[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Verstellen der Spannung
einer mit einem ersten Ende an einem Befestigungsblock und mit einem zweiten Ende
an einer weiteren Befestigung festgelegten Seite eines Saiteninstrumentes.
[0002] Zum korrekten Stimmen von Saiteninstrumenten ist es erforderlich, die bei diesen
Instrumenten zwischen zwei Befestigungspunkten gespannten Saiten in ihrer Spannung
exakt einzustellen, so dass sich beim Anschlagen der Saite eine stehende Welle der
richtigen Frequenz ausbildet und somit der gewünschte Ton erzeugt wird.
[0003] Üblicherweise ist hierzu die Saite eines Saiteninstrumentes mit einem ihrer beiden
Enden starr festgelegt, das zweite Ende der Saite läuft auf einer Spindel oder einem
ähnlichen Element auf und kann durch Auf- bzw. Abwickeln ge- bzw. entspannt werden,
um so die richtige Stimmung der Saite zu erlangen.
[0004] Insbesondere jedoch dann, wenn das Saiteninstrument auch automatisch gestimmt werden
können soll, d.h. mittels einer Steuerung, die aufgrund eines erfassten Ist-Tones
der angeschlagenen Saite im Vergleich desselben mit einem Soll-Ton einen Antrieb zur
Veränderung der Saitenspannung ansteuert, sind solche, bekannten Möglichkeiten zum
Verstellen der Saitenspannung nicht immer geeignet. Zum Beispiel bei einer Gitarre,
insbesondere einer E-Gitarre, bzw. einem E-Bass, sitzen die so genannten Mechaniken
bzw. die Wirbel zum Spannen bzw. Entspannen der Saiten am so genannten Kopf des Instrumentes
und damit an einem vergleichsweise kleinen Teil desselben. Zwar gibt es grundsätzliche
Möglichkeiten, auch hier einen motorischen Antrieb zum Einstellen der Saitenspannung
anzubringen, siehe zum Beispiel
DE 3509662, allerdings ist es sehr schwierig bis nahezu unmöglich, die gesamte Steuerung für
ein System zum automatischen Stimmen der Gitarre bzw. des E-Basses an diesem Teil
des Instrumentes anzuordnen. Insoweit ist es erstrebenswert, nach alternativen Möglichkeiten
zum Verstellen der Spannung einer Saite eines Saiteninstrumentes zu suchen.
[0005] Eine solche Alternative wird hinsichtlich eines Verfahrens zum Verstellen der Spannung
einer mit einem ersten Ende in einem Befestigungsblock und mit einem zweiten Ende
an einer weiteren Befestigung festgelegten Saite eines Saiteninstrumentes mit einem
in dem nachfolgenden Patentanspruch 1 angegebenen Verfahren gegeben. Hinsichtlich
einer Vorrichtung ist eine dieses Ziel verwirklichende Vorrichtung im Patentanspruch
2 beschrieben. Vorteilhafte Weiterbildungen der Vorrichtung sind in den Patentansprüchen
3 bis 5 angegeben. In Anspruch 6 ist schließlich eine Vorrichtung zum automatischen
Stimmen wenigstens einer Saite eines Saiteninstrumentes angegeben, welche eine neuartige
Vorrichtung zum Verstellen der Spannung einer Saite eines Saiteninstrumentes gemäß
der Erfindung verwendet.
[0006] Erfindungsgemäß liegt die Besonderheit des neuartigen Verfahrens zum Verstellen der
Spannung einer Saite eines Saiteninstrumentes bzw. der erfindungsgemäßen Vorrichtung
darin, dass keine Mechanik zum Aufwickeln der Saite verwendet wird, sondern statt
dessen mit einem unter Druck stehenden Druckmittel, bspw. einem Fluid, gearbeitet
wird. Dieses Druckmittel greift an einem Halteabschnitt, an welchem ein erstes Ende
der Saite angelegt ist, an und verschiebt diesen Halteabschnitt und damit das darin
festliegende Saitenende in einem Befestigungsblock so, dass sich die Spannung der
Saite ändert.
[0007] Der Einsatz eines Druckmittels, vorzugsweise eines Fluids, insbesondere einer Hydraulikflüssigkeit,
erlaubt ein automatisches Einstellen der Saitenspannung ohne Einsatz irgendwelcher
Stellmotoren. Stattdessen kann bspw. mit in einem Druckreservoir vorhandener Hydraulikflüssigkeit
gearbeitet werden, um druckgesteuert und präzise die Saitenspannung einzustellen.
Ein solches Vorgehen eignet sich besonders gut zum Einsatz in einer Vorrichtung zum
automatischen Stimmen eines Saiteninstrumentes, bspw. einer Gitarre, wobei eine Zufuhr
bzw. Abfuhr von Druckmittel zum Erhöhen bzw. Erniedrigen der Saitenspannung von einer
Steuerung je nach Abweichen der Frequenz des von der Saite tatsächlich erzeugten Tones
von einer vorgegebenen Frequenz eines Soll-Tones angesteuert wird.
[0008] Eine mögliche Verwirklichung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in der in Anspruch
3 genannten, vorteilhaften Weiterbildung angegeben. Die erfindungsgemäß eingesetzte
Hülse ergibt im Zusammenspiel mit der Bohrung, in welcher sie eingesetzt ist, einen
ähnlichen Effekt wie ein Kolben in einem Zylinder, so dass sie mittels des Druckmittels
bzw. beim Entspannen mittels des Saitenzuges auf einfache Weise in der Bohrung in
dem Block verschoben werden kann und so die Saite spannt bzw. entspannt. Besonders
geeignet ist diese Lösung für Gitarren, insbesondere für E-Gitarren sowie für E-Bässe.
Dort sind am Korpus des Instrumentes die Saiten mit einem Ende in einem Befestigungsblock,
im Falle von E-Gitarren bisweilen auch in einem Tremolo-Systemblock, festgelegt. Ein
solcher Block weist üblicherweise ohnehin Bohrungen auf, in die die Saiten mit einem
Ende geführt sind, üblicherweise unter einer Umlenkung von etwa 90°. Hier lässt sich
ohne großen Aufwand ein herkömmlicher Block durch einen mit den erfindungsgemäßen
Hülsen ausgerüsteten und mit entsprechend erweiterten Bohrungen versehenen Block austauschen,
ohne dass das Instrument schwerwiegende Veränderung erfährt. So wird auf einfache
Weise die Möglichkeit einer "automatischen" Saitenverstellung geschaffen, ohne das
Instrument selbst wesentlich zu verändern.
[0009] Die in Anspruch 4 angegebene Weiterbildung dient einer Erleichterung des Festlegens
der Saitenenden in der Hülse. Beispielsweise bei Gitarren, insbesondere E-Gitarren
und bei E-Bässen weisen die Saiten an ihrem an dem Korpus festgelegten Ende typischerweise
Verdickungen, so genannte "ball ends" auf. Mit diesen können die Saitenenden dann
in dem erweiterten Abschnitt der in der Hülse geführten Bohrung festgelegt werden.
[0010] Ist die Hülse, wie in Anspruch 5 angegeben, aus einem piezoelektrischen Keramikmaterial
gefertigt, kann sie in vorteilhafter Weise zugleich als Tonabnehmer genutzt werden.
Mit ihr können die Schwingungen der dort anliegenden Saite erfasst und durch die piezoelektrische
Eigenschaft der Keramik in elektrische Signale umgesetzt werden. Diese elektrischen
Signale können dann entweder unmittelbar zur Verstärkung gebracht und als akustische
Signale genutzt werden, sie können aber auch als Steuersignale fungieren, um bspw.
midi-Funktionen ansteuern. Schließlich können diese Signale auch genutzt werden, um
eine in Anspruch 6 beanspruchte Vorrichtung zum automatischen Stimmen eines Saiteninstrumentes
mit Informationen über die aktuell erfasste Frequenz der schwingenden Saite zu versorgen,
welche Informationen dann dem Abgleich mit der Soll-Frequenz und schließlich der Errechnung
der erforderlichen weiteren Spannung bzw. Entspannung der Saite dient.
[0011] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem nachfolgend anhand
der beigefügten Figuren geschilderten Ausführungsbeispiel. In der nachfolgenden Beschreibung
und in den Figuren ist die Erfindung anhand einer Verwirklichung einer E-Gitarre beschrieben,
wobei die Erfindung grundsätzlich nicht auf dieses besondere Saiteninstrument beschränkt,
sondern prinzipiell bei allen bekannten Saiteninstrumenten anwendbar ist. In den Figuren
zeigen:
- Fig. 1
- schematisch eine Ansicht einer E-Gitarre als Beispiel für ein Saiteninstrument mit
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 2
- eine vergrößerte schematische Darstellung des Korpus der E-Gitarre aus Fig. 1,
- Fig. 3
- a-d in verschiedenen Ansichten einen erfindungsgemäß ausgerüsteten Tremolo-Systemblock
der in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten Gitarre,
- Fig. 4
- einen Tremolo-Systemblock wie in Fig. 3 mit aufgesetzten Reitern, wobei einer der
Reiter in Explosionsdarstellung gezeigt ist und
- Fig. 5
- einen Ausschnitt des Korpus' der Gitarre mit angesetztem und von Spannfedern gehaltenem
Tremolo-Systemblock.
[0012] In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Vorrichtung
in einer E-Gitarre gezeigt. Gleiche Elemente sind dabei mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0013] Zunächst ist in den Figuren 1 und 2 allgemein eine E-Gitarre 1 dargestellt. Diese
lässt sich grob unterteilen in einen Korpus 2, einen Hals 3 sowie einen Kopf 4. Am
Korpus 2 ist als Befestigungsblock bei dieser E-Gitarre 1 ein Tremolo-Systemblock
5 angebracht, welcher die vorliegende Erfindung enthält und deshalb später eingehender
beschrieben wird.
[0014] Ausgehend von dem Tremolo-Systemblock 5 erstrecken sich die Saiten 6a bis 6f, welche
am Kopf 4 auf Wirbel 7 auflaufen, wobei die Wirbel 7 über Flügel 8 verstellt werden
können. Unter den Saiten 6a bis 6f ist am Korpus 2 der E-Gitarre 1 ein pick-guard
9 angeordnet.
[0015] In Fig. 2 ist vergrößert der Korpus 2 der E-Gitarre 1 dargestellt. Hier sind zusätzlich
ein später näher zu erläuternder Steuerchip 10 sowie Tonabnehmer 12 (so genannte pickups)
zu erkennen. Ferner sind Leitungen 14 zu erkennen, über welche der Steuerchip 10 mit
dem Tremolo-Systemblock 5 verbunden ist, wobei auf diese Verbindung später näher eingegangen
werden wird.
[0016] In den Fign. 3a bis d ist in verschiedenen Ansichten der Tremolo-Systemblock 5 näher
dargestellt. Dieser Tremolo-Systemblock 5 enthält die Erfindung. In Fig. 3a ist der
Tremolo-Systemblock 5 in einer dreidimensionalen Ansicht, in Fig. 3b in einer Draufsicht,
in Fig. 3c in einer geschnittenen Ansicht entlang der Schnittlinie A-A aus Fig. 3b
und in Fig. 3d in einer entlang der Schnittlinie B-B aus Fig. 3d genommenen Schnittdarstellung
dargestellt.
[0017] In den Fign. 3a bis 3d ist zu erkennen, dass der Tremolo-Systemblock 5 insgesamt
sechs Bohrungen 11 aufweist, in welchen die Saiten 6a bis 6f in später näher zu beschreibender
Weise festgelegt werden können. Die Bohrungen 11 haben in einem in Fig. 3c unten dargestellten
Abschnitt einen im Durchmesser erweiterten Abschnitt 11a. In den Bohrungen 11 sind
Hülsen 13 längs verschiebbar angeordnet. Die Hülsen 13 weisen jeweils einen erweiterten
Kopf 13a auf. Der Außendurchmesser des erweiterten Kopfes 13a entspricht dem Innendurchmesser
des Abschnittes 11a der Bohrung 11; der Außendurchmesser der restlichen Hülse 13 entspricht
dem Durchmesser der restlichen Bohrung 11. Auf diese Weise ist zwischen den Übergängen
des erweiterten Kopfes 13a zur restlichen Hülse 13 und dem Abschnitt 11a der Bohrung
11 zur restlichen Bohrung 11 ein Ringraum 17 gebildet. In diesem Ringraum 17 mündet
eine Zuführleitung 18 in Form einer Stichbohrung. Durch diese Zuführleitung 18 kann
in den Ringraum 17 ein Druckmittel, im bevorzugten Ausführungsbeispiel ein Hydraulikfluid,
eingebracht werden.
[0018] In der Hülse 13 ist eine innere Bohrung 19 geführt, welche im Bereich des erweiterten
Kopfes 13a der Hülse 13 einen erweiterten Innendurchmesser aufweist (Abschnitt 19a).
Ferner sind - für die Erfindung nicht relevante, aus anderen Aspekten eingesetzte
- weitere Hülsen 20 zu erkennen, die an dem in Fig. 3c oben dargestellten Abschnitt
des Tremolo-Systemblockes 5 fest in den Bohrungen 11 sitzen. Diese Hülsen dienen einer
Isolierung der durch die Hülsen 13 geführten Saiten gegenüber dem Metallmaterial des
Tremolo-Systemblocks 5. Diese Isolierung ist in bestimmten Anwendungsfällen erforderlich,
insbesondere wenn die Saiten 6a bis 6f als elektrische Leiter verwendet werden sollen.
[0019] Im Einsatz sitzen die Saiten 6a bis 6f mit einer Verdickung an ihrem einen Ende (dem
so genannten ball end) in dem erweiterten Abschnitt 19a der Bohrung in der Hülse 13
fest. Die Saiten sind dann weiter durch die Bohrung 19 in der jeweiligen Hülse 13
geführt und dann durch die weitere, feststehende Hülse 20 hindurch aus dem Tremolo-Systemblock
5 heraus. Dort werden sie über in Fig. 4 dargestellte Reiter 21 und von dort über
den Hals 3 bis zum Kopf 4 der E-Gitarre 1 geführt. Dort laufen sie auf die Wirbel
7 auf. Die Hülsen 13 in den Bohrungen 11 des Tremolo-Systemblocks 5 werden durch in
dem Ringraum 17 befindliches Hydraulikfluid in ihrer Position gehalten. Dabei steht
der auf die Hülse 13 ausgeübte Druck des Hydraulikfluids mit der durch die Saite bzw.
deren Spannung ausgeübte Kraft im Gleichgewicht. Soll die Saite nun gespannt werden,
wird durch die Zuführleitung 18 weiteres Hydraulikfluid in den Ringraum 17 verbracht,
um den Druck zu erhöhen. Dadurch wird die Hülse 13 in der Bohrung 11 in der Fig. 3c
gezeigten Ausrichtung nach unten bewegt und die Saite gespannt. Anders herum wird,
soll die Saite entspannt werden, Hydraulikfluid aus der Zuführleitung 18 abgelassen,
wodurch sich die Hülse 13 in der Bohrung 11 in der in Fig. 3c gezeigten Ausrichtung
nach oben bewegt.
[0020] Bevorzugt wird Hydraulikfluid aus einem Hydraulikfluidspeicherelement verwendet,
welches ohne weiteres insbesondere ohne Veränderung der Geometrie bzw. des Materials
der Gitarre, damit auch ohne Fräsungen und sonstige Materialausnehmungen, im Korpus
2 der Gitarre 1 angeordnet werden kann. Hier bedarf es dann lediglich einer entsprechenden
Ventilschaltung, die zum Spannen bzw. Entspannen der Gitarrensaiten jeweils richtig
angesteuert wird.
[0021] Alternativ zu der hier beschriebenen Wirkweise der Vorrichtung kann diese auch mit
einem in beide Richtungen, d.h. zum Spannen wie auch zum Entspannen aktiv mit Hydraulikfluid
belastbare Einheit (Doppelkammersystem) umfassen.
[0022] Wichtig ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel, dass die Gesamtlänge der Hülse
13 länger ist als die Länge des erweiterten Abschnittes 11a der Bohrung 11, damit
hier auch im Zustand der maximalen Saitenspannung der Ringraum 17 gegenüber der restlichen
Bohrung 11 abgedichtet ist und kein Hydraulikfluid aus dem Ringraum 17 unkontrolliert
austreten kann.
[0023] In einer bevorzugten Anwendung wird dieses System zum Verstellen der Spannung der
Saiten in eine Vorrichtung zum automatischen Stimmen der Gitarre integriert. Dazu
wird der in Fig. 2 gezeigte Steuerchip 10 verwendet. In diesem Chip ist ein Soll-Wert
für die Frequenz einer Grundschwingung einer jeden Saite gespeichert. Über Signalleitungen
ist dieser Steuerchip 10 mit bspw. den Tonabnehmern 12 verbunden, um die aktuelle
Frequenz der Grundschwingung der Saiten erfassen zu können. Aus einer Differenz zwischen
dem Soll- und dem Ist-Wert errechnet der Steuerchip 10 ein Maß, um welches die jeweilige
Saite zu spannen bzw. zu entspannen ist und steuert das Ventil für die dieser Saite
zugeordnete Stichleitung 18 entsprechend an, so dass über einen Zu- bzw. Abfluss der
Hydraulikflüssigkeit eine jeweilige Anpassung der Saitespannung der betreffenden Saite
vorgenommen werden kann.
[0024] Anstelle die Tonabnehmer 12 (elektromagnetische Abnehmer) zu verwenden, können auch
entweder in dem Tremolo-Systemblock 5 separat eingebrachte Piezo-Elemente oder aber
die Hülsen 13 selbst, sofern sie aus einem piezoelektrischen Keramikmaterial bestehen,
als Element zum Erfassen des Ist-Wertes der Frequenz der Saite verwendet werden.
[0025] In Fig. 5 ist schließlich ein Ausschnitt aus dem Korpus 2 der E-Gitarre 1 von hinten
bzw. unten dargestellt. Zu erkennen ist hier die Aufhängung des Tremolo-Systemblocks
5, der mit den erfindungsgemäß arbeitenden Hülsen 13 ausgerüstet ist. Der Tremolo-Systemblock
5 ist mit Hilfe dreier Federn 22, die über entsprechende Stelleinrichtungen 23 in
ihrem auf dem Tremolo-Systemblock 5 ausgeübten Zug eingestellt werden können, in der
Waage gehalten. Hier setzt eine weitere Nutzungsmöglichkeit der hydraulischen Verstellung
an. Im Rahmen einer unabhängig von der vorliegenden Erfindung nutzbaren technischen
Entwicklung ist es denkbar, durch Hydraulik- bzw. Pneumatikzylinder oder auf andere
Weise mit einem Druckmittel aktiviert die Federspannung der einzelnen, den Tremolo-Systemblock
5 in einer Waage haltenden Federn zu verändern. Auf diese Weise könnte "automatisch"
eine Einstellung der Waage des Tremolo-Systemblocks vorgenommen werden, bspw. um unterschiedliche
Effekte des Gitarrenspiels zu erreichen oder aber um bei Einsatz unterschiedlicher
Tremolo-Systeme, bspw. eines Floyd-Rose-Tremolo-Systemes, die Zugkräfte anzupassen.
Mit 24 ist hier ein solcher Zylinder angedeutet. Möglich ist es bspw. auch, die Federn
22 insgesamt durch Pneumatik- bzw. Hydraulikzylinder zu ersetzen. Auch diese zuletzt
beschriebene Lösung ist unabhängig von der hier beanspruchten Erfindung durchführbar
und stellt für sich genommen eine eigene Erfindung dar.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 1
- E-Gitarre
- 2
- Korpus
- 3
- Hals
- 4
- Kopf
- 5
- Tremolo-Systemblock
- 6a-f
- Saite
- 7
- Wirbel
- 8
- Flügel
- 9
- Pick-Guard
- 10
- Steuerchip
- 11
- Bohrung
- 11a
- erweiterter Abschnitt
- 12
- Tonabnehmer
- 13
- Hülse
- 13a
- erweiterter Kopf
- 14
- Leitung
- 17
- Ringraum
- 18
- Zuführleitung
- 19
- Bohrung
- 19a
- Abschnitt
- 20
- Hülse
- 21
- Reiter
- 22
- Feder
- 23
- Stelleinrichtung
- 24
- Pneumatik- bzw. Hydraulikzylinder
1. Verfahren zum Verstellen der Spannung einer mit einem ersten Ende in einem Befestigungsblock
(5) und mit einem zweiten Ende an einer weiteren Befestigung (7) festgelegten Saite
(6a - 6f) eines Saiteninstrumentes (1), wobei das erste Ende der Saite (6a - 6f) an
einem in bzw. an dem Befestigungsblock (5) relativ zu diesem verschiebbaren Halteabschnitt
(13) festgelegt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteabschnitt durch Beaufschlagung mit einem unter einem vorgebbaren Druck stehenden
Druckmittel zum Spannen bzw. Entspannen der Saite (6a - 6f) verschoben wird.
2. Vorrichtung zum Verstellen der Spannung einer mit einem ersten Ende in einem Befestigungsblock
(5) und mit einem zweiten Ende an einer weiteren Befestigung (7) festgelegten Saite
(6a - 6f) eines Saiteninstrumentes (1), wobei das erste Ende der Saite (6a - 6f) an
einem in bzw. an dem Befestigungsblock (5) relativ zu diesem verschiebbar angeordneten
Haltabschnitt (13) festgelegt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteabschnitt (13) durch Beaufschlagung mit einem unter einem vorgebbaren Druck
stehenden Druckmittel zum Spannen bzw. Entspannen der Saite (6a - 6f) verschiebbar
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens eine in dem Befestigungsblock (5) geführte Bohrung (11) mit einem
Bohrungsabschnitt (11a) mit erweitertem Durchmesser sowie eine in der wenigstens einen
Bohrung (11) verschiebbar und das Druckmittel abdichtend angeordnete Hülse (13) aufweist,
wobei die Hülse (13) einen Kopf (13a) mit einem verbreiterten Außendurchmesser, der
im wesentlichen dem Bohrungsdurchmesser in dem Abschnitt (11a) der Bohrung (11) mit
erweiterten Durchmesser entspricht, sowie einen Fortsatz mit einem Außendurchmesser,
der im wesentlichen dem Bohrungsdurchmesser der restlichen Bohrung (11) entspricht,
aufweist, wobei zwischen dem Kopf (13a) und dem Fortsatz der Hülse (13) ein Absatz
vorgesehen ist, wobei der Kopf (13a) der Hülse (13) in dem Bohrungsabschnitt (11a)
mit erweitertem Durchmesser angeordnet ist und der Fortsatz der Hülse (13) bis in
den die restliche Bohrung (11) hineinragt, so dass zwischen dem Absatz zwischen dem
Kopf (13a) und dem Fortsatz der Hülse (13) und dem Übergang Bohrungsabschnittes (11a)
mit dem vergrößerten Durchmesser in die restliche Bohrung (11) ein abgedichteter Ringraum
(17) gebildet ist, und wobei in diesen Ringraum (17) wenigstens eine Leitung (18)
zum Zuführen bzw. Abführen von Druckmittel mündet.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Kopf (13a) der Hülse (13) eine gegenüber der Bohrung (19) in dem restlichen
Abschnitt der Hülse (13) im Durchmesser erweiterter Bohrungsabschnitt (19a) angeordnet
ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (13) eine Hülse aus einem piezoelektrischen Keramikmaterial ist, wobei
die Hülse (13) zur Aufnahme von piezoelektrisch gewonnenen Signalen elektrisch kontaktiert
ist.
6. Vorrichtung zum automatischen Stimmen wenigstens einer Saite (6a - 6f) eines Saiteninstrumentes
(1), insbesondere einer Gitarre oder einem E-Bass, mit einem Sensor (12) zum Erfassen
eines akustischen Signals der schwingenden Saite (6a - 6f), einer Wandlereinheit zum
Umwandeln des akustischen Signals in ein digitales Signal zum Bestimmen einer zugehörigen
Frequenz, einer Vergleichseinheit zum Abgleichen der ermittelten Frequenz mit einer
vorgegebenen Frequenz, einer Vorrichtung zum Verstellen der Spannung der wenigstens
einen Saite (6a - 6f) und einer Steuerung (10) zum Ansteuern der Vorrichtung zum Verstellen
der Spannung der wenigstens einen Saite (6a - 6f) anhand einer festgestellten Abweichung
zwischen der ermittelten Frequenz und der vorgegebenen Frequenz, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zum Verstellen der Spannung der wenigstens einen Saite (6a - 6f)
eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5 ist.
1. A method for adjusting the tension of a string (6a - 6f) of a string instrument (1)
fixed with a first end in a mounting block (5) and with a second end at the level
of another fastener (7), wherein the first end of the string (6a - 6f) is fixed in
or at the level of a holding section (13) the latter being mobile relative to the
mounting block (5), characterised in that the holding section is moved under the effect of a pressure control means subjected
to a presettable pressure for tensioning or loosening the string (6a - 6f).
2. A device for adjusting the tension of a string (6a - 6f) of a string instrument (1)
fixed with a first end in a mounting block (5) and with a second end at the level
of another fastener (7), wherein the first end of the string (6a - 6f) is fixed in
or at the level of the mounting block (5) relative to a mobile holding section (13),
characterised in that the holding section (13) is moved under the effect of a pressure control means subjected
to a presettable pressure for tensioning or loosening the string (6a-6f).
3. A device according to claim 2, characterised in that it presents at least a hole (11) drilled in the mounting block (5) with a drilled
section (11a) with enlarged diameter as well as a bushing (13) sealing the pressure
control means and mobile in said at least one hole (11), wherein the bushing (13)
presents a head (13a) with an enlarged outer diameter corresponding substantially
to the drilled diameter in the section (11a) of the hole (11) with enlarged diameter,
as well as an extension with an outer diameter corresponding substantially to the
drilled diameter of the remaining hole (11), wherein between the head (13a) and the
extension of the bushing (13) a landing is provided, wherein the head (13a) of the
bushing (13) is arranged in the drilled section (11a) with enlarged diameter and the
extension of the bushing (13) reaches into the remaining hole (11), so that between
the landing situated between the head (13a) and the extension of the bushing (13)
and the transitory drilled section (11a) with the enlarged diameter in the remaining
hole (11) a sealed annular chamber (17) is formed, and wherein in said annular chamber
at least one cable (18) can penetrate for bringing the pressure control means in or
out.
4. A device according to claim 3, characterised in that a drilled section (19a) is arranged in the head (13a) of the bushing (13) opposite
the hole (19) in the remaining section of the bushing (13) with enlarged diameter.
5. A device according to one of the claims 3 or 4, characterised in that the bushing (13) is made of piezoelectric ceramic material, wherein the bushing (13)
is contacted electrically for receiving signals obtained piezoelectrically.
6. A device for automatic tuning at least of one string (6a - 6f) of a string instrument
(1), in particular a guitar or a bass, with a sensor (12) for detecting an acoustic
signal of the vibrating string (6a - 6f), with a conversion unit for transforming
the acoustic signal into a digital signal to determine a matching frequency, with
a comparison unit for matching the frequency obtained with a preset frequency, with
a device for adjusting the tension of said at least one string (6a -6f) and a control
unit (10) for controlling the device for adjusting the tension of said at least one
string (6a - 6f) using a deviation observed between the frequency obtained and the
preset frequency, characterised in that the device for adjusting the tension of said at least one string (6a - 6f) is a device
according to one of the claims 2 to 5.
1. Procédé de réglage de tension d'une corde (6a - 6f) d'un instrument à cordes (1) fixée
en une première extrémité dans un bloc de fixation (5) et en une seconde extrémité
au niveau d'un autre système de fixation (7), la première extrémité de la corde (6a
- 6f) étant fixée dans ou contre une section de retenu (13) laquelle section est mobile
par rapport au bloc de fixation (5), caractérisé en ce que la section de retenue se déplace sous l'effet d'un régulateur de pression soumis
à une pression prédéterminée pour tendre ou détendre la corde (6a - 6f).
2. Dispositif de réglage de tension d'une corde (6a - 6f) d'un instrument à cordes (1)
fixée en une première extrémité dans un bloc de fixation (5) et en une seconde extrémité
au niveau d'un autre système de fixation (7), la première extrémité de la corde (6a
- 6f) étant fixée dans ou contre le bloc de fixation (5) par rapport à cette section
de retenue mobile (13), caractérisé en ce que la section de retenue (13) est mobile sous l'effet d'un régulateur de pression soumis
à une pression prédéterminée pour tendre ou détendre la corde (6a - 6f).
3. Dispositifselon la revendication 2, caractérisé en ce qu'il présente au moins un trou (11) pratiqué dans le bloc de fixation (5) avec une sélection
d'alésage (11a) au diamètre agrandi de même qu'une douille (13) mobile dans ledit
au moins un trou (11) et rendant le régulateur de pression hermétique, dans lequel
la douille (13) présente une tête (13a) au diamètre externe élargi, correspondant
sensiblement au diamètre d'alésage dans la partie (11a) du trou (11) au diamètre agrandi,
de même qu'un embout avec un diamètre externe correspondant sensiblement au diamètre
d'alésage du trou résiduel (11), un palier étant prévu entre la tête (13a) et l'embout
de la douille (13), la tête (13a) de la douille (13) étant prévue dans la sélection
d'alésage (11a) au diamètre agrandi et l'embout de la douille (13) pénétrant dans
le trou résiduel (11), de sorte qu'entre le palier situé entre la tête (13a) et l'embout
de la douille (13) et la section d'alésage de transition (11a) au diamètre agrandi
dans le trou résiduel (11) une chambre annulaire hermétique (17) est formée, et au
moins un câble (18) pour rapprocher ou éloigner le régulateur de pression débouche
dans ladite chambre annulaire (17).
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'une sélection d'alésage (19a) au diamètre agrandi, en face du trou (19) dans la section
résiduelle de la douille (13) est disposée dans la tête (13a) de la douille (13).
5. Dispositif selon l'une des revendications 3 ou 4, caractérisé en ce que la douille (13) est constituée d'un matériau céramique piézoélectrique, la douille
(13) permettant de recevoir des signaux acquis de manière piézoélectrique est mise
en contact électriquement.
6. Dispositif permettant d'accorder automatiquement au moins une corde (6a - 6f) d'un
instrument à cordes (1), en particulier une guitare ou une basse, pourvu d'un capteur
(12) permettant de détecter un signal acoustique de la corde vibrante (6a - 6f), d'un
convertisseur permettant de transformer le signal acoustique en un signal numérique
pour déterminer une fréquence voulue, d'un comparateur permettant d'harmoniser la
fréquence obtenue avec une fréquence donnée, d'un dispositif permettant de régler
la tension d'au moins une corde (6a - -6f) et d'une commande (10) permettant d'utiliser
le dispositif de réglage de tension de ladite au moins une corde (6a - 6f) au regard
d'un écart observé entre la fréquence obtenue et la fréquence donnée, caractérisé en ce que le dispositif de réglage de tension de ladite au moins une corde (6a - 6f) est un
dispositif selon l'une quelconque des revendications 2 à 5.