Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herausziehen bzw. Einsetzen einer Sicherung,
insbesondere einer Automobil-Schmelzsicherung, aus einem bzw. in einen Sicherungssockel
einer Sicherungsleiste. Die Merkmale des Oberbegriffes des Anspruches 1 sind aus der
DE 695 10 639 T2 bekannt.
Stand der Technik
[0002] Vorrichtungen zum Herausziehen bzw. Einsetzen von Sicherungen unterschiedlicher DIN-Formen
aus einem bzw. in einen Sicherungssockel einer Sicherungsleiste sind aus dem Stand
der Technik in den verschiedensten Ausführungsformen bekannt.
[0003] So ist aus der
DE 695 10 639 T2 eine aus Kunststoff spritzgegossene, einteilig ausgebildete Ausziehvorrichtung mit
zwei länglichen plattenförmigen Armen bekannt, die über einen elastischen Verbindungsabschnitt
verbunden sind. Der Verbindungsabschnitt ist bogenförmig ausgebildet, wodurch durch
Verringern des Abstandes der Enden beider Arme an einem Ende der Vorrichtung die gegenüberliegenden
Armenden gespreizt werden, um so die an der Innenfläche der Arme vorgesehenen Klauen
in Eingriff mit einer herauszuziehenden bzw. einzusetzenden Sicherung zu bringen.
Der Verbindungsabschnitt stellt somit eine Gelenkverbindung dar, die beide Arme gelenkig
miteinander verbindet.
[0004] Des Weiteren ist aus der
WO 02/061786 A1 eine Ausziehvorrichtung für Sicherungen bekannt, die unterschiedlich ausgebildete
Eingriffsabschnitte an den Endbereichen der länglich ausgebildeten Vorrichtung aufweist,
um so die Einsatzmöglichkeiten der Vorrichtung zu erhöhen. Da die Eingriffsabschnitte
an den Enden der Vorrichtung unterschiedlich ausgebildet sind, kann die Vorrichtung
dazu verwendet werden, unterschiedlich große und zu unterschiedlichen DIN-Formen zugehörige
Sicherungen und Relais aus einem Sicherungssockel einer Sicherungsleiste herauszuziehen
bzw. einzusetzen.
[0005] Bei der Verwendung der aus dem Stand der Technik bekannten Ausziehvorrichtungen kann
das Problem auftreten, dass nach Aufspreizen der Enden der Vorrichtung und in Eingriff
bringen der an diesen Enden vorgesehenen Eingriffsabschnitte mit der herauszuziehenden
bzw. einzusetzenden Sicherung, wie z.B. einer an der Sicherung vorgesehenen Greifkontur,
weiterhin eine Kraft auf das dazu in Längsrichtung der Vorrichtung gegenüberliegende
Ende der Vorrichtung aufgewendet werden muss, um die Sicherung sicher aus dem Sicherungssockel
herausziehen bzw. einsetzen zu können. Eine solche Kraft kann nach Aufstecken der
Vorrichtung auf die Sicherung dazu führen, dass sich die Enden, die sich mit der Sicherung
im Eingriff befinden, nochmals aufspreizen, wodurch die an der Vorrichtung vorgesehenen
Eingriffsabschnitte bzw. Greifhaken nicht richtig in der Greifkontur der Sicherung
verbleiben. Somit besteht die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Greifhaken der Vorrichtung
aus der Greifkontur der Sicherung lösen, wodurch ein sicheres Herausziehen der Sicherung
nicht mehr gewährleistet ist. Die Sicherung springt aus den Eingriffsabschnitten der
Ausziehvorrichtung heraus und verbleibt im schlimmsten Fall im Sicherungssockel der
Sicherungsleiste.
[0006] Als Reaktion auf die ständig anwachsende Dichte der Anordnung der Sicherungen im
Sicherungssockel einer Sicherungsleiste, und der stetig zunehmenden Miniaturisierung
elektronischer Bauteile, wie z.B. Relais, und daraus folgend der dichteren Anordnung
dieser Bauteile auf dafür vorgesehenen Befestigungs- bzw. Steckplatten, und zusätzlich
der Anordnung dieser Sicherungssockel und Befestigungsplatten an sehr schwer zugänglichen
Stellen, wie z.B. unterhalb oder hinter dem Armaturenbrett oder.im Motorraum eines
Kraftfahrzeuges, besteht die Nachfrage für ein Ausziehwerkzeug, welches ein sicheres
und problemloses Herausziehen dieser elektronischen Bauteile, wie z.B. Sicherungen
oder Relais, ermöglicht.
[0007] Auf Grund der an diesen Bauteilen anliegenden elektrischen Spannung müssen diese
vor Wasser bzw. Feuchtigkeit geschützt werden, so dass unter bestimmten Umständen
diese Bauteile von Seitenwänden und einer Abdeckplatte umgeben sind, und folglich
nur sehr kleine Zwischenräume zwischen den Bauteilen und den diese Bauteile schützenden
Seitenwänden verbleiben, was den Zugang zu diesen elektronischen Bauteilen für eine
Bedienperson, die mit dem Austausch dieser Bauteile beschäftigt ist, sehr erschwert.
Somit ist es äußerst schwierig, die Bauteile mit einer herkömmlichen Ausziehvorrichtung
aus dem Sicherungssockel auf sichere und problemlose Weise herauszuziehen bzw. einzusetzen.
Zusammenfassung der Erfindung
[0008] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Ausziehvorrichtung für
elektronische Bauteile zu schaffen, die insbesondere für Sicherungen verwendbar ist,
und mit Hilfe derer sehr dicht und an schwer zugänglichen Stellen angeordnete elektronische
Bauteile auch aus größerem Abstand auf sichere und problemlose Weise aus einer Steckplatte
bzw. aus dem Sicherungssockel einer Sicherungsleiste herausgezogen bzw. eingesetzt
werden können.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen Anspruches 1 gelöst.
[0010] Bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind in den Unteransprüchen
2 bis 18 beschrieben.
[0011] Eine bevorzugte Ausführungsform der Ausziehvorrichtung weist einen ersten und einen
zweiten, länglich ausgebildeten Arm auf, die jeweils ein distales und ein proximales
Ende aufweisen, wobei im distalen Endbereich des ersten und/oder des zweiten Armes
ein Eingriffsabschnitt, der mit der Sicherung in Eingriff bringbar ist, vorgesehen
ist, und die ferner einen den ersten und zweiten Arm miteinander verbindenden ersten
Verbindungsabschnitt aufweist, der proximal von dem Eingriffsabschnitt vorgesehen
ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter
Verbindungsabschnitt zum Verbinden der Arme proximal von dem ersten Verbindungsabschnitt
vorgesehen ist, und dass der erste und der zweite Verbindungsabschnitt sowie der erste
und zweite Arm Gelenkverbindungen aufweisen, die derart angeordnet sind, dass durch
Verkleinern des Abstandes der beiden Arme im Bereich zwischen den beiden Verbindungsabschnitten
der Abstand der distalen Enden der beiden Arme zunimmt, und dass durch Verkleinern
des Abstandes der beiden Arme im Bereich proximal von dem zweiten Verbindungsabschnitt
der Abstand der distalen Enden der beiden Arme abnimmt.
[0012] Mit einer derartigen Vorrichtung wird sichergestellt, dass durch Zusammendrücken
des zwischen den beiden Verbindungsabschnitten liegenden Bereichs beider Arme der
Abstand der distalen Enden, d.h. des von der Bedienperson abgewandten Endes der Vorrichtung,
beider Arme vergrößert wird, wodurch die Vorrichtung auf ein elektronisches Bauteil
aufgesteckt werden kann, und anschließend die Bedienperson die Kraft auf diesen Bereich
verringert, wodurch der Eingriffsabschnitt am distalen Ende der Vorrichtung mit der
auf dem elektronischen Bauteil vorgesehenen Greifkontur arretiert wird. Ist die Vorrichtung
auf diese Weise mit dem elektronischen Bauteil arretiert worden, so kann anschließend
die Bedienperson erneut eine Kraft auf den proximalen Endbereich der beiden Arme der
Vorrichtung ausüben, wodurch der Eingriffsabschnitt am distalen Ende der beiden Arme
fest und sicher im Eingriff mit dem elektronischen Bauteil verbleibt, d.h. die Arretierung
wird gewissermaßen noch weiter durch diese Kraft unterstützt bzw. verstärkt, und die
Bedienperson kann sodann das elektronische Bauteil aus der dafür vorgesehenen Steckplatte
herausziehen. Die Kraft, die zum Herausziehen des elektronischen Bauteils aus der
Steckplatte erforderlich ist, hilft sozusagen auch dabei, die Arretierung der Vorrichtung
mit dem elektronischen Bauteil zu verstärken, wodurch ein Herausrutschen des elektronischen
Bauteils aus dem Eingriffsabschnitt der Vorrichtung vermieden wird.
[0013] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform weist mindestens vier Gelenkverbindungen
auf, wobei zwei der mindestens vier Gelenkverbindungen an dem ersten und zweiten Arm
im Bereich zwischen den beiden Verbindungsabschnitten vorgesehen sind. Vorteilhafterweise
sind die im Bereich zwischen den beiden Verbindungsabschnitten vorgesehenen Gelenkverbindungen
durch Verringerung der Wandstärke der beiden Arme gebildet.
[0014] Diese vorteilhafte Anordnung und Ausgestaltung der Gelenkverbindungen gewährleistet
eine zueinander entgegengesetzte V-förmige Bewegung der beiden Arme, wobei die Spitze
des "V" jeweils die an den beiden Armen vorgesehene Gelenkverbindung im Bereich zwischen
den beiden Verbindungsabschnitten darstellt. Diese zueinander entgegengesetzt V-förmige
Armbewegung trägt wesentlich zur Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung
bei.
[0015] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Vorrichtung sieht zwei bogenförmig ausgebildete
Verbindungsabschnitte vor, die zueinander entgegengesetzt orientiert angeordnet sind,
wodurch es einen minimalen Abstand der beiden Verbindungsabschnitte gibt. Vorteilhafterweise
sind die Verbindungsabschnitte aus einem elastischen Material gebildet.
[0016] Eine derartige Ausgestaltung der beiden Verbindungsabschnitte stellt eine gute Hebelwirkung
sicher. Durch das Vorsehen zweier zusätzlicher Gelenkverbindungen jeweils an den Armen
im Bereich zwischen den Verbindungsabschnitten wird eine gute Kraftübertragung einer
auf einen Endbereich der beiden Arme ausgeübten Kraft auf den dazu gegenüberliegenden
Endbereich der beiden Arme gewährleistet. Zusätzlich wird eine optimierte Spannungsverteilung
im Material der beiden Verbindungsabschnitte gewährleistet.
[0017] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass die Verbindungsabschnitte
plattenförmig ausgebildet sind und dass vorteilhafterweise vier Gelenkverbindungen
an den Endabschnitten der beiden plattenförmigen Verbindungsabschnitte, an denen die
beiden Verbindungsabschnitte jeweils mit den beiden Armen verbunden sind, vorgesehen
sind.
[0018] Eine derartige Ausführungsform sieht somit insgesamt sechs Gelenkverbindungen vor,
an jedem Arm jeweils drei Gelenkverbindungen, wodurch ebenfalls eine gute Hebelwirkung
und auch Kraftübertragung, wie zuvor beschrieben, erzielt wird. Vorteilhafterweise
sind die an den Endabschnitten der beiden plattenförmigen Verbindungsabschnitte vorgesehenen
Gelenkverbindungen durch Verringerung der Wandstärke derselben gebildet.
[0019] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform sieht jeweils einen Eingriffsabschnitt an
der Innenfläche der beiden Arme in deren Endbereich vor, wobei der Eingriffsabschnitt
bevorzugt eine Klauenanordnung und ein Gegenlager aufweist, die mit dem elektronischen
Bauteil bzw. der Sicherung in Eingriff bringbar sind.
[0020] Durch die Klauenanordnung wird der Eingriff mit der auf der Sicherung vorgesehenen
Greifkontur sichergestellt, während das Gegenlager der Bedienperson eine taktile Rückmeldung
gibt, dass sich der an dem Endbereich der beiden Arme vorgesehene Eingriffsabschnitt
vollständig mit der Sicherung bzw. mit dem elektronischen Bauteil im Eingriff befindet.
[0021] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform sieht an beiden Endbereichen der Arme jeweilige
Eingriffsabschnitte vor, die vorteilhafterweise unterschiedlich ausgebildet sind.
Dadurch kann ein und dieselbe Vorrichtung zum Herausziehen bzw. Einsetzen unterschiedlich
großer und zu unterschiedlichen DIN-Formen zugehörige Sicherungen verwendet werden,
was außerdem zu einer Kostenersparnis führt, da nicht verschiedene Ausziehvorrichtungen
für verschiedene Sicherungen bzw. elektronische Bauteile verwendet werden müssen.
[0022] Bevorzugt sind die Eingriffsabschnitte an der jeweiligen Innenfläche der Arme entfernbar
angebracht, wodurch diese durch andersartig ausgestaltete Eingriffsabschnitte auf
einfache Weise ausgetauscht werden können, was wiederum die vielseitige Einsetzbarkeit
der Vorrichtung zusätzlich erhöht.
[0023] Vorteilhafterweise sind an der Innenfläche an beiden Endbereichen der jeweiligen
Arme Verstärkungsrippen vorgesehen, die in Längsrichtung der Arme verlaufen, was zu
einer verbesserten Kraftübertragung führt und die Steifheit der Vorrichtung erhöht.
[0024] Bevorzugt sind an der Außenfläche im Endbereich beider Arme quer zur Längsrichtung
der Arme verlaufende Rippen vorgesehen, wodurch die Handhabbarkeit der Vorrichtung
durch eine Bedienperson verbessert ist, da die Gefahr des Abrutschens der Finger der
Bedienperson minimiert wird.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0025] Nachfolgend wird die Erfindung rein beispielhaft an Hand der beigefügten Figuren
beschrieben, von denen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Ausziehvorrichtung
ist;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Ausziehvorrichtung
ist.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0026] Im Folgenden wird das der Bedienperson abgewandte Ende der Ausziehvorrichtung als
das "distale Ende" bezeichnet, während das der Bedienperson zugewandte Ende der Ausziehvorrichtung
als das "proximale Ende" bezeichnet wird.
[0027] Die erfindungsgemäße Ausziehvorrichtung dient nicht nur zum Herausziehen bzw. Einsetzen
von Sicherungen, insbesondere von Schmelzsicherungen, aus einem bzw. in einen Sicherungssockel
einer Sicherungsleiste, sondern kann ebenso dazu verwendet werden, um elektronische
Bauteile, die mittels einer Steckplatte in einen elektrischen Schaltkreis eingebunden
sind, aus der Steckplatte herauszuziehen bzw. in diese einzusetzen.
[0028] Die an den Endbereichen der Ausziehvorrichtung vorgesehenen Eingriffsabschnitte sollten
entsprechend der Eingriffskontur bzw. Greifkontur der elektronischen Bauteile ausgebildet
sein, um auf diese Weise ein problemloses Herausziehen bzw.
[0029] Einsetzen der elektronischen Bauteile aus der bzw. in die Steckplatte zu gewährleisten.
[0030] Allerdings ist an dieser Stelle anzumerken, dass die erfindungsgemäße Ausziehvorrichtung
vorteilhafterweise für das Herausziehen bzw. Einsetzen von Sicherungen mit DIN 72581-3
der Form C, E und F (Hersteller: Audio Ohm, MTA, Littelfuse und Pudenz) vorgesehen
ist.
[0031] In beiden Figuren bezeichnen dieselben Bezugszeichen identische oder ähnliche Elemente
bzw. Abschnitte der Ausziehvorrichtung.
[0032] Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Ausziehvorrichtung. Die Ausziehvorrichtung ist allgemein mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet.
[0033] Die Vorrichtung umfasst zwei länglich ausgebildete Arme 2, 4, die im Wesentlichen
parallel zueinander angeordnet sind. Es sind jedoch auch Anordnungen denkbar, bei
denen die Arme nicht parallel zueinander angeordnet sind.
[0034] Die Arme 2, 4 sind in einem mittleren Bereich über zwei Verbindungsabschnitte 6,
8 miteinander verbunden. Die Verbindungsabschnitte 6, 8 gemäß der ersten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind bogenförmig ausgebildet, wobei der Abstand
der Verbindungsabschnitte in Längsrichtung der Arme in einem mittleren Bereich der
Verbindungsabschnitte am geringsten ist. Mit anderen Worten, der erste Verbindungsabschnitt
8 ist zum in der Fig. 1 linken Ende der Vorrichtung hin gekrümmt, während der zweite
Verbindungsabschnitt 6 zum in Fig. 1 rechten Ende der Vorrichtung hin gekrümmt ist.
[0035] Außerhalb des von den Verbindungsabschnitten 6, 8 bestimmten Bereichs der Arme 2,
4 weist die Vorrichtung 1 am jeweiligen Endabschnitt einen Eingriffsabschnitt 10,
12 bzw. 14, 16 auf. Der Eingriffsabschnitt 10 weist an der Innenfläche des Armes 2
bündig mit dem Ende 22 zwei Klauen 26 auf (die zweite Klaue ist in Fig. 1 nicht dargestellt),
während der Eingriffsabschnitt 12 an der Innenfläche des Armes 4 bündig mit dem Ende
24 zwei Klauen 28 aufweist. An beiden Eingriffsabschnitten 10, 12 sind Gegenlager
30, 32 an der Innenfläche der jeweiligen Arme 2, 4 vorgesehen. Die Klauen 26, 28 sowie
die Gegenlager 30, 32 treten in Eingriff mit der Greifkontur einer herauszuziehenden
bzw. einzusetzenden Sicherung.
[0036] Am in Längsrichtung der Arme 2, 4 gegenüberliegenden Endabschnitt, dem proximalen
Endabschnitt der Vorrichtung, sind zwei weitere Eingriffsabschnitte 14, 16 vorgesehen,
die jeweils an der Innenfläche der Arme 2, 4 Klauen 34, die bündig mit dem Ende 18
sind, und Klauen 36, die bündig mit dem Ende 20 sind, aufweisen. Des Weiteren sind
Gegenlager 38, 40 ebenso an der Innenfläche der Arme 2, 4 beabstandet von den Klauen
34, 36 vorgesehen. Die Klauen 34, 36 bzw. die Gegenlager 38, 40 bilden entsprechende
Eingriffsabschnitte 14, 16, die mit der Greifkontur einer herauszuziehenden bzw. einzusetzenden
Sicherung in Eingriff treten.
[0037] Wie in der Fig. 1 dargestellt ist, ist der Abstand der Klauen 26 zum Gegenlager 32
bzw. der Klauen 28 zum Gegenlager 30 unterschiedlich zum Abstand der Klauen 34 zum
Gegenlager 40 bzw. der Klauen 36 zum Gegenlager 38. Somit können mit ein und derselben
Ausziehvorrichtung unterschiedlich große und zu verschiedenen DIN-Formen zugehörige
Sicherungen herausgezogen bzw. montiert werden.
[0038] Es ist ebenso in Betracht gezogen worden, die Eingriffsabschnitte 10, 12, 14 bzw.
16 entsprechend andersartig ausgebildeten Greifkonturen von Sicherungen bzw. elektronischen
Bauteilen auszubilden. Ebenso können die Eingriffsabschnitte 10, 12, 14 bzw. 16 entfernbar
an den jeweiligen Armen angebracht sein, was die vielseitige Einsetzbarkeit der Ausziehvorrichtung
zusätzlich erhöht.
[0039] An der Innenfläche des Armes 4 sind zwischen den Verbindungsabschnitten 6, 8 und
den Gegenlagern 30, 38 Verstärkungsrippen 42, 44 vorgesehen, die dem Arm 4 zusätzliche
Steifheit verleihen. Die Verstärkungsrippen sind im Wesentlichen entlang einer Mittelinie
des Armes 4 vorgesehen, können aber auch andersartig angeordnet und ausgebildet sein,
solange sie dem Arm eine gewisse Steifheit verleihen. Ähnlich ausgebildete Rippen
sind an der Innenfläche des Armes 2 vorgesehen. Diese sind aus der Fig. 1 jedoch nicht
ersichtlich.
[0040] An der Außenfläche der Arme 2, 4 sind im Bereich außerhalb der Verbindungsabschnitte
6, 8 Rippen 46, 48 vorgesehen, die der Handhabbarkeit der Vorrichtung dienen und ein
Abrutschen der Finger einer Bedienperson verhindern sollen.
[0041] Die gesamte Vorrichtung ist vorzugsweise einteilig aus einem elastischen Kunststoff
mittels eines Spritzgussverfahrens geformt. Geeignete Kunststoffe sind dem Fachmann
hinlänglich bekannt und werden deshalb an dieser Stelle nicht näher aufgeführt.
[0042] Die in der Fig. 1 dargestellte Vorrichtung weist vier Gelenkverbindungen auf, die
eine im Anschluss dargestellte Funktionsweise der Vorrichtung ermöglichen.
[0043] Die ersten beiden Gelenkverbindungen 7A, 7B sind an den Armen 2, 4 im Bereich zwischen
den Verbindungsabschnitten 6, 8 vorgesehen. Diese beiden Gelenkverbindungen werden
durch eine Verringerung der Wandstärke der Arme 2, 4 gebildet. Des Weiteren sind zwei
Gelenkverbindungen an den beiden Verbindungsabschnitten 6, 8 vorgesehen, und zwar
in dem Bereich der beiden Verbindungsabschnitte 6, 8, die in Längsrichtung der Arme
2, 4 den geringsten Abstand zueinander aufweisen.
[0044] Im Folgenden wird die Funktionsweise der in Fig. 1 dargestellten Ausziehvorrichtung
1 hinsichtlich des Herausziehens einer Sicherung aus einem Sicherungssockel einer
Sicherungsleiste beschrieben.
[0045] Die Bedienperson legt vorzugsweise den Daumen auf die Außenfläche des Armes 2 und
den Zeigefinger auf die Außenfläche des Armes 4, und zwar in dem Bereich der beiden
Arme, der sich zwischen den beiden Verbindungsabschnitten befindet. Anschließend wird
dieser Bereich der Ausziehvorrichtung geringfügig zusammengedrückt, wodurch sich der
Abstand beider Armenden 22, 24 bzw. 18, 20 vergrößert, um so die herauszuziehende
Sicherung mit z.B. den im distalen Endbereich vorgesehenen Eingriffsabschnitten 10,
12 in Eingriff zu bringen. Das Aufweiten bzw. Aufspreizen der beiden Armenden 22,
24 wird hierbei durch die erfindungsgemäße Anordnung der Gelenke 7A, 7B, 7C und 7D
ermöglicht.
[0046] Auf Grund der Verringerung der Wandstärke der beiden Arme 2, 4 an den Gelenkpunkten
7A, 7B werden diese nach innen durchgedrückt, und die bogenförmig ausgebildeten Verbindungsabschnitte
werden an den Gelenkpunkten 7C, 7D noch stärker gekrümmt, was zur Aufweitung der Armenden
22, 24 bzw. 18, 20 führt. Wird die Kraft, die von der Bedienperson auf den oben beschriebenen
Mittelbereich der Vorrichtung ausgeübt wird, verringert, und befindet sich die herauszuziehende
Sicherung im Bereich zwischen den Eingriffsabschnitten 10, 12, so bewegt sich der
Armbereich um die Gelenkpunkte bzw. Gelenkverbindungen 7A, 7B nach außen zurück, und
die Krümmung der Verbindungsabschnitte 6, 8 nimmt gleichzeitig ab, wodurch die Armenden
22, 24 bzw. 18, 20 sich erneut einander annähern. Auf diese Weise kommen die Eingriffsabschnitte
10, 12 in Eingriff mit der auf der Sicherung vorgesehenen Greifkontur.
[0047] Nachdem die Sicherung mit dem Eingriffsabschnitt 10, 12 arretiert wurde, so verlässt
die Bedienperson mit ihrer Hand den Mittelbereich der Ausziehvorrichtung, d.h. den
Bereich der Arme 2, 4, der zwischen den Verbindungsabschnitten 6, 8 liegt, und bewegt
ihren Daumen und Zeigefinger in proximaler Richtung hin zu dem Bereich der Ausziehvorrichtung,
der an der Außenfläche der Arme 2, 4 die Rippen 46 aufweist. Übt die Bedienperson
erneut eine Kraft auf diesen Bereich mit den Rippen 46 auf, so wird sozusagen der
Eingriff bzw. die Arretierung der Eingriffabschnitte 10, 12 mit der Greifkontur der
Sicherung zusätzlich verstärkt. Diese auf den Bereich mit den Rippen 46 ausgeübte
Kraft ist auch zum Herausziehen der Sicherung erforderlich, wodurch diese Kraft quasi
eine Dual-Funktion erfüllt, nämlich sowohl das Herausziehen der Sicherung aus dem
Sicherungssockel der Sicherungsleiste, als auch Unterstützung der Arretierung der
Eingriffsabschnitte 10, 12 mit der auf der Sicherung vorgesehenen Greifkontur.
[0048] Dadurch wird ein sicheres und problemloses Herausziehen der Sicherung ermöglicht
und ein Abrutschen der Eingriffsabschnitte 10, 12 im distalen Endbereich der Ausziehvorrichtung
von der Sicherung wird vermieden.
[0049] Die Gelenkverbindungen 7A, 7B dienen hierbei der Kraftübertragung, d.h. eine auf
den proximalen Endbereich der Ausziehvorrichtung ausgeübte Druckkraft wird auf den
distalen Endbereich der Ausziehvorrichtung übertragen. Die Gelenkverbindungen 7C,
7D an den Verbindungsabschnitten 6, 8 erzielen dabei die notwendige Hebelwirkung,
die entsprechend dadurch variiert werden kann, dass die Bedienperson wählen kann,
an welchem Punkt der Außenfläche der beiden Arme 2, 4 proximal von dem Verbindungsabschnitt
6 eine Druckkraft ausgeübt wird. Je weiter dieser Punkt von dem Verbindungsabschnitt
6 beabstandet ist, um so größer ist die Hebelwirkung sowie die Kraft, die auf die
herauszuziehende Sicherung ausgeübt wird.
[0050] Die oben beschriebene Funktionsweise gilt entsprechend, wenn die Eingriffsabschnitte
14, 16 mit einer herauszuziehenden Sicherung in Eingriff gebracht werden.
[0051] Die Fig. 2 stellt eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Ausziehvorrichtung
dar. Es wird hierbei allerdings nur auf die Teile dieser Ausführungsform eingegangen,
die sich von denen der in Fig. 1 dargestellten ersten Ausführungsform unterscheiden.
[0052] Die zweite Ausführungsform unterscheidet sich im Wesentlichen von der ersten Ausführungsform
durch die andersartige Anordnung der Gelenkverbindungen.
[0053] In Fig. 2 sind sechs Gelenkverbindungen 7A, 7B, 7C, 7D, 7E und 7F dargestellt. Die
beiden Gelenkverbindungen 7A, 7B entsprechen dabei den mit den gleichen Bezugszeichen
bezeichneten Gelenkverbindungen 7A, 7B der ersten Ausführungsform.
[0054] Wegen der plattenförmigen Ausbildung der Verbindungsabschnitte 6, 8 sind an deren
zu den Innenflächen der Arme 2, 4 weisenden Kanten Gelenkverbindungen 7C, 7E bzw.
7D, 7F angeordnet, mit Hilfe derer die Hebelwirkung erzielt wird. Durch Ausüben einer
Druckkraft auf den proximalen Endbereich der Ausziehvorrichtung, vorzugsweise auf
den Bereich, der die Rippen 46 aufweist, wird die proximale Hälfte des durch die Verbindungsabschnitte
6, 8 bestimmten Bereichs der Arme 2, 4 aufgespreizt, wodurch der Bereich der Arme
zwischen den Verbindungsabschnitten 6, 8 jeweils eine zueinander entgegengesetzte
V-Form annimmt, und so wird ein Annähern der Enden 22, 24 am proximalen Ende der Ausziehvorrichtung
bewirkt. Das Gleiche gilt, wenn eine Druckkraft auf den Bereich der Ausziehvorrichtung
ausgeübt wird, der die Rippen 48 aufweist.
[0055] Die Ausziehvorrichtung der ersten als auch der zweiten Ausführungsform ist vorzugsweise
einteilig aus einem elastischen Kunststoff hergestellt, vorzugsweise mittels eines
Spritzgussverfahrens.
[0056] Es ist an dieser Stelle anzumerken, dass Sicherungen bzw. elektronische Bauteile
unterschiedlicher Breite mit Hilfe der Ausziehvorrichtung aus einem Sicherungssockel
einer Sicherungsleiste bzw. einer Steckplatte herausgezogen werden können, da der
Abstand zwischen den Klauen bzw. Greifhaken 26, 28 bzw. 34, 36 auf einfache Weise
variiert werden kann. Ferner können mit der erfindungsgemäßen Ausziehvorrichtung Sicherungen
mit unterschiedlichen Querabmessungen herausgezogen werden, da beide Endabschnitte
der Ausziehvorrichtung unterschiedlich breite Eingriffsabschnitte 10, 12 bzw. 14,
16 aufweisen.
[0057] Es ist ebenso in Betracht gezogen worden, entsprechend ausgebildete Einlagen mit
den Innenflächen der Arme in deren proximalen und/oder distalen Endbereich in Eingriff
zu bringen, wobei diese Einlagen speziell ausgebildete Klauenanordnungen aufweisen,
um Sicherungen mit unterschiedlichen Greifkonturen mit ein und derselben Ausziehvorrichtung
herausziehen bzw. montieren zu können.
[0058] Es ist ebenso denkbar, die Ausziehvorrichtung mit einer Lichtquelle auszustatten,
um das Auffinden von Sicherungen in schlecht beleuchteten Bereichen unterhalb des
Armaturenbrettes oder sonstigen schwer zugänglichen Bereichen innerhalb des Motorraumes
zu erleichtern. So könnte z.B. zu diesem Zweck eine Leuchtdiode auf den Verstärkungsrippen
42, 44 angeordnet werden, die beim Zusammendrücken des zwischen den Verbindungsabschnitten
6, 8 liegenden Bereichs der beiden Arme 2, 4 aktiviert wird.
[0059] Der wesentliche Aspekt der Erfindung liegt darin, dass durch eine vorteilhafte Anordnung
von Gelenkverbindungen eine Druckkraft auf einen Endbereich der Ausziehvorrichtung
eine Druckkraft am dazu gegenüberliegenden Endbereich der Ausziehvorrichtung erzeugt.
Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Kraft, die nötig ist, um die Sicherung
aus dem Sicherungssockel herausziehen zu können, ebenso dazu verwendet wird, um die
Druckkraft auf den Eingriffsabschnitt, der sich mit der Sicherung im Eingriff befindet,
zu erhöhen. Dies wird durch eine seriell angeordnete, doppelte Kippbewegung der jeweiligen
Arme erreicht, wobei zwei Gelenkverbindungen für die Kraftübertragung und die übrigen
Gelenkverbindungen für die Hebelwirkung verantwortlich sind.
[0060] Wie bereits eingangs erwähnt, kann die Ausziehvorrichtung nicht nur hinsichtlich
des Herausziehens bzw. Einsetzens von Sicherungen aus einem bzw. in einen Sicherungssockel
einer Sicherungsleiste verwendet werden, sondern es ist ebenso denkbar, die Ausziehvorrichtung
zum Herausziehen bzw. Einsetzen verschieden ausgebildeter elektronischer Bauteile
in eine bzw. aus einer Steckplatte zu verwenden.
1. Vorrichtung (1) zum Herausziehen bzw. Einsetzen einer Sicherung, insbesondere einer
Automobil-Schmelzsicherung, aus einem bzw. in einen Sicherungssockel einer Sicherungsleiste
mit:
einem ersten (2) und einem zweiten (4), länglich ausgebildeten Arm, die jeweils ein
distales Ende (22, 24) und ein proximales Ende (14, 16) aufweisen, wobei im distalen
Endbereich des ersten und/oder zweiten Armes ein Eingriffsabschnitt (10, 12), der
mit der Sicherung in Eingriff bringbar ist, vorgesehenen ist; und
einen den ersten und zweiten Arm miteinander verbindenden ersten Verbindungsabschnitt
(8), der proximal von dem Eingriffsabschnitt vorgesehen ist;
dadurch gekennzeichnet, dass
ein zweiter Verbindungsabschnitt (6) zum Verbinden der Arme im Abstand proximal von
dem ersten Verbindungsabschnitt vorgesehen ist, und dass der erste und der zweite
Verbindungsabschnitt sowie der erste und zweite Arm Gelenkverbindungen (7A, 7B, 7C,
7D) aufweisen, die derart angeordnet sind, dass durch Verkleinern des Abstandes der
beiden Arme im Bereich zwischen den beiden Verbindungsabschnitten der Abstand der
distalen Enden der beiden Arme zunimmt, und dass durch Verkleinern des Abstandes der
beiden Arme im Bereich proximal von dem zweiten Verbindungsabschnitt der Abstand der
distalen Enden der beiden Arme abnimmt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens vier Gelenkverbindungen (7A, 7B, 7C, 7D) vorgesehen sind, wobei zwei (7A,
7B) der mindestens vier Gelenkverbindungen an dem ersten und zweiten Arm im Bereich
zwischen den beiden Verbindungsabschnitten vorgesehen sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die an den beiden Armen im Bereich zwischen den beiden Verbindungsabschnitten vorgesehenen
Gelenkverbindungen durch Verringerung der Wandstärke der beiden Arme gebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine Gelenkverbindung (7C, 7D) an den beiden Verbindungsabschnitten in einem
Mittelabschnitt derselben vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Verbindungsabschnitte bogenförmig ausgebildet sind, wobei der Abstand
der Verbindungsabschnitte in Längsrichtung der Arme im Bereich der beiden Gelenkverbindungen
am geringsten ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsabschnitte aus einem elastischen Material gebildet sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Verbindungsabschnitte plattenförmig ausgebildet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass vier Gelenkverbindungen (7C, 7D, 7E, 7F) an den Endabschnitten der beiden plattenförmigen
Verbindungsabschnitte, an denen die beiden Verbindungsabschnitte jeweils mit den beiden
Armen verbunden sind, vorgesehen sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die vier Gelenkverbindungen durch Verringerung der Wandstärke der beiden plattenförmigen
Verbindungsabschnitte gebildet sind.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch Verkleinern des Abstandes der beiden Arme im Bereich zwischen den beiden Verbindungsabschnitten
der Abstand sowohl der distalen als auch der proximalen Enden der beiden Arme zunimmt.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die gesamte Vorrichtung aus Kunststoff geformt und elastisch ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingriffsabschnitt (10, 12) im distalen Endbereich beider Arme an der Innenfläche
der beiden Arme vorgesehen ist, wobei der Eingriffsabschnitt eine Klauenanordnung
(26, 28) und ein Gegenlager (30, 32) aufweist, die mit der Sicherung in Eingriff bringbar
sind.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im proximalen Endbereich beider Arme jeweils an deren Innenfläche ein eine Klauenanordnung
und ein Gegenlager aufweisender Eingriffsabschnitt, der von dem Eingriffabschnitt
im distalen Endbereich beider Arme unterschiedlich ist, vorgesehen ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der beiden Eingriffsabschnitte unterschiedlich ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die im distalen und proximalen Endbereich beider Arme vorgesehenen Eingriffsabschnitte
an der jeweiligen Innenfläche der Arme entfernbar angebracht sind.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beide Arme an der Innenfläche im distalen und proximalen Endbereich Verstärkungsrippen
(42, 44) aufweisen, die in Längsrichtung der Arme verlaufen.
17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenfläche beider Arme im distalen und proximalen Endbereich quer zur Längsrichtung
der Arme verlaufende Rippen (46, 48) vorgesehen sind.
18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Arme im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind.
1. A device (1) for the removal or insertion of a fuse, in particular an automobile safety
fuse, from or into a fuse-base in a fuse strip, comprising
a first (2) and a second (4) elongate arm each having a distal end (22, 24) and a
proximal end (14, 16), the distal end portion of the first and/or second arm having
an engaging section (10, 12) that is engageable with the fuse, and
a first connecting section (6) connecting the first and second arm with each other
and being provided proximally to the engaging section,
characterised in that
a second connecting section (8) is provided at a distance proximally to the first
connecting section to connect the arms, and that the first and second connecting sections
and the first and second arms have articulated connections (7A, 7B, 7C, 7D) which
are arranged in such a way that reducing the distance between the two arms in the
portion between the two connecting sections causes the distance between the distal
ends of the two arms to increase, and that reducing the distance between the two arms
in the portion lying proximally to the second connecting section causes the distance
between the distal ends of the two arms to reduce.
2. The device according to claim 1, characterised in that at least four articulated connections (7A, 7B, 7C, 7D) are provided, wherein two
(7A, 7B) of the at least four articulated connections are provided on the first and
second arms in the portion between the two connecting sections.
3. The device according to claim 2, characterised in that the articulated connections provided on the two arms in the portion between the two
connecting sections are formed by reducing the wall thickness of the two arms.
4. The device according to any one of the preceding claims, characterised in that an articulated connection (7C, 7D) is provided in each of the two connecting sections
in a central portion thereof.
5. The device according to claim 4, characterised in that the two connecting sections are curved, wherein the distance between the connecting
sections in the longitudinal direction of the arms is shortest in the portion of the
two articulated connections.
6. The device according to either claim 4 or claim 5, characterised in that the connecting sections are made of an elastic material.
7. The device according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the two connecting sections are plate-shaped.
8. The device according to claim 7, characterised in that four articulated connections (7C, 7D, 7E, 7F) are provided on the end portions of
the two plate-shaped connecting sections, at which the two connecting sections are
each connected to the two arms.
9. The device according to claim 7 or 8, characterised in that the four articulated connections are formed by reducing the wall thickness of the
two plate-shaped connecting sections.
10. The device according to any one of the preceding claims, characterised in that the device is configured such that reducing the distance between the two arms in
the portion between the two connecting sections causes the distance between both the
distal and the proximal ends of the two arms to increase.
11. The device according to any one of the preceding claims, characterised in that the entire device is made of plastic and is elastic.
12. The device according to any one of the preceding claims, characterised in that the engaging section (10, 12) in the distal end portion of both arms is provided
on the internal surface of both arms, the engaging section having a claw arrangement
(26, 28) and a counter bearing (30, 32) which is engageable with the fuse.
13. The device according to any one of the preceding claims, characterised in that an engaging section (14, 16) comprising a claw arrangement (34, 36) and a counter
bearing (38, 40) which is different from the engaging section in the distal portion
of the two arms is provided on the internal surface of the proximal end portion of
the two arms.
14. The device according to claim 13, characterised in that the two engaging sections have different widths.
15. The device according to either claim 13 or 14, characterised in that the engaging sections provided in the distal and proximal end portions of the two
arms are attached removably to the respective internal surface of the arms.
16. The device according to any one of the preceding claims, characterised in that both arms have reinforcing ribs (42, 44) on the internal surface of the distal and
proximal end portion, both of which extend in the longitudinal direction of the arms.
17. The device according to any one of the preceding claims, characterised in that reinforcing ribs (46, 48) extending transversely to the longitudinal direction of
the arms are provided on the external surface of both arms in the distal and proximal
end portion.
18. The device according to any one of the preceding claims, characterised in that the two arms are substantially arranged parallel to each other.
1. Dispositif (1) pour l'extraction ou l'insertion d'un élément de sécurité, en particulier
d'un élément de sécurité fusible pour automobile, hors d'un socle à élément de sécurité
ou à l'intérieur de celui-ci, avec :
un premier (2) et un deuxième (4) bras allongé, présentant chacun une extrémité distale
(22, 24) et une extrémité proximale (14, 16), un tronçon d'engagement (10, 12), susceptible
d'être mis en prise avec l'élément de sécurité, étant prévu dans la zone d'extrémité
distale du premier et/ou du deuxième bras ; et
un premier tronçon de liaison (8), reliant ensemble le premier et le deuxième bras,
prévu de manière proximale par rapport a tronçon de liaison ;
caractérisé en ce qu'
un deuxième tronçon de liaison (6), pour relier les bras, est prévu à une certaine
distance, de manière proximale par rapport au premier tronçon de liaison, et en ce que le premier et le deuxième tronçon de liaison, ainsi que le premier et le deuxième
bras, présentent des liaisons articulées (7A, 7B, 7C, 7D), disposées de manière que,
par une diminution de l'espacement des deux bras dans la zone située entre les deux
tronçons de liaison, l'espacement des extrémités distales des deux bras augmente,
et en ce que, par une diminution de l'espacement des deux bras dans la zone proximale par rapport
au deuxième tronçon de liaison, l'espacement des extrémités distales des deux bras
diminue.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins quatre liaisons articulées (7A, 7B, 7C, 7D) sont prévues, deux des au moins
quatre liaisons articulées étant prévues sur le premier et le deuxième bras, dans
la zone située entre les deux tronçons de liaison.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que les liaisons articulées prévues sur les deux bras, dans la zone située entre les
deux tronçons de liaison, sont formées par des réductions de l'épaisseur de paroi
des deux bras.
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que chaque fois une liaison articulée (7B, 7C) est prévue sur les deux tronçons de liaison,
dans un tronçon central de ceux-ci.
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que les deux tronçons de liaison sont conformés en arcs, l'espacement des tronçons de
liaison en direction longitudinal des bras étant minimal dans la zone des deux liaisons
articulées.
6. Dispositif selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que les tronçons de liaison sont formés d'un matériau élastique.
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les deux tronçons de liaison sont réalisés sous forme de plaque.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que quatre liaisons articulées (7C, 7D, 7E, 7F) sont prévues sur les tronçons d'extrémité
des deux tronçons de liaison en forme de plaque, auxquels les deux tronçons de liaison
sont chaque fois reliés aux deux bras.
9. Dispositif selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que les quatre liaisons articulées sont formées par une réduction de l'épaisseur de paroi
des deux tronçons de liaison en forme de plaque.
10. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'espacement, tant des extrémités distales qu'également proximales des deux bras,
augmente par le biais d'une diminution de l'espacement des deux bras dans la zone
située entre les deux tronçons de liaison.
11. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif global est moulé en matière synthétique réalisé de manière à être élastique.
12. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tronçon d'engagement (10, 12) est prévu dans la zone d'extrémité distale des deux
bras, sur la surface intérieure des deux bras, le tronçon d'engagement présentant
un agencement à griffes (26, 28) et un contre-palier (30, 32), susceptible d'être
mis en prise avec l'élément de sécurité.
13. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un tronçon d'engagement, présentant un agencement à griffes et un contre-palier, différent
du tronçon d'engagement situé dans la zone d'extrémité distale des deux bras, est
prévu dans la zone d'extrémité proximale des deux bras, chaque fois sur leur surface
intérieure.
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que la largeur des deux tronçons d'engagement est différente.
15. Dispositif selon la revendication 13 ou 14, caractérisé en ce que les tronçons d'engagement, prévus dans la zone d'extrémité distale et dans la zone
d'extrémité proximale des deux bras, sur la surface intérieure respective des bras,
sont montés de manière à pouvoir être enlevés.
16. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les deux bras présentent, sur la surface intérieure dans la zone d'extrémité distale
et la zone d'extrémité proximale, des nervures de renforcement (42, 44) s'étendant
dans la direction longitudinale des bras.
17. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des nervures (46, 48), s'étendant transversalement à la direction longitudinale des
bras, sont prévues sur la surface extérieure des deux bras, dans la zone d'extrémité
distale et la zone d'extrémité proximale.
18. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les deux bras sont disposés sensiblement parallèlement l'un à l'autre.