[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufbereitung von Biomasse,
insbesondere zum Abscheiden von Steinen, mit einem Förderband, das anfangsseitig ein
Aufnahmemittel zur Aufnahme der Biomasse vorsieht, endseitig mit einer Kammer verbunden
ist und dessen Laufrichtung in Kammerrichtung gerichtet ist.
[0002] Bei der Aufbereitung von Biomasse stellt sich auf dem Markt derzeitig ein generelles
Problem dar. Die aus der Biomasse separierten Fraktionen sind oft mit Fremdkörpern
verunreinigt, insbesondere mit Steinen, Inertstoffen oder ähnlichen Stoffen, die aufgrund
der geforderten Qualitätsvorgaben separiert werden müssen. Der Produktionsablauf der
Biomasseaufbereitung lässt sich dabei in die Phasen der Zerkleinerung der Ausgangsmaterialien,
wie beispielsweise sämtliche holzigen Materialien, sowie die Trennung der zerkleinerten
Biomasse in verschiedene Fraktionen unterteilen. Dabei zeichnet sich der Trend ab,
die hölzernen Anteile einer dieser Fraktionen als Biomassebrennstoff zu verwenden.
Dies ist allerdings nur unter der Voraussetzung denkbar, dass störende Fremdkörper
soweit weitestgehend aus der Fraktion entfernt werden, um die vorherrschenden Qualitätsvorgaben
zur erfüllen, die für die Herstellung der Brennstoffe gelten.
[0003] Zur Entfernung von Verunreinigungen, wie beispielsweise Steinen, Inertstoffen oder
ähnlichen Stoffen, werden nach derzeitigem Stand der Technik sogenannte Rollabscheider
verwendet. Jedoch erfüllt die erzielbare Trennschärfe des genannten Verfahrens nicht
die geforderten Qualitätsvorgaben zur Herstellung spezieller Fraktionen aus der Biomasse.
Ein weiteres Verfahren zur Separierung von Verunreinigungen aus den Fraktionen ist
durch das sogenannte Schwimm-Sink-Verfahren vorgegeben, was sich jedoch in den meisten
Anwendungsfällen als zu aufwendig herausstellt.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine verbesserte Vorrichtung zur
Entfernung der Verunreinigungen bestimmter Biomassefraktionen bereitzustellen.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung zur Aufbereitung von Biomasse
gemäß Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand
der abhängigen Ansprüche.
[0006] Es wird also eine Vorrichtung zur Aufbereitung von Biomasse, insbesondere zum Abscheiden
von Steinen, Inertstoffen oder ähnlichen Stoffen, vorgeschlagen, mit einem Förderband,
das anfangsseitig ein Aufnahmemittel zur Aufnahme der Biomasse vorsieht, endseitig
mit einer Luftkammer verbunden ist und dessen Laufrichtung in Kammerrichtung gerichtet
ist, wobei die Luftkammer mindestens ein Druckgebläse zur Erzeugung eines Luftstroms
im Innenraum der Luftkammer vorsieht, der Luftstrom von unten auf die in die Kammer
einfallende Biomasse gerichtet ist und mindestens zwei Auffangmittel im bodennahen
Bereich des Kammerinnenraums angeordnet sind. Dabei wird zur Entfernung der Verunreinigungen
aus der Biomasse, das heißt der Entfernung der Steine, Inertstoffe oder ähnlicher
Stoffe aus der Biomasse, ein mechanisches Trennprinzip angewandt, dass auf der Trennung
von einzelnen Partikeln anhand ihres Verhältnisses von Massenkraft und Strömungswiderstand
in einem Gasstrom beruht. Beispielsweise wird im konkreten Anwendungsfall eine Biomasse,
bestehend aus hölzernen Materialien und Verunreinigungen, insbesondere Steinen, Inertstoffen
oder ähnlichen Stoffen, über das Aufnahmemittel auf das genannte Förderband aufgegeben.
Die Biomasse wird nun in Richtung der Kammer über das Förderband transportiert und
trifft beim Eintritt in die Kammer auf den von unten auf die eintretende Biomasse
gerichteten Luftstrom auf. Aufgrund der unterschiedlichen Massen bzw. Strömungswiderstände
der hölzernen Materialien und der Verunreinigungen erfolgt die Trennung der hölzernen
Materialien von den Verunreinigungen in denen mit unterschiedlicher Entfernung zur
eintretenden Biomasse angeordneten Auffangmitteln. Dabei sammelt sich das zu verwertende
Endprodukt der Biomasse in dem Auffangmittel, welches in unmittelbarer Nähe zu der
dem Förderband entgegen gelegenen Kammerseite angeordnet ist. Weiterhin ist das zweite
Auffangmittel zur Sammlung der aus der Biomasse separierten Verunreinigungen, insbesondere
Steine, Inertstoffe oder ähnliche Stoffe, in unmittelbarer Nähe unterhalb des Eintrittspunkts
der eintretenden Biomasse angeordnet. Ferner sind die beiden Auffangmittel flächenmäßig
durch einen beweglich am Kammerboden angeordneten Trennscheitel voneinander abgegrenzt.
Dabei erstreckt sich dieser Trennscheitel von seinem Befestigungspunkt am Kammerbogen
auf einer vertikalen Achse in Richtung der Kammeroberseite und kann derart bewegt
werden, dass sich eine verstellbare flächenmäßige Trennung der beiden Auffangmittel
ergibt.
[0007] In vorteilhafter Weise umfasst das Druckgebläse einen Ventilator.
[0008] Denkbar ist, dass das Förderband endseitig seitlich, im oberen Teil der Kammer in
einer Öffnung der Kammerwandung endet und die beförderte Biomasse durch diese Öffnung
in die Kammer einfällt. Durch eine Ausrichtung der Eintrittsöffnung im oberen Teil
der Kammer kann der Trenngrad bzw. die Trennschärfe bei der Aufbereitung der Biomasse
eingestellt werden.
[0009] Die Förderbandgeschwindigkeit kann beispielsweise mittels Frequenzumrichter einstellbar
sein. Hierdurch kann die Abwurfparabel der auf dem Förderband transportierten Biomasse
bzw. der Steine, Inertstoffe oder ähnlichen Stoffe durch eine enteine entsprechende
Geschwindigkeitsveränderung der Förderbandgeschwindigkeit beeinflußt werden. Hierdurch
kann der Trenngrad bzw. die Trennschärfe während des Trennprozesses ebenfalls beeinflußt
werden.
[0010] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Aufbereitung
von Biomasse ist das Druckgebläse möglichst nahe an der Eintrittsöffnung für Biomasse
angeordnet. Dadurch wird eine effizientere Ausnutzung des Wirkprinzips der erfindungsgemäßen
Vorrichtung erzielt. Dabei kann in einer ersten Variante das Druckgebläse außerhalb
der Kammer an der Kammeraußenwandung angeordnet sein, wobei der austretende Luftstrom
aus dem Druckgebläse durch eine weitere entsprechende Öffnung in der Kammerwandung
in das Innere der Kammer gelangt und von unten auf die einfallende Biomasse gerichtet
ist. In einer alternativen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist das
Druckgebläse innerhalb des Kammerhohlraums integriert, wobei das Druckgebläse dabei
auf der Innenwandung möglichst nahe an der Eintrittsöffnung der einfallenden Biomasse
angeordnet ist.
[0011] Vorteilhafterweise ist die Austrittsöffnung des Druckgebläses derart verschwenkbar
angeordnet, dass der Winkel zwischen Austrittsachse des Luftstroms und der Horizontalen
variierbar ist. Durch die Veränderung des Winkels, das heißt des Auftreffwinkels des
Luftstroms auf die einfallende Biomasse kann der Wirkungsgrad der Vorrichtung fein
justiert werden und die Trennschärfe durch diese Einstellmöglichkeit auf die bestimmten
Materialeigenschaften der zu separierenden Biomasse optimiert werden.
[0012] Ebenfalls ist es vorstellbar, dass das Druckgebläse auf einer horizontalen Achse
verschiebbar ist. Dies bietet eine weitere Justiermöglichkeit zur Optimierung bzw.
Feinjustierung der erfindungsgemäßen Vorrichtung entsprechend der Eigenschaften der
in die Kammer einfallenden Biomasse.
[0013] Weiterhin vorstellbar ist, dass mindestens eins der mindestens zwei Auffangmittel
ein Austragband umfasst. Mit Hilfe des Austragbands können die separierten Materialien
aus der Kammer abtransportiert werden und beispielsweise in einem dafür vorgesehenen
Behälter gelagert werden oder an eine weitere angeschlossene Maschine zur Weiterverarbeitung
abgegeben werden.
[0014] Vorteilhafterweise ist die Stärke des von unten auf die einfallende Biomasse gerichteten
Luftstroms bzw. die ausströmende Luftmenge des Luftstroms mittels eines Frequenzumrichters
einstellbar. Denkbar ist hierbei, dass der Frequenzumrichter durch eine vorhandene
Steuerung angesteuert wird oder mittels eines für den Anwender zugänglichen Bedienfelds
bedienbar ist.
[0015] In weiterhin vorteilhafterweise ist mindestens ein Trennscheitel entlang seiner senkrechten
Achse vom Kammerboden zur Kammeroberseite hin verschiebbar bzw. ausziehbar. Dadurch
läßt sich das Auffangvolumen der einzelnen Auffangmittel vergrößern bzw. verkleinern,
wodurch eine Optimierung der Trennschärfe erreicht werden kann.
[0016] Ein weiteres Mittel zur Optimierung des Wirkungsgrades der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Aufbereitung von Biomasse ist
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Trennscheitel entlang einer horizontalen Achse verschiebbar ist. Dadurch
kann das Volumen der Auffangmittel in Richtung der Horizontalen zu Lasten des oder
aller weiteren Auffangmittel vergrößert bzw. verkleinert werden und die erfolgreiche
Entfernung der Verunreinigungen aus der Biomasse optimiert werden. Denkbar ist auch,
dass mindestens ein Trennscheitel verschwenkbar am Kammerboden mittelbar oder unmittelbar
angelenkt ist und dadurch in einem definierten Winkelbereich verschwenkbar ist. Dabei
kann der mindestens eine Trennscheitel in Richtung des jeweiligen Auffangmittels verklappt
werden und somit das mittels des Auffangmittels aufgefangene Volumen zur Optimierung
der Trennschärfe beeinflussen.
[0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur
Aufbereitung von Biomasse ist die in die Kammer mittels des Luftstroms eingebrachte
Luft in einem geschützten Bereich durch ein Absaugmittel absaugbar. Denkbar ist hierbei,
dass die durch das Absaugmittel abgesaugte verunreinigte Luft über ein mittelbar bzw.
unmittelbar an das Absaugmittel angeordnete Filtermittel filterbar ist und in die
Umgebungsluft abführbar ist. Die aufgrund von feinsten Partikeln der einfallende Biomasse
verunreinigte Luft wird durch den Luftstrom entgegen der gegenüberliegenden Seite
der Kammer gepresst und dabei von einem geeigneten Absaugmittel abgesaugt. Weiterhin
werden die kleinen Partikel durch ein geeignetes Filtermittel aus der Luft entfernt
und anschließend die gereinigte Luft an die Umgebung abgegeben.
[0018] Möglich ist hierbei auch, dass die abgesaugte und im Anschluß gefilterte Luft nicht
an die Umgebung abgegeben wird, sondern innerhalb eines Luftkreislaufs wieder an das
Druckgebläse der erfindungsgemäßen Vorrichtung weitergegeben wird.
[0019] Beispielsweise umfasst das genannte Filtermittel einen Zyklon, auch als Fliehkraftabscheider
bezeichnet. Durch den Zyklon wird die abgesaugte Luft durch ihre eigene Strömungsgeschwindigkeit
und die entsprechende konstruktive Gestaltung des Zyklons in eine Drehbewegung versetzt.
Die auf die Partikel wirkenden Zentrifugalkräfte bewirken eine Abtrennung der Partikel
von der einströmenden Luft, so dass die gereinigte Luft entweder an die Umgebung bzw.
wieder an das Druckgebläse der erfindungsgemäßen Vorrichtung zurückgeführt werden
kann.
[0020] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist diese
fahrbar ausgeführt, insbesondere als Fahrzeuganhänger oder Fahrzeugaufbau. Dadurch
kann ein einfacher Transport der erfindungsgemäßen Vorrichtung zu ihrem jeweiligen
Einsatzort gewährleistet werden.
[0021] Das Gesamtsystem kann auch hydraulisch antreibbar und verstellbar sein. Der hydraulische
Antrieb dient hier beispielsweise zum Antrieb der Förderbänder, der Druckgebläse des
Trennscheitels, etc. Durch entsprechende Einstellvorrichtungen des Hydraulikkreises
lässt sich beispielsweise die Fördergeschwindigkeit des Förderbandes in einfacher
Weise verstellen.
[0022] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand des in der einzigen
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
[0023] Dabei zeigt die einzige Figur eine Prinzipskizze der erfindungsgemäßen Vorrichtung
1 zur Aufbereitung von Biomasse. Dabei eignet sich das dargestellte Grundkonzept insbesondere
zur Entfernung von Steinen, Inerstoffen oder ähnlichen Stoffen aus einer holzhaltigen
Biomasse. Der Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann wie folgt beschrieben
werden. Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird auf einem Unterwagen 3 angeordnet, der
mindestens eine Achse 4 aufweist. Dabei kann der Unterwagen Teil eines Fahrzeuganhängers
oder auch eines kompletten Fahrzeugaufbaus sein. Die Vorrichtung 1 besteht dabei aus
einem Aufnahmemittel 15, das eine trichterähnliche Form aufweist, in die die zu bearbeitende
Biomasse eingefüllt werden kann. Dabei weist das Aufnahmemittel 15 eine Öffnung auf,
durch die Biomasse anfangsseitig auf das Förderband 2 gegeben wird. Die Laufrichtung
des Förderbands 2 erstreckt sich dabei von links unten nach rechts oben in Richtung
der Kammer 4. Das Ende des Förderbands 2 führt durch eine Öffnung 5 innerhalb der
Wandung der Kammer 4 im linken oberen Teil der Kammer 4. Am kammerseitigen Ende des
Förderbands 2 ist unterhalb der Öffnung 5 der Kammerwandung 4 an der Außenwandung
der Kammer 4 ein Druckgebläse 6 angeordnet, welches durch eine zweite Öffnung unterhalb
der Öffnung 5 einen Luftstrom 7 von unten gegen die einfallende Biomasse 8 gerichtet
in die Kammer 4 einbläst.
[0024] Weiterhin beinhaltet der Innenraum der Kammer 4 zwei Auffangmittel 9 und 10 die in
Form eines Austragbands dargestellt sind. Mittels des Austragbands können die gesammelten
bzw. aufgefangenen Partikel der eingefallenen Biomasse aus dem Innenraum der Kammer
4 abtransportiert werden und gegebenenfalls an eine weitere angeschlossene Aufbereitungsmaschine
abgegeben werden bzw. in einem geeigneten Behälter gelagert werden. Zur räumlichen
Abtrennung der beiden Auffangmittel 9, 10 ist ein Trennscheitel 11 vorgesehen, welcher
sich vom Boden der Kammer 4 auf einer vertikalen Achse in Richtung der Kammeroberfläche
erstreckt. Im rechten oberen Eck des Kammerinnenraums befindet sich ein Absaugmittel,
dass die durch die Biomasse verunreinigte, mittels des Druckgebläses 6 in Richtung
des Absaugmittels 13 gepreßte Luft absaugt. Weiterhin ist das Absaugmittel 13 mit
einem Zyklon 14 verbunden, der die kleinen Verunreinigungen in Form von kleinsten
Partikeln aus der Luft herausfiltert. Die gefilterte Luft kann dabei entweder an die
Außenumgebung durch den Zyklon abgegeben werden oder um einen nicht dargestellten
Luftkreislauf dem Druckgebläse 6 zurückgeführt werden (Umluftbetrieb teilweise oder
komplett). Anstelle des hier dargestellten Zyklons kann auch eine übliche Filteranlage
mit einem Flächenfilter eingesetzt werden.
[0025] Zur Justierung der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 bzw. zur Optimierung der Trennungsschärfe
der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 ist das Druckgebläse 6 entlang einer Schwenkachse
C innerhalb eines zu definierenden Winkelbereichs verschwenkbar angeordnet. Weiterhin
lässt sich das Druckgebläse 6 entlang des Pfeils D vershiften. Die Drehzahl des Druckgebläses
6 bestimmt dabei die Stärke des von unten auf die einfallende Biomasse 8 gerichteten
Luftstroms 7 bzw. die ausströmende Luftmenge des Luftstroms 7. Zur Variation der einzelnen
Parameter zur Konfiguration des Druckgebläses 6 wird ein Frequenzumrichter 12 eingesetzt,
der beispielsweise über eine nicht dargestellte Steuerung steuerbar ist. Ebenso ist
ein dem Anwender zugängliches Bedienfeld vorstellbar, worüber eine manuelle Konfiguration
des Frequenzumrichters 12 und somit des Druckgebläses 6 ermöglicht wird.
[0026] Ebenso lässt sich zur Optimierung der Trennschärfe bzw. zur Anpassung der Vorrichtung
auf die Eigenschaften der zu trennenden Biomassematerialien der Trennscheitel 11 entlang
der vertikalen Achse B entgegen der Kammeroberseite vershiften bzw. ausfahren. Weiterhin
ist der Trennscheitel 11 bodenseitig in einem Anlenkpunkt 16 verschwenkbar angeordnet.
Dadurch lässt sich der Trennscheitel 11 über seine Drehachse A entweder seitlich nach
links zum Auffangmittel 9 bzw. seitlich nach rechts zum Auffangmittel 10 verkippen.
[0027] Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zur Aufbereitung von Biomasse arbeitet dabei nach
dem folgenden Prinzip. Die über das Aufnahmemittel 15 auf das Förderband 2 abgegebene
Biomasse wird durch dieses in Richtung der Kammer 4 befördert und über eine Öffnung
5 in den Innenraum der Kammer 4 eingeworfen. Über einen Frequenzumrichter kann die
Geschwindigkeit des Förderbands 2 eingestellt werden. Dabei wird von unten mit einem
definierten Luftstrom 7 entgegen der abgeworfenen Biomasse 8 geblasen. Aufgrund des
unterschiedlichen CW-Werts, das heißt eines unterschiedlichen Strömungswiderstandskoeffizienten,
und der unterschiedlichen Masse von Holz und Steinen erfolgt eine Trennung unabhängig
der Korngröße (das System funktioniert mit 30 mm Körnung genauso wie mit 120 mm Körnung).
Die Steine fallen im vorderen Teil nach unten auf ein Austragsband 9 und die holzige
Biomasse auf das zweite Austragsband 10. Um die Trennung optimal einstellen zu können,
ist der mittige Trennscheitel 11 in einem definierten Winkelbereich verstellbar und
die Luftmenge 7 über einen Frequenzumrichter 12 einstellbar. Weiterhin wird die über
das Druckgebläse 6 eingebrachte Luft 7 im geschützten Bereich wieder abgesaugt und
über einen Zyklon 14 oder eine Filteranlage entstaubt und ins Freie geblasen. Ebenfalls
ist es möglich, die entstaubte Luft im Kreislauf zu fahren.
1. Vorrichtung (1) zur Aufbereitung von Biomasse, insbesondere zum Abscheiden von Steinen
oder Inertstoffen, mit einem Förderband (2), das anfangsseitig eine Aufnahme (15)
zur Aufnahme der Biomasse vorsieht, endseitig mit einer Kammer (4) verbunden ist und
dessen Laufrichtung in Kammerrichtung gerichtet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kammer (4) mindestens ein Druckgebläse (6) zur Erzeugung eines von unten auf
die in die Kammer (4) einfallende Biomasse (8) gerichteten Luftstroms (7) im Innenraum
der Kammer (4) vorsieht und mindestens zwei Auffangmittel (9,10) seitlich versetzt
entlang des Kammerbodens mit differierendem Abstand zur kammerseitigen Eintrittstelle
der Biomasse (8) angeordnet sind, wobei die mindestens zwei Auffangmittel (9,10) durch
mindestens einen am Kammerboden beweglich angeordneten Trennscheitel (11) flächenmäßigen
voneinander abgegrenzt sind, welcher sich vom Kammerboden in Richtung der Kammeroberseite
erstreckt.
2. Vorrichtung (1) zur Aufbereitung von Biomasse gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckgebläse (6) einen Ventilator umfaßt.
3. Vorrichtung (1) zur Aufbereitung von Biomasse gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderband (2) endseitig seitlich, im oberen Teil der Kammer (4) in einer Öffnung
(5) der Kammerwandung endet und die beförderte Biomasse (8) durch diese Öffnung (5)
in die Kammer (4) fällt , und daß wahlweise die Geschwindigkeit des Förderbandes über
einen Frequenzumrichter einstellbar ist, wodurch die Abwurfparabel der Biomasse veränderbar
ist.
4. Vorrichtung (1) zur Aufbereitung von Biomasse nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Druckgebläse (6) möglichst nahe an der Kammeröffnung (5) angeordnet ist, wobei
das Druckgebläse (6) entweder außerhalb der Kammer (4) an der Kammeraußenwandung angeordnet
ist und durch eine entsprechende Öffnung in der Wandung ein Luftstrom (7) im Inneren
der Kammer (4) erzeugbar ist oder das Druckgebläse (6) auf der Innenwandung der Kammer
(4) angeordnet ist.
5. Vorrichtung (1) zur Aufbereitung von Biomasse nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung des Druckgebläses (6) derart verschwenkbar angeordnet ist, dass
der Winkel zwischen Austrittsachse des Luftstroms (7) und der Horizontalen variierbar
ist.
6. Vorrichtung (1) zur Aufbereitung von Biomasse nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Druckgebläse (6) auf einer horizontalen Achse verschiebbar ist.
7. Vorrichtung (1) zur Aufbereitung von Biomasse gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eins der mindestens zwei Auffangmittel (9,10) ein Austragband umfaßt.
8. Vorrichtung (1) zur Aufbereitung von Biomasse gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke des von unten auf die einfallende Biomasse (8) gerichteten Luftstroms
(7) bzw. die ausströmende Luftmenge des Luftstroms (7) mittels eines Frequenzumrichters
(12) einstellbar ist.
9. Vorrichtung (1) zur Aufbereitung von Biomasse gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Trennscheitel (11) entlang seiner senkrechten Achse (B) vom Kammerboden
zur Kammeroberseite hin verschiftbar bzw. ausziehbar ist.
10. Vorrichtung (1) zur Aufbereitung von Biomasse gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Trennscheitel (11) entlang einer horizontalen Achse verschiftbar ist
oder bodenseitig verschwenkbar am Kammerboden mittelbar/unmittelbar angelenkt ist
und dadurch in einem definierten Winkelbereich verschwenkbar ist.
11. Vorrichtung (1) zur Aufbereitung von Biomasse gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die in die Kammer (4) mittels des Luftstroms (7) eingebrachte Luft in einem geschützten
Bereich durch ein Absaugmittel (13) absaugbar ist.
12. Vorrichtung (1) zur Aufbereitung von Biomasse gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die durch das Absaugmittel (13) abgesaugte verunreinigte Luft über ein mittelbar/unmittelbar
an das Absaugmittel (13) angeordneten Filtermittel (14) filterbar ist und in die Umgebungsluft
abführbar ist.
13. Vorrichtung (1) zur Aufbereitung von Biomasse gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckgebläse (6), der Kammerinnenraum, das Absaugmittel (13) und das Filtermittel
(14) zu einem Luftkreislauf miteinander erschlossen sind.
14. Vorrichtung (1) zur Aufbereitung von Biomasse gemäß Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das genannten Filtermittel (14) einen Zyklon, einen anderen Fliehkraftabscheider
oder eine Filteranlage umfaßt.
15. Vorrichtung (1) zur Aufbereitung von Biomasse gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) stationär oder fahrbar ausgeführt ist, vorzugsweise als Fahrzeuganhänger,
Fahrzeugaufbau oder Hakenliftvariante.