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EP 1 518 643 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.11.2009 Patentblatt 2009/45 |
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Anmeldetag: 16.09.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Finishvorrichtung
Finishing apparatus
Dispositif de finition
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.03.2005 Patentblatt 2005/13 |
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Patentinhaber: Supfina Grieshaber GmbH & Co. KG |
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77709 Wolfach (DE) |
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Erfinder: |
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- Oliver Hildebrandt
78132 Hornberg (DE)
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Vertreter: Dreiss |
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Patentanwälte
Postfach 10 37 62 70032 Stuttgart 70032 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 4 401 548 GB-A- 2 269 553
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DE-U- 29 819 443 US-A1- 2001 041 523
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Beschreibung betrifft eine Finishvorrichtung für eine Feinstbearbeitungsmaschine,
mit einem Finishband, welches in Längsrichtung antreibbar und mit einem Anlagebereich
an ein zu bearbeitendes Werkstück anlegbar ist. Solch eine Vorrichtung ist z.B. aus
der
DE-U-298 19 443 bekannt.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Feinstbearbeitungsmaschinen bekannt, mit denen das
Finishband flächig an ein Werkstück anlegbar ist. Der Bewegung des am Finishband anliegenden
Werkstücks können oszillierende Bewegungen des Finishbands und/oder des Werkstücks
überlagert werden, um höchste Oberflächenqualitäten erzielen zu können.
[0003] Bei den zu bearbeitenden Werkstücken handelt es sich beispielsweise um Bauteile,
wie Getriebewellen, Nockenwellen, Kurbelwellen oder dergleichen. An diesen Wellen
werden Lagerstellen oder auch Lager, Dichtlagerungen oder dergleichen bearbeitet.
Die Wellen können Ausgleichsgewichte, sogenannte Wangen, aufweisen, die benachbart
zu einer Lagerstelle angeordnet sein können. Üblicherweise weisen die Lagerflächen
an ihren seitlichen Berandungen, die beispielsweise an eine Wange angrenzen können,
einen Übergangsabschnitt auf, der beispielsweise als Radius ausgebildet sein kann.
[0004] Um Motoren für Kraftfahrzeuge mit besonders kompakten Außenabmessungen konstruieren
zu können, müssen auch die genannten Bauteile, wie Nockenwellen oder Kurbelwellen,
kompakt, das heißt möglichst kurz bauen. Insbesondere bei Motoren mit einer hohen
Zylinderanzahl stellt sich dann das Problem, dass nur wenig Material für einen Übergangsbereich
zwischen einer Lagerfläche und einer angrenzenden Wange zur Verfügung steht. Mit den
bisher bekannten Feinstbearbeitungsmaschinen kann der Übergang zwischen einer Lagerfläche
und einer Wange nicht ohne unerwünschte Geometriewechsel ausgebildet werden. So kann
der Übergangsbereich eingekerbt sein, wodurch unerwünschte Kerbstellen geschaffen
werden, die für die Festigkeit oder Dauerfestigkeit, insbesondere einer kompakten
Kurbelwelle, problematisch sind. Andererseits kann der Übergangsbereich gegenüber
einer benachbarten Lagerfläche erhöht sein, so dass die Lagerfläche in ihrer Breite
reduziert ist. Auch dies ist nicht erwünscht, da zur Übertragung von Kräften eine
möglichst große Lagerfläche benötigt wird.
[0005] Aus der
DE-U-298 19 443 ist eine Finishvorrichtung für eine Feinstbearbeitungsmaschine bekannt geworden,
mit einem Finishband ausgerüstet, welches in Längsrichtung antreibbar und mit einem
Anlagebereich an ein zu bearbeitendes Werkstück anlegbar ist, wobei das Finishband
in seinem Anlagebereich um eine in Längsrichtung des Finishbands verlaufende Achse
eine Krümmung aufweist und das Finishband zwischen der Achse und dem Werkstück angeordnet
ist, eine Finishbandführung vorgesehen ist, die die Krümmung des Finishbands um die
in Längsrichtung verlaufende Achse ändert, die Finishbandführung einen Finishbandeinlauf
aufweist, mit dem ein an das Werkstück heranzuführender Abschnitt des Finishbands
aus einem ungekrümmten in einen gekrümmten Zustand überführbar ist, das Werkstück
rotierend antreibbar ist, der Anlagebereich einen ersten, parallel zur Rotationsachse
des Werkstücks verlaufenden Teilbereich und einen gekrümmten, zweiten Teilbereich
aufweist, dessen Senkrechten schräg zur Rotationsachse verlaufen, der erste Teilbereich
an einer am Werkstück zu bearbeitenden Lagerfläche anlegbar ist.
[0006] Aus der
US-A-20010041523 ist eine Vorrichtung zum Schleifen von balligen Lagerflächen bekannt geworden. Dabei
wird das Finishband ebenfalls so gekrümmt, dass die Schneidseite auf der Krümmungsinnenseite
liegt. Die
GB-A-2 269 553 zeigt eine Vorrichtung zum Schleifen von Kurbelwellen, bei der das Schleifband über
eine Vielzahl von Rollen geführt wird, um es in die gewünschte Form zu bringen.
[0007] Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Finishvorrichtung
zu schaffen, mit der auf einfache Weise Übergänge ohne schroffe Geometriewechsel herstellbar
sind.
[0008] Diese Aufgabe wird mit einer Finishvorrichtung gelöst, die die Merkmale des Anspruchs
1 aufweist.
[0009] Im Unterschied zum Stand der Technik, bei dem ein Finishband um eine quer zur Längsrichtung
des Finishbands verlaufende Achse gekrümmt ist, so dass das Werkstück teilweise von
dem Finishband umschlungen ist, ist bei der erfindungsgemäßen Finishvorrichtung das
Finishband um eine in Längsrichtung verlaufende Achse gekrümmt oder weist eine Krümmung
auf. Da das Finishband zwischen der Achse und dem Werkstück angeordnet ist, kann sich
das Finishband der Geometrie des Werkstücks anpassen und insbesondere am Werkstück
auszubildende Übergangsbereiche bearbeiten, wobei dieser Übergangsbereich fließend
in benachbarte Bereiche des Werkstücks übergehen kann, ohne dass Kerben gebildet werden.
Dadurch dass das Finishband im Finishbandeinlauf und an Werkstück gleich gekrümmt
ist, kann es sich optimal an das Werkstück anschmiegen.
[0010] Erfindungsgemäß ist Werkstück rotierend antreibbar. Hierdurch können entlang des
gesamten Umfangs eines Werkstücks hohe Oberflächenqualitäten, insbesondere in den
Übergangsbereichen, hergestellt werden.
[0011] Der Anlagebereich des Finishbands weist einen ersten, parallel zur Rotationsachse
des Werkstücks verlaufenden, und einen gekrümmten, zweiten Teilbereich auf, dessen
Senkrechten schräg zur Rotationsachse verlaufen. Auf diese Weise kann gleichzeitig
die Bearbeitung einer Lagerfläche, beispielsweise einer Kurbelwelle, und eines an
die Lagerfläche angrenzenden Übergangsbereichs erfolgen. Dies ist insbesondere dann
vorteilhaft, wenn die Krümmung des zweiten Teilbereiches gleich einem an dem Werkstück
auszubildenden Radius ist. Somit ist der Anlagebereich des Finishbands der Kontur
des Werkstücks angepasst. Durch den in zwei Teilbereiche ausgebildeten Kontakt des
Anlagebereichs des Finishbands mit dem Werkstück können gleichzeitig Lagerflächen
und Radien bearbeitet werden.
[0012] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Krümmung des Finishbands um die in Längsrichtung
verlaufende Achse ändert. Somit wird eine komplementäre Anlage des Finishbands mit
seinem Anlagebereich an unterschiedliche Teilflächen des Werkstücks unterstützt.
[0013] Es ist ein Finishbandeinlauf vorgesehen, mit dem ein an das Werkstück heranzuführender
Abschnitt des Finishbands aus einem ungekrümmten in einen gekrümmten Zustand überführbar
ist. Üblicherweise ist das Finishband auf einer Vorratsrolle bevorratet, auf der es
in einem ungekrümmten Zustand aufgewickelt ist. Mit Hilfe des Finishbandeinlaufs kann
das Finishband dann in einen gekrümmten Zustand überführt werden.
[0014] Das Finishband ist vorzugsweise komplementär zur Kontur des Werkstücks gekrümmt.
Somit können in Übergangsbereichen und dazu benachbarten Bereichen des Werkstücks
hohe Oberflächenqualitäten erzielt werden.
[0015] Das Finishband kann um die in Längsrichtung verlaufende Achse auch mehrfach gekrümmt
sein. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn eine zu bearbeitende Lagerfläche
mit ihren gegenüberliegen Seiten an zwei Übergangsbereiche angrenzt, die ihrerseits
benachbart zu einer Wangenfläche angeordnet sein können. Das Finishband kann dann
sowohl in dem ersten als auch in dem zweiten Übergangsbereich gekrümmt sein, so dass
möglichst sanfte Übergänge zwischen den Radien und der Lagerfläche ausgebildet werden
können. Dabei können die Krümmungsradien der Teilbereiche des Finishbands auch voneinander
abweichen.
[0016] Entsprechend kann die Finishbandführung einen Finishbandauslauf aufweisen, mit dem
ein von dem Werkstück wegzuführender Abschnitt des Finishbands aus einem gekrümmten
in einen ungekrümmten Zustand überführbar ist. Auf diese Weise kann das Finishband,
das in seinem Anlagebereich eine Krümmung aufweist, wieder in einen ungekrümmten Zustand
überführt und einer Aufwickelrolle zugeführt werden.
[0017] Erfindungsgemäß weist die Finishbandführung hohlzylindrische Führungsflächen auf,
die das Finishband zumindest abschnittsweise umgeben. Somit kann einerseits der Verlauf
des Finishbands beeinflusst werden und andererseits die Krümmung des Finishbands verändert
werden. Durch die hohlzylindrische Ausgestaltung wird das Finishband besonders zuverlässig
geführt.
[0018] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist ein Kontaktelement vorgesehen, das
den Anlagebereich des Finishbands gegen das Werkstück drückt. Durch diese Maßnahme
kann der Materialabtrag erhöht werden, so dass die Fertigungszeiten verkürzt werden
können.
[0019] Vorteilhafterweise ist das Kontaktelement komplementär zur Kontur des Werkstücks
ausgebildet. Hierdurch kann das Finishband besonders gut relativ zu am Werkstück ausgebildeten
Teilflächen ausgerichtet werden, wobei gleichzeitig ein guter Materialabtrag erzielbar
ist.
[0020] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Anlagebereich des Finishbands
das Werkstück abschnittsweise umschlingt. Der Umschlingungswickel kann beispielweise
2° bis 40°, insbesondere 30°, betragen. Die Umschlingung kann auch durch elastische
Verformung des Kontaktelements und des Bandes entstehen. Das Kontaktelement muss nicht
unbedingt vorgeformt sein. Zu beachten ist, dass ein kleiner Umschlingungswinkel die
Krümmbarkeit des Finishbands um die in Längsrichtung des Finishbands verlaufende Achse
erleichtert. Je kleiner der Umschlingungswinkel ist, desto besser ist eine Spannungsfreiheit
der seitlichen Randbereiche des Finishbands gewährleistet. Denkbar ist auch, dass
one Umschlingungswinkel gefinisht wird.
[0021] Es können weiterhin Antriebsmittel vorgesehen sein, mit denen das Finishband quer
zu seiner Längsrichtung oszillierend antreibbar ist. Alternativ oder zusätzlich kann
auch das Werkstück quer zur Längsrichtung des Finishbands oszillierend antreibbar
sein. Durch diese Maßnahmen kann die Güte der zu bearbeitenden Oberflächen weiter
erhöht werden.
[0022] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Einzelheiten der Erfindung sind der folgenden
Beschreibung zu entnehmen, in der die Erfindung anhand des in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels näher beschrieben und erläutert ist.
[0023] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenansicht einer Bearbeitungszange mit einer an einem freien Ende eines Bearbeitungsarms
vorgesehenen Finishvorrichtung;
- Figur 2
- eine vergrößerte Seitenansicht der Finishvorrichtung gemäß Figur 1; und
- Figur 3
- eine geschnittene Ansicht eines Teils der Finishvorrichtung entsprechend den Pfeilen
III-III in Figur 2.
[0024] Die Figur 1 zeigt eine insgesamt mit 10 bezeichnete Bearbeitungszange einer nicht
dargestellten Feinstbearbeitungsmaschine, wobei die Bearbeitungszange 10 zwei Bearbeitungsarme
12 und 14 aufweist, die um Schwenklager 16 und 18 derart schwenkbar gelagert sind,
dass ihre freien Enden 20 und 22 in Richtung auf ein Werkstück 24 beziehungsweise
weg von diesem verschwenkbar sind. Die Bearbeitungsarme 12 und 14 werden, wie aus
dem Stand der Technik bekannt, hydraulisch, pneumatisch oder mechanisch angetrieben.
[0025] In der Figur 1 ist mit dem Bezugszeichen 26 ein Finishband bezeichnet, das von einer
nicht dargestellten Vorratsrolle in Richtung des Pfeils 28 abgezogen, über eine Umlenkrolle
30 umgelenkt und einer Finishvorrichtung 32 zugeleitet wird. Aus dieser gelangt das
Finishband 26 zu einer Zusatzführung 34 und schließlich zu einer nicht dargestellten
Aufwickelrolle. Die Bearbeitung von Wellensitzen sollte mit zwei Finishvorrichtungen
32 erfolgen.
[0026] An dem freien Ende 22 des Bearbeitungsarms 14 ist ein Haltebock 36 befestigt, an
dem eine Lünette 38 einteilig angeformt ist. Diese Lünette 38 dient zur Aufnahme eines
Einsatzes 40, in dem zwei Anlagestücke 42 angeordnet sind, die am Werkstück 24 anliegen.
Die Lünette 38 wird aufgrund der Zentrifugalkräfte lediglich bei der Bearbeitung von
Hublagern einer Kurbelwelle benötigt.
[0027] In Figur 2 ist die Finishvorrichtung 32 vergrößert dargestellt. Am freien Ende 20
des Bearbeitungsarms 12 ist ein Haltebock 44 mit Hilfe von zwei Schrauben 46 und 48
befestigt. Am Haltebock 44 ist ein mit Bezugszeichen 50 bezeichneter Finishbandeinlauf
mit Hilfe einer Befestigungsschraube 52 gesichert. Der Finishbandeinlauf 50 weist
ein nach außen abgerundetes Anlaufelement 54 für das von der Umlenkrolle 30 zugeführte
Finishband 26 auf. Durch das Anlaufelement 54 wird das Finishband relativ zu einer
im Finishbandeinlauf 50 ausgebildeten hohlzylindrischen Führungsfläche 56 ausgerichtet.
Durch die Führungsfläche 56 wird das Finishband 26 aus einem ungekrümmten in einen
gekrümmten Zustand überführt. Dann gelangt es zu einem Kontaktelement 58, das formschlüssig
in einem Lagerelement 60 gelagert ist, das am Haltebock 44 angeordnet ist. Das Finishband
26 liegt mit einem Anlagebereich 62 am Werkstück 24 an und umschlingt dieses innerhalb
eines kleinen Umschlingungswinkels 64. Der Haltebock 44 und das Lagerelement 60 sind
einteilig ausgeführt.
[0028] In seinem weiteren Verlauf wird das Finishband 26 einer hohlzylindrischen Führungsfläche
66 zugeführt, die in einem Finishbandauslauf 68 vorgesehen ist. Hieran anschließend
passiert das Finishband 26 ein Umlenkelement 70, bevor es der Zusatzführung 34 und
der nicht dargestellten Aufwickelrolle zugeführt wird.
[0029] In Figur 3 ist ein Abschnitt des Finishbandeinlaufs 50 dargestellt. In diesem ist
die bereits genannte hohlzylindrische Führungsfläche 56 ausgebildet. Das auf Höhe
der in Figur 2 dargestellten Umlenkrolle 30 noch ungekrümmte Finishband wird durch
die Führungsfläche 56 in einen gekrümmten Zustand überführt und gelangt anschließend
mit seinem Anlagebereich 62 in Kontakt mit dem Werkstück 24.
[0030] Das Finishband 26 ist um eine in Längsrichtung des Finishbands 26 verlaufende Achse
72, die senkrecht zu einer Rotationsachse 74 des Werkstücks 24 verläuft, mehrfach
gekrümmt. Das Finishband 26 weist einen ersten Teilbereich 76 auf, mit dem es mit
einer am Werkstück 24 ausgebildeten Lagerfläche in Kontakt steht. Benachbart zum ersten
Teilbereich 76 weist das Finishband 26 gekrümmte, zweite Teilbereiche 80 auf, wobei
die Krümmung des Finishbands in diesen Teilbereichen am Werkstück 24 zu bearbeitenden
Radien 82 entspricht. Benachbart zu den Radien 82 sind am Werkstück 24 Wangen 84 ausgebildet.
[0031] Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung können die Radien 82 übergangslos in die Lagerfläche
78 beziehungsweise in die von den Wangen 84 ausgebildeten Flächen übergehen. Somit
kann einerseits die Lagerfläche 78 möglichst breit ausgebildet werden und andererseits
vermieden werden, dass die Radien 82 Kerbstellen für das Werkstück 24 bilden.
1. Finishvorrichtung (32) für eine Feinstbearbeitungsmaschine, mit einem Finishband (26),
welches in Längsrichtung antreibbar und mit einem Anlagebereich (62) an ein zu bearbeitendes
Werkstück (24) anlegbar ist, wobei das Finishband (26) in seinem Anlagebereich (62)
um eine in Längsrichtung des Finishbands (26) verlaufende Achse (72) eine Krümmung
aufweist und das Finishband (26) zwischen der Achse (72) und dem Werkstück (24) angeordnet
ist, eine Finishbandführung vorgesehen ist, die die Krümmung des Finishbands (26)
um die in Längsrichtung verlaufende Achse (72) ändert, die Finishbandführung einen
Finishbandeinlauf (50) aufweist, mit dem ein an das Werkstück (24) heranzuführender
Abschnitt des Finishbands (26) aus einem ungekrümmten derart in einen gekrümmten Zustand
überführbar ist, dass der Anlagebereich (62) des Finishbands (26) radial nach außen
zeigt, das Werkstück (24) rotierend antreibbar ist, der Anlagebereich (62) einen ersten,
parallel zur Rotationsachse (74) des Werkstücks (24) verlaufenden Teilbereich (76)
und einen gekrümmten, zweiten Teilbereich (80) aufweist, dessen Senkrechten schräg
zur Rotationsachse (74) verlaufen, der erste Teilbereich (76) an einer am Werkstück
(24) zu bearbeitenden Lagerfläche (78) anlegbar ist, wobei die Krümmung des zweiten
Teilbereichs (80) gleich einem an dem Werkstück (24) auszubildenden Radius (82) ist,
der zweite Teilbereich (80) an einem am Werkstück (24) benachbart zur Lagerfläche
(78) zu bearbeitenden Radius (82) anlegbar ist, der gekrümmte zweite Teilbereich (80)
im Finishbandeinlauf (50) und am Werkstück (24) in der gleichen Richtung gekrümmt
ist und wobei die Finishbandführung hohlzylindrische Führungsflächen (56, 66) aufweist,
die das Finishband (26) zumindest abschnittsweise umgeben.
2. Finishvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Finishband (26) komplementär zur Kontur des Werkstücks (24) gekrümmt ist.
3. Finishvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Finishband (26) um die in Längsrichtung verlaufende Achse (72) mehrfach gekrümmt
ist.
4. Finishvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Finishbandführung einen Finishbandauslauf (68) aufweist, mit dem ein von dem
Werkstück (24) wegzuführender Abschnitt des Finishbands (26) aus einem gekrümmten
in einen ungekrümmten Zustand überführbar ist.
5. Finishvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kontaktelement (58) vorgesehen ist, das den Anlagebereich (62) des Finishbands
(26) gegen das Werkstück (24) drückt.
6. Finishvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktelement (58) komplementär zur Kontur des Werkstücks (24) ausgebildet ist.
7. Finishvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anlagebereich (62) des Finishbands (26) das Werkstück (24) abschnittsweise umschlingt,
insbesondere mit einem Umschlingungswinkel (64) 2° bis 40°, insbesondere 30°.
8. Finishvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Antriebsmittel vorgesehen sind, mit denen das Finishband (26) quer zu seiner Längsrichtung
oszillierend antreibbar ist.
9. Finishvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Antriebsmittel vorgesehen sind, mit denen das Werkstück (24) quer zur Längsrichtung
des Finishbands (26) oszillierend antreibbar ist.
1. Finishing device (32) for a superfinishing machine, with a finishing belt (26), which
can be driven in the longitudinal direction and brought into contact with a contact
area (62) on a work piece (24) that is to be machined, whereby the finishing belt
(26) has a curvature in its area of contact (62) about an axis (72) running in the
longitudinal direction of the finishing belt (26) and the finishing belt (26) is arranged
between the axis (72) and the work piece (24) and a finishing belt guide is provided,
which modifies the curvature of the finishing belt (26) about the axis (72) running
in the longitudinal direction and the finishing belt guide has a finishing belt opening
(50), with which a section of the finishing belt (26) to be fed to the work piece
(24) can be converted from an uncurved state to a curved state, in such a way that
the area of contact (62) of the finishing belt (26) points radially outward. The work
piece (24) can be driven in a rotational sense; the area of contact (62) has a first
partial area (76) running parallel to the axis of rotation (74) of the work piece
(24) and a curved, second partial area (80), whose perpendiculars run obliquely to
the axis of rotation (74); the first partial area (76) can be placed in contact with
a bearing surface (78) to be machined on a work piece (24), whereby the curvature
of the second partial area (80) is equal to a radius (82) to be formed on the work
piece (24); the second partial area (80) can be placed in contact with a radius (82)
to be machined on the work piece (24) neighbouring the bearing surface (78); the curved
second partial area (80) in the finishing belt opening (50) and on the work piece
(24) is curved in the same direction and by which means the finishing belt guide has
hollow cylindrical guide surfaces (56, 66), which surround the finishing belt (26),
at least in sections.
2. Finishing device according to claim 1, characterised in that the finishing belt (26) is curved to complement the contour of the work piece (24).
3. Finishing device according to one of the preceding claims, characterised in that the finishing belt (26) has a complex curved surface about the axis (72) running
in the longitudinal direction.
4. Finishing device according to one of the preceding claims, characterised in that the finishing belt guide has a finishing belt outlet (68), with which a section of
the finishing belt (26) to be traversed by the work piece (24) is converted from a
curved to an uncurved condition.
5. Finishing device according to one of the preceding claims, characterised in that a contact element (58) is provided, which presses the area of contact (62) of the
finishing belt (26) against the work piece (24).
6. Finishing device according to claim 5, characterised in that the contact element (58) is formed to complement the contour of the work piece (24).
7. Finishing device according to one of the preceding claims, characterised in that the contact area (62) of the finishing belt (26) twists around a section of the work
piece (24), in particular with an arc of contact (64) of 2° to 40°, in particular
30°.
8. Finishing device according to one of the preceding claims, characterised in that a means of driving is provided, with which the finishing belt (26) can be driven
at right angles to its longitudinal direction with an oscillatory drive.
9. Finishing device according to one of the preceding claims, characterised in that a means of driving is provided, with which the work piece (24) can be driven at right
angles to the longitudinal direction of the finishing belt (26) with an oscillatory
drive.
1. Dispositif de finition (32) pour une machine de superfinition, comprenant une bande
de finition (26) qui peut être entraînée dans le sens longitudinal et une zone de
contact (62) qui peut être amenée en appui contre une pièce à usiner (24), dans lequel
la bande de finition (26) présente dans sa zone de contact (62) une courbure autour
d'un axe (72) qui s'étend dans le sens longitudinal de la bande de finition (26) et
la bande de finition (26) est disposée entre l'axe (72) et la pièce (24) ; il est
prévu un guide de bande de finition qui modifie la courbure de la bande de finition
(26) autour de l'axe (72) s'étendant dans le sens longitudinal ; le guide de bande
de finition présente une entrée de bande de finition (50) qui permet de faire passer
un segment de la bande de finition (26) à amener contre la pièce (24) d'un état non
incurvé à un état incurvé de façon que la zone de contact (62) de la bande de finition
(26) soit dirigée radialement vers l'extérieur ; la pièce (24) peut être entraînée
en rotation ; la zone de contact (62) présente une première zone partielle (76) qui
s'étend parallèlement à l'axe de rotation (74) de la pièce (24) et une deuxième zone
partielle incurvée (80) dont les perpendiculaires s'étendent diagonalement par rapport
à l'axe de rotation (74) ; la première zone partielle (76) peut être amenée contre
une surface d'appui à usiner (78) sur la pièce (24), la courbure de la deuxième zone
partielle (80) étant égale à un rayon (82) à former sur la pièce (24) ; la deuxième
zone partielle (80) peut être amenée contre un rayon à usiner (82) au voisinage de
la surface d'appui (78) sur la pièce (24) ; la deuxième zone partielle incurvée (80)
est incurvée dans la même direction dans l'entrée de bande de finition (50) et sur
la pièce (24) ; et le guide de bande de finition présente des surfaces de guidage
cylindriques creuses (56, 66) qui entourent au moins en partie la bande de finition
(26).
2. Dispositif de finition selon la revendication 1, caractérisé en ce que la bande de finition (26) est incurvée de manière complémentaire au contour de la
pièce (24).
3. Dispositif de finition selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la bande de finition (26) est incurvée plusieurs fois autour de l'axe (72) s'étendant
dans le sens longitudinal.
4. Dispositif de finition selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le guide de bande de finition présente une sortie de bande de finition (68) qui permet
de faire passer un segment de la bande de finition (26) qui s'éloigne de la pièce
(24) d'un état incurvé à un état non incurvé.
5. Dispositif de finition selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu un élément de contact (58) qui plaque la zone de contact (62) de la bande
de finition (26) contre la pièce (24).
6. Dispositif de finition selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'élément de contact (58) est réalisé avec une forme complémentaire au contour de
la pièce (24).
7. Dispositif de finition selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la zone de contact (62) de la bande de finition (26) entoure en partie la pièce (24),
en particulier avec un angle d'enroulement (64) allant de 2° à 40°, en particulier
égal à 30°.
8. Dispositif de finition selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu des moyens d'entraînement qui permettent d'entraîner la bande de finition
(26) de manière oscillante perpendiculairement à son sens longitudinal.
9. Dispositif de finition selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu des moyens d'entraînement qui permettent d'entraîner la pièce (24) de
manière oscillante perpendiculairement au sens longitudinal de la bande de finition
(26).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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