[0001] Die Erfindung betrifft ein Fensterverkleidungssystem zur Verkleidung eines Rahmens
eines Fensters gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
EP 1 640 547 A1 ist ein Fensterverkleidungssystem zur Verkleidung eines Rahmens eines Fensters bekannt,
wobei das Fensterverkleidungssystem ein Fenster mit einer Scheibe und einen die Scheibe
umlaufenden Rahmen umfasst, wobei das Fensterverkleidungssystem weiterhin ein Profil
umfasst, wobei das Profil eine Dichtung trägt und mit dieser an der Scheibe anliegt.
Das Profil hält sich hier mit einer Zunge an Halterungen, welche mit dem Rahmen des
Fensters verschraubt sind.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Fensterverkleidungssystem vorzuschlagen, bei welchem
ein Profil, das eine Dichtung trägt, dauerhaft sicher an dem Rahmen eines Fensters
befestigbar ist.
[0004] Diese Aufgabe wird ausgehend von den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 durch
die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. In den Unteransprüchen sind vorteilhafte
und zweckmäßige Weiterbildungen angegeben.
[0005] Das erfindungsgemäße Fensterverkleidungssystem zur Verkleidung einer Sichtseite eines
Fensters bzw. zur Verkleidung eines Rahmens eines Fensters umfasst ein Profil, welches
auf einer Innenseite bzw. an einer Unterseite Verbindungsmittel für eine Verbindung
aufweist, wobei das Profil mit den Verbindungsmitteln unter Ausnutzung der elastischen
Verformbarkeit einer Dichtung zwischen einer Scheibe und wenigstens einem von einem
Rahmen etwa parallel zu der Scheibe hervorstehenden Anschlag einklemmbar ist. Durch
ein Einklemmen der Baueinheit aus Profil und Dichtung wird ein sicherer Halt der Baueinheit
auch über lange Zeiträume sichergestellt, da das Profil nicht auf Zug, sondern im
Wesentlichen nur auf Druck belastet wird. Kern der Erfindung ist somit ein Fensterverkleidungssystem
mit einem Befestigungskonzept, welches weitgehend unabhängig von den zur Verkleidung
verwendeten Materialien wie zum Beispiel Aluminium oder Kunststoff eine dauerhaft
sichere und dauerhaft dichte Verkleidung des Fensters ermöglicht.
[0006] Die Erfindung sieht weiterhin vor, das Profil als Winkelprofil auszubilden, wobei
das Winkelprofil einen ersten Schenkel und einen zweiten Schenkel umfasst, wobei der
zweite Schenkel etwa parallel zu der Scheibe verläuft, wobei der erste Schenkel von
dem zweiten Schenkel aus in Richtung der Scheibe verläuft und die Dichtung trägt und
wobei die Verbindungsmittel an der Innenseite des ersten Schenkels ausgebildet sind
und wobei der zweite Schenkel insbesondere ein Blendprofil überdeckt, welches an einer
Sichtseite des Rahmens angeordnet ist. Eine derartige Ausgestaltung des Profils verleiht
der Verkleidung zusätzliche Stabilität, da der zweite Schenkel mit seiner Innenseite
eine weitere Anlagefläche an den Rahmen bildet. Weiterhin wird durch ein derartiges
L-Profil der Rahmen in seinem die Scheibe seitliche haltenden Bereich besonders gut
vor Witterungseinflüssen geschützt.
[0007] Erfindungsgemäß ist es auch vorgesehen, den Anschlag mit einem Fußteil an dem Rahmen
oder in dem Rahmen zu befestigten und den Anschlag mit einem Kopfteil über den Rahmen
hinausstehen zu lassen. Hierdurch ist eine dauerhaft belastbare Verbindung zwischen
Rahmen und Anschlag gewährleistet.
[0008] Gemäß einer Ausführungsvariante der Erfindung ist es vorgesehen, das Kopfteil mit
einem Rücksprung auszustatten, in welchen das Profil mit seinen Verbindungsmitteln
eingreift, wobei der Rücksprung insbesondere als Kerbe und insbesondere als umlaufende
Kerbe ausgebildet ist. Ein derartiger Rücksprung ist fertigungstechnisch einfach herstellbar
und erlaubt einem Monteur weiterhin den korrekten Sitz des Profils zwischen Scheibe
und Anschlag durch eine Rastbewegung und/oder ein Rastgeräusch festzustellen.
[0009] Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante ist es vorgesehen, das Kopfteil mit einem
Vorsprung auszustatten, an welchem das Profil mit seinen Verbindungsmitteln anliegt,
wobei der Vorsprung insbesondere als Wulst und insbesondere als umlaufender Wulst
ausgebildet ist. Ein derartiger Wulst ist fertigungstechnisch ebenfalls einfach herstellbar
und erlaubt einem Monteur ebenfalls den korrekten Sitz des Profils zwischen Scheibe
und Anschlag durch eine Rastbewegung und/oder ein Rastgeräusch festzustellen.
[0010] Weiterhin sieht die Erfindung vor, den Anschlag als Bolzen auszubilden und in einer
Bohrung zu führen, welche in den Rahmen eingebracht ist, wobei der Anschlag insbesondere
entlang einer Längsachse der Bohrung gegen ein Federelement verschiebbar ist. Bohrungen,
welche als Bolzenführungen dienen, lassen sich auch vor Ort einfach und mit hinreichender
Genauigkeit herstellen. Durch ein Federelement lässt sich eine Verfahrbarkeit des
Bolzens, welche die Montage erleichtert, mit minimalem Aufwand realisieren.
[0011] Gemäß einer Ausführungsvariante sieht es die Erfindung auch vor, den Anschlag in
einer Tasche zu befestigen, welche in den Rahmen eingebracht ist, wobei der Anschlag
mit dem Rahmen insbesondere verschraubt und/oder verklebt ist. Derartige Aufnahmetaschen
lassen sich fertigungstechnisch mit einem Formfräser einfach herstellen. Durch eine
Verschraubung und/oder Verklebung lässt sich mit einfachen Mitteln schnell ein sicherer
Halt des Anschlags an dem Rahmen verwirklichen.
[0012] Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante sieht die Erfindung vor, den Anschlag auf
der Sichtseite des Rahmens zu befestigen, insbesondere auf die Sichtseite des Rahmens
aufzuschrauben und/oder insbesondere mit der Sichtseite des Rahmens zu verkleben und
insbesondere den Anschlag durch das Blendprofil selbst zu bilden. Eine derartige Befestigung
des Anschlags ist in der Praxis besonders einfach und schnell herstellbar, da der
Rahmen nicht bearbeitet werden muss. Ganz besonders kosteneffektiv ist eine Verwendung
des Blendprofils als Anschlag bzw. eine Ausgestaltung des Anschlags als Blendprofil,
da hierdurch zwei Bauteile, die an sich separat befestigt werden müssen, zu einem
Bauteil zusammengefasst werden, welches eine Doppelfunktion übernimmt, nämlich das
Verkleiden der Sichtseite des Rahmens und das Bilden eines Gegenlagers für das Bauteil
aus Profil und Dichtung.
[0013] Die Erfindung sieht weiterhin vor, einen Bewegungsweg des Anschlags in Richtung des
Profils durch Begrenzungsmittel zu begrenzen. Hierdurch kann ein unbeabsichtigtes
Herausspringen eines beweglich geführten Anschlags aus dem Rahmen wirksam verhindert
werden.
[0014] Schließlich sieht die Erfindung vor, das Profil an mehreren Anschlägen abzustützen.
Hierdurch lassen sich auch lange Profile sicher und genau fixieren. Hierbei ist es
insbesondere auch vorgesehen, die Anschläge in regelmäßigen Abständen zueinander anzuordnen.
[0015] Im Sinne der Erfindung wird unter einem Fenster auch ein Türelement, ein Wintergartenelement,
ein Fassadenelement oder ein ähnlicher Bauelement, welches eine Scheibe oder Platte
aufnimmt verstanden.
[0016] Im Sinne der Erfindung wird unter einem Rahmen eines Fensters sowohl ein Rahmen verstanden,
welcher als fest stehender Rahmen bei einer sogenannten Festverglasung die Scheibe
aufnimmt, als auch ein Flügelrahmen verstanden, welcher bei einem Dreh- oder Dreh/Kippfenster
die Scheibe aufnimmt.
[0017] Im Sinne der Erfindung wird unter einer Sichtseite eines Rahmens die Seitenfläche
eines Rahmens verstanden, welche etwa parallel zu der Scheibe verläuft.
[0018] Im Sinne der Erfindung wird unter einer formschlüssigen Verbindung zwischen dem Anschlag
und dem Profil jede Verbindung verstanden, bei welcher eine Abstützung des Profils
an dem Anschlag nicht ausschließlich durch Reibkräfte erfolgt.
[0019] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Zeichnung anhand von schematisch
dargestellten Ausführungsbeispielen beschrieben.
[0020] Hierbei zeigt:
- Figur 1:
- eine Darstellung einer ersten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Fensterverkleidungssystems
in schematischer Schnittdarstellung;
- Figur 2:
- eine Seitenansicht auf die Darstellung der Figur 1 aus einer Pfeilrichtung II und
- Figur 3:
- eine Draufsicht auf die Darstellung der Figur 1 aus einer Pfeilrichtung III und
- Figur 4 bis 7:
- eine Darstellung einer zweiten bis fünften Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen
Fensterverkleidungssystems in schematischer Schnittdarstellung.
[0021] In der Figur 1 ist eine erste Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Fensterverleidungssystems
1 in einer schematischen Schnittansicht dargestellt. Das Fensterverkleidungssystem
1 umfasst ein Fenster 2 mit einem Rahmen 3 und einer Scheibe 4. Die Scheibe 4 ist
als Glasscheibe ausgeführt. Entsprechend einer nicht dargestellten Ausführungsvariante
ist auch vorgesehen, die Scheibe als Platte, insbesondere als geschäumte Kunststoffplatte
oder Aluverbundplatte auszuführen. Der Rahmen 3 ist als fest stehender Rahmen ausgeführt.
Gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsvariante ist es auch vorgesehen den Rahmen
zweiteilig aus einem fest stehenden Blendrahmen und einem zu dem Blendrahmen beispielsweise
dreh- und kippbaren Flügelrahmen auszubilden. Weiterhin umfasst das Fensterverkleidungssystem
1 ein Profil 5, welches eine Dichtung 6 trägt und mit dieser Dichtung 6 an der Scheibe
4 anliegt. Das Profil 5 und die Dichtung 6 bilden eine Verkleidungseinheit 7, welche
einen Glasfalzrücken 8 des Rahmens 3 abdeckt. Die Figur 2 zeigt eine schematische
Ansicht aus einer Pfeilrichtung II auf das Fensterverkleidungssystem 1. In dieser
Ansicht ist erkennbar, dass das Fensterverkleidungssystem 1 insgesamt vier Verkleidungseinheiten
7 umfasst. Wie die Figur 1 zeigt ist das Profil 5 der Verkleidungseinheit 7 als Winkelprofil
9 ausgebildet und umfasst einen ersten Schenkel 10 und einen zweiten Schenkel 11.
Der zweite Schenkel 11 verläuft etwa parallel zu der Scheibe 4 und überdeckt teilweise
eine Sichtseite 12 des Rahmens 3. Der erste Schenkel 10 erstreckt sich von dem zweiten
Schenkel 11 aus in Richtung der Scheibe 4 und greift in einer zu der Scheibe 4 offenen
Haltenut 13 die Dichtung 6. An einer Innenseite 14 des Profils 5 bzw. des ersten Schenkels
10 sind Verbindungsmittel 15 ausgebildet. Zwischen dem zweiten Schenkel 11 und der
Sichtseite 12 des Rahmens 3 ist eine Blendprofils 16 angeordnet, welches ebenfalls
zu dem Fensterverkleidungssystem 1 gehört. Die Verbindungsmittel 15 wirken mit einem
Anschlag 17 zusammen, welcher als Bolzen 18 ausgeführt ist. Der Bolzen 18 ist in einer
Bohrung 19 geführt, welche mit einer Längsachse L parallel zu der Scheibe 4 in den
Rahmen 3 bzw. in dessen Glasfalzrücken 8 eingebracht ist. In der Figur 3, welche eine
Draufsicht auf die Darstellung der Figur 1 aus der Pfeilrichtung III zeigt, ist erkennbar,
dass der Verkleidungseinheit 7 mehrere Anschläge 17 zugeordnet sind. Zur Besseren
Erkennbarkeit ist das Profil 5 in der Ansicht der Figur 3 deshalb im Bereich der Anschläge
17 aufgeschnitten dargestellt. Somit sind in dieser Ansicht auch die Bohrungen 19
erkennbar, in welchen die Anschläge 17 geführt sind. Wie die Figur 1 zeigt wird der
Bolzen 18 mit einem Fußteil 20 in der Bohrung 19 gehalten und steht mit einem Kopfteil
21 über die Bohrung 19 bzw. aus dem Rahmen 3 bzw. dessen Glasfalzrücken 8 hervor.
Durch ein Federelement 22 wird der Bolzen 18 entlang der Längsachse L der Bohrung
19 in eine Pfeilrichtung y gedrückt. Durch diese Beaufschlagung des Bolzens 18 mit
einer durch das Federelement 22, welches als Spiralfeder 23 ausgebildet ist, erzeugten
Spannkraft F wird eine Montage der Verkleidungseinheit 7 erleichtert, da der Bolzen
19 mit seinem Kopfteil 21 bei einem Aufdrücken der Verkleidungseinheit 7 aus einer
Pfeilrichtung y' durch ein leichtes Schwenken der Verkleidungseinheit 7 um eine in
die Zeichnungsebene der Figur 1 hinein verlaufende Drehachse D in eine Drehrichtung
w leichter hinter die Verbindungsmittel 15 springt, welche als Steg 24 ausgeführt
sind. Beim Aufsetzten wird die Verkleidungseinheit 7 auch mit einer Druckkraft DF
beaufschlagt, welche gegen die Scheibe 4 gerichtet ist, um die Dichtung 6 zu komprimieren
bzw. elastische zu verformen, so dass diese im montierten Zustand der Verkleidungseinheit
7 das Profil 5 mit einer Spannkraft SF gegen den Anschlag 17 drückt und so die Verkleidungseinheit
7 in ihrer in der Figur 1 gezeigten Stellung fixiert. Bei einer nach dem beschrieben
Befestigungskonzept ausgebildeten Verkleidungseinheit 7 ist nicht nur ein dauerhaft
sicherer Halt des Profils 5 gegeben, sondern es wird ebenso eine dauerhaft zuverlässige
Abdichtung eines zwischen dem Rahmen 3 und dem Profil 5 liegenden Hohlraums 25 gewährleistet,
da die Dichtung 6 dauerhaft zuverlässig an die Scheibe 4 gedrückt wird. Die oben erwähnten
weiteren Verkleidungseinheiten werden mittels weiterer Anschläge in analoger Weise
an dem Rahmen 3 befestigt. Somit ist das Fensterverkleidungssystem 1 geeignet einen
die Scheibe 4 umlaufenden zuverlässigen Schutz des Rahmens 3, welcher als Holzrahmen
ausgeführt ist, zu gewährleisten. Die Scheibe 4 ist in herkömmlicher Weise mittels
einer Verklotzung 26 in einem umlaufenden Glasfalz 27 ausgerichtet und durch umlaufend
angeordneten Glashalteleisten 28 und beidseitig umlaufenden Kitt-/Silikonfugen 29,
30 gesichert und fixiert. Gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsvariante ist
es auch vorgesehen, das Profil als Flachprofil auszubilden und insbesondere das Blendprofil
zwischen der Innenseite des Profils und dem Rahmen weiterzuführen. Bei einer derartigen
Ausführungsvariante ist es vorgesehen, dass die Anschläge bzw. die Bohrungen das Blendprofil
durchdringen. Alternativ zu einem oben beschrieben Montagevorgang für die aus Profil
und Dichtung bestehende Verkleidungseinheit ist es auch vorgesehen, zunächst nur das
Profil ohne die Dichtung auf die Anschläge zu pressen und anschließend die Dichtung
zwischen das Profil und die Dichtung einzudrücken und hierdurch eine zusätzliche Verspannung
des Profils herbeizuführen.
[0022] Bezüglich der nachfolgend beschriebenen zweiten bis fünften Ausführungsvariante wird
grundsätzlich auf die Beschreibung zu der in den Figuren 1 bis 3 gezeigten ersten
Ausführungsvariante verwiesen.
[0023] In der Figur 4 ist eine Darstellung einer zweiten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen
Fensterverkleidungssystems 1 in schematischer Schnittdarstellung gezeigt. Im Unterschied
zu der in den Figuren 1 bis 3 gezeigten ersten Ausführungsvariante weist ein Glasfalzrücken
8 eines Rahmens 3 eine schräg verlaufende Rückenfläche 31 auf. Unabhängig hiervon
verläuft eine Bohrung 19 für einen Bolzen 18 weiterhin parallel zu einer Scheibe 4
in den Rahmen 3 bzw. in den Glasfalzrücken 8. Somit ist ein Profil 5 unabhängig von
einer speziellen Formgebung des Rahmens 3 bzw. des Glasfalzrückens 8 verwendbar.
[0024] In der Figur 5a ist eine Darstellung einer dritten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen
Fensterverkleidungssystems 1 in schematischer Schnittdarstellung gezeigt. Im Unterschied
zu der in den Figuren 1 bis 3 gezeigten ersten Ausführungsvariante ist ein Anschlag
17 nicht in einer Bohrung gefedert geführt, sondern in einer Tasche 32 starr befestigt.
Zur Definition einer Raststellung weist der Anschlag 17 einen Rücksprung 33 auf. Der
Rücksprung 33 ist als umlaufende Kerbe 34 ausgebildet und wirkt bei montierter Verkleidungseinheit
7 mit einem Steg 24 der Verkleidungseinheit 7 bzw. eines Profils 5 zusammen. Eine
Ausführungsvariante zu der Figur 5a sieht entsprechend der Figur 5b vor, dass eine
Anschlageinheit AE einen Anschlag 17 bzw. Bolzen 18, eine Spiralfeder 23 und eine
Hülse H umfasst, wobei der Bolzen 18 in der Hülse H geführt ist. Hierdurch ist auch
bei Rahmen mit starken Alterungserscheinungen eine präzise und belastbare Führung
des Bolzens 18 gewährleistbar. Die Erfindung sieht auch vor, die Hülsen mehrerer derartiger
Anschlageinheiten zu einem Bauteil zu verbinden und hierdurch zusätzlich eine optimierte
Ausrichtung der Bolzen zueinander zu erreichen. Ein Bewegungsweg des Anschlags 17
in Pfeilrichtung y ist durch Begrenzungsmittel BM begrenzt.
[0025] In der Figur 6 ist eine Darstellung einer vierten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen
Fensterverkleidungssystems 1 in schematischer Schnittdarstellung gezeigt. Diese Ausführungsvariante
stellt eine Kombination der ersten und der dritten Ausführungsvariante dar, da hier
ein gefedert geführter Bolzen 18 als Anschlag 17 Verwendung findet, welcher als Rücksprung
33 eine umlaufender Kerbe 34 aufweist, in welche ein Steg 24 eines Profils 5 einrastbar
ist. Eine derartige Ausführungsvariante, bei welcher der Anschlage 17 sowohl gefedert
geführt ist, als auch einen Rücksprung 33 aufweist, ist besonders montagefreundlich.
[0026] In der Figur 7 ist eine Darstellung einer fünften Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen
Fensterverkleidungssystems 1 in schematischer Schnittdarstellung gezeigt. Diese Ausführungsvariante
stellt eine Variante dar, welche von der ersten Ausführungsvariante abgeleitet ist.
Im Unterschied zu der ersten Ausführungsvariante weist ein Bolzen 18 hier einen Rücksprung
33 auf und ist zusätzlich zu einer Innenseite 14 eines Profils 5 hin abgeschrägt,
um die Reibung zwischen dem Bolzen 18 und dem Profil 5 zu verringern und zu erreichen,
dass das Profil 5 bzw. eine aus dem Profil 5 und einer Dichtung 6 gebildete Verkleidungseinheit
7 in seitlicher Richtung x bzw. x' eine optimale Stellung einnimmt.
[0027] Gemäß einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsvariante ist es vorgesehen,
einen Bewegungsweg, um welchen der Anschlag in Richtung des Profils verfahrbar ist,
durch ein Begrenzungsmittel zu begrenzen. Hierbei ist es vorgesehen, das Begrenzungsmittel
an dem Rahmen zu befestigen und in eine auf den erlaubten Bewegungsweg abgestimmte
Ausnehmung in dem Anschlag eingreifen zu lassen.
[0028] Die Erfindung ist nicht auf dargestellte oder beschriebene Ausführungsbeispiele beschränkt.
Sie umfasst vielmehr Weiterbildungen der Erfindung im Rahmen der Schutzrechtsansprüche.
Bezugszeichenliste:
[0029]
- 1
- Fensterverkleidungssystem
- 2
- Fenster
- 3
- Rahmen
- 4
- Scheibe bzw. Platte
- 5
- Profil
- 6
- Dichtung
- 7
- Verkleidungseinheit
- 8
- Glasfalzrücken
- 9
- Winkelprofil
- 10
- erster Schenkel von 9
- 11
- zweiter Schenkel von 9
- 12
- Sichtseite von 3
- 13
- Haltenut
- 14
- Innenseite von 5 bzw. 10
- 15
- Verbindungsmittel
- 16
- Blendprofil
- 17
- Anschlag
- 18
- Bolzen
- 19
- Bohrung
- 20
- Fußteil von 18
- 21
- Kopfteil von 18
- 22
- Federelement
- 23
- Spiralfeder
- 24
- Steg
- 25
- Hohlraum
- 26
- Verklotzung
- 27
- Glasfalz
- 28
- Glashalteleiste
- 29
- Kitt-/Silikonfuge
- 30
- Kitt-/Silikonfuge
- 31
- Rückenfläche von 8
- 32
- Tasche an 3
- 33
- Rücksprung an 17
- 34
- Kerbe an 17
- AE
- Anschlageinheit
- BM
- Begrenzungsmittel
- D
- Drehachse
- DF
- Druckkraft
- F
- Spannkraft von 18
- H
- Hülse für 18
- L
- Längsachse von 19
- SF
- Spannkraft
- w
- Drehrichtung
- x, x'
- Richtung
- y, y'
- Richtung
1. Fensterverkleidungssystem (1) zur Verkleidung eines Rahmens (3) eines Fensters (2),
wobei das Fensterverkleidungssystem (1) das Fenster (2) mit einer Scheibe (4) und
den die Scheibe (4) umlaufenden Rahmen (3) umfasst, wobei das Fensterverkleidungssystem
(1) weiterhin ein Profil (5) umfasst, wobei das Profil (5) eine Dichtung (6) trägt
und mit dieser an der Scheibe (4) anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil (5) auf einer Innenseite (14) Verbindungsmittel (15) für eine Verbindung
aufweist, wobei das Profil (5) mit den Verbindungsmitteln (15) unter Ausnutzung der
elastischen Verformbarkeit der Dichtung (6) zwischen der Scheibe (4) und wenigstens
einem von dem Rahmen (3) etwa parallel zu der Scheibe (4) hervorstehenden Anschlag
(17) einklemmbar ist.
2. Fensterverkleidungssystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil (5) als Winkelprofil (9) aufgebildet ist, wobei das Winkelprofil (9) einen
ersten Schenkel (10) und einen zweiten Schenkel (11) umfasst, wobei der zweite Schenkel
(11) etwa parallel zu der Scheibe (4) verläuft, wobei der erste Schenkel (10) von
dem zweiten Schenkel (11) aus in Richtung der Scheibe (4) verläuft und die Dichtung
(6) trägt und wobei die Verbindungsmittel (15) an der Innenseite (14) des ersten Schenkels
(10) ausgebildet sind und wobei der zweite Schenkel (11) insbesondere ein Blendprofil
(16) überdeckt, welches an einer Sichtseite (12) des Rahmens (3) angeordnet ist.
3. Fensterverkleidungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (17) ein Kopfteil (21) und ein Fußteil (20) umfasst, wobei der Anschlag
(17) mit dem Kopfteil (21) über den Rahmen (3) hervorsteht, wobei der Anschlag (17)
mit dem Fußteil (20) an dem Rahmen (3) oder in dem Rahmen (3) befestigbar ist.
4. Fensterverkleidungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopfteil (21) einen Rücksprung (33) aufweist, in welchen das Profil (5) mit seinen
Verbindungsmitteln (15) eingreift, wobei der Rücksprung (33) insbesondere als Kerbe
(34) und insbesondere als umlaufende Kerbe (34) ausgebildet ist.
5. Fensterverkleidungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopfteil (21) einen Vorsprung aufweist, an welchem das Profil (5) mit seinen
Verbindungsmitteln (15) anliegt, wobei der Vorsprung insbesondere als Wulst und insbesondere
als umlaufender Wulst ausgebildet ist.
6. Fensterverkleidungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (17) als Bolzen (18) ausgebildet ist und in einer Bohrung (19) geführt
ist, welche in den Rahmen (3) eingebracht ist, wobei der Anschlag (17) insbesondere
entlang einer Längsachse (L) der Bohrung (19) gegen ein Federelement (22) verschiebbar
ist.
7. Fensterverkleidungssystem (1) nach einem Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (17) in einer Tasche (32) befestigt ist, welche in den Rahmen (3) eingebracht
ist, wobei der Anschlag (17) mit dem Rahmen (3) insbesondere verschraubt und/oder
verklebt ist.
8. Fensterverkleidungssystem (1) nach einem Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (17) auf der Sichtseite (12) des Rahmens (3) befestigbar ist, insbesondere
auf die Sichtseite (12) des Rahmens (3) aufschraubbar ist und/oder insbesondere mit
der Sichtseite (12) des Rahmens verklebbar ist und insbesondere durch das Blendprofil
(16) selbst gebildet ist.
9. Fensterverkleidungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bewegungsweg des Anschlags (17) in Richtung (y) des Profils (5) durch Begrenzungsmittel
(BM) begrenzbar ist.
10. Fensterverkleidungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil (5) an mehreren Anschlägen (17) und insbesondere an wenigstens vier Anschlägen
(17) abstützbar ist.
11. Fensterverkleidungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen den Verbindungsmitteln (15) des Profils (5) und dem wenigstens
einen Anschlag (17) als formschlüssige Verbindung ausgebildet ist.