[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Befestigungssystem gemäß dem Oberbegriff von
Anspruch 1 sowie ein Befestigungsverfahren gemäß Anspruch 13 insbesondere zur Befestigung
flächiger Bauelemente an einer Fassade oder einem Dach.
[0002] Bei Befestigungssystemen werden nach dem Stand der Technik zum Halten von flächigen
Bauelementen insbesondere bei der Fassadengestaltung Punkthalter verwendet. Bei bekannten
Befestigungssystemen werden mehrere Punkthalter verwendet, um das flächige Bauelement,
wie beispielsweise eine Glasscheibe, an einer Fassade oder einem Dach zu montieren,
so dass das flächige Bauelement einerseits sicher an der Fassade oder dem Dach gehalten
ist und andererseits bewegungen oder Toleranzen des flächigen Bauelements aufgenommen
bzw. ausgeglichen werden können.
[0003] In der Druckschrift
EP 0-655 542 B1 wird beispielsweise vorgeschlagen, mehrere Punkthalter mit verschiedenartigen Freiheitsgraden
zu verwenden, um ein flächiges Bauelement an einer Fassade zu befestigen. Dabei ist
es notwendig, dass die Punkthalter in der Ebene des flächigen Bauelements statisch
bestimmt gelagert sind. Diese statisch bestimmte Lagerung mit beispielsweise vier
Punkthaltern an einem flächigen Bauelement wird nach dem Stand der Technik dadurch
erzielt, dass die Lagerungen in der Ebene des flächigen Bauelements an einer Position
fixiert ist, an einer weiteren Position horizontal beweglich ist und an den zwei verbleibenden
Positionen in der Ebene frei beweglich ist.
[0004] DE-A-199 26 254 offenbart eine Bauanordnung für flache Elemente nach dem Stand der Technik. Bei dieser
Bauanordnung wird eine Konsole vorgesehen, an der Befestigungssystemeinheiten eine
definierte Einspannung der flachen Elemente bewirkt.
[0005] WO-A-99 11 884 offenbart einen weiteren Stand der Technik und bezieht sich auf ein Halterelement
zum Halten flacher Elemente. Dabei ist eine Trägerstruktur vorgesehen, an der wiederum
Punkthalter angreifen, die die flachen Elemente halten.
[0006] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Befestigungssystem
bzw. ein verbessertes Befestigungsverfahren zur Befestigung flächiger Bauelemente
an Fassaden oder Dächern zu schafen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch ein Befestigungssystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1
bzw. durch ein Befestigungsverfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 13 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0008] Das erfindungsgemäße Befestigungssystem zur Befestigung von im Wesentlichen flächigen
Bauelementen an einer Fassade weist somit folgendes auf:
einen feststehenden Punkthalter von dem ein Ende unbeweglich an der Fassade oder an
dem Bauelement angebracht ist, zumindest zwei bewegliche Punkthalter, von denen beide
Enden jeweils kippbar an der Fassade bzw. dem Dach und an dem Bauelement angebracht
sind, und eine Stützeinrichtung, die einem auf das Bauelement um die Längsachse des
feststehenden Punkthalters wirkenden Drehmoment entgegenwirkt. Mit dieser Konfiguration
kann ein zunächst statisch unbestimmtes System gebildet werden, das sehr einfach zu
montieren ist. Erst durch die, Montage der Stützeinrichtung wird ein statisch bestimmtes
System mit hoher Stabilität gebildet. Dabei kann die Stützeinrichtung wahlweise direkt
an der Fassade angebracht oder unmittelbar von einem weiteren Bauelement getragen
werden, das zu dem zu befestigenden Bauelement benachbart montiert ist.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung erstrecken sich der feststehende
und die beweglichen Punkthalter zwischen der Fassade und dem Bauelement. Dadurch kann
eine erforderliche Beabstandung des Bauelements von der Fassade erzielt werden.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die Enden des feststehenden
Punkthalters und/oder die Enden der beweglichen Punkthalter relativ zueinander verdrehbar.
Die Verdrehbarkeit erleichtert zum einen die Montage und verbessert die Toleranz des
Befestigungssystems gegenüber Maßabweichungen.
[0011] Die Stützeinrichtung kann nach der Montage der Punkthalter eingebaut werden. Es werden
bei dieser Konstruktion lediglich zwei verschiedenartige Punkthalter benötigt. Außerdem
ist die Stützeinrichtung ein einfaches Bauteil und kann einfach gehandhabt werden.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Stützeinrichtung zwischen
angrenzenden Bauelementen in eine Fuge zum Übertragen der Kraft zwischen den Bauelementen
eingesetzt. Dadurch kann das System statisch bestimmt "gelagert werden und eine Beziehung
zwischen den einzelnen Bauelementen sicher gestellt werden. Die Bauelemente sind daher
nicht konstruktiv voneinander getrennt, so dass ein definierter Abstand zwischen den
Bauelementen bei gleichzeitiger Vereinfachung des Systems erreicht wird.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Stützeinrichtung in der
Nähe des feststehenden Punkthalters zur Einleitung der Kraft in den feststehenden
Punkthalter eingesetzt. Es wird erfindungsgemäß sowohl eine Kraft von dem Bauelement,
an dem der feststehende Punkthalter angebracht ist, also auch von einem angrenzenden
Bauelement aufgenommen. Das bewirkt eine weitergehende Vereinfachung des Systems.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die Bauelemente in Vertikalrichtung
übereinander im Wesentlichen in einer Ebene angeordnet. Dadurch kann beispielsweise
eine Fassadenverkleidung oder eine Dachverkleidung mit der Erscheinung einer einzelnen
Ebene erzielt werden.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der feststehende Punkthalter
mit dem ersten Ende an der Fassade senkrecht zu seiner Längsachse unbeweglich angebracht
und mit dem zweiten Ende über ein Kugelgelenk an dem Bauelement angebracht. Außerdem
ist der bewegliche Punkthalter mit dem ersten Ende an der Fassade senkrecht zu seiner
Längsachse kippbar angebracht und mit dem zweiten Ende über ein Kugelgelenk an dem
Bauelement angebracht. Mit diesem Aufbau ist kann die Montage vereinfacht werden,
da lediglich die Position des feststehenden Punkthalters genau festzulegen ist und
die beweglichen Punkthalter eine Abweichung ihrer Position aufnehmen können.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der bewegliche Punkthalter
an der Fassade über elastische Elemente verbunden. Eine elastische Verbindung ist
einfach herzustellen. Außerdem kann die elastische Verbindung bei der Montage Gewichtskräfte
bis zu einem gewissen Ausmaß aufnehmen, wodurch die Positionierung der Bauelemente
vor dem Einsetzen der Stützeinrichtung vereinfacht wird.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der feststehende Punkthalter
in Vertikalrichtung der angrenzenden Bauelemente alternierend an dem oberen linken
Eckbereich des Bauelements oder an dem oberen rechten Eckbereich des Bauelements angebracht.
Außerdem sind erfindungsgemäß der feststehende Punkthalter und drei bewegliche Punkthalter
jeweils an einem der Eckbereiche des Bauelements vorgesehen. Eine alternierende Konfiguration
der feststehenden Punkthalter und damit auch der Stützeinrichtung kann verhindern,
dass sich Maßabweichungen beispielsweise der Stützvorrichtung oder der Fuge zwischen
den angrenzenden Bauelementen nur an einer Seite bemerkbar machen. Vorzugsweise ist
die Stützeinrichtung ein elastisches Element. Dadurch können Maßabweichungen weitergehend
aufgenommen-werden und wird die Montage vereinfacht.
[0018] Das erfindungsgemäße Befestigungsverfahren zur Befestigung von im Wesentlichen flächigen
Bauelementen an einer Fassade oder einem Dach weist die folgenden Schritte auf:
Vorsehen von einem feststehenden Haltepunkt und von zumindest zwei beweglichen Haltepunkten
an dem Bauelement,
Stützen des Bauelements an der Fassade an dem ersten Haltepunkt, so dass die Position
des ersten Haltepunkts relativ zu der Fassade ortsfest ist,
Stützen des Bauelements an der Fassade an den zweiten Haltepunkten, so dass die jeweiligen
Positionen der zweiten Haltepunkte relativ zu der Fassade beweglich sind,
Aufnehmen eines um den ersten Haltepunkt wirkenden Drehmoments.
[0019] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird bei dem Befestigungsverfahren
das Bauelement mit einem Abstand von der Fassade gestützt. Außerdem sind gemäß dem
erfindungsgemäßen Befestigungsverfahren die Haltepunkte an dem Bauelement relativ
zu der Fassade drehbar vorgesehen.
[0020] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die gleichen Wirkungen wie mit dem erfindungsgemäßen
Befestigungssystem erzielt.
[0021] Es ist anzumerken, dass die Befestigungsvorrichtung bzw. das Befestigungssystem und
das Befestigungsverfahren gleichermaßen zum Befestigen der flächigen Bauelemente an
einer Fassade und zum Befestigen der flächigen Bauelemente an einem Dach angewandt
werden können.
[0022] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen näher beschrieben.
[0023] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Befestigungssystems in
einer Draufsicht.
[0024] Fig. 2 zeigt eine vergrößerte Ansicht des in Fig. 1 gezeigten Befestigungssystems.
[0025] Fig. 3 zeigt einen feststehenden Punkthalter, der bei dem erfindungsgemäßen Befestigungssystem
verwendet wird.
[0026] Fig. 4 zeigt einen beweglichen Punkthalter, der bei dem erfindungsgemäßen Befestigungssystem
verwendet wird.
[0027] Fig. 5 zeigt den beweglichen Punkthalter von Fig. 4 in einer gekippten Lage zur Fassade
und Fassadenplatte.
[0028] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden auf der Grundlage von Fig.
1 - Fig. 5 beschrieben. Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Befestigungssystem in einer
Draufsicht. Das Befestigungssystem ist gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
zum Montieren von flächigen Bauelementen wie zum Beispiel Fassadenplatten Pn konfiguriert.
Die Fassadenplatten können beispielsweise aus Glas oder einem anderen Werkstoff bestehen
und eine im Wesentlichen rechteckige Gestalt mit einer oberen Kante 1, einer unteren
Kante 2 und zwei seitlichen Kanten 3 haben. Das Befestigungssystem ist gemäß Fig.
1 geeignet, eine Vielzahl von Fassadenplatten Pn zu montieren, die angrenzend aneinander
angeordnet sind. Zwischen jeweils zwei.angrenzenden Fassadenplatten Pn grenzt jeweils
die obere Kante 1 einer Fassadenplatte Pn an die untere Kante 2 einer anderen Fassadenplatte
Pn an. Die seitlichen Kanten 3 von nebeneinander angeordneten Fassadenplatten Pn grenzen
ebenso aneinander an.
[0029] Die einzelnen Fassadenplatten Pn werden jeweils durch einen feststehenden Punkthalter
5 und, gemäß diesem Ausführungsbeispiel, durch drei bewegliche Punkthalter 7 gehalten,
die an einer Seite im Wesentlichen in den Eckbereichen der Fassadenplatte und auf
der anderen Seite an der Fassade befestigt sind. Die Fassadenplatten Pn werden bei
diesem Aufbau von den Punkthaltern allein jeweils statisch unbestimmt gehalten.
[0030] Die in den Figuren 1 und 2 gezeigte, die Fassadenplatte einfassende Fassung des Punkthalters
5 ist in der Ebene der Fassadenplatte verdrehbar und in Bezug auf diese Ebene kippbar
und die in den Figuren 1 und 2 gezeigten Fassungen der beweglichen Punkthalter 7 sind
ebenfalls in Bezug auf die Ebene der Fassadenplatte kippbar, jedoch außerdem in dieser
Ebene verschiebbar. Wegen dieser Beschaffenheit der Punkthalter kann die mittels der
Punkthalter 5 und 7 montierte Fassadenplatte um den feststehenden Punkthalter 5 durch
die Schwerkraft um einen Drehpunkt am feststehenden Punkthalter gedreht werden. Für
eine statisch bestimmte Positionierung der Fassadenplatten Pn ist deswegen eine Stützverklotzung
9 vorgesehen. Die Stützverklotzung 9 ist, wie in den Figuren 1 und 2 gezeigt, derart
auf einer unter der zu befestigenden Fassadenplatte montierten weiteren Fassadenplatte
abgestützt, dass die dadurch erzeugte Stützkraft in einen feststehenden Punkthalter
dieser darunter liegenden Fassadenplatte eingeleitet und dadurch die Stützverklotzung
unmittelbar von der Fassade getragen wird.
[0031] Wie in der Fig. 3 gezeigt, besteht der feststehende Punkthalter aus einer Fassung
15, die mittels eines Kugelgelenkes 17 an einem sich im Wesentlichen senkrecht zur
Fassade und Fassadenplatte Pn erstreckenden Stabelement 19 montiert ist. Das Stabelement
19 ist seinerseits mit einem Fassadenelement 21 mittels einer Schraubverbindung fest
verbunden. Eine derartige Konstruktion und Anbringung des feststehenden Punkthalters
5 erlaubt eine an sich feste Positionierung der Fassadenplatte Pn in Bezug auf die
Fassade, wobei lediglich ein leichtes Kippen der Fassadenplatte durch das Kugelgelenk
17 ermöglicht wird.
[0032] Die in Fig. 4 gezeigte Konstruktion der beweglichen Punkthalter 7 entspricht bezüglich
der mittels eines Kugelgelenkes 27 an einem Stabelement 29 gelagerten Fassung. 25
dem Aufbau des feststehenden Punkthalters 5. Lediglich das fassadenseitige Ende des
Stabelementes 29 ist mittels einer elastischen Montage 33 am Fassadenelement 31 angebracht.
Die elastische Montage 33 besteht im Wesentlichen aus zwei elastischen Unterlegscheiben
35, über welche das fassadenseitige Ende des Stabelementes 29 an einem Öhrabschnitt
37 des Fassadenelementes 31 angeschraubt ist. Die Öffnung 39 des Öhrabschnittes 37
hat einen wesentlich größeren Durchmesser als der Durchmesser des fassadenseitigen
Abschnittes 41 des Stabelementes 29, so dass ein in Fig. 5 gezeigtes Kippen des Stabelementes
29 in Bezug auf das Fassadenelement 31 mindestens in dem Maße ermöglicht wird, in
dem die gegenüberliegende Fassung 25 in Bezug auf das selbe Stabelement 29 kippbar
ist. Mit dieser Konstruktion der beweglichen Punkthalter 7 ist eine Verschiebung der
Fassadenplatte Pn im Wesentlichen parallel zur Fassade möglich.
[0033] Im Folgenden wird das Befestigungssystem und insbesondere dessen Funktion auf der
Grundlage von Fig. 2 näher beschrieben. Fig. 2 zeigt eine vergrößerte Ansicht des
in Fig. 1 gezeigten Befestigungssystems. Gemäß der Fig. 2 sind drei Fassadenplatten
P1, P2 und P3 in dieser Reihenfolge von oben nach unten aneinander angrenzend angeordnet.
[0034] Die obere Fassadenplatte P1 ist am oberen rechten Eckbereich mit einem feststehenden
Punkthalter 5 versehen. Am oberen linken und den unteren Eckbereichen ist die Fassadenplatte
P1 jeweils mit einem beweglichen Punkthalter 7 versehen.
[0035] Die unterhalb der Fassadenplatte P1 angeordnete Fassadenplatte P2 ist am oberen linken
Eckbereich mit einem feststehenden Punkthalter 5 versehen. Am oberen rechten und den
unteren Eckbereichen ist die Fassadenplatte P2 jeweils mit einem beweglichen Punkthalter
7 versehen.
[0036] Unterhalb von der Fassadenplatte P2 ist eine weitere Fassadenplatte P3 angeordnet,
die mit der gleichen Konfiguration von feststehende und beweglichen Punkthaltern versehen
ist wie die Fassadenplatte P1.
[0037] Das heißt, dass die Konfiguration bezüglich der Beweglichkeit und Drehbarkeit der
Punkthalter in Vertikalrichtung gemäß diesem Ausführungsbeispiel von Bauelement zu
Bauelement alternierend ist.
[0038] Zwischen der oberen Fassadenplatte P1 und darunter angeordneten Fassadenplatte P2
ist in Fuge S eine Stützverklotzung 9 eingesetzt. Dabei ist die Länge der Stützverklotzung
in Richtung der Fuge zwischen den zwei Fassadenplatten im vorliegenden Ausführungsbeispiel
wesentlich kürzer als die Fuge selbst. Die Stützverklotzung ist gemäß Fig. 2 in die
Fuge S in dem Bereich zwischen dem beweglichen Punkthalter in dem unteren linken Eckbereich
der oberen Fassadenplatte P1 und dem feststehenden Punkthalter in dem oberen linken
Eckbereich der darunter angeordneten Fassadenplatte P2 angeordnet.
[0039] Zwischen der Fassadenplatte P2 und darunter angeordneten unteren Fassadenplatte P3
ist in die Fuge S ebenfalls eine Stützverklotzung 9 eingesetzt. Dabei ist die Länge
der Stützverklotzung in Richtung der Fuge zwischen den zwei Fassadenplatten wesentlich
kürzer als die Fuge selbst. Die Stützverklotzung ist gemäß Fig. 2 in die Fuge S in
dem Bereich zwischen dem beweglichen Punkthalter in dem unteren rechten Eckbereich
der Fassadenplatte P2 und dem feststehenden Punkthalter in dem oberen rechten Eckbereich
der darunter angeordneten unteren Fassadenplatte P3 angeordnet.
[0040] Auch die Konfiguration der Stützverklotzungen ist in Vertikalrichtung alternierend
gemäß den jeweiligen Positionen der feststehenden Punkthalter gestaltet.
[0041] Die Fassadenplatten P1, P2 und- P3 können sich mit diesem Aufbau nach oben und nach
unten weiter fortsetzen. Neben den Fassadenplatten P1, P2 und P3 (Pn) können an beiden
Seiten ebenfalls Fassadenplatten mit dem entsprechenden Befestigungssystem gestützt
angeordnet sein, so dass die. Fassadenplatten an den Seiten aneinander angrenzen.
[0042] Der Erfindung liegt das Prinzip zugrunde, dass eine statisch unbestimmte Lagerung
einer Fassadenplatte mit einem feststehenden aber um seine Längsachse drehbaren Punkthalter
und weiteren senkrecht zur Längsachse kippbaren Punkthaltern durch eine Stützverklotzung
zwischen einer Kante der Fassadenplatte und einer Kante einer an diese angrenzenden
Fassadenplatte statisch bestimmt wird. Dabei ist die Stützverklotzung in horizontaler
Richtung an der Seite der Fuge S angeordnet, dass sie im Wesentlichen oberhalb von
dem feststehenden Punkthalter der darunter angeordneten Fassadenplatte liegt. So kann
die Kraft, die beispielsweise aufgrund der Schwerkraft die Fassadenplatte um den Drehpunkt
an dem feststehenden Punkthalter drehen würde, aufgenommen werden.
[0043] Entsprechend diesem erfindungsgemäßen Prinzip werden bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
die-Fassadenplatten Pn übereinander angeordnet, so dass abwechselnd der feststehende
Punkthalter am linken oberen Eckbereich und am rechten oberen Eckbereich der Fassadenplatten
vorgesehen ist. Auch die Stützverklotzung ist bei den übereinander angeordneten Fassadenplatten
Pn abwechselnd nach rechts und nach links versetzt in die Fuge anzuordnen, so dass
eine Stützverklotzung immer in einer Fuge oberhalb des feststehenden Punkthalters
der darunter liegenden Fassadenplatte angeordnet ist.
[0044] Zwischen den sich nach links und rechts fortsetzenden vertikalen Reihen der Fassadenplatten
ist in diesem Ausführungsbeispiel keine.Verbindung vorgesehen.
[0045] Damit die Anordnung der Fassadenplatten, die in Vertikalrichtung aneinander angrenzen,
insgesamt statisch bestimmt ist, ist die untere Fassadenplatte so zu befestigern,
dass sie sich nicht um den feststehenden Punkthalter drehen kann. Dazu kann eine Stützverklotzung
an dem unteren Rand der untersten Fassadenplatte beispielsweise an der Fassade befestigt
werden. Außerdem kann auch die obere abschließende Fassadenplatte an der Fassade drehfest
ausgebildet werden. Nachstehend wird ein Befestigungsverfahren zur Befestigung flächiger
Bauelemente an einer Fassade oder einem Dach gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
beschrieben.
[0046] Mit dem erfindungsgemäßen Befestigungsverfahren werden flächigen Bauelemente wie
zum Beispiel Fassadenplatten oder Glasscheiben an einer Wand oder einer Fassade befestigt.
Dabei wird an der Fassadenplatte Pn an vier Eckbereichen jeweils ein Haltepunkt vorgesehen.
Gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel werden die Fassadenplatten ans einer Fassade
befestigt, so dass die Fassadenplatten von der Fassade beabstandet sind, die Haltepunkte
jeweils an einem Ende an der Fassadenplatte vorgesehen sind und deren Haltekraft in
die Fassade eingeleitet wird. Gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel wird an einem
oberen rechten oder einem oberen linken Eckbereich der Fassadenplatte eine in der
Ebene feststehende Verbindung unter Ermöglichung einer Verdrehbarkeit um die Achse
des feststehenden Haltepunkts ermöglicht, die senkrecht auf der Fassadenplatte steht.
An den übrigen drei Eckbereichen werden mit den beweglichen Haltepunkten Verbindungen
zwischen der Fassadenplatte und der Fassade vorgesehen, die eine Verdrehbarkeit um
die Achse der Haltepunkte, die senkrecht auf der Fassadenplatte steht, und eine Bewegbarkeit
in der Ebene der Fassadenplatte gestatten. Das wird dadurch ermöglicht, dass an den
übrigen drei Eckbereichen frei bewegliche Punkthalter vorgesehen werden, die senkrecht
zu ihrer Längsachse kippbar sind.
[0047] Somit ist eine Platte, die nur durch die vorstehend beschriebenen Haltepunkte gestützt
ist, statisch unbestimmt gelagert.
[0048] Des Weiteren wird ein Abstützpunkt vorgesehen, der eine Krafteinleitung von einer
Fassadenplatte auf eine Fassadenplatte ermöglicht, die unterhalb von dieser angeordnet
ist. Insbesondere wird der Abstützpunkt zwischen zwei angrenzenden Fassadenplatten
an einer Position vorgesehen, so dass er eine Gewichtskraft der oberen Fassadenplatte
in die untere Fassadenplatte einleiten kann. Wenn der feststehende Haltepunkt der
oberen Fassadenplatte deren oberen rechten Rand und der feststehende Haltepunkt der
unteren Fassadenplatte an deren oberen linken Eckbereich vorgesehen ist, wird ein
Abstützpunkt in Form einer Stützverklotzung in die Fuge zwischen der oberen und der
unteren Fassadenplatte in Bereich zwischen dem unteren linken Eckbereich der oberen
Fassadenplatte und dem oberen rechten Eckbereich der unteren Fassadenplatte eingesetzt.
[0049] So können die Fassadenplatten durch Vorsehen eines feststehenden drehbaren Haltepunkts
und drei frei beweglichen Haltepunkten gemeinsam mit Abstützpunkt zur Abstützung an
einem Rand der Fassadenplatten statisch bestimmt gehalten werden.
[0050] An der untersten Fassadenplatte ist ein Abstützpunkt vorzusehen, der verhindert,
dass sich die Fassadenplatte um den feststehenden Haltepunkt dreht. Zusätzlich kann
die oberste abschließende Fassadenplatte an der Fassade drehfest verankert werden.
[0051] Die Erfindung ist nicht auf das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt.
[0052] In dem Ausführungsbeispiel sind ein feststehender und drei frei bewegliche Punkthalter
bzw. Haltepunkte dargestellt. Es ist jedoch möglich, einen feststehenden und lediglich
zwei frei bewegliche Punkthalter bzw. Haltepunkte vorzusehen.
[0053] Die Konfiguration der verschiedenen Punkthalter und der Stützverklotzung bzw. der
verschiedenen Haltepunkte und des Abstützpunkts muss nicht zwingend alternierend vorgesehen
sein. Die feststehenden Punkthalter bzw. Haltepunkte und somit die Stützverklotzung
kann auch auf lediglich einer Seite angeordnet sein. Außerdem kann die Konfiguration
der Punkthalter bzw. Haltepunkte und der Stützverklotzung bzw. des Abstützpunkts derart
abgewandelt werden, dass die Kraftübertragung beispielsweise zwischen nebeneinander
angeordneten Bauelemente gestattet wird.
1. Befestigungssystem zur Befestigung von im Wesentlichen flächigen Bauelementen an einer
Fassade mit:
einem feststehenden Punkthalter (5), von dem ein Ende unbeweglich an der Fassade oder
an dem Bauelement (Pn) angebracht ist, und
zumindest zwei beweglichen Punkthaltern (7), von denen beide Enden jeweils kippbar
an der Fassade und an dem Bauelement angebracht sind,
gekennzeichnet durch
eine von den Punkthaltern unterschiedliche Stützeinrichtung (9), die einem auf das
Bauelement (Pn) um die Längsachse des feststehenden Punkthalters (5) wirkenden Drehmoment
entgegenwirkt.
2. Befestigungssystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Stützeinrichtung direkt von der Fassade getragen wird.
3. Befestigungssystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Stützeinrichtung (9) von einem unter dem flächigen Bauelement angeordneten weiteren
flächigen Bauelement getragen wird.
4. Befestigungssystem nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich die durch die Stützeinrichtung (9) erzeugte Stützkraft im Wesentlichen entlang
einer Linie erstreckt, auf der ein feststehender Punkthalter (5) des weiteren flächigen
Bauelementes liegt.
5. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Bauelemente (Pn) in Vertikalrichtung übereinander im Wesentlichen in einer Ebene
angeordnet sind.
6. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich der feststehende und die beweglichen Punkthalter (5, 7) mit ihren Längsachsen
zwischen der Fassade und dem Bauelement (Pn) im Wesentlichen senkrecht in Bezug auf
das Bauelement und die Fassade erstrecken.
7. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die bauelementseitigen Enden des feststehenden Punkthalters (5) und der beweglichen
Punkthalter (7) in einer Ebene senkrecht zum Bauelement relativ zueinander kippbar
sind.
8. Befestigungssystem nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die bauelementseitigen Enden der Punkthalter (5) mittels eines Kugelgelenkes kippbar
sind.
9. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die beweglichen Punkthalter (7) über eine elastische Klemmverbindung an der Fassade
angebracht sind.
10. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Stützeinrichtung (9) ein elastisches Element ist.
11. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Bauelement (Pn) im Wesentlichen rechteckig ist und die Punkthalter (5, 7) an Eckbereichen
des Bauelements (Pn) angebracht sind.
12. Befestigungssystem nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
der feststehende Punkthalter (5) in Vertikalrichtung der angrenzenden Bauelemente
(Pn) alternierend an dem oberen linken Eckbereich des Bauelements oder an dem oberen
rechten Eckbereich des Bauelements angebracht ist.
13. Befestigungsverfahren zur Befestigung von einem im Wesentlichen flächigen Bauelement
(Pn) an einer Fassade mit den folgenden Schritten:
Vorsehen von einem feststehenden Haltepunkt und von zumindest zwei in der Ebene des
flächigen Bauelementes beweglichen Haltepunkten an dem Bauelement (Pn),
Stützen des Bauelements an der Fassade an dem ersten Haltepunkt, so dass die Position
des ersten Haltepunkts relativ zu der Fassade ortsfest ist,
Stützen des Bauelements an der Fassade an den zweiten Haltepunkten, so dass die jeweiligen
Positionen der zweiten Haltepunkte relativ zu der Fassade beweglich sind,
Aufnehmen eines um den ersten Haltepunkt wirkenden Drehmoments.
1. Mounting system for mounting essentially flat components to a façade, having:
one fixed point holder (5), of which one end is attached immovably to the façade or
to the component (Pn), and
at least two movable point holders (7), of which the two ends are attached in tiltable
manner to the façade or the component respectively,
characterized by
a bracing device (9) that differs from the point holders and works against a turning
moment acting on the component (Pn) about the longitudinal axis of the point holder
(5).
2. Mounting system as recited in claim 1,
characterized in that
the bracing device is supported directly by the façade.
3. Mounting system as recited in claim 1,
characterized in that
the bracing device (9) is supported by an additional flat component disposed below
the first flat component.
4. Mounting system as recited in claim 3,
characterized in that
the bracing force exerted by the bracing device (9) extends essentially along a line
on which a fixed point holder (5) of the additional flat component is located.
5. Mounting system as recited in any of the preceding claims,
characterized in that
the components (Pn) are arranged vertically one above the other essentially in a single
plane.
6. Mounting system as recited in any of the preceding claims,
characterized in that
the longitudinal axes of the fixed and the movable point holders (5, 7) extend between
the façade and the component (Pn) essentially perpendicularly to the component and
the façade.
7. Mounting system as recited in any of the preceding claims,
characterized in that
the ends of the fixed point holder (5) on the component side and of the movable point
holders (7) are tiltable relative to each other in a plane perpendicular to the component.
8. Mounting system as recited in claim 7,
characterized in that
the ends of the fixed point holder (5) on the component side are tiltable via a spherical
joint.
9. Mounting system as recited in any of the preceding claims,
characterized in that
the movable point holders (7) are attached to the façade via an elastic clamping connection.
10. Mounting system as recited in any of the preceding claims,
characterized in that
the bracing device (9) is an elastic element.
11. Mounting system as recited in any of the preceding claims,
characterized in that
the component (Pn) is essentially rectangular and the point holders (5, 7) are attached
to corner areas of the component (Pn).
12. Mounting system as recited in claim 11,
characterized in that
the fixed point holder (5) is attached to the upper left corner area of the component
or to the upper right corner area of the component alternatingly in the vertical direction
of the contiguous components (Pn) .
13. Mounting method for mounting an essentially flat component (Pn) to a façade, including
the following steps:
providing one fixed retaining point and at least two retaining points that are movable
in the plane of the flat component on the component (Pn),
bracing the component on the façade at the second retaining points, so that the respective
positions of the second retaining points are movable relative to the façade,
absorbing a turning moment that is created about the first retaining point.
1. Système de fixation pour la fixation d'éléments de construction essentiellement plans
sur une façade, avec :
un dispositif de support ponctuel (5), dont une extrémité est fixée de façon immobile
à la façade ou à l'élément de construction (Pn), et
au moins deux dispositifs de support ponctuel (7), dont les deux extrémités respectives
sont fixées de façon pivotante à la façade et à l'élément de construction,
caractérisé par
un dispositif de support (9) différent des dispositifs de support ponctuel, qui agit
contre un couple de rotation agissant sur l'élément de construction (Pn), autour de
l'axe longitudinal du dispositif de support ponctuel (5) immobile.
2. Système de fixation selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le dispositif de support est porté directement par la façade.
3. Système de fixation selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le dispositif de support (9) est porté par un autre élément de construction plan disposé
sous l'élément de construction plan.
4. Système de fixation selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
la force de soutien produite par le dispositif de support (9) s'étend essentiellement
le long d'une ligne, sur laquelle se trouve un dispositif de support ponctuel (5)
immobile de l'autre élément de construction plan.
5. Système de fixation selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les éléments de construction (Pn) sont disposés les uns au-dessus des autres dans
le sens vertical, essentiellement dans un plan.
6. Système de fixation selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de support ponctuel immobile et les dispositifs de support ponctuel
mobiles (5, 7) s'étendent avec leurs axes longitudinaux entre la façade et l'élément
de construction (Pn) essentiellement verticalement par rapport à l'élément de construction
et à la façade.
7. Système de fixation selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les extrémités du dispositif de support ponctuel immobile (5) et des dispositifs de
support ponctuel mobiles qui sont situées du côté de l'élément de construction peuvent
pivoter l'une vers l'autre dans un plan vertical à l'élément de construction.
8. Système de fixation selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
les extrémités du dispositif de support ponctuel (5) qui sont situées du côté de l'élément
de construction peuvent pivoter au moyen d'une articulation à rotule.
9. Système de fixation selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les dispositifs de support ponctuel mobiles (7) sont fixés à la façade par un assemblage
par serrage élastique.
10. Système de fixation selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de support (9) est un élément élastique.
11. Système de fixation selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de construction (Pn) est essentiellement rectangulaire et les dispositifs
de support ponctuel (5, 7) sont fixés dans des régions de coin de l'élément de construction
(Pn).
12. Système de fixation selon la revendication 11,
caractérisé en ce que
le dispositif de support ponctuel immobile (5) est fixé dans la région du coin supérieur
gauche ou dans la région du coin supérieur droit, en alternance dans le sens vertical
des éléments de construction (Pn) adjacents.
13. Procédé de fixation pour la fixation d'un élément de construction essentiellement
plan (Pn) sur une façade, comprenant les étapes suivantes :
prévision d'un point de support immobile et d'au moins deux points de support mobiles
sur l'élément de construction (Pn), dans le plan de l'élément de construction plan,
appui de l'élément de construction contre la façade, au niveau du premier point de
support, de manière à ce que la position du premier point de support soit fixe par
rapport à la façade,
appui de l'élément de construction contre la façade, au niveau des deuxièmes points
de support, de manière à ce que les positions respectives des deuxièmes points de
support soient fixes par rapport à la façade,
réception d'un couple de rotation agissant autour du premier point de support.