[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schleifenrichtkoppler mit einem Wellenleiter,
insbesondere einem Hohlleiter, einem planaren Leiter oder einem Koaxialleiter, in
Form einer halben Schleifenantenne, die einen ersten Antennenarm und einen zweiten
Antennenarm aufweist, zum kontaktlosen Auskoppeln eines auf einem Wellenleiter hinlaufenden
Signals a und eines auf diesem Wellenleiter zurücklaufenden Signals b, gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Zur Bestimmung und Trennung von hin- "a" und rücklaufenden "b" hochfrequenten Spannungs-
und Stromwellen bzw. zur Bestimmung der Spannung "U" und des Stromes "I" auf einer
Leitung ist es bekannt, so genannte Richtkoppler zu verwenden. Der Richtkoppler ist
eine der meist verwendeten Komponenten in Hochfrequenz- und Mikrowellenschaltungen.
Es ist ein reziprokes Viertor-Bauteil bei dem im Idealfall zwei Tore voneinander entkoppelt
sind, wenn alle Tore reflexionsfrei abgeschlossen sind. Zum Beispiel sei Tor 1 das
Eingangstor, an dem ein Signal eingespeist wird. Alle Tore seien reflexionsfrei abgeschlossen.
Dann ist beispielsweise das Tor 4 das Isolationstor, zu dem kein Anteil der eingespeisten
Leistung gekoppelt wird. Die anderen beiden Tore werden Transmissionstor und Koppeltor
genannt.
[0004] Richtkoppler werden oft in Messsystemen zur separaten Bestimmung der hin- und rücklaufenden
Wellen verwendet. In der Schaltungstechnologie werden Richtkoppler als entkoppelte
Leistungsteiler in Dämpfungsgliedern, Phasenschiebern, Mischern and Verstärker eingesetzt.
Dabei werden Richtkoppler beispielsweise aus Koaxialleitern, Hohlleitern oder/und
planaren Wellenleitern aufgebaut.
[0005] Eine mögliche Koppelstruktur zur Trennung der hin- und rücklaufenden Wellen ist der
Schleifenrichtkoppler, welchen
P. P. Lombardini, R. F. Schwartz, P. J. Kelly, "Criteria for the design of loop-type
directional couplers for the L band," IEEE Transaction on Microwave Theory and Techniques,
Band 4, Nr. 4, Seiten 234-239, Oktober 1956 und
B. Mäher, "An L-band loop-type coupler," IEEE Transactions on Microwave Theory and
Techniques, Band 9, Nr. 4, Seiten 362-363, Juli 1961 beschreiben. Ein Schleifenrichtkoppler besteht aus einer Leiterschleife, welche über
oder in einem Wellenleiter positioniert wird. Dabei können beliebige Wellenleiter
wie Hohlleitungen, planare Streifenleitungen oder Koaxialleitungen verwendet werden.
Die Anwendung eines Schleifenrichtkopplers ist vielfältig. Zum Beispiel verwenden
F. De Groote, J. Verspecht, C. Tsironis, D. Barataud and J.-P. Teyssier, "An improved
coupling method for time domain load-pull measurements", European Microwave Conference,
Band 1, Seiten 4ff, Oktober 2005 und
K. Yhland, J. Stenarson, "Noncontacting measurement of power in microstrip circuits"
in 65th ARFTG, Seiten 201-205, Juni 2006 einen Schleifenrichtkoppler als Komponente in einem kontaktlosen Messsystem.
[0006] Zur Bestimmung der Streuparameter eines Testobjektes (DUT -
Device
Under
Test) mit einem kontaktlosen, meist vektoriellen Messsystem werden induktive und/oder
kapazitive Koppelstrukturen verwendet. Mittels dieser Koppelstrukturen werden der
Strom und/oder die Spannung einer Signalleitung, welche direkt mit dem Testobjekt
verbunden ist, bestimmt. Alternativ werden auch die hin- und rücklaufenden Wellen
auf der Signalleitung gemessen, wobei dann Richtkoppler als Koppelstrukturen zur Trennung
der beiden Wellen verwendet werden.
[0007] Die Genauigkeit eines unkalibrierten und kalibrierten Messsystems zur Bestimmung
der hin- und rücklaufenden Wellen mittels Richtkoppler hängt u.a. von der Richtdämpfung
der Koppler ab. Bei der beispielhaften Verwendung von Schleifenrichtkopplern kann
die Richtdämpfung durch die Positionierung und den Winkel der Schleife relativ zur
der Signalleitung, sowie durch Änderung der Schleifengeometrie optimiert werden. Jedoch
ist damit eine breitbandige Optimierung der Richtkopplung (über mehrere Oktaven) nicht
möglich. Für jeden Frequenzbereich muss die Geometrie der Konfiguration erneut optimiert
werden. Dazu bedarf es einer sehr präzisen Schleifenpositioniereinheit, welches die
Komplexität des Richtkopplers enorm erhöht.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schleifenrichtkoppler der o.g. Art
hinsichtlich seiner Anwendung zu vereinfachen und gleichzeitig die Richtdämpfung zu
verbessern.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Schleifenrichtkoppler der o.g. Art
mit den in Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen beschrieben.
[0010] Bei einem Schleifenrichtkoppler der o.g. Art ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass
der erste Antennenarm mit einem ersten Eingang eines ersten Netzwerkes und der zweite
Antennenarm mit einem zweiten Eingang des ersten Netzwerkes verbunden ist, wobei das
erste Netzwerk am ersten Eingang einen ersten Leistungsteiler und am zweiten Eingang
einen zweiten Leistungsteiler aufweist, welche das jeweilige an den Antennenarmen
anliegende Signal aufteilen, wobei das erste Netzwerk einen ersten Addierer, welcher
die Signale des ersten und zweiten Leistungsteilers miteinander addiert und das daraus
resultierende Signal K
c(a+b), wobei K
c ein kapazitiver Koppelfaktor des Schleifenrichtkopplers ist, auf einen ersten Ausgang
des ersten Netzwerkes gibt, und einen ersten Subtrahierer, welcher die Signale des
ersten und zweiten Leistungsteilers voneinander subtrahiert und das daraus resultierende
Signal K
i(a-b), wobei K
i ein induktiver Koppelfaktor des Schleifenrichtkopplers ist, auf einen zweiten Ausgang
des ersten Netzwerkes gibt, aufweist, ein drittes Netzwerk mit einem ersten Eingang,
welcher mit dem ersten Ausgang des ersten Netzwerkes verbunden ist, und einem zweiten
Eingang, welcher mit dem zweiten Ausgang des ersten Netzwerkes verbunden ist, vorgesehen
ist, wobei das dritte Netzwerk am ersten Eingang einen dritten Leistungsteiler und
am zweiten Eingang einen vierten Leistungsteiler aufweist, welche des jeweilige an
den Eingängen des dritten Netzwerkes anliegende Signal aufteilen, wobei das dritte
Netzwerk einen zweiten Addierer aufweist, welcher das Signal des dritten Leistungsteilers
über einen ersten kapazitiven Signalpfad mit einem komplexen Übertragungsfaktor D
1 und des vierten Leistungsteilers über einen ersten induktiven Signalpfad mit einem
komplexen Übertragungsfaktor D
2 erhält, sowie miteinander addiert und das daraus resultierende Signal, auf einen
ersten Ausgang des dritten Netzwerkes gibt, wobei das dritte Netzwerk einen zweiten
Subtrahierer aufweist, welcher das Signal des dritten Leistungsteilers über einen
zweiten kapazitiven Signalpfad mit einem komplexen Übertragungsfaktor D
3 und des vierten Leistungsteilers über einen zweiten induktiven Signalpfad mit einem
komplexen Übertragungsfaktor D
4 erhält sowie voneinander subtrahiert und das daraus resultierende Signal auf einen
zweiten Ausgang des dritten Netzwerkes gibt, wobei in wenigstens einem der Signalpfade
zwischen dem ersten und dritten Netzwerk und/oder in wenigstens einem der Signalpfade
zwischen den Leistungsteilern und dem zweiten Addierer sowie dem zweiten Subtrahierer
wenigstens eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung angeordnet ist, welche den Betrag
und/oder die Phase des Signals in dem jeweiligen Signalpfad derart verändert, dass
am zweiten Addierer und am zweiten Subtrahierer jeweils Signale mit hinsichtlich Betrag
und Phase identischem Koppelfaktor K
1, K
2 zur Addition bzw. Subtraktion vorliegen.
[0011] Dies hat den Vorteil, dass ein Richtkoppler zur Verfügung steht, dessen Koppelfaktoren
frequenzindividuell so angeglichen werden können, dass ein resultierender kapazitiver
und induktiver Koppelfaktor nahezu identisch sind, obwohl die sich aus der geometrischen
Ausbildung und Anordnung sowie Frequenz des ausgekoppelten Signals ergebenden kapazitiven
und induktiven Koppelfaktoren voneinander abweichen. Dies erzielt eine entsprechende
Verbesserung der Richtdämpfung ohne die geometrischen Gegebenheiten des Schleifenrichtkopplers
ändern zu müssen.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsform ist ein zweites Netzwerk mit einem ersten Eingang,
welcher mit dem ersten Ausgang des ersten Netzwerkes verbunden ist, einem zweiten
Eingang, welcher mit dem zweiten Ausgang des ersten Netzwerkes verbunden ist, einem
ersten Ausgang, welcher mit einem ersten Eingang eines dritten Netzwerkes verbunden
ist, und einem zweiten Ausgang, welcher mit dem zweiten Eingang des dritten Netzwerkes
verbunden ist, vorgesehen, wobei das zweite Netzwerk wenigstens eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung
aufweist, welche den Betrag und/oder die Phase des Signals am ersten Eingang des zweiten
Netzwerkes und/oder am zweiten Eingang des zweiten Netzwerkes derart verändert, dass
am zweiten Addierer und am zweiten Subtrahierer Signale mit hinsichtlich Betrag und
Phase jeweils identischem Koppelfaktor K
1, K
2 zur Addition bzw. Subtraktion vorliegen.
[0013] Hierbei ist beispielsweise K
1 = K
2 = K und die Koppelfaktorangleich-Einrichtung bevorzugt derart ausgebildet, dass sie
das Signal am ersten Eingang des zweiten Netzwerkes mit einem ersten komplexen Faktor
F
1 und/oder das Signal am zweiten Eingang des zweiten Netzwerkes mit einem zweiten komplexen
Faktor F
2 multipliziert, wobei der erste und/oder zweite komplexe Faktor E
1, F
2 derart gewählt sind, dass gilt

oder

oder

[0014] Zum Abgleich bzw. zum Bestimmen von erforderlichen komplexen Faktoren zum Angleichen
des kapazitiven und induktiven Koppelfaktors ist es in einer bevorzugten Ausführungsform
vorgesehen, dass zwischen dem ersten Ausgang des zweiten Netzwerkes und dem ersten
Eingang des dritten Netzwerkes ein erster Umschalter sowie zwischen dem zweiten Ausgang
des zweiten Netzwerkes und dem zweiten Eingang des dritten Netzwerkes ein zweiter
Umschalter derart angeordnet und ausgebildet ist, dass diese Umschalter wahlweise
das von dem ersten und zweiten Ausgang des zweiten Netzwerkes kommende Signal wahlweise
jeweils an den ersten und zweiten Eingang des dritten Netzwerkes legen oder unter
Umgehung des dritten Netzwerkes weiterleiten.
[0015] In einer alternativen Ausführungsform ist zwischen dem ersten Ausgang des zweiten
Netzwerkes und dem ersten Eingang des dritten Netzwerkes ein fünfter Leistungsteiler,
welcher das von dem ersten Ausgang des zweiten Netzwerkes kommende Signal an den ersten
Eingang des dritten Netzwerkes und an einen dritten Umschalter legt, sowie zwischen
dem zweiten Ausgang des zweiten Netzwerkes und dem zweiten Eingang des dritten Netzwerkes
ein sechster Leistungsteiler, welcher das von dem zweiten Ausgang des zweiten Netzwerkes
kommende Signal an den zweiten Eingang des dritten Netzwerkes und an einen vierten
Umschalter legt, angeordnet, wobei die Umschalter derart angeordnet und ausgebildet
sind, dass diese das von den Leistungsteilern kommende Signal wahlweise an einen Empfänger
oder einen Abschlusswiderstand geben.
[0016] In einer weiteren alternativen Ausführungsform ist in dem ersten und zweiten kapazitiven
Signalpfad und/oder in dem ersten und zweiten induktiven Signalpfad des dritten Netzwerkes
jeweils eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung angeordnet, wobei die Koppelfaktorangleich-Einrichtung
in dem ersten kapazitiven Signalpfad das Signal mit einem komplexen Faktor F
3 multipliziert, die Koppelfaktorangleich-Einrichtung in dem ersten induktiven Signalpfad
das Signal mit einem komplexen Faktor F
4 multipliziert, die Koppelfaktorangleich-Einrichtung in dem zweiten kapazitiven Signalpfad
das Signal mit einem komplexen Faktor F
5 multipliziert und die Koppelfaktorangleich-Einrichtung in dem zweiten induktiven
Signalpfad das Signal mit einem komplexen Faktor F
6 multipliziert, wobei die komplexen Faktoren F
3, F
4, F
5 und F
6 derart gewählt sind, dass gilt,

und

wenn in allen Signalpfaden des dritten Netzwerkes eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung
angeordnet ist, oder

wenn lediglich im ersten und zweiten induktiven Signalpfad des dritten Netzwerkes
jeweils eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung angeordnet ist, oder

wenn lediglich im ersten und zweiten kapazitiven Signalpfad des dritten Netzwerkes
jeweils eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung angeordnet ist, oder

und

[0017] wenn im ersten und zweiten kapazitiven Signalpfad (120, 124) sowie im ersten induktiven
Signalpfad (122) des dritten Netzwerkes (38) jeweils eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung
angeordnet ist, oder

und

wenn im ersten und zweiten kapazitiven Signalpfad (120, 124) sowie im zweiten induktiven
Signalpfad (126) des dritten Netzwerkes (38) jeweils eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung
angeordnet ist, oder

und

wenn im ersten und zweiten induktiven Signalpfad (122, 126) sowie im zweiten kapazitiven
Signalpfad (124) des dritten Netzwerkes (38) jeweils eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung
(112, 114) angeordnet ist, oder

und

wenn im ersten und zweiten induktiven Signalpfad (122, 126) sowie im ersten kapazitiven
Signalpfad (120) des dritten Netzwerkes (38) jeweils eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung
(112, 114) angeordnet ist.
[0018] Eine Optimierung der Leistungsteiler, der Addierer, der Subtrahierer und der Koppelfaktorangleich-Einrichtung
auf eine vorbestimmte Zwischenfrequenz mit entsprechender Kostenreduktion ist dadurch
möglich, dass zwischen dem ersten Antennenarm und dem ersten Eingang des ersten Netzwerkes
sowie zwischen dem zweiten Antennenarm und dem zweiten Eingang des ersten Netzwerkes
jeweils ein Mischer und ein Filter angeordnet sind, wobei Mischer und Filter derart
ausgebildet sind, dass diese die von den Antennenarmen kommenden Signale auf eine
vorbestimmte Zwischenfrequenz umsetzen. Hierzu sind die Mischer mit einem variablen
Frequenzoszillator (VFO) verbunden, der ein Mischersignal an die Mischer zum Mischen
mit den von den Antennenarmen kommenden Signalen gibt. Der VFO ist bevorzugt als Phasenregelschleife
mit Lokaloszillator und/oder Referenzoszillator ausgebildet.
[0019] Individuelle komplexe Faktoren für jede Arbeitsfrequenz mit einer verbesserten Angleichung
der Koppelfaktoren erzielt man dadurch, dass der VFO mit einer Steuerung für die Koppelfaktorangleich-Einrichtung
verbunden ist, wobei die Steuerung für die Koppelfaktorangleich-Einrichtung in Abhängigkeit
von der an die Mischer gegebene Mischerfrequnz einen komplexen Faktor F bzw. komplexe
Faktoren F
1, F
2, F
3, F
4, F
5 und/oder F
6 einstellt.
[0020] Zur automatischen Konfiguration des Schleifenrichtkopplers ist der Empfänger mit
der Steuerung für die Koppelfaktorangleich-Einrichtung verbunden, wobei der Empfänger
bevorzugt derart ausgebildet ist, dass dieser die Steuerung für die Koppelfaktorangleich-Einrichtung
derart ansteuert, dass die Steuerung für die Koppelfaktorangleich-Einrichtung der
Koppelfaktorangleich-Einrichtung derartige Parameter zuführt, dass die Koppelfaktorangleich-Einrichtung
den Betrag und/oder die Phase das Signals am ersten Eingang des zweiten Netzwerkes
und/oder am zweiten Eingang des zweiten Netzwerkes derart verändert, dass an beiden
Ausgängen des zweiten Netzwerkes ein identischer Koppelfaktor K vorliegt.
[0021] Alternativ ist der Empfänger derart ausgebildet, dass dieser die Steuerung für die
Koppelfaktorangleich-Einrichtung derart ansteuert, dass die Steuerung für die Koppelfaktorangleich-Einrichtung
der Koppelfaktorangleich-Einrichtung derartige Parameter zuführt, dass die Koppelfaktorangleich-Einrichtung
den Betrag und/oder die Phase das Signals am ersten Eingang des zweiten Netzwerkes
und/oder am zweiten Eingang des zweiten Netzwerkes derart verändert, dass an Eingängen
des zweiten Addierers ein erste Koppelfaktor K
1 und an den Eingängen des zweiten Subtrahierers ein zweiter Koppelfaktor K
2 vorliegt.
[0022] Um die Koppelfaktorangleich-Einrichtungen bei Abschluss des Wellenleiters mit einem
reflexionsfreien oder reflexionsarmen Widerstand zu steuern bzw. die Koppelfaktoren
F
3 bis F
6 einzustellen ist zwischen wenigstens einer Koppelfaktorangleich-Einrichtung und dem
zweiten Addierer bzw. dem zweiten Subtrahierer oder vor wenigstens einem der Eingänge
des zweiten Addierers und des zweiten Subtrahierers jeweils ein Schalter oder ein
Leistungsteiler vorgesehen, der mit einem vektoriellen Empfänger verbunden ist.
[0023] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt
in:
- Fig. 1
- ein schematisches Schaltbild einer ersten bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Schleifenrichtkopplers,
- Fig. 2
- ein schematisches Schaltbild einer zweiten bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Schleifenrichtkopplers,
- Fig. 3
- ein schematisches Schaltbild einer dritten bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Schleifenrichtkopplers und
- Fig. 4
- ein schematisches Schaltbild einer vierten bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Schleifenrichtkopplers.
[0024] Die in Fig. 1 dargestellte, erste bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Schleifenrichtkopplers zum Auskoppeln einer auf einem Wellenleiter 11 zwischen einer
Signalquelle 13 und einem Testobjekt (DUT) 15 hinlaufenden Welle a und einer rücklaufenden
Welle b umfasst eine halbe Schleifenantenne 10 mit einem ersten Antennenarm 12 und
einem zweiten Antennenarm 14. Bezugszeichen 17 bezeichnet eine Referenzebene. Die
beiden Antennenarme 12, 14 sind mit einem konfigurierbaren Netzwerk 16 verbunden.
[0025] In dem konfigurierbaren Netzwerk 16 ist ein erstes Netzwerk 18 mit einem ersten Eingang
20, einem zweiten Eingang 22, einem ersten Ausgang 24 und einem zweiten Ausgang 26,
ein zweites Netzwerk 28 mit einem ersten Eingang 30, einem zweiten Eingang 32, einem
ersten Ausgang 34 und einem zweiten Ausgang 36 sowie ein drittes Netzwerk 38 mit einem
ersten Eingang 40, einem zweiten Eingang 42, einem ersten Ausgang 44 und einem zweiten
Ausgang 46 angeordnet. Das zweite Netzwerk 28 bildet Signalpfade 128 und 130 zwischen
den Ausgängen 24, 26 des ersten Netzwerkes 18 und den Eingängen 40, 42 des dritten
Netzwerkes aus.
[0026] Der erste Antennenarm 12 ist über einen ersten Mischer 48 und einen ersten Filter
50 mit dem ersten Eingang 20 des ersten Netzwerkes 18 verbunden. Der zweite Antennenarm
14 ist über einen zweiten Mischer 52 und einen zweiten Filter 54 mit dem zweiten Eingang
22 des ersten Netzwerkes 18 verbunden.
[0027] Das erste Netzwerk 18 weist am ersten Eingang 20 einen ersten Leistungsteiler 56
und am zweiten Eingang 22 einen zweiten Leistungsteiler 58 auf. Weiterhin ist im ersten
Netzwerk 18 ein erster Addierer 60, welcher das Signal vom ersten Leistungsteiler
56 und zweiten Leistungsteiler 58 miteinander addiert und an den ersten Ausgang 24
des ersten Netzwerkes 18 gibt, sowie ein erster Subtrahierer 62, welcher das Signal
vom ersten Leistungsteiler 56 und zweiten Leistungsteiler 58 voneinander subtrahiert
und an den zweiten Ausgang 26 des ersten Netzwerkes 18 gibt, angeordnet. Auf diese
Weise erhält man am ersten Ausgang 24 des ersten Netzwerkes 18 das Signal K
c*(a+b), wobei K
c der kapazitive Koppelfaktor des Schleifenrichtkopplers ist, und am zweiten Ausgang
26 des ersten Netzwerkes 18 das Signal K
i*(a-b), wobei K
i der induktive Koppelfaktor des Schleifenrichtkopplers ist. Hierbei ist K
c ≠ K
i.
[0028] Im zweiten Netzwerk 28 wird von einer Koppelfaktorangleich-Einrichtung 64 das Signal
K
i*(a-b) mit einem komplexen Faktor F multipliziert, welcher den Betrag und die Phase
dieses Signals K
i*(a-b) ändert. Hierbei wird der komplexe Faktor F derart gewählt, dass gilt K
c = K
i*F = K. Das daraus resultierende Signal K
i*F*(a-b) wird von der Koppelfaktorangleich-Einrichtung 64 an den zweiten Ausgang 36
des zweiten Netzwerkes 28 gegeben. Das Signal K
c*(a+b) wird vom zweiten Netzwerk 28 an den zweiten Ausgang 34 des zweiten Netzwerkes
28 durchgeschleift. Es soll betont werden, dass diese Angleichung von Betrag und Phase
der beiden Koppelfaktoren K
i und K
c lediglich beispielhaft ist. Es kann auch alternativ nur das andere Signal K
c*(a+b) mit einem komplexen Faktor F multipliziert werden, so dass gilt K
c*F = K
i = K oder es werden beide Signale K
i*F*(a-b) und K
c*(a+b) mit einem jeweiligen Koppelfaktor F
1, F
2 zu F
1*K
c*(a+b) und F
2*K
i*F*(a-b) multipliziert werden, so dass gilt K = F
1*K
c = F
2*K
i. Wesentlich ist, dass in allen Fällen am ersten Eingang 40 des dritten Netzwerkes
38 das Signal K*(a+b) und am zweiten Eingang 42 des dritten Netzwerkes 38 das Signal
K*(a-b) anliegt, d.h. identische Koppelfaktoren.
[0029] Das dritte Netzwerk 38 weist am ersten Eingang 40 einen dritten Leistungsteiler 66
und am zweiten Eingang 42 einen vierten Leistungsteiler 68 auf. Weiterhin ist im dritten
Netzwerk 38 ein zweiter Addierer 70, welcher des Signal vom dritten Leistungsteiler
66 und vierten Leistungsteiler 68 miteinander addiert und an den ersten Ausgang 44
des dritten Netzwerkes 38 gibt, sowie ein zweiter Subtrahierer 72, welcher das Signal
vom dritten Leistungsteiler 66 und vierten Leistungsteiler 68 voneinander subtrahiert
und an den zweiten Ausgang 46 des dritten Netzwerkes 38 gibt, angeordnet. Auf diese
Weise erhält man am ersten Ausgang 44 des dritten Netzwerkes 38 das Signal 2K
1*a und am zweiten Ausgang 46 des dritten Netzwerkes 38 das Signal 2K
2*b, wobei K
1 der Koppelfaktor an den beiden Eingängen des zweiten Addierers 70 und K
2 der Koppelfaktor an den beiden Eingängen des zweiten Subtrahierers 72 ist. Hierbei
sind also die resultierenden Koppelfaktoren für die hinlaufende Welle a und die rücklaufende
Welle b identisch, nämlich K. Das dritte Netzwerk 38 weist einen vom dritten Leistungsteiler
66 zum zweiten Addierer 70 verlaufenden ersten kapazitiven Signalpfad 120, einen vom
dritten Leistungsteiler 66 zum zweiten Subtrahierer 72 verlaufenden ersten induktiven
Signalpfad 122, einen vom vierten Leistungsteiler 68 zum zweiten Addierer 70 verlaufenden
zweiten kapazitiven Signalpfad 124 und einen vom vierten Leistungsleiter 68 zum zweiten
Subtrahierer 72 verlaufenden zweiten induktiven Signalpfad 126 auf.
[0030] Die Mischer 48, 52 und Filter 50, 54 dienen dazu, die von den Antennenarmen 12 und
14 kommenden Signale auf eine vorbestimmte Zwischenfrequenz umzusetzen, so dass die
nachfolgenden Bauteile nur auf diese vorbestimmte Zwischenfrequenz optimiert werden
müssen. Hierzu ist ein VFO (variabler Frequenzoszillator) bzw. eine Phasenregelschleife
74 mit einem Lokaloszillator oder einem Referenzoszillator vorgesehen, welcher ein
entsprechendes Referenzsignal bzw. Mischsignal 76 an die Mischer 48 und 52 gibt, das
von den Mischern 48 und 52 mit dem jeweiligen Ausgangssignal der beiden Antennenarme
12, 14 gemischt wird. Die Phasenregelschleife 74 ist weiterhin mit einer Steuerung
78 für die Koppelfaktorangleich-Einrichtung 64 verbunden und übergibt dieser die aktuelle
Frequenz 80 des Referenzsignals 76. In Abhängigkeit von dieser Frequenz 80 wählt die
Steuerung 78 einen frequenzindividuellen komplexen Faktor F bzw. komplexe Faktoren
F
1, F
2 und übergibt diesen bzw. diese an das zweite Netzwerk 28 bzw. an die Koppelfaktorangleich-Einrichtung
64 im zweiten Netzwerk 28. Zum Steuern des VFO wird ein Zwischenfrequenzsignal 110
an die Phasenregelschleife 74 übergeben. Diese Zwischenfrequenzsignal 110 wird entweder
vor dem ersten Eingang 20 oder vor dem zweiten Eingang 22 des Netzwerkes 18 entnommen.
[0031] Durch die Verwendung des konfigurierbaren elektrischen Viertor-Netzwerkes 16, welches
zum einen an das Isolationstor und zum anderen an das Koppeltor der als Rückwärtswellenkoppler
wirkenden Schleifenantenne 10 angeschlossen ist, kann die Richtdämpfung des erfindungsgemäßen
Richtkopplers ohne Positions- oder Geometrieänderung für jede Frequenz optimiert werden.
Bei der Verwendung der Schleifenantenne 10 zusammen mit dem Netzwerk 16 ist es möglich,
einen optimierten Schleifenrichtkoppler unter zusätzlicher Benutzung eines beliebigen
Signalleiters, wie beispielsweise einer Koaxialleitung oder einer Mikrostreifenleitung,
ohne Änderung der Schleifengeometrie und der Anordnung relativ zum Signalleiter 11,
zu realisieren.
[0032] Das konfigurierbare Netzwerk 16 besteht aus den drei Teilnetzwerken 18, 28 und 38,
wobei das erste Netzwerk 18 und das dritte Netzwerk 38 identisch sein können. Die
Integration der Mischer 48, 52 und Filter 50, 54 in das Netzwerk 16 ist nicht zwingend
erforderlich, jedoch entstehen dadurch einige Vorteile.
[0033] Die Erläuterung der Funktion des Netzwerkes 16 erfolgt nachfolgend unter Bezugnahme
auf Fig. 1. Die halbe Leiterschleife 10 koppelt induktiv und kapazitiv einen Teil
der beispielsweise im Nahfeld des Signalleiters 11 vorhandenen Energie aus. Für den
Fall einer gegenüber der Wellenlänge des elektrischen Signals kleinen Leiterschleife
10 addiert sich im ersten Antennenarm 12 der induktiv und kapazitiv induzierte Strom,
wobei im anderen zweiten Antennenarm 14 sich die Ströme aufgrund einer Phasendifferenz
von 180° subtrahieren.
[0034] Zunächst wird angenommen, dass die Mischer 48, 52 und die Filter 50, 54 kein Bestandteil
des Netzwerkes 16 ist. Dann erfolgt mit Hilfe des ersten Netzwerkes 18 die Trennung
der induktiv und kapazitiv gekoppelten Signale der Antennenarme 12, 14, so dass am
Ende des ersten Netzwerkes 18 zum einen nur das induktive Signal, welches dem Strom
auf der Signalleitung 11 entspricht, und zum anderen das kapazitive Signal, welches
der Spannung auf der Signalleitung 11 entspricht, anliegt. Das erste Netzwerk 18 umfasst
die zwei Leistungsteiler 56, 58, die beispielsweise zwei 3 dB-Koppler sind, sowie
jeweils ein Additions- 60 und Subtraktionsnetzwerk 62. Als Additionsnetzwerk 60 ist
beispielsweise ein "gedrehter" 3 dB-Koppler (Combiner) und als Subtraktionsnetzwerk
62 ist beispielsweise ein Symmetrierglied (Balun) vorgesehen.
[0035] Im zweiten Netzwerk 28 werden die Koppelfaktoren mit Hilfe einer Multiplikation des
Signals eines Pfades mit dem komplexen Faktor F angeglichen, so dass gilt K = F*K
i = K
c. Dies erzielt eine optimale Richtdämpfung. Die Veränderung von Betrag und Phase des
Signals erfolgt beispielsweise mit Hilfe eines Verstärkers oder eines Dämpfungsgliedes
in Kombination mit einem Phasenschieber. Dabei ist es bevorzugt, elektronisch steuerbare
Komponenten zu verwenden, so dass der komplexwertige Faktor F mittels elektrischer
Steuersignale schnell und einfach bei einer Änderung der Messkonfiguration angepasst
werden kann. Die Platzierung der Multiplikationseinheit bzw. der Koppelfaktorangleich-Einrichtung
64 ist dabei beliebig. Wie in Fig. 1 dargestellt, ist es möglich, die Multiplikation
nur in einem Pfad durchzuführen, wobei es unwesentlich ist, welcher der beiden zur
Verfügung stehenden Pfade verwendet wird. Darüber hinaus können die steuerbaren Bauteile
auch in beiden Pfaden vorgesehen sein oder in einem Pfad wird nur die Phase und in
dem anderen Pfad nur der Betrag gesteuert. Somit kann mit Hilfe des zweiten Netzwerkes
28 nicht nur die Richtdämpfung, sondern auch die Koppeldämpfung eingestellt werden,
ohne die Rohrichtdämpfung bzw. Rohkoppeldämpfung der einfachen Leiterschleife 10 ändern
zu müssen.
[0036] Sind die beiden Koppelfaktoren K
i und K
c identisch zu K umgesetzt, werden durch das dritte Netzwerk 38 die Signale wieder
kombiniert, so dass sich an einem Ausgang 44 in Abhängigkeit von dem Koppelfaktor
K nur die hinlaufende Welle a und am anderen Ausgang 46 nur die rücklaufende Welle
b ergibt. Um dieses zu gewährleisten, sind die einzelnen Pfade des Netzwerkes absolut
identisch ausgebildet.
[0037] Ein Problem der praktischen Realisierung besteht darin, dass die notwendigen Bauteile,
wie beispielsweise die Subtrahierer 62, 72 (Balun) und die Leistungsteiler 56, 58,
66, 68, nur frequenzbegrenzt funktionieren. Dies widerspricht einer breitbandigen
Nutzung des Systems. Als Abhilfe wird das System optional um eine oder mehrere heterodyne
Mischstufen erweitert, die die Mischer 48, 52 und die Filter 50 54 enthalten. Die
Signale der Schleife 10 werden dabei mit dem Referenzsignal 76 auf eine niedrige,
feste (vorbestimmte) Zwischenfrequenz gemischt. Durch die Verwendung einer festen
Zwischenfrequenz ist es möglich, das konfigurierbare Netzwerk 16 als Schaltung zu
integrieren, da die Anforderungen an die einzelnen Bauteile bezüglich der Frequenzbandbreite
deutlich sinken. Darüber hinaus kann das System für beliebige Signalbandbreiten optimiert
werden. Das notwendige Referenzsignal 76 wird beispielsweise mittels einer Regelschleife
und einem Lokal- und Referenzoszillator 74 erzeugt.
[0038] Anschaulich betrachtet stellt das Netzwerk 16 eine Hardwarekalibrierung der Schleife
10 mit dem Ziel der Erhöhung der Richtdämpfung dar.
[0039] Nachfolgend wird die Steuerung bzw. Kalibrierung der Netzwerkes 16 beschrieben. Die
Konfigurierung des Netzwerkes 16 ist gleichbedeutend mit der Steuerung des zweiten
Netzwerkes 28. Ziel ist es, zunächst den komplexen Faktor F zu bestimmen und anschließend
die Bauteile des zweiten Netzwerkes 28 so anzusteuern, dass sie dem Faktor F entsprechen.
Zur Einstellung des richtigen Faktors F wird an der Referenzebene 17 als DUT (Testobjekt)
ein reflexionsarmer, idealerweise ein reflexionsfreier Abschluss angeschlossen. Im
Idealfall existiert dann auf der Signalleitung 11 nur noch die hinlaufende Welle a.
Dies führt dazu, dass an den beiden Ausgängen 24, 26 des ersten Netzwerkes 18 die
hinlaufende Welle a zum einen multipliziert mit dem kapazitiven Koppelfaktor K
c*a und zum anderen multipliziert mit dem induktiven Koppelfaktor K
i*a gemessen werden kann. Die Parameter (Betrag und Phase) des zweiten Netzwerkes 28
werden nun so eingestellt, dass die beiden Ausgangssignale des zweiten Netzwerkes
28 an dessen Ausgängen 34, 36 betrags- und phasengleich sind, so dass gilt K
c = F*K
i = K. Um die Ausgangssignale des zweiten Netzwerkes 28 zu messen, muss die Verbindung
zwischen dem zweiten Netzwerk 28 und dem dritten Netzwerk 38 aufgetrennt werden, damit
das zweite Netzwerk 28 direkt mit vektoriellen Empfängern verbunden werden kann. Da
in der Realität kein reflexionsfreier Abschluss existiert, muss ein reflexionsarmer
Abschluss zur Einstellung des Faktors F verwendet werden. Je reflexionsärmer der Abschluss
ist, desto höhere Richtdämpfungswerte können mit der Gesamtanordnung erzielt werden.
Darüber hinaus hängt die Höhe der Richtdämpfung davon ab, ob die Übertragungsfunktionen
der Pfade des dritten Netzwerkes 38 identisch sind. Je größer die Unterschiede der
Übertragungsfunktionen, desto geringere Richtdämpfungswerte können erzielt werden.
Zum Erzielen sehr hoher Richtdämpfungswerte, werden Koppelfaktorangleich-Einrichtungen
direkt vor dem Addierer 70 und dem Subtrahierer 72 angeordnet, wie nachfolgend unter
Bezugnahme auf Fig. 4 noch näher beschrieben wird, mit dem Ziel die Koppelfaktoren
anzugleichen gemäß K
c = F*K
i = K oder die Übertragungsfunktionen (D
cM, D
cP, D
iM, D
iP) der Pfade des dritten Netzwerkes 38 sind aufgrund beispielsweise einer Messung nach
Betrag und Phase bekannt und in einem Speicher gespeichert. Dann kann mit der Koppelfaktorangleich-Einrichtung
64 der induktive Koppelfaktor nach K = D
c/D
i*K
c kalibriert/gesteuert werden, so dass am Addierer 70 und Subtrahierer 72 gilt K
i*D
i = D
c*K
c.
[0040] Bei der in Fig. 2 dargestellten, zweiten bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Schleifenrichtkopplers sind funktionsgleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet,
wie in Fig. 1, so dass zu deren Erläuterung auf die obige Beschreibung der Fig. 1
verwiesen wird. Bei der zweiten bevorzugten Ausführungsform gemäß Fig. 2 sind zusätzlich
zwischen dem zweiten Netzwerk 28 und dem dritten Netzwerk 38 zwei beispielsweise elektronische
Schalter 84 und 86 angeordnet sowie zwei zusätzliche Schalter 88, 90 oberhalb des
dritten Netzwerkes 38 vorgesehen, die jeweils von einer Steuerung 92, 94 betätigt
werden. Diese dienen zur vereinfachten Durchführung der oben beschriebenen Kalibrierung
bezüglich der eingezeichneten Referenzebene 17. Die Steuerung 78 des zweiten Netzwerkes
28 und der Schalter 84, 86, 88, 90 erfolgt manuell oder vollständig automatisiert.
Statt der Schalter 84, 86, 88, 90 können auch zwei gleiche Koppler verwendet werden.
[0041] Zum Erreichen einer sehr hohen Richtwirkung mit nahezu unbeschränkter Bandbreite
ist es in einer besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, für
jeden Frequenzpunkt den Faktor F bzw. die Einstellungen in einem Speicher zu sichern.
[0042] Bei der in Fig. 3 dargestellten, dritten bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Schleifenrichtkopplers sind funktionsgleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet,
wie in Fig. 1, so dass zu deren Erläuterung auf die obige Beschreibung der Fig. 1
verwiesen wird. Bei der dritten bevorzugten Ausführungsform gemäß Fig. 3 ist zwischen
dem ersten Ausgang 34 des zweiten Netzwerkes 28 und dem ersten Eingang 40 des dritten
Netzwerkes 38 ein fünfter Leistungsteiler 96 angeordnet, welcher das Signal an den
ersten Eingang 40 des dritten Netzwerkes 38 und an einen ersten Schalter 98 gibt.
Zwischen dem zweiten Ausgang 36 des zweiten Netzwerkes 28 und dem zweiten Eingang
42 des dritten Netzwerkes 38 ist ein sechster Leistungsteiler 100 angeordnet, welcher
das Signal an den zweiten Eingang 42 des dritten Netzwerkes 38 und an einen zweiten
Schalter 102 gibt. Die beiden Schalter 98, 102 geben das Signal entweder auf reflexionsarme
Abschlüsse 104, 106 oder an einen Empfänger 108.
[0043] Der Empfänger 108 steuert je nach bei der Kalibrierung empfangenen Signalen die Steuerung
78 derart an, dass letztere entsprechende Parameter für die Veränderung von Betrag
und Phase an das zweite Netzwerk 28 übergibt, so dass mittels der Koppelfaktorangleich-Einrichtung
64 die Koppelfaktoren in oben beschriebener Weise aneinander angeglichen werden.
[0044] Da in der Realität insbesondere im dritten Netzwerk 38 keine exakt identischen Signalpfade
120, 122, 124, 126 realisierbar sind, führt dies dazu, dass die beiden Koppelfaktoren
K
i und K
c*F am Addierer 70 bzw. am Subtrahierer 72 ggf. nicht mehr identisch sind. Um bei Anwendungen,
bei denen dieser Fehler relevant ist, diesem Problem zu begegnen, sind beispielsweise
weitere Koppelfaktorangleich-Einrichtungen 112 und 114 jeweils direkt vor dem Addierer
70 und dem Subtrahierer 72 angeordnet, wie in Fig. 4 dargestellt. Bei der in Fig.
4 dargestellten, vierten bevorzugten Ausführungsform sind funktionsgleiche Teile mit
gleichen Bezugszeichen bezeichnet, wie in Fig. 1 bis 3, so dass zu deren Erläuterung
auf die obige Beschreibung der Fig. 1 bis 3 verwiesen wird. Im Unterschied zu den
Ausführungsformen gemäß der Fig. 1 bis 3 ist kein zweites Netzwerk 28 vorgesehen und
die Signalpfade 128 und 130 verbinden direkt das erste Netzwerk 18 und das dritte
Netzwerk 38 miteinander. Die direkt vor dem Addierer 70 und Subtrahierer 72 geschalteten
Koppelfaktorangleich-Einrichtungen 112 und 114 übernehmen neben dem Ausgleich von
Dämpfung und Phasenverschiebung in den vier Pfaden des dritten Netzwerkes ggf. auch
die Angleichung der in Betrag und Phase unterschiedlichen Koppelfaktoren K
i und K
c, wobei dann auf die Koppelfaktorangleich-Einrichtung 64 gemäß der ersten drei Ausführungsformen
nach Fig. 1 bis 3 verzichtet werden kann, wie in Fig. 4 dargestellt. Die Koppelfaktorangleich-Einrichtung
112 multipliziert in einem induktiven Pfad des dritten Netzwerkes 38 den Koppelfaktor
K
i*D
2 (Koppelfaktor mit Übertragungsfunktion) mit einem Faktor F
4 und die Koppelfaktorangleich-Einrichtung 114 multipliziert in dem anderen induktiven
Pfad des dritten Netzwerkes 38 den Koppelfaktor K
i*D
4 (Koppelfaktor mit Übertragungsfunktion) mit einem Faktor F
4. Auf diese Weise werden dem Addierer 70 zwei Signale mit den jeweiligen Faktoren
K
c*D
1 = K
1 und Ki*D
2*F
4 = K
2 zur Addition zugeführt und dem Subtrahierer 72 werden zwei Signale mit den jeweiligen
Faktoren K
c*D
3 = K
2 und K
i*D
4*F
6 = K
2 zur Subtraktion zugeführt. Zur Trennung der hin- und rücklaufenden Welle a, b ist
es hinreichend, wenn die Koppelfaktoren K
1 an den beiden Eingängen des zweiten Addierers 70 und die Koppelfaktoren K
2 an den beiden Eingängen des zweiten Subtrahierers 72 jeweils identisch sind, wobei
die Koppelfaktoren K
1 und K
2 nicht identisch sein müssen, aber identisch sein können, d.h. K = K
1 = K
2. Als Ergebnis ergibt sich am ersten Ausgang 44 2*K
1*a und am Ausgang 46 2*K
2*b.
[0045] Da, wie bereits erwähnt, die Pfade des dritten Netzwerkes 38 in der Praxis nicht
identisch sind, wird der erreichbare Richtdämpfungswert minimiert. Um die Richtdämpfung
zu maximieren gibt es folgende Möglichkeiten.
[0046] Die Übertragungsfunktionen (Dämpfung und Phasenverschiebung) D
1, D
2, D
3 und D
4 der einzelnen Signalpfade des dritten Netzwerkes 38 bzw. der Pfade zwischen den Ausgängen
34, 36 des zweiten Netzwerkes 28 und dem Addierer 70 und dem Subtrahierer 72 bzw.
zwischen den Ausgängen 24, 26 des ersten Netzwerkes 18 und dem Addierer 70 und dem
Subtrahierer 72 werden beispielsweise messtechnisch bestimmt. Sind sie bekannt, werden
mittels des zweiten Netzwerkes 28 die Koppelfaktoren so angepasst, dass die komplexen
Amplituden der Signale jeweils an den Eingängen des Addierers 70 und Subtrahierers
72 identisch sind, wobei weiterhin die oben beschriebenen verschiedenen Konfigurationen
des zweiten Netzwerkes 28 möglich sind. Bei den ersten drei Ausführungsformen der
Fig. 1 bis 3 ist beispielhaft jeweils nur eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung 64
im "induktiven" Pfad integriert. Für diese Konfiguration muss mit K = K
1 = K
2 gelten:

[0047] Für die Konfiguration des zweiten Netzwerkes 28, bei der die Koppelfaktorangleich-Einrichtung
im "kapazitiven" Pfad integriert ist gilt dementsprechend:

[0048] Wenn in beiden Pfaden (kapazitiv und induktiv) des zweiten Netzwerkes 28 die Koppelfaktoren
K
i, K
c angeglichen werden gilt:

[0049] Diese sechs oben genannten Gleichungen können erfüllt werden, wenn für die Übertragungspfade
folgende Bedingung gilt, D
1=D
3 und D
2=D
4.
[0050] Die Einstellung der Faktoren F
1 und F
2 erfolgt, wie oben beschrieben, beispielsweise mittels der Konfigurationen gemäß Fig.
2 und 3, wobei zusätzlich die Übertragungsfaktoren D
1 bis D
4 berücksichtigt werden. Dies geschieht folgendermaßen: Erstens wird als DUT ein reflexionsarmer
Abschluss verwendet. Dann werden die beiden Signalamplituden (K
c*F
1; K
i*F
2) am Ausgang des zweiten Netzwerkes 28 mittels eines vektoriellen Empfängers nacheinander
oder mittels der Konfigurationen gemäß der Fig. 2 und 3 gemessen. Zur Einstellung
der richtigen Koppelfaktoren F
1 und/oder F
2 werden die bekannten Übertragungsfaktoren D
1, D
2 bzw. D
3, D
4 aus dem Speicher geladen und zu den Empfangssignalen multipliziert (K
c*F
1*D
1, K
i*F
2*D
2 oder K
c*F
1*D
3, K
i*F
2*D
4). Dann werden die Faktoren F
1 und/oder F
2 so lange verändert bis die Amplituden identisch sind:

oder

oder

[0051] Falls die Bedingung D
1=D
3 und D
2=D
4 für die Übertragungsfaktoren nicht gilt, sind statt der Koppelfaktorangleich-Einrichtung
64 im zweiten Netzwerk 28 die beiden Koppelfaktorangleich-Einrichtungen 112, 114 im
dritten Netzwerk 38 vorgesehen, wie in Fig. 4 dargestellt. Diese Koppelfaktorangleich-Einrichtungen
112, 114 erhöhen die Richtdämpfung unter Beachtung der Pfaddämpfungen D
1 bis D
4. Es können bis zu vier Koppelfaktorangleich-Einrichtungen für alle vier Pfade des
dritten Netzwerkes 38 vorgesehen sein. Es kommen vier Konfigurationen in Fragen, entweder
werden zwei Koppelfaktorangleich-Einrichtungen 112, 114 in den zwei kapazitiven oder
induktiven Pfaden verwendet oder es werden vier Koppelfaktorangleich-Einrichtungen,
je eine in jedem Pfad des dritten Netzwerkes 38, oder es werden drei Koppelfaktorangleich-Einrichtungen
verwendet.
[0052] Die Fig. 4 zeigt eine Variante mit zwei Koppelfaktorangleich-Einrichtungen 112, 114
im induktiven (K
i-)Pfad. Die Koppelfaktorangleich-Einrichtungen 112, 114 multiplizieren die komplexen
Faktoren F
3, F
4, F
5, und/oder F
6 zu den Signalamplituden. Die vier Signale vor dem Addierer 70 und dem Subtrahierer
72 werden mit einem vektoriellen Empfänger, beispielsweise mit Hilfe von Schaltern
oder Leistungsteilern/Kopplern (ähnlich zu Fig. 2 und 3), bei Verwendung eines reflexionsarmen
DUTs, so gesteuert/kalibriert, dass die Ausgangsamplituden identisch sind. Bei der
Verwendung von vier Koppelfaktorangleich-Einrichtungen ergeben sich die Signale vor
der Addition und Subtraktion zu:
| Additionspfad 1: Kc*D1*F3 = K1, |
Additionspfad 2: Ki*D2*F4 = K1 |
| Subtraktionspfad 1: Kc*D3*F5 = K2, |
Subtraktionspfad 2: Ki*D4*F6 = K2 |
[0053] Bei der Verwendung von drei Koppelfaktorangleich-Einrichtungen ergeben sich die Signale
vor der Addition und Subtraktion je nach dem in welchen drei Pfaden die drei Koppelfaktorangleich-Einrichtungen
angeordnet sind zu:
| Additionspfad 1: Kc*D1*F3 = K1, |
Additionspfad 2: Ki*D2*F4 = K1 |
| Subtraktionspfad 1: Kc*D3*F5 = K2, |
Subtraktionspfad 2: Ki*D4= K2, |
wenn im ersten und zweiten kapazitiven Signalpfad (120, 124) sowie im ersten induktiven
Signalpfad (122) des dritten Netzwerkes (38) jeweils eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung
angeordnet ist, oder
| Additionspfad 1: Kc*D1*F3 = K1, |
Additionspfad 2: Ki*D2*F4 = K1 |
| Subtraktionspfad 1: Kc*D3 = K2, |
Subtraktionspfad 2: Ki*D4*F6 = K2, |
wenn im ersten und zweiten kapazitiven Signalpfad (120, 124) sowie im zweiten induktiven
Signalpfad (126) des dritten Netzwerkes (38) jeweils eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung
angeordnet ist, oder
| Additionspfad 1: Kc*D1 = K1, |
Additionspfad 2: Ki*D2*F4 = K1 |
| Subtraktionspfad 1: Kc*D3*F5 = K2, |
Subtraktionspfad 2: Ki*D4*F6 = K2, |
wenn im ersten und zweiten induktiven Signalpfad (122, 126) sowie im zweiten kapazitiven
Signalpfad (124) des dritten Netzwerkes (38) jeweils eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung
(112, 114) angeordnet ist, oder
| Additionspfad 1: Kc*D1*F3 = K1, |
Additionspfad 2: Ki*D2*F4 = K1 |
| Subtraktionspfad 1: Kc*D3 = K2, |
Subtraktionspfad 2: Ki*D4*F6 = K2, |
wenn im ersten und zweiten induktiven Signalpfad (122, 126) sowie im ersten kapazitiven
Signalpfad (120) des dritten Netzwerkes (38) jeweils eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung
(112, 114) angeordnet ist
[0054] Das Ergebnis für die Konfiguration mit zwei Koppelfaktorangleich-Einrichtungen 112,
114 im induktiven Pfad, wie in Fig. 4 dargestellte, lautet:

[0055] Die Ausführungsform gemäß Fig. 4 kann auch in ähnlicher Weise wie in Fig. 2 und Fig.
3 dargestellt, erweitert werden. Auch für das System in Fig. 4 können für die Kalibrierung
bzw. Bestimmung der Faktoren F
1 bis F
4 zwischen den Koppelfaktorangleich-Einrichtungen 112, 114 und dem zweiten Addierer
70 bzw. dem zweiten Subtrahierer 72 Schalter und/oder Leistungsteiler vorgesehen sein,
welche jeweils an einem Ausgang mit einem (vektoriellen) Empfänger verbunden sind.
[0056] In einer weiteren alternativen Ausführungsform ist es auch möglich, dass das Netzwerk
16 sowohl zwei, drei oder vier Koppelfaktorangleich-Einrichtungen 112, 114 im dritten
Netzwerk 38 als auch eine oder zwei Koppelfaktorangleich-Einrichtungen 64 im zweiten
Netzwerk 28 aufweist.
1. Schleifenrichtkoppler mit einem ersten Wellenleiter, insbesondere einem Hohlleiter,
einem planaren Leiter oder einem Koaxialleiter, in Form einer halben Schleifenantenne
(10), die einen ersten Antennenarm (12) und einen zweiten Antennenarm (14) aufweist,
zum kontaktlosen Auskoppeln eines auf einem zweiten Wellenleiter hinlaufenden Signals
a und eines auf diesem zweiten Wellenleiter zurücklaufenden Signals b,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Antennenarm (12) mit einem ersten Eingang (20) eines ersten Netzwerkes
(18) und der zweite Antennenarm (14) mit einem zweiten Eingang (22) des ersten Netzwerkes
(18) verbunden ist, wobei das erste Netzwerk (18) am ersten Eingang (20) einen ersten
Leistungsteiler (56) und am zweiten Eingang (22) einen zweiten Leistungsteiler (58)
aufweist, welche das jeweilige an den Antennenarmen (12, 14) anliegende Signal aufteilen,
wobei das erste Netzwerk (18) einen ersten Addierer (60), welcher die Signale des
ersten und zweiten Leistungsteilers (56, 58) miteinander addiert und das daraus resultierende
Signal Kc(a+b), wobei Kc ein kapazitiver Koppelfaktor des Schleifenrichtkopplers ist, auf einen ersten Ausgang
(24) des ersten Netzwerkes (18) gibt, und einen ersten Subtrahierer (62), welcher
die Signale des ersten und zweiten Leistungsteilers (56, 58) voneinander subtrahiert
und das daraus resultierende Signal Ki(a-b), wobei Ki ein induktiver Koppelfaktor des Schleifenrichtkopplers ist, auf einen zweiten Ausgang
(26) des ersten Netzwerkes (18) gibt, aufweist,
ein drittes Netzwerk (38) mit einem ersten Eingang (40), welcher mit dem ersten Ausgang
(24) des ersten Netzwerkes (18) verbunden ist, und einem zweiten Eingang (42), welcher
mit dem zweiten Ausgang (26) des ersten Netzwerkes (18) verbunden ist, vorgesehen
ist, wobei das dritte Netzwerk (38) am ersten Eingang (40) einen dritten Leistungsteiler
(66) und am zweiten Eingang (42) einen vierten Leistungsteiler (68) aufweist, welche
des jeweilige an den Eingängen (40, 42) des dritten Netzwerkes (38) anliegende Signal
aufteilen, wobei das dritte Netzwerk (38) einen zweiten Addierer (70) aufweist, welcher
das Signal des dritten Leistungsteilers (66) über einen ersten kapazitiven Signalpfad
(120) mit einem komplexen Übertragungsfaktor D1 und des vierten Leistungsteilers (68) über einen ersten induktiven Signalpfad (122)
mit einem komplexen Übertragungsfaktor D2 erhält, sowie miteinander addiert und das daraus resultierende Signal, auf einen
ersten Ausgang (44) des dritten Netzwerkes (38) gibt, wobei das dritte Netzwerk (38)
einen zweiten Subtrahierer (72) aufweist, welcher das Signal des dritten Leistungsteilers
(66) über einen zweiten kapazitiven Signalpfad (124) mit einem komplexen Übertragungsfaktor
D3 und des vierten Leistungsteilers (68) über einen zweiten induktiven Signalpfad (126)
mit einem komplexen Übertragungsfaktor D4 erhält sowie voneinander subtrahiert und das daraus resultierende Signal auf einen
zweiten Ausgang (46) des dritten Netzwerkes 38 gibt,
wobei in wenigstens einem der Signalpfade (128, 130) zwischen dem ersten und dritten
Netzwerk (18, 38) und/oder in wenigstens einem der Signalpfade (120, 122, 124, 126)
zwischen den Leistungsteilern (66, 68) und dem zweiten Addierer (70) sowie dem zweiten
Subtrahierer (72) wenigstens eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung (64; 112, 114)
angeordnet ist, welche den Betrag und/oder die Phase des Signals in dem jeweiligen
Signalpfad (120, 122, 124, 126, 128, 130) derart verändert, dass am zweiten Addierer
(70) und am zweiten Subtrahierer (72) jeweils Signale mit hinsichtlich Betrag und
Phase identischem Koppelfaktor K1, K2 zur Addition bzw. Subtraktion vorliegen.
2. Schleifenrichtkoppler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Netzwerk (28) mit einem ersten Eingang (30), welcher mit dem ersten Ausgang
(24) des ersten Netzwerkes (18) verbunden ist, einem zweiten Eingang (32), welcher
mit dem zweiten Ausgang (26) des ersten Netzwerkes (18) verbunden ist, einem ersten
Ausgang (34), welcher mit einem ersten Eingang (40) eines dritten Netzwerkes (38)
verbunden ist, und einem zweiten Ausgang (36), welcher mit dem zweiten Eingang (42)
des dritten Netzwerkes (38) verbunden ist, vorgesehen ist, wobei das zweite Netzwerk
(28) wenigstens eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung (64) aufweist, welche den Betrag
und/oder die Phase des Signals am ersten Eingang (30) des zweiten Netzwerkes (28)
und/oder am zweiten Eingang (32) des zweiten Netzwerkes (28) derart verändert, dass
am zweiten Addierer (70) und am zweiten Subtrahierer (72) jeweils Signale mit hinsichtlich
Betrag und Phase identischem Koppelfaktor K1, K2 zur Addition bzw. Subtraktion vorliegen.
3. Schleifenrichtkoppler nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass K
1 = K
2 = K und die Koppelfaktorangleich-Einrichtung (64) derart ausgebildet ist, dass sie
das Signal am ersten Eingang (30) des zweiten Netzwerkes (28) mit einem ersten komplexen
Faktor F
1 und/oder das Signal am zweiten Eingang (32) des zweiten Netzwerkes (28) mit einem
zweiten komplexen Faktor F
2 multipliziert, wobei der erste und/oder zweite komplexe Faktor F
1, F
2 derart gewählt sind, dass gilt

oder

oder
4. Schleifenrichtkoppler nach wenigstens einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem ersten Ausgang (34) des zweiten Netzwerkes (28) und dem ersten Eingang
(40) des dritten Netzwerkes (38) ein erster Umschalter (84) sowie zwischen dem zweiten
Ausgang (36) des zweiten Netzwerkes (28) und dem zweiten Eingang (42) des dritten
Netzwerkes (38) ein zweiter Umschalter (86) derart angeordnet und ausgebildet ist,
dass diese Umschalter (84, 86) wahlweise das von dem ersten und zweiten Ausgang (34,
36) des zweiten Netzwerkes (28) kommende Signal wahlweise jeweils an den ersten und
zweiten Eingang (40, 42) des dritten Netzwerkes (38) legen oder unter Umgehung des
dritten Netzwerkes (38) weiterleiten.
5. Schleifenrichtkoppler nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem ersten Ausgang (34) des zweiten Netzwerkes (28) und dem ersten Eingang
(40) des dritten Netzwerkes (38) ein fünfter Leistungsteiler (96), welcher das von
dem ersten Ausgang (34) des zweiten Netzwerkes (28) kommende Signal an den ersten
Eingang (40) des dritten Netzwerkes (38) und an einen dritten Umschalter (98) legt,
sowie zwischen dem zweiten Ausgang (36) des zweiten Netzwerkes (28) und dem zweiten
Eingang (42) des dritten Netzwerkes (38) ein sechster Leistungsteiler (100), welcher
das von dem zweiten Ausgang (36) des zweiten Netzwerkes (28) kommende Signal an den
zweiten Eingang (42) des dritten Netzwerkes (38) und an einen vierten Umschalter (102)
legt, angeordnet ist, wobei die Umschalter (98, 192) derart angeordnet und ausgebildet
sind, dass diese das von den Leistungsteilern (96, 100) kommende Signal wahlweise
an einen Empfänger (108) oder einen Abschlusswiderstand (104, 106) geben.
6. Schleifenrichtkoppler nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten und zweiten kapazitiven Signalpfad (120, 124) und/oder in dem ersten
und zweiten induktiven Signalpfad (122, 126) jeweils eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung
(112, 114) angeordnet ist, wobei die Koppelfaktorangleich-Einrichtung in dem ersten
kapazitiven Signalpfad (120) das Signal mit einem komplexen Faktor F
3 multipliziert, die Koppelfaktorangleich-Einrichtung (112) in dem ersten induktiven
Signalpfad (122) das Signal mit einem komplexen Faktor F
4 multipliziert, die Koppelfaktorangleich-Einrichtung in dem zweiten kapazitiven Signalpfad
(124) das Signal mit einem komplexen Faktor F
5 multipliziert und die Koppelfaktorangleich-Einrichtung (114) in dem zweiten induktiven
Signalpfad (126) das Signal mit einem komplexen Faktor F
6 multipliziert, wobei die komplexen Faktoren F
3, F
4, F
5 und F
6 derart gewählt sind, dass gilt,

und

wenn in allen Signalpfaden (120, 122, 124, 126) des dritten Netzwerkes (38) eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung
angeordnet ist, oder

und

wenn lediglich im ersten und zweiten induktiven Signalpfad (122, 126) des dritten
Netzwerkes (38) jeweils eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung (112, 114) angeordnet
ist, oder

und

wenn lediglich im ersten und zweiten kapazitiven Signalpfad (120, 124) des dritten
Netzwerkes (38) jeweils eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung angeordnet ist, oder

und

wenn im ersten und zweiten kapazitiven Signalpfad (120, 124) sowie im ersten induktiven
Signalpfad (122) des dritten Netzwerkes (38) jeweils eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung
angeordnet ist, oder

und

wenn im ersten und zweiten kapazitiven Signalpfad (120, 124) sowie im zweiten induktiven
Signalpfad (126) des dritten Netzwerkes (38) jeweils eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung
angeordnet ist, oder

und

wenn im ersten und zweiten induktiven Signalpfad (122, 126) sowie im zweiten kapazitiven
Signalpfad (124) des dritten Netzwerkes (38) jeweils eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung
(112, 114) angeordnet ist, oder

und

wenn im ersten und zweiten induktiven Signalpfad (122, 126) sowie im ersten kapazitiven
Signalpfad (120) des dritten Netzwerkes (38) jeweils eine Koppelfaktorangleich-Einrichtung
(112, 114) angeordnet ist.
7. Schleifenrichtkoppler nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem ersten Antennenarm (12) und dem ersten Eingang (20) des ersten Netzwerkes
(18) sowie zwischen dem zweiten Antennenarm (14) und dem zweiten Eingang (22) des
ersten Netzwerkes (18) jeweils ein Mischer (48, 52) und ein Filter (50, 54) angeordnet
sind, wobei Mischer (48, 52) und Filter (50, 54) derart ausgebildet sind, dass diese
die von den Antennenarmen (12, 14) kommenden Signale auf eine vorbestimmte Zwischenfrequenz
umsetzen.
8. Schleifenrichtkoppler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischer (48, 52) mit einem variablen Frequenzoszillator VFO (74) verbunden sind,
der ein Mischersignal (76) an die Mischer (48, 52) zum Mischen mit den von den Antennenarmen
(12, 14) kommenden Signalen gibt.
9. Schleifenrichtkoppler nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der VFO (74) als Phasenregelschleife mit Lokaloszillator und/oder Referenzoszillator
ausgebildet ist.
10. Schleifenrichtkoppler nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der VFO (74) mit einer Steuerung (78) für die Koppelfaktorangleich-Einrichtung (64;
112, 114) verbunden ist, wobei die Steuerung (78) für die Koppelfaktorangleich-Einrichtung
(64; 112, 114) in Abhängigkeit von der an die Mischer (48, 52) gegebene Mischerfrequnz
(80) einen komplexen Faktor F bzw. komplexe Faktoren F1, F2, F3 , F4, F5 und/oder F6 einstellt.
11. Schleifenrichtkoppler nach Anspruch 5 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Empfänger (108) mit der Steuerung (78) für die Koppelfaktorangleich-Einrichtung
(64; 112, 114) verbunden ist.
12. Schleifenrichtkoppler nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Empfänger (108) derart ausgebildet ist, dass dieser die Steuerung (78) für die
Koppelfaktorangleich-Einrichtung (64) derart ansteuert, dass die Steuerung (78) für
die Koppelfaktorangleich-Einrichtung (64) der Koppelfaktorangleich-Einrichtung (64)
derartige Parameter zuführt, dass die Koppelfaktorangleich-Einrichtung (64) den Betrag
und/oder die Phase das Signals am ersten Eingang (30) des zweiten Netzwerkes (28)
und/oder am zweiten Eingang (32) des zweiten Netzwerkes (28) derart verändert, dass
an beiden Ausgängen (34, 36) des zweiten Netzwerkes (28) ein identischer Koppelfaktor
K vorliegt.
13. Schleifenrichtkoppler nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Empfänger (108) derart ausgebildet ist, dass dieser die Steuerung (78) für die
Koppelfaktorangleich-Einrichtung (64) derart ansteuert, dass die Steuerung (78) für
die Koppelfaktorangleich-Einrichtung (64) der Koppelfaktorangleich-Einrichtung (64)
derartige Parameter zuführt, dass die Koppelfaktorangleich-Einrichtung (64) den Betrag
und/oder die Phase das Signals am ersten Eingang (30) des zweiten Netzwerkes (28)
und/oder am zweiten Eingang (32) des zweiten Netzwerkes (28) derart verändert, dass
an Eingängen des zweiten Addierers (70) ein erste Koppelfaktor K1 und an den Eingängen des zweiten Subtrahierers (72) ein zweiter Koppelfaktor K2 vorliegt.
14. Schleifenrichtkoppler nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen wenigstens einer Koppelfaktorangleich-Einrichtung (112, 114) und dem zweiten
Addierer (70) bzw. dem zweiten Subtrahierer (72) oder vor wenigstens einem der Eingänge
des zweiten Addierers (70) und des zweiten Subtrahierers (72) jeweils ein Schalter
oder ein Leistungsteiler vorgesehen ist, der mit einem vektoriellen Empfänger verbunden
ist.
1. Loop-type directional coupler having a waveguide, and in particular a hollow waveguide,
a planar waveguide or a co-axial waveguide, in the form of a half-loop antenna (10)
which has a first arm (12) and a second arm (14), for the contactless coupling-out
of a forward signal a on a waveguide and a backward signal b on said waveguide, characterised in that the first arm (12) of the antenna is connected to a first input (20) of a first network
(18) and the second arm (14) of the antenna is connected to a second input (22) of
the first network (18), the first network (18) having a first power divider (56) at
the first input (20) and a second power divider (58) at the second input (22), which
power dividers (56, 58) divide the respective signals applied to the arms (12, 14)
of the antenna, the first network (18) having a first adder (60) which adds together
the signals from the first and second power dividers (56, 58) and feeds the signal
Kc(a+b) resulting from the addition, where Kc is a capacitive coupling factor of the loop-type directional coupler, to a first
output (24) of the first network (18), and a first subtractor (62) which subtracts
the signals from the first and second power dividers (56, 58) from one another and
feeds the signal Ki(a-b) resulting from the subtraction, where Ki is an inductive coupling factor of the loop-type directional coupler, to a second
output (26) of the first network (18), there being provided a third network (38) having
a first input (40) which is connected to the first output (24) of the first network
(18) and having a second input (42) which is connected to the second output (26) of
the first network (18), the third network (38) having a third power divider (66) at
the first input (40) and a fourth power divider (68) at the second input (42), which
power dividers (66, 68) divide the respective signals applied to the inputs (40, 42)
of the third network (38), the third network (38) having a second adder (70) which
receives the signal from the third power divider (66) via a first capacitive signal
path (120) having a complex transmission factor D1 and the signal from the fourth power divider (68) via a first inductive signal path
(122) having a complex transmission factor D2 and which adds these signals together and feeds the signal resulting from the addition
to a first output (44) of the third network (38), the third network (38) having a
second subtractor (72) which receives the signal from the third power divider (66)
via a second capacitive signal path (124) having a complex transmission factor D3 and the signal from the fourth power divider (68) via a second inductive signal path
(126) having a complex transmission factor D4 and which subtracts these signals from one another and feeds the signal resulting
from the subtraction to a second output (46) of the third network (38), there being
arranged in at least one of the signal paths (128, 130) between the first and third
networks (18, 38) and/or in at least one of the signal paths (120, 122, 124, 126)
between the power dividers (66, 68) and the second adder (70) and second subtractor
(72) at least one coupling-factor matching means (64; 112, 114) which alters the magnitude
and/or phase of the signal on the given signal path (120, 122, 124, 126, 128, 130)
in such a way that signals having coupling factors K1, K2 which are identical in respect of magnitude and phase are present for addition and
subtraction at the second adder (70) and second subtractor (72) respectively.
2. Loop-type directional coupler according to claim 1, characterised in that there is provided a second network (28) having a first input (30) which is connected
to the first output (24) of the first network (18), having a second input (32) which
is connected to the second output (26) of the first network (18), having a first output
(34) which is connected to a first input (40) of a third network (38), and having
a second output (36) which is connected to the second input (42) of the third network
(38), the second network (28) having at least one coupling-factor matching means (64)
which alters the magnitude and/or phase of the signal at the first input (30) of the
second network (28) and/or at the second input (32) of the second network (28) in
such a way that signals having coupling factors K1, K2 which are identical in respect of magnitude and phase are present for addition and
subtraction at the second adder (70) and second subtractor (72) respectively.
3. Loop-type directional coupler according to claim 2,
characterised in that K
1 = K
2 = K and the coupling-factor matching means (64) is so designed that it multiplies
the signal at the first input (30) of the second network (28) by a first complex factor
F
1 and/or the signal at the second input (32) of the second network (28) by a second
complex factor F
2, the first and/or second complex factors F
1, F
2 being selected in such a way that that following is true:

or

or
4. Loop-type directional coupler according to at least one of claims 2 and 3, characterised in that a first changeover switch (84) is so arranged between the first output (34) of the
second network (28) and the first input (40) of the third network (38) and is so formed,
and a second changeover switch (86) is so arranged between the second output (36)
of the second network (28) and the second input (42) of the third network (38) and
is so formed, that, as desired, these changeover switches (84, 86) either apply the
signals coming from the first and second outputs (34, 36) of the second network (28)
to the first and second inputs (40, 42) respectively of the third network (38) or
transmit said signals onwards while bypassing the third network (38).
5. Loop-type directional coupler according to claim 2 or 3, characterised in that there is arranged between the first output (34) of the second network (28) and the
first input (40) of the third network (38) a fifth power divider (96) which applies
the signal coming from the first output (34) of the second network (28) to the first
input (40) of the third network (38) and to a third changeover switch (98), and there
is arranged between the second output (36) of the second network (28) and the second
input (42) of the third network (38) a sixth power divider (100) which applies the
signal coming from the second output (36) of the second network (28) to the second
input (42) of the third network (38) and to a fourth changeover switch (102), the
changeover switches (98, 192) being so arranged and formed that they feed the signals
coming from the power dividers (96, 100) either to a receiver (108) or to a terminating
resistor (104, 106), as desired.
6. Loop-type directional coupler according to at least one of the foregoing claims,
characterised in that a coupling-factor matching means (112, 114) is arranged in each of the first and
second capacitive signal paths (120, 124) and/or first and second inductive signal
paths (122, 126), the coupling-factor matching means in the first capacitive signal
path (120) multiplying the signal by a complex factor F
3, the coupling-factor matching means (112) in the first inductive signal path (122)
multiplying the signal by a complex factor F
4, the coupling-factor matching means in the second capacitive signal path (124) multiplying
the signal by a complex factor F
5, and the coupling-factor matching means (114) in the second inductive signal path
(126) multiplying the signal by a complex factor F
6, the complex factors F
3, F
4, F
5 and F
6 being selected in such a way that the following are true:

and

when a coupling-factor matching means is arranged in all the signal paths (120, 122,
124, 126) of the third network (38), or

and

when a coupling-factor matching means (112, 114) is arranged only in each of the
first and second inductive signal paths (122, 126) of the third network (38), or

and

when a coupling-factor matching means is arranged only in each of the first and second
capacitive signal paths (120, 124) of the third network (38), or

and

when a coupling-factor matching means is arranged in each of the first and second
capacitive signal paths (120, 124) of the third network (38) and in the first inductive
signal path (122) thereof, or

and

when a coupling-factor matching means is arranged in each of the first and second
capacitive signal paths (120, 124) of the third network (38) and in the second inductive
signal path (126) thereof, or

and

when a coupling-factor matching means (112, 114) is arranged in each of the first
and second inductive signal paths (122, 126) of the third network (38) and in the
second capacitive signal path (124) thereof, or

and

when a coupling-factor matching means (112, 114) is arranged in each of the first
and second inductive signal paths (122, 126) of the third network (38) and in the
first capacitive signal path (120) thereof.
7. Loop-type directional coupler according to at least one of the foregoing claims, characterised in that respective mixers (48, 52) and filters (50, 54) are arranged between the first arm
(12) of the antenna and the first input (20) of the first network (18) and between
the second arm (14) of the antenna and the second input (22) of the first network
(18), the mixers (48, 52) and filters (50, 54) being so designed that they convert
the signals coming from the arms (12, 14) of the antenna to a predetermined intermediate
frequency.
8. Loop-type directional coupler according to claim 7, characterised in that the mixers (48, 52) are connected to a variable frequency oscillator (VFO) (74) which
feeds a mixer signal (76) for mixing with the signals coming from the arms (12, 14)
of the antenna to the mixers (48, 52).
9. Loop-type directional coupler according to claim 8, characterised in that the VFO (74) takes the form of a phase-locked loop having a local oscillator and/or
a reference oscillator.
10. Loop-type directional coupler according to claim 8 or 9, characterised in that the VFO (74) is connected to a control system (78) for controlling the coupling-factor
matching means (64; 112, 114), the control system (78) for controlling the coupling-factor
matching means (64; 112, 114) setting a complex factor F, or complex factors F1, F2, F3, F4, F5 and/or F6, as the case may be, as a function of the mixer frequency (80) fed to the mixers
(48, 52).
11. Loop-type directional coupler according to claims 5 and 10, characterised in that the receiver (108) is connected to the control system (78) for controlling the coupling-factor
matching means (64; 112, 114).
12. Loop-type directional coupler according to claim 11, characterised in that the receiver (108) is so designed that it controls the control system (78) for controlling
the coupling-factor matching means (64) in such a way that said control system (78)
for controlling the coupling-factor matching means (64) feeds to the coupling-factor
matching means (64) parameters such that the coupling-factor matching means (64) alters
the magnitude and/or phase of the signal at the first input (30) of the second network
(28) and/or at the second input (32) of the second network (28) in such a way that
an identical coupling factor K exists at both the outputs (34, 36) of the second network
(28).
13. Loop-type directional coupler according to claim 11, characterised in that the receiver (108) is so designed that it controls the control system (78) for controlling
the coupling-factor matching means (64) in such a way that said control system (78)
for controlling the coupling-factor matching means (64) feeds to the coupling-factor
matching means (64) parameters such that the coupling-factor matching means (64) alters
the magnitude and/or phase of the signal at the first input (30) of the second network
(28) and/or at the second input (32) of the second network (28) in such a way that
a first coupling factor K1 exists at inputs of the second adder (70) and a second coupling factor K2 exists at the inputs of the second subtractor (72).
14. Loop-type directional coupler according to at least one of the foregoing claims, characterised in that a switch or a power divider which is connected to a vectorial receiver is provided
between at least one coupling-factor matching means (112, 114) and the second adder
(70) or second subtractor (72), as the case may be, or upstream of at least one of
the inputs of the second adder (70) and the second subtractor (72).
1. Coupleur directionnel à boucle, comprenant un premier guide d'ondes, en particulier
un conducteur creux, un conducteur plan ou un conducteur coaxial, sous la forme d'une
demi-antenne en boucle (10) qui présente un premier bras d'antenne (12) et un second
bras d'antenne (14) pour le découplage sans contact d'un signal a circulant sur un
second guide d'ondes et d'un signal b qui revient sur ce second guide d'ondes,
caractérisé en ce que
le premier bras d'antenne (12) est relié à une première entrée (20) d'un premier réseau
(18) et le second bras d'antenne (14) est relié à une seconde entrée (22) du premier
réseau (18), ledit premier réseau (18) comportant à la première entrée (20) un premier
répartiteur de puissance (56) et à la seconde entrée (22) un second répartiteur de
puissance (58) lesquels répartissent le signal respectif appliqué au niveau des bras
d'antenne (12, 14), dans lequel le premier réseau (18) comprend un premier circuit
d'addition (60), qui additionne ensemble les signaux du premier et du second répartiteur
de puissance (56, 58) et donne le signal qui en résulte Kc(a+b), dans lequel Kc est
un facteur de couplage capacitif du coupleur directionnel à boucle, à une première
sortie (24) du premier réseau (18), et un premier circuit de soustraction (62) qui
soustrait l'un de l'autre les signaux du premier et du second répartiteur de puissance
(56, 58) et donne le signal qui en résulte Ki(a-b), dans lequel Ki est un facteur
de couplage inductif du coupleur directionnel à boucle, à une seconde sortie (26)
du premier réseau (18), il est prévu un troisième réseau (38) avec une première entrée
(40), qui est reliée à la première sortie (24) du premier réseau (18), et une seconde
entrée (42) qui est reliée à la seconde sortie (26) du premier réseau (18), dans lequel
le troisième réseau (38) comporte à la première entrée (40) un troisième répartiteur
de puissance (66) et à la seconde entrée (42) un quatrième répartiteur de puissance
(68) qui répartissent le signal appliqué aux entrées (40, 42) du troisième réseau
(38), dans lequel le troisième réseau (38) comprend un second circuit d'addition (70)
qui reçoit, le signal du troisième répartiteur de puissance, via un premier trajet
capacitif à signaux avec un facteur de transmission complexe D1, et du quatrième répartiteur
de puissance (68) via un premier trajet inductif à signaux (122) avec un facteur de
transmission complexe D2, les additionne l'un avec l'autre et donne le signal qui
en résulte à une première sortie (44) du troisième réseau (38), ledit troisième réseau
(38) comprenant un second circuit de soustraction (72), qui reçoit le signal du troisième
répartiteur de puissance (66) via un second trajet capacitif à signaux (124) avec
un facteur de transmission complexe D3 et du quatrième répartiteur de puissance (68)
via un second trajet inductif à signaux (126) avec un facteur de transmission complexe
D4, et les soustrait l'un de l'autre et donne le signal qui en résulte à une seconde
sortie (46) du troisième réseau (38), dans lequel dans l'un au moins des trajets à
signaux (128, 130) entre le premier et le troisième réseau (18, 38) et/ou dans l'un
au moins des trajets à signaux (120, 122, 124, 126) entre les répartiteurs de puissance
(66, 68) et le second circuit d'addition (70), et il est prévu au moins un système
d'égalisation de facteur de couplage (64 ; 112, 114) agencé associé au second circuit
de soustraction (72), qui modifie l'amplitude et/ou la phase du signal dans le trajet
à signaux respectif (120, 122, 124, 126, 128, 130) de telle manière que, au niveau
du second circuit d'addition (70) et au niveau du second circuit de soustraction (72)
on est en présence respectivement de signaux avec un facteur de couplage K1, K2, identique
à l'égard de leur amplitude et de leur phase, pour l'addition ou respectivement la
soustraction.
2. Coupleur directionnel à boucle selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu un second réseau (28) avec une première entrée (30), qui est raccordée
à la première sortie (24) du premier réseau (18), avec une seconde entrée (32), qui
est raccordée à la seconde sortie (26) du premier réseau (18), avec une première sortie
(34), qui est raccordée à une première entrée (40) d'un troisième réseau (38), et
avec une seconde sortie (36), qui est raccordée à la seconde entrée (42) du troisième
réseau (38), et le second réseau (28) comprend au moins un système d'égalisation de
facteur de couplage (64), qui modifie l'amplitude et/ou la phase du signal à la première
entrée (30) du second réseau (28) et/ou à la seconde entrée (32) du second réseau
(28) de telle manière que les signaux présentant des facteurs de couplage identiques
pour ce qui concerne l'amplitude et la phase K1, K2 se présentent au niveau du second
circuit d'addition (70) et second circuit de soustraction (72) en vue de l'addition
ou de la soustraction.
3. Coupleur directionnel à boucle selon la revendication 2,
caractérisé en ce que K1 = K2 = K et le système d'égalisation de facteur de couplage (64) est réalisé de
telle manière qu'il multiplie le signal à la première entrée (30) du second réseau
(28) avec un premier facteur complexe F1 et/ou le signal à la seconde entrée (32)
du second réseau (28) avec un second facteur complexe F2, et le premier et/ou le second
facteur complexe F1, F2 sont choisis de telle manière que :

ou

ou
4. Coupleur directionnel à boucle selon l'une au moins des revendications 2 ou 3, caractérisé en ce que, entre la première sortie (34) du second réseau (28) et la première entrée (40) du
troisième réseau (38) est agencé un premier inverseur (84), ainsi que, entre la seconde
sortie (36) du second réseau (28) et la seconde entrée (42) du troisième réseau (38)
est agencé un second inverseur (86), réalisé de telle manière que ces inverseurs (84,
86) appliquent au choix le signal provenant de la première et de la seconde sortie
(34, 36) du second réseau (28) respectivement à la première et à la seconde entrée
(40, 42) du troisième réseau (38), ou le transmettent plus loin en by-passant le troisième
réseau (38).
5. Coupleur directionnel à boucle selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que, entre la première sortie (34) du second réseau (28) et la première entrée (40) du
troisième réseau (38) est agencé un cinquième répartiteur de puissance (96), qui applique
le signal provenant de la première sortie (34) du second réseau (28) à la première
entrée (40) du troisième réseau (38) et à un troisième inverseur (98), de même que,
entre la seconde sortie (36) du second réseau (28) et la seconde entrée (42) du troisième
réseau (38) est agencé un sixième répartiteur de puissance (100), qui applique le
signal provenant de la seconde sortie (36) du second réseau (28) à la seconde entrée
(42) du troisième réseau (38) et à un quatrième inverseur (102), les inverseurs (98,
192) étant agencés et réalisés de telle manière que ceux-ci envoient le signal provenant
des répartiteurs de puissance (96, 100) au choix à un récepteur (108) ou à une résistance
de terminaison (104, 106).
6. Coupleur directionnel à boucle selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisé en ce que dans le premier et dans le second trajet capacitif à signaux (120, 124) et/ou dans
le premier et le second trajet inductif à signaux (122, 126) est agencé respectivement
un système d'égalisation de facteur de couplage (112, 114), le système d'égalisation
de facteur de couplage dans le premier trajet capacitif à signaux (120) multipliant
le signal avec un facteur complexe F3, le système d'égalisation de facteur de couplage
(112) dans le premier trajet inductif à signaux (122) multipliant le signal avec un
facteur complexe F4, le système d'égalisation de facteur de couplage dans le second
trajet capacitif à signaux (124) multipliant le signal avec un facteur complexe F5,
et le système d'égalisation de facteur de couplage (114) dans le second trajet inductif
à signaux (126) multipliant le signal avec un facteur complexe F6, et les facteurs
complexes F3, F4, F5 et F6 sont choisis de telle façon que :

et

quand un système d'égalisation de facteur de couplage est agencé dans tous les trajets
à signaux (120, 122, 124, 126) du troisième réseau (38), ou bien que :

et

quand un système d'égalisation de facteur de couplage respectif (112, 114) est agencé
uniquement dans le premier et le second trajet inductif à signaux (122, 126) du troisième
réseau (38), ou bien que :

et

quand un système d'égalisation de facteur de couplage respectif est agencé uniquement
dans le premier et le second trajet capacitif à signaux (120, 124) du troisième réseau
(38), ou bien que

et

quand un système d'égalisation de facteur de couplage respectif est agencé dans le
premier et le second trajet capacitif à signaux (120, 124) ainsi que dans le premier
trajet inductif à signaux (122) du troisième réseau (38), ou bien que

et

quand un système d'égalisation de facteur de couplage respectif est agencé dans le
premier et dans le second trajet capacitif à signaux (120, 124) ainsi que dans le
second trajet inductif à signaux (126) du troisième réseau (38), ou bien que

et

quand un système d'égalisation de facteur de couplage respectif (112, 114) est agencé
dans le premier et le second trajet inductif à signaux (122, 126) ainsi que dans le
second trajet capacitif à signaux (124) du troisième réseau (38), ou bien que

et

quand un système d'égalisation de facteur de couplage respectif (112, 114) est agencé
dans le premier et le second trajet inductif à signaux (122, 126) ainsi que dans le
premier trajet capacitif à signaux (120) du troisième réseau (38).
7. Coupleur directionnel à boucle selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'un mélangeur (48, 52) et un filtre (50, 54) respectifs sont agencés entre le premier
bras d'antenne (12) et la première entrée (20) du premier réseau (18) ainsi qu'entre
le second bras d'antenne (14) et la seconde entrée (22) du premier réseau (18), les
mélangeurs (48, 52) et les filtres (50, 54) étant réalisés de telle façon que ceux-ci
convertissent les signaux provenant des bras d'antenne (12, 14) à une fréquence intermédiaire
prédéterminée.
8. Coupleur directionnel à boucle selon la revendication 7, caractérisé en ce que les mélangeurs (48, 52) sont raccordés à un oscillateur à fréquence variable VFO
(74), qui délivre un signal de mélange (76) aux mélangeurs (48, 52) pour le mélange
avec les signaux provenant des bras d'antenne (12, 14).
9. Coupleur directionnel à boucle selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'oscillateur à fréquence variable (74) est réalisé sous forme de boucle de régulation
en phase avec l'oscillateur local et/ou oscillateur de référence.
10. Coupleur directionnel à boucle selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que l'oscillateur à fréquence variable (74) est raccordé à une commande (78) pour le
système d'égalisation de facteur de couplage (64 ; 112, 114), la commande (78) pour
le système d'égalisation de facteur de couplage (64, 112, 114) établissant un facteur
complexe F ou respectivement des facteurs complexes F1, F2, F3, F4, F5 et/ou F6 en
fonction de la fréquence de mélange (80) envoyée aux mélangeurs (48, 52).
11. Coupleur directionnel à boucle selon la revendication 5 et 10, caractérisé en ce que le récepteur (108) est relié à la commande (78) pour le système d'égalisation de
facteur de couplage (64 ; 112, 114).
12. Coupleur directionnel à boucle selon la revendication 11, caractérisé en ce que le récepteur (108) est réalisé de telle façon que celui-ci pilote la commande (78)
pour le système d'égalisation de facteur de couplage (64) de telle façon que la commande
(78) pour le système d'égalisation de facteur de couplage (64) envoie au système d'égalisation
de facteur de couplage (64) des paramètres tels que le système d'égalisation de facteur
de couplage (64) modifie l'amplitude et/ou la phase du signal à la première entrée
(30) du second réseau (28) et/ou à la seconde entrée (32) du second réseau (28) de
telle façon qu'un facteur de couplage identique K se présente aux deux sorties (34,
36) du second réseau (28).
13. Coupleur directionnel à boucle selon la revendication 11, caractérisé en ce que le récepteur (108) est réalisé de telle façon que celui-ci pilote la commande (78)
pour le système d'égalisation de facteur de couplage (64) de telle façon que la commande
(78) pour le système d'égalisation de facteur de couplage (64) envoie au système d'égalisation
de facteur de couplage (64) des paramètres tels que le système d'égalisation de facteur
de couplage (64) modifie l'amplitude et/ou la phase du signal à la première entrée
(30) du second réseau (28) et/ou à la seconde entrée (32) du second réseau (28) de
telle façon qu'un premier facteur de couplage K1 se présente aux entrées du second
circuit d'addition (70), et qu'un second facteur de couplage K2 se présente aux entrées
du second circuit de soustraction (72).
14. Coupleur directionnel à boucle selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'un commutateur ou un répartiteur de puissance respectif est prévu entre au moins un
système d'égalisation de facteur de couplage (112, 114) et le second circuit d'addition
(70) ou le second circuit de soustraction (72), ou bien avant au moins une des entrées
du second circuit d'addition (70) et du second circuit de soustraction (72), commutateur
ou répartiteur de puissance qui est raccordé à un récepteur vectoriel.