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EP 1 862 588 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.11.2010 Patentblatt 2010/47 |
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Anmeldetag: 02.02.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Presswalze
Press roll
Rouleau de presse
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FI IT |
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Priorität: |
31.05.2006 DE 102006025298
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.12.2007 Patentblatt 2007/49 |
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Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Hißen, Axel
47803 Krefeld (DE)
- Hoppermann, Andreas
41751 Viersen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 394 319 DE-A1- 4 202 731
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WO-A-02/44467
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Presswalze einer Maschine zur Herstellung und/oder Veredlung
einer Papier-, Karton-, Tissue- oder einer anderen Faserstoffbahn mit einem rotierenden
Walzenmantel, welcher sich auf zumindest einem Stützelement eines stationären Trägers
abstützt, wobei die mit der Innenseite des Walzenmantels in Kontakt kommende Lauffläche
des Stützelementes geschmiert wird.
[0002] Dabei erfolgt die Schmierung der Kontaktflächen hydrostatisch und/oder hydrodynamisch.
Wenn bei diesen Presswalzen die Ölversorgung versagt, so sollen die Notlaufeigenschaften
meist durch eine entsprechende Materialwahl sichergestellt werden.
[0003] Insbesondere wird dies über einen hohen Bleianteil bei den Kontaktflächen möglich,
was diese jedoch wegen der Weichheit auch relativ anfällig für Beschädigungen durch
kleine Fremdkörper in Form von Riefenbildung macht.
[0004] Die Reibung zwischen den Laufflächen und der Innenseite des Walzenmantels macht insbesondere
bei den sehr breiten Papiermaschinen eine hohe Antriebsleistung erforderlich.
[0005] Aus der
DE 4202731 A1 und der
EP 1394319 A1 ist es bekannt, dass in der Oberfläche der Innenseite des Walzenmantels Mikroöltaschen
vorgesehen sind. Die Aufnahme von Schmiermittel in diesen Taschen führt zu besseren
Gleiteigenschaften.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Schmierung zu verbessern und sicherer
zu gestalten.
[0007] Erfindungsgemäß wurde die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Lauffläche, die sogenannten
Stege des Stützelementes, wenigstens in einem Abschnitt Mikrotaschen aufweist.
[0008] Über den sich an der Innenseite des Walzenmantels beim Anfahren der Presswalze anlegenden
Schmierfilm kommt es zur Auffüllung der Mikrotaschen. Diese Mikrotaschen bleiben auch
während des Betriebs gefüllt und vermindern so bereits etwas die Reibung zwischen
der Lauffläche und der Innenseite.
[0009] Kommt es zu einem Ausfall der Schmiermittelversorgung, so stellt das in den Mikrotaschen
vorhandene Schmiermittel über eine, für die Abschaltung ausreichende Zeit sicher,
dass es zwischen der Lauffläche und der Innenseite des Walzenmantels zumindest bis
zum Stillstand des Walzenmantels die Schmiermittelversorgung gesichert ist.
[0010] Während des Betriebs wird die Lauffläche des Stützelementes meist und/oder überwiegend
hydrostatisch geschmiert. Unterstützt wird dies mit Vorteil dadurch, dass die Lauffläche
zumindest eine zur Innenseite des Walzenmantels hin offene und mit Druck- und Schmiermittel,
vorzugsweise Öl gefüllte Druckkammer begrenzt. Das Schmiermittel wird während der
Rotation des Walzenmantels in geringem, aber ausreichendem Umfang aus der Druckkammer
in den Spalt zwischen Lauffläche und Innenseite geschleppt. Auf diese Weise kommt
es auch zur Herausbildung eines Schmierfilms an der Innenseite des Walzenmantels.
[0011] Um dies zu gewährleisten, sollten die Mikrotaschen eine Tiefe zwischen 0,1 µm und
500 µm, vorzugsweise zwischen 5 µm und 15 µm haben.
[0012] Dies gewährleistet das Vorhandensein von ausreichend Schmiermittel bei einem Ausfall
der Schmiermittelzufuhr.
[0013] Von Vorteil ist es im Interesse einer geringen Reibung außerdem, wenn die Abschnitte
mit den Mikrotaschen eine offene Fläche von weniger als 60 %, vorzugsweise zwischen
10 und 30 % aufweisen.
[0014] Um die Reibung zwischen der Lauffläche und der Innenseite infolge Verschleißes nicht
zu vergrößern, ist es vorteilhaft, wenn die Innenseite des Walzenmantels wenigstens
in einem Abschnitt, vorzugsweise in den von der Lauffläche überdeckten Abschnitten,
mit einer verschleißfesten Schicht überzogen ist.
[0015] Zur Vereinfachung und der Ermöglichung eines umfassenden Einsatzes des Walzenmantels
ist es von Vorteil, wenn die gesamte Innenseite des Walzenmantels mit einer verschleißfesten
Schicht überzogen ist.
[0016] Im Interesse eines möglichst geringen Herstellungsaufwandes sollten die Mikrotaschen
mittels geeigneter Fertigungsverfahren, wie z. B. Umformverfahren, spanende Verfahren,
chemische Verfahren, Sintern o. ä. in die Oberfläche eingebracht werden. Hierzu sind
Laser- oder Ätzverfahren besonders bevorzugt.
[0017] Nachfolgend soll die Erfindung an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert
werden. In der beigefügten Zeichnung zeigt:
- Figur 1:
- einen schematischen Querschnitt durch eine Presswalze;
- Figur 2:
- eine Draufsicht auf ein Stützelement 3;
[0018] Bei den dargestellten Presswalzen rotiert der zylindrische und formstabile Walzenmantel
1 um einen stationären Träger 2. Dabei wird der Walzenmantel 1 von mehreren sich am
Träger 2 abstützenden und radial verschiebbaren Stützelementen 3 zur Bildung eines
Pressspaltes mit einer Gegenwalze zu dieser hingedrückt. Hierzu sind die Stützelemente
3 in einer Reihe axial nebeneinander angeordnet.
[0019] Zur Realisierung einer hydraulischen Anpressung wird das kolbenförmige Stützelement
3 in einer zylinderförmigen Ausnehmung des Trägers 2 geführt. Dabei werden die Druckräume
7 der Zylinder von einer zentralen Zuführleitung 8 im Träger 2 mit einem Druck- und
Schmiermittel, hier Öl versorgt.
[0020] Das Druck- und Schmiermittel gelangt gedrosselt über Kanäle 9 im Stützelement 3 in
mehrere zur Innenseite des Walzenmantels 1 hin offene Druckkammern 6 des Stützelementes
3.
[0021] Diese Druckkammern 6 sind von Laufflächen 5 in Form von Stegen umgeben, welche die
Druckkammern 6 abgrenzen und abdichten.
[0022] Während der Rotation des Walzenmantels 1 wird Schmiermittel aus den Druckkammern
6 in den Spalt zwischen den Laufflächen 5 und der Innenseite des Walzenmantels 1 geschleppt,
was gleichzeitig auch zur Herausbildung eines Schmiermittelfilms an der Innenseite
des Walzenmantels 1 führt.
[0023] Im Ergebnis kommt es zu einer hydrostatischen Schmierung der Lauffläche 5 während
des Betriebs.
[0024] Um bei einem Ausfall der Zufuhr von Schmiermittel einen Kontakt zwischen Lauffläche
5 und Walzenmantel 1 bis zum Stillstand des Walzenmantels 1 zu verhindern, werden
die entsprechenden Oberflächen mit Mikrotaschen 4 versehen. Dies setzt natürlich dennoch
eine schnelle Abschaltung bei einem Ausfall voraus.
[0025] Nach dem Anlauf der Maschine, d.h. der Rotation des Walzenmantels 1 kommt es durch
die Bildung des Schmiermittelfilms an der Innenseite auch zum Füllen der Mikrotaschen
4 mit Schmiermittel. Um eine ausreichende Menge an Schmiermittel aufnehmen zu können,
ohne die Funktion und Stabilität der Oberflächen zu beeinträchtigen, sollten die Mikrotaschen
4 etwa eine Tiefe zwischen 5 µm und 15 µm haben.
[0026] Sollte es nun zu einem Ausfall der Zufuhr von Schmiermittel kommen, so kann das Schmiermittel
in den Mikrotaschen 4 noch über eine begrenzte, aber dennoch meist ausreichende Zeit
den Kontakt zwischen Lauffläche 5 und Walzenmantel 1 verhindern.
[0027] Bei einer bevorzugten und in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführung sind lediglich
die Laufflächen 5 der Stützelemente 3 mit Mikrotaschen 4 versehen. Dies begrenzt den
Aufwand und ist meist ausreichend.
[0028] Um dabei den Verschleiß an der Innenseite des Walzenmantels 1 zu minimieren, ist
diese mit einer verschleißfesten Schicht 10 überzogen.
[0029] Hergestellt werden die Mikrotaschen 4 durch Ätzen der Oberfläche.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1
- Walzenmantel
- 2
- Träger
- 3
- Stützelement
- 4
- Mikrotaschen
- 5
- Lauffläche
- 6
- Druckkammer
- 7
- Druckräume
- 8
- Zuführleitung
- 9
- Kanäle
- 10
- Verschleißschicht
1. Presswalze einer Maschine zur Herstellung und/oder Veredlung einer Papier-, Karton-,
Tissue- oder einer anderen Faserstoffbahn mit einem rotierenden Walzenmantel (1),
welcher sich auf zumindest einem Stützelement (3) eines stationären Trägers (2) abstützt,
wobei die mit der Innenseite des Walzenmantels (1) in Kontakt kommende Lauffläche
(5) des Stützelementes (3) geschmiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass
die Lauffläche (5) wenigstens in einem Abschnitt Mikrotaschen (4) aufweist.
2. Presswalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lauffläche (5) des Stützelementes (3) hydrostatisch geschmiert wird.
3. Presswalze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikrotaschen (4) eine Tiefe zwischen 0,1 µm und 500 µm, vorzugsweise zwischen
5 µm und 15 µm haben.
4. Presswalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Abschnitte mit den Mikrotaschen (4) eine offene Fläche von weniger als 60 %, vorzugsweise
zwischen 10 und 30 % aufweisen.
5. Presswalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Lauffläche (5) zumindest eine zur Innenseite des Walzenmantels (1) hin offene
und mit Druck- und Schmiermittel, vorzugsweise Öl gefüllte Druckkammer (6) begrenzt.
6. Presswalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Innenseite des Walzenmantels (1) wenigstens in einem Abschnitt, vorzugsweise in
den von der Lauffläche (5) überdeckten Abschnitten, mit einer verschleißfesten Schicht
(10) überzogen ist.
7. Presswalze nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die gesamte Innenseite des Walzenmantels (1) mit einer verschleißfesten Schicht (10)
überzogen ist.
8. Verfahren zur Herstellung der Mikrotaschen (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass diese mittels Laser oder Ätzverfahren in die Oberfläche eingebracht werden.
1. Press roll for a machine for producing and/or finishing a paper, board, tissue or
other fibrous web, having a rotating roll shell (1) which is supported on at least
one supporting element (3) of a stationary support (2), the running surface (5) of
the supporting element (3) that comes into contact with the inside of the roll shell
(1) being lubricated, characterized in that
the running surface (5) has micro-pockets (4), at least in one section.
2. Press roll according to Claim 1, characterized in that
the running surface (5) of the supporting element (3) is lubricated hydrostatically.
3. Press roll according to Claim 1 or 2, characterized in that
the micro-pockets (4) have a depth between 0.1 µm and 500 µm, preferably between 5
µm and 15 µm.
4. Press roll according to one of the preceding claims, characterized in that
the sections having the micro-pockets (4) have an open area of less than 60%, preferably
between 10 and 30%.
5. Press roll according to one of the preceding claims, characterized in that
the running surface (5) delimits at least one pressure chamber (6) that is open towards
the inside of the roll shell (1) and filled with pressure and lubricating medium,
preferably oil.
6. Press roll according to one of the preceding claims, characterized in that
the inside of the roll shell (1) is covered with a wear-resistant layer (10), at least
in one section, preferably in the sections covered by the running surface (5).
7. Press roll according to Claim 7, characterized in that
the whole of the inside of the roll shell (1) is covered with a wear-resistant layer
(10).
8. Method for producing the micro-pockets (4) according to one of the preceding claims,
characterized in that
these are introduced into the surface by means of lasers or etching processes.
1. Cylindre de pressage prévu pour une machine de fabrication et/ou de finition d'une
nappe de papier, de carton, de toile ou d'une autre matière fibreuse, et présentant
une enveloppe rotative (1) de cylindre qui s'appuie sur au moins un élément d'appui
(3) d'un support stationnaire (2), la surface de roulement (5) de l'élément d'appui
(3) venant en contact avec le côté intérieur de l'enveloppe (1) du cylindre étant
lubrifiée, caractérisé en ce que
au moins une partie de la surface de roulement (5) présente des micropoches (4).
2. Cylindre de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface de roulement (5) de l'élément d'appui (3) est lubrifiée hydrostatiquement.
3. Cylindre de pressage selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que les micropoches (4) ont une profondeur comprise entre 0,1 µm et 500 µm et de préférence
entre 5 µm et 15 µm.
4. Cylindre de pressage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les parties dotées de micropoches (4) présentent une surface ouverte qui en représente
moins de 60 % et de préférence entre 10 et 30 %.
5. Cylindre de pressage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface de roulement (5) délimite au moins une chambre (6) sous pression ouverte
vers le côté intérieur de l'enveloppe (1) du cylindre et remplie d'un fluide lubrifiant
sous pression, de préférence de l'huile.
6. Cylindre de pressage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une partie et de préférence les parties recouvertes par la surface de roulement
(5) du côté intérieur de l'enveloppe (1) du cylindre sont revêtues d'une couche (10)
résistant à l'usure.
7. Cylindre de pressage selon la revendication 7, caractérisé en ce que la totalité du côté intérieur de l'enveloppe (1) du cylindre est revêtue d'une couche
(10) résistant à l'usure.
8. Procédé de fabrication des micropoches (4) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'elles sont ménagées dans la surface au moyen d'un laser ou d'une opération de gravure.

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