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EP 1 845 332 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.09.2010 Patentblatt 2010/38 |
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Anmeldetag: 20.03.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Schutzeinrichtung und Schutzmassnahme für eine Radaranlage
Protective device and protective measure for a radar installation
Dispositif de protection et mesure de protection pour une installation de radar
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
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Priorität: |
10.04.2006 DE 102006017107
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.10.2007 Patentblatt 2007/42 |
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Patentinhaber: Rheinmetall Air Defence AG |
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8050 Zürich (CH) |
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Erfinder: |
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- Frick, Henry Roger
8442 Hettlingen (CH)
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Vertreter: Dietrich, Barbara |
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Thul Patentanwaltsgesellschaft mbH
Rheinmetall Platz 1 40476 Düsseldorf 40476 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-2005/033616 US-A- 4 130 059
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DE-A1- 4 202 753 US-A- 5 835 051
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schutzeinrichtung sowie eine Schutzmaßnahme für eine
Radaranlage auf einem Objekt, insbesondere vor einem Anti-Radiation-Missile (ARM)
- Angriff.
[0002] Wird eine statische und/oder mobile Radaranlage von einer ARM angegriffen, so wird
in bekannter Art und Weise als Abwehrmaßnahme bisher die Radaranlage abgeschaltet.
Wenn der Angriff vorbei ist, erfolgt ein erneutes Zuschalten der Radaranlage, was
wiederum wichtige Zeiten im Kampfeinsatz in Anspruch nimmt.
[0003] Neue ARMs sind nun auf diese Abwehrmethode vorbereitet und suchen ihr Ziel mit anderen
Mitteln. Dazu sind sie des Weiteren mit einem IR-Suchkopf, eigene aktive Radar oder
GPS-Daten etc. ausgerüstet. Somit genügt die bisherige Strategie der Vermeidung von
Emissionen durch Abschalten des Radarsenders gegen neue ARMs nicht mehr.
[0004] Hier greift die Erfindung die Aufgabe auf, eine neue Schutzeinrichtung und Schutzmaßnahme
aufzuzeigen, mit denen dieser Tatsache entgegengewirkt werden kann.
[0005] Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 sowie 8. Weitere
vorteilhafte Ausführungen sind in den Unteransprüchen aufgezählt.
[0006] Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, eine ARM nunmehr durch aktive Gegenmaßnahmen
zu bekämpfen. Aktive Gegenmaßnahmen können das Ausbringen von Täuschkörpern sein.
[0007] Die Verwendung von Täuschkörpern zum Schutz von Schiffen vor endphasengelenkten Flugkörpern
ist bereits aus der
DE 103 46 001 B4 bekannt. Dabei wird auf in einem Computer hinterlegtes Täuschmuster für den jeweiligen
Flugkörpertyp zurückgegriffen.
[0009] Ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Schutz von mobilen militärischen Einrichtungen
vor Lenksuchwaffen beschreibt auch die
DE 101 17 007 A11. Die vorgenannten Lösungen beziehen sich jedoch auf das bekannte Täuschen und
Tarnen von Objekten, bei denen Voraussetzung das Vorhandensein einer Radarsignatur
eines Zieles, der Radarreflexionsfläche oder eines Radarrückstrahlungsquerschnitts
oder anderer Quellen ist. Als Täuschmaßnahme werden dann aktive Sender (Täuschkörper)
eingesetzt. Diese sind in der Regel sehr kostenaufwendig und zudem nur einmal einsetzbar.
Zudem müssen diese Sender gesteuert werden, damit die Täuschung gelingt und ein ARM
auf das Scheinziel gelenkt wird.
[0010] Die
US 4,130,059 A beschäftigt sich mit einem Decoy- Material, in welchem eine passive Quelle enthalten
ist, die physikalisch von der aktiven Quelle versetzt / getrennt ist, jedoch Frequenzen
abstrahlt, die von der aktiven Quelle nicht übertragen wurden und dadurch die Illusion
mehrerer selbständiger Quellen erzeugen. Diese Decoys werden zum Schutz ausgebracht
und explodieren, um dann entsprechend ihrer Aufgabe als Scheinziel zu wirken.
[0011] Als aktive Gegenmaßnahme wird daher im Gegensatz zu den vorgenannten Lösungen nunmehr
die Verwendung von passiven Sendern / Täuschkörpern vorgesehen. Verwendet werden dabei
Täuschkörper, die nach dem Reflexionsprinzip funktionieren. Dabei strahlt bevorzugt
das eigene Radar diese Täuschkörper an. Die von den Täuschkörpern in die Richtung
der ARM reflektierte Strahlung hat dabei genau dieselbe Charakteristik, wie die direkte
Strahlung des Radars selbst. Somit kann die ARM nicht unterscheiden, ob es Täuschkörper
sind oder das richtige Radar.
[0012] Eine derartige Maßnahme wird mit der
DE 42 02 753 A1 publiziert. Diese betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Schutz eines Radargerätes
gegen im Wesentlichen auf Nebenzipfel des Radar- Hauptstrahls zielende Antiradar-
Flugkörper. Dazu wird ein Teil der Energie des Hauptstrahls bzw. des Hauptstrahlsignals
aus diesem ausgekoppelt und wenigstens einer beabstandeten Reflexionskörperanordnung
gesendet, so dass diese ein den Nebenzipfeln entsprechendes Radarsignal abstrahlt.
Die Reflexionskörperanordnung kann als transportable Einrichtung ausgeführt sein.
Alternativ sieht die Lösung die Nutzung der Geländegegebenheiten vor.
[0013] Die Täuschkörper bestehen aus einem reflektierenden Material, beispielsweise Aluminium,
und sind in einem Behälter / Kanister gelagert. Dieser kann bei einem ARM -Angriff
in eine vorgegebene Höhe gebracht werden und sich dort zerlegen. Dabei bildet sich
eine Wolke reflektierender Körper, welche nun vorzugsweise vom eigenen Radar angestrahlt
werden. Die zu der ARM hin reflektierte Strahlung ist für die ARM ein besseres Ziel,
da die Signalstärke größer ist, als jene, welche direkt vom Radar stammen. Die Wolke
lenkt dabei die ARM ab und am Ziel vorbei.
[0014] Als Form der Täuschkörper sind unterschiedliche Varianten möglich. Mit Dipolen sind
schmalbandige Streustrukturen denkbar, mit anderen Geometrien sogar breitbandige Reflexionseigenschaften
erzielbar.
[0015] Ein gegenüber den bisherigen Schutzmaßnahmen gravierender Vorteil ist, dass das Radargerät
auch im Angriffsfall weiter arbeitet und damit wichtige Zeiten gespart werden.
[0016] Zudem können diese Täuschkörper auch zur Verwirrung eines IR- Suchkopfes benutzt
werden. Reflektieren diese auch im IR- Bereich, so wird dir IR- Signatur der Umgebung
von den Täuschkörpern an den Suchkopf der ARM gegeben. Das bedeutet, dass die ARM
die IR - Signatur des Radars zweimal sieht, die des eigentlichen Radars und dessen
Spiegelbild. Wird nun mit einer heißen Quelle am Radar gearbeitet, die nur im Spiegelbild
zu sehen ist, so wird die ARM zusätzlich zur Radar-Emission durch eine IR -Täuschung
verwirrt.
[0017] Des Weiteren kann mit der Wolke, bestehend aus diesen reflektierenden Täuschkörpern,
auch das der ARM eigene Radar beeinflusst werden, da die Wolke gegenüber dem Ziel
ein größeres Objekt darstellen kann und somit attraktiver für das ARM- Radar ist.
[0018] Anhand eines Ausführungsbeispiels mit Zeichnungen soll die Erfindung näher erläutert
werden. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen beispielgebenden ARM - Angriff,
- Fig. 2
- das Ausbringen der passiven Täuschkörper,
- Fig. 3, 4
- das Aufschalten der ARM auf diese Täuschkörperwolke und Vorbeifliegen am Radar.
[0019] In Fig. 1 ist beispielgebend ein Szenario dargestellt, bei dem von einem Träger 1,
beispielsweise ein Flugzeug, eine ARM 2 auf ein Fahrzeug 3 mit Radar 4 abgegeben wird,
wobei die ARM 2 sich auf das Radarsignal des Radars 4 aufschaltet. Beim Radar 4 kann
es sich beispielsweise um das firmeneigene SKYRANGER Search Radar and Control Centre
handeln. In diesem Zusammenhang ermittelt das Search Radar die ankommende ARM und
aktiviert die Gegen- bzw. Schutzmaßnahme.
[0020] Die sich drehende Radarantenne 4. 1 wird gestoppt und entgegengesetzt zur Flugrichtung
der ARM 2 ausgerichtet. In etwa zeitgleich werden die Täuschkörper 5 in die Höhe geschleudert
bzw. verbracht (Fig. 2), die dann vom eigenen Radar 4 angestrahlt, eine Emissionsquelle
für die ARM 2 darstellt, auf welches es sich wie in Fig. 3 dargestellt, aufschaltet,
um dadurch in genau dieser Höhe am Radar 4 und damit am Fahrzeug 3 vorbei zu fliegen
(Fig.4).
[0021] Die Täuschkörper 5 befinden sich vorzugsweise in einem Behälter (nicht näher dargestellt)
am Fahrzeug 3. Eine direkte Nähe zum Radar 4 ist dabei bevorzugt. Dieser Behälter
ist in eine vorgegebene Höhe verbringbar. Dort wird er dann derart geöffnet, dass
er die Täuschkörper 5 automatisch freigibt und diese ihre Aufgabe wahrnehmen können.
[0022] Diese streifenförmigen Körper 5 sind aus leitendem Material gefertigt und besitzen
beispielsweise ungefähr die Hälfte der Wellenlänge des emittierten elektromagnetischen
Feldes.
[0023] Der Behälter gibt also für die Schutzmaßnahme die Täuschkörper frei. Die Körper 5
formen eine beispielsweise halbe Wellenlängen - Dipolwolke / -wand 6 hinter dem Radar
4 und agiert als großes streuendes Objekt 7 (Fig. 3). Das Radar 4 bestrahlt nunmehr
diese Wand 6 (Strahlung 8) und der Sucher der ARM 2 empfängt diese Streuung (Strahlung
8). Diese reflektierte Strahlung (8') ist für die ARM 2 wesentlich interessanter,
als das Radar 4 selbst, welches zudem selbst nicht in die Angriffsrichtung sendet
(Fig. 4).
[0024] Unter Fahrzeug 3 werden im herkömmlichen Sinne alle Land-, Luft- oder Wasserfahrzeuge
(Schiffe) zusammengefasst.
[0025] Es versteht sich, dass auch andere Verfahren zur Bestimmung der Entfernung eines
durch die Atmosphäre fliegenden Objektes hierbei heranziehbar sind, als es vom SKYRANGER
bekannt ist. Ein derartiges Verfahren beispielsweise mit Hilfe eines passiven Sensors
wird in der
DE 195 46 873 C1 beschrieben. Nach Ermittlung des ankommenden Objektes wird dann in der beschriebenen
Art und Weise die Gegenmaßnahme aktiviert. Auch könnte ein weiteres Radar vorgesehen
werden, welches die Täuschkörper 5 anstrahlt. In diesem Fall ist das eigentliche Radar
4 jedoch so gegenüber der angreifenden ARM 2 zu positionieren, dass es von dieser
nicht als Quelle erkannt wird.
1. Schutzeinrichtung für ein stationäres und/oder mobiles Radar (4) vor einem Anti-Radiation-Missile
ARM - Angriff, wobei Täuschkörper oder Sender (5) zum Täuschen oder Stören der ARM
(2) ausgebracht werden, die Täuschkörper oder Sender (5) passive Körper sind, welche
von einem Radar bestrahlt und diese Strahlen von diesen Körpern (5) reflektiert werden,
dadurch gekennzeichnet, dass die Täuschkörper (5) in etwa zeitgleich in die Höhe geschleudert bzw. verbracht werden
zum Formen einer 2- oder 3- dimensionale Dipolwolke / -wand (6) in Flugrichtung des
ARM (2) hinter dem Radar (4) als großes streuendes Objekt (7).
2. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Täuschkörper (5) sich in einem Behälter am Fahrzeug (3) befinden, wobei dieser
Behälter in eine vorgegebene Höhe verbringbar ist und dort derart geöffnet wird, dass
er die Täuschkörper (5) automatisch freigibt.
3. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das, die Täuschkörper oder Sender (5) bestrahlende Radar, das zu schützende Radar
(4) ist.
4. Schutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Täuschkörper oder Sender (5) sich in direkter Nähe zum Radar (4) befinden.
5. Schutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Täuschkörper oder Sender (5) Dipolen mit schmalbandige Streustrukturen oder breitbandige
Reflexionseigenschaften sind.
6. Schutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Täuschkörper oder Sender (5) eine streifenförmige Form aufweisen und aus leitendem
Material gefertigt sind, wobei sie ungefähr die Hälfte der Wellenlänge des emittierten
elektromagnetischen Feldes besitzen.
7. Schutzmaßnahme für ein Radar (4) vor einem Anti-Radiation-Missile ARM - Angriff wobei
Täuschkörper oder Sender (5) zum Täuschen oder Stören der ARM (2) ausgebracht werden,
nachdem eine anfliegende ARM (2) ermittelt wurde, wobei passive Täuschkörper oder
Sender (5) in etwa zeitgleich in die Höhe ausgebracht werden, die eine 2- oder 3-
dimensionale Dipolwolke / -wand (6) in Flugrichtung des ARM (2) hinter dem Radar (4)
formen, die dann von einem Radar bestrahlt diese Strahlung reflektieren, wobei die
von den Täuschkörpern oder Sendern (5) in die Richtung der ARM reflektierte Strahlung
(8') dabei genau dieselbe Charakteristik wie die direkte Strahlung (8) des Radars
(4) selbst hat, so dass die ARM (2) in genau dieser Höhe am Radar (4) vorbei fliegt.
8. Schutzmaßnahme nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Täuschkörper oder Sender (5) in eine vordefinierte Höhe zum Radar (4) gebracht
werden.
9. Schutzmaßnahme nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Radar (4) nicht in die Angriffsrichtung sendet.
1. Protective device for a stationary and/or mobile radar (4) against an anti-radiation
missile/ARM attack, wherein decoy bodies or transmitters (5) are deployed in order
to decoy or jam the ARM (2), which decoy bodies or transmitters (5) are passive bodies
which are illuminated by a radar and these beams are reflected by these bodies (5),
characterized in that the decoy bodies (5) are thrown or deployed at approximately the same time into the
air in order to form a two-dimensional or three-dimensional dipole cloud/wall (6)
in the direction of flight of the ARM (2), behind the radar (4), as a large scattering
object (7).
2. Protective device according to Claim 1, characterized in that the decoy bodies (5) are located in a container on the vehicle (3), wherein this
container can be deployed to a predetermined height where it is opened such that it
automatically releases the decoy bodies (5).
3. Protective device according to Claim 1 or 2, characterized in that the radar which illuminates the decoy bodies or transmitters (5) is the radar (4)
to be protected.
4. Protective device according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the decoy bodies or transmitters (5) are located in the immediate vicinity of the
radar (4).
5. Protective device according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the decoy bodies or transmitters (5) are dipoles with narrowband scattering structures
or broadband reflection characteristics.
6. Protective device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the decoy bodies or transmitters (5) are in the form of strips and are manufactured
from conductive material, and they have approximately half the wavelength of the emitted
electromagnetic field.
7. Protective measure for a radar (4) against an anti-radiation missile/ARM attack, wherein
decoy bodies or transmitters (5) are deployed in order to decoy or jam the ARM (2)
once an approaching ARM (2) has been determined, with passive decoy bodies or transmitters
(5) being deployed approximately at the same time into the air, forming a two-dimensional
or three-dimensional dipole cloud/wall (6) in the direction of flight of the ARM (2)
behind the radar (4) and, when illuminated by a radar, then reflecting this radiation,
with the radiation (8') which is reflected by the decoy bodies or transmitters (5)
in the direction of the ARM in this case having precisely the same characteristic
as the direct radiation (8) of the radar (4) itself, as a result of which the ARM
(2) flies past the radar (4) at precisely this height.
8. Protective measure according to Claim 8, characterized in that the decoy bodies or transmitters (5) are deployed to a predetermined height with
respect to the radar (4).
9. Protective measure according to Claim 8 or 9, characterized in that the radar (4) does not transmit in the attack direction.
1. Dispositif de protection pour un radar (4) fixe et/ou mobile contre une attaque par
un missile antiradiation / ARM, des leurres ou des émetteurs (5) destinés à tromper
ou à perturber l'ARM (2) étant délivrés, les leurres ou les émetteurs (5) étant des
corps passifs qui sont irradiés par un radar et ces rayons étant réfléchis par ces
corps (5), caractérisé en ce que les leurres (5) sont éjectés ou amenés approximativement simultanément en hauteur
pour former une nuée / un mur (6) de dipôles bi- ou tridimensionnel derrière le radar
(4), dans la direction du vol de l'ARM (2), en tant que grand objet rayonnant (7).
2. Dispositif de protection selon la revendication 1, caractérisé en ce que les leurres (5) se trouvent dans un récipient sur le véhicule (3), ce récipient pouvant
être amené à une hauteur prédéfinie et puis étant ouvert de telle sorte qu'il libère
automatiquement les leurres (5).
3. Dispositif de protection selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le radar qui diffuse les leurres ou les émetteurs (5) est le radar (4) à protéger.
4. Dispositif de protection selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les leurres ou les émetteurs (5) se trouvent à proximité immédiate du radar (4).
5. Dispositif de protection selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les leurres ou les émetteurs (5) sont des dipôles ayant des structures de dispersion
à bande étroite ou des propriétés de réflexion à large bande.
6. Dispositif de protection selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les leurres ou les émetteurs (5) présentent une forme en bande et sont fabriqués
dans un matériau conducteur, ceux-ci possédant environ la moitié de la longueur d'onde
du champ électromagnétique émis.
7. Mesure de protection pour un radar (4) contre une attaque par un missile antiradiation
/ ARM, des leurres ou des émetteurs (5) destinés à tromper ou à perturber l'ARM (2)
étant délivrés après avoir détecté l'approche d'un ARM (2), les leurres ou les émetteurs
(5) passifs étant amenés approximativement simultanément en hauteur pour former une
nuée / un mur (6) de dipôles bi- ou tridimensionnel derrière le radar (4), dans la
direction du vol de l'ARM (2), lequel est alors irradié par un radar et réfléchit
ce rayonnement, le rayonnement (8') réfléchi en direction de l'ARM par les leurres
ou les émetteurs (5) possédant exactement la même caractéristique que le rayonnement
direct (8) du radar (4) lui-même, de sorte que l'ARM (2) passe à côté du radar (4)
exactement à cette hauteur.
8. Mesure de protection selon la revendication 8, caractérisée en ce que les leurres ou les émetteurs (5) sont amenés à une hauteur prédéfinie par rapport
au radar (4).
9. Mesure de protection selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que le radar (4) n'émet pas dans la direction de l'attaque.


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