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EP 1 207 010 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.12.2010 Patentblatt 2010/48 |
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Anmeldetag: 18.10.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Schleifmaschine
Grinding machine
Machine de meulage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR IT |
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Priorität: |
03.11.2000 DE 20018805 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.05.2002 Patentblatt 2002/21 |
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Patentinhaber: Otec Präzisionsfinish GmbH |
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75334 Straubenhardt-Feldrennach (DE) |
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Erfinder: |
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- Dietrich, Harald
75223 Niefern/Öschelbronn (DE)
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Vertreter: Dipl.-Ing. Heiner Lichti
Dipl.-Phys. Dr.rer.nat. Jost Lempert
Dipl.-Ing. Hartmut Lasch |
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Postfach 41 07 60 76207 Karlsruhe 76207 Karlsruhe (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 19 606 117
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DE-A- 19 843 366
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schleifmaschine mit einem stationären Wandungsteil und
mit einem um eine Drehachse drehbaren Tellerteil, zwischen denen ein Spalt gebildet
ist.
[0002] Eine gattungsgemäße Schleifmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus
der
DE 196 06 117 A1 bekannt. Eine derartige gattungsgemäße Schleifmaschine arbeitet unter Fliehkrafteinwirkung,
indem in den durch Wandung und Tellerteil gebildeten Innenraum sowohl zu bearbeitende
Werkstücke als auch Schleifmaterial eingefüllt und beide durch Drehung des Tellerteils
in Drehung gesetzt werden, so dass eine Polierwirkung durch Fliehkraft-Einwirkung
und Relativgeschwindigkeiten von Werkstücken und Schleifmaterialkörner bewirkt wird.
[0003] Bei einem bekannten Gegenstand wird der Ringspalt zwischen drehbarem Tellerteil und
stationärem Wandungsteil von der Oberseite her durch eine elastische Auskleidung des
Wandungsteils und auf der Unterseite durch einen am Drehteller angebrachten Keramikring
begrenzt, wobei die Ausbildung des Tellerteils unmittelbar unterhalb des einen rechteckigen
Querschnitt aufweisenden Keramikringes sich nach unten und innen verjüngend ausgebildet
ist. Während die elastische Auskleidung aufgrund ihrer Elastizität kaum einem Verschleiß
durch das die Schleifmaterialkörper unterliegt, hat sich herausgestellt, dass der
Keramikring bei lauten Schleifkörpern einem hohen Verschleiß ausgesetzt ist, der insbesondere
dadurch bewirkt wird, dass sich Schleifmaterialkörper im Spalt festsetzen und aufgrund
ihrer abrasiven Wirkung den Keramikring im Bereich seiner inneren oberen Kante abschleifen,
so dass nach kurzer Zeit eine Stufe mit einer Tiefe von 3 mm bis 5 mm gebildet wird.
In dieser kann sich wiederum Schleifmaterial festsetzen, das sich bis zur Unterkante
der Auskleidung der stationären Wandung aufstaut und aufgrund der zwischen Wandung
und Tellerteil gebildeten Relativbewegung zum weiteren Abtrag des Keramikteils beiträgt.
Dieses muss daher nach kurzer Zeit ersetzt werden.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde eine Schleifmaschine der eingangs
genannten Art dahingehend weiterzuentwickeln, das eine höhere Standzeit aufweist.
[0005] Erfindungsgemäß wird die genannte Aufgabe mit einer Schleifmaschine der eingangs
genannten Art gelöst gemäß dem Anspruch 1.
[0006] Es hat sich überraschenderweise herausgestellt, dass die abrasive Wirkung der Schleifmaterialkörper
bei einer Anordnung des Keramikteils an der unteren Seite der stationären Wandung
und damit der Begrenzung des Spaltes durch den Keramikring von oben bei der unteren
Begrenzung des Spaltes durch die elastische Auskleidung des drehbaren Tellerteils
das Keramikteil einem viel geringeren Verschleiß ausgesetzt ist, als dies beim Stande
der Technik der Fall ist. Dies mag daran liegen, dass sich zwar aufgrund der abrasiven
Wirkung der Schleifmaterialkörper auch eine kleine Stufe im Bereich der inneren unteren
Kante des Keramikrings ausbildet, sich Schleifmaterial aber hier nicht festsetzen
und auftürmen kann, da es durch die unbeschädigte gegenüberliegende Kante der elastischen
Auskleidung des Tellerteils immer wieder fortgetragen wird.
[0007] Durch die Erfindung wird damit eine wesentlich höhere Standzeit erreicht als dies
beim Stand der Technik der Fall ist. Ein Austauschen des Keramikringes ist erst nach
wesentlich längerer Standzeit erforderlich.
[0008] Das elastische Teil des Tellerteils kann Teil einer Auskleidung des Tellerteils sein,
während das Keramikteil als Keramikring ausgebildet ist. Zwischen beiden sind einander
gegenüberliegenden Ebenen Oberflächen vorgesehen, die insbesondere horizontal und
senkrecht zur Drehachse gerichtet sind; sie können aber auch eine leichte nach innen
verlaufenden Neigung der Horizontalen beispielsweise im Bereich von 10° bis 30° einschließen.
In der Regel wird die Achse der Schleifmaschine senkrecht gerichtet sein. Die Innenwandungen
von Tellerteil und Wandungsteil oberhalb und unterhalb des Spaltes können von oben
nach unten verengend im Wesentlichen kegelförmig ausgebildet sein. Die Kegelneigung
der Innenwandung zur senkrechten Drehachse kann dabei 30° bis 45° betragen. Diese
geneigte Ausbildung nicht nur des Tellerteils unmittelbar unterhalb des Spaltes, sondern
die Aufnahme der nach innen unten verlaufenden Kegelneigung schon durch die Innenwandung
des Wandungsteils unterstützt die Abtrag hindernde Anordnung von spaltbegrenzendem
Keramikteil am oberen Wandteil und ebenfalls den Spalt an seiner Unterseite begrenzenden
elastischen Teil des Drehtellers.
[0009] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen aus der
nachfolgenden Beschreibung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme
auf die Zeichnung im einzelnen erläutert ist. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- einen Vertikalschnitt durch eine bevor- zugte Ausführungsform der erfindungsgemäße
Schleifmaschine, teilweise geschnitten; und
- Fig. 2
- eine vergrößerte Detaildarstellung des Ge- genstands der Fig. 1.
[0010] Die Fig. 1 zeigt in vertikalem Längsschnitt eine bevorzugte Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Schleifmaschine 1. Diese ist um ihre Drehachse A symmetrisch aufgebaut,
so dass im Wesentlichen lediglich der rechte Teil des Vertikalschnittes dargestellt
ist. Die erfindungsgemäße Schleifmaschine 1 weist ein stationäres Wandungsteil 2 auf.
Unterhalb desselben ist ein um die Achse A mittels einer Antriebswelle 3 drehbares
Tellerteil 4 vorgesehen. Außerhalb des Tellerteils 4 kann sich, muss sich aber nicht,
dieses umschließend an der Unterseite des Wandungsteils 2 mit Abstand zum Tellerteil
4 ein stationäres Unterteil 6 anschließen. Die genannten Teile bestehen im Wesentlichen
aus Metall, wie Aluminium. Das Wandungsteil 3 und das Bodenteil 4 weisen innenseitig
eine elastische Auskleidung 7, 8, vorzugsweise aus Polyurethan, auf. An der Unterseite
des Wandungsteils 2 ist ein Keramikring 9 vorgesehen, der fest mit dem Wandungsteil
2 verbunden ist.
[0011] Die Innenwandung der elastischen Auskleidung 7 und damit des Wandungsteils 2 weist
im unteren Bereich eine sich verjüngende Neigung zur durch die Drehachse A bestimmten
Vertikalen auf, wobei der Neigungswinkel beispielsweise in einem Bereich von 30° bis
45° liegen kann. Dieser Neigung folgt im wesentlichen die Innenwandung 11 des Keramikrings
9, dessen obere Wandungsseite 12 und rückwärtige Wandung 13 im wesentlichen senkrecht
zueinander und senkrecht bzw. parallel zur Achse A gerichtet sind. Der Keramikring
weist an seiner unteren inneren Seite einen nasenartigen Vorsprung 14 nach unten auf,
der in seinem rückwärtigen Bereich über eine von eine Kante 16a aus von unten schräg
nach oben und außen verlaufenden Schräge 16 in einen horizontalen bzw. sich senkrecht
zur Drehachse A erstreckenden äußeren unteren Wandungsbereich 17 bis zur Außenkante
17a des Keramikrings 9 übergeht. Die Schräge 16 kann auch von der Kante 16a bis zur
Kante 17a durchgehend verlaufen, so dass der horizontale Bereich 17 entfällt.
[0012] Die Oberseite 19 der elastischen Auskleidung 8 des Tellerteils 4 ist im wesentlichen
über die Oberseite 19 des letzteren nach außen mit einem Fortsatz 18 abgewinkelt.
Die obere Fläche des Fortsatzes 18 ist eben und erstreckt sich parallel zur Unterseite
der Nase 14a.
[0013] Der Einsatz der Schleifmaschine 1 erfolgt durch Eingabe von Werkstücken, wie Ringen
oder dgl., und Schleifmaterial in den durch die Wandung 2 und den Teller 4 gebildeten
Innenraum sowie Drehung des Tellerteils 4 mit hoher Geschwindigkeit. Hierdurch werden
Werkstücke mittels des Schleifmaterials geschliffen. Beim Betrieb gelangt Schleifmaterial
in den Bereich des Spaltes S. Aufgrund der Elastizität der elastischen Auskleidung
8 sind die abrasiven Einwirkungen auf diese relativ gering; sie sind höher auf den
Keramikring, insbesondere im Bereich seiner inneren unteren Kante 21.
[0014] Es hat sich herausgestellt, dass der abrasive Einfluss und damit der Abtrag des Keramikringes
bei der erfindungsgemä-Ben Ausgestaltung wesentlich geringer ist, als dies beim Stand
der Technik der Fall ist.
1. Schleifmaschine mit einem stationären Wandungsteil (2) und mit einem um eine Drehachse
(A) drehbaren Tellerteil, zwischen denen ein Spalt (S) gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass
der Spalt (S) von oben durch ein Keramikteil (9) und von unten durch ein elastisches
Teil (8) begrenzt ist, wobei das Keramikteil (9) einen nach unten gerichteten nasenartigen
Vorsprung (14) aufweist und das elastische Teil eine ebene Oberfläche (19) hat.
2. Schleifmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Teil einer Teilauskleidung (8) des Tellerteils (4) ist.
3. Schleifmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Keramikteil (9) als Keramikring im unteren Bereich des Wandungsteils (2) ausgebildet
ist.
4. Schleifmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (A) senkrecht ausgerichtet ist.
5. Schleifmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwandung von Tellerteil (4) und Wandungsteil (2) oberhalb und unterhalb des
Spaltes (S) sich von oben nach unten verengend im wesentlichen kegelförmig ausgebildet
sind.
6. Schleifmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kegelneigung zur Drehachse zwischen 30° und 45° liegt.
1. Grinding machine comprising a stationary wall part (2) and a plate part, which rotates
about an axis of rotation (A), between which a gap (S) is formed, characterized in that the gap (S) is limited from above by a ceramic part (9) and from below by an elastic
part (8), wherein the ceramic part (9) has a nose-like projection (14), facing downwardly
and the elastic part has a flat surface (19).
2. Grinding machine according to claim 1, characterized in that the elastic part is part of a lining (8) of the plate part (4).
3. Grinding machine according to claim 1 or 2, characterized in that the ceramic part (9) is formed as a ceramic ring disposed in the lower region of
the wall part (2).
4. Grinding machine according to any one of the preceding claims, characterized in that the axis of rotation (A) is vertical.
5. Grinding machine according to any one of the preceding claims, characterized in that an inner wall of said plate member (4) and an inner wall (2) of said wall member
taper from a top towards a bottom above an below said gap (S) in a substantially conical
manner.
6. Grinding machine of claim 5, wherein said taper defines an angle of inclination relative
to said axis of rotation of between 30° and 45°.
1. Machine de meulage avec une partie de paroi (2) stationnaire et une partie d'assiette
pouvant pivoter autour d'un axe de rotation (A) entre lesquelles une fente (S) est
formée, caractérisée en ce que la fente (S) est délimitée par en haut par une partie en céramique (9) et par en
bas par une partie élastique (8), la partie en céramique (9) étant dotée d'une saillie
(14) en forme de nez orientée vers le bas et la partie élastique étant dotée d'une
surface plane (19).
2. Machine de meulage selon la revendication 1, caractérisée en ce que la partie élastique est un revêtement partiel (8) de la partie d'assiette (4).
3. Machine de meulage selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la partie en céramique (9) est réalisée sous la forme d'un anneau en céramique dans
la zone inférieure de la partie de paroi (2).
4. Machine de meulage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'axe de rotation (A) est orienté verticalement.
5. Machine de meulage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la paroi intérieure de la partie d'assiette (4) et de la partie de paroi (2) sont
réalisées au-dessus et en dessous de la fente (S) en se rétrécissant du haut vers
le bas pour l'essentiel en forme de cône.
6. Machine de meulage selon la revendication 5, caractérisée en ce que l'inclinaison du cône est comprise entre 30° et 45° par rapport à l'axe de rotation.


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