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(11) |
EP 1 960 301 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.11.2010 Patentblatt 2010/46 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.12.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2006/011933 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/073860 (05.07.2007 Gazette 2007/27) |
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| (54) |
FADENAUFWICKELVERFAHREN UND -MASCHINE
METHOD AND MACHINE FOR WINDING THREADS
METHODE ET DISPOSITIF D'ENROULEMENT D'UN FIL
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE IT LI TR |
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Priorität: |
15.12.2005 DE 102005059871
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.08.2008 Patentblatt 2008/35 |
| (73) |
Patentinhaber: Oerlikon Textile GmbH & Co. KG |
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42897 Remscheid (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- MATTHIES, Claus
24647 Wasbek (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kahlhöfer, Hermann |
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KNH Patentanwälte
Kahlhöfer Neumann Rößler Heine
Postfach 10 33 63 40024 Düsseldorf 40024 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 10 333 273 JP-A- 59 223 665
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DE-A1- 19 730 721 JP-A- 59 223 666
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufwickeln eines kontinuierlich zulaufenden
Fadens gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Aufspulmaschine gemäß dem
Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs. Eine gattungsgemäßes Aufwickelverfahren und
eine Aufspulmaschine sind bekannt aus der Offenlegungsschrift
DE 29 07 848 A1.
[0002] Aufspulmaschinen dienen dazu, kontinuierlich zulaufende Fäden zu Spulen aufzuwickeln.
Dazu werden die Fäden zunächst von einer Changiereinrichtung quer zur Fadenlaufrichtung
changiert und über eine rotierende Andrückwalze geführt. Die Andrückwalze legt die
Fäden jeweils auf die aufzuwickelnden ebenfalls rotierenden Spulen auf. Dabei sind
mehrere Spulen fluchtend hintereinander auf einer gemeinsamen Spulspindel angeordnet.
Dadurch ist es möglich, mehrere Fäden gleichzeitig aufzuwickeln.
[0003] Zum automatisierten Spulenwechsel sind die Aufspulmaschinen mit mehreren Spulspindeln
ausgeführt, die an einem um eine Achse drehbaren Spulspindelträger auskragend gelagert
sind. Durch Drehung des Spulspindelträgers wird die Spulspindel abwechselnd in einen
Aufspulbereich und in einen Wechselbereich geschwenkt. Im Aufspulbereich wird der
Faden auf einer Hülse zu einer Spule aufgewickelt. Nachdem die Spule zu Ende gewickelt
ist, wird die Spulspindel mit dem Spulspindelträger in den Wechselbereich geschwenkt.
Durch die Drehung des Spulspindelträgers wird zugleich die mit Leerhülsen bestückte
Spulspindel aus dem Wechselbereich in Aufspulbereich geschwenkt. Dadurch kommt der
nach wie vor der Spule zulaufende Faden in Kontakt mit der anderen, in dieser Phase
bereits drehenden Spulspindel. An der Spulspindel beziehungsweise an den leeren Hülsen
sind Fangelemente vorgesehen, die den laufenden Faden erfassen. Der Faden wird nun
von dieser Spulspindel aufgespult. Die Fadenverbindung zwischen den beiden Spulspindeln
wird bei diesem Vorgang mit einem Schneidmittel abgetrennt oder abgerissen. Anschließend
wird im Wechselbereich die Vollspule gegen eine Leerhülse ausgetauscht. Während des
beschriebenen Wechselvorganges und unmittelbar bevor die Fadenverbindung zwischen
der fertig aufgespulten Spule und der zu bewickelnden Hülse getrennt wird, läuft der
Faden auf einem bestimmten Abschnitt der fertig aufgespulten Spule auf. Dadurch bildet
sich ein Fadenwulst, der als Abschluss der Spule betrachtet wird.
[0004] Aus der
DE 103 33 273 A1 ist zudem ein Verfahren bekannt, bei dem mit Hilfe von zwei Fadenführen ein Fadenabschnitt
gebildet wird, wobei die Fadenführer den Fadenabschnitt durch eine gleichförmige Bewegung
einem Fangelement zuführen. Bei diesem Fangelement handelt es sich um mehrere in axialer
Richtung der Spulspindel auskragender Überstände. Sobald das Fangelement den Fadenabschnitt
erfasst, wird der Faden auf eine auf einem Spulendom angeordnete Hülse aufgewickelt.
Eine weitere Abwandlung dieses Verfahrens ist aus den Dokumenten
JP 59 223665 A und
JP 59 223666 A bekannt, bei denen das Fangelement in Form eines Schlitzes in der Spulspindel oder
Hülse ausgebildet ist, in denen sich der Faden verfängt, sobald der Faden durch zwei
Fadenführern mit dem Fangelement in Eingriff gebracht wird.
[0005] Darüber hinaus ist aus der
DE 197 30 721 A1 ein Verfahren zum Aufwickeln von Fäden auf sich auf rotierenden Spulspindeln befindenden
Hülsen bekannt, wobei die Spulspindeln ein Gewinde aufweisen, dass sich von einem
Bereich neben der Hülse bis in einen Bereich unter der Hülse erstreckt. Der Faden
wird hier mit zwei Fadenführern mit dem Gewinde in Eingriff gebracht, wodurch der
Faden durch die schraubenförmige Form des Gewindes und der Drehbewegung der Spulspindel
zu einem Fangelement gezogen wird.
[0006] Bei der Entwicklung von Aufspulmaschinen steht vor allem die Zuverlässigkeit des
Fadenwechselvorgangs im Vordergrund. Dabei sind als Faktoren einerseits das Fangelement
und andererseits die Fadenführung während des Fadenwechselvorgangs relevant.
[0007] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, das Fangelement entweder in die Hülse zu
integrieren oder auf der Spulspindel vorzusehen. Die Integration des Fangelement es
auf der Hülse bedeutet aufwändiger gefertigte und damit teurere Hülsen. Bei einem
Fangelement auf der Spulspindel hingegen muss der Faden stärker ausgelenkt werden,
da sich das Fangelement weiter außerhalb des Changierbereichs des Fadens befindet.
Es ist zum Beispiel aus der Offenlegungs-schrift
DE 25 40 853 A1 bekannt, anstatt den Faden stark auszulenken die Spulspindel axial zu verschieben.
Diese Lösung kann jedoch im Zuge immer längerer Spulspindeln zur Aufnahme einer immer
höheren Anzahl von Spulen sowie im Zuge immer höherer Aufspulgeschwindigkeiten bei
modernen Aufspul-maschinen mit den dort geforderten hohen Steifigkeiten und spielfreien
Lagerungen nicht mehr umgesetzt werden.
[0008] Um den Faden während des Fadenwechselvorgangs in einem ausreichenden Maß axial auszulenken
und zugleich einerseits senkrecht zur Spulspindelachse über das Fangelement zu führen
und andererseits innerhalb des Changierbereiches auf die fertig aufgespulten Spule
zu führen, sieht die in der
DE 29 07 848 A1 offenbarte Erfindung mehrere Fadenführungselemente vor. Dies ist ein erstes Fadenführungs-element
vor das Fangelement, das den Faden aus dem Changierbereich in den Bereich des Fangelementes
führt. Weiterhin ist ein zweites Fadenführungselement in Fadenlaufrichtung hinter
dem Fangelement angeordnet. Nachdem das erste Fadenführungselement den Faden aus dem
Changierbereich herausgeführt hat, führt das zweite Fadenführungselement den Faden
in den Wirkungsbereich des Fangelementes. Ein drittes Fadenführungselemente ist schließlich
in Fadenlauf-richtung gesehen hinter dem zweiten Fadenführungselement so angeordnet,
dass der Faden in den Changierbereich zurückgeführt wird.
[0009] Gerade im Zusammenhang mit hohen Aufwickelgeschwindigkeiten kommt der Fadenführung
beim Fadenfangen eine besondere Bedeutung zu. Dies einerseits, weil die Fangsicherheit
mit zunehmender Aufwickelgeschwindigkeit abnimmt. Zusätzlich kommt erschwerend hinzu,
dass die geringere Fangsicherheit nicht durch eine höhere Verweilzeit im Bereich des
Fangelementes kompensiert werden kann, da sich sehr schnell eine große Fadenmenge
in diesem Bereich anhäuft. Vielmehr müsste eigentlich die Verweilzeit im Bereich des
Fangelementes mit zunehmender Aufwickelgeschwindigkeit verringert werden, wodurch
sich hier ein Zielkonflikt ergibt.
[0010] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, die Fangsicherheit von den bekannten Aufspulmaschinen
zu verbessern.
[0011] Die Erfindung verfolgt dabei den Ansatz, die Präzision, mit der der Faden im Moment
des Fangens über das Fangelement geführt wird, zu verbessern. Dies erfolgt durch ein
Verfahren, bei dem ein Abschnitt des von der Fadenquelle zu einem Speichermittel,
beispielsweise vollen Spule oder einer Fadenabsaugpistole, laufenden Fadens verschoben
und somit dem Fangelement zugeführt wird, indem der Fadenabschnitt zwischen zwei in
Spulspindelachsrichtung bewegliche Fadenführer geführt wird und indem sich diese beiden
Fadenführer zugleich bewegen.
[0012] In einer Form des Verfahrens wird die Verschiebung des Fadenabschnittes in zwei Bewegungsabschnitte
unterteilt. In einem ersten Bewegungsabschnitt wird der Faden mit Hilfe der zwei Fadenführer
zunächst in Richtung des Fangelementes geführt, wobei die beiden Fadenführer mit separaten
Antriebsmitteln angetrieben werden. Dies kann im Falle eines Spulenwechsels aus dem
Changierbereich der vollen Spule erfolgen. In einem zweiten Bewegungsabschnitt wird
der Fadenabschnitt dann letztendlich dem Fangelement zugeführt, so dass er mit dem
Fangelement zusammenwirkt. Dabei werden in dem zweiten Bewegungsabschnitt die Fadenführer,
die den Fadenabschnitt definieren und führen, gleichzeitig mit Hilfe eines gemeinsamen
Antriebsmittels bewegt. Zwischen dem ersten und dem zweiten Bewegungsabschnitt erfolgt
eine Umkehr der Bewegungsrichtung. Dadurch kann der Fadenabschnitt unmittelbar nach
dem Fangen des Fadens wieder in den Changierbereich zurückgeführt werden.
[0013] In einer bevorzugten Form des Verfahrens verfahren die Fadenführer dabei mit gleicher
Geschwindigkeit.
[0014] In einer besonders bevorzugten Form des Verfahrens ist der Fadenabschnitt dabei im
Wesentlichen orthogonal zu Spulspindelachse, so dass er in idealer Weise in das Fangelement
hineingeführt wird.
[0015] In weiteren Formen des Verfahrens erfolgt die Bewegung der Fadenführer teilweise
nacheinander oder unabhängig voneinander. Hierdurch kann in besonderer Weise Verfahrensabläufen,
die unmittelbar vor dem Spulenwechsel erfolgen, besonders Rechnung getragen werden.
[0016] In einer besonders bevorzugten Form des Verfahrens sind die Laufrichtung des Fadens
und die Umfangsgeschwindigkeit des Fangelementes auf der Spulspindel gleichgerichtet.
Dies erlaubt ein ruckfreies Fangen des Fadens im Fangelement. Während des Fangvorganges
und bis zur Übernahme des Fadens auf die Spulspindel wird der Faden auf eine auf einer
zweiten Spulspindel aufgespannten Spule aufgespult. Dabei wird der Faden von einem
dritten Fadenführer so geführt, dass er auf die Umfangsfläche der Spule aufläuft.
[0017] Eine erfindungsgemäße Aufspulmaschine zur Durchführung des Verfahrens sieht insbesondere
Mittel vor, die die Einhaltung des Winkels und die Geschwindigkeit, mit der der Fadenabschnitt
quer über das Fangelement geführt wird, exakt einhalten. Die Aufgabe, die Präzision
sicherzustellen, wird dadurch gelöst, dass die Aufspulmaschine die beiden Fadenführer,
die für die Präzision der Fadenführung im Augenblick des Fangens von Bedeutung sind,
miteinander verbunden von einem gemeinsamen Antriebsmittel antreibt. Dadurch wird
eine exakte Führung des Fadens erreicht. Ferner werden die beiden Fadenführer in einer
ersten Bewegungsrichtung aus dem Changierhub heraus zunächst mit unabhängigen Antriebsmitteln
verfahren. Hierdurch ist es möglich, unabhängig jeden der Fadenführer für die Fadenführung
optimal für diese Situation zu verfahren. Für eine für den Fangvorgang relevante zweite
Bewegungsrichtung werden die Fadenführer dann miteinander verbunden und von dem gemeinsamen
Antriebsmittel bewegt.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform ist ein dritter Fadenführer vorgesehen, der
den Faden hinter dem zweiten Fadenführer wieder in den Changierbereich der Spule führt.
[0019] Die Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Fadenführer kann mechanisch sein.
Es aber auch denkbar und im Sinne der Erfindung, diese Verbindung dadurch auszuführen,
dass das gemeinsame Antriebsmittel aus zwei einzelnen Antrieben besteht, die mittels
einer Steuerung koordiniert werden, in dem Sinne, dass sie synchron bewegbar sind.
[0020] Um die Bewegung in die eine Richtung unabhängig und in die andere Richtung gemeinsam
durchführen zu können, kommt eine spielbehaftete Verbindung zwischen dem gemeinsamen
Antriebsmittel und zumindest einer der Fadenführer zum Einsatz. In einer alternativen
Ausführungsfom kann dies auch durch eine elastische Verbindung bewirkt werden.
[0021] In einer besonders bevorzugten Weiterbildung sind die Antriebsmittel pneumatisch
ausgeführt. Pneumatische Antriebe in Form von Pneumatikzylindern sind besonders für
lineare Bewegungen geeignet. Zudem lassen sich zwei Pneumatikzylinder gut gemeinsam
für entgegengesetzte Richtungen verwenden, indem der jeweils inaktive Pneumatikzylinder
druckfrei geschaltet wird.
[0022] Das Fangelement ist bevorzugt so ausgebildet, dass der Faden bei einer Querbewegung
in der Richtung, in der die Fadenführer gemeinsam angetrieben werden, von einem Fanghaken
gefangen wird.
[0023] Eine erhöhte Fangsicherheit wird durch eine Fangrille erreicht, in der der Faden
während des Fangens zusätzlich geführt und somit stabilisiert wird.
[0024] Ebenfalls wird die Fangsicherheit durch eine Führung des Fadens erreicht, die im
Wesentlichen senkrechte zur Achse der Spulspindel ist. Ob dies nun exakt 90° oder
ein geringfügig von der Senkrechten abweichender Winkel ist, entscheidet letztendlich
der Aufbau und die Kinematik der Aufspulmaschine und kann empirisch ermittelt werden.
[0025] Deshalb ist in einer Weiterbildung der Erfindung ein Justierelement vorgesehen, mit
dem dieser Winkel einstellbar ist.
[0026] Alternativ zu dem Fangelement auf der Spulspindel ist auch ein Fangelement auf der
Hülse möglich.
[0027] Ein Ausführungsbeispiel wird im Folgenden unter Hinweis auf die beigefügten Zeichnungen
näher beschrieben.
[0028] Es stellen dar:
- Fig. 1
- die erfindungsgemäße Aufspulmaschine,
- Fig. 2
- die Vorderansicht der erfindungsgemäßen Aufspulmaschine aus Figur 1,
- Fig. 3
- die Bewegung der Fadenführer im Detail,
- Fig. 4
- ein weiteres Detail der Bewegung der Fadenführer,
- Fig. 5
- eine alternative Ausgestaltung des gemeinsamen Antriebsmittels der Fa- denführer.
[0029] In Figur 1 und Figur 2 ist eine erfindungsgemäße Aufspulmaschine dargestellt. Das
Gestell 1 der Aufspulmaschine trägt einen drehbaren Spulspindelträger 2, in dem zwei
Spulspindeln 3, 4 mit ihren Antrieben 5, 6 drehbar gelagert sind. Durch Drehung des
Spulspindelträgers 2 können die Spulspindeln 3, 4 jeweils abwechselnd in einen Wechselbereich
7 und in einen Aufspulbereich 8 geschwenkt werden. Oberhalb der Spulspindel 4 im Aufspulbereich
ist eine Andrückwalze 9 angeordnet. In der hier dargestellten Aufspulmaschine sind
zwei Fadenläufe mit zwei Spulen dargestellt. Dies ist stellvertretend für einen oder
auch für eine höhere Anzahl von Fadenläufen. Der Aufspulvorgang erfolgt für alle Fadenläufe
synchron. Auch wenn in der nachfolgenden Beschreibung nur ein Fadenlauf beschrieben
ist, so schließt dies auch weitere vorhandene Fadenläufe mit ein.
[0030] Von einer hier nicht gezeigten Anlage zum Erzeugen und Behandeln von Fäden wird der
Faden 10 über einen Kopffadenführer 11 zugeführt. Nachfolgend wird der prinzipiell
aus dem Stand der Technik bekannte Aufspulvorgang beschrieben, wie er vor der in Figur
1 dargestellten Situation abfolgt. Die Stellungen der Spulspindeln, Fadenführer und
der Fadenlauf weichen daher von Figur 1 ab. Die Spulspindel 3 befindet sich zu diesem
Zeitpunkt noch in dem Aufspulbereich 8. Der zulaufende Faden 10 wird von der Changiereinrichtung
12 innerhalb eines Changierbereiches 13 parallel zur Achse der Aufwickelspulspindel
4 changiert. Anschließend wird der Faden über die drehbar gelagerte Andrückwalze 9
geführt und auf die Spule 15, die auf die Spulspindel 3 aufgespannt ist, aufgewickelt.
Die Spulspindel 4 ist mit einer leeren Hülse 16 bestückt und befindet sich im Wechselbereich
7.
[0031] In dem Augenblick, in dem die Spule 15 ihren Enddurchmesser erreicht hat, wird der
Spulspindelträger 2 gedreht, so dass die Spulspindel 3 in den Wechselbereich und die
Spulspindel 4 in den Aufspulbereich verbracht werden und damit nun der Darstellung
in Figur 1 entsprechen. Die Drehrichtung des Spulspindelträgers 2 ist dabei so gewählt,
dass sie der Drehrichtung der Spulspindeln 3 und 4 entspricht.
[0032] Während der Faden 10 weiter auf die Spule 15 aufläuft, wird der Faden 10 im Bereich
der Changierung von einem Fadenführer, 17 mittels eines Fadenführerantriebsmittels
20 aus dem Changierbereich in den Fangbereich 14 geführt. Unterhalb der sich im Aufspulbereich
befindenden Spulspindel 4 wird der Faden 10 ebenfalls von einem Fadenführer 18 mittels
eines Fadenführerantriebsmittels 21 aus dem Changierbereich 13 in den Fangbereich
14 geführt, während ein weiterer, darunter vorgesehener Fadenführer 19 den Faden 10
vor dem Auflauf auf die Spule 15 wieder in eine bestimmten Abschnitt des Changierbereichs
13 zurückführt, wo der Faden 10 einen Wulst 23 bildet. Zwischen den Fadenführern 17
und 18 wird ein Fadenabschnitt 10.1 gebildet. Die Fadenführer 17 und 18 sind auf parallel
zur Spulspindelachse beweglichen Stangen angeordnet. Bei mehreren Fadenläufen sind
hier entsprechend mehrere Fadeführer auf der jeweiligen Stange vorgesehen. Der Bewegung
der Fadenführer 17 und 18 aus dem Changierbereich 13 in Richtung des Fangbereiches
14 erfolgt durch die Antriebsmittel 20 und 21. Durch die Führung des Fadens vor und
hinter der Spulspindel 4 im Aufspulbereich wird gewährleistet, dass der Faden präzise
über das Fangelement 24 hinaus geführt wird, und dann vom gemeinsamen Antriebsmittel
22 gleichmäßig zurückgeführt wird, das Fangelement 24 überfährt und dort gefangen
wird. Die Geschwindigkeit des Fadens 10 und die Umfangsgeschwindigkeit des Fangelementes
24 haben dabei das gleiche Vorzeichen und in etwa den gleichen Betrag. Durch das gemeinsame
Antriebsmittel ist gewährleistet, dass der Faden in einem eng definierten Winkel,
im Regelfall senkrecht zur Spulspindelachse, über das Fangelement 24 geführt wird.
Der Faden 10 wird nun vom Fangelement 24 der Spulspindel 3 im Aufspulbereich 8 mitgenommen
und auf die auf der Spulspindel 3 gespannten Hülsen 16 zu Spulen aufgewickelt. Unmittelbar
nach dem Fangen wird die Verbindung zur Spule 15 getrennt.
[0033] In Figur 3 und 4 ist der Bewegungsablauf der Fadenführer 17 und 18 während des Fangens
detailliert beschrieben. Die Ansicht entspricht der Ansicht aus Figur 1. Durch die
hier nicht dargestellten Antriebsmittel 20 und 21 werden die Fadenshrer und damit
der von den Fadenführern 17 und 18 geführte Fadenabschnitt 10.1 entlang der Spulspindel
3 und in dieser Ansicht hinter der Spulspindel 3 zunächst in einem ersten Bewegungsabschnitt
28 aus dem Changierbereich 13 in Richtung Fangbereich 14 geführt, wobei der Fadenabschnitt
10.1 über den Fangbereich hinaus geführt wird. Anschließend werden die Fadenführer
17 und 18 in eine zweiten Bewegungsabschnitt 29 von einem gemeinsamen Antriebsmittel
22 wieder in Richtung Changierbereich 13 zurückgeführt. Das Fangen erfolgt in diesem
zweiten Bewegungsabschnitt. Im zweiten Bewegungsabschnitt 29 wirkt das Antriebsmittel
22 so mit den Stangen, an denen die Fadenführer 17 und 18 vorgesehen sind, zusammen,
dass der über die Fadenführer 17 und 18 geführte Fadenabschnitt 10.1 in einem eng
tolerierten Winkel über das Fangelement 24 geführt wird. Hierdurch wird die geforderte
hohe Fangsicherheit auch bei hohen Fadengeschwindigkeiten erreicht. Die Verbindung
zwischen dem gemeinsamen Antriebsmittel 22 und den Fadenführern 17 und 18 erfolgt
hier durch eine nur einseitig wirkende formschlüssige Koppelung im Form einer Lose.
Dadurch ist die Verbindung spielbehaftet. Andere konstruktive Ausführungsformen, beispielsweise
eine feste Verbindung zwischen dem gemeinsamen Antriebsmittel 22 und einem der Fadenführer
sowie eine Lose zwischen dem gemeinsamen Antriebsmittel 22 und dem anderen Fadenführer
sind für den Fachmann herleitbar und im Sinne der Erfindung. Gleiche Dienste wie die
Lose leisten auch elastische Elemente wie beispielsweise Federn.
[0034] Im Regelfall verläuft der Faden senkrecht zur Spulspindelachse. Durch ein Justierelement
27 kann dieser Winkel eingestellt und optimiert werden. Das Fangelement 24 ist hier
aus einer Fangrille 25 und einem Fanghaken 26 aufgebaut. Dabei fällt der Faden beim
seitlichen Überfahren des Fangelementes 24 zunächst in die Fangrille 25 und wird dann
vom Fanghaken 26 zuverlässig gefangen. Es sind jedoch auch andere Aufbauformen des
Fangelementes 24, insbesondere ohne Fangrille 25 denkbar und im Sinne der Erfindung.
[0035] Figur 5 zeigt eine Variante zu der in den Figuren 3 und 4 dargestellten gemeinsamen
Antriebsmittel 22. Hier wird das gemeinsame Antriebsmittel durch eine gemeinsame Steuerung
realisiert, die die Antriebe 20 und 21 koordiniert und im bevorzugten Fall synchron
ansteuert. Ein Bewegungsablauf kann nun so aussehen, dass die Antriebe 20 und 21 in
einem ersten Abschnitt der Bewegung zunächst einzeln angesteuert werden. Im zweiten
Abschnitt der Bewegung werden die Antriebe 20 und 21 durch die Steuerung 30 so miteinander
koordiniert, dass die Bewegung synchron erfolgt. Dazu können beispielsweise Schrittmotoren
eingesetzt werden oder lagegeregelte Antriebe, deren Position durch ein Wegmeß-system
erfasst und der Steuerung 30 zurückgemeldet wird.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 1
- Gestell
- 2
- Spulspindelträger
- 3
- Spulspindel
- 4
- Spulspindel
- 5
- Antrieb
- 6
- Antrieb
- 7
- Wechselbereich
- 8
- Aufspulbereich
- 9
- Andrückwalze
- 10
- Faden
- 10.1
- Fadenabschnitt
- 11
- Kopffadenführer
- 12
- Changiereinrichtung
- 13
- Changierbereich
- 14
- Fangbereich
- 15
- Spule
- 16
- Hülse
- 17
- erster Fadenführer
- 18
- zweiter Fadenführer
- 19
- dritter Fadenführer
- 20
- Antriebsmittel des ersten Fadenführers
- 21
- Antriebsmittel des zweiten Fadenführers
- 22
- Gemeinsames Antriebsmittel
- 23
- Wulst
- 24
- Fangelement
- 25
- Fangrille
- 26
- Fanghaken
- 27
- Justierelement
- 28
- Erster Bewegungsabschnitt
- 29
- Zweiter Bewegungsabschnitt
- 30
- Steuerung
1. Verfahren zum Fangen und Aufwickeln eines laufenden Fadens (10) an einer durch eine
rotierende Spulspindel (4) gehaltene Hülse (16), bei welchem der Faden kontinuierlich
durch ein Speichermittel (15) gezogen und aufgenommen wird und bei welchem der Faden
durch eine Bewegung eines Führungsmittels in axiale Richtung der rotierenden Spulspindel
(4) in ein Fangelement am Umfang der Spulspindel (4) oder der Spulhülse geführt wird,
wobei der Faden (10) durch das Fangelement (24) erfasst wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Fadenabschnitt (10.1) des Fadens (10) zwischen zwei Fadenführen (17, 18) gebildet
wird und dass durch gleichzeitige Bewegung der Fadenführer (17, 18) der Fadenabschnitt
(10.1) des Fadens (10) der Fangeinrichtung (24) zugeführt wird, wobei die Bewegung
der Fadenführer (17, 18) in zwei Bewegungsabschnitte (28, 29) unterteilt wird, wobei
in einem ersten Bewegungsabschnitt (28) der Fadenabschnitt (10.1) mit zwei mit separaten
Antriebsmitteln (20, 21) angetriebenen Fadenführern (17, 18) in Richtung des Fangelementes
geführt und in einem zweiten Bewegungsabschnitt (29) der Fadenabschnitt (10.1) mit
dem Fangelement (24) zusammenwirkt, wobei in dem zweiten Bewegungsabschnitt (29) die
Fadenführer (17, 18) mit einem gemeinsamen Antriebsmittel (22) angetrieben werden,
wobei zumindest in dem zweiten Bewegungsabschnitt (29) die Fadenführer (17, 18) zur
Führung des Fadenabschnittes gleichzeitig bewegt werden und wobei zwischen dem ersten
(28) und dem zweiten Bewegungsabschnitt (29) eine Richtungsumkehr stattfindet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest in dem zweiten Bewegungsabschnitt (29) die Fadenführer (17, 18) zur Führung
des Fadenabschnittes gleichzeitig und mit gleicher Geschwindigkeit bewegt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest in dem zweiten Bewegungsabschnitt (29) die Fadenführer (17, 18) zur Führung
des Fadenabschnittes gleichzeitig und mit gleicher Geschwindigkeit bewegt werden,
wobei der Fadenabschnitt (10.1) im Wesentlichen orthogonal zur Drehachse der rotierenden
Spulspindel (4) verläuft.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenführer (17, 18) im ersten Bewegungsabschnitt zur Führung es Fadenabschnitts
(10.1) teilweise nacheinander bewegt werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenführer (17, 18) im ersten Bewegungsabschnitt zur Führung des Fadens teilweise
unabhängig voneinander bewegt werden.
6. Verfahren nach Anspruch einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufrichtung des Fadens (10) und die Umfangsgeschwindigkeit des Fangelementes
(24) am Ort des Fadenkontaktes gleichgerichtet sind.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Faden (10) durch eine an einer zweiten rotierenden Spulspindel (3) gewickelten
Spule (15) kontinuierlich gezogen und aufgenommen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Faden (10) vor Auflauf auf die Spule (15) durch einen stationär gehaltenen dritten
Fadenführer (19) geführt wird.
9. Aufspulmaschine zum kontinuierlichen Aufwickeln von je einer Spulstelle zugeordneten
Fäden (10) zu Spulen (15), mit je einer Changiereinrichtung (12) zum Changieren der
aufzuspulenden Fäden (10) in Spulenachsrichtung innerhalb eines Changierbereiches
(13), mit einem drehbar gelagertem Spulspindelträger (2), mit mehreren am Spulspindelträger
(2) drehbar gelagerten Spulspindeln (3, 4) zur Aufnahme der Spulen, wobei die Spulspindeln
(3, 4) abwechselnd durch Drehung des Spulspindelträgers (2) in einen Aufspulbereich
zum Aufwickeln der Fäden (10) und in einen Wechselbereich (7) zur Abnahme der fertig
gewickelten Spulen (15) geführt werden, mit an jeder Spulstelle angeordneten und mit
der Spulspindel (3, 4) verbundenen Fangelementen (24) zum Fixieren des Fadens, mit
einem ersten in Spulspindelachsenrichtung verfahrbaren Fadenführer (17) je Spulstelle,
der in Fadenlaufrichtung vor der Spulspindel (4) im Aufspulbereich im Bereich der
Changiereinrichtung (12) ange-ordnet ist, und mit einem zweiten in Spulspindelachsenrichtung
verfahrbaren Fadenführer (18) je Spulstelle, der in Fadenlaufrichtung hinter der Spulspindel
(4) im Aufspulbereich (8) und vor der Spulspindel (3) im Wechselbereich (7) angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Antriebsmittel (22) vorgesehen ist, der den ersten (17) und den zweiten Fadenführer
(18) gemeinsam verfährt, und dass die Fadenführer dabei verbunden sind, wobei der
erste (17) und der zweite Fadenführer (18) in eine Wechselrichtung aus dem Changierhub
heraus und in eine entgegengesetzte Spulrichtung in den Changierhub hinein verfahrbar
ist und dass die Fadenführer (17, 18) in Wechselrichtung von separaten Antriebsmitteln
(20, 21) angetrieben werden und in Spulrichtung von dem gemeinsamen Antriebsmittel
(22) angetrieben werden.
10. Aufspulmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein dritter Fadenführer (19) je Spulstelle vorgesehen ist, der in Fadenlaufrichtung
gesehen zwischen dem zweiten Fadenführer (18) und der Spulspindel (3) im Wechselbereich
(7) sowie in Spulspindelrichtung gesehen innerhalb eines durch den Hub der Changiereinrichtung
definierten Changierbereiches (13) angeordnet ist.
11. Aufspulmaschine nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen dem ersten (17) und dem zweiten Fadenführer (18), während
diese durch das gemeinsame Antriebsmittel (22) gemeinsam verfahren werden, eine mechanische
Verbindung ist.
12. Aufspulmaschine nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen dem ersten (17) und dem zweiten Fadenführer (18), während
diese durch das gemeinsame Antriebsmittel (22) gemeinsam verfahren werden, durch die
Koordination der beiden Antriebsmittel (20, 21) erfolgt.
13. Aufspulmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen dem gemeinsamen Antriebsmittel (22) und zumindest einem der
Fadenführer (17, 18) spielbehaftet ist.
14. Aufspulmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen dem gemeinsamen Antriebsmittel (22) und zumindest einem der
Fadenführer (17, 18) elastisch ist.
15. Aufspulmaschine nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmittel (20, 21, 22) pneumatisch wirken.
16. Aufspulmaschine nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Fangelement (24) einen in von dem Changierbereich (13) weg weisenden Fanghaken
(26) aufweist, der so mit dem Faden (19) zusammenwirkt, dass der Faden (10) bei einer
Verschiebung des Fadenabschnittes (10.1) in Richtung des Changierbereiches (13) von
dem Fanghaken (26) erfasst wird.
17. Aufspulmaschine nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Fangelement (24) eine die Spulspindel (3, 4) tangential umlaufende Fangrille
(25) aufweist.
18. Aufspulmaschine nach einem der Ansprüche 9 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der erste (17) und der zweite Fadenführer (18) so zueinander angeordnet sind, dass
der Faden (10) während des Fangvorganges dazwischen im Wesentlichen senkrecht zur
Achse der Spulspindel (4) verläuft.
19. Aufspulmaschine nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass ein Justierelement (27) vorgesehen ist, mit dem der Winkel zwischen Faden (10) und
Achse der Spulspindel (4) justierbar ist.
20. Aufspulmaschine nach einem der Ansprüche 9 bis 15, 18, 19 dadurch gekennzeichnet, dass das Fangelement auf der Hülse angebracht ist.
1. Method for catching and winding an advancing yarn (10) on a tube (16) held by a rotating
winding spindle (4), in which method the yarn is continuously drawn and taken up by
a storage means (15) and in which method the yarn is guided into a catch element on
the periphery of the winding spindle (4) or the winding tube by moving a guide means
in the axial direction of the rotating winding spindle (4), the yarn (10) being caught
by the catch element (24), said method being characterized in that a section (10.1) of the yarn (10) is formed between two yarn guides (17, 18) and
that the section (10.1) of the yarn (10) is fed to the catch element (24) by the simultaneous
movement of the yarn guides (17, 18), wherein the movement of the yarn guides (17,
18) is divided into two movement sections (28, 29), the yarn section (10.1) being
guided in a first movement section (28) toward the catch element by two yarn guides
(17, 18) being driven by separate drive means (20, 21) and the yarn section (10.1)
cooperating with the catch element (24) in a second movement section (29), wherein
the yarn guides (17, 18) are driven by a common drive means (22) in the second movement
section (29), and that the yarn guides (17, 18) for guiding the yarn section are moved
simultaneously at least in the second movement section (29) and wherein an inversion
of direction is effected between the first (28) and the second (29) movement sections.
2. Method according to Claim 1 characterized in that the yarn guides (17, 18) for guiding the yarn section are moved simultaneously and
at the same speed at least in the second movement section (29).
3. Method according to Claim 2 characterized in that the yarn guides (17, 18) for guiding the yarn section are moved simultaneously and
at the same speed at least in the second movement section (29), the yarn section (10.1)
running substantially orthogonally to the axis of rotation of the rotating winding
spindle (4).
4. Method according to one of the preceding claims characterized in that the yarn guides (17, 18) for guiding the yarn section (10.1) are partly moved one
after the other in the first movement section.
5. Method according to one of the preceding claims characterized in that the yarn guides (17, 18) for guiding the yarn are partly moved independently of each
other in the first movement section.
6. Method according to one of the preceding claims characterized in that the running direction of the yarn (10) and the peripheral speed of the catch element
(24) are parallel at the point of yarn contact.
7. Method according to one of the preceding claims characterized in that the yarn (10) is drawn continuously and taken up by a bobbin (15) clamped on a second
rotating winding spindle (3).
8. Method according to Claim 7 characterized in that the yarn (10) is guided by a stationarily held third yarn guide (19) before the yarn
accumulates on the bobbin (15).
9. Winding machine for continuously winding up yarns (10) that are each assigned to a
winding station into bobbins (15), which winding machine comprises a traversing device
(12) for traversing the yarns (10), which are to be wound up, in the axial direction
of the bobbin within a traversing range (13), a rotatably mounted spindle support
(2), a plurality of winding spindles (3, 4) rotatably mounted on the spindle support
(2) for receiving the bobbins, the winding spindles (3, 4) being guided alternately
by rotating the spindle support (2) into a winding range for winding the yarns (10)
and into a doffing range (7) for removing the completely wound bobbins (15), catch
elements (24), which are disposed at each winding station and are connected to the
winding spindle (3, 4) and are used for locking the yarn into position, a first yarn
guide (17) for each winding station, which first yarn guide (17) can be displaced
in the axial direction of the winding spindle and is disposed before the winding spindle
(4) located in the winding range within the range of the traversing device (12) in
the running direction of the yarn, and a second yarn guide (18) for each winding station,
which second yarn guide can be displaced in the axial direction of the winding spindle
and is disposed behind the winding spindle (4) located in the winding range (8) and
before the winding spindle (3) located in the doffing range (7) in the running direction
of the yarn, said winding machine being characterized in that a drive means (22) is provided, which jointly displaces the first (17) and the second
yarn guides (18), and that the yarn guides are interconnected during said displacement,
wherein the first (17) and the second yarn guide (18) can be displaced in a doffing
direction out of the traversing stroke and in an opposite winding direction into the
traversing stroke and that the yarn guides (17, 18) are driven in the doffing direction
by separate drive means (20, 21) and in the winding direction by the common drive
means (22).
10. Winding machine according to Claim 9 characterized in that a third yarn guide (19) is provided for each winding station, which third yarn guide
is disposed between the second yarn guide (18) and the winding spindle (3) located
in the doffing range (7) in the running direction of the yarn as well as within a
traversing range (13) defined by the stroke of the traversing device when seen in
the axial direction of the winding spindle.
11. Winding machine according to Claim 9 or 10 characterized in that the connection between the first (17) and the second yarn guide (18) during their
joint displacement by the common drive means (22) is a mechanical connection.
12. Winding machine according to Claim 9 or 10 characterized in that the connection between the first (17) and the second yarn guide (18) during their
joint displacement by the common drive means (22) is effected by the coordination
of the both drive means (20, 21).
13. Winding machine according to Claim 9 characterized in that the common drive means (22) and at least one of the yarn guides (17, 18) are interconnected
with play.
14. Winding machine according to Claim 9 characterized in that the connection between the common drive means (22) and at least one of the yarn guides
(17, 18) is flexible.
15. Winding machine according to one of the Claims 9 to 14 characterized in that the drive means (20, 21, 22) work pneumatically.
16. Winding machine according to one of the Claims 9 to 15 characterized in that the catch element (24) comprises a catch hook (26), which is oriented away from the
traversing range (13) and which cooperates with the yarn (10) in such a way that the
catch hook (26) catches the yarn (10) when the yarn section (10.1) is displaced toward
the traversing range (13).
17. Winding machine according to one of the Claims 9 to 15 characterized in that the catch element (24) comprises a catch groove (25), extending tangentially around
the winding spindle (3, 4).
18. Winding machine according to one of the Claims 9 to 17 characterized in that the first (17) and the second yarn guide (18) are disposed in such a way relative
to each other that the yarn (10) runs substantially perpendicularly to the axis of
the winding spindle (4) during the catching operation between said yarn guides.
19. Winding machine according to Claim 18 characterized in that an adjusting element (27) is provided using which the angle between the yarn (10)
and the axis of the winding spindle (4) can be adjusted.
20. Winding machine according to one of the Claims 9 to 15, 18, 19 characterized in that the catch element is attached on the tube.
1. Procédé destiné au captage et à l'enroulement d'un fil en mouvement (10) sur un tube
(16) retenu par une broche de bobinage (4) en rotation, dans lequel le fil est tiré
et reçu continuellement par un moyen d'accumulation (15) et dans le cas duquel grâce
à un mouvement d'un moyen de guidage en direction axiale de la broche de bobinage
(4) en rotation le fil est guidé dans un élément de captage sur la circonférence de
la broche de bobinage (4) ou du tube de bobinage, le fil (10) étant capté par un élément
de captage (24), caractérisé en ce qu'une section de fil (10.1) du fil (10) est formée entre deux guide-fil (17, 18) et
en ce que par un mouvement simultané des guide-fil (17, 18) la section de fil (10.1) du fil
(10) est amenée vers le dispositif de captage (24), le mouvement des guide-fil (17,
18) étant divisé en deux sections de mouvement (28, 29), dans quel cas dans une première
section de mouvement (28) la section de fil (10.1) est guidée avec deux guide-fil
(17, 18) entraînés par deux moyens d'entraînement (20, 21) et dans une deuxième section
de mouvement (29) la section de fil (10.1) coopère avec l'élément de captage (24),
dans quel cas dans la deuxième section de mouvement (29) les guide-fil (17, 18) sont
entraînés avec un moyen d'entraînement commun (22), dans quel cas au moins dans la
deuxième section de mouvement (29) les guide-fil (17, 18) sont guidés en même temps
pour le guidage de la section de fil et entre la première section (28) et la deuxième
section de mouvement (29) une conversion de la direction a lieu.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins dans la deuxième section de mouvement (29) pour guider la section de fil
les guide-fil (17, 18) sont déplacés en même temps et à une vitesse uniforme.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'au moins dans la deuxième section de mouvement (29) les guide-fil (17, 18) pour guider
la section de fil sont déplacés simultanément et à la même vitesse, la section de
fil (10.1) s'étendant sensiblement de manière orthogonale par rapport à l'axe de rotation
de la broche de bobinage en rotation (4).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les guide-fil (17, 18) dans la première section de mouvement pour guider la section
de fil (10.1) sont déplacés partiellement l'un après l'autre.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les guide-fil (17, 18) dans la première section de mouvement pour guider le fil sont
déplacés partiellement indépendamment les uns des autres.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la direction de mouvement du fil (10) et la vitesse périphérique de l'élément de
captage (24) sont orientées dans la même direction dans l'endroit du contact du fil.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le fil (10) est tiré et reçu de manière continue par une bobine (15) enroulée sur
une deuxième broche de bobinage (3) en rotation.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que le fil (10) avant d'arriver sur la bobine (15) est guidé par un troisième guide-fil
(19) maintenu en position stationnaire.
9. Machine à embobiner de façon continue des fils (10) associés à respectivement une
position de bobinage, en bobines (15), avec respectivement un dispositif de va-et-vient
(12) pour l'ensouplage croisé des fils devant être embobinés (10) en direction de
l'axe de la bobine à l'intérieur d'une région de va-et-vient (13), avec un support
de broche de bobinage (2) supporté de manière rotative, avec une pluralité de broches
de bobinage (3, 4) supportées de manière rotative sur le support de broche de bobinage
(2) pour recevoir les bobines, les broches de bobinage (3, 4) étant guidées en alternance
par la rotation du support de broche de bobinage (2) dans une région de bobinage pour
enrouler les fils (10) et dans une région d'échange (7) pour retirer les bobines achevées
(15), avec des éléments de captage (24) étant agencés à chaque position de bobinage
et étant en connexion avec la broche de bobinage (3, 4), pour fixer le fil, avec un
premier guide-fil (17) pouvant être déplacé en direction de l'axe de la broche de
bobinage, lequel guide-fil (17) étant agencé en direction de déplacement du fil en
amont de la broche de bobinage (4) dans la région de bobinage dans la région du dispositif
de va-et-vient (12), et avec un deuxième guide-fil (18) par position de bobinage pouvant
être déplacé en direction de l'axe de broche de bobinage, lequel guide-fil (18) est
agencé en direction de déplacement du fil derrière la broche de bobinage (4) et en
amont de la broche de bobinage (3) dans la région d'échange (7), caractérisée en ce qu'un moyen d'entraînement (22) est prévu qui déplace communément le premier (17) et
le deuxième guide-fil (18) et en ce que les guide-fils sont en l'occurrence reliés, le premier (17) et le deuxième guide-fil
(18) pouvant être déplacé en une direction de changement hors de la course de va-et-vient
et en une direction de bobinage opposée dans la couse de va-et-vient et en ce que les guide-fil (17, 18) sont entraînés en direction alternée par des moyens d'entraînement
séparés (20, 21) et en direction de bobinage par le moyen d'entraînement (22) commun.
10. Machine à embobiner selon la revendication 9, caractérisée en ce qu'un troisième guide-fil (19) est prévu par position d'embobinage qui, vu en direction
de déplacement du fil, est agencé entre le deuxième guide-fil (18) et la broche de
bobinage (3) dans la région alternante (7) ainsi que vu en direction de broche de
bobinage, est agencé à l'intérieur de la région de va-et-vient (13) définie par la
course du dispositif de va-et-vient.
11. Machine à embobiner selon la revendication 9 ou 10, caractérisée en ce que la liaison entre le premier (17) et le deuxième guide-fil (18) est une liaison mécanique
lorsque ceux-ci sont déplacés communément par le moyen d'entraînement commun (22).
12. Machine à embobiner selon la revendication 9 ou 10, caractérisée en ce que la liaison entre le premier (17) et le deuxième guide-fil (18), lorsque ceux-ci sont
déplacés communément par le moyen d'entraînement commun (22), est effectuée par la
coordination des deux moyens d'entraînement (20, 21).
13. Machine à embobiner selon la revendication 9, caractérisée en ce que la liaison entre le moyen d'entraînement commun (22) et au moins un des guide-fil
(17, 18) est dotée d'un jeu.
14. Machine à embobiner selon la revendication 9, caractérisée en ce que la liaison entre le moyen d'entraînement commun (22) et au moins un des guide-fil
(17, 18) est élastique.
15. Machine à embobiner selon l'une des revendications 9 à 14, caractérisée en ce que les moyens d'entraînement (20, 21, 22) agissent de façon pneumatique.
16. Machine à embobiner selon l'une des revendications 9 à 15, caractérisée en ce que l'élément de captage (24) comporte un crochet d'attache (26) s'orientant loin de
la région de va-et-vient, qui coopère de manière telle avec le fil (10) que lors d'un
déplacement de la section de fil (10.1) en direction de la région de va-et-vient le
fil (10) est capté.
17. Machine à embobiner selon l'une des revendications 9 à 15, caractérisée en ce que l'élément de captage (24) a une rainure de captage (25) qui s'étend de manière tangentielle
autour de la broche de bobinage (3, 4).
18. Machine à embobiner selon l'une des revendications 9 à 17, caractérisée en ce que le premier (17) et le deuxième (18) guide-fil sont agencés de manière telle l'un
par rapport à l'autre que durant le processus de captage le fil (10) s'étend entre
les guide-fil sensiblement de manière perpendiculaire à l'axe de la broche de bobinage
(4).
19. Machine à embobiner selon la revendication 18, caractérisée en ce qu'un élément d'ajustement (27) est prévu avec lequel l'angle entre le fil (10) et l'axe
de la broche de bobinage (4) peut être ajusté.
20. Machine à embobiner selon l'une des revendications 9 à 15, 18, 19, caractérisée en ce que l'élément de captage est rapporté sur le tube.
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