[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kran, insbesondere Offshore-Kran, mit einer
Hubseilwinde, einem hydraulischen Hubwindenantrieb sowie einer mit dem Hubwindenantrieb
verbundenen Überlastsicherung, die bei Erreichen einer vorbestimmten Last ein Abziehen
des Hubseils von der Hubseilwinde unter einer vorbestimmten Rückstellkraft erlaubt,
wobei die Überlastsicherung ein dem Hubwindenantriebsmotor zugeordnetes steuerbares
Druckentlastungsventil aufweist, das von einer Steuereinrichtung derart angesteuert
ist, dass ein am Hubwindenantriebsmotor anliegender Überlast-Entlastungsdruck und
damit die Rückhaltekraft in Abhängigkeit von der Ausladung und/oder der zugelassenen
Krangrenzlast des Krans variiert wird.
[0002] Krane besitzen üblicherweise eine Überlastsicherung mit einer Steuereinrichtung,
die verhindert, dass der Kran in den Überlastbereich hineingefahren wird. Dabei wird
mittels einer Lasterfassungseinrichtung die auf den Kran wirkende Last erfasst und
mit einer Grenzlast verglichen. Sobald eine zu große Last gehoben werden soll oder
mit einer angehobenen Last die Ausladung beispielsweise durch Niederwippen des Kranauslegers
soweit vergrößert werden soll, dass die Grenzlast erreicht werden würde, greift die
Steuerungseinrichtung des Kranes ein und setzt die Kranantriebe außer Betrieb bzw.
erlaubt nur noch eine Betätigung dahingehend, dass die auf den Kran wirkende Last
verkleinert wird. Die Grenzlast kann dabei in Form einer an sich üblichen Grenzlastkurve
in Abhängigkeit der Kranausladung für diverse Rüstzustände abgespeichert sein. Es
wurde auch bereits vorgeschlagen, die Grenzlast als Grenzmoment zu definieren und
das jeweils auf den Kran wirkende Lastmoment aus der jeweiligen Ausladung und der
Hubseilkraft stets aktuell zu berechnen.
[0003] Diese Art der Überlastsicherung ist jedoch nicht für sämtliche möglichen Lastfälle
ausreichend. Insbesondere bei Offshore-Kranen können Lastfälle auftreten, bei denen
das bloße Abschalten der Kranantriebe zu einer Zerstörung des Kranes führen würde.
Besonders gefährlich ist hier das Be- und Entladen eines Schiffes, das nicht bei ruhigem
Wasser im Hafen, sondern bei höherem Seegang durchgeführt wird. Wird der Lasthaken
eines auf einer Offshore-Plattform stehenden Krans an einer zu schweren Last eingehängt,
die auf einem Schiff liegt, kommt es zu einer Überbelastung des Krans, wenn sich das
Schiff in ein Wellental absenkt. Noch gefährlicher ist der Fall, wenn sich der Lasthaken
des Krans an einem schiffskörperfesten Bauteil verfängt und sich das Schiff dann in
ein größeres Wellental absenkt bzw. wegbewegt. Die auftretenden Lasten würden zu einer
Zerstörung des Krans führen, wenn die Überlastsicherung lediglich die Stellantriebe
des Krans außer Betrieb setzt. Um eine Zerstörung des Krans in solchen Fällen zu verhindern,
muss das Hubseil nachgelassen werden.
[0004] Es wurde bereits vorgeschlagen, in solchen Fällen, in denen durch ein Wegziehen des
Lasthakens die Grenzlast des Krans erreicht wird, mit der Steuereinrichtung des Krans
den Hubwindenantrieb zu betätigen, so dass die Hubwinde das Hubseil abspult. Die begrenzte
Geschwindigkeit der bis dato verwendeten Hubwindenantriebe schränkt diese Form der
Überlastsicherung jedoch auf moderate Wellenbedingungen ein. Bei sehr rauher See mit
hohen Wellen können Überlastfälle eintreten, in denen das zu be- oder entladende Schiff
sich so schnell in ein Wellental absenkt, dass über der Schadenslast des Krans liegende
Lastspitzen erreicht werden.
[0005] Es wurde weiterhin bereits vorgeschlagen, zwischen der Hubseilwinde und dem Hubseilwindenantriebsmotor
eine Kupplung vorzusehen und die Hubwinde bei Überschreiten der Grenzlast des Krans
auszukuppeln, um das Hubseil mit hoher Geschwindigkeit nachlassen zu können. Dabei
kann mit einer Hubseilbremse die Rückhaltekraft der Hubseilwinde gesteuert werden,
so dass bei ausgekuppelter Kupplung eine Hubseilkraft aufrechterhalten ist, die der
Grenzlast des Kranes entspricht (vgl.
DE 202 19 282 U1). Diese Lösung mit Auskuppeln der Hubseilwinde und damit Trennen des mechanischen
Antriebsstranges zwischen Hubwindenantrieb und Hubwinde stößt jedoch gelegentlich
auf Sicherheitsbedenken. Zudem machen die einzubauende Kupplung, Bremse und deren
Ansteuerung in Abhängigkeit von diversen Last- und Positionssensoren das Hubwerk und
dessen Überlastsicherung relativ komplex.
[0006] Aus der
US 4,180,362 ist ein Offshore-Kran der eingangs genannten Art bekannt, dessen Hubseil zum Entladen
eines in der Dünung schwimmenden Schiffes entgegen einer vorbestimmten Rückhaltekraft
ausziehbar ist. Hierzu umfasst der hydraulische Hubwindenantrieb ein Druckentlastungsventil,
mittels dessen am Hubwindenantriebsmotor ein konstanter Druck auf einem vorbestimmten
Niveau und damit eine Rückhaltekraft einstellbar ist.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten Kran
der genannten Art zu schaffen, der Nachteile des Standes der Technik vermeidet und
letzteren in vorteilhafter Weise weiterbildet. Vorzugsweise soll eine rasch ansprechende
Überlastsicherung geschaffen werden, die ohne Trennung des mechanischen Antriebsstranges
zwischen Hubseilwinde und Hubseilwindenantrieb ein Ausziehen des Hubseils mit einer
variablen, an die jeweils geltende maximal zulässige Traglast anpassbare Rückhaltekraft
erlaubt.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Kran gemäß Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte
Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0009] Es wird also auf ein Auskuppeln des Hubwindenantriebs und damit eine mechanische
Trennung des Antriebsstrangs zwischen Hubseilwinde und Hubwindenantrieb verzichtet
und stattdessen die in Abhängigkeit von der Ausladung und/oder der jeweils zulässigen
Traglast des Kranes variierende Rückhaltekraft von dem Hubseilwindenantriebsmotor
aufgebracht. Erfindungsgemäß besitzt die Überlastsicherung ein dem Hubwindenantriebsmotor
zugeordnetes steuerbares Druckentlastungsventil, das von einer Steuereinrichtung derart
angesteuert wird, dass der am Hubwindenantriebsmotor im Überlastfall anliegende Druck
entsprechend der gewünschten Rückhaltekraft in Abhängigkeit der Ausladung und/oder
der jeweils zulässigen Traglast des Krans variiert. Die Erfindung geht dabei von der
Überlegung aus, dass die Rückhaltekraft direkt proportional zu dem Druck im Hubwindenantrieb
ist, so dass eine hydraulische Steuerung des Abziehens des Hubseils durch Steuerung
des am Hubwindenantriebsmotor anliegenden Drucks erfolgen kann. Insbesondere arbeitet
dabei das Druckentlastungsventil sozusagen als Ablassventil auf der Heben-Seite des
Hubwindenantriebsmotors, so dass Hydraulikfluid auf der Heben-Seite des Hubwindenantriebsmotors
unter vorgebbarem - und in der gewünschten Weise entsprechend der für die jeweilige
Krankonfiguration und -stellung geltenden maximal zulässigen Traglast variierenden
- Druck abgelassen wird und damit die Winde unter entsprechendem Widerstand abspulbar
ist.
[0010] Die Ansteuerung des Druckentlastungsventils wird dabei in Abhängigkeit einer jeweils
aktuellen Ausladung des Krans und/oder in Abhängigkeit der jeweiligen Grenzlast bzw.
zulässigen Traglast des Krans variiert. Die Überlastsicherung weist eine Ausladungs-Bestimmungseinrichtung
zur Bestimmung der jeweils aktuellen Ausladung des Krans sowie ggf. auch eine Traglast-Bestimmungseinrichtung
zur Bestimmung der zulässigen Traglast beispielsweise unter Zuhilfenahme einer Traglastkurve
auf. Die Steuereinrichtung steuert dann das Druckentlastungsventil in Abhängigkeit
eines Signals der Ausladungs-Bestimmungseinrichtung und/oder eines Signals der Traglast-Bestimmungseinrichtung
an, um den am Hubwindenantriebsmotor im Überlastfall anliegenden Druck und damit die
gewünschte Rückhaltekraft in Abhängigkeit der Ausladung und/oder der jeweils zulässigen
Traglast des Krans zu variieren.
[0011] Dabei wird das Öffnen des Druckentlastungsventils hydraulisch über einen auf das
Druckentlastungsventil geschalteten Pilotdruck gesteuert. Die das Druckentlastungsventil
steuernde Steuereinrichtung kann hierzu ein Proportional-Druckbegrenzungsventil aufweisen,
dessen Ausgangsdruck als Steuerdruck auf das Druckentlastungsventil geschaltet ist.
[0012] Das genannte Proportionalventil selbst kann verschieden angesteuert werden. Erfindungsgemäß
weist die Überlastsicherung eine Ausladungs-Erfassungseinrichtung auf, mithilfe derer
die Ausladung des Kranes, also der Hebelarm des Lasthakens bezüglich des Kranaufstandspunktes,
erfasst wird. In Abhängigkeit der jeweils erfassten Ausladung steuert die Steuereinrichtung
sodann das Proportionalventil an, so dass sich der gewünschte Steuerdruck für das
Druckentlastungsventil und damit der gewünschte Entlastungsdruck auf der Heben-Seite
des Hubwindenantriebsmotors einstellt.
[0013] In Weiterbildung der Erfindung kann die Stellung des Proportional-Druckbegrenzungsventils
auch durch einen geeigneten Regler geregelt werden. Die Überlastsicherung kann eine
Entlastungsdruck-Erfassungseinrichtung umfassen, mithilfe derer der sich ausgangsseitig
des Proportionalventils einstellende Steuerdruck und/oder der Entlastungsdruck unmittelbar
auf der Heben-Seite des Hubwindenantriebsmotors erfasst wird. In Abhängigkeit des
jeweils erfassten und des jeweils gewünschten Entlastungsdruckes wird die Stellung
des Proportionalventils entsprechend eingeregelt.
[0014] Das Druckbegrenzungsventil kann grundsätzlich verschieden ausgebildet und verschieden
angeordnet sein. Grundsätzlich kann vorgesehen sein, dass die Ablassseite des Druckbegrenzungsventils
mit einem Tank des Systems verbunden ist, so dass von der Heben-Seite des Hubwindenantriebs
abgelassenes Druckfluid in den Tank des Systems rückgeführt wird. Nach einer vorteilhaften
Ausführung der Erfindung jedoch ist das Druckbegrenzungsventil zwischen der Heben-Seite
und der Senken-Seite des Hubwindenantriebsmotors angeordnet. Im geöffneten Zustand
schließt das Druckbegrenzungsventil die Heben-Seite und die Senken-Seite des Hubwindenantriebsmotors
kurz, so dass beim Abziehen des Hubseiles unter der gewünschten Rückhaltekraft auf
der Heben-Seite der Hubwinde abgelassenes Drucköl auf der Senken-Seite der Hubwinde
wieder eingespeist wird.
[0015] Das Druckbegrenzungsventil kann selbst verschiedene Ausbildungen besitzen. Nach einer
vorteilhaften Ausführung der Erfindung kann es als Ventilpatrone bzw. sogenanntes
Cartridge-Druckventil ausgebildet sein und/oder einen konischen Ventilsitz besitzen.
[0016] Ferner kann die Überlastsicherung des Krans in Weiterbildung der Erfindung ein Schaltventil
umfassen, das im energiebeaufschlagten Zustand die Überlastsicherungsfunktion aktiviert,
im nicht-energiebeaufschlagten Zustand jedoch das Druckentlastungsventil sperrt. Dem
Schaltventil kann eine Wegerfassungseinrichtung, insbesondere ein Stellungserfassungsschalter,
zugeordnet sein, der die Schaltstellung des Schaltventils überwacht und somit eine
Fehlerdetektion ermöglicht.
[0017] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels und
zugehöriger Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1:
- eine schematische Darstellung eines auf einer Offshore-Plattform installierten Offshore-Kranes,
der ein Containerschiff bei Seegang entlädt, mit einer Überlastsicherung nach einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, und
- Fig. 2:
- eine schematische Darstellung der Schaltung der hydraulischen Komponenten der Überlastsicherung
des Krans aus Fig. 1.
[0018] Der in Figur 1 gezeichnete Kran ist mittels eines Drehwerks um eine vertikale Achse
drehbar auf einer Offshore-Plattform 2 gelagert. Er besitzt einen um eine horizontale
Wippachse 3 wippbaren Ausleger 4, über dessen Spitze ein Hubseil 5 abläuft, das einen
Lasthaken 6 trägt. Das Hubseil 5 kann mittels einer Hubwinde 7 abgelassen und eingeholt
werden, die fest auf dem drehbaren Stahlbaukorpus des Krans gelagert ist. Wie Figur
2 zeigt, wird die Hubseilwinde 7 von einem Hubwindenantrieb 8 umfassend einen hydraulischen
Hubwindenantriebsmotor 9 angetrieben, der von einer Steuereinrichtung 10 des Krans
1 angesteuert wird.
[0019] Wie Figur 1 zeigt, ist die Steuereinrichtung 10 mit einer Lasterfassungseinrichtung
11 sowie einer Lasthaken-Positionserfassungseinrichtung 12 verbunden, die einerseits
die jeweils auf den Kran 1 wirkende Last sowie andererseits die jeweilige Position
des Lasthakens 6 erfassen. Die Lasterfassungseinrichtung 11 umfasst in der gezeichneten
Ausführung einen Hubseilkraftsensor 13, der die in dem Hubseil 5 wirkende Kraft erfasst,
sowie einen Ausladungssensor 14, der die Ausladung des Krans 1, d.h. den horizontalen
Abstand des von der Spitze des Auslegers 4 ablaufenden Hubseils 5 von der vertikalen
Drehachse des Krans 1 erfasst.
[0020] Die Lasthakenpositionserfassungseinrichtung 12 umfasst ebenfalls mehrere Sensoren,
in der gezeichneten Ausführung einen Wippwinkelsensor 15, der den jeweiligen Wippwinkel
des Auslegers 4 erfasst, weiterhin einen Drehwinkelsensor 16, der den Drehwinkel des
Krans bezüglich seiner vertikalen Drehachse erfasst, und schließlich einen Hubseillängensensor
17, der die Länge des von der Winde abgespulten Hubseils erfasst und als Drehstellungssensor
ausgebildet sein kann, der die Drehstellung der Hubseilwinde 7 erfasst. Sämtliche
Sensoren sind mit der Steuereinrichtung 10 verbunden, die aus den verschiedenen Signalen
einerseits die aktuelle auf den Kran wirkende Last sowie andererseits die jeweils
aktuelle Position des Lasthakens 6 bestimmt.
[0021] Während des normalen Betriebs überwacht die Kransteuerung in an sich bekannter Weise
die jeweils auf den Kran wirkende Last und sorgt dafür, dass die tatsächliche Last
nicht über die zugelassene Grenzlast steigt. Wird beispielsweise eine Last gehoben
und durch Niederwippen des Auslegers 4 die Ausladung vergrößert, so dass eine niedrigere
zugelassene Grenzlast anzusetzen ist, verhindert die Steuereinrichtung 10 ein weiteres
Niederwippen des Auslegers 4 und stellt das Wippwerk des Krans vorher ab.
[0022] Darüber hinaus umfasst der Kran jedoch eine besondere Überlastsicherung 18 für spezielle
Lastfälle, in denen die zugelassene Grenzlast des Krans doch erreicht wird: Verfängt
sich beispielsweise der Lasthaken 6 des Krans 1 an einem festen Bauteil eines in der
Dünung auf- und abgehenden Schiffes 19 (vgl. Figur 1), reicht ein Abschalten der Kranantriebe
nicht aus, um die Last unter der zugelassenen Grenzlast zu halten.
[0023] Erreicht die auf den Kran einwirkende tatsächliche Last in einem solchen Fall die
zugelassene Grenzlast oder übersteigt sie diese gar, dann erlaubt die in Figur 2 gezeigte
Überlastsicherung 18 ein Abziehen des Hubseils 5 unter einer vordefinierten Rückhaltekraft,
die variabel an die jeweilige Krankonfiguration und -ausladung angepasst wird, insbesondere
auf die zugelassene Grenzlast gesetzt wird.
[0024] Wie Figur 2 zeigt, ist die Heben-Seite des hydraulischen Hubwindenantriebsmotors
9 mit einem Druckentlastungsventil 20 beschaltet, das in der gezeichneten Ausführungsform
ein sogenanntes Cartridge-Druckventil mit einer konischen Ventilsitzfläche ist und
mit seinem Ausgang mit der Senken-Seite des Hubwindenantriebsmotors 9 verbunden ist.
Im geöffneten Zustand des Druckentlastungsventils 20 ist hierdurch die Heben-Seite
des Hubwindenantriebsmotors 9 mit dessen Senken-Seite kurzgeschlossen, so dass Drucköl
von der Heben-Seite auf die Senken-Seite strömen und hierdurch die Hubwinde 7 unter
einem vorbestimmten Widerstand abgespult werden kann. Die auf das Hubseil 5 wirkende
Rückhaltekraft ist dabei direkt proportional zu dem von dem Druckentlastungsventil
20 bestimmten Systemdruck, der auf der Heben-Seite des Hubwindenantriebsmotors 9 anliegt.
[0025] Das Öffnen des Druckentlastungsventils 20 und damit der auf der Heben-Seite des Hubwindenantriebsmotors
9 anliegende Entlastungsdruck wird hydraulisch gesteuert. Über ein Proportional-Druckbegrenzungsventil
21 wird ein variabler Steuerdruck erzeugt, der auf das Druckentlastungsventil 20 geschaltet
ist. Das Proportionalventil 21 wird dabei von der Steuereinrichtung 20 insbesondere
in Abhängigkeit der vom Ausladungssensor 14 erfassten Ausladung des Krans angesteuert,
so dass das Öffnen des Druckentlastungsventils 20, damit der an der Heben-Seite des
Hubwindenantriebsmotors 9 anliegende Entlastungsdruck und damit die im Hubseil 5 erzeugte
Rückhaltekraft in Abhängigkeit der Kranausladung und damit der jeweils zugelassenen
Grenzlast bestimmt wird.
[0026] In Weiterbildung der Erfindung kann das Proportionalventil 21 auch durch einen Regler
geregelt werden. Insbesondere wird dabei das Proportionalventil 21 derart automatisch
geregelt, dass die vom Hubseilkraftsensor 13 gemessene Rückhaltekraft der jeweils
zugelassenen Traglast entspricht.
[0027] Zusätzlich zeigt Figur 2 ein Schaltventil 22, das in der Steuerdruckleitung zwischen
dem Proportionalventil 21 und dem Druckentlastungsventil 20 vorgesehen ist. Dieses
Schaltventil 22 ist derart ausgebildet, dass es energiebeaufschlagt werden muss, um
das System zu aktivieren. Wie Figur 2 zeigt, ist dabei dem Schaltventil 22 ein Stellungssensor
bzw. -schalter 23 zugeordnet, der die Stellung des Schaltventils 22 angibt und vom
System überwacht wird, so dass eine Fehlerüberwachung ermöglicht ist.
[0028] Die Überlastsicherung 18 kann beispielsweise dann deaktiviert sein, wenn sich der
Lasthaken 6 oberhalb der Plattform 2 befindet. Andererseits kann die Überlastsicherung
18 dann aktiviert werden und hierdurch das Abziehen des Seiles unter der vordefinierten
Rückhaltekraft erlaubt werden, wenn sich der Lasthaken 6 unterhalb der Ebene der Plattform
2 in einer Stellung befindet, in der er sich an einem Schiff 19 oder dergleichen verhaken
könnte.
1. Kran, insbesondere Offshore-Kran, mit einer Hubseilwinde (7), einem hydraulischen
Hubwindenantriebsmotor (9) sowie einer mit dem Hubwindenantriebsmotor (9) verbundenen
Überlastsicherung (18), die bei Erreichen einer vorbestimmten Last ein Abziehen des
Hubseils (5) von der Hubseilwinde (7) unter einer vorbestimmten, von dem Hubwindenantriebsmotor
(9) aufbringbaren Rückhaltekraft erlaubt, wobei die Überlastsicherung (18) ein dem
Hubwindenantriebsmotor (9) zugeordnetes steuerbares Druckentlastungsventil (20) aufweist,
das von einer Steuereinrichtung (10) derart angesteuert ist, dass ein am Hubwindenantriebsmotor
(9) anliegender Überlastentlastungsdruck und damit die Rückhaltekraft in Abhängigkeit
von der Ausladung und/oder der zugelassenen Krangrenzlast variiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Proportional-Druckbegrenzungsventil (21), dessen Ausgangsdruck als Steuerdruck
auf das Druckentlastungsventil (20) geschaltet ist, von der Steuereinrichtung (10)
in Abhängigkeit der jeweiligen durch eine Ausladungs-Erfassungseinrichtung (14) erfassten
Ausladung des Krans ansteuerbar ist.
2. Kran nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Überlastsicherung (18) eine Traglast-Bestimmungseinrichtung
zur Bestimmung der zulässigen Traglast des Krans aufweist und das Proportional-Druckbegrenzungsventil
(21) von der Steuereinrichtung (10) in Abhängigkeit der jeweiligen bestimmten zulässigen
Traglast des Krans ansteuerbar ist.
3. Kran nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Überlastsicherung (18) eine
Rückhaltekraft-Erfassungseinrichtung (13) aufweist und das Proportional-Druckbegrenzungsventil
(21) in Abhängigkeit der jeweils erfassten und der jeweils gewünschten Rückhaltekraft
durch einen Regler regelbar ist.
4. Kran nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Druckentlastungsventil (20)
im geöffneten Zustand die Heben-Seite und die Senken-Seite des Hubwindenantriebsmotors
(9) kurzschließt.
5. Kran nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Druckentlastungsventil (20)
als Ventilpatrone mit konischem Ventilsitz ausgebildet ist.
6. Kran nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Überlastsicherung (18) ein
Schaltventil (22) umfasst, das im unangesteuerten Zustand das Proportional-Druckbegrenzungsventil
(21) von dem Druckentlastungsventil (20) absperrt.
7. Kran nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei dem Schaltventil (22) ein Stellungs-Erfassungsschalter
(23) zugeordnet ist.
1. A crane, in particular an offshore crane, having a hoist rope winch (7), a hydraulic
hoist winch drive motor (9) and an overload protection (18) which is connected to
the hoist winch drive motor (9) and which, when a predetermined load is reached, permits
a drawing off of the hoist rope (5) from the hoist rope winch (7) under a predetermined
retention force to be applied by the hoist winch drive motor (9), with the overload
protection (18) having a controllable balance valve (20) which is associated with
the hoist winch drive motor (9) and is controlled by a control device (10) such that
an overload balance pressure applied to the hoist winch drive motor (9) and thus the
retention force is varied in dependence on the radius and/or the permitted limit load
of the crane, characterized in that a proportional pressure-relief valve (21) whose outlet pressure is connected to the
balance valve (20) as the control pressure is controllable by the control device (10)
in dependence on the respective radius of the crane detected by a radius detection
device (14)
2. A crane in accordance with the preceding claim, wherein the overload protection (18)
has a working load determination device for the determination of the permitted working
load of the crane and the proportional pressure-relief valve (21) is controllable
by the control device (10) in dependence on the respectively determined permitted
working load of the crane.
3. A crane in accordance with one of the preceding claims, wherein the overload protection
(18) has a retention force detection device (13) and the proportional pressure-relief
valve (21) can be regulated by a regulator in dependence on the respectively detected
retention force and the respectively desired retention force.
4. A crane in accordance with one of the preceding claims, wherein the balance valve
(20) short circuits the hoisting side and the lowering side of the hoist winch drive
motor (9) in the open state.
5. A crane in accordance with one of the preceding claims, wherein the balance valve
(20) is made as a valve cartridge with a conical valve seat.
6. A crane in accordance with one of the preceding claims, wherein the overload protection
(18) comprises an on/off valve (22) which blocks the proportional pressure-relief
valve (21) from the balance valve (20) in the non-controlled state.
7. A crane in accordance with the preceding claim, wherein a position detection switch
(23) is associated with the on/off valve (22).
1. Grue, notamment grue marine, avec un treuil à câble de levage (7), un moteur de commande
hydraulique du treuil de levage (9) ainsi qu'un dispositif de sécurité anti-effort
de calage (18) relié avec le moteur de commande du treuil de levage (9), qui, lorsqu'une
charge prédéterminée est atteinte, permet de tirer le câble de levage (5) du treuil
à câble de levage (7) au-dessous d'une force de retenue prédéterminée, à fournir par
le moteur de commande du treuil de levage (9), le dispositif de sécurité anti-effort
de calage (18) présentant une soupape de décompression (20) dirigeable affectée au
moteur de commande du treuil de levage (9), qui est amorcée par un dispositif de commande
(10) de sorte qu'une pression de délestage de la surcharge exercée sur le moteur de
commande du treuil de levage (9) et par conséquent la force de retenue est variée
en fonction du déchargement et/ou de la charge autorisée de la grue, caractérisée en ce qu'un limiteur de pression proportionnelle (21), dont la pression de sortie est connectée
comme pression de commande sur la soupape de décompression (20), est amorçable par
le dispositif de commande (10) en fonction de la portée de la grue respective saisie
par un dispositif de saisie de la portée (14).
2. Grue selon la revendication précédente, le dispositif de sécurité anti-effort de calage
(18) présentant un dispositif de détermination de la charge destiné à déterminer la
charge autorisée de la grue et le limiteur de pression proportionnelle (21) étant
amorçable par le dispositif de commande (10) en fonction de la charge autorisée déterminée
respective de la grue.
3. Grue selon une quelconque des revendications précédentes, le dispositif de sécurité
anti-effort de calage (18) présentant un dispositif de saisie de la force de retenue
(13) et le limiteur de pression proportionnelle (21) étant asservissable par un régulateur
en fonction de la force de retenue respective saisie et de celle respective souhaitée.
4. Grue selon une quelconque des revendications précédentes, la soupape de décompression
(20) court-circuitant à l'état ouvert le sens de levage et le sens de descente du
moteur de commande du treuil de levage (9).
5. Grue selon une quelconque des revendications précédentes, la soupape de décompression
(20) étant constituée comme cartouche de soupape à siège de soupape conique.
6. Grue selon une quelconque des revendications précédentes, le dispositif de sécurité
anti-effort de calage (18) présentant une soupape de commande (22), qui, à l'état
non amorcé, bloque le limiteur de pression proportionnelle (21) de la soupape de décompression
(20).
7. Grue selon la revendication précédente, la soupape de commande (22) étant affectée
à un interrupteur de saisie de la position (23).