| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 659 254 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
15.09.2010 Patentblatt 2010/37 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.11.2005 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Flügel für ein Fenster oder eine Tür
Wing for a window or door
Vantail de porte ou fenêtre
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
|
Benannte Erstreckungsstaaten: |
|
AL BA HR MK YU |
| (30) |
Priorität: |
18.11.2004 DE 102004055800
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
24.05.2006 Patentblatt 2006/21 |
| (73) |
Patentinhaber: aluplast GmbH |
|
76227 Karlsruhe (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Wüst, Manfred
86833 Ettringen (DE)
- Bender, Arno
76227 Karlsruhe (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Lemcke, Brommer & Partner |
|
Patentanwälte
Bismarckstrasse 16 76133 Karlsruhe 76133 Karlsruhe (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-02/081854 DE-C1- 10 029 391 DE-U1-202005 001 073
|
DE-A1- 19 718 714 DE-U1- 8 534 651
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Flügel für ein Fenster oder eine Tür mit einem Profilrahmen,
der einen eine lsolierverglasung aufnehmenden Falz bildet, wobei der Falz eine die
Isolierverglasung stirnseitig unter Bildung eines Umfangsspaltes umschließende Umfangsfläche
und eine den seitlichen Rand der Isolierverglasung übergreifende Falzfläche aufweist
und wobei die Isolierverglasung im Falz durch zumindest eine Klebstoffschicht gehalten
wird.
[0002] Die Klebstoffschicht befindet sich meist zwischen der Stirnseite der Isolierverglasung
und der gegenüberliegenden Umfangsfläche des Profilrahmens, sie kann sich aber auch
entlang den Seitenrändern der Isolierverglasung erstrecken, denn diese Ränder tauchen
in den Falz des Profilrahmens ein und sind dadurch verdeckt. Grundsätzlich kann die
Klebstoffschicht in Umfangsrichtung durchlaufen; ebenso kann die Verklebung aber auch
auf einzelne lokale Bereiche aufgeteilt werden.
[0003] Die Verklebung hat hauptsächlich den Zweck, die Isolierverglasung mit dem umlaufenden
Profilrahmen fest zu verbinden, so dass der Rahmen stabilisiert und ausgesteift wird.
[0004] Fensterflügel mit verklebter Isolierverglasung entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruches
1 sind unter anderem durch die
WO 02/081854 bekanntgeworden. Dabei wird die Klebstoffschicht in den Umfangsspalt zwischen den
Stirnflächen der Isolierverglasung und der diesen gegenüberliegenden Umfangsflächen
des Profilrahmens eingespritzt, wobei ein am Rand dieses Umfangsspaltes angeordneter
Begrenzungssteg dafür sorgt, dass das Auslaufen des Klebstoffes aus dem Spalt gebremst
wird.
[0005] Aus der
DE 85 34 651 U ist ein Fensterflügel, bestehend aus einem Flügelprofil und einem raumseitigen Anlageschenkel
bekannt geworden. In das Flügelprofil ist eine Mehrscheibenverglasung einsetzbar,
die raumseitig durch eine Dichtung zwischen der raumseitigen Scheibe und dem Anlageschenkel
gegen den Innenraum und wetterseitig durch eine an der wetterseitigen Scheibe anliegende
Dichtung gegen Außenluft abgedichtet ist. Für die Montage der Isolierverglasung wird
zunächst eine Dampfsperre eingelegt, anschließend wird die raumseitige Dichtung angebracht
und die raumseitige Scheibe so eingebettet, dass die raumseitige Dichtung den Rand
der Scheibe untergreift. Anschließend wird die mittlere Scheibe mit dem Glasdistanzhalter
eingesetzt und durch Eindrücken eines Verankerungsteils fixiert. Abschließend wird
die wetterseitige Scheibe mit dem Distanzhalter bzw. dem Verankerungsteil verklebt.
[0006] Die vorliegende Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass es wünschenswert wäre,
die Isolierverglasung im Profilrahmen zu zentrieren, damit die Dicke des Umfangsspaltes
an allen vier Stirnseiten der Isolierverglasung möglichst gleich groß ist, also möglichst
gleiche Verklebungsbedingungen und dementsprechend gleiche Festigkeit sichergestellt
werden. Dies gilt auch dann, wenn es um das Einkleben von Isolierverglasungen mit
gekrümmter Kontur geht. Die gewünschte Zentrierung sollte auf möglichst einfache Weise
realisiert werden, ohne die Herstellung des Fenster- oder Tür-Flügels zu erschweren.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Flügel gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass die Isolierverglasung durch die schrägen
Zentrierelemente automatisch ohne zusätzliche Hilfsmittel oder Vorrichtungen in eine
etwa zentrale Position innerhalb des Flügels geführt wird. Die bisher erforderliche
manuelle Ausrichtung der Verglasung innerhalb des Rahmens erübrigt sich. Die Montage
wird dadurch beschleunigt und eine einseitige Anlage der Verglasung am Rahmen aufgrund
schlechten Augenmaßes oder oberflächlicher Arbeit ist ausgeschlossen.
[0009] Erfindungsgemäß werden die Zentrierelemente am Profilrahmen angeordnet, weil dann
keine zusätzlichen Maßnahmen an der Verglasung notwendig sind. Dabei können die Zentrierelemente
zusammen mit dem Profilrahmen extrudiert werden oder sie werden nachträglich an den
Rahmen anextrudiert. Ebenso ist es möglich, dass es sich bei dem Zentrierelement um
ein separates Teil handelt, das mit dem Profilrahmen verbunden wird, etwa indem es
in den Rahmen eingeklemmt oder eingeschnappt wird - ähnlich wie dies auch bisher schon
mit den Dichtungen geschieht, die sich an die Innen- und Außenseite anlegen.
[0010] Eine besonders zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung besteht darin, das zumindest
eine Zentrierelement in Richtung auf die genannte Umfangsfläche des Rahmens nachgiebig,
insbesondere elastisch auszubilden. Dadurch können die Fertigungstoleranzen sowohl
hinsichtlich der Verglasungs-Maße wie auch der Rahmen-Maße kompensiert werden. Außerdem
ist es möglich, die Verglasung mit einer gewissen elastischen Vorspannung zentral
im Rahmen zu halten, so dass sie beim Transport des Rahmens in die Klebestation wie
auch beim Einbringen des Klebstoffes nicht mehr innerhalb des Rahmens verrutschen
kann.
[0011] Zweckmäßig werden die Zentrierelemente an der eingangs genannten Umfangsfläche des
Profilrahmens angebracht, die der Stirnseite der Isolierverglasung gegenüberliegt.
Ebenso liegt es aber auch im Rahmen der Erfindung, sie an einer anderen Stelle des
Profilrahmens zu positionieren, insbesondere an der Falzfläche.
[0012] Das Zentrierelement selbst kann als in Umfangsrichtung laufendes, schräg in den Umfangsspalt
hineinragendes Band ausgebildet sein. Ebenso kann es aber auch aus einer Vielzahl
einzelner mit Abstand aufeinanderfolgender Zentrierzungen bestehen.
[0013] In beiden Fällen kann das Zentrierelement - in einem Zwischenbereich oder am freien
Ende - einen Abschnitt aufweisen, der den in der Flügelebene verlaufenden Rand der
Isolierverglasung umfasst. Dadurch bewirkt das Zentrierelement nicht nur die erwünschte
Zentrierung in der Flügelebene des Rahmens, sondern auch senkrecht dazu. Insbesondere
ergibt sich dadurch der Vorteil, dass die Verglasung, wenn sie wie üblich zur Verklebung
horizontal in ihrem Rahmen liegt, mit ihrem Gewicht nicht die untere Dichtung des
Rahmens stark zusammendrückt und in dieser außermittigen Position verklebt wird. Vielstark
zusammendrückt und in dieser außermittigen Position verklebt wird. Vielmehr wird sie
durch die den Rand der Verglasung übergreifenden Zentrierelemente in einer definierten
Position senkrecht zur Flügelebene gehalten und dadurch ergibt sich sowohl an der
Scheibeninnenseite wie auch an der Scheibenaußenseite eine sehr genau vorherbestimmbare
Anpresskraft an den dort anliegenden Dichtungen.
[0014] Wenn nicht mit einzelnen, voneinander distanzierten Zentrierelementen, sondern mit
einem weitgehend durchgehenden Zentrierelement gearbeitet wird, ergibt sich schließlich
noch die Möglichkeit, dieses Zentrierelement auch als Begrenzungssteg für eine Klebekammer
zu verwenden. Man kann dann mit dünnflüssigen Klebstoffen arbeiten, ohne ein Herauslaufen
aus dem Umfangsspalt befürchten zu müssen.
[0015] Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung verschiedener Ausführungsbeispiele; dabei zeigt
- Figur 1
- einen Querschnitt durch den Randbereich eines Flügels;
- Figur 2
- den gleichen Querschnitt bei einer Alternative mit Hinterfüllband;
- Figur 3
- den gleichen Querschnitt gemäß einer dritten Alternative mit Glashaltesteg;
- Figur 4
- den gleichen Querschnitt gemäß einer vierten Alternative mit zusätzlich anextrudierter
Zentrierlippe;
- Figur 5
- den gleichen Querschnitt gemäß einer fünften Alternative mit lösbar eingerasteter
Zentrierlippe;
- Figur 6
- den gleichen Querschnitt gemäß einer sechsten Alternative mit einzelnen voneinander
distanzierten Zentrierfingern;
- Figur 7
- eine Schrägansicht der Bauform gemäß Figur 6 ohne Verglasung;
- Figur 8
- eine Schrägansicht einer siebten Alternative ohne Verglasung und
- Figur 9
- einen Querschnitt der Bauform gemäß Figur 8 mit komplettierter Verglasung.
[0016] Wie die Zeichnungen zeigen besteht der Fensterflügel aus einem Profilrahmen 1, einer
lsolierverglasung 2 und einer Abdeckleiste 3.
[0017] Der Profilrahmen 1 ist zur Aussteifung und zur Verhinderung der Konvektion in üblicher
Weise In zahlreiche Kammern unterteilt und bildet oben einen in Längsrichtung durchgehenden
Falz 4, in den der Rand der Isollerverglasung 2 hineinragt. Die stirnseitige Randfläche
2a der Isolierverglasung verläuft mit Abstand gegenüber einer dazu parallelen Umfangsfläche
4a des Falzes 4, so dass dort ein entlang dem Scheibenrand umlaufender Spalt 5 entsteht.
Dieser Spalt 5 ist bei der Bauform gemäß Figur 1 vollständig mit Klebstoff 6 ausgefüllt.
[0018] Da der Profilrahmen 1 die Verglasung 2 an allen Stirnseiten umgibt und die Verglasung
lokal oder durchgehend mit dem Profilrahmen 1 verklebt ist, entsteht ein stabiler
Verbund zwischen beiden Teilen, so dass auf die ansonsten notwendige Verglotzung wie
auch auf eine zusätzliche Aussteifung des Profilrahmens durch eingeschobene Metallprofile
verzichtet werden kann.
[0019] Für eine solide Verbindung zwischen Profilrahmen und Verglasung sollte der Spalt
5 an allen Stirnseiten der Verglasung möglichst ähnlich dick sein, damit allseits
eine genügende Klebstoffmenge eingebracht werden kann. Dies wird bisher dadurch erreicht,
dass bel der Montage, die man sich mit liegendem Profilrahmen 1 (ohne Abdeckleiste
3) und darauf aufgelegter Verglasung 2 vorzustellen hat, die Bedienungsperson manuell
oder maschinell dafür sorgt, dass die Verglasung an allen Stirnseiten etwa gleich
tief in den Falz 4 hineinragt, also überall etwa den gleichen Abstand gegenüber der
Umfangsfläche 4a aufweist. Dieses Ausrichten kostet nicht nur Zeit, sondern stellt
auch ein Fehlerrisiko dar. Erfindungsgemäß wird es dadurch überflüssig gemacht, dass
ein oder mehrere Zentrlerelemente 4b schräg von außen nach innen in den Spalt 5 hineinlaufen,
so dass sie beim Einlegen der Verglasung 2 in den Profilrahmen 1 in Anlage mit deren
stirnseitiger Randfläche 2a kommen und dadurch automatisch die Verglasung im Rahmen
zentrieren.
[0020] Die Zentrierelemente 4b haben eine gewisse Eigenelastizität, um Maßtroleranzen zwischen
dem Profilrahmen 1 einerseits und der Verglasung 2 andererseits auszugleichen.
[0021] In Figur 1 besteht das Zentrierelement 4b aus einer direkt bei der Herstellung des
Profilrahmens 1 mitextrudierten, durchlaufenden Lippe. Dadurch kann das Zentrierelement
4b zugleich auch zum Verschließen des Spaltes 5 dienen, um ein Ausfließen des Klebstoffes
6 aus dem Spalt zu verhindern.
[0022] Alternativ kann es sich bei dem Zentrierelement 4b aber auch um eine nachträgliche
anextrudierte Zentrierlippe handeln.
[0023] Nach dem Einbringen des Klebstoffes 6 wird in an sich bekannter Weise die Abdeckleiste
3 am Profilrahmen 1 eingedrückt, so dass die Verglasung 2 zwischen dem nach oben ragenden
Schenkel 1a des Profilrahmens an der einen Seite und der Abdeckleiste 3 an der anderen
Seite der Verglasung gehalten ist.
[0024] Die in Figur 2 dargestellte Bauform entspricht weitgehend dem zuvor beschriebenen
Profilrahmen, so dass die gleichen Bezugszeichen verwendet werden. Der einzige Unterschied
besteht darin, dass hier nach dem Einsetzen der Verglasung ein umlaufendes Band 7
in den Spalt 5 eingeschoben wird und erst danach die Verklebung erfolgt. Das Band
7 verläuft beabstandet von dem Zentrierelement 4b, verkleinert dadurch die für den
Klebstoff 6 zur Verfügung stehende Tiefe des Spaltes 5 und spart dadurch Klebstoff.
[0025] Außerdem gestattet es diese Lösung, mit wenigen voneinander distanzierten Zentrierelementen
4b zu arbeiten, da der Klebstoff gar nicht bis zu den Zentrierelementen durchlaufen
kann.
[0026] Figur 3 unterscheidet sich von den zuvor beschriebenen Bauformen dadurch, dass ein
Zentrierelement 4c verwendet wird, das nicht nur an der stirnseitigen Randfläche 2a
der Verglasung anliegt, sondern die Verglasung übergreift und ein Stück in die Ebene
des Fensterflügels hineinläuft. Dadurch bewirkt das Zentrierelement nicht nur die
beschriebene Zentrierung in der Scheibenebene, sondern auch eine Ausrichtung senkrecht
zur Scheibenebene. Mit anderen Worten: Die Verglasung wird in einer definierten Position
zwischen dem Schenkel 1a des Profilrahmens und der Abdeckleiste 3 gehalten, so dass
die Dichtungen, die üblicherweise an dem Schenkel 1a und der Abdeckleiste 3 zur Verglasung
hin angeordnet sind, in definierter Weise belastet werden.
[0027] In Figur 3 ist das Zentrierelement 4c zusammen mit dem Profilrahmen 1 extrudiert,
wogegen in Figur 4 das Zentrierelement 4c nachträglich anextrudiert worden ist - sei
es als eine Vielzahl einzelner Finger oder in Form aufeinanderfolgender Lippenabschnitte,
die zum Beispiel durch Stanzen oder Fräsen hergestellt werden.
[0028] Die Bauform gemäß Figur 5 unterscheidet sich von den vorangegangenen Bauformen dadurch,
dass ein separates Zentrierelement 14 verwendet wird. Dieses separate Zentrierelement
wird mit dem Profilrahmen 1 verrastet. Zu diesem Zweck weist die Umfangsfläche 4a
eine Nut mit Hinterschnitt auf, in die der Fuß des Zentrierelementes 14 einschnappen
kann. Im Übrigen kann das Zentrierelement 14 die gleiche Form aufweisen wir das zuvor
beschriebene Zentrierelement 4b oder 4c.
[0029] Im Übrigen kann es sich auch bei diesem separaten Zentrierelement 14 um eine in Längsrichtung
durchgehende Lippe handeln oder um einzelne Zentrierfinger, die im Abstand voneinander
in die Umfangsfläche 4a eingerastet werden. Ebenso kann es sich um ein durchgehendes
Band mit einzelnen Zentrierfingern handeln.
[0030] Die Figuren 6 und 7 zeigen eine besonders interessante Bauform. Hier sind Zentrierelemente
24 in Form von einzelnen, voneinander distanzierten Fingern vorgesehen. Diese Zentrierelemente
24 sind gegenüber den zuvor beschriebenen Zentrierelementen quer zur Flügelebene etwas
versetzt, so dass sie nicht am Rand der Stirnseite 2a, sondern mehr im mittleren Bereich
angreifen. Diese Position erlaubt es, dass der Klebstoff 6 die Zentrierelemente seitlich
passiert, also in der Zeichnung nach links an den Zentrierelementen vorbeifließt und
auch im dortigen Bereich eine Klebeverbindung zwischen Profilrahmen und Verglasung
erzeugt. Alternativ können die quer zur Flügelebene versetzten Zentrierelemente 24
auch in Längsrichtung durchlaufen.
[0031] Die Zentrierelemente 24 können dabei zusammen mit dem Profilrahmen extrudiert werden
- sei es unmittelbar in Form einzelner Zentrierfinger, sei es in Form einer durchgehenden
Zentrierlippe, die anschließend durch aufeinanderfolgende Ausnehmungen unterbrochen
wird.
[0032] Ebenso können die Zentrierfinger 24 aber auch dadurch erzeugt werden, dass sie nachträglich
anextrudiert werden oder dass sie von einer gemeinsamen Leiste ausgehen, die wie in
Figur 5 mit dem Profilrahmen verbunden wird. Nicht zuletzt können die Zentrierelemente
auch durch lokales Ausstanzen und Abbiegen aus der Wand des Profilrahmens gewonnen
werden.
[0033] Ebenso liegt es im Rahmen der Erfindung, die Zentrierelemente nicht von der Umfangsfläche
4a ausgehen zu lassen, sondern von einer anschließenden Fläche des Falzes 4, also
etwa von der Falzfläche 1b in Figur 7. Letzteres gilt insbesondere dann, wenn die
Zentrierelemente nicht vollständig vom Klebstoff beaufschlagt werden sollen.
[0034] Ein entsprechendes Ausführungsbeispiel ist in den Figuren 8 und 9 abgebildet. Der
Profilrahmen 1 hat dabei einen im Wesentlichen gleichen Querschnitt wie bei den vorangegangenen
Bauformen; jedoch ist hier ein Zentrierelement 34 vorgesehen, das nicht von der Umfangsfläche
4a gegenüber der stirnseitlgen Randfläche der Isolierverglasung ausgeht, sondern stattdessen
von der seitlichen Falzwand 1b. Es erstreckt sich zunächst schräg oder horizontal
in den Falz 4 hinein, verläuft aber in demjenigen Bereich 34a, der beim Einsetzen
der Verglasung 2 mit deren stirnseitiger Umfangsfläche 2a in Kontakt kommt, schräg
nach unten bzw. außen. Man erhält dadurch wie bei den vorbeschriebenen Zentrierelementen
eine schräge Rampe, die beim Einlegen der Verglasung in den Flügel-Rahmen dafür sorgt,
dass die Verglasung relativ zum Flügelrahmen zentriert wird.
[0035] Selbstverständlich ist es auch bei dem Zentrierelement 34 möglich, anstelle der gezeichneten
durchgehenden Leiste eine Vielzahl voneinander distanzierter Zentrierfinger vorzusehen.
Ebenso kann das Zentrierelement 34 noch mit einem Anschlag versehen werden, der ebenso
wie in Figur 3 die Verglasung quer zur Glasebene in einer definierten Position hält.
[0036] Im Ausführungsbeispiel ist das Zentrierelement 34 so geformt, dass sein freies Ende
dann, wenn die Verglasung gegen das Zentrierelement drückt, sehr nahe an der Umfangsfläche
4a des Falzes 4 oder an einem sich daran anschließenden Wandteil endet. Dadurch wird
der Spalt zwischen der Stirnseite 2a der Verglasung einerseits und der Umfangsfläche
4a andererseits an seinem linken Ende nahezu abgesperrt und der Klebstoff 6 wird am
Herausfließen aus diesem Spalt gehemmt, soweit das Zentrierelement 34 durchläuft,
also nicht unterbrochen ist.
[0037] In allen Ausführungsbeispielen sind die Zentrierelemente als nachgiebige Lippen oder
Laschen dargestellt worden. Stattdessen liegt es aber auch im Rahmen der Erfindung,
mit einzelnen Zentrierkeilen zu arbeiten, die an den Profilrahmen 1 einstückig angeformt
oder damit verklemmt, insbesondere verrastet sind. Solche Zentrierteile können gegebenenfalls
mehr oder weniger massiv ausgebildet sein.
[0038] Als Material für den Profilrahmen eignet sich vorzugsweise Kunststoff; es kommen
aber auch metallische Werkstoffe in Betracht.
[0039] Gleichgültig, wo die Zentrierelemente positioniert sind und wie sie konstruktiv ausgestaltet
sind, besteht zusammenfassend der Vorteil der vorliegenden Erfindung darin, dass auf
das bisher notwendige manuelle Ausrichten der Verglasung innerhalb des Fenster- oder
Türrahmens verzichtet werden kann und die Verglasung beim Einsetzen in den Rahmen
automatisch in die zentrale Position verschoben wird.
1. Flügel für ein Fenster oder eine Türe mit einem Profilrahmen (1), der einen eine lsolierverglasung
(2) aufnehmenden Falz (4) bildet, wobei der Falz unter Bildung eines Umfangsspaltes
(5) eine die Isolierverglasung stirnseitig umschließende Umfangsfläche (4a) und eine
den seitlichen Rand der lsolierverglasung übergreifende Falzfläche (1 b) aufweist
und wobei die Isolierverglasung (2) im Falz (4) durch zumindest eine Klebstoffschicht
(6) gehalten wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Zentrierelement (4b, 4c, 14, 24, 34) am Profilrahmen (1) angeordnet
ist und schräg zur Flügelebene in den genannten Umfangsspalt (5) hineinragt, derart,
dass die Isolierverglasung (2) beim Einsetzen in den Falz (4) eine etwa zentrale Ausrichtung
innerhalb des Flügels durchführt.
2. Flügel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zumindest eine Zentrierelement (4b, 4c, 14, 24, 34) in Richtung auf die genannte
Umfangsfläche (4a) des Profilrahmens (1) nachgiebig, insbesondere elastisch ausgebildet
ist.
3. Flügel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zumindest eine Zentrierelement (4b, 4c, 14, 24, 34) gegenüber der stirnseitigen
Randfläche (2a) der Isolierverglasung angeordnet ist.
4. Flügel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zumindest eine Zentrierelement (4b, 4c, 14, 24, 34) zusammen mit dem Profilrahmen
(1) extrudiert ist.
5. Flügel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zumindest eine Zentrierelement (4b, 4c, 14, 24, 34) nachträglich an den Profilrahmen
(1) anextrudiert ist.
6. Flügel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zumindest eine Zentrierelement (14) ein separates, mit dem Profilrahmen (1) verbindbares
Teil ist.
7. Flügel nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Zentrierelement (14) mit dem Profilrahmen (1) verrastbar ist.
8. Flügel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zumindest eine Zentrierelement (4b, 4c, 14, 24) an der genannten Umfangsfläche
(4a) des Profilrahmens angeordnet ist.
9. Flügel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zumindest eine Zentrierelement (34) an einer seitlichen Falzfläche (1 b) des
Falzes (4) angeordnet ist.
10. Flügel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest einige Zentrierelemente (4c) einen Abschnitt aufweisen, der den in der
Flügelebene verlaufenden Rand der Isolierverglasung (2) erfasst.
11. Flügel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zumindest eine Zentrierelement (4b, 4c, 14, 24, 34) zusätzlich auch als Begrenzungssteg
für eine Klebekammer fungiert.
1. Leaf for a window or a door, having a profiled frame (1) which forms a rabbet (4)
receiving an insulating glazing unit (2), wherein the rabbet has, forming a peripheral
gap (5), a peripheral surface (4a) which encloses the insulating glazing unit at its
end face and a rabbet surface (1 b) which engages over the lateral edge of the insulating
glazing unit, and wherein the insulating glazing unit (2) is held in the rabbet (4)
by at least one adhesive layer (6),
characterised in that
at least one centring element (4b, 4c, 14, 24, 34) is arranged on the profiled frame
(1) and projects into the said peripheral gap (5) at an angle with respect to the
plane of the leaf in such a way that the insulating glazing unit (2), on insertion
into the rabbet (4), becomes aligned approximately centrally inside the leaf.
2. Leaf according to claim 1,
characterised in that
the at least one centring element (4b, 4c, 14, 24, 34) is flexible, especially resilient,
in the direction towards the said peripheral surface (4a) of the profiled frame (1).
3. Leaf according to claim 1,
characterised in that
the at least one centring element (4b, 4c, 14, 24, 34) is arranged opposite the end
edge surface (2a) of the insulating glazing unit.
4. Leaf according to claim 1,
characterised in that
the at least one centring element (4b, 4c, 14, 24, 34) is extruded together with the
profiled frame (1).
5. Leaf according to claim 1,
characterised in that
the at least one centring element (4b, 4c, 14, 24, 34) is subsequently extruded onto
the profiled frame (1).
6. Leaf according to claim 1,
characterised in that
the at least one centring element (14) is a separate component connectible to the
profiled frame (1).
7. Leaf according to claim 6,
characterised in that
the centring element (14) can be snapped together with the profiled frame (1).
8. Leaf according to claim 1,
characterised in that
the at least one centring element (4b, 4c, 14, 24) is arranged on the said peripheral
surface (4a) of the profiled frame.
9. Leaf according to claim 1,
characterised in that
the at least one centring element (34) is arranged on a lateral rabbet surface (1
b) of the rabbet (4).
10. Leaf according to claim 1,
characterised in that
at least some of the centring elements (4c) have a portion which grips the edge of
the insulating glazing unit (2) running in the plane of the leaf.
11. Leaf according to claim 1,
characterised in that
the at least one centring element (4b, 4c, 14, 24, 34) acts additionally as a containment
rib for an adhesive chamber.
1. Vantail destiné à une fenêtre ou à une porte, offrant un cadre profilé (1) formant
une feuillure (4) recevant un vitrage isolant (2), ladite feuillure comprenant une
surface périphérique (4a) qui ceinture frontalement ledit vitrage isolant, en réservant
un interstice périphérique (5), et une surface recourbée (1b) qui vient coiffer le
bord latéral dudit vitrage isolant, lequel vitrage isolant (2) est retenu dans ladite
feuillure (4) à l'aide d'au moins une couche d'adhésif (6),
caractérisé par le fait
qu'au moins un élément de centrage (4b, 4c, 14, 24, 34) est disposé sur le cadre profilé
(1) et s'engage dans l'interstice périphérique (5) précité, à l'oblique par rapport
au plan dudit vantail, de telle façon que le vitrage isolant (2) prenne, lors de l'insertion
dans la feuillure (4), une orientation sensiblement centrale à l'intérieur dudit vantail.
2. Vantail selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que l'au moins un élément de centrage (4b, 4c, 14, 24, 34) est doué de souplesse, notamment
d'élasticité en direction de la surface périphérique précitée (4a) du cadre profilé
(1).
3. Vantail selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que l'au moins un élément de centrage (4b, 4c, 14, 24, 34) se trouve en vis-à-vis de
la surface marginale frontale (2a) du vitrage isolant.
4. Vantail selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que l'au moins un élément de centrage (4b, 4c, 14, 24, 34) est venu d'extrusion conjointe
avec le cadre profilé (1).
5. Vantail selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que l'au moins un élément de centrage (4b, 4c, 14, 24, 34) est rapporté par extrusion
sur le cadre profilé (1) à un stade ultérieur.
6. Vantail selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que l'au moins un élément de centrage (14) est une pièce distincte pouvant être reliée
au cadre profilé (1).
7. Vantail selon la revendication 6,
caractérisé par le fait
que l'élément de centrage (14) peut être encliqueté sur le cadre profilé (1).
8. Vantail selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que l'au moins un élément de centrage (4b, 4c, 14, 24) est disposé sur la surface périphérique
précitée (4a) du cadre profilé.
9. Vantail selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que l'au moins un élément de centrage (34) est disposé sur une surface latérale recourbée
(1b) de la feuillure (4).
10. Vantail selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
qu'au moins quelques éléments de centrage (4c) présentent une région emprisonnant le
bord du vitrage isolant (2) qui s'étend dans le plan dudit vantail.
11. Vantail selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que l'au moins un élément de centrage (4b, 4c, 14, 24, 34) révu au minimum, remplit additionnellement
la fonction d'une membrure de délimitation d'un compartiment de collage.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente