer,
sondern auch mit der anderen Hand bedienbar ist, wozu lediglich das Kopfteil von einer
Gebrauchsstellung in die andere überführt werden muß. Dies bietet mehrere Vorteile
und beruht auf den folgenden Erkenntnissen.
[0009] Erstens kann der beim Zähneputzen zu erzielende Reinigungserfolg erhöht werden, da
einige Zahnflächen, insbesondere solche der hinteren Backenzähne, einfacher erreichbar
sind, wenn hierzu die Zahnputzvorrichtung in die andere Hand gewechselt und auch mit
dieser verwendet werden kann. Dies war mit gattungsgemäßen Vorrichtungen aus dem vorbekannten
Stand der Technik nicht möglich.
[0010] Zweitens betrifft der vorstehend genannte Vorteil vor allem Kinder, Jugendliche und
Erwachsene, die in der Bewegung ihrer Hände und/oder Finger beeinträchtigt sind. Viele
motorische Beschwerden, die eine Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit der Hände
und/oder Finger mit sich bringen, treten schubweise oder manchmal schwächer und manchmal
stärker zu Tage. Falls also nun eine Hand - entweder dauerhaft oder vorrübergehend
- nicht ausreichend bewegbar ist, um alle Zahnbereiche mit der in dieser Hand gehaltenen
Zahnputzvorrichtung zu reinigen, kann nun einfach das Kopfteil der erfindungsgemäßen
Vorrichtung in seine zweite Gebrauchsstellung verstellt und die Vorrichtung mit der
anderen Hand gegriffen werden, um die zuvor nur umständlich oder gar nicht erreichbaren
Zahnbereiche putzen zu können.
[0011] Und schließlich stellt die erfindungsgemäße Vorrichtung auch ein geeignetes Mittel
zur spielerischen Schulung und Entwicklung der motorischen Fähigkeiten von Kindern
dar, da rechtshändige Kinder bei der Handhabung der erfindungsgemäßen Zahnputzvorrichtung
mit abwechselnd beiden Händen auch den Gebrauch ihrer linken Hand verbessern. Dies
gilt selbstverständlich auch umgekehrt für linkshändige Kinder, die beim Zähneputzen
spielerisch die motorischen Fähigkeiten ihrer rechten Hand schulen, um alle zu reinigenden
Zahnflächen zu erreichen.
[0012] In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, daß aus der
DE 19604057 A1 und der
WO 96/22038 A1 bereits herkömmliche Zahnbürsten bekannt sind, deren Bürstenköpfe zum Zwecke der
Erzielung einer besseren Reinigungsleistung bei unverändert in einer Hand gehaltenem
Zahnbürstenstiel zwischen verschiedenen Gebrauchsstellungen verdrehbar sind. Diese
Drehbarkeit des Bürstenkopfs hat dort also nichts mit einem Wechsel der Zahnbürste
von der rechten in die linke Hand (bzw. umgekehrt) zu tun, ohne den die Zahnputzvorrichtung
der vorliegenden Erfindung nicht sinnvoll in beiden Gebrauchsstellungen greifbar bzw.
bedienbar wäre, da - ohne Handwechsel, der erst durch die zwei Gebrauchsstellungen
ermöglicht wird - die Borstenanordnung zum Finger und nicht zu den Zähnen hin weisen
würde.
[0013] In einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, daß
das Kopfteil drehbar zum Griffkörper gelagert ist. Dies kann dadurch erreicht werden,
daß entweder das Kopfteil drehbar am Zwischenstück oder - falls das Kopfteil und das
Zwischenstück drehfest miteinander verbunden sind - das Zwischenstück drehbar am Griffkörper
gelagert ist. Diese Drehbarkeit sollte ersichtlich die Möglichkeit umfassen, das Kopfteil
ausgehend von der ersten Gebrauchsstellung relativ zum Griffstück um etwa 180° in
die zweite Gebrauchsstellung zu verdrehen. Die Drehbarkeit kann auf den zur Verstellung
zwischen den Gebrauchsstellungen erforderlichen Winkelbereich von etwa 180° beschränkt
sein. Andererseits kann jedoch auch eine Drehbarkeit um 360° oder gar eine - bezogen
auf eine Drehrichtung - endlose Drehbarkeit vorgesehen sein. Durch die drehbare Lagerung
des Kopfteils relativ zum Griffkörper kann dieses äußerst einfach und bedienungsfreundlich
von der ersten in die zweite Gebrauchsstellung und umgekehrt überführt werden.
[0014] Daneben kann das Kopfteil infolge seiner drehbaren Lagerung relativ zum Griffkörper
auch Zwischenstellungen einnehmen. Dies erweist sich insbesondere für diejenigen Zwischenstellungen
als vorteilhaft, die mit einer der beiden (exakten) Gebrauchsstellungen einen nur
kleinen Winkel einschließen, da das Kopfteil sich dann beim Reinigen der Zähne innerhalb
gewisser Grenzen automatisch in seiner Winkellage an den jeweilige Winkel zu der gerade
zu reinigenden Zahnfläche anpassen kann, was das Reinigungsergebnis nochmals erhöht.
[0015] Gemäß einer anderen ebenfalls vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen
sein, daß das Kopfteil und das Zwischenstück oder das Zwischenstück und der Griffkörper
mittels einer bevorzugt nur in den beiden Gebrauchsstellungen zusammen passenden Steckverbindung
verbunden sind. Zur Verstellung der Gebrauchsstellung muß demnach nur die Steckverbindung
gelöst und in der jeweils anderen Gebrauchsstellung wieder zusammengefügt werden.
[0016] Diese Steckverbindung kann dabei zum einen derart ausgestaltet sein, daß das Kopfteil
in beiden Gebrauchsstellungen jeweils vollkommen drehfest über das Zwischenstück mit
dem Griffstück verbunden ist. Dies ist insbesondere aus Gründen der Bedienungsfreundlichkeit
von Vorteil, da eine leichtgängige Verdrehbarkeit des Kopfteils - insbesondere wenn
die erfindungsgemäße Zahnputzvorrichtung von in ihrer Motorik eingeschränkten Personen
bedient wird - schwer zu handhaben ist.
Das Anlegen des vordersten Fingerglieds bzw. der Fingerkuppe des Zeigefingers an die
hierfür bestimmte Anlagefläche eines über große Winkelbereiche verdrehbaren Kopfteils
erfordert eine gewisse Geschicklichkeit.
[0017] Andererseits kann bei einer Steckverbindung auch vorgesehen sein, daß das Kopfteil
in seinen beiden Gebrauchsstellungen zur Anpassung seiner exakten Winkellage an eine
ansonsten leicht gewinkelt zur Borstenanordnung stehende Zahnfläche eine geringe Verdrehbarkeit
innerhalb eines begrenzten Winkelbereichs aufweist. Ein Bedarf hierfür leitet sich
insbesondere daraus ab, daß in der Bewegbarkeit von Unterarm oder Händen beeinträchtigte
Personen ggfs. Schwierigkeiten damit haben können, das vorderste Fingerglied des Zeigefingers
und damit die an dem Kopfteil angeordnete Borstenanordnung zu jeder zu reinigenden
Zahnfläche parallel zu stellen. Im übrigen erhöht sich damit auch allgemein die Reinigungsleistung
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0018] Beispielsweise kann bei zwei sich um 180° unterscheidenden Gebrauchsstellungen daran
gedacht sein, durch entsprechende Ausgestaltung der Steckverbindung eine relative
Verdrehung von Kopfteil und Griffkörper um bevorzugt +/- 20° oder auch nur +/-10°
um die jeweilige Nullstellung der beiden Gebrauchsstellungen zuzulassen. Infolge der
nur begrenzten Verdrehbarkeit innerhalb der jeweiligen Gebrauchsstellung bleibt die
Vorrichtung einfach zu bedienen.
[0019] Die Anpassung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung für Personen mit verschieden großen
Hände und verschieden langen Zeigefingern ist im Prinzip durch verschieden lange Zwischenstücke
realisierbar. Es erweist sich jedoch als äußerst vorteilhaft, wenn das Kopfteil und
das Zwischenstück längenveränderbar zueinander fixierbar sind, da dann zur Anpassung
an verschieden große Hände bzw. verschieden lange Zeigefinger keine verschieden großen
Zahnputzvorrichtungen bzw. verschieden langen Zwischenstücke bereitgestellt werden
müssen. Vor allem kann die erfindungsgemäße Vorrichtung damit an den Wachstumsprozeß
von Kindern angepaßt werden und für verschieden große Kinder in nur einer - längenveränderbaren
- Ausführung angeboten werden. Die vorstehend erläuterte längenveränderliche Fixierung
kann in besonders vorteilhafter Weise dadurch realisiert sein, daß die weiter oben
erläuterte Steckverbindung derart ausgeführt wird, daß eine Fixierung des Kopfteils
am Zwischenstück in verschiedenen Längsstellungen möglich ist. Hierzu bietet sich
insbesondere ein Rastmechanismus an, der eine in gleichmäßigen Abständen längenveränderbare
Fixierung von Kopfteil und Zwischenstück ermöglicht.
[0020] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß am Kopfteil auf
Seiten der Anlagefläche ein im wesentlichen ringförmiges Befestigungselement zur Fixierung
des daran anliegenden vordersten Fingerglieds des Zeigefingers angeordnet ist. Ein
solches ringförmiges Befestigungselement ist bevorzugt aus einem elastischen und strapazierfähigen
Textilstoff hergestellt, der ein einfaches Einschieben des Zeigefingers und eine ausreichende
Befestigung desselben ermöglicht. Die dadurch erfolgende Fixierung des vordersten
Zeigefingerglieds am Kopfteil erweist sich vor allem in Kombination mit der vorgenannten
Längenveränderbarkeit als vorteilhaft, da damit ein unbeabsichtigtes Verstellen der
Länge während des Zähneputzens wirksam verhindert wird.
[0021] Besonders bevorzugt kann vorgesehen sein, daß Griffkörper und Zwischenstück einteilig
miteinander ausgebildet sind. Dies sorgt bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung insbesondere
im Bereich des Übergangs vom Griffkörper zum Zwischenstück für die notwendige Festigkeit,
da in diesem Bereich die durch den anliegenden Zeigefinger aufgebrachte Hebelkraft
besonders groß ist.
[0022] Außerdem erweist es sich - auch aus Gründen eines besseren Reinigungserfolgs - als
vorteilhaft, wenn das Zwischenstück quer zu seiner Längsachse biegeelastisch ausgebildet
ist, so daß eine gewisse Krümmung des Zeigefingers ermöglicht wird. Durch die hierdurch
erhöhte Beweglichkeit des Zeigefingers erhöht sich auch der mit der Vorrichtung zu
erzielende Reinigungserfolg. Sofern das Zwischenstück einstückig am Griffkörper angeformt
ist, ist diese Biegeelastizität vorteilhaft in beide Richtungen gleichermaßen ausgeprägt,
damit die Vorrichtung in beiden Gebrauchsstellungen des Kopfstücks und damit in beiden
Händen einer Person gleichermaßen bedienbar ist. Sofern jedoch das Zwischenstück gemeinsam
mit dem Kopfteil um etwa 180° zwischen den beiden Gebrauchsstellungen verdreht wird,
kann auch eine nur einseitig ausgeprägte Biegeelastizität vorgesehen sein, womit ein
Überdehnen des am Kopfteil befestigten Zeigefingers nach hinten nicht möglich ist.
[0023] Bevorzugt ist die eine Trägerplatte sowie die an der Trägerplatte befestigten Borsten
umfassende Borstenanordnung lösbar im Kopfteil der Vorrichtung befestigt. So kann
die Borstenanordnung einfach ausgetauscht werden, wenn die Steifigkeit der Borsten
nach längerem Gebrauch keinen ausreichenden Putzerfolg mehr sicherstellt oder aus
hygienischen Gründen ausgetauscht werden sollte. Ein Austausch des gesamten Kopfteils
ist dann nicht notwendig.
[0024] Gemäß einer weiteren bevorzugte Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein,
daß am Griffkörper beidseits der Mittelebene jeweils eine Aufnahme für einen Werbeträger
ausgebildet ist. Als Werbeträger im vorgenannten Sinne ist bevorzugt an ein mittels
einer durchsichtigen Abdeckung schmutzdicht in der Aufnahme zu befestigendes Werbemotiv
zu denken. Die beiden möglichst einfach auszutauschenden Werbeträger sind infolge
ihrer beidseitigen Anordnung von beiden Seiten des Griffkörpers zu erkennen. Verschiedene
Hersteller oder Lizenznehmer können eine erfindungsgemäße Vorrichtung dann mit austauschbaren
Werbemotiven versehen. Unter Werbemotiv ist hierbei jedwede graphische Darstellung
zu verstehen, die geeignet ist, dem Griffstück einen individuellen Charakter zu verleihen.
Für Kinder kann dabei an Abbildungen von momentan gerade aktuellen Comicfiguren gedacht
werden, die durch entsprechenden Austausch immer dem aktuell bevorzugten Motiv entsprechen
können. Auch hierdurch läßt sich die Motivation von Kindern zum Zähneputzen und damit
auch der Reinigungserfolg steigern.
[0025] Ferner kann vorgesehen sein, daß an dem im wesentlichen zu einer Mittelebene symmetrischen
Griffkörper beidseits der Mittelebene jeweils eine Aufnahme für eine daran befestigbare
Griffschale ausgebildet ist. Diese Aufnahmen erweisen sich zur ergonomischen Anpassung
des Griffkörpers an die jeweilige Hand mittels einer nur einseitig oder zweier beidseitig
anzubringender Griffschalen als vorteilhaft. Insbesondere kann daran gedacht werden,
zwei auf verschiedenen Seiten des Griffkörpers in den entsprechenden Aufnahmen zu
befestigende Griffschalen derart asymmetrisch auszugestalten, daß sie in einer ersten
Anordnung den Griffkörper an eine rechte Hand und in einer zweiten, vertauschten Anordnung
an eine linke Hand ergonomisch angepaßt sind. Insbesondere können in solche Griffschalen
auch entsprechende Furchen bzw. Vertiefungen für die den Griffkörper im Handteller
haltenden Finger eingebracht sein. Dies sind zumeist der Mittelfinger und der Ringfinger,
ggfs. auch der kleine Finger.
[0026] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer in einer linken Hand gehaltenen erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
- Fig. 2
- das in einer rechten Hand gehaltene Ausführungsbeispiel aus Fig. 1,
- Fig. 3
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Zähneputzen
und
- Fig. 4
- ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0027] Die Fig. 1 und 2 zeigen jeweils dasselbe Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung 1 zum Zähneputzen umfassend einen Griffkörper 2, ein einteilig am Griffkörper
2 angeformtes Zwischenstück 3 und ein Kopfteil 4. In Fig. 1 ist die Vorrichtung 1
in der linken Hand 5 einer - nicht dargestellten - Person gehalten. Fig. 2 zeigt die
Vorrichtung 1 in der rechten Hand 6 derselben Person.
[0028] Das Griffstück 2 ist dabei jeweils im Handteller 7 der Hand 5, 6 angeordnet und das
Zwischenstück 3 erstreckt sich ausgehend vom Griffkörper 2 längs des Zeigefingers
8 der jeweiligen Hand 5, 6 an dessen Fingerinnenseite 9. Das als Fingerzahnbürste
ausgestaltete Kopfteil 4 weist fingerseitig eine - in den Fig. 1 und 2 aus perspektivischen
Gründen nicht dargestellte - Anlagefläche für das vorderste Glied 10 des jeweiligen
Zeigefingers 7 auf und eine dieser Anlagefläche gegenüberliegend angeordnete Borstenanordnung
aus Borsten 11 und einer die Borsten 11 tragenden Trägerplatte 12 auf. Die Trägerplatte
12 ist gemeinsam mit den daran befestigten Borsten 11 aus dem Kopfteil 4 entnehmbar
und gegen eine neue Trägerplatte mit neuen Borsten austauschbar.
[0029] Das auf das Zwischenstück 3 mittels einer nicht näher dargestellten Steckverbindung
13 aufgesteckte Kopfteil 4 der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 ist zwischen einer
ersten, in Fig. 1 dargestellten und einer zweiten, in Fig. 2 dargestellten, Gebrauchsstellung
verstellbar, so daß die Borsten 11 der Borstenanordnung - egal in welcher Hand 5,
6 die Vorrichtung 1 gehalten wird - von der Innenseite 9 des Zeigefingers 8 im Bereich
des vordersten Fingerglieds 10 abstehen. Die beiden in den Fig. 1 und 2 dargestellten
Gebrauchsstellungen des Kopfteils 4 unterschieden sich dadurch, daß das Kopfteil in
jeder der beiden Gebrauchsstellungen relativ zur jeweils anderen Gebrauchsstellung
um 180° um seine Längsachse L verdreht ist.
[0030] Um ein für beide Hände 5, 6 gleichermaßen angenehmes Greifen des Griffkörpers 2 zu
ermöglichen, ist dieser ballig und im wesentlichen symmetrisch zu einer in etwa parallel
zum Handteller 7 verlaufenden Mittelebene ausgebildet. In dieser Mittelebene verlaufen
die beiden das Griffstück auf verschiedenen Höhen mittig teilenden und parallel zueinander
verlaufenden Geraden M
1 und M
2.
[0031] Wie den Fig. 1 und 2 zu entnehmen ist, erstreckt sich der dem Zwischenstück 3 auf
der dem Kopfteil 4 abgewandten Seite anschließende und ballig ausgebildete Griffkörper
2 nicht nur in dessen Längsrichtung, sondern auch in einer quer hierzu verlaufenden
Richtung, um bei bestimmungsgemäßem Griff der Zahnputzvorrichtung vom Handteller aufgenommen
und dabei wenigstens vom Mittelfinger, ggfs. zusätzlich auch von Ringfinger und kleinem
Finger gegen den Handteller gehalten werden zu können.
[0032] Das in Fig. 3 gezeigte Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1
zum Zähneputzen umfaßt ebenso wie das Ausführungsbeispiel aus den Fig. 1 und 2 einen
Griffkörper 2, ein einteilig mit diesem ausgebildetes Zwischenstück 3 und ein auf
das Zwischenstück 3 aufsteckbares Kopfteil 4 mit einer aus Trägerplatte 12 und Borsten
11 bestehenden Borstenanordnung. Auf der der Borstenanordnung gegenüberliegenden Seite
des Kopfteils 4 befindet sich auch hier eine Anlagefläche 14 für das vorderste Fingerglied
eines in Fig. 3 nicht dargestellten Zeigefingers, das daran mittels eines elastischen
und im wesentlichen ringförmigen Befestigungsmittels 15 fixiert werden kann, indem
der Zeigefinger gemäß Pfeil Z in das ringförmige Befestigungsmittel eingeschoben wird.
[0033] Die Steckverbindung 13 dieses Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
1 ist dadurch realisiert, daß zwei gegenüberliegend am Kopfteil 4 von diesem in Längsrichtung
hervorspringende Befestigungsarme 16 linear gemäß Pfeil A in eine entsprechend ausgebildete
und ebenfalls längs verlaufende Nut 17 an der Außenseite des Zwischenstücks 3 eingeführt
werden können. An jedem der Befestigungsarme 16 sind jeweils endseitig nach innen
weisende Vorsprünge 18 angeordnet, die zur längenveränderlichen Fixierung des Kopfteils
4 am Zwischenstück 3 in verschiedene, in Längsrichtung in gleichmäßigen Abständen
verteilte und passend zum Vorsprung 18 ausgebildeten Vertiefungen 19 innerhalb der
jeweiligen Nut 17 eingreifen können. Das Kopfteil 4 der Vorrichtung 1 kann - bei gelöster
Steckverbindung 13 - durch Drehung um 180° gemäß Pfeil B um seine Längsachse L in
seine zweite Gebrauchsstellung überführt werden, in der die Vorrichtung 1 dann mit
der anderen Hand einer Person gegriffen und bedient werden kann. Am Griffkörper 2
ist beidseits der durch die Linie 23 veranschaulichten Mittelebene je eine Aufnahme
20 für einen darin anzuordnenden Werbeträger 21 mit einem austauschbaren Werbemotiv
22 angeordnet.
[0034] Fig. 4 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
1, das sich von derjenigen aus Fig. 3 im wesentlichen nur durch eine andere Ausgestaltung
der das Kopfteil 4 mit dem Zwischenstück 3 verbindenden Steckverbindung 13 unterscheidet.
Das in Fig. 4 auf einen Endabschnitt des Zwischenstücks 3 aufgesteckte Kopfteil 4
weist an seiner Außenseite auf einander gegenüberliegenden Seiten (von denen aus perspektivischen
Gründen nur eine Seite dargestellt ist) jeweils drei in Längsrichtung gleichmäßig
beabstandete Durchbrüche 24 auf, in die entsprechend auf der Außenseite des Zwischenstücks
3 angeordnete, durch eine federnde Lagerung eine Rastverbindung ermöglichende Kugeln
25 eingreifen können. Ausgehend von der in Fig. 4 dargestellten Stellung ist das Kopfteil
4 gemäß Doppelpfeil C in Längsrichtung langenveränderlich am Zwischenstück 3 in verschiedenen
Stellungen fixierbar, die dadurch gekennzeichnet sind, daß jeweils mindestens zwei
gegenüberliegende Kugeln 25 in mindestens zwei gegenüberliegende Durchbrüche 24 eingreifen.
[0035] Das Kopfteil 4 kann ferner ausgehend von der in Fig. 4 dargestellten ersten Gebrauchsstellung
durch Drehung um seine Längsachse L gemäß Pfeil B in seine um etwa 180° verdrehte
Gebrauchsstellung überführt werden, in der die Kugeln 25 dann mit den zuvor jeweils
gegenüberliegend angeordneten Durchbrüchen des Kopfteils 4 für eine Rastverbindung
sorgen.
[0036] Die Durchbrüche 24 sind in Umfangsrichtung länglich ausgeführt, so daß das Kopfteil
4 in jeder der beiden möglichen Gebrauchsstellungen um einen begrenzten Winkelbereich
um die dargestellte Nullstellung herum gemäß Doppelpfeil D relativ zum Griffkörper
2 der Vorrichtung 1 drehbar gelagert ist.
1. Vorrichtung (1) zum Zähneputzen, umfassend einen im Handteller (7) einer Hand (5,
6) zu greifenden Griffkörper (2), ein sich vom Griffkörper (2) längs des Zeigefingers
(8) der Hand (5, 6) an der Fingerinnenseite (9) in Richtung zum vordersten Fingerglied
(10) erstreckendes Zwischenstück (3) und ein sich hieran längs anschließendes Kopfteil
(4) mit einer fingerseitig angeordneten Anlagefläche für das vorderste Fingerglied
(10) des Zeigefingers (8) und einer der Anlagefläche (14) gegenüberliegend angeordneten
Borstenanordnung (11,12), wobei der Griffkörper (2) im wesentlichen symmetrisch zu
einer in etwa parallel zum Handteller (7) verlaufenden Mittelebene ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kopfteil (4) relativ zum Griffkörper (2) zwei verschiedene Gebrauchsstellungen
einnehmen kann, in denen es relativ zur jeweils anderen Gebrauchsstellung um seine
Längsachse (L) um etwa 180° verdreht ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
daß das Kopfteil (4) drehbar zum Griffkörper (2) gelagert ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kopfteil (4) und das Zwischenstück (3) oder das Zwischenstück (3) und der Griffkörper
(2) mittels einer in den beiden Gebrauchsstellungen zusammen passenden Steckverbindung
(13) verbunden sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kopfteil (4) in beiden Gebrauchsstellungen über das Zwischenstück (3) mit dem
Griffstück (2) drehfest oder nur innerhalb eines begrenzten Winkelbereichs um eine
Nullstellung der Gebrauchsstellung herum drehbar verbunden ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kopfteil (4) und das Zwischenstück (3) längenveränderbar zueinander fixierbar
sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Kopfteil (4) auf Seiten der Anlagefläche (14) ein im wesentlichen ringförmiges
Befestigungselement (15) zur Fixierung des daran anliegenden vordersten Fingerglieds
(10) des Zeigefingers (8) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Zwischenstück (3) und der Griffkörper (2) einteilig ausgebildet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Zwischenstück (2) quer zu seiner Längsachse biegeelastisch ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Borstenanordnung eine lösbar im Kopfteil (4) befestigte Trägerplatte (12) für
die Borsten (11) umfaßt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Griffkörper (4) beidseits der Mittelebene jeweils eine Aufnahme (20) für einen
Werbeträger (21, 22) ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Griffkörper (2) beidseits der Mittelebene jeweils eine Aufnahme für je eine daran
befestigbare Griffschale ausgebildet ist.
1. Device (1) for cleaning teeth, comprising a gripping body (2) to be gripped in the
palm (7) of a hand (5, 6), an intermediate piece (3) extending from the gripping body
(2) along the index finger (8) of the hand (5, 6) on the inner side (9) of the finger
in the direction of the foremost phalanx (10), and a head part (4) adjoining hereto
longitudinally, with a contact surface, arranged on the finger side, for the foremost
phalanx (10) of the index finger (8) and with a bristle arrangement (11,12) arranged
opposite the contact surface (14), wherein the gripping body (2) is designed substantially
symmetrically to a midplane running approximately parallel to the palm (7),
characterized in that
the head part (4) can assume two different usage positions relative to the gripping
body (2), in which it is rotated through approximately 180° about its longitudinal
axis (L) relative to the other respective usage position.
2. Device according to Claim 1,
characterized in that
the head part (4) is mounted rotatably to the gripping body (2).
3. Device according to Claim 1,
characterized in that
the head part (4) and the intermediate piece (3) or the intermediate piece (3) and
the gripping body (2) are connected by means of a socket connection (13) fitting in
the two usage positions.
4. Device according to Claim 3,
characterized in that
in both usage positions, the head part (4) is connected via the intermediate piece
(3) with the gripping piece (2) so as to be locked against relative rotation or so
as to be rotatable only within a limited angle range about a neutral position of the
usage position.
5. Device according to Claim 1,
characterized in that
the head part (4) and the intermediate piece (3) are able to be fixed to each other
so as to be longitudinally adjustable.
6. Device according to Claim 1,
characterized in that
a substantially ring-shaped fastening element (15) is arranged on the head part (4)
on the side of the contact surface (14) for fixing the foremost phalanx (10) of the
index finger (8) lying against it.
7. Device according to Claim 1,
characterized in that
the intermediate piece (3) and the gripping body (2) are constructed in a single piece.
8. Device according to Claim 1,
characterized in that
the intermediate piece (3) is constructed so as to be flexurally elastic transversely
to its longitudinal axis.
9. Device according to Claim 1,
characterized in that
the bristle arrangement comprises a support plate (12) for the bristles (11) which
is fastened detachably in the head part (4).
10. Device according to Claim 1,
characterized in that
a mounting (20) for an advertisement carrier (21, 22) is formed on the gripping body
(2) respectively on both sides of the midplane.
11. Device according to Claim 1,
characterized in that
on the gripping body (2) on both sides of the midplane a mounting is formed in each
case for a grip recess which is able to be fastened respectively thereon.
1. Dispositif (1) pour se laver les dents, comprenant une poignée (2) à saisir dans la
paume (7) d'une main (5, 6), une pièce intermédiaire (3) s'étendant depuis la poignée
(2) le long de l'index (8) de la main (5, 6) sur le côté intérieur du doigt (9) en
direction de la première phalange (10) et une partie de tête (4) se raccordant le
long de celle-ci comprenant une face d'appui placée côté doigt pour la première phalange
(10) de l'index (8) et un dispositif de soies (11, 12) opposé à la face d'appui (14),
la poignée (2) étant essentiellement symétrique à un plan médian sensiblement parallèle
à la paume (7), caractérisé en ce que la partie de tête (4) peut adopter deux positions d'utilisation différentes par rapport
à la poignée (2), dans lesquelles elle est tournée d'environ 180° sur son axe longitudinal
(L) par rapport à l'autre position d'utilisation respective.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la partie de tête (4) est rotative par rapport à la poignée (2).
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la partie de tête (4) et la pièce intermédiaire (3) ou la pièce intermédiaire (3)
et la poignée (2) sont reliées au moyen d'un raccord caché (13) compatible avec les
deux positions d'utilisation.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que dans les deux positions d'utilisation, la partie de tête (4) est reliée par la pièce
intermédiaire (3) à la poignée (2) en étant bloquée en rotation ou pouvant tourner
uniquement dans un angle délimité autour d'une position nulle d'utilisation.
5. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la partie de tête (4) et la pièce intermédiaire (3) peuvent être fixées l'une à l'autre
en étant modifiables en longueur.
6. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que sur la partie de tête (4), sur les côtés de la face d'appui (14), un élément de fixation
(15) essentiellement annulaire est placé pour fixer la première phalange (10) posée
dessus de l'index (8).
7. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pièce intermédiaire (3) et la poignée (2) sont d'un seul tenant.
8. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pièce intermédiaire (3) est élastique en flexion transversalement à son axe longitudinal.
9. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de soies comprend une plaque de support (12) pour les soies (11) fixée
de manière détachable dans la partie de tête (4).
10. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que sur la poignée (2), un évidement (20) respectif pour un support publicitaire (21,
22) est formé des deux côtés du plan médian.
11. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que sur la poignée (2), un évidement respectif pour une coque de poignée pouvant être
fixée dessus, est formé des deux côtés du plan médian.