(19)
(11) EP 2 194 352 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
09.06.2010  Patentblatt  2010/23

(21) Anmeldenummer: 09014196.1

(22) Anmeldetag:  13.11.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F41C 23/14(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA RS

(30) Priorität: 05.12.2008 EP 08021149

(71) Anmelder: Schäfer, Karl
5110 Oberndorf (AT)

(72) Erfinder:
  • Schäfer, Karl
    5110 Oberndorf (AT)

(74) Vertreter: Benda, Ralf 
Haunspergstrasse 95/5
5020 Salzburg
5020 Salzburg (AT)

   


(54) Schaft einer Schusswaffe, insbesondere einer Sportwaffe


(57) Es wird ein Schaft (1) einer Schusswaffe, insbesondere einer Sportwaffe, offenbart, der ein Schaftelement (2) und ein Backenelement (3) zur Anlage der Backe des Schützen umfasst, wobei das Backenelement (3) eine Backenauflagefläche (4) umfasst, die mittels zumindest einer Stellvorrichtung (5, 6, 7), die eine Kugelrastvorrichtung (5', 6', 7') mit mehreren vorbestimmte Raststufen aufweist, relativ zum Schaftelement (2) bewegbar ist. Damit ist die Backenauflagefläche (4) möglichst präzise, auch im Anschlag, einstellbar und die ausgewählte Position der Backenauflagefläche (4) wird zuverlässig beibehalten.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen Schaft einer Schusswaffe, insbesondere einer Sportwaffe, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

[0002] Aus dem Stand der Technik, zum Beispiel der Patentanmeldung GB 2 419 658 A, ist ein Schaft einer Schusswaffe mit einem Backenelement bekannt, dessen Backenauflagefläche in drei Richtungen (X-Achse, Y-Achse und Z-Achse) beweglich ist. Der Nachteil dieses Backenelements und anderer bekannter Backenelemente ist, dass das Auswählen der gewünschten Position der Backenauflagefläche für den Schützen kompliziert ist und nicht ausreichend präzise und insbesondere nicht im Anschlag durchgeführt werden kann. Des Weiteren besteht bei vielen bekannten Backenelementen die Gefahr, dass die Backenauflagefläche in ihrer ausgewählten Position nicht zuverlässig fixiert werden kann, so dass insbesondere durch den Rückstoss die Backenauflagefläche verschoben wird.

[0003] Es besteht somit die Aufgabe einen Schaft einer Schusswaffe, insbesondere einer Sportwaffe, mit einem Backenelement zu schaffen, dass diese Nachteile nicht aufweist. Insbesondere soll die Position der Backenauflagefläche möglichst präzise, auch im Anschlag, einstellbar sein und die ausgewählte Position der Backenauflagefläche zuverlässig beibehalten werden.

[0004] Diese Aufgabe wird durch einen Schaft einer Schusswaffe, insbesondere einer Sportwaffe, mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Besonders vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angeführt.

[0005] Erfindungsgemäß umfasst der Schaft einer Schusswaffe, insbesondere einer Sportwaffe, ein Schaftelement und ein Backenelement zur Anlage der Backe des Schützen, wobei das Backenelement eine Backenauflagefläche umfasst, die mittels einer Stellvorrichtung, die eine Kugelrastvorrichtung mit mehreren vorbestimmte Raststufen aufweist, relativ zum Schaftelement bewegbar ist.

[0006] Die Verwendung einer Stellvorrichtung mit einer mehrere vorbestimmte Raststufen aufweisenden Kugelrastvorrichtung hat den Vorteil, dass die Position der Backenauflagefläche sehr präzise mittels der Raststufen ausgewählt werden kann. Die formschlüssige Ausbildung der Kugelrastvorrichtung garantiert nach dem Einrasten des oder der konvexen, balligen oder kugeligen Rastelemente in der oder den konkaven Aufnahmen eine zuverlässige Beibehaltung der ausgewählten Position, so dass eine zusätzliche Fixiervorrichtung zur Fixierung der ausgewählten Position nicht unbedingt notwendig ist. Dies erleichtert insbesondere das Verstellen der Backenauflagefläche im Anschlag.

[0007] Ein weiterer Vorteil ist, dass das Einrasten eines Rastelements in einer Aufnahme mit einem Geräusch verbunden ist und somit akustisch und oft auch taktil wahrnehmbar ist, wodurch der Schütze zusätzliche Hinweise erhält, wie weit er die Position der Backenauflagefläche verändert hat. Bevorzugt sind die Rastpositionen gleich weit voneinander entfernt, zum Beispiel im Bereich von 0,1 mm - 2,0 mm, bevorzugt im Bereich von 0,1 mm - 1,0 mm, so dass der Schütze genau weiß, wie weit er die Position der Backenauflagefläche verändert hat, wenn er die taktilen oder akustischen Signale mitzählt.

[0008] Bevorzugt ist die Backenauflagefläche mittels der die Kugelrastvorrichtung umfassenden Stellvorrichtung vertikal (entlang der Y-Achse) und / oder quer zur Längsachse des Schafts der Schusswaffe (entlang der Z-Achse) bewegbar. Selbstverständlich ist jedoch auch eine horizontale Bewegung (entlang der X-Achse) der Backenauflagefläche mittels der die Kugelrastvorrichtung umfassenden Stellvorrichtung denkbar.

[0009] Gemäß einem auch eigenständigen, von der bewegbaren Backenauflagefläche unabhängigen erfinderischen Aspekt weist der Schaft der Schusswaffe einen in einer Ebene quer zur Längsachse des Schafts bewegbaren Griff und / oder einen um eine gewinkelt zur Längsachse des Schafts angeordnete Drehachse drehbaren Griff auf. Der relativ zum Schaftelement bewegliche Griff ermöglicht dem Schützen ein noch besseres, stabileres Anlegen und Führen der Waffe.

[0010] Die Erfindung wird im Folgenden anhand mehrerer bevorzugter Ausführungsbeispiele und Bezug nehmend auf die beigefügten Zeichnungen erläutert:

Fig. 1 zeigt einen Schaft einer Schusswaffe mit einem erfindungsgemäßen Backenelement und einem erfindungsgemäßen Griff.

Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Backenelements.

Fig. 3 zeigt eine Schnittdarstellung durch das Backenelement der Figur 2 mit einer Stellvorrichtung zum vertikalen Bewegen der Backenauflagefläche (entlang der Y-Achse).

Fig. 4 zeigt eine Schnittdarstellung durch das Backenelement der Figur 2 mit einer Stellvorrichtung zum Verschieben der Backenauflagefläche quer zur Längsachse des Schafts (entlang der Z-Achse).

Fig. 5 zeigt die Backenauflagefläche in Aufsicht mit einer Stellvorrichtung zum horizontalen Verschieben der Backenauflagefläche (entlang der X-Achse).

Fig. 6 zeigt eine Schnittdarstellung durch eine Stellvorrichtung zum Bewegen des Griffs relativ zum Schaftelement.

Fig. 7 zeigt ein Detail der Stellvorrichtung gemäß Figur 5 zum Drehen des Griffs relativ zum Schaftelement.



[0011] Der in Figur 1 dargestellte, sich entlang einer Längsachse 19 erstreckende Schaft 1 einer Schusswaffe, insbesondere einer Sportwaffe, umfasst ein Schaftelement 2, ein Backenelement 3 zur Anlage der Backe des Schützen sowie einen Griff 28. An dem Schaft 1 sind ein Lauf und eine Schulterkappe befestigbar, die beide nicht dargestellt sind, da sie für die vorliegende Erfindung ohne Bedeutung sind. Wie im Weiteren noch detailliert beschrieben, sind die Backenauflagefläche 4 des Backenelements 3 und der Griff 28 relativ zum Schaftelement 2 bewegbar, um die Waffe möglichst gut an die Körpermaße des Schützen anpassen zu können.

[0012] Zum Bewegen der Backenauflagefläche 4 sind vier Stellvorrichtungen vorgesehen: Eine erste Stellvorrichtung 5 dient zum groben vertikalen Verschieben der Backenauflagefläche 4, eine zweite Stellvorrichtung 6 ist für feine vertikale Einstellungen der Backenauflagefläche 4 vorgesehen, mittels der dritten Stellvorrichtung 7 wird die Backenauflagefläche 4 quer zur Längsachse 19 bewegt und die vierte Stellvorrichtung 26, 27 dient dem horizontalen Verschieben der Backenauflagefläche 4. Zumindest eine Stellvorrichtung, gemäß dem Ausführungsbeispiel der Figur 1 die drei Stellvorrichtungen 5, 6, 7 weisen je eine Kugelrastvorrichtung 5', 6', 7' mit mehreren vorbestimmte Raststufen auf.

[0013] Die Kugelrastvorrichtungen 5', 6', 7' bestehen aus zumindest einem konvex, kugelig oder ballig geformten Rastelement 8, 9 und mehreren Aufnahmen 10, 11, 12 für das zumindest eine Rastelement 8, 9 oder aus mehreren konvex, kugelig oder ballig geformten Rastelementen 8, 9 und zumindest einer Aufnahme 10, 11, 12 für die Rastelemente 8, 9. Die Rastelemente 8, 9 sind zum Beispiel durch einen zylindrischen Körper geformt, an dessen einem Ende ein halbkugeliges Element sitzt, das in die Aufnahmen 10, 11, 12 einrastet. Die einzelnen, durch die Rastelemente 8, 9 und Aufnahmen 10, 11, 12 gebildeten vorbestimmten Raststufen sind gemäß dem Ausführungsbeispiel der Figur 1 in etwa 1 mm (Stellvorrichtung 5) oder in etwa 0,1 mm (Stellvorrichtungen 6, 7) voneinander entfernt.

[0014] Unter der Bewegungsrichtung ,vertikal' wird im Folgenden eine Bewegung entlang der Y-Achse, also gemäß Figur 1 nach oben oder unten verstanden, unter der Bewegungsangabe ,quer zur Längsachse 19' wird das Bewegen entlang der Z-Achse, also gemäß Figur 1 in das Papierblatt hinein oder aus dem Blatt heraus verstanden und unter der Bewegungsrichtung ,horizontal' wird die Bewegung entlang der X-Achse, also gemäß Figur 1 nach rechts oder links verstanden.

[0015] Die, insbesondere zum groben, vertikalen Verschieben vorgesehene erste Stellvorrichtung 5 umfasst ein relativ zum Schaftelement 2 verschiebbares, direkt oder indirekt mit der Backenauflagefläche 4 verbundenes Führungselement 13, wobei die Kugelrastvorrichtung 5' am Schaftelement 2 und am Führungselement 13 vorgesehen ist. Das Führungselement 13 ist gegabelt ausgebildet und weist eine Basis 38 und zwei oder mehr davon abstehende, parallele Schäfte 39 auf, die jeweils durch einen Schlitz 40 voneinander getrennt sind. Selbstverständlich kann das Führungselement 13 jedoch auch andere Formen aufweisen, zum Beispiel kann es stabförmig oder leistenartig ausgebildet sein.

[0016] An beiden Schäften 39 des Führungselements 13 ist je eine Reihe von Aufnahmen 10 der Kugelrastvorrichtung 5' zu erkennen, wobei für jede der beiden Reihen ein halbkugelförmiges Rastelement am Schaftelement 2 vorgesehen ist. Selbstverständlich können die Aufnahmen 10 jedoch auch am Schaftelement 2 und die halbkugelförmigen Rastelemente am Führungselement 13 angeordnet sein bzw. anstatt der Vielzahl von Aufnahmen 10 eine Vielzahl von Rastelementen und anstatt der beiden Rastelemente nur zwei Aufnahmen 10 vorgesehen sein.

[0017] An der Stellvorrichtung 5 ist eine Fixiervorrichtung 14 zum Fixieren der Kugelrastvorrichtung 5' vorgesehen, die bevorzugt als Klemmvorrichtung ausgebildet ist. Die Fixiervorrichtung 14 umfasst eine das Führungselement 13 bzw. dessen Schlitz 40 durchsetzende und das Führungselement 13 gegen das Schaftelement 2 klemmende Klemmschraube 15. Die Klemmschraube 15 weist eine Gewindestange auf, die in eine Gewindebohrung des Schaftelements 2 drehbar eingreift. Bevorzugt ist die Klemmschraube 15 zur besseren Bedienbarkeit mit einer Rändelung versehen.

[0018] Die zweite, insbesondere zum feinen, vertikalen Verstellen der Backenauflagefläche 4 bestimmte Stellvorrichtung 6 weist eine relativ zum Schaftelement 2 vertikal bewegbare, direkt oder indirekt mit der Backenauflagefläche 4 verbundene Gewindestange 16, ein relativ zum Schaftelement 2 drehbares Stellelement 17 zum Bewegen der Gewindestange 16 und einen drehfesten Rastkörper 18 auf, wobei die Kugelrastvorrichtung 6' am Stellelement 17 und am drehfesten Rastkörper 18 vorgesehen ist.

[0019] Die Gewindebohrung 43, in der die Gewindestange 16 drehbar aufgenommen ist, ist in der Basis 38 des Führungselements 13 der ersten Stellvorrichtung 5 angeordnet. Seitlich oder neben der Gewindestange 16 sind bevorzugt zwei Führungsstangen 41 in Bohrungen der Basis 38 des Führungselements 13 aufgenommen. Die Führungsstangen 41 sind mit der Backenauflagefläche 4 verbunden und stabilisieren diese. Selbstverständlich ist es jedoch auch möglich, die Gewindebohrung 43 für die Gewindestange 16 und gegebenenfalls die Führungsstangen 41 im Schaftelement 2 anzuordnen.

[0020] Durch Drehen des Stellelements 17 dreht sich die Gewindestange 16 in die Gewindebohrung 43 hinein oder daraus heraus, wodurch sich die mit der Gewindestange 16 verbundene Backenauflagefläche 4 in Bezug auf das Schafelement 2 hebt oder senkt.

[0021] Die Kugelrastvorrichtung 6' umfasst ein kugeliges Rastelement 8 am Rastkörper 18 und mehrere Aufnahmen 11 an der Peripherie des scheibenförmigen Stellelements 17. Wie oben bereits für die erste Stellvorrichtung 5 beschrieben, sind auch bei der zweiten Stellvorrichtung 6 sowohl die Anzahl der Aufnahmen 11 und der Rastelemente 8 als auch die Bauteile, an denen sie sich befinden, austauschbar.

[0022] Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind das Stellelement 17 und der drehfeste Rastkörper 18 gemeinsam mit der Gewindestange 16 relativ zum Schaftelement 2 vertikal bewegbar. Das Stellelement 17, der drehfeste Rastkörper 18 und die Gewindestange 16 bilden somit mit der Backenauflagefläche 4 eine gemeinsam bewegbare Einheit.

[0023] Das Stellelement 17 ist als scheibenförmiges, im drehfesten Rastkörper 18 aufgenommenes Bauteil ausgebildet, an dessen der Längsachse 19 des Schafts 1 zugewandten Unterseite die Aufnahmen 11 angeordnet sind. Das Stellelement 17 ist zwecks besserer Bedienbarkeit an seinem Außenumfang mit einer Rändelung versehen.

[0024] Mittels der dritten Stellvorrichtung 7 ist die Backenauflagefläche 4 quer zur Längsachse 19 des Schafts 1 bewegbar, insbesondere verschiebbar und / oder verdrehbar. Die Stellvorrichtung 7 umfasst zwei direkt oder indirekt mit der Backenauflagefläche 4 verbundene, in zwei Führungsnuten 20 eines Führungskörpers 21 mittels zwei voneinander getrennten und unabhängig voneinander bedienbaren Stellelementen 22 verschiebbare Kulissensteine 23, wobei die Kugelrastvorrichtung 7' am Führungskörper 21 und an den Stellelementen 22 angeordnet ist. Bevorzugt weisen die Stellelemente 22 je eine Gewindestange 24 und die Kulissensteine 23 je eine Gewindebohrung zur Aufnahme der Gewindestangen 24 auf. An den Gewindestangen 24 sind wiederum gerändelte Schraubenköpfe vorgesehen.

[0025] Die Kugelrastvorrichtung 7' umfasst ein kugeliges Rastelement 9 am Führungskörper 21 und mehrere Aufnahmen 12 an den Stellelementen 22, insbesondere an den Peripherien der Schraubenköpfe. Wie oben bereits für die beiden Stellvorrichtungen 5, 6 beschrieben, sind auch bei der dritten Stellvorrichtung 7 sowohl die Anzahl der Aufnahmen 12 und der Rastelemente 9 als auch die Bauteile, an denen sie angeordnet sind, austauschbar.

[0026] Durch Drehen der Stellelemente 22 bewegen sich die Kulissensteine 23 in den Nuten 20 und die mit den Kulissensteinen 31 verbundene Backenauflagefläche 4. Werden beide Stellelemente 22 um dieselbe Anzahl von Rastpositionen in dieselbe Richtung gedreht, so werden die Kulissensteine 23 und die Backenauflagefläche 4 entlang einer Ebene quer zur Längsachse 19 des Schaftelements 2 verschoben. Wird nur eines der beiden Stellelement 22 betätigt oder werden sie unterschiedlich betätigt, so dreht sich die Backenauflagefläche 4 in dieser Ebene um eine mittig zwischen den beiden Kulissensteinen 23 angeordnete Drehachse. Wird diese Drehbewegung nicht benötigt, so kann das dritte Stellelement 7 vereinfacht ausgeführt werden und nur ein Stellelement 22, eine Führungsnut 20 und einen Kulissenstein 23 aufweisen, so dass die Backenauflagefläche 4 nur quer zur Längsachse 19 des Schaftelements 2 verschiebbar ist.

[0027] Die Stellvorrichtung 7 umfasst des Weiteren ein das Stellelement 22 am Führungskörper 21 drehbar fixierendes Positionierelement 25, das insbesondere eine Ringnut am Stellelement 22 und einen Passstift oder eine Passhülse am Führungskörper 21 umfasst. Der Passstift oder die Passhülse sind in einer Bohrung des Führungskörpers 21 aufgenommen.

[0028] Wie aus Figur 5 zu erkennen ist, weist die Backenauflagefläche 4 zumindest ein, bevorzugt zwei, sich im Wesentlichen parallel zur Längsachse 19 des Schafts 1 erstreckende Langlöcher 26 auf, welche von je einem Führungsstift 27 durchsetzt sind, so dass die Backenauflagefläche 4 durch Lösen der Stifte 27 horizontal verschiebbar ist. Die Führungsstifte 27 sind als Gewindestifte mit geschlitzten Köpfen ausgebildet, die drehbar in Gewindebohrungen des Backenelements 3 aufgenommen sind.

[0029] Neben der Backenauflagefläche 4 ist auch der Griff 28 relativ zum Schaft 1 beweglich ausgebildet, insbesondere ist er in einer Ebene quer zur Längsachse 19 des Schafts 1 verschiebbar und / oder er ist um eine gewinkelt zur Längsachse 19 des Schafts 1 angeordnete Drehachse 33 (siehe Figur 1) drehbar.

[0030] Zum Verschieben des Griffs 28 in einer Ebene quer zur Längsachse 19 des Schafts 1 ist der Griff 28 direkt oder indirekt mit einem durch ein Stellelement 29 in einer Führungsnut 30 quer zur Längsachse 19 des Schafts 1 verschiebbaren ersten Kulissenstein 31 verbunden. Bevorzugt weist das Stellelement 29 eine Gewindestange 32 und der erste Kulissenstein 31 eine Gewindebohrung zur Aufnahme der Gewindestange 32 auf. Besonders bevorzugt ist die Führungsnut 30 im Schaftelement 2 vorgesehen. Das Stellelement 29 umfasst einen, insbesondere gerändelten, Schraubenkopf. Durch Drehen des Stellelements 29 bewegt sich der Kulissenstein 31 in der Nut 30 und der mit dem Kulissenstein 31 verbundene Griff 28.

[0031] Am Stellelement 29 ist des Weiteren ein das Stellelement 29 am Schaftelement 2 drehbar fixierendes Positionierelement 42 vorgesehen, das insbesondere eine Ringnut am Stellelement 29 und einen Passstift oder eine Passhülse am Schaftelement 2 umfasst. Der Passstift oder die Passhülse sind in einer Bohrung des Schaftelements 2 aufgenommen.

[0032] Die Stellvorrichtung zum Drehen des Griffs 28 um eine gewinkelt zur Längsachse 19 des Schafts 1 angeordnete Drehachse 33 ist identisch aufgebaut wie die oben beschriebene Stellvorrichtung und umfasst ein Stellelement 29' mit einer Gewindestange 32' und einem Schraubenkopf, eine Nut 30', ein Kulissenelement 31' und eine Positioniervorrichtung 42'. Zusätzlich ist ein um die Drehachse 33 drehbares Verbindungselement 34 vorgesehen, das mit dem durch das Stellelement 29' in der Führungsnut 30 quer zur Längsachse 19 des Schafts 1 verschiebbaren zweiten Kulissenstein 31' verbunden ist. Der drehbare Griff 28 ist mit dem, bevorzugt flachen, plattenförmigen, Verbindungselement 34 verbunden.

[0033] Im Verbindungselement 34 ist ein Langloch 35 vorgesehen, in das ein sich vom Kulissenstein 31' erstreckender erster Verbindungsstift 36 ragt. Ein zweiter Verbindungsstift 37 erstreckt sich parallel zu dem ersten Verbindungsstift 36. Durch Betätigen des Stellelements 29' bewegt sich der Kulissenstein 31' in der Nut 30' und dreht über den ersten Verbindungsstift 36 das Verbindungselement 34 um den zweiten Verbindungsstift 37, der die Drehachse 33 definiert.

[0034] Gemäß einem in der Figur 7 dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispiel verbindet der zweite Verbindungsstift 37 das Verbindungselement 34 mit dem ersten Kulissenstein 31. Damit kann der Griff 28, abhängig davon, welches der beiden Stellelemente 29, 29' betätigt wird, um zwei unterschiedliche Drehachsen, die durch die beiden Verbindungsstifte 34, 36 gebildet sind, gedreht werden. Werden beide Stellelemente 29, 29' um denselben Drehwinkel in dieselbe Richtung gedreht, so werden die Kulissensteine 31, 31', die Verbindungsplatte 34 und der Griff 28 entlang einer Ebene quer zur Längsachse 19 des Schaftelements 2 verschoben.

[0035] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern umfasst alle Ausführungsmöglichkeiten, die die wesentlichen Merkmale der Erfindung umfassen. Es wird insbesondere darauf verwiesen, dass alle beschriebenen Ausführungsbeispiele und Erfindungen miteinander kombinierbar sind.


Ansprüche

1. Schaft (1) einer Schusswaffe, insbesondere einer Sportwaffe, umfassend ein Schaftelement (2) und ein Backenelement (3) zur Anlage der Backe des Schützen,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Backenelement (3) eine Backenauflagefläche (4) umfasst, die mittels zumindest einer Stellvorrichtung (5, 6, 7), die eine Kugelrastvorrichtung (5', 6', 7') mit mehreren vorbestimmte Raststufen aufweist, relativ zum Schaftelement (2) bewegbar ist.
 
2. Schaft (1) einer Schusswaffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kugelrastvorrichtung (5', 6', 7') zumindest ein konvex, kugelig oder ballig geformtes Rastelement (8, 9) und mehrere Aufnahmen (10, 11, 12) für das zumindest eine Rastelement (8, 9) oder mehrere konvex, kugelig oder ballig geformte Rastelemente (8, 9) und zumindest eine Aufnahme (10, 11, 12) für die Rastelemente (8, 9) aufweist.
 
3. Schaft (1) einer Schusswaffe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Backenauflagefläche (4) mittels der Stellvorrichtung (5, 6) vertikal bewegbar ist.
 
4. Schaft (1) einer Schusswaffe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Stellvorrichtung (5) ein relativ zum Schaftelement (2) verschiebbares, direkt oder indirekt mit der Backenauflagefläche (4) verbundenes Führungselement (13) aufweist, wobei die Kugelrastvorrichtung (5') am Schaftelement (2) und am Führungselement (13) vorgesehen ist.
 
5. Schaft (1) einer Schusswaffe nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet durch
eine Fixiervorrichtung (14), insbesondere eine Klemmvorrichtung, zum Fixieren der Kugelrastvorrichtung (5'), wobei die Fixiervorrichtung (14) bevorzugt eine das Führungselement (13) durchsetzende und das Führungselement (13) gegen das Schaftelement (2) klemmende Klemmschraube (15) umfasst.
 
6. Schaft (1) einer Schusswaffe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Stellvorrichtung (6) eine relativ zum Schaftelement (2) vertikal bewegbare, direkt oder indirekt mit der Backenauflagefläche (4) verbundene Gewindestange (16), ein relativ zum Schaftelement (2) drehbares Stellelement (17) zum Bewegen der Gewindestange (16) und einen drehfesten Rastkörper (18) aufweist, wobei die Kugelrastvorrichtung (6') am Stellelement (17) und am drehfesten Rastkörper (18) vorgesehen ist.
 
7. Schaft (1) einer Schusswaffe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
das Stellelement (17) und der drehfeste Rastkörper (18) gemeinsam mit der Gewindestange (16) relativ zum Schaftelement (2) vertikal bewegbar sind.
 
8. Schaft (1) einer Schusswaffe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Backenauflagefläche (4) mittels der Stellvorrichtung (7) quer zur Längsachse (19) des Schafts (1) bewegbar, insbesondere verschiebbar und / oder verdrehbar, ist.
 
9. Schaft (1) einer Schusswaffe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass
die Stellvorrichtung (7) einen direkt oder indirekt mit der Backenauflagefläche (4) verbundenen, in einer Führungsnut (20) eines Führungskörpers (21) mittels einem Stellelement (22) verschiebbaren Kulissenstein (23) umfasst, wobei die Kugelrastvorrichtung (7') am Führungskörper (21) und an dem Stellelement (22) angeordnet ist.
 
10. Schaft (1) einer Schusswaffe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass
das Stellelement (22) eine Gewindestange (24) umfasst und der Kulissenstein (23) eine Gewindebohrung zur Aufnahme der Gewindestange (24) aufweist.
 
11. Schaft (1) einer Schusswaffe nach Anspruch 9 oder 10, gekennzeichnet durch ein das Stellelement (22) am Führungskörper (21) drehbar fixierendes Positionierelement (25), das insbesondere eine Ringnut am Stellelement (22) und einen Passstift oder eine Passhülse am Führungskörper (21) umfasst.
 
12. Schaft (1) einer Schusswaffe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Backenauflagefläche (4) zumindest ein, sich im Wesentlichen parallel zur Längsachse (19) des Schafts (1) erstreckendes Langloch (26) aufweist, welches von einem Führungsstift (27) durchsetzt ist, so dass die Backenauflagefläche (4) horizontal verschiebbar ist.
 
13. Schaft (1) einer Schusswaffe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
einen in einer Ebene quer zur Längsachse (19) des Schafts (1) bewegbaren Griff (28).
 
14. Schaft (1) einer Schusswaffe nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Griff (28) direkt oder indirekt mit einem durch ein Stellelement (29) in einer Führungsnut (30) quer zur Längsachse (19) des Schafts (1) verschiebbaren ersten Kulissenstein (31) verbunden ist, wobei das Stellelement (29) bevorzugt eine Gewindestange (32) umfasst und der erste Kulissenstein (31) eine Gewindebohrung zur Aufnahme der Gewindestange (32) aufweist.
 
15. Schaft (1) einer Schusswaffe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
einen um eine gewinkelt zur Längsachse (19) des Schafts (1) angeordnete Drehachse (33) drehbaren Griff (28), der über ein um diese Drehachse (33) drehbares Verbindungselement (34) mit einem durch ein Stellelement (29') in einer Führungsnut (30') quer zur Längsachse (19) des Schafts (1) verschiebbaren zweiten Kulissenstein (31') verbunden ist.
 




Zeichnung











Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente