(19)
(11) EP 2 039 482 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
20.01.2010  Patentblatt  2010/03

(21) Anmeldenummer: 08164822.2

(22) Anmeldetag:  22.09.2008
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B26D 1/00(2006.01)
B26D 1/14(2006.01)

(54)

Segmentmesser

Segment knife

Couteau à segment


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 22.09.2007 DE 102007045351

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
25.03.2009  Patentblatt  2009/13

(73) Patentinhaber: Teufel Matthias
95515 Plankenfels (DE)

(72) Erfinder:
  • Teufel Matthias
    95515 Plankenfels (DE)

(74) Vertreter: Gassner, Wolfgang et al
Dr. Gassner & Partner Patentanwälte Marie-Curie-Strasse 1
91052 Erlangen
91052 Erlangen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-U1-202004 004 275
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Segmentmesser nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

    [0002] Die Erfindung betrifft allgemein das Gebiet von Segmentmessern zur Herstellung eines Schlitzes in einen Verpackungswerkstoff, insbesondere Wellpappe. Zu diesem Zweck sind Segmentmesser an einer rotierenden Walze einer Rotationsschneidmaschine angebracht. Zur Herstellung des Schlitzes wird das Segmentmesser, welches auch als Obermesser bezeichnet wird, in einem durch zwei parallel angeordnete Untermesser gebildeten Schlitz bewegt. In der zwischen dem Segmentmesser und den Untermessern befindlichen Wellpappe wird infolge dessen ein Schlitz hergestellt.

    [0003] Ein Segmentmesser nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 ist aus der DE 20 2004 004 275 U1 bekannt. Ein an einem plattenartigen Messerkörper vorgesehener konvex gebogener Schneidabschnitt muss zur Erzielung einwandfreier Schneidergebnisses immer wieder nachgeschliffen werden. Zu diesem Zweck muss das Segmentmesser aus einer Rotationsschneidmaschine ausgebaut und nachfolgend an einen auf das Schleifen derartiger Messer spezialisierten Schleifbetrieb übermittelt werden. Das Schleifen der Segmentmesser ist kosten- und zeitaufwändig.

    [0004] Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile nach dem Stand der Technik zu beseitigen. Es soll insbesondere ein Segmentmesser mit verbesserter Haltbarkeit angegeben werden.

    [0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der Ansprüche 2 bis 13.

    [0006] Nach Maßgabe der Erfindung ist vorgesehen, dass zumindest am einen Ende des Schneidabschnitts ein auswechselbarer erster Schneideinsatz vorgesehen ist. In der Praxis hat es sich gezeigt, dass insbesondere das Ende, welches beim Schneidvorgang zuerst in den durch die Untermesser gebildeten Schlitz eintaucht, besonders stark verschleißt. Das wird darauf zurückgeführt, dass das Segmentmesser z. B. bedingt durch Vibrationen oder dgl. nicht immer exakt in den durch die Untermesser gebildeten Schlitz eintaucht. Es kann vorkommen, dass beim Eintauchen des Segmentmessers die am einen Ende befindliche Schneidkante mit einer Schneidkante des Untermessers kollidiert. Infolge dessen verschleißt das Segmentmesser gerade am einen Ende des Schneidabschnitts besonders stark und muss schon deshalb nachbearbeitet werden. Indem erfindungsgemäß am einen Ende des Schneidabschnitts ein auswechselbarer erster Schneideinsatz vorgesehen ist, kann durch ein Auswechseln des ersten Schneideinsatzes die Überarbeitung des Segmentmessers hinausgezögert und damit dessen Haltbarkeit bzw. Standzeit erhöht werden. Das Auswechseln des ersten Schneideinsatzes kann vorteilhafterweise vor Ort beim Betreiber einer Rotationsschneidmaschine durchgeführt werden. Dazu ist es insbesondere nicht erforderlich, das Segmentmesser unter Kosten- und Zeitaufwand an einen auf die Überarbeitung von Segmentmessern spezialisierten Schleifbetrieb zu übermitteln.

    [0007] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist am anderen Ende des Schneidabschnitts ein auswechselbarer zweiter Schneideinsatz vorgesehen. Ein solches Segmentmesser ist insbesondere für Rotationsschneidmaschinen geeignet, bei denen abwechselnd das eine und das andere Ende des Schneidabschnitts zuerst in den durch die Untermesser gebildeten Schlitz eintaucht. Abgesehen davon kann ein solches Segmentmesser auch gewendet werden, d. h. so an der Rotationsschneidmaschine montiert werden, dass an Stelle eines verschlissenen ersten Schneideinsatzes der zweite Schneideinsatz in den durch die Untermesser gebildeten Schlitz eintaucht.

    [0008] Zweckmäßigerweise weist der Schneidabschnitt zwischen den beiden Enden zwei am Messerkörper hergestellte Schneidkanten auf. Zwischen den beiden Schneidkanten befindet sich üblicherweise eine Hohlkehle. Die Schneidkanten können in Form eines Bogenabschnitts und zusätzlich auch gewellt ausgebildet sein. Insbesondere gewellte Schneidkanten, d. h. Schneidkanten mit Wellenschliff, eignen sich besonders gut zur Herstellung eines Schnitts oder eines Schlitzes in einem Verpackungswerkstoff, wie Wellpappe.

    [0009] Nach einer alternativen, aber besonders bevorzugten Ausgestaltung, weist der Schneidabschnitt eine Mehrzahl nebeneinander am Messerkörper lösbar befestigter dritter Schneideinsätze auf. Zu diesem Zweck kann der Schneidabschnitt eine Nut zur Aufnahme der dritten Schneideinsätze aufweisen.

    [0010] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung weisen die dritten Schneideinsätze einen quadratischen Umriss auf. Infolge dessen können die dritten Schneideinsätze bei einer Abnutzung der einander gegenüberliegenden Kanten um 90° gedreht werden. Die vorgeschlagenen dritten Schneideinsätze weisen also zwei Nutzen auf. Damit kann der Zeitraum bis zum Auswechseln der dritten Schneideinsätze erheblich verlängert werden.

    [0011] Des Weiteren hat es sich als zweckmäßig erwiesen, dass die Nut abgeschrägte Innenflanken und die dritten Schneideinsätze zu den abgeschrägten Innenflanken korrespondierend abgeschrägte Seitenflächen aufweisen. Damit zentrieren sich die dritten Schneideinsätze beim Befestigen am Messerkörper vorteilhafterweise selbst.

    [0012] Es ist möglich, den gesamten Schneidabschnitt durch auswechselbare Schneideinsätze auszubilden. In diesem Fall dient der Messerkörper lediglich als Träger zur Befestigung der Schneideinsätze. Für den Betreiber einer Rotationsschneidmaschine ergibt sich damit der signifikante Vorteil, dass ein erfindungsgemäßes Segmentmesser durch einfaches Auswechseln der ersten und ggf. zweiten Schneideinsätze sowie ein Auswechseln oder Wenden der dritten Schneideinsätze schnell und einfach in einen Zustand versetzt werden kann, welcher einen erneuten Einsatz ermöglicht. Das Auswechseln und/oder Wenden der Schneideinsätze erfordert keine besondere Fachkenntnis oder den Einsatz von Schleifmaschinen. Das erfindungsgemäße Segmentmesser kann vor Ort problemlos wieder instandgesetzt werden.

    [0013] Entsprechend der durch den Einsatzzweck vorgegebenen Geometrie des Schneidabschnitts, können der zweite und der dritte Schneideinsatz dieselbe Geometrie aufweisen. Der dritte Schneideinsatz kann den zweiten Schneideinsatz auch ersetzen.

    [0014] Nach einer alternativen Ausgestaltung ist der erste Schneideinsatz in Form einer aus dem Schneidabschnitt vorspringenden Schneidnase ausgebildet.

    [0015] Die erfindungsgemäß vorgeschlagenen Schneideinsätze können hinsichtlich ihrer Materialeigenschaften unterschiedlich ausgestaltet und damit besonders gut an auf den Schneidabschnitt einwirkende unterschiedliche Beanspruchungen angepasst werden. So können vorteilhafterweise der erste Schneideinsatz und/oder der zweite Schneideinsatz aus einem ersten Metall und die dritten Schneideinsätze aus einem Material hergestellt sein, dessen Härte größer ist als die des ersten Metalls. Bei dem zur Herstellung der dritten Schneideinsätze verwendeten Material kann es sich um ein Hartmetall oder eine Keramik handeln. Indem die Härte des zur Herstellung des ersten und/oder zweiten Schneideinsatzes verwendeten Materials geringer ist, als die des zur Herstellung der dritten Schneideinsätze verwendeten Materials, wird ein unerwünschter Bruch bei einer Kollision des ersten und/oder Schneideinsatzes mit einer Kante der Untermesser vermieden. Insbesondere können der erste und/oder der zweite Schneideinsatz auch aus einem zur Herstellung des Messerkörpers herkömmlicherweise verwendeten ersten Metall hergestellt sein. Bei einer eventuellen Kollision des ersten und/oder zweiten Schneideinsatzes mit einer Kante der Untermesser kommt es lediglich zu einer Verformung oder einem Abrieb. Sobald der erste oder der zweite Schneideinsatz in den durch die Untermesser gebildeten Schlitz eingetaucht ist, kann es nicht mehr zu einer Kollision kommen. Infolge dessen können die dritten Schneideinsätze aus einen besonders harten Material, insbesondere Hartmetall oder Keramik, hergestellt werden. Die durch die nebeneinander am Messerkörper befestigten dritten Schneideinsätze gebildeten Schneidkanten können herkömmlichen Schneidkanten nachempfunden sein. Sie können eine Bogenlinie beschreiben. Die Schneidkanten können außerdem einem Wellenschliff nachempfunden sein.

    [0016] Falls der gesamte Schneidabschnitt des Segmentmessers durch die vorgeschlagenen Schneideinsätze gebildet ist, kann zur Herstellung des Messerkörpers vorteilhafterweise auch ein zweites Metall verwendet werden. Es kann sich dabei um einen Stahl handeln, der eine geringere Härte als das erste Metall aufweist und infolge dessen leichter zu bearbeiten ist.

    [0017] Die nachfolgende Tabelle gibt geeignete Metalle zur Herstellung des Messerkörpers sowie der Schneideinsätze wieder:
      Härte DIN (17007)
    Messerkörper 55-58 HRC 1.8550
    erster Schneideinsatz
    zweiter Schneideinsatz
    58-65 HRC 1.7847; 17436; 17379
    dritter Schneideinsatz > 80 HRA B30S; B40S (Plansee)


    [0018] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1
    eine Schnittansicht durch ein erstes Segmentmesser,
    Fig. 2
    eine Querschnittsansicht durch das erste Segmentmesser gemäß Fig. 1,
    Fig. 2a
    eine Detailansicht nach Fig. 2 mit gelöstem dritten Schneideinsatz,
    Fig. 3
    eine Schnittansicht durch den ersten Schneideinsatz gemäß Fig. 1,
    Fig. 4
    eine Schnittansicht des Segmentmessers gemäß Fig. 1 mit einem weiteren ersten Schneideinsatz,
    Fig. 5
    eine Schnittansicht durch den weiteren ersten Schneideinsatz gemäß Fig. 4,
    Fig. 6
    eine Draufsicht auf einen dritten Schneideinsatz und
    Fig. 7
    eine Schnittansicht gemäß Fig. 6.


    [0019] In den Figuren ist ein Messerkörper 1 aus einer Metallplatte hergestellt, welche z. B. eine Stärke von 6 bis 125 mm aufweisen kann. Diese Metallplatte 1 weist einen konvex gebogenen Schneidabschnitt SA auf. Wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich ist, weist der Schneidabschnitt SA zwei in parallelen Ebenen verlaufende erste Schneidkanten K1 und K2 auf. Am einen Ende E1 des Schneidabschnitts SA ist lösbar, z. B. mittels einer ersten Schraube 2, ein erster Schneideinsatz 3 befestigt. Der erste Schneideinsatz 3 ist formschlüssig in einer dazu am Messerkörper 1 korrespondierenden Ausnehmung aufgenommen. Der erste Schneideinsatz 3 ist hier mit einer über den Schneidabschnitt SA vorspringenden Schneidnase 4 versehen.

    [0020] Am anderen Ende E2 des Schneidabschnitts SA kann ein - hier nicht gezeigter - zweiter Schneideinsatz lösbar befestigt sein. Der zweite Schneideinsatz kann in seiner Geometrie korrespondierend zum ersten Schneideinsatz 3 ausgebildet sein, so dass das Segmentmesser bezüglich einer senkrecht zu den ersten Schneidkanten K1, K2 verlaufenden Symmetrieebene symmetrisch ausgebildet ist.

    [0021] Wie aus den Fig. 1 und 4 ersichtlich ist, weist der Schneidabschnitt SA neben dem ersten Schneideinsatz 3 eine Vielzahl benachbarter und in einer Reihe angeordneter dritter Schneideinsätze 5 auf, welche jeweils mit zweiten Schrauben 6 lösbar mit dem Messerkörper 1 verbunden sind. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird der gesamte Schneidabschnitt SA durch die bündig aneinander liegenden Schneideinsätze 5 gebildet.

    [0022] Wie insbesondere aus Fig. 2a deutlich zu erkennen ist, ist der Messerkörper 1 an seiner konvex gekrümmten Seite mit einer Nut 7 versehen, deren Innenflanken 8 mit einer Außenseite A des Messerkörpers 1 einen Winkel α von 8 bis 18°, vorzugsweise 10 bis 13°, einschließen. Ein der Nut 7 zugewandter Abschnitt 9 der Seitenflächen S der dritten Schneideinsätze 5 ist mit einer zum Winkel α der Innenflanken 8 korrespondierenden Abschrägung versehen, so dass die dritten Schneideinsätze 5 formschlüssig und damit selbstzentrierend in die Nut 7 einsetzbar sind. Im eingesetzten Zustand sitzt jeder der dritten Schneideinsätze 5 mit seinem Boden 10 auf einem Grund 11 der Nut 7 auf. Zu diesem Zweck ist der Grund 11 der Nut 7 aus einer Vielzahl nebeneinander liegender ebener Flächen gebildet, in deren Zentrum jeweils eine Gewindebohrung zur Befestigung der zweiten Schraube 6 vorgesehen ist.

    [0023] Eine dem, vorzugsweise eben ausgebildeten, Boden 10 gegenüberliegende Schneidfläche 12 der dritten Schneideinsätze 5 weist in der in Fig. 6 gezeigten Draufsicht einen quadratischen Umriss auf. Die, vorzugsweise konkav gewölbte, Schneidfläche 12 ist von vier, vorzugsweise konkav gebogenen, weiteren Schneidkanten k1 bis k4 begrenzt. Im Zentrum der Schneidfläche 12 ist ein Durchbruch 13 zum Durchführen der zweiten Schraube 6 vorgesehen. Die Geometrie der dritten Schneideinsätze 5, insbesondere die Geometrie der weiteren Schneidkanten k1 bis k4, ist so ausgestaltet, dass bei am Messerkörper 1 montierten dritten Schneideinsätzen 5 sich durchgehende erste Schneidkanten K1, K2 ergeben.

    [0024] Wie insbesondere aus Fig. 2a ersichtlich ist, ist eine Breite B im Querschnitte des dritten Schneideinsatzes 5 größer als dessen sich vom Boden 10 in Richtung der Schneidfläche 12 erstreckende Höhe H. Das Verhältnis von Breite B zu Höhe H kann zwischen 1:1 und 1:2 liegen. Zweckmäßigerweise liegt das Verhältnis von Breite B zu Höhe H im Bereich von 1,3 bis 1,7.

    [0025] Bei dem in Fig. 4 gezeigten weiteren Segmentmesser ist an Stelle des ersten Schneideinsatzes 3 ein weiterer erster Schneideinsatz 14 lösbar angebracht. Der weitere erste Schneideinsatz 14 weist im Gegensatz zum ersten Schneideinsatz 3 keine vorspringende Schneidnase 4 auf. Obwohl in der Fig. 4 lediglich am ersten Ende E1 ein weiterer erster Schneideinsatz 14 vorgesehen ist, ist es nach einer Ausgestaltung der Erfindung auch möglich, dass ein in ähnlicher Weise gestalteter - hier nicht gezeigter - weiterer zweiter Schneideinsatz am zweiten Ende E2 des Schneidabschnitts SA lösbar angebracht sein kann.

    [0026] Der Messerkörper 1 besteht zweckmäßigerweise aus einem oberflächengehärteten Stahl, z. B. Nitrierstahl Nr. 1.8550 (DIN 17007) mit einer Rockwell-Härte von etwa 56 HRC.

    [0027] Der erste Schneideinsatz 3, der weitere erste Schneideinsatz 14 und ggf. vorgesehene zweite Schneideinsätze (hier nicht gezeigt) können vorteilhafterweise aus den folgenden Metallen herstellt sein: Nrn. 1.7847, 1.7436 oder 1.7379 (DIN 17007). Solche Metalle weisen eine Rockwell-Härte von 58-60 HRC auf.

    [0028] Die dritten Schneideinsätze 5 sind aus einem Material hergestellt, welches härter ist als die Metalle, welche zur Herstellung des Messerkörpers 1 oder der ersten und zweiten Schneideinsätze 3, 14 verwendet werden. Es kann sich dabei zweckmäßigerweise um die folgenden Materialien handeln: Keramik, Hartmetall, insbesondere Hartmetall mit einer Rollwell-Härte im Bereich von 85-90 HRA, vorzugsweise 87-89 HRA. Derartige Hartmetalle werden z. B. von der Firma Plansee GmbH unter den Produktbezeichnungen "B30S" oder "B40S" angeboten.

    [0029] Bei der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Ausgestaltung des Segmentmessers mit daran vorgesehenen lösbaren Schneideinsätzen ist es möglich, die Haltbarkeit des Segmentmessers erheblich zu erhöhen. Ein Instandsetzen des Segmentmessers kann durch einfaches Wechseln oder Wenden der Schneideinsätze erfolgen. Die Instandsetzung kann also mit geringerem Aufwand und insbesondere am Ort des Betreibers einer Rotationsschneidmaschine durchgeführt werden.


    Ansprüche

    1. Segmentmesser zur Herstellung eines Schlitzes in einem Verpackungswerkstoff, insbesondere in Wellpappe, Karton oder dgl., mit einem einen gebogenen Schneidabschnitt (SA) aufweisenden plattenartigen Messerkörper (1),
    dadurch gekennzeichnet, dass
    zumindest am einen Ende (E1) des Schneidabschnitts (SA) ein auswechselbarer erster Schneideinsatz (3) vorgesehen ist.
     
    2. Segmentmesser nach Anspruch 1, wobei am anderen Ende (E2) des Schneidabschnitts (SA) ein auswechselbarer zweiter Schneideinsatz vorgesehen ist.
     
    3. Segmentmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Schneidabschnitt (SA) zwischen den beiden Enden (E1, E2) zwei am Messerkörper (1) hergestellte Schneidkanten (K1, K2) aufweist.
     
    4. Segmentmesser nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Schneidabschnitt (SA) eine Mehrzahl nebeneinander am Messerkörper (1) lösbar befestigter dritter Schneideinsätze (5) aufweist.
     
    5. Segmentmesser nach Anspruch 4, wobei der Schneidabschnitt (SA) eine Nut (7) zur Aufnahme der dritten Schneideinsätze (5) aufweist.
     
    6. Segmentmesser nach Anspruch 4 oder 5, wobei die dritten Schneideinsätze (5) einen quadratischen Umriss aufweisen.
     
    7. Segmentmesser nach einem der Ansprüche 4 bis 6, wobei die Nut (7) abschrägte Innenflanken (8) und die dritten Schneideinsätze (5) zu den abschrägten Innenflanken (8) korrespondierend abschrägte Seitenflächen (9) aufweisen.
     
    8. Segmentmesser nach einem der Ansprüche 4 bis 7, wobei der zweite Schneideinsatz (5) und dritten Schneideinsätze dieselbe Geometrie aufweisen.
     
    9. Segmentmesser nach einem der Ansprüche 4 bis 8, wobei der erste Schneideinsatz (3) und die dritten Schneideinsätze (5) dieselbe Geometrie aufweisen.
     
    10. Segmentmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der erste Schneideinsatz (3) in Form einer aus dem Schneidabschnitt (SA) vorspringenden Schneidnase (4) ausgebildet ist.
     
    11. Segmentmesser nach einem der Ansprüche 4 bis 10, wobei der erste Schneideinsatz (3) und/oder der zweite Schneideinsatz (5) aus einem ersten Metall und die dritten Schneideinsätze aus einem Material hergestellt sind, dessen Härte größer ist als die des ersten Metalls.
     
    12. Segmentmesser nach Anspruch 11, wobei das Material ein Hartmetall oder Keramik ist.
     
    13. Segmentmesser nach Anspruch 11 oder 12, wobei der Messerkörper (1) aus dem ersten Metall oder aus einem zweiten Metall hergestellt ist.
     


    Claims

    1. Segment knife for producing a slit in a packaging material, in particular in corrugated cardboard, cardboard or similar, with a plate-type knife body (1) having a curved cutting section (SA),
    characterized in that
    an exchangeable first cutting insert (3) is provided on at least one end (E1) of the cutting section (SA).
     
    2. Segment knife as defined in claim 1, wherein an exchangeable second cutting insert is provided on the other end (E2) of the cutting section (SA).
     
    3. Segment knife as defined in one of the preceding claims, wherein the cutting section (SA) has two cutting edges (K1, K2) provided on the knife body (1) between the two ends (E1, E2).
     
    4. Segment knife as defined in claim 1 or 2, wherein the cutting section (SA) has a plurality of third cutting inserts (5) mounted detachably next to each other on the knife body (1).
     
    5. Segment knife as defined in claim 4, wherein the cutting section (SA) has a groove (7) for holding the third cutting inserts (5).
     
    6. Segment knife as defined in claim 4 or 5, wherein the third cutting inserts (5) have a quadratic contour.
     
    7. Segment knife as defined in one of the claims 4 to 6, wherein the groove (7) has slanted inner flanks (8) and the third cutting inserts (5) have slanted side surfaces (9) corresponding to the slanted inner flanks (8).
     
    8. Segment knife as defined in one of the claims 4 to 7, wherein the second cutting insert (5) and the third cutting inserts have the same geometry.
     
    9. Segment knife as defined in one of the claims 4 to 8, wherein the first cutting insert (3) and the third cutting inserts (5) have the same geometry.
     
    10. Segment knife as defined in one of the preceding claims, wherein the first cutting insert (3) is shaped in the form of a cutting tab protruding from the cutting section (SA).
     
    11. Segment knife as defined in one of the claims 4 to 10, wherein the first cutting insert (3) and/or the second cutting insert (5) is made of a first metal and the third cutting inserts are made of a material whose hardness is greater than that of the first metal.
     
    12. Segment knife as defined in claim 11, wherein the material is a hard metal or ceramic.
     
    13. Segment knife as defined in claim 11 or 12, wherein the knife body (1) is made of the first metal or of a second metal.
     


    Revendications

    1. Couteau à segmente pour la réalisation d'une fente dans un matériau d'emballage, en particulier dans du carton ondulé, du carton ou sim., avec un corps de couteau (1) de forme plate présentant un segment de coupe (SA) courbé,
    caractérisée en ce qu'
    une première plaquette de coupe (3) interchangeable est prévue au moins à une extrémité (E1) du segment de coupe (SA).
     
    2. Couteau à segmente selon la revendication 1, où une deuxième plaquette de coupe interchangeable est prévue à l'autre extrémité (E2) du segment de coupe (SA).
     
    3. Couteau à segmente selon l'une des revendications précédentes, où le segment de coupe (SA) entre les deux extrémités (E1, E2) présente deux arêtes de coupe (K1, K2) réalisées au niveau du corps du couteau (1).
     
    4. Couteau à segmente selon la revendication 1 ou 2, où le segment de coupe (SA) présente une majorité de troisièmes plaquettes de coupe (5) côte à côte fixées de manière amovible sur le corps du couteau (1).
     
    5. Couteau à segmente selon la revendication 4, où le segment de coupe (SA) présente une rainure (7) pour le logement des troisièmes plaquettes de coupe (5).
     
    6. Couteau à segmente selon la revendication 4 ou 5, où les troisièmes plaquettes de coupe (5) présentent un contour quadratique.
     
    7. Couteau à segmente selon l'une des revendications 4 à 6, où la rainure (7) présente des flancs intérieurs biseautés (8) et les troisièmes plaquettes de coupe (5) des faces latérales biseautées (9) correspondant aux flancs intérieurs biseautés (8).
     
    8. Couteau à segmente selon l'une des revendications 4 à 7, où la deuxième plaquette de coupe (5) et les troisièmes plaquettes de coupe présentent la même géométrie.
     
    9. Couteau à segmente selon l'une des revendications 4 à 8, où la première plaquette de coupe (3) et les troisièmes plaquettes de coupe (5) présentent la même géométrie.
     
    10. Couteau à segmente selon l'une des revendications précédentes, où la première plaquette de coupe (3) est réalisée sous forme d'une pointe de coupe (4) en saillie du segment de coupe (SA).
     
    11. Couteau à segmente selon l'une des revendications 4 à 10, où la première plaquette de coupe (3) et/ou la deuxième plaquette de coupe (5) sont réalisées en un premier métal et les troisièmes plaquettes de coupe en un matériau dont la dureté est supérieure à celle du premier métal.
     
    12. Couteau à segmente selon la revendication 11, où le matériau est un métal dur ou de la céramique.
     
    13. Couteau à segmente selon la revendication 11 ou 12, où le corps du couteau (1) est réalisé à partir du premier métal ou à partir d'un deuxième métal.
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente