[0001] Die Erfindung betrifft eine sanitäre Wasserauslaufarmatur, die einen Wasserauslauf
hat, wobei im Bereich des Wasserauslaufs abströmseitig eine, zumindest eine Lochplatte
und/oder Gitter- bzw. Lamellenstruktur aufweisende Strömungsführung vorgesehen ist,
welche Strömungsführung eine Anzahl von durch Strömungsführungswände umgrenzte Auslauflöcher
oder Auslauföffnungen hat.
[0002] Am Wasserauslauf sanitärer Wasserauslaufarmaturen ist meist ein Strahlregler vorgesehen,
der an der Wasserauslaufarmatur mittels eines Auslaufmundstückes befestigt ist und
einen homogenen, perlend-weichen Wasserstrahl formen soll. Dabei hat man auch bereits
Strahlregler geschaffen, die abströmseitig einen Strömungsgleichrichter haben, der
die im Strahlregler erzeugten Einzelstrahlen etwa koaxial zueinander ausrichten soll
und beispielsweise als Lochplatte oder als Gitter- bzw. Lamellenstruktur ausgestaltet
ist.
[0003] Häufig besteht das Problem, dass der in der Auslaufarmatur zufließende Wasserstrom
im Bereich des Wasserauslaufs in eine andere Richtung umzulenken ist. Man hat daher
auch Kugelgelenke geschaffen, die zwei gelenkig miteinander verbundene Gelenkabschnitte
aufweisen, von denen ein Gelenkabschnitt mit dem Wasserauslauf der Wasserauslaufarmatur
verbunden ist und von denen der andere Gelenkabschnitt den Strahlregler trägt. Mit
Hilfe eines solchen Kugelgelenkes kann der Wasserstrahl bei Bedarf auf den gewünschten
Bereich ausgerichtet werden. Derartige Kugelgelenke weisen jedoch eine vergleichsweise
große Längserstreckung auf und beanspruchen einen Platzbedarf, der nicht in jedem
Einsatzbereich zur Verfügung steht. Darüber hinaus verändern diese Kugelgelenke auch
das äußere Erscheinungsbild insbesondere bei ästhetisch anspruchsvollen Wasserauslaufarmaturen.
[0004] Es besteht daher die Aufgabe, eine sanitäre Wasserauslaufarmatur zu schaffen, die
eine Umlenkung des Wasserstrahls erlaubt, ohne dass ein platzraubendes und eventuell
auch ästhetisch störendes Kugelgelenk erforderlich ist.
[0005] Eine erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht bei der sanitären Wasserauslaufarmatur
in den Merkmalen des geltenden Patentanspruchs 1. Ein weiterer erfindungsgemäßer Vorschlag
zur Lösung dieser Aufgabe umfasst die Merkmale des geltenden Patentanspruchs 2.
[0006] Bei der erfindungsgemäßen Wasserauslaufarmatur ist die Strömungsführung als Strahlrichtungsgeber
ausgestaltet, der den zufließenden Wasserstrom in eine von der Zuströmrichtung abweichende
Richtung umlenkt. Die die Auslauföffnungen oder Auslauflöcher umgrenzenden Strömungsführungswände
der Strömungsführung sind dazu derart im Winkel zur Strömungsrichtung des in die Strömungsführung
einströmenden Wassers angeordnet, dass sie den anströmenden Wasserstrom in Richtung
der Längserstreckung der Strömungsführungswände umlenken können. Es hat sich überraschend
gezeigt, dass eine derartige Strömungsführung in der Lage ist, das Wasser auch bei
einer vergleichsweise kurzen axialen Längserstreckung der Strömungsführung in Richtung
der Achslage der Strömungsführungswände umzulenken. Dabei kann auf platzraubende und
eventuell ästhetisch störende Kugelgelenke verzichtet werden. Die bogenförmige Strömungsführung
der erfindungsgemäßen Wasserauslaufarmatur ist in der Lage trotz ihrer vergleichsweise
kurzen axialen Erstreckung einen unter beliebigem Winkel anströmenden Wasserstrom
in Richtung der Achslage ihrer Strömungsführungswände umzulenken, wobei durch die
spezifische Ausgestaltung der Strömungsführung sichergestellt wird, dass der Wasserstrahl,
der diesen Strahlrichtungsgeber verlässt, homogen geformt ist. Hierbei kann es sich
um bereits vorbelüftetes Wasser handeln oder auch um einen laminaren Strahl. Erfindungsgemäß
ist vorgesehen, dass die Strömungsführung in mindestens einer Ebene gebogen ist, wobei
die Achsen der Strömungsführungswände dann nicht mehr parallel zueinander stehen,
sondern divergieren bzw. konvergieren. Da eine Herstellung eines solchen einfach oder
mehrfach gekrümmten Bauteils spritzgusstechnisch unter Umständen wegen der unterschiedlichen
Entformungsrichtung mit großem Aufwand verbunden ist, ist erfindungsgemäß vorgesehen,
dass die abströmseitige Lochplatte der Strömungsführung eben hergestellt wird mit
paralleler Anordnung der Strömungsführungswände, um anschließend auf einen, in einer
oder mehreren Ebenen gekrümmten Lochplatten-Träger am Wasserauslauf aufgezogen und
fixiert zu werden, wodurch sich die Achsen der Strömungsführungswände dann gemäß der
durch den Lochplatten-Träger gebildeten Kulisse einstellen.
[0007] Die Strömungsführung kann eine Lamellenstruktur aufweisen, welche den Wasserstrahl
zwischen den als Lamellen ausgebildeten Strömungsführungswänden umlenkt. Bevorzugt
wird jedoch eine Ausführungsform, bei der die Auslauflöcher oder Auslauföffnungen
zumindest einer Lochplatte der Strömungsführung einen kreisrunden oder mehreckigen
lichten Öffnungsquerschnitt haben. Die Strömungsführungswände dieser kreisrunden oder
mehreckigen Auslauflöcher oder Auslauföffnungen können vergleichsweise dicht zueinander
angeordnet werden und vermögen daher den Wasserstrahl praktisch über seinen gesamten
Strahlquerschnitt gut umzulenken.
[0008] Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform gemäß der Erfindung sieht vor, dass die
Auslauflöcher oder Auslauföffnungen zumindest einer Lochplatte der Strömungsführung
einen sechseckigen lichten Öffnungsquerschnitt haben und wabenzellenartig zueinander
angeordnet sind. Eine solche wabenzellenartig ausgebildete Lochplatte weist dicht
zueinander angeordnete Auslauflöcher oder Auslauföffnungen auf und hat dennoch einen
vergleichsweise großen lichten Auslaufquerschnitt.
[0009] Wenn der Wasserstrahl umgelenkt und gleichzeitig dessen Strahlqualität deutlich verbessert
werden soll, ist es vorteilhaft, wenn der Strömungsführung ein Strahlregler in Strömungsrichtung
vorgeschaltet ist.
[0010] Dabei kann der in die Strömungsführung einströmende Wasserstrahl ein belüfteter oder
unbelüfteter Wasserstrahl sein.
[0011] Bereits eine Lochplatte oder Gitter- bzw. Lamellenstruktur ist ausreichend, um das
in die Strömungsführung einströmende Wasser in eine demgegenüber andere Richtung umzulenken.
Es kann jedoch vorteilhaft sein, wenn die Strömungsführung mehrere, vorzugsweise voneinander
beabstandete Lochplatten und/oder Gitter- bzw. Lamellenstrukturen aufweist.
[0012] Dabei kann es zweckmäßig sein, wenn die Lochplatten und/oder Gitter- bzw. Lamellenstrukturen
der Strömungsführung in einem zur Strömungsrichtung des einströmenden Wassers gleichen
oder jeweils zunehmenden größeren Winkel angeordnet sind.
[0013] Möglich ist es, dass zumindest die abströmseitig angeordnete Lochplatte oder Gitter-
bzw. Lamellenstruktur der Strömungsführung eben oder gebogen ausgestaltet ist.
[0014] Sofern die abströmseitig angeordnete Lochplatte der Strömungsführung gebogen ausgestaltet
sein soll, kann es vorteilhaft sein, wenn die Lochplatte oder Gitter- bzw. Lamellenstruktur
als separates Bauteil hergestellt ist und nachträglich mit einem abströmseitigen Stirnrand
der Auslaufarmatur verbunden ist zur Bildung einer gebogenen oder unebenen Formgebung
bzw. zur Anpassung der Lochplatte oder Gitter- bzw. Lamellenstruktur an das Relief
dieses abströmseitigen Stirnrandes. Da bei dieser Ausführungsform die Lochplatte bzw.
Gitter- oder Lamellenstruktur auch als separates ebenes Bauteil hergestellt werden
kann, ist dieses Bauteil auch als planes Spritzgussteil mit koaxialen Auslauföffnungen
herstellbar, um dieses ebene Bauteil nach dem Verbinden mit dem vorgesehenen Stirnrand
der Auslaufarmatur in eine beispielsweise konvex gebogene Form zu bringen.
[0015] Eine Ausführungsform gemäß der Erfindung sieht vor, dass die Auslauflöcher oder Auslauföffnungen
etwa koaxiale Längsachsen aufweisen. Möglich ist aber auch, dass die Längsachsen der
Auslauflöcher oder Auslauföffnungen divergieren oder konvergieren. So neigt beispielsweise
der aus einer flachen Wasserauslaufarmatur als breiter Wasserstrahl ausströmende Wasserstrom
bereits unmittelbar nach Austritt aus dem Wasserauslauf sich zu einem unruhig runden
Wasserstrahl zusammenzuziehen. Um einen derart breiten Wasserstrahl über eine möglichst
lange Wegstrecke in seiner breiten Strahlform zu belassen, kann es vorteilhaft sein,
wenn die Längsachsen der Auslauflöcher divergieren. Da die erfindungsgemäße Wasserauslaufarmatur
somit auch mit einem, im lichten Querschnitt unrunden Wasserauslauslauf ausgestaltet
sein kann, und die erfindungsgemäße Wasserauslaufarmatur auch eine unrunde Strahlform
über eine lange Wegstrecke aufrecht zu erhalten vermag, zeichnet sich die erfindungsgemäße
Wasserauslaufarmatur durch eine hohe Gestaltungsvielfalt aus.
[0016] Dabei sieht eine bevorzugte Ausführungsform gemäß der Erfindung vor, dass die Längsachsen
zumindest der im Außenrandbereich der Lochplatte vorgesehenen Auslauflöcher oder Auslauföffnungen
nach außen oder nach innen gerichtet sind.
[0017] Weiterbildungen gemäß der Erfindung sind in weiteren Unteransprüchen aufgeführt.
Nachstehend wird die Erfindung anhand verschiedener Ausführungsbeispiele noch näher
erläutert.
Es zeigt:
[0018]
- Fig. 1
- eine Auslaufarmatur, deren Strömungsführung zur Erzeugung divergierender ausströmender
Einzelstrahlen eine konvex gewölbte Lochplatte aufweist,
- Fig. 2
- die Auslaufarmatur aus Fig. 1 in einer Perspektivdarstellung,
- Fig. 3
- die auf einem Lochplatten-Träger gewölbt aufgespannte Lochplatte der in den Fig. 1
und 2 dargestellten Auslaufarmatur in der Schnittebene V.-V. aus Fig. 1,
- Fig. 4
- die Auslaufarmatur aus den Fig. 1 bis 3 in einer in Betrieb befindlichen Gebrauchsstellung,
- Fig. 5
- ein Einhebelmischventil, dessen Wasserauslauf abströmseitig eine als Strahlrichtungsgeber
dienende Strömungsführung hat,
- Fig. 6
- die Strömungsführung der in Fig. 5 dargestellten Wasserauslaufarmatur, wobei die Strömungsführung
aus einer Lochplatte mit wabenzellenartig zueinander angeordneten und einem sechseckigen
lichten Öffnungsquerschnitt aufweisenden Auslauflöchern oder Auslauföffnungen gebildet
ist,
- Fig. 7
- das Einhebelmischventil aus Fig. 5 und 6 in einem Längsschnitt,
- Fig. 8
- das Einhebelmischventil aus den Fig. 5 bis 8 in einem Querschnitt,
- Fig. 9
- die wabenzellenartig ausgebildete Lochplatte der für den Wasserauslauf gemäß den Fig.
5 bis 8 dargestellten Strömungsführung in einem Teil-Längsschnitt,
- Fig. 10
- ein mit Fig. 5 bis 9 vergleichbares Einhebelmischventil, wobei dessen Wasserauslauf
hier allerdings schräg angeordnet ist,
- Fig. 11
- die als Lochplatte ausgestaltete Strömungsführung der in Fig. 10 gezeigten Wasserauslaufarmatur,
- Fig. 12
- die Lochplatte einer Strömungsführung, welche Lochplatte hier kreisrunde Auslauföffnungen
oder Auslauflöcher aufweist,
- Fig. 13
- die Lochplatte einer Strömungsführung, die im lichten Öffnungsquerschnitt viereckige
Auslauflöcher oder Auslauföffnungen hat,
- Fig. 14
- die für eine sanitäre Wasserauslaufarmatur bestimmte Strömungsführung, die hier eine
Lamellenstruktur mit Auslauföffnungen hat, welche durch lamellenartige Strömungsführungswände
begrenzt sind, und
- Fig. 15
- das bevorzugte Ausführungsbeispiel einer Lochplatte, deren Auslauföffnungen oder Auslauflöcher
wabenzellenartig zueinander angeordnet sind und einen sechseckigen lichten Auslaufquerschnitt
aufweisen.
[0019] In den Figuren 1 bis 15 sind verschiedene Ausführungsformen einer sanitären Wasserauslaufarmatur
1 dargestellt. Diese Wasserauslaufarmaturen 1 weisen einen Wasserauslauf 2 auf. Im
Bereich des Wasserauslaufs 2 ist jeweils eine Strömungsführung 3 vorgesehen. Aus den
Figuren 1 bis 15 ist erkennbar, dass die Strömungsführungen 3 zumindest eine Lochplatte
4 und/oder eine Gitter- bzw. Lamellenstruktur 5 mit einer Anzahl von Auslauföffnungen
6 oder Auslauflöchern aufweisen, die durch Strömungsführungswände 7 umgrenzt sind.
[0020] Häufig besteht das Problem, dass der in der Auslaufarmatur 1 zufließende Wasserstrom
im Bereich des Wasserauslaufs 2 in eine andere Richtung umzulenken ist. Die Strömungsführungen
3 der hier dargestellten Wasserauslaufarmaturen 1 sind daher als Strahlrichtungsgeber
ausgestaltet. Die Strömungsführungswände 7 zumindest einzelner Auslauföffnungen 6
oder Auslauflöcher sind dazu derart im Winkel zur Strömungsrichtung des in die Strömungsführung
3 zuströmseitig einströmenden Wassers angeordnet, dass deren Strömungsführungswände
7 den anströmenden Wasserstrom in Richtung ihrer Längserstreckung umlenken.
[0021] Es hat sich überraschend gezeigt, dass eine derartige Strömungsführung 3 in der Lage
ist, das Wasser auch bei einer vergleichsweise kurzen axialen Längserstreckung der
Strömungsführung 3 in Richtung der Achslage der Strömungsführungswände 7 umzulenken.
Dabei kann auf platzraubende und eventuell auch ästhetisch störende Kugelgelenke oder
dergleichen verzichtet werden. Diese Strömungsführung 3, die eine Dicke und somit
eine axiale Längserstreckung von etwa 0,5 bis 15 mm haben kann, hat somit praktisch
die Funktion einer Wasserlinse oder eines Wasserprismas.
[0022] In den Figuren 3, 7, 8 und 9 ist erkennbar, dass die Strömungsführungen 3 der hier
dargestellten Wasserauslaufarmaturen 1 eine Lochplatte 4 haben. Es ist jedoch auch
möglich, dass die Strömungsführung 3 auch mehrere voneinander beabstandete Lochplatten
und/oder Gitter- bzw. Lamellenstrukturen aufweisen kann. Solche mehreren Bestandteile
4, 5 der Strömungsführung 3 können in einem gleichen oder einem jeweils zunehmend
größeren oder kleineren Winkel zur Strömungsrichtung des anströmenden Wassers angeordnet
sein.
[0023] Aus den Figuren 1 bis 4 ist zu erkennen, dass zumindest die abströmseitig angeordnete
Lochplatte 4 oder Gitter- bzw. Lamellenstruktur der Strömungsführung 3 gebogen ausgestaltet
ist. Dabei ist die Lochplatte 4 der in den Figuren 1 bis 4 dargestellten Wasserauslaufarmatur
derart konvex gebogen, dass die zum Randbereich hin zunehmend nach außen gerichteten
Auslauflöcher oder Auslauföffnungen 6 einen Wasserstrahl mit - wie in Figur 4 erkennbar
ist - nach außen divergierenden Einzelstrahlen erzeugen. Dieser aus divergierenden
Einzelstrahlen erzeugte Wasserstrahl ist über eine lange Wegstrecke vergleichsweise
breit und zieht sich erst anschließend zu einem engen runden Wasserstrahl wieder zusammen.
[0024] Während die Auslauflöcher oder Auslauföffnungen 6 der in Figur 1 und 2 gezeigten
Lochplatte 4 koaxiale Längsachsen haben, sind die Längsachsen der in Figur 1 bis 4
erkennbaren Auslauflöcher oder Auslauföffnungen 6 nach außen gerichtet. Um die Lochplatten
oder Gitter- bzw. Lamellenstrukturen als Spritzgussteil beispielsweise aus Kunststoff
herstellen zu können, ist es vorteilhaft, wenn die in den Figuren 1 bis 4 dargestellte
Lochplatte 4 zunächst als separates Bauteil hergestellt wird, das in unverbautem Zustand
eben ist und koaxiale Auslauföffnungen 6 oder Auslauflöcher hat. Dieses separate Bauteil
4 wird nachträglich mit dem unebenen Stirnrand eines hülsenförmigen Lochplatten-Trägers
8 verbunden, so dass das Bauteil 4 sich an dessen Formgebung anpasst und entsprechend
dessen Relief sich in die konvex gebogene Form verformt, in welcher die Längsachsen
der Auslauflöcher oder Auslauföffnungen 6 nun zum Außenumfang hin zunehmend divergieren.
[0025] Durch eine entsprechende Formgebung des Bauteiles 4 ist es auch möglich, dass die
Längsachsen der Auslauflöcher 6 konvergieren bzw. nach innen gerichtet sind.
[0026] Der in die Strömungsführung 3 einströmende Wasserstrahl kann ein belüfteter oder
unbelüfteter Wasserstrahl sein. Dabei kann es vorteilhaft sein, wenn der Strömungsführung
3 ein hier nicht weiter dargestellter Strahlregler und/oder eine andere sanitäre Funktionseinheit
in Strömungsrichtung vorgeschaltet ist.
[0027] In den Figuren 5 bis 9 ist ein Einhebel-Mischventil als Anwendungsbeispiel in verschiedenen
Ansichten dargestellt. Dieses Einhebel-Mischventil ist hier als "Joystick"-Mischer
oder Einhebel-Mischer ausgebildet. Das zuströmende Wasser fließt über die Zuflussleitungen
9 in das Ventilgehäuse 10 ein, das sich in der Wasserauslaufarmatur 1 befindet. Das
im Ventilgehäuse 10 durchmischte Wasser strömt an dem dem Hebel 11 abgewandten Stirnende
des Ventilgehäuses 10 wieder aus, um in dem zwischen Ventilgehäuse 10 einerseits und
dem Innenumfang des Armaturengehäuses der Wasserauslaufarmatur 1 andererseits verbleibenden
Zwischenraum zum Wasserauslauf 2 zu strömen. Der Wasserauslauf 2 weist abströmseitig
die Strömungsführung 3 auf, die hier durch eine Lochplatte 4 mit wabenzellenartig
zueinander angeordneten Auslauflöchern oder Auslauföffnungen 6 gebildet ist. Diese
Auslauflöcher oder Auslauföffnungen weisen koaxiale Längsachsen auf. Die die Auslauflöcher
oder Auslauföffnungen 6 begrenzenden Strömungsführungswände 7 lenken das in die Wasserauslaufarmatur
1 zuströmende Wasser praktisch im rechten Winkel um.
[0028] Aus den Figuren 10 und 11 wird deutlich, dass die sanitäre Wasserauslaufarmatur 1
und das darin befindliche Ventilgehäuse auch schräg angeordnet sein oder statt eines
zylindrischen Außenumfangs einen eckigen und insbesondere einen viereckigen Außenumfang
aufweisen kann.
[0029] In den Figuren 12 bis 15 ist dargestellt, dass die Auslauflöcher oder Auslauföffnungen
6 der Strömungsführung 3 einen kreisrunden (Figur 12), oder einen viereckigen (Figur
13) lichten Öffnungsquerschnitt aufweisen können. Auch ist es möglich, dass die Strömungsführung
durch eine Lamellenstruktur (Figur 14) gebildet ist, deren Auslauföffnungen 6 durch
lamellenartige Strömungsführungswände voneinander abgegrenzt sind. Die bevorzugte
Ausführungsform wird jedoch in Figur 15 gezeigt, bei welcher die Strömungsführung
abströmseitig eine wabenzellenartig ausgebildete Lochplatte aufweist, deren Auslauflöcher
oder Auslauföffnungen 6 einen sechseckigen lichten Öffnungsquerschnitt haben und wabenzellenartig
zueinander angeordnet sind. Eine solche wabenzellenartige Lochplatte vermag den Wasserstrom
gut umzulenken, ohne dass deren Auslauflöcher oder Auslauföffnungen 6 das Durchströmen
des Wasserstrahls wesentlich behindern.
[0030] Die bogenförmige Strömungsführung 3 der hier dargestellten Wasserauslaufarmaturen
1 ist in der Lage, trotz ihrer vergleichsweise kurzen axialen Erstreckung einen unter
beliebigem Winkel anströmenden Wasserstrom in Richtung der Achslage ihrer Strömungsführungswände
7 umzulenken, wobei durch die spezifische Ausgestaltung der Strömungsführung 3 sichergestellt
wird, dass der Wasserstrahl, der diesen Strahlrichtungsgeber verlässt, homogen geformt
ist. Hierbei kann es sich um bereits vorbelüftetes Wasser handeln oder auch um einen
laminaren Strahl. Weitere Ausführungsformen sehen vor, dass eine solche Strömungsführung
in mindestens einer Ebene gebogen ist, wobei die Achsen der Strömungsführungswände
7 dann nicht mehr parallel zueinander stehen, sonder divergieren bzw. konvergieren.
Da eine Herstellung eines solchen einfach oder mehrfach gekrümmten Bauteils 4 spritzgusstechnisch
unter Umständen wegen der unterschiedlichen Entformungsrichtung mit großem Aufwand
verbunden ist, sieht die in den Figuren 3 bis 6 dargestellte Ausführungsform vor,
dass die abströmseitige Lochplatte 4 der Strömungsführung 3 eben hergestellt wird
mit paralleler Anordnung der Strömungsführungswände 7, um anschließend auf einen,
in einer oder mehreren Ebenen gekrümmten Lochplatten-Träger aufgezogen und fixiert
zu werden, wodurch sich die Achsen der Strömungsführungswände 7 dann gemäß der durch
den Lochplatten-Träger gebildeten Kulisse einstellen.
[0031] Bei der erfindungsgemäßen Wasserauslaufarmatur kann der Wasserstrahl auch derart
umgelenkt und ausgerichtet werden, dass er beim Auftreffen in einem Waschbecken, möglichst
wenig zum Spritzen neigt.
1. Sanitäre Wasserauslaufarmatur (1), die einen Wasserauslauf (2) hat, wobei im Bereich
des Wasserauslaufs (2) abströmseitig eine, zumindest eine Lochplatte (4) und/oder
Gitter- bzw. Lamellenstruktur (5) aufweisende Strömungsführung (3) vorgesehen ist,
welche Strömungsführung (3) eine Anzahl von durch Strömungsführungswände (7) umgrenzter
Auslauflöcher oder Auslauföffnungen (6) hat, wobei die Strömungsführung (3) als Strahlrichtungsgeber
ausgestaltet ist, wobei dazu die Strömungsführungswände (7) zumindest einzelner Auslauflöcher
der Auslauföffnungen (6) im Winkel zur Strömungsrichtung des in die Strömungsführung
zuströmseitig einströmenden Wassers angeordnet ist, wobei die Strömungsführungswände
(7) dieser Auslauflöcher oder Auslauföffnungen (6) den anströmenden Wasserstrom in
Richtung ihrer Längserstreckung umlenken, und wobei die Lochplatte (4) oder Gitter-
oder Lamellenstruktur (5) als separates Bauteil hergestellt ist und nachträglich mit
einem abströmseitigen Stirnrand der Auslaufarmatur (1) verbunden ist zur Bildung einer
gebogenen oder unebenen Formgebung bzw. zur Anpassung der Lochplatte (4) oder Gitter-
bzw. Lamellenstruktur (5) an das Relief dieses abströmseitigen Stirnrandes.
2. Sanitäre Wasserauslaufarmatur (1), die einen Wasserauslauf (2) hat, wobei im Bereich
des Wasserauslaufs (2) abströmseitig eine, zumindest eine Lochplatte (4) und/oder
Gitter- bzw. Lamellenstruktur (5) aufweisende Strömungsführung (3) vorgesehen ist,
welche Strömungsführung (3) eine Anzahl von durch Strömungsführungswände (7) umgrenzte
Auslauflöcher oder Auslauföffnungen (6) hat, wobei die Strömungsführung (3) als Strahlrichtungsgeber
ausgestaltet ist, wobei dazu die Strömungsführungswände (7) zumindest einzelner Auslauflöcher
oder Auslauföffnungen (6) im Winkel zur Strömungsrichtung des in die Strömungsführung
zuströmseitig einströmenden Wassers angeordnet ist, wobei die Strömungsführungswände
(7) dieser Auslauflöcher oder Auslauföffnungen (6) den anströmenden Wasserstrom in
Richtung ihrer Längserstreckung umlenken, und wobei die abströmseitige Lochplatte
(4) der Strömungsführung (3) als separates Bauteil eben hergestellt wird mit paralleler
Anordnung der Strömungsführungswände (7), um anschließend auf einen, in einer oder
mehreren Ebenen gekrümmten Lochplatten-Träger am Wasserauslauf aufgezogen und fixiert
zu werden, wodurch sich die Achsen der Strömungsführungswände (7) dann gemäß der durch
den Lochplatten-Träger gebildeten Kulisse einstellen.
3. Wasserauslaufarmatur nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslauflöcher oder Auslauföffnungen (6) zumindest einer Lochplatte (4) der Strömungsführung
(3) einen kreisrunden oder mehreckigen lichten Öffnungsquerschnitt haben.
4. Wasserauslaufarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslauflöcher oder Auslauföffnungen (6) zumindest einer Lochplatte (4) der Strömungsführung
(3) einen sechseckigen lichten Öffnungsquerschnitt haben und wabenzellenartig zueinander
angeordnet sind.
5. Wasserauslaufarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungsführung (3) ein Strahlregler in Strömungsrichtung vorgeschaltet ist.
6. Wasserauslaufarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der in die Strömungsführung (3) einströmende Wasserstrahl ein belüfteter oder unbelüfteter
Wasserstrahl ist.
7. Wasserauslaufarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsführung (3) mehrere, vorzugsweise voneinander beabstandete Lochplatten
(4) und/oder Gitter- bzw. Lamellenstrukturen (5) aufweist.
8. Wasserauslaufarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Lochplatten (4) und/oder Gitter- bzw. Lamellenstrukturen (5) der Strömungsführung
(3) in einem zur Strömungsrichtung des einströmenden Wassers gleichen oder jeweils
zunehmend größeren Winkel angeordnet sind.
9. Wasserauslaufarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die abströmseitig angeordnete Lochplatte (4) oder Gitter- bzw. Lamellenstruktur
(5) der Strömungsführung (3) eben oder gebogen ausgestaltet ist.
10. Wasserauslaufarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslauflöcher oder Auslauföffnungen (6) etwa koaxiale Längsachsen aufweisen.
11. Wasserauslaufarmaturen nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsachsen der Auslauflöcher oder Auslauföffnungen (6) divergieren oder konvergieren.
12. Wasserauslaufarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsachsen zumindest der im Außenrandbereich der Lochplatte (4) vorgesehenen
Auslauflöcher oder Auslauföffnungen (6) nach außen oder nach innen gerichtet sind.