[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum sicheren Transportieren von Wertgegenständen
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und ein Gesamtsystem zum sicheren Transportieren
von Wertgegenständen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 17.
[0002] Es gibt zahlreiche verschiedene Ansätze, um Wertgegenstände von einem Ort zu einem
anderen zu transportieren. Auch heute noch kommen häufig gepanzerte Systeme und bewaffnete
Begleitpersonen zum Einsatz.
[0003] Es gibt jedoch seit einiger Zeit auch sogenannte intelligente Ansätze, die den Aufwand
und die damit verbundenen Kosten erheblich reduzieren. Einige Beispiele sind den im
Folgenden genannten Patentveröffentlichungen des Anmelders der vorliegenden Patentanmeldung
zu entnehmen:
EP 1 789 646 A1 Titel: "Sicherheitskoffer, Sicherheitssystem und Sicherheitskomplex"; EP 1 797 269 A1Titel: "Multifunktionales, tragbares Sicherheitssystem" und EP 1 848 874 A1 Titel: "Einbau-Kit zum Ausstatten eines Koffers als multifunktionales, tragbares
Sicherheitssystem und mit einem solchen Einbau-Kit ausgestatteter Koffer". Diesen
Ansätzen ist gemeinsam, dass sie mittels technischer und elektronischer Mittel einen
erheblichen Beitrag zur Sicherheit leisten, ohne im konventionellen Sinne mit Panzerungen
und dergleichen zu operieren.
[0004] Wenn im vorliegenden Zusammenhang von Wertgegenständen die Rede ist, so geht es zum
Beispiel um folgende Wertgegenstände: Münz- und Notengeld, Wertpapiere, andere Wertgegenständen
wie Edelmetalle und Edelsteine, geheimzuhaltende Dokumente oder ggf. auch Giftstoffe,
seltene Stoffe oder anderweitig abzuschirmende, zum Beispiel strahlende Materialien.
[0005] Die
EP-A1-0 692 599 offenbart ein Sicherheitstransport-System und ein entsprechendes Verfahren für den
Transport von Wertgegenständen von Kunden zu einer Bank. Hierbei werden elektronisch
sicherbare Container beim Bestücken in einer Einzahlungsstation codiert und sind dadurch
"scharfgeschaltet". In diesem Zustand führt ein unerlaubtes Öffnen zur Entwertung
der Wertgegenstände. Anschliessend wird der Code per Modem einer Basisstation übermittelt,
sodass der Container nach erfolgtem Transport zur Basisstation in dieser Basisstation
wieder entsperrt werden kann. Nachteilig ist an diesem System bzw. Verfahren, dass
es nur für Transporte vom Kunden zu einer Bank vorgesehen ist und nur zwischen den
Stationen, die an ausgesuchten Orten fix installiert sein müssen. Es ist also kein
flexibles, sondern ortsgebundenes System.
[0006] Die
EP-A2-1 069 540 hingegen offenbart eine Messung der Distanz zwischen einer Geldkassette und dem Fahrer.
Übersteigt der Messwert einen vorgegebenen Wert, wird ein Diebstahl- bzw. Raubalarm
ausgelöst und Sicherheitsvorrichtungen aktiviert.
[0007] Die Anforderungen, die im Zusammenhang mit dem Transport von schutzbedürftigen Gegenständen
gestellt werden, unterliegen stetigen Änderungen. Ausserdem gelten in jedem Land und
in der Kooperation mit verschiedenen Versicherungsgesellschaften andere Regelungen,
und jeder Kunde, der Wertgegenstände transportieren lässt, hat andere Vorstellungen
betreffend der logistischen Abläufe.
[0008] Es gibt, wie schon erwähnt, verschiedenartige Wertgegenstände zu transportieren.
Je nach Art der Wertgegenstände müssen die Transportbehälter unterschiedliche Grössen
haben. Ausserdem können unterschiedlichste Sicherheitsvorschriften gelten. In der
Praxis sind daher alleine aus diesem Grund eine grosse Zahl von unterschiedlichen
Transportbehältern im Einsatz.
[0009] Transportfirmen, die sich auf den Transport von Wertgegenständen spezialisiert haben,
müssen daher eine ganze Vielzahl von unterschiedlichen Transportbehältern bereithalten
und auch die entsprechenden Fahrzeuge halten.
[0010] Häufig kommen heutzutage beim Transport und der Lagerung von Wertgegenständen Schutzsysteme
zum Einsatz, die dazu dienen, den Eigentümer oder Besitzer der Wertsachen vor einem
Missbrauch der Wertsachen zu schützen, wenn diese bei einem Diebstahl abhanden kommen.
Dieses geschieht, indem die Wertsachen in einem solchen Fall automatisch neutralisiert
bzw. entwertet werden. Die entsprechenden Schutzsysteme sind aber teuer und aufwändig.
[0011] Es ist daher Aufgabe der Erfindung,
ein Verfahren der eingangs genannten Art zum sicheren Transportieren von Wertgegenständen
bereitzustellen, das flexibel ist, eine hohe Sicherheit gewährleistet und trotzdem
einfach zu beherrschen ist und ein Gesamtsystem zur Ausübung des Verfahrens zu schaffen,
das flexibel ist, eine hohe Sicherheit gewährleistet und trotzdem einfach zu beherrschen
ist, wobei das Gesamtsystem vorzugsweise durch zusätzliche Komponenten erweiterbar
ist.
[0012] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt
für das Verfahren durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1, für das Gesamtsystem
durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 17.
[0013] Bevorzugte Weiterbildungen des Verfahrens und des Gesamtsystems sind durch die jeweiligen
abhängigen Ansprüche definiert.
[0014] Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung werden im Folgenden an Hand von Ausführungsbeispielen
und mit Bezug auf die Zeichnung ausführlich erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1A
- das Abpacken von Wertgegenständen gemäss eines ersten erfindungsgemässen Verfahrens,
- Fig. 1B
- das Transportieren und Freigeben von Wertgegenständen gemäss eines ersten erfindungsgemässen
Verfahrens und
- Fig. 2
- eine Liste mit mehreren Kundenkennungen K3, die in einem erfindungsgemässen Verfahren
zum Einsatz kommen kann.
[0015] Grundsätzlich gleiche bzw. gleich wirkende konstruktive Elemente sind in den Figuren
mit gleichen Bezugszeichen versehen, auch wenn sie sich teilweise voneinander unterscheiden.
Die Darstellungen sind stark vereinfacht und schematisiert, und die einzelnen Komponenten
sind nicht massstabsgetreu gezeigt.
[0016] Der Begriff Cash-Center wird im vorliegenden Zusammenhang als Synonym für einen Ort
oder eine Einrichtung verwendet, die Wertgegenstände, zum Beispiel Geld, zum Transport
bereitstellt. Das Cash-Center kann zum Beispiel einer Bank oder einer bankenähnlichen
Institution angeschlossen sein oder angehören.
[0017] Der Begriff Kunde wird im vorliegenden Zusammenhang als Synonym für einen Ort oder
eine Einrichtung verwendet, die Wertgegenstände in Empfang nimmt. Es muss sich dabei
nicht notwendigerweise um eine Person handeln. Die Inempfangnahme kann auch voll-
oder teilautomatisiert ablaufen. Es kann zum Beispiel auch ein Bankautomat (ATM =
Automated Teller Machine) oder dergleichen als Kunde im weitesten Sinne verstanden
werden.
[0018] Die Figuren 1A und 1B zeigen einen stark schematischen Ablauf eines ersten Verfahrens
nach der Erfindung, dargestellt an einem ersten Gesamtsystem mit mehreren Komponenten.
Bei diesem Verfahren handelt es sich um ein bevorzugtes Verfahren, unter Verwendung
eines Computers 30, es wird aber darauf hingewiesen, dass die Erfindung grundsätzlich
auch ohne diesen Computer 30 realisiert werden kann. In diesem Fall wird ein Teil
oder es werden alle Aufgaben von dem tragbaren Computer 20 ausgeführt.
[0019] Es geht, wie eingangs beschrieben, um ein Verfahren zum sicheren Transportieren von
Wertgegenständen. In Fig. 1A sind Wertgegenstände 13 in Form von Banknoten dargestellt,
die ein Bündel bilden. Diese Wertgegenstände 13 sind in einer Transportverpackung
zu einem Kunden zu transportieren. Die Transportverpackung kann eine Kombination aus
einer Innenverpackung und einer Aussenverpackung umfassen oder lediglich eine Aussenverpackung.
[0020] In einem ersten Schritt werden die Wertgegenstände 13, das heisst die Banknoten,
abgepackt. Dieses geschieht typischerweise im Cash-Center oder an einem vergleichbaren
Ort.
[0021] Im Beispiel der Fig. 1A werden die Wertgegenstände bzw. Banknoten 13 in eine Innenverpackung
10 gesteckt.
[0022] Bei dieser Innenverpackung 10 kann es sich, wie in Fig. 1A angedeutet, um eine sack-
oder taschenartige Umhüllung, vorzugsweise einen Sicherheitssack bzw. eine sogenannte
Siegeltasche handeln. Der Sicherheitssack bzw. die Siegeltasche können flüssigkeitsdurchlässig
sein. Eine Siegeltasche weist eine Verschlussanordnung auf. Die Verschlussanordnung
kann durch eine obere Lasche 10.1 und einen Klebestreifen 10.2, auf den die obere
Lasche 10.1 geklebt wird, gebildet sein. Bei geeigneter Wahl des Materials der Siegeltasche
kann diese auch verschlossen werden, indem sie im Bereich ihrer Befüllungsöffnung
unter erhöhtem Druck und/oder erhöhter Temperatur gewissermassen zugeschweisst wird.
Die Innenverpackung 10 und insbesondere ihre Verschlussanordnung sind so ausgebildet,
dass beim Öffnen sichtbare Spuren zurückbleiben. Die Innenverpackung 10 kann auch
eine Kassette oder Dose sein, vorzugsweise aus einem Kunststoff.
[0023] Wie weiter oben erwähnt, kann auch auf die Innenverpackung 10 verzichtet werden.
[0024] Beim Abpacken muss eine Kundenkennung, im Folgenden als erste Kundenkennung K1 bezeichnet,
vorgegeben werden. Diese erste Kundenkennung K1 identifiziert den Kunden, der mit
den zu transportierenden Wertgegenständen 13 zu beliefern ist. Die erste Kundenkennung
K1 kann im Computer 30 durch Eingeben oder Einlesen vorgegeben werden, oder die erste
Kundenkennung K1 kann bei Bedarf erzeugt werden. In Fig. 1A ist eine Ausführungsform
gezeigt, bei der die erste Kundenkennung K1 als Barcode vorliegt. Diese erste Kundenkennung
K1 wird durch eine Sensoreinheit wie eine Leseeinheit 14 abgetastet und in den Computer
30 eingelesen.
[0025] Dann wird eine Verpackungskennung K2 mittels des Computers 30 erfasst. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1A, bei welcher eine Innenverpackung 10 benutzt wird,
ist diese Verpackungskennung K2 beispielsweise der Innenverpackung 10 zugeordnet.
Wird auf eine Innenverpackung 10 verzichtet, so ist die Verpackungskennung K2 der
Aussenverpackung zugeordnet.
[0026] Auch bei der Verpackungskennung K2 kann es sich, wie dargestellt, um einen Barcode
handeln, der mit der Leseeinheit 14 abgetastet und in den Computer 30 eingelesen wird.
[0027] Der Computer 30 ist in einer bevorzugten Ausführungsform so ausgelegt, dass er die
Kennungen K1 und K2 erzeugen kann. Zu diesem Zweck kann der Computer 30 mit einem
Barcode-Drucker verbunden sein, um die Barcodes zu drucken, oder der Computer 30 kann
einen Sender umfassen, der es ermöglicht, ein RF-ID-Tag mit der Kennung zu programmieren.
[0028] Die Innenverpackung 10 und die in ihr aufgenommenen Wertgegenstände 13 werden nun
in die Aussenverpackung 11, zum Beispiel in einen ebenfalls mit 11 bezeichneten Spezialkoffer,
gelegt. In der gezeigten Ausführungsform weist der Spezialkoffer 11 einen Tresorbereich
12 auf, der in Fig. 1A schematisch angedeutet ist. Einzelheiten zu einem solchen Spezialkoffer
können aus der eingangs genannten Patentveröffentlichung
EP 1 848 874 A1 entnommen werden.
[0029] Details dieses Spezialkoffers 11 werden hier nur soweit erläutert, wie dieses zum
Verständnis der Erfindung erforderlich ist. Der Spezialkoffer 11 weist eine eingebaute
Sicherheitsschaltung und eine Schutzvorrichtung auf. Sicherheitsschaltung und Schutzvorrichtung
bilden zusammen ein intelligentes Schutzsystem zum Schutz der Wertgegenstände 13 gegen
unbefugte Entnahme und/oder Manipulation. Bei einer nicht statthaften Manipulation
am Spezialkoffer 11 werden die darin befindlichen Wertgegenstände 13 automatisch neutralisiert
bzw. in einen Zustand gebracht, in dem sie für Unbefugte keinen Wert mehr haben. Dieses
geschieht, indem ein fliessfähiger Stoff, beispielsweise eine Art Tinte, aus einem
Tintenmodul abgegeben wird, der die in einer durchlässigen Siegeltasche aufgenommenen
Wertgegenstände 13 färbt. Das Tintenmodul ist Teil der Schutzvorrichtung des Spezialkoffers
11.
[0030] Wird als Innenverpackung 10 eine Kassette oder Dose verwendet, die nicht fluiddurchlässig
ist, so kann diese Kassette oder Dose in gleicher Weise mit einem Schutzsystem einschliesslich
eines Tintenmoduls versehen sein wie der erwähnte Spezialkoffer 11.
[0031] Als Schutzmassnahme für die Wertgegenstände kann anstelle von oder zusätzlich zu
dem beschriebenen Tintenmodul auch eine Zündvorrichtung vorhanden sein, die bei einer
nicht statthaften Manipulation des Spezialkoffers 11 ausgelöst wird, um die Innenverpackung
10 zu schmelzen und dadurch die Wertgegenstände 13 zu neutralisieren oder zu entwerten.
Diese Schutzmassnahme eignet sich insbesondere dann, wenn die Innenverpackung 10 nicht
oder schlecht fluiddurchlässig ist.
[0032] Generell sind als Aussenverpackungen verschiedene Arten von Gebinden geeignet, sofern
sie ein Schutzsystem mit eingebauter Intelligenz in Kombination mit einer Schutzvorrichtung
haben, die dazu geeignet ist, die Wertgegenstände 13 zu schützen. Ein weiteres Beispiel
für eine solche Aussenverpackung ist der eingangs genannten Patentveröffentlichung
EP 1 797 269 A1 zu entnehmen.
[0033] Es werden nun in dieser speziellen Ausführungsform von dem Computer 30, vorzugsweise
unter Zuhilfenahme einer geeigneten Cash-Center-Software, Transportdaten erstellt,
die in Fig. 1A mit TD bezeichnet sind. Diese Transportdaten TD werden von dem Computer
30 an einen weiteren, tragbaren Computer 20 übermittelt. Dieses ist in Fig. 1A mit
einem Doppelpfeil 31 angedeutet. Die Übermittlung der Transportdaten TD erfolgt vorzugsweise
kabellos, zum Beispiel mittels Infrarot- (IR) oder Radiofrequenz- (RF) Übertragung.
[0034] Als tragbarer Computer 20 kann zum Beispiel ein PDA, ein Notebook-Computer oder ein
anderes intelligentes Kommunikationssystem dienen. Es ist aber auch denkbar, ein speziell
ausgestattetes Mobiltelefon einzusetzen. Wie erwähnt, kann auch der tragbare Computer
20 den Computer 30 ersetzen.
[0035] Nun erfolgt der eigentliche Transport der in der Aussenverpackung bzw. im Spezialkoffer
11 befindlichen Wertgegenstände 13. Typischerweise erfolgt dieser Transport in einem
Fahrzeug. In Fig. 1B ist dieser Transport durch einen Pfeil T im oberen Bildbereich
angedeutet. Im Fahrzeug wird die Transportverpackung bzw. Aussenverpackung bzw. der
Spezialkoffer 11 vorzugsweise in einer Lagereinrichtung wie zum Beispiel einem Regal
temporär gelagert und durch eine Interlocking-Vorrichtung fixiert bzw. gesichert.
[0036] Der tragbare Computer 20 wird auch zum Kunden transportiert, im Allgemeinen zusammen
mit den Wertgegenständen 13. Er kann aber auch auf andere Weise zum Kunden gelangen.
[0037] Beim Erreichen des Kunden oder beim Kunden wird eine zweite Kundenkennung K3 erfasst.
Dieser Vorgang ist in Fig. 1B oben links angedeutet. Die zweite Kundenkennung K3 wird
vorzugsweise mit dem tragbaren Computer 20 erfasst. Es kann sich auch hier, wie dargestellt,
um einen Barcode handeln, der vom tragbaren Computer 20 gelesen bzw. abgetastet wird.
Diese zweite Kundenkennung K3 kann zum Beispiel vom Kunden im Bereich einer Eingangstüre
angebracht sein. Es ist auch denkbar, dass die zweite Kundenkennung K3 von einem Mitarbeiter
des Kunden bereitgehalten wird.
[0038] Um das Gesamtsystem sicherer zu machen, kann der Kunde eine Kennung eingeben, zum
Beispiel eine PIN. Es ist auch eine Ausführungsform denkbar, bei der der Transportbegleiter
die Eingabe der Kundenkennung K3 durch Eingabe einer eigenen Kennung bestätigen muss.
[0039] Die zweite Kundenkennung K3 wird nun zusammen mit der ersten Kundenkennung K1 ausgewertet,
um festzustellen, ob die Lieferung am richtigen Ort bzw. beim richtigen Kunden angelangt
ist. Werden zwei identische Kundenkennungen K1 und K3 verwendet, dann kann die Auswertung
erfolgen, indem die erste Kundenkennung K1 und die zweite Kundenkennung K3 miteinander
verglichen werden. Bei Übereinstimmung der Kundenkennungen K1 und K3 geht der tragbare
Computer 20 davon aus, dass der richtige Kunde erreicht worden ist. Besser geeignet,
da sicherer, sind jedoch schlüsselbasierte Systeme, bei denen die beiden Kundenkennungen
K1 und K3 nur ausgewertet werden können, wenn man einen entsprechenden Schlüssel,
vorzugsweise einen kryptografischen Schlüssel, zur Anwendung bringt, oder wenn, wie
beschrieben, zusätzlich eine Kennung durch den Kunden und/oder den Transportbegleiter
eingegeben werden muss.
[0040] Falls die Auswertung der Kennungen K1 und K3 ergibt, dass man beim richtigen Kunden
angelangt ist, erfolgt die Freigabe der verwendeten Transportverpackung, im vorliegenden
Fall der Aussenverpackung bzw. des Spezialkoffers 11. Diese Freigabe kann auf verschiedene
Art und Weise erfolgen. So kann zum Beispiel die Interlocking-Vorrichtung im Fahrzeug
ein Freistellen bzw. Entriegeln der Aussenverpackung bzw. des Spezialkoffers 11 erst
dann erlauben, wenn die Auswertung der Kennungen K1 und K3 erfolgreich war, und/oder
eine Entschärfung des Schutzsystems der Aussenverpackung bzw. Spezialkoffers 11 kann
erst dann erfolgen, wenn die Auswertung der Kundenkennungen K1 und K3 erfolgreich
war.
[0041] In Fig. 1B wird die Freigabe zum Öffnen der Aussenverpackung bzw. des Spezialkoffers
11 wie folgt vorgenommen: Nachdem der tragbare Computer 20 die beiden Kundenkennungen
K1 und K3 ausgewertet hat und zu dem Schluss gekommen ist, dass es sich bei dem Kunden,
bei dem man sich befindet, tatsächlich um den zu beliefernden Kunden handelt, kann
über eine Schnittstelle 21 (IR oder RF), wie in Fig. 1B links unten gezeigt, die Aussenverpackung
bzw. der Spezialkoffer 11 entschärft werden. Rechts daneben ist gezeigt, dass sich
die Aussenverpackung bzw. der Spezialkoffer 11 nun öffnen lässt, ohne dass die eingebaute
Schutzvorrichtung des Schutzsystems ausgelöst wird, das heisst, ohne dass die Wertgegenstände
13 neutralisiert bzw. entwertet werden. Aus der geöffneten Aussenverpackung bzw. dem
geöffneten Spezialkoffer 11 lässt sich nun die Innenverpackung bzw. die Innentasche
10 entnehmen, wie dieses durch den Pfeil 22 angedeutet ist.
[0042] Anhand von Fig. 1B werden weitere Varianten des neuen Verfahrens und des neuen Gesamtsystems
erläutert. Ein Transportbegleiter kann eine eigene Begleiter-Kennung K4 haben. Diese
Begleiter-Kennung K4 kann zum Beispiel auf einer Chipkarte 23 aufgebracht oder in
dieser Chipkarte 23 gespeichert sein. Es kann sich aber auch, wie erwähnt, um eine
Kennung (zum Beispiel eine PIN) handeln, die der Transportbegleiter manuell eingibt.
Die Chipkarte 23 kann auch ein Foto des Transportbegleiters aufweisen und/oder mit
biometrischen Erkennungsmerkmalen des Transportbegleiters ausgestattet sein. Beim
Erreichen des Kunden oder beim Kunden kann der Transportbegleiter die Begleiter-Kennung
K4 mit dem tragbaren Computer 20 einlesen. In dieser Ausführungsform kann die Entschärfung
bzw. Freigabe der Transportverpackung, das heisst der scharfgeschalteten Aussenverpackung
bzw. des Spezialkoffers 11, erst dann erfolgen, wenn zusätzlich zum erfolgreichen
Auswerten der beiden Kundenkennungen K1 und K3 auch die richtige Begleiter-Kennung
K4 vorliegt.
[0043] Der Einsatz einer solchen Begleiter-Kennung K4 macht das Gesamtsystem sicherer, da
nur eine autorisierte Begleitperson den Transport ausführen und die Wertgegenstände
beim Kunden abliefern kann.
[0044] Bei der Aussenverpackung kann es sich um ein Aussengebinde in der Art des erwähnten
Spezialkoffers oder Behälters handeln, ausgeführt als Sicherheitskoffer oder Sicherheitsbehälter.
Die Wertgegenstände 13 können, wie schon beschrieben, zuerst in den Innenverpackungen
10 verpackt werden, beispielsweise in sogenannten Innentaschen 10. Als Innentaschen
kommen Sicherheitssäcke, auch Siegeltaschen, mit Laschen 10.1 und Klebestreifen 10.2
zum Einsatz, die zusammen einen Sicherheitsverschluss 10.1, 10.2 bilden, wie in Fig.
1A andeutungsweise dargestellt. Auch andersartige Sicherheitsverschlüsse sind denkbar.
Der Sicherheitsverschluss 10.1, 10.2 erlaubt es, den Sicherheitssack 10 nach dem Befüllen
einmalig zu verschliessen. Der Sicherheitsverschluss 10.1, 10.2 und der Sicherheitssack
10 sind so ausgelegt, dass eine nicht statthafte Manipulation oder das Öffnen der
Innenverpackung 10 sichtbare Spuren am Sicherheitssack hinterlässt.
[0045] Innenverpackungen 10 mit einem Sicherheitsverschluss 10.1, 10.2 in der Art solcher
Sicherheitssäcke sind Einwegverpackungen. Der Sicherheitsverschluss wirkt wie ein
Briefsiegel und kann keinesfalls zerstörungsfrei geöffnet werden. Durch den Einsatz
von Spezialplomben anstelle von Sicherheitsverschlüssen lassen sich auch Innenverpackungen
in der Art von Mehrwegverpackungen realisieren. Hierbei muss zum Öffnen die Spezialplombe
entfernt werden, aber die Innenverpackung selbst wird nicht zerstört.
[0046] Die Sicherheit auf dem Transport zwischen dem Cash-Center und dem Kunden kann durch
zusätzliche Sicherheitsmassnahmen im Cash-Center ergänzt werden. Dazu kann eine Überwachung
der Befüllung der Transportverpackung, insbesondere der Innenverpackung 10, stattfinden.
Besonders geeignet ist dieses, wenn die zu transportierenden Wertgegenstände 13 Geld
in Form von Banknoten oder Münzen sind. Im Cash-Center werden die Banknoten oder Münzen
üblicherweise durch Zählautomaten gezählt. Moderne Zählautomaten sind in der Lage,
Banknoten und Münzen bezüglich ihres Wertes zu erkennen und in einem Zählgang Banknoten
oder Münzen unterschiedlicher Werte zu zählen und deren Gesamtwert festzustellen.
Ein Zählautomat kann nun mit einer Halterung und Siegelvorrichtung für eine Siegeltasche,
das heisst eine Innenverpackung, versehen werden. Die Siegeltasche kann beispielsweise
unmittelbar unter einer Ausgabeöffnung des Zählautomaten in der Halterung angebracht
und befüllt werden. Nach dem Befüllen der Siegeltasche wird diese verschlossen, beispielsweise
zugeschweisst. Die Halterung und die Vorrichtung zum Verschliessen der Siegeltasche
sind so konzipiert, dass die Siegeltasche nur in verschlossenem Zustand aus der Halterung
entnommen werden kann. Es sind auch andere Sicherheitsmassnahmen bei der Befüllung
der Transportverpackung möglich, beispielsweise können Banknoten automatisch gezählt
und so gebündelt werden, dass keine Note aus dem Bündel entfernt werden kann. Das
Befüllen der Transportverpackung mit dem oder den Bündeln kann dann mit Hilfe einer
Kamera aufgezeichnet werden.
[0047] Die Verpackungskennung K2, mit der die Innenverpackung 10 versehen ist, kann vorzugsweise
nicht von der Innenverpackung 10 getrennt werden. Diese Verpackungskennung K2 kann
zum Beispiel bei Einwegverpackungen eine Identifikationsnummer sein, die einmalig
ist und bereits bei der Produktion auf- oder angebracht wurde. Um dem ganzen Ablauf
des neuen Verfahrens mehr Flexibilität zu geben und dadurch die Einsatzmöglichkeiten
zu erweitern, kann die Verpackungskennung K2 auch durch eine autorisierte Person vorgebbar
bzw. programmierbar sein. Damit ein solches programmierbares System sicher ist, werden
vorzugsweise Sicherheitsmassnahmen getroffen, damit nur die autorisierte Person eine
Änderung vornehmen kann oder eine Verpackungskennung K2 vorgeben kann. Vorzugsweise
wird die Verpackungskennung K2 auch durch den Computer 30 erzeugt. Die Cash-Center-Software,
die auf diesem Computer 30 installiert ist, kann entsprechende Module hierfür vorsehen.
[0048] Wird auf eine Innenverpackung verzichtet und eine Transportverpackung benutzt, die
nur durch eine Aussenverpackung gebildet ist, so ist die Verpackungskennung K2 der
Aussenverpackung bzw. dem Spezialkoffer 11 zugeordnet. In diesem Fall kann die Verpackungskennung
K2 an der Aussenverpackung bzw. Spezialkoffer 11 befestigt werden, zum Beispiel durch
Kleben, oder die Sicherheitsschaltung der Aussenverpackung bzw. des Spezialkoffers
11 kann die Verpackungskennung K2 speichern. Die Sicherheitsschaltung des Spezialkoffers
11 kann zum Beispiel auch ein RF-ID-Tag aufweisen, die vom Computer 30 oder vom Computer
20 mit der Verpackungskennung K2 programmiert werden kann.
[0049] Werden sowohl eine Innenverpackung 10, als auch eine Aussenverpackung in Form eines
Spezialkoffers 11 benutzt, so kann, wie weiter oben mit Bezug auf Fig. 1A beschrieben,
die Verpackungskennung K2 nur der Innenverpackung 10 zugeordnet sein. Es kann aber
auch sowohl der Innenverpackung, als auch der Aussenverpackung eine Verpackungskennung
zugeordnet sein. Hierbei können entweder die Innenverpackung und die Aussenverpackung
die gleiche Verpackungskennung K2 tragen, oder die Innenverpackung und die Aussenverpackung
tragen unterschiedliche Verpackungskennungen.
[0050] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung sind Kennungen besonders geeignet,
die einfach in einen Computer eingelesen werden können. Aus diesem Grunde wird im
vorliegenden Zusammenhang einem Barcode, das heisst einem Strichcode, oder einem RF-ID-Tag
der Vorzug gegeben. Zur Erhöhung der Sicherheit sollte mindestens ein Teil der Kennungen
ausschliesslich maschinenlesbar und in jedem Fall nicht durch menschliche Sinnesorgane
erfassbar sein.
[0051] Die Kundenkennungen K1, K3 werden bei Bedarf erzeugt und die Kundenkennung K3 wird
dem Kunden übermittelt. Bei der Kundenkennung K3 kann es sich alternativ um eine Kundenkennung
K3 handeln, die zum Beispiel einer Art Streichliste entnommen wird. In diesem Fall
bekommt der Kunde von Zeit zu Zeit eine Liste 40, wie in Fig. 2 gezeigt, mit einer
Vielzahl von Kundenkennungen K3. Es ist auch möglich, die Kundenkennung K1 bzw. K3
durch einen geeigneten Algorithmus bei Bedarf sowohl im Cash-Center als auch beim
Kunden automatisch zu generieren. In diesem Fall muss keine Kundenkennung K3 zum Kunden
übertragen werden, sondern es reicht aus, wenn der Kunde mittels einer auf einem Rechner
installierten Anwendungssoftware (Client-Software) oder mit einem separaten Gerät,
zum Beispiel einem Kartenleser in Kombination mit einer Chipkarte (SmartCard), die
Kundenkennung K3 erzeugen kann.
[0052] Um ein Fälschen, Ändern oder Beeinflussen der Kundenkennungen K1, K3 zu unterbinden,
werden die Kundenkennungen K1, K3 vorzugsweise als Barcode bereitgestellt oder in
einem RF-ID-Tag als Kennung implementiert. In einer einfacheren Ausführungsform handelt
es sich bei den Kundenkennungen um eine alphanumerische Zeichenfolge. Es ist auch
möglich, eine Kombination aus einem Barcode mit einem RF-ID-Tag zu verwenden, wie
sie zum Beispiel unter dem Namen GemWave™ RFID angeboten wird. Auch denkbar ist die
Verwendung einer maschinenlesbaren Kennung in Kombination mit einer PIN oder dergleichen,
die durch eine Person eingegeben werden kann.
[0053] Bei denjenigen Ausführungsformen, bei denen die Kundenkennung K3 an den Kunden übermittelt
wird, kann diese Übermittlung über ein Netzwerk oder eine dedizierte Verbindung erfolgen.
Die Übermittlung kann verschlüsselt erfolgen. Es ist auch denkbar, zum Beispiel per
SMS, E-Mail, Fax oder Telefon zu übermitteln. Der Kunde kann einen Barcode-Drucker
haben, auf dem die Kundenkennung K3 ausgedruckt wird, oder der Kunde kann einen Rechner
mit Sender haben, um ein RF-ID-Tag zu programmieren.
[0054] Diese Sicherheitsmassnahmen sind wichtig, da nur durch das Auswerten der ersten Kundenkennung
K1 und der zweiten Kundenkennung K3 sichergestellt werden kann, dass der richtige
Kunde beliefert wird.
[0055] Je nach Ausführungsform ist es wichtig, dass Dritte keinen Zugang zu den Kundenkennungen
K1 und/oder K3 haben. Kommt jedoch ein Gesamtsystem zur Anwendung, bei dem die Auswertung
der beiden Kundenkennungen K1 und K3 an weitere Konditionen geknüpft ist, wie zum
Beispiel das Vorhandensein eines zugehörigen Schlüssels oder das Vorgeben mindestens
einer weiteren Kennung, dann ist es weniger wichtig, die Kundenkennungen K1 und K3
für Dritte unzugänglich zu halten. Dies ist besonders dann der Fall, wenn zusätzlich
zum erfolgreichen Auswerten der beiden Kundenkennungen K1 und K3 auch die richtige
Begleiter-Kennung K4 vorliegen muss, wie weiter oben beschrieben.
[0056] Durch das Verwenden geeigneter Kennungen und durch den Einsatz spezieller Hard- und
Software kann eine lückenlose Kette zwischen dem Cash-Center und dem Kunden aufgebaut
werden. Einerseits erlaubt das erfindungsgemässe Verfahren und die zugehörige Hard-
und Software, die verschiedensten Schritte abzusichern, und anderseits wird das Aufzeichnen
der einzelnen Schritte ermöglicht. Dieses Aufzeichnen kann erfolgen, um die einzelnen
Abläufe zu dokumentieren und zu speichern. Diese Abläufe werden in einer bevorzugten
Ausführungsform im Cash-Center aufgezeichnet und dokumentiert. Zu diesem Zweck werden
Informationen aus dem tragbaren Computer 20 wieder an den Computer 30 übertragen,
sobald der Transport abgeschlossen ist.
[0057] Es ist auch möglich, eine Track-und-Trace-Funktion zu realisieren, wie sie aus dem
Bereich der Logistik bekannt ist. Damit kann man zum Beispiel stets nachvollziehen,
wo sich eine Transportverpackung befindet.
[0058] Um die Sicherheit beim Transport der Wertgegenstände weiter zu erhöhen, können eine
Reihe von zusätzlichen Massnahmen getroffen werden.
[0059] Vorzugsweise wird vor dem Transport zum Kunden ein Zeitfenster (Gesamtzeit genannt)
vorgegeben. Dieses Zeitfenster kann in das Innengebinde (Innentasche, Geldkassette
oder dergleichen) oder, bevorzugt, in das Aussengebinde, zum Beispiel in den Spezialkoffer
11, und/oder an den tragbaren Computer 20 übergeben werden. Durch ein geeignetes Festlegen
des Zeitfensters können zahlreiche Manipulationen oder Fehlhandlungen ausgeschlossen
werden, wie anhand eines Beispiels erläutert wird. Vor dem Transport von Wertgegenständen
wird eine Route für den Transportverlauf festgelegt. Dieses geschieht durch die Cash-Center-Software
auf dem Rechner 30. Nach dem Abpacken einer gewünschten Menge der zu transportierenden
Wertgegenstände 13 wird der Spezialkoffer 11 scharfgeschaltet. Ausserdem wird ihm
ein Zeitfenster vorgegeben. Ab diesem Moment lässt sich der Spezialkoffer 11 nur entschärfen
und damit in einen Zustand bringen, in dem er ohne Zerstörung der Wertgegenstände
geöffnet werden kann, wenn das Entschärfen innerhalb des Zeitfensters vorgenommen
wird. Gelangt der Spezialkoffer 11 zum Beispiel nicht innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters
zu dem Kunden, so kann er nicht mehr durch den Transportbegleiter und/oder den Kunden
entschärft werden. In einem solchen Fall muss der Spezialkoffer 11 von einer autorisierten
Person erst wieder neu aufgesetzt bzw. neu programmiert werden.
[0060] Es kann alternativ oder zusätzlich eine sogenannte Gehsteig-Zeit vorgegeben werden.
Gelangt die Transportverpackung nicht innerhalb der Gehsteig-Zeit zum Fahrzeug, oder
vom Fahrzeug zum Kunden, so kann die Neutralisierung der Wertgegenstände ausgelöst
oder mindestens das Entschärfen des Koffers mittels des tragbaren Computers 20 unterbunden
werden.
[0061] Weiterhin kann man eine Pufferzeit vorgeben. Wird die Transportverpackung einmal
geschlossen und scharfgeschaltet, so kann diese nicht mehr geöffnet werden, solange
die Pufferzeit noch nicht verstrichen ist.
[0062] In Kombination mit einem Spezialfahrzeug kann das Gesamtsystem weiter ausgestaltet
werden, um zusätzliche Sicherheiten zu bieten.
[0063] Eine Aussenverpackung kann nach dem Einfüllen der Wertgegenstände und dem Scharfstellen
in das Fahrzeug gebracht und dort elektromechanisch im Fahrzeug fixiert bzw. verriegelt
werden. Diese Verriegelung kann mit dem weiter oben erwähnten, vorzugsweise elektromechanischen,
Interlocking-System vorgenommen werden, wobei die Aussenverpackung nur aus dem Fahrzeug
entnehmbar ist, wenn vom Interlocking-System eine Freistellung bzw. Entriegelung erfolgt.
[0064] Die Verriegelung im Fahrzeug kann mit einem programmierbaren Zeitfenster, das nicht
mit dem Zeitfenster (Gesamtzeit) der Transportverpackung identisch sein muss, versehen
sein. Das programmierbare Zeitfenster kann unter Berücksichtigung der Transportroute
so eingestellt werden, dass die Aussenverpackung nur innerhalb eines gewissen Zeitraums
überhaupt wieder aus dem Fahrzeug entriegelt und freigegeben werden kann.
[0065] Die Verriegelung im Fahrzeug kann auch mit einem programmierbaren Wegfenster versehen
sein. Dieses programmierbare Wegfenster ist mit dem Kilometerzähler des Fahrzeugs
oder mit einem GPS-System gekoppelt und kann unter Berücksichtigung der Transportroute
so eingestellt werden, dass die Aussenverpackung nur dann entriegelt und freigegeben
werden kann, wenn der vom Fahrzeug zurückgelegte Weg innerhalb des Wegfensters liegt,
oder wenn das Fahrzeug sich dem Ziel nähert oder dort angelangt ist.
[0066] Statt dem oder zusätzlich zum programmierbaren Zeitfenster und/oder Wegfenster kann
das Freistellen bzw. Entriegeln vom Fahrzeug zum Beispiel auch davon abhängig gemacht
werden, dass eine Kundenkennung dem Fahrzeug und/oder der Aussenverpackung übermittelt
wird. Dieses kann zum Beispiel mit dem tragbaren Computer 20 erfolgen.
[0067] Im Zusammenhang mit dem für den Transport benutzten Fahrzeug kann die Sicherung der
Wertgegenstände weiterhin dadurch erhöht werden, dass bei einem Unfall bzw. einer
Prallwirkung auf das Transportfahrzeug und/oder bei hohen Temperaturen infolge eines
Brandes die Freistellung bzw. Entriegelung der Transportverpackung verunmöglicht wird.
[0068] Besonders geeignet ist ein Transportfahrzeug, das ein SMS-Modul umfasst. Dieses SMS-Modul
kann entweder in einer Notsituation oder beim Auftreten besonderer Ereignisse eine
SMS aussenden, die zum Beispiel im Cash-Center eine Reaktion auslösen kann. Besonders
bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der das SMS-Modul in einem vorgegebenen Zeittakt
Signale an eine Zentrale sendet. Bleibt das Senden eines Signals aus, oder treten
sonstige Unstimmigkeiten auf, so kann eine Reaktion ausgelöst werden. Eine mögliche
Reaktion ist das Sperren des tragbaren Computers 20, um zu verhindern, dass dieser
manipuliert wird, um die Transportverpackung zu öffnen.
[0069] Das erfindungsgemässe Gesamtsystem umfasst Hard- und Softwarekomponenten, wie im
Zusammenhang mit den verschiedenen Ausführungsformen beschrieben würde. Je nach Ausgestaltung
des Gesamtsystems gibt es zwei oder mehr Softwarekomponenten. Eine der Softwarekomponenten
(Cash-Center-Software) befindet sich auf einem Computer im Cash-Center, oder auf einem
Computer, der über ein Netzwerk mit dem Cash-Center verbunden ist. Eine weitere Softwarekomponente
befindet sich in dem tragbaren Computer 20. Eventuell hat auch der Kunde eine noch
weitere Software komponente (Client-Software).
[0070] Die Sicherheit des Gesamtsystems kann weiter verbessert werden, wenn der Transportbegleiter
beim Eintreffen beim Kunden nicht nur die beim Kunden vorhandene Kundenkennung K3,
sondern auch eine persönliche Begleiter-Kennung K4 aufnimmt. Zu diesem Zweck kann
der Transportbegleiter einen Badge, einen Barcode, ein RF-ID-Tag oder eine Chipkarte
(Verification Card) bei sich tragen, wie weiter oben beschrieben. Die Begleiter-Kennung
K4 kann vor jedem Transport neu ausgegeben werden, um dem Gesamtsystem zusätzliche
Sicherheit zu verleihen.
[0071] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird eine Echtzeitüberwachung aufgebaut,
die jeden einzelnen Schritt überwacht und prüft. Werden Unstimmigkeiten, wie Abweichungen
von einer vorgegebenen Route oder Abweichungen vom Zeitplan festgestellt, so können
geeignete Massnahmen ergriffen werden. Bei einem solchen Gesamtsystem mit Echtzeitüberwachung
kommt ein Zentralrechner zum Einsatz, der Informationen über die einzelnen Schritte
sammelt und auswertet. Zu diesem Zweck sendet entweder der Computer 30 im Cash-Center
oder der tragbare Computer 20 Informationen an den Zentralrechner. Dieses geschieht
vorzugsweise, wenn der Transport vorbereitet wird oder beginnt. Dann kann ein Computer
beim Kunden und/oder der tragbare Computer 20 bei der Ankunft beim Kunden weitere
Informationen an den Zentralrechner liefern. So kann Schritt für Schritt der Ablauf
protokolliert, aber auch überprüft werden. Werden Unstimmigkeiten oder andere Auffälligkeiten
erkannt, so kann der Zentralrechner den tragbaren Computer 20 blockieren. Dadurch
kann das Auswerten und Freigeben der Lieferung beim Kunden unterbunden oder gestoppt
werden.
[0072] Durch den Einsatz eines Zentralrechners, ggf. auch einer Kombination aus mehreren
verknüpften Rechnern, kann ein automatisches Verfolgen und Nachverfolgen der Wertgegenstände
ermöglicht werden. Dem Zentralrechner ist jederzeit bekannt, auf welchem Abschnitt
der Transportkette sich die Wertgegenstände befinden bzw. befanden.
[0073] Es gibt verschiedene Kommunikationskanäle, die im Zusammenhang mit der Erfindung
zum Einsatz kommen. Im Folgenden werden zuerst einige generell gültige Aussagen getroffen,
die für alle diese Kommunikationskanäle gelten, und anschliessend werden spezifische
Eigenschaften der einzelnen Kommunikationskanäle beschrieben.
[0074] Es liegt auf der Hand, dass man für die Kommunikationskanäle Standardkomponenten
und standardisierte Protokolle verwenden kann. Dieses führt zu reduzierten Systemkosten
und zu einer erhöhten Kompatibilität der einzelnen Komponenten. Ausserdem sind die
Handhabung und Reparaturen unter Umständen weniger aufwändig. Diese Vorteile können
aber je nach System auch einige Nachteile mit sich bringen. Verwendet man zum Beispiel
einen RS232-Link oder einen IR-Link, so ist es für Dritte unter Umständen möglich,
mit systemfremden Geräten die Kommunikation zu beeinflussen oder zumindest abzuhören.
Ausserdem kann die Kommunikation eventuell gezielt gestört werden, um so eine Sicherheitslücke
zu erzeugen.
[0075] Wichtig ist, dass das Gesamtsystem keine dauernde Netzwerk- oder sonstige Kommunikationsverbindung
braucht. Die einzelnen Komponenten sind im Wesentlichen autark. Besonders bevorzugt
sind Ausführungsformen, die sich verschiedener Kommunikationskanäle bedienen. Dadurch
sind die Manipulations- und Abhörmöglichkeiten für unbefugte Dritte stark eingeschränkt.
[0076] Zwischen dem tragbaren Computer 20 und der Transportverpackung (zum Beispiel dem
Spezialkoffer 11) wird vorzugsweise ein IR- oder RF-Link verwendet. Die Verbindung
zwischen dem Computer 30 im Cash-Center und dem Kunden erfolgt, wie erwähnt, vorzugsweise
über ein Netzwerk oder eine Telefon-, Fax-, bzw. Mobilfunkverbindung. Besonders bevorzugt
ist eine GPRS- (General Packet Radio Service) oder eine UMTS-Verbindung zu dem tragbaren
Computer 20.
1. Verfahren zum sicheren Transportieren mit einem flexiblen Gesamtsystem mit autarken
Komponenten, von Wertgegenständen (13) zu einem Kunden, mit folgenden Schritten:
- Abpacken einer bekannten Menge der zu transportierenden Wertgegenstände (13) in
einer Transportverpackung (10, 11), die eine Sicherheitsschaltung und ein Schutzsystem
umfasst, um die Wertgegenstände bei unstatthafter Manipulation an der Transportverpackung
(10, 11) zu entwerten,
- Scharfschalten des Schutzsystems der Transportverpackung (10, 11),
- Vorgeben einer ersten Kundenkennung (K1) des mit den zu transportierenden Wertgegenständen
(13) zu beliefernden Kundens,
- Transportieren der Wertgegenstände (13) in der Transportverpackung (10, 11) zum
Kunden und
- mit Hilfe eines autarken, tragbaren, mit den Wertgegenständen (13) transportierten
Computers (20), vorzugsweise eines PDAs,
- die erste Kundenkennung (K1) aufgenommen und/oder erfasst wird und
- eine Verpackungskennung (K2) der Transportverpackung (10, 11) erfasst wird und
- eine zweite Kundenkennung (K3) beim Kunden erfasst wird und
- die erste Kundenkennung K(1) und die zweite Kundenkennung (K3) ausgewertet wird
und
- eine Kommunikationsverbindung, vorzugsweise einer IR-Verbindung, mit der Sicherheitsschaltung
der Transportverpackung (10, 11) aufgebaut wird, um diese in einen nicht scharfgeschalteten
Zustand zu überführen und dadurch freizugeben, wenn das Auswerten der Kundenkennungen (K1, K3) dieses zulässt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch mindestens einen der folgenden weiteren Schritte,
- Vorgeben der ersten Kundenkennung (K1) durch einen Computer (30),
- Erfassen der Verpackungskennung (K2) der Transportverpackung durch den Computer (30),
- Übertragen der ersten Kundenkennung (K1) vom Computer (30) an den tragbaren Computer
(20).
3. Verfahren nach Anspruch 2,
gekennzeichnet durch folgende weitere Schritte:
- Erstellung von Transportdaten (TD), vorzugsweise durch den Computer (30), und
- Aufnehmen der Transportdaten (TD) durch den tragbaren Computer (20).
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Kombination aus
- einer Innenverpackung (10), beispielsweise einer Innentasche, vorzugsweise einer
Siegeltasche, und
- einer Aussenverpackung (11), beispielsweise einem Spezialkoffer, als Transportverpackung
dient.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Freigeben der verwendeten Transportverpackung die Innenverpackung (10) mit
den Wertgegenständen (13) aus der Aussenverpackung (11) entnommen und die Verpackungskennung
(K2) in einem Kundencomputer und/oder dem tragbaren Computer (20) erfasst wird.
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Kundenkennung (K3) von einem Zentralrechner, vorzugsweise von dem Computer
(30), an den Kunden übermittelt wird, wobei die Übermittlung vorzugsweise täglich
oder bei Bedarf erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Übermittlung der zweiten Kundenkennung (K3) per Fax und/oder E-Mail und/oder
SMS und/oder telefonisch erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die erste Kundenkennung (K1) und/oder die Verpackungskennung (K2) durch Einlesen
in den Computer (30) bereitgestellt wird, wobei vorzugsweise eine Leseeinheit (14)
zum Einsatz kommt, die mit dem Computer (30) verbindbar ist, oder
- die erste Kundenkennung (K1) und/oder die Verpackungskennung (K2) durch Einlesen
in den tragbaren Computer (20) bereitgestellt wird, wobei dieser vorzugsweise eine
entsprechende Leseeinheit umfasst.
9. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Transportdaten (TD) mindestens folgende Informationen enthalten:
- Die erste Kundenkennung (K1),
- die Verpackungskennung (K2).
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzsystem der Transportverpackung (10,11) nach dem Abpacken der zu transportierenden
Wertgegenstände (13) scharfgeschaltet wird oder sich selbsttätig scharfschaltet.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Abpacken die Sicherheitsschaltung der Transportverpackung (10, 11) für den Transport
programmiert wird, wobei diese Programmierung vorzugsweise unter Zuhilfenahme des
tragbaren Computers (20) ausgeführt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Programmieren einer oder mehrere der folgenden Parameter vorgegeben werden:
- Eine Gehsteigzeit,
- eine Gesamtzeit,
- eine Pufferzeit,
- Verpackungskennungen (K3) der in der Aussenverpackung (11) verwendeten Innenverpackungenen
(11).
13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Programmieren einer Transportverpackung (10, 11) nur möglich ist, wenn ein Schlüssel,
vorzugsweise ein kryptografischer Schlüssel, eingegeben wird.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportverpackung (10, 11) zu einem Fahrzeug gebracht und dort in einer Lagereinrichtung
mit einem Interlocking-System verriegelt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportverpackung (10, 11) nur aus der Lagereinrichtung entnommen werden kann,
wenn sie vom Interlocking-System mittels des tragbaren Computers (20) freigestellt
wird.
16. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportverpackung (10, 11) von dem Fahrzeug zu dem Kunden gebracht wird und
dort erst geöffnet oder entschärft werden kann, nachdem das Freigeben der verwendeten
Transportverpackung (10, 11) erfolgt ist.
17. Flexibles Gesamtsystem mit autarken Komponenten zum sicheren Transportieren von Wertgegenständen
(13) zu einem Kunden, folgende Komponenten umfassend:
- Eine Transportverpackung (10, 11) zum Befüllen mit den Wertgegenständen (13), die
beim Transport in einem scharfgeschalteten Zustand ist, mit einer Sicherheitsschaltung
und einem Schutzsystem für die Wertgegenstände (13), um im scharfgeschalteten Zustand
bei einem unstatthaften Manipulieren der Transportverpackung (10, 11) die Wertgegenstände
(13) zu neutralisieren,
- Mittel zum Vorgeben einer ersten Kundenkennung (K1) des mit den zu transportierenden
Wertgegenständen (13) zu beliefernden Kunden und
- einen autarken, tragbaren Computer (20), vorzugsweise eines PDAs, der mit den Wertgegenständen
(13) transportierbar und dazu ausgelegt ist,
- die erste Kundenkennung (K1) aufzunehmen und/oder zu erfassen und
- eine Verpackungskennung (K2) der Transportverpackung (10, 11) zu erfassen und
- beim Kunden eine zweite Kundenkennung (K3) zu erfassen und
- die erste Kundenkennung (K1) und die zweite Kundenkennung (K3) auszuwerten und
- eine Kommunikationsverbindung, vorzugsweise eine IR-Verbindung, mit der Sicherheitschaltung
der Transportverpackung (10, 11) aufzubauen, um diese in einen nicht armierten Zustand
zu überführen und dadurch freizugeben, wenn das Auswerten der ersten Kundenkennung (K1) und der zweiten Kundenkennung
(K3) dieses zulässt.
18. Gesamtsystem nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, dass es einen Computer (30) umfasst, zum
- Vorgeben der ersten Kundenkennung (K1),
- Erfassen der Verpackungskennung (K2) der Transportverpackung (10, 11),
- Übertragen der ersten Kundenkennung (K1) an den tragbaren Computer (20).
19. Gesamtsystem nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Computer (30) dazu ausgebildet ist, Transportdaten (TD) zu erstellen und an den
tragbaren Computer (20) zu übertragen.
1. Method for the secure transportation of valuable objects (13) to a customer by using
a flexible overall system with independent components with the following steps:
- Packing a known quantity of valuable objects (13) to be transported in a transport
packaging (10, 11), comprising a protection circuit and a protective system for devaluing
the valuable objects in the event of unauthorised manipulation of the transport packaging
(10, 11)
- Arming the protective system for the transport packaging (10, 11),
- Presetting a first customer code (K1) for the customer taking delivery of the valuable
objects (13) being transported,
- Transporting the valuable objects (13) in the transport packaging (10, 11) to the
customer and
- Using an independent, portable computer (20), preferably a PDA, transported with
the valuable objects (13), for
- recording and/or registering the first customer code (K1) and
- recording a package code (K2) for the transport packaging (10, 11) and
- recording a second customer code (K3) with the customer
- evaluating the first customer code (K1) and the second customer code (K3) and
- establishing a communication link, preferably an IR connection, with the protective
circuit of the transport packaging (10, 11) in order to switch it into an unarmed
state and therefore enable it when an evaluation of the customer codes (K1, K3) permits
this.
2. Method in accordance with Claim 1,
characterised by at least one of the following steps,
- Presetting the first customer code (K1) by a computer (30)
- Recording of the package code (K2) of the transport packaging by the computer (30),
- Transmitting the first customer code (K1) from the computer (30) to the portable
computer (20).
3. Method in accordance with Claim 2,
characterised by the following further steps:
- Preparation of transportation data (TD), preferably by the computer (30), and
- Recording of the transportation data (TD) by the portable computer (20).
4. Method in accordance with Claim 1,
characterized in that a combination consisting of
- an inner package (10), for example an inner bag, preferably a sealed bag, and
- an outer package (11), for example a special case, serves as transport packaging.
5. Method in accordance with Claim 4, characterized in that the inner package (10) with the valuable objects (13) is taken from the outer package
(11) being employed once the transport packaging has been disarmed and the package
code (K2) is registered in a customer computer and/or the portable computer (20).
6. Method in accordance with Claim 2, characterized in that the second customer code (K3) is transmitted to the customer from a main computer,
preferably from the computer (30), with the transmission preferably occurring daily
or as required.
7. Method in accordance with Claim 6, characterized in that the second customer code (K3) is transmitted by fax and/or e-mail and/or SMS and/or
by telephone.
8. Method in accordance with Claim 2, characterized in that the first customer code (K1) and/or the package code (K2) is made available by importing
it into the computer (30), preferably with a reader unit (14) being employed, which
can be connected to the computer (30), or the first customer code (K1) and/or package
code (K2) is made available by importing it into the portable computer (20), which
preferably comprises a corresponding reader unit (14).
9. Method in accordance with Claim 3,
characterized in that the transportation data (TD) contains at least the following information:
- the first customer code (K1),
- the package code (K2).
10. Method in accordance with any one of the previous claims, characterized in that the protective system for the transport packaging (10, 11) of the valuable objects
(13) for transportation is armed or is armed automatically.
11. Method according to any one of the previous claims, characterized in that the protective circuit of the transport packaging (10, 11) for transportation is
programmed during packaging, this programming preferably being undertaken with the
aid of the portable computer (20).
12. Method in accordance with Claim 11,
characterized in that one or a plurality of the following parameters are preset during programming:
- a sidewalk time,
- a total time,
- buffer time,
- package codes (K3) for the inner packages (11) used in the outer package (11).
13. Method in accordance with Claim 11, characterized in that programming of a transport package (10, 11) is only possible when a code, preferably
a cryptographic code, is entered.
14. Method in accordance with any one of the previous claims, characterized in that the transport packaging (10, 11) is taken to a vehicle and is locked in a storage
facility with an interlocking system.
15. Method in accordance with Claim 14, characterized in that the transport packaging (10, 11) can only be removed from the storage facility when
it is disarmed by the interlocking system by means of the portable computer (20).
16. Method in accordance with Claim 14, characterized in that the transport packaging (10, 11) is taken from the vehicle to the customer and can
only be opened or disarmed there when the transport packaging (10, 11) has been disarmed.
17. Flexible overall system with independent components for the secure transportation
of valuable objects (13) to a customer, comprising the following components:
- a transport packaging (10, 11) for filling with the valuable objects (13), which
is in an armed state during transportation, with a protective circuit and a protection
system for the valuable objects (13) in order to neutralise the valuable objects (13)
in the armed state in the event that the transport packaging (10, 11) is manipulated
without authority,
- means for pre-setting a first customer code (K1) for the customer taking delivery
of the valuable objects (13) to be transported and
- an independent, portable computer (20), preferably a PDA, that can be transported
with the valuable objects (13) and is designed
- to record and/or register the first customer code (K1) and
- to record a package code (K2) of the transport packaging (10, 11) and
- to record a second customer code (K3) with the customer and
- to evaluate the first customer code (K1) and the second customer code (K3) and
- to establish a communication link, preferably an IR connection, with the protective
circuit of the transport packaging (10, 11) in order to switch this into a disarmed
state and open it when permitted by the evaluation of the first customer code (K1)
and the second customer code (K3).
18. Overall system according to Claim 17,
characterized in that it comprises a computer (30) for
- presetting the first customer code (K1),
- recording the package code (K2) of the transport packaging (10, 11),
- transmitting the first customer code (K1) to the portable computer (20).
19. Overall system according to Claim 18, characterized in that computer (30) is developed to prepare transportation data (TD) and transmit them
to the portable computer (20).
1. Procede de transport sûr, à l'aide d'un système complet flexible comportant des composants
autonomes, d'objets de valeur (13) vers un client, comportant les etapes suivantes
:
- conditionnement d'une quantite connue des objets de valeur (13) à transporter dans
un emballage de transport (10, 11) qui comprend un circuit de securite et un système
de protection pour devaluer les objets de valeur en cas de manipulation illicite de
l'emballage de transport (10, 11),
- armement du système de protection de l'emballage de transport (10, 11),
- specification d'une première identification de client (K1) du client auquel livrer
les objets de valeur (13) à transporter
- transport des objets de valeur (13) dans l'emballage de transport (10, 11) vers
le client et
- à l'aide d'un ordinateur (20) autonome portable transporte avec les objets de valeur
(13), de preference d'un assistant numerique,
- enregistrement et/ou saisie de la première identification de client (K1) et
- saisie d'une identification d'emballage (K2) de l'emballage de transport (10, 11)
et
- saisie d'une seconde identification de client (K3) chez le client, et
- evaluation de la première identification de client (K1) et de la seconde identification
de client (K3), et
- elaboration d'une liaison de communication, de preference d'une liaison IR, avec
le circuit de securite de l'emballage de transport (10, 11) pour le transferer dans
un etat non arme et de ce fait le liberer lorsque l'evaluation des identifications
de client (K1, K3) le permet.
2. Procede selon la revendication 1,
caracterise par au moins une des autres etapes suivantes :
- specification de la première identification de client (K1) par un ordinateur (30),
- saisie de l'identification d'emballage (K2) de l'emballage de transport par l'ordinateur
(30),
- transmission de la première identification de client (K1) de l'ordinateur (30) vers
l'ordinateur portable (20).
3. Procede selon la revendication 2,
caracterise par les autres etapes suivantes :
- elaboration de donnees de transport (TD), de preference par l'ordinateur (30), et
- enregistrement des donnees de transport (TD) par l'ordinateur portable (20).
4. Procede selon la revendication 1,
caracterise en ce qu'une combinaison
- d'un emballage interne (10), par exemple un sac interne, de preference un sac scelle,
et
- d'un emballage externe (11), par exemple une valise speciale, sert d'emballage de
transport.
5. Procede selon la revendication 4, caracterise en ce qu'après la liberation de l'emballage de transport utilise, l'emballage interne (10)
contenant les objets de valeur (13) est retire de l'emballage externe (11) et l'identification
d'emballage (K2) est saisie dans un ordinateur de client et/ou dans l'ordinateur portable
(20).
6. Procede selon la revendication 2, caracterise en ce que la seconde identification de client (K3) est transmise au client depuis un ordinateur
central, de preference depuis l'ordinateur (30), la transmission se faisant de preference
quotidiennement ou selon le besoin.
7. Procede selon la revendication 6, caracterise en ce que la transmission de la seconde identification de client (K3) se fait par telecopie
et/ou par courrier electronique et/ou par SMS et/ou par telephone.
8. Procede selon la revendication 2,
caracterise en ce que
- la première identification de client (K1) et/ou l'identification d'emballage (K2)
est mise à disposition par la lecture dans l'ordinateur (30), une unite de lecture
(14) qui peut être reliee à l'ordinateur (30) etant de preference utilisee, ou
- la première identification de client (K1) et/ou l'identification d'emballage (K2)
est mise à disposition par la lecture dans l'ordinateur portable (20), celui-ci comportant
de preference une unite de lecture correspondante.
9. Procede selon la revendication 3,
caracterise en ce que les donnees de transport (TD) contiennent au moins les informations suivantes :
- la première identification de client (K1),
- l'identification d'emballage (K2).
10. Procede selon l'une des revendications precedentes, caracterise en ce qu'après le conditionnement des objets de valeur (13) à transporter, le système de protection
de l'emballage de transport (10, 11) est arme ou s'arme automatiquement.
11. Procede selon l'une des revendications precedentes, caracterise en ce que lors de l'emballage, le circuit de securite de l'emballage de transport (10, 11)
est programme pour le transport, cette programmation etant de preference executee
à l'aide de l'ordinateur portable (20).
12. Procede selon la revendication 11,
caracterise en ce que lors de la programmation, on specifie un ou plusieurs des paramètres suivants :
- une duree sur trottoir,
- une duree totale,
- une duree intermediaire,
- des identifications d'emballage (K3) des emballages internes (10) utilises dans
l'emballage externe (11).
13. Procede selon la revendication 11, caracterise en ce que la programmation d'un emballage de transport (10, 11) est uniquement possible lorsqu'une
cle, par exemple une cle cryptographique, est entree.
14. Procede selon l'une des revendications precedentes, caracterise en ce que l'emballage de transport (10, 11) est amene dans un vehicule et y est verrouille
dans un dispositif de stockage comportant un système de verrouillage.
15. Procede selon la revendication 14, caracterise en ce que l'emballage de transport (10, 11) ne peut être retire du dispositif de stockage que
lorsqu'il est libere du système de verrouillage au moyen de l'ordinateur portable
(20).
16. Procede selon la revendication 14, caracterise en ce que l'emballage de transport (10, 11) est amene du vehicule au client et ne peut y être
ouvert ou desarme qu'après la liberation de l'emballage de transport (10, 11).
17. Système complet flexible, comportant des composants autonomes, de transport sûr d'objets
de valeur (13) vers un client, comportant les composants suivants :
- un emballage de transport (10, 11) à remplir avec les objets de valeur (13), qui
lors du transport se trouve dans un etat arme, avec un circuit de securite et un système
de protection des objets de valeur (13) pour neutraliser les objets de valeur (13)
lors d'une manipulation illicite de l'emballage de transport (10, 11) à l'etat arme,
- des moyens pour specifier une première identification de client (K1) du client auquel
livrer les objets de valeur transportes (13), et
- un ordinateur portable autonome (20), de preference un assistant numerique, qui
peut être transporte avec les objets de valeur (13) et est conçu pour
- enregistrer et/ou saisir la première identification de client (K1), et
- saisir une identification d'emballage (K2) de l'emballage de transport (10, 11),
et
- saisir chez le client une seconde identification de client (K3) et
- analyser la première identification de client (K1) et la seconde identification
de client (K3) et
- etablir une liaison de communication, de preference une liaison infrarouge, avec
le circuit de securite de l'emballage de transport (10, 11) pour transferer celui-ci
dans un etant non arme et le liberer de ce fait lorsque l'evaluation de la première
identification de client (K1) et de la seconde identification de client (K3) l'autorise.
18. Système complet selon la revendication 17,
caracterise en ce qu'il comprend un ordinateur pour
- specifier la première identification de client (K1),
- saisir l'identification d'emballage (K2) de l'emballage de transport (10, 11),
- transmettre la première identification de client (K1) à l'ordinateur portable (20).
19. Système complet selon la revendication 18, caracterise en ce que l'ordinateur (30) est conçu de façon à elaborer des donnees de transport (TD) et
à les transmettre à l'ordinateur portable (20).