(19)
(11) EP 1 918 469 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
01.12.2010  Patentblatt  2010/48

(21) Anmeldenummer: 07020665.1

(22) Anmeldetag:  23.10.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04B 1/76(2006.01)
E04B 1/80(2006.01)

(54)

Wärmedämmverbundsystem

Composite heat insulation system

Système de raccordement d'isolation thermique


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 24.10.2006 DE 102006050046

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
07.05.2008  Patentblatt  2008/19

(73) Patentinhaber: Saint-Gobain Weber "Terranova" GmbH
1230 Wien (AT)

(72) Erfinder:
  • Horvath, Martin
    1100 Wien (AT)
  • Wimmer, Wolfgang, Dr.
    1190 Wien (AT)

(74) Vertreter: Köhler, Walter et al
Louis, Pöhlau, Lohrentz Patentanwälte Postfach 30 55
90014 Nürnberg
90014 Nürnberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
CH-A5- 637 440
DE-U1- 8 523 833
DE-U1-202006 004 169
DE-A1- 1 771 241
DE-U1- 20 114 262
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Wärmedämmverbundsystem, insbesondere ein Wärmedämmverbundsystem mit Mineralfaser-Dämmplattengemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, sowie ein Verfahren zur Ausbildung desselben gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 26.

    [0002] Wärmedämmverbundsysteme mit Hartschaum-Dämmplatten oder Mineralfaser-Dämmplatten mit liegenden oder stehenden Fasern werden üblicherweise auf der Gebäudewand verklebt und eventuell zusätzlich verdübelt. In zunehmendem Maße werden Wärmedämmverbundsysteme, beispielsweise für Passivhäuser, mit sehr dicken Dämmplatten ausgeführt. Bei der Verarbeitung von sehr dicken Dämmplatten entstehen durch Verkanten offene Fugen zwischen den Dämmplatten, wenn diese nicht exakt planparallel ausgerichtet werden. Fugen zwischen den Dämmplatten können jedoch die Wärmedämmung vermindern. Die Fugen müssen zusätzlich abgedichtet werden oder es muss eine fugenfreie Ausbildung durch sorgfältiges Ausrichten der Dämmplatten vorgesehen werden. Damit entsteht hoher zusätzlicher Arbeitsaufwand.

    [0003] DE 201 14 262 U1 beschreibt ein Wärmedämmverbundsystem der eingangs genannten Art. Es werden profilierte Dämmplatten aus einem Kunststoffschaum eingesetzt, die zur Aufnahme von Riegelelementen bildenden Federn randseitig umlaufende Nuten aufweisen. Spezielle Ausführungen und Maßnahmen zur Verlegung im Bereich von Gebäudeecken sind in dem Dokument nicht beschrieben.

    [0004] Dokument DE 85 23 833 U1 beschreibt ein Wärmeisoliersystem speziell für Gebäudeecken. Es werden einstückige Eckwinkel eingesetzt, die stirnseitige Nuten aufweisen, um Riegelelemente aufzunehmen, die in die stirnseitigen Nuten der angrenzenden Wärmedämmplatten eingreifen.

    [0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Wärmedämmverbundsystem anzugeben, das einfach und sicher auch im Bereich von Gebäudeecken zu verlegen ist und dabei kostengünstig ist.

    [0006] Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch ein Wärmedämmverbundsystem gemäß Patentanspruch 1. Die Aufgabe wird außerdem gelöst mit einem Verfahren gemäß Patentanspruch 26.

    [0007] Das erfindungsgemäße Wärmedämmverbundsystem vereint funktionale Vorteile mit technologischen Vorteilen. Durch die praktisch fugenlose Ausbildung des Wärmedämmverbundsystems werden beispielsweise Wärmebrücken vermieden, die durch in Fugen eingebrachten Klebstoff oder Mörtel oder durch Fugenerweiterungen im Falle von Verkanten der Dämmplatten ausgebildet sein können. Das Einbringen der Riegelelemente spart gegenüber dem Verfugen Arbeitszeit, erhöht die Verarbeitungssicherheit und ist auch von weniger qualifiziertem Personal qualitätsgerecht ausführbar.

    [0008] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die in die Dämmplatten eingebrachten Nuten die Handhabung der großformatigen Dämmplatten auf der Baustelle erleichtern, indem beispielsweise die Nuten als Griffflächen nutzbar sind.

    [0009] Das exakte Ausrichten der Dämmplatten ist durch die Nuten und Riegelelemente erleichtert, weil diese zugleich als Führungselemente dienen und die Dämmplatten bei der Montage zueinander ausrichten. Dadurch sinkt bei verbesserter Ausführungsqualität der Arbeitsaufwand.

    [0010] Weitere vorteilhafte Ausbildungen sind in den Unteransprüchen bezeichnet.

    [0011] Es kann vorgesehen sein, dass das Riegelelement im Querschnitt zum Überlappungsraum formschlüssig ausgebildet ist. Je geringer das Spiel zwischen dem Aufnahmebereich des Riegelelements und dem Riegelelement ausgebildet ist, desto besser sind die Dämmplatten zueinander ausgerichtet. Es kann auch ein Übermaß des Riegelelements vorgesehen sein, d.h. eine leichte "Presspassung", bei der das Riegelelement mit einem leichten Druck oder Schlag in die Nut einfügbar ist, zumal es sich bei dem Dämmmaterial im allgemeinen um leicht verformbares Material handelt.

    [0012] Es kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass das Riegelelement in seiner Längserstreckung sich über die gesamte Längserstreckung des Aufnahmeraums erstreckt. Noch weiter vorteilhaft kann vorgesehen sein, dass das Riegelelement in seiner Längserstreckung über die Längserstreckung oder über die Höhenerstreckung mehrerer Dämmplatten erstreckt oder zumindest die Längserstreckung oder die Höhenerstreckung einer Dämmplatte übersteigt. Auf diese Weise können benachbarte Dämmplatten gleichsam miteinander verzahnt sein.

    [0013] Weiter kann vorgesehen sein, dass die Nut im Querschnitt rechteckig ausgebildet ist.

    [0014] Es kann auch vorgesehen sein, dass die Nut im Querschnitt abgerundet, vorzugsweise halbrund ausgebildet ist. Der Querschnitt des Riegelelements kann korrespondierend dazu ausgebildet sein. Es kann aber auch vorgesehen sein, das Riegelelement mit einem von dem Querschnitt der Nut abweichenden Querschnitt auszubilden. Beispielsweise kann vorgesehen sein, die parallel zur Fügerichtung verlaufenden Oberflächen des Riegelelements mit Zähnen zu versehen, die so gerichtet sind, dass sie sich beim Fügen anlegen und bei entgegengesetzter Beanspruchung aufrichten und in der Nut verkeilen.

    [0015] Weitere vorteilhafte Ausbildungen sind auf die Nut gerichtet.

    [0016] Es kann vorgesehen sein, dass die Nut in der Stirnseite sich in einer vertikalen Ebene oder in einer horizontalen Ebene längserstreckt.

    [0017] Die Nut kann sich über die gesamte Längserstreckung oder die gesamte Breitenerstreckung der Stirnseite erstrecken.

    [0018] Weiter kann vorgesehen sein, dass die Nut in der seitlichen vertikalen Stirnseite ausgebildet ist.

    [0019] Die Nut kann auch in der unteren oder oberen horizontalen Stirnseite ausgebildet sein.

    [0020] Es kann also vorgesehen sein, dass die Nut als eine die Dämmplatte umlaufende Nut ausgebildet ist.

    [0021] Weiter kann vorgesehen sein, dass die den Aufnahmeraum bildenden Nuten jeweils gleichen Querschnitt aufweisen.

    [0022] In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung ist vorgesehen, dass die den Aufnahmeraum bildenden Nuten jeweils gleiche Längserstreckung haben.

    [0023] Weitere vorteilhafte Ausbildungen sind auf das Riegelelement gerichtet.

    [0024] Es kann vorgesehen sein, dass das Riegelelement als länglicher Körper ausgebildet ist, vorzugsweise als Stange, Längsprofil oder dergleichen. Das Riegelelement kann auch als so genannte falsche Feder bezeichnet sein, wie sie in einer speziellen Ausführung der Nut-Feder-Verbindung vorgesehen ist.

    [0025] Weiter kann vorgesehen sein, dass das Riegelelement als plattenförmiger Körper ausgebildet ist.

    [0026] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das Riegelelement als ablängbarer Körper ausgebildet ist.

    [0027] Es kann weiter vorgesehen sein, dass die Aufnahmeräume mehrerer in einer horizontalen Reihe angeordneter Dämmplatten oder mehrerer vertikal übereinander angeordneter Dämmplatten einen zusammengesetzten Aufnahmeraum bilden und sich das Riegelelement oder mehrere hintereinander angeordnete Riegelelemente über die gesamte Längserstreckung des zusammengesetzten Aufnahmeraums erstreckt bzw. erstrecken.

    [0028] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Länge der Riegelemente so bemessen ist, dass der Aufnahmeraum vollständig ausgefüllt ist. Wenn beispielsweise die senkrecht verlaufenden Riegelelemente, d.h. die Riegelelemente, die in den durch die Nuten der seitlichen Stirnseiten gebildeten Aufnahmeräumen angeordnet sind, als durchgehender Strang angeordnet sind, dann kann vorgesehen sein, die waagerecht verlaufenden Riegelelemente jeweils auf den lichten Abstand zwischen zwei benachbarten Strängen abzulängen. Analog dazu kann vorgesehen sein, die senkrecht verlaufenden Riegelelemente jeweils auf den lichten Abstand zwischen zwei waagerecht verlaufenden Strängen abzulängen, wobei die waagerecht verlaufenden Riegelelemente als durchgehender Strang angeordnet sind.

    [0029] Es kann aber auch vorgesehen sein, die Riegelelemente in zwei Längen auszubilden, wobei die erste Länge der Breite oder der Höhe der Dämmplatte entspricht und die zweite Länge der Höhe oder der Breite der Dämmplatte abzüglich der Nuttiefe entspricht.

    [0030] Weiter kann vorgesehen sein, dass in oder auf Gebäudeecken winkelförmig ausgebildete Dämmplatten mit umlaufender Nut angeordnet sind, wobei der Winkel zwischen den beiden Schenkeln der Dämmplatte dem Winkel der Gebäudeecke entspricht.

    [0031] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass der Winkel zwischen den beiden Schenkeln der Dämmplatte 90° ist. Eine solche L-förmige Dämmplatte ist sowohl zur Wärmedämmung von Außenecken als auch von Innenecken einsetzbar.

    [0032] Das Einbringen einer zusätzlichen Nut in die Dämmplatten kann vorteilhafterweise auf der Baustelle vorgesehen sein, es kann aber auch während der Dämmplattenherstellung vorgenommen werden. Standardmäßig kann vorgesehen sein, dass jede der Dämmplatten eine umlaufende Nut aufweist, die in die Stirnseiten eingebracht ist. Wenn eine solche Dämmplatte abgelängt wird, dann weist mindestens eine Stirnseite der abgelängten Dämmplatte keine Nut mehr auf oder sie weist eine in der Tiefe reduzierte Nut auf. Wenn das Einbringen der Nut vorzugsweise während der Plattenfertigung vorgesehen ist, kann weiter vorgesehen sein, halbe und viertel Platten oder Platten in einer anderen Stückelung zu fertigen und mit umlaufender Nut zu versehen, um auf der Baustelle ohne Nacharbeit nahezu beliebige Längen überdecken zu können.

    [0033] Das Ablängen der Dämmplatte kann auch für die Plattenhöhe vorgesehen sein, um beispielsweise die letzte Dämmplattenreihe an die Abmessungen der Gebäudewand anpassen zu können.

    [0034] Es kann vorgesehen sein, dass die Dämmplatte ein Plattenformat von etwa 1000 mm x 500 mm aufweist. Es können aber auch kleinere oder größere Plattenabmessungen vorgesehen sein, ohne das erfinderische Prinzip zu verlassen.

    [0035] Weiter kann vorgesehen sein, dass die Dämmplatte eine Dicke ≥ 150 mm aufweist.

    [0036] Weitere vorteilhafte Ausbildungen sind auf die Materialwahl und die Materialpaarung gerichtet.

    [0037] Es kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass die Dämmplatte als Hartschaumstoff-Dämmplatte ausgebildet ist. Bei dem Hartschaumstoff kann es sich vorzugsweise um Polystyrol-Hartschaum handeln. Es können auch andere Schaumkunststoffe vorgesehen sein, wie beispielsweise Poyurethan oder Phenolharz. Es kann aber auch vorgesehen sein, die Dämmplatte aus anorganischem Dämmmaterial auszubilden, beispielsweise aus Mineralfasern oder aus organischem Dämmmaterial, wie Sisal, Hanf, Stroh oder Kork. Es kann erforderlichenfalls vorgesehen sein, die in die Dämmplatte eingebrachten Nuten durch ein Bindemittel formstabil auszubilden.

    [0038] Es kann weiter vorgesehen sein, dass das Riegelelement aus dem gleichen Material wie die Dämmplatte ausgebildet ist.

    [0039] Es kann aber auch vorgesehen sein, dass das Riegelelement aus einem anderen Material als die Dämmplatte ausgebildet ist.

    [0040] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass das Riegelelement eine niedrigere Wärmeleitfähigkeit als die Dämmplatte aufweist.

    [0041] Es kann vorgesehen sein, dass das Riegelelement als Hartschaumstoff-Element ausgebildet ist. Es können jedoch auch andere Dämmmaterialien vorgesehen sein, wie weiter oben für die Dämmplatte beschrieben.

    [0042] Im folgenden wird die Erfindung anhand von mehreren Ausführungsbeispielen unter Zuhilfenahme der beiliegenden Zeichnungen beispielhaft verdeutlicht.

    [0043] Es zeigen
    Fig. 1
    eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Dämmplatte des Wärmedämmverbundsystems außerhalb der in Figur 3 dargestellten erfindungsgemäßen Eckausbildung;
    Fig. 2
    eine perspektivische Darstellung eines Wärmedämmverbundsystem mit Dämmplatten nach Fig. 1;
    Fig. 3
    eine geschnittene Draufsicht einer erfindungsgemäßen Eckausbildung des Wärmedämmverbundsystems in Fig. 2;


    [0044] Fig. 1 zeigt eine Dämmplatte 1 des Wärmedämmverbundsystems außerhalb der in Figur 3 dargestellten erfindungsgemäßen Eckausbildung. Die Dämmplatte 1 ist als quaderförmiger flacher Körper ausgebildet und weist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine Frontabmessung von 1000 mm x 500 mm auf, sowie eine Plattendicke von 300 mm. Sie kann vorzugsweise als Hartschaumstoff-Dämmplatte ausgebildet sein. Bei dem Hartschaumstoff kann es sich vorzugsweise aus Polystyrol-Hartschaum. Es kann sich aber auch um eine Dämmplatte aus Mineralfasern oder einem anderen Dämmmaterial handeln. Die Dämmplatte 1 weist an jeder ihrer Stirnseiten eine im Querschnitt rechteckig ausgebildete Nut 2 auf, so dass die Nuten 2 eine umlaufende Nut bilden.

    [0045] Die Dämmplatten 1 werden, wie in Fig. 2 dargestellt, in waagerechten Reihen Stoß-an-Stoß auf einer Gebäudewand 5 angeordnet, d.h. sie werden ohne Ausbildung einer Fuge angeordnet. Dabei überlappen die einander gegenüberliegenden Nuten einander zugewandter Stirnseiten und bilden in ihrem Überlappungsraum einen Aufnahmeraum für ein Riegelelement 4. Der Querschnitt des Riegelelements 4 ist so bemessen, dass er den Überlappungsraum der beiden benachbarten Nuten 2 vollständig ausfüllt. Der Überlappungsraum bildet damit einen komplementär zum Riegelelement 4 ausgebildeten Aufnahmeraum, in dem das Riegelelement 4 formschlüssig aufgenommen ist. Die durch das Riegelelement 4 gebildete formschlüssige Verbindung könnte auch als Nut-Feder-Verbindung bezeichnet werden, wobei das Riegelelement 4 als "falsche Feder" bezeichnet werden kann.

    [0046] Wie insbesondere in Fig. 1 zu sehen, kann das Riegelelement 4 an allen Stirnflächen der Dämmplatte 1 angeordnet sein und dabei die Dämmplatte 1 sowohl mit waagerecht benachbarten als auch mit senkrecht benachbarten weiteren Dämmplatten formschlüssig verbinden.

    [0047] Das Riegelelement 4 kann aus dem gleichen Dämmstoff ausgebildet sein wie die Dämmplatte 1, also beispielsweise aus Hartschaumstoff oder Mineralfaser-Dämmstoff . Es kann aber auch ein zur Dämmplatte 1 unterschiedlicher Dämmstoff vorgesehen sein, vorzugsweise ein Dämmstoff, dessen Wärmedämmung höher ist als die Wärmedämmung des Platten-Dämmstoffs. Auf diese Weise werden besonders gut Wärmebrücken vermieden, die den Dämmeffekt des Wärmedämmverbundsystems mindestens lokal verringern können.

    [0048] In Fig. 2 ist ein Wärmedämmverbundsystem 10 dargestellt, bei dem die Dämmplatten 1 auf einer Gebäudewand 5 angeordnet sind. Bei der Gebäudewand 5 handelt es sich um die Außenwand eines Gebäudes, dessen Außenputz bereits Putzschäden aufweist. Die infolgedessen unebene Gebäudewand ist durch eine in Fig. 2 nicht dargestellte Kleberschicht geebnet, so dass die Dämmplatten 1 eine Dämmschicht mit ebener Oberfläche bilden. Weiter können zur Befestigung der Dämmplatten Dübel vorgesehen sein, die insbesondere die Haftfestigkeit der Dämmplatten bei außergewöhnlicher Belastung verbessern, beispielsweise bei Unterdruckausbildung an der Plattenoberfläche durch Sturm.

    [0049] Eine besonders einfache Montage des Wärmedämmverbundsystem 10 ergibt sich dadurch, wenn die Dämmplatten 1 in waagerechten Reihen, bei der untersten Reihe beginnend, auf der Gebäudewand 5 befestigt werden. Dabei dienen die zwischen in einer Reihe benachbarten Dämmplatten eingefügten senkrechten Riegelelemente zur Sicherung der vertikal fluchtenden Ausrichtung mit der nächsten nach oben und unten folgenden Reihen, wobei die in die obere waagerechte Nut der besagten Reihe eingelegten waagerechten Riegelelemente die fluchtende Ausrichtung der Dämmplatten einer Reihe und die frontseitige Ausrichtung der Dämmplatten der jeweils nach oben und unten folgenden Reihe sichern. Somit ermöglicht das erfindungsgemäße Wärmedämmverbundsystem neben verbesserter Funktionalität auch eine verbesserte Produktivität.

    [0050] Fig. 3 zeigt nun die erfindungsgemäße Ausbildung einer rechtwinkligen Ecke 6 im Wärmedämmverbundsystem 10. Es handelt sich dabei um eine Außenecke. Auf die Gebäudewand 5 und 5' ist jeweils eine Kleberschicht 7 aufgetragen, welche die Dämmplatte 1 und eine Dämmplatte 1' auf der Gebäudewand 5 bzw. 5' fixiert. Die Stirnseite 1 s der auf der Gebäudewand 5 befestigten Dämmplatte 1 fluchtet mit der Außenseite der auf der Gebäudewand 5' aufgebrachten Kleberschicht 7, so dass die der Gebäudewand 5' zugewandte rückseitige Frontseite der Dämmplatte 1' in einer Ebene mit der Stirnfläche der Dämmplatte 1 und der Außenseite der Kleberschicht 7 verläuft, wobei die Stirnseite der Dämmplatte 1 mit der vorderseitigen Frontseite der Dämmplatte 1 fluchtet. In die besagte rückseitige Frontseite der Dämmplatte 1' ist eine Nut 2o eingebracht, die der in der Stirnseite der Dämmplatte 1 ausgebildeten Nut 2 gegenüber angeordnet ist und im Querschnitt gleich wie die Nut 2 ausgebildet ist. Der von beiden Nuten 2, 2o gebildete Überlappungsraum bildet einen Aufnahmeraum, in dem das senkrecht verlaufende Riegelelement 4 formschlüssig eingebracht ist. Die in die rückseitige Plattenoberfläche eingebrachte Nut 2o kann entweder auf der Baustelle oder während der Dämmplattenfertigung eingebracht sein.


    Ansprüche

    1. Wärmedämmverbundsystem (10) mit an einer Gebäudewand (5, 5') in vertikal übereinander angeordneten waagerechten Reihen angeordneten, vorzugsweise quaderförmigen Dämmplatten (1, 1'), die jeweils an vertikalen und/oder horizontalen seitlichen Stirnflächen aneinander angrenzen und mit zur Gebäudewand (5, 5') gewandter rückseitiger Frontfläche mittels Kleber und/oder Dübel auf der Gebäudewand (5, 5') befestigt sind, wobei
    aneinander grenzende Dämmplatten (1, 1') einer Reihe und/oder aneinander grenzende vertikal übereinander liegende Dämmplatten an einander zugewandten Stirnseiten jeweils eine Nut (2) aufweisen und die Nuten (2) so ausgebildet sind, dass die Nuten (2) einander zugewandter Stirnseiten überlappen und in ihrem Überlappungsraum einen Aufnahmebereich bilden, in dem ein im Querschnitt komplementär zum Aufnahmebereich ausgebildetes Riegelelement (4) angeordnet ist;
    dadurch gekennzeichnet,
    dass in oder auf Gebäudeecken (6) eine erste und eine zweite Dämmplatte winkelförmig angeordnet sind, wobei der rückseitige oder vorderseitige Randabschnitt der Frontfläche der ersten Dämmplatte (1'),mit der benachbarten Stirnseite der zweiten Dämmplatte (1) über ein Riegelelement (4) in Eingriff steht, indem der betreffende Randabschnitt der Frontfläche der ersten Dämmplatte (1') eine zur benachbarten Nut (2) der zweiten Dämmplatte (1) komplementäre Nut (20) aufweist und das Riegelelement (4) in den von den beiden Nuten (2, 20) gebildeten Überlappungsbereich formschlüssig eingreift.
     
    2. Wärmedämmverbundsystem nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Riegelelement (4) im Querschnitt zum Überlappungsraum formschlüssig ausgebildet ist.
     
    3. Wärmedämmverbundsystem nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Riegelelement (4) in seiner Längserstreckung sich über die gesamte Längserstreckung des Aufnahmeraums erstreckt.
     
    4. Wärmedämmverbundsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Nut (2, 2o) im Querschnitt rechteckig ausgebildet ist.
     
    5. Wärmedämmverbundsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Nut (2r) im Querschnitt abgerundet, vorzugsweise halbrund ausgebildet ist.
     
    6. Wärmedämmverbundsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Nut (2) in der Stirnseite sich in einer vertikalen Ebene oder in einer horizontalen Ebene längserstreckt.
     
    7. Wärmedämmverbundsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass sich die Nut (2) über die gesamte Längserstreckung oder die gesamte Breitenerstreckung der Stirnseite erstreckt.
     
    8. Wärmedämmverbundsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Nut (2) in der seitlichen vertikalen Stirnseite ausgebildet ist.
     
    9. Wärmedämmverbundsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Nut (2) in der unteren oder oberen horizontalen Stirnseite ausgebildet ist.
     
    10. Wärmedämmverbundsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Nut (2) als eine die Dämmplatte umlaufende Nut ausgebildet ist.
     
    11. Wärmedämmverbundsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die den Aufnahmeraum bildenden Nuten (2, 2r, 2o) jeweils gleichen Querschnitt aufweisen.
     
    12. Wärmedämmverbundsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die den Aufnahmeraum bildenden Nuten (2, 2r, 2o) jeweils gleiche Längserstreckung haben.
     
    13. Wärmedämmverbundsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Riegelelement (4, 4') als länglicher Körper ausgebildet ist, vorzugsweise als Stange, Längsprofil oder dergleichen.
     
    14. Wärmedämmverbundsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Riegelelement (4) als plattenförmiger Körper ausgebildet ist.
     
    15. Wärmedämmverbundsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Riegelelement (4) als ablängbarer Körper ausgebildet ist.
     
    16. Wärmedämmverbundsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Aufnahmeräume mehrerer in einer horizontalen Reihe angeordneter Dämmplatten (1, 1') oder mehrerer vertikal übereinander angeordneter Dämmplatten (1, 1') einen zusammengesetzten Aufnahmeraum bilden und sich das Riegelelement (4) oder mehrere hintereinander angeordnete Riegelelemente (4) über die gesamte Längserstreckung des zusammengesetzten Aufnahmeraums erstreckt bzw. erstrecken.
     
    17. Wärmedämmverbundsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass in oder auf Gebäudeecken (6) winkelförmig ausgebildete Dämmplatten mit umlaufender Nut angeordnet sind, wobei der Winkel zwischen den beiden Schenkeln der Dämmplatte dem Winkel der Gebäudeecke (6) entspricht.
     
    18. Wärmedämmverbundsystem nach Anspruch 17,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Winkel zwischen den beiden Schenkeln der Dämmplatte 90° ist.
     
    19. Wärmedämmverbundsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Dämmplatte (1, 1') ein Plattenformat von etwa 1000 mm x 500 mm aufweist.
     
    20. Wärmedämmverbundsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Dämmplatte (1, 1') eine Dicke 150 mm aufweist.
     
    21. Wärmedämmverbundsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Dämmplatte (1, 1') als Hartschaumstoff-Dämmplatte ausgebildet ist.
     
    22. Wärmedämmverbundsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Riegelelement (4) aus dem gleichen Material wie die Dämmplatte (1, 1') ausgebildet ist.
     
    23. Wärmedämmverbundsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 21,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Riegelelement (4) aus einem anderen Material als die Dämmplatte (1, 1') ausgebildet ist.
     
    24. Wärmedämmverbundsystem nach Anspruch 23,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Riegelelement (4) eine niedrigere Wärmeleitfähigkeit als die Dämmplatte (1, 1') aufweist.
     
    25. Wärmedämmverbundsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Riegelelement (4) als Hartschaumstoff-Element ausgebildet ist.
     
    26. Verfahren zur Ausbildung eines Wärmedämmverbundsystems (10) mit an einer Gebäudewand (5, 5') in waagerechten Reihen angeordneten plattenförmigen Dämmplatten (1, 1') mit rechteckiger Frontfläche, die mittels Kleber und/oder Dübel auf der Gebäudewand (5, 5') befestigt sind,
    wobei vorgesehen ist,
    dass an den seitlichen Stirnseiten benachbarter Dämmplatten (1, 1') und an der oberen Stirnseite der Dämmplatten (1, 1') Riegelelemente (4) in in diesen Stirnseiten ausgebildete Nuten (2) eingesteckt werden,
    dass eine erste Reihe Stoß-an-Stoß gefügter Dämmplatten (1, 1') mit der Gebäudewand (5, 5') verklebt und/oder verdübelt wird,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass auf die erste Reihe Dämmplatten (1, 1') eine zweite Reihe Dämmplatten (1, 1') Stoß-an-Stoß derart auf der Gebäudewand (5, 5') angeordnet wird, dass die in Nuten (2) auf der oberen Stirnseite der Dämmplatten (1, 1') der ersten Reihe angeordneten Riegelelemente (4) in die Nuten (2) an der unteren Stirnseite der Dämmplatten (1, 1') der zweiten Reihe eingreifen, wobei die Dämmplatten (1, 1') mit der Gebäudewand (5, 5') verklebt und/oder verdübelt werden; und
    dass zur Überdeckung einer vorzugsweise rechtwinkligen Gebäudeecke (6, 6')eine erste Dämmplatte (1') und eine zweite Dämmplatte (1') winkelförmig angeordnet werden wobei der rückseitige Randabschnitt der Frontfläche der ersten Dämmplatte (1'),mit der benachbarten seitlichen Stirnseite der zweiten Dämmplatte (1) über ein Riegelelement (4) in Eingriff gebracht werden, indem der betreffende Randabschnitt der Frontfläche der ersten Dämmplatte eine zur benachbarten Nut (2) der zweiten Dämmplatte (1) komplementäre Nut (20) aufweist und das Riegelelement (4) in den von den beiden Nuten (2, 20) gebildeten Überlappungsbereichen formschlüssig eingebracht wird.
     


    Claims

    1. Composite heat insulation system (10) having preferably parallelepipedal insulating panels (1, 1') arranged on a building wall (5, 5') in horizontal rows arranged vertically above one another, which insulating panels each adjoin one another at vertical and/or horizontal lateral end faces and are fastened by means of adhesive and/or dowels to the building wall (5, 5') by their rear face which faces the building wall (5, 5'), wherein mutually adjoining insulating panels (1, 1') of a row and/or mutually adjoining insulating panels which are situated vertically above one another are provided on mutually facing end sides with a respective groove (2) and the grooves (2) are formed in such a way that the grooves (2) of mutually facing end sides overlap and form in their overlapping space a receiving region in which there is arranged a locking element (4) which is formed in cross section in a complementary manner to the receiving region; characterized in that a first and a second insulating panel are arranged angularly in or on building corners (6), wherein the rear or front edge portion of the face of the first insulating panel (1') is in engagement with the adjacent end side of the second insulating panel (1) via a locking element (4) in that the respective edge portion of the face of the first insulating panel (1') has a groove (20) which is complementary to the adjacent groove (2) of the second insulating panel (1) and the locking element (4) engages in a form-fitting manner in the overlapping region formed by the two grooves (2, 20).
     
    2. Composite heat insulation system according to Claim 1, characterized in that the locking element (4) in cross section is designed in a form-fitting manner with respect to the overlapping space.
     
    3. Composite heat insulation system according to Claim 1 or 2, characterized in that the locking element (4) in its longitudinal extent extends over the entire longitudinal extent of the receiving space.
     
    4. Composite heat insulation system according to one of the preceding claims, characterized in that the groove (2, 2o) is rectangular in cross section.
     
    5. Composite heat insulation system according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the groove (2r) is rounded in cross section, preferably having a half-round design.
     
    6. Composite heat insulation system according to one of the preceding claims, characterized in that the groove (2) in the end side is longitudinally extended in a vertical plane or in a horizontal plane.
     
    7. Composite heat insulation system according to one of the preceding claims, characterized in that the groove (2) extends over the entire longitudinal extent or the entire width extent of the end side.
     
    8. Composite heat insulation system according to one of the preceding claims, characterized in that the groove (2) is formed in the lateral vertical end side.
     
    9. Composite heat insulation system according to one of the preceding claims, characterized in that the groove (2) is formed in the lower or upper horizontal end side.
     
    10. Composite heat insulation system according to one of the preceding claims, characterized in that the groove (2) is formed as a groove which extends around the insulating panel.
     
    11. Composite heat insulation system according to one of the preceding claims, characterized in that the grooves (2, 2r, 2o) forming the receiving space each have the same cross section.
     
    12. Composite heat insulation system according to one of the preceding claims, characterized in that the grooves (2, 2r, 2o) forming the receiving space each have the same longitudinal extent.
     
    13. Composite heat insulation system according to one of the preceding claims, characterized in that the locking element (4, 4') is designed as an elongate body, preferably as a rod, longitudinal profile or the like.
     
    14. Composite heat insulation system according to one of the preceding claims, characterized in that the locking element (4) is designed as a plate-shaped body.
     
    15. Composite heat insulation system according to one of the preceding claims, characterized in that the locking element (4) is designed as a body which can be cut to length.
     
    16. Composite heat insulation system according to one of the preceding claims, characterized in that the receiving spaces of a plurality of insulating panels (1, 1') arranged in a horizontal row or a plurality of insulating panels (1, 1') arranged vertically above one another form a composite receiving space and the locking element (4) or a plurality of locking elements (4) arranged behind one another extends or extend over the entire longitudinal extent of the composite receiving space.
     
    17. Composite heat insulation system according to one of the preceding claims, characterized in that angularly designed insulating panels with a peripheral groove are arranged in or on building corners (6), wherein the angle between the two legs of the insulating panel corresponds to the angle of the building corner (6).
     
    18. Composite heat insulation system according to Claim 17, characterized in that the angle between the two legs of the insulating panel is 90°.
     
    19. Composite heat insulation system according to one of the preceding claims, characterized in that the insulating panel (1, 1') has a panel format of approximately 1000 mm x 500 mm.
     
    20. Composite heat insulation system according to one of the preceding claims, characterized in that the insulating panel (1, 1') has a thickness of 150 mm.
     
    21. Composite heat insulation system according to one of the preceding claims, characterized in that the insulating panel (1, 1') is designed as a hard foam insulating panel.
     
    22. Composite heat insulation system according to one of the preceding claims, characterized in that the locking element (4) is formed from the same material as the insulating panel (1, 1').
     
    23. Composite heat insulation system according to one of Claims 1 to 21, characterized in that the locking element (4) is formed from another material than the insulating panel (1, 1').
     
    24. Composite heat insulation system according to Claim 23, characterized in that the locking element (4) has a lower thermal conductivity than the insulating panel (1, 1').
     
    25. Composite heat insulation system according to one of the preceding claims, characterized in that the locking element (4) is formed as a hard foam element.
     
    26. Method for forming a composite heat insulation system (10) having plate-shaped insulating panels (1, 1') with a rectangular face which are arranged in horizontal rows on a building wall (5, 5') and which are fastened to the building wall (5, 5') by means of adhesive and/or dowels, wherein it is provided that, on the lateral end sides of adjacent insulating panels (1, 1') and on the upper end side of the insulating panels (1, 1'), locking elements (4) are inserted into grooves (2) formed in these end sides, that a first row of insulating panels (1, 1') joined end to end is adhesively bonded and/or dowelled to the building wall (5, 5'), characterized in that, on the first row of insulating panels (1, 1'), a second row of insulating panels (1, 1') is arranged end to end on the building wall (5, 5') in such a way that the locking elements (4) arranged in grooves (2) on the upper end side of the insulating panels (1, 1') of the first row engage in the grooves (2) on the lower end side of the insulating panels (1, 1') of the second row, wherein the insulating panels (1, 1') are adhesively bonded and/or dowelled to the building wall (5, 5'); and in that, in order to cover a preferably right-angled building corner (6, 6'), a first insulating panel (1') and a second insulating panel (1') are arranged angularly, wherein the rear edge portion of the face of the first insulating panel (1') is brought into engagement with the adjacent lateral end side of the second insulating panel (1) via a locking element (4) in that the respective edge portion of the face of the first insulating panel has a groove (20) which is complementary to the adjacent groove (2) of the second insulating panel (1) and the locking element (4) is introduced in a form-fitting manner into the overlapping regions formed by the two grooves (2, 20).
     


    Revendications

    1. Système de raccordement d'isolation thermique (10) avec des panneaux isolants (1, 1') de préférence parallélépipédiques, disposés sur une paroi de bâtiment (5, 5') en rangées horizontales agencées verticalement les unes au-dessus des autres, qui sont contigus respectivement les uns aux autres sur des faces avant latérales verticales et/ou horizontales et sont fixés par une surface frontale côté arrière tournée vers la paroi de bâtiment (5, 5') à l'aide de colle et/ou de cheville sur la paroi de bâtiment (5, 5'),
    des panneaux isolants contigus (1, 1') d'une rangée et/ou des panneaux isolants contigus se trouvant verticalement les uns au-dessus des autres présentant sur des côtés avant tournés les uns vers les autres respectivement une rainure (2) et les rainures (2) étant réalisées de sorte qu'elles recouvrent des côtés avant tournés les uns vers les autres et forment dans leur espace de recouvrement une zone de réception, dans laquelle est disposé un élément de verrouillage (4), dont la section transversale est réalisée de manière complémentaire à la zone de réception,
    caractérisé en ce
    que dans ou sur des coins de bâtiment (6) sont disposés en angle un premier et un second panneaux isolants, la section de bord côté arrière ou côté avant de la surface frontale du premier panneau isolant (1') étant en engagement avec le côté avant contigu du second panneau isolant (1) par le biais d'un élément de verrouillage (4) tandis que la section de bord concernée de la surface frontale du premier panneau isolant (1') présente une rainure (20) complémentaire à la rainure (2) contiguë du second panneau isolant (1) et l'élément de verrouillage (4) s'engage positivement dans la zone de recouvrement formée par les deux rainures (2, 20).
     
    2. Système de raccordement d'isolation thermique selon la revendication 1,
    caractérisé en ce
    que la section transversale de l'élément de verrouillage (4) est réalisée positivement par rapport à l'espace de recouvrement.
     
    3. Système de raccordement d'isolation thermique selon la revendication 1 ou 2,
    caractérisé en ce
    que l'élément de verrouillage (4) dans son extension longitudinale s'étend sur toute l'extension longitudinale de l'espace de réception.
     
    4. Système de raccordement d'isolation thermique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que la section transversale de la rainure (2, 2o) est réalisée de manière rectangulaire.
     
    5. Système de raccordement d'isolation thermique selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
    caractérisé en ce
    que la section transversale de la rainure (2r) est réalisée de manière arrondie, de préférence demi-ronde.
     
    6. Système de raccordement d'isolation thermique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que la rainure (2) dans le côté avant s'étend en longueur dans un plan vertical ou dans un plan horizontal.
     
    7. Système de raccordement d'isolation thermique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que la rainure (2) s'étend sur toute l'extension longitudinale ou toute l'extension de largeur du côté avant.
     
    8. Système de raccordement d'isolation thermique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que la rainure (2) est réalisée dans le côté avant vertical latéral.
     
    9. Système de raccordement d'isolation thermique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que la rainure (2) est réalisée dans le côté avant horizontal inférieur ou supérieur.
     
    10. Système de raccordement d'isolation thermique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que la rainure (2) est réalisée comme une rainure faisant le tour du panneau isolant.
     
    11. Système de raccordement d'isolation thermique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que les rainures (2, 2r, 2o) formant l'espace de réception présentent chacune une section transversale identique.
     
    12. Système de raccordement d'isolation thermique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que les rainures (2, 2r, 2o) formant l'espace de réception ont chacune une extension longitudinale identique.
     
    13. Système de raccordement d'isolation thermique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que l'élément de verrouillage (4, 4') est réalisé comme un corps oblong, de préférence comme une tige, un profilé longitudinal ou similaires.
     
    14. Système de raccordement d'isolation thermique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que l'élément de verrouillage (4) est réalisé comme un corps en forme de plaque.
     
    15. Système de raccordement d'isolation thermique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que l'élément de verrouillage (4) est réalisé comme un corps pouvant être coupé à longueur.
     
    16. Système de raccordement d'isolation thermique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que les espaces de réception de plusieurs panneaux isolants (1, 1') disposés dans une rangée horizontale ou de plusieurs panneaux isolants (1, 1') disposés verticalement les uns au-dessus des autres forment un espace de réception composé et l'élément de verrouillage (4) ou plusieurs éléments de verrouillage (4) disposés les uns derrière les autres s'étendent sur toute l'extension longitudinale de l'espace de réception composé.
     
    17. Système de raccordement d'isolation thermique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que des panneaux isolants réalisés en angle avec une rainure rotative sont disposés dans ou sur des coins de bâtiment (6), l'angle entre les deux côtés de panneau isolant correspondant à l'angle du coin de bâtiment (6).
     
    18. Système de raccordement d'isolation thermique selon la revendication 17,
    caractérisé en ce
    que l'angle entre les deux côtés de panneau isolant s'élève à 90°.
     
    19. Système de raccordement d'isolation thermique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que le panneau isolant (1, 1') présente un format de panneau d'environ 1 000 mm x 500 mm.
     
    20. Système de raccordement d'isolation thermique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que le panneau isolant (1, 1') présente une épaisseur de 150 mm.
     
    21. Système de raccordement d'isolation thermique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que le panneau isolant (1, 1') est réalisé comme un panneau isolant en mousse de polyuréthane dure.
     
    22. Système de raccordement d'isolation thermique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que l'élément de verrouillage (4) est réalisé dans le même matériau que le panneau isolant (1, 1').
     
    23. Système de raccordement d'isolation thermique selon l'une quelconque des revendications 1 à 21,
    caractérisé en ce
    que l'élément de verrouillage (4) est réalisé dans un autre matériau que le panneau isolant (1, 1').
     
    24. Système de raccordement d'isolation thermique selon la revendication 23,
    caractérisé en ce
    que l'élément de verrouillage (4) présente une conductibilité thermique plus faible que le panneau isolant (1, 1').
     
    25. Système de raccordement d'isolation thermique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que l'élément de verrouillage (4) est réalisé comme un élément en mousse de polyuréthane dure.
     
    26. Procédé de réalisation d'un système de raccordement d'isolation thermique (10) avec des panneaux isolants (1, 1') en forme de plaque disposés sur une paroi de bâtiment (5, 5') en rangées horizontales avec une surface frontale rectangulaire, qui sont fixés à l'aide de colle et/ou de cheville sur la paroi de bâtiment (5, 5'), étant prévu que
    sur les côtés avant latéraux de panneaux isolants contigus (1, 1') et sur le côté avant supérieur de panneaux isolants (1, 1') soient enfichés des éléments de verrouillage (4) dans des rainures (2) réalisées dans ces côtés avant,
    une première rangée de panneaux isolants (1, 1') assemblés bout à bout soit collée et/ou chevillée à la paroi de bâtiment (5, 5'),
    caractérisé en ce
    que sur la première rangée de panneaux isolants (1 1') est disposée une seconde rangée de panneaux isolants (1, 1') bout à bout sur la paroi de bâtiment (5, 5') de telle manière que les éléments de verrouillage (4) disposés dans des rainures (2) sur le côté avant supérieur des panneaux isolants (1, 1') de la première rangée s'engagent dans les rainures (2) sur le côté avant inférieur des panneaux isolants (1, 1') de la seconde rangée, les panneaux isolants (1, 1') étant collés et/ou chevillés à la paroi de bâtiment (5, 5') ; et
    pour le recouvrement d'un coin de bâtiment (6, 6') de préférence rectangulaire sont disposés en angle un premier panneau isolant (1') et un second panneau isolant (1'), la section de bord côté arrière de la surface frontale du premier panneau isolant (1') étant amenée en engagement avec le côté avant latéral contigu du second panneau isolant (1) par le biais d'un élément de verrouillage (4), tandis que la section de bord concernée de la surface frontale du premier panneau isolant présente une rainure (20) complémentaire à la rainure contiguë (2) du second panneau isolant (1) et l'élément de verrouillage (4) est introduit positivement dans les zones de recouvrement formées par les deux rainures (2, 20).
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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