(19)
(11) EP 1 572 458 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
09.06.2010  Patentblatt  2010/23

(21) Anmeldenummer: 03782987.6

(22) Anmeldetag:  18.12.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B41F 13/193(2006.01)
B41F 27/12(2006.01)
B41F 27/10(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/NL2003/000904
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2004/065123 (05.08.2004 Gazette  2004/32)

(54)

ROLLENROTATIONSDRUCKMASCHINE

WEB-FED ROTARY PRESS

PRESSE ROTATIVE A BOBINES


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 18.12.2002 DE 20219715 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
14.09.2005  Patentblatt  2005/37

(73) Patentinhaber: MÜLLER MARTINI DRUCKMASCHINEN GMBH
78690 Maulburg (DE)

(72) Erfinder:
  • SCHOONMAN, Adelbert, Lucas
    NL-6961 DN Eerbeek (NL)
  • THIELE, Karl, Heinz
    51467 Bergisch Gladbach (DE)

(74) Vertreter: Riemens, Roelof Harm et al
Exter Polak & Charlouis B.V. P.O. Box 3241
2280 GE Rijswijk
2280 GE Rijswijk (NL)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 1 310 363
US-A- 4 183 299
US-A- 5 036 766
US-A- 5 904 095
GB-A- 449 855
US-A- 4 635 550
US-A- 5 778 787
US-B1- 6 360 662
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Rollenrotationsdruckmaschine mit mindestens einem Druckwerk in dem jeweils in Loslagern und Festlagern mindestens eine auswechselbare, einfärbbare Plattenzylinderhülse und mindestens eine auswechselbare Gummituchzylinderhülse loslagerseitig ausziehbar angeordnet sind.

    [0002] Derartige Rollenrotationsdruckmaschinen sind in der EP 0 352 599 A2, EP 0 586 881 B1, und der DE 199 55 084 A1 beschrieben.

    [0003] Die Zeitschrift der deutsche Drucker, Ausgabe Nr. 15 vom 18.4.2002 offenbart unter dem Titel "Schmalbahn-Rollenmaschine mit variablen Sleeves" eine Rollendruckmaschine gemäß Oberbegriff von Anspruch 1 und eine Gummituchhülse gemäß Oberbegriff von Anspruch 21.

    [0004] Die Verwendung von auswechselbaren Platten- und Gummituchzylinderhülsen ist gegenüber Komplettzylindern kostengünstig, da sich ein Formatwechsel schnell und einfach durchführen läßt, das Ablagern, Deponieren und Stapeln dieser Platten- und Gummituchzylinderhülsen außerhalb der Maschine problemlos ist und sie sich bei Wiederholaufträgen wieder verwenden lassen.

    [0005] Auch bei Rollenrotationsdruckmaschine ohne Formatwechsel bieten die Systeme mit auswechselbaren Plattenzylinderhülsen und Gummituchzylinderhülsen erhebliche Einsparungen bei den Maschinenstillstands- und Rüstzeiten durch vereinfachte Druck- und Registervorbereitung bei Maschinenanlauf, geringe Makulatur und schnellen Druckplatten- und Gummituchwechsel außerhalb der, Druckmaschinen.

    [0006] Wegen der entstehenden hohen Flächenpressung mit einem Liniendruck von 4 bis 12 kp/an beim Offsetdruck ergeben sich große Radialkräfte zwischen dem Plattenzylinder und dem Gummituchzylinder, so daß sich eine sehr starke Walkarbeit ergibt, wodurch die Lebensdauer des Gummituchs beeinträchtigt wird, die des weiteren jedoch auch dazu führt, daß sich die Plattenzylinderhülsen und die Gummituchzylinderhülsen auf ihren Zylinderkernen verdrehen, wodurch die Druckqualität beeinträchtigt wird.

    [0007] Aus diesem Grund sind Systeme aus auswechselbaren Druckzylinderhülsen und Kernzylindern, welche bei Flexo- oder Tiefdruck zur Anwendung kommen und deren Verdrehsicherung zwischen Hülse und Kernzylinder nur über elastische Innenträger mit Rückstellwirkung erreicht wird, für den Offsetdruck nicht geeignet. Des Weiteren wird eine immer bessere Ausnutzung der Druckfläche gefordert, was nur durch Herabsetzung der druckfreien Zone erreichbar ist. Angestrebt wird eine druckfreie Zone von höchstens 1 bis 1,5 mm.

    [0008] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, die angeführten Probleme mindestens teilweise zu beheben, oder wenigstens eine Alternative bereitzustellen. Insbesondere liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, bei einer Rollenrotationsdruckmaschine mit auswechselbaren Plattenzylinderhülsen und Gummituchzylinderhülsen eine einwandfreie Verdrehsicherung gegenüber den Zylinderkernen zu schaffen und/oder eine schmale druckfreie Zone zu gewährleisten.

    [0009] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Rollenrotationsdruckmaschine gemäß Anspruch 1. Ausgehend von einer Rollenrotationsdruckmaschine der eingangs erwähnten Art wird vorgeschlagen, daß erfindungsgemäß eine formschlüssige Verbindung zwischen mindestens einer der Zylinderhülsen und mindestens einem der Zylinderkerne vorgesehen ist. DE-C1-43.15.996 offenbart ein Registereinrichtung für eine dünne hülsenförmige Offset-Druckform aus einem metallischen Werkstoff. Anfang und Ende des plattenförmigen Zuschnitts der Druckform sind mittels einer Schweissnaht miteinander verbunden. Die Schweissnaht ist, bezogen auf die Hülse, an ihrer Innenseite über die ganze Breite der Hülse keilförmig ausgebildet zum Registern der hülsenförmige Offset-Druckform. Eine in Verbinding mit der Hülse einsetzbare Formzylinder weist eine über seine ganze Breite sich erstreckende Nut auf, deren Tiefe grösser als die Höhe des Keils der Schweissnaht is. Das Aufschieben der Hülse auf der Formzylinder wird durch Einführen der Schweissnaht in die Passnut und Aufweiten mittels Druckluft vorgenommen.

    [0010] Vorteilhafterweise können der Zylinderkern und eine der Stirnseiten der Zylinderhülse zusammenwirkende, formschlüssige Kupplungselemente aufweisen.

    [0011] Insbesondere kann mindestens einer der Zylinderkerne festlagerseitig einen Anschlag, insbesondere einen Anschlagbund, für die Zylinderhülsen aufweisen und die einander zugekehrten Stirnseiten des Anschlags an dem Zylinderkern und der Zylinderhülse zusammenwirkende, formschlüssige Kupplungselemente aufweisen.

    [0012] Diese Kupplungselemente können aus axial vorstehenden Zapfen oder Klauen und diese aufnehmenden Bohrungen oder Ausnehmungen bestehen.

    [0013] Ebenso ist es möglich, für die Kupplungselemente komplementäre Planstirnverzahnungen vorzusehen.

    [0014] Gemäß einer anderen Ausführungsform, bei der mindestens einer der Zylinderkerne festlagerseitig einen Anschlagbund für die Zylinderhülsen aufweist, kann der Anschlagbund auf seinem Außenumfang sowie ein wenigstens teilweise axial über den Anschlagbund schiebbarer Mitnehmerring an der Zylinderhülse komplementäre, formschlüssige Kupplungselemente aufweisen, die beispielsweise aus einer Außenverzahnung oder einem Vielkeilprofil an dem Anschlagbund und einer Innenverzahnung bzw. einem Innenvielkeilprofil an dem Mitnehmerring bestehen können.

    [0015] Die Kupplungselemente können auch aus einer Keilnutanordnung am Anschlagbund und einer entsprechenden Keilstückanordnung am Mitnehmerring bestehen.

    [0016] Vorzugsweise können die Zylinderhülsen aus einem inneren Trägerrohr aus Spezialkunststoff mit einem den Außendurchmesser der Zylinderkerne entsprechenden Innendurchmesser und einem Außenrohr, insbesondere einem dickwandigen Aluminiumaußenrohr bestehen, wobei an dem Außenrohr der Mitnehmerring befestigt ist. Diese vorteilhafte Verdrehsicherung läßt sich dadurch erreichen, daß die Plattenzylinderhülsen und die Gummituchzylinderhülsen mit einem Außenrohr versehen sind und dieses Außenrohr einseitig mit den Mitnehmerringen fest verbunden ist. Die Oberfläche des Außenrohres, insbesondere eines Aluminiumaußenrohres, kann hartbeschichtet sein, um bei der Plattenzylinderhülse eine verschleißfeste Einhängekante zu erhalten und um bei der Gummituchzylinderhülse die Gummituchstoßkanten auf 1 bis 1,5 mm verschleißfrei schneiden zu können.

    [0017] Gemäß einer anderer Ausführungsform können die Zylinderkerne festlagerseitig mindestens eine Keilnut mit einem Keilstück aufweisen, welches Keilstück formschlüssig mit einer Keilnutanordnung an der Zylinderhülse zusammenwirkt.

    [0018] Vorteilhaft läßt sich in der Plattenzylinderhülse ein bezüglich des Radius der Plattenzylinderhülse schräg verlaufender Schlitz zur Aufnahme von abgekanteten Enden einer Druckplatte anordnen. Dieser Schlitz kann durchlaufend über die gesamte Länge des Außenrohres ausgebildet sein oder auch vor den Stirnenden der Plattenzylinderhülse enden.

    [0019] Zum Einklemmen der in den Schlitz eingesetzten abgekanteten Enden der Druckplatte kann der Schlitz Klemmmittel aufweisen.

    [0020] Gemäß einer Ausführungsform kann der Schlitz einseitig durch eine Klemmleiste begrenzt sein, die durch Federdruck beaufschlagt ist.

    [0021] Dieser Federdruck der Klemmleiste läßt sich vorzugsweise durch Lösungsmittel aufheben, so daß sich eine vorgebogene Druckplatte seitlich auf die Plattenzylinderhülse aufschieben läßt, wobei die abgekanteten Enden in dem Schlitz geführt werden.

    [0022] Die der Klemmkante abgewandte Seite der Klemmleiste und der entsprechende Bereich des Außenrohrs können komplementäre, zick-zack-förmig, insbesondere leicht zick-zack-förmig, verlaufende Kanten aufweisen.

    [0023] Gemäss einer anderen Ausführungsform kann der Schlitz an mindestens einem der Enden ein Klemmstück aufweisen.

    [0024] Die Gummituchzylinderhülse kann so mit einem Gummituch beklebt sein, daß sich ein maximaler Spalt als druckfreie Zone von 1,5 mm ergibt, wobei dieser Spalt und die Ränder des Gummituchs wasserdicht versiegelt sind.

    [0025] Die Gummituchzylinderhülse kann auch mit einem nahtlosen Gummituch versehen sein.

    [0026] Die Erfindung bezieht sich ebenso auf eine Zylinderhülse, nach Anspruch 21.

    [0027] Weitere Ausführungsforme sind aus den Patentansprüchen zu entnehmen.

    [0028] Durch die Verminderung der druckfreien Zone auf 1 bis 1,5 mm läßt sich eine bessere Ausnutzung der gesamten Druckfläche erreichen. Das ist besonders für fortlaufende Druckmotive ein großer Vorteil; damit kann nahezu rundum gedruckt werden. Bei konventionellen Gummituchspannzylindern mit einer druckfreien Zone von 10 bis 12 mm müssen solche Druckmotive von jeweils zwei Druckwerken gedruckt werden. Daraus ergibt sich eine höhere Produktionsleistung. Der enge Spalt bei einer druckfreien Zone von 1 bis 1,5 mm ergibt eine größere Laufruhe und verringert den Kanalschlag. Im Bereich der schmalbahnigen Offset-Rollen-Druckmaschinen lassen sich auf diese Weise Druckerzeugnisse herstellen, bei welchen die druckfreie Zone bei den schon erwähnten 1 bis 1,5 mm liegt, was besonders bei Mailings, Wertdrucken, Steuermarken, Tickets, Etiketten und Postwertzeichen und insbesondere beim Verpackungsdruck wichtig und erwünscht ist. Bei Verpackungen für Nahrungsmittel sind fortlaufende Druckmotive üblich.

    [0029] Bei Rollenrotationsdruckmaschinen wird eine erhebliche Steigerung der Wirtschaftlichkeit und Produktionsleistung durch kürzere Stillstandzeiten, geringe Makulatur und einfache Handhabung erreicht. Die auswechselbaren Plattenzylinderhülsen und Gummituchzylinderhülsen lassen sich außerhalb der Druckmaschine ohne Unterbrechung des Druckvorgangs mit geringer druckfreier Zone mit einer Druckplatte versehen oder einem Gummituch bekleben, so daß die Stillstandzeit der Maschine nur durch die Wechselzeit der Zylinderhülsen bestimmt wird.

    [0030] Während bei herkömmlichen Maschinen das Ablösen des gebrauchten Drucktuches und das Aufbringen eines neuen Drucktuches einen langen Stillstand der Maschine von ca. 3 Stunden bei einer 8-Farben-Druckmaschine erfordert und ein erheblicher Materialabriß mit Neueinzug entsteht, lassen sich die erfindungsgemäßen Plattenzylinderhülsen und/oder Gummituchzylinderhülsen innerhalb von fünfzehn Minuten auswechseln, und es ist kein Materialbahnabriß notwendig, was bei teueren Bedruckstoffen erheblich ins Gewicht fällt.

    [0031] Die Erfindung wird nachstehend anhand mehrerer in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:

    Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Plattenzylinder oder Gummituchzylinder;

    Fig. 2 eine perspektivische, auseinandergezogene Darstellung eines Plattenzylinders oder Gummituchzylinders mit einer ersten Ausführungsform der formschlüssigen Verbindung zwischen der Platten- oder Gummituchzylinderhülse und dem Zylinderkern;

    Fig. 3 eine perspektivische, auseinandergezogene Darstellung eines Plattenzylinders oder Gummituchzylinders mit einer zweiten Ausführungsform der formschlüssigen Verbindung zwischen der Platten- oder Gummituchzylinderhülse und dem Kernzylinder;

    Fig. 4 eine perspektivische, auseinandergezogene Darstellung eines Platten- oder Gummituchzylinders mit einer dritten Ausführungsform der formschlüssigen Verbindung zwischen der Platten-oder Gummituchzylinderhülse und dem Zylinderkern;

    Fig. 5 eine Stirnansicht einer Plattenzylinderhülse mit Darstellung der Befestigung einer Druckplatte;

    Fig. 6 eine perspektivische Darstellung einer Plattenzylinderhülse mit durchgehendem Schlitz;

    Fig. 7 eine perspektivische Darstellung einer Plattenzylinderhülse mit vor den Stirnenden endendem Schlitz;

    Fig. 8 eine perspektivische Ansicht einer zum Befestigen an einer Plattenzylinderhülse vorbereitete Druckplatte;

    Fig. 9 eine perspektivische Darstellung einer Plattenzylinderhülse mit Klemmvorrichtung im Schlitz;

    Fig. 10 eine Stirnansicht der Plattenzylinderhülse gemäß Figur 9;

    Fig. 11 eine zum Aufschieben auf die Plattenzylinderhülse gemäß Figuren 9 und 10 vorbereitete Druckplatte;

    Fig. 12 eine perspektivische Darstellung einer Gummituchzylinderhülse mit einer druckfreien Zone von 1 bis 1,5 mm;

    Fig. 13 eine Gummituchzylinderhülse mit einem nahtlos aufgebrachtem Gummituch;

    Fig. 14 eine perspektivische Darstellung einer

    Plattenzylinderhülse mit einer alternative Klemmvorrichtung;

    Fig. 15 ein Detail aus Fig. 14;

    Fig. 16 eine perspektivische, auseinandergezogene Darstellung eines Platten- oder Gummituchzylinders mit einer vierten Ausführungsform der formschlüssigen Verbindung zwischen der Platten- oder Gummituchzylinderhülse und dem Zylinderkern.



    [0032] Von einer Rollenrotationsdruckmaschine mit mindestens einem Druckwerk, in dem jeweils in Loslagern und Festlagern mindestens ein auswechselbarer, einfärbbarer Plattenzylinder und mindestens ein auswechselbarer Gummituchzylinder loslagerseitig ausziehbar angeordnet sind, sind jeweils nur die Elemente dargestellt, die zum Verständnis der Erfindung wichtig sind. Die Loslager und Festlager sind verdrehbar mittels Dreharmen, oder verschiebbar, mit einem Gestell des Druckwerks verbunden. Hinsichtlich der Anordnung der Plattenzylinder und Gummituchzylinder in der Druckmaschine wird auf die EP 0 586 881 B1, EP 1 101 611 A1, und die DE OS 199 55 084 A1 verwiesen, die hier durch Verweisung aufgenommen sind.

    [0033] In Figur 1 ist ein Plattenzylinder 1 bzw. Gummituchzylinder 2 im Schnitt dargestellt. Auf einen Kernzylinder 3 mit seitlichen Lagerzapfen 4 und einem festlagerseitigen Anschlagbund 5 ist eine Plattenzylinderhülse 6 bzw. Gummituchzylinderhülse 27 aufgeschoben, die aus einem dickwandigen Aluminiumaußenrohr 7 mit einer Dicke von etwa 6 mm, einem inneren Trägerrohr 8 aus einem Spezialkunststoff, dessen Innendurchmesser dem Außendurchmesser des Kernzylinders 3 entspricht und einem zwischen dem Aluminiumaußenrohr 7 und dem inneren Trägerrohr 8 angeordneten Kunststofffüllmaterial 9 besteht. Die Plattenzylinderhülse 6 ist von einer Druckplatte 10 ummantelt, die Gummituchzylinderhülse 27 ist von einem Gummituch 28, 31 ummantelt.

    [0034] An einem stirnseitigen Ende der Plattenzylinderhülse 6 ist ein Mitnehmerring 13 aus Metall angeordnet, der am Aluminiumaußenrohr 7 mittels einer Verschraubung 14 befestigt ist.

    [0035] Dieser Mitnehmerring 13 wirkt mit dem Anschlagbund 5 über formschlüssige Kupplungselemente zusammen, die die Verdrehsicherung der Plattenzylinderhülse 6 bzw. der Gummituchzylinderhülse 27 gegenüber dem Kernzylinder 3 bilden. Vorzugsweise wird erfindungsgemäß keine kraftschlüssige Verbindung benötigt.

    [0036] Bei dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel weist der Anschlagbund 5 drei Bohrungen 12 auf, während am Mitnehmerring 13 drei komplementäre Zapfen 11 angebracht sind, die beim Aufschieben der Plattenzylinderhülse 6 bzw. der Gummituchzylinderhülse 27 auf den Kernzylinder 3 in die Bohrungen 12 eingreifen und die Verdrehsicherung bilden.

    [0037] Wenn, wie in Figur 2 dargestellt, drei Zapfen 11 am Mitnehmerring 13 und drei Bohrungen 12 am Anschlagbund 5 so angeordnet werden, daß sie nicht gleichmäßig beabstandet sind, dann läßt sich die Plattenzylinderhülse 6 nur in einer einzigen vorgegebenen Winkelstellung mit dem Kernzylinder 3 verbinden, wodurch eine präzise Positionierung gewährleistet ist.

    [0038] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 trägt der Anschlagbund 5 auf seinem Außenumfang Keilnuten 15, in die am Mitnehmerring 13 radial nach innen vorstehende Keile 16 eingreifen. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Innendurchmesser des Mitnehmerringes 13 gleich oder geringfügig größer als der Außendurchmesser des Anschlagbundes 5 und der Mitnehmerring 13 läßt sich über den Anschlagbund 5 schieben, wodurch die Keile 16 zum Eingriff in die Keilnuten 15 gelangen.

    [0039] Bei der Ausführungsform gemäß Figur 4 weist der Anschlagbund 5 eine Außenverzahnung 17 auf, die mit einer komplementären Innenverzahnung 18 am Mitnehmerring 13 zusammenwirkt.

    [0040] Statt einer Außenverzahnung 17 und einer Innenverzahnung 18 können auch entsprechende Vielkeilnutprofile vorgesehen sein.

    [0041] Die vorerwähnten Ausführungsformen gewährleisten durch die vorgegebenen Winkelstellungen bedingt eine genaue Positionierung der Plattenzylinderhülse oder Gummituchzylinderhülse gegenüber dem Kernzylinder sowie eine den auftretenden Kräften widerstehende Verdrehsicherung.

    [0042] Eine sehr einfache Form der Befestigung einer Druckplatte 21 auf einer Plattenzylinderhülse 6 ist in den Figuren 5 bis 11 dargestellt.

    [0043] Die Plattenzylinderhülse 6 in Figur 6 weist einen durchlaufenden Schlitz 19 im Aluminiumaußenrohr 7 auf, der gegenüber dem Radius der Plattenzylinderhülse 6 zur Drehrichtung um ca. 30 bis 45° geneigt ist. Eine Druckplatte 21 wird zum Befestigen auf der Plattenzylinderhülse 6 in der Weise vorbereitet, daß das eine Ende 22 mit einer spitzwinkeligen Abkantung und das andere Ende 23 mit einer stumpfwinkeligen Abkantung versehen wird.

    [0044] Das spitzwinkelig abgekantete Ende 22 wird in den Schlitz 19 eingesteckt. Danach wird die Druckplatte 21 um die Plattenzylinderhülse 6 herumgebogen bis das stumpfwinkelig abgekantete Ende 23 ebenfalls in den Schlitz 19 eingesteckt werden kann. Durch die einseitige Drehrichtung in Pfeilrichtung und die Schräglage des Schlitzes 19 wird die Druckplatte 21 auf der beschichteten Oberfläche des Aluminiumaußenrohres 7 im druckfähigen Zustand gehalten.

    [0045] Bei Formatwechsel oder geänderten Druckvorlagen wird die komplette Plattenzylinderhülse 6 mit der Druckplatte 21 vom Kernzylinder 3 abgezogen. Außerhalb der Druckmaschine wird eine andere vorgekantete Druckplatte 21 aufgebracht und mit der kompletten Plattenzylinderhülse 6, die für einen Formatwechsel einem anderen Durchmesser aufweisen kann, auf den Kernzylinder 3 aufgeschoben, wonach die Maschine wieder druckbereit ist.

    [0046] Bei dem in Figur 7 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Schlitz 20 nicht durchgehend, sondern endet vor den Stirnenden der Plattenzylinderhülse 6. Hierdurch ist die Druckplatte 21 gegen Verschieben in Axialrichtung gesichert. Mit der in Figur 9 bis 11 dargestellten Ausführungsform ist es möglich, die Plattenzylinderhülse 6 in der Druckmaschine zu belassen und nur die Druckplatte 21 seitlich herauszuziehen. In diesem Fall wird die Druckplatte 21 auf einem Montagezylinder mit gering vergrößertem Zylinderdurchmesser rundgebogen, nachdem sie vorher mit den abgekanteten Enden 22, 23 versehen wurde.

    [0047] Um das Einschieben zu erleichtern, ist die Plattenzylinderhülse 6 mit einem Klemmmittel, bzw. einer Klemmleiste 24 versehen, die den Schlitz 19 einseitig begrenzt und die abgekanteten Enden 22, 23 der Druckplatte 21 mittels Druckfedern 25 einklemmt.

    [0048] Der Federdruck läßt sich durch Drehen von Imbusschrauben 26, die über Tangentialbohrungen 32 im Aluminiumaußenrohr 7 zugänglich sind, aufheben, so daß sich die Druckplatte 21 bequem auf die Plattenzylinderhülse 6 aufschieben und davon abziehen läßt.

    [0049] Wichtig ist, daß die Klemmleiste 24 im Druckzustand den absoluten Rundlauf zur Plattenzylinderhülse 6 besitzt und die Hinterkante der Klemmleiste 24 spiegelgleich zum Aluminiumaußenrohr 7 eine leicht zick-zack-förmig verlaufende Kontur 33 aufweist, um eine Abstützung der Druckplatte zum Anpreßdruck gegen den Gummituchzylinder zu erreichen.

    [0050] Gegenüber dem kompletten Austausch einer Plattenzylinderhülse 6 ist das geringe Gewicht der Druckplatte vorteilhaft. Das Einspannen der Druckplatte kann mit Druckfedern, wie dargestellt, oder Schrauben oder auch pneumatisch oder hydraulisch erfolgen.

    [0051] Bei dem in Figur 12 dargestellten Ausführungsbeispiel einer Gummituchzylinderhülse 27 ist ein vorgeschnittenes Gummituch 28 mit der selbstklebenden Rückseite auf die Oberfläche des Aluminiumaußenrohrs 7 geklebt. Daraufhin werden mit einer Schneidleiste die Stoßkanten beschnitten, so daß ein die druckfreie Zone bildender Spalt 29 entsteht, der mit einem handelsüblichen Kleber versiegelt wird. Des Weiteren wird eine Außenkantenversiegelung 30 aufgebracht, damit beim Naßdruck kein Wasser unter das Gummituch 28 gelangen kann. Wenn gemäß Figur 13 ein nahtloses Gummituch 31 auf die Gummituchzylinderhülse 27 aufgebracht wird, hängt die Breite der druckfreien Zone ausschließlich von der Ausgestaltung der Plattenzylinderhülse 6 und der Druckplatte 21 ab.

    [0052] Bei dem in Figur 14 dargestellten Ausführungsbeispiel einer Plattenzylinderhülse 6 sind alternative Klemmmittel für die Druckplatte gezeigt. Die Plattenzylinderhülse 6 weist ein inneres Trägerrohr 41 aus einem Spezialkunststoff, und ein äusseres Kunststoffrohr 42 aus Polyurethan auf. Die Plattenzylinderhülse 6 dieses Ausführungsbeispiel kann mit dem formschlüssigen Verbindungsmittel gemäß der Erfindung, wie beschrieben bei den anderen Ausführungsbeispielen, kombiniert werden. So könnte ein Mitnehmerring 13 (nicht gezeigt) an dem Polyurethanaußenrohr 42 befestigt sein mittels einer Verschraubung an im Polyurethanaußenrohr 42 befestigten Einsatzbüchsen. Die Klemmmittel gemäß Figuren 9-11 und 14 sind aber auch an sich vorteilhaft.

    [0053] Die Seiten der Plattenzylinderhülse 6 weisen in dem Außenrohr 42 jeweils zwei Aussparungen mit Einsatzbüchsen 43 auf (Fig. 15). Hier ist ein Klemmstück 44 mit Schrauben 45 befestigt. Auf diese Weise werden die abgekanteten Enden der Druckplatte (nicht gezeichnet) zwischen dem axial inneren Ende 46 des Klemmstücks 44 und der Hinterseite des Schlitzes 19 fixiert.

    [0054] Diese Klemmmittel weisen die folgenden Vorteile auf. Falls Anfang und Ende eines Bildes auf der Druckplatte 21 nicht genau aneinander passen, kann das stumpfwinklich abgekantete Ende 23 der Druckplatte 21 axial noch etwas verschoben werden, bis eine genaue Passung erreicht ist. Um ein Zurückschieben der Druckplatte 21 während des Druckvorgangs zu vermeiden, können die abgekanteten Enden 22, 23 der Druckplatte 21 an Festlagerseite, Loslagerseite, oder an beide Seiten mittels der Klemmstücke 44 geklemmt werden.

    [0055] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 16 weist die Plattenzylinderhülse 6 b.z.w. die Gummituchzylinderhülse 27 einen Mitnehmerring 13 auf, der am Polyurethanaußenrohr 42 mittels einer Verschraubung 14 befestigt ist. Der Mitnehmerring 13 trägt auf seinem Außenumfang Keilnuten 50 worin am Kernzylinder 3 radial nach aussen vorstehende Keile 52 eingreifen. Für diese formschlüssige Verbindung ist kein Anschlagbund notwendig. Die Keile 52 sind auf übliche Weise in Keilnuten 53 befestigt, zum Beispiel durch Verschraubung oder Klemmung.

    [0056] Für den Fachmann ergibt sich eine Vielzahl von Anordnungen der Rollenrotationsdruckmaschine, welche alle den Rahmen der beigefügten Patentansprüche nicht verlassen. So können Plattenzylinderhülse 6 und Gummituchzylinderhülse 27 unterschiedlich als hier gezeigt zusammengestellt sein. So können die Hülsen aus einem Rohr bestehen, oder aus mehr als drei Rohren. Ebenso können andere Materialen verwendet werden. Vorteilhaft kann zum Beispiel ein Außenrohr, insbesondere das Außenrohr einer Gummituchzylinderhülse, aus faserverstärktem Kunststof bestehen. Statt dem Aluminiumaußenrohr der betreffenden Ausführungsbeispiele kann auch ein Polyurethanaußenrohr verwendet werden, oder ein Außenrohr aus einem anderen Kunststoff, vice versa.

    [0057] Das Druckwerk kann mit einem Plattenzylinder, und einem Gummituchzylinder für einseitiges Drucken, oder mit zwei Plattenzylindern, und zwei Gummituchzylindern für beidseitiges Drucken versehen sein. Die Zylinder können durch Stirnräder oder durch einzelne Motoren angetrieben werden.

    [0058] Die Kupplungselemente können auch loslagerseitig angeordnet sein. Anstatt der Festlager können Loslager angeordnet sein, um ein Herausnehmen der Zylinderkerne zu ermöglichen.


    Ansprüche

    1. Rollenrotationsdruckmaschine mit mindestens einem Druckwerk in dem jeweils in Loslagern und Festlagern mindestens ein auswechselbarer, einfärbbarer Plattenzylinder (1) und mindestens ein auswechselbarer Gummituchzylinder (2) loslagerseitig ausziehbar angeordnet sind, wobei der Plattenzylinder (1) aus einem antreibbaren Plattenzylinderkern (3) sowie einer darauf aufgeschobenen, auswechselbaren Plattenzylinderhülse (6) und der Gummituchzylinder (2) aus einem synchron antreibbaren Gummituchzylinderkern (3) sowie einer darauf aufgeschobenen, auswechselbaren Gummituchzylinderhülse (27) bestehen, und wobei die Plattenzylinderhülse (6) mit einer Druckplatte (21) und die Gummituchzylinderhülse (27) mit einem Gummituch versehen ist,
    dadurch gekennzeichnet, daß mindestens die Gummituchzylinderhülse (27) mit ihrem Zylinderkern (3) formschlüssig, verbunden ist.
     
    2. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, bei der der Zylinderkern (3) und eine der Stirnseiten der Zylinderhülse (6, 27) zusammenwirkende, formschlüssige Kupplungselemente (11, 12) aufweisen.
     
    3. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 2, bei der mindestens einer der Zylinderkerne (3) festlagerseitig einen Anschlag (5) für die Zylinderhülsen (6, 27) aufweist und die einander zugekehrten Stirnseiten des Anschlags (5) an dem Zylinderkern (3) und der Zylinderhülse (6, 27) die zusammenwirkende, formschlüssige Kupplungselemente (11, 12) aufweisen.
     
    4. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 2, oder 3, bei der die Kupplungselemente (11, 12) aus axial vorstehenden Zapfen oder Klauen und diese aufnehmenden Bohrungen oder Ausnehmungen bestehen.
     
    5. Rollenrotationsdruckmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 4, bei der die Kupplungselemente (11, 12) aus komplementären ' Planstirnverzahnungen bestehen.
     
    6. Rollenrotationsdruckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der mindestens einer der Zylinderkerne (3) festlagerseitig einen Anschlagbund (5) für die Zylinderhülsen (6, 27) aufweist und der Anschlagbund (5) auf seinem Außenumfang sowie ein wenigstens teilweise axial über den Anschlagbund (5) schiebbarer Mitnehmerring (13) an der Zylinderhülse (6, 27) komplementäre, formschlüssige Kupplungselemente (15, 16; 17, 18) aufweisen.
     
    7. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 6, bei der die Kupplungselemente aus einer Außenverzahnung oder einem Vielkeilprofil an dem Anschlagbund (5) und einer Innenverzahnung (18), beziehungsweise einem Innenvielkeilprofil an dem Mitnehmerring (13) bestehen.
     
    8. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 6, bei der die Kupplungselemente aus einer Keilnutanordnung (15) am Anschlagbund (5) und einer entsprechenden Keilstückanordnung (16) am Mitnehmerring (13) bestehen.
     
    9. Rollenrotationsdruckmaschine nach einem der Ansprüche 6 bis 8, bei der die Zylinderhülsen (6, 27) ein inneres Trägerrohr (8) aus Spezialkunststoff mit einem dem Außendurchmesser des Zylinderkernes (3) entsprechenden Innendurchmesser und ein Außenrohr (7, 42) aufweisen, wobei an dem Außenrohr (7, 42) der Mitnehmerring (13) befestigt ist.
     
    10. Rollenrotationsdruckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der der Zylinderkern (3) mindestens eine Keilnut (53) mit einem Keilstück (52) aufweist, welches Keilstück (52) formschlüssig mit einer Keilnutanordnung (50) an der Zylinderhülse zusammenwirkt.
     
    11. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1 bis 10, bei der die Plattenzylinderhülse (6) einen bezüglich ihres Radius schräg verlaufenden Schlitz (19, 20) zur Aufnahme von abgekanteten Enden (22, 23) einer Druckplatte (21) aufweist.
     
    12. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 11, bei der der Schlitz (20) vor den Stirnenden der Plattenzylinderhülse (6) endet.
     
    13. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 11 oder 12, bei der der Schlitz (19) Klemmmittel für die Druckplatte (21) aufweist.
     
    14. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 13, bei der der Schlitz (19) einseitig durch eine die abgekanteten Enden (22, 23) der Druckplatte (21) klemmender Klemmleiste (24) begrenzt ist.
     
    15. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 14, bei der die Klemmleiste (24) zum Klemmen mit Federdruck beaufschlagt ist.
     
    16. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 15, bei der sich der Federdruck der Klemmleiste ( 24) durch Lösemittel (26) aufheben läßt.
     
    17. Rollenrotationsdruckmaschine nach einem der Ansprüche 14 bis 16, bei der die der Klemmkante abgewandte Seite der Klemmleiste (24) und der entsprechende Bereich des Außenrohrs (7) komplementäre, zick-zack-förmig verlaufende Kanten (33) aufweisen.
     
    18. Rollenrotationsdruckmaschine nach einem der Ansprüche 13 bis 17, bei der der Schlitz (19) an mindestens einem der Enden ein Klemmstück (44) aufweist.
     
    19. Rollenrotationsdruckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 18, bei der die Gummituchzylinderhülse (27) mit einem Gummituch (28) beklebt ist, das einen maximalen Spalt (29) als druckfreie Zone von 1,5 mm aufweist, wobei dieser Spalt (29) und die Ränder des Gummituchs (28) wasserdicht versiegelt sind.
     
    20. Rollenrotationsdruckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 18, bei der die Gummituchzylinderhülse (27) mit einem nahtlosen Gummituch (31) versehen ist.
     
    21. Zylinderhülse (27) die auf ein Gummituchzylinderkern schiebbar ist, und wobei die Zylinderhülse (27) mit einem Gummituch versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinderhülse (27) mit ihrem Zylinderkern (3) formschlüssig verbindbar ist.
     


    Claims

    1. Web-fed rotary printing press with at least one printing unit in which at least one exchangeable, inkable plate cylinder (1) and at least one exchangeable blanket cylinder (2) are arranged respectively in movable bearings and fixed bearings in such a way that they are extendable at the loose bearing side, wherein the plate cylinder (1) consists of a drivable cylinder core (3) and an exchangeable plate cylinder sleeve (6) which is placed over it, and the blanket cylinder (2) consists of a synchronously drivable blanket cylinder core (3) and an exchangeable blanket cylinder sleeve (27) which is placed over it, and wherein the plate cylinder sleeve (6) has been provided with a printing plate (21) and the blanket cylinder sleeve (27) with a blanket, characterised, in that at least the blanket cylinder sleeve (27) is connected to its cylinder core (3) in a positively locking manner.
     
    2. Web-fed rotary printing press according to claim 1, wherein the cylinder core (3) and one of the fronts of the cylinder sleeve (6, 27) comprise cooperating, positively locking coupling elements (11, 12).
     
    3. Web-fed rotary printing press according to claim 2, wherein at least one of the cylinder cores (3) comprises a stop (5) for the cylinder sleeves (6, 27) at the fixed bearing side, and the facing fronts of the stop (5) at the cylinder core (3) and the cylinder sleeve (6, 27) comprise the cooperating, positively locking coupling elements (11, 12).
     
    4. Web-fed rotary printing press according to claim 2, or 3, wherein the coupling elements (11, 12) consist of axial protruding pins or claws, and bores or recesses which accommodate these.
     
    5. Web-fed rotary printing press according to one of claims 2 to 4, wherein the coupling elements (11, 12) comprise of complementary face key toothing.
     
    6. Web-fed rotary printing press according to one of claims 1 to 5, wherein at least one of the cylinder cores (3) comprises a stop band (5) for the cylinder sleeves (6, 27) at the fixed bearing side and the stop band (5) at its outer contour, as well as an engagement ring at the cylinder sleeve (6, 27) which is at least partially slideable axial over the stop band (5), comprise complementary positively locking coupling elements (15, 16; 17, 18).
     
    7. Web-fed rotary printing press according to claim 6, wherein the coupling elements consist of an outer toothing or a profile of outer key toothing at the stop band (5) and an internal toothing, or an inner key toothing at the engagement ring (13).
     
    8. Web-fed rotary printing press according to claim 6, wherein the coupling elements consist of key groove means (15) at the stop band (5) and corresponding wedge means at the engagement ring (13).
     
    9. Web-fed rotary printing press according to one of claims 6 to 8, wherein the cylinder sleeves (6, 27) comprise an inner supporting tube (8) made of special plastics with an inner diameter that corresponds to the outer diameter of the cylinder core (3) and an outer tube (7, 42), wherein the engagement ring (13) is connected to the outer tube (7, 42).
     
    10. Web-fed rotary printing press according to one of claims 1 to 9, wherein the cylinder core (3) comprises at least one key groove (53) with a wedge (52), which wedge (52) cooperates in a in a positively locking manner with a key groove means (50) at the cylinder sleeve.
     
    11. Web-fed rotary printing press according to one of claims 1 to 10, wherein the plate cylinder sleeve (6) comprises a groove (19, 20) which runs angled with respect to its radius for receiving canted ends of a printing plate (21).
     
    12. Web-fed rotary printing press according to claim 11, wherein the groove (2) ends for the front ends of the plate cylinder sleeve (6).
     
    13. Web-fed rotary printing press according to claim 11 or 12, wherein the groove (19) comprises clamping means for the printing plate (21).
     
    14. Web-fed rotary printing press according to claim 13, wherein the groove (19) is limited at one side by a clamping strip (24) which clamps the canted ends (22, 23) of the printing plate (21).
     
    15. Web-fed rotary printing press according to claim 14, wherein the clamping strip (24) is under spring pressure for clamping.
     
    16. Web-fed rotary printing press according to claim 15, wherein the spring pressure of the clamping strip (24) is releasable by release means (26).
     
    17. Web-fed rotary printing press according to one of claims 14 to 16, wherein the side of the clamping strip (24) which is averted from the clamping edge and the corresponding range of the outer tube (7) comprise complementary zigzag shaped running edges (33).
     
    18. Web-fed rotary printing press according to one of claims 13 to 17, wherein the groove (19) comprises a clamping piece (44) at at least one of the ends.
     
    19. Web-fed rotary printing press according to one of claims 1 to 18, wherein a rubber blanket (28) adheres to the blanket cylinder sleeve (27), which rubber blanket comprises a maximum split (29) as print-free zone of 1,5 mm, wherein this split (29) and the edges of the rubber blanket (28) are sealed in a water-tight manner.
     
    20. Web-fed rotary printing press according to one of claims 1 to 18, wherein a seamless rubber blanket (31) adheres to the blanket cylinder sleeve (27).
     
    21. Cylinder sleeve (27) which is slideable onto a blanket cylinder core, and wherein the cylinder sleeve (27) is provided with a rubber blanket, characterised, in that the cylinder sleeve (27) is connectable to its cylinder core (3) in a positively locking manner.
     


    Revendications

    1. Presse rotative à bobines comportant au moins un élément de presse dans lequel au moins un cylindre à plaque (1) pouvant être remplacé et encré et au moins un cylindre à blanchet (2) pouvant être remplacé sont disposés respectivement dans des paliers libres et dans des paliers fixes de façon à pouvoir être retirés du côté des paliers libres, le cylindre à plaque (1) étant composé d'un noyau de cylindre à plaque (3) pouvant être entraîné ainsi que d'un manchon de cylindre à plaque (6) pouvant être remplacé et apte à glisser sur ledit noyau de cylindre à plaque et le cylindre à blanchet (2) étant composé d'un noyau de cylindre à blanchet (3) pouvant être entraîné de façon synchrone ainsi que d'un manchon de cylindre à blanchet (27) pouvant être remplacé et apte à glisser sur ledit noyau de cylindre à blanchet, et le manchon de cylindre à plaque (6) étant doté d'une plaque de pressage (21) et le manchon de cylindre à blanchet (27) étant doté d'un blanchet,
    caractérisé en ce que au moins le manchon de cylindre à blanchet (27) est relié à son noyau de cylindre (3) par complémentarité de formes.
     
    2. Presse rotative à bobines selon la revendication 1, dans laquelle le noyau de cylindre (3) et l'un des côtés frontaux du manchon de cylindre (6, 27) comportent des éléments de couplage (11, 12) à complémentarité de formes et coopérant l'un avec l'autre.
     
    3. Presse rotative à bobines selon la revendication 2, dans laquelle au moins un des noyaux de cylindre (3) comporte du côté des paliers fixes une butée (5) destinée au manchon de cylindre (6, 27) et les côtés frontaux de la butée (5) tournés l'un vers l'autre comportent, au niveau du noyau de cylindre (3) et du manchon de cylindre (6, 27), les éléments de couplage (11, 12) à complémentarité de formes et coopérant l'un avec l'autre.
     
    4. Presse rotative à bobines selon la revendication 2, ou la revendication 3, dans laquelle les éléments de couplage (11, 12) sont composés de chevilles ou de griffes saillant axialement et de perçages ou d'évidements recevant celles-ci.
     
    5. Presse rotative à bobines selon l'une des revendications 2 à 4, dans laquelle les éléments de couplage (11, 12) sont constitués de crantages à dents de loup plans complémentaires.
     
    6. Presse rotative à bobines selon l'une des revendications 1 à 5, dans laquelle au moins un des noyaux de cylindre (3) comporte du côté des paliers fixes un collet de butée (5) destiné au manchon de cylindre (6, 27) et le collet de butée (5) et une bague d'accouplement, apte à coulisser au moins en partie axialement sur le collet de butée (5), comportent sur sa périphérie extérieure respectivement sur le manchon de cylindre (6, 27) des éléments de couplage (15, 16 ; 17, 18) complémentaires à complémentarité de formes.
     
    7. Presse rotative à bobines selon la revendication 6, dans laquelle les éléments de couplage sont constitués d'un crantage extérieur ou d'un profilé à cannelures multiples au niveau du collet de butée (5) et un crantage intérieur (18), respectivement d'un profilé intérieur à cannelures multiples, au niveau de la bague d'accouplement (13).
     
    8. Presse rotative à bobines selon la revendication 6, dans laquelle les éléments de couplage sont constitués d'un agencement de gorges de cannelure (15) au niveau du collet de butée (5) et d'un agencement de pièces de cannelure correspondantes (16) au niveau de la bague d'accouplement (13).
     
    9. Presse rotative à bobines selon l'une des revendications 6 à 8, dans laquelle les manchons de cylindre (6, 27) comportent un tube de support intérieur (8) en matière plastique spéciale dont un diamètre intérieur correspond au diamètre extérieur du noyau de cylindre (3) et un tube extérieur (7, 42), la bague d'accouplement (13) étant fixée au tube extérieur (7, 42).
     
    10. Presse rotative à bobines selon l'une des revendications 1 à 9, dans laquelle le noyau de cylindre (3) comporte au moins une gorge de cannelure (53) comportant une pièce de cannelure (52), laquelle pièce de cannelure (52) coopère par complémentarité de formes avec un agencement de gorges de cannelure (50) au niveau du manchon de cylindre.
     
    11. Presse rotative à bobines selon les revendications 1 à 10, dans laquelle le manchon de cylindre à plaque (6) comporte une fente (19, 20) s'étendant obliquement par rapport au rayon dudit manchon de cylindre à plaque et destiné à recevoir des extrémités biseautées (22, 23) d'une plaque de pressage (21).
     
    12. Presse rotative à bobines selon la revendication 11, dans laquelle la fente (20) se termine en avant des extrémités frontales du manchon de cylindre à plaque (6).
     
    13. Presse rotative à bobines selon la revendication 11 ou 12, dans laquelle la fente (19) comporte des moyens de serrage de la plaque de pressage (21).
     
    14. Presse rotative à bobines selon la revendication 13, dans laquelle la fente (19) est délimitée sur un côté par une baguette de serrage (24) serrant les extrémités biseautées (22, 23) de la plaque de pressage (21).
     
    15. Presse rotative à bobines selon la revendication 14, dans laquelle, pour effectuer le serrage, la baguette de serrage (24) est sollicitée avec une pression de ressort.
     
    16. Presse rotative à bobines selon la revendication 15, dans laquelle la pression de ressort de la baguette de serrage (24) peut être supprimée par des moyens de desserrage (26).
     
    17. Presse rotative à bobines selon l'une des revendications 14 à 16, dans laquelle le côté, opposé au bord de serrage, de la baguette de serrage (24) et la région correspondante du tube extérieur (7) comportent des bords complémentaires (33) s'étendant en zigzag.
     
    18. Presse rotative à bobines selon l'une des revendications 13 à 17, dans laquelle la fente (19) comporte une pièce de serrage (44) au niveau d'au moins une des extrémités.
     
    19. Presse rotative à bobines selon l'une des revendications 1 à 18, dans laquelle le manchon de cylindre à blanchet (27) est collé à un blanchet (28) qui possède une fente maximale (29) sous la forme d'une zone de 1,5 mm sans pression, cette fente (29) et les bords du blanchet (28) étant hermétiquement scellés par rapport à l'eau.
     
    20. Presse rotative à bobines selon l'une des revendications 1 à 18, dans laquelle le manchon de cylindre à blanchet (27) est doté d'un blanchet (31) sans soudure.
     
    21. Manchon de cylindre (27) apte à glisser sur un noyau de cylindre à blanchet, le manchon de cylindre (27) étant doté d'un blanchet, caractérisé en ce que le manchon de cylindre (27) peut être relié par complémentarité de formes à son noyau de cylindre (3).
     




    Zeichnung





























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente