[0001] Die Neuerung betrifft eine von der Decke eines Raumes abgehängte Unterdecke mit längs
und quer im Abstand voneinander angeordneten, im Querschnitt T-förmigen, einen Steg,
einen Kopf und waagerechte Trageflansche aufweisenden Profilschienen, zwischen denen
in dem von den Profilschienen gebildeten jeweiligen Rahmen von den Trageflanschen
gehaltene Mineralwolleplatten eingelegt sind.
[0002] Es gibt bereits Unterdecken ähnlich der vorstehend beschriebenen Art, bei denen durch
die Profilschienen ein bestimmtes Raster so gebildet wird, dass sich entsprechend
dem Raster Rahmen ergeben, in die Mineralwolleplatten eingelegt werden, sei es für
den Schallschutz oder auch den Brandschutz.
[0003] Bekannt sind des weiteren abgehängte Decken bzw. Deckenverkleidungen, die ballwurfsicher
sind, mit denen beispielsweise Sporthallen, Klassenräume oder Spielräume in Kindertagesstätten
ausgestattet werden, um das Herausheben oder Beschädigen einzelner Kassetten in dem
Rahmen der Rasterdecke zu vermeiden. Dazu werden Metallbleche vollflächig in die Rahmen
der Rasterdecke eingelegt. Erkauft wird die gewünschte Ballwurfsicherheit jedoch mit
schlechten akustischen Eigenschaften einer solchen abgehängten Decke. Ein halliger
Klang stört mit Nachteil die gegenseitige Verständigung der in einem solchen Raum
befindlichen Personen.
[0004] Der Neuerung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die eingangs beschriebene, bekannte
Unterdecke so zu verbessern, dass sie zusätzlich zu der brandschutztechnischen, schallabsorbierenden
bzw. akustischen Wirkung auch ballwurfsicher ist.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe gemäß der Neuerung dadurch, dass rückwärtig oben auf der
jeweiligen Mineralwolleplatte wenigstens ein an wenigstens einem seiner Ränder aufgekantetes
Metallblech angeordnet ist, dessen Rand etwa so hoch wie der Steg der Profilschiene
ist, so dass die obere freie Kante des Blechrandes unter den Kopf der Profilschiene
einrastbar ist. Mit den Merkmalen der Neuerung kann ein Deckensystem aus leichten
Mineralwolleplatten aufgebaut werden, welches neben der Ballwurfsicherheit auch eine
gute Raumakustik verspricht. Will man entsprechend der Aufgabe die Unterdecke mit
der bekannten akustischen Wirkung zusätzlich auch ballwurfsicher machen, dann werden
zwar an sich bekannte Metallbleche entsprechend der Rahmengröße eingesetzt, neu aber
ist die Anordnung der Metallbleche auf den Mineralwolleplatten der abgehängten Unterdecke
rückseitig oben auf der Mineralwolleplatte. Man muss nicht mehr den halligen Klang
in Schulen, Kindergärten oder Bildungsstätten hinnehmen, sondern hat gute Raumakustik,
so dass sich eine hervorragende Verständlichkeit für Sprach- und Musikdarbietungen,
z. B. in Multifunktionshallen, ergibt, wobei die neue Unterdecke ballwurfsicher ist.
[0006] Die Neuerung ist weiter dadurch ausgestaltet, dass das Metallblech die Mineralwolleplatte
vollflächig abdeckt. Die im Abstand voneinander angeordneten Profilschienen sind in
an sich bekannter Weise im Querschnitt T-förmig und bilden zwischen sich Rahmen, die
rechteckig oder quadratisch wie die dort eingelegten Mineralwolleplatten sind. Bekannt
ist die vollflächige Einlage der Mineralwolleplatten, wenn diese nicht ballwurfsicher
sind. Ordnet man ein Metallblech an, dessen Fläche kleiner gleich der Fläche des Rahmens
ist, dann kann auch ein aufgelegtes dünnes Metallblech die gewünschte Ballwurfsicherheit
gewährleisten, nämlich einerseits durch die Versteifung infolge der aufgekanteten
Ränder und andererseits infolge der unter den Kopf der Profilschiene eingerasteten
Randkante.
[0007] Betrachtet man den durch die Profilschienen gebildeten jeweiligen Rahmen, dann kann
dieser gedacht in unterschiedliche Felder aufgeteilt werden, z. B. parallel nebeneinander
angeordnete Felder, die in ihrer Summe den Rahmen vollflächig ausfüllen; oder Dreieckfelder
und trapezförmige Felder, die in ihrer Summer ebenfalls den Rahmen vollständig ausfüllen.
Man kann in den Rahmen sogar Metallbleche einlegen, welche den Rahmen nur teilflächenartig
bedecken. Wenn bei solchen Metallblechstreifen an gegenüberliegenden Seiten oder über
Eck aufgekantete Ränder vorhanden sind und diese passend unter den Kopf einer Profilschiene
eingerastet werden, lässt sich die Ballwurfsicherheit gewährleisten. Nach dem letzterwähnten
Merkmal, bei welchem das Metallblech die Mineralwolleplatte bzw. den Rahmen vollflächig
abdeckt, ist die Halterung des Metallbleches auf der Mineralwolleplatte optimal. Wenn
dann die Mineralwolleplatte schallabsorbierend ausgebildet ist, gelingt die Lösung
der vorstehend genannten Aufgabe besonders günstig. Durch das Auflegen einer zusätzlichen
Mineralwolle- oder Steinwolleauflage kann eine Dämpfung von tiefen Frequenzen erreicht
werden.
[0008] Ferner kann gemäß der Neuerung auch vorgesehen sein, dass der von den Profilschienen
gebildete jeweilige Rahmen zur Aussteifung mit wenigstens einem, auf der rückseitigen
Oberfläche des Metallbleches anbringbaren Abstandhalter versehen ist. Die Ballwurfsicherheit
ist dann besonders gut, wenn das Metallblech steif auf der Mineralwolleplatte und
zuverlässig auf der Profilschienenkonstruktion gehalten wird. Der Kopf der jeweiligen
Profilschiene garantiert beim Einrasten der Ränder des Metallbleches für eine zuverlässige
Festlegung des Metallbleches, auch wenn dieses größere Abmessungen hat, sofern eine
weitere Aussteifung vorgesehen ist. Das aber gelingt mit dem erwähnten Abstandhalter
auf der rückseitigen Oberfläche des Metallbleches.
[0009] Wenn nun ferner der Abstandhalter im Querschnitt V-förmig ist und unter Übergreifen
der Profilschiene mit wenigstens einem Stift an dieser lösbar befestigt ist, gelingt
die Aussteifung mit geringstem Materialaufwand und einfachen Mitteln. Der V-förmige
Abstandhalter kann solang ausgebildet sein, dass er eine oder mehrere Profilschienen
übergreift, so dass sich in Draufsicht eine Kreuzverbindung ergibt. Mit einem Stift
lässt sich in ebenfalls sehr einfacher und wirksamer Weise der Abstandhalter an der
Profilschiene befestigen. Die Lösbarkeit ist gewährleistet, weil man einen Stift leicht
längs des Abstandhalters aus der quer dazu verlaufenden Profilschiene herausziehen
kann.
[0010] Es hat sich weiterhin gezeigt, dass die Verwendung eines gelochten Metallbleches
mit rückseitig vollflächig aufgelegter Mineralwolle oder Steinwolle besonders zu einer
Verbesserung der Luftschalldämmung und Längsschalldämmung beiträgt, ohne die Steifigkeit
und Festigkeit und damit die Ballwurfsicherheit zu opfern. Bei Lochblechen sind über
der gesamten Fläche des Metallbleches Löcher in gleichmäßigen Abständen angeordnet.
Unter Lochung kann man selbstverständlich aber auch die Anordnung von nur einigen
Löchern und auch unterschiedlicher Gestalt im Metallblech verstehen. Eine gute Festigkeit
und Steifigkeit wird schon bei einer Dicke des Metallbleches von 1 mm und einer Materialdicke
des Abstandhalters zur Aussteifung von 0,4 mm erreicht.
[0011] Die Lochung im Metallblech verhindert eine starke Rückreflexion von Schall, der möglicherweise
aus dem Raum unter der abgehängten Unterdecke nach oben durch die Mineralwolleplatte
hindurchgelangt sein könnte. Diese Rückreflexion kann noch weiter reduziert werden,
wenn man oberseitig von dem gelochten Blech vollflächig eine Mineralwolle- oder Steinwolleauflage
verwendet. Dies sind wirksame Mittel, um die oben erwähnten halligen Geräusche zu
eliminieren oder wenigstens doch stark zu reduzieren.
[0012] Die Neuerung sieht weiterhin vor, dass beim Aufbau der abgehängten Unterdecke einfache
Rahmenkonstruktionen eingesetzt werden können. Dabei ist es günstig, wenn der jeweilige
Rahmen von abgehängten Tragprofilschienen und senkrecht zu diesen verlaufenden, mit
diesen verbundenen Verbindungsprofilschienen gebildet ist. Auch diese Profilschienen
können bei einwandfreier Funktion und großer Zuverlässigkeit aus 0,3 mm dickem Stahlblech
herstellt sein.
[0013] Man hat weiterhin festgestellt, dass es für die Neuerung zweckmäßig und günstig ist,
wenn der Rand der Metallbleches unter einem Winkel ungleich 90° umgebördelt ist. Die
Oberkante des Blechrandes soll unter den Kopf der Profilschiene greifen und das Metallblech
auf diese Weise weitgehend biegesteif und federnd elastisch gegen die rückwärtige
Oberseite der Mineralwolleplatte drücken. Die federnde Wirkung wird besonders begünstigt,
wenn der Winkel der Umbördelung ungleich 90° ist, d. h. die ebene Fläche des Randes
schräg zu der Hauptebene des Metallbleches steht.
[0014] Bei vorteilhafter Ausgestaltung der Neuerung ist bei einem Rastermaß von 625 mm das
Außenmaß der von dem Metallblech gebildeten Kassette 2 mm kleiner als das Rastermaß,
und das Projektionsmaß der Schräge des aufgekanteten Randes liegt zwischen 1,97 mm
bis maximal 10 mm. Es hat sich gezeigt, dass Arbeits- und besonders Materialaufwand
minimal ist, wenn man mit dem erwähnten Rastermaß arbeitet, wobei man dann das Außenmaß
der von dem Metallblech gebildeten Kassette 2 mm kleiner machen sollte. Setzt man
eine solche in dem Metallblech gebildete Kassette in den Rahmen oben auf die rückseitige
Oberfläche der Mineralwolleplatte auf, dann ist die federnd elastische feste Klemmung
am Rand des Metallbleches besonders günstig, wenn man den Bereich des Projektionsmaßes,
wie er vorstehend angegeben ist, auf 1,97 mm bis 10 mm beschränkt.
[0015] Wenn man die neuerungsgemäßen Maßnahmen bei abgehängten Unterdecken bekannter Bauarten
einsetzt, lässt sich die neue Unterdecke auch einfach, wirkungsvoll und zuverlässig
an den seitlichen Wänden befestigen, insbesondere wenn neuerungsgemäß vorgesehen ist,
dass die Profilschienen zur Befestigung einer senkrechten Wand des Raumes im Querschnitt
C-förmige Wandprofilschienen aufweisen, die über federnd vorgespannte Halter das Metallblech
gegen die Mineralwolleplatte niederhalten. Die Wandprofilschiene hat vorzugsweise
den Querschnitt eines einseitig offenen Kastens, wobei dessen geschlossene Seite seitlich
gegen die senkrechte Wand in Anlage zu bringen ist und auf der gegenüberliegenden
Seite die Profilschiene offen ist. Von der offenen Seite wird zum Einen die Mineralwolleplatte
und zum Anderen das aufliegende Metallblech in den Raum der Profilschiene eingeschoben.
Dabei ist es zweckmäßig, wenn der eingeschobene Rand des Metallbleches an dieser wandseitigen
Befestigungsstelle nicht aufgebördelt ist. Das federnd vorgespannte Niederhalten des
Metallbleches unter Druck erfolgt im Bereich der Wandprofilschiene durch die erwähnten
federnd vorgespannten Halter. Dieser drückt einerseits auf das Metallblech und stützt
sich andererseits gegen einen Schenkel der C-förmigen Wandprofilschiene ab.
[0016] Als Niederhalter kann man auch den oben erwähnten Abstandhalter, z. B. den im Querschnitt
V-förmigen Abstandhalter, verwenden. Es ist aber ebenso preiswert und wirkungsvoll,
als Halter im Querschnitt trapezförmige Druckfedern zu verwenden.
[0017] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Neuerung
ergeben sich aus folgenden Beschreibung in Verbindung mit den anliegenden Zeichnungen.
Bei diesen zeigen:
Figur 1 perspektivisch einen Ausschnitt einer abgehängten Unterdecke, die an einer
Seite mit einer C-förmigen Wandprofilschiene für die Befestigung an einer nicht gezeigten
Wand versehen ist,
Figur 2a die Querschnittsansicht einer Tragprofilschiene,
Figur 2b die Querschnittsansicht einer Verbindungsprofilschiene,
Figur 3 eine abgebrochene Schnittdarstellung zweier von den Tragprofilschienen gehaltener
Mineralwolleplatten mit aufgelegten Lochblechen und aussteifenden Abstandhaltern,
Figur 4 den Querschnitt durch ein Lochblech mit schräg aufgekanteten Rändern,
Figur 5 eine Querschnittsansicht einer Wandprofilschiene mit Seitenansicht einer eingeklemmten,
im Querschnitt trapezförmigen Haltefeder, und
Figur 6 ein ähnliches C-förmiges Wandprofil mit teilweise eingeschobener Mineralwolleplatte
und aufgelegtem Metallblech, wobei hier ein Schnitt VI-VI in Figur 1 mit Seitenansicht
eines Abstandhalters gezeigt ist.
[0018] In Figur 1 ist ein teilweise in an sich bekannter Weise aufgebautes Profilschienensystem
für eine neuerungsgemäße Unterdecke gezeigt. Der durch senkrechte Wände, einer horizontalen
Decke und einen horizontalen Boden gebildete Raum ist nicht dargestellt. Man erkennt
aber zwei von der nicht gezeigten Decke abgehängte Noniusabhänger. Noniusverbinder
sind Bauelemente, mit denen eine gute Genauigkeit und damit lustierung einer Deckenebene
zu einer anderen erreicht werden kann. In Figur 1 sind am unteren Ende dieser an sich
bekannten Noniusabhänger 1 senkrecht zu diesen und horizontal verlaufende Tragprofilschienen
2 eingehängt. Über Nasen 3, die an den entgegengesetzten Enden von Verbindungsprofilschienen
4 angebracht sind, kann die in Figur 1 gezeigte Rasterkonstruktion erstellt werden.
Die Tragprofilschienen 2 weisen an ihren Enden Kupplungen 5 auf, so dass man durch
Aneinanderstecken auch längere Tragprofilschienen 2 aufbauen kann. Diese verlaufen
senkrecht zu den Verbindungsprofilschienen 4, die mit Hilfe der Nasen 3 an den Tragprofilschienen
2 über Langlöcher 6 angebracht werden können. Der Abstand von einer Tragprofilschiene
2 zu der anderen beträgt bei einem typischen Beispiel 625 mm. Dieses Maß gilt auch
für den Abstand zwischen der einen Verbindungsprofilschiene 4 zu der benachbarten,
so dass sich dadurch ein Rahmen 7 bilden lässt. Dieser in Figur 1 mit dem Pfeil 7
allgemein bezeichnete Rahmen liegt zwischen den vier Kreuzpunkten der Tragprofilschienen
mit den Verbindungsprofilschienen. Das sich hierdurch ergebende Feld ist in Figur
1 quadratisch.
[0019] In Figur 2a erkennt man die Tragprofilschiene 2, die ebenso wie die in Figur 2b gezeigte
Verbindungsprofilschiene 4 im Querschnitt T-förmig ist. Beide Profilschienen 2 und
4 haben in der Mitte einen Steg 8, oben einen Kopf 9 sowie waagerecht verlaufende
Trageflansche 10. Die in den Figuren 2a und 2b gezeigten T-Profile sind doppelgewalzt
und vorzugsweise im Falle einer Sichtkonstruktion, d. h. wenn man die Profilschienen
2, 4 der Unterdecke von unten sieht, mit einem aufgewalzten lackierten Blechband 11
versehen. Auf die Trageflansche 10 werden gemäß Darstellung der Figuren 1, 3, 5 und
6 Mineralwolleplatten 12 aufgelegt, deren untere, vom Raum unten sichtbare Oberfläche
vorzugsweise mit Löchern zur Schallabsorption versehen ist.
[0020] Damit man die soweit teilweise schon bekannte Unterdecke ballwurfsicher bekommt,
wird rückwärtig oben auf die jeweilige Mineralwolleplatte 12 ein Metallblech 13 angeordnet.
In den Figuren 2 bis 6 ist unten der Raum zu denken, von dessen nicht gezeigter Decke
die Tragprofilschienen 2 abgehängt sind.
[0021] Bei dem Aufbau der Figuren 1 und 3 deckt das mit seinem Hauptteil horizontal verlaufende
Metallblech 13 den Rahmen 7 und damit die jeweilige Mineralwolleplatte 12 vollflächig
ab. Das im Rahmen 7 abdeckende Metallblech 13 hat vier aufgekantete Ränder 14. Das
Hauptfeld deckt die Fläche des Rahmens 7 weitgehend ab und hat an den jeweils vier
Seiten vier aufgekantete Ränder 14, während bei der Darstellung der Figur 1 der Aufbau
oben rechts mit dem kleineren Feld ein Metallblech 13 mit nur drei aufgekanteten Rändern
4 hat. Die vierte Seite ragt mit ihrer Kante 15 in eine im Querschnitt C-förmige Wandprofilschiene
16, die später noch beschrieben wird. Der Rand 14 des Metallbleches 13 ist bei der
hier gezeigten Ausführungsform eben und in Draufsicht deutlich in Figur 4 sichtbar.
Dort sind auch die Löcher 17 gezeigt, so dass sich ein Metallblech 13 wie ein Lochblech
ergibt. Die in Figur 4 dargestellte Höhe H der ränderseitigen Projektion des jeweiligen
Randes 14 ist etwa so hoch wie der Steg 8 der Profilschiene 2 oder 4, und dadurch
kann bei dem Verlegen die obere freie Kante 18 des Blechrandes 14 unter dem Kopf 9
entweder der Tragprofilschiene 2 oder der Verbindungsprofilschiene 4 einrasten. Damit
liegt das Metallblech 13 steif an den Profilschienen 2 und 4 über der jeweiligen Mineralwolleplatte
12, so dass auch beim Stoß auf die Mineralwolleplatte aus dem Raum von unten nach
oben das Metallblech 13 die Kräfte aufnehmen kann. Die Mineralwolleplatte 12 kann
nicht aus dem Rahmen 7 durch einen solchen Stoß eines Gegenstandes herausgehoben oder
beschädigt werden. Das Metallblech 13 nimmt die Stöße auf. Die Noniusabhänger 1 sind
steif ausgestaltet und an der Decke befestigt, so dass der Aufprall eines Balles auf
eine Mineralwolleplatte 12 aus dem Raum von unten nach oben nicht zu Eindellungen
oder gar eine Verbiegung eines Noniusabhängers führen könnte.
[0022] Um die Versteifung des Profilschienensystems und auch der Anordnung des Metallbleches
in Berührung auf der Mineralwolleplatte 12 zu gewährleisten, ist der Rahmen 7 mit
einem Abstandhalter 19 versehen. Dieser ist im Querschnitt V-förmig, wobei die Kante
des V auf der rückseitigen Oberfläche des Metallbleches 13 aufliegt, auf welche man
in Figur 1 blickt. Aus der Querschnittsdarstellung der Figur 3 ist ebenfalls deutlich
erkennbar, dass die Kante bzw. Knicklinie 20 des V in Berührung des Metallbleches
13 auf dessen rückseitiger Oberfläche ruht. Der V-förmige Abstandhalter 19 hat von
der Seite seines Knickes 20 aus an entgegen gesetzten Enden je eine Ausnehmung 21,
wie man in Figur 1 sieht. Mit dieser Ausnehmung 21 wird der Abstandhalter 19 über
die Verbindungsprofilschienen 4 aufgesteckt, so dass deren Abstand voneinander fixiert
ist. Obgleich es sich hier um einen Abstandhalter 19 handelt, dient dieser gleichzeitig
in wirkungsvoller Weise der Aussteifung des Metallbleches 13. Selbstverständlich muss
der Abstandhalter 19 an der Verbindungsprofilschiene 4 und zweckmäßigerweise auch
an dem Rand 14 des Metallbleches 13 verankert sein. Dafür weist die Verbindungsprofilschiene
4 in ihrem Steg 8 ein kreisrundes Loch auf, das bündig zu einem kreisrunden Loch im
Rand 14 des Metallbleches 13 ausgerichtet wird und durch welches ein Stift 22 zur
lösbaren Befestigung der erwähnten Teile aneinander einsteckbar ist. Der in Figur
3 und besonders deutlich in Figur 4 gezeigte Anstellwinkel (in Figur 4 gebogener Doppelpfeil)
beträgt für eine gute federnde Befestigung des Randes 14 unter dem Kopf 9 der Profilschiene
2, 4 mehr als 90°.
[0023] Wählt man für einen Rahmen 7 gemäß Figur 1 bei einem Ausführungsbeispiel ein Rastermaß,
d. h. Abstandsmaß zwischen zwei parallel zueinander verlaufenden Profilschienen 2
oder 4 von 625 mm, dann sollte das in Figur 4 gezeigte Außenmaß des Bodens des Metallbleches
13, welches mit A bezeichnet ist, 2 mm kleiner sein als das Rastermaß, also 625 -
2 = 623 mm. Entsprechend dem gebogenen Doppelpfeil in Figur 4 rechts beträgt der Anstellwinkel
der Schräge der Aufkantung bei diesem Beispiel 99°. Die projizierte Höhe H des Randes
14 des Metallbleches 13 beträgt bei dieser Ausführungsform 12 mm. Nach der Neuerung
ist es ferner zweckmäßig, wenn das in Figur 4 rechts gezeigte Projektionsmaß P der
Schräge des aufgekanteten Randes 14 zwischen 1,97 mm bis maximal 10 mm beträgt.
[0024] In Figur 1 ist in der abgebrochenen Darstellung rechts die Anbringung der abgehängten
Unterdecke an einer nicht gezeigten senkrechten Wand veranschaulicht. An dieser ist
eine Wandprofilschiene 16 befestigt. Diese hat im Querschnitt C-Form bzw. die Gestalt
eines einseitigen offenen Kastens, wie im Querschnitt in den Figuren 5 und 6 dargestellt
ist. In Figur 5 handelt es sich um eine Schnittansicht ähnlich der Linie V-V in Figur
1, während es sich bei Figur 6 um eine Schnittansicht ähnlich der Schnittlinie VI-VI
in Figur 1 handelt.
[0025] Die Wandprofilschiene 16 ist auf ihrer geschlossenen Seite, also rückseitig, an der
nicht dargestellten, senkrechten Wand angebracht, so dass von dort unter Bildung der
C-Gestalt unten der horizontal verlaufende Auflageschenkel 23 vorsteht und am oberen
Ende der Gegendruckschenkel 24 vorsteht. In diesen von der C-förmigen Wandprofilschiene
16 aufgespannten Raum wird zunächst eine Mineralwolleplatte 12 horizontal so eingeschoben,
dass sie auf dem Auflageschenkel 23 zu liegen kommt. Diesen Tatbestand erkennt man
deutlich aus den Figuren 1, 5 und 6. Zur Aussteifung der akustisch wirksamen Mineralwolleplatte
12 wird in der oben beschriebenen Weise das Metallblech 13 aufgelegt, welches wie
bei den hier gezeigten Ausführungsbeispielen gelocht sein kann, gegebenenfalls ungelocht
oder mit nur einigen Ausnehmungen versehen sein kann und z. B. aus Stahlblech oder
Aluminium besteht. Für den Wandanschluss ist die Seitenkante 15 des Metallbleches
13 nicht aufgekantet, vielmehr schließt die freie Kante 15 in etwa bündig mit der
Mineralwolleplatte 12 ab, wie man deutlich in den Figuren 5 und 6 erkennt.
[0026] Der fehlende, nach oben umgebördelte Rand des Metallbleches 13, der bei den anderen
Blechteilen mit 14 bezeichnet ist, wird im Falle des Wandabschlusses von einem federnd
vorgespannten Halter 25 ersetzt. Bei diesem Halter kann es sich um eine in Draufsicht
etwa trapezförmig gestaltete Druckfeder 25 handeln, wie man deutlich in Figur 1 erkennt.
Die seitliche Draufsicht auf diese Druckfeder 25 erkennt man in Figur 5. Oben stützt
sie sich gegen den Gegendruckschenkel 24 ab und wirkt sich mit ihrer Federspannkraft
nach unten auf die Oberfläche des Metallbleches 13 aus, welches somit fest auf der
Mineralwolleplatte 12 aufliegt. Diese federnde Vorspannung wird durch die Druckfedern
25 längs der ganzen C-förmigen Wandprofilschiene 15 dadurch vorgesehen, dass man diese
Druckfedern 25 etwa alle 30 cm einlegt.
[0027] Bei anderen Maßen oder zur zusätzlichen Aussteifung ist der oben beschriebene, V-förmige
Abstandhalter 19 vorgesehen, der im Wandbereich mit seinem einen Ende in die C-förmige
Wandprofilschiene 16 so eingeschoben wird, dass seine Kante 20 des V auf der Oberfläche
des Metallbleches 13 zu liegen kommt, wie man perspektivisch in Figur 1 sieht. In
Seitenansicht ist dieser Tatbestand in Figur 6 dargestellt. Auf der Oberseite liegen
die freien Kanten des V dieses Abstandhalters 19 in der Nachbarschaft des Gegendruckschenkel
24. Der Abstand dieser oberen freien Kante des Abstandhalters 12 gemäß Darstellung
in Figur 6 von dem Gegendruckschenkel 24 ist durch den schematischen Charakter der
Figur 6 dargestellt, es kann dort gegebenenfalls auch eine Berührung geben. Sicherlich
aber berührt die untere Kante 20 des Abstandhalters 19 die Oberfläche des Metallbleches
13, und in Figur 6 ist der dort gezeigte Abstand durch den schematischen Charakter
dieser Zeichnung bedingt.
[0028] Das wandseitige Ende des Abstandhalters 19 wird also durch den Gegendruckschenkel
24 auf dem Metallblech 13 niedergehalten, und am gegenüberliegenden Ende übergreift
der V-förmige Abstandhalter 19 gemäß Darstellung in Figur 1 die Verbindungsprofilschiene
4, in deren Steg 8 ein nicht gezeigtes Loch vorgesehen ist, durch welches, einschließlich
eines Loches im aufgekanteten Rand 14 des Metallbleches 13, der Stift 22 eingesteckt
wird, um den Abstandhalter 19 an der Verbindungsprofilschiene 4 zu fixieren.
1. Von der Decke eines Raumes abgehängte Unterdecke mit längs und quer im Abstand voneinander
angeordneten, im Querschnitt T-förmigen, einen Steg (8), einen Kopf (9) und waagerechte
Trageflansche (10) aufweisenden Profilschienen (2, 4; 16), zwischen denen in den von
den Profilschienen (2, 4) gebildeten jeweiligen Rahmen (7) von den Trageflanschen
(10) gehaltene Mineralwolleplatten (12) eingelegt sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
rückwärtig oben auf der jeweiligen Mineralwolleplatte (12) wenigstens ein an wenigstens
einem seiner Ränder (14) aufgekantetes Metallblech (13) angeordnet ist, dessen Rand
(14) etwa so hoch wie der Steg (8) der Profilschiene (2, 4) ist, so dass die obere
freie Kante (18) des Blechrandes (14) unter den Kopf (9) der Profilschiene (2, 4)
einrastbar ist.
2. Unterdecke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallblech (13) die Mineralwolleplatte (12) vollflächig abdeckt.
3. Unterdecke nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der von den Profilschienen (2, 4) gebildete jeweilige Rahmen (7) zur Aussteifung
mit wenigstens einem, auf der rückseitigen Oberfläche des Metallbleches (13) anbringbaren
Abstandhalter (19) versehen ist.
4. Unterdecke nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandhalter (19) im Querschnitt V-förmig ist und unter Übergreifen der Profilschiene
(4) mit wenigstens einem Stift (22) an dieser lösbar befestigt ist.
5. Unterdecke nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallblech (13) gelocht ist.
6. Unterdecke nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Rahmen (7) von abgehängten Tragprofilschienen (2) und senkrecht zu
diesen verlaufenden, mit diesen verbundenen Verbindungsprofilschienen (4) gebildet
ist.
7. Unterdecke nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand (14) des Metallbleches (13) unter einem Winkel ungleich 90° umgebördelt
ist.
8. Unterdecke nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Rastermaß von 625 mm das Außenmaß (A) der von den Metallblechen (13) gebildeten
Kassette 2 mm kleiner als das Rastermaß ist und das Projektionsmaß (P) der Schräge
des aufgekanteten Randes (14) zwischen 1,97 mm bis 10 mm liegt.
9. Unterdecke nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilschienen (16) zur Befestigung an einer senkrechten Wand des Raumes im Querschnitt
C-förmige Wandprofilschienen (16) aufweisen, die über federnd vorgespannte Halter
(25) das Metallblech (13) gegen die Mineralwolleplatte (12) niederhalten.