(19)
(11) EP 2 093 476 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
26.08.2009  Patentblatt  2009/35

(21) Anmeldenummer: 09450039.4

(22) Anmeldetag:  19.02.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F21S 4/00(2006.01)
F21Y 101/02(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA RS

(30) Priorität: 22.02.2008 AT 2942008

(71) Anmelder: Hierzer, Andreas
8010 Graz (AT)

(72) Erfinder:
  • Hierzer, Andreas
    8010 Graz (AT)

(74) Vertreter: Margotti, Herwig Franz et al
Wipplingerstrasse 30
1010 Wien
1010 Wien (AT)

   


(54) Leuchtenprofil


(57) Ein Leuchtenprofil (10, 50, 60) umfasst ein hohles Grundprofil (11, 21, 31, 51, 61) und ein in dem Grundprofil mittels einer Rastverbindung (15) einsetzbares Leuchtmittelprofil (12, 42, 52, 62). An gegenüberliegenden Innenseiten des Grundprofils sind konkave Auflager (11a, 21 a, 31 a, 51 a, 61a) und an dem Leuchtmittelprofil konvexe Auflager (12a, 42a) ausgebildet, die mit den konkaven Auflagern des Grundprofils korrespondieren, wobei die konkaven Auflager (11a, 21a, 31a, 51a, 61a) und/oder die konvexen Auflager (12a, 42a) - in Querschnittsrichtung gesehen - einem Radius (R) folgen.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Leuchtenprofil, das ein hohles Grundprofil und ein in dem Grundprofil mittels einer Rastverbindung einsetzbares Leuchtmittelprofil umfasst.

[0002] In der Beleuchtungstechnik steht man immer wieder vor dem Problem, dass man eine Leuchte benötigt, die Flächen über eine größere Längserstreckung ausleuchten kann, wobei oftmals der zusätzliche Wunsch besteht, eine solche Leuchte bündig oder versenkt in Wände, Decken oder Möbelstücke einbauen zu können. Insbesondere der letztere Wunsch wirft aber die Frage der Zugänglichkeit der Leuchte für Austausch- und Wartungsarbeiten auf. Bisherige Leuchtensysteme konnten diesen Erfordernissen nicht ausreichend entsprechen.

[0003] Ein weiteres Problem bei bekannten zusammensteckbaren Leuchten besteht darin, dass die Einsätze nach dem Einstecken in ein Basismodul nicht immer in einer definierten Lage positioniert sind, wodurch sich ein unansehnlicher optischer Eindruck ergibt und manchmal auch die Funktionsfähigkeit der Leuchten beeinträchtigt wird. Jedenfalls lassen bei Leuchten nach dem Stand der Technik vorgesehene formschlüssige Verbindungen zwischen einem Basismodul und Leuchtmitteleinsetzen keine Positions- oder Ausrichtungsveränderungen der Leuchtmittel mehr zu. Es wäre aber in vielen Fällen wünschenswert, dass die Ausrichtung von Leuchtmitteln, die in einem Einsatz angeordnet sind, auch nach dem Einstecken dieses Einsatzes in ein Basismodul noch verändert werden kann.

[0004] Es besteht daher nach wie vor das Bedürfnis nach einer Leuchte, die die oben definierten Erfordernisse zur vollen Zufriedenheit lösen kann.

[0005] Die vorliegende Erfindung löst diese Aufgabe durch Bereitstellung eines Leuchtenprofils, das ein hohles Grundprofil und ein in dem Grundprofil mittels einer Rastverbindung einsetzbares Leuchtmittelprofil umfasst, wobei an gegenüberliegenden Innenseiten des Grundprofils konkave Auflager und an dem Leuchtmittelprofil konvexe Auflager ausgebildet sind, die mit den konkaven Auflagern des Grundprofils korrespondieren, wobei die konkaven Auflager und/oder die konvexen Auflager - in Querschnittsrichtung gesehen - einem Radius folgen. In dem Leuchtmittelprofil sind die Leuchtmittel angeordnet. Bei der Montage wird zunächst nur das Grundprofil an oder im Untergrund befestigt, beispielsweise durch Verschrauben, und die nötigen elektrischen Verbindungen zu einem Stromnetz hergestellt. Anschließend kann das Leuchtmittelprofil aufgrund der vorgesehenen Rastverbindung durch bloßes "Einklicken" in das Grundprofil eingesetzt und darin gehalten werden. Da zumindest eine Gruppe aus konvexen Auflagern und konkaven Auflagern einem Radius folgt, ist das "Einklicken" mit geringem Kraftaufwand möglich, wobei dennoch im eingerasteten Zustand eine definierte Lage des Leuchtmittelprofils im Grundprofil gegeben ist. Darüber hinaus ist aufgrund des vorgesehenen Radius bei etlichen Ausführungsformen der Erfindung eine Justierung des Leuchtmittelprofils durch Verdrehen um die Längsachse möglich, wobei je nach Dimensionierung und Gestalt der Profile eine Verdrehbarkeit um Dutzende Grade erreicht werden kann, wie weiter unten näher erläutert wird.

[0006] Zum Austausch wird das Leuchtmittelprofil händisch, gegebenenfalls unter Unterstützung durch einen flachen Schraubenzieher oder dergl., aus dem Grundprofil herausgezogen. Durch diese Bauweise entfällt jeglicher Aufwand bei der Wartung. Überdies muss das erfindungsgemäße Leuchtenprofil zur Wartung nur von vorne zugänglich sein und kann daher an fast allen Positionen eingebaut werden.

[0007] Eine sehr sicheren Sitz des Leuchtmittelprofils im Grundprofil erzielt man, wenn die konvexen Auflager und die konkaven Auflager miteinander korrespondierende gekrümmte Flächen, insbesondere Zylinderflächen, aufweisen. Eine vereinfachte Herstellbarkeit des Profils erreicht man gegebenenfalls, wenn entweder die konvexen Auflager oder die konkaven Auflager durch Längsstege realisiert sind, wobei die einzelnen Längsstege so zueinander versetzt sind, dass sie einem Radius folgen.

[0008] Gleichmäßige Ausleuchtung über die Länge des Leuchtenprofils wird erzielt, wenn in dem Leuchtmittelprofil über seine Länge verteilt eine Vielzahl an Leuchtmitteln, vorzugsweise Leuchtdioden, angeordnet ist. Leuchtdioden bieten eine hohe Leuchtkraft bei geringem Stromverbrauch und geringer Baugröße und sind deshalb besonders vorteilhaft verwendbar.

[0009] Um einen bündigen Einbau des Leuchtenprofils in einen Untergrund, wie eine Wand oder Decke, zu ermöglichen, ist in einer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass die Leuchtmittel vertieft in dem Leuchtmittelprofil eingesetzt sind, wobei gegebenenfalls eine durchscheinende Abdeckung über den Leuchtmitteln angeordnet ist. Die durchscheinende Abdeckung bewirkt eine gleichmäßige Lichtabstrahlung und kann am Leuchtmittelprofil oder am Grundprofil befestigt werden. Die Abdeckung kann auch weitere Funktionen übernehmen, insbesondere kann sie als optische Entblendung und/oder Filterung sowie als mechanischer Staubschutz bzw. Berührschutz und Einrichtung zur Verhinderung von Verstellung durch Unbefugte fungieren.

[0010] Damit die Lichtabstrahlung des Leuchtenprofils variabel verstellbar ist, ist in einer weiteren Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass die Leuchtmittel schwenkbar am Leuchtmittelprofil angeordnet sind, wobei vorzugsweise die Leuchtmittel mittels Kugelgelenken am Leuchtmittelprofil befestigt sind. Dadurch wird eine Einzel-Verstellmöglichkeit der Leuchtmittel erreicht.

[0011] Damit mehrere Leuchtenprofile unmittelbar aneinander anschließend zu einem Lichtsystem von beliebiger Länge kombiniert werden können, ist in einer weiteren Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass an den Enden des Grundprofils elektrische Steckverbinder zur seriellen elektrischen Verbindung mit benachbarten Grundprofilen angeordnet sind.

[0012] Um dem Monteur Verkabelungsarbeiten zu ersparen, sind in einer Variante des erfindungsgemäßen Leuchtenprofils an der Innenseite des Grundprofils Stromschienen angeordnet, die elektrisch leitend mit Stromabnehmern an der Außenseite des Leuchtmittelprofils in Berührung stehen, sobald das Leuchtmittelprofil in das Grundprofil eingesetzt wird.

[0013] In einer vielseitig, insbesondere jedoch versenkt einbaubaren Version des erfindungsgemäßen Leuchtenprofils weist das Grundprofil einen U-förmigen Querschnitt auf.

[0014] Bei einer eleganten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Leuchtenprofils weist das Grundprofil einen runden Querschnitt, insbesondere kreisförmigen oder elliptischen Querschnitt auf, wobei eine Längsausnehmung entlang der Länge des Grundprofils verläuft. In die Längsausnehmung wird das Leuchtmittelprofil eingesetzt.

[0015] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Leuchtenprofils, die sich vorzüglich zur Anordnung an Kanten von Räumen oder Möbeln eignet, weist das Grundprofil einen rechteckigen Querschnitt auf, wobei eine Längsausnehmung in einer Seitenwand oder über eine Kante entlang der Länge des Grundprofils verläuft. In die Längsausnehmung wird das Leuchtmittelprofil eingesetzt.

[0016] Damit das Leuchtmittelprofil um seine Längsachse verdrehbar im Grundprofil gehalten werden kann, ist bei einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Leuchtenprofils vorgesehen, dass das Leuchtmittelprofil einen kreisförmigen Querschnitt aufweist. Die konvex gekrümmte Außenfläche des Leuchtmittelprofils bildet die konvexen Auflager der Rastverbindung, die mit den konkaven Auflagern am Grundprofil zusammenwirkt.

[0017] Bei einer einfachen Form eines erfindungsgemäßen Leuchtenprofils weist das Leuchtmittelprofil einen rechteckigen Querschnitt auf.

[0018] Die Erfindung wird nun anhand von nicht einschränkenden Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Leuchtenprofils in der Perspektive;

Fig. 2 ein erstes Leuchtmittelprofil im Querschnitt;

Fig. 3 ein erstes Grundprofil im Querschnitt;

Fig. 4 ein zweites Grundprofil im Querschnitt;

Fig. 5 ein drittes Grundprofil im Querschnitt;

Fig. 6 das dritte Grundprofil in schematischer Draufsicht;

Fig. 7 ein zweites Leuchtmittelprofil in der Perspektive;

Fig. 8 und Fig. 9 eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Leuchtenprofils in Vorderansicht und in der Perspektive; und

Fig. 10 eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Leuchtenprofils im Querschnitt.



[0019] Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Leuchtenprofils 10 in der Perspektive. Das Leuchtenprofil 10 umfasst ein hohles, U-förmiges Grundprofil 11, in das ein im Querschnitt rechtwinkeliges Leuchtmittelprofil 12 eingesetzt ist, wobei das Leuchtmittelprofil 12 mittels Rastverbindungen 15, 15 lösbar in dem Grundprofil 11 fixiert ist. Das Leuchtmittelprofil 12 weist in Abständen zylindrische Strahler 13 auf (in der Zeichnung ist nur einer dargestellt), in denen jeweils ein Leuchtmittel angeordnet ist. Die Strahler 13 sind mittels Kugelgelenken 14 an dem Leuchtmittelprofil 12 befestigt, wodurch sie schwenkbar sind. Die Rastverbindungen 15 zwischen dem Grundprofil 11 und dem Leuchtmittelprofil 12 werden anhand der Querschnittsdarstellungen des Grundprofils 11, siehe Fig. 3, und des Leuchtmittelprofils 12, siehe Fig. 2, verständlich. Das in Fig. 2 dargestellte Leuchtmittelprofil 12 weist an zwei gegenüberliegenden Außenseiten konvexe Auflager 12a, 12a auf, die sich als teilzylindrische Auflagerflächen, z.B. mit einem Radius R von 7,5 mm, über die Länge des Leuchtmittelprofils erstrecken. Diese konvexen Auflager 12a, 12a korrespondieren mit konkaven Auflagern 11a, 11a an zwei gegenüberliegenden Innenseiten des Grundprofils 11, wie in Fig. 3 zu sehen. Die konkaven Auflager 11a, 11a sind ebenfalls als teilzylindrische Auflagerflächen mit einem Radius R von 7,5 mm ausgeführt. Das Grundprofil 11 und das Leuchtmittelprofil 12 sind Strangprofile aus einem Metall oder einer Metalllegierung, beispielsweise auf A1-Basis. Bei der Montage wird zunächst das Grundprofil 11 an einem beliebigen Untergrund befestigt und daraufhin das Leuchtmittelprofil 12 entweder linear von einem Ende aus eingeschoben oder durch die Ausnehmung im Grundprofil 11 eingesetzt und nach innen gedrückt. Dabei gleitet das Leuchtmittelprofil 12 zunächst in das Innere des Grundprofils 11, bis die konvexen Auflager 12a, 12a die Oberkanten der U-Schenkel des Grundprofils 11 berühren. Durch sanften Druck auf das Leuchtmittelprofil 12 werden die U-Schenkel des Grundprofils von den konvexen Auflagern 12a, 12a elastisch auseinandergepresst, bis die konvexen Auflager 12a, 12a in die konkaven Auflager 11 a, 11a des Grundprofils 11 eintreten, worauf die U-Schenkel des Grundprofils sich federnd in ihre Ursprungsposition zurückbewegen und die konvexen Auflager 12a, 12a des Leuchtmittelprofils 12 in den konkaven Auflagern 11 a, 11 a in definierter Stellung festgehalten werden. Durch Herausziehen des Leuchtmittelprofils 12 aus dem Grundprofil 11 ist die Rastverbindung 15 wieder lösbar. Bezugszeichen 16 in Fig. 2 bezeichnet zwei Stromabnehmer, deren geometrische Lage mit Stromschienen 17 an der Innenseite des Basisschenkels des Grundprofils 11 (siehe Fig. 3) korrespondiert. Wie insbesondere aus Fig. 1 ersichtlich, sind bei dem Leuchtenprofil 10 das Grundprofil 11 und das Leuchtmittelprofil 12 so dimensioniert, dass im zusammengebauten Zustand nur ein geringer Freiraum zwischen den beiden Profilen besteht, wodurch im Wesentlichen keine Verdrehbarkeit des Leuchtmittelprofils 12 besteht. Dies ist hier aber auch nicht notwendig, da aufgrund der gelenkig angeordneten Strahler 13 die Licht-Abstrahlrichtung selektiv beliebig veränderbar ist. Es sei erwähnt, dass die Form der Strahler 13 in keiner Weise auf die dargestellte Zylinderform beschränkt ist.

[0020] Fig. 4 zeigt im Querschnitt eine alternative Ausführungsform eines Grundprofils 21. Das Grundprofil 21 weist einen prinzipiell quadratischen Querschnitt auf, wobei eine Längsausnehmung 21b über eine Kante entlang der Länge des Grundprofils 21 verläuft. An den Schnitträndern der Seiten 21d, 21d des Grundprofils 21 sind Nasen 21c, 21c angeordnet, in denen jeweils ein konkaves Auflager 21a, 21a ausgebildet ist, die hier als teilzylindrische Flächen mit einem Radius R von 7,5 mm ausgebildet sind. Der Abstand der konkaven Auflager 21a, 21a zueinander ist so gewählt, dass beispielsweise das Leuchtmittelprofil 12 aus Fig. 2 in das Grundprofil 21 eingeklickt werden kann, wobei die konvexen Auflager 12a, 12a des Leuchtmittelprofils 12 mit den konkaven Auflagern 21a, 21a des Grundprofils 21 eine Rastverbindung bilden.

[0021] Fig. 5 zeigt im Querschnitt eine Ausführungsform eines Grundprofils 31 mit hohlem, rundem Querschnitt. Eine Längsausnehmung 31b verläuft entlang der Länge des Grundprofils 31, so dass dieses allgemein einen seitlich offenen Zylinder bildet. An den Längsrändern des Grundprofils 31 sind Nasen 31c, 31c angeordnet, in denen jeweils ein konkaves Auflager 31a, 31a ausgebildet ist, die hier als teilzylindrische Flächen mit einem Radius R von 7,5 mm ausgebildet sind. Der Abstand der konkaven Auflager 31a, 31a zueinander ist so gewählt, dass beispielsweise das Leuchtmittelprofil 12 aus Fig. 2 in das Grundprofil 31 eingeklickt werden kann, wobei die konvexen Auflager 12a, 12a des Leuchtmittelprofils 12 mit den konkaven Auflagern 31 a, 31a des Grundprofils 31 eine Rastverbindung bilden.

[0022] Fig. 6 zeigt das Grundprofil 31 aus Fig. 5 in schematischer Draufsicht auf die Längsausnehmung 31b. Man erkennt am Boden des Grundprofils 31 schematisch dargestellte Stromschienen 37, die mit Kabeln 39 verbunden sind, die längs durch das Grundprofil 31 verlaufen und an beiden Enden des Grundprofils 31 in Steckern 38 münden, wobei die Stecker 38 mit Steckern benachbarter Grundprofile verbindbar sind. Die Stromschienen 37 sind so angeordnet, dass auch bei Verdrehen eines eingesetzten Leuchtmittelprofils dessen Stromabnehmer noch elektrischen Kontakt mit den Stromschienen 37 haben.

[0023] Fig. 7 zeigt in der Perspektive ein U-förmiges Leuchtmittelprofil 42, an dessen Basis Strahler 43 mittels Kugelgelenken 44 befestigt sind. In den Strahlern 43 befinden sich Leuchtmittel 49 in Gestalt von Leuchtdioden. An den Schenkeln des Leuchtmittelprofils 42 sind konvexe Auflager 42a, 42a ausgebildet, die mit konkaven Auflagern eines dazupassenden Grundprofils eine Rastverbindung eingehen können.

[0024] Fig. 8 und Fig. 9 zeigen in Vorderansicht bzw. in der Perspektive eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Leuchtenprofils 50. Dieses weist eine Mehrzahl von in-line angeordneten U-förmigen Grundprofilen 51 und ein darin eingesetztes zylindrisches Leuchtmittelprofil 52 auf. Dabei bildet die zylindrische Außenwand des Leuchtmittelprofils 52 konvexe Auflager, die in die einander gegenüberliegenden konkaven Auflager 51a, 51a der Grundprofile 51 eingerastet sind. Die konkaven Auflager 51a, 51a der Grundprofile 51 sind so gestaltet, dass das zylindrische Leuchtmittelprofil 52 um seine Längsachse in den Grundprofilen 51 drehbar ist, so dass die Licht-Abstrahlrichtung von Leuchtmitteln 59, die in Strahlern 53 im Leuchtmittelprofil 52 angeordnet sind, quer zur Längsachse des Leuchtmittelprofils 52 verstellbar ist. Die Figuren 8 und 9 zeigen unterschiedliche Drehstellungen des Leuchtmittelprofils.

[0025] Fig. 10 zeigt im Querschnitt eine weitere Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Leuchtenprofils 60, das Ähnlichkeit mit dem in den Figuren 8 und 9 gezeigten Leuchtenprofil 50 hat, insbesondere dasselbe Leuchtmittelprofil 52 verwendet, allerdings mit bündig versenkten Strahlern 53'. Das verwendete U-förmige Grundprofil 61 jedoch unterscheidet sich von den vorangegangenen Ausführungsformen insofern, als die einander gegenüberliegenden konkaven Auflager 61 a, 61 a jeweils durch drei Längsstege 61e realisiert sind, die so zueinander versetzt sind, dass sie - in Querschnittsrichtung gesehen - einem Radius folgen, genauer gesagt dem Radius des zylindrischen Leuchtmittelprofils 52. Aufgrund der bündigen Versenkung der Strahler 53' ist es möglich, auf das Grundprofil 61 eine durchscheinende Abdeckung 70 zur Vergleichmäßigung der Lichtabstrahlung aufzusetzen.

[0026] Es sei erwähnt, dass alle vorgestellten Grundprofile mit allen Leuchtmittelprofilen beliebig kombinierbar sind, so dass ein äußerst vielseitiges Leuchtenprofil-System geschaffen ist.


Ansprüche

1. Leuchtenprofil (10, 50, 60), ein hohles Grundprofil (11, 21, 31, 51, 61) und ein in dem Grundprofil mittels einer Rastverbindung (15) einsetzbares Leuchtmittelprofil (12, 42, 52, 62) umfassend, dadurch gekennzeichnet, dass an gegenüberliegenden Innenseiten des Grundprofils konkave Auflager (11a, 21a, 31a, 51a, 61a) und an dem Leuchtmittelprofil konvexe Auflager (12a, 42a) ausgebildet sind, die mit den konkaven Auflagern des Grundprofils korrespondieren, wobei die konkaven Auflager (11a, 21a, 31a, 51a, 61a) und/oder die konvexen Auflager (12a, 42a) - in Querschnittsrichtung gesehen - einem Radius (R) folgen.
 
2. Leuchtenprofil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die konvexen Auflager bzw. die konkaven Auflager gekrümmte Flächen und/oder Längsstege (61 e) umfassen.
 
3. Leuchtenprofil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Leuchtmittelprofil über seine Länge verteilt eine Vielzahl an Leuchtmitteln (49, 59, 69), vorzugsweise Leuchtdioden, angeordnet ist.
 
4. Leuchtenprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtmittel (59) vertieft in dem Leuchtmittelprofil (52) eingesetzt sind, wobei gegebenenfalls eine durchscheinende Abdeckung (70) über den Leuchtmitteln angeordnet ist.
 
5. Leuchtenprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtmittel schwenkbar am Leuchtmittelprofil angeordnet sind, wobei vorzugsweise die Leuchtmittel mittels Kugelgelenken (14, 44) am Leuchtmittelprofil (12, 42) befestigt sind.
 
6. Leuchtenprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Enden des Grundprofils (31) elektrische Steckverbinder (38) zur seriellen elektrischen Verbindung mit benachbarten Grundprofilen angeordnet sind.
 
7. Leuchtenprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenseite des Grundprofils (11, 31) Stromschienen (17, 37) angeordnet sind, die elektrisch leitend mit Stromabnehmern (16) an der Außenseite des Leuchtmittelprofils (12) in Berührung bringbar sind.
 
8. Leuchtenprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundprofil (11, 61) einen U-förmigen Querschnitt aufweist.
 
9. Leuchtenprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundprofil (31) einen runden Querschnitt, insbesondere kreisförmigen oder elliptischen Querschnitt aufweist, wobei eine Längsausnehmung (31 b) entlang der Länge des Grundprofils verläuft.
 
10. Leuchtenprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundprofil (21) einen rechteckigen Querschnitt aufweist, wobei eine Längsausnehmung (21 b) in einer Seitenwand (21 d) oder über eine Kante entlang der Länge des Grundprofils verläuft.
 
11. Leuchtenprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtmittelprofil (52) einen kreisförmigen Querschnitt aufweist.
 
12. Leuchtenprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtmittelprofil (12) einen rechteckigen Querschnitt aufweist.
 




Zeichnung