[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Sortieren von Gebinden mit einem Sortiermodul,
das zwischen wenigstens einer das Gebinde zuführenden Zuführbahn und einer Mehrzahl
von Abfuhrbahnen angeordnet ist, wobei das Sortiermodul wenigstens eine um eine Drehachse
schwenkbar gelagerte Stelleinheit mit einem Stellabtrieb zum Verbringen derselben
in eine Mehrzahl von Sortierstellungen aufweist, in denen das Gebinde einer vorgegebenen
Abfuhrbahn zuführbar ist.
[0002] Aus der nachveröffentlichten deutschen Anmeldung mit dem Aktenzeichen
10 2008 047 279 ist eine Vorrichtung zum Sortieren von Gebinden bekannt, mit der auf einer Zuführbahn
zugeführte Gebinde in bis zu vier Fraktionen aufgeteilt werden können. Hierzu ist
zwischen der Zuführbahn und den bis zu vier Abfuhrbahnen ein Sortiermodul angeordnet.
Das Sortiermodul weist eine im Wesentlichen dreieckförmige Hauptstelleinheit auf,
wobei die Dreieckseiten der Hauptstelleinheit als drei Leitflächen ausgebildet sind.
Durch Rotation des Hauptstellelements um eine Drehachse lässt sich die Hauptstelleinheit
in bis zu vier Sortierstellungen verbringen. In jeder Sortierstellung ist eine der
drei Leitflächen derart über die Zuführbahn geschwenkt angeordnet, dass das zugeführte
Gebinde entlang der in Eingriff befindlichen Leitfläche in Richtung einer vorgegebenen
Abfuhrbahn umgelenkt wird. In Transportrichtung hinter dem Hauptstellelement sind
zwei Hilfsstellelemente angeordnet, die ebenfalls als Führung dienende Leitflächen
aufweisen und mittels derer einzelne Abfuhrbahnen individuell gesperrt oder freigegeben
werden können. Nachteilig an der bekannten Sortiervorrichtung ist, dass die Gebinde
dem Sortiermodul über lediglich eine Zuführbahn zuführbar sind. Das Sortiermodul kann
demzufolge nicht aus zwei oder mehr Quellen gespeist werden. Ferner erfordert das
Sortiermodul mit seinem Hauptstellelement und mit seinen beiden nachgeschalteten Hilfsstellelementen
einen vergleichsweise großen Bauraum.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zum Sortieren von
Gebinden derart weiterzubilden, dass sie besonders klein und kompakt baut und eine
Mehrzahl von Zuführbahnen aufweisen kann.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Erfindung in Verbindung mit dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1
dadurch gekennzeichnet, dass zwei Stelleinheiten vorgesehen sind, die jeweils ein antreibbares Führungsmittel
aufweisen zur Übergabe des auf wenigstens einer Zuführbahn zugeführten Gebindes in
Richtung der vorgegebenen Abfuhrbahn, wobei die Führungsmittel der Stelleinheiten
in den Sortierstellungen über Übertragungsmittel mit einem gemeinsamen Führungsmittelantriebs
gekoppelt sind.
[0005] Nach der Erfindung können die Gebinde durch das Vorsehen eines antreibbaren Führungsmittels
in dem Sortiermodul aktiv von einer Zuführbahn an eine Abfuhrbahn gefördert werden.
Die Führungsmittel sind hierbei Teil der verschwenkbaren Stelleinheiten, so dass sie
zusammen mit den Stelleinheiten in eine Mehrzahl von Sortierstellungen verbracht werden
können. Indem die Führungsmittel in den Sortierstellungen mit einem gemeinsamen Führungsmittelantrieb
gekoppelt sind, kann auf das Vorsehen individueller, beispielsweise an der jeweiligen
Stelleinheit befestigter Führungsmittelantriebe verzichtet werden. Die Stelleinheiten
sind hierdurch besonders einfach aufgebaut und relativ leicht, so dass sie schnell
und mit wenig Kraftaufwand von einer Sortierstellung in eine andere Sortierstellung
verschwenkt werden können.
[0006] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die eine Stelleinheit und
die andere Stelleinheit in mindestens einer Sortierstellung in Reihe zueinander gekoppelt
angeordnet. Die eine Stelleinheit ist hierbei direkt mit dem Führungsmittelantrieb,
die andere Stelleinheit lediglich direkt mit der einen Stelleinheit gekoppelt. Die
andere Stelleinheit, die lediglich indirekt über die eine Stelleinheit mit dem Führungsmittelantrieb
gekoppelt ist, wird gleichwohl von dem gemeinsamen Führungsmittelantrieb angetrieben.
Vorteilhaft ergibt sich durch die Reihenanordnung der Stellelemente eine große Flexibilität
hinsichtlich der Anordnung der Stelleinheiten, so dass eine Vielzahl von Sortierstellungen
und Sortierwegen auf geringem Bauraum realisiert werden kann. Ferner kann auf das
Vorsehen separater, dezentraler Führungsmittelantriebe verzichtet werden, obwohl das
Führungsmittel der anderen Stelleinheit nicht direkt mit dem Führungsmittelantrieb
gekoppelt ist.
[0007] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist in der mindestens einen Sortierstellung,
in der die eine Stelleinheit und die andere Stelleinheit in Reihe zueinander angeordnet
sind, das Führungsmittel der anderen Stelleinheit derart über mindestens eine von
wenigstens zwei Zuführbahnen geschwenkt, dass ein über die eine Zuführbahn zugeführtes
Gebinde entlang einer ersten Wirkfläche des Führungsmittel der anderen Stelleinheit
in Richtung einer vorgegebenen korrespondierenden Abfuhrbahn geführt ist. Ein über
die andere Zuführbahn zugeführtes zweites Gebinde wird entlang einer der ersten Wirkfläche
gegenüberliegenden zweiten Wirkfläche desselben Führungsmittels einer weiteren Abfuhrbahn
zugeleitet. Die erste Wirkfläche ist hierbei der einen Stelleinheit zugewandt. Vorteilhaft
übernimmt das Führungsmittel der anderen Stelleinheit hierbei eine Doppelfunktion,
in der es die auf unterschiedlichen Zuführbahnen zugeführten Gebinde mit Hilfe zweier
sich gegenüberliegender Wirkflächen in vorzugsweise entgegengesetzter Richtung unterschiedlichen
Abfuhrbahnen zuführt. Das Sortiermodul baut hierdurch besonders kompakt, da auf das
Vorsehen zusätzlicher, separat ausgeführter Führungsmittel verzichtet werden kann.
Darüber hinaus kann das Sortiermodul besonders kostengünstig realisiert werden.
[0008] Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind die eine und die andere Stelleinheit
in mindestens einer Sortierstellung derart parallel zueinander gekoppelt angeordnet,
dass die Stelleinheiten jeweils direkt mit dem Führungsmittelantrieb gekoppelt sind.
Vorteilhaft kann die Anzahl der Sortierstellungen durch die parallele Anordnung der
einen und andere Stelleinheit weiter erhöht werden, so dass mit einer vorgegebenen
Anzahl von Stelleinheiten eine möglichst große Anzahl von Sortierwegen gebildet werden
kann.
[0009] Nach einer Weiterbildung der Erfindung wirkt ein ortsfest gelagertes, dem Führungsmittelantrieb
zugeordnetes erstes Übertragungsmittel in den Sortierstellungen mit einem einer ersten
Stelleinheit zugeordneten zweiten Übertragungsmittel und einem einer zweiten Stelleinheit
zugeordneten dritten Übertragungsmittel zusammen. In einer ersten Sortierstellung
wird hierbei das auf einer ersten Zuführbahn zugeführte Gebinde von dem Führungsmittel
der ersten Stelleinheit in Richtung einer ersten Abfuhrbahn und/oder das auf einer
zweiten Zuführbahn zugeführte Gebinde von dem Führungsmittel der zweiten Stelleinheit
in Richtung einer zweiten Abfuhrbahn gefördert. In einer zweiten Sortierstellung werden
ein auf einer dritten Zuführbahn zugeführtes Gebinde von dem Führungsmittel der ersten
Stelleinheit und/oder das auf der zweiten Zuführbahn zugeführte Gebinde von dem Führungsmittel
der zweiten Stelleinheit in Richtung der zweiten Abfuhrbahn geführt. In einer dritten
Sortierstellung werden das auf der ersten Zuführbahn zugeführte Gebinde von dem Führungsmittel
der ersten Stelleinheit und/oder das auf der dritten Abfuhrbahn zugeführte Gebinde
von dem Führungsmittel der zweiten Stelleinheit in Richtung der ersten Abfuhrbahn
geleitet. In einer vierten Sortierstellung wird das auf der zweiten Zuführbahn zugeführte
Gebinde von dem Führungsmittel der ersten Stelleinheit in Richtung der dritten Abfuhrbahn
und/oder das auf der zweiten Zuführbahn zugeführte Gebinde von demselben Führungsmittel
in Richtung der ersten Abfuhrbahn gefördert. In einer fünften Sortierstellung ist
das auf der ersten Zuführbahn zugeführte Gebinde von dem Führungsmittel der zweiten
Stelleinheit in Richtung der zweiten Abfuhrbahn und/oder das auf der zweiten Zuführbahn
zugeführte Gebinde von dem Führungsmittel der zweiten Stelleinheit in Richtung der
dritten Abfuhrbahn geführt. Vorteilhaft wird hierdurch ein äußerst kompakt bauendes
3/3-Wegemodul gebildet. Die Gebinde können über eine von drei Zuführbahnen dem Sortiermodul
zugeführt werden. Von dem Sortiermodul werden sie dann einer von bis zu drei Abfuhrbahnen
übergeben. Denkbar ist hierbei, dass eine Zuführbahn zugleich als Abfuhrbahn verwendet
werden kann.
[0010] Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind die Übertragungsmittel als Rädergetriebe
ausgebildet. Durch die Rädergetriebe kann die Antriebsbewegung des Führungsmittelantriebs
form- und/oder kraftschlüssig auf die Führungsmittel übertragen werden. Vorteilhaft
kann durch das Vorsehen des Rädergetriebes eine hohe Gleichförmigkeit bei der Übertragung
von Drehmoment und Drehzahl bewirkt werden. Die Antriebsbewegung lässt sich hierdurch
gleichmäßig auf die beiden Führungsmittel übertragen. Darüber hinaus ist ein Rädergetriebe
besonders robust und langlebig. Ferner kann das Rädergetriebe durch die Verwendung
standardisierter Gleichteile besonders kostengünstig realisiert und einfach montiert
werden.
[0011] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist die Antriebsbewegung innerhalb eines Übertragungsmittels
formschlüssig mittels Zahnrädern und zwischen zwei gekoppelten Übertragungsmitteln
kraftschlüssig mittels Reibrädern übertragbar. Die Verwendung von Zahnrädern zur formschlüssigen
Übertragung der Antriebsbewegung innerhalb eines Übertragungsmittels gewährleistet
eine schlupf- und spielfreie Wandlung. Die Kopplung zweier Übertragungsmittel mit
Hilfe von Reibrädern kann in besonders einfacher Weise ohne das Vorsehen von Kupplung
oder dergleichen erfolgen. Aufgrund der kraftschlüssigen Übertragung der Antriebsbewegung
zwischen zwei Übertragungsmitteln kann auf das Ineingriffbringen formschlüssiger Übertragungsmittel
während des Betriebs verzichtet werden.
[0012] Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind durch Anlage des zweiten und/oder dritten
Übertragungsmittels an das als ein Verteilungsgetriebe ausgebildete erste Übertragungsmittel
mindestens drei Kopplungspunkte ausbildbar. Die Kopplungspunkte sind verteilt entlang
einer den Stelleinheiten zugewandten Seite des ersten Übertragungsmittels angeordnet.
Vorteilhaft kann durch das Ausbilden des ersten Übertragungsmittels als ein Verteilungsgetriebe
und dadurch, dass mindestens drei Kopplungspunkte ausbildbar sind, die Antriebsbewegung
in eine Mehrzahl von Sortierstellungen auf die Stelleinheiten übertragen werden. Hierdurch
erhöht sich die Flexibilität hinsichtlich der Orientierung des Führungsmittels und
damit die Anzahl an realisierbaren Sortierwegen. Indem eine große Anzahl an Sortierstellungen
mit lediglich zwei Stelleinheiten realisiert werden können, kann das Sortiermodul
besonders kompakt und kostengünstig ausgeführt werden.
[0013] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist das Führungsmittel als ein Endlosband
ausgebildet, das sich in einer Längsrichtung der Stelleinheit quer zu einer die Führungsbahnen
aufnehmenden Sortierebene erstreckt. Vorteilhaft ist die Übergabe eines Gebindes von
einer in der Sortierebene angeordneten Zuführbahn an ein senkrecht hierzu orientiertes
Führungsmittel in besonders einfacher Weise möglich, da sich das Gebinde an unterschiedlichen
Stellen mit den beiden Förderbahnen in Eingriff befindet. Insbesondere dann, wenn
die Geschwindigkeiten beider Fördermittel näherungsweise gleich sind, kann das Gebinde
zumindest zeitweise durch beide Fördermittel in Richtung der vorgegebenen Abfuhrbahnen
geleitet werden.
[0014] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.
[0015] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
erläutert.
[0016] Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung einer Vorrichtung zum Sortieren von Gebinden,
- Figur 2
- eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß Figur 1,
- Figur 3
- eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer ersten Sortierstellung,
- Figur 4
- eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer zweiten Sortierstellung,
- Figur 5
- eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer dritten Sortierstellung
gemäß Figur 1,
- Figur 6
- eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer vierten Sortierstellung
und
- Figur 7
- eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer fünften Sortierstellung.
[0017] Eine Vorrichtung 1 zum Sortieren von Gebinden 2 gemäß den Figuren 1 und 2 weist ein
Sortiermodul 3 auf, das zwischen einer Mehrzahl von Zuführbahnen 4, 5, 6 und einer
Mehrzahl von Abfuhrbahnen 7, 8, 9 angeordnet ist. Das Sortiermodul 3 dient dazu, ein
auf einer Zuführbahn 4, 5, 6 zugeführtes Gebinde 2 einer voreingestellten der mehreren
Abfuhrbahnen 7, 8, 9 zuzuführen. Es besteht im Wesentlichen aus zwei Stelleinheiten
10, 11, die jeweils ein Führungsmittel 12, 13 aufweisen, aus einem gemeinsamen Führungsmittelantrieb
14 sowie aus einer Mehrzahl von Übertragungsmitteln 15, 16, 17 zur Übertragung einer
Antriebsbewegung von dem Führungsmittelantrieb 14 auf die Führungsmittel 12, 13. Kern
der Erfindung ist es, auf einer beliebigen von drei Zuführbahnen 4, 5, 6 zugeführte
Gebinde 2 der vorgegebenen von drei Abfuhrbahnen 7, 8, 9 zuzuführen. Auf diese Weise
kann die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zum Sortieren von Gebinden 2 beispielsweise
an zwei in einem Supermarkt benachbart zueinander aufgestellten Flaschenrückgabeautomaten
angeschlossen werden. Die dort zurückgegebenen Gebinde 2 können dann von der Sortiervorrichtung
1 zentralen Sammelbehältern zugeführt werden. Durch die Sortierung kann hierbei beispielsweise
zwischen Einweg- und Mehrwegflaschen unterschieden werden.
[0018] Die Zuführbahnen 4, 5, 6 sind als Endlosbände aufweisende Fördermittel ausgebildet
und in einer gemeinsamen Sortierebene S angeordnet. Die erste Zuführbahn 4 führt die
Gebinde 2 in einer ersten Zuführrichtung Z1, die zweite Zuführbahn 5 in einer zweiten
Zuführrichtung Z2 und die dritte Zuführbahn 6 in einer dritten Zuführrichtung Z3 zu
dem Sortiermodul 3 zu. Die Zuführbahnen 4, 5, 6 sind derart um 90° winkelversetzt
zueinander angeordnet, dass die erste Zuführbahn 4 und die zweite Zuführbahn 5 einander
gegenüberliegend auf zwei Seiten einer senkrecht zur Sortierebene S orientierten und
die Zuführrichtung Z3 der dritten Zuführbahn 6 aufnehmenden Mittelebene M angeordnet
sind. Die dritte Zuführbahn 6 verläuft zwischen der ersten Zuführbahn 4 und der zweiten
Zuführbahn 5 in der Mittelebene M. Die Zuführrichtungen Z1 und Z2 der ersten und zweiten
Zuführbahn 4, 5 schließen mit der Mittelebene M und der dritten Zuführrichtung Z3
einen Winkel von 90° ein, wobei die Gebinde 2 auf der ersten und zweiten Zuführbahn
jeweils in Richtung der Mittelebene M gefördert werden.
[0019] Auf den beiden Seiten der Mittelebene M sind ferner die erste Abfuhrbahn 7 und die
zweite Abfuhrbahn 8 angeordnet. Die erste Abfuhrbahn 7 und die zweite Abfuhrbahn 8
sind bezüglich der Mittelebene M symmetrisch angeordnet und als Warenrutschen ausgebildet.
Die erste Abfuhrbahn 7 liegt zusammen mit der ersten Zuführbahn 4 auf einer ersten,
die zweite Abfuhrbahn 8 zusammen mit der zweiten Zuführbahn 5 auf der zweiten Seite
der Mittelebene M. Beide Abfuhrbahnen 7, 8 sind in Zuführrichtung Z3 gesehen vor der
dritten Zuführbahn 6 angeordnet. Die dritte Abfuhrbahn 9 ist zugleich die dritte Zuführbahn
6. Dies ist möglich, da die dritten Zuführbahn 6 bzw. die dritte Abfuhrbahn 9 aus
einem in zwei Förderrichtungen antreibbaren Führungsmittel gebildet ist, das über
eine nicht darstellte Steuereinheit angesteuert wird und das Gebinde 2 in Zuführrichtung
Z3 dem Sortiermodul 3 zuführen und in Gegenrichtung von diesem wegtransportieren kann.
[0020] Der Führungsmittelantrieb 14 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel durch einen
Elektromotor 18 und ein nachgeschaltetes Verteilungsgetriebe 15 als erstes Übertragungsmittel
gebildet. Elektromotor 18 und Verteilungsgetriebe 15 sind auf unterschiedlichen Seiten
eines gemeinsamen Trägers 19 angeordnet.
[0021] Das Verteilungsgetriebe 15 weist ein mit einer Antriebsachse A des Elektromotors
18 verbundenes und koaxial zu dieser angeordnetes Zentralzahnrad 20 auf. Von dem Zentralzahnrad
20 aus wird die Antriebsbewegung auf zwei aus jeweils drei Folgezahnrädern 21, 21',
22, 22', 23, 23' gebildeten Verteilungsarmen 24, 24' des Verteilungsgetriebes 15 übertragen
wird. Das Zentralzahnrad 20 sowie die Folgezahnräder 21, 21', 22, 22', 23, 23' sind
hierbei in einer gemeinsamen ersten Übertragungsebene angeordnet und als Stirnzahnräder
ausgebildet. Die Achsen aller Zahnräder 21, 21', 22, 22', 23, 23' sind parallel zu
der sich in der Mittelebene M erstreckenden Antriebsachse A des Führungsmittelantriebs
14 orientiert. Die erste Übertragungsebene, in der die Antriebsbewegung des Elektromotors
formschlüssig übertragen wird, ist parallel zu der Sortierebene S und lotrecht zur
Antriebsachse A orientiert.
[0022] Die beiden Verteilungsarme 24, 24' sind symmetrisch bezüglich der Mittelebene M angeordnet
und erstrecken sich zu beiden Seiten derselben. Im Bereich der Verteilungsarme 24,
24' sind die Folgezahnräder 21, 22, 23 beziehungsweise 21', 22', 23' derart in Reihe
angeordnet, dass das Zentralzahnrad 20 mit dem ersten Folgezahnrad 21, 21', das zweite
Folgezahnrad 22, 22' mit dem ersten Folgezahnrad 21, 21' und das dritte Folgezahnrad
23, 23' mit dem zweiten Folgezahnrad 22, 22' kämmt.
[0023] Koaxial zu dem ersten Folgezahnrad 21, 21' und dem dritten Folgezahnrad 23, 23' sind
in einer unterhalb der ersten Übertragungsebene angeordneten zweiten Übertragungsebene
Reibräder 25, 25', 26, 26' angeordnet. Das erste Reibrad 25 ist Teil des Verteilungsarms
24 und drehfest mit dem ersten Folgezahnrad 21 verbunden, das zweite Reibrad 26 ist
Teil des Verteilungsarms 24 und drehfest mit dem dritten Folgezahnrad 23, das erste
Reibrad 25' des Verteilungsarms 24' drehfest mit dem ersten Folgezahnrad 21' und das
zweite Reibrad 26' des Verteilungsarms 24' drehfest mit dem dritten Folgezahnrad 23'
verbunden. Die Drehrichtungen des ersten Reibrads 25, 25' und des zweiten Reibrads
26, 26' sind zueinander gleichsinnig und entgegengesetzt zur Drehrichtung des Zentralzahnrads
20. Der Durchmesser der in der gemeinsamen zweiten Übertragungsebene angeordneten
Reibräder 25, 25', 26, 26' ist hierbei derart gewählt und auf die Durchmesser der
Folgezahnräder 21, 21', 22, 22', 23, 23' abgestimmt, dass die Reibräder 25, 26 des
ersten Verteilungsarmes 24 und die Reibräder 25', 26' des zweiten Verteilungsarmes
24' einander nicht berühren. Das Verteilungsgetriebe 15 überträgt die Antriebsbewegung
des Elektromotors 18 demzufolge über eine Mehrzahl von Zahnrädern 20, 21, 21', 22,
22', 23, 23' auf insgesamt vier, in einer gemeinsamen zweiten Übertragungsebene angeordnete
Reibräder 25, 25', 26, 26'. Die Übertragung der Antriebsbewegung innerhalb des Verteilungsgetriebes
15 erfolgt über die Zahnräder 20, 21, 21', 22, 22', 23, 23' formschlüssig.
[0024] Die erste Stelleinheit 10 und die zweite Stelleinheit 11 sind L-förmig ausgebildet.
Die Führungsmittel 12, 13 sind - wie die Zuführbahnen 4, 5, 6 - als Endlosbänder aufweisende
Fördermittel ausgebildet, die sich in einer Längsrichtung L1 der ersten Stelleinheit
10 beziehungsweise in einer Längsrichtung L2 der zweiten Stelleinheit 11 entlang eines
langen Schenkels 27, 27' der L-förmigen Stelleinheiten 10, 11 erstrecken. Die Führungsmittel
12, 13 sind senkrecht zu der Sortierebene S orientiert angeordnet. In einem Scheitel
28, 28' der Stelleinheit 10, 11 ragt ein kurzer Schenkel 29, 29' von dem langen Schenkel
27, 27' im Wesentlichen lotrecht ab. Der kurze Schenkel 29, 29' erstreckt sich parallel
zur Sortierebene S. Er ist derart beabstandet von den Zuführbahnen 4, 5, 6 angeordnet,
dass ein Gebinde 2 unterhalb des kurzen Schenkels 29, 29' hindurchgefördert werden
kann.
[0025] Die zweite Stelleinheit 11 ist analog zur ersten Stelleinheit 10 aufgebaut und die
Bauteile und Funktionen der ersten Stelleinheit 10 finden sich in analoger Weise in
der ersten Stelleinheit 11, so dass gleiche Bauteile und Bauteilfunktionen der Stelleinheit
11 - soweit nicht anderweitig eingeführt - durch gleiche Bezugsziffern und ein nachgestelltes
Hochkommata gekennzeichnet sind.
[0026] In dem Scheitel 28, 28' ist die Stelleinheit 10, 11 um eine zu der Antriebsachse
A parallele Drehachse D1 der ersten Stelleinheit 10 bzw. um eine Drehachse D2 der
zweiten Stelleinheit 11 schwenkbar gelagert. Die Drehachse D1, D2 weisen zueinander
den Abstand a auf. Sie sind koaxial zu einer Antriebsachse des Führungsmittels 12,
13 und symmetrisch bezüglich der Mittelebene M angeordnet. Um die Drehachse D1, D2
ist die Stelleinheit 10, 11 über einen nicht dargestellten Stellantrieb in eine Mehrzahl
von Sortierstellungen verschwenkbar.
[0027] Die erste Stelleinheit 10 weist ein zweites Übertragungsmittel 16 auf, das im vorliegenden
Ausführungsbeispiel als ein Rädergetriebe ausgebildet ist. Das Rädergetriebe 16 erstreckt
sich zu beiden Seiten der ersten Stelleinheit 10. An einem dem Scheitel 28 abgewandten
Ende des langen Schenkels 27 ist koaxial zu einer zweiten Antriebsachse des Führungsmittels
12 ein drittes Reibrad 30 des Rädergetriebes 16 gehalten und drehfest mit einer Welle
des Führungsmittels 12 verbunden. An einem freien Ende des kurzen Schenkels 29 ist
ein viertes Reibrad 31 sowie - koaxial zu dem vierten Reibrad 31 - ein erstes internes
Zahnrad 32 der ersten Stelleinheit 10 befestigt. Das vierte Reibrad 31 und das erste
interne Zahnrad 32 sind hierbei drehfest miteinander verbunden. Ein zweites internes
Zahnrad 33 und ein drittes internes Zahnrad 34 erstrecken sich entlang des kurzen
Schenkels 29 der ersten Stelleinheit 10, wobei das erste interne Zahnrad 32 mit dem
zweiten internen Zahnrad 33 und das zweite interne Zahnrad 33 mit dem dritten internen
Zahnrad 34 kämmt. Das vierte Reibrad 31 und die internen Zahnräder 32, 33, 34 sind
ebenfalls Teil des zweiten Übertragungsmittels 16. Das dritte interne Zahnrad 34 ist
koaxial zu der in dem Scheitel 28 angeordneten Drehachse D1 des Führungsmittels 12
angeordnet und drehfest mit der ersten Welle des Führungsmittels 12 verbunden. Die
internen Zahnräder 32, 33, 34 sind höhenversetzt zu der ersten Übertragungsebene und
der zweiten Übertragungsebene in einer gemeinsamen dritten Übertragungsebene angeordnet.
Das dritte Reibrad 30 und das vierte Reibrad 31 sind gemeinsam mit den Reibrädern
25, 25', 26, 26' des ersten Übertragungsmittels 15 in der zweiten Übertragungsebene
angeordnet.
[0028] Die Antriebsbewegung des Führungsmittelantriebs 14 kann über das Verteilungsgetriebe
15 auf die Übertragungsmittel 16, 17 der ersten und zweiten Stelleinheit 10, 11 übertragen
werden. Die Übertragung der Antriebsbewegung erfolgt dann, wenn das dritte bzw. vierte
Reibrad 30, 30', 31, 31' der ersten und/oder zweiten Stelleinheit 10, 11 an dem ersten
bzw. zweiten Reibrad 25, 25', 26, 26' des Verteilungsgetriebes 15 anliegt. Um die
Reibräder in eine entsprechende Anlageposition zu verbringen, werden die Stelleinheiten
10, 11 mittels nicht dargestellter Stellantriebe derart verschwenkt, dass sich die
in der gemeinsamen zweiten Übertragsebene angeordneten Reibräder 25, 25', 26, 26'
des Verteilungsgetriebes 15 und des zweiten und/oder dritten Übertragungsmittel 16,
17 berühren. Die Antriebsbewegung wird hierbei von dem Elektromotor 18 über die Zahnräder
20, 21, 21', 22, 22', 23, 23' auf die ersten und zweiten Reibräder 25, 25', 26, 26'
des Verteilungsgetriebes 16 und von dort entweder über die dritten Reibräder 30, 30'
und/oder über die vierten Reibräder 31, 31' sowie die internen Zahnräder 32, 32',
33, 33', 34, 34' auf die Führungsmittel 12, 13 übertragen.
[0029] Die Übertragung innerhalb eines Übertragungsmittels 15, 16, 17 kann ausschließlich
formschlüssig erfolgen, während die Übertragung der Antriebsbewegung zwischen zwei
Übertragungsmitteln 15, 16, 17 im vorliegenden Ausführungsbeispiel immer kraftschlüssig
erfolgt. Die kraftschlüssige Übertragung der Antriebsbewegung erfolgt hierbei in wenigstens
einem von bis zu drei Kopplungspunkten 35, 36, 37. Ein erster Kopplungspunkt 35 ist
gemäß Figur 2 zwischen dem zweiten Reibrad 26 des Verteilungsgetriebes 15 und dem
vierten Reibrad 31 der ersten Stelleinheit 10 gebildet. Ein zweiter Kopplungspunkt
36, der in der Figur 2 nicht ausgebildet ist, kann zwischen dem zweiten Reibrad 26'
und dem vierten Reibrad 31' an einem dem Zentralzahnrad 20 abgewandten Ende des Verteilungsarms
24' gebildet werden. Der zweite Kopplungspunkt 36 ist bezüglich der Mittelebene M
symmetrisch zum ersten Kopplungspunkt 35 angeordnet. Ein dritter Kopplungspunkt 37
ist durch die Anlage des dritten Reibrads 30, 30' der Stelleinheiten 10, 11 an dem
ersten Reibrad 25, 25' des Verteilungsgetriebes 15 gebildet. Zur Ausbildung des dritten
Kopplungspunkts 37 kann entweder die erste Stelleinheit 10 mit dem dritten Reibrad
30 oder die zweite Stelleinheit 11 mit dem dritten Reibrad 30' an dem ersten Reibrad
25 des Verteilungsarms 24 und dem ersten Reibrad 25' des Verteilungsarms 24' anliegen.
Der dritten Kopplungspunkt 37 liegt in der Mittelebene M.
[0030] Abhängig von der Schwenkstellung der Stelleinheiten 10, 11 sind eine Mehrzahl von
Sortierstellungen definiert, in denen auf den Zuführbahnen 4, 5, 6 zugeführte Gebinde
2 vorgegebenen Abfuhrbahnen 7, 8, 9 zuführbar sind. Jede Sortierstellung ist
dadurch gekennzeichnet, dass die Stelleinheiten 10, 11 mit dem Führungsmittelantrieb derart zusammenwirken, dass
die Führungsmittel 12, 13 antreibbar sind. Die Sortierstellungen werden eingenommen,
indem die Stelleinheiten 10, 11 um ihre jeweilige Drehachse D1, D2 verschwenkt werden.
Die Schwenkbewegung wird über den nicht dargestellten Stellantrieb bewirkt, der beispielsweise
unterhalb der Sortierebene S angeordnet ist.
[0031] In einer ersten Sortierstellung gemäß Figur 3 sind die Stelleinheiten 10, 11 symmetrisch
bezüglich der Mittelebene M angeordnet. Die vierten Reibräder 31, 31' liegen hierbei
kraftschlüssig an den zweiten Reibrädern 26, 26' des Verteilungsgetriebes 15 an, so
dass der erste Kopplungspunkt 35 und der zweite Kopplungspunkt 36 ausgebildet sind.
[0032] Auf die Darstellung des Verteilungsgetriebes 15 wird in dieser und den nachfolgenden
Figuren verzichtet, um die unterschiedlichen Sortierwege besser darstellen zu können.
[0033] In der ersten Sortierstellung wird ein auf der ersten Zuführbahn 4 zugeführtes Gebinde
2 entlang des ersten Führungsmittels 12 der ersten Stelleinheit 10 geführt. Das Gebinde
2 wird von dem Führungsmittel 12 entlang des langen Schenkels 27 und unter dem kurzen
Schenkel 29 hindurch in Richtung der als eine Warenrutsche ausgebildeten Abfuhrbahn
7 geleitet. Die Stelleinheit 10 ist hierbei um die Drehachse D1 derart über die erste
Zuführbahn 4 geschwenkt, dass zwischen der Mittelebene M und der Längsrichtung L1
der ersten Stelleinheit 10 ein Winkel von ca. 45° eingeschlossen ist. Analog hierzu
ist die zweite Stelleinheit 11 derart über die zweite Zuführbahn 5 geschwenkt, dass
auf der zweiten Zuführbahn 5 zugeführte Gebinde 2 entlang des zweiten Führungsmittels
13 der zweiten Stelleinheit 11 in Richtung der zweiten Abfuhrbahn 8 gefördert werden.
Hierbei ist zwischen der Längsrichtung L2 der zweiten Stelleinheit 11 und der Mittelebene
M ein Winkel von ca. 45° eingeschlossen. Die beiden Führungsmittel 12, 13 sind in
der ersten Sortierstellung im Wesentlichen senkrecht zueinander angeordnet. Die erste
Abfuhrbahn 7 und die zweite Abfuhrbahn 8 sind durch schwenkbare Leitelemente 38, 38',
die sich in der dargestellten Sortierstellung in einer Öffnungsposition befinden,
freigegeben. Die Leitelemente 38, 38' sind den Zuführbahnen 4, 5 auf einer den Abfuhrbahnen
7, 8 zugewandten Seite in Höhe der Abfuhrbahnen 7, 8 zugeordnet.
[0034] Die auf unterschiedlichen Zuführbahnen 4, 5 zugeführten Gebinde 2 können zeitgleich
den beiden Abfuhrbahnen 7, 8 zugeführt werden. Das Verteilungsgetriebe 15 überträgt
die Antriebsbewegung des Elektromotors 18 derart wirkungsgleich auf die Führungsmittel
12, 13, dass das erste Führungsmittel 12 gegen den Uhrzeigersinn und das zweite Führungsmittel
13 im Uhrzeigersinn angetrieben wird. Eine Drehrichtungsumkehr des Elektroantriebs
in der dargestellten Sortierstellung ist demzufolge nicht erforderlich.
[0035] In einer zweiten Sortierstellung gemäß Figur 4 ist die erste Stelleinheit 10 im Vergleich
zur ersten Sortierstellung um ca. 180° um die Drehachse D1 verschwenkt angeordnet.
Um die Stelleinheit 10 von der ersten Sortierstellung in die zweite Sortierstellung
verschwenken zu können, ist eine Länge I der Stelleinheit 10 geringer als der Abstand
a der Drehachsen D1, D2. Die erste Stelleinheit 10 liegt mit dem dritten Reibrad 30
an dem ersten Reibrad 25, 25' des Verteilungsgetriebes 15 an, so dass der dritten
Kopplungspunkt 37 ausgebildet wird. In bekannter Weise wird ein auf der zweiten Zuführbahn
5 zugeführtes Gebinde 2 entlang dem Führungsmittel 13 der zweiten Stelleinheit 11
bei geöffnetem Leitelement 38' der zweiten Abfuhrbahn 8 zugeführt. Darüber hinaus
wird ein über die dritte Zuführbahn 6 zugeführtes Gebinde 2 durch das Führungsmittel
12 der ersten Stelleinheit 10 ebenfalls der zweiten Abfuhrbahn 8 zugeführt. Das erste
Führungsmittel 12 und das zweite Führungsmittel 13 sind hierbei drehrichtungsgleich
im Uhrzeigersinn angetrieben, so dass auch hier gleichzeitig und ohne Richtungsumkehr
der Antriebsbewegung Gebinde 2 von den zwei Zuführbahnen 5, 6 der gemeinsamen Abfuhrbahn
8 zuführbar sind.
[0036] Eine dritte Sortierstellung gemäß Figur 5 ist spiegelsymmetrisch bezüglich der Mittelebene
M zur zweiten Sortierstellung ausgebildet, so dass auf der ersten und dritten Zuführbahn
4, 6 zugeführte Gebinde 2 entlang des ersten Führungsmittels 12 der ersten Stelleinheit
10 und des zweiten Führungsmittels 13 der zweiten Stelleinheit 11 gemeinsam der ersten
Abfuhrbahn 7 zuführbar sind. Die Führungsmittel 12, 13 sind hierbei drehrichtungsgleich
im Gegenuhrzeigersinn angetrieben. Die Antriebsbewegung des Elektromotors 18 wird
gleichzeitig auf beide Führungsmittel 12, 13 übertragen, so dass die Sortierung -
wie gehabt - gleichzeitig erfolgen kann.
[0037] Auch in der zweiten und dritten Sortierstellung schließen das erste Führungsmittel
12 und das zweite Führungsmittel 13 mit der Mittelebene M einen Winkel von ca. 45°
ein, so dass die Führungsmittel 12, 13 zueinander im Wesentlichen senkrecht angeordnet
sind.
[0038] In einer vierten Sortierstellung gemäß Figur 6 ist zwischen der zweiten Stelleinheit
11 und dem Verteilungsgetriebe 13 der dritte Kopplungspunkt 37 ausgebildet. Die erste
Stelleinheit 10 ist in der vierten Sortierstellung mit der zweiten Stelleinheit 11
gekoppelt, wobei sich das dritte Reibrad 30 der ersten Stelleinheit 10 an dem vierten
Reibrad 31' der zweiten Stelleinheit 11 abstützt. Die Antriebsbewegung wird in diesem
Fall von dem Verteilungsgetriebe 15 über das dritte Reibrad 30' und das zweite Führungsmittel
13 den internen Zahnrädern 32', 33', 34' und dem vierten Reibrad 31' der zweiten Stelleinheit
11 übertragen. Von dem vierten Reibrad 31' wird die Antriebsbewegung formschlüssig
auf das dritte Reibrad 30 und von dort auf das Führungsmittel 12 der ersten Stelleinheit
10 übertragen. Das erste Führungsmittel 12 und das zweite Führungsmittel 13 sind in
der vierten Sortierstellung im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet.
[0039] Ein über die erste Zuführbahn 4 zugeführtes Gebinde 2 wird in der vierten Sortierstellung
von dem über die dritte Abfuhrbahn 9 geschwenkten ersten Führungsmittel 12 in Richtung
der dritten Abfuhrbahn 9 gefördert. Das Führungsmittel 12 der ersten Stelleinheit
10 wird hierbei im Uhrzeigersinn bewegt. Ein auf der zweiten Zuführbahn 5 zugeführtes
Gebinde 2 wird entlang desselben Führungsmittels 12 der ersten Abfuhrbahn 7 übergeben.
Das Gebinde 2 ist hierbei zwischen den im Wesentlichen parallel zueinander orientierten
ersten Führungsmittel 12 und dem zweiten Führungsmittel 13 und unterhalb des kurzen
Schenkels 29' der zweiten Stelleinheit 11 geführt. Zwischen der Mittelebene M einerseits
und dem Führungsmittel 12 bzw. dem zweiten Führungsmittel 13 andererseits ist ein
Winkel von ca. 45° gebildet. Das erste Führungsmittel 12 wird hierbei im Uhrzeigersinn
angetrieben.
[0040] Die Gebinde 2 werden in der vierten Sortierstellung in der Regel allein anhand des
ersten Führungsmittels 12 umgelenkt. Um Fehlsortierungen zuverlässig zu vermeiden,
sind jedoch zusätzliche Leitelemente 39, 39' zwischen der ersten Zuführbahn 4 und
der dritten Abfuhrbahn 9 sowie zwischen der zweiten Zuführbahn 5 und der dritten Abfuhrbahn
9 angeordnet. Ferner sind die verstellbaren Leitelemente 38, 38' in eine Schließposition
verschwenkt, in der das Leitelement 38 die erste Abfuhrbahn 7 für auf der ersten Zuführbahn
4 zugeführte Gebinde 2 und das Leitelement 38' die zweite Abfuhrbahn 8 für auf der
zweiten Zuführbahn 5 zugeführte Gebinde 2 sperrt. Hierdurch wird verhindert, dass
das Gebinde 2 unbeabsichtigt auf eine falsche Abfuhrbahn 7, 8, 9 gelangen.
[0041] Eine fünfte Sortierstellung gemäß Figur 7 ist bezüglich der Mittelebene M spiegelverkehrt
zur vierten Sortierstellung angeordnet. In der fünften Sortierstellung wird ein auf
der ersten Zuführbahn 4 zugeführtes Gebinde 2 entlang des über die dritte Abfuhrbahn
9 geschwenkten zweiten Führungsmittels 13 der zweiten Stelleinheit 11 in Richtung
der zweiten Abfuhrbahn 8 und ein auf der zweiten Zuführbahn 5 zugeführtes Gebinde
2 entlang desselben Führungsmittels 13 der dritten Abfuhrbahn 9 zugeführt. Die Führungsmittel
12, 13 der ersten und zweiten Stelleinheit 10, 11 sind hierbei parallel zueinander
orientiert. Das zweite Führungsmittel 13 wird im Gegenuhrzeigersinn angetrieben.
[0042] Der ersten bis dritten Sortierstellung gemäß der Figuren 3 bis 5 ist gemein, dass
die beiden Stelleinheiten 10, 11 jeweils direkt mit dem Verteilungsgetriebe 15 gekoppelt
sind. Die Antriebsbewegung wird daher von dem Verteilungsgetriebe 15 direkt auf die
erste Stelleinheit 10 und direkt auf die zweite Stelleinheit 11 übertragen. In dieser
sogenannten Parallelanordnung der Stelleinheiten 10, 11 sind jeweils zwei Sortierwege
gebildet, wobei je ein Führungsmittel 12, 13 einem der beiden Sortierwege zugeordnet
ist und die Gebinde 2 von der entsprechenden Zuführbahn 4, 5, 6 in Richtung der korrespondierenden
Abfuhrbahn 7, 8, 9 leitet. Die Führungsmittel 12, 13 sind hierbei zueinander im Wesentlichen
senkrecht orientiert. In einer Reihenanordnung der Stelleinheit 10, 11 in der vierten
und fünften Sortierstellung gemäß der Figuren 6 und 7 ist lediglich die eine Stelleinheit
10, 11 direkt mit dem Verteilungsgetriebe 15 gekoppelt. Die andere Stelleinheit 11,
10 ist lediglich direkt mit der einen Stelleinheit 10, 11 verbunden, wobei die Antriebsbewegung
über die eine Stelleinheit 10, 11 auf die andere Stelleinheit 11, 10 übertragen wird.
Die Führungsmittel 12, 13 der beiden Stelleinheiten 10, 11 sind hierbei im Wesentlichen
parallel zueinander orientiert, wobei sich lediglich das Führungsmittel 12, 13 der
anderen Stelleinheit 11, 10 in Eingriff befindlich ist. Das Führungsmittel 12, 13
der anderen Stelleinheit 11, 10 leitet hierbei ein erstes Gebinde 2 entlang einer
ersten Wirkfläche 40, 40' des Führungsmittels 12, 13 der vorgegebenen ersten bzw.
zweiten Abfuhrbahn 7, 8 zu. Die erste Wirkfläche 40, 40' ist dem Führungsmittel 13,
12 der einen Stelleinheit 10, 11 zugewandt. Ein weiteres Gebinde 2 wird entlang einer
der ersten Wirkfläche 40, 40' gegenüberliegenden zweiten Wirkfläche 41, 41' desselben
Führungsmittels 12, 13 der dritten Abfuhrbahn 9 zugeführt, so dass auch in der Reihenanordnung
gemäß der Figuren 6 und 7 je zwei Sortierwege gebildet sind.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Gebinde
- 3
- Sortiermodul
- 4
- erste Zuführbahn
- 5
- zweie Zuführbahn
- 6
- dritte Zuführbahn
- 7
- erste Abfuhrbahn
- 8
- zweite Abfuhrbahn
- 9
- dritte Abfuhrbahn
- 10
- erste Stelleinheit
- 11
- zweite Stelleinheit
- 12
- erstes Führungsmittel
- 13
- zweites Führungsmittel
- 14
- Führungsmittelantrieb
- 15
- erstes Übertragungsmittel
- 16
- zweites Übertragungsmittel
- 17
- dritte Übertragungsmittel
- 18
- Elektromotor
- 19
- Träger
- 20
- Zentralzahnrad
- 21, 21'
- erste Folgezahnrad
- 22, 22'
- zweites Folgezahnrad
- 23, 23'
- drittes Folgezahnrad
- 24, 24'
- Verteilungsarm
- 25, 25'
- erstes Reibrad
- 26, 26'
- zweites Reibrad
- 27, 27'
- langer Schenkel
- 28, 28'
- Scheitel
- 29, 29'
- kurzer Schenkel
- 30, 30'
- drittes Reibrad
- 31, 31'
- viertes Reibrad
- 32, 32'
- erstes internes Zahnrad
- 33, 33'
- zweites internes Zahnrad
- 34, 34'
- dritten internes Zahnrad
- 35
- erster Kopplungspunkt
- 36
- zweiter Kopplungspunkt
- 37
- dritten Kopplungspunkt
- 38, 38'
- Leitelement
- 39, 39'
- Leitelement
- 40, 40'
- erste Wirkfläche
- 41, 41'
- zweite Wirkfläche
- a
- Abstand D1/D2
- A
- Antriebsachse
- D1, D2
- Drehachse
- I
- Länge
- L1, L2
- Längsrichtung
- S
- Sortierebene
- Z2
- Zuführrichtung
- M
- Mittelebene
- Z1
- Zuführrichtung
- Z3
- Zuführrichtung
1. Vorrichtung zum Sortieren von Gebinden mit einem Sortiermodul, das zwischen wenigstens
einer das Gebinde zuführenden Zuführbahn und einer Mehrzahl von Abfuhrbahnen angeordnet
ist, wobei das Sortiermodul wenigstens eine um eine Drehachse schwenkbar gelagerte
Stelleinheit mit einem Stellabtrieb zum Verbringen derselben in eine Mehrzahl von
Sortierstellungen aufweist, in denen das Gebinde einer vorgegebenen Abfuhrbahn zuführbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Stelleinheiten (10, 11) vorgesehen sind, die jeweils ein antreibbares Führungsmittel
(12, 13) aufweisen zur Übergabe des auf wenigstens einer Zuführbahn (4, 5, 6) zugeführten
Gebindes (2) in Richtung der vorgegebenen Abfuhrbahn (7, 8, 9), wobei die Führungsmittel
(12, 13) der Stelleinheiten (10, 11) in den Sortierstellungen über Übertragungsmittel
(15, 16, 17) mit einem gemeinsamen Führungsmittelantriebs (14) gekoppelt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einer Sortierstellung die eine Stelleinheit (10, 11) und die andere
Stelleinheit (11, 10) in Reihe zueinander gekoppelt angeordnet sind, wobei die eine
Stelleinheit (10, 11) direkt mit dem Führungsmittelantrieb (14) und wobei die andere
Stelleinheit (11, 10) lediglich direkt mit der einen Stelleinheit (10, 11) gekoppelt
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass in der Sortierstellung, in der die Stelleinheiten (10, 11) in Reihe zueinander angeordnet
sind, das Führungsmittel (12, 13) der anderen Stelleinheit (11, 10) derart über mindestens
eine von wenigstens zwei in einer gemeinsamen Sortierebene (S) angeordneten Zuführbahnen
(4, 5, 6) geschwenkt angeordnet ist, dass
- ein über die eine Zuführbahn (4, 5, 6) zugeführtes erstes Gebinde (2) entlang einer
ersten Wirkfläche (40, 40') des Führungsmittels (12, 13) der anderen Stelleinheit
(11, 10) in Richtung einer vorgegebenen korrespondierenden Abfuhrbahn (7, 8, 9) geführt
ist, wobei die erste Wirkfläche (40, 40') der einen Stelleinheit (10, 11) zugewandt
ist, und
- ein über die andere Zuführbahn (5, 6, 7) zugeführte zweites Gebinde (2) entlang
einer der ersten Wirkfläche (40, 40') des Führungsmittels (12, 13) gegenüberliegenden
zweiten Wirkfläche (41, 41') desselben Führungsmittels (12, 13) einer weiteren Abfuhrbahn
(7, 8, 9) zuführbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einer Sortierstellung die eine und andere Stelleinheit (10, 11) derart
parallel zueinander gekoppelt angeordnet sind, dass die Stelleinheiten (10, 11) jeweils
direkt mit dem Führungsmittelabtrieb (14) gekoppelt sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsmittel (12, 13) der Stelleinheiten (10, 11) in der Sortierstellung, in
der die Stelleinheiten (10, 11) jeweils direkt mit dem Führungsmittelabtrieb (14)
gekoppelt sind, im Wesentlichen lotrecht zueinander orientiert angeordnet sind, und
dass die Führungsmittel (12, 13) in den Sortierstellungen, in der die Stelleinheiten
(10, 11) in Reihe zueinander angeordnet sind, im Wesentlichen parallel zueinander
orientiert angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass ein ortsfest gelagertes, dem Führungsmittelantrieb (14) zugeordnetes erstes Übertragungsmittel
(15) derart mit einem einer ersten Stelleinheit (10) zugeordneten zweiten Übertragungsmittel
(16) und einem einer zweiten Stelleinheit (11) zugeordneten dritten Übertragungsmittel
(17) zusammenwirkt, dass
- in einer ersten Sortierstellung das auf der ersten Zuführbahn (4) zugeführtes Gebinde
(2) von dem Führungsmittel (12) der erste Stelleinheit (10) in Richtung einer ersten
Abfuhrbahn (7) und/oder das auf einer zweiten Zuführbahn (5) zugeführte Gebinde (2)
von dem Führungsmittel (13) der zweiten Stelleinheit (11) in Richtung einer zweiten
Abfuhrbahn (8) geführt ist, und/oder
- in einer zweiten Sortierstellung ein auf einer dritten Zuführbahn (6) zugeführtes
Gebinde (2) von dem Führungsmittel (12) der ersten Stelleinheit (10) in Richtung der
zweiten Abfuhrbahn (8) und/oder das auf der zweiten Zuführbahn (5) zugeführte Gebinde
(2) von dem Führungsmittel (13) der zweiten Stelleinheit (11) in Richtung der zweiten
Abfuhrbahn (8) geführt ist, und/oder
- in einer dritten Sortierstellung das auf der ersten Zuführbahn (4) zugeführte Gebinde
(2) von dem Führungsmittel (12) der ersten Stelleinheit (10) in Richtung der ersten
Abfuhrbahn (7) und/oder das auf der dritten Zuführbahn (6) zugeführtes Gebinde (2)
von dem Führungsmittel (13) der zweiten Stelleinheit (11) in Richtung der ersten Abfuhrbahn
(7) geführt ist, und/oder
- in einer vierten Sortierstellung das auf der zweiten Zuführbahn (5) zugeführtes
Gebinde (2) von dem Führungsmittel (12) der ersten Stelleinheit (10) in Richtung der
dritten Abfuhrbahn (9) und/oder das auf der zweiten Zuführbahn (5) zugeführtes Gebinde
(2) von dem Führungsmittel (12) der ersten Stelleinheit (10) in Richtung der ersten
Abfuhrbahn (7) geführt ist, und/oder
- in einer fünften Sortierstellung das auf der ersten Zuführbahn (4) zugeführtes Gebinde
(2) von dem Führungsmittel (13) der zweiten Stelleinheit (11) in Richtung der zweiten
Abfuhrbahn (8) und/oder das auf der zweiten Zuführbahn (5) zugeführtes Gebinde (2)
von dem Führungsmittel (13) der zweiten Stelleinheit (11) in Richtung der dritten
Abfuhrbahn (9) geführt ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungsmittel (15, 16, 17) als Rädergetriebe ausgebildet sind, mittels derer
die Antriebsbewegung des Führungsmittelantriebs (14) form- und/oder kraftschlüssig
auf die Führungsmittel (12, 13) übertragbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsbewegung innerhalb eines Übertragungsmittels (15, 16, 17) formschlüssig
mittels Zahnrädern (20, 21, 21', 22, 22', 23, 23', 32, 32, 33, 33', 34, 34') und zwischen
zwei gekoppelten Übertragungsmitteln kraftschlüssig mittels Reibrädern (25, 25', 26,
26', 30, 30', 31, 31') übertragbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsbewegung des Führungsmittelsantriebs (14) in wenigstens einer zu der
Sortierebene (S) parallelen ersten Übertragungsebene formschlüssig und dieselbe Antriebsbewegung
in wenigsten einer weiteren, zu der ersten Übertragungsebene höhenversetzt und parallel
angeordneten zweiten Übertragungsebene kraftschlüssig übertragbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass durch Anlage des zweiten und/oder dritten Übertragungsmittels (16, 17) an das als
ein Verteilungsgetriebe ausgebildete erste Übertragungsmittel (15) mindestens drei
Kopplungspunkte (35, 36, 37) ausbildbar sind, die verteilt entlang einer den Stelleinheiten
(10, 11) zugewandten Seite des ersten Übertragungsmittels (15) angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Geometrie der Übertragungsmittel (15, 16, 17) derart aufeinander abgestimmt ist,
dass
- in der ersten Sortierstellung ein erster Kopplungspunkt (35) zwischen dem ersten
und dem zweiten Übertragungsmittel (15, 16) und ein zweiter Kopplungspunkt (36) zwischen
dem ersten und dritten Übertragungsmittel (15, 17) gebildet ist, und/oder
- in der zweiten Sortierstellung ein dritter Kopplungspunkt (37) zwischen dem ersten
und dem zweiten Übertragungsmittel (15, 16) und der zweiter Kopplungspunkt (36) zwischen
dem ersten und dem dritten Übertragungsmittel (15, 17) gebildet ist, und/oder
- in der dritten Sortierstellung der erste Kopplungspunkt (35) zwischen dem ersten
und dem zweiten Übertragungsmittel (15, 16) und der dritte Kopplungspunkt (37) zwischen
dem ersten und dem dritten Übertragungsmittel (15, 17) gebildet ist, und/oder
- in der vierten Sortierstellung der dritte Kopplungspunkt (37) zwischen dem ersten
und dem dritten Übertragungsmittel (15, 17) gebildet ist, und/oder
- in der fünften Sortierstellung der dritte Kopplungspunkt (37) zwischen dem ersten
und dem zweiten Übertragungsmittel (15, 16) gebildet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Stelleinheit (11, 12) L-förmig ausgebildet ist mit einem langen Schenkel (27,
27') und mit einem von dem langen Schenkel (27, 27') in einem Scheitel (28, 28') im
Wesentlichen senkrecht abragenden kurzen Schenkel (29, 29'), wobei das Führungsmittel
(12, 13) in einer Längsrichtung (L1, L2) der Stelleinheit (10, 11) entlang des langen
Schenkels (27, 27') angeordnet ist und wobei sich die Drehachse (D1, D2) der Stelleinheit
(10, 11) in dem Scheitel (28, 28') quer zu der Sortierebene (S) erstreckt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsmittel (12, 13) als ein Endlosband ausgebildet ist, welches sich in Längsrichtung
(L1, L2) der Stelleinheit (10, 11) quer zu der Sortierebene (S) erstreckt.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Sortiermodul (3) in der ersten Sortierstellung symmetrisch bezüglich einer senkrecht
zur Sortierebene S erstreckenden und eine Zuführrichtung (Z3) der dritten Zuführbahn
(6) aufnehmenden Mittelebene (M) ausgebildet ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Kopplungspunkt (35) und der zweite Kopplungspunkt (36) symmetrisch bezüglich
der Mittelebene (M) auf gegenüberliegenden Seiten derselben ausbildbar sind und/oder
das der dritte Kopplungspunkt (37) in der Mittelebene (M) ausbildbar ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das die Drehachse (D1, D2) der Stelleinheit (10, 11) koaxial zu einer Achse des Führungsmittels
(12, 13) und/oder der zugeordneten Übertragungsmittels (16, 17) angeordnet ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand (a) der Drehachsen (D1, D2) der Stelleinheiten (10, 11) größer ist als
eine Länge (I) der Stelleinheiten (10, 11) in Längsrichtung (L1, L2).
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachsen (D1, D2) der Stelleinheiten (10, 11) und/oder die Antriebsachsen der
Führungsmittel (12, 13) und/oder ein Antriebsachse des Führungsmittelantriebs (14)
parallel zueinander orientiert angeordnet sind.