GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Vorgeschlagen werden unter anderem ein verlorenes Schalungselement, eine Verschalung
sowie deren Verwendungen.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
[0002] Beim Errichten von Bauwerken oder allgemein von Baukörpern werden häufig so genannte
Gieß- oder Gusskonstruktionen verwendet, bei welchen flüssige und später auszuhärtende
Materialien, z.B. Beton oder dergleichen, eingesetzt werden, um Fundamente oder auch
begrenzende, stützende oder tragende Wandbereiche oder dergleichen auszubilden. Bei
diesen Gieß- oder Gusskonstruktionen ist es wichtig, dem an sich mehr oder weniger
forminstabilen Gieß- oder Gussmaterial, z.B. der Betonmasse oder dergleichen, Form
und/oder Halt zu geben, indem eine so genannte Verschalung zur Form- und Haltgebung
verwendet wird. Bei derartigen Verschalungen handelt es sich um formende Elemente,
z.B. in Form von Platten oder dergleichen, die Raumbereiche abgrenzen, welche ihrerseits
dann mit dem Gieß- oder Gussmaterial verfüllt werden. Nach dem Verfüllen der mit den
Verschalungselementen, also mittels der Verschalung insgesamt abgegrenzten Raumbereiche
mit dem Gieß- oder Gussmaterial wird dieses einem Aushärtungs- und Verfestigungsprozess
unterzogen, häufig einfach durch Abwarten einer Verfestigungs- oder Aushärtungszeitspanne.
[0003] Problematisch ist, dass je nach Dimensionierung des zu schaffenden Baukörpers die
Verschalungen individuell angefertigt werden müssen. Das heißt, es müssen Schalungselemente
mit individuellen Breiten- und Höhendimensionierungen hergestellt und angepasst werden.
Dies stellt einen erheblichen Aufwand dar und erfordert weit reichende Investitionen
und sehr detaillierte Vorausplanungen.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0004] Es liegt die Aufgabe zu Grunde, ein verlorenes Schalungselement anzugeben, das eine
besonders einfache und flexible Gestaltung einer verlorenen Verschalung erlaubt.
[0005] Die zu Grunde liegende Aufgabe wird bei einem verlorenen Verschalungselement mit
den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen
des verlorenen Verschalungselements sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche. Ferner
wird die zugrunde liegende Aufgabe durch eine verlorene Verschalung mit den Merkmalen
des Anspruchs 12 sowie durch Verwendungen des Schalungselements und der Verschalung
gemäß den Ansprüchen 13 und 14 gelöst.
[0006] Es wird insbesondere ein verlorenes Schalungselement für Verschalungen zum Aufbau
von Betongießbaukörpern oder dergleichen vorgestellt, insbesondere für Schwimm- oder
Speicherbecken. Das vorgeschlagene verlorene Schalungselement ist so ausgebildet,
dass es mit im Wesentlichen gleichartigen Schalungselementen lösbar verbindbar ist.
Dadurch kann eine Verbindung ausgebildet werden mit einem oder mehreren im Wesentlichen
gleichartigen Schalungselementen, um eine lateral und vertikal modular aufgebaute
Verschalung zu schaffen, die auf besonders einfache und flexible Art und Weise in
ihrer Höhe und lateralen Ausdehnung konzipiert und eingestellt werden kann.
[0007] Diese und weitere Aspekte werden auf der Grundlage der beigefügten Zeichnungen erläutert.
KURZBERSCHREIBUNG DER FIGUREN
[0008]
- Fig. 1
- ist eine perspektivische und teilweise geschnittene Darstellung eines Baukörpers unter
Verwendung einer verlorenen Verschalung, welche aus einer Mehrzahl verlorener Schalungselemente
aufgebaut ist.
- Fig. 2A, 2B
- sind schematische und geschnittene Draufsichten auf eine Ausführungsform des verlorenen
Schalungselements, und zwar einmal in gelöster oder demontierter Form und einmal in
montierter und zum Einsatz bereiter Form.
- Fig. 3A, 3B
- sind Ansichten der Außenseite und der Innenseite eines Wandelements als Bestandteil
eines verlorenen Schalungselements.
- Fig. 4A - 4D
- sind schematische und geschnittene Draufsichten auf vier verschiedene Ausführungsformen
eines verlorenen Schalungselements.
- Fig. 5
- ist eine perspektivische Seitenansicht auf eine Ausführungs-form eines verlorenen
Schalungselements im demontierten Zu-stand.
- Fig. 6A, 6B
- sind schematische perspektivische bzw. einfache Seitenansichten auf eine Abfolge verlorener
Schalungselemente im demontierten Zustand mit Fußkomponente oder -element und Abschlussleiste
oder -element.
- Fig. 7
- ist eine schematische Draufsicht auf eine Ausführungsform eines Teils einer verlorenen
Verschalung, welche aus einer Mehrzahl verlorener Schalungselemente zusammengesetzt
ist, und zwar im montierten Zustand und mit eingebrachten Stahlbewehrungen, und zwar
auf der Basis der Ausführungsform aus den Fig. 6a und 6B.
- Fig. 8A, 8B
- sind perspektivische Ansichten eines Verbindungselements mit elliptischer Kegelstumpfform,
und zwar einfach und in einer Mehrzahl gestapelt.
- Fig. 9
- zeigt die Rückseite oder Innenfläche eines Wandelements für eine Ausführungsform des
verlorenen Schalungselements, welches mit dem Verbindungselement aus den Fig. 8A und
8B verwendet werden kann.
- Fig. 10A, 10B
- zeigen in schematischer und perspektivischer Seitenansicht ein Fußelement, welches
im Zusammenhang mit einem Schalungselement verwendet werden kann.
- Fig. 11A, 11B
- zeigen Fußschrauben für den Einsatz bei einem Fußelement gemäß Fig. 10.
- Fig. 12
- zeigt in schematischer und perspektivischer Seitenansicht eine Abschlussleiste 50
oder Abschlusselement 50 zum Aufsetzen auf den Oberkantenbereich eines in einer verlorenen
Verschalung zuoberst angeordneten Schalungselements.
- Fig. 13
- zeigt eine perspektivische Draufsicht auf eine Ausführungsform einer Verschalung mit
runden Schalungselementen und Treppenstruktur.
DETAILBESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0009] Nachfolgend werden Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung beschreiben. Sämtliche
Ausführungsformen der Erfindung und auch ihre technischen Merkmale und Eigenschaften
können einzeln isoliert, wahlfrei und beliebig zusammengestellt und miteinander beliebig
und ohne Einschränkung kombiniert werden.
[0010] Strukturell und/oder funktionell gleiche, ähnliche oder gleich wirkende Merkmale
oder Elemente werden nachfolgend im Zusammenhang mit den Figuren mit denselben Bezugszeichen
bezeichnet. Nicht in jedem Fall wird eine detaillierte Beschreibung dieser Merkmale
oder Elemente wiederholt.
[0011] Zunächst wird auf die Zeichnungen im Allgemeinen Bezug genommen.
[0012] Es wird insbesondere auch ein verlorenes Schalungselement 10 für Verschalungen 100
zum Aufbau von Betongießbaukörpern 110 oder dergleichen vorgestellt, insbesondere
für Schwimm- oder Speicherbecken 120. Das vorgeschlagene verlorene Schalungselement
10 ist so ausgebildet, dass es mit im Wesentlichen gleichartigen Schalungselementen
10 lösbar verbindbar ist. Dadurch kann eine Verbindung ausgebildet werden mit einem
oder mehreren im Wesentlichen gleichartigen Schalungselementen 10, um eine lateral
und vertikal modular aufgebaute Verschalung 100 zu schaffen, die auf besonders einfache
und flexible Art und Weise in ihrer Höhe und lateralen Ausdehnung konzipiert und eingestellt
werden kann.
[0013] Bei einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist das vorgeschlagene verlorene
Schalungselement 10 ausgebildet für Verschalungen 100 zum Aufbau von Betongießbaukörpern
110 oder dergleichen, insbesondere von Schwimm- oder Speicherbecken 120 und mit einem
im Wesentlichen gleichartigen Schalungselement 10 derart lösbar verbindbar ist, dass
durch Verbindung mit einem oder mit mehreren im Wesentlichen gleichartigen Schalungselementen
10 eine lateral und vertikal modular aufgebaute Verschalung 100 ausbildbar ist.
[0014] Das Schalungselement 10 kann mit einem ersten Wandelement 30, 30-1 und einem zweiten
Wandelement 30, 30-2 ausgebildet sein, welche insbesondere im Wesentlichen plattenartig
ausgebildet sind und jeweils eine erste oder innere Fläche 30i und eine zweite oder
äußere Fläche 30a aufweisen und so angeordnet sind, dass sich die inneren Flächen
30i im Wesentlichen einander gegenüber stehen und zwischen sich ein Hohlvolumen H
bilden.
[0015] Das Schalungselement 10 mit einem oder mehreren Verbindungselementen 40 ausgebildet
sein, welches oder welche eine Verbindung 40' bilden, durch welche das erste Wandelement
30, 30-1 und das zweite Wandelement 30, 30-2 miteinander - insbesondere lösbar - verbindbar
oder verbunden sind und im verbundenen Zustand in einer festen räumlichen Ausrichtung
zueinander gehaltert werden.
[0016] Das Verbindungselement 40 kann ein erstes und ein zweites Ende 40a, 40b aufweisen,
von denen im verbundenen Zustand des Schalungselements 10 eines mit der inneren Fläche
30i des ersten Wandelements 30, 30-1 und das andere mit der inneren Fläche 30i des
zweiten Wandelements 30, 30-2 verbunden ist, sich dort abstützt und/oder dort - insbesondere
lösbar - befestigt ist.
[0017] Die inneren Flächen 30i und/oder die äußeren Flächen 30a des ersten Wandelements
30, 30-1 und des zweiten Wandelements 30, 30-2 können jeweils zueinander äquidistant
angeordnet sein.
[0018] Das erste Wandelement 30, 30-1 und/oder das zweite Wandelement 30, 30-2 können zumindest
teilweise oder vollständig planar oder sich teilweise oder vollständig planar erstreckend
und/oder mit zumindest teilweise oder vollständig planarer oder sich teilweise oder
vollständig planar erstreckender äußerer Fläche 30a und/oder innerer Fläche 30i ausgebildet
sein.
[0019] Das erste Wandelement 30, 30-1 und/oder das zweite Wandelement 30, 30-2 kann zumindest
teilweise oder vollständig gekrümmt oder sich teilweise oder vollständig gekrümmt
erstreckend und/oder mit zumindest teilweise oder vollständig gekrümmter oder sich
teilweise oder vollständig gekrümmt erstreckender äußerer Fläche 30a und/oder innerer
Fläche 30i ausgebildet sein.
[0020] Der Verlauf der Krümmung kann insbesondere nach Art einer ausgeschnittenen Mantelfläche
eines senkrechten oder schiefen Zylinders oder senkrechten oder schiefen Kegels mit
kreisförmiger oder mit ellipsenförmiger Grundfläche ausgebildet sein.
[0021] Das erste Wandelement 30-1 und das zweite Wandelement 30-2 können identisch oder
gleich wirkend ausgebildet sein.
[0022] Das Schalungselement 10 kann insgesamt als Quader oder Würfel ausgebildet sein.
[0023] Das Schalungselement 10 kann insgesamt aber auch als Abschnitt oder Ausschnitt eines
Mantels eines schiefen oder senkrechten Zylinders oder schiefen oder senkrechten Kegels
mit kreisförmiger oder mit ellipsenförmiger Grundfläche ausgebildet sein.
[0024] Das Schalungselement 10 kann insgesamt eine laterale Erstreckung in der Breite aufweisen,
die die vertikale Erstreckung in der Höhe nicht unterschreitet. Es kann also insbesondere
quaderförmig liegend - d.h. mit Wandelementen 30 in liegender Rechteckform - oder
würfelförmig - d.h. mit Wandelementen 30 in Quadratform - sein. Die Würfelform ist
z.B. sinnvoll beim Anschluss zueinander senkrecht stehender Wände, d.h. zum Ausfüllen
der Ecken.
[0025] Das Schalungselement 10 kann ein Seitenlängenverhältnis von Breite zu Höhe wie 5
: 3 besitzen, insbesondere bei einer Höhe von oder im Bereich von 0,30 m.
[0026] Das Schalungselement 10 kann einen Oberkantenbereich 10o und einen Unterkantenbereich
10u aufweisen, die mit ersten und zweiten form- und/oder funktionsmäßig kooperierenden
Befestigungsmitteln 31, 32 derart ausgebildet sind, dass jedem ersten Befestigungsmittel
an einer gegebenen lateralen Position X des Ober- oder Unterkantenbereichs 10o, 10u
an einer entsprechenden lateralen Position X' des Unter- bzw. Oberkantenbereichs 10u,
10o ein zweites bzw. erstes form- und/oder funktionsmäßig kooperierendes Befestigungsmittel
32, 31 entspricht, so dass sich eine vertikale Stapelbarkeit gleicher Schalungselemente
10 mit einer - insbesondere lösbaren - Befestigung der Schalungselemente 10 an sich
berührenden Ober- und Unterkantenbereichen 10o, 10u vertikal direkt aneinander angrenzender
Schalungselemente 10 ergibt.
[0027] Die ersten und zweiten Wandelemente 30, 30-1, 30-2 können jeweils einen Oberkantenbereich
30o und einen Unterkantenbereich 30u aufweisen, die den Oberkantenbereich 30o bzw.
den Unterkantenbereich 30u teilweise oder vollständig bilden und die ersten und/oder
zweiten Befestigungsmittel 31, 32 aufweisen.
[0028] Die ersten Befestigungsmittel 31 können jeweils ein Rastelement 31' aufweisen oder
bilden. Die zweiten Befestigungsmittel 32 können eine Rastausnehmung 32' bilden oder
aufweisen, welche zur Aufnahme des Rastelements 31' ausgebildet sind und eine - insbesondere
lösbare - Arretierung bei Aufnahme des Rastelements 31' in der Rastausnehmung 32'
ermöglichen.
[0029] Das Schalungselement 10 kann einen linken Kantenbereich 101 und einen rechten Kantenbereich
10r aufweisen, welche mit dritten und vierten form- und funktionsmäßig kooperierenden
Befestigungsmitteln 33, 34 derart ausgebildet sind, dass jedem dritten Befestigungsmittel
33 und jedem vierten Befestigungsmittel 34 an einer gegebenen vertikalen Position
Y des linken Kantenbereichs 101 und des rechten Kantenbereichs 10r an einer entsprechenden
vertikalen Position Y' des rechten Kantenbereichs 10r bzw. des linken Kantenbereichs
101 ein entsprechendes viertes Befestigungsmittel 34 bzw. ein entsprechendes drittes
Befestigungsmittel 33 entsprechend vorgesehen ist, so dass sich eine laterale Anordenbarkeit
gleichartiger Schalungselemente 10 mit einer - insbesondere lösbaren - Befestigung
eines jeweiligen Schalungselements 10 an sich berührenden linken und rechten Kantenbereichen
101, 10r an lateral direkt benachbarten und angrenzenden Schalungselementen 10 ergibt.
[0030] Das erste Wandelement 30, 30-1 und das zweite Wandelement 30, 30-2 können einen linken
Kantenbereich 301 und einen rechten Kantenbereich 30r aufweisen, die den linken Kantenbereich
101 bzw. den rechten Kantenbereich 10r des Schalungselements 10 bilden und die die
dritten und/oder vierten Befestigungsmittel 33 bzw. 34 aufweisen.
[0031] Die dritten Befestigungsmittel 33 können jeweils ein Schienengleitelement 33' aufweisen
oder von einem solchen gebildet werden. Die vierten Befestigungsmittel 34 können jeweils
eine Aufnahmeschiene 34' oder einen Teil einer Aufnahmeschiene 34' aufweisen oder
davon gebildet werden, welche zur Aufnahme eines jeweiligen Schienengleitelements
33' ausgebildet sind und welche insbesondere eine Arretierung oder eine lösbare Arretierung
eines aufgenommenen Schienengleitelements 33' in der Aufnahmeschiene 34' bei Aufnahme
eines Schienengleitelements 33' in der Aufnahmeschiene 34' ermöglichen, insbesondere
mit einer Fixierung in einer vorgegebenen vertikalen Position.
[0032] Die Aufnahmeschiene 34' kann einen Arretierungsmechanismus aufweisen zum lösbaren
Arretieren eines in der Aufnahmeschiene 34' aufgenommenen Schienengleitelements 33'
in einer bestimmten vertikalen Position.
[0033] Das Verbindungselement 40 kann als Hohlkörper ausgebildet sein, insbesondere als
Hohlmantelkörper mit einem - insbesondere durchgehenden und/oder geschlossenen - Mantelbereich
40m und ersten und zweiten Endbereichen 40a, 40b mit oder in Form von Öffnungen.
[0034] Das Verbindungselement 40 kann die Form eines senkrechten oder schiefen Zylinders
oder eines senkrechten oder schiefen Kegelstumpfs aufweisen, deren Endflächen von
den ersten und zweiten Endbereichen 40a, 40b des Verbindungselements 40 gebildet werden.
[0035] Das Verbindungselement 40 kann im Bereich der ersten oder zweiten Enden 40a, 40b
Endflächen oder Endöffnungen mit Kreisform oder mit Ellipsenform aufweisen.
[0036] Es kann eine Mehrzahl Verbindungselemente 40 zum Ausbilden einer Verbindung 40' zwischen
dem ersten Wandelement 30, 30-1 und dem zweiten Wandelement 30, 30-2 vorgesehen sein.
[0037] Die Verbindungselemente 40 können identisch, gleich oder gleich wirkend ausgebildet
sein.
[0038] Die Mehrzahl Verbindungselemente 40 kann aneinander gesteckt oder ineinander gesteckt
als Verbindung 40' zwischen den ersten und zweiten Wandelementen 30, 30-1, 30-2 vorgesehen
sein, um dadurch einen gegenüber der Länge eines einzelnen Verbindungselements 40
gesteigerten Abstand zwischen dem ersten Wandelement 30, 30-1 und dem zweiten Wandelement
30, 30-2 zu schaffen.
[0039] Die ersten und zweiten Enden 40a, 40b und/oder die Innenflächen und/oder Außenflächen
des zwischen den ersten und zweiten Enden 40a, 40b vorgesehenen Mantelbereichs 40m
des Verbindungselements 40 können ein oder mehrere Arretierungsmittel aufweisen, um
beim Ineinanderstecken oder Aneinanderstecken gleichartiger Verbindungselemente 40
eine - insbesondere lösbare - Befestigung oder Arretierung aneinander gesteckter oder
ineinander gesteckter Verbindungselemente 40 zu erreichen.
[0040] Das erste Ende 40a und/oder das zweite Ende 40b des Verbindungselements 40 können
fünfte Befestigungsmittel 45, 46 aufweisen, zum - insbesondere lösbaren - Befestigen
und Arretieren des ersten Endes 40a und/oder des zweiten Endes 40b am ersten Wandelement
30, 30-1 bzw. am zweiten Wandelement 30, 30-2.
[0041] Das erste Wandelement 30, 30-1 und/oder das zweite Wandelement 30, 30-2 können sechste
Befestigungsmittel 35, 36 aufweisen zum Befestigen eines ersten Endes 40a und/oder
eines zweiten Endes 40b eines das erste Wandelement 30, 30-1 und das zweite Wandelement
30, 30-2 verbindenden Verbindungselements 40.
[0042] Die fünften Befestigungsmittel 45, 46 und die sechsten Befestigungsmittel 35, 36
können formmäßig und/oder funktionsmäßig komplementär und/oder kooperierend zu einer
- insbesondere lösbaren - Befestigung und Arretierung aneinander ausgebildet sein,
insbesondere in Form einer Steckverbindung oder einer Gewindeanordnung.
[0043] Das erste Wandelement 30, 30-1, das zweite Wandelement 30, 30-2 und/oder das Verbindungselement
40 können aus demselben Material ausgebildet sein, insbesondere aus einem Kunststoffmaterial,
vorzugsweise mit oder aus Polypropylen.
Die vorgeschlagene verlorene Verschalung 100 zum Aufbau von Betongießbaukörpern 110
oder dergleichen, insbesondere von Schwimm- oder Speicherbecken 120, kann mit einer
Mehrzahl verlorener Schalungselemente der beschrieben Art aufgebaut sein.
[0044] Das beschriebene verlorene Schalungselement 10 kann zum Errichten eines Betongießbaukörpers
110 oder dergleichen, insbesondere eines Schwimm- oder Speicherbeckens 120 verwendet
werden.
[0045] Das beschriebene verlorene Verschalung 100 kann zum Errichten eines Betongießbaukörpers
110 oder dergleichen, insbesondere eines Schwimm- oder Speicherbeckens 120 verwendet
werden.
[0046] Nun wird im Detail auf die Zeichnungen Bezug genommen.
[0047] Fig. 1 zeigt in perspektivischer und teilweise geschnittener Seitenansicht eine Anwendung
des vorgeschlagenen Schalungselements 10 im Rahmen einer verlorenen Verschalung 100,
nämlich bei der Errichtung eines Baukörpers 110 mittels eines Betongießverfahrens,
nämlich beim Errichten eines Schwimm- oder Speicherbeckens 120.
[0048] Nach Ausheben einer Gruppe G und gegebenenfalls Ausarbeiten eines Fundamentbereichs
F können die einzelnen verlorenen Schalungselemente 10, die nachfolgend der Einfachheit
halber einfach als Schalungselemente 10 bezeichnet werden, auf den Fundamentbereich
F aufgesetzt werden. Dies geschieht gegebenenfalls durch Verwendung so genannter Fußelemente
20, wobei diese ggf. mittels einer entsprechenden Fußschraube 25, die in die Fußelemente
20 eingedreht werden können, in ihrem Niveau in der Höhe ausgerichtet werden können.
[0049] Aufgrund der Modularität der Schalungselemente 10 können die Verschalung und selbst
die Errichtung des Baukörpers 110 selbst, d.h. also der Vorgang des Betongießens schicht-
oder ebenenweise erfolgen, also sukzessive von unten nach oben, beginnend im Fundamentbereich
F. Es ist damit auf einfache Art und Weise möglich, einen Baukörper 110 mit verschiedenen
Höhendimensionierungen im Rahmen des Betongießverfahrens auszubilden, dies ist z.B.
bei Treppenbereichen T, dargestellt im hinteren Bereich in der Ausführungsform der
Fig. 1, elementar und kann bei herkömmlichen Vorgehensweisen nur mit einem erhöhten
Material- und Planungsaufwand realisiert werden, wenn überhaupt.
[0050] Aufgrund der Stückelung oder Modularität in vertikaler und lateraler Richtung mittels
des vorgeschlagenen Schalungselements 10 und der entsprechenden Verschalungen 100
sind praktisch beliebige Baukörper 110 errichtbar, so dass sich auch Einsatzmöglichkeiten
jenseits des Errichtens von Schwimm- oder Speicherbecken anbieten, z.B. im Gartenbaubereich,
beim Anlegen von Terrassen, oder überall dort, wo senkrechte Wände, abschnittsweise
senkrechte Wände, Terrassen, Einfassungen oder dergleichen ausgebildet werden müssen.
[0051] Die Fig. 2A und 2B zeigen in schematischer und geschnittener Seitenansicht eine erste
Ausführungsform des vorgeschlagenen verlorenen Schalungselements 10, und zwar als
demontiertes und nicht zusammengesetztes verlorenes Schalungselement 10' bzw. als
zusammengesetztes und funktionsfertiges Schalungselement 10.
[0052] Das vorgeschlagene Schalungselement 10 der Fig. 2A und 2B besteht im Wesentlichen
aus drei Bestandteilen, nämlich dem ersten Wandelement 30, 30-1, dem zweiten Wandelement
30, 30-2 und dem Verbindungselement 40. Bei der Ausführungsform der Fig. 2A und 2B
sind die ersten und zweiten Wandelemente 30-1 und 30-2 identisch. Sie besitzen einen
Oberkantenbereich 30o, einen Unterkantenbereich 30u, eine Innenseite, innere Fläche
oder Innenfläche 30i und eine Außenseite, äußere Fläche oder Außenfläche 30a.
[0053] Beim zusammengesetzten verlorenen Schalungselement 10 wird von den Unterkantenbereichen
30u oder unteren Kantenbereichen 30u der ersten und zweiten Wandelemente 30, 30-1,
30-2 der untere Kantenbereich 10u oder Unterkantenbereich 10u des zusammengesetzten
verlorenen Schalungselements 10 gebildet. In analoger Art und Weise bilden die oberen
Kantenbereiche 30o oder Oberkantenbereiche 30o der einzelnen Wandelemente 30-1 und
30-2 in der zusammengesetzten Form des verlorenen Schalungselements 10 den oberen
Kantenbereich 10o oder Oberkantenbereich 10o des Schalungselements 10.
[0054] Das Zusammensetzen erfolgt durch Zusammenführen der ersten und zweiten Wandelemente
30-1 und 30-2, wobei die Innenseiten 30i aufeinander zu weisen und zwischen sich die
Verbindung 40' mit mindestens einem Verbindungselement 40 aufnehmen. Im zusammengesetzten
Zustand gemäß Fig. 2B stützen sich die ersten und zweiten Endbereiche 40a bzw. 40b
des hier einzigen Verbindungselements 40, die in der Fig. 2A explizit dargestellt
sind, an den inneren Flächen 30i der ersten und zweiten Wandelemente 30-1 und 30-2
ab. In der zusammengesetzten Form bildet das zusammengesetzte verlorene Schalungselement
10 praktisch einen Hohlkörper, in der Ausführungsform der Fig. 2A bis 2B im Wesentlichen
in Quaderform.
[0055] Im Einsatz, d.h. beim Betongießen wird dann das zwischen den Innenflächen 30i der
Wandelemente 30-1, 30-2 gebildete Hohlvolumen H mit entsprechendem Gießmaterial oder
Gussmaterial, z.B. Beton, aufgefüllt. Vorzugsweise wird dabei das Volumen des Verbindungselements
40 selbst nicht mit dem Gießmaterial oder Gussmaterial gefüllt. Durch Wahl der Anzahl
und/oder des Volumens der Verbindungselemente 40, ihrer Form, ihres Verlaufs und ihres
Winkels der Konizität können je nach statischen und dynamischen Anforderungen des
zu errichtenden Baukörpers 110 die Tiefe und der Wert des Hohlvolumens H und damit
die Tiefe der zu errichtenden Betonmauer, ihre Festigkeit, effektive Dichte und weitere
Parameter angepasst werden.
[0056] Die Fig. 3A und 3B zeigen in schematischer Draufsicht ein Wandelement 30, wie es
bei einer Ausführungsform des vorgeschlagenen Schalungselements 10 als erstes und/oder
als zweites Wandelement 30-1, 30-2 verwendet werden kann. Die Fig. 3A zeigt eine Draufsicht
auf die Außenfläche 30a, wogegen die Fig. 3B eine Draufsicht auf die Innenfläche 30i
ein und desselben Wandelements 30 darstellt.
[0057] Dargestellt sind wiederum die oberen Kantenbereiche 30o, die unteren Kantenbereiche
30u und darüber hinaus nunmehr die rechten und die linken Kantenbereiche 30r bzw.
301.
[0058] An den oberen Kantenbereichen 30o und an den unteren Kantenbereichen 30u sind erste
Befestigungsmittel 31 bzw. zweite Befestigungsmittel 32 vorgesehen. Diese sind an
korrespondierenden lateralen Positionen X und X' angeordnet, so dass bei der Verwendung
einer Mehrzahl gleicher Schalungselemente 10 in vertikaler Aufeinanderfolge die ersten
Befestigungsmittel 31 eines zuunterst angeordneten Schalungselements 10 an der Oberkante
30o zusammenwirken können mit den zweiten Befestigungsmitteln 32 eines zuoberst angeordneten
zweiten Schalungselements 10 an der Unterkante 30u, wenn die beiden Schalungselement
10 in Bezug auf ihre oberen bzw. unteren Kantenbereiche 30o bzw. 30u in direkten Kontakt
miteinander gebracht werden.
[0059] In der Ausführungsform der Fig. 3A und 3B werden die ersten Befestigungsmittel 31
gebildet von Rastelementen 31', wogegen die zweiten Befestigungsmittel 32 entsprechende
Rastausnehmungen 32' bilden. Somit können z.B. die Rastelemente 31' in die Rastausnehmungen
32' eingeführt werden, wodurch eine Befestigung und Arretierung der Wandelemente 30
und damit der entsprechenden Schalungselemente 10, vorzugsweise in lösbarer Art und
Weise, entsteht.
[0060] Selbstverständlich können die ersten und zweiten Befestigungsmittel 31 und 32 beliebig
auf den Oberkanten 30o und Unterkanten 30u vorgesehen sein, solange nur sichergestellt
ist, dass sich eine entsprechende formmäßige oder funktionsmäßige Kooperation der
ersten und zweiten Befestigungsmittel 31 und 32 miteinander beim Inkontaktbringen
direkt benachbarter Schalungselemente 10 einstellt.
[0061] An den linken und rechten Kanten 301 bzw. 30r der Ausführungsform der Fig. 3A und
3B sind dritte und vierte Befestigungsmittel 33 bzw. 34 vorgesehen. Diese dienen dazu,
lateral direkt benachbarte Schalungselemente 10 beim Aufbau einer verlorenen Schalung
100 gegeneinander zu fixieren, zu arretieren und damit auszurichten und zu positionieren.
[0062] Bei der Ausführungsform der Fig. 3A und 3B werden die dritten Befestigungsmittel
33 gebildet von so genannten Schienengleitelementen 33', wogegen die vierten Befestigungsmittel
34 gebildet werden von so genannten Aufnahmeschienen 34', in welchen die Schienengleitelemente
33' aufgenommen und dort gegebenenfalls befestigt und arretiert werden können, gegebenenfalls
in lösbarer Art und Weise.
[0063] Auch hier ist wieder eine beliebige Anordnung der dritten und vierten Befestigungsmittel
33 und 34 auf den rechten und linken Kantenbereichen 301 und 30r denkbar, solange
die Kompatibilität im Hinblick auf das Kooperieren der Befestigungsmittel 33, 33'
und 34, 34' miteinander gewährleistet ist.
[0064] In der Fig. 3B, d.h. auf der Innenseite 30i oder Innenfläche 30i des Wandelements
30 ist noch ein weiteres, nämlich sechstes Befestigungsmittel 35, 36 vorgesehen, welches
dazu dient, dass sich mit den Endbereichen 40a, 40b der Verbindung 40' oder des Verbindungselements
40 an den Innenflächen 30i jeweils abstützende Verbindungselement 40 in befestigender
Art und Weise aufzunehmen. Dabei ist auch eine Fixierung oder Arretierung, gegebenenfalls
in lösbarer Art und Weise denkbar, z.B. mittels entsprechender Rastelemente, mittels
Gewinde oder anderer Einrichtungen.
[0065] In der Fig. 3A sind die zweiten Befestigungsmittel 32, die vierten Befestigungsmittel
34 und die sechsten Befestigungsmittel 35, 36 in gestrichelter Art und Weise dargestellt,
weil sich diese im Wesentlichen auf der Innenseite 30i des Wandelements 30 befinden,
aber in der Fig. 3A die Außenseite 30a dargestellt ist.
[0066] Die Fig. 4A bis 4D zeigen in schematischer und geschnittener Draufsicht vier verschiedene
Ausführungsformen zusammengesetzter verlorener Schalungselemente 10.
[0067] Die Ausführungsform gemäß Fig. 4A entspricht der in der Darstellung der Fig. 3A und
3B vorgestellten Form für ein verlorenes Schalungselement 10, wobei also das Schalungselement
10 als solches quasi plattenartig ausgebildet ist, nämlich mittels im Wesentlichen
planarer und plattenartiger Wandelemente 30, 30-1, 30-2 und äquidistanter Beabstandung
dieser Wandelemente 30 über ein mittig vorgesehenes Verbindungselement 40 unter Ausbildung
eines mit einem entsprechenden Schütt- oder Gießgut zu füllenden Hohlraums H.
[0068] Denkbar sind auch plattenartige Wandelemente 30, die jedoch eine gekrümmte Form aufweisen,
z.B. in Form eines Abschnitts eines Torus, eines Zylinders, eines Kegels oder irgendeiner
anderen gekrümmten Form.
[0069] In der Fig. 4B ergibt sich somit eine plankonkave Anordnung, nämlich eine Anordnung
für ein verlorenes Schalungselement 10 mit einem rechten planaren Wandelement 30-2
und einem linken konkav gewölbten zweiten Wandelement 30-1.
[0070] Bei der Ausführungsform der Fig. 4C liegt dagegen eine planar-konvexe Anordnung vor,
bei welcher das erste Wandelement 30-2 planar ausgebildet ist, wogegen das zweite
Wandelement 30-1 konvex gewölbt ausgebildet ist.
[0071] Bei der Ausführungsform der Fig. 4D sind dagegen zwei nicht-planare erste und zweite
Wandelemente 30-1 bzw. 30-2 vorgesehen, so dass sich insgesamt gesehen eine konvex-konkave
Anordnung, nämlich in Form eines Bogens ergibt, wie er z.B. Verwendung finden kann
bei der Ausbildung runder oder gekrümmter Wände. Bei der Fig. 4D ist insbesondere
das erste Wandelement 30-2 konvex gekrümmt ausgebildet, wogegen das gegenüberliegende
zweite Wandelement 30-1 konkav gewölbt ausgebildet ist.
[0072] Bei den Fig. 4A bis 4D handelt es sich um Draufsichten.
[0073] Die Fig. 5 zeigt im nicht zusammen gesetzten oder demontierten Zustand, d.h. also
nach Art einer Explosionsdarstellung ein nicht zusammengesetztes, demontiertes verlorenes
Schalungselement 10' mit ersten und zweiten rechteckigen und planaren plattenförmigen
ersten und zweiten Wandelementen 30-1 und 30-2 und einem dazwischen vorgesehenen Verbindungselement
40 nach Art eines senkrechten Kegelstumpfs auf der Grundlage einer elliptischen Grundfläche.
[0074] Zu sehen ist die Innenseite 30i des ersten Wandelements 30-1 mit den darin ausgebildeten
sechsten Befestigungsmitteln 35, 36 zur Aufnahme der fünften Befestigungsmittel 45,
46 der Endbereiche 40a und 40b des Verbindungselements 40. Bei der Ausführungsform
der Fig. 5 werden also die fünften Befestigungsmittel 45, 46 von den in den Endbereichen
40a, 40b gebildeten Rändern oder Randbereichen des Verbindungselements 40 gebildet,
die jeweils direkt die als Nut, Rille oder Schiene ausgebildeten sechsten Befestigungsmittel
35, 36 auf der Innenseite 30i der Wandelement 30 passen, um dort die Enden 40a und
40b des Verbindungselements 40 festzustecken.
[0075] Die Fig. 6A und 6B zeigen ebenfalls in demontierter, hier Explosionsdarstellung eine
Mehrzahl Schalungselemente 10 vor dem Zusammenfügen zu einer verlorenen Verschalung
100, und zwar gemäß Fig. 6A in perspektivischer Seitenansicht und gemäß Fig. 6B in
einfacher Seitenansicht.
[0076] Gemäß diesen Darstellungen ergibt sich, dass einerseits - wie bei der Fig. 5 - die
einzelnen Schalungselemente 10 mit den Wandelementen 30-1, 30-2 zusammenzustecken
sind, und zwar unter Verwendung eines jeweils dazwischen geschalteten Verbindungselements
40, und dass andererseits die einzelnen Schalungselemente 10 dann übereinander gestapelt
werden können, wobei jeweils die miteinander kooperierenden ersten und zweiten Befestigungsmittel
31 bzw. 32 direkt vertikal aneinander grenzender Schalungselemente 10 miteinander
in Eingriff gebracht werden. Den untersten Abschluss bildet dann das Fußelement 20
mit dem eigentlichen Fußkörper 21 und der dort einzubringenden Fußschraube 25 zur
Einstellung des Höhenniveaus.
[0077] Den oberen Abschluss bilden die Abschlussleiste 50 oder das Abschlusselement 50,
welche verschiedene Aufgaben erfüllen können, z.B. das Aufnehmen und Fixieren eines
Randes einer Isolationsfolie und/oder das Aufnehmen und Fixieren bestimmter weiterer
Abschlusselemente wie z.B. von Abschlusskacheln oder Überlaufaggregaten, die bei einem
Schwimm- oder Speicherbecken relevant wären.
[0078] Fig. 7 zeigt die Anordnung aus Fig. 6B in zusammengesetzter Form unter Hinzufügung
entsprechender Betonstahlbewehrungen.
[0079] Die Fig. 8A und 8B zeigen eine Ausführungsform für ein Verbindungselement 40, und
zwar einzeln in der Fig. 8A und in zusammengesetzter, nämlich gestapelter Art und
Weise aus einer Mehrzahl einzelner Verbindungselemente 40, in der Fig. 8B.
[0080] Das hier gezeigte Verbindungselement 40 entspricht im Wesentlichen dem Verbindungselement
40 aus den Fig. 5, 6A und 6B, d.h. das Verbindungselement 40 hat Kegelstumpfform,
ist also konisch zulaufend mit im Querschnitt elliptischen Grundflächen an den Enden
40a und 40b. Aufgrund dieser Gestalt kann eine Mehrzahl identischer Verbindungselemente
40 ineinander gesteckt werden, um entweder als zusammenwirkende Verbindung 40', also
als übergeordnete Verbindung 40' zu wirken oder um eine Platz sparende Lagerung einer
Vielzahl gleicher Verbindungselemente 40, damit also eine vereinfachte Lagerhaltung
zu gewährleisten.
[0081] Der erste Fall, nämlich die Verwendung eines Stapels gleichartiger Verbindungselemente
40 als übergeordnete Verbindung 40' ist relevant, um z.B. unterschiedliche Tiefendimensionen,
z.B. im Sinne von zu erreichenden Mauerstärken zu erreichen. Es kann hier also an
eine minimale Tiefe gedacht werden, die erreicht wird durch das Vorsehen eines einzelnen
Verbindungselements 40 für die Verbindung 40' und welche gesteigert werden kann durch
das Verwenden eines entsprechenden Stapels einer Mehrzahl einzelner gleicher Verbindungselemente
40.
[0082] Bei der Ausführungsform der Fig. 8A und 8B werden die einzelnen Verbindungselemente
40 also ineinander gesteckt und zwar aufgrund ihrer konischen Form. Das Fixieren kann
über an den Innen- und Außenflächen der Mäntel 40m ausgebildeten Befestigungsmittel
oder auch über zusätzlich Schrauben, die etwa senkrecht in den äußersten Mantel 40m
eingedreht werden und auch in den Mantel 40m des eingesteckten Verbindungselement
40 zumindest eindringt.
[0083] Denkbar ist auch, dass die einzelnen Verbindungselemente 40 der Fig. 8A aneinander
gesteckt oder befestigt werden, wobei ein jeweils erstes Ende 40a eines ersten Verbindungselements
40 mit einem ersten Ende 40a eines darauf folgenden zweiten Verbindungselements 40
verbunden wird oder wobei ein jeweils zweites Ende 40b eines ersten Verbindungselements
40 mit einem zweiten Ende 40b eines darauf folgenden zweiten Verbindungselements 40
verbunden wird. Möglich sind dabei auch entsprechende Arretierungsmittel, die entweder
auf den Innen- und Außenflächen der Mäntel 40m der Verbindungselemente 40 oder in
den Endbereichen 40a oder 40b ausgebildet sind und, gegebenenfalls lösbar, eine Fixierung
und Arretierung und dabei Positionierung der Mehrzahl Verbindungselemente 40 aneinander
gewährleisten.
[0084] Fig. 9 zeigt in schematischer und perspektivischer Draufsicht eine Ausführungsform
für ein Wandelement 30, und zwar auf dessen innere Fläche 30i, Innenfläche 30i oder
Innenseite 30i, wobei hier insbesondere einerseits die ersten und zweiten Befestigungsmittel
31 und 32 in Form von Rastelementen 31' bzw. Rastausnehmungen 32' und andererseits
die dritten und vierten Befestigungsmittel 33 und 34 in Form von Schienengleitelementen
33' und Aufnahmeschienen 34' dargestellt sind. Ferner sind auch die sechsten Befestigungsmittel
35 und 36 für die Aufnahme der als fünfte Befestigungsmittel 45 und 46 dienenden Randbereiche
40a, 40b der Verbindungselemente 40 zu sehen. Dargestellt sind auch die oberen und
unteren Randbereiche oder Kantenbereiche 30o bzw. 30u und die linken und rechten Randbereiche
oder Kantenbereiche 301 und 30r.
[0085] Dargestellt sind auch achte, neunte und zehnte Befestigungsmittel 37, 38 bzw. 39
an der Innenseite 30i des Wandelements 30. Diese haben hier die Form kreisförmiger
Krägen. In diese können entsprechend abgelängte Rohre, Rohrstücke oder andere Zylinderelemente
eingesteckt werden, um als Verbindungselemente 40 zu fungieren.
[0086] Die Fig. 10A und 10B zeigen ein Fußelement 20, welches mittels eines siebten Befestigungsmittels
22 an einem unteren Kantenbereich 30u eines Wandelements 30 befestigt werden kann
und welches aus einem eigentlichen Fußteil 21 besteht, in welches in einem Gewindebereich
24 eine Fußschraube 25 mit Gewinde zur Höheneinstellung eingedreht werden kann.
[0087] Die Fig. 11A und 11B zeigen in perspektivischer Darstellung die Fußschrauben aus
der Fig. 10B, die im Schraubenkopf 25-2, welcher dem Gewindebereich 25-1 gegenüberliegt
und welcher aus einer Bodenplatte besteht, Befestigungslöcher 25-3 aufweist, die z.B.
verwendet werden können, um die Bodenplatte des Schraubenkopfs 25-2 in einem zugrunde
liegenden Fundament F schraubbar zu verankern.
[0088] Fig. 12 zeigt in schematischer und geschnittener Perspektivansicht ein oberes Abschlusselement
50 oder Kantenelement 50, welches auch als Abschlussleiste bezeichnet wird und welches
an der Oberkante 30o eines Wandelements 30 befestigt werden kann, gegebenenfalls unter
Nutzung der dort vorgesehenen ersten Befestigungselemente 31. Mittels dieser Abschlussleiste
50 können entsprechende Elemente, z.B. eine Beckenfolie, Kachelelemente oder Randaggregate
gehaltert und befestigt werden.
[0089] Fig. 13 schließlich zeigt in perspektivischer Draufsicht eine verlorene Verschalung
100, wie sie beim Betongießen zum Aufbau eines Treppenkörpers T bei gekrümmt oder
gewölbt ausgebildeten Begrenzungswänden Verwendung finden kann.
[0090] Die inneren Schalungselemente 10, 11 sind, wie oben dargestellt wurde, als planare
Quader mit planaren Wandelementen 30 und entsprechend planaren Außen- und Innenflächen
30a bzw. 30i ausgebildet. Dagegen sind die äußeren Schalungselemente 10, 12 mit gekrümmten
Flächen ausgebildet, und zwar im Sinne einer Konvex-Konkav-Struktur gemäß der Fig.
4D, wobei hier jedes Schalungselement 10, 12 aufgefasst werden kann als Abschnitt
oder Ausschnitt eines Mantels eines Kreiszylinders.
[0091] Die ersten oder inneren Schalungselemente 10, 11 einerseits und die zweiten oder
äußeren Schalungselemente 10, 12 andererseits sind jeweils unter sich gleichartig
ausgebildet. Hier zeigt sich, dass selbst komplexere Baukörper mit einem minimalen
Vorrat an Einzelteilen über eine entsprechende Verschalung im Betongießverfahren aufgebaut
werden können. Beachtlich ist dabei, dass für beide Formen Schalungselemente 11 und
12 dasselbe Verbindungselement 40, so wie es in den Fig. 8A und 8B dargestellt ist,
Verwendung finden kann. Letztlich müssen zur Ausgestaltung einer Struktur gemäß Fig.
13 zum Aufbau der entsprechenden Verschalung 100 nur vier unterschiedliche Elemente
ausgebildet und auf Vorrat gehalten werden, nämlich eine planare Wandplatte, eine
gekrümmte Wandplatte, das Verbindungselement 40 sowie das Fußelement 20 mit eigentlichem
Fußteil 21 und Fußschraube 25.
[0092] Insgesamt gesehen ergeben sich somit aufgrund der vorgeschlagenen Konzeptionen folgende
Vorteile.
- Die Modularität und der Aufbau eines Stecksystems erlauben auf der Grundlage des vorgeschlagenen
verlorenen Schalungselements 10 variable Höhen, z.B. in einem Raster von 30 cm, wenn
nämlich die Wandelemente 30 eine Höhe von 30 cm besitzen. Damit sind Wandhöhen in
einer Schrittweite von 0,3 m möglich, also 0,3 m, 0,6 m, 0,9 m, 1,2 m, 1,5 m, 1,8
m usw.
- Aufgrund der Modularität und der Steckbarkeit der vorgeschlagenen Konzeption für das
verlorene Verschalungselement 10 und die verlorene Verschalung 100 kann beim Errichten
einer Verschalung 100 und auch beim Betongießen selbst in mehreren Arbeitsschritten,
nämlich Reihe für Reihe, vorgegangen werden. Das bedeutet, dass auch ein wenig geübter
Handwerker in einfacher Art und Weise eine entsprechende Verschalung 100 aufbauen
kann, und zwar ohne zusätzliches Werkzeug oder andere Hilfsmittel, wie z.B. Schrauben
oder Kleber oder dergleichen.
- Ferner bieten sich individuelle Verbindungsmöglichkeiten an, nämlich jenseits des
Errichtens üblicher Gebäudeteile oder Baukörper im Sinne von Schwimm- oder Speicherbecken.
Grundsätzlich kann z.B. auch an den Gartenbau gedacht werden, wo Gartenmauern, terrassierte
Strukturen oder dergleichen errichtet werden.
- Der Aufbau in einer Form Reihe für Reihe vereinfacht das Einlegen der Eisen- oder
Betonstahlbewehrungen für den Stahlbetonguss, und zwar aufgrund der geringen Modulhöhe,
wodurch sich ein Arbeiten in Armlänge ergibt. Das heißt, ein aufwändiges Einfädeln
der Stahlbewehrungen, gerade im horizontalen Bereich oder mit horizontaler Ausrichtung,
entfällt.
- Auch ist das Ausbetonieren, d.h. das Vergießen mit dem entsprechenden Füllmaterial,
in Etappen möglich, z.B. Reihe für Reihe.
- Aufgrund der Modularität und/oder der Steckbarkeit ist ein nachträgliches Aufrüsten,
d.h. also ein Erhöhen des Baukörpers 110 denkbar. Die vorzusehende Profilleiste 50
oder Abschlussleiste 50 kann dabei einfach abgenommen werden und die mit dieser Profilleiste
zu fixierenden und zu befestigenden Strukturen, z.B. die Folie oder der Liner, können,
gegebenenfalls mittels eines Klickverschlusses, abgenommen und wieder remontiert werden,
wenn der Baukörper 110 erhöht oder verändert wurde.
- Mit dem neuen System kann aufgrund der Modularität und auch aufgrund der Steckbarkeit
auch an die Herstellung von Treppen, Treppenkörpern, Technikschächten usw. gedacht
werden. Dabei ist der Ausbau in Form von 90°-Winkeln denkbar, es sind aber auch andere
Winkel möglich.
- Es können Zwischenstücke im Sinne der Verbindungselemente in verschiedenen Längen
und Winkeln hergestellt werden. Dadurch entsteht eine Variabilität im Verhältnis zwischen
Beton und Hohlraum. Mehr Beton im Verhältnis zum Hohlraum erhöht die Stabilität. Die
Menge des benötigten Betons ist individuell anpassbar, entsprechend den statischen
Gegebenheiten oder Druckverhältnissen, die im Baukörper zum Tragen kommen.
- Das Verbindungselement 40, das auch als Zwischenstück 40 bezeichnet wird, kann entweder
zylindrisch, pyramidal, kegelförmig, kegelstumpfförmig oder dergleichen aufgebaut
sein und ermöglicht dadurch eine Platz sparende Stapelbarkeit. Dabei sind Einrastführungen
und entsprechende Arretierungen oder Fixiermittel denkbar.
- In den Wandelementen 30-1, 30-2 und/oder den Verbindungselementen 40, nämlich den
Zwischenstücken 40, können sich auch Schraubdome befinden, um z.B. weitere Aggregate,
im Schwimmbeckenbereich z.B. Gegenstromanlagen, Scheinwerfer oder dergleichen, zu
fixieren und dort eine zusätzliche Stabilität zu gewährleisten. Schraubdome sind auch
denkbar, um die Enden 40a und 40b an den Innenflächen 30i der Wandelemente 30 zu fixieren,
sollte dies nötig sein.
- Anstelle eines Zwischenstücks 40 oder Verbindungselements 40 können bei geringeren
Wandtiefen auch im Handel verfügbare Kunststoffe verwendet werden, auf diese Art und
Weise können für Technikschächte geschlossene und dünnere Betonwände errichtet werden.
- Die einzelnen Schalungselemente 10 sind also in Modulform aufgebaut und über zahlreiche
Verschlüsse 31, 32, 33, 34 fest in einer Mehrzahl miteinander verbindbar. Die Verschlüsse
31, 32, 33, 34 können bei Bedarf wieder geöffnet werden. Eine zusätzliche Abdichtung
der Verschlüsse 31, 32, 33, 34 ist nicht notwendig.
- Die Verschlüsse 31, 32, 33, 34 können z.B. als Klickverschlüsse ausgebildet und konstruiert
sein, und zwar insbesondere derart, dass sie Staub/Schmutz aufnehmen können und trotzdem
auch im verschmutzten Zustand ein Schließen und Öffnen der Verschlüsse 31, 32, 33,
34 gewährleisten. Dies erspart beim Errichten einer Verschalung und beim nachfolgenden
Betongießen eine intensivere Reinigung der Verschlüsse 31, 32, 33, 34.
- Das vorgestellte modulare und/oder Stecksystem ermöglicht auch ein problemloses Befestigen
der oben erwähnten Profilleisten 50 im Sinne eines Abschlussprofils, z.B. für Folien,
Liner oder für Überlaufrillensysteme, die im Bereich der Schwimm- und Speicherbecken
von Relevanz sind.
- Wie oben dargestellt wurde, können auch runde Schalungselemente 10, 12 in Modulform
vorgesehen sein, nämlich z.B. für Baukörper 110, insbesondere für Schwimm- oder Speicherbecken
120, die variablere Formen aufweisen, z.B. Rundbecken, Ovalbecken, Nierenbecken. Auch
können entsprechende Treppenkörper T in runder Art und Weise ausgebildet werden, z.B.
bei römischen Treppen oder dergleichen.
- Es sind auch verschiedene Aufbaumöglichkeiten denkbar, z.B. bei bereits vorhandenen
Betonplatten oder anderen Fundamentkörpern F, wobei gegebenenfalls, je nach Untergrund,
auch auf die Füße 20 oder die Fußschrauben 25 verzichtet werden kann. Auf Streifenfundamenten
kann mit den höhenverstellbaren Füßen im Sinne von Fußschrauben 25 gearbeitet werden,
die an das modulare System angesteckt oder eingeschraubt werden.
- Die Füße 20, 25 können aufgrund der Schraublöcher 25-3 in der Fußplatte, die als Schraubkopf
25-2 der Schraube 25 dient, im Fundament F verschraubt werden, wodurch eine zusätzliche
Sicherheit zum Zeitpunkt des Errichtens der Verschalung 100 oder des Betonierens gewährleistet
wird.
- Ferner ermöglicht der verstellbare Fuß ein horizontales und/oder vertikales Ausrichten
der einzelnen zuunterst angeordneten Schalungselemente 10 oder der gesamten Verschalung
100.
Bezugszeichenliste
[0093]
- 10
- montiertes Schalungselement
- 10'
- demontiertes, nicht zusammengesetztes Schalungselement
- 11
- Schalungselement in Quaderform
- 12
- Schalungselement in runder Form
- 20
- Fußelement, Fuß
- 21
- Fußkörper
- 22
- Rastelement, siebtes Befestigungsmittel
- 24
- Gewinde, Fußschraubenaufnahme
- 25
- Fußschraube
- 25-1
- Gewinde der Fußschraube
- 25-2
- Schraubenkopf, Fußplatte
- 25-3
- Befestigungslöcher
- 30
- Wandelement
- 30-1
- erstes Wandelement
- 30-2
- zweites Wandelement
- 30a
- äußere Fläche, Außenfläche, Außenseite
- 30i
- innere Fläche, Innenfläche, Innenseite
- 301
- linker Kantenbereich/Randbereich
- 30o
- Oberkantenbereich, oberer Kantenbereich/Randbereich
- 30r
- rechter Kantenbereich/Randbereich
- 30u
- unterer Kantenbereich/Randbereich, Unterkantenbereich
- 31
- erstes Befestigungsmittel
- 31'
- Rastelement
- 32
- zweites Befestigungsmittel
- 32'
- Rastausnehmung
- 33
- drittes Befestigungsmittel
- 33'
- Gleitschienenelement
- 34
- viertes Befestigungsmittel
- 34'
- Aufnahmeschiene
- 35
- sechstes Befestigungsmittel
- 36
- sechstes Befestigungsmittel
- 37
- achtes Befestigungsmittel
- 38
- neuntes Befestigungsmittel
- 39
- zehntes Befestigungsmittel
- 40
- Verbindungselement, Zwischenstück
- 40'
- übergeordnete Verbindung, Verbindung
- 40a
- erstes Ende, ersten Endbereich, erste Öffnung
- 40b
- zweites Ende, zweiter Endbereich, zweite Öffnung
- 40m
- Mantel, Mantelfläche, Mantelbereich
- 45
- fünftes Befestigungsmittel
- 46
- fünftes Befestigungsmittel
- 50
- Abschlussleiste, Abschlussprofil, Abschlusselement, Profilleiste
- 100
- Verschalung
- 110
- Baukörper
- 120
- Schwimmbecken, Speicherbecken
- F
- Fundament
- G
- Grube
- H
- Hohlraum, Hohlvolumen
- T
- Treppenkörper
1. Verlorenes Schalungselement (10),
- für Verschalungen (100) zum Aufbau von Betongießbaukörpern (110) oder dergleichen,
insbesondere von Schwimm- oder Speicherbecken (120),
- welches mit einem im Wesentlichen gleichartigen Schalungselement (10) derart lösbar
verbindbar ist,
- dass durch Verbindung mit einem oder mit mehreren im Wesentlichen gleichartigen
Schalungselementen (10) eine lateral und vertikal modular aufgebaute Verschalung (100)
ausbildbar ist.
2. Schalungselement (10) nach Anspruch 1,
- mit einem ersten Wandelement (30, 30-1) und einem zweiten Wandelement (30, 30-2),
- welche im Wesentlichen plattenartig ausgebildet sind und jeweils eine erste oder
innere Fläche (30i) und eine zweite oder äußere Fläche (30a) aufweisen und
- welche so angeordnet sind, dass sich die inneren Flächen (30i) im Wesentlichen einander
gegenüber stehen und zwischen sich ein Hohlvolumen (H) bilden.
3. Schalungselement (10) nach Anspruch 2,
mit mindestens einem Verbindungselement (40), welche oder welche eine Verbindung (40')
bilden, durch welche das erste Wandelement (30, 30-1) und das zweite Wandelement (30,
30-2) miteinander - insbesondere lösbar - verbindbar oder verbunden sind und im verbundenen
Zustand in einer festen räumlichen Ausrichtung zueinander gehaltert werden.
4. Schalungselement (10) nach Anspruch 3,
bei welchem das Verbindungselement (40) ein erstes und ein zweites Ende (40a, 40b)
aufweist, von denen im verbundenen Zustand eines mit der inneren Fläche (30i) des
ersten Wandelements (30, 30-1) und das andere mit der inneren Fläche (30i) des zweiten
Wandelements (30, 30-2) verbunden ist, sich dort abstützt und/oder dort - insbesondere
lösbar - befestigt ist.
5. Schalungselement (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
welches eine laterale Erstreckung in der Breite aufweist, die die vertikale Erstreckung
in der Höhe nicht unterschreitet, vorzugsweise mit einem Seitenlängenverhältnis von
Breite zu Höhe wie 5 : 3, insbesondere bei einer Höhe genverhältnis von Breite zu
Höhe wie 5 : 3, insbesondere bei einer Höhe von oder im Bereich von 0,30 m.
6. Schalungselement (10) nach einem der vorangehenden Ansprüchen,
welches einen Oberkantenbereich (10o) und einen Unterkantenbereich (10u) aufweist,
die mit ersten und zweiten form- und/oder funktionsmäßig kooperierenden Befestigungsmitteln
(31, 32) derart ausgebildet sind, dass jedem ersten Befestigungsmittel an einer gegebenen
lateralen Position (X) des Ober- oder Unterkantenbereichs (10o, 10u) an einer entsprechenden
lateralen Position (X') des Unter- bzw. Oberkantenbereichs (10u, 10o) ein zweites
bzw. erstes form- und/oder funktionsmäßig kooperierendes Befestigungsmittel (32, 31)
entspricht, so dass sich eine vertikale Stapelbarkeit gleicher Schalungselemente (10)
mit einer - insbesondere lösbaren - Befestigung der Schalungselemente (10) an sich
berührenden Ober- und Unterkantenbereichen (10o, 10u) vertikal direkt aneinander angrenzender
Schalungselemente (10) ergibt,
bei welchem die ersten und zweiten Wandelemente (30, 30-1, 30-2) jeweils einen Oberkantenbereich
(30o) und einen Unterkantenbereich (30u) aufweisen, die den Oberkantenbereich (30o)
bzw. den Unterkantenbereich (30u) teilweise oder vollständig bilden und die ersten
und/oder zweiten Befestigungsmittel (31, 32) aufweisen, und/oder
bei welchem die ersten Befestigungsmittel (31) jeweils ein Rastelement (31') aufweisen
oder bilden und bei welchem die zweiten Befestigungsmittel (32) eine Rastausnehmung
(32') bilden oder aufweisen, welche zur Aufnahme des Rastelements (31') ausgebildet
sind und eine - insbesondere lösbare - Arretierung bei Aufnahme des Rastelements (31')
in der Rastausnehmung (32') ermöglichen.
7. Schalungselement nach einem der vorangehenden Ansprüche,
welches einen linken Kantenbereich (101) und einen rechten Kantenbereich (10r) aufweist,
welche mit dritten und vierten form- und funktionsmäßig kooperierenden Befestigungsmitteln
(33, 34) derart ausgebildet sind, dass jedem dritten Befestigungsmittel (33) und jedem
vierten Befestigungsmittel (34) an einer gegebenen vertikalen Position (Y) des linken
Kantenbereichs (101) und des rechten Kantenbereichs (10r) an einer entsprechenden
vertikalen Position (Y') des rechten Kantenbereichs (10r) bzw. des linken Kantenbereichs
(101) ein entsprechendes viertes Befestigungsmittel (34) bzw. ein entsprechendes drittes
Befestigungsmittel (33) entsprechend vorgesehen ist, so dass sich eine laterale Anordenbarkeit
gleichartiger Schalungselemente (10) mit einer - insbesondere lösbaren - Befestigung
eines jeweiligen Schalungselements (10) an sich berührenden linken und rechten Kantenbereichen
(101, 10r) an lateral direkt benachbarten und angrenzenden Schalungselementen (10)
ergibt,
bei welchem das erste Wandelement (30, 30-1) und das zweite Wandelement (30, 30-2)
einen linken Kantenbereich (301) und einen rechten Kantenbereich (30r) aufweisen,
die den linken Kantenbereich (101) bzw. den rechten Kantenbereich (10r) des Schalungselements
(10) bilden und die die dritten und/oder vierten Befestigungsmittel (33, 34) aufweisen,
bei welchem die dritten Befestigungsmittel (33) jeweils ein Schienengleitelement (33')
aufweisen oder von einem solchen gebildet werden und bei welchem die vierten Befestigungsmittel
(34) jeweils eine Aufnahmeschiene (34') oder einen Teil einer Aufnahmeschiene (34')
aufweisen oder davon gebildet werden, welche zur Aufnahme eines jeweiligen Schienengleitelements
(33') ausgebildet sind und welche insbesondere eine Arretierung oder eine lösbare
Arretierung eines aufgenommenen Schienengleitelements (33') in der Aufnahmeschiene
(34') bei Aufnahme eines Schienengleitelements (33') in der Aufnahmeschiene (34')
ermöglichen, insbesondere mit einer Fixierung in einer vorgegebenen vertikalen Position,
und/oder
bei welchem die Aufnahmeschiene (34') einen Arretierungsmechanismus aufweist zum lösbaren
Arretieren eines in der Aufnahmeschiene (34') aufgenommenen Schienengleitelements
(33') in einer bestimmten vertikalen Position.
8. Schalungselement (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, sofern direkt oder indirekt
rückbezogen auf Anspruch 3,
bei welchem das Verbindungselement (40) als Hohlkörper ausgebildet ist, insbesondere
als Hohlmantelkörper mit - insbesondere durchgehendem und/oder geschlossenem - Mantelbereich
(40m) und ersten und zweiten Endbereichen (40a, 40b) mit oder in Form von Öffnungen,
bei welchem das Verbindungselement (40) die Form eines senkrechten oder schiefen Zylinders
oder eines senkrechten oder schiefen Kegelstumpfs aufweist, deren Endflächen von den
ersten und zweiten Endbereichen (40a, 40b) des Verbindungselements (40) gebildet werden,
und/oder
bei welchem das Verbindungselement (40) im Bereich der ersten oder zweiten Enden (40a,
40b) Endflächen oder Endöffnungen mit Kreisform oder mit Ellipsenform aufweist.
9. Schalungselement (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, sofern direkt oder indirekt
rückbezogen auf Anspruch 3,
bei welchem eine Mehrzahl Verbindungselemente (40) zum Ausbilden einer Verbindung
(40') zwischen dem ersten Wandelement (30, 30-1) und dem zweiten Wandelement (30,
30-2) vorgesehen ist.
10. Schalungselement (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche 23 oder 24,
bei welchem die Mehrzahl Verbindungselemente (40) aneinander gesteckt oder ineinander
gesteckt als Verbindung (40') zwischen den ersten und zweiten Wandelementen (30, 30-1,
30-2) vorgesehen sind, um dadurch einen gegenüber der Länge eines einzelnen Verbindungselements (40) gesteigerten Abstand
zwischen dem ersten Wandelement (30, 30-1) und dem zweiten Wandelement (30, 30-2)
zu schaffen, und
bei welchem insbesondere die ersten und zweiten Enden (40a, 40b) und/oder die Innenflächen
und/oder Außenflächen des zwischen den ersten und zweiten Enden (40a, 40b) vorgesehenen
Mantelbereichs (40m) des Verbindungselements (40) ein oder mehrere Arretierungsmittel
aufweisen, um beim Ineinanderstecken oder Aneinanderstecken gleichartiger Verbindungselemente
(40) eine - insbesondere lösbare - Befestigung oder Arretierung aneinander gesteckter
oder ineinander gesteckter Verbindungselemente (40) zu erreichen.
11. Schalungselement (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, sofern direkt oder indirekt
rückbezogen auf Anspruch 3,
bei welchem das erste Ende (40a) und/oder das zweite Ende (40b) des Verbindungselements
(40) fünfte Befestigungsmittel (45, 46) aufweisen, zum - insbesondere lösbaren - Befestigen
und Arretieren des ersten Endes (40a) und/oder des zweiten Endes (40b) am ersten Wandelement
(30, 30-1) bzw. am zweiten Wandelement (30, 30-2),
bei welchem das erste Wandelement (30, 30-1) und/oder das zweite Wandelement (30,
30-2) sechste Befestigungsmittel (35, 36) aufweisen zum Befestigen eines ersten Endes
(40a) und/oder eines zweiten Endes (40b) eines das erste Wandelement (30, 30-1) und
das zweite Wandelement (30, 30-2) verbindenden Verbindungselements (40), und/oder
bei welchem die fünften Befestigungsmittel (45, 46) und die sechsten Befestigungsmittel
(35, 36) formmäßig und/oder funktionsmäßig komplementär und/oder kooperierend zu einer
- insbesondere lösbaren - Befestigung und Arretierung aneinander ausgebildet sind,
insbesondere in Form einer Steckverbindung oder einer Gewindeanordnung.
12. Verlorene Verschalung (100) zum Aufbau von Betongießbaukörpern (110), insbesondere
von Schwimm- oder Speicherbecken (120),
welche mit einer Mehrzahl verlorener Schalungselemente (10) nach einem der Ansprüche
1 bis 11 aufgebaut ist.
13. Verwendung eines verlorenen Schalungselements (10) nach einem der Ansprüche 1 bis
11, zum Errichten eines Betongießbaukörpers (110), insbesondere eines Schwimm- oder
Speicherbeckens (120).
14. Verwendung einer verlorenen Verschalung (100) nach Anspruch 12, zum Errichten eines
Betongießbaukörpers (110), insbesondere eines Schwimm- oder Speicherbeckens (120).