| (19) |
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(11) |
EP 1 991 394 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.09.2009 Patentblatt 2009/37 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.02.2007 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/001715 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/101589 (13.09.2007 Gazette 2007/37) |
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| (54) |
SCHLEIFLAMELLE UND DIESE ENTHALTENDE SCHLEIFSCHEIBE
GRINDING LAMELLA AND GRINDING DISK COMPRISING THE SAME
LAMELLE DE POLISSAGE ET MEULE COMPORTANT CETTE LAMELLE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
03.03.2006 DE 102006010366
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.11.2008 Patentblatt 2008/47 |
| (73) |
Patentinhaber: LUKAS-ERZETT VEREINIGTE SCHLEIF - UND
FRÄSWERKZEUG-FABRIKEN GmbH & CO. KG |
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D-51766 Engelskirchen (DE) |
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Erfinder: |
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- KLUG, Georg
51789 Lindlar (DE)
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| (74) |
Vertreter: Müller, Thomas Michael et al |
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Neumann Müller Oberwalleney & Partner
Patentanwälte
Overstolzenstrasse 2a 50677 Köln 50677 Köln (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 142 673 US-A- 2 043 189
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GB-A- 2 298 154 US-A- 5 643 068
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schleiflamelle, insbesondere zum Anordnen auf einer rotierend
antreibbaren Schleifscheibe sowie eine Schleifscheibe mit zumindest einem Trägerelement
und zumindest zwei solcher einander teilweise überdeckender, zusammen eine Ringform
bildender Schleiflamellen.
[0002] Solche mit einer Anzahl von Schleiflamellen versehenen Schleifscheiben werden auf
eine Antriebsmaschine aufgesetzt, um Werkstückoberflächen schleifend bearbeiten zu
können. Derartige Schleifscheiben und Schleiflamellen sind im Stand der Technik in
verschiedensten Ausführungsformen bekannt.
[0003] Beispielsweise offenbart die
EP 1 142 673 A2 Schleiflamellen, die zwei zueinander parallele Kanten und zwischen diesen eine konvex
und eine konkav geformten dritte und vierte Kante aufweisen. Die Schleiflamellen werden
dachziegelartig überlappend auf einem ringförmigen Trägerabschnitt eines Trägers aufgebracht.
[0004] Die
US 5 6 43 068 zeigt in Figur 4 eine Schleiflamelle mit drei radial ausgerichteten Stegen, die in
120°-Winkeln um eine Rotationsachse zueinander angeordnet sind und die mittig einen
vollständig geschlossenen Ring um eine Aufnahmebohrung ausbilden. Mehrere Schleiflamellen
werden winkelversetzt zueinander angeordnet, so dass ein Schleifwerkzeug mit einer
Vielzahl von radial verlaufenden Stegen entsteht, wobei zwischen den Stegen Schlitze
gebildet werden.
[0005] Ferner ist es aus der
DE 20 2004 004 027 U1 bekannt, eine Fächerschleifscheibe mit einem scheiben- oder tellerförmigen Träger
und mit Schleiflamellen vorzusehen, die sich schindelartig überdeckend auf dem Träger
in einem Klebebett vorgesehen sind. Am Umfang der Schleifscheibe sind Aussparungen
weggeschnitten, die etwa trapezförmig sind oder die Form eines Teils eines Kreisrings
haben. Dabei verläuft der in Drehrichtung der Schleifscheibe hintere Rand der Aussparungen
etwa radial. Diese Aussparungen dienen zur ständigen Kontrolle des Schleifergebnisses
und zur Verminderung der Erwärmung des Werkstücks. Weitere Schleifscheiben mit Aussparungen
sind auch aus der
DE 202 14 389 U1, der
US 6,007,415 sowie aus der
DE 1 652 912,
DE 298 02 791 U1 und
WO 00/35634 bekannt, wobei die letzten drei Druckschriften Schleifscheiben mit auf einem Trägermaterial
aufgebrachtem Schleifmaterial ohne Schleiflamellen offenbaren. Weitere Schleifscheiben
mit kreisförmigem Umfang, Schleiflamellen, jedoch ohne Sichtaussparungen sind beispielsweise
aus der
DE 92 05 471 U1,
DE 40 31 454,
DE 44 30 229 und
WO 99/16583 bekannt.
[0006] Sowohl die ohne als auch die mit Sichtaussparungen versehenen Schleifscheiben mit
Schleiflamellen des Standes der Technik sind aufwendig aufgebaut, da aufgrund der
Verwendung einer großen Anzahl von Schleiflamellen der Fertigungsaufwand der Schleifscheiben
intensiv und damit auch kostenintensiv ist.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Schleiflamellen und
Schleifscheiben vorzusehen, die kostengünstig unter Vorsehen eines geringen Verschnitts
im Schnittmuster gefertigt werden können, wobei eine Kontrolle des Schleifergebnisses
während des Schleifvorgangs möglich sein soll und die Schleifscheiben eine hohe Standzeit
aufweisen sollen.
[0008] Die Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung durch eine Schleiflamelle, insbesondere
zum Anordnen auf einer rotierend antreibbaren Schleifscheibe, gelöst, bei der diese
zumindest aus zwei in einem Winkel zueinander angeordneten Ringabschnitten besteht,
die zusammen einen Sektor eines Ringes bilden und die zumindest teilweise eine von
einer kreisförmigen Scheibe mit zentraler Öffnung abweichende Formgebung aufweisen.
Für eine Schleifscheibe wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass diese zumindest ein
Trägerelement und zumindest zwei solcher einander teilweise überdeckender, zusammen
eine Ringform bildender Schleiflamellen aufweist. Weiterbildungen der Erfindung sind
in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0009] Dadurch wird eine Schleiflamelle geschaffen, die nicht wie im Stand der Technik lediglich
länglich rechteckig ausgebildet ist, sondern die mehrere Abschnitte aufweist, die
in einem Winkel zueinander angeordnet sind, so dass bereits ein Teil eines Ringes
von lediglich einer Lamelle umgrenzt wird. Der Ring aus Schleifmaterial wird durch
Anordnen mehrere Schleiflamellen jeweils versetzt zueinander und übereinander gebildet.
Es werden also nicht mehr kleinformatige Blättchen als schindelartig überlappende
Lamellen vorgesehen, wie dies im Stand der Technik der Fall ist, sondern größerformatige
mit einer Abwinkelung versehene Lamellen. Diese werden aufeinander aufgebracht, wobei
sie einander teilweise überlappen. Vorzugsweise sind die Schleiflamellen im Bereich
von zumindest einem Ringabschnitt sowie entlang von inneren Kanten mit einem Trägerelement
verbunden. Ein oder mehrere Ringabschnitte bleiben für die schleifende Bearbeitung
frei. Beim Staffeln der winklig ausgebildeten Schleiflamellen ist ferner nicht nur
eine größere Fläche zum Befestigen einer jeden Schleiflamelle auf dem Trägerelement,
sondern auch eine größere für den Schleifvorgang zur Verfügung stehende Fläche vorhanden,
so dass die einzelne Schleiflamelle nicht nur fester auf der Schleifscheibe sitzt,
sondern auch eine größere wirksame Schleiffläche ohne Absätze, die ansonsten durch
die kleinformatigen Lamellen des Standes der Technik hervorgerufen werden, zur Verfügung
steht.
[0010] Bei Vorsehen von beispielsweise sechs Schleiflamellen mit jeweils zumindest drei
Ringabschnitten, insbesondere vier Ringabschnitten, können diese einander teilweise
überlappend und jeweils um einen Ringabschnitt versetzt zueinander übereinander angeordnet
sein. Hierbei liegen die äußeren Kanten der Ringabschnitte sich deckend aufeinander
und bilden gemeinsam eine Außenumfangskante der Schleifscheibe.
[0011] Ferner ist eine flache Bauweise der Schleifscheibe möglich, da aufgrund der größeren
Abmessungen einer einzelnen Schleiflamelle im Vergleich zu den Lamellen des Standes
der Technik bereits wenige übereinander angeordnete Schleiflamellen ausreichen, um
den für das Schleifen erforderlichen Ring an Schleiflamellen zu bilden. Beispielsweise
können sechs zueinander versetzt angeordnete Schleiflamellen vorgesehen sein, wobei
diese jeweils Ringabschnitte aufweisen, die um etwa 60° zueinander versetzt angeordnet
sind. Die Schleiflamellen weisen dabei vorzugsweise vier solcher zueinander versetzt
angeordneter Ringabschnitte auf, so dass bereits trotz der geringen Anzahl an Schleiflamellen
eine hohe Standzeit der Schleifscheibe aufgrund der Vierlagigkeit der Schleifscheibe
im für den Schleifvorgang genutzten Randbereich der Schleifscheibe gegeben ist.
[0012] Gerade bei Verwendung derartiger Schleiflamellen mit in einem Winkel von etwa 60°
zueinander versetzt angeordneten Ringabschnitten kann ein Schnittmuster für diese
etwa u-förmigen Schleiflamellen sehr Platz sparend auf einem Materialzuschnitt oder
einer Materialbahn ausgebildet werden, so dass sich sehr wenig Verschnitt bei der
Herstellung der Schleiflamellen ergibt. Vorzugsweise sind dabei die Ringabschnitte
entweder mit einem sich wiederholenden Muster oder zumindest gegengleich und/oder
spiegelbildlich zueinander geformt, so dass beispielsweise die freien Schenkel (erster
und vierter Ringabschnitt) von aus vier Ringabschnitten aufgebauten Schleiflamellen
ineinander greifen können. Insbesondere können dabei die freien Schenkel, also ersten
und vierten Ringabschnitte, jeweils nebeneinander angeordnet werden, wobei eine zweite
Reihe von in entsprechender Weise nebeneinander angeordneten u-förmigen Schleiflamellen
um 180° versetzt zur ersten Reihe angeordnet werden kann. Es liegen dann jeweils die
zweiten und dritten Ringabschnitte der Schleiflamellen benachbarter Reihen aneinander
an. Bei einer dritten wiederum entsprechend gebildeten und um 180° gedrehten Reihe
liegen die ersten und letzten (vierten) Ringabschnitte der benachbarten Reihen nebeneinander,
so dass jeweils erste und letzte Ringabschnitte der benachbarten Schleiflamellen zwischen
erstem und letztem Ringabschnitt einer Schleiflamelle der benachbarten Reihe liegen.
Hierdurch können vorteilhaft Kosten aufgrund eines geringen Materialverschnitts eingespart
werden.
[0013] Vorteilhaft können die Ringabschnitte etwa gleiche Formgebung aufweisen. Hierbei
ist auf einfache Weise ein besonders geringer Materialverschnitt möglich, da die sich
wiederholende Form der einzelnen Schleiflamellen sehr gut gegengleich ineinander greifen
kann. Alternativ ist es ebenfalls möglich, dass zumindest einer der Ringabschnitte
eine von den übrigen Ringabschnitten abweichende Formgebung aufweist. Insbesondere
können dabei die Ringabschnitte untereinander eine bezogen auf jeweils eine radial
verlaufende Mittelachse unterschiedliche Breite in radialer Richtung der Schleiflamelle
aufweisen. Besonders bevorzugt weist der erste Ringabschnitt die größte und der letzte
Ringabschnitt die geringste Breite in radialer Richtung der Schleiflamelle auf. Da
die Schleiflamellen üblicherweise auf einem rotierenden Schleifteller aufgebracht
werden, bedeutet die Breite in radialer Richtung die Breite der Ringabschnitte in
Richtung zu einem fiktiven Mittelpunkt der zu einem Ring gelegten Schleiflamellen.
[0014] Wenn einzelne Ringabschnitte eine geringere Breite in radialer Richtung aufweisen,
kann beim Übereinanderschichten der Schleiflamellen zum Ergänzen eines Ringes zum
Inneren des Ringes hin eine Staffelung der übereinander gelegten Schleiflamellen entstehen,
also eine stufige Anordnung von diesen in radialer Richtung im inneren Bereich. Somit
lässt sich eine Anordnung erzielen, bei der die äußeren Kanten der Schleiflamellen
gemeinsam eine Außenumfangskante des Schleiftellers bilden und die inneren Kanten
der Schleiflamellen radial versetzt zueinander angeordnet sind. Alle Ringabschnitte
einer Schleiflamelle weisen somit im Bereich der inneren Kanten jeweils einen Flächenbereich
auf, der dem Trägerelement direkt gegenüberliegt. Hierdurch wird erreicht, dass die
Schleiflamellen entlang ihrer gesamten inneren Kanten mit dem Trägerelement verklebt
werden können und somit sicher auf dem Trägerelement gehalten sind. Eine Verklebung
zwischen den einzelnen Schleiflamellen wird somit vermieden.
[0015] Ferner wird hierdurch die Materialdicke zum Zentrum der Schleifscheibe hin geringer
und nach außen zum Umfang der Schleifscheibe hin größer, so dass sie im äußeren Umfangsrandbereich
der Schleifscheibe, wo beim Betrieb eines Schleifwerkzeugs die höchsten Geschwindigkeiten
auftreten und der hauptsächliche Arbeitsbereich der Schleifscheibe liegt, besonders
groß ist. Der meiste Materialabtrag findet nämlich in diesem äußeren Umfangsbereich
der Schleifscheibe statt, so dass im inneren Bereich der Schleifscheibe lediglich
weniger Schleifmaterial zur Verfügung gestellt werden muss. Die Standzeit der Schleifscheibe
ist dabei dennoch vorteilhaft hoch. Wird der erste Ringabschnitt mit der größten Breite
in radialer Richtung versehen und der letzte, insbesondere vierte, mit der geringsten,
können die bei einer Schleifscheibe nebeneinander liegenden ersten Ringabschnitte
der Schleiflamellen die Oberseite der Schleifscheibe bilden und somit eine gute Abdeckung
nach außen vorsehen.
[0016] Aufgrund des Vorsehens einer zumindest teilweise von einer kreisförmigen Scheibe
mit zentraler Öffnung abweichenden Formgebung der Ringabschnitte oder zumindest eines
Ringabschnitts der Schleiflamelle ist es möglich, einen Durchsichtbereich vorzusehen,
durch den das Schleifergebnis bei rotierendem Schleifscheibe kontrolliert werden kann.
Bei Vorsehen lediglich einer kreisförmigen Scheibe bzw. einer kreisförmigen Scheibe
mit zentraler Öffnung, also eines Kreisrings, wäre ein solcher Sichtbereich nicht
gegeben. Im Unterschied zum Stand der Technik beispielsweise der
DE 20 2004 004 027 U1 werden als Durchsichtbereich hier also keine segmentweisen Aussparungen im Schleiflamellenring
vorgesehen, sondern nur im Umfangsrandbereich der Schleiflamellen. Grundsätzlich können
Durchgangsöffnungen zum Erzielen einer Durchsicht auch innerhalb der Fläche der Schleiflamellen
vorgesehen werden.
[0017] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann die äußere Umfangskante zumindest
eines Ringabschnitts der Schleiflamelle konkav und/oder konvex gekrümmt sein. Im Bereich
der konkaven Krümmung kann beim Rotieren der Schleifscheibe dabei jeweils ein Durchsichtbereich
entstehen. Auch alternative Formgebungen sind selbstverständlich möglich, bei denen
jeweils Aussparungen zur Durchsicht geschaffen werden, z.B. in Form von vor- und/oder
zurückspringenden Bereichen entlang der äußeren Umfangskante der Schleiflamelle bzw.
von deren Ringabschnitten.
[0018] Die Schleifscheibe kann in der Draufsicht mehreckig ausgebildet sein, das heißt,
die einzelnen Ringabschnitte der teilweise überlappend angeordneten Schleifscheiben
weisen jeweils im Übergangsbereich von einem Ringabschnitt zum nächsten oder innerhalb
ihrer Formgebung eine Ecke auf, so dass eine solche mehreckige Schleifscheibe entsteht.
Hierdurch kann beim Rotieren der Schleifscheibe im äußeren Umfangsbereich ein transparent
wirkender Durchsichtbereich zum Kontrollieren des Schleifergebnisses entstehen. Die
Schleifscheibe kann in der Draufsicht ferner zumindest einen gerundeten Abschnitt
aufweisen, wobei durch die Formgebung der Schleifscheibe im äußeren Umfangsbereich
der jeweilige Durchsichtbereich variiert werden kann. Beispielsweise kann die Schleifscheibe
entlang ihrer äußeren Umfangskante und/oder in zumindest einem ihrer Ringabschnitte
ebenfalls zumindest einen Ausschnitt oder eine Aussparung aufweisen.
[0019] Vorteilhaft ist das Trägerelement tellerförmig ausgebildet, wobei auf diesem der
Ring von einander teilweise überlappend angeordneten Schleiflamellen angeordnet wird.
Vorzugsweise werden die Schleiflamellen auf dem Trägerelement verklebt, insbesondere
durch ein Harz, wie Epoxidharz. Das tellerförmige Trägerelement kann dabei aus einem
Metall, einem harzgebundenen Glasfasergewebe, einem Fasermaterial, einem Kunststoffmaterial
oder einem anderen festen bzw. harten, zähen, möglichst nicht splitternden Material
bestehen. Auch Materialkombinationen sind möglich, z.B. zum partiellen Verstärken
des Trägerelements im Bereich um eine zentrale Öffnung zum Eingreifen eines Einspannzapfens
einer Antriebsmaschine, auf der die Schleifscheibe befestigt wird. Beispielsweise
besteht das tellerförmige Trägerelement aus Vulkanfiber. Das Trägerelement kann ebenfalls
in Form einer ringförmigen Schleiflamelle ausgebildet sein mit einer zentralen Durchgangsöffnung
zum Befestigen der Schleifscheibe an einer Antriebsmaschine. Das Trägerelement ist
dann vorzugsweise mit derselben Umfangskantenformgebung versehen wie der Ring aus
aufeinander geschichteten einander teilweise überlappenden Schleiflamellen. Zum Verbinden
mit einer Antriebsmaschine ist vorzugsweise zentral bzw. mittig in dem Trägerelement
eine Durchgangsöffnung vorgesehen, durch die ein Einspannzapfen beispielsweise eines
Schleifgeräts, wie bereits erwähnt, eingefügt werden kann.
[0020] Bei der Herstellung der Schleiflamellen können diese aus einem Materialzuschnitt
oder einem Materialband ausgestanzt oder ausgeschnitten werden. Für die Schleiflamellen
kann dabei ein mit Schleifgut versehenes Trägermaterial vorgesehen werden, das eine
gewünschte Materialstärke aufweist.
[0021] Zur näheren Erläuterung der Erfindung werden im Folgenden Ausführungsbeispiele von
dieser anhand der Zeichnungen näher beschrieben.
[0022] Diese zeigen in:
- Figur 1
- eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schleiflamelle
in Anordnung auf einem tellerförmigen Trägerelement einer Schleifscheibe,
- Figur 2
- eine Draufsicht auf eine Schleifscheibe, die mit sechs einander teilweise überlappenden
Schleiflamellen gemäß Figur 1 hergestellt ist,
- Figur 3
- eine Ausschnittsansicht eines Schnittmusters für Schleiflamellen gemäß Figur 1,
- Figur 4
- eine Draufsicht auf eine Schleiflamelle gemäß Figur 1 mit eingezeichneten weggeschnittenen
Bereichen dreier Ringabschnitte,
- Figur 5
- eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäß ausgestalteten
Schleiflamelle,
- Figur 6
- eine Ausschnittsansicht eines Schnittmusters für die Schleiflamelle gemäß Figur 5,
- Figur 7
- eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schleiflamelle
mit konkaven und konvexen äußeren Umfangskanten der Ringabschnitte,
- Figur 8
- eine Draufsicht auf eine aus drei oder sechs versetzt zueinander, einander teilweise
überlappend angeordneten Schleiflamellen gemäß Figur 7 aufgebaute Schleifscheibe,
- Figur 9
- eine Ausschnittsansicht eines Schnittmusters für die Schleiflamelle gemäß Figur 7,
wobei sechs Reihen von nebeneinander angeordneten Schleiflamellen dargestellt sind,
- Figur 10
- eine Detailansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schleiflamellen,
- Figur 11
- eine Detailskizze der Formgebung der konkav und konvex geformten äußeren Umfangskante
der Schleifscheibe mit Schleiflamellen gemäß Figur 10, zum Vergleich aufgezeichnet
auf der Schleifscheibe gemäß Figur 2,
- Figur 12
- eine Draufsicht auf eine Schleifscheibe, hergestellt aus Schleiflamellen gemäß Figur
10,
- Figur 13
- eine perspektivische Ansicht der Schleifscheibe gemäß Figur 12, und
- Figur 14
- eine Draufsicht auf eine weitere alternative Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Schleiflamelle mit auskragenden und zurückspringenden Abschnitten entlang der äußeren
Umfangskante der Ringsabschnitte der Schleiflamelle.
[0023] Figur 1 zeigt eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Schleiflamelle 1. Die Schleiflamelle 1 ist auf einem tellerförmigen Trägerelement
2 angeordnet. Das Trägerelement 2 weist eine zentrale Durchgangsöffnung 3 auf. Die
Schleiflamelle 1 ist aus vier Ringabschnitten 4, 5, 6, 7 aufgebaut. Die vier Ringabschnitte
4, 5, 6, 7 sind jeweils um einen Winkel von α = 60° zueinander versetzt angeordnet.
Alle Ringabschnitte 4, 5, 6, 7 sind trapezförmig ausgebildet, wobei sie über den äußeren
Rand des tellerförmigen Trägerelements 2 hinausragen.
[0024] Die einzelnen Ringabschnitte 4, 5, 6, 7 weisen jeweils eine unterschiedliche Breite
B in radialer Richtung auf. Hierbei weist der erste Ringabschnitt 4 die größte Breite
B in radialer Richtung R auf und der vierte Ringabschnitt 7 die geringste. Die beiden
dazwischen angeordneten Ringabschnitte 5 und 6 weisen jeweils eine etwas geringere
Breite als der links benachbarte Ringabschnitt auf. Hierdurch ist es möglich, einen
Versatz von aufeinander liegenden Schleiflamellen 1 in radialer Richtung zu erzielen,
wie dies in Figur 2 angedeutet ist. Die einzelnen Schleiflamellen 1 werden jeweils
um einen Ringabschnitt versetzt aufeinander angeordnet, so dass sie einander überlappen.
Es ist jeweils ein Ringabschnitt 7 auf dem Trägerelement befestigt, insbesondere geklebt.
Die Verklebung kann im Bereich eines gesamten Ringabschnitts 7 erfolgen sowie zusätzlich
im Bereich der inneren Kanten, die der Durchgangsöffnung 3 zugewandt sind. Dies ist
möglich, da in einem inneren Bereich 13 die Schleiflamellen 1 radial versetzt zueinander
angeordnet sind und somit jede Schleiflamelle 1 in diesem Bereich über die gesamten
inneren Kanten teilweise dem Trägerelement unmittelbar zugewandt ist und mit diesem
verklebt werden kann.
[0025] Wie der Draufsicht auf die Schleifscheibe 8 gemäß Figur 2 entnommen werden kann,
sind auf der Oberseite der Schleifscheibe lediglich die Ringabschnitte 4 angeordnet,
die jeweils die größte Breite B in radialer Richtung aufweisen. Ferner sind, entsprechend
dem Winkelversatz der einzelnen Ringabschnitte von α= 60°, sechs Schleiflamellen 1
zueinander jeweils um einen Ringabschnitt versetzt angeordnet, die die Ringform des
Schleifrings 9 der Schleifscheibe 8 bilden. Aufgrund der, bis auf die unterschiedliche
Breite in radialer Richtung, gleichen Formgebung der einzelnen trapezförmigen Ringabschnitte
4 bis 7 entsteht ein regelmäßiges Sechseck. Beim Rotieren der Schleifscheibe 8 auf
einer Antriebsmaschine ist es im äußeren Umfangsbereich von dieser möglich, das Schleifergebnis
zu beobachten, da jeweils im Bereich der geraden Kanten 10 der einzelnen Ringabschnitte
4 zwischen den Ecken 11 ein beim Rotieren halbtransparenter Bereich entsteht, durch
den eine Kontrolle des Schleifergebnisses während der Bearbeitung möglich ist. Lediglich
im Bereich der Ecken 11 der sechseckigen Schleifscheibe 8 wird das abzuschleifende
Werkstück jeweils verdeckt. Somit ist aufgrund der Abweichung der Formgebung der einzelnen
Ringabschnitte in deren äußerem Umfangsbereich von einer kreisförmigen Scheibe mit
zentraler Öffnung das Vorsehen eines solchen Durchsichtbereiches möglich.
[0026] Wie Figur 2 weiter entnommen werden kann, ist die Materialstärke der Schleifscheibe
im äußeren Randbereich 12 am größten und nimmt in Richtung zum inneren Bereich 13
kontinuierlich ab. Dies wird durch die unterschiedlich hinsichtlich ihrer radialen
Breite bemessenen Ringabschnitte 4 bis 7 der Schleiflamellen 1 bewirkt. Hierdurch
wird, wie bereits erwähnt, ermöglicht, dass die Schleiflamellen 1 am inneren Bereich
13 über die gesamte Erstreckung ihrer inneren Kanten mit dem Trägerelement 2 verbunden
werden können. Zusätzlich wird hierdurch im Randbereich der Schleifscheibe, in dem
die höchsten Geschwindigkeiten beim Rotieren erzielt werden, das meiste Schleifmaterial
zur Verfügung gestellt.
[0027] Die Ausschnittsansicht gemäß Figur 3 zeigt ein Schnittmuster 14 für Schleiflamellen
1 gemäß Figur 1. Die Anordnung der aufgrund des Winkelversatzes der einzelnen Ringabschnitte
von 60° etwa u-förmigen Schleiflamellen erfolgt nebeneinander, so dass jeweils der
erste und vierte Ringabschnitt 4, 7 benachbarter Schleiflamellen nebeneinander liegen.
Die erste Reihe 15 von nebeneinander angeordneten u-förmigen Schleiflamellen 1 liegt
benachbart zur zweiten Reihe 16 von ebenfalls in entsprechender Weise benachbart zueinander
angeordneten u-förmigen Schleiflamellen, wobei diese allerdings um 180° versetzt zu
der ersten Reihe 15 angeordnet sind. Hierdurch greifen die ersten und vierten Ringabschnitte
4, 7 benachbarter Schleiflamellen 1 jeweils in die Öffnungen 49 der Schleiflamellen
1 der Nachbarreihe ein, so dass eine optimale Materialausbeute möglich ist. Eine dritte
Reihe 17 von ebenfalls nebeneinander angeordneten u-förmigen Schleiflamellen 1 ist
wiederum um 180° versetzt zu der zweiten Reihe 16 angeordnet, wobei hier die mittleren
Ringabschnitte 5 und 6 jeweils benachbart zu den entsprechenden Ringabschnitten 5
und 6 der Reihe 16 liegen. Die Schleiflamellen 1 liegen in der gleichen Ausrichtung
wie die Schleiflamellen 1 in der ersten Reihe 15. in der vierten Reihe 18 sind die
nebeneinander angeordneten u-förmigen Schleiflamellen 1 wiederum um 180° gedreht zu
der Ausrichtung in der dritten Reihe 17 angeordnet, also in der gleichen Ausrichtung
wie in der zweiten Reihe 16. Somit greifen die ersten und vierten Ringabschnitte 4,
7 der Schleiflamellen 1 wiederum in die Öffnungen 49 der Schleiflamellen 1 der benachbarten
Reihe 17 ein. Die Materialausnutzung des Schleifmaterials zur Herstellung der Schleiflamellen
1 ist daher bei dieser Form eines Schnittmusters optimal.
[0028] Zum Erzeugen unterschiedlicher radialer Breiten der einzelnen Ringabschnitte 4 bis
7 der einzelnen Lamellen sind jeweils Bereiche 19, 20 zwischen den jeweiligen Ringabschnitten
4 bzw. 7 weggeschnitten, so dass sich die unterschiedlichen Breiten B dieser Ringabschnitte
4 und 7 ergeben.
[0029] In Figur 4 ist die Schleiflamelle 1 gemäß Figur 1 als Detail dargestellt, wobei zusätzlich
weggeschnittene Bereiche 21, 22, 23 einer jeden Schleiflamelle, die zum inneren Bereich
49 der Schleiflamelle 1 weisen, schraffiert dargestellt sind. Hierdurch entsteht die
Schleiflamelle 1 gemäß Figur 1 mit den Ringabschnitten 4, 5, 6, 7 unterschiedlicher
Breite in radialer Richtung. Deutlich zu erkennen ist hierbei, dass der Ringabschnitt
7 die geringste Breite B und der Ringabschnitt 4 die größte Breite B erhält.
[0030] Figur 5 zeigt eine Draufsicht auf eine Abwandlung der Formgebung der Schleiflamelle
1 gemäß Figur 1, wobei die Schleiflamelle 1 gemäß Figur 5 Ringabschnitte 4 bis 7 mit
gleicher Formgebung und Abmessungen aufweist.
[0031] Figur 6 zeigt eine Draufsicht eines Details eines Schnittmusters 14' für die Schleiflamellen
gemäß Figur 5, die identisch geformte Ringabschnitte 4, 5, 6, 7 aufweisen, bei denen
also auch die Breite in radialer Richtung identisch ist. Der Aufbau des Schnittmusters
14' entspricht im Prinzip dem in Figur 3 gezeigten Schnittmuster 14. Aufgrund der
gleichen Formgebung und Abmessungen aller Ringabschnitte 4, 5, 6, 7 ist der Verschnitt
bei dem Schnittmuster 14' jedoch noch geringer als bei dem Schnittmuster 14 gemäß
Figur 3.
[0032] Figur 7 zeigt eine weitere Ausführungsform einer Schleiflamelle 1. Diese weist anstelle
gerader Kanten 10 beim Ringabschnitt 24 eine konvexe Kante 28 auf. Der Ringabschnitt
25, der benachbart zu dem Ringabschnitt 24 angeordnet ist, weist hingegen eine konkave
Kante 29 auf. Der dem Ringabschnitt 25 benachbarte Ringabschnitt 26 weist wiederum
eine konvexe Kante 30 und der zu dem Ringabschnitt 26 benachbarte Ringabschnitt 27
eine konkave Kante 31 auf. Hierdurch ist im Bereich der konkaven Kanten 29, 31 jeweils
ein Durchsichtbereich beim Rotieren der entstehenden Schleifscheibe, wie sie in Figur
8 in der Draufsicht skizziert ist, möglich. Im Bereich der konvexen Kanten 28, 30
ist eine solche Durchsicht nicht möglich, da sie den äußeren Umfang der Schleifscheibe
8 bestimmen, zumindest wenn die eine gleiche radiale Erstreckung aufweisen.
[0033] Da wiederum die einzelnen Ringabschnitte 24 bis 27 um einen Winkel α von 60° zueinander
versetzt angeordnet sind, werden vorzugsweise drei identische Schleiflamellen 1 einander
überlappend und übereinander angeordnet, wobei die Schleiflamellen 1 um jeweils zwei
Ringabschnitte versetzt zueinander angeordnet sind. Es können auch sechs Schleiflamellen
1 vorgesehen sein, wobei drei der sechs Schleiflamellen 1 identisch zueinander sind
und die weitere drei der sechs Schleiflamellen 1 zu den ersten drei Schleiflamellen
1 spiegelsymmetrisch gestaltet sind. Hierbei werden die Schleiflamellen 1 um jeweils
einen Ringabschnitt versetzt zueinander angeordnet.
[0034] Grundsätzlich ist es möglich, eine andere Anzahl als drei oder sechs Schleiflamellen
versetzt zueinander und übereinander anzuordnen, beispielsweise auch zwölf. Als sinnvoll
erweist es sich, möglichst so viele Schleiflamellen vorzusehen, wie einzelne Ringabschnitte
über den Umfang der Schleifscheibe verteilt nebeneinander angeordnet sind, um jeden
Abschnitt der Schleifscheibe mit der gleichen Anzahl von Lagen von Schleiflamellen
zu versehen. Wenn beispielsweise die Ringabschnitte der Schleiflamellen einen Winkelversatz
von α=30° aufweisen, werden optimalerweise zwölf Schleiflamellen versetzt zueinander
übereinander vorgesehen. Grundsätzlich ist es allerdings ebenfalls möglich, auch eine
geringere Anzahl von Schleiflamellen als der Anzahl von einen Schleifring bildenden
Ringabschnitten entspräche, vorzusehen, wie in Figur 8 gezeigt. Dies kann ggf. allerdings
dazu führen, dass die Abnutzung der Schleifscheibe in einigen Bereichen größer sein
wird als in anderen, so dass die Standzeit der Schleifscheibe nicht so optimal wie
bei einer gleichmäßigen Verteilung der Schleiflamellen über den Umfang der Schleifscheibe
sein wird.
[0035] Figur 9 zeigt eine Draufsicht auf ein Schnittmuster 32 zur Herstellung der Schleiflamellen
1 gemäß Figur 7. Hierbei ist erkennbar, dass jeweils zwei Reihen ineinander greifender
Schleiflamellen 1 identische Schleiflamellen 1 aufweisen, wobei die Schleiflamellen
1 der ersten beiden linken Reihen spiegelsymmetrisch zu den Schleiflamellen 1 der
beiden benachbarten Reihen sind. Im Prinzip entspricht das Schnittmuster dem in den
Figuren 3 und 6 dargestellten, wobei die jeweiligen konvexen und konkaven Kanten der
Ringabschnitte 25 und 26 ineinander greifen, ebenso wie die konvexen und konkaven
Kanten 28, 31, die geraden den jeweiligen inneren Bereich 49 der Schleiflamellen 1
umgrenzenden inneren Kanten 55 bis 58 sowie die endseitigen geraden Kanten 59, 60
der Ringabschnitte 24 und 27. Auch bei dieser Formgebung ist somit eine optimale Ausnutzung
des Schleifmaterial zum Herstellen der Schleiflamellen 1 im Wesentlichen ohne Verschnitt
möglich.
[0036] Die Figuren 10 bis 13 zeigen eine weitere Ausführungsform der Schleiflamelle 1. Diese
weist in ihrem jeweiligen Ringabschnitt 34, 35, 36, 37 eine sich sowohl konvex als
auch konkav erstreckende äußere Kante 33 auf. Die Formgebung der Ringabschnitte 34
bis 37 im Bereich der äußeren Kante 33 entspricht bei allen Ringabschnitten einander.
Der Ringabschnitt 34 weist zusätzliche eine innere konvex und konkav geformte innere
Kante 38 auf. Diese lagert auf der Oberseite des Trägerelements 2 nach dem Überlappen
der Schleiflamellen 1 auf, wie Figur 12 entnommen werden kann. Die Breite B der Ringabschnitte
34 in radialer Richtung ist wiederum größer als die der übrigen Ringabschnitte. Hierdurch
ist es wiederum möglich, dass zum inneren Bereich 13 der Schleifscheibe eine dünnere
Materialschicht erzielt wird als im äußeren Randbereich und somit ein Verkleben der
Schleiflamellen 1 im inneren Bereich über die gesamten inneren Kanten möglich ist.
Auch die Ringabschnitte 35 bis 37 weisen jeweils eine geringere Breite B in radialer
Richtung auf als der rechts nächst benachbarte Ringabschnitt, wie in Figur 10 angedeutet.
Der sich ergebende Staffelungseffekt im inneren Bereich der Schleifscheibe ist in
Figur 12 angedeutet.
[0037] Wie Figur 11 entnommen werden kann, ist die konvexe und konkave Formgebung der äußeren
Kanten 33 der einzelnen Ringabschnitte sinusförmig konstruiert. Es kann hier jedoch
auch eine beliebige andere Formgebung gewählt werden, die einen Teilbereich schafft,
der eine von einer kreisförmigen Scheibe, wie sie durch die gestrichelte Linie 39
in Figur 11 angedeutet ist, abweichende Formgebung aufweist, um eine Sichtkontrolle
des zu schleifenden Werkstücks zu ermöglichen. Die sinusförmige Wellenform der äußeren
Kante 33 der Ringabschnitte erstreckt sich bei diesem Ausführungsbeispiel zwischen
der äußeren gestrichelten Kreis 39 und dem inneren gestrichelten Kreis 40.
[0038] Wie der perspektivischen Ansicht in Figur 13 entnommen werden kann, ist die Schleifscheibe
8 im äußeren Randbereich vierlagig, es sind also sechs Schleiflamellen mit jeweils
vier zueinander in einem Winkel von α=60° angeordneten Ringabschnitten 34 bis 37 übereinander
zueinander versetzt angeordnet, so dass die Vierlagigkeit der Schleifscheibe 8 entsteht,
die eine lange Lebensdauer der Schleifscheibe 8 gewährt.
[0039] Das im inneren Bereich 13 der Schleifscheibe 8 sichtbare Trägerelement 2 kann entweder
aus einem Metall als Teller oder Scheibe mit zentraler Durchgangsöffnung 3 ausgebildet
sein oder ggf. auch aus mehreren Lagen Schleifmaterials bzw. einer verstärkten Lage
Schleifmaterials, das z.B. in der Form der Draufsicht auf die Schleifscheibe 8 geformt
ist. Bei Vorsehen eines tellerförmigen Trägerelements 2 kann dieses beispielsweise
einen solchen Durchmesser aufweisen, wie dem gestrichelt dargestellten Kreis 40 in
Figur 11 entspricht. Grundsätzlich weist vorteilhaft einen geringeren Durchmesser
auf als der gestrichelte Kreis 40, der die jeweils innersten Erstreckungen der äußeren
Kante 33 der Ringabschnitte miteinander verbindet, um eine ungewollte Beschädigung
des zu bearbeitenden Werkstücks durch Berührung mit dem harten Trägermaterial zu vermeiden.
[0040] Figur 14 zeigt eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer Schleiflamelle
1 mit Ringabschnitten 44 bis 47. Diese weist anstelle einer äußeren Kante mit konkaven
bzw. konvexen Abschnitten eine äußere Kante 41 mit einem auskragenden Abschnitt 42
und einem zurückspringenden Abschnitt 43 auf. Diese Formgebung ist bei allen Ringabschnitten
44 bis 47 die gleiche. Entsprechend ist jeweils eine Sichtkontrolle eines Schleiffortschritts
im Bereich der zurückspringenden Abschnitte 43 möglich, die bei der Rotation der Schleifscheibe
einen halbtransparent erscheinenden streifenförmigen Bereich bilden. Da auch hier
wiederum vier Ringabschnitte 44 bis 47 vorgesehen sind, die jeweils um einen Winkel
von α=60° zueinander versetzt angeordnet sind, werden vorzugsweise wiederum sechs
solcher Schleiflamellen übereinander und zueinander um jeweils einen Ringabschnitt
versetzt angeordnet und mit dem Trägerelement verbunden.
[0041] Neben den im Vorstehenden beschriebenen und in den Figuren dargestellten Ausführungsformen
von Schleiflamellen, Schleifscheiben und Schnittmustern für solche Schleiflamellen
können noch zahlreiche weitere vorgesehen werden, bei denen jeweils die Schleiflamellen
zumindest zwei in einem Winkel zueinander angeordnete Ringabschnitte aufweisen. Wenn
diese zusätzlich zumindest teilweise eine von einer kreisförmigen Scheibe mit zentraler
Öffnung abweichende Formgebung aufweisen, kann im äußeren Randbereich ein Durchsichtsbereich
zur Kontrolle des Schleiffortschritts auf einem zu bearbeitenden Werkstück vorgesehen
werden. Alternativ oder zusätzlich können allerdings auch Öffnungen innerhalb der
Ringabschnitte vorgesehen sein, um eine solche Kontrolle zu ermöglichen. Grundsätzlich
ist es auch möglich, wenn eine Sichtkontrolle des Schleiffortschritts nicht erforderlich
ist, Schleiflamellen als Ringabschnitte vorzusehen, die einander überlappend angeordnet
werden, wobei diese eine einer kreisförmigen Scheibe mit zentraler Öffnung entsprechende
Ringform bilden. Auch hierbei kann eine abschnittsweise unterschiedliche Breite der
Ringabschnitte in radialer Richtung vorgesehen werden, um eine radiale Staffelung
der übereinander liegenden Schleiflamellen-Ringabschnitte vorzusehen.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- Schleiflamelle
- 2
- Trägerelement
- 3
- zentrale Durchgangsöffnung
- 4
- Ringabschnitt
- 5
- Ringabschnitt
- 6
- Ringabschnitt
- 7
- Ringabschnitt
- 8
- Schleifscheibe
- 9
- Schleifring
- 10
- gerade Kante
- 11
- Ecke
- 12
- äußerer Randbereich
- 13
- innerer Bereich
- 14
- Schnittmuster
- 14
- Schnittmuster
- 15
- erste Reihe
- 16
- zweite Reihe
- 17
- dritte Reihe
- 18
- vierte Reihe
- 19
- Bereich
- 20
- Bereich
- 21
- Bereich
- 22
- Bereich
- 23
- Bereich
- 24
- Ringabschnitt
- 25
- Ringabschnitt
- 26
- Ringabschnitt
- 27
- Ringabschnitt
- 28
- konvexe Kante
- 29
- konkave Kante
- 30
- konvexe Kante
- 31
- konkave Kante
- 32
- Schnittmuster
- 33
- äußere Kante
- 34
- Ringabschnitt
- 35
- Ringabschnitt
- 36
- Ringabschnitt
- 37
- Ringabschnitt
- 38
- innere Kante
- 39
- gestrichelte Linie
- 40
- gestrichelter Kreis
- 41
- äußere Kante
- 42
- auskragender Abschnitt
- 43
- zurückspringender Abschnitt
- 44
- Ringabschnitt
- 45
- Ringabschnitt
- 46
- Ringabschnitt
- 47
- Ringabschnitt
- 48
- Absatz
- 49
- innerer Bereich
- 50
- innerer Abschnitt
- 51
- innere Kante
- 52
- innere Kante
- 53
- innere Kante
- 54
- innere Kante
- 55
- innere Kante
- 56
- innere Kante
- 57
- innere Kante
- 58
- innere Kante
- 59
- endseitige gerade Kante
- 60
- endseitige gerade Kante
- α
- Winkel
- B
- Breite in radialer Richtung
- R
- radiale Richtung
1. Schleiflamelle (1), insbesondere zum Anordnen auf einer rotierend antreibbaren Schleifscheibe
(8),
dadurch gekennzeichnet,
dass sie aus zumindest zwei in einem Winkel (α) zueinander angeordneten Ringabschnitten
(4, 5, 6, 7, 24, 25, 26, 27, 34, 35, 36, 37, 44, 45, 46, 47) besteht, die zusammen
einen Sektor eines Ringes bilden und die zumindest teilweise eine von einer kreisförmigen
Scheibe mit zentraler Öffnung abweichende Formgebung aufweisen.
2. Schleiflamelle (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schleiflamelle (1) vier zueinander versetzt angeordnete Ringabschnitte (4, 5,
6, 7, 24, 25, 26, 27, 34, 35, 36, 37, 44, 45, 46, 47) aufweist.
3. Schleiflamelle (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ringabschnitte (44, 45, 46, 47) etwa gleiche Formgebung aufweisen.
4. Schleiflamelle nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest einer der Ringabschnitte (4, 5, 6, 7, 24, 25, 26, 27, 34, 35, 36, 37) eine
von den übrigen Ringabschnitten abweichende Formgebung aufweist.
5. Schleiflamelle (1) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ringabschnitte (4, 5, 6, 7, 24, 25, 26, 27, 34, 35, 36, 37) untereinander eine
bezogen auf jeweils eine radial verlaufende Mittelachse unterschiedliche Breite (B)
in radialer Richtung der Schleiflamelle aufweisen.
6. Schleiflamelle (1) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Ringabschnitt (4, 34) die größte und der letzte Ringabschnitt (7, 37) die
geringste Breite (B) in radiale Richtung der Schleiflamelle aufweist.
7. Schleifscheibe (8) mit zumindest einem Trägerelement (2) und mit zumindest zwei einander
teilweise überdeckenden, zusammen eine Ringform bildenden Schleiflamellen (1) nach
einem der vorstehenden Ansprüche.
8. Schleifscheibe (8) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass sechs Schleiflamellen (1) einander teilweise überlappend, jeweils um einen Ringabschnitt
(4, 5, 6, 7, 24, 25, 26, 27, 34, 35, 36, 37, 44, 45, 46, 47) versetzt zueinander übereinander
angeordnet sind.
9. Schleifscheibe (8) nach einem der Ansprüchen 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die einander teilweise überlappenden Schleiflamellen (1) in radialer Richtung unterschiedlich
breit ausgebildet sind und die Ringabschnitte (4, 5, 6, 7, 24, 25, 26, 27, 34, 35,
36, 37, 44, 45, 46, 47) in einem inneren Bereich (13) der Schleifscheibe (8) in radialer
Richtung stufenförmig angeordnet sind.
10. Schleifscheibe (8) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zumindest zwei Schleiflamellen (1) entlang ihrer inneren Kanten (51, 52, 53,
54, 55, 56, 57, 58) mit dem zumindest einen Trägerelement (2) verbunden, insbesondere
verklebt, sind.
11. Schleifscheibe (8) nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schleifscheibe (8) in der Draufsicht mehreckig ausgebildet ist.
12. Schleifscheibe (8) nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schleifscheibe entlang ihrer äußeren Umfangskante (28, 30, 33, 41) zumindest
einen Ausschnitt oder eine Aussparung aufweist.
1. Grinding lamella (1), especially for arranging on a rotatably driveable grinding disc
(8),
characterised in
that it consists of at least two annular portions (4, 5, 6, 7, 24, 25, 26, 27, 34, 35,
36, 37, 44, 45, 46, 47), arranged at an angle (α) to each other, and which form together
a sector of a ring and which have at least partially a shape, which differs from a
circular disc with a central opening.
2. Grinding lamella (1) according to claim 1,
characterised in
that the grinding lamella (1) has four annular portions (4, 5, 6, 7, 24, 25, 26, 27, 34,
35, 36, 37, 44, 45, 46, 47), arranged off-set to each other.
3. Grinding lamella (1) according to claim 1 or 2,
characterised in
that the annular portions (44, 45, 46, 47) have approximately the same shape.
4. Grinding lamella according to claim 1 or 2,
characterised in
that at least one of the annular portions (4, 5, 6, 7, 24, 25, 26, 27, 34, 35, 36, 37)
has a shape different to the remaining annular portions.
5. Grinding lamella (1) according to claim 4,
characterised in
that the annular portions (4, 5, 6, 7, 24, 25, 26, 27, 34, 35, 36, 37) each have, respectively,
a differing width (B) relative to a radially extending centre axis, in the radial
direction of the grinding lamella.
6. Grinding lamella (1) according to claim 5,
characterised in
that the first annular portion (4, 34) has the largest width (B) and the last annular
portion (7, 37) has the smallest width (B) in radial direction of the grinding lamella.
7. Grinding disc (8) with at least one carrier element (2) and with at least two grinding
lamellae (1), arranged partially overlapping each other and forming together a ring
shape according to one of the preceding claims.
8. Grinding disc (8) according to claim 7,
characterised in
that six grinding lamellae (1) are arranged partially overlapping each other and respectively
arranged off-set to each other and above each other around an annular portion (4,
5, 6, 7, 24, 25, 26, 27, 34, 35, 36, 37, 44, 45, 46, 47).
9. Grinding disc (8) according to one of claims 7 or 8,
characterised in
that the grinding lamellae (1), partially overlapping each other, are formed in radial
direction with differing widths and that the annular portions (4, 5, 6, 7, 24, 25,
26, 27, 34, 35, 36, 37, 44, 45, 46, 47) are arranged in an inner area (13) of the
grinding disc (8) step-wise in radial direction .
10. Grinding disc (8) according to claim 9,
characterised in
that the at least two grinding lamellae (1) are connected, especially glued, along their
inner edges (51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58) to the at least one carrier element (2).
11. Grinding disc (8) according to one of claims 7 to 10,
characterised in
that the grinding disc (8) is, when seen in a top view, formed polygonally.
12. Grinding disc (8) according to one of claims 7 to 11,
characterised in
that the grinding disc has along its outer circumferential edge (28, 30, 33, 41) at least
one cut-out or a notch.
1. Lamelle de polissage (1), à disposer notamment sur une meule de polissage (8) pouvant
être entraînée rotativement, caractérisée en ce que elle est constituée d'au moins deux portions d'anneau disposées en formant un angle
(α) l'une par rapport à l'autre (4,5,6,7,24,25,26,27,34,35,36,37,44,45,46,47), qui
forment conjointement un secteur d'un anneau, et qui présentent au moins partiellement
une forme initiale différant d'un disque circulaire avec ouverture centrale.
2. Lamelle de polissage (1) selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la lamelle de polissage (1) présente quatre portions d'anneau (4,5,6,7,24,25,26,27,34,35,36,37,44,45,46,47)
décalées les unes par rapport aux autres.
3. Lamelle de polissage (1) selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
les portions d'anneau (44,45,46,47) présentent une forme initiale approximativement
similaire.
4. Lamelle de polissage selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
au moins une des portions d'anneau (4, 5, 6, 7, 24, 25, 26, 27, 34, 35, 36, 37, 44,
45, 46, 47) présente une forme initiale différant du reste des portions d'anneau.
5. Lamelle de polissage (1) selon la revendication 4,
caractérisée en ce que
les portions d'anneau (4,5,6,7,24,25,26,27,34,35,36,37) présentent les unes sous les
autres une largeur (B) différente dans la direction radiale des lamelles de polissage
par rapport à un axe médian s'étendant respectivement radialement.
6. Lamelle de polissage (1) selon la revendication 5,
caractérisée en ce que
la première portion d'anneau (4,34) présente la plus grande largeur (B) et la dernière
portion d'anneau (7,37) présente la plus petite largeur(B) dans la direction radiale
des lamelles de polissage.
7. Meule de polissage (8) comportant au moins un élément porteur (2) et comportant au
moins deux lamelles de polissage (1) se recouvrant l'une l'autre partiellement, formant
conjointement une forme d'anneau selon une des revendications précédentes.
8. Meule de polissage (8) selon la revendication 7,
caractérisée en ce que
six lamelles de polissage (1) sont disposées les unes sur les autres en se superposant
partiellement, en étant respectivement décalées les unes par rapport aux autres d'une
portion d'anneau (4,5,6,7,24,25,26,27,34,35,3,6,37,44,45,46,47).
9. Meule de polissage (8) selon un des revendications 7 ou 8,
caractérisée en ce que
les lamelles de polissage (1) se superposant partiellement ont une configuration de
largeur différente dans la direction radiale et les portions d'anneau (4,5,6,7,24,25,26,27,34,35,3,6,37,44,45,46,47)
sont disposées en forme de gradins dans la direction radiale dans une zone intérieure
(13) de la meule de polissage (8).
10. Meule de polissage (8) selon la revendication 9,
caractérisée en ce que
au moins deux lamelles de polissage (1) sont reliées, notamment collées le long de
leur arête intérieure (51,52,53,54,55,56,57,58) avec au moins un élément porteur (2).
11. Meule de polissage (8) selon une des revendications 7 à 10,
caractérisée en ce que
la meule de polissage (8) a une configuration polygonale en vue de dessus.
12. Meule de polissage (8) selon une des revendications 7 à 11,
caractérisée en ce que
la meule de polissage présente le long de son arête circonférentielle extérieure (28,30,33,41)
au moins une découpe ou un évidement.
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