| (19) |
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(11) |
EP 1 927 086 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.08.2009 Patentblatt 2009/35 |
| (22) |
Anmeldetag: 08.09.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2006/008792 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/028640 (15.03.2007 Gazette 2007/11) |
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| (54) |
VERFAHREN UND VORRICHUNG ZUM TESTEN VON WERTDOKUMENTEN
METHOD AND DEVICE FOR TESTING VALUABLE DOCUMENTS
PROCEDE ET DISPOSITIF POUR TESTER DES DOCUMENTS DE VALEUR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
09.09.2005 DE 102005042991
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.06.2008 Patentblatt 2008/23 |
| (73) |
Patentinhaber: Giesecke & Devrient GmbH |
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81677 München (DE) |
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Erfinder: |
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- EHRICH, Sven
85293 Reichertshausen (DE)
- WUNDERER, Bernd
80805 München (DE)
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| (74) |
Vertreter: Klunker . Schmitt-Nilson . Hirsch |
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Destouchesstrasse 68 80796 München 80796 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 092 691 US-A- 3 938 663 US-A- 4 623 975
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DE-A1- 2 749 873 US-A- 4 547 896 US-A- 6 161 869
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Testen
von-Wertdokumenten, insbesondere Banknoten, um Wertdokuinenteigenschaften zu ermitteln.
[0002] Bei Wertdokumenten im Sinne der vorliegenden Erfindung handelt es sich insbesondere
um Banknoten, aber auch um andere eine Absicherung benötigende Dokumente und Urkunden
wie zum Beispiel Schecks, Aktien, Ausweiskarten, Pässe, Eintrittskarten, Fahrscheine
und dergleichen.
[0003] Charakteristische Eigenschaften dieser Wertdokumente werden zur Bestimmung ihrer
Echtheit geprüft. Dazu werden, unterschiedlichste, an die jeweils zu prüfenden Eigenschaften
angepasste Sensoren eingesetzt. Mittels optischer Sensoren lassen sich beispielsweise
die Absorptions-, Transmissions- und/ oder Lumineszenzeigenschaften von Wertdokumenten
testen.
[0004] Aufgrund täglichen Gebrauchs kann es bei manchen Wertdokurnentarten zu Abnutzungserscheinungen
kommen. Dies gilt insbesondere für Banknoten, die im Laufe der Zeit verknittern und
deren Oberflächen verschmutzen. Beides bewirkt ein unsymmetrisches Reflexionsverhalten.
Um auch derartige Wertdokumente zuverlässig mittels optischer Sensoren testen zu können,
wird der zu testende Wertdokumentbereich gleichzeitig aus verschiedenen Richtungen
beleuchtet. Dadurch sind die optischen Sensoren unempfindlich gegenüber den vorgenannten
unsymmetrischen Effekten. Eine derartige Vorgehensweise ist aus der
EP 0092691 A1 bekannt.
[0005] Andererseits werden Wertdokumente nicht nur auf ihre Echtheit hin getestet, sondern
sie werden auch hinsichtlich ihrer Umlauffähigkeit überprüft. Es werden daher zusätzliche
Sensoren eingesetzt, um gerade diejenigen Eigenschaften mit vorwiegend unsymmetrischen
Effekten im Reflexionsverhalten zu prüfen, die wegen der besonderen Beleuchtung mittels
der vorgenannten optischen Sensoren gerade nicht erfassbar sind, insbesondere also
zum Beispiel Knitter und Verschmutzung. Eine derartige Vorgehensweise ist aus der
DE 2 749 873 A1 bekannt.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein vereinfachtes Verfahren und eine vereinfachte
Vorrichtung zum Testen von Wertdokumenten vorzuschlagen, um sowohl Wertdokumenteigenschaften
unabhängig von unsymmetrischen Effekten des Wertdokuments als auch die unsymmetrischen
Effekte des Wertdokuments zu erfassen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren und eine Vorrichtung mit den Merkmalen der
nebengeordneten Patentansprüche gelöst. In davon abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte
Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung angegeben.
[0008] Erfindungsgemäß wird der zu testende Wertdokumentbereich mittels zwei (oder mehr)
Sensoren aus unterschiedlichen Richtungen erfasst, wobei die zu testenden Wertdokumenteigenschaften,
insbesondere also Echtheitsmerkmale, unbeeinflusst von unsymmetrischen Effekten des
Wertdokuments ermittelt werden, indem die Messwerte beider Sensoren addiert werden,
wohingegen die unsymmetrischen Effekte, wie zum Beispiel Knitter und unsymmetrische
Reflexionen, durch Differenzbildung der von den Sensoren gelieferten Messwerte ermittelt
werden. Wesentlich für die Erfindung ist somit ein Auswerten der Messwerte sowohl
durch Aufsummieren als auch durch Differenzbildung.
[0009] Die von den Sensoren gelieferten Messwerte werden einerseits addiert, um einen Gesamtmesswert
zu erhalten, der unempfindlich gegenüber unsymmetrischen Effekten des Wertdokuments
ist. Zusätzlich wird aus den Messwerten die Differenz gebildet, um gerade diese unsymmetrischen
Effekte zu erfassen. Auf diese Weise können mittels einer einzigen Vorrichtung sowohl
Echtheitsmerkmale und sonstige wertdokumentenspezifische Merkmale als auch die Zustandsqualität
des Wertdokuments getestet werden, die sich gerade aus unsymmetrischen Effekten ableitet.
[0010] Die Sensoren umfassen jeweils eine Beleuchtungseinrichtung zum Bestrahlen des zu
testenden Wertdokumentbereichs und einen Detektor zum Messen von Wertdokumentstrahlung
in dem bestrahlten Wertdokumentbereich. Je nach dem ob das Reflexions-, Transmissions-
oder Emissionsverhalten des Wertdokuments geprüft werden soll, sind die Detektoren
relativ zum Wertdokument auf derselben Seite wie die Beleuchtungseinrichtungen oder
auf der gegenüberliegenden Seite des Wertdokuments angeordnet.
[0011] Vorzugsweise sind entweder die Detektoren oder die Beleuchtungseinrichtungen der
Sensoren zu einem gemeinsamen Detektor bzw. zu einer gemeinsamen Beleuchtungseinrichtung
zusammengefasst. Dies ist besonders zweckmäßig, wenn die beiden Sensoren relativ zum
zu prüfenden Wertdokumentbereich symmetrisch angeordnet sind. Dadurch lässt sich der
konstruktive Aufwand für die Sensoreinrichtung deutlich reduzieren.
[0012] So ist es beispielsweise vorteilhaft, die Banknote mittels zweier Beleuchtungseinrichtungen
aus verschiedenen Einstrahlrichtungen zu bestrahlen und einen gemeinsamen Detektor
zum Beispiel zentral zwischen den Beleuchtungseinrichtungen vorzusehen. Um auf Basis
der von dem gemeinsamen Detektor gelieferten Messwerte auch Strahlungsdifferenzen
ermitteln zu können, ist es zweckmäßig, die beiden Beleuchtungseinrichtungen entsprechend
abwechselnd zu aktivieren. Die mit der Beleuchtung gekoppelte Auswerteeinrichtung
erhält dann zu entsprechenden Zeiten von dem Detektor erfasste Strahlungsmesswerte,
die entweder auf die eine oder auf die andere der beiden Beleuchtungseinrichtungen
zurückzuführen ist. Die beiden Strahlungsmesswerte können dann sowohl aufsummiert
werden als auch zur Differenzbildung verwendet werden. Geht die Differenz gegen Null,
so bedeutet dies, dass das Wertdokument quasi neuwertig ist.
[0013] Problematisch an der vorerwähnten Ausführungsform ist jedoch der Steuerungsaufwand
zum alternierenden Aktivieren der beiden Beleuchtungseinrichtungen. Außerdem stimmen
die von den beiden Beleuchtungseinrichtungen jeweils bestrahlten Wertdokumentbereiche
nicht exakt überein, wenn die Wertdokumente, wie es bei der Banknotenprüfung allgemein
üblich ist, kontinuierlich und nicht intermittierend an der Prüfvorrichtung vorbeigeführt
werden.
[0014] Eine weiter bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht daher vor, dass die beiden
(oder mehreren) Sensoren statt eines gemeinsamen Detektors eine gemeinsame Beleuchtungseinrichtung
nutzen. In diesem Falle ist also die Beleuchtungseinrichtung zum Beispiel zentral
zwischen zwei vorzugsweise symmetrisch zu dem zu prüfenden Wertdokumentbereich ausgerichteten
Detektoren angeordnet. Anders als im Falle der Beleuchtung mittels zweier Beleuchtungseinrichtungen
(und gemeinsamen Detektor) ist es im Falle der Messwerterfassung mittels zweier Detektoren
(und gemeinsamer Beleuchtungseinrichtung) nicht notwendig, die Detektoren alternierend
zu betreiben. Es reicht aus, wenn in der Auswerteeinrichtung die von den Detektoren
gelieferten Messwerte einerseits aufsummiert werden und andererseits zur Differenzbildung
herangezogen werden. Der technische Mehraufwand kann somit auf eine anzupassende Software
beschränkt bleiben. Zudem tritt die oben erwähnte, durch den Transport des zu prüfenden
Wertdokuments verursachte, Abweichung nicht auf.
[0015] Um die Wertdokumente, insbesondere Banknoten, über ihre gesamte Transportbreite erfassen
zu können, werden vorzugsweise Detektorarrays, insbesondere linear angeordnete Detektorarrays,
eingesetzt. Auch die Bestrahlung der Banknote kann beispielsweise durch LED-Arrays,
insbesondere linear angeordnete LED-Arrays, erfolgen.
[0016] Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der begleitenden Zeichnungen erläutert.
Darin zeigen:
- Figur 1
- schematisch eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Testen von Wertdokumenten mit zwei
separaten Sensoren,
- Figur 2
- die Vorrichtung aus Figur 1, wobei sich die beiden Sensoren einen Detektor teilen,
und
- Figur 3
- die Vorrichtung aus Figur 1, wobei sich die beiden Sensoren eine Beleuchtungseinrichtung
teilen.
[0017] Figur 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung 1 zum Testen von Wertdokumenten,
insbesondere Banknoten BN. In einem Gehäuse 2 sind zwei Sensoren auf eine Messzone
3 gerichtet, die einem zu erfassenden Wertdokumentbereich der Banknote BN entspricht.
Die Banknote BN wird (in Pfeilrichtung) an der Vorrichtung 1 vorbeitransportiert wird,
um sukzessive verschiedene Wertdokumentbereiche zu testen.
[0018] Die beiden Sensoren umfassen jeweils eine Beleuchtungseinrichtung 4, einen Detektor
5 und eine zwischen dem Detektor 5 und der Messzone 3 angeordnete Selfoc-Linse 6.
Die Detektoren 5 sind über Leitungen 7 an eine Auswerteeinrichtung 8 angeschlossen.
Auch die Beleuchtungseinrichtungen 4 sind über Leitungen 9 an die Auswerteeinrichtung
8 gekoppelt. Die Strahlungsrichtung der Beleuchtungseinrichtungen 4 ist jeweils durch
einen von den Strahlungseinrichtungen 4 ausgehenden, auf die Messzone 3 gerichteten
Pfeil dargestellt.
[0019] Wenn nun die Banknote BN an der Vorrichtung 1 vorbeitransportiert wird, wird sie
in der Messzone 3 alternierend von der einen und der anderen Beleuchtungseinrichtung
4 bestrahlt. Über die Verbindungsleitungen 9 werden die jeweiligen Strahlungsperioden
der Auswerteeinrichtung 8 mitgeteilt oder die Beleuchtungseinrichtungen 4 werden von
der Auswerteeinrichtung 8 über diese Leitungen 9 entsprechend gesteuert. Die Perioden
können sich durchaus überlappen, sofern Zeitfenster verbleiben, in denen nur die eine
und nur die andere der beiden Beleuchtungseinrichtungen 4 aktiv sind. Mittels der
Detektoren 5 wird durch die Selfoc-Linsen 6 fallende Strahlung des Wertdokuments erfasst,
und die erfassten Strahlungsmesswerte werden über die Leitungen 7 an die Auswerteeinrichtung
8 übermittelt. Dabei ist jede der beiden Beleuchtungseinrichtungen 4 einem der beiden
Detektoren 5 fest zugeordnet, derart, dass nur solche von einem Detektor 5 gelieferten
Strahlungsmesswerte zur Auswertung herangezogen werden, die während derjenigen Zeitspanne
erfasst wurden, in der die diesem Detektor zugeordnete Beleuchtungseinrichtung 4 allein
aktiv war. Die von den Detektoren 5 jeweils erfassten Strahlungsmesswerte für einen
Meßpunkt werden dann einerseits zu einem ersten Messwert addiert und andererseits
wird durch Differenzbildung ein zweiter Messwert gebildet. Mittels des ersten Messwerts
können die die Banknote kennzeichnenden Merkmale, z. B. Echtheitsmerkmale, Währungs-,
Denominationsmerkmale usw., geprüft werden, um Aussagen über Echtheit und Art (Währung,
Denomination) der Banknote abzuleiten. Mittels des zweiten Messwerts können die unsymmetrischen
Eigenschaften, z. B. Knitter, geprüft werden, um eine Aussage über den Zustand der
Banknote abzuleiten.
[0020] Die in Figur 2 dargestellte Vorrichtung unterscheidet sich von der Vorrichtung gemäß
Figur 1 lediglich dadurch, dass sich die beiden Sensoren einen Detektor 5 mit einer
vorgeschalteten Selfoc-Linse 6 teilen. Im übrigen sind der Aufbau und die Funktionsweise
identisch. Das heißt, die Auswerteeinrichtung 8 erhält über den gemeinsamen Detektor
5 abwechselnd Strahlungsmesswerte, die auf die Bestrahlung der Banknote BN mittels
der einen oder der anderen der beiden Beleuchtungseinrichtungen 4 zurückzuführen sind.
Aufgrund der Kopplung der Auswerteeinrichtung 8 mit den Beleuchtungseinrichtungen
4 über die Verbindungsleitungen 9 ist eine Synchronisierung der vom Detektor 5 gelieferten
Strahlungsmesswerte mit den jeweiligen Beleuchtungsperioden der Beleuchtungseinrichtungen
4 sichergestellt.
[0021] Die in Figur 3 dargestellte Vorrichtung unterscheidet sich von der Vorrichtung gemäß
Figur 1 dadurch, dass sich die beiden Sensoren eine Beleuchtungseinrichtung 4 teilen.
Auf die Verbindungsleitung 9 zwischen der Auswerteeinrichtung 8 und der Beleuchtungseinrichtung
4 kann bei diesem Ausführungsbeispiel gegebenenfalls auch verzichtet werden, da die
Beleuchtungseinrichtung 4 nicht durch die Auswerteeinrichtung 8 gesteuert werden muß.
Die Beleuchtungseinrichtung 4 kann stattdessen ständig eingeschaltet sein oder beispielsweise
durch eine Lichtschranke aktiviert werden, wenn die Banknote BN in die Messzone 3
einläuft. Über die Leitungen 7 erhält die Auswerteeinrichtung 8 dann die von den beiden
Detektoren 5 erfassten Strahlungsmesswerte und führt diesbezüglich eine Addition sowie
eine Differenzbildung durch, um auf Basis der dabei erhaltenen Ergebnisse zum Beispiel
auf die Echtheit und auf den Zustand des Wertdokuments zurückschliessen zu können.
1. Verfahren zum Testen von Wertdokumenten, insbesondere Banknoten (BN), umfassend die
Schritte:
- Bestrahlen des Wertdokuments zumindest in einem Bereich des Wertdokuments aus einer
ersten Einstrahlrichtung und Messen von Wertdokumentstrahlung in dem Wertdokumentbereich
aus einer ersten Detektionsrichtung und/oder
- Bestrahlen des Wertdokumentbereichs aus einer zweiten, von der ersten verschiedenen
Einstrahlrichtung und/ oder Messen von Wertdokumentstrahlung in dem Wertdokumentbereich
aus einer zweiten, von der ersten verschiedenen Detektionsrichtung,
- Bilden eines ersten Messwerets aus den gemessenen Strahlungen durch Aufsummieren
der Strahlungsmesswerte,
- Bilden eines zweiten Messwerets aus den gemessenen Strahlungen durch Differenzbildung
der Strahlungsmesswerte, gekennzeichnet durch die weiteren Schritte
- Ableiten einer Aussage über Merkmale des Wertdokuments, welche Echtheit und/oder
Art des Wertdokuments betreffen, mittels des ersten Messwerts, und
- Ableiten einer Aussage über Merkmale des Wertdokuments, welche den Zustand des Wertdokuments
betreffen, mittels des zweiten Messwerts, wobei die Merkmale unsymmetrische Effekte
verursachen und von Knittern und Verschmutzung gebildet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Einstrahlrichtung verschieden und die erste und die zweite
Detektionsrichtung identisch sind, wobei der Schritt des Messens der Wertdokumentstrahlung
aus der identischen Detektionsrichtung mittels desselben Detektors (5), insbesondere
mittels eines vorzugsweise linearen Detektorarrays, erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bestrahlen des Wertdokumentbereichs abwechselnd aus der ersten und der zweiten
Einstrahlrichtung erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Einstrahlrichtung identisch und die erste und die zweite
Detektionsrichtung verschieden sind, wobei der Schritt des Bestrahlens des Wertdokumentbereichs
aus der identischen Einstrahlrichtung mittels derselben Beleuchtungseinrichtung (4),
insbesondere mittels eines vorzugsweise linearen LED-Arrays, erfolgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Wertdokument transportiert wird, um sukzessive verschiedene Wertdokumentbereiche
zu testen.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Einstrahlrichtung und/oder die erste und die zweite Detektionsrichtung
symmetrisch zu dem Wertdokumentbereich angeordnet werden.
7. Vorrichtung zum Testen von Wertdokumenten, insbesondere Banknoten (BN), umfassend:
- eine Messzone (3), und
- eine Sensoreinrichtung zum Messen von Wertdokumenteigenschaften, bestehend aus mindestens
zwei aus verschiedenen Richtungen auf die Messzone gerichteten optischen Sensoren
mit jeweils mindestens einer Beleuchtungseinrichtung (4) und jeweils mindestens einem
Detektor (5), wobei die mindestens eine Beleuchtungseinrichtung (4) oder der mindestens
eine Detektor (5) den Sensoren gemeinsam zugeordnet sein können, eine Auswerteeinrichtung
(8), die eingerichtet ist, aus Signalen der mindestens zwei Sensoren einen ersten
Messwert durch Aufsummieren und einen zweiten Messwert durch Differenzbildung zu bilden,
gekennzeichnet dadurch dass die Auswerteeinrichtung (8) den ersten Messwert auswertet, um eine Aussage über Merkmale
des Wertdokuments, welche Echtheit und/ oder Art des Wertdokuments betreffen, abzuleiten,
und wobei die Auswerteeinrichtung (8) den zweiten Messwert auswertet, um eine Aussage
über Merkmale des Wertdokuments, welche den Zustand des Wertdokuments betreffen, abzuleiten,
wobei die Merkmale unsymmetrische Effekte verursachen und von Knittern und Verschmutzung
gebildet werden.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Detektor (5) den Sensoren gemeinsam zugeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, gekennzeichnet durch eine Steuerungseinrichtung zum alternierenden Ansteuern der Beleuchtungseinrichtungen
(4) der Sensoren.
10. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Beleuchtungseinrichtung (4) den Sensoren gemeinsam zugeordnet
ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, gekennzeichnet durch eine Transporteinrichtung zum Transportieren der Wertdokumente (BN) durch die Messzone
(3).
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Detektor (5) ein Detektorarray, insbesondere ein lineares Detektorarray,
ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Beleuchtungseinrichtung (4) ein LED-Array, insbesondere ein lineares
LED-Array, ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13, gekennzeichnet durch mindestens eine Selfoc-Linse (6) zwischen der Messzone (3) und dem mindestens einen
Detektor (5).
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoren relativ zur Messzone (3) symmetrisch zueinander ausgerichtet sind.
16. Banknotenbearbeitungsmaschine, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zum Testen von Banknoten nach einem der Ansprüche 7 bis 15.
1. A method for testing value documents, in particular bank notes (BN), comprising the
steps of:
- irradiating the value document at least in an area of the value document from a
first irradiating direction and measuring value-document radiation in the value-document
area from a first detection direction, and/or
- irradiating the value-document area from a second irradiating direction different
from the first irradiating direction, and/or measuring value-document radiation in
the value-document area from a second detection direction different from the first
detection direction,
- forming a first measurement value from the measured radiations by adding up the
radiation measurement values,
- forming a second measurement value from the measured radiations by taking the difference
between the radiation measurement values,
characterized by the further steps of
- deriving a statement about features of the value document which relate to authenticity
and/or type of the value document, by means of the first measurement value, and
- deriving a statement about features of the value document which relate to the condition
of the value document, by means of the second measurement value, the features causing
asymmetrical effects and being formed by creasing and soiling.
2. The method according to claim 1, characterized in that the first and second irradiating directions are different, and the first and second
detection directions are identical, the step of measuring the value-document radiation
from the identical detection direction being effected by means of the same detector
(5), in particular by means of a preferably linear detector array.
3. The method according to claim 1 or 2, characterized in that the irradiating of the value-document area is effected alternatingly from the first
and second irradiating directions.
4. The method according to claim 1, characterized in that the first and second irradiating directions are identical, and the first and second
detection directions are different, the step of irradiating the value-document area
from the identical irradiating direction being effected by means of the same illumination
device (4), in particular by means of a preferably linear LED array.
5. The method according to any of claims 1 to 4, characterized in that the value document is transported in order to test successive different value-document
areas.
6. The method according to any of claims 1 to 5, characterized in that the first and second irradiating directions and/or the first and second detection
directions are disposed symmetrically with respect to the value-document area.
7. An apparatus for testing value documents, in particular bank notes (BN), comprising:
- a measuring zone (3), and
- a sensor device for measuring value-document properties, comprising at least two
optical sensors directed onto the measuring zone from different directions and each
having at least one illumination device (4) and at least one detector (5), whereby
the at least one illumination device (4) or the at least one detector (5) can be associated
jointly with the sensors,
- an evaluation device (8) which is adapted to form a first measurement value from
signals of the at least two sensors by adding up, and a second measurement value by
taking the difference,
characterized in that the evaluation device (8) evaluates the first measurement value to derive a statement
about features of the value document which relate to authenticity and/or type of the
value document, and the evaluation device (8) evaluates the second measurement value
to derive a statement about features of the value document which relate to the condition
of the value document, the features causing asymmetrical effects and being formed
by creasing and soiling.
8. The apparatus according to claim 7, characterized in that the at least one detector (5) is associated jointly with the sensors.
9. The apparatus according to claim 7 or 8, characterized by a control device for alternatingly driving the illumination devices (4) of the sensors.
10. The apparatus according to claim 7, characterized in that the at least one illumination device (4) is associated jointly with the sensors.
11. The apparatus according to any of claims 7 to 10, characterized by a transport device for transporting the value documents (BN) through the measuring
zone (3).
12. The apparatus according to any of claims 7 to 11, characterized in that the at least one detector (5) is a detector array, in particular a linear detector
array.
13. The apparatus according to any of claims 7 to 12, characterized in that the at least one illumination device (4) is an LED array, in particular a linear
LED array.
14. The apparatus according to any of claims 7 to 13, characterized by at least one Selfoc lens (6) between the measuring zone (3) and the at least one
detector (5).
15. The apparatus according to any of claims 7 to 14, characterized in that the sensors are aligned symmetrically with respect to each other relative to the
measuring zone (3).
16. A bank-note processing machine, characterized by an apparatus for testing bank notes according to any of claims 7 to 15.
1. Procédé destiné à tester des documents de valeur, notamment des billets de banque
(BN), comprenant les étapes :
■ irradiation du document de valeur au moins dans une zone du document de valeur à
partir d'une première direction d'irradiation, et mesure de radiation du document
de valeur dans la zone du document de valeur à partir d'une première direction de
détection et / ou
■ irradiation de la zone du document de valeur à partir d'une deuxième direction d'irradiation
différente de la première et / ou mesure de radiation du document de valeur dans la
zone du document de valeur à partir d'une deuxième direction de détection différente
de la première,
■ constitution d'une première valeur mesurée à partir des radiations mesurées par
addition des valeurs de radiation mesurées,
■ constitution d'une deuxième valeur mesurée à partir des radiations mesurées par
soustraction des valeurs de radiation mesurées,
caractérisé par les étape suivantes
■ déduction, au moyen de la première valeur mesurée, d'une assertion relative aux
caractéristiques du document de valeur et concernant l'authenticité et / ou le genre
du document de valeur, et
■ déduction, au moyen de la deuxième valeur mesurée, d'une assertion relative aux
caractéristiques du document de valeur et concernant l'état du document de valeur,
les caractéristiques produisant des effets asymétriques et étant formées par froissement
et encrassement.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la première et la deuxième direction d'irradiation sont différentes et en ce que la première et la deuxième direction de détection sont identiques, l'étape de la
mesure de la radiation du document de valeur a partir de la direction de détection
identique ayant lieu au moyen du même détecteur (5), notamment au moyen d'un réseau
détecteur de préférence linéaire.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'irradiation de la zone du document de valeur a lieu alternativement à partir de
la première et de la deuxième direction d'irradiation.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la première et la deuxième direction d'irradiation sont identiques et en ce que la première et la deuxième direction de détection sont différentes, l'étape de la
radiation de la zone du document de valeur à partir de la direction d'irradiation
identique ayant lieu au moyen du même équipement d'irradiation (4), notamment au moyen
d'un réseau LED de préférence linéaire.
5. Procédé selon une des revendications de 1 à 4, caractérisé en ce que le document de valeur est transporté pour tester successivement des zones différentes
zones du document de valeur.
6. Procédé selon une des revendications de 1 à 5, caractérisé en ce que la première et la deuxième direction d'irradiation et / ou la première et la deuxième
direction de détection sont positionnées de manière symétrique par rapport à la zone
du document de valeur.
7. Dispositif destiné à tester des documents de valeur, notamment des billets de banque
(BN), comprenant :
■ une zone de mesure (3), et
■ un équipement de capteur pour mesurer des propriétés de documents de valeur, composé
d'au moins deux capteurs optiques orientés à partir de différentes directions vers
la zone mesurée et pourvus chacun d'au moins un équipement d'irradiation (4) et d'au
moins un détecteur (5), le au moins un équipement d'irradiation (4) ou le au moins
un détecteur (5) pouvant être conjointement affectés aux capteurs,
■ un équipement d'évaluation (8) équipé pour constituer à partir de signaux des au
moins deux capteurs une première valeur mesurée par addition et une deuxième valeur
mesurée par soustraction,
caractérisé en ce que l'équipement d'évaluation (8) évalue la première valeur mesurée pour déduire une
assertion concernant des caractéristiques du document de valeur relatives à l'authenticité
et / ou au genre du document de valeur, et
en ce que l'équipement d'évaluation (8) évalue la deuxième valeur mesurée pour déduire une
assertion concernant des caractéristiques du document de valeur relatives à l'état
du document de valeur, les caractéristiques produisant des effets asymétriques et
étant formées par froissement et encrassement.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que le au moins un détecteur (5) est conjointement affecté aux capteurs.
9. Dispositif selon la revendication 7 ou 8, caractérisé par un équipement de commande pour la commande en alternance des équipements d'irradiation
(4) des capteurs.
10. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que le au moins un équipement d'irradiation (4) est conjointement affecté aux capteurs.
11. Dispositif selon une des revendications de 7 à 10, caractérisé par un équipement de transport destiné à transporter les documents de valeur (BN) à travers
la zone de mesure (3).
12. Dispositif selon une des revendications de 7 à 11, caractérisé en ce que le au moins un détecteur (5) est un réseau détecteur, notamment un réseau détecteur
linéaire.
13. Dispositif selon une des revendications de 7 à 12, caractérisé en ce que le au moins un équipement d'irradiation (4) est un réseau LED, notamment un réseau
LED linéaire.
14. Dispositif selon une des revendications de 7 à 13, caractérisé par au moins une lentille Selfoc (6) entre la zone de mesure (3) et le au moins un détecteur
(5).
15. Dispositif selon une des revendications de 7 à 14, caractérisé en ce que les capteurs sont positionnés de manière symétrique les uns par rapport aux autres
par rapport à la zone de mesure (3).
16. Machine de traitement de billets de banque, caractérisée par un dispositif destiné à tester des billets de banque selon une des revendications
de 7 à 15.

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