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EP 2 194 215 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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09.06.2010 Patentblatt 2010/23 |
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Anmeldetag: 04.12.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL BA MK RS |
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Anmelder: Leeder, Stefan |
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5020 Salzburg (AT) |
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Erfinder: |
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- Leeder, Stefan
5020 Salzburg (AT)
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Vertreter: Berngruber, Otto et al |
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Patentanwälte
Haft, von Puttkamer,
Berngruber, Karakatsanis
Türkenstrasse 9 80333 München 80333 München (DE) |
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(57) Die Erfindung betrifft eine Urnensäule, bestehend aus einem Segment (0) mit einem
Hohlkörper (1), der zur Aufnahme und Aufbewahrung mehrere Urnekapseln (2) dient. Die
Urnenkapseln (2) werden in Urnentragetaschen (3) mit höhenverstellbaren Trägerschlaufen
(4) gehüllt und in die obere Hohlraumöffnung (5) eingeführt, von unten nach oben verlaufend,
übereinander gehängt. Dabei wird jede Urnentragetasche (3), gefüllt mit der Urnenkapsel
(2) mit höhenverstellbaren Trägerschlaufen (4), am oberen Aufhängekranz (6) befestigt
und jeweils in deren Lage im Hohlkörper (1) der Urnensäule fixiert. Der Aufhängekranz
(6) ist fest mit der oberen Hohlraumöffnung (5) der Urnensäule verbunden und beide
werden mit einem Deckel (7) in beliebiger Form abgedeckt. An der Urnensäulenoberfläche
ist die Kennzeichnung (8) des Urnensäuleninhaltes mittels einer Aufhängevorrichtung
(9) vorgesehen, welche das Anbringen von Blumenvasenhalterungen (10) und Grabkerzenhalterungen
(11) ermöglicht. Die Bodenverankerung erfolgt über ein Betonfundament (12), um ein
platz sparendes, vertikales Aufstellen der Urnensäule auf jeden beliebigen Untergrund
zu ermöglichen.
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Urnensäule für Bestattungszwecke entsprechend dem Oberbegriff
nach Anspruch 1.
[0002] Urnenkapseln werden in sogenannte Überurnen oder Schmuckurnen integriert. Diese werden
in Urnenwandnischen eingemauert oder in Erdurnengräber vergraben. Es ist bereits ein
Grabdenkmal aus der
DE 100 01 506 A1 bekannt, welches zur Aufbewahrung von Urnenkapseln im Freien dient. Dieses Grabdenkmal
ist in Segmente geteilt, jede Urne beansprucht einen separat abgetrennten Raum. Ein
Nachteil eines solchen Grabdenkmals besteht darin, dass es zwar ein räumlich getrenntes
Gedenken ermöglicht, dass aber andererseits ein erhöhter Platzbedarf im Inneren des
Hohlraumes durch Abschlussstücke erforderlich ist.
[0003] Die Lösung des Problems erfolgt durch die im Anspruch 1 genannten Merkmale. In den
Unteransprüchen sind bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Urnensäule
wiedergegeben.
[0004] Der Platzbedarf der erfindungsgemäßen Urnensäule ist verglichen mit den bisherigen
Urnenaufbewahrungssystemen in Form von Grabdenkmälern um ein vielfaches geringer.
[0005] Nachstehend ist die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung beispielhaft näher
erläutert.
[0006] Fig.1 zeigt eine freistehende, vertikale Urnensäule in der Ansicht. Fig.2 zeigt das
übereinander Hängen und die Lage der Urnentragetaschen (3) mit eingehüllten Urnenkapseln
(2) im Hohlraum (1) der Urnensäule. Fig.3 zeigt mehrere Urnentragetaschen (3) mit
höhenverstellbaren Trägerschlaufen (4), die mit dem Aufhängekranz (6) verbunden sind.
Jede Urnenkapsel (2) wird in eine textile Urnentragetasche (3) mit höhenverstellbaren
Trägerschlaufen (4) gehüllt. Durch das Einführen in die obere Säulenöffnung (5) und
ein von unten nach oben verlaufendes, übereinander hängen der Urnenkapseln (2) mittels
der Urnentragetaschen (3), soll dieser Hohlraum (1) als Aufbewahrungsort für Bestattungszwecke
im kommunalen und privaten Bestattungs- und Friedhofsbereich genutzt werden. Die Säulenöffnung
(5) am oberen Ende des Segmentes (0) der Urnensäule wird mittels eines Aufhängekranzes
(6), der in beliebiger Form und Material gestaltet ist, aufgesetzt und dient als Aufhängevorrichtung
für die textilen Urnentragetaschen (3) mit höhenverstellbaren Trägerschlaufen (4).
Der Aufhängekranz (6) wird durch einen Deckel (7) in beliebiger Form und Material
abgedeckt. Im Deckel (7) befindet sich eine färbige Lichtquelle, die mit Solarzellen
ihre Energie speichert und bei Dunkelheit Licht abgibt. Die Urnensäule ist mit einer
Sockelplatte (12) verankert und kann auf jeglichen Untergrund gestellt werden. Der
Platzbedarf der bisherigen Urnenaufbewahrungssysteme in Form eines Grabdenkmales ist
verglichen mit erfindungsgemäßen Urnensäulen um ein vielfaches größer.
Im Ausführungsbeispiel ist die erfindungsgemäße Urnensäule wie folgt aufgebaut:
Urnensäule (Fig.1) in runder, ovaler, dreieckiger, viereckiger, fünfeckiger, sechseckiger,
achteckiger oder vieleckiger Form und unterschiedlichen Abmessungen. Das Material
kann aus Naturstein, Kunststein, Normalbeton oder Terrazzobeton bestehen und kann
in vielen Varianten eingefärbt werden. Die Oberflächengestaltung kann nach belieben
schalungsglatt, geschliffen, gebürstet, gestockt, sandgestrahlt, poliert, bemalt oder
beklebt werden. Die Urnensäule ist auf ihrer Außenseite mit einer Aufhängevorrichtung
(9) zum Anbringen von Gedenktafeln (8) und Grabschmuck wie Kerzenhalterungen (11),
Blumenvasenhalterungen (10) oder ähnliches gekennzeichnet. Die Urnensäule steht auf
einem betonierten Untergrund oder Betonfertigteil und kann in beliebiger Form in die
Landschaft versetzt werden.
1. Urnensäule zur Aufbewahrung einer oder mehrerer Urnenkapseln (2) für Bestattungszwecke,
bestehend aus einem Segment (0) mit einem Hohlraum (1) und einer Säulenöffnung (5)
am oberen Endbereich der Säule, dadurch gekennzeichnet, dass die Urnenkapseln (2) in Aufnahmen angeordnet und in dem Hohlraum (1), von unten nach
oben verlaufend, übereinander gehängt sind.
2. Urnensäule nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Urnenkapseln (2) in dem Hohlraum (1) höhenverstellbar aufgehängt sind.
3. Urnensäule nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen durch Urnentragetaschen (3) gebildet sind, in die die Urnenkapseln
(2) gehüllt sind und die höhenverstellbare Trägschlaufen (4) aufweisen.
4. Urnensäule nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Säulenöffnung (5) ein Aufhängekranz (6) zur Befestigung der Urnenaufnahmen
(3) vorgesehen ist.
5. Urnensäule nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufhängekranz (6) an der oberen Säulenöffnung (5) durch einen Deckel (7) verschlossen
ist.
6. Urnensäule nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenseite des Segmentes (0) eine Aufhängevorrichtung (9) für die Kennzeichnung
(8) der Urnenkapseln (3) vorgesehen ist.
7. Urnensäule nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängevorrichtung (9) mit einer Blumenvasenhalterung (10) verbunden ist.
8. Urnensäule nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängevorrichtung (9) mit einer Grabkerzenhalterung (11) verbunden ist.
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