[0001] Beispielsweise liefern Zylinderdrucksensoren wertvolle Daten über die Verbrennung
in Brennkraftmaschinen. Aus ihrem jeweiligen Druckverlauf können z.B. die zeitlich
umgesetzte Energiemenge sowie der Verbrennungsschwerpunkt eines Verbrennungsmotors
bestimmt werden. Auch für Kreisprozessrechnungen des Verbrennungsprozesses des jeweiligen
Verbrennungsmotors bildet der Zylinderdruck neben dem Kurbelwellenwinkel des Verbrennungsmotors
eine zentrale Eingangsgröße. Zum Beispiel bei 4-Takt Brennkraftmaschinen unterteilt
sich der Verbrennungs-/Kreisprozess in eine Hoch-/und eine Niederdruckschleife. Dies
veranschaulicht schematisch das p-V(Druck/Volumen) Diagramm von Figur 2. Dort sind
die Hochdruckschleife mit AS sowie die Niederdruckschleife mit LWS bezeichnet. Die
Hochdruckschleife AS setzt sich aus einer Arbeitskurve K1 für die Expansions- bzw.
Verbrennungsphase des Kreisprozesses sowie einer Teilkurve K2 zusammen, die die Kompressionsphase
des Kreisprozesses repräsentiert. Die Teilkurve K3 der Niederdruckschleife LWS repräsentiert
die Ausstoßphase des Kreisprozesses. Die Teilkurve K4 der Niederdruckschleife LWS
beschreibt das Verhalten der 4-Takt Verbrennungskraftmaschine während deren Ansaugtakts.
Die Hochdruckschleife AS und die Niederdruckschleife LWS unterscheiden sich voneinander
wesentlich im Druckniveau. Während die Niederdruckschleife LWS in einem Druckbereich
von etwa 1 bar liegt, kann die Hochdruckschleife AS im Extremfall bis auf dreistellige
Zahlenwerte für den Druck p gehen. Genau hierin liegt ein messtechnisches Problem.
Ausgeführt als Analogsensoren liefern Drucksensoren ein der physikalischen Größe,
d.h. dem Druck proportionales elektrisches Signal. Dieses elektrische Signal wird
von einer Elektronik (insbesondere einem Messwandler) in ein Spannungssignal umgewandet
und ggf. verstärkt. Das jeweils vom Drucksensor ausgegebene Spannungssignal liegt
dann innerhalb eines typischen Sensorausgangsspannungsbereichs z.B. zwischen 0 und
5 Volt. Dieses Spannungssignal wird vom Drucksensor zum Motorsteuergerät geführt und
dort von einem A/D-Wandler (Analog-Digital-Wandler) prozessorgerecht aufgearbeitet.
Üblicherweise werden 8, 10 oder 12 Bit Wandler je nach Genauigkeitsanforderung eingesetzt.
Höher auflösende Wandler werden aus EMV (elektromagnetische Verträglichkeit)-Gründen
in der Automobiltechnik kaum eingesetzt. Da der jeweilige Drucksensor zweckmäßigerweise
auf einen Druckbereich ausgelegt wird, der im jeweiligen Zylinder des Verbrennungsmotors
maximal auftreten kann, können niedrige Druckwerte nur grob wiedergegeben werden,
obwohl vom Sensorelement des Drucksensors eine höhere Auflösung bereitgestellt werden
könnte. Beispielsweise ergibt sich bei einem A/D-Wandler von 8 Bit, der damit 256
Messpunkte darstellen kann, und einem Ausgangsspannungsbereich für den Drucksensor
zwischen 0 und 5 Volt eine Auflösung von 5 Volt/256 = 19 mV. Demgegenüber weist das
Sensorelement des Drucksensors eine physikalisch kleinste Auflösung von beispielsweise
etwa 1 mV auf. Dies bedeutet, dass die Ausgangssignale des Drucksensors aufgrund der
geringen Anzahl von Messpunkten bei der A/D-Wandlung erst ab 19 mV erfasst bzw. registriert
werden können. Der darunter liegende Messbereich von 0 bis 18 mV des Drucksensors
- was theoretisch 19 Messwerten des Sensorelements des Drucksensors entspricht - bleibt
trotz höherer Auflösung des Sensorelements hingegen ungenutzt und kann nicht erfasst
werden. Mit anderen Worten ausgedrückt geht damit eine zu geringe Auflösung für das
Ausgangssignal des Zylinderdrucksensors einher.
[0002] Eine triviale Möglichkeit, die A/D-Wandlung zu verbessern, wäre, anstelle eines 8
Bit Wandlers einen 10 Bit Wandler einzusetzen, d.h. allgemein ausgedrückt einen A/D-Wandler
mit mehr Bit Umsetzung zu verwenden. Diesen Maßnahmen sind jedoch in der Automobiltechnik
- wie weiter oben bereits beschrieben - klare Einsatzgrenzen vorgegeben. Eine andere
Möglichkeit bestände darin, den Gesamtmessbereich z.B. in einen Niederdruck- und einen
Hochdruckbereich aufzuspalten. Beispielsweise könnte der Ausgangsspannung des Drucksensors
zwischen 0 und 5 Volt ein erster Messbereich zwischen 0 und 2 bar sowie ein zweiter
Messbereich zwischen 2 und 100 bar für den Druck im jeweiligen Zylinder zugeordnet
werden. Welcher Messbereich gerade aktiv ist, müsste dann dem Drucksensor durch ein
Steuersignal aus der Motorsteuerung bzw. dem Motorsteuergerät mitgeteilt werden. Alternativ
dazu könnte der Drucksensor auch selbstständig zwischen seinen verschiedenen Messbereichen
umschalten und den jeweils aktivierten Messbereich der Motorsteuerung mittels einer
extra Steuerleitung mitteilen. Dies wäre jedoch unter manchen praktischen Gegebenheiten
der Motorentechnik hinsichtlich des Signalisierungsaufwands zwischen dem Verbrennungsmotor
und der Motorsteuerung bzw. dem Steuergerät zu aufwendig. Solche Auflösungs- bzw.
Genauigkeitsprobleme treffen ggf. auch für andere Messsensoren zu, die für den Verbrennungsprozess
eines Verbrennungsmotors vorgesehen sind.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Weg aufzuzeigen, wie die an für sich
hohe Auflösung des Sensorelements eines Messsensors trotz unzureichender A/D-Wandlung
seines Ausgangssignals in einfacher Weise verbessert genutzt werden kann. Diese Aufgabe
wird durch die Schritte folgenden erfindungsgemäßen Verfahrens gelöst:
[0004] Verfahren zur Erhöhung der Auflösung von Ausgangssignalen mindestens eines Messsensors
für einen Verbrennungsmotor, indem der Arbeitspegelbereich des Messsensors, innerhalb
dem die Pegelwerte dessen Sensorrohsignals liegen, in mindestens zwei Messbereichsabschnitte
unterteilt wird, indem jedem Messbereichsabschnitt derselbe vorgegebene, gegenüber
dem Arbeitspegelbereich begrenzte Ausgangspegelbereich des Ausgangssignals des Messsensors
zugeordnet wird, und wobei die Umschaltung von einem zum anderen Messbereichsabschnitt
abweichend vom Stand der Technik in EP 0494423, selbstständig vom Messsensor durchgeführt
wird, wenn eine Messbereichsgrenze zwischen je zwei benachbarten Messbereichsabschnitten
erreicht oder über- oder unterschritten wird, indem mittels einer Motorsteuerung der
Betriebspunkt des Verbrennungsmotors aufgrund von mindestens einem Betriebsparameter
für dessen Verbrennungsprozess ermittelt wird, indem aus mindestens einer Kennfeldinformation
für den aktuell ermittelten Betriebspunkt der zeitliche Verlauf des Sensorrohsignals
des Messsensors prädiziert wird, und indem von der Motorsteuerung aufgrund dieses
prädizierten zeitlichen Sensorrohsignalverlaufs ermittelt wird, welcher Messbereichsabschnitt
des Messsensors aktuell aktiviert ist.
[0005] Dadurch können aufwendige Steuerleitungen zwischen dem Steuergerät und dem jeweiligen
Messsensor entfallen, die ansonsten für die Mitteilung von Informationen über die
Umschaltung zwischen den verschiedenen Messbereichsabschnitten erforderlich wären.
Es ist somit nicht notwendig, dass Messbereichsabschnitts- Informationen zwischen
dem Messsensor und dem Steuergerät übertragen werden. Somit ist keine zusätzliche
Signalgenerierung oder - Übertragung über zusätzliche Signalleitungen notwendig. Dies
macht die Ermittlung des tatsächlichen Sensorrohsignalverlaufs einfach und effizient,
was insbesondere bei der Auswertung von Zylinderdrucksignalen vorteilhaft ist. Weiterhin
wird gegenüber dem Fall ohne Messbereichsaufteilung in vorteilhafter Weise nun die
Auflösung, mit der das Ausgangssignal des Messsensors erfasst und verarbeitet, sowie
damit einhergehend die Signalgenauigkeit gesteigert werden kann, soweit erhöht, dass
insbesondere im wesentlichen die Signalgenauigkeit erreicht wird wie im Fall mit ein
oder mehreren zusätzlichen Signalisierungsleitungen zwischen dem Steuergerät und dem
Messsensor.
[0006] Die Erfindung betrifft auch ein Steuergerät mit mindestens einer Berechnungseinheit,
die zur Erhöhung der Auflösung von Ausgangssignalen mindestens eines Messsensors für
einen Verbrennungsmotor Schritte nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausführt.
[0007] Sonstige Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen wiedergegeben.
[0008] Die Erfindung und ihre Weiterbildungen werden nachfolgend anhand von Zeichnungen
näher erläutert.
[0009] Es zeigen:
- Figur 1
- in schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens
zur Erhöhung der Auflösung, mit der der tatsächliche Zylinderdruckverlauf in einem
Zylinder eines Verbrennungsmotors mittels eines Zylinderdrucksensors erfasst werden
kann,
- Figur 2
- in schematischer Darstellung beispielhaft ein p-V-Diagramm für den Kreisprozess eines
4-Takt- Verbrennungsmotors, und
- Figur 3
- in schematischer Darstellung einen pegelbegrenzten Signalverlauf des Ausgangssignals
des Zylinderdrucksensors von Figur 1 zusammen mit dem nach dem Ausführungsbeispiel
von Figur 1 ermittelten, d.h. rekonstruierten Zylinderdruckverlauf in Abhängigkeit
vom Kurbelwellenwinkel des Verbrennungsmotors.
[0010] Elemente mit gleicher Funktion und Wirkungsweise sind in den Figuren 1 mit 3 jeweils
mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0011] Die Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung vorteilhafte Steuerungsschritte der
Berechnungseinheit CU eines Motorsteuergeräts ECU für einen Verbrennungsmotor CE,
um das Zylinderdrucksignal eines Zylinderdrucksensors DS nach dem erfindungsgemäßen
Prinzip mit verbesserter Auflösung, d.h. genauer erfassen zu können. Der Zylinderdrucksensor
DS sitzt hierbei insbesondere am Zylinderkopf eines Zylinders CY des Verbrennungsmotors
CE. Er weist ein Sensorelement SE auf, das der Detektion des Innendrucks im Brennraum
des Zylinders CY dient. Es ist vorzugsweise als Analogbauteil ausgebildet und erzeugt
im Schritt S7 ein Sensorrohsignal ZS, das für den jeweilig vorliegenden Druck im Innenraum
des Zylinders CY während des zyklischen Verbrennungs-Kreisprozesses des Verbrennungsmotors
CE repräsentativ ist. Ihm ist eine Auswerte-/Logikeinheit LE zur Weiterverarbeitung
des Sensorrohsignals ZS zugeordnet. Sie ist vorzugsweise Bestandteil des Zylinderdrucksensors
DS. Alternativ kann sie ggf. auch als separate Komponente vorgesehen sein. In der
Figur 1 ist sie zur besseren Veranschaulichung ihrer Funktionalität als Detail gesondert
vom Sensorelement SE des Druckssensors DS dargestellt.
[0012] Die Auswerte-/ Logikeinheit LE des Zylinderdrucksensors DS unterteilt das Sensorrohsignal
ZS im Prozessschritt S8 zur Erhöhung dessen Auflösung für eine nachfolgende A/D- Wandlung
in mindestens zwei Messbereichsabschnitte. Hier im Ausführungsbeispiel von Figur 1
gibt die Auswerte-/Logikeinheit LE insbesondere drei Messbereichsabschnitte A, B,
C vor. Diese Messbereichsaufteilung für das Sensorrohsignal ZS dient zur Skalierung
dessen Pegels auf einen reduzierten bzw. limitierten Pegelbereich, d.h. es wird eine
Pegelbegrenzung vorgenommen. Hier im Ausführungsbeispiel erzeugt das Sensorelement
SE des Zylinderdrucksensors DS als Sensorrohsignal ZS ein elektrisches Spannungssignal,
dessen Spannungspegelbereich für jeden Messbereichsabschnitt A, B, C beispielsweise
auf Spannungswerte zwischen 0 und 5 Volt begrenzt wird. Der Zylinderdrucksensor DS
liefert somit ein dem Innendruck des Zylinders CY zugeordnetes, insbesondere im wesentlichen
proportionales, elektrisches Signal als Sensorrohsignal ZS, das von der Auswerte-/Logikeinheit
LE, insbesondere einer Auswerteelektronik wie zum Beispiel einem Messwandler, in ein
Spannungssignal SV umgewandelt und dabei ggf. verstärkt wird. Dieses Spannungssignal
SV wird durch Aufteilung in die verschiedenen Messbereichsabschnitte wie z.B. A, B,
C skaliert, d.h. sein ursprünglicher Dynamikbereich wird auf einen festgelegten Spannungspegelbereich
begrenzt. Jedem Messbereichsabschnitt A, B, C ist dabei bezogen auf einen Referenzwert
wie z.B. 0 V ein charakteristischer Skalierungsfaktor oder ein "Offset" zugeordnet,
durch den er auf den vorgegeben begrenzten Pegelbereich transferiert werden kann.
Auf diese Weise steht am Ausgang des Zylinderdrucksensors DS ein modifiziertes Ausgangssensorssignal'BSV
im Schritt S9 bereit, das für die verschiedenen vorgegebenen Messbereichsabschnitte
A, B, C jeweils auf denselben Ausgangsspannungspegelbereich, hier zwischen 0V und
5V, abgebildet worden ist. Im Ausführungsbeispiel von Figur 1 ist beim Schritt S9
ein beispielhafter zeitlicher Verlauf der Ausgangsspannung U des modifizierten Sensorausgangssignal
BSV in Abhängigkeit von der Zeit t abgebildet. Jedem Messbereichsabschnitt A, B, C
ist derselbe Ausgangsspannungspegelbereich zwischen 0 und 5 V (Volt) zugeordnet. Mit
anderen Worten ausgedrückt heißt das, dass die verschiedenen Messbereichsabschnitte
A, B, C des ursprünglichen Sensorrohsignal ZS auf ein und denselben vorgegebenen Pegeldynamikbereich
für das Sensorausgangssignal SS umgesetzt worden sind. Auf diese Weise weist das Sensorausgangssignal
SS im Ist-Pfad IP des Zylinderdrucksensors DS einen Pegeldynamikbereich auf, der gegenüber
dem des ursprünglichen Sensorrohsignals ZS reduziert ist.
[0013] Dieses Sensorausgangssignal SS wird über eine Messleitung SL an das Motorsteuergerät
ECU übertragen. Dort wird es mit Hilfe eines A/D-Wandlers ADC digitalisiert. Als A/D-Wandler
wird hier im Ausführungsbeispiel vorzugsweise ein 8 Bit Wandler verwendet.
[0014] In analoger Weise kann eine entsprechende Messbereichsabschnittsaufteilung vorgenommen
werden, wenn die Auswerte-/Logikeinheit LE anstelle einer elektrischen Spannung alternativ
dazu einen elektrischen Strom als Maß für den vom Sensorelement SE gemessenen Innendruck
im Brennraum des Zylinders CY ausgibt.
[0015] Damit nun das Motorsteuergerät ECU aus dem zeitlichen Verlauf des empfangenen, pegelbegrenzten
Sensorausgangssignals SS den tatsächlichen zeitlichen Verlauf des Sensorrohsignals
ZS und damit des tatsächlichen Drucks im Zylinder CY während dessen Verbrennungs-Kreisprozesses
rekonstruieren kann, wird vom Motorsteuergerät ECU ein erwarteter zeitlicher Zylinderdruckverlauf
EPD im Soll-Pfad SP geschätzt. Dazu wird für den Zylinder CY der momentane Betriebspunkt
BP seines Verbrennungs-Kreisprozesses bestimmt. Dies wird in der Figur 1 im Prozessschritt
S3 durchgeführt. Dazu zieht das Motorsteuergerät ECU einen oder mehrere verschiedene
Betriebsparameter des Verbrennungsmotors CE heran. Insbesondere legen dabei die Drehzahl
N der Kurbelwelle des Verbrennungsmotors CE sowie der Stellwinkel TPS dessen Drosselklappe
den aktuellen Betriebspunkt BP für den zyklischen Verbrennungsprozess fest. Mit anderen
Worten ausgedrückt lässt sich aufgrund dieser Betriebsparameter ermitteln, an welchem
Arbeitspunkt des p-V (Druck/Volumen)-Diagramms von Figur 2 sich der Zylinder CY momentan
befindet. Weitere zweckmäßige Betriebsparameter des Verbrennungsmotors CE zur Ermittlung
des aktuellen Betriebspunkts BP für den Zylinder CY können insbesondere ein oder mehrere
Parameter folgender Kenngrößen sein, die den Verbrennungsprozess des Zylinders CY
in charakteristischer Weise beeinflussen: Zündwinkelstellung IGA, Einlassnockenwellenstellung
CAM_IN, Auslassnockenwellenstellung CAM_EX, Saugrohrdruck MAP, Luftmasse MAF im Saugrohr
des Verbrennungsmotors CE, indiziertes Motordrehmoment TQI, Einspritzzeit TI, Startzeitpunkt
der jeweiligen Einspritzung SOI, Kühlmitteltemperatur TCO, Ansauglufttemperatur TIA,
Lambdawert LAM, Abgasgegendruck P_EX, Ventilhub, Ventilöffnungsdauer, Profil der jeweiligen
Ventilöffnung des jeweiligen Ventils am Zylinder CY.
[0016] Diese Betriebsparameter stehen im Ausführungsbeispiel von Figur 1 der Berechnungseinheit
CU als Eingangssignale S1 zur Verfügung. Zugleich wird entsprechend einem Abfrageschritt
S2 noch berücksichtigt, welcher Verbrennungsmodus derzeit vorliegt. So wird hier insbesondere
zwischen Fremdzündbetrieb SI ("spark ignition "), Selbstzündungsbetrieb CAI ("controlled
auto ignition") und Magerbetrieb unterschieden.
[0017] Mit Hilfe des aktuell ermittelten Betriebspunkts BP des Verbrennungsmotors CE wird
nun im Steuerschritt S4 auf der Basis einer abgespeicherten Kennfeldinformation KI
der zeitliche Druckverlauf im jeweiligen Zylinder CY prädiziert. Die Kennfeldinformation
KI enthält für eine Vielzahl von verschiedenen Betriebspunkten Kennfelder, die vorzugsweise
in Abhängigkeit von der jeweiligen Kurbelwellendrehzahl N und dem jeweiligen Drosselklappenwinkel
TPS einen Druckverlauf in Abhängigkeit vom Kurbelwellenwinkel angeben. Dabei lässt
sich der Kurbelwellenwinkel auf den zeitlichen Verlauf t des Drucks p im Zylinder
CY abbilden. Es ergibt sich somit für den aktuell bestimmten Betriebspunkt BP ein
geschätzter Druckverlauf EPD, der den funktionalen Zusammenhang zwischen den Pegelwerten
eines erwarteten Innendrucks p im Zylinder CY in Abhängigkeit von der Zeit t wiedergibt.
In der Figur 1 ist für den geschätzten Zylinderdruckverlauf EPD in einem p/t (Druck/Zeit)-Diagramm
eine Erwartungskurve schematisch und beispielhaft eingezeichnet. Das prädizierte bzw.
geschätzte Zylinderdrucksignal EPD wird hinsichtlich seiner Pegeldynamik durch Schwellen
G1, G2 auf dieselben Pegelmessbereiche A*, B*, C* unterteilt, wie dies unabhängig
hiervon, d.h. selbstständig von der Auswerte-/Logikeinheit LE des Zylinderdrucksensors
DS hinsichtlich der Messbereichsabschnitte A, B, C durchgeführt wird. Mit anderen
Worten ausgedrückt werden für den prädizierten Druckverlauf EPD verschiedene Pegelschwellen
G1, G2 so festgelegt, dass durch sie die drei Pegelbereiche A*, B*, C* voneinander
separat gebildet sind. Dies wird im Schritt S5 von Figur 1 durchgeführt. Der Schnittpunkt
zwischen der jeweiligen Schwelle und dem prädizierten Druckverlauf EPD für den geschätzten
Innendruck p legt nun jeweils eine Zeitspanne fest, die in eindeutiger Weise das Vorhandensein
eines bestimmten Messbereichsabschnitts A, B, C in der Logik-/Auswerteeinheit LE des
Zylinderdrucksensors DS indiziert. Beispielsweise ist dem niedrigsten Pegelmessbereich
A* die Zeitspanne zwischen t0=0 sec und dem Zeitpunkt tB1 zugeordnet, zu dem die erste
Schwelle G1 den ansteigenden Ast der geschätzten Druckverlaufskurve EPD schneidet.
Diese Zeitspanne t0 bis tB1 kennzeichnet dann das Vorliegen des ersten Messbereichsabschnitts
A auf der Sensorseite. Den Pegelwerten des ansteigenden Astes des prädizierten Druckverlaufs
EPD im Pegelbereichabschnitt bzw. in der Pegelmesszone B* ist in eindeutiger Weise
die Zeitspanne zwischen den Zeitpunkten tB1 und tC1 als Gültigkeitszeitdauer zugeordnet.
Sie indiziert das Vorliegen des zweiten Messbereichsabschnitts B auf der Sensorseite.
Der Zeitpunkt tC1 markiert dabei den Schnittpunkt der zweiten, höheren Schwelle G2
mit der geschätzten Druckverlaufskurve EPD. Der Beginn des Skalierungsbereichs C*
ist somit dem Zeitpunkt tC1 zugeordnet. Der Pegelbereichsabschnitt C* endet schließlich
zum Zeitpunkt tC1*, zu dem die obere Schwelle G2 die absteigende Flanke des geschätzten
Druckverlaufssignals EPD schneidet. Die Zeitspanne zwischen den Zeitpunkten tC1 und
tC1* indiziert das Vorhandensein des dritten Messbereichsabschnitts C auf der Sensorseite.
Diese Zuordnung zwischen den Skalierungszonen A*, B*, C* und den Zeitspannen für ihre
Gültigkeitsdauern gilt in entsprechender Weise für die absteigende Flanke des prädizierten
Zylinderdrucksignals EPD. So legt der Zeitpunkt tC1* den Beginn der zweiten Skalierungszone
B* fest. Der Zeitpunkt tB1* charakterisiert den Wechsel von der Skalierungszone B*
zur Skalierungszone A*. Im Einzelnen repräsentiert hier im Ausführungsbeispiel die
Skalierungszone A* die niedrigsten Pegelwerte p des prädizierten Druckverlaufs EPD
zwischen 0 und 3 bar. Die zweite Skalierungszone B* charakterisiert mittlere Pegelwerte
p des präzidierten Druckverlaufs EPD zwischen 3 und 20 bar. Die dritte Skalierungszone
C* steht für die höchsten Pegelwerte p des prädizierten Zylinderdruckverlaufs EPD
oberhalb von 20 bar.
[0018] Indem der prädizierte Zylinderdruckverlauf EPD im Steuergerät CU durch dieselben
Pegelschwellen G1, G2 wie auf der Sensorseite in Pegelmessbereiche bzw. Skalierungszonen
A*, B*, C* unterteilt wird und diesen Skalierungszonen A*, B*, C* Gültigkeits-Zeitdauern
oder korrespondierend hierzu Kurbelwinkelbereiche zugeordnet werden, ist es nun ermöglicht,
für das jeweilige durch Pegelreduktion modifizierte Ausgangssignal SS des Zylinderdrucksensors
DS dessen zugehörige, aktive Skalierungszone A, B, C im Steuergerät CU zu identifizieren.
Dadurch ist es ermöglicht, aus den Pegelwerten U des gemessenen, pegelbegrenzten Sensorausgangssignals
SS durch die richtige zeitliche Zuordnung desjenigen Messbereichabschnitts bzw. derjenigen
Skalierungszone A, B, C, mit der das Sensorrohsignal ZS ursprünglich sensorseitig
im Ist-Pfad IP pegelreduziert worden ist, durch Inversion der jeweiligen Skalierung
den tatsächlichen Pegelwert P* für den Zylinderinnendruck zurückzugewinnen. Dies wird
in der Figur 1 im Schritt S6 durchgeführt und anhand eines P*/t(Duck/Zeit)- Diagramms
im Schritt S10 veranschaulicht.
[0019] Hier im Ausführungsbeispiel ist der Zeitspanne zwischen dem Zeitpunkt t0 und dem
Zeitpunkt tB1 die Skalierungszone A zugeordnet. Dies bedeutet, dass während dieser
Zeitspanne vom Zylinderdrucksensor DS ein Ausgangssignal SS geliefert wird, dass mit
dem Skalierungsfaktor, insbesondere "Offset", dieser Pegelzone A beaufschlagt ist.
Durch diesen Zusammenhang ist es möglich, die ursprüngliche Skalierung, die die Auswerte-/Logikeinheit
LE des Zylinderdrucksensors DS durchgeführt hat, wieder umzukehren bzw. zu invertieren
und aus den Spannungswerten U, die sich im Zeitraum zwischen t0 und tB1 für das Sensorausgangssignal
SS ergeben, Spannungswerte des ursprünglichen Sensorrohsignal ZS zu rekonstruieren
bzw. regenerieren. Diesen sind dann korrespondierend dazu entsprechende Innendruckwerte
p* im Brennraum des Zylinders CY zugeordnet. In entsprechender Weise legt die Zeitspanne
zwischen den Zeitpunkten tB1 und tC1 die Gültigkeitsdauer, d.h. das Vorhandensein
von Spannungspegelwerten im pegelreduzierten Sensorausgangssignal SS fest, die mit
dem Skalierungsfaktor der zweiten Skalierungszone B modifiziert worden sind. Es lässt
sich in entsprechender Weise die durchgeführten Skalierung herausrechnen, d.h. die
Pegelwerte p* des ursprünglichen Sensorrohsignals ZS lassen sich zurückgewinnen, indem
der Offset des Messbereichsabschnitts B, den dieser gegenüber dem ersten Messbereichsabschnitt
A hat, zu den Spannungswerten U des Ausgangssignals SS hinzuaddiert wird. Diese zurückgewonnenen
bzw. rekonstruierten Spannungspegelwerte korrespondieren mit Innendruck-Pegelwerten
p* im Zylinder CY. Die Zeitspanne zwischen den Zeitpunkten tC1 und tC1* definiert
schließlich die Gültigkeitsdauer für die Skalierungszone C. Eine Rückgewinnung der
während dieser Zeitspanne ausgegebenen Spannungswerte U des Sensorausgangssignals
SS ist dann durch Invertierung des Skalierungsfaktors für die Skalierungszone C ermöglicht,
so dass ebenfalls die tatsächlichen Druckwerte p* aus den übermittelten Ausgangssignalwerten
des pegelbegrenzten Ausgangssignals SS zurückgewonnen werden können. Insbesondere
wird dazu der "Offset" des dritten Messbereichsabschnitts C, den dieser gegenüber
dem ersten Messbereichsabschnitt A hat, zu den Spannungswerten U des Ausgangssignals
SS hinzuaddiert.
[0020] Wird im Schritt S6 festgestellt, dass der Anfangszeitpunkt oder der Endzeitpunkt
der jeweiligen Skalierungszone A, B, C des ausgegebenen Sensorsignals SS von denen
der Pegelbereichsabschnitte A*, B*, C* des prädizierten Erwartungsdruckverlaufs EPD
abweichen, d.h. ihre Gültigkeitszeitdauern voneinander verschieden sind, so kann diese
Information zur Adaption der Kennfeldinformation KI herangezogen werden. Dies wird
in der Figur 1 im Schritt S11 durchgeführt. Beispielsweise kann der Beginn der Skalierungszone
B des pegelbegrenzten Ausgangssignals SS zum Zeitpunkt tB1** vom geschätzten Beginn
tB1 der Skalierungszone B* des prädizierten Druckverlaufs EPD verschieden sein. Entsprechend
kann sich eine Abweichung zwischen dem Startzeitpunkt tC1** für den dritten Messbereichsabschnitt
C beim gemessenen, pegelbegrenzten Sensorausgangssignal SS und dem geschätzten Startzeitpunkt
tC1 beim prädizierten Druckverlauf EPD ergeben. Diese Differenz- bzw. Abweichungsinformation
wird dann im Schritt S11 dazu benutzt, die Kennfeldinformation KI zu korrigieren,
um für die nächste Betriebspunktermittlung einen zugehörigen erwarteten Druckverlauf
weitgehend fehlerkorrigiert ermitteln zu können.
[0021] Die Figur 3 zeigt in vergrößerter Darstellung den Spannungspegelverlauf U des Ausgangssignals
SS in Abhängigkeit vom Kurbelwellenwinkel KW. Dieser korrespondiert mit der Zeit t.
Für die Pegelwerte U ist ein Pegelbegrenzungsbereich ASB zwischen 0 und 5 Volt vorgegeben.
Dazu ist das ursprüngliche Sensorrohsignal ZS in der Logik-/Auswerteeinheit LE in
die verschiedenen Messbereichsabschnitte A, B, C aufgeteilt und von seinen Pegelwerten
jeweils ein spezifischer "Offset", der jeden Messbereichsabschnitt A, B, C in den
gewünschten Pegelbegrenzungsbereich ASB transferiert, abgezogen worden. Im unteren
Teil der Figur 3 ist dem Pegelverlauf des pegelbegrenzten Ausgangssignals SS in Abhängigkeit
vom Kurbelwellenwinkel KW der derart rekonstruierte Druckverlauf PD in einem Druck/Kurbelwellenwinkel
(P*/KW)- Diagramm zugeordnet.
[0022] Alternativ kann es ggf. vorteilhaft sein, den erwarteten Zylinderdruckverlauf für
den jeweilig aktuellen Betriebspunkt ohne Kennfeldinformation direkt zu berechnen.
Dazu kann es beispielsweise zweckmäßig sein, den erwarteten zeitlichen Druckverlauf
unter Zugrundlegung einer polytropen Kompression bzw. Expansion, mit p x V
n = konstant, wobei n ein sogenannter Polytropenexponenten ist, abschnittsweise zu
berechnen. Dazu ist insbesondere in der älteren Patentanmeldung
DE 10 2005 009 104.0 ein vorteilhaftes Berechnungsverfahren angegeben.
[0023] Zusammenfassend betrachtet ist es auf diese Weise zur Erhöhung der Sensorsignalauflösung
und damit Sensorsignalgenauigkeit nicht erforderlich, zusätzliche Steuerleitungen
zwischen dem Zylinderdrucksensor und dem Motorsteuergerät vorzusehen, was ansonsten
einen unerwünschten Aufwand an Steuerinformations-Generierung, - Übertragung und -Verarbeitung
nach sich ziehen würde. Anstelle dessen wird der Sensormessbereich des Zylinderdrucksensors
in mindestens zwei geeignete Einzelbereiche wie zum Beispiel einen Hochdruck- und
einen Niederdruckbereich aufgeteilt. Die Umschaltung von einem zum anderen Messbereich
erfolgt im Zylinderdrucksensor selbst und zwar immer dann, wenn eine Messbereichsgrenze
erreicht bzw. über- oder unterschritten wird. Beim Ausführungsbeispiel von Figur 1
erfolgt beispielsweise eine Messbereichsumschaltung von der Skalierungszone A auf
die Skalierungszone B bei 3 bar. Der Wechsel von der Skalierungszone B auf die Skalierungszone
C wird durch das Überschreiten einer Schwelle bei 20 bar ausgelöst.
[0024] Weiterhin kann es vorteilhaft sein, beim Umschalten von einem Skalierungsbereich
auf einen benachbarten Skalierungsbereich eine bestimmte Hysterese vorzusehen, um
ein Jittern zwischen diesen beiden Messbereichen zu verhindern, wenn der aktuelle
Messwert des Ausgangssignals des Zylinderdrucksensors auf der Grenze bzw. bei der
Schwelle zwischen diesen beiden Messbereichen liegt. Beispielsweise kann als Hysterese
bzw. Toleranzpegel ein Pegelwert von 0,2 bar vorgesehen sein. Das bedeutet bezogen
auf das obige Beispiel, dass bei steigendem Druck die Umschaltung vom kleinsten Messbereich
A zum nächst höheren Messbereich B bei ca. 3,2 bar, das Zurückschalten vom mittleren,
zweiten Messbereich B zum kleinsten, ersten Messbereich A bei fallendem Signalpegel
des Ausgangssignals SS aber erst bei 2,8 bar erfolgt.
[0025] Die einzelnen Messbereiche und ihre jeweiligen Verstärkungsfaktoren und/oder Offsets
(oder auch komplette Sensorkennlinien) sind in der Motorsteuerung (ECU) vorzugsweise
in einem nichtflüchtigen Speicher abgelegt. Welcher Messbereich gerade aktiv ist,
entscheidet die Motorsteuerung in vorteilhafter Weise aufgrund einer bestimmten Druckverlaufserwartungshaltung.
Abhängig vom Motorbetriebspunkt, der z.B. durch die aktuelle Drehzahl der Kurbelwelle
des Verbrennungsmotors und der wirkenden Last, insbesondere der Stellung der Drosselklappe
im Saugrohr des Verbrennungsmotors gegeben ist, und/oder von weiteren Betriebsparametern
wie zum Beispiel Einspritztiming, Zündwinkel, Motorbetriebstemperatur etc. ergibt
sich ein typischer Zylinderdruckverlauf. Dieser Druckverlauf wird in der Motorsteuerung
z.B. als Kennfeld über dem Kurbelwellenwinkel abgelegt. Es ist aber auch ggf. zweckmäßig,
dass der geschätzte Druckverlauf durch ein einfaches Berechungsverfahren z.B. unter
Zugrundlegung einer polytropen Kompression bzw. Expansion, bei der p x V
n =konstant gilt, wobei n ein Polytropenexponent ist, abschnittsweise berechnet wird.
Selbstverständlich kann es in der Praxis von Zyklus zu Zyklus des Verbrennungsprozesses
zu Abweichungen kommen. Daher ist es zweckmäßig, die einzelnen Messbereiche wie zum
Beispiel A, B, C so zu definieren, dass die zu erwartenden Druckschwankungen innerhalb
des jeweiligen Messbereichs liegen. Die Motorsteuerung wählt dann entsprechend ihrer
Erwartung den jeweiligen Messbereich aus, erhält bei einem linearen Signalverlauf
Informationen über Offset und/oder Verstärkung und kann dem jeweiligen Sensorwert,
der vom Zylinderdrucksensor ausgegeben wird, einen pegelbegrenzten Druckwert zuordnen.
Als Sensorwert kann beispielsweise eine Spannung, ein elektrischer Strom, etc. dienen.
In einer besonders einfachen, zweckmäßigen Ausführungsvariante bei einem 4-Taktverfahren
eines Verbrennungsmotors werden die 720° Kurbelwellenwinkel in 2 x 360° Kurbelwellenwinkel
unterteilt. Dabei ist der Niederdruckbereich dem ersten 360° Kurbelwellenwinkelbereich
und der Hochdruckbereich dem zweiten 360° Kurbelwellenwinkelbereich zugeordnet. Abhängig
von der Kurbelwellenposition wird dann der entsprechende Messbereich angewählt.
[0026] Selbstverständlich lässt sich das Verfahren in vorteilhafter Weise auch auf andere
Sensorsignale als Zylinderdrucksignale überragen, falls ein ausreichend gut prädizierbarer
Signalverlauf vorliegt.
[0027] Beim erfindungsgemäßen Vorgehen zur Erhöhung der Auflösung der Sensorsignale ergibt
sich in vorteilhafter Weise eine deutlich effektivere Nutzung und Erhöhung der Genauigkeit
des Sensoranalogsignals. Der Signal-Rauschabstand und die Auflösung werden deutlich
verbessert, so dass es erst dadurch ermöglicht ist, auch physikalisch kleine Messbereiche
genau oder überhaupt erst zu erfassen. Zudem stellt das erfindungsgemäße Verfahren
eine kostengünstige Lösung dar, da es nicht erforderlich ist, Informationen zwischen
dem Sensor und dem Motorsteuergerät zu übertragen, wodurch keine zusätzliche Signalgenerierung
oder Übertragung erforderlich wird. Alle nötigen Informationen liegen in der Motorsteuerung
bereits vor. Besonders vorteilhaft ist das Verfahren dann, wenn das Sensorsignal zur
Reglung des Verbrennungsprozesses herangezogen wird. Das sogenannte CAI ("controlled
auto ignition")-Verfahren wird dadurch besser beherrschbar, da ein höher aufgelöstes
Zylinderdrucksignal vorliegt, das als Basisgröße für eine Verbrennungsprozessregelung
Eingang findet. Denn hier gilt es, sowohl den Niederdruck- als den Hochdruckbereich
möglichst genau zu erfassen.
1. Verfahren zur Erhöhung der Auflösung von Ausgangssignalen (SS) mindestens eines Messsensors
(DS) für einen Verbrennungsmotor (CE),
indem der Arbeitspegelbereich (PZ) des Messsensors (DS), innerhalb dem die Pegelwerte
dessen Sensorrohsignals (ZS) liegen, in mindestens zwei Messbereichsabschnitte (A,
B) unterteilt wird,
indem jedem Messbereichsabschnitt (A, B) derselbe vorgegebene, gegenüber dem Arbeitspegelbereich
(PZ) begrenzte Ausgangspegelbereich (ASB) des Ausgangssignals (SS) des Messsensors
(DS) zugeordnet wird, und wobei die Umschaltung von einem zum anderen Messbereichsabschnitt
(A, B) selbstständig vom Messsensor (DS) durchgeführt wird, wenn eine Messbereichsgrenze
(G1) zwischen je zwei benachbarten Messbereichsabschnitten (A, B) erreicht oder über-
oder unterschritten wird,
indem mittels einer Motorsteuerung (ECU) der Betriebspunkt (BP) des Verbrennungsmotors
(CE) aufgrund von mindestens einem Betriebsparameter (N, TPS) für dessen Verbrennungsprozess
ermittelt wird,
indem aus mindestens einer Kennfeldinformation (KI) für den aktuell ermittelten Betriebspunkt
(BP) der zeitliche Verlauf (EPD) des Sensorrohsignals des Messsensors (DS) prädiziert
wird, und
indem von der Motorsteuerung (ECU) aufgrund dieses prädizierten zeitlichen Sensorrohsignalverlaufs
(EPD) ermittelt wird, welcher Messbereichsabschnitt (A, B) des Messsensors (DS) aktuell
aktiviert ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Messsensor ein Zylinderdrucksensor (DS) verwendet wird, der an mindestens einem
Zylinder (CY) des Verbrennungsmotors (CE) angebracht ist, und dass vom Zylinderdrucksensor
(DS) als Sensorrohsignal (ZS) ein Spannungssignal erzeugt wird, durch das der Innendruck
im Zylinder (CY) repräsentiert wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der prädizierte Sensorrohsignalverlauf (EPD) in der Motorsteuerung (ECU) als Kennfeld
vorab abgelegt worden ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der prädizierte Sensorrohsignalverlauf (EPD) in der Motorsteuerung (ECU) berechnet
wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umschaltung von einem Messbereichsabschnitt (A) zu einem anderen Messbereichsabschnitt
(B) Hysterese - behaftet durchgeführt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Motorsteuerung (ECU) für den prädizierten Sensorrohsignalverlauf (EPD) eine
Unterteilung in mindestens zwei Pegelbereichsabschnitte (A*, B*) vorgenommen wird,
die im Wesentlichen mit der Unterteilung der Messbereichsabschnitte (A, B) des Messsensors
(DS) übereinstimmt.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass aufgrund der Zeitspannen(t0-tB1, tB1-tC1, tC1-tC1*), die den Pegelbereichsabschnitten
(A*, B*, C*) im prädizierten Sensorrohsignalverlauf (EPD) als Gültigkeitszeitdauern
zugeordnet werden, geschätzt wird, wann welcher Messbereichsabschnitt (A,B,C) des
Messsensors (DS) aktiv geschaltet ist, und dass aus dem pegelbegrenzten Ausgangssignal
(SS) des Messsensors (DS) · und dieser abgeschätzten zeitlichen Zuordnung des zugehörigen,
aktiven Messbereichsabschnitts (A, B, C) der tatsächliche Signalpegelverlauf (PD)
des Sensorrohsignals (ZS) rekonstruiert wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass mittels des Unterschieds zwischen der Gültigkeitsdauer des jeweiligen Pegelbereichsabschnitts
(A*,B*,C*) des prädizierten Sensorrohsignalverlaufs (EPD) und der Gültigkeitsdauer
des pegelbegrenzten Ausgangssignals (SS) des Messsensors (DS) die Prädiktion des Sensorrohsignalverlaufs
(EPD) für die nächste Abschätzung adaptiv korrigiert wird.
9. Steuergerät (ECU) mit mindestens einer Berechnungseinheit (CU), die zur Erhöhung der
Auflösung von Ausgangssignalen (SS) mindestens eines Messsensors (DS) für einen Verbrennungsmotor
(CE) alle Schritte des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausführt.
1. Method for increasing the resolution of output signals (SS) from at least one measuring
sensor (DS) for an internal combustion engine (CE),
in that the working level range (PZ) of the measuring sensor (DS), within which the
level values of its raw sensor signal (ZS) lie, is divided into at least two measuring
range segments (A, B),
in that the same predefined output level range (ASB) of the output signal (SS) of
the measuring sensor (DS), which is limited compared with the working level range
(PZ), is assigned to each measuring range segment (A, B), with the switch from one
measuring range segment (A, B) to the other being carried out independently by the
measuring sensor (DS), when a measuring range boundary (G1) between two adjacent measuring
range segments (A, B) is reached, exceeded or fallen below,
in that the operating point (BP) of the internal combustion engine (CE) is determined
by means of an engine controller (ECU) based on at least one operating parameter (N,
TPS) for its combustion process,
in that the temporal profile (EPD) of the raw sensor signal of the measuring sensor
(DS) is predicted from at least one performance characteristic information item (KI)
for the currently determined operating point (BP) and
in that the engine controller (ECU) determines which measuring range segment (A, B)
of the measuring sensor (DS) is currently activated based on this predicted temporal
raw sensor signal profile (EPD).
2. Method according to claim 1,
characterised in that
a cylinder pressure sensor (DS), which is attached to at least one cylinder (CY) of
the internal combustion engine (CE), is used as the measuring sensor and a voltage
signal is generated by the cylinder pressure sensor (DS) as the raw sensor signal
(ZS), representing the internal pressure in the cylinder (CY).
3. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
the predicted raw sensor signal profile (EPD) has been stored previously as a performance
characteristic in the engine controller (ECU).
4. Method according to one of claims 1 to 3,
characterised in that
the predicted raw sensor signal profile (EPD) is calculated in the engine controller
(ECU).
5. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
the switch from one measuring range segment (A) to another measuring range segment
(B) is carried out subject to hysteresis.
6. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
a division into at least two level range segments (A*, B*), which corresponds essentially
to the division of the measuring range segments (A, B) of the measuring sensor (DS),
is carried out in the engine controller (ECU) for the predicted raw sensor signal
profile (EPD).
7. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
based on the time intervals (t0-tB1, tB1-tC1, tC1-tC1*), which are assigned to the
level range segments (A*, B*, C*) as periods of validity in the predicted raw sensor
signal profile (EPD), it is estimated when which measuring range segment (A, B, C)
of the measuring sensor (DS) is switched to active and the actual signal level profile
(PD) of the raw sensor signal (ZS) is reconstructed from the level-limited output
signal (SS) of the measuring sensor (DS) and this estimated temporal assignment of
the associated active measuring range segment (A, B, C).
8. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
the difference between the period of validity of the respective level range segment
(A*, B*, C*) of the predicted raw sensor signal profile (EPD) and the period of validity
of the level-limited output signal (SS) of the measuring sensor (DS) is used to correct
the prediction of the raw sensor signal profile (EPD) adaptively for the next estimation.
9. Control device (ECU) with at least one calculation unit (CU), which executes all steps
of the method according to one of the preceding claims to increase the resolution
of output signals (SS) from at least one measuring sensor (DS) for an internal combustion
engine (CE).
1. Procédé pour augmenter la résolution de signaux d'entrée (SS) d'au moins un capteur
de mesure (DS) d'un moteur à combustion interne (CE),
au cours duquel le domaine de niveau de travail (PZ) du capteur de mesure (DS) à l'intérieur
duquel se situent les valeurs de niveau de son signal brut de capteur (ZS), est divisé
en au moins deux sections de domaine de mesure (A, B),
au cours duquel à chaque section de domaine de mesure (A, B) est associé le même domaine
prédéterminé de niveau de sortie (ASB) du signal de sortie (SS) du capteur de mesure
(DS) délimité par rapport au domaine de niveau de travail (PZ), la commutation d'une
section de domaine de mesure (A, B) à l'autre étant réalisée à l'initiative même du
capteur de mesure (DS), lorsqu'une limite de domaine de mesure (G1) entre deux sections
de domaine de mesure (A, B) voisines est atteinte ou est franchie vers le haut ou
vers le bas,
au cours duquel au moyen d'une commande de moteur (ECU) le point de fonctionnement
(BP) du moteur à combustion interne (CE) est déterminé en fonction d'au moins un paramètre
de fonctionnement (N, TPS) du processus de combustion de ce dernier,
au cours duquel à partir d'au moins une information de table caractéristique (K1)
pour le point de fonctionnement (BP) déterminé à l'instant considéré, l'allure temporelle
(EPD) du signal brut de capteur du capteur de mesure (DS) est prédite, et
au cours duquel sur la base de cette allure temporelle prédite (EPD) de signal brut
de capteur, la commande de moteur (ECU) détermine laquelle des sections de domaine
de mesure (A, B) du capteur de mesure (DS) est activée à l'instant considéré.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on utilise comme capteur de mesure un capteur de pression de cylindre (DS) qui est
disposé sur au moins un cylindre (CY) du moteur à combustion interne (CE) et en ce que le capteur de pression de cylindre (DS) engendre comme signal brut de capteur (ZS)
un signal de tension qui représente la pression à l'intérieur du cylindre (CY).
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'allure prédite de signal brut de capteur (EPD) est mémorisée au préalable dans la
commande de moteur (ECU) en tant que table caractéristique.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
l'allure prédite de signal brut de capteur (EPD) est calculée dans la commande de
moteur (ECU).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la commutation d'une section de domaine de mesure (A) à une autre section de domaine
de mesure (B) est exécutée en étant affectée par l'hystérèse.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
pour l'allure prédite de signal brut de capteur (EPD) est effectuée dans la commande
de moteur (EPD) une répartition en au moins deux sections de domaine de niveau (A*,
B*) qui correspond pour l'essentiel à la répartition des sections de domaine de mesure
(A, B) du capteur de mesure (DS).
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
sur la base des intervalles de temps (t0-tB1, tB1-tC1, tC1-tC1*) qui dans l'allure
prédite de signal brut de capteur (EPD) sont associés aux sections de domaine de niveau
(A*, B*, C*) en tant que durées de validité, il est estimé quand laquelle des sections
de domaine de mesure (A, B, C) du capteur de mesure (DS) est commutée à l'état active,
et en ce que l'allure réelle de niveau de signal (PD) du signal brut de capteur (ZS) est reconstruite
à partir du signal de sortie (SS) limité en niveau du capteur de mesure (DS) et à
partir de l'association temporelle estimée de la section correspondante de domaine
de mesure active (A, B, C).
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la prédiction de l'allure de signal brut de capteur (EPD) est corrigée de façon adaptative
pour la prochaine estimation au moyen de la distinction entre la durée de validité
de la section concernée de domaine de niveau (A*, B*, C*) de l'allure prédite de signal
brut de capteur (EPD) et la durée de validité du signal de sortie (SS) limité en niveau
du capteur de mesure (DS).
9. Appareil de commande (ECU) comportant au moins une unité de calcul (CU) qui en vue
d'augmenter la résolution de signaux de sortie (SS) d'au moins un capteur de mesure
(DS) d'un moteur à combustion interne (CE) exécute toutes les étapes du procédé selon
l'une des revendications précédentes.