[0001] Die Erfindung betrifft ein Exerziergerät für Selbstladegranatwerfer.
[0002] Im folgenden wird von einem Selbstladegranatwerfer in normaler Gebrauchslage ausgegangen,
mit horizonalem Lauf, wobei "nach vorne" "zur Mündung hin" und "nach hinten" "von
der Mündung weg" bedeutet.
[0003] Wenn Rekruten eingekleidet werden, erhalten sie neben einem Schnellfeuergewehr auch
einige Exerzierpatronen. Das sind massive oder hohle, patronenförmige Gebilde, die
dazu dienen, mit der Handhabung des Schnellfeuergewehres vertraut zu werden. Diese
Exerzierpatronen gleichen in ihren wichtigen Abmessungen echten Patronen, sind aber
nicht zündfähig oder abfeuerbar, sondern lediglich Attrappen. Mit Hilfe dieser Exerzierpatronen
soll der Soldat den sicheren Umgang mit der Waffe erlernen, indem er den Ausbildungsstoff
in der Unterkunft wiederholt. In der weiteren Ausbildung und in der Ausbildung an
anderen Infanteriewaffen ((Pistole, Maschinenpistole, Maschinengewehr, Leuchtpistole)
verwendet man keine Exerzierpatronen, sondern die Ausbildung erfolgt ohne Patronen
in Übungsräumen, und dann auf dem Standortübungsplatz mit Manöverpatronen (Platzpatronen).
[0004] In den letzten Jahren wurden in vielen Armeen Selbstlade-Granatwerfer eingeführt.
Sie dienen insbesonders zur Ausrüstung von Schützenpanzern und Hubschraubern, können
aber auch bei der Infanterie eingesetzt werden; dabei in erster Linie zum Niederhalten
und Bekämpfen von Infanterie auf mittlere Entfernung, so daß man sich z. B. in deren
Einwirkungsraum unbehindert bewegen kann. Diese Granatwerfer verschießen Explosivmunition,
deren Sprengwirkung etwa der einer Handgranate entspricht, die aber auf eine Entfernung
bis etwa 1500 m einsetzbar ist.
[0005] Ein bekannter Selbstlade-Granatwerfer der Anmelderin hat einen Masseverschluß und
verwendet gegurtete Munition, wobei ein Gurtglied jeweils während des Abfeuerns an
der Patrone bzw. deren Hülse verbleibt und mit dieser zusammen ausgeworfen wird. Da
die Mündungsenergie recht hoch ist, der Verschluß aber andererseits mühelos betätigt
werden sollte, zündet dieser Granatwerfer die Patrone bereits im Verschlußvorlauf,
also dann, wenn sie gerade in das Patronenlager eingeführt wird. Die bei der Patronenzündung
nach rückwärts über die Patronenhülse wirkende Energie bringt den Verschluß zum Stillstand
und dann zum Rücklauf, bevor der Verschluß auf Anschlag am Rohr oder an der Waffe
gehen kann.
[0006] An solchen Waffen wird erst nach der Grundausbildung ausgebildet, und zwar recht
intensiv, da diese Waffe ein recht enges Trefferfeld hat, das ein Schütze erst nach
längerer Ausbildungszeit voll nutzen und richtig einsetzen kann.
[0007] Diese Waffen sind recht kostspielig; auch der Übungsbetrieb auf Fahrzeugen und Hubschraubern
ist nicht billig und insbesondere ein Schießen mit Manövermunition kann wegen des
Lärms von Fahrzeugen und Munition nur auf Truppenübungsplätzen erfolgen, da Standortübungsplätze
zu klein sind. Deshalb versucht man, die Ausbildung so weit wie möglich in Unterrichtsräumen
durchzuführen, wo man das Laden, das Abziehen und das Beseitigen von Ladehemmungen
mit Exerziermunition üben kann. Dies geht längerfristig mit dem Standardlauf und Exerziermunition
ohne Verschleiß nicht ab. Grund hierfür ist hauptsächlich, daß die Verschlußmasse
nicht abgebremst werden kann, weil der nach rückwärts über die Patronenhülse wirkende
Impuls einer gezündeten Patrone fehlt und somit dem Vorlauf nichts entgegenzusetzen
ist.
[0008] Die Anmelderin selbst hat ein Handfeuerwaffensystem entwickelt, bei dem statt des
eigentlichen Laufes ein Austauschlauf mit größerem Kaliber eingesetzt werden kann.
Ein solches system ist bekannt aus der
DE 10 2004 047 628. Die Patronenlager beider Läufe sind so beschaffen, daß nur die zugehörige Patrone
einführbar ist. Aufgabe der Erfindung ist es, aber auch den obengenannten, negativen
Zustand zu beseitigen.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe wurde ein Exerzierrohr mit Exerzierpatrone entwickelt.
In diesem Exerzierrohr ist das Patronenlager eigens abgepuffert, um die Verschlußenergie
unschädlich zu machen.
[0010] Durch die besondere Geschoßform an der Exerzierpatrone und durch die Unterschiede
zwischen Standardlauf und Exerezierlauf, was die Abmessungen angeht, lassen sich dem
Exerzierrohr nur Exerzierpatronen zuführen, so daß die Zuführung von scharfer Munition
und Übungsmunition zum Exerzierlauf ausgeschlossen ist.
[0011] Da die Waffe so gewichtssparend wie möglich ausgelegt ist, um trotz des großen Kalibers
(4 cm) noch bei Infanterie oder in Hubschraubern verwendbar zu sein, hält sie infolge
der Abbremsung des Verschlusses durch die vorzeitige Zündung dem Schießen nahezu beliebig
lange stand. Das in der Ausbildung vorkommende Leerabschlagen wird erfindungsgemäß
abgepuffert, so daß es ebenfalls die Waffe nicht beschädigen kann.
[0012] Während man etwa bei Pistolen in Kauf nimmt, daß ein oder zwei Pistolen pro Kompanie
verschlissen werden und letztlich nicht mehr zum Einsatz taugen, sind Selbstlade-Granatwerfer
einfach zu selten, so daß man mit den für den Einsatz vorgesehenen Waffen auch die
erforderliche Ausbildung betreiben muß.
[0013] Man hat allerdings bisher vom Gebrauch von Exerzierpatronen meist abgesehen, denn
da die Ausbildungswaffe auch oft auf dem Schießplatz und dem Manövergelände mit Übungsmunition
oder scharfer Munition und Manöverpatronen verwendet wird, ist es viel zu gefährlich,
die Waffe dann wieder zur Ausbildung in den Übungsräumen zu verwenden, wo bereits
das Auslösen einer Manöverpatrone Zerstörungen anrichten kann, von einer Übungspatrone
(mit einem Geschoß mit Gips- oder Farbfüllung) oder gar einer Einsatzmunition (mit
Sprenggeschoß) ganz zu schweigen. Es läßt sich nämlich bei Schnellfeuerwaffen nie
die abgegebene Schußzahl genau überprüfen, so daß immer die Möglichkeit besteht, daß
ein Soldat versehentlich eine Patrone mit in die Kaserne nimmt und dort, um sie wieder
loszuwerden, bei einer Ausbildungsstunde unter die Exerzierpatronen mischt.
[0014] Es ist daher auch Ziel der Erfindung, eine Lösung zu finden, die es nicht zuläßt,
dem Exerzierrohr Munition mit Treibladung zuführen zu können.
[0015] Dieses Ziel wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 erreicht.
[0016] Bei den genannten Selbstlade-Granatwerfern ist der Lauf leicht auswechselbar. Daher
könnte ein Ausschußlauf oder ein ausgeschossener Lauf noch zur Herstellung eines Exerzierlaufes
dienen.
[0017] Um zuverlässig und mit Sicherheitsabstand das Zünden einer scharfen Patrone im Exerzierlauf
auszuschließen, ist es vorzuziehen, daß die Exerzierpatrone an der Spitze, bevorzugt
bis etwa 20 mm, von der Spitze nach hinten gemessen, einen Durchmesser aufweist, der
stark verringert ist und bevorzugt nur etwa die Hälfte des Kaliberdurchmessers aufweist
(Anspruch 3). Dadurch wird nicht nur bevorzugt erreicht, daß die Exerzierpatrone genauso
lang ist wie die scharfe Patrone; überdies gelangt die scharfe Patrone, wenn sie in
den Exerzierlauf eingeführt wird, eine beträchtliche Strecke vor der Stelle zum Stillstand,
an der das Zünden frühestens erfolgen kann, auch wenn ungünstige Fertigungstoleranzen
des Granatwerfers und seine Abnutzung im Gebrauch berücksichtigt werden. Dabei hat
sich eine Strecke von etwa 90 mm von der Einschnürung des Exerzierpatronenlagers zu
dessen hinterem Rand als weit mehr als ausreichend erwiesen. Diese Einschnürung hindert
die Exerzierpatrone jedoch nicht daran, sauber eingeführt zu werden, besonders dann
nicht, wenn der Übergang von der Spitze zum Abschnitt mit verringertem Durchmesser
gut abgerundet ist.
[0018] Der übrige Teil der Exerzierpatrone kann, zumindest von der äußeren Form her, genauso
ausgebildet sein wie eine scharfe Patrone. Da die Exerzierpatrone und ihr Gurt jedoch
viele Male verwendet werden, wird erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Exerzierpatrone
seitlich eine in Längsrichtung der Patrone verlaufende Aussparung aufweist, die einen
Vorsprung eines Gurtgliedes aufnimmt und beim Exerzieren mit der Waffe dessen Verschieben
nach hinten gestattet (Anspruch 4). So können Teile des Gurtes, die bei scharfen Patronen
besonders fest gegen diese anliegen, relativ zur Exerzierpatrone gleiten, ohne diese
zu verkratzen, so daß diese aus einem sehr zähen, aber weniger harten Material gefertigt
werden können, das nicht nur, wie das Material der Patronenhülse, nur dem einmaligen
Gebrauch standzuhalten hat.
[0019] Es wäre möglich, die Exerzierpatrone aus massivem Material anzufertigen, und an Stelle
der Zündkapsel ein weiches Material einzusetzen, denn der Schlagbolzen könnte ansonsten
abbrechen oder breitgeschlagen werden, wenn er auf ein hartes oder zähes Material
auftrifft. Die Kosten hierfür wären jedoch erheblich. Da bei dem dafür bestimmten
Granatwerfer bereits das Abbrechen des Schlagbolzens beim Leerabschlagen durch bauliche
Maßnahmen verhindert ist, wird daher bevorzugt vorgeschlagen, daß die Exerzierpatrone,
von hinten gesehen, hohl ist (Anspruch 5). Hierdurch wird der Schlagbolzen nicht behindert,
wenn mit der Exerzierpatrone abgeschlagen wird.
[0020] Außerdem hat die nach hinten offene Exerzierpatrone den Vorteil, daß die Exerzierpatrone
eine solche Wandstärke aufweist, daß ihr Gewicht und/oder ihre Balance etwa dem bzw.
der einer scharfen Patrone entspricht (Anspruch 6). So wird nicht nur das Verhalten
der Exerzierpatrone in der Waffe an das Verhalten mit scharfer Munition angeglichen,
sondern die Exerzierpatrone kann aus einem Stück als Dreh- und Bohrteil automatisch
hergestellt werden, so daß die Exerzierpatrone jederzeit von einer leeren Hülse oder
einer scharfen Patrone unterscheidbar ist. Eine Exerzierpatrone, die versehentlich
auf den Übungsplatz gelangt und dort verschmutz, kann dennoch ohne weiteres als solche
erkannt, geborgen, gereinigt und wiederverwendet werden.
[0021] Zum Zwecke des Zusammenwirkens mit einer beschriebenen, erfindungsgemäßen Exerzierpatrone
wird bevorzugt vorgeschlagen, daß im Exerzierlauf ein weicher und/oder federnder Einsatz
vorgesehen ist, der ortsfest mit mindestens einem Teil des Exerzierlaufes verbunden
ist und gegen den die scharfe Patrone vor dem vollen Einführen in das Exerzierpatronenlager
anstößt, die Exerzierpatrone sich dagegen unbehindert einführen läßt (Anspruch 7).
Ein solcher Einsatz kann als Niete ausgebildet sein, die kurz nach dem Patronenlager
quer, aber gegenüber dessen Seelenachse (Mittelachse) versetzt durch einen unbrauchbar
gewordenen scharfen Lauf geschlagen und dort unverlierbar verschweißt ist. Die verjüngte
Spitze der Exerzierpatrone kann an dieser Niete versetzt vorbeigleiten. Die scharfe
Patrone oder Manöverpatrone jedoch stößt mit ihrer Granate oder ihrem Geschoß dagegen,
bevor sie weit genug in das Patronenlager eingeführt ist, um gezündet werden zu können.
[0022] Im Rahmen der Erfindung ist es bevorzugt, daß ein hinterer Teil des Exerzierlaufes
zusammen mit dem Einsatz gegen den vorderen, in der Waffe verankerten Teil des Laufes,
federnd und verdrehsicher verschieblich ist (Anspruch 8). Der besondere Vorteil dieser
Ausgestaltung ist es, daß der Verschluß nicht mit voller Wucht auf den hinteren Teil
des Laufes bei Leerabschlag aufschlägt, sondern dieser nachgibt, etwa mittelos eines
Tellerfederpakets. Hierdurch erhält der Verschluß auch nach jahrelangem Ausbildungsgebrauch
der Waffe nicht Grate oder sonstige Beschädigungen, die ihn gebrauchsunfähig machen.
Der vordere, stationäre Teil des Laufes muß natürlich in der Waffe verankert sein
und kann baulich dem Standardlauf entsprechen.
[0023] Der geometrische Unterschied der Geschoßform zwischen Exerziermunition und scharfer
Munition oder Übungsmunition ergibt, daß nur die Exerziermunition so weit in das Patronenlager
des Exerzierrohres eindringen kann bzw. der Verschluß so weit mit der Exerziermunition
vorläuft, daß der Schlagbolzen der Waffe ausgelöst wird.
[0024] Ferner wird erfindungsgemäß vorgesehen, daß ein Federbündel aus Tellerfedern zwischen
Einsatz und hinterem Teil des Laufes und dem vorderen, in der Waffe verankerten Teil
des Laufes vorgesehen ist (Anspruch 9). Die Länge dieses Tellerfederbündels kann nahezu
frei gewählt werden, so daß eine gewünschte Federcharakteristik nicht nur erreicht,
sondern über Jahrzehnte hinaus aufrechterhalten werden kann.
[0025] Außerdem wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß am vorderen, in der Waffe verankerten
Teil des Exerzierlaufes mindestens ein Anschlag vorgesehen ist, der den Federweg des
hinteren Teiles des Exerzierlaufes und des Einsatzes soweit beschränkt, daß noch keine
Zündung einer scharfen Patrone erfolgen kann (Anspruch 10).
[0026] Aus Gründen des sicheren Gebrauches wird ferner bevorzugt vorgeschlagen, daß mindestens
der vordere, aus der Waffe ragende Teil des Exerzierlaufes anders als der scharfe
Lauf beschichtet ist (Anspruch 11). Diese Beschichtung kann etwa ein Anstrich, aber
auch ein elektrochemisch aufgebrachter Belag sein. Die Beschichtung kann die gesamte
Außenseite des Laufes bedecken, kann aber auch unterbrochen sein, zum Beispiel in
Ringen. Beschichtet ist bevorzugt nur der vordere, aus der Waffe ragende Teil des
Laufes, und zwar ganz oder teilweise.
[0027] Die Exerzierpatrone kann aber auch auf dem Schießplatz eingesetzt werden, etwa, um
Schußfolgen zu unterbrechen. Bei der Ausbildung kann zum Beispiel jede vierte (scharfe)
Patrone durch eine Exerzierpatrone ersetzt sein, so daß der Schütze notgedrungen nur
Dreischuß-Feuerstöße abgeben kann. Da die Exerzierpatrone erst durch einen gesonderten
Ladevorgang ausgeworfen wird, kann sie ohne weiteres wieder aufgenommen und weiterverwendet
werden. Wenn sich nach Abgabe von z. B. drei scharfen Schüssen die Exerzierpatrone
im Patronenlager befindet, muß nur durchgeladen werden, um erneut schießen zu können.
So ist es möglich, rasch eine Menge Soldaten schießen zu lassen, um etwa auszuwählen,
wer von vorneherein gute Anlagen für das Granatwerferschießen aufweist und wer nicht.
[0028] Schließlich ist es auch möglich, anstelle einer Exerzierpatrone eine äußerlich ähnlich
geformte Manöverpatrone etwa aus Kunststoff und mit einer Sollbruchstelle an der Spitze
und einem Metallrand am Boden zu verwenden. Dazu kann der Exerzierlauf einen beweglichen
hinteren Teil mit einem als Düse ausgebildeten Ausschuß nach vorne aufweisen. Die
Manöverpatrone weist eine Zündverzögerung auf, so daß die Manöverpatrone erst abbrennt
oder voll abbrennt, wenn der Verschluß des Granatwerfers zum Stillstand gekommen ist.
Somit muß zum Öffnen nur der Verschluß beschleunigt werden, aber nicht erst vorher
auch noch abgebremst werden, wie das bei der scharfen Patrone der Fall ist.
[0029] Beim Schuß schiebt die relativ schwache Manöverpatrone den Verschluß auf, die Kunststoffhülse
wird ausgeworfen und die neue Manöverpatrone wird ggf. eingeführt und abgefeuert.
Die genannte Düse reguliert diesen Vorgang, kann gegebenenfalls aber auch entfallen.
[0030] Die Ausgestaltung des Exerzierpatronenlagers verhindert hierbei, daß eine scharfe
Patrone so weit in das Exerzierpatronenlager eingeführt werden kann, bis sie zündet.
[0031] Die Kadenz des Granatwerfers ist allerdings etwas verringert.
[0032] Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeipiels noch näher beschrieben, das in
der Zeichnung gezeigt ist. Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Exerzierpatrone im Querschnitt, und
Fig. 2 einen Exerzierlauf, teilweise im Längsschnitt, zu deren Gebrauch.
[0033] In Fig. 1 ist eine Exerzierpatrone 1 im Querschnitt gezeigt, wobei ihre Spitze 15
in der Figur nach links weist. Die Exerzierpatrone 1 hat dieselbe Länge wie eine scharfe
Patrone, weist jedoch im Gegensatz zu dieser nahe der Spitze 15 eine ringförmige Abstufung
3 auf, die, wie die gesamte Exerzierpatrone 1, rotationssymmetrisch zu ihrer Mittelachse
5 ist. Im übrigen weist die Exerzierpatrone 1 etwa Kaliberdurchmesser auf.
[0034] Der Abstand zwischen dem Übergang vom Hauptteil der Exerzierpatrone 1 mit Kaliberdurchmesser
zur Abstufung 3 einerseits und der Spitze 15 andererseits beträgt etwa 20 mm.
[0035] Etwa auf der Hälfte der Länge der Exerzierpatrone 1 ist in deren Außenseite eine
Ringnut 7 eingebracht, die den vorderen Rand der Patronenhülse der scharfen Patrone
darstellt. Der Durchmesser der Exerzierpatrone 1 ist demnach hinter der Ringnut 7
etwa einen halben Millimeter größer als vor der Ringnut 7. Am hinteren Ende der Exerzierpatrone
1 ist in deren Außenrand eine sägezahnförmige Ringnut 10 eingebracht, die nach vorne
schräg verläuft und am hinteren Ende der Exerzierpatrone 1 durch einen Halbrand radial
beendet ist. Diese Ausbildung entspricht genau der bei einer scharfen Patrone. Ferner
ist in die Außenseite im hinteren Teil der Exerzierpatrone 1 eine schmale, in Richtung
der Mittelachse 5 längliche Einfräsung 17 eingebracht. Diese unterscheidet die Exerzierpatrone
1 von der scharfen Patrone und nimmt einen Teil eines Gurtgliedes auf (hier nicht
gezeigt), um ein Verkratzen der Exerzierpatrone 1 während eines langen Übungsgebrauchs
zu vermeiden. Das Gurtglied wird nämlich bei jedem Einführen der Exerzierpatrone in
den Lauf nach hinten verschoben und muß vor dem nächsten Gebrauch wieder nach vorne
verschoben werden.
[0036] Das Innere der Exerzierpatrone 1 ist mit einer Bohrung 11 mit großem Durchmesser
von hinten her ausgebohrt und nach hinten offen. Die zur Mittelachse 5 konzentrische
Bohrung 11 setzt sich nach vorne durch eine konzentrische Spitzenausbohrung 13 fort.
Die Bohrungen 11, 13 sind nach Länge und Durchmesser so bemessen, daß Gewicht und
Balance der Exerzierpatrone 1 etwa einer scharfen Patrone entsprechen.
[0037] Die Exerzierpatrone 1 ist aus rostfreiem oder rostarmem Stahl hergestellt und blank
belassen, so daß sie sich ohne weiteres von einer scharfen Patrone (graugrüne Hülse,
schwarze Granate) oder einer Manöverpatrone (graugrüne Hülse, blaues Geschoß) unterscheidet.
Ein Mangan-Chrom-Stahl (etwa 16 Mn Cr 5) ist wegen seiner Zähigkeit und seiner Sicherheit
vor Verrosten als Exerzierpatrone bestens geeignet.
[0038] In Fig. 2 ist ein Exerzierlauf 21 im Längsschnitt dargestellt, der zusammen mit der
oben erläuterten Exerzierpatrone 1 ein Exerziergerät bildet. Der Exerzierlauf 21 weist
einen vorderen, im Granatwerfer stationär verankerten Teil 23 auf, der vom Aussehen
her einem scharfen Lauf entspricht. Zur Unterscheidung gegenüber einem scharfen Lauf,
ist der Exerzierlauf 21 im vorderen Teil 25, der sich nach hinten bis zur Nut 27 erstreckt,
auffallend gefärbt, etwa durch eine Verchromung. Der stationäre Teil 23 endet hinten
mit einem Verankerungsabsschnitt 29, der im tragenden Gehäuseblock (nicht gezeigt)
des Granatwerfers befestigt werden und dort durch Eingriff eines Riegels (nicht gezeigt)
in eine Sperrnut 31 des stationären Teils 23 festgelegt werden kann.
[0039] Der Innendurchmesser des Verankerungsabschnitts 29 ist ein wenig größer als das Kaliber,
der Innendurchmesser des übrigen stationären Teils 23 etwas kleiner als das Kaliber.
Beim Übergang zwischen den beiden Bohrungen ist ein Absatz 33 gebildet, der als Notanschlag
dient, was später noch genauer beschrieben wird.
[0040] Etwa auf halber Länge des stationären Teils 23 ist ein Block 35 im Exerzierlauf 21
befestigt, und zwar durch zwei Querstifte 37, die den Block 35 und den Exerzierlauf
21 mit Preßpassung durchsetzen, und durch eine zusätzliche Verschweißung 39, so daß
der Block 35 zuverlässig festsitzt, auch wenn nach langem Gebrauch vielleicht ein
Querstift 37 einmal herausfallen sollte. Der Block 35 ist der Länge nach längs der
Seelenachse 43 durchbohrt. Vor und hinter dem Block sitzt je eine Klemmscheibe 41,
die ebenfalls koaxial zur Seelenachse 43 durchbohrt ist, und zwar die hintere mit
dem gleichen Durchmesser wie die Bohrung des Blocks 35, die vordere mit kleinerem
Durchmesser.
[0041] Quer zum Block 35 in diesen und durch die Wand des vorderen Teils 25 des stationären
Teils 23 des Exerzierlaufes 21 hindurch, ist zusätzlich ein radialer Anschlagstift
45 eingeschlagen. Die Bohrungen der Klemmscheiben 41 und des Blocks 35 durchsetzen
eine zur Seelenachse 43 koaxiale Achse 47, auf deren vorderes Ende eine Mutter 49
geschraubt ist, die auf der vorderen Klemmscheibe 41 aufsitzt. Die Achse 47 mündet
hinten in einen Kolben 51 ein, der in der Bohrung des stationären Teils 23 gleitend
geführt ist. Zwischen der hinteren Klemmscheibe 41 und Kolben 51 besteht ein Abstand
von etwa 100 mm, in den ein Tellerfederpaket 53 eingebracht ist. Das Tellerfederpaket
53 wird von der Achse 47 durchsetzt und stützt sich auf der hinteren Klemmscheibe
41 einerseits und dem Kolben 51 andererseits ab. Die Achse ist somit gegen die Kraft
des Tellerfederpakets 53 im Block 35 verschieblich. Da jedoch die vordere Klemmscheibe
41 einen kleineren Bohrungsdurchmesser aufweist als der Block 35, muß dort auch die
Achse 47 abgesetzt sein. Somit wird die vordere Klemmscheibe 41 zwischen den Absatz
der Achse 47 und die Mutter 49 eingeklemmt, bewegt sich beim Einfedern des Tellerfederpakets
53 nach vorne und verhindert, daß sich der Kolben 51 weiter nach hinten bewegt, als
es ihm durch die Länge der Achse 47 und die Lage des Blockes 35 gestattet ist.
[0042] Der Anschlagstift 45 steht in eine Längsnut der Achse 47 hinein, die nach vorne offen
ist. Das hintere Ende der Längsnut bildet gegenüber dem Anschlagstift 45 einen Notanschlag,
der verhindert, daß der Kolben 51 und damit die Achse 47 sich ungebührlich weit nach
vorne bewegt, wenn etwa die Verschweißung 39 brechen sollte. In erster Linie dient
der Anschlagstift 45 aber dazu, daß die Mutter 49 gelöst bzw. ausgezogen werden kann,
ohne daß sich der Kolben 51 bzw. der Rohrstutzen 59 gegen das stationäre Teil 23 verdrehen
kann.
[0043] Das vordere Ende des Kolbens 51 sitzt noch vor dem Absatz 33, der eine Erweiterung
im Exerzierlauf 21 bildet. Ein Stück hinter dem Absatz 33 erweitert sich der Kolben
51 unter Bildung eines Außenabsatzes 55. Zwischen den Absätzen 33 und 55 besteht ein
Freiraum, den der Kolben nach vorne zurücklegen kann, bevor die beiden Absätze 33
und 55 aufeinander aufsitzen. Somit bilden die beiden Absätze 33 und 55 einen weiteren
Anschlag, der die Vorwärtsbewegung des Kolbens 51 begrenzt.
[0044] Der Kolben 51 wird hinten durch einen dünnwandigen Rohrstutzen 59 fortgesetzt, der
nach hinten aus dem stationären Teil 23 heraussteht und sich etwas weiter hinten erweitert.
Die vordere Kante der Erweiterung und die hintere Kante des stationären Teils 23 bilden
den Hauptanschlag, um den sich der Kolben 51, zusammen mit dem Rohrstutzen 59 und
der Achse 47 mit Mutter 49, nach vorne bewegen kann. Diese Bestandteile bilden somit
den beweglichen Teil des Exerzierlaufes 21.
[0045] Der Rohrstutzen 59 ist innen ausgedreht und weist den Durchmesser eines scharfen
Patronenlagers auf. Er ist aber kürzer als dieses, weil vorne im Exerzierpatronenlager
57 ein Pufferkörper 61 befestigt ist, der eine Bohrung aufweist, die nur die Spitze
15 der Exerzierpatrone 1 eindringen läßt, nicht aber eine scharfe Patrone oder Manöverpatrone.
Der Pufferkörper 61 stützt sich am Kolben 51 ab. Ein Ring 63 dient zur Demontage des
Pufferkörpers 61.
[0046] Wird eine Exerzierpatrone 1 durch den Waffenverschluß in das Exerzierpatronenlager
57 geschoben, so stützt sie sich mit der ringförmigen Abstufung 3 auf dem Pufferkörper
61 über den Kolben 51 ab. Der Stoß wird dann auf den Kolben 51 und die mit ihm fest
verbundenen Teile übertragen. Der Kolben 51 gibt demnach gegenüber dem stationären
Teil 23 unter Abstützung durch das Tellerfederpaket 53 nach, bremst aber ab, noch
bevor der Anschlagstift 45 und Längsnut, die Absätze 33 und 55 sowie das Teil des
Rohrstutzens 59 mit großem Durchmesser und das hintere Teil des stationären Teils
23 jeweils aufeinander aufsitzen.
[0047] Somit wird der Verschluß über die Exerzierpatrone 1 auf den Pufferkörper 61 und von
da aus über den Kolben 51 auf das Tellerfederpaket 53 abgepuffert.
[0048] Wird versehentlich eine scharfe Patrone, eine Übungspatrone oder eine Manöverpatrone
geladen, dann sitzt sie mit der Granate, dem Geschoß oder der Granatenattrappe auf
dem Pufferkörper 61 auf, kann aber nicht in dessen Bohrung eindringen. Eine scharfe
Patrone kann nicht zugeführt werden, da deren Geschoßform nicht durch die Kulisse
geht, die vom Rohrstutzen 59 gebildet wird. Anschließend federn der Kolben 51 und
die damit verbundenen Teile nach vorne, aber maximal nur um einen Weg, der kürzer
ist als der Weg, der erforderlich wäre, damit der Abschlagmechanismus des Granatwerfers
ausgelöst würde. Es ist also nicht möglich, eine solche Patrone im Exerzierlauf 21
zu zünden.
[0049] Der nachgiebige Pufferkörper 61 ist gegen einen anderen austauschbar, wenn er Schaden
genommen haben sollte oder wenn anders geformte Exerzierpatronen verwendet werden
sollen, als die Exerzierpatrone 1 des gezeigten Beispiels. Der Ring 63 besteht aus
härterem, nachgiebigem und/oder federndem Material. Über den Ring 63 und eine Zugstange
kann der federnde Pufferkörper 61 aus dem Rohrstutzen 59 gezogen werden.
[0050] Der Pufferkörper 61 ist länger als die ringförmige Abstufung 3 der Exerzierpatrone
1, um die Bildung einer Schutzzone gegenüber dem Ring 63 zu gewähren und so eine Pufferzone
zu schaffen.
[0051] Wenn eine spezielle Kunststoff-Manöverpatrone (nicht gezeigt) im Exerzierlauf 21
verschossen werden soll, so muß sie von der äußeren Form her der Exerzierpatrone 1
entsprechen. Außerdem müssen der Pufferkörper 61 und der Ring 63 aus einem Material
bestehen, das gegenüber der Temperatur und der chemischen Zusammensetzung der Abschußgase
beständig ist. Vorzugsweise ist außerdem die Achse 4 mittig durchbohrt, so daß nach
vorne, noch vor der Mutter 49, der Ausschuß erfolgt.
[0052] Die Zündung der speziellen Kunststoff-Manöverpatrone erfolgt wie bei der scharfen
Patrone. Ein Verzögerungs-Brennsatz verzögert jedoch das Abbrennen der Ladung um einige
Millisekunden, so daß zuvor der Verschluß des Granatwerfers zum Stillstand gelangt.
Beim Abbrennen der Ladung schiebt die Kunststoff-Manöverpatrone den Verschluß zurück
und beschleunigt ihn, so daß er den Nachladevorgang durchführen kann.
1. Exerziergerät für Selbstladegranatwerfer, mit wenigstens einer Exerzierpatrone (1)
und einem Exerzierlauf (21), dadurch gekennzeichnet das, der Exerzierlauf ein Exerzierpatronenlager (59) aufweist, in das die Exerzierpatrone
(1) einführbar ist, jedoch die scharfe Patrone nicht oder nicht soweit, daß eine Zündung
erfolgen kann, wobei das Exerzierpatronenlager (59) abgepuffert ist, um die Verschlußenergie
unschädlich zu machen.
2. Exerziergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Exerzierpatrone (1) im Bereich des Patronenbodens und der vom Gurt umfaßten Teile
die Abmessung einer scharfen Patrone hat und die Exerzierpatrone (1) in ihrem vorderen
Teil, der dem Geschoß einer scharfen Patrone entspricht, kürzer ist und/oder einen
kleineren Durchmesser aufweist als diese.
3. Exerziergerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Exerzierpatrone (1) an der Spitze (15), bevorzugt bis etwa 20 mm, von der Spitze
aus nach hinten gemessen, einen Durchmesser aufweist, der stark verringert ist und
bevorzugt nur etwa die Hälfte des Kaliberdurchmessers aufweist (Abstufung 3).
4. Exerziergerät nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Exerzierpatrone (1) seitlich eine in Längsrichtung der Exerzierpatrone (1) verlaufende
Aussparung (17) aufweist, die einen Vorsprung eines Gurtgliedes aufnimmt und beim
Exerzieren mit der Waffe dessen Verschieben nach hinten gestattet.
5. Exerziergerät nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Exerzierpatrone (1), von hinten gesehen, hohl ist.
6. Exerziergerät nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Exerzierpatrone (1) eine solche Wandstärke aufweist, daß ihr Gewicht und/oder
ihre Balance etwa dem bzw. der einer scharfen Patrone entspricht.
7. Exerziergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Exerzierlauf (21) ein weicher und/oder federnder Einsatz (61) vorgesehen ist,
der ortsfest mit mindestens einem Teil (59) des Exerzierlaufes (1) verbunden ist und
gegen den die scharfe Patrone vor dem vollen Einführen in das Exerzierpatronenlager
(57) anstößt, die Exerzierpatrone (1) sich dagegen unbehindert ganz einführen läßt.
8. Exerziergerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein hinterer Teil (47, 51, 59) des Exerzierlaufes (21) zusammen mit dem Einsatz (57)
gegen den vorderen, in der Waffe stationär verankerten Teil (23) des Exerzierlaufes
(21) federnd und verdrehsicher verschieblich ist.
9. Exerziergerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Federbündel aus Tellerfedern (53) zwischen Einsatz (61) und hinterem Teil (47,
51, 59) des Exerzierlaufes (21) einerseits und dem vorderen, in der Waffe verankerten
Teil (23) des Exerzierlaufes (21) andererseits vorgesehen ist.
10. Exerziergerät nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß am vorderen, in der Waffe verankerten Teil (23) des Exerzierlaufes (21) mindestens
ein Anschlag (45, 33) vorgesehen ist, der den Federweg des hinteren Teiles (47, 51,
59) des Exerzierlaufes (21) und des Einsatzes (61) so weit beschränkt, daß keine Zündung
einer scharfen Patrone erfolgen kann.
11. Exerziergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens der vordere, aus der Waffe ragende Teil (25) des Exerzierlaufes (21) anders
als der scharfe Lauf beschichtet ist.
1. A practice device for self-loading grenade launchers, having at least one dummy cartridge
(1) and a drill barrel (21),
characterised in that the practice device comprises a dummy cartridge chamber (59) into which the dummy
cartridge can be introduced, but into which the service cartridge cannot be introduced,
or not to the extent that firing can occur, wherein the dummy cartridge chamber (59)
is buffered in order to make the energy of breech harmless.
2. A practice device according to Claim 1,
characterised in that the dummy cartridge (1) has the dimensions of a service cartridge in the region of
the cartridge head and of the parts contained by the belt, and the dummy cartridge
(1) in its front part corresponding to the bullet of a service cartridge is shorter
and/or has a smaller diameter than the service cartridge.
3. A practice device according to Claim 2,
characterised in that the dummy cartridge (1) at its tip (15), preferably to roughly 20 mm measured rearwards
from the tip, comprises a diameter that is greatly reduced and preferably is just
roughly half the calibre diameter (shoulder 3).
4. A practice device according to one of Claims 2 or 3,
characterised in that the dummy cartridge (1) laterally comprises a recess (17) running in the longitudinal
direction of the dummy cartridge (1), which receives a projection of a belt element
and when practicing with the weapon permits its rearward displacement.
5. A practice device according to one of Claims 2 to 4,
characterised in that the dummy cartridge (1) is hollow when viewed from the rear.
6. A practice device according to one of Claims 2 to 5,
characterised in that the dummy cartridge (1) has such a wall thickness that its weight and/or its balance
corresponds roughly to that of a service cartridge.
7. A practice device according to one of Claims 1 to 6,
characterised in that in the drill barrel (21) there is provided a soft and/or resilient insert (61), which
is fixedly connected to at least one part (59) of the drill barrel (1) and against
which the service cartridge strikes prior to complete introduction into the dummy
cartridge chamber (57), but the dummy cartridge (1) in contrast can be inserted completely
unimpeded.
8. A practice device according to Claim 7,
characterised in that a rear part (47, 51, 59) of the drill barrel (21) together with the insert (57) is
displaceable in a resilient and non-twist manner towards the front part (23) of the
drill barrel (21) anchored in a stationary position in the weapon.
9. A practice device according to Claim 8,
characterised in that a bundle of disc springs (53) is provided between the insert (61) and the rear part
(47, 51, 59) of the drill barrel (21) on the one hand and the front part (23) of the
drill barrel (21) anchored in the weapon on the other hand.
10. A practice device according to one of Claims 7 to 9,
characterised in that at least one stop (45, 33) is provided at the front part (23) of the drill barrel
(21) anchored in the weapon, which stop limits the spring travel of the rear part
(47, 51, 59) of the drill barrel (21) and of the insert (61) to such an extent that
no firing of a service cartridge can occur.
11. A practice device according to one of Claims 1 to 10,
characterised in that at least the front part (25) of the drill barrel (21) protruding from the weapon
is coated differently to the service barrel.
1. Appareil d'exercice pour lance-grenades à chargement automatique, avec au moins une
cartouche de tir à blanc (1) et un canon de tir à blanc (21), caractérisé en ce que le canon de tir à blanc présente un magasin de cartouches de tir à blanc (59) dans
lequel la cartouche de tir à blanc (1) peut être introduite, mais pas la cartouche
à balle ou pas suffisamment loin pour permettre une mise à feu, dans lequel le magasin
de cartouches de tir à blanc (59) est capitonné afin de rendre inoffensive l'énergie
de fermeture.
2. Appareil d'exercice selon la revendication 1, caractérisé en ce que la cartouche de tir à blanc (1) présente dans la zone du fond de cartouche et des
parties saisies par la courroie les dimensions d'une cartouche à balle, et en ce que dans sa partie avant, qui correspond au projectile d'une cartouche à balle, la cartouche
de tir à blanc (1) est plus courte que celle-ci et/ou présente un diamètre inférieur
à celle-ci.
3. Appareil d'exercice selon la revendication 2, caractérisé en ce que la cartouche de tir à blanc (1) présente au niveau de la pointe (15), de préférence
sur environ 20 mm, mesuré à partir de la pointe vers l'arrière, un diamètre qui est
fortement diminué et présente de préférence seulement la moitié du diamètre de calibre
(niveau 3).
4. Appareil d'exercice selon l'une quelconque des revendications 2 ou 3, caractérisé en ce que la cartouche de tir à blanc (1) présente latéralement un évidement (17) s'étendant
dans la direction longitudinale de la cartouche de tir à blanc (1) et recevant une
saillie d'un élément de courroie et permet de déplacer celui-ci vers l'arrière lors
des exercices avec l'arme.
5. Appareil d'exercice selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que la cartouche de tir à blanc (1) est creuse, vue de l'arrière.
6. Appareil d'exercice selon l'une quelconque des revendications 2 à 5, caractérisé en ce que la cartouche de tir à blanc (1) présente une épaisseur de paroi telle que son poids
et/ou son équilibre correspond approximativement à celui ou ceux d'une cartouche à
balle.
7. Appareil d'exercice selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que dans le canon de tir à blanc (21) un insert (61) souple et/ou élastique est prévu
qui est relié de façon stationnaire à au moins une partie (59) du canon de tir à blanc
(1) et contre lequel la cartouche à balle bute avant son introduction complète dans
le magasin de cartouches de tir à blanc (57), la cartouche de tir à blanc (1) pouvant
par contre être introduite librement en totalité.
8. Appareil d'exercice selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'une partie arrière (47, 51, 59) du canon de tir à blanc (21), en conjonction avec
l'insert (57), peut être déplacé de façon élastique et verrouillée en rotation contre
la partie avant (23), ancrée de façon stationnaire dans l'arme, du canon de tir à
blanc (21).
9. Appareil d'exercice selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'un groupe de ressorts composé de ressorts à disques (53) est prévu entre l'insert
(61) et la partie arrière (47, 51, 59) du canon de tir à blanc (21) d'une part, et
la partie avant (23), ancrée dans l'arme, du canon de tir à blanc, d'autre part.
10. Appareil d'exercice selon l'une quelconque des revendications 7 à 9, caractérisé en ce qu'au niveau de la partie avant (23), ancrée dans l'arme, du canon de tir à blanc (21),
au moins une butée (45, 33) est prévue qui limite la course de ressort de la partie
arrière (47, 51, 59) du canon de tir à blanc (21) et de l'insert (61) à tel point
qu'aucune mise à feu d'une cartouche à balle ne puisse avoir lieu.
11. Appareil d'exercice selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'au moins la partie avant (25), dépassant de l'arme, du canon de tir à blanc (21) présente
un revêtement différent du canon à balle.