(19)
(11) EP 2 230 373 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
22.09.2010  Patentblatt  2010/38

(21) Anmeldenummer: 10000619.6

(22) Anmeldetag:  22.01.2010
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E06B 3/58(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA RS

(30) Priorität: 20.03.2009 DE 102009013734

(71) Anmelder: Stoll, Matthias
88250 Weingarten (DE)

(72) Erfinder:
  • Stoll, Matthias
    88250 Weingarten (DE)

(74) Vertreter: Otten, Herbert 
Grosstobelerstrasse 39
88276 Ravensburg / Berg
88276 Ravensburg / Berg (DE)

   


(54) Fensterverkleidungssystem zur Verkleidung eines Rahmens eines Fensters


(57) Die Erfindung betrifft ein Fensterverkleidungssystem (1) zur Verkleidung eines Rahmens (3) eines Fensters (2), wobei das Fensterverkleidungssystem (1) das Fenster (2) mit einer Scheibe (4) und den die Scheibe (4) umlaufenden Rahmen (3) umfasst, wobei das Fensterverkleidungssystem (1) weiterhin ein Profil (5) umfasst, wobei das Profil (5) eine Dichtung (6) trägt und mit dieser an der Scheibe (4) anliegt. Hierbei weist das Profil (5) auf einer Innenseite (14) Verbindungsmittel (15) für eine Verbindung auf, wobei das Profil (5) mit den Verbindungsmitteln (15) unter Ausnutzung der elastischen Verformbarkeit der Dichtung (6) zwischen der Scheibe (4) und wenigstens einem von dem Rahmen (3) etwa parallel zu der Scheibe (4) hervorstehenden Anschlag (17) einklemmbar ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Fensterverkleidungssystem zur Verkleidung eines Rahmens eines Fensters gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

[0002] Aus der EP 1 640 547 A1 ist ein Fensterverkleidungssystem zur Verkleidung eines Rahmens eines Fensters bekannt, wobei das Fensterverkleidungssystem ein Fenster mit einer Scheibe und einen die Scheibe umlaufenden Rahmen umfasst, wobei das Fensterverkleidungssystem weiterhin ein Profil umfasst, wobei das Profil eine Dichtung trägt und mit dieser an der Scheibe anliegt. Das Profil hält sich hier mit einer Zunge an Halterungen, welche mit dem Rahmen des Fensters verschraubt sind.

[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Fensterverkleidungssystem vorzuschlagen, bei welchem ein Profil, das eine Dichtung trägt, dauerhaft sicher an dem Rahmen eines Fensters befestigbar ist.

[0004] Diese Aufgabe wird ausgehend von den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. In den Unteransprüchen sind vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen angegeben.

[0005] Das erfindungsgemäße Fensterverkleidungssystem zur Verkleidung einer Sichtseite eines Fensters bzw. zur Verkleidung eines Rahmens eines Fensters umfasst ein Profil, welches auf einer Innenseite bzw. an einer Unterseite Verbindungsmittel für eine Verbindung aufweist, wobei das Profil mit den Verbindungsmitteln unter Ausnutzung der elastischen Verformbarkeit einer Dichtung zwischen einer Scheibe und wenigstens einem von einem Rahmen etwa parallel zu der Scheibe hervorstehenden Anschlag einklemmbar ist. Durch ein Einklemmen der Baueinheit aus Profil und Dichtung wird ein sicherer Halt der Baueinheit auch über lange Zeiträume sichergestellt, da das Profil nicht auf Zug, sondern im Wesentlichen nur auf Druck belastet wird. Kern der Erfindung ist somit ein Fensterverkleidungssystem mit einem Befestigungskonzept, welches weitgehend unabhängig von den zur Verkleidung verwendeten Materialien wie zum Beispiel Aluminium oder Kunststoff eine dauerhaft sichere und dauerhaft dichte Verkleidung des Fensters ermöglicht.

[0006] Die Erfindung sieht weiterhin vor, das Profil als Winkelprofil auszubilden, wobei das Winkelprofil einen ersten Schenkel und einen zweiten Schenkel umfasst, wobei der zweite Schenkel etwa parallel zu der Scheibe verläuft, wobei der erste Schenkel von dem zweiten Schenkel aus in Richtung der Scheibe verläuft und die Dichtung trägt und wobei die Verbindungsmittel an der Innenseite des ersten Schenkels ausgebildet sind und wobei der zweite Schenkel insbesondere ein Blendprofil überdeckt, welches an einer Sichtseite des Rahmens angeordnet ist. Eine derartige Ausgestaltung des Profils verleiht der Verkleidung zusätzliche Stabilität, da der zweite Schenkel mit seiner Innenseite eine weitere Anlagefläche an den Rahmen bildet. Weiterhin wird durch ein derartiges L-Profil der Rahmen in seinem die Scheibe seitliche haltenden Bereich besonders gut vor Witterungseinflüssen geschützt.

[0007] Erfindungsgemäß ist es auch vorgesehen, den Anschlag mit einem Fußteil an dem Rahmen oder in dem Rahmen zu befestigten und den Anschlag mit einem Kopfteil über den Rahmen hinausstehen zu lassen. Hierdurch ist eine dauerhaft belastbare Verbindung zwischen Rahmen und Anschlag gewährleistet.

[0008] Gemäß einer Ausführungsvariante der Erfindung ist es vorgesehen, das Kopfteil mit einem Rücksprung auszustatten, in welchen das Profil mit seinen Verbindungsmitteln eingreift, wobei der Rücksprung insbesondere als Kerbe und insbesondere als umlaufende Kerbe ausgebildet ist. Ein derartiger Rücksprung ist fertigungstechnisch einfach herstellbar und erlaubt einem Monteur weiterhin den korrekten Sitz des Profils zwischen Scheibe und Anschlag durch eine Rastbewegung und/oder ein Rastgeräusch festzustellen.

[0009] Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante ist es vorgesehen, das Kopfteil mit einem Vorsprung auszustatten, an welchem das Profil mit seinen Verbindungsmitteln anliegt, wobei der Vorsprung insbesondere als Wulst und insbesondere als umlaufender Wulst ausgebildet ist. Ein derartiger Wulst ist fertigungstechnisch ebenfalls einfach herstellbar und erlaubt einem Monteur ebenfalls den korrekten Sitz des Profils zwischen Scheibe und Anschlag durch eine Rastbewegung und/oder ein Rastgeräusch festzustellen.

[0010] Weiterhin sieht die Erfindung vor, den Anschlag als Bolzen auszubilden und in einer Bohrung zu führen, welche in den Rahmen eingebracht ist, wobei der Anschlag insbesondere entlang einer Längsachse der Bohrung gegen ein Federelement verschiebbar ist. Bohrungen, welche als Bolzenführungen dienen, lassen sich auch vor Ort einfach und mit hinreichender Genauigkeit herstellen. Durch ein Federelement lässt sich eine Verfahrbarkeit des Bolzens, welche die Montage erleichtert, mit minimalem Aufwand realisieren.

[0011] Gemäß einer Ausführungsvariante sieht es die Erfindung auch vor, den Anschlag in einer Tasche zu befestigen, welche in den Rahmen eingebracht ist, wobei der Anschlag mit dem Rahmen insbesondere verschraubt und/oder verklebt ist. Derartige Aufnahmetaschen lassen sich fertigungstechnisch mit einem Formfräser einfach herstellen. Durch eine Verschraubung und/oder Verklebung lässt sich mit einfachen Mitteln schnell ein sicherer Halt des Anschlags an dem Rahmen verwirklichen.

[0012] Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante sieht die Erfindung vor, den Anschlag auf der Sichtseite des Rahmens zu befestigen, insbesondere auf die Sichtseite des Rahmens aufzuschrauben und/oder insbesondere mit der Sichtseite des Rahmens zu verkleben und insbesondere den Anschlag durch das Blendprofil selbst zu bilden. Eine derartige Befestigung des Anschlags ist in der Praxis besonders einfach und schnell herstellbar, da der Rahmen nicht bearbeitet werden muss. Ganz besonders kosteneffektiv ist eine Verwendung des Blendprofils als Anschlag bzw. eine Ausgestaltung des Anschlags als Blendprofil, da hierdurch zwei Bauteile, die an sich separat befestigt werden müssen, zu einem Bauteil zusammengefasst werden, welches eine Doppelfunktion übernimmt, nämlich das Verkleiden der Sichtseite des Rahmens und das Bilden eines Gegenlagers für das Bauteil aus Profil und Dichtung.

[0013] Die Erfindung sieht weiterhin vor, einen Bewegungsweg des Anschlags in Richtung des Profils durch Begrenzungsmittel zu begrenzen. Hierdurch kann ein unbeabsichtigtes Herausspringen eines beweglich geführten Anschlags aus dem Rahmen wirksam verhindert werden.

[0014] Schließlich sieht die Erfindung vor, das Profil an mehreren Anschlägen abzustützen. Hierdurch lassen sich auch lange Profile sicher und genau fixieren. Hierbei ist es insbesondere auch vorgesehen, die Anschläge in regelmäßigen Abständen zueinander anzuordnen.

[0015] Im Sinne der Erfindung wird unter einem Fenster auch ein Türelement, ein Wintergartenelement, ein Fassadenelement oder ein ähnlicher Bauelement, welches eine Scheibe oder Platte aufnimmt verstanden.

[0016] Im Sinne der Erfindung wird unter einem Rahmen eines Fensters sowohl ein Rahmen verstanden, welcher als fest stehender Rahmen bei einer sogenannten Festverglasung die Scheibe aufnimmt, als auch ein Flügelrahmen verstanden, welcher bei einem Dreh- oder Dreh/Kippfenster die Scheibe aufnimmt.

[0017] Im Sinne der Erfindung wird unter einer Sichtseite eines Rahmens die Seitenfläche eines Rahmens verstanden, welche etwa parallel zu der Scheibe verläuft.

[0018] Im Sinne der Erfindung wird unter einer formschlüssigen Verbindung zwischen dem Anschlag und dem Profil jede Verbindung verstanden, bei welcher eine Abstützung des Profils an dem Anschlag nicht ausschließlich durch Reibkräfte erfolgt.

[0019] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Zeichnung anhand von schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen beschrieben.

[0020] Hierbei zeigt:
Figur 1:
eine Darstellung einer ersten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Fensterverkleidungssystems in schematischer Schnittdarstellung;
Figur 2:
eine Seitenansicht auf die Darstellung der Figur 1 aus einer Pfeilrichtung II und
Figur 3:
eine Draufsicht auf die Darstellung der Figur 1 aus einer Pfeilrichtung III und
Figur 4 bis 7:
eine Darstellung einer zweiten bis fünften Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Fensterverkleidungssystems in schematischer Schnittdarstellung.


[0021] In der Figur 1 ist eine erste Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Fensterverleidungssystems 1 in einer schematischen Schnittansicht dargestellt. Das Fensterverkleidungssystem 1 umfasst ein Fenster 2 mit einem Rahmen 3 und einer Scheibe 4. Die Scheibe 4 ist als Glasscheibe ausgeführt. Entsprechend einer nicht dargestellten Ausführungsvariante ist auch vorgesehen, die Scheibe als Platte, insbesondere als geschäumte Kunststoffplatte oder Aluverbundplatte auszuführen. Der Rahmen 3 ist als fest stehender Rahmen ausgeführt. Gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsvariante ist es auch vorgesehen den Rahmen zweiteilig aus einem fest stehenden Blendrahmen und einem zu dem Blendrahmen beispielsweise dreh- und kippbaren Flügelrahmen auszubilden. Weiterhin umfasst das Fensterverkleidungssystem 1 ein Profil 5, welches eine Dichtung 6 trägt und mit dieser Dichtung 6 an der Scheibe 4 anliegt. Das Profil 5 und die Dichtung 6 bilden eine Verkleidungseinheit 7, welche einen Glasfalzrücken 8 des Rahmens 3 abdeckt. Die Figur 2 zeigt eine schematische Ansicht aus einer Pfeilrichtung II auf das Fensterverkleidungssystem 1. In dieser Ansicht ist erkennbar, dass das Fensterverkleidungssystem 1 insgesamt vier Verkleidungseinheiten 7 umfasst. Wie die Figur 1 zeigt ist das Profil 5 der Verkleidungseinheit 7 als Winkelprofil 9 ausgebildet und umfasst einen ersten Schenkel 10 und einen zweiten Schenkel 11. Der zweite Schenkel 11 verläuft etwa parallel zu der Scheibe 4 und überdeckt teilweise eine Sichtseite 12 des Rahmens 3. Der erste Schenkel 10 erstreckt sich von dem zweiten Schenkel 11 aus in Richtung der Scheibe 4 und greift in einer zu der Scheibe 4 offenen Haltenut 13 die Dichtung 6. An einer Innenseite 14 des Profils 5 bzw. des ersten Schenkels 10 sind Verbindungsmittel 15 ausgebildet. Zwischen dem zweiten Schenkel 11 und der Sichtseite 12 des Rahmens 3 ist eine Blendprofils 16 angeordnet, welches ebenfalls zu dem Fensterverkleidungssystem 1 gehört. Die Verbindungsmittel 15 wirken mit einem Anschlag 17 zusammen, welcher als Bolzen 18 ausgeführt ist. Der Bolzen 18 ist in einer Bohrung 19 geführt, welche mit einer Längsachse L parallel zu der Scheibe 4 in den Rahmen 3 bzw. in dessen Glasfalzrücken 8 eingebracht ist. In der Figur 3, welche eine Draufsicht auf die Darstellung der Figur 1 aus der Pfeilrichtung III zeigt, ist erkennbar, dass der Verkleidungseinheit 7 mehrere Anschläge 17 zugeordnet sind. Zur Besseren Erkennbarkeit ist das Profil 5 in der Ansicht der Figur 3 deshalb im Bereich der Anschläge 17 aufgeschnitten dargestellt. Somit sind in dieser Ansicht auch die Bohrungen 19 erkennbar, in welchen die Anschläge 17 geführt sind. Wie die Figur 1 zeigt wird der Bolzen 18 mit einem Fußteil 20 in der Bohrung 19 gehalten und steht mit einem Kopfteil 21 über die Bohrung 19 bzw. aus dem Rahmen 3 bzw. dessen Glasfalzrücken 8 hervor. Durch ein Federelement 22 wird der Bolzen 18 entlang der Längsachse L der Bohrung 19 in eine Pfeilrichtung y gedrückt. Durch diese Beaufschlagung des Bolzens 18 mit einer durch das Federelement 22, welches als Spiralfeder 23 ausgebildet ist, erzeugten Spannkraft F wird eine Montage der Verkleidungseinheit 7 erleichtert, da der Bolzen 19 mit seinem Kopfteil 21 bei einem Aufdrücken der Verkleidungseinheit 7 aus einer Pfeilrichtung y' durch ein leichtes Schwenken der Verkleidungseinheit 7 um eine in die Zeichnungsebene der Figur 1 hinein verlaufende Drehachse D in eine Drehrichtung w leichter hinter die Verbindungsmittel 15 springt, welche als Steg 24 ausgeführt sind. Beim Aufsetzten wird die Verkleidungseinheit 7 auch mit einer Druckkraft DF beaufschlagt, welche gegen die Scheibe 4 gerichtet ist, um die Dichtung 6 zu komprimieren bzw. elastische zu verformen, so dass diese im montierten Zustand der Verkleidungseinheit 7 das Profil 5 mit einer Spannkraft SF gegen den Anschlag 17 drückt und so die Verkleidungseinheit 7 in ihrer in der Figur 1 gezeigten Stellung fixiert. Bei einer nach dem beschrieben Befestigungskonzept ausgebildeten Verkleidungseinheit 7 ist nicht nur ein dauerhaft sicherer Halt des Profils 5 gegeben, sondern es wird ebenso eine dauerhaft zuverlässige Abdichtung eines zwischen dem Rahmen 3 und dem Profil 5 liegenden Hohlraums 25 gewährleistet, da die Dichtung 6 dauerhaft zuverlässig an die Scheibe 4 gedrückt wird. Die oben erwähnten weiteren Verkleidungseinheiten werden mittels weiterer Anschläge in analoger Weise an dem Rahmen 3 befestigt. Somit ist das Fensterverkleidungssystem 1 geeignet einen die Scheibe 4 umlaufenden zuverlässigen Schutz des Rahmens 3, welcher als Holzrahmen ausgeführt ist, zu gewährleisten. Die Scheibe 4 ist in herkömmlicher Weise mittels einer Verklotzung 26 in einem umlaufenden Glasfalz 27 ausgerichtet und durch umlaufend angeordneten Glashalteleisten 28 und beidseitig umlaufenden Kitt-/Silikonfugen 29, 30 gesichert und fixiert. Gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsvariante ist es auch vorgesehen, das Profil als Flachprofil auszubilden und insbesondere das Blendprofil zwischen der Innenseite des Profils und dem Rahmen weiterzuführen. Bei einer derartigen Ausführungsvariante ist es vorgesehen, dass die Anschläge bzw. die Bohrungen das Blendprofil durchdringen. Alternativ zu einem oben beschrieben Montagevorgang für die aus Profil und Dichtung bestehende Verkleidungseinheit ist es auch vorgesehen, zunächst nur das Profil ohne die Dichtung auf die Anschläge zu pressen und anschließend die Dichtung zwischen das Profil und die Dichtung einzudrücken und hierdurch eine zusätzliche Verspannung des Profils herbeizuführen.

[0022] Bezüglich der nachfolgend beschriebenen zweiten bis fünften Ausführungsvariante wird grundsätzlich auf die Beschreibung zu der in den Figuren 1 bis 3 gezeigten ersten Ausführungsvariante verwiesen.

[0023] In der Figur 4 ist eine Darstellung einer zweiten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Fensterverkleidungssystems 1 in schematischer Schnittdarstellung gezeigt. Im Unterschied zu der in den Figuren 1 bis 3 gezeigten ersten Ausführungsvariante weist ein Glasfalzrücken 8 eines Rahmens 3 eine schräg verlaufende Rückenfläche 31 auf. Unabhängig hiervon verläuft eine Bohrung 19 für einen Bolzen 18 weiterhin parallel zu einer Scheibe 4 in den Rahmen 3 bzw. in den Glasfalzrücken 8. Somit ist ein Profil 5 unabhängig von einer speziellen Formgebung des Rahmens 3 bzw. des Glasfalzrückens 8 verwendbar.

[0024] In der Figur 5a ist eine Darstellung einer dritten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Fensterverkleidungssystems 1 in schematischer Schnittdarstellung gezeigt. Im Unterschied zu der in den Figuren 1 bis 3 gezeigten ersten Ausführungsvariante ist ein Anschlag 17 nicht in einer Bohrung gefedert geführt, sondern in einer Tasche 32 starr befestigt. Zur Definition einer Raststellung weist der Anschlag 17 einen Rücksprung 33 auf. Der Rücksprung 33 ist als umlaufende Kerbe 34 ausgebildet und wirkt bei montierter Verkleidungseinheit 7 mit einem Steg 24 der Verkleidungseinheit 7 bzw. eines Profils 5 zusammen. Eine Ausführungsvariante zu der Figur 5a sieht entsprechend der Figur 5b vor, dass eine Anschlageinheit AE einen Anschlag 17 bzw. Bolzen 18, eine Spiralfeder 23 und eine Hülse H umfasst, wobei der Bolzen 18 in der Hülse H geführt ist. Hierdurch ist auch bei Rahmen mit starken Alterungserscheinungen eine präzise und belastbare Führung des Bolzens 18 gewährleistbar. Die Erfindung sieht auch vor, die Hülsen mehrerer derartiger Anschlageinheiten zu einem Bauteil zu verbinden und hierdurch zusätzlich eine optimierte Ausrichtung der Bolzen zueinander zu erreichen. Ein Bewegungsweg des Anschlags 17 in Pfeilrichtung y ist durch Begrenzungsmittel BM begrenzt.

[0025] In der Figur 6 ist eine Darstellung einer vierten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Fensterverkleidungssystems 1 in schematischer Schnittdarstellung gezeigt. Diese Ausführungsvariante stellt eine Kombination der ersten und der dritten Ausführungsvariante dar, da hier ein gefedert geführter Bolzen 18 als Anschlag 17 Verwendung findet, welcher als Rücksprung 33 eine umlaufender Kerbe 34 aufweist, in welche ein Steg 24 eines Profils 5 einrastbar ist. Eine derartige Ausführungsvariante, bei welcher der Anschlage 17 sowohl gefedert geführt ist, als auch einen Rücksprung 33 aufweist, ist besonders montagefreundlich.

[0026] In der Figur 7 ist eine Darstellung einer fünften Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Fensterverkleidungssystems 1 in schematischer Schnittdarstellung gezeigt. Diese Ausführungsvariante stellt eine Variante dar, welche von der ersten Ausführungsvariante abgeleitet ist. Im Unterschied zu der ersten Ausführungsvariante weist ein Bolzen 18 hier einen Rücksprung 33 auf und ist zusätzlich zu einer Innenseite 14 eines Profils 5 hin abgeschrägt, um die Reibung zwischen dem Bolzen 18 und dem Profil 5 zu verringern und zu erreichen, dass das Profil 5 bzw. eine aus dem Profil 5 und einer Dichtung 6 gebildete Verkleidungseinheit 7 in seitlicher Richtung x bzw. x' eine optimale Stellung einnimmt.

[0027] Gemäß einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsvariante ist es vorgesehen, einen Bewegungsweg, um welchen der Anschlag in Richtung des Profils verfahrbar ist, durch ein Begrenzungsmittel zu begrenzen. Hierbei ist es vorgesehen, das Begrenzungsmittel an dem Rahmen zu befestigen und in eine auf den erlaubten Bewegungsweg abgestimmte Ausnehmung in dem Anschlag eingreifen zu lassen.

[0028] Die Erfindung ist nicht auf dargestellte oder beschriebene Ausführungsbeispiele beschränkt. Sie umfasst vielmehr Weiterbildungen der Erfindung im Rahmen der Schutzrechtsansprüche.

Bezugszeichenliste:



[0029] 
1
Fensterverkleidungssystem
2
Fenster
3
Rahmen
4
Scheibe bzw. Platte
5
Profil
6
Dichtung
7
Verkleidungseinheit
8
Glasfalzrücken
9
Winkelprofil
10
erster Schenkel von 9
11
zweiter Schenkel von 9
12
Sichtseite von 3
13
Haltenut
14
Innenseite von 5 bzw. 10
15
Verbindungsmittel
16
Blendprofil
17
Anschlag
18
Bolzen
19
Bohrung
20
Fußteil von 18
21
Kopfteil von 18
22
Federelement
23
Spiralfeder
24
Steg
25
Hohlraum
26
Verklotzung
27
Glasfalz
28
Glashalteleiste
29
Kitt-/Silikonfuge
30
Kitt-/Silikonfuge
31
Rückenfläche von 8
32
Tasche an 3
33
Rücksprung an 17
34
Kerbe an 17
AE
Anschlageinheit
BM
Begrenzungsmittel
D
Drehachse
DF
Druckkraft
F
Spannkraft von 18
H
Hülse für 18
L
Längsachse von 19
SF
Spannkraft
w
Drehrichtung
x, x'
Richtung
y, y'
Richtung



Ansprüche

1. Fensterverkleidungssystem (1) zur Verkleidung eines Rahmens (3) eines Fensters (2), wobei das Fensterverkleidungssystem (1) das Fenster (2) mit einer Scheibe (4) und den die Scheibe (4) umlaufenden Rahmen (3) umfasst, wobei das Fensterverkleidungssystem (1) weiterhin ein Profil (5) umfasst, wobei das Profil (5) eine Dichtung (6) trägt und mit dieser an der Scheibe (4) anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil (5) auf einer Innenseite (14) Verbindungsmittel (15) für eine Verbindung aufweist, wobei das Profil (5) mit den Verbindungsmitteln (15) unter Ausnutzung der elastischen Verformbarkeit der Dichtung (6) zwischen der Scheibe (4) und wenigstens einem von dem Rahmen (3) etwa parallel zu der Scheibe (4) hervorstehenden Anschlag (17) einklemmbar ist.
 
2. Fensterverkleidungssystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil (5) als Winkelprofil (9) aufgebildet ist, wobei das Winkelprofil (9) einen ersten Schenkel (10) und einen zweiten Schenkel (11) umfasst, wobei der zweite Schenkel (11) etwa parallel zu der Scheibe (4) verläuft, wobei der erste Schenkel (10) von dem zweiten Schenkel (11) aus in Richtung der Scheibe (4) verläuft und die Dichtung (6) trägt und wobei die Verbindungsmittel (15) an der Innenseite (14) des ersten Schenkels (10) ausgebildet sind und wobei der zweite Schenkel (11) insbesondere ein Blendprofil (16) überdeckt, welches an einer Sichtseite (12) des Rahmens (3) angeordnet ist.
 
3. Fensterverkleidungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (17) ein Kopfteil (21) und ein Fußteil (20) umfasst, wobei der Anschlag (17) mit dem Kopfteil (21) über den Rahmen (3) hervorsteht, wobei der Anschlag (17) mit dem Fußteil (20) an dem Rahmen (3) oder in dem Rahmen (3) befestigbar ist.
 
4. Fensterverkleidungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopfteil (21) einen Rücksprung (33) aufweist, in welchen das Profil (5) mit seinen Verbindungsmitteln (15) eingreift, wobei der Rücksprung (33) insbesondere als Kerbe (34) und insbesondere als umlaufende Kerbe (34) ausgebildet ist.
 
5. Fensterverkleidungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopfteil (21) einen Vorsprung aufweist, an welchem das Profil (5) mit seinen Verbindungsmitteln (15) anliegt, wobei der Vorsprung insbesondere als Wulst und insbesondere als umlaufender Wulst ausgebildet ist.
 
6. Fensterverkleidungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (17) als Bolzen (18) ausgebildet ist und in einer Bohrung (19) geführt ist, welche in den Rahmen (3) eingebracht ist, wobei der Anschlag (17) insbesondere entlang einer Längsachse (L) der Bohrung (19) gegen ein Federelement (22) verschiebbar ist.
 
7. Fensterverkleidungssystem (1) nach einem Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (17) in einer Tasche (32) befestigt ist, welche in den Rahmen (3) eingebracht ist, wobei der Anschlag (17) mit dem Rahmen (3) insbesondere verschraubt und/oder verklebt ist.
 
8. Fensterverkleidungssystem (1) nach einem Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (17) auf der Sichtseite (12) des Rahmens (3) befestigbar ist, insbesondere auf die Sichtseite (12) des Rahmens (3) aufschraubbar ist und/oder insbesondere mit der Sichtseite (12) des Rahmens verklebbar ist und insbesondere durch das Blendprofil (16) selbst gebildet ist.
 
9. Fensterverkleidungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bewegungsweg des Anschlags (17) in Richtung (y) des Profils (5) durch Begrenzungsmittel (BM) begrenzbar ist.
 
10. Fensterverkleidungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil (5) an mehreren Anschlägen (17) und insbesondere an wenigstens vier Anschlägen (17) abstützbar ist.
 
11. Fensterverkleidungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen den Verbindungsmitteln (15) des Profils (5) und dem wenigstens einen Anschlag (17) als formschlüssige Verbindung ausgebildet ist.
 




Zeichnung























Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente