[0001] Die Erfindung betrifft einen Schaft einer Schusswaffe, insbesondere einer Sportwaffe,
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus dem Stand der Technik, zum Beispiel der Patentanmeldung
GB 2 419 658 A, ist ein Schaft einer Schusswaffe mit einem Backenelement bekannt, dessen Backenauflagefläche
in drei Richtungen (X-Achse, Y-Achse und Z-Achse) beweglich ist. Der Nachteil dieses
Backenelements und anderer bekannter Backenelemente ist, dass das Auswählen der gewünschten
Position der Backenauflagefläche für den Schützen kompliziert ist und nicht ausreichend
präzise und insbesondere nicht im Anschlag durchgeführt werden kann. Des Weiteren
besteht bei vielen bekannten Backenelementen die Gefahr, dass die Backenauflagefläche
in ihrer ausgewählten Position nicht zuverlässig fixiert werden kann, so dass insbesondere
durch den Rückstoss die Backenauflagefläche verschoben wird.
[0003] Es besteht somit die Aufgabe einen Schaft einer Schusswaffe, insbesondere einer Sportwaffe,
mit einem Backenelement zu schaffen, dass diese Nachteile nicht aufweist. Insbesondere
soll die Position der Backenauflagefläche möglichst präzise, auch im Anschlag, einstellbar
sein und die ausgewählte Position der Backenauflagefläche zuverlässig beibehalten
werden.
[0004] Diese Aufgabe wird durch einen Schaft einer Schusswaffe, insbesondere einer Sportwaffe,
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Besonders vorteilhafte Weiterbildungen der
Erfindung sind in den Unteransprüchen angeführt.
[0005] Erfindungsgemäß umfasst der Schaft einer Schusswaffe, insbesondere einer Sportwaffe,
ein Schaftelement und ein Backenelement zur Anlage der Backe des Schützen, wobei das
Backenelement eine Backenauflagefläche umfasst, die mittels einer Stellvorrichtung,
die eine Kugelrastvorrichtung mit mehreren vorbestimmte Raststufen aufweist, relativ
zum Schaftelement bewegbar ist.
[0006] Die Verwendung einer Stellvorrichtung mit einer mehrere vorbestimmte Raststufen aufweisenden
Kugelrastvorrichtung hat den Vorteil, dass die Position der Backenauflagefläche sehr
präzise mittels der Raststufen ausgewählt werden kann. Die formschlüssige Ausbildung
der Kugelrastvorrichtung garantiert nach dem Einrasten des oder der konvexen, balligen
oder kugeligen Rastelemente in der oder den konkaven Aufnahmen eine zuverlässige Beibehaltung
der ausgewählten Position, so dass eine zusätzliche Fixiervorrichtung zur Fixierung
der ausgewählten Position nicht unbedingt notwendig ist. Dies erleichtert insbesondere
das Verstellen der Backenauflagefläche im Anschlag.
[0007] Ein weiterer Vorteil ist, dass das Einrasten eines Rastelements in einer Aufnahme
mit einem Geräusch verbunden ist und somit akustisch und oft auch taktil wahrnehmbar
ist, wodurch der Schütze zusätzliche Hinweise erhält, wie weit er die Position der
Backenauflagefläche verändert hat. Bevorzugt sind die Rastpositionen gleich weit voneinander
entfernt, zum Beispiel im Bereich von 0,1 mm - 2,0 mm, bevorzugt im Bereich von 0,1
mm - 1,0 mm, so dass der Schütze genau weiß, wie weit er die Position der Backenauflagefläche
verändert hat, wenn er die taktilen oder akustischen Signale mitzählt.
[0008] Bevorzugt ist die Backenauflagefläche mittels der die Kugelrastvorrichtung umfassenden
Stellvorrichtung vertikal (entlang der Y-Achse) und / oder quer zur Längsachse des
Schafts der Schusswaffe (entlang der Z-Achse) bewegbar. Selbstverständlich ist jedoch
auch eine horizontale Bewegung (entlang der X-Achse) der Backenauflagefläche mittels
der die Kugelrastvorrichtung umfassenden Stellvorrichtung denkbar.
[0009] Gemäß einem auch eigenständigen, von der bewegbaren Backenauflagefläche unabhängigen
erfinderischen Aspekt weist der Schaft der Schusswaffe einen in einer Ebene quer zur
Längsachse des Schafts bewegbaren Griff und / oder einen um eine gewinkelt zur Längsachse
des Schafts angeordnete Drehachse drehbaren Griff auf. Der relativ zum Schaftelement
bewegliche Griff ermöglicht dem Schützen ein noch besseres, stabileres Anlegen und
Führen der Waffe.
[0010] Die Erfindung wird im Folgenden anhand mehrerer bevorzugter Ausführungsbeispiele
und Bezug nehmend auf die beigefügten Zeichnungen erläutert:
Fig. 1 zeigt einen Schaft einer Schusswaffe mit einem erfindungsgemäßen Backenelement
und einem erfindungsgemäßen Griff.
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Backenelements.
Fig. 3 zeigt eine Schnittdarstellung durch das Backenelement der Figur 2 mit einer
Stellvorrichtung zum vertikalen Bewegen der Backenauflagefläche (entlang der Y-Achse).
Fig. 4 zeigt eine Schnittdarstellung durch das Backenelement der Figur 2 mit einer
Stellvorrichtung zum Verschieben der Backenauflagefläche quer zur Längsachse des Schafts
(entlang der Z-Achse).
Fig. 5 zeigt die Backenauflagefläche in Aufsicht mit einer Stellvorrichtung zum horizontalen
Verschieben der Backenauflagefläche (entlang der X-Achse).
Fig. 6 zeigt eine Schnittdarstellung durch eine Stellvorrichtung zum Bewegen des Griffs
relativ zum Schaftelement.
Fig. 7 zeigt ein Detail der Stellvorrichtung gemäß Figur 5 zum Drehen des Griffs relativ
zum Schaftelement.
[0011] Der in Figur 1 dargestellte, sich entlang einer Längsachse 19 erstreckende Schaft
1 einer Schusswaffe, insbesondere einer Sportwaffe, umfasst ein Schaftelement 2, ein
Backenelement 3 zur Anlage der Backe des Schützen sowie einen Griff 28. An dem Schaft
1 sind ein Lauf und eine Schulterkappe befestigbar, die beide nicht dargestellt sind,
da sie für die vorliegende Erfindung ohne Bedeutung sind. Wie im Weiteren noch detailliert
beschrieben, sind die Backenauflagefläche 4 des Backenelements 3 und der Griff 28
relativ zum Schaftelement 2 bewegbar, um die Waffe möglichst gut an die Körpermaße
des Schützen anpassen zu können.
[0012] Zum Bewegen der Backenauflagefläche 4 sind vier Stellvorrichtungen vorgesehen: Eine
erste Stellvorrichtung 5 dient zum groben vertikalen Verschieben der Backenauflagefläche
4, eine zweite Stellvorrichtung 6 ist für feine vertikale Einstellungen der Backenauflagefläche
4 vorgesehen, mittels der dritten Stellvorrichtung 7 wird die Backenauflagefläche
4 quer zur Längsachse 19 bewegt und die vierte Stellvorrichtung 26, 27 dient dem horizontalen
Verschieben der Backenauflagefläche 4. Zumindest eine Stellvorrichtung, gemäß dem
Ausführungsbeispiel der Figur 1 die drei Stellvorrichtungen 5, 6, 7 weisen je eine
Kugelrastvorrichtung 5', 6', 7' mit mehreren vorbestimmte Raststufen auf.
[0013] Die Kugelrastvorrichtungen 5', 6', 7' bestehen aus zumindest einem konvex, kugelig
oder ballig geformten Rastelement 8, 9 und mehreren Aufnahmen 10, 11, 12 für das zumindest
eine Rastelement 8, 9 oder aus mehreren konvex, kugelig oder ballig geformten Rastelementen
8, 9 und zumindest einer Aufnahme 10, 11, 12 für die Rastelemente 8, 9. Die Rastelemente
8, 9 sind zum Beispiel durch einen zylindrischen Körper geformt, an dessen einem Ende
ein halbkugeliges Element sitzt, das in die Aufnahmen 10, 11, 12 einrastet. Die einzelnen,
durch die Rastelemente 8, 9 und Aufnahmen 10, 11, 12 gebildeten vorbestimmten Raststufen
sind gemäß dem Ausführungsbeispiel der Figur 1 in etwa 1 mm (Stellvorrichtung 5) oder
in etwa 0,1 mm (Stellvorrichtungen 6, 7) voneinander entfernt.
[0014] Unter der Bewegungsrichtung ,vertikal' wird im Folgenden eine Bewegung entlang der
Y-Achse, also gemäß Figur 1 nach oben oder unten verstanden, unter der Bewegungsangabe
,quer zur Längsachse 19' wird das Bewegen entlang der Z-Achse, also gemäß Figur 1
in das Papierblatt hinein oder aus dem Blatt heraus verstanden und unter der Bewegungsrichtung
,horizontal' wird die Bewegung entlang der X-Achse, also gemäß Figur 1 nach rechts
oder links verstanden.
[0015] Die, insbesondere zum groben, vertikalen Verschieben vorgesehene erste Stellvorrichtung
5 umfasst ein relativ zum Schaftelement 2 verschiebbares, direkt oder indirekt mit
der Backenauflagefläche 4 verbundenes Führungselement 13, wobei die Kugelrastvorrichtung
5' am Schaftelement 2 und am Führungselement 13 vorgesehen ist. Das Führungselement
13 ist gegabelt ausgebildet und weist eine Basis 38 und zwei oder mehr davon abstehende,
parallele Schäfte 39 auf, die jeweils durch einen Schlitz 40 voneinander getrennt
sind. Selbstverständlich kann das Führungselement 13 jedoch auch andere Formen aufweisen,
zum Beispiel kann es stabförmig oder leistenartig ausgebildet sein.
[0016] An beiden Schäften 39 des Führungselements 13 ist je eine Reihe von Aufnahmen 10
der Kugelrastvorrichtung 5' zu erkennen, wobei für jede der beiden Reihen ein halbkugelförmiges
Rastelement am Schaftelement 2 vorgesehen ist. Selbstverständlich können die Aufnahmen
10 jedoch auch am Schaftelement 2 und die halbkugelförmigen Rastelemente am Führungselement
13 angeordnet sein bzw. anstatt der Vielzahl von Aufnahmen 10 eine Vielzahl von Rastelementen
und anstatt der beiden Rastelemente nur zwei Aufnahmen 10 vorgesehen sein.
[0017] An der Stellvorrichtung 5 ist eine Fixiervorrichtung 14 zum Fixieren der Kugelrastvorrichtung
5' vorgesehen, die bevorzugt als Klemmvorrichtung ausgebildet ist. Die Fixiervorrichtung
14 umfasst eine das Führungselement 13 bzw. dessen Schlitz 40 durchsetzende und das
Führungselement 13 gegen das Schaftelement 2 klemmende Klemmschraube 15. Die Klemmschraube
15 weist eine Gewindestange auf, die in eine Gewindebohrung des Schaftelements 2 drehbar
eingreift. Bevorzugt ist die Klemmschraube 15 zur besseren Bedienbarkeit mit einer
Rändelung versehen.
[0018] Die zweite, insbesondere zum feinen, vertikalen Verstellen der Backenauflagefläche
4 bestimmte Stellvorrichtung 6 weist eine relativ zum Schaftelement 2 vertikal bewegbare,
direkt oder indirekt mit der Backenauflagefläche 4 verbundene Gewindestange 16, ein
relativ zum Schaftelement 2 drehbares Stellelement 17 zum Bewegen der Gewindestange
16 und einen drehfesten Rastkörper 18 auf, wobei die Kugelrastvorrichtung 6' am Stellelement
17 und am drehfesten Rastkörper 18 vorgesehen ist.
[0019] Die Gewindebohrung 43, in der die Gewindestange 16 drehbar aufgenommen ist, ist in
der Basis 38 des Führungselements 13 der ersten Stellvorrichtung 5 angeordnet. Seitlich
oder neben der Gewindestange 16 sind bevorzugt zwei Führungsstangen 41 in Bohrungen
der Basis 38 des Führungselements 13 aufgenommen. Die Führungsstangen 41 sind mit
der Backenauflagefläche 4 verbunden und stabilisieren diese. Selbstverständlich ist
es jedoch auch möglich, die Gewindebohrung 43 für die Gewindestange 16 und gegebenenfalls
die Führungsstangen 41 im Schaftelement 2 anzuordnen.
[0020] Durch Drehen des Stellelements 17 dreht sich die Gewindestange 16 in die Gewindebohrung
43 hinein oder daraus heraus, wodurch sich die mit der Gewindestange 16 verbundene
Backenauflagefläche 4 in Bezug auf das Schafelement 2 hebt oder senkt.
[0021] Die Kugelrastvorrichtung 6' umfasst ein kugeliges Rastelement 8 am Rastkörper 18
und mehrere Aufnahmen 11 an der Peripherie des scheibenförmigen Stellelements 17.
Wie oben bereits für die erste Stellvorrichtung 5 beschrieben, sind auch bei der zweiten
Stellvorrichtung 6 sowohl die Anzahl der Aufnahmen 11 und der Rastelemente 8 als auch
die Bauteile, an denen sie sich befinden, austauschbar.
[0022] Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind das Stellelement 17 und der drehfeste
Rastkörper 18 gemeinsam mit der Gewindestange 16 relativ zum Schaftelement 2 vertikal
bewegbar. Das Stellelement 17, der drehfeste Rastkörper 18 und die Gewindestange 16
bilden somit mit der Backenauflagefläche 4 eine gemeinsam bewegbare Einheit.
[0023] Das Stellelement 17 ist als scheibenförmiges, im drehfesten Rastkörper 18 aufgenommenes
Bauteil ausgebildet, an dessen der Längsachse 19 des Schafts 1 zugewandten Unterseite
die Aufnahmen 11 angeordnet sind. Das Stellelement 17 ist zwecks besserer Bedienbarkeit
an seinem Außenumfang mit einer Rändelung versehen.
[0024] Mittels der dritten Stellvorrichtung 7 ist die Backenauflagefläche 4 quer zur Längsachse
19 des Schafts 1 bewegbar, insbesondere verschiebbar und / oder verdrehbar. Die Stellvorrichtung
7 umfasst zwei direkt oder indirekt mit der Backenauflagefläche 4 verbundene, in zwei
Führungsnuten 20 eines Führungskörpers 21 mittels zwei voneinander getrennten und
unabhängig voneinander bedienbaren Stellelementen 22 verschiebbare Kulissensteine
23, wobei die Kugelrastvorrichtung 7' am Führungskörper 21 und an den Stellelementen
22 angeordnet ist. Bevorzugt weisen die Stellelemente 22 je eine Gewindestange 24
und die Kulissensteine 23 je eine Gewindebohrung zur Aufnahme der Gewindestangen 24
auf. An den Gewindestangen 24 sind wiederum gerändelte Schraubenköpfe vorgesehen.
[0025] Die Kugelrastvorrichtung 7' umfasst ein kugeliges Rastelement 9 am Führungskörper
21 und mehrere Aufnahmen 12 an den Stellelementen 22, insbesondere an den Peripherien
der Schraubenköpfe. Wie oben bereits für die beiden Stellvorrichtungen 5, 6 beschrieben,
sind auch bei der dritten Stellvorrichtung 7 sowohl die Anzahl der Aufnahmen 12 und
der Rastelemente 9 als auch die Bauteile, an denen sie angeordnet sind, austauschbar.
[0026] Durch Drehen der Stellelemente 22 bewegen sich die Kulissensteine 23 in den Nuten
20 und die mit den Kulissensteinen 31 verbundene Backenauflagefläche 4. Werden beide
Stellelemente 22 um dieselbe Anzahl von Rastpositionen in dieselbe Richtung gedreht,
so werden die Kulissensteine 23 und die Backenauflagefläche 4 entlang einer Ebene
quer zur Längsachse 19 des Schaftelements 2 verschoben. Wird nur eines der beiden
Stellelement 22 betätigt oder werden sie unterschiedlich betätigt, so dreht sich die
Backenauflagefläche 4 in dieser Ebene um eine mittig zwischen den beiden Kulissensteinen
23 angeordnete Drehachse. Wird diese Drehbewegung nicht benötigt, so kann das dritte
Stellelement 7 vereinfacht ausgeführt werden und nur ein Stellelement 22, eine Führungsnut
20 und einen Kulissenstein 23 aufweisen, so dass die Backenauflagefläche 4 nur quer
zur Längsachse 19 des Schaftelements 2 verschiebbar ist.
[0027] Die Stellvorrichtung 7 umfasst des Weiteren ein das Stellelement 22 am Führungskörper
21 drehbar fixierendes Positionierelement 25, das insbesondere eine Ringnut am Stellelement
22 und einen Passstift oder eine Passhülse am Führungskörper 21 umfasst. Der Passstift
oder die Passhülse sind in einer Bohrung des Führungskörpers 21 aufgenommen.
[0028] Wie aus Figur 5 zu erkennen ist, weist die Backenauflagefläche 4 zumindest ein, bevorzugt
zwei, sich im Wesentlichen parallel zur Längsachse 19 des Schafts 1 erstreckende Langlöcher
26 auf, welche von je einem Führungsstift 27 durchsetzt sind, so dass die Backenauflagefläche
4 durch Lösen der Stifte 27 horizontal verschiebbar ist. Die Führungsstifte 27 sind
als Gewindestifte mit geschlitzten Köpfen ausgebildet, die drehbar in Gewindebohrungen
des Backenelements 3 aufgenommen sind.
[0029] Neben der Backenauflagefläche 4 ist auch der Griff 28 relativ zum Schaft 1 beweglich
ausgebildet, insbesondere ist er in einer Ebene quer zur Längsachse 19 des Schafts
1 verschiebbar und / oder er ist um eine gewinkelt zur Längsachse 19 des Schafts 1
angeordnete Drehachse 33 (siehe Figur 1) drehbar.
[0030] Zum Verschieben des Griffs 28 in einer Ebene quer zur Längsachse 19 des Schafts 1
ist der Griff 28 direkt oder indirekt mit einem durch ein Stellelement 29 in einer
Führungsnut 30 quer zur Längsachse 19 des Schafts 1 verschiebbaren ersten Kulissenstein
31 verbunden. Bevorzugt weist das Stellelement 29 eine Gewindestange 32 und der erste
Kulissenstein 31 eine Gewindebohrung zur Aufnahme der Gewindestange 32 auf. Besonders
bevorzugt ist die Führungsnut 30 im Schaftelement 2 vorgesehen. Das Stellelement 29
umfasst einen, insbesondere gerändelten, Schraubenkopf. Durch Drehen des Stellelements
29 bewegt sich der Kulissenstein 31 in der Nut 30 und der mit dem Kulissenstein 31
verbundene Griff 28.
[0031] Am Stellelement 29 ist des Weiteren ein das Stellelement 29 am Schaftelement 2 drehbar
fixierendes Positionierelement 42 vorgesehen, das insbesondere eine Ringnut am Stellelement
29 und einen Passstift oder eine Passhülse am Schaftelement 2 umfasst. Der Passstift
oder die Passhülse sind in einer Bohrung des Schaftelements 2 aufgenommen.
[0032] Die Stellvorrichtung zum Drehen des Griffs 28 um eine gewinkelt zur Längsachse 19
des Schafts 1 angeordnete Drehachse 33 ist identisch aufgebaut wie die oben beschriebene
Stellvorrichtung und umfasst ein Stellelement 29' mit einer Gewindestange 32' und
einem Schraubenkopf, eine Nut 30', ein Kulissenelement 31' und eine Positioniervorrichtung
42'. Zusätzlich ist ein um die Drehachse 33 drehbares Verbindungselement 34 vorgesehen,
das mit dem durch das Stellelement 29' in der Führungsnut 30 quer zur Längsachse 19
des Schafts 1 verschiebbaren zweiten Kulissenstein 31' verbunden ist. Der drehbare
Griff 28 ist mit dem, bevorzugt flachen, plattenförmigen, Verbindungselement 34 verbunden.
[0033] Im Verbindungselement 34 ist ein Langloch 35 vorgesehen, in das ein sich vom Kulissenstein
31' erstreckender erster Verbindungsstift 36 ragt. Ein zweiter Verbindungsstift 37
erstreckt sich parallel zu dem ersten Verbindungsstift 36. Durch Betätigen des Stellelements
29' bewegt sich der Kulissenstein 31' in der Nut 30' und dreht über den ersten Verbindungsstift
36 das Verbindungselement 34 um den zweiten Verbindungsstift 37, der die Drehachse
33 definiert.
[0034] Gemäß einem in der Figur 7 dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispiel verbindet
der zweite Verbindungsstift 37 das Verbindungselement 34 mit dem ersten Kulissenstein
31. Damit kann der Griff 28, abhängig davon, welches der beiden Stellelemente 29,
29' betätigt wird, um zwei unterschiedliche Drehachsen, die durch die beiden Verbindungsstifte
34, 36 gebildet sind, gedreht werden. Werden beide Stellelemente 29, 29' um denselben
Drehwinkel in dieselbe Richtung gedreht, so werden die Kulissensteine 31, 31', die
Verbindungsplatte 34 und der Griff 28 entlang einer Ebene quer zur Längsachse 19 des
Schaftelements 2 verschoben.
[0035] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern
umfasst alle Ausführungsmöglichkeiten, die die wesentlichen Merkmale der Erfindung
umfassen. Es wird insbesondere darauf verwiesen, dass alle beschriebenen Ausführungsbeispiele
und Erfindungen miteinander kombinierbar sind.
1. Schaft (1) einer Schusswaffe, insbesondere einer Sportwaffe, umfassend ein Schaftelement
(2) und ein Backenelement (3) zur Anlage der Backe des Schützen,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Backenelement (3) eine Backenauflagefläche (4) umfasst, die mittels zumindest
einer Stellvorrichtung (5, 6, 7), die eine Kugelrastvorrichtung (5', 6', 7') mit mehreren
vorbestimmte Raststufen aufweist, relativ zum Schaftelement (2) bewegbar ist.
2. Schaft (1) einer Schusswaffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kugelrastvorrichtung (5', 6', 7') zumindest ein konvex, kugelig oder ballig geformtes
Rastelement (8, 9) und mehrere Aufnahmen (10, 11, 12) für das zumindest eine Rastelement
(8, 9) oder mehrere konvex, kugelig oder ballig geformte Rastelemente (8, 9) und zumindest
eine Aufnahme (10, 11, 12) für die Rastelemente (8, 9) aufweist.
3. Schaft (1) einer Schusswaffe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Backenauflagefläche (4) mittels der Stellvorrichtung (5, 6) vertikal bewegbar
ist.
4. Schaft (1) einer Schusswaffe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Stellvorrichtung (5) ein relativ zum Schaftelement (2) verschiebbares, direkt
oder indirekt mit der Backenauflagefläche (4) verbundenes Führungselement (13) aufweist,
wobei die Kugelrastvorrichtung (5') am Schaftelement (2) und am Führungselement (13)
vorgesehen ist.
5. Schaft (1) einer Schusswaffe nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet durch
eine Fixiervorrichtung (14), insbesondere eine Klemmvorrichtung, zum Fixieren der
Kugelrastvorrichtung (5'), wobei die Fixiervorrichtung (14) bevorzugt eine das Führungselement
(13) durchsetzende und das Führungselement (13) gegen das Schaftelement (2) klemmende
Klemmschraube (15) umfasst.
6. Schaft (1) einer Schusswaffe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Stellvorrichtung (6) eine relativ zum Schaftelement (2) vertikal bewegbare, direkt
oder indirekt mit der Backenauflagefläche (4) verbundene Gewindestange (16), ein relativ
zum Schaftelement (2) drehbares Stellelement (17) zum Bewegen der Gewindestange (16)
und einen drehfesten Rastkörper (18) aufweist, wobei die Kugelrastvorrichtung (6')
am Stellelement (17) und am drehfesten Rastkörper (18) vorgesehen ist.
7. Schaft (1) einer Schusswaffe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
das Stellelement (17) und der drehfeste Rastkörper (18) gemeinsam mit der Gewindestange
(16) relativ zum Schaftelement (2) vertikal bewegbar sind.
8. Schaft (1) einer Schusswaffe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Backenauflagefläche (4) mittels der Stellvorrichtung (7) quer zur Längsachse
(19) des Schafts (1) bewegbar, insbesondere verschiebbar und / oder verdrehbar, ist.
9. Schaft (1) einer Schusswaffe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass
die Stellvorrichtung (7) einen direkt oder indirekt mit der Backenauflagefläche (4)
verbundenen, in einer Führungsnut (20) eines Führungskörpers (21) mittels einem Stellelement
(22) verschiebbaren Kulissenstein (23) umfasst, wobei die Kugelrastvorrichtung (7')
am Führungskörper (21) und an dem Stellelement (22) angeordnet ist.
10. Schaft (1) einer Schusswaffe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass
das Stellelement (22) eine Gewindestange (24) umfasst und der Kulissenstein (23) eine
Gewindebohrung zur Aufnahme der Gewindestange (24) aufweist.
11. Schaft (1) einer Schusswaffe nach Anspruch 9 oder 10, gekennzeichnet durch ein das Stellelement (22) am Führungskörper (21) drehbar fixierendes Positionierelement
(25), das insbesondere eine Ringnut am Stellelement (22) und einen Passstift oder
eine Passhülse am Führungskörper (21) umfasst.
12. Schaft (1) einer Schusswaffe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Backenauflagefläche (4) zumindest ein, sich im Wesentlichen parallel zur Längsachse
(19) des Schafts (1) erstreckendes Langloch (26) aufweist, welches von einem Führungsstift
(27) durchsetzt ist, so dass die Backenauflagefläche (4) horizontal verschiebbar ist.
13. Schaft (1) einer Schusswaffe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
einen in einer Ebene quer zur Längsachse (19) des Schafts (1) bewegbaren Griff (28).
14. Schaft (1) einer Schusswaffe nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Griff (28) direkt oder indirekt mit einem durch ein Stellelement (29) in einer
Führungsnut (30) quer zur Längsachse (19) des Schafts (1) verschiebbaren ersten Kulissenstein
(31) verbunden ist, wobei das Stellelement (29) bevorzugt eine Gewindestange (32)
umfasst und der erste Kulissenstein (31) eine Gewindebohrung zur Aufnahme der Gewindestange
(32) aufweist.
15. Schaft (1) einer Schusswaffe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
einen um eine gewinkelt zur Längsachse (19) des Schafts (1) angeordnete Drehachse
(33) drehbaren Griff (28), der über ein um diese Drehachse (33) drehbares Verbindungselement
(34) mit einem durch ein Stellelement (29') in einer Führungsnut (30') quer zur Längsachse (19) des Schafts
(1) verschiebbaren zweiten Kulissenstein (31') verbunden ist.