| (19) |
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(11) |
EP 2 158 348 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.12.2010 Patentblatt 2010/48 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.06.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/056783 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/151961 (18.12.2008 Gazette 2008/51) |
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| (54) |
VORRICHTUNG ZUM VERNADELN EINER VLIESBAHN
DEVICE FOR NEEDLING A NONWOVEN WEB
DISPOSITIF D'AIGUILLETAGE D'UNE BANDE DE NON-TISSÉ
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
15.06.2007 DE 102007027559
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.03.2010 Patentblatt 2010/09 |
| (73) |
Patentinhaber: Oerlikon Textile GmbH & Co. KG |
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42897 Remscheid (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- REUTTER, Tilman
A-4201 Eidenberg (AT)
- PLUMP, Andreas
A-4020 Linz (AT)
- MAYER, Andreas
91054 Erlangen (DE)
- BU, Daniel
A-4052 Ansfelden (AT)
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| (74) |
Vertreter: Kahlhöfer, Hermann et al |
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KNH Patentanwälte
Kahlhöfer Neumann Rößler Heine
Postfach 10 33 63 40024 Düsseldorf 40024 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 892 102 WO-A-2007/134731 DE-U1-202006 008 717
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EP-A- 1 736 587 DE-A1- 19 615 697
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vernadeln einer Vliesbahn gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Die bekannte Vorrichtung wird zur Verfestigung und Strukturierung von Vliesen eingesetzt.
Hierzu wird eine Vliesbahn mit einer Vielzahl von Nadeln durchstoßen, die in einer
oszillierenden Auf- und Abwärtsbewegung geführt sind. Bei dem Vorgang werden somit
die Nadeln mit einer oszillierenden Vertikalbewegung geführt, um das Fasermaterial
in der Vliesbahn zu verfestigen. Bei diesem Vorgang wird die Vliesbahn mit einem Vorschub
stetig vorwärts bewegt, der vorzugsweise durch Walzen ausgeführt wird. Da die Nadeln
nicht glatt sondern mit in Einstichrichtung geöffneten Widerhäkchen versehen sind,
werden beim Einstechen Filamente des Vlieses erfasst und im Vlies umorientiert. Hierdurch
entsteht der gewünschte Verfilzungs- und Verfestigungseffekt in dem Vlies. Um während
des Eintauchens der Nadeln in der Vliesbahn aufgrund des Vorschubes der Vliesbahn
keine ungewünschten Verformungen zu erhalten, die beispielsweise zu einem Verzug oder
eine Langlochbildung im vernadelten Material führen, werden die Nadeln mit einer überlagerten
horizontalen Bewegung geführt. Hierbei ist die Bewegung der Nadeln in Vorschubrichtung
der Vliesbahn ausgerichtet. Zur Ausführung einer vertikalen Bewegung und einer überlagerten
horizontalen Bewegung der Nadeln sind im Stand der Technik grundsätzlich zwei verschiedene
Antriebsvarianten bekannt.
[0003] Aus der
DE 197 30 532 A1 ist eine gattungsgemäße Vorrichtung zum Vernadeln einer Vliesbahn bekannt, bei welcher
ein Nadelbalken mit einem Vertikalantrieb zur Ausführung einer Auf- und Abwärtsbewegung
und mit einem Horizontalantrieb zur Ausführung einer Hin- und Herbewegung verbunden
ist. Der Horizontalantrieb wird durch zwei gegensinnig angetriebene Exzenterantriebe
gebildet, die aus zwei parallel zueinander angeordneten Pleuelstangen und mit den
Pleuelstangen gekoppelte Kurbelwellen gebildet sind. Die Phasenlagen der Kurbelwellen
sind zueinander verstellbar, so dass der durch die Pleuelstangen auf ein Kopplungsglied
übertragene horizontale Hub in seiner Größe verstellbar ist. Von dem Koppelglied wird
die Horizontalbewegung direkt auf einen Balkenträger oder durch ein zwischengeschaltetes
Koppelgetriebe übertragen. Der separate Horizontalantrieb der bekannten Vorrichtung
erfordert jedoch komplizierte Mechaniken, die insbesondere bei höheren Durchlaufgeschwindigkeiten
eine unzureichende Stabilität und eine unzureichende Führung des Nadelbalkens zur
Folge hat. Somit sind maschinendynamische Probleme bei der Realisierung größerer Hubfrequenzen
mit gleichzeitiger Hubverstellmöglichkeit bei der bekannten Vorrichtung zu erwarten.
[0004] Bei einer zweiten Variante der Antriebstechnik derartiger Vorrichtungen, die beispielsweise
aus der
DE 103 55 590 A1 bekannt ist, wird die Vertikal- und die Horizontalbewegung durch einen gemeinsamen
Antrieb ausgeführt. Hierbei werden zwei phasenverstellbare Kurbelwellen in Verbindung
mit zwei zueinander schräg gestellten Pleuelstangen verwendet, deren Pleuelaugen sich
in einem Punkt treffen. Je nach Phasendrehung der Kurbelwellen ergibt sich somit eine
ellipsenähnliche Bewegung mit variablem Horizontal- und Vertikalhub. Derartige Konzepte
besitzen jedoch eine mangelnde Drehzahlstabilität auf und zudem ist keine parallele
Führung des Nadelbalken zur Vliesbahn möglich.
[0005] In Praxis besteht jedoch zunehmend der Wunsch, die Vliesbahn mit hoher Durchlaufgeschwindigkeit
und möglichst variablem Horizontalhub zu vernadeln.
[0006] Um die Bewegung eines Nadelbalkens mit separatem Vertikalantrieb und Horizontalantrieb
zu erzeugen, sind im Stand der Technik noch weitere Vorrichtungen bekannt, wie beispielsweise
in der
DE 196 15 697 offenbart. Hierbei wird der Horizontalantrieb durch einen Exzenterantrieb gebildet,
welcher eine mit einer Kurbelwelle zusammenwirkende Pleuelstange aufweist. Die Pleuelstange
wirkt mit ihrem Pleuelauge unmittelbar auf einen Balkenträger ein, an dessen Unterseite
ein Nadelbalken gehalten ist. Derartige Vorrichtungen lassen zwar höhere Durchlaufgeschwindigkeiten
der Vliesbahn zu, besitzen jedoch den großen Nachteil, dass der Horizontalhub nicht
variabel einstellbar ist.
[0007] Aus der
DE 100 43 534 A1 ist eine weitere Vorrichtung zum Vernadeln einer Vliesbahn bekannt, bei welcher der
Balkenträger durch eine in einem Schwenkrohr geführte Stoßstange gebildet ist. Das
Schwenkrohr wird relativ zu einer Schwenkachse hin- und hergeschwenkt. Insoweit wird
der Balkenträger über ein Schwenkgetriebe relativ zu der Schwenkachse verschwenkt.
Die Vorrichtung sowie das Schwenkgetriebe sind daher nicht geeignet, das oder die
Nadelbretter parallel zur Vliesbahn zu führen.
[0008] Es ist nun Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zum Vernadeln einer Vliesbahn
der gattungsgemäßen Art derart weiterzubilden, dass Vliese bei hohen Durchlaufgeschwindigkeiten
mit variabler Hubeinstellung und hohen Hubfrequenzen in hoher Qualität vernadelbar
sind.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Pleuelstangen mit ihren
Pleuelaugen in einer Schräglage mit dem Horizontallenker gekoppelt sind, wobei die
Pleuelstangen mit ihren Mittelachsen einen Winkel bilden.
[0010] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale und Merkmalskombinationen
der jeweiligen Unteransprüche definiert.
[0011] Die Erfindung hat den besonderen Vorteil, dass die Kraftübertragung der beiden Exzenterantriebe
des Horizontalantriebes räumlich auf einen sehr engen kompakten Angriffsbereich beschränkt
ist und somit zu einer stabilen Führung der Antriebsbewegung der beiden Exzenterantriebe
führt. Die Erfindung löst sich von dem Vorbehalt, dass ein Horizontalantrieb, welcher
neben der horizontalen Bewegungskomponente eine vertikale Bewegungskomponente erzeugt,
völlig ungeeignet für einen horizontalen Antrieb des Balkenträgers ist. Die Vertikalbewegung
der an dem Nadelbalken geführten Nadeln erfolgt ausschließlich durch den Vertikalantrieb,
so dass der Horizontalantrieb eine reine Horizontalbewegung zu erzeugen hat, um die
Vorschubbewegung der Vliesbahn zu kompensieren. Insoweit ist eine durch den Horizontalantrieb
ausgelöste Vertikalbewegungskomponente zu vermeiden. Die Erfindung hat jedoch erkannt,
dass die Kombination der in Schräglage gehaltenen Pleuelstangen mit dem Horizontallenker
vorteilhaft genutzt werden kann, um ausschließlich die horizontal gerichteten Kräfte
auf den Balkenträger zu übertragen. Die über die Exzenterantriebe in Vertikalrichtung
erzeugte Bewegungskomponente wird über den Horizontallenker abgefangen und nicht auf
den Balkenträger übertragen. Insoweit lässt sich die durch die beiden Exzenterantriebe
bedingte hohe Flexibilität der Hubeinstellungen vorteilhaft mit einer Stabilität und
Steifigkeit der Kraftübertragung verbinden.
[0012] Eine verbesserte Stabilität des Horizontalantriebes lässt sich insbesondere durch
die Weiterbildung der Erfindung erreichen, bei welcher die Pleuelaugen der Pleuelstangen
durch ein Doppeldrehgelenk mit dem Horizontallenker gekoppelt sind. Damit lässt sich
der Krafteingriff auf einen Kopplungspunkt konzentrieren, der gemeinsam über die Exzenterantriebe
geführt ist. Das Doppeldrehgelenk wird durch die Exzenterantriebe stets auf einer
ellipsenähnlichen Bahn geführt, deren Breite und Höhe von der Phasenlage der beiden
Exzenterantriebe abhängt. Als Extremfall ergibt sich entweder annähernd eine vertikale
oder exakt eine horizontale Gerade für maximalen bzw. minimalen Horizontalhub.
[0013] Das Doppeldrehgelenk zur Anbindung der Pleuelstangen lässt sich dabei sowohl direkt
an einem Ende des Horizontallenkers oder vorteilhaft an einem Koppelglied einer mit
dem Horizontallenker verbundenen Koppelkinematik ausbilden.
[0014] Bei der Verwendung einer Koppelkinematik ist die Möglichkeit gegeben, die auf den
Horizontalantrieb einwirkende Kraft zu vermindern. Zudem lässt sich die axiale Führung
des Nadelbalkens vorteilhaft stabilisieren.
[0015] Um eine höhere Flexibilität bei der Anordnung und Ausbildung der Exzenterantriebe
zu erhalten, besteht gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung alternativ
die Möglichkeit, die Pleuelaugen der Pleuelstangen durch zwei Drehgelenke mit dem
Horizontallenker zu koppeln. Hierbei werden die Drehgelenke bevorzugt in enger Nachbarschaft
oder leicht versetzt zueinander direkt an einem Ende des Horizontallenkers ausgebildet.
Es besteht jedoch auch grundsätzlich die Möglichkeit, die Drehgelenke der beiden Pleuelstangen
an einem Koppelglied auszubilden, welches über eine Koppelkinematik mit dem Horizontallenker
verbunden ist.
[0016] Um die durch die Exzenterantriebe eingeleitete Hubbewegung des Nadelbalkens in ihrer
Größe zu verändern, hat sich insbesondere die Weiterbildung der Erfindung bewährt,
bei welcher die Koppelkinematik aus einem mit den Exzenterantrieben verbundenen Koppelglied
und einem an einem Schwenklager gehaltenen Kipphebel gebildet ist. Hierbei greifen
das Koppelglied als Schubstange und der Horizontallenker vorzugsweise versetzt zueinander
an dem Kippehebel an, so dass die Exzenterbewegungen mit einer Übersetzung auf den
Nadelbalken übertragen werden. So lassen sich selbst bei relativ kleinen Exzenterbewegungen
der Exzenterantriebe relativ große Hübe am Nadelbalken und umgekehrt einleiten.
[0017] Um neben der Stabilität auch eine ausreichende Horizontalbewegung der Exzenterantriebe
zu ermöglichen, wird gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung die Schräglage
der Pleuelstangen so gewählt, dass der Winkel zwischen den Mittelachsen der Pleuelstangen
<180° ist. Damit lassen sich Anordnungen realisieren, die einen Kompromiss zwischen
günstiger Bewegungsform und günstigen Kraftverhältnissen an den Pleueln darstellen.
[0018] Die Kurbelwellen der Exzenterantriebe werden dabei gegensinnig angetrieben, wobei
die Phasenlagen der beiden Kurbelwellen zur Einstellung eines Hubes unabhängig voneinander
verstellbar ausgebildet sind.
[0019] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung sind den Kurbelwellen separate
Stellmotoren zugeordnet, durch welche die Phasenlage der Kurbelwellen einstellbar
ist. Die Stellmotoren lassen sich dabei über eine gemeinsame Steuereinrichtung entsprechend
den gewünschten Hubeinstellungen ansteuern.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist der Horizontallenker mit
seinem Ende in einem mittleren Bereich des Balkenträgers angeordnet und durch ein
Drehgelenk mit dem Balkenträger verbunden. Damit lassen sich unabhängig von den Vertikalbewegungen
des Balkenträgers die zur horizontalen Auslenkung eingebrachten Schub- und Zugkräfte
unmittelbar an dem Balkenträger einbringen. Eine auf dem Balkenträger wirkende Belastung
durch Biegemomente sowie eine Übertragung der durch die Exzenterantriebe erzeugten
Vertikalbewegungen lassen sich dadurch vermeiden.
[0021] Im besonderen Maße ist die Lage des Horizontallenkers dazu geeignet, eine Führung
des Balkenträgers in Balkenlängsrichtung vorzunehmen. Hierzu ist gemäß einer vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung der Horizontallenker im Wesentlichen parallel zu einer
Querseite des Balkenträgers angeordnet und mit einer derartig versteifenden Formgebung
ausgeführt, so dass der Balkenträger in Längsrichtung geführt ist. So lässt sich beispielsweise
die Vorrichtung auch mit nicht aktiviertem Horizontalantrieb sicher betreiben. In
diesem Fall würde der Balkenträger lediglich durch den Vertikalantrieb zu einer Auf-
und Abwärtsbewegung angetrieben.
[0022] Um eine qualitativ hochwertige Vernadelung der Vliesbahn zu erzeugen, werden die
Nadeln in Vertikalrichtung vorzugsweise gemäß der Weiterbildung der Erfindung mit
einem Vertikalantrieb angetrieben, welcher durch zwei Exzenterantriebe gebildet ist,
die jeweils eine Kurbelwelle und eine über einen Pleuelkopf mit der Kurbelwelle verbundene
Pleuelstange aufweisen. Die Pleuelstangen sind mit ihren Pleuelaugen über Drehgelenke
mit dem Balkenträger verbunden. Ein derartiger Vertikalantrieb bietet eine hohe Flexibilität
in Einstellung und Führung des Nadelbalkens, um unterschiedliche Vliesbahnen mit unterschiedlichen
Fasern produktspezifisch zu vernadeln.
[0023] Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist nachfolgend unter Hinweis
auf die beigefügten Figuren näher erläutert.
[0024] Es stellen dar:
- Fig. 1:
- schematisch eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung;
- Fig. 2:
- schematisch eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung;
- Fig. 3:
- schematisch eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung;
- Fig. 4 und Fig. 5:
- schematisch weitere Ausführungsbeispiele eines Horizontalantriebes für die Ausführungsbeispiele
nach Fig. 1, 2 und 3;
- Fig. 6:
- schematisch eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
[0025] In Fig. 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum
Vernadeln einer Vliesbahn dargestellt. Das Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung nach Fig. 1 weist einen Balkenträger 2 auf, der an seiner Unterseite einen
Nadelbalken 1 hält. Der Nadelbalken 1 hält an seiner Unterseite ein Nadelbrett 3 mit
einer Vielzahl von Nadeln 4. Dem Nadelbrett 3 mit den Nadeln 4 ist eine Ablage 23
und ein Abstreifer 28 zugeordnet, wobei zwischen der Ablage 23 und dem Abstreifer
28 eine Vliesbahn 24 mit im Wesentlichen konstanter Vorschubgeschwindigkeit geführt
wird. Die Bewegungsrichtung der Vliesbahn 24 ist hierbei durch einen Pfeil gekennzeichnet.
[0026] An dem Balkenträger 2 greift ein Vertikalantrieb 12 und ein Horizontalantrieb 5 an.
Durch den Vertikalantrieb 12 wird der Balkenträger 2 in vertikaler Richtung oszillierend
bewegt, so dass der Nadelbalken 1 mit dem Nadelbrett 3 eine Aufund Abwärtsbewegung
ausführt. Der Vertikalantrieb 12 ist durch zwei parallel angeordnete Exzenterantriebe
12.1 und 12.2 gebildet. Die Exzenterantriebe 12.1 und 12.2 weisen zwei parallel nebeneinander
angeordnete Kurbelwellen 25.1 und 25.2 auf, die oberhalb des Balkenträgers 2 angeordnet
sind. Die Kurbelwellen 25.1 und 25.2 weisen jeweils mindestens einen Exzenterabschnitt
zur Aufnahme mindestens einer Pleuelstange auf. In Fig. 1 sind die an einem Balkenträger
2 angeordnete Pleuelstangen 13.1 und 13.2 gezeigt, die mit ihren Pleuelköpfen an den
Kurbelwellen 25.1 und 25.2 gehalten sind. Die Pleuelstangen 13.1 und 13.2 sind mit
ihren freien Enden durch die Pleueldrehgelenke 14.1 und 14.2 mit dem Balkenträger
2 verbunden. Die Kurbelwelle 25.1 bildet mit der Pleuelstange 13.1 und die Kurbelwelle
25.2 mit der Pleuelstange 13.2 jeweils einen Exzenterantrieb, um den Balkenträger
2 in einer Auf- und Abwärtsbewegung zu führen. Die Kurbelwellen 25.1 und 25.2 werden
gleich- oder gegensinnig synchron angetrieben, so dass der Balkenträger 2 zumindest
annähernd parallel geführt ist.
[0027] An dieser Stelle sei ausdrücklich erwähnt, dass an dem Balkenträger auch mehrere
Vertikalantriebe angreifen könnten, so dass zu beiden Stirnseiten des Balkenträgers
2 Pleuelstangen über Pleueldrehgelenke mit dem Balkenträger 2 gekoppelt wären. Insoweit
wäre auf einer nicht dargestellten gegenüber liegenden Stirnseite des Balkenträgers
eine identische Anordnung der Exzenterantriebe vorgesehen.
[0028] Zur überlagerten Horizontalbewegung des Balkenträgers 2 greift der Horizontalantrieb
5 mit zwei Exzenterantrieben 5.1 und 5.2 an dem Balkenträger 2 an. Der Horizontalantrieb
5 ist über einen Horizontallenker 15 mit dem Balkenträger 2 verbunden. Hierzu ist
ein freies Ende des Horizontallenkers 15 über ein Drehgelenk 16 im mittleren Bereich
des Balkenträgers 2 angeordnet. Das gegenüberliegende Ende des Horizontallenkers 15
ist über ein Doppeldrehgelenk 10 mit den Exzenterantrieben 5.1 und 5.2 verbunden.
In diesem Ausführungsbeispiel werden die Exzenterantriebe 5.1 und 5.2 durch zwei parallel
zueinander angeordnete Kurbelwellen 6.1 und 6.2 gebildet. Die Kurbelwellen 6.1 und
6.2 weisen jeweils mindestens einen Exzenterabschnitt auf, um jeweils mindestens eine
Pleuelstange anzutreiben. So ist die Pleuelstange 7.1 mit ihrem Pleuelkopf 8.1 an
der Kurbelwelle 6.1 gekoppelt. Die Pleuelstange 7.2 ist mit ihrem Pleuelkopf 8.2 an
der mit Abstand angeordneten Kurbelwelle 6.2 verbunden. Die Pleuelstangen 7.1 und
7.2 sind in einer Schräglage zueinander gerichtet, so dass das Pleuelauge 9.1 der
Pleuelstange 7.1 und das Pleuelauge 9.2 der Pleuelstange 7.2 gemeinsam durch das Doppeldrehgelenk
10 mit dem Horizontallenker 15 verbunden sind. Das Doppeldrehgelenk 10 bildet somit
einem gemeinsamen Kopplungspunkt zur Kraftübertragung der beiden Exzenterantriebe
5.1 und 5.2. Das Drehgelenk 10 befindet sich hierzu im Schnittpunkt der Mittelachsen
der Pleuelstangen 7.1 und 7.2, so dass sich zwischen den Mittelachsen der Pleuelstangen
7.1 und 7.2 ein Winkel einstellt. Der Winkel zwischen den Pleuelstangen 7.1 und 7.2
ist in Fig. 1 mit dem Bezugszeichen α gekennzeichnet. Der Winkel α ist im Wesentlichen
von der Lage der Kurbelwellen 6.1 und 6.2 abhängig und wird bevorzugt in einem Wert
<180° ausgeführt, um eine hinreichende horizontale Auslenkung an dem gemeinsamen Kopplungspunkt
bei maximaler Hubeinstellung der Exzenterantriebe 5.1 und 5.2 zu erhalten. Hierbei
wird der Winkel α und damit die Anordnung der Pleuelstangen zueinander so gewählt,
dass ein Kompromiss zwischen günstiger Bewegungsform und günstigen Kraftverhältnissen
an den Pleueln erreicht wird.
[0029] Zum Antrieb des Balkenträgers 2 werden die Exzenterantriebe 5.1 und 5.2 gegensinnig
synchron angetrieben. Dabei wird das Doppeldrehgelenk 10 als gemeinsamer Kopplungspunkt
der beiden Pleuelstangen 7.1 und 7.2 auf einer ellipsenförmigen Bahn geführt.
[0030] Die horizontale Komponente der Bewegung wird über den Horizontallenker 15 und dem
Drehgelenk 16 unmittelbar auf den Balkenträger 2 übertragen. Die Vertikalkomponente
der durch die Exzenterantriebe 5.1 und 5.2 erzeugten Bewegung führt jedoch an dem
Horizontallenker 15 nur zu einer Drehbewegung, um das Drehgelenk 16. Somit bleiben
die durch den Horizontalantrieb 5 erzeugten Vertikalbewegungen in dem Doppeldrehgelenk
10 im Wesentlichen ohne Wirkung auf den Balkenträger 2. Durch den Horizontallenker
15 lassen sich über das Drehgelenk 16 nur horizontal gerichtete Kräfte übertragen,
die zu einer entsprechenden Horizontalbewegung des Balkenträges 2 führen.
[0031] Die Kurbelwellen 6.1 und 6.2 können hierzu gemeinsam durch einen Antrieb oder separat
über getrennte Antriebe angetrieben werden. Um den Hub der horizontalen Bewegung des
Balkenträgers einzustellen, werden die Phasenlagen der Kurbelwellen 6.1 und 6.2 zueinander
verstellt. Die Phasenlage und damit der gewünschte Horizontalhub der Kurbelwellen
erfolgen in diesem Ausführungsbeispiel durch zwei Stellmotoren 26.1 und 26.2, die
in Fig. 1 schematisch dargestellt sind. Die Stellmotoren 26.1 und 26.2 sind den Kurbelwellen
6.1 und 6.2 zugeordnet und in einer gemeinsamen Steuereinrichtung 27 verbunden. Durch
die Steuereinrichtung 27 lassen sich somit beliebige Kombinationen von Phasenlagen
zwischen den Kurbelwellen 6.1 und 6.2 einstellen. Das Doppeldrehgelenk 10 wird als
gemeinsamer Kopplungspunkt dabei auf einer ellipsenähnlichen Führungsbahn geführt,
deren Breite und Höhe von der Phasenlage der beiden Kurbelwellen abhängt. Als Extremfall
ergibt sich entweder annähernd eine vertikale oder exakt eine horizontale Führungsbahn
für maximalen bzw. minimalen Horizontalhub.
[0032] Bei der in Fig. 1 dargestellten Situation befindet sich der Balkenträger 2 hinsichtlich
seiner horizontalen Position links von der Neutralstellung und in vertikaler Richtung
in einer oberen Zwischenstellung. Bei fortschreitendem Antrieb wird der Balkenträger
2 mit dem Balkenträger 1 horizontal mit einem vordefinierten Hub hin- und hergeführt.
Dabei erfolgt die Horizontalbewegung bei eingetauchten Nadeln 4 in der Vliesbahn 24
in Vorschubrichtung der Vliesbahn 24, so dass im Wesentlichen keine Verformungen und
keine Relativbewegungen zwischen den Nadeln 4 und der Vliesbahn 24 auftreten. Der
Horizontallenker 15 bewirkt dabei gleichzeitig eine gegenüber dem Vertikalantrieb
12 wirksame Führung des Balkenträgers 2, insbesondere in Balkenlängsrichtung. Hierzu
ist der Horizontallenker 15 in einer versteifenden Formgebung ausgebildet, die in
diesem Ausführungsbeispiel durch eine Versteifungsrippe 17 dargestellt ist. Der Balkenträger
2 wird durch den an den Querseiten des Balkenträgers 2 angeordneten Horizontallenker
15 geführt, so dass der Balkenträger 2 auch ohne Aktivierung des Horizontalantriebes
5 sicher betrieben werden könnte.
[0033] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel werden zur Vernadelung der Vliesbahn
24 der Vertikalantrieb 12 und der Horizontalantrieb 5 synchron angetrieben, wobei
die Abwärtsbewegung des Balkenträgers 2 mit einer Vorschubbewegung kombiniert ist,
so dass die Nadeln 4 innerhalb der Vliesbahn 24 eine in Führungsrichtung der Vliesbahn
24 gerichtete Bewegung ausführen können.
[0034] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist an dem Balkenträger 2 ein
Nadelbalken 1 gehalten. Grundsätzlich besteht jedoch die Möglichkeit, auch mehrere
Nadelbalken 1 an einer Unterseite eines Balkenträgers 2 anzuordnen. Ein Balkenträger
2 wird von mindestens einem Vertikalantrieb 12 geführt. In einer Maschine kommt meist
eine Mehrzahl dieser Einheiten vor, wobei nicht jeder Balkenträger auch von mindestens
einem Horizontalantrieb geführt werden muss. So könnten auch mehrere Balkenträger
mit einem Nadelbalken verbunden sein, so dass nur ein Horizontalantrieb die Einheit
aus einem Nadelbalken und mehreren Balkenträgren in einer Maschine führen würde.
[0035] In Fig. 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
schematisch in einer Seitenansicht dargestellt. Das Ausführungsbeispiel nach Fig.
2 ist im Wesentlichen identisch zu dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1, so dass an
dieser Stelle nur die Unterschiede erläutert werden und ansonsten Bezug zu der vorgenannten
Beschreibung genommen wird.
[0036] Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel sind an dem Balkenträger 2 jeweils
zwei Nadelbalken 1.1 und 1.2 gehalten, die jeweils an ihren Unterseiten ein Nadelbrett
3 und eine Mehrzahl von Nadeln 4 tragen. Der Balkenträger 2 ist mit einem Vertikalantrieb
12 gekoppelt, der identisch zu dem vorgenannten Ausführungsbeispiel ausgebildet ist.
Zur horizontalen Bewegung des Balkenträgers 2 ist der Balkenträger 2 über ein mittleres
Drehgelenk 16 mit einem Horizontallenker 15 gekoppelt. In diesem Ausführungsbeispiel
ist das Drehgelenk 16 im wesentlichen mit den Pleuelgelenken 14.1 und 14.2 auf einer
gemeinsamen Höhe am Balkenträger 2 angeordnet, so dass die zu den Querseiten des Balkenträgers
2 angeordnete Horizontallenker 15 eine auf die Kraftanleitung an dem Balkenträger
2 ausgerichtete Führung ermöglichen.
[0037] Zur Auslenkung des Horizontallenkers 15 ist ein Horizontalantrieb 5 vorgesehen, welcher
durch die Exzenterantriebe 5.1 und 5.2 gebildet sind. Hierbei weisen die Exzenterantriebe
5.1 und 5.2 jeweils eine Kurbelwelle 6.1 und 6.2 auf, die entgegen dem vorherigen
Ausführungsbeispiel oberhalb des Balkenträgers 2 angeordnet sind. Damit besteht die
Möglichkeit, dass die Kurbelwellenantriebe des Vertikalantriebes 12 und des Horizontalantriebes
5 in einer gemeinsamen Maschinenebene angeordnet werden können.
[0038] Zur Kraftübertragung zwischen dem Horizontalantrieb 5 und dem Horizontallenker 15
ist ein Koppelgetriebe 18 vorgesehen. Das Koppelgetriebe 18 besteht in diesem Ausführungsbeispiel
aus einem Kipphebel 20, der an einem Schwenklager 21 schwenkbar gelagert ist. Der
Kipphebel 20 weist an einem freien Ende unterhalb des Schwenklagers 21 ein Drehgelenk
22.2 auf, mit welchem der Horizontallenker 15 mit dem Kippehebel 20 verbunden ist.
Der Kipphebel 20 ist L-förmig ausgebildet und weist an einem zweiten freien Ende ein
zweites Drehgelenk 22.1 auf, an welchem ein Koppelglied in Form einer Schubstange
19 angreift. Die Schubstange 19 ist mit einem gegenüberliegenden Ende durch das Doppeldrehgelenk
10 mit den Pleuelaugen 9.1 und 9.2 der Pleuelstangen 7.1 und 7.2 gekoppelt. Die Pleuelstangen
7.1 und 7.2 sind in einer Schräglage angeordnet und über ihre Pleuelköpfe 8.1 und
8.2 mit den parallel nebeneinander angeordneten Kurbelwellen 6.1 und 6.2 verbunden.
Die Mittelachsen der Pleuelstangen 7.1 und 7.2 bilden den Winkel α, der auch in diesem
Fall eine Größe von kleiner 180° aufweist.
[0039] Die Kurbelwellen 6.1 und 6.2 werden gegensinnig mit gleicher Drehzahl angetrieben,
wobei die Phasenlagen der Kurbelwellen 6.1 und 6.2 in Abhängigkeit von einem gewünschten
Horizontalhub zueinander eingestellt sind. Die Verstellung der Phasenlagen in der
Kurbelwelle 6.1 und 6.2 kann dabei wie bereits zuvor in dem Ausführungsbeispiel nach
Fig. 1 beschrieben, erfolgen.
[0040] Bei Antrieb der Kurbelwellen 6.1 und 6.2 werden die Pleuelstangen 7.1 und 7.2 ausgelenkt,
so dass sie in dem gemeinsamen Kopplungspunkt das Doppeldrehgelenk auf einer Führungsbahn
bewegen. Diese unmittelbar auf die Schubstange 19 übertragene Bewegung wird von der
Schubstange 19 über den Kipphebel 20 auf den Horizontallenker 15 übertragen. Durch
die versetzte Anordnung der Drehgelenke 22.1 und 22.2 der Schubstange 19 und des Horizontallenkers
15 wird die durch die Exzenterantriebe 5.1 und 5.2 erzeugte Hubbewegung mit einer
Übersetzung auf den Balkenträger 2 übertragen. Im Verhältnis zum Doppeldrehgelenk
10 führt der Balkenträger 2 somit eine durch ein Übersetzungsverhältnis geänderte,
in diesem Fall kleinere, Hubbewegung aus.
[0041] Das in Fig. 2 dargestellte Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
stellt nur eine weitere Möglichkeit dar, um die beiden Exzenterantriebe 5.1 und 5.2
des Horizontalantriebes 5 über ein Koppelgetriebe 18 mit dem Horizontallenker 15 zu
verbinden. Hierbei lassen sich sowohl die Kraftübertragung des Horizontallenkers 15
auf dem Balkenträger 2 als auch die Hubbewegung des Horizontallenkers 15 auf dem Balkenträger
2 beeinflussen. Zudem ergibt sich eine größere Flexibilität in der Anordnung des Horizontalantriebes.
So lassen sich die Exzenterantriebe 5.1 und 5.2 des Horizontalantriebes 5 und die
Exzenterantriebe 12.1 und 12.2 des Vertikalantriebes 12 in einer gemeinsamen oberen
Maschinenebene anordnen.
[0042] Grundsätzlich besteht jedoch auch die Möglichkeit, das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel
derart weiterzubilden, dass zwischen dem Horizontalantrieb 5 und dem Horizontallenker
15 ein Koppelgetriebe 18 angeordnet ist. Eine derartige Ausführung ist beispielsweise
in Fig. 3 gezeigt. Das in Fig. 3 dargestellte Ausführungsbeispiel ist weitestgehend
identisch zu dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und unterscheidet sich nur durch
die Zwischenschaltung eines Koppelgetriebes 18. Hierbei wird das Koppelgetriebe 18
durch einen Kipphebel 20 und ein Koppelglied 19 gebildet, wobei das Koppelglied in
hier ebenfalls als eine Schubstange 19 ausgeführt ist. Der Kipphebel 20 ist an einem
Schwenklager 21 gehalten und weist an einem unteren Ende unterhalb des Schwenklagers
21 ein Drehgelenk 22 zur Anbindung des Horizontallenkers 15 auf. An einem oberen Ende
oberhalb des Schwenklagers 21 ist der Kipphebel 20 über das Drehgelenk 22.1 mit der
Schubstange 19 verbunden. Die Schubstange 19 ist über das Doppeldrehgelenk 10 mit
den Pleuelstangen 7.1 und 7.2 der Exzenterantriebe 5.1 und 5.2 gekoppelt.
[0043] Die Exzenterantriebe 5.1 und 5.2 des Horizontalantriebes 5 sind identisch zu dem
Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ausgebildet, so dass keine weitere Erläuterung hierzu
erfolgt. Durch die Zwischenschaltung des Koppelgetriebes 18 zwischen den Exzenterantrieben
5.1 und 5.2 und dem Horizontallenker 15 kann je nach Ausführung des Hebelmechanismus
des Koppelgetriebes 18 jedes gewünschte Übersetzungsverhältnisse eingestellt werden.
So lassen sich der Horizontalhub sowie die Kraftanleitung in dem Balkenträger 2 zur
Führung der Nadelbalken 1.1 und 1.2 beeinflussen.
[0044] Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel sind an dem Balkenträger 2 zwei
Nadelbalken 1.1 und 1.2 gehalten. Jeder der Nadelbalken weist ein Nadelbrett 3 mit
einer Mehrzahl von Nadeln 4 auf. Die Nadelbalken 1.1 und 1.2 sind einer hier nicht
dargestellten Ablage zugeordnet, in welcher eine Vliesbahn geführt ist.
[0045] Die an dem Balkenträger 2 angreifende Vertikalantrieb 12 ist identisch zu dem vorgenannten
Ausführungsbeispielen, so dass hierzu keine weitere Erläuterung erfolgt.
[0046] Bei den in Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispielen der erfindungsgemäßen
Vorrichtung wird die Bewegung des Horizontalantriebes 5 über die beiden Pleuelstangen
7.1 und 7.2 durch einen gemeinsamen Kopplungspunkt, der durch das Doppeldrehgelenk
10 gebildet ist, abgegeben. Grundsätzlich besteht jedoch auch die Möglichkeit, die
Pleuelaugen 9.1 und 9.2 der Pleuelstangen 7.1 und 7.2 in versetzter Anordnung an einen
Horizontallenker 15 oder ein Koppelglied beispielsweise einer Schubstange 19 anzubinden.
So ist beispielsweise in Fig. 4 eine Anordnung gezeigt, bei welcher die Pleuelstangen
7.1 und 7.2 der Exzenterantriebe 5.1 und 5.2 versetzt zueinander durch die Drehgelenke
11.1 und 11.2 mit einem Horizontallenker 15 gekoppelt sind. Die Drehgelenke 11.1 und
11.2 sind mit ihren Drehachsen versetzt zueinander gehalten. Die Größe des Versatzes
ist hierbei beispielhaft gewählt. Die Pleuelstangen 7.1 und 7.2 der Exzenterantriebe
5.1 und 5.2 bilden hierbei ebenfalls mit ihren Mittelachsen einen Winkel α, wobei
die Drehachsen der Drehgelenke 11.1 und 11.2 nicht zwingend im Scheitelpunkt des Winkels
liegen müssen. Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführung sind die Kurbelwellen 6.1
und 6.2 versetzt zueinander gehalten, so dass die Pleuelstangen 7.1 und 7.2 mit gleicher
Länge ausgebildet sind. Grundsätzlich besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Pleuelstangen
7.1 und 7.2 in unterschiedlichen Längen auszubilden, so dass die Kurbelwellen 6.1
und 6.2 in einer vertikal ausgerichteten Maschinenebene gehalten werden können.
[0047] In Fig. 5 ist eine weitere Variante zur Ausbildung des Horizontalantriebes 5 dargestellt.
In diesem Fall sind die Drehgelenke 11.1 und 11.2 zur Anbindung der Pleuelstangen
7.1 und 7.2 in vertikaler Richtung versetzt zueinander ausgebildet. Über die Drehgelenke
11.1 und 11.2 sind die Pleuelaugen 9.1 und 9.2 mit dem Horizontallenker 15 gekoppelt.
Die den Pleuelstangen 7.1 und 7.2 zugeordneten Kurbelwellen 6.1 und 6.2 sind über
die Pleuelköpfe 8.1 und 8.2 mit den Pleuelstangen 7.1 und 7.2 verbunden.
[0048] Bei den in Fig. 4 und 5 dargestellten Varianten zur Ankopplung des Horizontalantriebes
5 an den Horizontallenker 15, sind die Drehgelenke 11.1 und 11.2 jeweils am Horizontallenker
15 ausgebildet. Grundsätzlich besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass die Drehgelenke
11.1 und 11.2 an einem Koppelglied eines Koppelgetriebes beispielsweise an der Schubstange
19 des in Fig. 2 und 3 dargestellten Koppelgetriebes 18 ausgebildet sind.
[0049] In der Fig. 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
schematisch in einer Seitenansicht gezeigt. Das Ausführungsbeispiel ist im Wesentlichen
identisch zu dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2, so dass zur Erläuterung der Vorrichtungsteile
auf die vorgenannte Beschreibung Bezug genommen wird und an dieser Stelle nur die
Unterschiede erläutert werden.
[0050] In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 ist der Horizontalantrieb 5 durch die Exzenterantriebe
5.1 und 5.2 gebildet. Die Kurbelwellen 6.1 und 6.2 der Exzenterantriebe 5.1 und 5.2
sind oberhalb des Balkenträgers 2 gemeinsam mit den Kurbelwellen 25.1 und 25.2 des
Vertikalantriebes 12 in einer Maschinenebene angeordnet. Die den Exzenterantrieben
5.1 und 5.2 des Horizontalantriebes zugeordneten Pleuelstangen 7.1 und 7.2 sind über
ein Koppelgetriebe 18 mit dem Horizontallenker 15 verbunden. Das Koppelgetriebe 18
wird durch einen Kipphebel 20 und eine Schubstange 19 gebildet. Dabei greifen die
Pleuelstangen 7.1 und 7.2 über ein Doppeldrehgelenk 10 an einem freien Ende der Schubstange
19 an. An dem gegenüberliegenden Ende der Schubstange 19 ist der Kipphebel 20 über
ein Drehgelenk 22.1 angebunden. Der Kipphebel 20, der eine längliche Form aufweist,
ist im mittleren Bereich an einem Schwenklager 21 schwenkbar gelagert. An dem gegenüberliegenden
Ende zu dem Drehgelenk 22.1 ist der Kipphebel 20 durch ein weiteres Drehgelenk 22.2
mit dem Horizontallenker 15 verbunden.
[0051] Die Pleuelstangen 7.1 und 7.2 bilden mit ihren Mittelachsen einen Winkel α, der <180°
ausgebildet ist.
[0052] Gegenüber dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist bei dem Ausführungsbeispiel nach
Fig. 6 dem Horizontalantrieb 5 eine Phasenverstelleinrichtung zugeordnet. Hierzu greift
an der Kurbelwelle 6.1 ein erster Stellmotor 26.1 und an der Kurbelwelle 6.2 ein zweiter
Stellmotor 26.2 an. Die Stellmotoren 26.1 und 26.2 sind unabhängig voneinander über
eine Steuereinrichtung 27 steuerbar. Durch Aktivierung der Stellmotoren 26.1 und 26.2
oder nur eines der Motoren lassen sich die Phasenlagen der Kurbelwellen 6.1 und 6.2
relativ zueinander verstellen, so dass die Bewegungsbahn des Doppeldrehgelenkes 10
änderbar ist. Das Doppeldrehgelenk 10, das den Koppelpunkt der Pleuelstangen 7.1 und
7.2 bildet, bewegt sich stets auf einer elipsisähnlichen Bahn, deren Breite und Höhe
von der Phasenlage der beiden Kurbelwellen abhängt. Als Extremfall ergibt sich entweder
annähernd eine horizontale oder exakte eine vertikale Gerade für maximalen bzw. minimalen
Horizontalhub. Somit lässt sich durch Verstellung der Phasenlagen der Kurbelwellen
6.1 und 6.2 vorteilhaft jeweils eine gewünschte Länge des Horizontalhubes einstellen.
[0053] Die Bewegung der Pleuelstangen lässt sich hierbei besonders vorteilhaft über die
Schubstange 19 und den Horizontallenker 15 sowie den Kippehebel 20 auf dem Balkenträger
2 übertragen, so dass sich die Bewegungsrichtung umkehrt. Damit kann zumindest ein
Teil der horizontalen Massenkraft ausgeglichen werden. Durch geeignete Wahl der Längenverhältnisse
kann der Einfluss des Horizontallenkers 15 auf die Balkenbewegung durch die Schubstange
19 ausgeglichen werden, so dass sich bei einem Nullhub mit sehr guter Näherung eine
gerade Führungsbahn ergibt. Bei diesem Ausführungsbeispiel werden die Kurbelwellen
6.1 und 6.2 des Horizontalantriebes 5 gegensinnig angetrieben. Die Bewegungsrichtung
der Kurbelwellen 6.1 und 6.2 ist in Fig. 6 durch jeweils einen Pfeil gekennzeichnet.
[0054] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist insbesondere geeignet, um mechanische Vernadelungen
von Vliesbahnen mit hoher Produktionsleistung und hohen Produktionsgeschwindigkeiten
bei veränderlichem Horizontalhub auszuführen. Insbesondere durch die hohe Stabilität
des Horizontalantriebes trotz variabler Hubeinstellung lässt sich eine hohe gleichmäßige
Vernadelungsqualität bei der Strukturierung von Vliesen auch bei höchsten Produktionsgeschwindigkeiten
erreichen. Zudem wird eine sehr kompakte Bauart mit geringem Raumbedarf geschaffen.
Die einfache Getriebekinematik zur Ansteuerung des Horizontallenkers sowie die versteifende
Formgebung des Horizontallenkers zur Axialführung des Balkenträgers ermöglichen einen
konstruktiven Aufbau mit wenigen Teilen und geringen Massen. Damit sind sehr hohe
Bewegungsfrequenzen des Balkenträgers erreichbar, da die kompakte Bauweise einen steifen
Aufbau des Maschinenrahmens ermöglicht.
[0055] Der Vertikalantrieb und der Horizontalantrieb können zur Bewegung des Balkenträgers
sowohl synchron als asynchron betrieben werden. Hierbei lassen sich die Exzenterantriebe
mit beliebigen Phaseneinstellungen antreiben, so dass eine hohe Flexibilität in der
Bewegungssteuerung des Balkenträgers gegeben ist.
Bezugszeichenliste
[0056]
- 1, 1.1, 1.2
- Nadelbalken
- 2
- Balkenträger
- 3
- Nadelbrett
- 4
- Nadel
- 5
- Horizontalantrieb
- 5.1, 5.2
- Exzenterantrieb
- 6.1, 6.2
- Kurbelwelle
- 7.1, 7.2
- Pleuelstangen
- 8.1,8.2
- Pleuelkopf
- 9.1,9.2
- Pleuelauge
- 10
- Doppeldrehgelenk
- 11.1, 11.2
- Drehgelenk
- 12
- Vertikalantrieb
- 12.1, 12.2
- Exzenterantrieb
- 13.1, 13.2
- Pleuelstangen
- 14.1, 14.2
- Pleuelgelenk
- 15
- Horizontallenker
- 16
- Drehgelenk
- 17
- Versteifungsrippe
- 18
- Koppelgetriebe
- 19
- Koppelglied, Schubstange
- 20
- Kipphebel
- 21
- Schwenklager
- 22.1, 22.2
- Drehgelenk
- 23
- Ablage
- 24
- Vliesbahn
- 25.1,25.2
- Kurbelwelle
- 26.1, 26.2
- Stellmotor
- 27
- Steuereinrichtung
- 28
- Abstreifer
1. Vorrichtung zum Vernadeln einer Vliesbahn mit zumindest einem Nadelbalken (1), welcher
an seiner Unterseite ein Nadelbrett (3) mit einer Vielzahl von Nadeln (4) aufweist,
mit einem beweglich gehalten Balkenträger (2) zum Halten des Nadelbalkens (1), mit
einem mit dem Balkenträger (2) verbundenen Vertikalantrieb (12) zur oszillierenden
Bewegung des Balkenträgers (2) in einer Auf- und Abwärtsbewegung und mit einem separaten
Horizontalantrieb (5) zur oszillierenden Bewegung des Balkenträgers (2) in einer Hin-
und Herbewegung, wobei der Horizontalantrieb (5) zumindest einen mit dem Balkenträger
(2) verbundenen Horizontallenker (15) und zwei mit dem Horizontallenker (15) gekoppelte
Exzenterantriebe (5.1, 5.2) aufweist und wobei die Exzenterantriebe (5.1, 5.2) durch
jeweils eine Pleuelstange (7.1, 7.2) und eine mit einem Pleuelkopf (8.1, 8.2) der
Pleuelstange (7.1, 7.2) gekoppelte Kurbelwelle (6.1, 6.2) gebildet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Pleuelstangen (7.1, 7.2) mit ihren Pleuelaugen (9.1, 9.2) in einer Schräglage
mit dem Horizontallenker (15) gekoppelt sind, wobei die Pleuelstangen (7.1, 7.2) mit
ihren Mittelachsen einen Winkel (α) bilden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Pleuelaugen (9.1, 9.2) der Pleuelstangen (7.1, 7.2) durch ein Doppeldrehgelenk
(10) mit dem Horizontallenker (15) gekoppelt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Doppeldrehgelenk (10) direkt an einem Ende des Horizontallenkers (15) oder an
einem Koppelglied (19) einer mit dem Horizontallenker (15) verbundenen Koppelgetriebe
(18) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Pleuelaugen (91., 9.2) der Pleuelstangen (7.1, 7.2) durch zwei Drehgelenke (11.1,
11.2) mit dem Horizontallenker (15) gekoppelt sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Drehgelenke (11.1, 11.2) direkt an einem Ende des Horizontallenkers (15) oder
an einem Koppelglied (19) eines mit dem Horizontallenker (15) verbundenen Koppelgetriebes
(18) ausgebildet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Koppelgetriebe (18) durch einen über ein Schwenklager (21) gehaltenen Kipphebel
(20) und dem Koppelglied (19) gebildet ist, wobei das Koppelglied (19) als Schubstange
mit einem Ende über das Doppeldrehgelenk (10) oder den Drehgelenken (11.1, 11.2) mit
den Pleuelaugen (9.1, 9.2) der Pleuelstangen (7.1, 7.2) und mit dem anderen Ende mit
dem Kipphebel (20) gekoppelt ist, wobei der Horizontallenker (15) mit dem Kipphebel
(20) gekoppelt ist und wobei über die Schenkellängen des Kipphebels (20) eine Übersetzung
im Koppelgetriebe (18) gegeben ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Koppelglied (19) und der Horizontallenker (15) versetzt zueinander mit dem Kipphebel
(20) über Drehgelenke (22.1, 22.2) verbunden sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schräglage der Pleuelstangen (7.1, 7.2) so gewählt ist, dass der Winkel (α) zwischen
den Mittelachsen der Pleuelstangen (7.1, 7.2) < 180° ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kurbelwellen (6.1, 6.2) der Exzenterantriebe (5.1, 5.2) gegensinnig antreibbar
sind, wobei die Phasenlagen der beiden Kurbelwellen (6.1, 6.2) zur Einstellung eines
Hubes verstellbar ausgebildet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
den Kurbelwellen (6.1, 6.2) zur Verstellung der Phasenlage separate Stellmotoren (26.1,
26.2) zugeordnet sind, die unabhängig voneinander über eine Steuereinrichtung (27)
ansteuerbar ausgebildet sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Horizontallenker (15) mit seinem Ende in einem mittleren Bereich des Balkenträgers
(2) durch ein Drehgelenk (16) mit dem Balkenträger (2) verbunden ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Horizontallenker (15) im wesentlich parallel zu einer Querseite des Balkenträger
(2) verläuft und eine versteifende Formgebung (17) zur Führung des Balkenträgers (6)
in Längsrichtung aufweist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Vertikalantrieb (12) durch zwei Exzenterantriebe (12.1, 12.2) gebildet ist, die
jeweils eine Kurbelwelle (25.1, 25.2) und eine mit der Kurbelwelle verbundene Pleuelstange
(13.1, 13.2) aufweisen, wobei die Pleuelstangen über Pleuelgelenke (14.1, 14.2) mit
dem Balkenträger (2) verbunden sind.
1. Device for needling of a nonwoven web with at least one needle bar (1), which has
a needle board (3) with a number of needles (4) on its bottom, with a movably mounted
bar carrier (2) for holding the needle bar (1), with a vertical drive (12) connected
to the bar carrier (2) for oscillating movement of the bar carrier (2) in an up and
down movement and with a separate horizontal drive (5) for oscillating movement of
the bar carrier (2) in a back and forth movement, the horizontal drive (5) having
at least one horizontal arm (15) connected to the bar carrier (2) and two eccentric
drives (5.1, 5.2) connected to the horizontal arm (15), and in which the eccentric
drives (5.1, 5.2) are formed by a connecting rod (7.1, 7.2) and a crankshaft (6.1,
6.2) coupled to a connecting head (8.1, 8.2) of the connecting rods (7.1, 7.2),
characterized in that
the connecting rods (7.1, 7.2) are coupled with their connecting rod eyes (9.1, 9.2)
in an oblique position to the horizontal arm (15), the connecting rods (7.1, 7.2)
forming an angle (α) with their center axes.
2. Device according to Claim 1,
characterized in that
the connecting rod top ends (9.1, 9.2) of connecting rods (7.1, 7.2) are coupled to
the horizontal arm (15) via a double pivot point (10).
3. Device according to Claim 2,
characterized in that
the double pivot point (10) is formed directly on one end of the horizontal arm (15)
or on a coupling element (19) of a coupling mechanism (18) connected to the horizontal
arm (15).
4. Device according to Claim 1,
characterized in that
the connecting rod eyes (9.1, 9.2) of the connecting rods (7.1, 7.2) are connected
to the horizontal arm (15) by two pivot points (11.1, 11.2).
5. Device according to Claim 4,
characterized in that
the pivot points (11.1, 11.2) are formed directly on one end of the horizontal arm
(15) or on a coupling element (19) of a coupling mechanism (18) connected to the horizontal
arm (15).
6. Device according to Claim 3 or 5,
characterized in that
the coupling mechanism (18) is formed by a toggle lever (20) secured via a pivot bearing
(21) and the coupling element (19), in which the coupling element (19) is connected
as a pushrod with one end via the double pivot point (10) or the pivot points (11.1,
11.2) to the connecting rod eyes (9.1, 9.2) of the connecting rods (7.1, 7.2) and
with the other end to the toggle lever (20), in which the horizontal arm (15) is connected
to the toggle lever (20), and in which transmission in the coupling mechanism (18)
is present via the arm lengths of the toggle lever (20).
7. Device according to Claim 6,
characterized in that
the coupling element (19) and the horizontal arm (15) are connected offset relative
to each other to the toggle lever (20) via pivot points (22.1, 22.2).
8. Device according to one of the preceding claims,
characterized in that
the oblique position of the connecting rod (7.1, 7.2) is chosen so that the angle
(α) between the center axes of the connecting rod (7.1, 7.2) is less than 180°.
9. Device according to one of the Claims 1 to 8,
characterized in that
the crankshafts (6.1, 6.2) of the eccentric drives (5.1, 5.2) can be driven oppositely,
the phase position of the two crankshafts (6.1, 6.2) being designed adjustable for
adjustment of a stroke.
10. Device according to Claim 9,
characterized in that
separate servomotors (26.1, 26.2) are assigned to the crankshafts (6.1, 6.2) to adjust
the phase position, which are designed controllable independently of each other via
control device (27).
11. Device according to one of the Claims 1 to 10,
characterized in that
the horizontal arm (15) is connected with its end in a center area of the bar carrier
(2) to the bar carrier (2) via a pivot point (16).
12. Device according to Claim 11,
characterized in that
the horizontal arm (15) runs essentially parallel to a transverse side of the bar
carrier (2) and has a stiffening shape (17) to guide the bar carrier (6) in the longitudinal
direction.
13. Device according to one of the Claims 1 to 12,
characterized in that
the vertical drive (12) is formed by two eccentric drives (12.1, 12.2), each of which
has a crankshaft (25.1, 25.2) and a connecting rod (13.1, 13.2) connected to the crankshaft,
the connecting rods being connected to the bar carrier (2) via connecting arms (14.1,
14.2).
1. Dispositif d'aiguilletage d'une bande de non-tissé avec au moins une barre d'aiguilles
(1), qui sur sa face inférieure est pourvue d'une planche à aiguilles (3) avec une
multiplicité d'aiguilles (4), avec un support de barre (2) qui est maintenu pour être
mobile pour retenir la barre d'aiguilles (1), avec un entraînement vertical (12) en
connexion avec le support de barre (2) pour un mouvement oscillatoire du support de
barre (2) en un mouvement vers le haut et vers le bas et avec un entraînement horizontal
séparé (5) pour un mouvement oscillatoire du support de barre (2) en un mouvement
de va-et-vient, l'entraînement horizontal (5) étant pourvu au moins d'un bras horizontal
(15) relié au support de barre (2) et de deux entraînements excentriques (5.1, 5.2)
couplés avec le bras horizontal (15) et dans quel cas les entraînements excentriques
(5.1, 5.2) sont formés par respectivement une bielle (7.1, 7.2) et un vilebrequin
(6.1, 6.2) couplé avec une tête de bielle (8.1, 8.2) de la bielle (7.1, 7.2), caractérisé en ce que les bielles (7.1, 7.2) avec leurs yeux de la tête de bielle (9.1, 9.2) sont couplées
en une position inclinée avec le bras horizontal (15), les bielles (7.1, 7.2) formant
un angle (α) avec leurs axes médians.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les yeux de la tête de bielle (9.1, 9.2) des bielles (7.1, 7.2) sont couplés par
une double articulation rotoïde (10) avec le bras horizontal (15).
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que la double articulation rotoïde (10) est formée directement sur une extrémité du bras
horizontal (15) ou sur un élément de couplage (19) d'un engrenage de couplage (18)
relié au bras horizontal (15).
4. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les yeux de la tête de bielle (9.1, 9.2) des bielles (7.1, 7.2) sont couplés par
deux articulations rotoïdes (11.1, 11.2) avec le bras horizontal (15).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que les articulations rotoïdes (11.1, 11.2) sont formées directement sur une extrémité
du bras horizontal (15) ou sur un élément de couplage (19) d'un engrenage de couplage
(18) relié au bras horizontal (15).
6. Dispositif selon la revendication 3 ou 5, caractérisé en ce que l'engrenage de couplage (18) est formé par un levier de bascule (20) supporté à l'intermédiaire
d'un palier de pivotement (21) et par l'élément de couplage (19), l'élément de couplage
(19) en tant que bielle étant couplé avec une extrémité à l'intermédiaire de la double
articulation rotoïde (10) ou les articulations rotoïdes (11.1, 11.2) avec les yeux
de la tête de bielle (9.1, 9.2) des bielles (7.1, 7.2) et avec l'autre extrémité avec
le levier de bascule (20), dans quel cas le bras horizontal (15) est couplé avec le
levier de bascule (20) et dans quel cas une transmission a lieu dans l'engrenage de
couplage (18) par les longueurs des branches du levier de bascule (20).
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'élément de couplage (19) et le bras horizontal (15) sont reliés de manière décalée
l'un à l'autre avec le levier de bascule (20) à l'intermédiaire des articulations
rotoïdes (22.1, 22.2).
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la position inclinée des bielles (7.1, 7.2) est choisie de façon telle que l'angle
(α) entre les axes médians des bielles (7.1, 7.2) est inférieur à 180°.
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les vilebrequins (6.1, 6.2) des entraînements excentriques (5.1, 5.2) peuvent être
entraînés de manière opposée, dans quel cas pour l'ajustement d'une course la relation
des phases des deux vilebrequins (6.1, 6.2) est réalisée de manière à pouvoir être
ajustée.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que pour ajuster la relation des phases des moteurs de positionnement (26.1, 26.2) séparés
sont associés aux vilebrequins (6.1, 6.2), lesquels moteurs sont réalisés de manière
telle à pouvoir être commandés indépendamment l'un de l'autre par un dispositif de
commande (27).
11. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'avec son extrémité le bras horizontal (15) est relié dans une région médiane du support
de barre (2) par une articulation rotoïde (16) avec le support de barre (2).
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que le bras horizontal (15) s'étend sensiblement de façon parallèle par rapport à une
face transversale du support de barre (2) et en ce qu'il a un façonnage raidissant (17) pour guider le support de barre (6) en direction
longitudinale.
13. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que l'entraînement vertical (12) est formé par deux entraînements excentriques (12.1,
12.2) qui ont chacun un vilebrequin (25.1, 25.2) et une bielle (13.1, 13.) reliée
au vilebrequin, les bielles étant reliées avec le support de barre (2) à l'intermédiaire
d'articulations de bielles (14.1, 14.2).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente