| (19) |
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(11) |
EP 1 877 170 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.06.2010 Patentblatt 2010/24 |
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Anmeldetag: 04.05.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH2006/000243 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/116892 (09.11.2006 Gazette 2006/45) |
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| (54) |
VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM BEWEGEN VON FLÜSSIGKEITSBEHÄLTERN
DEVICE AND METHOD FOR DISPLACING LIQUID CONTAINERS
DISPOSITIF ET PROCEDE DE DEPLACEMENT DE RESERVOIRS A LIQUIDES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI |
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Priorität: |
04.05.2005 CH 787052005
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.01.2008 Patentblatt 2008/03 |
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Patentinhaber: Tecan Trading AG |
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8708 Männedorf (CH) |
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Erfinder: |
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- ZUPPIGER, Adi
CH-8854 Siebnen (CH)
- FUCHS, Roland
CH-8600 Dübendorf (CH)
- KNECHT, Urs
CH-8634 Hombrechtikon (CH)
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| (74) |
Vertreter: OK pat AG |
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Chamerstrasse 50 6300 Zug 6300 Zug (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 201 297 GB-A- 2 254 423 US-A- 5 259 672
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FR-A- 934 278 US-A- 3 601 372
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1 eine Vorrichtung
zum Bewegen von Flüssigkeitsbehältern, die eine zum Aufnehmen von Flüssigkeitsbehältern
ausgebildete Trageinheit; eine Basiseinheit, gegenüber welcher die Trageinheit mittels
Verbindungselementen im wesentlichen horizontal frei schwingend gelagert ist; und
Bewegungsmittel zum Bewegen der Trageinheit gegenüber der Basiseinheit umfasst.
[0002] Industriezweige, die sich z.B. in der pharmazeutischen Forschung bzw. in der klinischen
Diagnostik mit biochemischen Techniken befassen, benötigen Anlagen zum Verarbeiten
von Flüssigkeitsvolumina und Flüssigkeitsproben. Automatisierte Anlagen umfassen üblicherweise
ein einzelnes Pipetiergerät oder mehrere Pipetiergeräte, welche an Flüssigkeitsbehältern
eingesetzt werden, die sich auf dem Arbeitstisch einer Arbeitsstation befinden. Solche
Arbeitsstationen sind oftmals fähig, unterschiedlichste Arbeiten an diesen Flüssigkeitsproben
auszuführen, wie z.B. optische Messungen, Pipettieren, Waschen, Zentrifugieren, Inkubieren
und Filtrieren. Ein oder mehrere Roboter, operieren diese nun nach kartesischen oder
polaren Koordinaten, können zur Probenbearbeitung an einer solchen Arbeitsstation
eingesetzt werden. Solche Roboter können Flüssigkeitsbehälter, wie. z.B. Probenröhrchen
oder Mikroplatten tragen und umplatzieren. Solche Roboter können auch als sogenannte
"robotic sample processor" (RSP), wie z.B. als Pipetiergerät zum Aspirieren und Dispensieren,
oder als Dispenser zum Verteilen von Flüssigkeitsproben eingesetzt werden. Vorzugsweise
werden solche Anlagen durch einen Rechner kontrolliert und gesteuert. Ein entscheidender
Vorteil solcher Anlagen besteht darin, dass grosse Zahlen von Flüssigkeitsproben über
lange Zeiträume von Stunden und Tagen automatisch bearbeitet werden können, ohne dass
ein menschlicher Operator in den Bearbeitungsprozess eingreifen muss.
[0003] Seit langem bekannte Rührgeräte ("Stirrer") verwenden einen in die Flüssigkeit eines
ortsfest gehaltenen Flüssigkeitsbehälters getauchten, bewegten Körper zum Mischen
der in dieser Flüssigkeit vorhandenen Stoffe. Dabei werden diese Rührkörper mechanisch
direkt von aussen (wie bei einem Küchenmixer) oder mittels Magnetkoppelung angetrieben
(vgl. z.B.
US 4,199,265 oder
EP 1 188 474).
[0004] Dagegen bewegt ein in praktisch allen Labors, die sich mit dem Mischen von Stoffen
mit Flüssigkeiten beschäftigen, ebenfalls bekannter Schüttler ("Shaker") den Flüssigkeitsbehälter
selbst. Solche Schüttler, welche die Flüssigkeitsbehälter in einem thermostatisierten
Bad bewegen, sind z.B. aus
US 3,601,372 bekannt: Die Tragvorrichtung dieses Schüttelgerätes ist nicht frei schwingend sonder
fest, aber doch über drei Kurbelwellen beweglich mit einem ruhenden Zwischenboden
verbunden und kann eine der Auslenkung der Kurbelwellen entsprechende Kreisbewegung
ausführen. An einer dieser Kurbelwellen sind nach unten gerichtete Permanentmagnete
befestigt, welche eine Magnetkupplung zu einem ausserhalb des Wasserbades angeordneten
und über einen festsitzenden Motor angetriebenen Permanentmagneten herstellen. Durch
diese Anordnung sind der Motorantrieb und die Tragfläche zumindest mechanisch voneinander
entkoppelt. Andere Schüttler führen eine schnelle Kreisbewegung mit einer Gummi-Hohlkalotte
aus, in welche von Hand ein Reagenzglas oder ein Probenröhrchen gehalten wird. Ebenfalls
sind Schüttler bekannt, welche eine Plattform in einer horizontalen Ebene linear oder
kreisförmig bewegen; auf diese Plattformen werden z.B. Bäder zum Anfärben beispielsweise
von Polyacrylamid-Gelen aufgelegt. Auch wippende Plattformen sind bekannt.
[0005] Weitere, jedoch mit Solenoid-Antrieben ausgestattete Schüttler sind aus den Patenten
US 5,259,672,
GB 2 254 423,
FR 934 278 und
EP 1 201 297 bekannt. Allen diesen Vorrichtungen ist gemeinsam, dass sie Erregerspulen und Polkerne
umfassen, wobei die Erregerspulen an einer Tragvorrichtung und die Polkerne an einer
Grundplatte bzw. einem Gehäuse (oder umgekehrt) befestigt sind. Durch diese Anordnung
der beiden Hauptbestandteile der Solenoide und die damit Verbundene zumindest magnetische
Koppelung zwischen der Tragvorrichtung und dem Gehäuse ergibt sich der Nachteil, dass
Erschütterungen der Umgebung auf die Tragvorrichtung und Vibrationen der Tragvorrichtung
an die Umgebung übertragen werden.
[0006] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung wird immer von einer Vorrichtung zum
Bewegen von Flüssigkeitsbehältern gesprochen, es handelt sich also um einen Schüttler,
der die Flüssigkeitsbehälter zum Mischen, Schütteln oder Rühren von Stoffgemischen
bewegt. Solche Stoffgemische können Suspensionen, Lösungen und Emulsionen umfassen.
[0007] Das
US-Patent 5,409,312 offenbart eine Vorrichtung, mit welcher ein Magnetrührer in einen magnetgetriebener
Orbitalschüttler umgebaut werden kann. Diese Vorrichtung besteht aus einer horizontal
angeordneten, viereckigen Basisplatte und einer ebenfalls viereckigen, parallel dazu
angeordneten Tragplatte. In den Ecken und einander gegenüber angeordnet sind vier
Kugellager, welche der Tragplatte zum Aufnehmen eines Flüssigkeitsgefässes das Ausführen
einer freien oder kreisförmigen Orbitalbewegung ermöglichen. Die Tragplatte weist
im Zentrum an ihrer Unterseite einen kreisförmigen Magneten auf, und ist so magnetisch
mit dem drehbaren Magneten des Magnetrührers gekoppelt. Solche Magnetrührer sind jedoch
bekannt dafür, dass sie starke Vibrationen an ihre Umgebung, insbesondere an den Tisch,
auf dem sie stehen, abgeben.
[0008] Das
US-Patent 6,508,582 offenbart einen elektromagnetisch angetriebenen U-nearschüttler für Mikroplatten,
welche eine über Blattfedern mit einer Basisplatte verbundene Tragplatte bis zu Frequenzen
von 120 Hz (7'200 reziproke Bewegungen pro Minute) vibrieren lässt. Die Mikroplatten,
seien dies nun eine einzelne Standardplatte, eine einzelne "Deep-Well Mikropatte"
oder ganze Stapel derselben, sind mittels Spannvorrichtungen auf der Tragplatte fixiert.
Einerseits eignen sich diese Spannvorrichtungen nicht für eine automatisierte oder
robotisierte Beschickung der Tragplatte mit solchen Mikroplatten. Andererseits muss
auch hier die Abgabe von starken Vibrationen an die Unterlage befürchtet werden, weil
die direkte Bewegung der Tragplatte und aller darauf angeordneten Flüssigkeitsbehälter
einen entsprechend starken Elektromagneten erfordert.
[0009] Die publizierte Patentanmeldung
US 2003/0081499 A1 offenbart einen elektromagnetisch oder mechanisch angetriebenen Multidirektionalschüttler
für Mikroplatten oder Probenröhrchen. Gegenüber einer Basisplatte ist eine erste Tragplatte
an Blattfedern aufgehängt, so dass sie in einer bestimmten ersten Richtung im wesentlichen
horizontal und frei schwingen kann. An dieser ersten Tragplatte ist eine zweite Tragplatte
so an Blattfedern aufgehängt, dass diese in einer zur ersten Richtung rechtwinkligen,
zweiten Richtung im wesentlichen horizontal und frei schwingen kann. Die Schwingungen
werden durch zwei in die jeweilige Schwingungsrichtung ausgerichtete Elektromagnete
erzeugt, indem für jede Tragplatte ein an die jeweilige Tragplatte fixierter Kern
vorgesehen ist, der in jedes der Elektromagnete teilweise eingeführt ist. Alternativ
werden die Tragplatten durch zwei senkrecht zu der jeweiligen Schwingungsrichtung
ausgerichtete Elektromotoren mit direkt den Rand der jeweiligen Tragplatte beaufschlagenden
ExzenterTriebrädern erzeugt; in diesem Fall wirken Federn den Exzentertriebrädern
entgegen. Auch hier muss die Abgabe von starken Vibrationen an die Unterlage befürchtet
werden, weil die direkte Bewegung der Tragplatte und aller darauf angeordneten Flüssigkeitsbehälter
einen entsprechend starken Elektromagneten oder einen entsprechend starken Elektromotor
erfordert.
[0010] Der vorliegende Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine alternative Vorrichtung
zum Bewegen von Flüssigkeitsbehältern vorzuschlagen, welche die Nachteile aus dem
Stand der Technik beseitigt oder zumindest minimiert.
[0011] Diese Aufgabe wird gemäss einem ersten Aspekt dadurch gelöst, dass eine Vorrichtung
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vorgeschlagen wird. Ein solche erfindungsgemässe
Vorrichtung zum Bewegen von Flüssigkeitsbehältern umfasst:
- eine zum Aufnehmen von Flüssigkeitsbehältern ausgebildete Trageinheit;
- eine Basiseinheit, gegenüber welcher die Trageinheit mittels Verbindungselementen
im wesentlichen horizontal frei schwingend gelagert ist, und
- Bewegungsmittel zum Bewegen der Trageinheit gegenüber der Basiseinheit. Die erfindungsgemässe
Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Trageinheit zumindest ein Tragelement umfasst, an welchem mindestens eine Bewegungsmasse
beweglich befestigt ist. Dabei steht diese mindestens eine Bewegungsmasse mit einem
- an demselben Tragelement befestigten - Bewegungsmittel in Wechselwirkung und ist
durch dieses Bewegungsmittel bewegbar. Die Bewegungen dieser mindestens einen Bewegungsmasse
versetzen das dieselbe tragende Tragelement und die mit der Trageinheit aufgenommenen
Flüssigkeitsbehälter in entsprechende Gegenbewegungen.
[0012] Diese Aufgabe wird gemäss einem zweiten Aspekt dadurch gelöst, dass ein Verfahren
mit den Merkmalen des Anspruchs 19 vorgeschlagen wird. Bei einem solchen erfindungsgemässen
Verfahren zum Bewegen von Flüssigkeitsbehältern, insbesondere unter Verwendung einer
eben genannten Vorrichtung, werden Flüssigkeitsbehälter mit einer Trageinheit - die
mittels Verbindungselementen gegenüber einer Basiseinheit im wesentlichen horizontal
frei schwingend gelagert ist - aufgenommen und diese Trageinheit wird gegenüber der
Basiseinheit mit Bewegungsmitteln bewegt. Das erfindungsgemässe Verfahren ist
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Tragelement dieser Trageinheit, an welchem mindestens eine Bewegungsmasse
beweglich befestigt ist, mit einem - an demselben Tragelement befestigten - Bewegungsmittel,
das mit dieser mindestens einen Bewegungsmasse in Wechselwirkung steht, so bewegt
wird, dass die Bewegungen dieser mindestens einen Bewegungsmasse das dieselbe tragende
Tragelement und die mit der Trageinheit aufgenommenen Flüssigkeitsbehälter in entsprechende
Gegenbewegungen versetzt.
[0013] Zusätzliche, bevorzugte und erfinderische Merkmale ergeben sich jeweils aus den abhängigen
Ansprüchen.
[0014] Die erfindungsgemässe Vorrichtung bzw. das erfindungsgemässe Verfahren wird nun an
Hand von schematischen, den Umfang der Erfindung nicht beschränkenden Zeichnungen
von beispielhaften Ausführungsformen im Detail erläutert. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer erfindungsgemässen, horizontal frei schwingenden Trageinheit
zum Aufnehmen von Flüssigkeitsbehältern;
- Fig. 2
- eine Untersicht der Trageinheit von Fig. 1 mit Permanentmagneten als Anschlagfederung
und Antriebsunterstützung;
- Fig. 3
- einen Querschnitt der Trageinheit von Fig. 1 entlang der Linie A--A;
- Fig. 4
- eine 3D-Ansicht einer ersten, besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen
Vorrichtung zum Bewegen von Flüssigkeitsbehältern mit einem ersten und zweiten Tragelement,
welche im wesentlichen rechtwinklig zueinander schwingen;
- Fig. 5
- eine 3D-Ansicht der als stapelbares Modul ausgebildeten Vorrichtung von Fig. 4 mit
einer Schubladeneinrichtung zum Beschicken der horizontal frei schwingenden Trageinheit
mit einem Flüssigkeitsbehälter;
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf eine zweite, besonders bevorzugte Ausführungs-form der erfindungsgemässen
Vorrichtung mit einem ersten und zweiten Tragelement;
- Fig. 7
- einen vertikalen Teilschnitt durch die zweite Ausführungsform der erfindungsgemässen
Vorrichtung entlang der Schnittlinie B--B in Fig. 6.
[0015] Die Figuren 1, 2 und 3 stellen den Seiten-, Grund- und Aufriss einer Tageinheit einer
Vorrichtung 1 zum Bewegen von Flüssigkeitsbehältern 2 dar. Die Trageinheit 3 ist zum
Aufnehmen von Flüssigkeitsbehältern 2 ausgebildet. Solche Flüssigkeitsbehälter in
Form von Probenröhrchen können in dafür geeigneten Gestellen oder Racks (nicht gezeigt)
auf die Trageinheit gestellt werden. Flüssigkeitsbehälter im der Form von Mikroplatten
mit z.B. 96 oder 384 bzw. mehr oder weniger Wells (vgl. Figuren 3 und 5) können ebenfalls
auf der Trageinheit 3 abgestellt werden. Haltefedern 4 oder andere geeignete, an der
Trageinheit angebrachte Mittel (nicht gezeigt) verhindern, dass auf die Trageinheit
3 gestellte oder gelegte Flüssigkeitsbehälter 2 beim Bewegen der Trageinheit herumrutschen
oder sich sonst unkontrolliert bewegen. Solche Mittel umfassen auch Klemmhebel, welche
von Robotergreifern geöffnet werden können, so dass ein vollautomatisches Beschicken
der Trageinheit 3 met Flüssigkeitsbehältern 2 und ein sicheres Halten dieser Flüssigkeitsbehälter
auf der Oberfläche der Trageinheit 3 möglich ist. Die Trageinheit 3 ist gegenüber
einer Basiseinheit 5 (hier nicht gezeigt; vgl. Fig. 4) mittels Verbindungselementen
7 im wesentlichen horizontal frei schwingend gelagert.
[0016] Figur 1 zeigt eine Seitenansicht einer erfindungsgemässen, horizontal frei schwingenden
Trageinheit 3 zum Aufnehmen von Flüssigkeitsbehältern 2. An der Trageinheit 3 ist
hier eine Bewegungsmasse 8 beweglich angeordnet, welche durch ein Bewegungsmittel
6 bewegbar ist. Diese Bewegungsmasse 8 umfasst einen als so genannten Schwinger ausgebildeten,
bewegbaren Magneten 9, welcher durch ein Bewegungsmittel 6 in Form einer elektromagnetischen
Spule in Richtung der Symmetrieachse 11 (vgl. Fig. 2) hin und her bewegt werden kann.
Der Magnet ist mit einer Platte 10 verbunden, die vorzugsweise aus Eisen besteht und
mit dem Magneten 9 einen geschlossenen Kreis bildet. Die Platte 10 gehört damit ebenfalls
zur Bewegungsmasse 8.
[0017] Die elektromagnetische Spule 6 ist fest an der Trageinheit 3 montiert. Der Schwinger
9 oder "moving magnet" ist an der Trageinheit 3 beweglich gelagert. Diese Lagerung
umfasst zwei Gleitstäbe 12, die in je einem Paar Büchsen 13 gleitend gelagert sind.
Zwei Anschlagplatten 14 begrenzen die horizontale Beweglichkeit des Schwingers 9 bzw.
der Bewegungsmasse 8. Damit die Querflansche 15 des Schwingers 9 nicht an den Anschlagplatten
14 aufschlagen, sind an den Querflanschen 15 und auch an den gegen diese gerichteten
Anschlagflächen 16 der Anschlagplatten 14 starke, gegen einander gleichgepolte Dauermagnete
17 angeordnet. Durch die abstossende Wirkung der sich jeweils gegenüber stehenden
gleichnamigen Pole dieser starken Dauermagnete 17 werden die Querflansche 15 zudem
nach dem Abbremsen in die Gegenrichtung beschleunigt, so dass diese Dauermagnete 17
- zumindest in unmittelbarer Nähe der Anschlagplatten 13 auch als Antrieb wirken.
Je nach Stärke und Anzahl der Dauermagnete 17 kann diese Anschlagfederung bzw. diese
Antriebswirkung verstärkt oder abgeschwächt werden. Wird nun die an der Trageinheit
3 beweglich angeordnete Bewegungsmasse 8 durch dieses Bewegungsmittel 6 bewegt, so
versetzt die Bewegung dieser Bewegungsmasse 8 die Trageinheit 3 und die damit aufgenommenen
Flüssigkeitsbehälter 2 (vgl. Fig. 3) in eine entsprechende Gegenbewegung in Richtung
der Gleitstäbe 12 (in Fig. 3 in die Zeichnungsebene hinein bzw. daraus heraus).
[0018] Es ist klar, dass es für eine lineare Bewegung der Trageinheit 3 genügt wenn nur
eine Bewegungsmasse 8 daran befestigt ist. Soll die Trageinheit 3 eine komplexere
Bewegung ausführen, so kann an dieser eine rotierende Bewegungsmasse 8 befestigt werden.
Allerdings muss die gezeigte lineare Lagerung mit zwei Gleitstäben 12 durch eine andere
Lagerung ersetzt werden, welche der Trageinheit 3 eine der rotierenden Bewegungsmasse
8 entgegen gesetzte Rotationsbewegung ermöglicht. Zu diesem Zweck kann die Trageinheit
3 an biegeschlaffen Elementen , wie an Schnüren, schlanken Spiralfedern und dergleichen,
aufgehängt werden. Alternativ dazu kann die Trageinheit 3 auch auf federsteifen Elementen
wie Drähten, breiten Spiralfedern und dergleichen ab gestützt werden. So kann die
aus einem einzigen Tragelement 20 bestehende Trageinheit 3 eine rotierende Pendelbewegung
ausführen, welche der Rotationsbewegung einer kreisenden Bewegungsmasse 8 entgegengesetzt
ist. Diese alternative, kreisende Bewegung der Bewegungsmasse 8 kann durch einen Elektromotor
bewirkt werden, an dessen Antriebswelle die Bewegungsmasse 8 exzentrisch befestigt
ist (nicht gezeigt).
[0019] Soll die Trageinheit 3 eine Rotationsbewegung ausführen, ohne dass sich drehende
Elektromotoren und exzentrisch angeordnete Bewegungsmassen 8 verwendet werden, so
umfasst die Trageinheit 3 bevorzugt zwei Tragelemente 20,21.
[0020] In Figur 4 ist eine besonders bevorzugte, erste Ausführungsform der erfindungsgemässen
Vorrichtung zum Bewegen von Flüssigkeitsbehältern mit einem ersten und zweiten Tragelement
20,21 dargestellt. Dabei schwingen diese beiden Tragelemente 20,21, welche an Blattfedern
22 aufgehängt sind, im wesentlichen rechtwinklig zueinander. Durch die Addition der
Schwingungsbewegungen der beiden Tragelemente 20,21 bewegt sich die Trageinheit 3
frei in jeder beliebigen im wesentlichen horizontalen Richtung. Tatsächlich umfasst
die Basiseinheit 5 hochgebogene Tragteile 23, welche auf jeder Seite der Basiseinheit
4 mindestens je eine Blattfeder 22 tragen. Zur Verbesserung der horizontalen Stabilität
werden auf einer (vgl. Fig. 4) oder auf beiden Seiten zwei oder mehr Blattfedern eingesetzt.
Die zusätzlichen Blattfedern verstärken die Federwirkung, sie vermindern jedoch auch
die mit der Bewegung der Bewegungsmasse 8 erzielbare Auslenkung. Je nach dem Gewicht
des zu bewegenden Flüssigkeitsbehälters und je nach den Anforderungen an die Beschleunigung
der Bewegungsmasse 8, d.h. die Anforderungen an die Beschleunigungen der Flüssigkeiten
in den auf der Trageinheit 3 anwesenden Flüssigkeitsbehälter 2 kann die Anzahl und/oder
Federstärke der Blattfedern 22 den Erfordernissen angepasst werden.
[0021] Die an den hochgebogenen Tragteilen 23 der Basiseinheit 4 befestigten Blattfedern
22 bzw. Verbindungselemente 7 sind hier hängend eingeklemmt und tragen hochgebogene
Hängeteile 24 des ersten Tragelements 20. Dieses erste Tragelement 20 umfasst hochgebogene
Tragteile 25, an welchen ebenfalls als Blattfedern 22 ausgebildete Verbindungselemente
7 wiederum hängend eingeklemmt sind. Diese Blattfedern 22 sind auch am heruntergebogenen
Tragelement 21 eingeklemmt befestigt. Auch hier sind bevorzugt drei Blattfedern vorgesehen,
welche die ersten und zweiten Tragelemente 20,21 miteinander verbinden.
[0022] Die horizontale Partie 27 des hochgebogenen Teils 26 des zweiten Tragelements 21
bildet die effektive Tragfläche 28 der Trageinheit 3, welches das erste und zweite
Tragelement 20,21 umfasst. Vorzugsweise ist jedes dieser Tragelemente 20, 21 mit je
einer Bewegungsmasse 8 und je einem Bewegungsmittel 6 entsprechend der Darstellung
in den Figuren 1 bis 3 ausgerüstet. Für das zweite Tragelement 21 ist die entsprechende
Symmetrieachse 11" (und Bewegungsrichtung) in Figur 4 eingezeichnet. Die Symmetrieachse
11' (und Bewegungsrichtung) des ersten Tragelements 20 liegt rechtwinklig zur gezeigten
Symmetrieachse 11" und ist hier ebenfalls angedeutet. Die Bewegungsmassen oder Schwinger
8 sind bevorzugt auf reibungsminimierten Gleitlagern linear beweglich und seitlich
zumindest annähernd spielfrei gelagert. Wenn speziell hohe Anforderungen an die Gleitlager
gestellt werden, können auch Linearführungen zum gleitenden Lagern der Schwinger vorgesehen
werden. Durch die Überlagerung der Bewegungen der ersten und zweiten Tragelemente
20,21 bewegt sich die Tragfläche 28 in allen Richtungen in einer im wesentlichen horizontalen
Ebene frei schwingend.
[0023] Für den Einsatz von im wesentlichen verwindungssteifen Blattfedern aus Stahl gilt
im allgemeinen, dass zwei Tragelemente 20,21 eingesetzt werden müssen. Dabei führt
beispielsweise das Tragelement 20 im wesentlichen horizontale Pendelbewegungen ausschliesslich
z.B. in der X-Richtung und das Tragelement 21 im wesentlichen horizontale Pendelbewegungen
ausschliesslich z.B. in der dazu rechtwinkligen Y-Richtung aus. Diese Anordnung verhindert
oder minimiert erfolgreich ein unerwünschtes und unkontrollierbares Aufschwingen der
einen Flüssigkeitsbehälter tragenden Tragfläche 28 des Tragelements 3 in eine Pendelbewegung
um eine Z-Achse.
[0024] Ein solches Aufschwingen kann insbesondere bei an Schnüren oder Drähten aufgehängten
Tragflächen 28 auftreten, die eine Mikroplatte mit asymmetrisch nur teilweise gefüllten
und teilweise leeren Wells tragen. Die in Figur 4 gezeigte Ausführungsform einer Vorrichtung
zum Bewegen von Flüssigkeitsbehältern ist dagegen völlig unempfindlich gegenüber einseitiger
Beladung. Sogar mehrere, einseitig gefüllte, aufeinander gestapelte Mikroplatten werden
ohne Probleme und kontrolliert bewegt. Somit können in praktisch beliebigen Flüssigkeitsbehältern
Festpartikel in Suspension gehalten, unstabile Emulsionen emulgiert und Mischprozesse
unterstützt werden.
[0025] Insbesondere für in der Biotechnologie verwendete Inkubatoren oder Fermenter wird
ein stossfreies Schütteln bzw. Mischen von Zellkulturen durch die erfindungsgemässe
Vorrichtung ermöglicht. Durch das freischwingende Bewegen der Tragfläche 28 ist sogar
ein Vortex-Effekt in den Flüssigkeitsbehältern erzielbar, ohne dass die Vorrichtung
Vibrationen an die unmittelbare Umgebung abgeben würde. Durch die freischwingende
Aufhängung aller Tragelemente 20,21 und durch die diesen freischwingenden Tragelementen
inhärenten Bewegungsmittel 6 und Bewegungsmassen 8 entstehen keine radialen Kräfte
an der Vorrichtung, so dass diese-nicht "auswandert". Die bevorzugte Aufhängung der
Tragelemente 20,21 an Blattfedern verursacht keinerlei Ermüdungserscheinungen in der
Befestigung und auch klein unkontrolliertes Lösen von Schrauben durch Vibrationen.
[0026] Bevorzugt wird für jede Bewegungsrichtung in der X- und in der Y-Achse mittels je
eines Hall-Sensors die wirkliche Bewegung der Tragplatte und damit auch der Flüssigkeitsbehälter
2 ermittelt. Diese echte Bewegungserfassung wird als Stellgrösse in der Ansteuerung
der Bewegungsmittel 6 und Bewegungsmassen 8 verwendet. Speziell bevorzugt wird das
Ansteuern der Bewegungsmittel 6 mit 2 Frequenzen und 2 Auslenkungen. Dabei kann die
Auslenkung der Tragfläche 28 der Höhe und dem Durchmesser der Flüssigkeitsbehälter
2, insbesondere der Wells einer Mikroplatte angepasst werden. Je kleiner die Auslenkung
ist, desto höher kann die Frequenz gewählt werden. Die bevorzugte Auslenkung beträgt
ca. 1/3 bis 1/2 des Well-Durchmessers, was beispielsweise bei Deep-Well Mikroplatten
einer bevorzugten Auslenkung von ca. 3 mm entspricht. Bevorzugt beträgt die Frequenz
einer individuell angesteuerten, erfindungsgemässen Vorrichtung 0.1 bis über 4000
Hz.
[0027] Neben linearen Pendelbewegungen in jeder beliebigen Richtung in der im wesentlichen
horizontalen Ebene der Tragplatte können mit der freischwingenden Aufhängung der zwei
Tragelemente 20,21 in Fig. 4 und durch die diesen freischwingenden Tragelementen inhärenten
Bewegungsmittel 6 und Bewegungsmassen 8 beliebige, vorzugsweise zyklische Bewegungsmuster
erzeugt werden. Dies können vielgezackte Sterne, Kreise, sich drehende Achterfiguren
und komplexe kreisförmige oder elliptische Bewegungen sein, welche dem Verlauf einer
Freiform, insbesondere einer Lissajous-Figur entsprechen. Wiederum ermöglichen Bewegungssensoren,
vorzugsweise Hall-Sensoren, das Erfassen der effektiven Bewegungen der Tragplatte
bzw. der Flüssigkeitsbehälter 2 sowohl in der X- als auch in der Y-Richtung einer
im wesentlichen horizontalen Ebene. Vorzugsweise ist die Tragfläche 28 mit einem rutschsicheren
Belag, wie z.B. einer Gummimatte oder ähnlichem und/oder mit Haltefedern 4 oder anderen
Haltemitteln versehen.
[0028] Es ist bevorzugt, das Pipettieren von Proben direkt aus einem Flüssigkeitsbehälter
2 auf der Tragfläche 28 heraus oder in einen solchen hinein durchzuführen. Die Analyse
der Proben mittels optischer Auswertung, Erfassung deren pH oder Temperatur, aber
auch der robotisierte Einsatz einer Pinzette zum Entfernen von Probenteilen ist grundsätzlich
wünschbar. Bevorzugterweise umfasst deshalb eine erfindungsgemässe Vorrichtung 1 eine
Blockierreinrichtung, mit welcher die Trageinheit 3 und damit aufgenommene Flüssigkeitsbehälter
2 in einer vorbestimmten Position fixiert werden. Je nach der gewählten Federkonstante
und/oder Anzahl der Blattfedern wird die Tragfläche 28 so ruhig gehalten, dass sogar
auf eine solche Blockiereinrichtung verzichtet werden kann.
[0029] Speziell bevorzugt sind auch Vorrichtungen 1, welche ein Gehäuse 31 umfassen, welches
an seiner Oberseite eine Öffnung aufweist, durch welche ein Flüssigkeitsbehälter 2,
insbesondere eine Mikroplatte, auf der Trageinheit 3 abgelegt werden kann, wobei die
Trageinheit 3 einen Fixiermechanismus 4 zum Festhalten des Flüssigkeitsbehälters 2
umfasst. Damit dieses Ablegen robotisiert bzw. automatisiert erfolgen kann, ist der
Fixiermechanismus 4 zum Festhalten des Flüssigkeitsbehälters 2 auf der Trageinheit
3 vorzugsweise durch einen Mikroplattenhandlingroboter lösbar ausgebildet.
[0030] Wie aus der Figur 5 ersichtlich ist, kann ein solches Gehäuse 31 zudem einen Boden
34, einen Deckel 35 und Seitenwände 36 (Boden und Deckel zur besseren Übersicht abgenommen)
sowie einen in diesem Gehäuse 31 beweglich gelagerten Schieber 37 umfassen. Dabei
weist das Gehäuse 31 an zumindest einer Seite eine Öffnung 38 auf, durch welche der
Schieber 37 ausfahrbar ist, um einen Flüssigkeitsbehälter 2, insbesondere eine Mikroplatte,
aufzunehmen, in das Gehäuse 31 zu ziehen und auf der Trageinheit 3 abzulegen. Eine
solche Trageinheit umfasst eine Fixiervorrichtung 4 (nicht dargestellt) zum Halten
des Flüssigkeitsbehälters 2. Solche, in Figur 5 gezeigte Vorrichtungen sind vorzugsweise
als stapelbares Modul ausgebildet, wobei der Boden 34 und der Deckel 35 als untere
und obere Stapelflächen ausgebildet sind, indem sie zueinander komplementär ausgebildete
Reliefstrukturen, wie Rippen und Mulden und dergleichen aufweisen. In einem solchen
Stapel von Vorrichtungen 1, die sich alle in einem individuellen Gehäuse 31 befinden,
können alle Vorrichtungen oder Gruppen derselben individuell als Inkubatoren, Kühlräume,
oder lediglich als Schüttler ausgebildet sein. Solche stapelbaren Vorrichtungen können
als Module zum Bestücken einer Arbeitsstation oder eines sogenannten "robotic sample
processor" (RSP) eingesetzt werden.
[0031] Des weiteren sind solche Vorrichtungen 1 bevorzugt als Inkubator ausgebildet, indem
sie eine temperaturgesteuerte Heizplatte und eine an Boden 34 und Deckel 35 sowie
an allen Seiten 36 angeordnete Wärmeisolation umfasst, die auch alle Öffnungen 33,38
verschliesst. Alternative, bevorzugte Vorrichtungen 1 sind als Kühlraum ausgebildet,
indem sie eine temperaturgesteuerte Kühlplatte und eine an Boden 34 und Deckel 35
sowie an allen Seiten 36 angeordnete Wärmeisolation umfasst, die auch alle Öffnungen
38 verschliesst. Vorzugsweise kommen Peltier-Elemente oder sogenannte "heat pipes"
für die Inkubatoren oder Kühlräume zum Einsatz.
[0032] Von den gezeigten oder beschriebenen Vorrichtungen abweichende Vorrichtungen zum
Bewegen von Flüssigkeitsbehältern sind Teil der vorliegenden Erfindung, wenn an deren
Trageinheit ein oder mehrere Bewegungsmittel 6 und eine oder mehrere Bewegungsmassen
8 beweglich angeordnet sind, welche durch diese Bewegungsmittel bewegbar sind und
welche durch ihre Bewegungen die Trageinheit und die damit aufgenommenen Flüssigkeitsbehälter
in entsprechende Gegenbewegungen versetzen.
[0033] Der als Tragfläche 28 bezeichnete Teil der Trageinheit 3 kann auch als ein zusammenhängender
Tragrahmen oder als eine getrennte Mehrfachfläche ausgebildet sein.
[0034] In Abweichung von den bisher gezeigten oder beschriebenen Ausführungsformen kann
vorgesehen sein, dass jede rotierbare Bewegungsmasse 8 mit einem rotierenden Teil
eines Bewegungsmittels 6 magnetisch verbunden ist. Vorzugsweise ist dann das Bewegungsmittel
6 ein Elektromotor, welcher an der Basiseinheit 5 angebracht ist und an dessen Antriebsachse
ein Permanent- oder Dauermagnet exzentrisch befestigt ist. Die entsprechenden Bewegungsmassen
8 sind dann über eine Drehachse mit den Tragelementen 20,21 bzw. mit der Trageinheit
3 verbunden. Dabei ist die Drehachse der Bewegungsmittel 6 im wesentlichen in der
geometrischen Achse der entsprechenden Bewegungsmasse 8 angeordnet. Zudem weisen die
Bewegungsmassen 8 ebenfalls einen exzentrisch befestigten Dauermagneten auf, welcher
den Gegenpol zum Dauermagneten des entsprechenden Bewegungsmittels 6 darstellt. Dadurch,
dass die beiden gegenpoligen Dauermagnete von Bewegungsmittel 6 und entsprechender
Bewegungsmasse 8 sich um die gemeinsame geometrische Achse drehen, gegenüber welcher
sie im wesentlichen um das gleiche Mass exzentrisch versetzt an ihren individuellen
Drehachsen befestigt sind, entsteht eine sich drehende, magnetische Kopplung zwischen
je einem Bewegungsmittel 6 und einer diesem zugeordneten Bewegungsmasse 8.
[0035] Diese Anordnung eignet sich besonders für automatisierte Mehrfachanordnungen von
Fermentern oder Inkubatoren in der Biotechnologie, welche an einer ihrer Aussenwände
oder an ihrem Deckel oder Boden drehbare Bewegungsmassen 8 mit zumindest je einem
Dauermagneten aufweisen. Diese Fermenter sind dann bevorzugt mit Rührvorrichtungen
ausgerüstet, welche mit den Bewegungsmassen 8 wirkverbunden sind. Diese Wirkverbindung
kann mechanischer oder magnetischer Natur sein. Werden diese Fermenter (vorzugsweise
ferngesteuert) von einer Rührstation zur nächsten befördert, so treten die gleich
oder unterschiedlich angeordneten Bewegungsmittel 6 der nächsten Rührstation mit einer
oder mehreren der Bewegungsmassen 8 des Fermenters in Wechselwirkung, so dass eine
der Rührstation angemessene Bewegung in der sich im Fermenter befindenden Flüssigkeit
zur Verfügung gestellt werden kann. Die Rührstation können sich auch in der Temperatur
und in anderen physikalischen oder chemischen Parametern unterscheiden. Alternativ
können auch die ganzen Fermenter freischwingend aufgehängt sein und durch die Bewegungsmassen
8 in entsprechende Gegenbewegungen gebracht werden.
[0036] Auch wenn diese Ausführungsform nur an Hand von Fermentern besprochen wurde, so eignet
sie sich ebenso für andere Behälter, in welchen Flüssigkeiten speziell schonend gerührt
oder sonstwie bewegt werden sollen.
[0037] Gleiche Bezugszeichen bezeichnen entsprechende Teile in den Figuren auch wenn diese
in der Beschreibung nicht erwähnt sein sollten.
[0038] Gemäss einer besonders bevorzugten, zweiten Ausführungsform. (vgl. Figuren 6 und
7) umfasst die Trageinheit 3 der erfindungsgemässen Vorrichtung ein erstes und zweites
Tragelement 20,21 mit zumindest zwei an diesem zweiten Tragelement 21 befestigten,
rotierbaren Bewegungsmassen 8 und den dazu gehörenden Bewegungsmitteln 6. Ganz speziell
bevorzugt ist das symmetrische Anordnen von vier Elektromotoren 40 unter dem zweiten
Tragelement 21, wobei die Drehachsen 41 dieser Elektromotoren 40 in den Ecken eines
Quadrates angeordnet sind. Besonders bevorzugt ist es, die Drehrichtung der Elektromotoren
(und damit auch die Drehrichtung der vorzugsweise über Zahnriemen 42 angetriebenen,
im Zentrum dieses Quadrats angeordneten Räder 43), die sich diagonal gegenüber liegen,
in gleicher Richtung zu wählen. Zudem wird jedes dieser zwei Motorenpaare synchron
angesteuert. Mit dieser Anordnung und Betriebsweise heben sich allfällig auftretende
Momente gegenseitig auf, so dass ein sehr ruhiger Lauf der Räder 43 mit den innerhalb
der Räder angebrachten Bewegungsmassen 8 (vgl. Fig. 7) oder ausserhalb der Räder angebrachten
Bewegungsmassen 8 (nicht dargestellt) ergibt. In Fig. 7 sind der Übersichtlichkeit
halber nur zwei der total vier Räder gezeichnet, wobei nur bei einem die Bewegungsmasse
8 sichtbar ist. Zudem wirken die Zahnriemen 42 dämpfend gegen ein allfälliges Aufschaukeln
von Vibrationen. Das gegenseitig sehr nahe Anordnen der Räder 43 mit ihren exzentrisch
daran angeordneten Bewegungsmassen auf einer gemeinsamen zentralen Achse 44 hilft
zusätzlich das Auftreten von unerwünschten Drehmomenten zu minimieren. Die beiden
Tragelemente 20, 21 der Trageinheit 3 sind vorzugsweise gleich angeordnet und ausgebildet,
wie dies bereits im Zusammenhang mit den Figuren 4 und 5 gezeigt und erläutert wurde.
[0039] Abweichend von dieser Darstellung könnten auch zwei sich entweder in X-Richtung oder
in Y-Richtung z.B. in Richtung der Symmetrieachsen 11' oder 11" (vgl. Fig. 4) linear
hin und her bewegende Bewegungsmassen 8 und die damit verbundenen Bewegungsmittel
6 verwendet werden.
[0040] Alle die hier und weiter oben beschriebenen Bewegungen können als eigentliche Pendelbewegungen
der Tragfläche 28 um einen Massenschwerpunkt bezeichnet werden, wobei dieser Massenschwerpunkt
im Zusammenhang mit der in Fig. 6 und 7 gezeigten, zweiten, bevorzugten Ausführungsform
im wesentlichen durch die Masse des Tragelements 21 und aller daran befestigter Bewegungsmittel
6 und Bewegungsmassen 8 bestimmt wird.
[0041] Im Zusammenhang mit dem Aufhängen der Tragflächen 28 bzw. der Tragelemente 20,21
an biegeschlaffen Elementen wurde das Problem eines eventuellen, unerwünschten Aufschwingens
bereits angesprochen. Sollte dieses Problem bei der Verwendung von biegeschlaffen
Elementen oder bei der zweiten Ausführungsform (vgl. Fig. 6 und 7) auftreten, so wird
dieses Aufschwingen bevorzugt mit dem Einbau einer Wirbelstrombremse erfolgreich minimiert
oder eliminiert. Wie allgemein bekannt, beruhen Wirbelstrombremsen oder auch "Hysteresebremsen"
auf dem folgenden Prinzip: Bewegt sich eine Metallplatte (hier ein Tragelement 20
oder 21 aus beispielsweise Chromstahl oder Aluminium) in einem äusseren Magnetfeld
(hier im Magnetfeld eines auf einer Grundplatte der Basiseinheit 5 fixierten Permanentmagneten
45; vgl. Fig. 6 und 7), werden in dieser Metallplatte Wirbelströme induziert. Diese
Wirbelströme erzeugen selbst wieder ein Magnetfeld, das dem äusseren Magnetfeld entgegengesetzt
ist. Der elektrische Widerstand der Metallplatte bildet für die Wirbelströme einen
ohmschen Verbraucher, wodurch die Bewegungsenergie in Wärme umgesetzt wird. Die Magnetisierbarkeit
der Metallplatte bzw. der Tragelemente 20, 21 spielt keine Rolle, allein die elektrische
Leitfähigkeit derselben ist entscheidend. Die Stärke der Bremswirkung ist von mehreren
Parametern abhängig:
- Leitfähigkeit der Bremsplatte bzw. des Tragelements 20,21: Eine Kupferplatte wird
beispielsweise stärker abgebremst als eine Stahl- oder Aluminiumplatte, da die induzierten
Ströme aufgrund der besseren elektrischen Leitfähigkeit von Kupfer höher sind.
- Richtung des Magnetfeldes: Die größte Bremswirkung wird erzielt, wenn das Magnetfeld
die bewegliche Platte senkrecht durchsetzt.
- Luftspalt: Je grösser der Luftspalt 46, also der Abstand zwischen dem Permanentmagneten
45 und dem Tragelement 20 (vgl. Fig. 7) ist, desto kleiner ist die maximale Bremswirkung.
- Fläche unter dem Erregerpol: Je kleiner die Fläche unter dem Pol ist, desto geringer
ist die Bremswirkung.
- Geschwindigkeit: Die Bremswirkung ist stark von der Relativgeschwindigkeit zwischen
Feld und Platte abhängig, wobei eine grössere Relativgeschwindigkeit eine grössere
Bremswirkung erzeugt.
[0042] Der Fachmann wird die eben aufgeführten Parameter so optimieren, dass ein Aufschwingen
erfolgreich verhindert wird. Eine derartige Wirbelstrombremse mit einem Permanentmagneten
45 hat unter anderem den Vorteil, dass sie ein völlig passives System darstellt, welches
keinerlei Steuerung benötigt. Für jedes der Tragelemente 20,21 wird vorzugsweise je
eine solche, individuelle Wirbelstrombremse vorgesehen. Auch ein System mit Blattfederaufhängungen
kann durch den Einsatz von solchen Wirbelstrombremsen noch verbessert werden.
1. Vorrichtung (1) zum Bewegen von Flüssigkeitsbehältern (2), umfassend:
• eine zum Aufnehmen von Flüssigkeitsbehältern (2) ausgebildete Trageinheit (3);
• eine Basiseinheit (5), gegenüber welcher die Trageinheit (3) mittels Verbindungselementen
(7) im wesentlichen horizontal frei schwingend gelagert ist; und
• Bewegungsmittel (6) zum Bewegen der Trageinheit (3) gegenüber der Basiseinheit (5),
wobei die Trageinheit (3) zumindest ein Tragelement (20,21) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass am Tragelement mindestens eine Bewegungsmasse (8) beweglich befestigt ist, wobei
diese mindestens eine Bewegungsmasse (8) mit einem - an demselben Tragelement (20,21)
befestigten - Bewegungsmittel (6) in Wechselwirkung steht und durch dieses bewegbar
ist, wodurch die Bewegungen dieser mindestens einen Bewegungsmasse (8) das dieselbe
tragende Tragelement (20,21) und die mit der Trageinheit (3) aufgenommenen Flüssigkeitsbehälter
(2) in entsprechende Gegenbewegungen versetzt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trageinheit (3) ein einziges Tragelement (20) umfasst mit zumindest einer an
diesem Tragelement (20) befestigten, linear beweglichen oder rotierbaren Bewegungsmasse
(8).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trageinheit (3) ein erstes und zweites Tragelement (20,21) mit zumindest zwei
an diesem zweiten Tragelement (21) befestigten, linear beweglichen oder rotierbaren
Bewegungsmassen (8) umfasst.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trageinheit ein erstes und zweites Tragelement (20,21) mit zumindest je einer
an diesem ersten und zweiten Tragelement (21) befestigten, linear beweglichen oder
rotierbaren Bewegungsmasse (8) umfasst.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsmittel (6) elektrisch angetrieben sind, wobei die linear beweglichen
Bewegungsmassen (8) als Teil dieser Bewegungsmittel (6), insbesondere als "moving
magnet" (9), ausgebildet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsmittel (6) elektrisch angetrieben sind, wobei jede rotierbare Bewegungsmasse
(8) mit einem rotierenden Teil eines dieser Bewegungsmittel (6) magnetisch oder mechanisch
verbunden ist.
7. Vorrichtung nach einem-der-vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (7) zum Lagern eines ersten und/oder zweiten Tragelements
(20,21) gegenüber der Basiseinheit (5)-hängend oder stehend ausgebildet sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (7) zum Lagern des ersten Tragelements (20) gegenüber der
Basiseinheit (5) und die Verbindungselemente (7) zum Lagern des zweiten Tragelements
(21) gegenüber dem ersten Tragelement (20) hängende Blattfedern (22) sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Blockierreinrichtung umfasst, mit welcher die Trageinheit (3) und damit
aufgenommene Flüssigkeitsbehälter (2) in einer vorbestimmten Position fixiert wird.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Gehäuse (31) umfasst, welches an seiner Oberseite (32) eine Öffnung (33)
aufweist, durch welche ein Flüssigkeitsbehälter (2), insbesondere eine Mikroplatte,
auf der Trageinheit (3) abgelegt werden kann, wobei die Trageinheit (3) einen Fixiermechanismus
(4) zum Festhalten des Flüssigkeitsbehälters (2) umfasst.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Fixiermechanismus (4) zum Festhalten des Flüssigkeitsbehälters (2) auf der Trageinheit
(3) durch einen Mikroplattenhandlingroboter lösbar ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Gehäuse (31) mit einem Boden (34), einem Deckel (35) und Seitenwänden (36)
sowie einen in diesem Gehäuse (31) beweglich gelagerten Schieber (37) umfasst, wobei
das Gehäuse (31) an zumindest einer Seite (36) eine Öffnung (38) aufweist, durch welche
der Schieber (37) ausfahrbar ist, um einen Flüssigkeitsbehälter (2), insbesondere
eine Mikroplatte, aufzunehmen, in das Gehäuse (31) zu ziehen und auf der Trageinheit
(3) abzulegen, und wobei die Trageinheit (3) eine Fixiervorrlchtung (4) zum Halten
des Flüssigkeitsbehälters (2) umfasst.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie als stapelbares Modul ausgebildet ist, wobei der Boden (34) und der Deckel (35)
als untere und obere Stapelflächen ausgebildet sind, indem sie zueinander komplementär
ausgebildete Reliefstrukturen aufweisen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Schüttel-Inkubator ausgebildet ist, indem sie eine temperaturgesteuerte Heizplatte
und eine an Boden (34) und Deckel (35) sowie an allen Seiten (36) angeordnete Wärmeisolation
(39) umfasst, die auch alle Öffnungen (33,38) verschliesst.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie zumindest eine Wirbelstrombremse mit einem Permanentmagneten (45) umfasst.
16. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Schüttel-Kühlraum ausgebildet ist, indem sie eine temperaturgesteuerte Kühlplatte
und eine an Boden (34) und Deckel (35) sowie an allen Seiten (36) angeordnete Wärmeisolation
(39) umfasst, die auch alle Öffnungen (33,38) verschliesst.
17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie zum Erfassen der aktuellen Bewegungen eines zumindest einen Flüssigkeitsbehälter
(2) tragenden Tragelements (20,21) der Trageinheit (3) Bewegungssensoren, insbesondere
Hall-Sensoren, umfasst.
18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie Anschlagfederungen für die im wesentlichen horizontal frei schwingend gelagerten
Tragelemente (20,21) in Form von gleichpolig gegeneinander gerichteten Permanentmagneten
(17) umfasst.
19. Verfahren zum Bewegen von Flüssigkeitsbehältern (2), insbesondere mit einer Vorrichtung
(1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 17, bei welchem Flüssigkeitsbehälter (2) mit
einer Trageinheit (3) - die mittels Verbindungselementen (7) gegenüber einer Basiseinheit
(5) im wesentlichen horizontal frei schwingend gelagert ist - aufgenommen werden,
und bei welchem diese Trageinheit (3) gegenüber der Basiseinheit (5) mit Bewegungsmitteln
(6) bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Tragelement (20,21) dieser Trageinheit (3), an welchem mindestens eine
Bewegungsmasse (8) beweglich befestigt ist, mit einem - an demselben Tragelement (20,21)
befestigten - Bewegungsmittel (6), das mit dieser mindestens einen Bewegungsmasse
(8) in Wechselwirkung steht, so bewegt wird, dass die Bewegungen dieser mindestens
einen Bewegungsmasse (8) das dieselbe tragende Tragelement (20,21) und die mit der
Trageinheit (3) aufgenommenen Flüssigkeitsbehälter (2) in entsprechende Gegenbewegungen
versetzt.
20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass diese Gegenbewegungen eine lineare Hin- und Herbewegung, ein kreisförmige oder elliptische
Bewegung oder eine Bewegung ist, welche dem Verlauf einer Freiform, insbesondere einer
Lissajous-Figur, entspricht.
21. Verwendung einer Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 18 oder eines Verfahrens
nach einem der Ansprüche 19 oder 20 zum Erzielen oder Aufrechterhalten von im wesentlichen
homogenen Stoffgemischen in diesen Flüssigkeitsbehältern (2).
1. Apparatus (1) for moving liquid containers (2), comprising:
- a support unit (3) implemented for receiving liquid containers (2);
- a base unit (5), in relation to which the support unit (3) is mounted using connection
elements (7) so it is essentially horizontally freely oscillating; and
- movement means (6) for moving the support unit (3) in relation to the base unit
(5),
the support unit (3) comprising at least one support element (20,21),
characterized in that at least one movement mass (8) is movably fastened to the support element, this at
least one movement mass (8) interacting with a movement means (6) - fastened to the
same support element (20,21) - and being movable thereby, whereby the movements of
this at least one movement mass (8) set the support element (20,21) supporting it
and the liquid containers (2) received by the support unit (3) into corresponding
counter movements.
2. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the support unit (3) comprises a single support element (20) having at least one
linearly movable or rotatable movement mass (8), which is fastened to this support
element (20).
3. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the support unit (3) comprises a first and a second support element (20, 21) having
at least two linearly movable or rotatable movement masses (8) fastened to this second
support element (21).
4. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the support unit comprises a first and a second support element (20,21) each having
at least one linearly movable or rotatable movement mass (8) fastened to these first
and second support elements (21).
5. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the movement means (6) are electrically driven, the linearly movable movement masses
(8) being implemented as part of these movement means (6), in particular as a "moving
magnet" (9).
6. Apparatus according to one of the claims 1 to 4, characterized in that the movement means (6) are electrically driven, each rotatable movement mass (8)
being magnetically or mechanically connected to a rotating part of one of these movement
means (6).
7. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the connection elements (7) for mounting a first and/or a second support element
(20,21) are implemented as hanging or standing in relation to the base unit (5).
8. Apparatus according to one of the claims 3 to 6, characterized in that the connection elements (7) for mounting the first support element (20) in relation
to the base unit (5) and the connection elements (7) for mounting the second support
element (21) in relation to the first support element (20) are hanging leaf springs
(22).
9. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that it comprises a blocking device, using which the support unit (3) and liquid containers
(2) thus received are fixed in a predetermined position.
10. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that it comprises a housing (31), which has an opening (33) on its top side (32), through
which a liquid container (2), in particular a microplate, can be deposited on the
support unit (3), the support unit (3) comprising a fixing mechanism (4) for fixing
the liquid container (2).
11. Apparatus according to Claim 10, characterized in that the fixing mechanism (4) for fixing the liquid container (2) on the support unit
(3) is implemented so it can be disengaged by a microplate handling robot.
12. Apparatus according to one of the claims 1 to 9, characterized in that it comprises a housing (31) having a floor (34), a cover (35), and side walls (36)
as well as a slide (37), which is mounted so it is movable in this housing (31), the
housing (31) having an opening (38) on at least one side (36), through which the slide
(37) is extendable, in order to receive a liquid container (2), in particular a microplate,
draw it into the housing (31), and deposit it on the support unit (3), and the support
unit (3) comprising a fixing device (4) for retaining the liquid container (2).
13. Apparatus according to Claim 12, characterized in that it is implemented as a stackable module, the floor (34) and the cover (35) being
implemented as bottom and top stacking surfaces, in that they have relief structures implemented as complementary to one another.
14. Apparatus according to Claim 12 or 13, characterized in that it is implemented as a shaking incubator, in that it comprises a temperature-controlled hotplate and thermal insulation (39), which
is situated on floor (34) and cover (35) and on all sides (36), and which also closes
all openings (33,38).
15. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that it comprises at least one eddy current brake having a permanent magnet (45).
16. Apparatus according to Claim 12 or 13, characterized in that it is implemented as a shaking cooling chamber, in that it comprises a temperature-controlled cooling plate and thermal insulation (39),
which is situated on floor (34) and cover (35) and on all sides (36), and which also
closes all openings (33,38).
17. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that it comprises movement sensors, in particular Hall sensors, for detecting the current
movements of a support element (20,21) of the support unit (3), which supports at
least one liquid container (2).
18. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that it comprises stop springs for the support elements (20,21), which are mounted essentially
horizontally freely oscillating, in the form of permanent magnets (17) directed homopolar
toward one another.
19. Method for moving liquid containers (2), in particular using an apparatus (1) according
to one of the claims 1 to 17, in which liquid containers (2) are received using a
support unit (3) - which is mounted so it is essentially horizontally freely oscillating
in relation to a base unit (5) using connection elements (7) - and in which this support
unit (3) is moved in relation to the base unit (5) using movement means (6), characterized in that at least one support element (20,21) of this support unit (3), to which at least
one movement mass (8) is movably fastened, is moved using a movement means (6) - fastened
to the same support element (20,21) - which interacts with this at least one movement
mass (8), so that the movements of this at least one movement mass (8) set the support
element (20,21) supporting it and the liquid containers (2) received using the support
unit (3) into corresponding counter movements.
20. Method according to Claim 19, characterized in that this counter movement is a linear back-and-forth movement, a circular or elliptical
movement, or a movement which corresponds to the curve of a free shape, in particular
a Lissajous figure.
21. Use of an apparatus according to one of the claims 1 to 18 or a method according to
one of the claims 19 or 20 for achieving or maintaining essentially homogeneous material
mixtures in these liquid containers (2).
1. Dispositif (1) permettant de déplacer des réservoirs de fluide (2), comportant :
- une unité de support (3) conçue pour recevoir des réservoirs de fluide (2),
- une unité de base (5) vis à vis de laquelle l'unité de support (3) est logée de
façon à osciller librement sur un plan essentiellement horizontal, au moyen d'éléments
de liaison (7), et
- des moyens de déplacement (6) permettant de déplacer l'unité de support (3) vis
à vis de l'unité de base (5),
dans lequel l'unité de support (3) comporte au moins un élément porteur (20,21),
caractérisé en ce qu'au niveau de l'élément porteur est fixée de façon mobile au moins une masse de déplacement
(8), cette masse de déplacement (8), au moins au nombre de une, se trouvant en interaction
avec un moyen de déplacement (6) - fixé à ce même élément porteur (20,21) - et pouvant
être déplacée par celui-ci, les déplacements de cette masse de déplacement (8), au
moins au nombre de une, déplaçant l'élément porteur (20,21) portant celle-ci et les
réservoirs de fluide (2) logés par l'unité de support (3) selon des contre-mouvements
correspondants.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité de support (3) comporte un élément porteur (20) unique avec au moins une
masse de déplacement (8) fixée au niveau de cet élément porteur (20) et mobile de
façon linéaire ou en rotation.
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité de support (3) comporte un premier et un second élément porteur (20,21) avec
au moins deux masses de déplacement (8), fixées à ce second élément porteur (21) et
mobiles de façon linéaire ou par rotation.
4. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité de support comporte un premier et un second élément porteur (20,21) avec
au moins respectivement une masse de déplacement (8), fixée au niveau de ce premier
et de ce second éléments porteurs (21) et mobile de façon linéaire ou par rotation.
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de déplacement (6) sont entraînés par voie électrique, les masses de déplacement
(8) mobiles de façon linéaire étant conçues en tant que partie de ces moyens de déplacement
(6), en particulier en tant qu'aimant mobile (9).
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les moyens de déplacement (6) sont entraînés par voie électrique, chaque masse de
déplacement (8) qui peut se déplacer en rotation étant reliée par voie magnétique
ou mécanique à un élément en rotation d'un de ces moyens de déplacement (6).
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments de liaison (7) pour loger un premier et/ou un second élément(s) porteur(s)
(20,21) vis à vis de l'unité de base (5) sont conçus en suspension ou debout.
8. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 6, caractérisé en ce que les éléments de liaison (7) pour loger le premier élément porteur (20) vis à vis
de l'unité de base (5) et les éléments de liaison (7) pour loger le second élément
porteur (21) vis à vis du premier élément porteur (20) sont des ressorts à lames suspendus
(22).
9. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il comporte un dispositif de blocage au moyen duquel l'unité de support (3), et par
conséquent les réservoirs de fluide (2) supportés, peut être fixée dans une position
prédéfinie.
10. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il comporte un boîtier (31) qui présente au niveau de sa face supérieure (32) une
ouverture (33) par le biais de laquelle il est possible de déposer sur l'unité de
support (3) un réservoir de fluide (2), en particulier une plaque de microtitration,
l'unité de support (3) comportant un mécanisme de fixation (4) permettant de retenir
le réservoir de fluide (2).
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que le mécanisme de fixation (4) permettant de retenir le réservoir de fluide (2) sur
l'unité de support (3) est exécuté de façon amovible, par le biais d'un robot de manipulation
de plaques de microtitration.
12. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'il comporte un boîtier (31) équipé d'un fond (34), d'un couvercle (35) et de parois
latérales (36), ainsi qu'un tiroir (37) logé de façon mobile dans ce boîtier (31),
le boîtier (31) présentant au niveau d'au moins un côté (36) une ouverture (38) par
laquelle le tiroir (37) est extractible, afin de recevoir un réservoir de fluide (2),
en particulier une plaque de microtitration, de le tirer dans le boîtier (31) et de
le déposer sur l'unité de support (3), et dans lequel l'unité de support (3) comporte
un dispositif de fixation (4) permettant de retenir le réservoir de fluide (2).
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'il est exécuté en tant que module gerbable, le fond (34) et le couvercle (35) étant
exécutés en tant que surfaces d'empilage inférieure et supérieure, en ce qu'elles présentent des structures en relief exécutées de façon complémentaire les unes
aux autres.
14. Dispositif selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce qu'il est exécuté en tant qu'incubateur à agitation, en ce qu'il comporte un plateau chauffant commandé en température et une isolation thermique
(39) disposée au niveau du fond (34) et du couvercle (35), ainsi que de tous les côtés
(36), et qui ferme également toutes les ouvertures (33,38).
15. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il comporte au moins un frein à courant de Foucault avec un aimant permanent (45).
16. Dispositif selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce qu'il est exécuté en tant que chambre froide à agitation, en ce qu'il comporte une plaque de refroidissement commandée en température et une isolation
thermique (39) disposée au niveau du fond (34) et du couvercle (35), ainsi que de
tous les côtés (36), et qui ferme également toutes les ouvertures (33,38).
17. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, pour détecter les déplacements actuels d'un élément porteur (20,21) de l'unité de
support (3) portant au moins un réservoir de fluide (2), il comporte des capteurs
de mouvement, en particulier des capteurs à effet Hall.
18. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il comporte des suspensions de butée pour les éléments porteurs (20,21), logés de
façon à osciller librement sur un plan essentiellement horizontal, sous la forme d'aimants
permanents (17) orientés en opposition l'un à l'autre par le même pole.
19. Procédé de déplacement de réservoirs de fluide (2), en particulier avec un dispositif
(1) selon l'une des revendications 1 à 17, dans lequel des réservoirs de fluide (2)
sont logés par une unité de support (3), qui est logée pour osciller librement sur
un plan essentiellement horizontal vis à vis d'une unité de base (5) au moyen d'éléments
de liaison (7), et dans lequel cette unité de support (3) est déplacée vis à vis de
l'unité de base (5) par des moyens de déplacement (6), caractérisé en ce qu'au moins un élément porteur (20,21) de cette unité de support (3), au niveau duquel
est fixée de façon mobile au moins une masse de déplacement (8), est déplacé avec
un moyen de déplacement (6) - fixé au niveau de ce même élément porteur (20, 21) -
qui se trouve en interaction avec cette masse mobile (8), au moins au nombre de une,
de façon telle que les déplacements de cette masse mobile (8), au moins au nombre
de une, déplacent l'élément porteur (20,21) portant celle-ci et les réservoirs de
fluide (2) logés par l'unité de support (3) selon des contre-mouvements correspondants.
20. Procédé selon la revendication 19, caractérisé en ce que ces contre-mouvements sont un déplacement linéaire d'aller et venue, un déplacement
circulaire ou elliptique, ou un déplacement qui correspond au tracé d'une forme libre,
en particulier une figure de Lissajous.
21. Utilisation d'un dispositif selon l'une des revendications 1 à 18 ou d'un procédé
selon l'une des revendications 19 ou 20 pour obtenir ou maintenir des mélanges de
composés essentiellement homogènes dans ces réservoirs de fluide (2).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente