(19)
(11) EP 2 082 127 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
24.11.2010  Patentblatt  2010/47

(21) Anmeldenummer: 07820155.5

(22) Anmeldetag:  12.09.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F02M 47/02(2006.01)
F02M 63/00(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2007/059593
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2008/049691 (02.05.2008 Gazette  2008/18)

(54)

INJEKTOR ZUR EINSPRITZUNG VON KRAFTSTOFF IN BRENNRÄUME VON BRENNKRAFTMASCHINEN

INJECTOR FOR INJECTING FUEL INTO COMBUSTION CHAMBERS OF INTERNAL COMBUSTION ENGINES

INJECTEUR POUR INJECTER DU CARBURANT DANS DES CHAMBRES À COMBUSTION DE MOTEURS À COMBUSTION INTERNE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 23.10.2006 DE 102006049885

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
29.07.2009  Patentblatt  2009/31

(73) Patentinhaber: Robert Bosch GmbH
70442 Stuttgart (DE)

(72) Erfinder:
  • RETTICH, Andreas
    71083 Herrenberg-Kuppingen (DE)
  • BOECKING, Friedrich
    70499 Stuttgart (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 1 612 403
EP-A- 1 621 764
DE-B3-102004 041 172
EP-A- 1 612 405
DE-A1-102005 040 912
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    Stand der Technik



    [0001] Die Erfindung betrifft einen Injektor nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

    [0002] Die EP 1 612 403 A1 beschreibt einen Common-Rail-Injektor mit einem in axialer Richtung druckausgeglichenen Steuerventil zum Sperren und Öffnen eines Kraftstoffablaufweges aus einer Steuerkammer. Mittels des Steuerventils kann der Kraftstoffdruck innerhalb der Steuerkammer beeinflusst werden. Die Steuerkammer wird dabei über einen Druckkanal mit Kraftstoff aus einem mit einem Kraftstoffhochdruckspeicher hydraulisch verbundenen Druckraum versorgt. Durch Variation des Kraftstoffdruckes innerhalb der Steuerkammer wird eine Düsennadel zwischen einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung verstellt, wobei die Düsennadel in ihrer Öffnungsstellung den Kraftstofffluss in den Brennraum einer Brennkraftmaschine freigibt. Das Steuerventil weist eine in axialer Richtung mittels eines Elektromagnetantriebes verstellbare Ventilhülse auf, die mit einer ortsfesten, konischen Ventilsitzfläche dichtend zusammenwirkt. Beim Langzeiteinsatz des bekannten Injektors sind Verschleißerscheinungen im Bereich des Ventilsitzes zu beobachten. Durch den Sitzverschleiß bildet sich eine Kreisringfläche am Ventilsitz sowie an der Ventilhülse aus, was dazu führt, dass das Steuerventil nicht mehr druckausgeglichen ist und die Öffnungscharakteristik des Steuerventils über die Lebensdauer des Injektors starken Änderungen unterliegt. Das Öffnungsverhalten des Steuerventils wird im Laufe der Zeit stark druckabhängig, was zu deutlichen Änderungen der Einspritzmengen führt.

    Offenbarung der Erfindung


    Technische Aufgabe



    [0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Injektor mit einem Steuerventil vorzuschlagen, dessen Öffnungscharakteristik über seine Lebensdauer zumindest im Wesentlichen konstant bleibt.

    Technische Lösung



    [0004] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben. Zudem fallen in den Rahmen der Erfindung alle Kombinationen aus zumindest zwei der in der Beschreibung, der Zeichnung und/oder den Ansprüchen offenbarten Merkmale.

    [0005] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, anstatt eines erhabenen, beispielsweise konischen Ventilsitzes einen als Flachsitz ausgebildeten Ventilsitz mit einer ebenen Ventilsitzfläche vorzusehen, wobei die ebene Ventilsitzfläche dichtend mit einer stirnseitigen Umlaufkante der Ventilhülse des Steuerventils zusammenwirkt. Dabei erstreckt sich die Umlaufkante von der Ventilhülse in axialer Richtung. Bei geschlossenem Steuerventil wird die Ventilhülse mit ihrer stirnseitigen Umlaufkante gegen die ebene Ventilsitzfläche gepresst. Aufgrund der Kombination aus einer ebenen Ventilsitzfläche und der in radialer Richtung schmalen Auflagefläche (Umlaufkante) der Ventilhülse wird trotz eines nicht zu verhindernden Verschleißes sichergestellt, dass an der Ventilhülse keine Druckangriffsfläche für den Kraftstoffdruck in axialer Richtung entsteht, so dass die Öffnungscharakteristik über die Lebensdauer des Steuerventils im Wesentlichen erhalten bleibt. Um ein in axialer Richtung druckausgeglichenes Steuerventil zu erhalten, muss die Umlaufkante, also die Auflagekante, mit der die Ventilhülse auf der ebenen Ventilsitzfläche aufliegt, vom Innenumfang der Ventilhülse gebildet werden. Anders ausgedrückt ist der Durchmesser der Umlaufkante bei einem in axialer Richtung druckausgeglichenem Steuerventil gleich dem Innendurchmesser der Ventilhülse in ihrem Führungsabschnitt am die axialen Druckkräfte aufnehmenden Führungsbolzen.

    [0006] Die Auswirkungen des Verschleißes auf die Öffnungscharakteristik des Steuerventils sind minimal, wenn eine sich von der Umlaufkante nach radial außen erstreckende Ringfläche mit der Ventilsitzfläche einen Winkel einschließt.

    [0007] Dieser Winkel muss so bemessen werden, dass erstens der Verschleiß der Ventilhülse und des Ventilsitzes minimal ist und zweitens Strömungskräfte auf die Ventilhülse, die von dem bei geöffnetem Steuerventil in einen die Ventilhülse umgebenden Niederdruckraum strömenden Kraftstoff verursacht werden, minimiert werden. Es hat sich herausgestellt, dass je nachdem, für welche Einspritzdrücke der Injektor ausgelegt wird, Winkel zwischen der Ventilsitzfläche und der Ringfläche in einem Bereich zwischen etwa 0,5° und 20° geeignet sind. Bevorzugt beträgt der Winkel etwa zwischen 1° und 10°; optimale Ergebnisse werden bei einem Winkel von etwa 5° erzielt.

    [0008] Zur Realisierung eines Sicherheitskonzeptes kann in Weiterbildung der Erfindung zu Lasten der axialen Druckausgeglichenheit eine definierte Druckangriffsfläche vorgesehen werden, die sicherstellt, dass bei Überschreiten eines maximalen Kraftstoffdruckes innerhalb der Ventilhülse diese von dem ebenen Ventilsitz abhebt und somit der unter einem unzulässigen Überdruck stehende Kraftstoff in einen Niederdruckraum abfließen kann. Insbesondere ist die Druckangriffsfläche derart bemessen, dass die Ventilhülse bei Kraftstoffdrücken ab 2100 bar, insbesondere ab 2200 bar entgegen der Kraft einer Ventilfeder vom Ventilsitz abhebt.

    [0009] In Weiterbildung der Erfindung ist mit Vorteil vorgesehen, dass die Druckangriffsfläche als umlaufende Druckstufe ausgebildet ist. Eine derartige Druckangriffsfläche ist auf einfache Weise mit hoher Genauigkeit herzustellen.

    [0010] Bevorzugt ist die Umlaufkante, mit der die Ventilhülse auf der ebenen Ventilsitzfläche aufliegt, mit radialem Abstand zu der an dem Führungsbolzen geführten Innenfläche der Ventilhülse angeordnet. In einem Bereich zwischen dieser Innenfläche und der Umlaufkante befindet sich die bevorzugt als umlaufende Druckstufe ausgebildete Druckangriffsfläche.

    [0011] Winkelfehler zwischen Ventilhülse und ebenem Ventilsitz werden minimiert, wenn der Führungsbolzen einstückig mit einem den Ventilsitz bildenden bzw. aufweisenden Bauteil ausgebildet ist. Dabei erstreckt sich der Führungsbolzen von einem Bereich radial innerhalb der ebenen Ventilsitzfläche in axialer Richtung in die Ventilhülse hinein.

    [0012] Winkelfehler zwischen Ventilhülse und Ventilsitzfläche können weiterhin dadurch verringert werden, dass die Ventilhülse in Ausgestaltung der Erfindung einstückig mit einer Ankerplatte des als Elektromagnetantriebs ausgebildeten Aktuators ausgebildet ist.

    [0013] Mit Vorteil verläuft der Kraftstoffablaufweg durch das den Ventilsitz aufweisende Bauteil in axialer Richtung in den Führungsbolzen hinein und von dort in radialer Richtung aus diesem in einen Ringraum innerhalb der Ventilhülse. Von dort aus kann der Kraftstoff bei vom Ventilsitz abgehobener Ventilhülse in radialer Richtung in einen Niederdruckraum strömen.

    Kurze Beschreibung der Zeichnungen



    [0014] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung. Diese zeigt in:
    Fig. 1:
    eine schematische Schnittdarstellung eines Injektors,
    Fig. 2:
    eine mögliche Ausgestaltung eines Details aus Fig. 1 und
    Fig. 3:
    eine alternative Ausgestaltung des Details aus Fig. 1.

    Ausführungsformen der Erfindung



    [0015] In den Figuren sind gleiche Bauteile und Bauteile mit gleichen Funktionen mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.

    [0016] In Fig. 1 sind schematisch die für die Steuerung wesentlichen Teile eines Common-Rail-Injektors 1 dargestellt. Innerhalb eines Düsenkörpers 2 ist eine längliche Düsennadel 3 in axialer Richtung beweglich geführt. Die Düsennadel 3 weist an ihrer nicht gezeigten Nadelspitze eine Schließfläche auf, mit welcher sie in dichte Anlage an einem innerhalb des Düsenkörpers 3, ebenfalls nicht gezeigten, Nadelsitz bringbar ist. Wenn die Düsennadel 3 am Nadelsitz anliegt, ist der Kraftstoffaustritt aus einer nicht dargestellten Düsenlochanordnung gesperrt. Ist sie dagegen vom Nadelsitz angehoben, kann Kraftstoff aus einem Druckraum 4 in axialer Richtung entlang der Düsennadel 3 durch die Düsenlochanordnung strömen und dort im Wesentlichen unter dem Hochdruck (Rail-Druck) stehend in einen Brennraum gespritzt werden. Der grundsätzliche Aufbau eines Injektors 1 ist bekannt. Diesbezüglich wird auf die DE 100 24 703 A1 verwiesen.

    [0017] Der Injektor 1 weist eine Drosselplatte 5 auf, die sich hülsenförmig in der Zeichnungsebene nach unten in den Düsenkörper 2 hinein erstreckt. Von dem hülsenförmigen Abschnitt der Drosselplatte 5 und von der Stirnseite 6 der Düsennadel 3 wird eine Steuerkammer 7 begrenzt. Die Steuerkammer 7 ist über einen Druckkanal 8 mit Zulaufdrossel 9 mit dem Druckraum 4 verbunden, welcher wiederum über eine nicht dargestellte Versorgungsleitung mit einem Kraftstoff-Hochdruckspeicher verbunden ist. Über den Druckkanal 8 kann somit unter Hochdruck stehender Kraftstoff in die Steuerkammer 7 fließen. Aus der Steuerkammer 7 heraus führt in axialer Richtung ein Kraftstoffablaufweg 10 mit Ablaufdrossel 11. Über den Kraftstoffablaufweg 10 kann Kraftstoff aus der Steuerkammer 7 bei geöffnetem Steuerventil 12 in einen Niederdruckraum 13 strömen. Die Durchflussquerschnitte der Zulaufdrossel 9 und der Ablaufdrossel 11 sind dabei so aufeinander abgestimmt, dass der Zufluss durch den Druckkanal 8 schwächer als der Abfluss durch den Kraftstoffablaufweg 10 ist und demnach bei geöffnetem Steuerventil 12 ein Nettoabfluss von Kraftstoff aus der Steuerkammer 7 resultiert. Der daraus resultierende Druckabfall in der Steuerkammer 7 bewirkt, dass der Betrag der Schließkraft unter den Betrag der Öffnungskraft sinkt und die Düsennadel 3 von ihrem Nadelsitz abhebt.

    [0018] Der Kraftstoffablaufweg 10 führt durch die Drosselplatte 5 mit Ablaufdrossel 11 in ein in der Zeichnungsebene darüber angeordnetes Bauteil 14. Das Bauteil 14 weist einen Ventilsitz 22 (Flachsitz) mit einer ebenen Ventilsitzfläche 15 des Steuerventils 12 auf, wobei eine Ventilhülse 16 des Steuerventils 12 bei geschlossenem Steuerventil dichtend auf der Ventilsitzfläche 15 aufliegt. Hierzu ist die Ventilhülse 16 von einer Ventilfeder 17 in axialer Richtung auf die Ventilsitzfläche 15 federkraftbeaufschlagt. Die Ventilfeder 17 stützt sich in der Zeichnungsebene oben an einem Injektorkörper 18 und am entgegengesetzten Ende an einem Federführungsteil 19 ab, welches wiederum auf der Ventilhülse 16 aufliegt. Die Ventilhülse 15 ist in axialer Richtung von einem Führungsbolzen 25 durchsetzt, an dessen Außenfläche sie geführt ist. Der Führungsbolzen 25 ist dabei einstückig mit einem zylinderförmigen Abschnitt des Bauteils 14 ausgebildet.

    [0019] Die Ventilfeder 17 ist innerhalb eines Elektromagneten 20 angeordnet. Bei Bestromung des Elektromagneten 20 wird eine einstückig mit der Ventilhülse 16 ausgebildete Ankerplatte 21 axial in Richtung Elektromagnet 20 bewegt, wodurch die Ventilhülse 16 entgegen der Federkraft der Ventilfeder 17 von der Ventilsitzfläche 15 abhebt, wodurch wiederum der Kraftstofffluss aus der Steuerkammer 7 über den Kraftstoffablaufweg 10 in den Niederdruckraum 13 ermöglicht wird. Von dort aus kann der Kraftstoff über eine nicht gezeigte Rücklaufleitung zu einem Vorratsbehälter abfließen. Der Druck innerhalb des Niederdruckraumes beträgt je nach Betriebszustand etwa zwischen 0 und 10 bar, wohingegen der Kraftstoffdruck innerhalb des Druckraumes etwa zwischen 1800 und 2000 bar beträgt.

    [0020] Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist die Ventilsitzfläche 15 des Ventilsitzes 22 eben ausgeformt, wobei sich die Ventilsitzfläche 15 quer zur Längsmittelachse 23 der Ventilhülse 16 erstreckt. Die Ventilhülse 16 liegt mit einer sich in axialer Richtung erstreckenden, stirnseitigen Umlaufkante 24 bei geschlossenem Steuerventil 12 an der Ventilsitzfläche 15 an. Die Umlaufkante 24 ist dabei am Innendurchmesser d1 der Ventilhülse 16 ausgebildet. Anders ausgedrückt, entspricht der Durchmesser d2 der Ventilhülse 16 an der Umlaufkante 24 dem Durchmesser d1 der Ventilhülse 16 im Führungsabschnitt am Führungsbolzen 25. Dadurch, dass der Durchmesser d2 dem Durchmesser d1 entspricht, ist das Steuerventil 12 gemäß Fig. 2 in axialer Richtung druckausgeglichen. Dies bedeutet, dass auf die Ventilhülse 16 in axialer Richtung keine oder nur minimale Druckkräfte wirken.

    [0021] An die Umlaufkante 24 schließt in radialer Richtung nach außen eine konische Ringfläche 27 an. Diese schließt mit der ebenen ventilsitzfläche 15 im gezeigten Ausführungsbeispiel einen Winkel α von etwa 5° ein.

    [0022] Ferner ist aus Fig. 2 zu erkennen, dass der Kraftstoffablaufweg von einem axialen Abschnitt in einen radialen Abschnitt übergeht, welcher in einem Ringraum 26 mündet, der einerseits von dem Führungsbolzen 25 und andererseits von der Ventilhülse 16 begrenzt wird.

    [0023] Der Injektor 1 gemäß Fig. 1 kann auch wie in Fig. 3 dargestellt ausgebildet werden. Auch bei dieser Ausführungsvariante ist eine ebene Ventilsitzfläche 15 vorgesehen. Im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 entspricht der Durchmesser d2 der Ventilhülse 16 im Bereich der Umlaufkante 24 nicht dem Durchmesser d1 der Ventilhülse 16 im Führungsbereich unmittelbar radial außerhalb des Führungsbolzens 25. Der Durchmesser d2 ist geringfügig größer als der Durchmesser d1, wodurch eine als Druckstufe ausgebildete, ringförmige Druckangriffsfläche 28 an der Ventilhülse 16 gebildet ist. Diese Druckangriffsfläche 28 verhindert eine Beschädigung oder Zerstörung des Injektors bei einer Überschreitung eines maximal zulässigen Kraftstoffdruckes innerhalb des Steuerventils 12. Die Druckangriffsfläche 28 ist derart bemessen, dass die Ventilhülse 16 bei Erreichen eines unzulässigen Druckniveaus von beispielsweise etwa 2200 bar vom Ventilsitz 22 abhebt und damit Kraftstoff in den Niederdruckraum 13 abströmen kann.

    [0024] In gleicher Weise wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 schließt auch bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 eine radial äußere Ringfläche 27 an die Umlaufkante 24 an, die mit der ebenen Ventilsitzfläche 15 bzw. ihrer gedachten Verlängerung einen Winkel α von etwa 5° einschließt.


    Ansprüche

    1. Injektor zur Einspritzung von Kraftstoff in Brennräume von Brennkraftmaschinen, insbesondere Common-Rail-Injektor, mit einer einen Führungsbolzen (25) umschließende Ventilhülse (16) eines Steuerventils (12), die relativ zu einem Ventilsitz (22) axial bewegbar angeordnet ist, wobei mittels des Steuerventils (12) ein Kraftstoffablaufweg (10) aus einer Steuerkammer (7), welche mit einem der Kraftstoffzuführung dienenden Druckkanal (8) in hydraulischer Verbindung steht, sperrbar sowie freigebbar ist, wodurch der Druck in der Steuerkammer (7) steuerbar ist, so dass eine mit der Steuerkammer (7) wirkverbundene Düsennadel (3) zwischen einer den Kraftstofffluss freigebenden Öffnungsstellung und einer Schließstellung verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilsitz (22) als Flachsitz mit einer ebenen Ventilsitzfläche (15) ausgebildet ist und dass die Ventilhülse (16) bei geschlossenem Steuerventil (12) mit einer stirnseitigen Umlaufkante (24) auf der ebenen Ventilsitzfläche (15) aufliegt.
     
    2. Injektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine sich von der Umlaufkante (24) radial nach außen erstreckende Ringfläche (27) mit der Ventilsitzfläche (22) einen Winkel (α) einschließt.
     
    3. Injektor nach Anspruch 2, dass der Winkel (α) etwa zwischen 0,5° und 20°, vorzugsweise etwa zwischen 1° und 10°, bevorzugt etwa 5°, beträgt.
     
    4. Injektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Ventilhülse (16) eine Druckangriffsfläche (28) für Kraftstoffdruck in Öffnungsrichtung der Ventilhülse (16) vorgesehen ist.
     
    5. Injektor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckangriffsfläche (28) als sich in radialer Richtung erstreckende, umlaufende Druckstufe ausgebildet ist.
     
    6. Injektor nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckangriffsfläche (28) derart bemessen ist, dass die Ventilhülse (16) bei Kraftstoffdrücken ab 2100 bar, insbesondere ab 2200 bar, vom Ventilsitz (22) abhebt.
     
    7. Injektor nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlaufkante (24) mit radialem Abstand zu der an dem Führungsbolzen geführten Innenfläche der Ventilhülse (16) angeordnet ist.
     
    8. Injektor nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsbolzen (25) einstückig mit einem den Ventilsitz (22) aufweisenden Bauteil (14) ausgebildet ist und sich von einem Bereich radial innerhalb der Ventilsitzfläche (15) in axialer Richtung erstreckt.
     
    9. Injektor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilhülse (16) einstückig mit einer Ankerplatte (21) eines als Elektrornagnetantrieb ausgebildeten Aktuators ausgebildet ist, welcher die Ventilhülse (16) bewegt.
     
    10. Injektor nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftstoffablaufweg (10) axial in den Führungsbolzen (25) hinein und in radialer Richtung aus diesem heraus in einen bei geschlossenem Steuerventil (12) von der Ventilhülse (16) begrenzten Ringraum (26) verläuft.
     


    Claims

    1. Injector for injecting fuel into combustion chambers of internal combustion engines, in particular common rail injector, having a valve sleeve (16), which surrounds a guide pin (25), of a control valve (12), which valve sleeve (16) is arranged so as to be axially movable relative to a valve seat (22), with it being possible by means of the control valve (12) for a fuel outflow path (10) out of a control chamber (7) which is hydraulically connected to a pressure duct (8) which serves for supplying fuel to be shut off and opened up, whereby the pressure in the control chamber (7) can be controlled such that a nozzle needle (3) which is operatively connected to the control chamber (7) can be adjusted between an open position, in which the flow of fuel is enabled, and a closed position, characterized in that the valve seat (22) is designed as a flat seat with a planar valve seat surface (15), and in that the valve sleeve (16) rests with an end-side encircling edge (24) on the planar valve seat surface (15) when the control valve (12) is closed.
     
    2. Injector according to Claim 1, characterized in that an annular surface (27) which extends radially outwards from the encircling edge (24) encloses an angle (α) with the valve seat surface (22).
     
    3. Injector according to Claim 2, characterized in that the angle (α) is approximately between 0.5° and 20°, preferably approximately between 1° and 10°, preferably approximately 5°.
     
    4. Injector according to one of the preceding claims, characterized in that the valve sleeve (16) has provided on it a pressure engagement surface (28) for fuel pressure in the opening direction of the valve sleeve (16).
     
    5. Injector according to Claim 4, characterized in that the pressure engagement surface (28) is formed as an encircling pressure stage which extends in the radial direction.
     
    6. Injector according to one of Claims 4 or 5, characterized in that the pressure engagement surface (28) is dimensioned such that the valve sleeve (16) lifts from the valve seat (22) at fuel pressures above 2100 bar, in particular above 2200 bar.
     
    7. Injector according to one of Claims 2 to 5, characterized in that the encircling edge (24) is arranged with a radial spacing to the inner surface, which is guided on the guide pin, of the valve sleeve (16).
     
    8. Injector according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the guide pin (25) is formed in one piece with a component (14) which has the valve seat (22), and said guide pin (25) extends in the axial direction from a region radially within the valve seat surface (15).
     
    9. Injector according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the valve sleeve (16) is formed in one piece with an armature plate (21) of an actuator which is designed as an electromagnetic drive and which moves the valve sleeve (16).
     
    10. Injector according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the fuel outflow path (10) runs axially into the guide pin (25) and in the radial direction out of the latter into an annular space (26) which is delimited by the valve sleeve (16) when the control valve (12) is closed.
     


    Revendications

    1. Injecteur pour injecter du carburant dans des chambres de combustion de moteurs à combustion interne, en particulier injecteur à rampe commune, comprenant une douille de soupape (16) d'une soupape de commande (12) entourant un boulon de guidage (25), qui est disposée de manière déplaçable axialement par rapport à un siège de soupape (22), une voie d'écoulement de carburant (10) hors d'une chambre de commande (7), qui est en liaison hydraulique avec un canal de pression (8) servant à l'alimentation en carburant pouvant être bloquée ou libérée au moyen de la soupape de commande (12), de sorte que la pression dans la chambre de commande (7) puisse être commandée, de sorte qu'un pointeau de buse (3) en liaison fonctionnelle avec la chambre de commande (7) puisse être déplacé entre une position d'ouverture libérant le flux de carburant et une position de fermeture, caractérisé en ce que le siège de soupape (22) est réalisé sous forme de siège plat avec une surface de siège de soupape plane (15) et en ce que la douille de soupape (16) s'applique sur la surface de siège de soupape (15) avec une arête périphérique frontale (24) lorsque la soupape de commande (12) est fermée.
     
    2. Injecteur selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une surface annulaire (27) s'étendant radialement vers l'extérieur depuis l'arête périphérique (24) forme avec la surface de siège de soupape (22) un angle (α).
     
    3. Injecteur selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'angle (α) est compris entre environ 0,5° et 20°, de préférence entre environ 1° et 10°, de préférence est d'environ 5°.
     
    4. Injecteur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on prévoit sur la douille de soupape (16) une surface d'application de pression (28) pour la pression de carburant dans la direction d'ouverture de la douille de soupape (16).
     
    5. Injecteur selon la revendication 4, caractérisé en ce que la surface d'application de pression (28) est réalisée sous forme d'un étage de pression périphérique s'étendant dans la direction radiale.
     
    6. Injecteur selon l'une quelconque des revendications 4 ou 5, caractérisé en ce que la surface d'application de pression (28) est dimensionnée de telle sorte que la douille de soupape (16) se soulève du siège de soupape (22) à partir de pressions de carburant de 2100 bar, notamment de 2200 bar.
     
    7. Injecteur selon l'une quelconque des revendications 2 à 5, caractérisé en ce que l'arête périphérique (24) est disposée à distance radiale de la surface interne de la douille de soupape (16) guidée sur le boulon de guidage.
     
    8. Injecteur selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le boulon de guidage (25) est réalisé d'une seule pièce avec un composant (14) présentant le siège de soupape (22), et s'étend dans la direction axiale depuis une région radialement à l'intérieur de la surface du siège de soupape (15).
     
    9. Injecteur selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la douille de soupape (16) est réalisée d'une seule pièce avec une plaque d'armature (21) d'un actionneur réalisé sous forme d'entraînement par électroaimant, qui déplace la douille de soupape (16).
     
    10. Injecteur selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la voie d'écoulement de carburant (10) s'étend axialement dans le boulon de guidage (25) et dans la direction radiale hors de celui-ci, dans un espace annulaire (26) limité par la douille de soupape (16) lorsque la soupape de commande (12) est fermée.
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente