[0001] Die Erfindung betrifft ein Kühlsystem zum Kühlen von Werkzeugteilen mit Hilfe eines
von einem Fluideinlaß über Anschlußleitungen zu einem Fluidauslaß geführten Fluids,
wobei die Werkzeugteile zwischen wenigstens einer mit dem Fluideinlaß verbundenen
und wenigstens einer mit dem Fluidauslaß verbundenen Anschlußleitung in Durchströmverbindung
angeschlossen sind, wobei zwischen der wenigsten einen mit dem Fluideinlaß verbundenen
Anschlußleitung einerseits und der wenigstens einen mit dem Fluidauslaß verbundenen
Anschlußleitung andererseits wenigstens eine zusätzliche Anschlußleitung und mit letzterer
in Strömungsverbindung stehende Werkzeugteile derart zwischengeschaltet sind, daß
das Fluid auf seinem Strömungsweg nacheinander durch wenigstens zwei Werkzeugteile
strömt.
[0002] Aus der
EP-B2-0.283.644 ist eine Spritzgießmaschine bekannt, die eine Spritzformplatte mit Kavitäten und
eine Kernplatte mit vorstehenden Kernen aufweist, wobei die Anzahl der Kerne der Anzahl
der Kavitäten entspricht. Beim Zusammenfahren der Formplatte einerseits und der Kernplatte
andererseits greifen die Kerne in die Kavitäten ein und bilden in geschlossener Position
dazwischen die Spritzformkavität, in welcher durch einen Spritzgießvorgang ein hohler
Vorformling aus Kunststoff geformt wird. Aus diesen Vorformlingen, die insbesondere
aus PET bestehen, werden später die bekannten PET-Flaschen geblasen (Polyethylentherephtalat
= PET). Nach dem Spritzgießen müssen die Vorformlinge genügend abgekühlt werden, um
ohne Beschädigung der Vorformlinge ein Verarbeiten derselben nach dem Spritzvorgang
zu erlauben.
[0003] Das Abkühlen erfolgt in den bekannten Spritzgießmaschinen über an einer Trägerplatte
befestigte Hülsen, die mit einem Fluid, praktischerweise Kühlwasser, durchströmt und
dadurch gekühlt werden.
[0004] Damit die Kühlung einer großen Anzahl von Werkzeugteilen, zum Beispiel Hülsen oder
Kernen, gleichzeitig in einer möglichst kompakten Maschine durchgeführt werden kann,
sind Trägerplatten mit einer Vielzahl daran befestigter Hülsen und mit in der Trägerplatte
verlaufenden Fluidleitungen entwickelt worden. Von dem Fluideinlaß für die ganze Trägerplatte
wird das Kühlwasser parallel und mehr oder weniger gleichzeitig zu den Hülsen geführt,
die als die betreffenden Werkzeugteile durchströmt werden. Danach wird das teilweise
erwärmte Kühlwasser zu einem Fluidauslaß herausgeführt.
[0005] Das bekannte Kühlsystem weist die eingangs genannten Merkmale auf. Es ist jedoch
mit erheblichen Nachteilen behaftet. Obwohl die Kühlleitungen in den einzelnen Werkzeugteilen,
zum Beispiel den Kernen, jeweils für sich einen kleinen Querschnitt haben, addieren
sich doch bei einer großen Anzahl von gleichzeitig durchströmten Kernen die einzelnen
Leitungsquerschnitte erheblich auf. Geht man zum Beispiel von einem bekannten Fluideinlaß
mit einem Durchmesser von 2,54 cm aus, dann stehen etwa 2000 mm
2 als Einlauffläche zur Verfügung. Das Gleiche gilt für den Fluidauslaß. Bei einer
48-er Kernplatte stehen andererseits aber Durchströmquerschnitte gegenüber, die zusammen
eine Fläche von 3770 mm
2 bieten. Dieser großen Verbrauchsfläche steht nur die zuvor genannte kleine Querschnittsfläche
am Fluideinlaß gegenüber. Die zu versorgende Fläche an den Kernen ist also etwa doppelt
so groß wie die zur Verfügung stehende Eintrittsfläche für das Kühlfluid. Das bedeutet
einen starken Druckabfall vom Fluideinlaß bis zum Auslaß, und im Bereich der Kerne
gibt es durch die infolgedessen niedrigeren Strömungsgeschwindigkeiten des Fluids
kaum noch Turbulenzen. Bei fehlenden Turbulenzen sinkt aber auch die Kühlwirkung stark
ab. Gleichzeitig kann die Kernplatte, wenn sie die Anschlußleitungen enthält, mit
Nachteil versumpfen, weil Verunreinigungen durch die langsame Strömung und den geringen
Druck in den Fluidleitungen abgesetzt und nicht weggespült werden. Der Wärmeübergang
zwischen Fluideinlaß und Fluidauslaß verringert sich mit weiterem Nachteil.
[0006] Für eine Kavitätenplatte hat man bereits versucht, diese Nachteile zu mildern und
Fluidturbulenzen dadurch zu vergrößern, daß man bei einer betriebsinternen Ausführungsform
teilweise die Durchflußmöglichkeit eines Fluids durch Unterbrechungen sperrt. Man
hat dadurch eine Zweiteilung einer zuvor einzigen Leitung erreicht und damit aus dem
ursprünglichen einzigen Strömungsweg zwei Strömungswege gestaltet. Dieser ältere Lösungsversuch
bezieht sich aber auf eine speziell ausgestaltete Formplatte, bei welcher die Aufteilung
des Kühlsystems in ganze Sektionen dadurch erfolgt, daß die Unterbrechungen, Sperren
bzw. Barrieren in den einzelnen Anschlußleitungen vorgesehen werden.
[0007] Eine solche Kavitätenplatte ist in der
WO 03/076164 beschrieben, wobei dieses Dokument gemäß Artikel 54 (3) und (4) EPÜ zu behandeln
ist. Dieses ältere Kühlsystem beschreibt nur einen Abschnitt aufweisendes Verteilerrohr.
[0008] In der
JP-A-2000108170 ist ein Kühlsystem gezeigt, bei dem mehrere Werkzeugteile nacheinander mit Kühlfluid
durchströmt werden.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das bekannte Kühlsystem gemäß den Merkmalen
der eingangs erwähnten Art so umzugestalten, daß außer Kavitäten bildenden Hülsen
auch andere Werkzeugteile mit größerem Wirkungsgrad und bei Vergrößerung von Fluidturbulenzen
gekühlt werden können.
[0010] Bei dem Kühlsystem zum Kühlen von Werkzeugteilen mit Hilfe eines von einem Fluideinlaß
über Anschlußleitungen zu einem Fluidauslaß geführten Fluids, bei welchen die Werkzeugteile
zwischen wenigstens einer mit dem Fluideinlaß verbundenen und wenigstens einer mit
dem Fluidauslaß verbundenen Anschlußleitung in Durchströmverbindung angeschlossen
sind, wobei zwischen der wenigstens einen mit dem Fluideinlaß verbundenen Anschlußleitung
einerseits und der wenigstens einen mit dem Fluidauslaß verbundenen Auslaßleitung
andererseits wenigstens eine zusätzliche Anschlußleitung und mit letzterer in Strömungsverbindung
stehende Werkzeugteile derart zwischengeschaltet sind, daß das Fluid auf seinem Strömungsweg
nacheinander durch wenigstens zwei Werkzeugteile strömt, ist zur Lösung der Aufgabe
der Fluideinlaß und/oder der Fluidauslaß jeweils mit einem Verteilerrohr verbunden,
und das Verteilerrohr ist durch wenigstens einen strömungsdicht eingesetzten Stopfen
in wenigstens zwei getrennte Abschnitte aufgeteilt oder ist durch zwei Sacklochbohrungen
gebildet, so daß es aus wenigstens zwei getrennten Abschnitten besteht, und das Werkzeugteil
ist ein hülsenförmiger Formkern eines Spritzgießwerkzeugs zum Spritzgießen von Vorformlingen
aus Kunststoff. Jeder Kern stellt ein von einem Kühlfluid durchflossenes Element dar.
Die Erfindung ist auch bei solchen Kernen anwendbar, die an einer Platte befestigt
sind, zum Beispiel an einer Kernplatte. Als Kühlfluid ist wieder an Wasser gedacht,
welches von einem Einlaß über Anschlußleitungen zu einem Auslaß geführt wird. Die
Anschlußleitungen schaffen den Anschluß zu den Werkzeugteilen. Bei den bekannten Kühlsystemen
strömt das Fluid aus dem Einlaß über eine Anschlußleitung, danach über das Werkzeugteil
bzw. in der Praxis meist eine Reihe von Werkzeugteilen, zu einer anderen Anschlußleitung
und von dort direkt zum Auslaß. Die eine Anschlußleistung ist mit dem Fluideinlaß
und die andere mit dem Fluidauslaß verbunden. Die Werkzeugteile befinden sich zwischen
der einen und der anderen Anschlußleitung.
[0011] Wenn nun nach der Lehre der Erfindung zwischen den beiden Anschlußleitungen der bekannten
Kühlsysteme zusätzlich eine Anschlußleitung zwischengeschaltet wird, die man auch
als Zwischenleitung bezeichnen könnte, ist es möglich, ein zusätzliches Werkzeugteil
bzw. in der Praxis wiederum eine zusätzliche Reihe oder Gruppe von Werkzeugteilen
so zwischenzuschalten, daß das Kühlfluid auf seinem Weg vom Einlaß zum Auslaß zuerst
durch die eine Gruppe von Werkzeugteilen und danach (mit Hilfe der zusätzlichen Anschlußleitung)
durch die andere Gruppe von Werkzeugteilen strömt. Wenn man bekannte Systeme mit bereits
vorhandenen n-Werkzeugteilen erfindungsgemäß verbessern will, kann man durch Umgestaltung
vorhandener Leitungen diese drei Gruppen von Anschlußleitungen derart schaffen, daß
das Wasser zweimal n/2 Werkzeugteile kühlend durchströmt; oder alternativ bei Verdoppelung
auf 2-n Werkzeugteile das Kühlwasser zuerst durch n-Werkzeugteile und danach durch
weitere n-Werkzeugteile durchströmt. Das zur Kühlung verwendete Fluid, insbesondere
Wasser, wird dadurch besser genutzt, es werden höhere Turbulenzen erzeugt, die Wärmeabfuhr
wird verbessert, und die Verschmutzungsgefahr wird erheblich reduziert, d.h. ein Versumpfen
der Leitungen ist weitgehend vermieden.
[0012] Bei den bisher bekannten Kühlsystemen gibt es nur die mit dem Fluideinlaß verbundenen
Anschlußleitungen, der Einfachheit halber hier einlaßseitige Anschlußleitungen genannt,
wobei zur Vereinfachung von nur einer einzigen einlaßseitigen Anschlußleitung gesprochen
wird; und dasselbe auslaßseitig, d.h. die eine oder mehreren mit dem Fluidauslaß verbundenen
Anschlußleitungen. Dazwischen befinden sich als Strömungsverbindungen die Werkzeugteile,
die also zum Beispiel Kerne, Hülsen oder andere durchflossene Elemente sein können.
Für den Strömungsweg des Fluids bedeutet dies, daß das Fluid aus der einen Anschlußleitung
über das Werkzeugteil in die andere strömt. Im bekannten Fall gibt es keine Aufteilung
von n in 2 x n/2 oder zum Beispiel 2n in n + n, wenn man die Gruppe der Werkzeugteile
sich mit n Werkzeugteilen vorstellt. Das eintretende Kühlfluid sucht sich stets den
leichtesten Weg geringsten Widerstandes an der einen Anschlußleitung zu der anderen.
Damit werden nur diejenigen Werkzeugteile durchströmt und gekühlt, bei denen der Strömungswiderstand
hinreichend klein ist. Durch die sich absetzenden Verschmutzungen in den bekannten
Kühlsystemen, zum Beispiel in der bekannten Trägerplatte, können sich nach und nach
immer höhere Strömungswiderstände aufbauen mit der Folge, daß nicht mehr alle Werkzeugteile
in gewünschter Weise zum Erreichen eines Kühleffekts durchströmt werden.
[0013] Wenn erfindungsgemäß nicht alle n Werkzeugteile in zum Beispiel nur einer einzigen
Sektion parallelgeschaltet sind, sondern durch die Zwischenleitung zuerst n/2 Werkzeugteile
und danach noch einmal n/2 Werkzeugteile durchströmt werden müssen, wird das Fluid
mit Vorteil gezwungen, die doppelte Anzahl Werkzeugteile zu durchströmen mit dem weiteren
Vorteil der schon genannten größeren Turbulenz, besseren Kühlwirkung und verringerten
Verschmutzungsgefahr.
[0014] Wenn der Fluideinlaß und/oder der Fluidauslaß jeweils mit einem Verteilerrohr verbunden
sind, ermöglicht das Verteilerrohr eine Vervielfältigung der beschriebenen Gegebenheiten,
d.h. der vorstehend vom Prinzip her erwähnten einen Anschlußleitung zu einem Vielfachen
von Anschlußleitungen. Das jeweilige Verteilerrohr kann einen großen Durchmesser haben
und der Strömungsflüssigkeit einen geringen Widerstand entgegensetzen, auch wenn anstelle
einer Anschlußleitung eine Vielzahl von Anschlußleitungen mit den entsprechend verbundenen
Reihen von Werkzeugteilen von dem Verteilerrohr abgeht bzw. zu diesem (im Falle des
Fluidauslasses) hinführen. Die vorgesehenen Zwlschenleltungen, d.h. die zwischengeschalteten,
zusätzlichen Anschlußleitungen, hindern eine Vervielfachung der Kühlwirkung nicht.
[0015] Nimmt man als Werkzeugteil einen hülsenförmigen Formkern eines Spritzgießwerkzeugs
zum Spritzgießen von Vorformlingen aus Kunststoff, dann wird auf einen solchen Formkern
in an sich bekannter Weise Kunststoff aufgespritzt und durch eine entsprechend übergestülpte
Hülse zum Vorformling ausgeformt. Um den Kunststoff zu kühlen, muß der Formkern gekühlt
sein. Hier verwendet man Kühlwasser, welches durch ein entsprechendes Kühlsystem von
Einlaß, durch den Mantel des Formkerns unter dessen Oberfläche zum Auslaß gedrückt
wird. Nach dem Spritzen nimmt das Kühlwasser die Wärmeenergie auf, und es ist erwünscht,
die Kühlkapazität des Wassers möglichst gut auszunutzen. Dieses Ausnutzen gelingt
durch die Verwendung des erfindungsgemäß angestrebten Kühlsystems besonders gut. Auf
diese Weise kann man wirkungsvolle, neue Spritzgießwerkzeuge herstellen und gegebenenfalls
sogar vorhandene Spritzgießwerkzeuge umbauen und verbessern.
[0016] Das Verteilerrohr kann man durch wenigstens einen strömungsdicht eingesetzten Stopfen
in wenigstens zwei getrennte Abschnitte aufteilen. Die in dem Verteilerrohr ursprünglich
vorgesehene Fluidverbindung wird durch diesen Stopfen unterbrochen. Es ist für den
Fachmann ersichtlich, daß man eine Anschlußleitung an nahezu jeder beliebigen Stelle,
desgleichen auch ein Verteilerrohr an beliebigem Ort, mit einem Stopfen versehen kann.
Der Stopfen ist sozusagen eine 100%-ige oder nahezu 100%-ige Barriere oder Sperrung.
Stopfen können unterschiedlich aufgebaut sein, zum Beispiel aus einem elastomeren
Material oder nur teilweise aus einem elastomeren Material mit zusätzlich einem harten
und beständigen Material, zum Beispiel Stahl bestehen. Es gibt zwar auch ganz aus
Metall gebildete Stopfen, mit denen man auch schon bei den bekannten Trägerplatten
eine herstellungstechnisch offene Endseite versperrt. Bei den erfindungsgemäß vorgesehenen
Stopfen ist es bevorzugt, Stahl oder Gummi oder Kombinationen aus beiden zu verwenden.
Die Größe des Strömungsquerschnitts spielt keine Rolle. Man kann sowohl Anschlußleitungen
als auch Verteilerrohre mit entsprechenden Stopfen versehen.
[0017] Besonders günstig ist es, wenn bei einer Ausführungsform die zusätzliche Anschlußleitung
(die Zwischenleitung) zwei geschlossene Enden hat und zuflußseitig sowie abflußseitig
mit den Werkzeugteilen verbunden ist. Der besondere Vorzug des beschriebenen Kühlsystems
ergibt sich im Falle einer Trägerplatte für die jeweiligen Werkzeugteile. Die einzelnen
Leitungen sind vorzugsweise als Bohrungen in einer solchen Trägerplatte geführt. Es
versteht sich, das geradlinige Bohrungen besonders einfach hergestellt werden können,
auch wenn sie einseitig oder wie hier beidseitig geschlossen sind. Lage und Ausgestaltung
einer solchen zusätzlichen Anschlußleitung ist also einfach herstellbar und auch vom
Volumen oder Raum in der Trägerplatte her ohne weiteres möglich.
[0018] Bei einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist es zweckmäßig, wenn die zusätzliche
Anschlußleitung in einen zuflußseitigen Leitungszweig und einen abflußseitigen Leitungszweig
aufgeteilt ist, die über ein Verteilerrohr verbunden sind. Es ist bisweilen von der
Größe und Ausgestaltung der Trägerplatte abhängig, wie viele Verteilerrohre mit den
Leitungen großen Durchmessers in den einzelnen Bereichen der Trägerplatte angeordnet
werden können. So kann es beispielsweise zweckmäßig sein, ein Verteilerrohr an dem
einen Ende der Platte und das andere Verteilerrohr am anderen Ende der Platte anzuordnen,
um dazwischen entsprechend längere Anschlußleitungen und zusätzliche Anschlußleitungen
anzuordnen. Dann erkennt der Fachmann durch die zuletzt genannte Lehre, daß er auf
der einen Seite in der Trägerplatte ein kürzeres Verteilerrohr am Fluideinlaß und
ebenso ein kürzeres Verteilerrohr am Fluidauslaß so anordnen kann, daß ein Ende der
Trägerplatte durch diese beiden Verteilerrohre in vernünftigem Ausmaß gefüllt oder
eingenommen wird mit der Folge, daß auf der gegenüberliegenden Seite der Trägerplatte
Platz für ein anderes Verteilerrohr zur Verfügung steht. Die zusätzlichen Anschlußleitungen
kann man nun überraschenderweise so ausgestalten, daß jede Leitung in zwei Zweige
aufgeteilt wird, welche über das zuletzt erwähnte, in der Trägerplatte noch unterbringbare
Verteilerrohr verbunden sind. Der Weg des Kühlfluids verläuft dann zum Teil in diesem
Verteilerrohr zwischen den zwei Leitungszweigen. Vom Aufbau der Trägerplatte her hat
sich diese Leitungsführung als herstellungstechnisch günstig erwiesen, zumal über
dieses zweite Verteilerrohr, welches die Zweige der zusätzlichen Anschlußleitung führt,
große Mengen Fluid transportiert werden können.
[0019] Erfindungsgemäß können ferner die Verteilerrohre gerade sein und in der Trägerplatte
im Abstand zueinander parallel verlaufen. Hierdurch ergibt sich der herstellungstechnische
Vorteil besonders deutlich.
Geradlinige Rohre können als Bohrungen, zum Beispiel Teflochbohrungen quer oder längs
in einer Trägerplatte ausgeführt sein. Man kann ein in einer Linie verlaufendes Verteilerrohr
sogar so unterteilen, daß man zwei Teilrohre, d.h. zwei Teilbohrungen, erhält. Diese
Aufteilung gelingt entweder geometrisch durch das Anbringen zweier Sacklochbohrungen,
oder man kann in einer einzigen Tieflochbohrung auch einen Stopfen einsetzen.
[0020] Diese Konstruktion erlaubt es, daß erfindungsgemäß die Verteilerrohre gerade sind
und in einer Platte in einer Linie hintereinander im Abstand zueinander verlaufen.
[0021] Zweckmäßig ist die Erfindung weiter dadurch ausgestaltet, daß mehrere, parallel und
im Abstand zueinander verlaufende zusätzliche Anschlußleitungen mit jeweils angeschlossenen
Kernen als Werkzeugteilen zwischengeschaltet sind. Während die Verteilerrohre mit
dem jeweils verhältnismäßig großen Durchmesser im allgemeinen über die Breite einer
Trägerplatte verlaufend vorgesehen werden, erstrecken sich die erfindungsgemäß hier
sogenannten zusätzlichen Anschlußleitungen bzw. die Zwischenleitungen im allgemeinen
längs einer solchen Trägerplatte, vorzugsweise zwischen dem einen Verteilerrohr oder
der Gruppe derselben an dem einen Ende der Platte zu dem anderen Verteilerrohr oder
zu der Gruppe derselben am anderen Ende der Platte. Diese zusätzlichen Anschlußleitungen
verlaufen im allgemeinen etwa senkrecht zu den Verteilerrohren und haben praktischerweise
einen kleineren Durchmesser als die Verteilerrohre. Der Durchmesser der Anschlußleitungen
muß so groß sein, daß ausreichend Fluid durch alle angeschlossenen Werkzeugteile fließen
kann. Um für eine größere Kühlleistung zu sorgen oder die Anzahl der Werkzeugteile
zu vergrößern, welche durch das Kühlsystem gemäß der Erfindung zu kühlen sind, ordnet
man zweckmäßigerweise mehrere Anschlußleitungen parallel im Abstand zueinander an.
Der Fachmann versteht, daß durch das Vorsehen der zusätzlichen Anschlußleitungen entsprechend
viele zusätzliche Werkzeugteile durchströmt und damit gekühlt werden können. Ein solcher
Leitungsaufbau ist auch in einer der üblichen Trägerplatten möglich, wenn man die
vorstehenden empfohlenen Anordnungen der Leitungen beachtet.
[0022] Vom Prinzip her sieht das erfindungsgemäße Grundsystem, bei welchem die zusätzliche
Anschluß- bzw. die Zwischenleitung wenigstens ein geschlossenes Ende hat und diese
Leitung zuflußseitig und/oder abflußseitig mit den Werkzeugteilen verbunden ist, die
Aufteilung der zusätzlichen Anschlußleitung (Zwischenleitung) in den zuflußseitigen
Leitungszweig einerseits und den abflußseitigen Leitungszweig andererseits vor, wobei
vorzugsweise die Leitungszweige über das erwähnte Verteilerrohr verbunden sind.
[0023] Dieses Grundsystem verlangt von dem durchströmenden Kühlfluid, daß es nacheinander
erst durch das eine und danach durch das andere Werkzeugteil bzw. zunächst durch die
eine Gruppe von Werkzeugteilen und danach durch die andere Gruppe von Werkzeugteilen
strömt. Hierdurch ist die bessere Ausnutzung des Kühlfluids mit den erwähnten Vorteilen
erreicht.
[0024] Die eine Art der Vervielfältigung der Kühlwirkung oder der Vervielfältigung der Anzahl
der zu kühlenden Werkzeugteile besteht in der oben beschriebenen Weise darin, daß
nicht eine zusätzliche Anschlußleitung entsprechend dem jeweiligen Grundsystem geschaltet
ist, sondern daß man zwei oder entsprechend viele zusätzliche Anschlußleitungen parallel
schaltet. Die Abflußleitung der einen Gruppe wird als Einlaßleitung der nächsten Gruppe
genutzt.
[0025] Die andere Verbesserung und Vervielfältigung der Kühlwirkung sieht erfindungsgemäß
vor, daß bei Verdoppelung des oben definierten Grundsystems, bei welchem die zusätzliche
Anschluß- bzw. die Zwischenleitung wenigstens ein geschlossenes Ende hat und diese
Leitung zuflußseitig und/oder abflußseitig mit den Werkzeugteilen verbunden ist, die
Anzahl der nacheinander durchströmten Werkzeugteile verdoppelt wird. Es versteht sich,
daß man das Grundsystem auch Vervierfachen oder entsprechend Vervielfachen kann, um
danach die Anzahl der zu kühlenden Werkzeugteile zu vervielfachen. Dabei kann man
mit Vorteil bei der Verwendung von geradlinigen Verteilerrohren entsprechend verbreiterte
Trägerplatten einsetzen.
[0026] In Draufsicht auf die große Fläche einer Trägerplatte ist es bisweilen erwünscht,
die Gesamtfläche zu verkleinern, und erlaubt, die Höhe der Platte zu vergrößern. Dadurch
ergeben sich weitere und vielfältige Möglichkeiten, längere oder mehr Anschlußleitungen
und Verteilerrohre in der jeweiligen Trägerplatte vorzusehen. So kann man erfindungsgemäß
in vorteilhafter Weise die zusätzlichen Anschlußleitungen (Zwischenleitungen) in der
Platte in einem anderen Niveau als die mit dem Ein- und/oder Auslaß verbundenen Anschlußleitungen
anordnen. Die Platzprobleme in einer Trägerplatte lösen sich bei dieser zweckmäßigen
Lösung in überraschender Weise. Mit anderen Worten können in einer etwas höher ausgestalteten
Platte erheblich mehr Anschlußleitungen untergebracht werden, wenn man diese Leitungen
in unterschiedlichen Niveaus anordnet.
[0027] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der folgenden Beschreibung im Zusammenhang mit den anliegenden Zeichnungen.
In diesen zeigen:
- Figur 1
- ein bekanntes Kühlsystem, welches nicht eine Ausführungsform der Erfindung darstellt,
- Figur 2
- eine zweite Ausführungsform des Kühlsystems, bei welchem das Prinzip der Figur 1 zugrunde
gelegt wird, wobei mehrere, parallel und im Abstand zueinander verlaufende zusätzliche
Anschlußleitungen vorgesehen sind,
- Figur 3
- ebenso schematisch, wie die Ausführungsformen der Kühlsysteme nach den Figuren 1 -
4 das neue Grundsystem, bei welchen die zusätzlichen Anschlußleitungen in ein Verteilerrohr
münden bzw. aus diesem gespeist werden,
- Figur 4
- eine weitere schematische Ausführungsform eines Kühlsystems nach dem Grundsystem (verdoppelt),
- Figur 5
- etwas konkretisiert, gleichwohl aber weitgehend noch abstrakt gehalten die Darstellung
eines Kühlsystems nach dem Grundsystem, wobei die Verteilerrohre durch Stopfen unterteilt
sind,
- Figur 6
- konkreter den Aufbau einer Trägerplatte mit dem durch Bohrungen aufgebauten Kühlsystem,
welches das Grundsystem verwendet; in der linken Hälfte bei einer Vierfachreihenkühlung
und in der rechten Hälfte mit einer Zweifachreihenkühlung,
- Figur 7
- eine Seitenansicht der Trägerplatte nach Figur 6 in Längsrichtung von einem Ende der
Platte zum anderen gesehen,
- Figur 8
- eine andere konkrete Ausführungsform bei einer Vierfachreihenkühlung und
- Figur 9
- eine weitere andere Ausgestaltung des Kühlsystems mit Zweifachkühlung unter Verwendung
des Grundsystems.
[0028] Figur 1 zeigt abstrakt ein bekanntes Kühlsystem, wobei die gezeigten Pfeile Werkzeugteile
1 darstellen, die zum Beispiel an einer Trägerplatte, bei der es sich um eine Kernplatte
14 handelt, angebrachte Kerne sind (welchen nicht gezeigte Vorformlinge aus Kunststoff
aufgespritzt werden, die danach gekühlt werden sollen). Aus diesem Grund müssen diese
Werkzeugteile 1 durch Kühlwasser (Fluid) durchströmt werden. Das Kühlfluid (Wasser)
strömt an einer Stelle in das Werkzeugteil (den Kern) 1 ein und verläßt diesen nach
Teilerwärmung an einer anderen Stelle, zum Beispiel an der Spitze des jeweils dargestellten
Pfeils. In den Figuren ist der Fluideinlaß mit 2 bezeichnet, der Fluidauslaß hingegen
mit 3. Der Fluideinlaß ist mit einem zuflußseitigen Verteilerrohr 5, der Fluidauslaß
3 mit einem abflußseitigen Verteilerrohr 6 verbunden. Zwischen den Verteilerrohren
5 und 6 sind Anschlußleitungen 7, 8 und 9 geschaltet, nämlich die mit dem Fluideinlaß
2 verbundene Anschlußleitung, die man als Zuflußleitung 7 bezeichnen kann. Die mit
dem Fluidauslaß 3 verbundene Anschlußleitung kann man auch als Abflußleitung 8 bezeichnen.
Zwischen diesen Anschlußleitungen 7 und 8 ist eine zusätzliche Anschlußleitung 9,
die man auch als Zwischenleitung 9 bezeichnen kann, zwischengeschaltet. In den Figuren
1 bis 5 ist diese Zwischenleitung 9 gestrichelt dargestellt.
[0029] Bei der Ausführungsform der Figur 4 (Grundsystem) kann die Zwischenleitung 9 über
einen zuflußseitigen Leitungszweig 10 und einen abflußseitigen Leitungszweig 11 verbunden
sein, die ihrerseits über ein zwischengeschaltetes Verteilerrohr 12 verbunden und
mit durchgezogener Linie dargestellt sind. Figur 4 hat übrigens die Besonderheit,
daß das bekannte Kühlsystem und das neue Grundsystem verknüpft sind, wie noch erläutert
wird.
[0030] Die Ausführungsform der Figur 2 stellt eine zweite Ausführungsform des bekannten
Kühlsystems der Figur 1 in vervielfältigter Form dar. Von dem zuflußseitigen Verteilerrohr
5 gehen nämlich anstelle einer Zuflußleitung 7 (wie bei Figur 1) mehrere (hier drei)
Zuflußleitungen 7, 7' und 7" ab. Jede dieser Zuflußleitungen 7, 7', 7" speist eine
Reihe oder Gruppe von Werkzeugteilen 1, von denen jeweils nur zwei gezeigt sind. Deren
abflußseitige Ende (Pfeilspitze) mündet jeweils in der Zwischenleitung 9, das ist
die zwischengeschaltete zusätzliche Anschlußleitung 9 bzw. 9' bzw. 9". Von letzterer
wird wieder jeweils eine weitere Gruppe von Werkzeugteilen 1 gespeist, welche (mit
der Pfeilspitze) in die jeweilige Abflußleitung 8, 8' bzw. 8" münden. Diese Abflußleitungen
8, 8' und 8" sind mit dem abflußseitigen Verteilerrohr 6 verbunden und dieses mit
dem Fluidauslaß 3.
[0031] Bei der Ausführungsform der Figur 3 befindet sich das zuflußseitige Verteilerrohr
5 oben links in gerader Ausgestaltung in einer Linie mit dem im Abstand in Fließrichtung
dahinter angeordneten abflußseitigen Verteilerrohr 6. Hier sind beide Verteilerrohre
entweder geometrisch separat ausgeführt, zum Beispiel als Sacklochbohrung in dem massiven
Material einer Platte eingearbeitet, oder die Trennung erfolgt durch einen Stopfen
innerhalb einer durchgehenden Tieflochbohrung, welche durch den Stopfen in die zwei
Teile, nämlich den zuflußseitigen Teil 5 und den abflußseitigen Teil 6, getrennt ist.
Solche Stopfen sind in Figur 5 mit 13, 13' und 13" bezeichnet.
[0032] Gemäß Figur 3, welche das Grundsystem zeigt, geht von dem zuflußseitigen Verteilerrohr
5 die Zuflußleitung 7 ab, die an dem abstromigen Ende geschlossen ist. An zahlreichen
Stellen geht eine Gruppe von Werkzeugteilen 1 ab, in welche das Kühlfluid einströmen
und in den zuflußseitigen Leitungszweig 10 der allgemein mit 9 bezeichneten zusätzlichen
Anschlußleitung abströmt. Dieser zuflußseitige Leitungszweig 10 ist gestrichelt dargestellt,
denn er gehört zu der zusätzlichen Anschlußleitung 9. Er ist mit dem zwischengeschalteten
Verteilerrohr 12 verbunden, welches in diesem Grundsystem auf der linken Seite das
Kühlfluid aufnimmt und auf der rechten Seite abgibt. Letzteres ist durch den ebenfalls
gestrichelt gezeigten abflußseitigen Leitungszweig 11 dargestellt, der an seinem abflußseitigen
Ende ebenfalls geschlossen ist. Auch von ihm geht eine ganze Reihe von Werkzeugteilen
1 ab, deren abstromseitige Enden (Pfeilspitzen) in der Abflußleitung 8 münden. Am
aufstromseitigen Ende ist diese Abflußleitung 8 ebenfalls geschlossen und mündet am
abstromseitigen Ende in dem abflußseitigen Verteilerrohr 6.
[0033] In der Ausführungsform der Figur 4 strömt ähnlich wie bei dem ersten Kühlsystem nach
Figur 1 das Kühlfluid aus dem Fluideinlaß 2 in das zuflußseitige Verteilerrohr 5 und
von dort in die Zuflußleitung 7, die abstromseitig wieder geschlossen ist. Eine ganze
Reihe von Werkzeugteilen 1 wird von dieser Zuflußleitung 7 mit Kühlfluid versorgt,
welches in die gestrichelt gezeichnete und beidseitig geschlossene Zwischenleitung
(die zusätzliche Anschlußleitung) 9 abfließt. Auch diese Zwischenleitung 9 ist mit
einer Reihe von Werkzeugteilen verbunden, welche durch das Kühlfluid durchströmt und
damit gekühlt werden. Die jeweilige Pfeilspitze veranschaulicht das abstromseitige
Ende des Werkzeugteils 1, aus welchem das Kühlfluid in den zuflußseitigen Leitungszweig
10 und von diesem über das zwischengeschaltete Verteilerrohr 12 in den abflußseitigen
Leitungszweig 11 abfließt, sofern man die Verwandtschaft des Grundsystems nach Figur
3 betrachtet.
[0034] Man kann Figur 4 aber auch im Hinblick auf das bekannte Kühlsystem betrachten, wenn
man nämlich den zuflußseitigen Leitungszweig 10 links von der strichpunktierten Linie
der Figur 4 als Abflußleitung betrachtet, welcher das Kühlfluid in ein abflußseitiges
Verteilerrohr 6 führt, wenn dort der Abfluß wäre. Tatsächlich strömt das Kühlfluid
aber in diesem zwischengeschalteten Verteilerrohr 12 weiter derart, daß aus dessen
rechter Hälfte bezüglich der strichpunktierten Trennlinie der Figur 4 der abflußseitige
Leitungszweig 11, also von dem Verteilerrohr 12 gespeist wird. Dieser Leitungszweig
11 könnte also auch als Zuflußleitung 7 des bekannten Kühlsystems betrachtet werden.
Dieses Kühlsystem ist auf der rechten Seite der strichpunktierten Linie der Figur
4 nur gerade spiegelbildlich zur linken Hälfte angeordnet.
[0035] Es versteht sich aber, daß aus Figur 4 die Verdoppelung des bekannten Kühlsystems
oder des Grundsystems dargestellt ist. Die Anzahl der nacheinander durchströmten Werkzeugteile
1 wird nämlich bei der Ausführungsform der Figur 4 gegenüber der der Figur 1 verdoppelt.
[0036] Unabhängig von dieser Verdoppelung gilt nach wie vor die Vervielfachung gemäß Figur
2, bei der nämlich anstelle einer Zuflußleitung 7 drei Zuflußleitungen 7, 7', 7" usw.
eingesetzt werden können. Man erkennt die vorteilhafte Vervielfachungsmöglichkeit
des Kühlsystems nach diesen Prinzipien.
[0037] Figur 5 zeigt eine weitere andere Ausführungsform eines Kühlsystems gemäß der Erfindung,
gegenüber den schematischen Darstellung nach den Figuren 1 bis 4 etwas mehr konkretisiert.
So ist beispielsweise durch die strichpunktierte Außenlinie eine Ebene angedeutet,
die schräg im Raum liegt. Diese Ebene könnte beispielsweise eine Trägerplatte 14 darstellen.
Von dieser Trägerplatte 14 kann man sich senkrecht zu dieser Ebene vertikal nach oben
herausstehend Formkerne als Werkzeugteile 1 denken, deren Zustrom des Kühlfluids zum
Beispiel in einer oberen Ebene der Trägerplatte 14 außen liegt und deren Abstromende
in derselben Ebene weiter innen liegt. Gleichwohl ist in Figur 5 das jeweilige Werkzeugteil
1 (mit durchgezogenen Linien oder gestrichelt) als Pfeil dargestellt, der jeweils
zwei Leitungen verbindet, um darzustellen, daß das Kühlfluid aus der einen Leitung
in Pfeilrichtung in die andere strömt. Das Prinzip wird für den Leser dadurch klarer
und dennoch ist das Durchströmen eines Formkerns eines Spritzgießwerkzeugs nach dem
Prinzip dieses Kühlsystems dasselbe. Mit durchgezogenen Linien ist (mehr auf der linken
Seite) ein Leitungssystem im unteren Niveau der Trägerplatte 14 dargestellt, während
gestrichelt das gegenüberliegende andere Leitungssystem im oberen Niveau angeordnet
zu denken ist. So befinden sich die zuflußseitigen Verteilerrohre 5, 5a sowie die
abflußseitigen Verteilerrohre 6, 6a im unteren Niveau, während sich die zuflußseitigen
Leitungszweige 10 und 10a ebenso im oberen Niveau befinden wie die abflußseitigen
Leitungszweige 11 und 11a. Ebenfalls im oberen Niveau befinden sich die zwischengeschalteten
Verteilerrohre 12 und 12a, die in einer Linie hintereinander verlaufen und durch einen
Stopfen 13" voneinander getrennt sind. Auf der gegenüberliegenden Seite (oben links
in Figur 5) ist das zuflußseitige Verteilerrohr 5 durch den Stopfen 13 von dem abflußseitigen
Verteilerrohr 6 getrennt. Letzteres geht in das zuflußseitige Verteilerrohr 5a der
nächsten Sektion über und ist in Erstreckungsrichtung dieses Verteilerrohres 5a dahinter
durch den Stopfen 13' gegenüber dem abflußseitigen Verteilerrohr 6a getrennt. Dadurch,
daß man Verteilerrohre und Leitungen bei dem Kühlsystem in der Trägerplatte 14 durch
Erstellung von Tieflochbohrungen ausführt, sind die Verteilerrohre 5, 6, 12 gerade
und verlaufen in der Trägerplatte 14 im Abstand zueinander parallel. Zusätzlich verlaufen
das mit ausgezogenen Linien gezeichnete Verteilerrohr in der unteren Ebene der Trägerplatte
14 mit seinen Abschnitten in einer Linie hintereinander, entweder durch einen Stopfen
13, 13' im Abstand voneinander gehalten oder durch das Material der Trägerplatte 14
selbst, wenn das jeweilige Verteilerrohr nur wie eine Sacklochbohrung ausgeführt ist.
[0038] Etwa senkrecht zu der Erstreckungsrichtung der Verteilerrohre verlaufen die Anschlußleitungen,
nämlich die Zuflußleitungen 7 und 7a (in der unteren Höhe, unteres Niveau). Parallel
zu diesen liegen im unteren Niveau die Abflußleitungen 8 und 8a.
[0039] Bei der Ausführungsform der Figur 5 sind die sogenannten zusätzlichen Anschlußleitungen
bzw. die Zwischenleitungen 9 in einen zuflußseitigen Leitungszweig 10 und einen abflußseitigen
Leitungszweig 11 aufgeteilt, die über das Verteilerrohr 12 verbunden sind. Es handelt
sich hier um die gestrichelt gezeichneten Leitungen und Verteilerrohre, die sich auf
dem oberen Niveau der Trägerplatte 14 befinden.
Man hat dadurch eine Realisierung des Grundsystems. Außerdem ist eine Verdoppelung
des Grundsystems durchgeführt, bei welchem eine Schaltung gemäß Figur 3 verdoppelt
ist, so daß die Anzahl der nacheinander durchströmten Werkzeugteile 1 bzw. Formkerne
verdoppelt wird. Aus der zweifachen Reihenkühlung ist eine Vierfachreihenkühlung gemacht.
[0040] Folgt man dem Strom des Kühlfluids von dem Fluideinlaß 2 (links oben in Figur 5),
dann strömt das Fluid über das zuflußseitige Verteilerrohr 5 in die Zuflußleitung
7, über die erste Gruppe von Werkzeugteilen 1 hinüber in den zuflußseitigen Leitungszweig
10; von dort (jetzt im oberen Niveau) in das zwischengeschaltete Verteilerrohr 12.
Das Fluid verläßt dieses Verteilerrohr 12 durch die abflußseitigen Leitungszweige
11, von denen die zweite Gruppe von Werkzeugteilen 1 angeströmt wird, damit das Kühlfluid
über die Abflußleitung 8 in das abflußseitige Verteilerrohr 6 strömt. In der Verlängerung
entwickelt sich dieses zu dem zuflußseitigen Verteilerrohr 5a, nämlich vor dem zweiten
Stopfen 13' und verläßt dieses Verteilerrohr 5a durch die Zuflußleitung 7a, über die
dritte Gruppe von Werkzeugteilen 1 in den zuflußseitigen Leitungszweig 10a hinein.
Aus diesem nimmt das zwischengeschaltete Verteilerrohr 12a das Fluid auf und gibt
es über die abflußseitigen Leitungszweige 11 a in die letzte und vierte Gruppe von
Werkzeugteilen 1 ab. Durch letztere strömt das Fluid nun in die Abflußleitung 8a,
das abflußseitige Verteilerrohr 6a und durch den Fluidauslaß 3 ab.
[0041] In den Figuren 6 und 7 ist eine Trägerplatte in Gestalt einer Kernplatte in konkreterer
Ausführungsform gezeigt. In Draufsicht sieht man in Figur 6 in der linken Hälfte eine
Vierfachreihenkühlung und in der rechten Hälfte eine Zweifachreihenkühlung, obwohl
die Anzahl der Bohrungen in beiden Hälften gleich ist. Der Unterschied kommt dadurch
zustande, daß in der rechten Hälfte der Zweifachreihenkühlung in der Platte 14 in
dem rechten unteren Verteilungsrohr 6 mittig nur ein einziger Stopfen 13 angeordnet
ist; in dem links oben (oberes Niveau) angeordneten Verteilerrohr 5, 6, zwei Stopfen
angeordnet sind.
[0042] Anhand Figur 6 wird zunächst die Ausführungsform mit der Zweifachkühlung rechts von
der strichpunktierten Mittellinie 15 erläutert. Es handelt sich hier um das Grundsystem
gemäß Figur 3, wenn man diese gespiegelt betrachtet. Es werden nur zwei Gruppen von
Werkzeugteilen 1 in Form von Formkernen durchströmt.
[0043] Aus dem Fluideinlaß 2 strömt das Kühlfluid in das unten angeordnete zuflußseitige
Verteilerrohr 5, von welchem die ebenfalls unten liegenden Zuflußleitungen 7 gespeist
werden. Zwischen diesen Leitungen 7 und den darüber angeordneten zuflußseitigen Leitungszweigen
10 befindet sich die erste Gruppe von Werkzeugteilen 1 in Form der Formkerne, die
dem Betrachter der Figur 6 entgegen der Blickrichtung vertikal entgegen hoch stehen.
Die Aufnahmen für diese Formkerne bzw. Werkzeugteile 1 sind als Kreise zu erkennen
(in Figur 3 würde man den Werkzeugteilen 1 entgegen der Pfeilrichtung auf die Pfeilspitzen
entgegenblicken). Das Kühlfluid verläßt den zuflußseitigen Leitungszweig 10 über das
nicht geteilte, zwischengeschaltete Verteilerrohr 12, in welches das Fluid aus den
unteren vier Leitungszweigen 10 einströmt und über die in Figur 6 oben gezeichneten
vier abflußseitigen Leitungszweige 11 wieder nach rechts verläßt (immer noch im oberen
Niveau).
[0044] Wie in Figur 3 schematisch gezeigt ist, strömt das Fluid aus dem oberen, abflußseitigen
Leitungszweig 11 durch die Werkzeugteile 1 in die parallel und darunter angeordnete
Abflußleitung 8. Diese Abflußleitung 8 ist rechts mit dem oberen Teil des rechten,
unteren Verteilerrohres, nämlich dem abflußseitigen Verteilerrohr 6 verbunden, aus
welchem das Kühlfluid über den Fluidauslaß 3 die Trägerplatte 14 verläßt.
[0045] In der linken Hälfte der Trägerplatte 14 der Figur 6, die im Querschnitt in Figur
7 mit dem Raum für die zwei unterschiedlichen Niveaus gezeigt ist, sind mehr Stopfen
vorgesehen, nämlich ähnlich wie in Figur 5 in dem oberen, zwischengeschalteten Verteilerrohr
12 ein Stopfen 13" und gegenüber links fast am Rand der Platte 14 im unteren Niveau
in dem Verteilerrohr 5, 6 zwei Stopfen 13 und 13'. Gegenüber der Ausführungsform der
rechten Hälfte ist die Anzahl der Reihen oder Gruppen von Werkzeugteilen 1 verdoppelt,
nämlich vom Durchströmen zweier Gruppen oder Reihen von Werkzeugteilen 1 auf der rechten
Seite auf vier Gruppen von Werkzeugteilen 1 auf der linken Seite. Man kann sich hier
anhand Figur 5 orientieren.
[0046] Der Fluideinlaß 2 ist links angeordnet und mündet in das im unteren Niveau der Trägerplatte
14 angebrachte zuflußseitige Verteilerrohr 5. Von dort strömt das Fluid durch die
Zuflußleitung 7 (es wird im Singular gesprochen, obwohl zwei parallele Zuflußleitungen
vorhanden sind), über welcher der im oberen Niveau angeordnete zuflußseitige Leitungszweig
10 gebohrt ist. Dazwischen befindet sich wieder die Reihe bzw. Gruppe der Werkzeugteile
1, die von dem Kühlfluid auf dem Weg von der Zuflußleitung 7 zum zuflußseitigen Leitungszweig
10 durchströmt werden. Die Abströmung erfolgt in das zwischengeschaltete Verteilerrohr
12, welches sich ähnlich in der Figur 6 nach oben erstreckt wie bei der Ausführungsform
der rechten Hälfte, jedoch mit dem Unterschied, daß dieses zwischengeschaltete Verteilerrohr
12 oben am Stopfen 13" endet. Das Kühlfluid kann wieder die im oberen Niveau befindlichen
abflußseitigen Leitungszweige 11, danach die Gruppen von Werkzeugteilen 1 und die
darunter befindlichen Abflußleitungen 8 durchströmen. Die Leitungen 8 münden am linken
Ende der Trägerplatte 14 in das abflußseitige Verteilerrohr 6. Dieses Verteilerrohr
6 nimmt das Kühlfluid auf und geht im abstromigen Teil (der Hälfte) dahinter in das
zuflußseitige Verteilerrohr 5a über. Letzteres endet an dem oberen Stopfen 13' und
ist deshalb zuflußseitig genannt, weil es den Zufluß nach rechts in die Zuflußleitungen
7a erlaubt. Das Kühlfluid tritt dann durch die Werkzeugteile 1 in die über den Zuflußleitungen
7a angeordneten zuflußseitigen Leitungszweige 10a und nach rechts weg in das zwischengeschaltete
Verteilerrohr 12a, welches von dem in Linie verlaufenden Verteilerrohr 12 (unten)
durch den Stopfen 13" getrennt ist. Aus diesem Verteilerrohr 12a strömt das Fluid
zum Schluß durch die abflußseitigen Leitungszweige 11a durch die Gruppen von Werkzeugteilen
1 in die Abflußleitung 8a und über das abflußseitige Verteilerrohr 6a durch den Fluidauslaß
3 ab. Wiederum kann man sich leichter an der schematischen Darstellung der Figur 5
orientieren.
[0047] Eine wieder andere Ausführungsform ist in konkreter Ausgestaltung einer Trägerplatte
14 in Figur 8 gezeigt. Bei dieser Ausführungsform kann man sich an den Darstellungen
des bekannten Kühlsystems orientieren, also im Prinzip anhand Figur 2. Man erkennt
in der in Draufsicht in Figur 8 dargestellten Trägerplatte etwa in der Mitte schraffierte
Bereiche in den Anschlußleitungen, die in Figur 8 von links nach rechts verlaufen,
und ebenso einen etwa in der Mitte befindlichen Zwischenbereich in dem rechts angeordneten
Verteilerrohr. Diese schraffierten Bereiche bedeuten stehen gelassenes Material, welches
also eine Sperre oder Barriere wie ein Stopfen bildet. Es handelt sich bei dieser
Ausführungsform der Figur 8 um eine Vierfachreihenkühlung ähnlich wie bei Figur 4
nach dem bekannten Kühlsystem.
Aus dem Fluideinlaß 2 strömt das Fluid in das oben befindliche zuflußseitige Verteilerrohr
5 und aus diesem nach links ab (unteres Niveau) in drei parallel geschaltete Zuflußleitungen
7. Über letzteren sind im oberen Niveau zusätzliche Anschlußleitungen 9 (Zwischenleitungen)
angeordnet. Wieder sind zwischen der Zuflußleitung 7 und der Zwischenleitung 9 Werkzeugteile
1 in Durchströmverbindung angeordnet und in Form der Mehrfachkreise gezeigt. Eine
Reihe dieser Werkzeugteile 1 in Form von Formkernen besteht aus sechs Formkernen,
und es werden drei Reihen gleichzeitig angeströmt. Es sind also achtzehn Formkerne
parallel geschaltet. Die Barrieren, in Figur 8 der Einfachheit halber wie die Stopfen
mit 13 bezeichnet, befinden sich nur im unteren Niveau der Zuflußleitung 7, während
das Kühlfluid im oberen Niveau in der Zwischenleitung 9 weiter bis zu der nächsten
Gruppe von drei mal sechs Werkzeugteilen 1 strömen kann. Diese werden durchströmt
und durch den zunächst zuflußseitigen Leitungszweig 10 genannten Zweig abgeführt und
in das zwischengeschaltete Verteilerrohr 12 geleitet.
Die oberen drei Anschlußleitungen 9 werden in das oben angeordnete Verteilerrohr 12
eingespeist, wie schematisch in Figur 4 in der linken Hälfte neben der strichpunktierten
Linie gezeigt ist. Überschreitet das Kühlfluid in Figur 4 diese Linie durch Weiterströmen
in dem zwischengeschalteten Verteilerrohr 12, dann tritt das Fluid in die andere Hälfte
ein, also zunächst in die im unteren Niveau befindlichen abflußseitigen Leitungszweige
11, fließt aus diesen über die Werkzeugteile 1 in das obere Niveau in die zusätzliche
Anschlußleitung oder Zwischenleitung 9 und in Figur 8 in die rechte Hälfte der Platte
14. Jetzt ist bereits die dritte Gruppe von Werkzeugteilen kühlend von dem Fluid durchströmt
worden. In dem rechten unteren Quadranten der Platte 14 strömt nach Figur 8 das Fluid
nun durch die letzte und vierte Gruppe von Werkzeugteilen 1 in die im unteren Niveau
befindliche Abflußleitung 8, um von dort nach rechts in das abflußseitige Verteilerrohr
6 und von dort über den Fluidauslaß 3 abzuströmen. Gegebenenfalls kann man sich zum
Nachvollziehen des Strömungswegs des Kühlfluids an Figur 4 orientieren.
[0048] Figur 9 zeigt eine ähnlich aufgebaute Trägerplatte 14 wie Figur 8, wobei man sich
aber die in der Mitte der Figur 8 angeordneten Barrieren oder Stopfen 13 wegdenken
kann derart, daß die von dem im unteren Niveau befindlichen zuflußseitigen Verteilerrohr
5 nach rechts abströmende Kühlflüssigkeit in jeweils eine Zuflußleitung 7 strömt,
die sich über den größten Teil der Länge der Trägerplatte 14 von links nach rechts
erstreckt und Anschluß an zwölf Werkzeugteile 1 hat. Diese erste Gruppe von Werkzeugteilen
1 wird bei der Ausführungsform der Figur 9 parallel durchströmt. Das Kühlfluid verläßt
diese Werkzeugteile 1 (in der Form von Formkemen) auf dem oberen Niveau durch die
zusätzliche Anschlußleitung (Zwischenleitung) 9, die rechts in das zwischengeschaltete
Verteilerrohr 12 mündet. Dieses nimmt in Figur 9 von den unteren beiden Reihen von
jeweils zwölf Werkzeugteilen 1 das Fluid auf, führt es nach oben und gibt es, ähnlich
wie schematisch in Figur 3 gezeigt ist, wieder in den abflußseitigen Leitungszweig
11 ab. Dieser ist ein Teil der zusätzlichen Anschlußleitung (Zwischenleitung) 9, ebenso
wie die vorstehend beschriebene Zwischenleitung 9, welche das Verteilerrohr 12 speist,
auch ein zuflußseitiger Leitungszweig 10 ist. Nach Verlassen des abflußseitigen Leitungszweiges
11 strömt das Kühlfluid nun in die zweite und letzte Gruppe von Werkzeugteile 1 und
verläßt die Platte 14 über die Abflußleitung 8 und das abflußseitige Verteilerrohr
6 durch den Fluidauslaß 3. Zur Veranschaulichung dieses sogenannten Grundsystems kann
man sich an der schematischen Figur 3 orientieren.
Bezugszeichenliste:
[0049]
- 1
- Werkzeugteil
- 2
- Fluideinlaß
- 3
- Fluidauslaß
- 4
- Kernplatte (= Trägerplatte)
- 5, 5a
- zuflußseitiges Verteilerrohr
- 6, 6a
- abflußseitiges Verteilerrohr
- 7, 7a
- Anschlußleitung - Zuflußleitung
- 8, 8a
- Anschlußleitung - Abflußleitung
- 9, 9a
- Zwischenleitung (zusätzliche Anschlußleitung)
- 10,10a
- zuflußseitiger Leitungszweig der Zwischenleitung 9
- 11,11a
- abflußseitiger Leitungszweig der Zwischenleitung 9
- 12,12a
- zwischengeschaltetes Verteilerrohr
- 13
- Stopfen
- 13'
- Stopfen
- 13"
- Stopfen
- 14
- Trägerplatte
- 15
- Mittellinie
1. Kühlsystem zum Kühlen von Werkzeugteilen (1) mit Hilfe eines von einem Fluideinlaß
(2) über Anschlußleitungen (7, 8, 9) zu einem Fluidauslaß (3) geführten Fluids, wobei
die Werkzeugteile (1) zwischen wenigstens einer mit dem Fluideinlaß (2) verbundenen
und wenigstens einer mit dem Fluidauslaß (3) verbundenen Anschlußleitung (7, 8, 9)
in Durchströmverbindung angeschlossen sind, wobei zwischen der wenigsten einen mit
dem Fluideinlaß (2) verbundenen Anschlußleitung (7) einerseits und der wenigstens
einen mit dem Fluidauslaß (3) verbundenen Anschlußleitung (8) andererseits wenigstens
eine zusätzliche Anschlußleitung (9; 10 - 12) und mit letzterer in Strömungsverbindung
stehende Werkzeugteile (1) derart zwischengeschaltet sind, daß das Fluid auf seinem
Strömungsweg nacheinander durch wenigstens zwei Werkzeugteile (1) strömt, wobei der
Fluideinlaß (2) und/oder der Fluidauslaß (3) jeweils mit einem Verteilerrohr (5 und/oder
6) verbunden ist, und das Verteilerrohr (5, 6, 12) durch wenigstens einen strömungsdicht
eingesetzten Stopfen (13, 13', 13") in wenigstens zwei getrennte Abschnitte (5, 6)
aufgeteilt ist oder durch zwei Sacklochbohrungen gebildet ist, so daß es aus wenigstens
zwei getrennten Abschnitten besteht, und wobei das Werkzeugteil (1) ein hülsenförmiger
Formkern eines Spritzgießwerkzeugs zum Spritzgießen von Vorformlingen aus Kunststoff
ist.
2. Kühlsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Anschlußleitung (9) zwei geschlossene Enden hat und zuflußseitig
sowie abflußseitig mit den Kernen (1) verbunden ist.
3. Kühlsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Anschlußleitung (9) in einen zuflußseitigen Leitungszweig (10) und
einen abflußseitigen Leitungszweig (11) aufgeteilt ist, die über ein Verteilerrohr
(12) verbunden sind.
4. Kühlsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteilerrohre (5, 6, 12) gerade sind und in einer Platte (14) im Abstand zueinander
parallel verlaufen.
5. Kühlsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteilerrohre (5, 6, 12) gerade sind und in einer Platte (14) in einer Linie
hintereinander im Abstand zueinander verlaufen.
6. Kühlsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere, parallel und im Abstand zueinander verlaufende zusätzliche Anschlußleitungen
(7', 7", 8', 8", 9', 9") mit jeweils angeschlossenen Kernen (1) als Werkzeugteile
zwischengeschaltet sind.
7. Kühlsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verdoppelung des Grundsystems, bei welchem die zusätzliche Anschluß- bzw. die
Zwischenleitung wenigstens ein geschlossenes Ende hat und diese Leitung zuflußseitig
und/oder abflußseitig mit den Werkzeugteilen verbunden ist, die Anzahl der nacheinander
durchströmten Kerne (1) verdoppelt wird.
8. Kühlsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzlichen Anschlußleitungen (9) in der Platte (14) in einem anderen Niveau
als die mit dem Ein- (2) und/oder Auslaß (3) verbundenen Anschlußleitungen (7, 8)
angeordnet sind.
1. A cooling system for cooling tool parts (1) with the aid of a fluid guided from a
fluid inlet (2) through connector lines (7, 8, 9) to a fluid outlet (3), the tool
parts (1) being connected in the direction of through-flow between at least one connector
line (7, 8, 9) connected to the fluid inlet (2) and at least one connected to the
fluid outlet (3), whereas between the at least one connector line (7) connected to
the fluid inlet (2), on the one hand, and the at least one connector line (8) connected
to the fluid outlet (3), on the other, at least one additional connector line (9;
10 - 12) and tool parts (1) which are in flow communication therewith are placed in
between such that, on its flow path, the fluid flows through at least two tool parts
(1) one after the other, whereas the fluid inlet (2) and/or the fluid outlet (3) are
each connected to a distributor pipe (5 and/or 6) and the distributor pipe (5, 6,
12) is divided by at least one plug (13, 13', 13"), inserted in flow-tight manner,
into at least two separate sections (5, 6) or formed by two blind bores, so that the
distributor pipe consists of at least two separate sections, and whereas the tool
part (1) is a tube-shaped mould core of an injection mould for injection moulding
parisons made of synthetic material.
2. A cooling system according to Claim 1, characterised in that the additional connector line (9) has two closed ends and is connected on both the
inflow side and the outflow side to the tool parts (1).
3. A cooling system according to one of Claims 1 or 2, characterised in that the additional connector line (9) is divided into an inflow line branch (10) and
an outflow line branch (11), these being connected by way of a distributor pipe (12).
4. A cooling system according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the distributor pipes (5, 6, 12) are straight and run parallel and spaced from one
another in a plate (14).
5. A cooling system according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the distributor pipes (5, 6, 12) are straight and run in a line, one behind the other
and spaced from one another, in a plate (14).
6. A cooling system according to one of Claims 1 to 5, characterised in that a plurality of additional connector lines (7', 7", 8', 8", 9', 9") running parallel
and spaced from one another with connected cores (1) as tool parts are placed in between.
7. A cooling system according to one of Claims 1 to 6, characterised in that the number of cores (1) through which flow successively takes place is doubled, in
a doubling of the basic system, in which the additional connector line or intermediate
line comprises at least one closed end and is with the inflow-side and/or outflow-side
coupled with the toll parts.
8. A cooling system according to one of Claims 1 to 7, characterised in that the additional connector lines (9) are arranged in the plate (14) at a different
level from the connector lines (7, 8) connected to the inlet (2) and/or outlet (3).
1. Système de refroidissement destiné à refroidir des parties d'outil (1) à l'aide d'un
fluide amené d'une entrée de fluide (2) à une sortie de fluide (3) via des conduits
de raccordement (7, 8, 9), les parties d'outil (1) étant raccordées en liaison d'écoulement
entre au moins un conduit de raccordement (7, 8, 9) relié à l'entrée de fluide (2)
et au moins un conduit de raccordement (7, 8, 9) relié à la sortie de fluide (3),
au moins un conduit de raccordement supplémentaire (9 ; 10 à 12) et des parties d'outil
(1) en liaison d'écoulement avec ce dernier étant montés en position intermédiaire
entre d'une part l'au moins un conduit de raccordement (7) relié à l'entrée de fluide
(2) et d'autre part l'au moins un conduit de raccordement (8) relié à la sortie de
fluide (3) de sorte que le fluide s'écoule successivement, sur son trajet d'écoulement,
dans au moins deux parties d'outil (1), l'entrée de fluide (2) et/ou la sortie de
fluide (3) étant chacune reliée à un tube distributeur (5 et/ou 6), et le tube distributeur
(5, 6, 12) étant divisé par au moins un bouchon (13, 13', 13"), inséré de façon étanche
à l'écoulement, en au moins deux portions séparées (5, 6) ou étant formé par deux
perçages borgnes de sorte qu'il est constitué d'au moins deux portions séparées, et
la partie d'outil (1) étant un noyau de formage, en forme de manchon, d'un outil de
moulage par injection destiné à mouler par injection des préformes de matière plastique.
2. Système de refroidissement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le conduit de raccordement supplémentaire (9) possède deux extrémités fermées et
est relié en amont ainsi qu'en aval aux noyaux (1).
3. Système de refroidissement selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le conduit de raccordement supplémentaire (9) est divisé en une branche de conduit
amont (10) et en une branche de conduit aval (11) qui sont reliées par un tube distributeur
(12).
4. Système de refroidissement selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les tubes distributeurs (5, 6, 12) sont rectilignes et s'étendent dans une plaque
(14) en parallèle à distance l'un de l'autre.
5. Système de refroidissement selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les tubes distributeurs (5, 6, 12) sont rectilignes et s'étendent dans une plaque
(14) successivement sur une ligne à distance l'un de l'autre.
6. Système de refroidissement selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que plusieurs conduits de raccordement supplémentaires (7', 7", 8', 8", 9', 9"), qui
s'étendent en parallèle à distance l'un de l'autre et à chacun desquels est raccordé
un noyau (1) en tant que partie d'outil, sont montés en position intermédiaire.
7. Système de refroidissement selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que, lorsque l'on double le système de base dans lequel le conduit de raccordement supplémentaire
ou le conduit intermédiaire possède au moins une extrémité fermée et dans lequel ce
conduit est relié en amont et/ou en aval aux parties d'outil, on double le nombre
de noyaux (1) traversés successivement par l'écoulement.
8. Système de refroidissement selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les conduits de raccordement supplémentaires (9) sont disposés dans la plaque (14)
à un autre niveau que celui des conduits de raccordement (7, 8) reliés à l'entrée
(2) et/ou la sortie (3).