| (19) |
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(11) |
EP 1 410 680 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.12.2010 Patentblatt 2010/50 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.07.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2001/008104 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/013186 (13.02.2003 Gazette 2003/07) |
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| (54) |
PLATTENLAUTSPRECHER
PLANAR LOUDSPEAKER
HAUT-PARLEUR A PLAQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.04.2004 Patentblatt 2004/17 |
| (73) |
Patentinhaber: Harman Becker Automotive Systems GmbH |
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76307 Karlsbad (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BACHMANN, Wolfgang
95697 Nagel (DE)
- KRUMP, Gerhard
94374 Schwarzach (DE)
- REGL, Hans-Jürgen
93049 Regensburg (DE)
- ZIGANKI, Andreas
40822 Mettmann (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schmuckermaier, Bernhard |
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Westphal, Mussgnug & Partner
Patentanwälte
Herzog-Wilhelm-Strasse 26 80331 München 80331 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 052 879
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WO-A-99/52322
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 2000, no. 05, 14. September 2000 (2000-09-14) -& JP
2000 050384 A (SONY CORP), 18. Februar 2000 (2000-02-18)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Plattenlautsprecher mit einer leichten, dünnen, zu vielfach
reflektierten Biegewellen anregbaren Klangplatte, einem umlaufenden, die Klangplatte
gelenkig festhaltenden Rahmen, mindestens einem mit der Klangplatte in Verbindung
stehenden Treiber zum Anregen der Klangplatte und mindestens einer den mindestens
einen Treiber mit dem Rahmen fest verbindenden Brücke.
[0002] Aus der
US 5,701,359 sind beispielsweise Starrplattenlautsprecher bekannt, die nach dem Prinzip des freien
Kolbens arbeiten, wobei die klangabstrahlende Fläche ("Membran") starr (wie ein "Kolben")
ist. Das bedeutet, dass die klangabstrahlende Fläche im Betriebsfrequenzbereich keine
nennenswerten Biegeschwingungen ausführt und die als klangabstrahlende Fläche vorgesehene
starre Platte frei ist, also offen und nicht luftdicht von einem Gehäuse eingefasst
ist.
[0003] Des weiteren sind beispielsweise aus der
WO 97/09842 Multiresonanzplattenlautsprecher bekannt, wobei im Betriebsfrequenzbereich auftretende,
schwach gedämpfte Biegewellen am Plattenrand reflektiert werden, so dass in Folge
der Ausbildung stehender Wellen die Membran zu einem Vielfachresonator wird. Derartige
Multiresonanzplattenlautsprecher werden auch als "Multiresonanzklangplatten", "Biegewellenlautsprecher"
oder "Distributed Mode Speakers" bezeichnet. Auch bei derartigen Lautsprechern ist
die Platte meistens frei, also nicht Teil einer geschlossenen Box.
[0004] Die üblichen elektrodynamischen Plattentreiber (siehe beispielsweise
DE 199 409 30) können grundsätzlich schwimmend auf der Platte fixiert werden, d. h. ohne Abstützung
an einem Rahmen. Die Masse des Magnetsystems bildet dann das dynamische Gegenlager
für die Kraftausübung auf die anzutreibende Platte (Prinzip der "seismischen Masse").
[0005] Wird die Platte derart betrieben, dass die Plattennormale in etwa senkrecht zur Schwerbeschleunigung
liegt, dann üben die schweren Magnetsysteme der Treiber über ihre Sicken eine Schwerkraft
auf die Platte aus. Auf Grund der geringen Festigkeit der Sicken werden diese mit
der Zeit in Folge der Schwerkraft eine kriechende Setzungsbewegung ausführen, was
eine exzentrisch wirkende, irreversible Dejustierung der Schwingspulen zur Folge hat.
Eine solche Setzung tritt zwar auch bei waagrechter Montage wie etwa bei Deckenpanelen
auf, jedoch ist dann die Setzungsrichtung nicht exzentrisch (radial) gerichtet, sondern
in Richtung der Schwingspulenachse.
[0006] Um dem zerstörerischen, exzentrischen Kriech-Effekt vorzubeugen, werden bei senkrecht
zu betreibenden Plattenlautsprechern die Treiber so an sogenannten "Brücken" fixiert,
dass ihr Gewicht keine Scherkraft auf die Platte ausüben kann. Diese Brücken ("Traversen",
"Gantries") werden an Rahmen befestigt, die ihrerseits die Platte am umlaufenden Rand
scherfest gelenkig lagern.
[0007] Auf Grund der relativ großen Spannweite wird eine solche Brücke meistens als Blattfeder
wirken, die zusammen mit der Masse des an der Brücke fixierten Treibers ein dämpfungsarmes
Feder-Masse-Schwingungssystem bildet. Bei der im Bassbereich liegenden Resonanzfrequenz
wird dieses Schwingungssystem (Brückenresonator) starke Auslenkungen ausführen ohne
dabei merklich Schall abzustrahlen. Die starken Auslenkungen bei Brückenresonanz können
die Schwingspulenzentrierung überlasten und zur Zerstörung des Treibers führen.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Plattenlautsprecher mit Setzungsschutz
anzugeben, bei dem die dynamischen Nebenwirkungen eines derartigen Setzungsschutzes
vermieden werden.
[0009] Die Aufgabe wird gelöst durch einen Plattenlautsprecher gemäß Patentanspruch 1. Ausgestaltungen
und Weiterbildungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand von Unteransprüchen.
[0010] Vorteil der Erfindung ist es, dass mit relativ geringem Aufwand ein Setzungsschutz
realisiert wird, der fast keine schädlichen dynamischen Nebenwirkungen aufweist. Darüber
hinaus wird mit der erfindungsgemäßen Maßnahme eine zusätzliche Schallabstrahlung
in einem ansonsten unterversorgten Tieftonfrequenzbereich erzeugt.
[0011] Erreicht wird dies bei einem Plattenlautsprecher der eingangs genannten Art dadurch,
dass die Brücke bzw. mindestens eine der Brücken mit einer (bevorzugt starren) Dämpferplatte
verbunden wird bzw. dass die Dämpferplatte selbst ein Bestandteil der Brücke bzw.
mindestens einer der Brücken ist. Somit trägt die Brücke nicht nur den oder die Treiber,
sondern zusätzlich auch die Dämpferplatte.
[0012] Die Brückenresonanzfrequenz kann dabei beispielsweise durch Massenanpassung abgestimmt
werden. Die Brückenresonanz wird nämlich bestimmt durch das Verhältnis von Federkonstante
zu gesamter Brückenmasse mit allen daran befestigten Elementen. Unabhängig von der
durch die Plattenfläche der Dämpfungsplatte gegebenen Dämpfung kann durch Verändern
der Plattendicke oder der Plattendichte der Dämpfungsplatte die Masse so eingestellt
werden, dass der Strahlungsbeitrag der Dämpfungsplatte sich günstig in das akustische
Spektrum des Multiresonanzplattenlautsprechers einfügt.
[0013] Alternativ kann beispielsweise auch die Brückenresonanzfrequenz durch Federanpassung
abgestimmt werden. Unabhängig von der durch die Plattenfläche gegebenen Dämpfung kann
durch Veränderung beispielsweise des Querschnittprofils der Brücke das Flächenträgheitsmoment
und damit die Federkonstante so eingestellt werden, dass die Resonanzzone der Brücke
sich günstig in das akustische Spektrum des Multiresonanzplattenlautsprechers einfügt.
[0014] Bevorzugt kann also vorgesehen werden, dass mindestens eine Brücke als luftdurchlässiges
Stabwerk ausgebildet ist. Es kann aber auch mindestens eine Brücke als luftundurchlässige
Flachboxabdeckung ausgebildet sein.
[0015] Bevorzugt weist die Dämpferplatte eine kleinere Fläche auf als die Klangplatte auf.
Weiterhin wird bevorzugt vorgesehen, dass die Dämpferplatte in leichter, sehr biegesteifer
Sandwichbauform ausgeführt wird. Eine derartige Sandwichbauform ist beispielsweise
aus der
EP 0 924 959 bekannt.
[0016] Weiterhin können die Verbindungsstellen zwischen Brücke(n) und Dämpferplatte im Bereich
der Knotenlinien der ersten beiden Schwingungsmoden der Dämpferplatte liegen.
[0017] Bei einer Weiterbildung der Erfindung besteht mindestens eine Brücke aus einem prismatischen
Stab, wobei die Brücke die durch den Rahmen vorgegebene, der Klangplatte gegenüber
liegende Fläche nicht vollständig abdeckt.
[0018] Weiterhin kann vorgesehen werden, dass mindestens eine Brücke als regelmäßiges Gitterwerk
und/oder als perforierte Platte ausgebildet ist.
[0019] Bei einer anderen Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass mindestens eine
Brücke federnd nachgiebig und Teil einer luftdichten Flachbox ist, wobei alle äußeren
Komponenten dieser Flachbox selbst luftundurchlässig sind sowie luftundurchlässig
miteinander verbunden sind. Die Flachbox kann dabei eine Bassreflexöffnung (auch einen
Bassreflextubus) aufweisen. Dabei kann mindestens eine Brücke als starre Platte ausgebildet
sein und durch eine umlaufende Brückensicke mit der Dämpferplatte verbunden sein.
[0020] An die Flachbox kann zudem eine Kammer angesetzt sein, wobei die Kammer auch eine
Bassreflexöffnung (auch einen Bassreflextubus) aufweisen kann. Alternativ dazu kann
die Kammer jedoch auch luftdicht sein. Schließlich kann die Kammer auch einen Passivstrahler
aufweisen.
[0021] Der erfindungsgemäße Plattenlautsprecher stellt also in seiner akustischen Wirkung
einen asymmetrischen Zweiplattenlautsprecher dar, da die hauptsächliche, vorderseitige,
dem Hörer zugewandte Klangplatte eine akustische Multiresonanzklangplatte bildet,
während die rückseitige, dem Hörer abgewandte, kleinere Dämpferplatte akustisch eine
Starrplatte ist.
[0022] Der Grad der Dämpfung lässt sich dabei direkt einstellen über die Fläche der Dämpferplatte.
Je größer die Platte ist, desto größer ist die erzielte Dämpfung. Eine zusätzliche
Verbesserung der tieffrequenten Schallabstrahlung des Plattenlautsprechers kann dadurch
erreicht werden, dass die Dämpferplatte als Starrplatte konzipiert wird und somit
nicht nur die Brückenresonanzschwingung dämpft, sondern zugleich zur Schallabstrahlung
im Tieftonbereich beiträgt. Der Tieftonbereich ist bei freien Multiresonanzklangplatten
immer durch den Dipolkurzschluss beeinträchtigt. Die zusätzliche Schallabstrahlung
kompensiert dabei teilweise diesen Dipolkurzschluss.
[0023] Ein besonderer Vorteil des asymmetrischen Zweiplattenlautsprechers liegt auch in
der einfachen Antriebstechnik. Während bekannte Monopoltreiber (vgl.
DE 198 218 62) aus Rückenan-Rücken angeordneten Einfachtreibern, alternativ Seite-an-Seite angeordneten
Einfachtreibern oder komplizierten Doppel-Schwingspulenanordnungen bestehen, wird
erfindungsgemäß nur mindestens ein bekannter konventioneller Plattentreiber benötigt.
[0024] Ist der Rahmen, der Brücke(n) und Klangplatte trägt, akustisch offen, dann wird bei
einer gegenläufigen Pumpbewegung der beiden unterschiedlichen Platten die komprimierte
oder dekomprimierte Luft durch Rahmenöffnungen strömen und so einen Druckausgleich
herbeiführen.
[0025] Ist dagegen alternativ der Rahmen so abgedichtet, dass Klangplatte und Dämpferplatte
die strahlenden Flächen einer ansonsten geschlossenen Flachbox bilden, dann arbeiten
im Tieftonbereich die beiden Platten gegenläufig. Die Anordnung der beiden Platten
bildet dann einen "Tiefton-Monopolstrahler", d. h. eine atmende Kugel mit teilweise
inaktiven Zonen.
[0026] Als bevorzugte Ausführungsform einer derartigen Flachboxanordnung wird diese kontrolliert
ventiliert. Dazu werden eine oder mehrere Bassreflexöffnungen vorgesehen, durch die
Innenluft phasenrichtig ausströmen kann, so dass eine weitere Verbesserung des Tieftonverhaltens
erzielt wird. Durch die Ventilation der Flachbox wird zugleich der ungünstige Effekt
einer zu starren Luftfederung vermieden.
[0027] Schließlich kann bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform die in einer Ebene
mit der rückseitigen Flachboxwand liegende, ursprünglich nicht zur Schallabstrahlung
vorgesehene Abdichtung der starren Dämpferplatte als flächenhafte Blattfeder ausgebildet
werden, so dass eine vergrößerte Abstrahlfläche bei damit einhergehender vergrößerter
Strahlungsdämpfung erzielt wird. Diese flächenhafte Plattfeder verstimmt die Federkonstante
der ursprünglichen Brücke, was bei der Resonanzabstimmung zu berücksichtigen ist.
[0028] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert, wobei gleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen sind.
Es zeigt:
- Figur 1
- eine erste bevorzugte Ausführungsform eines erfin- dungsgemäßen Plattenlautsprechers
als freien, asym- metrischen Zweiplattenlautsprecher, bei dem die Dämp- ferplatte
an einer Brücke befestigt ist,
- Figur 2
- eine zweite bevorzugte Ausführungsform eines erfin- dungsgemäßen Plattenlautsprechers
als freien, asym- metrischen Zweiplattenlautsprecher, bei der die Dämp- ferplatte
einen Teil der Brückenfunktion übernimmt,
- Figur 3
- eine dritte bevorzugte Ausführungsform eines erfin- dungsgemäßen Plattenlautsprechers
als freien, asym- metrischen Zweiplattenlautsprecher, bei der die Brü- ckenstäbe eine
Tellerfeder nachbilden,
- Figur 4
- eine vierte bevorzugte Ausführungsform als geschlos- sener, asymmetrischer Zweiplattenlautsprecher,
- Figur 5
- eine fünfte bevorzugte Ausführungsform eines erfin- dungsgemäßen Plattenlautsprechers
als geschlossener, asymmetrischer Zweiplattenlautsprecher mit Bassre- flexöffnung,
- Figur 6
- eine sechste bevorzugte Ausführungsform eines erfin- dungsgemäßen Plattenlautsprechers
als geschlossenen, asymmetrischen Zweiplattenlautsprecher mit starrer Plattenbrücke
und Brückensicke und
- Figur 8
- eine siebte bevorzugte Ausführungsform eines erfin- dungsgemäßen Plattenlautsprechers
als geschlossenen, asymmetrischen Zweiplattenlautsprecher mit zwei Kam- mern sowie
mit starrer Plattenbrücke, Brückensicke und Bassreflexöffnung.
[0029] Bei dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Plattenlautsprechers
in Form eines asymmetrischen Zweiplatten-Lautsprechers 1 ist als Membran eine Klangplatte
2 vorgesehen, die als Multiresonanzklangplatte ausgeführt ist und sich in Folge dessen
durch eine geringe Masse, eine große Biegesteifigkeit, eine geringe Biegewellendämpfung
sowie eine freitragende Rahmenbefestigung auszeichnet. Ein starrer, zumeist umlaufender
Rahmen 3 hält die Klangplatte 2 über ein umlaufendes Plattenlager 4, das als scherfestes
Gelenk wirkt. Eine Brücke 13 beispielsweise in Form eines schlanken prismatischen
Stabes ist seitlich (oder rückwärtig) über eine starre Verbindung 8 mit dem Magnetsystem
6 eines Treibers und zugleich an den magnetfernen Enden mit dem Rahmen verbunden.
Dadurch wird die statische Last des Magnetsystems 6 getragen. Eine in den Ringspalt
des Magnetsystems 6 eintauchende Schwingspule 7 ist einerseits über eine Innensicke
10 gegenüber dem Magnetsystem 6 zentriert und zugleich fest mit der Klangplatte 2
verbunden. Eine Außensicke 9 hält die statische Last des Magnetsystems 6 während der
Lautsprechermontage. Sie stellt zugleich eine schwimmende Magnetbefestigung dar, wie
sie bei waagrechter Betriebsweise sinnvoll ist. Bei einem Multiresonanzplattenlautsprecher,
mit im wesentlicher freier Lagerung enthält der Rahmen 3 und/oder die Brücke 13 Öffnungen
11 (Lücken), durch die ein Druckausgleich der sonst eventuelle eingeschlossenen Luft
sichergestellt wird.
[0030] Ausgehend von dieser Grundanordnung weist der erfindungsgemäße, freie, asymmetrische
Zweiplatten-Lautsprecher-1 eine Dämpferplatte 14 auf, die an der dafür vorbereiteten
Brücke 13 der Klangplatte 2 abgewandt befestigt ist. Dabei ist die große Plattenfläche
der Dämpferplatte 14 in etwa planparallel zur großen Plattenfläche der Klangplatte
2 ausgerichtet.
[0031] Figur 2 zeigt im Schnitt eine weitere bevorzugte Ausführungsform eines als freier,
asymmetrischer Zweiplatten Lautsprecher 12 ausgebildeten erfindungsgemäßen Plattenlautsprechers,
wobei die Dämpferplatte 14 direkt am Magnetsystem 6 befestigt ist. Relativ kurze Brückenstäbe
16 verbinden die Dämpferplatte 14 dabei mit dem Rahmen 3. Damit stellt die Dämpferplatte
14 einen verbreiterten Teil der aus den Brückenstäben 16 gebildeten Brücke 15 dar
und übt somit die Funktion der Brücke 15 als statische Gewichtsentlastung aus. Die
große Plattenfläche der Dämpferplatte 14 ist wieder in etwa planparallel zur großen
Plattenfläche der Klangplatte 2 ausgerichtet. Hinsichtlich der verbleibenden Elemente
stimmt die in Figur 2 gezeigt Ausführungsform mit der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform
überein.
[0032] Ausgehend von den beiden vorhergehenden Ausführungsformen zeigt Figur 3 eine weitere
bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Plattenlautsprechers als freier
asymmetrischer Zweiplatten-Lautsprecher 17, wobei im Unterschied zu der in Figur 2
gezeigten Ausführungsform lediglich die Brückenstäbe 16 durch eine umlaufende Tellerfeder
18 ersetzt sind. Die statische Funktion der Tellerfeder 18 ist die gleiche wie die
der Stäbe 16 in Figur 2, jedoch ergibt sich ein anderes akustisches Verhalten. Die
Klangplatte 2 ist dabei nämlich gegen eine eventuell vorhandene, nahe Gebäudewand
abgeschirmt und bildet so eine hilfreiche Maßnahme gegen den unerwünschten "Wandeffekt".
[0033] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 4 ist ein geschlossener, asymmetrischer Zweiplattenlautsprecher
19 vorgesehen, wobei im Unterschied zu Figur 3 alle verbliebenen Ventilationsöffnungen
11 geschlossen worden sind. Die rückseitige, als Tellerfeder wirkende Abdeckung 20
hat folglich auch keine Poren oder Öffnungen. Die durch die Abdeckung 20 hervorgerufene
Federung wird wesentlich verhärtet durch die Kompressionsfederung der eingeschlossenen
Luft.
[0034] Figur 5 zeigt im Schnitt einen als asymmetrischer Zweiplatten-Bassreflex-Lautsprecher
21 ausgebildeten erfindungsgemäßen Plattenlautsprecher. Im Unterschied zum Ausführungsbeispiel
nach Figur 4 ist hier lediglich ein Bassreflextubus 23 in eine Öffnung im Rahmen 3
eingesetzt. Damit ergibt sich eine weitere Möglichkeit der abstimmbaren, tieffrequenten
Auffüllung des Empfindlichkeitsspektrums zusätzlich zur Brückenresonanz.
[0035] Das Ausführungsbeispiel nach Figur 6 unterscheidet sich von dem in Figur 5 gezeigten
Ausführungsbeispiel dadurch, dass ein erfindungsgemäßer asymmetrischer Zweiplatten-Lautsprecher
24 ausgehend von der Ausführungsform nach Figur 5 eine starre Plattenbrücke 25 und
eine Brückensicke 26 aufweist, wobei die Dämpferplatte 14 über die Brückensicke 26
mit der Plattenbrücke 25 schwingfähig verbunden ist. Die Plattenbrücke 25 ist dabei
an dem Rahmen 3 befestigt.
[0036] Die in Figur 7 im Schnitt gezeigte bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Plattenlautsprechers als geschlossener, asymmetrischer Zweiplatten-Zweikammerlautsprecher
27 umfasst ausgehend von dem Ausführungsbeispiel nach Figur 6 neben der starren Plattenbrücke
25 und der Brückensicke 26 eine zweite Kammer 28, die mit einem Bassreflextubus 29
ausgestattet ist. Die zweite Kammer 28 schließt sich dabei am hinteren Ende des Zweiplatten-Zweikammerlautsprechers
27, also an der die Dämpferplatte 14 miteinschließenden Seite des Zweiplatten-Zweikammerlautsprechers
27 an. Anstelle der Verwendung eines Bassreflextubus 29 kann die zweite Kammer 28
jedoch auch geschlossen sein oder einen Passivstrahler 29 aufweisen.
1. Plattenlautsprecher mit
einer leichten, dünnen, zu vielfach reflektierten Biegewellen anregbaren Klangplatte
(2),
einem umlaufenden, die Klangplatte (2) gelenkig scherfest haltenden Rahmen (3),
mindestens einem mit der Klangplatte (2) in Verbindung stehenden Treiber (6, 7, 9,
10) zum Anregen der Klangplatte (2) und
mindestens einer den mindestens einen Treiber (6, 7, 9, 10) mit dem Rahmen (3) fest
verbindenden Brücke (13, 16, 18, 20, 22, 25), dadurch gekennzeichnet, dass
die Brücke bzw. mindestens eine der Brücken (13, 16, 18, 20, 22, 25) mit einer Dämpferplatte
(14) verbunden ist/sind oder dass die Dämpferplatte (14) selbst ein Bestandteil der
Brücke bzw. mindestens einer der Brücken (13, 16, 18, 20, 22, 25) ist.
2. Plattenlautsprecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpferplatte (14) starr ausgeführt ist.
3. Plattenlautsprecher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Brücke (13, 16, 18, 20, 22, 25) als luftdurchlässiges Stabwerk ausgebildet
ist.
4. Plattenlautsprecher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Brücke (13, 16, 18, 20, 22, 25) als luftundurchlässige Flachboxabdeckung
ausgebildet ist.
5. Plattenlautsprecher nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpferplatte (14) eine kleinere Fläche aufweist als die Klangplatte (2).
6. Plattenlautsprecher nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpferplatte (14) in leichter, sehr biegesteifer Sandwichbauform ausgeführt
ist.
7. Plattenlautsprecher nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstellen zwischen Brücke(n) (13, 16, 18, 20, 22, 25) und Dämpferplatte
(14) im Bereich der Knotenlinien der ersten beiden Schwingungsmoden der Dämpferplatte
(14) liegen.
8. Plattenlautsprecher nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Brücke aus einem prismatischen Stab besteht, wobei die Brücke die
durch den Rahmen (3) vorgegebene, der Klangplatte gegenüber liegende Fläche nicht
vollständig abdeckt.
9. Plattenlautsprecher nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Brücke als regelmäßiges Gitterwerk ausgebildet ist.
10. Plattenlautsprecher nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Brücke als perforierte Platte ausgebildet ist.
11. Plattenlautsprecher nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Brücke (20, 22) federnd nachgiebig und Teil einer luftdichten Flachbox
ist, wobei alle äußeren Komponenten dieser Flachbox luftundurchlässig sind sowie luftundurchlässig
miteinander verbunden sind.
12. Plattenlautsprecher nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachbox einen Bassreflexöffnung/Bassreflextubus (21) aufweist.
13. Plattenlautsprecher nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Brücke (25) als starre Platte ausgebildet ist und durch eine umlaufende
Brückensicke (26) mit der Dämpferplatte (14) verbunden ist.
14. Plattenlautsprecher nach Anspruch 11, 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass an die Flachbox eine Kammer (28) angesetzt ist.
15. Plattenlautsprecher nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer (28) eine Bassreflexöffnung aufweist.
16. Plattenlautsprecher nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer (28) luftdicht ist.
17. Plattenlautsprecher nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer (28) einen Passivstrahler (23) aufweist.
1. A planar diaphragm loudspeaker including a light, thin sounding plate (2), which is
excitable by multiply reflected bending waves, a peripheral frame (3), which holds
the sounding plate (2) in an articulated and shear-resistant manner, at least one
driver (6, 7, 9, 10) connected to the sounding plate (2) for exciting the sounding
plate (2) and at least one bridge (13, 16, 18, 20, 22, 25) rigidly connecting one
of the at least one driver (6, 7, 9, 10) to the frame (3), characterised in that the bridge or at least one of the bridges (13, 16, 18, 20, 22, 25) is/are connected
to a damping plate (14) or that the damping plate (14) itself is a component of the
bridge or at least one of the bridges (13, 16, 18, 20, 22, 25).
2. A planar diaphragm loudspeaker as claimed in claim 1, characterised in that the damping plate (14) is of rigid construction.
3. A planar diaphragm loudspeaker as claimed in claim 1 or 2, characterised in that at least one bridge (13, 16, 18, 20, 22, 25) is constructed in the form of an air-permeable
bar structure.
4. A planar diaphragm loudspeaker as claimed in claim 1 or 2, characterised in that at least one bridge (13, 16, 18, 20, 22, 25) is constructed in the form of an air-impermeable
flat box cover.
5. A planar diaphragm loudspeaker as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the damping plate (14) has a smaller area than the sounding plate (2).
6. A planar diaphragm loudspeaker as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the damping plate (2) is of light, very bending-resistant sandwich construction.
7. A planar diaphragm loudspeaker as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the connecting points between the bridge(s) (13, 16, 18, 20, 22, 25) and the damping
plate (14) are situated in the region of the node lines of the first two modes of
oscillation.
8. A planar diaphragm loudspeaker as claimed in one of the preceding claims, characterised in that at least one bridge consists of a prismatic bar, wherein the bridge does not completely
cover the surface, which is predetermined by the frame (3) and is situated opposite
the sounding plate.
9. A planar diaphragm loudspeaker as claimed in one of the preceding claims, characterised in that at least one bridge is constructed in the form of a regular lattice.
10. A planar diaphragm loudspeaker as claimed in one of the preceding claims, characterised in that at least one bridge is constructed in the form of a perforated plate.
11. A planar diaphragm loudspeaker as claimed in one of the preceding claims, characterised in that at least one bridge (20, 22) is resiliently flexible and part of an air-tight flat
box, wherein all the external components of this flat box are air-impermeable and
are connected together in an air-impermeable manner.
12. A planar diaphragm loudspeaker as claimed in claim 11, characterised in that the flat box has a base reflex opening/base reflex tube (21).
13. A planar diaphragm loudspeaker as claimed in claim 11, characterised in that at least one bridge (25) is constructed in the form of a rigid plate and is connected
to the damping plate (14) by a peripheral bridge bead (26).
14. A planar diaphragm loudspeaker as claimed in claim 11, 12 or 13, characterised in that a chamber (28) is attached to the flat box.
15. A planar diaphragm loudspeaker as claimed in claim 14, characterised in that the chamber (28) has a base reflex opening.
16. A planar diaphragm loudspeaker as claimed in claim 14, characterised in that the chamber (28) is air-tight.
17. A planar diaphragm loudspeaker as claimed in claim 14, characterised in that the chamber (28) has a passive emitter (23).
1. Haut-parleur à plaque, comprenant
un panneau résonnant (2), léger et mince, pouvant être excité pour produire de multiples
ondes de flexion réfléchies,
une enceinte (3), maintenant le panneau résonnant (2) à l'aide d'une charnière de
manière à résister au cisaillement,
au moins un actionneur (6, 7, 9, 10) reliant le panneau résonnant (2) pour exciter
le panneau résonnant (2) et
au moins un pont (13, 16, 18, 20, 22, 25) reliant de manière fixe au au moins un actionneur
(6, 7, 9, 10) avec l'enceinte (3),
caractérisé en ce que
le pont ou le au moins un des ponts (13, 16, 18, 20, 22, 25) est/sont relié(s) à un
panneau amortisseur (14) ou le panneau amortisseur (14) lui-même fait partie du pont
ou d'au moins un des ponts (13, 16, 18, 20, 22, 25).
2. Haut-parleur à plaque selon la revendication 1, caractérisé en ce que le panneau amortisseur (14) est réalisé de manière à être rigide.
3. Haut-parleur à plaque selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'au moins un pont (13, 16, 18, 20, 22, 25) est conçu sous la forme d'une armature perméable
à l'air.
4. Haut-parleur à plaque selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'au moins un pont (13, 16, 18, 20, 22, 25) est conçu sous la forme d'un couvercle de
boîte plat imperméable à l'air.
5. Haut-parleur à plaque selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le panneau amortisseur (14) présente une surface plus petite que le panneau résonnant
(2).
6. Haut-parleur à plaque selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le panneau amortisseur (14) prend la forme d'une construction en sandwich légère
et très rigide en flexion.
7. Haut-parleur à plaque selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les sites de liaison entre le ou les ponts (13, 16, 18, 20, 22, 25) et le panneau
amortisseur (14) se situent dans la zone des lignes de noeud des deux premiers modes
de vibration du panneau amortisseur (14).
8. Haut-parleur à plaque selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un pont se compose d'une baguette prismatique, le pont ne recouvrant pas
entièrement la surface opposée au panneau résonnant, prédéfinie par l'enceinte (3).
9. Haut-parleur à plaque selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un pont est conçu sous la forme d'une grille à maille régulière.
10. Haut-parleur à plaque selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un pont est conçu sous la forme d'un panneau perforé.
11. Haut-parleur plane selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un pont (20, 22) est élastique et fait partie d'une boîte plate étanche à
l'air, tous les composants externes de cette boîte plate étant imperméables à l'air
et reliés les uns aux autres de manière imperméable à l'air.
12. Haut-parleur à plaque selon la revendication 11, caractérisé en ce que la boîte plate présente une ouverture bass-reflex/un tube bass-reflex (21).
13. Haut-parleur à plaque selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'au moins un pont (25) est conçu sous la forme d'un panneau rigide et est relié au
panneau amortisseur (14) par un sertissage de pont circulaire (26).
14. Haut-parleur à plaque selon la revendication 11, 12 ou 13, caractérisé en ce qu'une chambre (28) est adjointe à la boîte plate.
15. Haut-parleur à plaque selon la revendication 14, caractérisé en ce que la chambre (28) présente une ouverture bass-reflex.
16. Haut-parleur à plaque selon la revendication 14, caractérisé en ce que la chambre (28) est étanche à l'air.
17. Haut-parleur à plaque selon la revendication 14, caractérisé en ce que la chambre (28) présente un émetteur passif (23).
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