[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auftragen eines flüssigen Mediums auf
eine laufende Warenbahn, insbesondere Kartonbahn, mit den im Oberbegriff des Anspruches
1 angegebenen Merkmalen.
[0002] Gattungsgemäße Vorrichtungen dienen dem Zweck, beim Herstellen, Verarbeiten oder
Veredeln einer Faserstoffbahn, z.B. aus Papier oder Karton, diese mit einem flüssigen
Medium zu imprägnieren und/oder zu beschichten.
Als Auftragsmedium wird dazu Leim, Stärke oder eine Farbpigment-haltige Suspension
bzw. Dispersion verwendet.
Mit dieser Behandlung der Bahn sollen bestimmte Eigenschaften der Bahn verändert und
verbessert werden.
[0003] Im Voith- Druck p 2745, Abb.1 ist eine sogenannnte Leimpresse beschrieben. Die Leimpresse
besteht aus zwei parallelen Walzen, die einen von der Papierbahn durchlaufenen Nip
bilden. Zwischen der Bahn und jeder der beiden Walzen besteht im Betrieb der Vorrichtung
ein Flüssigkeitssumpf, so dass die Bahn gleichzeitig von beiden Seiten her imprägniert
wird.
[0004] Diese Vorrichtung hat den Nachteil, dass mit zunehmender Bahngeschwindigkeit die
in dem Flüssigkeitssumpf vorhandene Flüssigkeit sehr hohen Turbulenzen ausgesetzt
ist und die Flüssigkeit in die Umgebung (z.B. auf Vorrichtungsteile und auf die Bahn)
abspritzt, wodurch ein gleichmäßiger Auftrag auf die Bahn nicht mehr möglich ist.
[0005] Mit der, in der
DE 29513970 beschriebenen Vorrichtung wurde versucht, mit Hilfe von Verdränger- bzw. Beruhigungskörpem,
die jeweils in den Sumpf eintauchen, das Spritzen zu vermeiden.
Diese Vorrichtung hat sich in der Praxis allerdings nicht als völlig zufriedenstellend
erwiesen.
[0006] Aus der
DE 29610446 sind bereits Auftragsmedien-Zufuhrungseinrichtungen bekannt, die jeweils nur teilweise
in den Sumpf eintauchen.
[0007] Auch aus der
US 4,358,484 sowie der
US 4,407,224 ist jeweils ein Verfahren und eine Vorrichtung bekannt mit in den Sumpf eintauchenden
Zuführeinrichtungen. Die Zufuhreinrichtung besteht jeweils aus einem Hauptverteilrohr
mit verteilt über seine gesamte Länge angeordneten Abgabeöffnungen, die ihrerseits
mit einem Fließkanal zur Ausbildung des Sumpfes verbunden sind. Der Fließkanal ist
Teil eines Düsenkörpers.
Der Düsenkörper besteht aus parallelen Wänden, die über die gesamte Breite der Vorrichtung
reichen. An diese Wände angebrachte Düsenlippen tauchen in den Sumpf ein.
Der Düsenkörper ist mittig von einer Wand geteilt in besagten Fließkanal zur Versorgung
des Sumpfes und in einen weiteren kanal zum Abzug des Mediums aus dem Sumpf mittels
Vakuum zur Ausbildung eines Reservoirs. Im Kreislauf wird Medium aus dem Reservoir
dem Sumpf zugeführt und wieder abgezogen.
[0008] Mit diesen Lösungen möchte man die Tiefe des Sumpfes so gering wie möglich halten,
damit Abspritzungen und große Turbulenzen vermieden werden.
[0009] Die Vorrichtungen sind allerdings recht aufwändig gestaltet, zumal am Abzugskanal
noch ein Sammelraum vorhanden ist aus dem das Medium in das Reservoir gepummt werden
muss. Darüberhinaus ist die gesamte Vorrichtung fest installiert.
[0010] Im Falle eines Walzenwechsels muss die gesamte Vorrichtung abgebaut und ausgetauscht
werden, was zwangsläufig sehr arbeits- und kostenintensiv ist.
[0011] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die im Oberbegriff genannte Vorrichtung
zu verbesseren hinsichtlich einfacherer Reinigungsmöglichkeit, einfacherer Bedienbarkeit
und leichterer Anpassung an gegebene Situationen bei weitgehender Vermeidung von Abspritzungen
aus dem Sumpf.
[0012] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Anspruches 1 genannten
Merkmale gelöst.
[0013] Erfindungsgemäß ist der Düsenkörper vom Nip ausgehend nach außen hin, abgeknickt
oder gebogen. Dabei ist die Form so gewählt, dass in etwa eine an die Walzen angenäherte
Form erreicht wird. Dabei ist der untere Teil des Düsenkörpers auch an die Form des,
zwischen der Walze und der sich abstützenden laufenden Warenbahn bestehenden, Zwickels
( der vom Sumpf gefüllt ist) angepasst.
[0014] Denkbar in diesem Zusammenhang ist, dass der Düsenkörper mit einen Gelenk versehen
ist, um den gewünschten Abbiegewinkel einstellen zu können.
[0015] Diese oben genannte Bauform hat unter anderen den Vorteil, dass die Vorrichtung sehr
kompakt ist. Sie zeichnet sich durch eine niedrige Bauhöhe aus und gewährt dem Bedienpersonal
dennoch eine ausreichend gute Sicht auf die Walze bzw. Walzen der sogenannten Leim-
bzw. Filmpresse und die Bahn.
Im Hinblick auf die Arbeitssicherheit bietet aber vor allem diese gesamte Bauform
einen besonders guten Nipeinlaufschutz für das Bedienpersonal.
[0016] Ein Erfinder hat auch erkannt, dass in Anbetracht der heutzutage gefahrenen hohen
Arbeits- d.h. Bahngeschwindigkeiten nicht eine geringe Tiefe des Sumpfes ausschlaggebend
ist für ein abspritzungsfreies Arbeiten und einen gleichmäßigen Auftrag, sondern es
vielmehr nötig ist, nur eine Reduzierung der Sumpfoberfläche vorzunehmen.
Es ist überraschend, dass es sogar vorteilhaft ist, die Sumpfstauhöhe ansteigen zu
lassen. Dadurch wird eine längere Verweilzeit der Bahn im Sumpf (ohne dass die Bahn
durchweicht und/oder abreißt) erreicht und deshalb sogar eine bessere Penetration
und Gleichmäßigkeit des Auftrages erzielt.
[0017] Durch speziell an die Sumpf- Querschnittsform in Form und Größe angepasste, aus einem
Baukastensystem auswählbare Düsenlippen, kann die gewünschte Größe der freien Oberfläche
des Sumfes eingestellt werden.
[0018] Die Düsenlippen sind zweckmäßigerweise aus einem Kunststoff gefertigt. Sie lassen
sich leicht in beliebiger Form und Größe herstellen und auf einfache Weise an die
Wände des Düsenkörpers anschrauben oder auch anklippen.
In Versuchen hat sich eine Eintauchtiefe von bis zu ca. 80% der Höhe (bzw. Länge)
der Düsenlippen als am effektivsten für eine Spritzvermeidung und Gleichmäßigkeit
des Auftrages bzw. Imprägnierung der Bahn erwiesen.
[0019] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die gesamte Zufuhreinrichtung mit einer Schwenkeinrichtung
verbunden ist. Dadurch kann die Zufuhreinrichtung vom Nip abgeschwenkt werden, so
dass einerseits genügend Platz verbleibt, um die Walze bzw, die Walzen zu reinigen
und andererseits braucht die Vorrichtung nicht entfernt zu werden, wenn eine der Walzen
oder beide Walzen ausgetauscht werden müssen. Die Schwenkeinrichtung sollte deshalb
für den zuletzt genannten Fall getrennt von der Walzenlagerung abgestützt sein.
[0020] Es soll noch erwähnt werden, dass bei einseitigem Auftrag nur auf einer Seite die
erfindungsgemäße Vorrichtung angeordnet ist bzw. wirkt. Bei beidseitigem Auftrag sind
zu beiden Seiten der Warenbahn erfindungsgemäße Vorrichtungen vorhanden. Außerdem
soll noch Erwähnung finden, dass anstelle von Walzen auch andere Stützelemente, wie
beispielsweise laufende, flexible Endlos-Bänder vorgesehen sein können.
[0021] Zweckmäßig ist es, wenn die von den Düsenlippen des Düsenkörpers gebildete Düse das
an den Sumpf abgebende Auftragsmedium direkt nach unten, also in Richtung der Spitze
des Zwickels, abgibt. Damit wird sichergestellt, dass das Auftragsmedium bis an den
tiefsten Punkt des Zwickels gelangt und dadurch im Nip zuverlässig in die Warenbahn
eingepresst werden kann.
[0022] Das aus der Düse austretende Medium, die Walzen bzw. Stützbänder und auch die laufende
Warenbahn haben dieselbe Laufrichtung, wodurch bei besonders hohen Betriebsgeschwindigkeiten
dennoch Wirbelbildungen auftreten können, die das Auftragsergebnis unter Umständen
negativ beeinträchtigen können.
[0023] Deshalb kann eine weitere zweckmäßige Lösung in der Ausbildung der Düse als Pralldüse
bestehen. Durch Anordnung einer strömungsgünstig geformten Prall-Leiste in geringem
Abstand unterhalb der Austrittsöffnung wird das ankommende Auftragsmedium in radialer
Richtung umgelenkt.
Mit den auf diese Weise erzeugten Querströmungen lassen sich die unerwünschten Wirbelbildungen
reduzieren.
[0024] Weitere zweckmäßige Ausbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0025] Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert
werden.
[0026] Es zeigen:
die Figur 1:
im Querschnitt gesehen die Walzen einer Leimpresse mit der
erfindungsgemäßen Zufuhreinrichtung und einer ersten Variante einer Düse
die Figur 2:
im Querschnitt gesehen eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Düse (Detaildarstellung)
[0027] In der
Figur 1 sind zwei Walzen 1 und 1a dargestellt, die miteinander einen von der Kartonbahn 3
durchlaufenen Nip (Press-Spalt) 4 bilden.
Die Bahn 3 durchläuft den Nip 4 im Wesentlichen von oben nach unten, wobei auch ein
Einlaufwinkel der Bahn in den Nip einstellbar, aber nicht dargestellt ist.
[0028] Im gewählten Beispiel ist zu beiden Seiten der Bahn 3 je eine Auftragsmediums-Zufuhreinrichtung
5 und 5a für ein simultanes, beidseitiges Auftragen des flüssigen Mediums, wie Stärke,
auf die Bahn 3 vorhanden. Zwischen der jeweiligen Bahnseite und jeder der Walzen 1
und 1a befindet sich ein sogenannter Zwickel Z bzw. Za. In diesem Zwickel Z und Za
bildet sich beim Betrieb der Vorrichtung ein Sumpf 6 und 6a aus, mit dem die Bahn
3 beschichtet wird (je nach verwendetem Medium und dem Charakter der Bahn wird imprägniert,
geleimt oder gestrichen).
[0029] Die Zufuhreinrichtung 5 und 5a besteht im gewählten Beispiel aus einem Hauptverteilrohr
7 bzw. 7a. Dieses Hauptverteilrohr ist maschinenbreit ausgeführt und empfängt das
Auftragsmedium in dessen Stirnseiten.
In das Hauptverteilrohr 7 und 7a münden jeweils eine Vielzahl von gebogenen Einzelverteilrohren
8 bzw. 8a, die gleichmäßig über die Länge des Hauptverteilrohres angeordnet sind.
Über diese Rohre 8 und 8a können ganz gezielte Mengen von Auftragsmedium in jeweils
einen Dosierspalt 9 und 9a eingespeist werden, so dass ein gleichmäßiger Zulauf über
die gesamte Bahnbreite und damit eine gleichmäßige Druckverteilung möglich ist.
[0030] Ein Abdeckblech 18 und 18a schützt die Verteilrohre 8 und 8a gegen Verschmutzung.
Außerdem ergibt sich dadurch eine sehr geschlossene, kompakte Bauweise von gutem Design.
[0031] Der Dosierspalt 9 und 9a befindet sich im Zwischenraum von parallelen, über die gesamte
Breite der Vorrichtung reichenden Wänden 10 und 10a sowie 11 und 11a, wobei jeweils
die Wände 10 und 11 einen Düsenkörper 12 und die Wände 10a und 11a einen Düsenkörper
12a bilden.
[0032] Der untere Teil des Düsenkörpers 12 und 12a, das ist jener Teil, der in den Sumpf
6 und 6a eintaucht, besteht aus speziell geformten, zweckmäßigerweise zueinander konvergierenden
Düsenlippen 13 und 14 bzw. 13a und 14a.
[0033] Diese Düsenlippen lassen an ihrem unteren freien Ende zwischen sich jeweils eine
Düsenöffnung 15 und 15a frei, aus der das Auftragsmedium nach unten gerichtet bis
in die Spitze des Zwickels Z und Za gelangt und dabei den Sumpf 6 und 6a bildet bzw.
aufrecht erhält.
[0034] Die
Figur 2 stellt eine zweite Ausführungsform der Düse 15 bzw.15a dar.
Der übrige Aufbau der Auftragsvorrichtung gemäß dieser zweiten Variante ist ansonsten
grundsätzlich gleich mit der Ausführung gemäß Figur 1. Es wurden deshalb auch dieselben
Bezugszeichen beibehalten.
In Figur 2 ist dargestellt, dass das Auftragsmedium mittels einer strömungsgünstig geformten
Prall-Leiste 20 bzw.20a umgelenkt wird. Die Düsenöffnungen 15 bzw. 15a kann man dadurch
als Querströmöffnungen bezeichnen, aus denen das Medium jeweils radial in Richtung
der zu behandelnden Warenbahn und der Walze 1 bzw.1a abgegeben wird.
Auch in der
Figur 2 sind die Strömungsrichtungen mit kleinen Pfeilen dargestellt.
[0035] Wirbelbildungen im Sumpf sind bei Anwendung der zweiten Düsen-Ausführungsform weiter
reduzierbar.
[0036] Die Leiste 20, 20a ist in vorteilhafter, strömungstechnisch günstigen Weise konisch
geformt und am zur Zwickelspitze zeigenden Ende abgerundet. Diese Leiste ist entweder
Teil des kompletten Düsenkörpers 12 und 12a, oder Teil einer einzelnen Düsenlippe
13, 13a, 14 oder 14a, oder ein separat angeordnetes Bauteil.
[0037] Je nachdem, wie die einzelnen Düsenlippen in ihrem Querschnitt bzw. ihrer Form ausgebildet
und an den Wänden 9, 10 bzw. 9a und 10a befestigt sind, lässt sich die Größe der freien
Oberfläche des Sumpfes 6 bzw. 6a sowie auch die Eintauchtiefe der Düsenlippen einstellen.
Das bedeutet, dass je nachdem, wie tief die Düsenlippen in den Sumpf eintauchen, der
Pegelstand des Sumpfes angehoben oder gesenkt werden kann. Bei höherem Pegelstand
wird eine bessere Penetration auf Grund der längeren Verweilzeit erreicht. Die Eintauchtiefe
kann bis zu 80 % der Gesamtlänge der Düsenlippen betragen. Trotz eines höheren Pegelstandes
sind unerwünschte Turbulenzen und Abspritzungen aus der Vorrichtung stark reduzierbar.
[0038] In der
Figur 1 ist zur Verdeutlichung der Pegelstand gemäß dem Stand der Technik mit Pb (für
Pegelstand
bisher) und der erfindungsgemäß eingestellte Pegelstand mit P bezeichnet.
[0039] Die Düsenlippen sind aus Kunststoff in verschiedenen Größen gefertigt. Sie sind leicht
herstell - und lagerbar, einfach reinigbar, unempfindlich gegenüber Korrosion und
von nur geringem Gewicht.
[0040] Aus der
Figur 1 ist weiterhin entnehmbar, dass der Düsenkörper 12 bzw.12a, d.h. seine Wände 10, 11
bzw. 10a, 11a zweiteilig - bestehend aus Oberteil O und Unterteil U ausgeführt sind.
Oberteil und Unterteil sind lösbar, z.B. durch Verschrauben, oder auch gelenkig miteinander
verbunden.
An das Unterteil U sind die Düsenlippen 13 und 14 bzw. 13a, 14a angebracht.
[0041] Diese zweiteilige Ausführung hat Vorteile bei der Herstellung sowie auch bei der
Montage, der Demontage oder bei der Reinigung.
Darüberhinaus können für das Oberteil O und Unterteil U Bausätze von verschiedenen
Längen und Breiten vorgesehen sein, wodurch sich die erfindungsgemäße Vorrichtung
auch an Streichmaschinen mit anderen Walzendurchmessern ohne großen Aufwand anpassen
lässt.
[0042] Außerdem sind die Wände des Düsenkörpers 12 bzw. 12a gebogen oder wie in der
Figur 1 dargestellt, in Richtung zur Walze hin abgeknickt. Diese Ausführung macht es möglich,
dass die Vorrichtung insgesamt mit niedriger Bauhöhe auskommt und daher bessere Stabilität
aufweist.
[0043] Außerdem wird durch diese Formgebung der Fluss des Mediums im Dosierspalt 9 bzw.
9a verlangsamt und dadurch weiter vergleichmäßigt.
Darüber hinaus ermöglicht diese Bauförm einen effektiven Nip-Einlauf-Schutz.
[0044] Das bedeutet, dass das Bedienpersonal, welches den Arbeitsprozeß überwacht, Walzen
reinigt usw., nicht mit Körperteilen oder der Kleidung in den Nip gezogen werden kann.
[0045] Im Übrigen ist das Oberteil des Düsenkörpers (auch die Düsenlippen könnten so beschaffen
sein) aus rostfreiem Blech gefertigt und nur mit einzelnen Versteifungsrippen 16 bzw.
16a versehen, wodurch die ganze Vorrichtung relativ leicht gebaut ist.
[0046] Es ist selbstverständlich möglich, die gesamte Zufuhreinrichtung 5 bzw. 5a fest am
Gehäuse der Walzenlagerung zu lagern.
[0047] Wie in der
Figur 1 dargestellt, sind im gewählten Beispiel Schwenkeinrichtungen 17 bzw. 17a vorhanden,
mit denen einerseits die Position des Düsenkörpers mit seiner Düsenöffnung einstellbar
ist. Andererseits ist die gesamte Zuführvorrichtung von den Walzen oder besser gesagt,
aus dem Zwickel Z und Za mit dem Sumpf 6 bzw. 6a abschwenkbar, im Falle der Nichtbehandlung
der Bahn oder wenn die Walzen gereinigt oder ausgewechselt werden müssen. Ein kompletter
Abbau der Vorrichtung ist dadurch oftmals nicht mehr nötig.
[0048] Es soll nochmals erwähnt werden, dass die in den
Figuren 1 und 2 dargestellte Vorrichtung vorgesehen ist für beidseitigen, in der Regel simultanen
Auftrag auf beide Seiten der Bahn 3.
Darüber hinaus ist desöfteren auch nur ein einseitiges Auftragen auf nur eine der
beiden Seiten der Bahn 3 vorgesehen. In der rechten (spiegelbildlichen) Bildhälfte
sind alle Vorrichtungsteile mit "a" ergänzt.
Bei besagtem einseitigen Auftrag können die Teile der linken oder der rechten Bildhälfte
entweder völlig weggelassen oder einfach nur abgeschwenkt werden.
[0049] Es soll außerdem noch erwähnt werden, dass die Zufuhreinrichtung 5 und 5a sowie die
Schwenkeinrichtung 17 und 17a unabhängig voneinander betätigbar sind.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 1, 1a
- Walze
- 3
- Bahn
- 4
- Nip
- 5, 5a
- Zufuhreinrichtung
- 6, 6a
- Sumpf
- 7, 7a
- Hauptverteilrohr
- 8, 8a
- Einzelverteilrohr
- 9, 9a
- Dosierspalt
- 10, 10a
- Wand
- 11, 11a
- Wand
- 12, 12a
- Düsenkörper
- 13, 13a
- Düsenlippe
- 14, 14a
- Düsenlippe
- 15, 15a
- Düsenöffnung
- 16, 16a
- Versteifungsrippe
- 17, 17a
- Schwenkeinrichtung
- 18, 18
- Abdeckblech
- 20,20a
- Prall-Leiste
- O
- Oberteil
- Pb
- Pegelstand bisher
- P
- Pegelstand (erfindungsgemäß eingestellt)
- U
- Unterteil
- Z, Za
- Zwickel
1. Vorrichtung zum Auftragen eines flüssigen Mediums auf wenigstens eine Seite einer
laufenden Warenbahn, insbesondere Kartonbahn mit
a) wenigstens einer Walze (1, 1a), die die Bahn (3) stützt;
b) wenigstens einer Zufuhreinrichtung (5, 5a) für das Auftragsmedium, wobei sich im
Betrieb der Vorrichtung zwischen der Walze (1, 1a) und der Bahn (3) ein Flüssigkeitssumpf
(6, 6a) bildet, wobei:
c) die wenigstens eine Zufuhreinrichtung (5, 5a) einen Düsenkörper (12, 12a) aufweist,
d) der Düsenkörper aus parallelen, maschinenbreiten Wänden (10, 11, 10a, 11a) gefertigt
ist zwischen denen ein Dosierspalt (9, 9a) besteht, der in eine Düsenöffnung (15,
15a) mündet,
e) der Düsenkörper (12, 12a) mit Düsenlippen (13, 14, 13a, 14a) versehen ist, wobei
die Düsenlippen (13, 14, 13a, 14a) an die Wände (10, 11, 10a, 11 a) des Düsenkörpers
(12, 12a) angebracht sind,
f) die Düsenlippen (13, 14, 13a, 14a) mit ihrer Düsenöffnung (15, 15a) in den Flüssigkeitssumpf
(6, 6a) eintauchen, wobei die Eintauchtiefe der Düsenlippen (13, 14, 13a, 14a) einstellbar
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
(g) der Düsenkörper (12, 12a) derart abgewinkelt oder gebogen ist, dass er im Wesentlichen
an die Querschnittsform der Walze (1, 1 a) angepasst ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zufuhreinrichtung (5; 5a) aus einem Hauptverteilrohr (7; 7a) besteht, in welches
über die gesamte Maschinenbreite verteilt angeordnete
Einzelverteilrohre (8; 8a) münden, die widerum mit dem Düsenkörper (12;12a) in Verbindung
stehen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Düsenlippen (13, 14 bzw.13a, 14a) auswechselbar gestaltet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Düsenkörper (12, 12a) zweiteilig, bestehend aus einem Oberteil (O) und einem Unterteil
(U) ausgebildet ist, wobei das Oberteil und Unterteil gelenkig miteinander verbunden
sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Düsenlippen (13, 14; 13a, 14a) am Unterteil (U) des Düsenkörpers (12, 12a) angebracht
sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die von den Düsenlippen (13, 14; 13a, 14a) gebildete Düsenöffnung (15, 15a) derart
angeordnet ist, dass das Auftragsmedium aus der besagten Düsenöffnung (15, 15a) annäherd
parallel zur Laufrichtung der Walze (1, 1a) und der Warenbahn (3) strömt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Düsenlippen (13,14 ; 13a, 14a) gemeinsam mit einer Prall-Leiste (20, 20a) die
Düsenöffnung (15, 15a) bilden, so dass das Auftragsmedium im Form von radialen Querströmungen
die besagte Düsenöffnung (15, 15a) verlässt.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zufuhreinrichtung (5, 5a) mit wenigstens einer Schwenkeinrichtung (17, 17a) verbunden
ist.
9. Vorrichtung zum beidseitigen Auftragen eines flüssigen Mediums auf eine laufende Warenbahn
(3) mit den Merkmalen eines oder mehrerer der vorangehenden Ansprüche, wobei zwei
Walzen (1 und 1a) vorgesehen sind, die einen von der Bahn (3) durchlaufenen Nip (4)
miteinander bilden und beidseitig der Bahn (3) eine zweite Zufuhreinrichtung (5a)
vorhanden ist, so dass sich ein zweiter Sumpf (6a) bildet und beide Zufuhreinrichtungen
(5, 5a) unabhängig voneinander mit Auftragsmedium beaufschlagbar sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine zweite Schwenkeinrichtung (17a) vorhanden ist, wobei beide Schwenkeinrichtungen
(17, 17a) unabhängig voneinander betätigbar sind.
1. Device for applying a liquid medium to at least one side of a moving product web,
in particular a board web, comprising
a) at least one roll (1, 1a) which supports the web (3) ;
b) at least one feed assembly (5, 5a) for the application medium, a liquid pond (6,
6a) forming between the roll (1, 1a) and the web (3) during the operation of the device,
c) the at least one feed assembly (5, 5a) having a nozzle body (12, 12a),
d) the nozzle body being fabricated from parallel machine-width walls (10, 11, 10a,
11a) between which there is a metering gap (9, 9a), which opens into a nozzle opening
(15, 15a),
e) the nozzle body (12, 12a) being provided with nozzle lips (13, 14, 13a, 14a), the
nozzle lips (13, 14, 13a, 14a) being fitted to the walls (10, 11, 10a, 11a) of the
nozzle body (12, 12a),
f) the nozzle lips (13, 14, 13a, 14a) with their nozzle opening (15, 15a) dipping
into the liquid pond (6, 6a), the immersion depth of the nozzle lips (13, 14, 13a,
14a) being adjustable,
characterized in that
g) the nozzle body (12, 12a) is angled over or curved in such a way that it is substantially
matched to the cross-sectional shape of the roll (1, 1a).
2. Device according to Claim 1,
characterized in that
the feed assembly (5; 5a) comprises a main distribution pipe (7; 7a), into which there
open individual distribution pipes (8; 8a) arranged distributed over the entire machine
width, which in turn are connected to the nozzle body (12; 12a).
3. Device according to Claim 1 and 2,
characterized in that
the nozzle lips (13, 14 and 13a, 14a) are configured so as to be replaceable.
4. Device according to Claims 1 to 3,
characterized in that
the nozzle body (12, 12a) is formed in two parts, comprising an upper part (O) and
a lower part (U), the upper part and lower part being connected to each other in an
articulated manner.
5. Device according to Claim 3 and 4,
characterized in that
the nozzle lips (13, 14; 13a, 14a) are fitted to the lower part (U) of the nozzle
body (12, 12a).
6. Device according to Claims 1 to 5,
characterized in that
the nozzle opening (15, 15a) formed by the nozzle lips (13, 14; 13a, 14a) is arranged
in such a way that the application medium flows out of the aforesaid nozzle opening
(15, 15a) approximately parallel to the direction of movement of the roll (1, 1a)
and of the product web (3).
7. Device according to Claims 1 to 5,
characterized in that
the nozzle lips (13, 14; 13a, 14a) form the nozzle opening (15, 15a) together with
a baffle strip (20, 20a), so that the application medium leaves the aforesaid nozzle
opening (15, 15a) in the form of radial transverse flows.
8. Device according to one or more of the preceding claims,
characterized in that
the feed assembly (5, 5a) is connected to at least one pivoting device (17, 17a).
9. Device for applying a liquid medium to both sides of a moving product web (3), having
the features of one or more of the preceding claims, two rolls (1 and 1a) being provided,
which together form a nip (4) through which the web (3) passes, and on both sides
of the web (3) there being a second feed assembly (5a), so that a second pond (6a)
forms and the two feed assemblies (5, 5a) can be supplied with application medium
independently of each other.
10. Device according to Claim 9,
characterized in that
a second pivoting device (17a) is present, it being possible for the two pivoting
devices (17, 17a) to be actuated independently of each other.
1. Dispositif pour l'application d'un milieu fluide sur au moins un côté d'une bande
de matériau en mouvement, notamment une bande de carton, comprenant :
a) au moins un rouleau (1, 1a) qui supporte la bande (3) ;
b) au moins un dispositif d'alimentation (5, 5a) pour le milieu d'enduction, un bac
de liquide (6, 6a) étant formé pendant le fonctionnement du dispositif entre le rouleau
(1, 1a) et la bande (3),
c) l'au moins un dispositif d'alimentation (5, 5a) présentant un corps de buse (12,
12a),
d) le corps de buse étant fabriqué à partir de parois parallèles (10, 11, 10a, 11a)
de la largeur de la machine, entre lesquelles est formée une fente de dosage (9, 9a)
qui débouche dans une ouverture de buse (15, 15a),
e) le corps de buse (12, 12a) étant pourvu de lèvres de buse (13, 14, 13a, 14a), les
lèvres de buse (13, 14, 13a, 14a) étant montées sur les parois (10, 11, 10a, 11a)
du corps de buse (12, 12a),
f) les lèvres de buse (13, 14, 13a, 14a) plongeant avec leur ouverture de buse (15,
15a) dans le bac de liquide (6, 6a), la profondeur d'immersion des lèvres de buse
(13, 14, 13a, 14a) pouvant être ajustée, caractérisé en ce que
g) le corps de buse (12, 12a) est coudé ou cintré de telle sorte qu'il soit essentiellement
adapté à la forme en section transversale du rouleau (1, 1a).
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le dispositif d'alimentation (5 ; 5a) se compose d'un tube de distribution principal
(7 ; 7a), dans lequel débouchent des tubes de distribution individuels (8 ; 8a) répartis
sur toute la largeur de la machine, qui sont à leur tour raccordés au corps de buse
(12 ; 12a).
3. Dispositif selon les revendications 1 et 2,
caractérisé en ce que
les lèvres de buse (13, 14, respectivement 13a, 14a) sont configurées de manière remplaçable.
4. Dispositif selon les revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
le corps de buse (12, 12a) est réalisé en deux parties, constituées d'une partie supérieure
(O) et d'une partie inférieure (U), la partie supérieure et la partie inférieure étant
raccordées l'une à l'autre de manière articulée.
5. Dispositif selon les revendications 3 et 4,
caractérisé en ce que
les lèvres de buse (13, 14 ; 13a, 14a) sont montées sur la partie inférieure (U) du
corps de buse (12, 12a).
6. Dispositif selon les revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
l'ouverture de buse (15, 15a) formée par les lèvres de buse (13, 14 ; 13a, 14a) est
disposée de telle sorte que le milieu d'enduction s'écoule hors de ladite ouverture
de buse (15, 15a) approximativement parallèlement à la direction d'avance du rouleau
(1, 1a) et de la bande de matériau (3).
7. Dispositif selon les revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
les lèvres de buse (13, 14 ; 13a, 14a) forment conjointement avec une baguette d'impact
(20, 20a) l'ouverture de buse (15, 15a), de sorte que le milieu d'enduction quitte
ladite ouverture de buse (15, 15a) sous forme d'écoulements transversaux radiaux.
8. Dispositif selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif d'alimentation (5, 5a) est connecté à au moins un dispositif pivotant
(17, 17a).
9. Dispositif pour l'application des deux côtés d'un milieu fluide sur une bande de matériau
en mouvement (3) ayant les caractéristiques d'une ou plusieurs des revendications
précédentes, dans lequel deux rouleaux (1 et 1a) sont prévus, lesquels forment ensemble
un pinçage (4) à travers lequel passe la bande (3), et un deuxième dispositif d'alimentation
(5a) étant prévu des deux côté de la bande (3), de sorte qu'un deuxième bac (6a) soit
formé et que les deux dispositifs d'alimentation (5, 5a) puissent être sollicités
indépendamment l'un de l'autre par du milieu d'enduction.
10. Dispositif selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
l'on prévoit un deuxième dispositif pivotant (17a), les deux dispositifs pivotants
(17, 17a) pouvant être actionnés indépendamment l'un de l'autre.