[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Befestigungsvorrichtung zur Verbindung eines
schwenkbaren Möbelteils, beispielsweise einer auf- und zuschwenkbaren Tür eines Küchenschrankmöbels
mit einem Viergelenk, wobei das Viergelenk ein Befestigungsstück zur Befestigung an
dem schwenkbaren Möbelteil und ein zweites Befestigungsstück zur Festlegung an einem
Möbelkorpus aufweist, und zwischen den beiden Befestigungsstücken an diesen gelagerte
Schwenkhebel vorgesehen sind, wobei den Schwenkhebeln eine Dämpfungseinrichtung zugeordnet
ist.
[0002] Befestigungseinrichtungen der vorgenannten Art dienen insbesondere dazu, Frontelemente
von Küchenoberschränken um eine horizontale Achse auf- und zuzuschwenken. Dazu sind
Beschläge mit Viergelenken bekannt, die Schwenkhebel haben, an denen eine Dämpfungsvorrichtung
angreifen kann. Dabei erfolgt die Schließdämpfung herkömmlicherweise durch separate
Aufschlagdämpfer. Eine Öffnungsdämpfung ist integriert in einer Gasdruckfeder oder
es sind Spiraldruckfederpakete bekannt, die einen zusätzlichen Aufschlagdämpfer für
die Öffnungsdämpfung aufweisen. Die für die Schließ- und Öffnungsdämpfung erforderlichen
Bauteile sind da erheblich.
[0003] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Befestigungseinrichtung der eingangs
gekannten Art zur Verfügung zu stellen, bei der eine wirksame Schließ- und Öffnungsdämpfung
realisiert ist, die aber weniger aufwändig baut.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe zeichnet sich die Befestigungseinrichtung der erfindungsgemäßen
Bauart durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale aus. Hinsichtlich wesentlicher
Ausgestaltungen wird auf die Ansprüche 2 bis 25 verwiesen.
[0005] Damit ist eine Befestigungseinrichtung zur Verfügung gestellt, bei der sowohl die
Öffnungs- als auch die Schließdämpfung über ein- und dieselbe Dämpfungseinrichtung
erfolgt. Die Dämpfungseinrichtung kommt während eines Schließ- oder Öffnungsvorganges
oder der Schließstellung jeweils aus der gedämpften Stellung, bewegt sich während
der Öffnungs- oder Schließbewegung zunächst wieder aus dieser heraus und gelangt während
der nachfolgenden Bewegungsphase wiederum in die gedämpfte Stellung hinein, so dass
sich die Dämpfungseinrichtung in der jeweiligen Öffnungsendstellung und in der jeweiligen
Schließendstellung in der gedämpften Stellung befindet. Es handelt sich somit um einen
einfach wirkenden Dämpfer. Die Dämpfungseinrichtung ist mithin über den gesamten Weg
einer Öffnungs- und Schließbewegung wirksam. Diese ist bevorzugt einem einzigen der
Schwenkhebel eines Viergelenkes zugeordnet, so dass auch Verbindungsteile zu zusätzlichen
Schwenkhebeln entfallen. Denkbar ist es aber auch, die Betätigung der einen Dämpfungseinrichtung
für das Öffnen durch einen Schwenkhebel vorzunehmen und die Betätigung für das Schließen
durch den anderen Schwenkhebel. Dadurch ergibt sich zwar ein höherer Bauaufwand, aber
die konstruktiven Möglichkeiten, verschiedene Dämpfungs-charakteristiken für das Öffnen
und Schließen durch unterschiedliche Anlaufkurven zu erreichen, werden dadurch verbessert.
[0006] Bevorzugtermaßen ist es ebenfalls möglich, die jeweilige Dämpfungscharakteristik
über sich abrollende oder sich gleichende Kurvenelemente individuell anzupassen.
[0007] Eine lineare Krafteinwirkung auf den Dämpfer wird durch Kurvenelemente herbeigeführt,
die an einem oder auch beiden Schwenkhebeln in der Nähe einer Grundplatte des Befestigungsstückes
am Möbelteil vorgesehen sind. Zudem ist es möglich, über eine zwischengeschaltete
Kulisse Kräfte zu übertragen. Durch diese Anordnung ist es möglich, den Dämpfungsweg
sowie die Dämpfungskraft über den gesamten Schwenkbereich des Möbelteils mit sanften
Übergängen in jedem Bereich optimal einzustellen. Alternativ ist es je nach Hebelform
oder Beschlagauslegung auch möglich z.B. die Öffnungsdämpfung von dem einen Schwenkhebel
und die Schließdämpfung von dem anderen Schwenkhebel auf ein- und dasselbe Dämpfungselement
einzuleiten.
[0008] Die Dämpfungseinrichtung selbst kann einen linear wirkenden Dämpfer haben aber auch
einen einseitig wirkenden Rotationsdämpfer.
[0009] Ebenfalls ist es möglich, eine Dämpfung zu realisieren, indem ein einseitig wirkender
Rotationsdämpfer lagefest auf einer Grundplatte der Befestigungseinrichtung gegenüber
dem Schwenkbereich eines Schwenkhebels befestigt ist. Der Schwenkhebel kann dabei
so ausgeformt sein, dass er über seinen Drehpunkt hinausragt und ein äußeres Zahnsegment
aufweist. Entsprechend ist auf der Seite des Schwenkhebels, die dem Dreh- bzw. Schwenklager
zugeordnet ist, ein innen verzahntes Segment vorgesehen. Bei Schwenken des Schwenkhebels
in die jeweiligen Schwenkendstellungen kommt jeweils auf der definierten Länge der
Zahnsegmente der Eingriff mit dem Rotationsdämpfer und somit eine gezielte Dämpfung
zustande. Denkbar ist dabei, dass die Segmente der Außenverzahnung und der Innenverzahnung
an ein- und demselben Schwenkhebel ausgeführt sind, aber auch jeweils an zwei verschiedenen
Schwenkhebeln.
[0010] Bevorzugterweise ist ein Schwenkhebel mit seinem vorderen Ende als kurvenförmige
Nocke ausgebildet, die mit einem in einer Längsführung verschieblichen Kulissenteil
zusammenwirkt, der wiederum mit einem Dämpfungselement in Wirkverbindung steht. Dabei
durchläuft während einer Auf- und Zuschwenkbewegung das Kulissenteil über die Kurvenbahnsteuerung
eine Totpunktlage, so dass das Dämpfungselement sowohl beim Schließen des schwenkbaren
Möbelteils aber auch beim Öffnen des Möbelteils wirksam werden kann.
[0011] Vorzugsweise finden zwei relativ schmale, aber ähnlich breite Schwenkhebel Anwendung,
die sich in der Seitenansicht annähernd während der gesamten Schwenkbewegung sich
überdecken bzw. überlappen, insbesondere zumindest in dem Bereich, in dem sie frei
zugänglich, d. h. offen mit den Fingern erreichbar sind. Dabei verschiebt sich ein
Schwenkhebel einmal links und einmal rechts um maximal eine Hebelbreite zu dem anderen
während einer Schwenkbewegung, so dass angestrebt ist, dass niemals ein Spalt größer
ca. 4 mm entsteht. Die Hebel bewegen sich in einer Parallelverschiebung zueinander,
wobei es unerheblich ist, ob die Schwenkhebel eine gerade, gebogene, sichelförmige
oder z.B. L-förmige Gestaltung haben.
[0012] Dabei ist eine Hebelbreite vorgesehen, die vorzugsweise etwa Zweidrittel bis der
Hälfte des Höhenabstandes zwischen den Lagerstellen der beiden Schwenkhebel an dem
Befestigungsstück des schwenkbaren Möbelteils entspricht. Die Schwenkhebel können
platzsparend sehr flach ausgebildet sein und sind eng nebeneinander angeordnet und
bewegen sich während ihrer Schwenkbewegung so eng nebeneinander her, dass auch aus
dieser Richtung niemals ein Spalt größer ca. 4 mm entsteht. Somit ist in jeder Richtung
ein wirksamer Fingerklemmschutz zur Verfügung gestellt und gleichzeitig wird eine
maximale Nutzbreite im Schrankinneren gewährleistet.
[0013] Aus der Geschlossenstellung mit sich z.B. überdeckenden Hebeln kann während des Aufschwenkens
ein Schwenkhebel dem anderen soweit vorauseilen, bis er ihn vollständig in einem Maximum
überholt. Anschließend bewegt er sich entgegengesetzt auf den anderen Schwenkhebel
wieder, wird deckungsgleich und schwenkt dann bis in die Schwenkendstellung auf der
entgegengesetzten Seite mit seiner vollen Breite vorbei.
[0014] Eine lineare Krafteinwirkung auf den Dämpfer wird durch Kurvenelemente herbeigeführt,
die an einem oder auch beiden Schwenkhebeln in der Nähe einer Grundplatte vorgesehen
sind. Zudem ist es möglich, über eine zwischengeschaltete Kulisse Kräfte zu übertragen.
Durch diese Anordnung ist es möglich, den Dämpfungsweg sowie die Dämpfungskraft über
den gesamten Schwenkbereich des Möbelteils mit sanften Übergängen in jedem Bereich
optimal einzustellen. Alternativ ist es je nach Hebelform oder Beschlagauslegung auch
möglich z.B. die Öffnungsdämpfung von dem einen Schwenkhebel und die Schließdämpfung
von dem anderen Schwenkhebel auf ein- und dasselbe Dämpfungselement einzuleiten.
[0015] Ebenfalls ist es auch möglich, eine Dämpfung zu realisieren, indem ein einseitig
wirkender Rotationsdämpfer lagefest auf einer Grundplatte der Befestigungseinrichtung
gegenüber dem Schwenkbereich eines Schwenkhebels befestigt ist. Der Schwenkhebel kann
dabei so ausgeformt sein, dass er über seinen Drehpunkt hinausragt und ein äußeres
Zahnsegment aufweist. Entsprechend ist auf der Seite des Schwenkhebels, die dem Dreh-
bzw. Schwenklager zugeordnet ist, ein innen verzahntes Segment vorgesehen. Bei Schwenken
des Schwenkhebels in die jeweiligen Schwenkendstellungen kommt jeweils auf der definierten
Länge der Zahnsegmente der Eingriff mit dem Rotationsdämpfer und somit eine gezielte
Dämpfung zustande.
[0016] Bevorzugtermaßen ist auch noch eine Synchronisationsstange zwischen den an beiden
Seiten des Möbelkorpus vorgesehenen Viergelenken vorgesehen. Diese Synchronisationsstange
ist bevorzugtermaßen koaxial zu den Hauptlagerstellen auf einer Grundplatte der Befestigungseinrichtung
vorgesehen. Dies sind die Lagerstellen des Schwenkhebels, die dem Möbelkorpus zugeordnet
sind. Um wieder eine optimale Kraftübertragung sicherzustellen, ist eine Lagerbuchse
aus z.B. einem A-luminiumstrangprofil vorgesehen, an der als Synchronisierungsstange
ein an den Enden halbschalenförmig ausgeformtes Rohr festgelegt ist mit entsprechenden
Abkröpfungen bzw. Aufweitungen nach außen, wodurch ein größerer Hebelarm zu realisieren
ist. Die Festlegung kann über eine platzsparend zu realisierende Klemmung beispielsweise
mittels einer Klemmschraube erfolgen. Damit ist eine große Momenten- bzw. Kraftübertragung
möglich. Eine solche Drehpunktlagerung und gleichzeitige Synchronisierungsstangenfixierung
kann problemlos auf einer sehr schmalen Breite untergebracht werden, so dass beim
Einsatz einer Abdeckkappe nur ein rundes Rohr sichtbar ist. Die Abkröpfung bzw. angeformten
Mitnehmerlaschen können in entsprechende muldenförmige Hinterschnitte in den Lagerbuchsen
eingehakt werden. Durch eine Klemmschraube auf der der Mitnehmerlasche gegenüberliegenden
Seite ist die Verbindung gesichert. Die Einschraubrichtung der Klemmschrauben kann
dabei etwas schräg verlaufen, so dass sie bereits vor dem Einsetzen der Synchronisationsstange
in den Lagerbuchsen eingedreht und die Klemmung mit wenigen Umdrehungen erfolgen kann.
[0017] Besonderer Vorteil einer solch gestalteten Synchronisierungsstange ist, dass diese
auf der einen Seite sehr einfach baut und andererseits auch nach dem Montieren der
Beschlagseitenteile im Korpus eingesetzt werden kann. Die Kraft bzw. Drehmomentübertragung
erfolgt in direkter Nähe zum Schwenkhebel mit einem größeren Abstand der Verbindungsstelle
zur Schwenkachse gegenüber dem Durchmesser der Synchronisierungsstange. Dabei liegt
eine Kombination aus Kraftschluss und Formschluss vor.
[0018] Bevorzugt ist ebenfalls noch vorgesehen, dass zur Unterstützung der Auf- und Zuschwenkbewegung
als Kraftspeicher ein Spiraldruckfederpaket vorgesehen ist, das werkzeuglos in den
Beschlag eingerastet werden kann und jederzeit gefahrlos auszutauschen ist. Durch
längenbegrenzte Führungsstangen kann das Druckfederpaket nicht weiter als die größtmögliche
Auslenkung im Beschlag ausfahren. Mit einem solchen Beschlag können die Federkraftpakete
unmittelbar vor dem Einrasten der Möbelfront bzw. auch danach montiert werden. Bekannte
fest montierte ungesicherte Kraftpakete haben den großen Nachteil, dass die vorgespannte
Feder ohne das Gegengewicht der Möbelfront bei ungeschickter Handhabung katapultartig
hochschnellen können und erhebliche Verletzungen herbeiführen, was durch das vorbeschriebene
Spiraldruckfederpaket vermieden ist.
[0019] Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus weiteren Unteransprüchen,
der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1 bis 7
- ein Ausführungsbeispiel einer Befestigungseinrichtung nach der Erfindung in verschiedenen
Schwenkstellungen des schwenkbaren Möbelteils,
- Fig. 1.1 bis 7.1
- die jeweilige Einzelheit A in den Fig. 1 bis 7, vergrößert,
- Fig. 8 und 9
- die Ausbildung eines Schwenkhebels im Zusammenspiel mit einem Rotationsdämpfer,
- Fig. 8.1 und 9.1
- vergrößert die Einzelheit A bzw. B in den Fig. 8 und 9,
- Fig. 10
- in verschiedenen Darstellungen eine Synchronisierungsstange mit endseitigen Halbschalen
und mehrere Darstellungen des Lagerbuchsenteils, und
- Fig. 11
- in mehreren Darstellungen ein Spiraldruckfederpaket als Kraftspeicher für die Befestigungsvorrichtung.
[0020] In den Figuren sind grundsätzlich gleichwirkende Teile mit übereinstimmenden Bezugziffern
versehen.
[0021] Allgemein mit 1 ist die Befestigungsvorrichtung zur Verbindung des schwenkbaren Möbelteils
2 beziffert. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein Küchenmöbeloberschrank
3 dargestellt mit einem Möbelkorpus 4. Die Frontplatte 2 ist wie in den Figuren 1
bis 7 dargestellt auf- und zuzuschwenken und zwar um eine Hauptschwenkachse 5.
[0022] Die Befestigungsvorrichtung 1 hat ein Viergelenk 6 mit zwei Schwenkhebeln 7 und 8
sowie einem Befestigungsstück 9, das an der Frontplatte 2 festgelegt ist und einem
Befestigungsstück 10, das an dem Möbelkorpus 4 festgelegt ist. Unterstützt wird die
Aufschwenkbewegung durch einen Kraftspeicher 11 in Gestalt eines Spiraldruckfederpaketes,
das noch näher im Zusammenhang mit der Erläuterung der Figur 11 vorgestellt werden
wird.
[0023] Wie im einzelnen näher den Fig. 1 bis 7 zu entnehmen ist, haben die Schwenkhebel
7 und 8 eine Anordnung und eine aufeinander abgestimmte Hebelbreite. Dazu sind sie
an dem Befestigungsstück 9 in Lagerstellen 12 und 13 gelagert. Diese Lagerstellen
12 und 13 haben einen Höhenabstand, der im wesentlichen doppelt so groß ist wie die
Hebelbreite.
[0024] Wie aus der Fig. 1 ersichtlich ist, überdecken sich die Schwenkhebel 7 und 8 in ihrem
geradlinig ausgebildeten Bereich in der Geschlossen-Stellung der Frontblende im wesentlichen.
Im Verlaufe ihrer Schwenkbewegung bleibt diese (teilweise) Überdeckung bzw. Überlappung
erhalten bzw. es entsteht niemals ein Spalt, der größer ist als ca. 4 mm, wodurch
ein wirksamer Fingerklemmschutz realisiert ist. Während der Aufschwenkbewegung verschiebt
sich der Schwenkhebel 7 gegenüber dem Schwenkhebel 8 zunächst nach unten und fährt
dann in die entgegengesetzte Richtung nach oben, so dass in der vollständig aufgeschwenkten
Position gemäß Fig. 6 der in der Zeichendarstellung vordere Schwenkhebel 7 oberhalb
des in der Zeichenebene hinteren Schwenkhebels 8 gelegen ist.
[0025] Wie ebenfalls den Fig. 1 bis 7, insbesondere auch den Fig. 1.1 bis 7.1, zu entnehmen
ist, ist den Viergelenken 6 eine Dämpfungseinrichtung 15 zugeordnet, die sowohl in
Öffnungs- als auch in Schließrichtung wirksam ist. Diese Dämpfungseinrichtung kann
mit beiden Schwenkhebeln 7, 8 zusammenwirken. Bevorzugt wirkt sie jedoch, wie in dem
Ausführungsbeispiel gezeigt, mit einem Schwenkhebel zusammen. Dies ist der Schwenkhebel
7 in dem gezeigten Ausführungsbeispiel. Dazu kann der Schwenkhebel 7 direkt mit einem
Dämpfer der Dämpfungseinrichtung 15 zusammenwirken. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist ein Ende des Schwenkhebels 7 als kurvenförmige Nocke 16 ausgebildet, die einem
in einer Längsführung 17 geführten Kulissenschieber 18 zugeordnet ist. Dieser Kulissenschieber
18 ist ebenfalls mit einer Kontur 19 versehen, auf der die kurvenförmige Nocke 16
des Schwenkhebels 7 abgleitet.
[0026] Wie näher aus den Fig. 1 bis 7 und insbesondere auch den vergrößert dargestellten
Ausschnitten nach den Fig. 1.1 bis 7.1 hervorgeht, gelangt der Kulissenschieber 18
aus der in der Fig. 1/1.1 gezeigten Ausgangslage während der Aufschwenkbewegung in
eine Position, wobei die dargestellten Schraubführungen 20 in der linken Endstellung
liegen (Fig. 4), um sodann die in Fig. 6 ersichtliche rechte Endstellung einzunehmen,
was der Öffnungsdämpfung entspricht. Umgekehrt geht es genauso, so dass dann in der
Endsituation die in Fig. 1 gezeigte Endposition erreicht ist, in der die Schrauben
20 wiederum die Fig. 6 entsprechende Endposition erreicht haben, was der Schließdämpfung
entspricht.
[0027] In den Fig. 8 und 9 bzw. 8.1 und 9.1 ist alternativ ein Rotationsdämpfer 21 dargestellt,
wobei der Schwenkhebel 7 derart ausgeformt ist, dass er über seinen vorderen Schwenkpunkt
22 vorragt und als äußeres Zahnsegment 23 ausgebildet ist. Des weiteren hat er ein
innen verzahntes Segment 24, wobei die Segmente 23 und 24 im Verlaufe der Schwenkbewegung
in Eingriff kommen mit dem mit einer Außenverzahnung versehenen Rotationsdämpfer 21,
so dass auch über den Schwenkhebel 7 mit einem Dämpfungselement 15 die Öffnungs- und
Schließdämpfung bewerkstelligt werden kann.
[0028] Wie des weiteren näher aus Fig. 10 hervorgeht, kann an der Hauptlagerstelle 5 eine
Synchronisierungsstange 25 vorgesehen werden. Diese Synchronisierungsstange 25 ist
mithin koaxial zur Schwenkachse 5 des Schwenkhebels 8 anzuordnen und mithin an dem
dem Möbelkorpus 4 zugeordneten Befestigungsstück 10 zu beiden Seitenwänden des Möbelkorpus
4 vorzusehen. Dazu sind die Enden der Synchronisationsstange 25 halbschalenförmig
aufgeweitet, so dass sie eine Halbschale 26 bilden mit abgekröpften Enden, die Mitnehmerlaschen
27 ausbilden. Diese Mitnehmerlaschen mitsamt der Halbkreisschale 26 sind jeweils in
einer Lagerbuchse 28 einzusetzen, die einen muldenförmigen Hinterschnitt 29 aufweist
und in die eine Klemmschraube 30 mit schräger Schraubausrichtung einzuschrauben ist.
Daneben ist noch ein runder Bereich 31 vorgesehen, so dass die Halbschale 26 mit den
Mitnehmerlaschen 27 unter Formschluß dort einsetzbar ist und mittels der Klemmschraube
30 festgeklemmt werden kann. Aufgrund des größeren Abstandes der Mitnehmerlaschen
ist ein größeres Drehmoment und damit eine drehmomentstarke Übertragung durch die
Synchronisierungsstange 25 ermöglicht. Die Synchronisierungsstange 25 ist sehr einfach
nach dem Montieren der Beschlagseitenteile einzusetzen. Die Kraftübertragung erfolgt
in direkter Nähe zum Schwenkhebel 8 und auf einem größtmöglichen Kreisumfang sowie
direkt über der Drehpunktlagerung des Schwenkhebels 8.
[0029] Das in den Fig. 11 gezeigte Druckfederpaket 30 ist als gesicherter, vorgespannter
autarker Kraftspeicher 34 ausgebildet, der werkzeuglos in einen Beschlag eingerastet
werden kann bzw. jederzeit gefahrlos austauschbar ist. Durch längenbegrenzte Führungsstangen
35 bleibt das Druckfederpaket 33 exakt an der größtmöglichen Auslenkung in der Befestigungsvorrichtung.
Montiert wird das Druckfederpaket 33, indem es auf der Schwenkhebelseite hinter Kurbelbolzen
klemmt und auf der anderen Seite auf Kugelbolzen einer Grundträgerplatte rastet. Die
Spiralfedern 36 können mithin als Kraftpakete unmittelbar vor dem Einrasten der Möbelfront
bzw. auch danach montieren. Über eine Einstellschraube 37 läßt sich das schwenkbare
Möbelteil individuell auf die Bewegungskraft abstimmen.
1. Befestigungsvorrichtung (1) zur Verbindung eines schwenkbaren Möbelteils (2), beispielsweise
einer auf- und absenkbaren Tür eines Küchenschrankmöbels, insbesondere mit einem Viergelenk
(6), wobei das Viergelenk (6) ein erstes Befestigungsstück zur Befestigung an dem
schwenkbaren Möbelteil (2) und ein zweites Befestigungsstück (10) zur Festlegung an
einem Möbelkorpus (4) aufweist und zwischen den beiden Befestigungsstücken (9,10)
mehrere, in der Wirkungsweise eines Viergelenks an diesen gelagerte Schwenkhebel (7,8)
vorgesehen sind, wobei den Schwenkhebeln (7, 8) eine Dämpfungseinrichtung (15) zugeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungseinrichtung (15) sowohl in Öffnungs- als auch in Schließrichtung des
schwenkbaren Möbelteils (2) wirksam ist und dass sowohl die Schließ- als auch die
Öffnungsdämpfung der Dämpfungseinrichtung (15) über einen der Schwenkhebeln (7,8)
des Viergelenkes (6) erfolgt.
2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ende eines Schwenkhebels (7, 8) als kurvenförmige Nocke (16) ausgebildet ist
und/oder mit einer kurvenförmigen Nocke verbindbar ist, die der Dämpfungseinrichtung
(15) zugeordnet ist.
3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem die kurvenförmige Nocke (16) aufweisenden Schwenkhebel (7, 8) und dem
Dämpfungselement (15) ein in einer Längsführung (17) geführter Kulissenschieber (18)
angeordnet ist.
4. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kulissenschieber (18) auf seiner dem Schwenkhebel (7, 8) zugewandten Seite mit
einer Kontur (19) versehen ist, auf der die kurvenförmige Nocke (16) des Schwenkhebels
(7, 8) abgleitet.
5. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein einseitig wirkender Rotationsdämpfer (21) auf einer Grundplatte gegenüber dem
Schwenkbereich eines Schwenkhebels (7, 8) vorgesehen ist.
6. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkhebel (7, 8) so ausgeformt ist, dass er über seinen Drehpunkt (22) hinausragt
und als äußeres Zahnsegment (23) ausgebildet ist.
7. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Seite eines Schwenkhebels (7, 8) im Bereich seines Drehpunktes (22) ein Innenverzahnungssegment
(24) vorgesehen ist.
8. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Zahnsegment (23) und das Innenverzahnungssegment auf der Seite ein- und
desselben Schwenkhebels (7, 8) im Bereich seines Drehpunktes (22) vorgesehen ist.
9. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkhebel (7, 8) eine Hebelbreite und/oder Hebelform aufweisen, bei der sich
die Schwenkhebel (7, 8) annähernd während ihrer gesamten Schwenkbewegung zumindest
in ihren verletzungsgefährdeten Bereichen überlappen.
10. Befestigungseinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein während der Schwenkbewegung entstehender möglicher Spalt in der Überlappung der
Schwenkhebel von der Seite gesehen höchstens ein Maß von ca. 4 mm beträgt.
11. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkhebel (7, 8) eine Hebelbreite haben, die im Verhältnis zu dem Höhenabstand
(12, 13) der Lagerstellen der Schwenkhebel (7, 8) an dem dem schwenkbaren Möbelteil
(2) zugeordneten Befestigungsstück (9) etwa 2:3 oder geringer beträgt.
12. Befestigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkhebel (7, 8) in der geschlossenen Stellung des Möbelteils sich zumindest
in dem mittleren Bereich ihrer Längserstreckung einander hinsichtlich ihrer Hebelbreite
annähernd überdecken.
13. Befestigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass während der Ausschwenkbewegung des schwenkbaren Möbelteils (2) ein Schwenkhebel (7)
dem anderen (8) soweit voreilt, bis er ihn zumindest annähernd überholt.
14. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkhebel (7,8) sichelförmig oder (abgewinkelt oder nach einem geradlinigen
Verlauf gebogen ausgebildet sind.
15. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass beide Schwenkhebel (7, 8) in ihrer Breite und/oder Grundform in etwa gleichförmig
ausgeführt sind.
16. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der seitliche Abstand zwischen den Schwenkhebel (6) und dem Schwenkhebel (7) aus
der Vordersicht gesehen höchstens ein Maß von ca. 4 mm beträgt.
17. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass ein Druckfederpaket (33) vorgesehen ist, das als gesicherter vorgespannter Kraftspeicher
ausgebildet ist.
18. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckfederpaket (33) werkzeuglos in einen Beschlag der Befestigungsvorrichtung
(1) einrastbar und austauschbar ausgebildet ist.
19. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass zu beiden Seiten der Befestigungseinrichtung über eine Synchronisierungsstange (25)
verbundene Viergelenke (6) vorgesehen sind.
20. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Synchronisierungsstange (25) koaxial zu der Schwenkachse (5) des Schwenkhebels
(8) angeordnet ist, die an dem dem Möbelkorpus (4) zugeordneten Befestigungsstück
(10) vorgesehen ist.
21. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstelle der Synchronisierungsstange (25) einen Abstand zur Schwenkachse
(5) des an dem Befestigungsstück (10) des Möbelkorpus (4) festgelegten Schwenkhebels
(8) aufweist.
22. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der Synchronisierungsstange (25) halbschalenförmig (26) aufgeweitet mit
abgekröpften Enden (27) ausgebildet sind, die in einem entsprechend geformten, an
einem Viergelenk zu befestigenden Lagerbuchsenteil (28) festlegbar sind.
23. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Synchronisierungsstange (25) mit ihren abgekröpften Enden an dem Lagerbuchsenteil
(28) festklemmbar ist.
24. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 22 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die abgekröpften Enden (27) der Halbschale (26) flache Mitnehmerlaschen (27) ausbilden,
die in entsprechende muldenförmige Hinterschnitte (29) in den Lagerbuchsen (28) einhaken
und dass sich die Synchronisierungsstange (25) über das halbschalenförmige Teil (26)
auf einem entsprechenden runden Stück (31) der Lagerbuchse (28) zentriert.
25. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 23 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmung der Synchronisierungsstange (25) an der Lagerbuchse (28) über eine Klemmschraube
(30) erfolgt, wobei die Einschraubrichtung der Klemmschraube (30) eine schräge Ausrichtung
hat.