[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Trocknung einer auf einem Kraftfahrzeug-Bauteil
aufgebrachten Lackschicht. Ferner betrifft die Erfindung ein Trocknungssystem zur
Durchführung eines derartigen Trocknungsverfahrens.
[0002] Ein Trocknungsverfahren sowie eine Trocknungsanlage hierfür als Teil des Trocknungssystems
der eingangs genannten Art sind durch offenkundige Vorbenutzung bekannt. Kraftfahrzeug-Bauteile
werden in unterschiedlichen Farben und mit unterschiedlichen Lacken, teilweise mit
Effektlacken, lackiert. Das bekannte Trocknungsverfahren sowie die Trocknungsanlage
hierfür weisen Trocknungsdauern auf, die im Interesse eines hohen Durchsatzes durch
die Trocknungsanlage nicht tolerabel sind.
[0003] Die
EP-A-O 647 478 offenbart ein Verfahren zur Trocknung einer auf einem Kraftfahrtzeug-Bauteil aufgebrachten
Lackschicht, wobei ein Bauteilträger mit dem Kraftfahrzeug-Bauteil zu einer Trocknungsanlage
transportiert und anschließend die Lackschicht mit Hilfe des Ansteuerns von Trocknungsstrahlern
getrocknet wird.
[0004] In der
DE 197 56 467 A1 wird ein Verfahren zur Regelung der Qualität von Lackschichten beschrieben, während
die
US 6 484 121 B1 die automatische Messung von Lackschichtdicken auf Kraftfahrzeug-Bauteilen betrifft.
Die
DE 101 06 889 A1 zeigt ein Verfahren zur Trocknung von Gelatine.
[0005] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Trocknungsverfahren der eingangs
genannten Art derart weiterzubilden, dass insbesondere dann, wenn unterschiedliche
Lacke getrocknet werden sollen, ein hoher Bauteil-Durchsatz gewährleistet ist.
[0006] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren mit den im Anspruch
1 angegebenen Merkmalen.
[0007] Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass das unterschiedliche Trocknungsverhalten unterschiedlicher
Lacke reproduzierbar Lackdaten und Lackparametern zugeordnet werden kann, die vor
der eigentlichen Trocknung bestimmt bzw. gemessen werden können. Das Trocknungsverhalten
eines aufgetragenen Lacks lässt sich, wenn diese Daten bzw. Parameter bekannt sind,
in engen Grenzen vorherbestimmen. Es ist daher möglich, einen Trocknungsprozess vorzugeben,
der für dieses Trocknungsverhalten maßgeschneidert ist. Jeder Lackauftrag kann dann
optimal schnell getrocknet werden. Dies führt zu einem hohen Durchsatz bei der Anwendung
des erfindungsgemäßen Trocknungsverfahrens.
Da wesentliche Lackdaten, die das Trocknungsverhalten beeinflussen, zum Beispiel das
Absorptions- oder Reflexionsverhalten, schon vor dem Lackauftrag bekannt sind, müssen
diese Daten nicht jedes Mal neu gemessen werden. Diese zum Beispiel im Rahmen einer
Kalibriermessung bestimmten Lackdaten können in einer Datenbank abgelegt sein und
im Rahmen des Zuordnungsschritts abgerufen werden. Als Messschritt verbleibt in jedem
Fall die Dickenmessung der frisch aufgetragenen Lackschicht vor dem Trocknen, da diese
Schichtdicke das Trocknungsverhalten beeinflusst. Neben dem höheren Durchsatz ist
aufgrund des reproduzierbaren Trocknungsprozesses der Ausschuss reduziert, es wird
ein konstanter Trocknungsgrad erreicht und der Energieeinsatz ist optimiert. Die erfindungsgemäße
Lackdatenzuordnung führt zur Möglichkeit einer automatischen Lackdatenerfassung während
des Transports der zu lackierenden und zu trocknenden Bauteile.
[0008] Die zusätzliche Einbeziehung mindestens eines Lösungsmittel-Kennwertes nach Anspruch
2 verbessert die Feinheit bei der Vorbestimmung des Trocknungsverhaltens. Der Lösungsmittelanteil
und die Art die Lösungsmittels sind Beispiele für einen derartigen Lösungsmittel-Kennwert.
[0009] Ein zusätzliches Lufttrocknen nach Anspruch 3 erhöht die Trocknungseffizienz nochmals,
da die Ausbildung von Lösungsmittel und/oder Wasserdampfschwaden an der Oberfläche
des zu trocknenden Bauteils, die unerwünscht die Trocknungsstrahlung schwächen, verhindert
wird, indem diese Lösungsmittel- und/oder Wasserdampfschwaden durch die eingebrachte
- insbesondere entfeuchtete - Trocknungsluft aufgenommen und hierdurch von der Oberfläche
des zu trocknenden Bauteils entfernt werden. Bei der Trocknungsluft handelt es sich
insbesondere um getrocknete, erwärmte Luft, die in der Lage ist, die Schwaden intensiv
aufzunehmen. Je nach Zusammensetzung des Lacks hat dieser eine unterschiedliche Neigung
zur Ausbildung störender Schwaden. Daher führt die lackabhängige Trocknungsluftansteuerung
zu einer weiteren Steigerung der Trocknungseffizienz, da gezielt verhindert wird,
dass ein hoher Anteil von Trocknungsstrahlungsenergie durch die Lösungsmittel- und/oder
Wasserdampfschwaden absorbiert wird und somit nicht der Trocknung der Lackschicht
zugeführt werden kann.
[0010] Eine Schichtdickenüberwachung nach Anspruch 4 ermöglicht eine Feinkorrektur der Steuerwerte.
[0011] Überwachungsverfahren nach den Ansprüchen 5 bis 7 verhindern, dass die Prozessführung
definierte Parametergrenzen verlässt. Neben dem reinen Warnen kann auch ein korrigierender
Eingriff in die Trocknungs-Steuerwerte erfolgen.
[0012] Ein Skid nach Anspruch 8 eignet sich zum Einsatz in der Trocknungsanlage.
[0013] Durch das Drehen des Bauteils gemäß Anspruch 9 kann eine Symmetrisierung des Trocknungsprozesses
auch bei unsymmetrischen Bauteilen erzielt werden.
[0014] Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Trocknungssystem zu schaffen, bei
der der Bauteildurchsatz im Vergleich zu bekannten Anlagen erhöht ist.
[0015] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch ein Trocknungssystem gemäß Anspruch
10.
[0016] Die Vorteile dieses Trocknungssystems entsprechen denen, die vorstehend unter Bezugnahme
auf die Ansprüche 1 bis 9 beschrieben wurden. Die Trocknungsanlage für ein Trocknungssystem
zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 3 beinhaltet neben Trocknungsstrahlern,
vorzugsweise IR-Strahlern, noch ein Lufttrocknungsgebläse. Die Trocknungsanlage des
Trocknungssystems zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 4 beinhaltet zudem
eine integrierte Lackschichtdicken-Messvorrichtung, mit der die Schichtdickenüberwachung
während des Trocknens, also online, möglich ist. Die Trocknungsanlage für das Trocknungssystem
zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 6 beinhaltet eine Oberflächentemperatur-Messvorrichtung,
vorzugsweise ein langwellig arbeitendes Pyrometer. Auch eine Wärmebildkamera kann
eingesetzt sein.
[0017] Das Trocknungssystem zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 8 beinhaltet ein
Skid-Transportsystem. Alternativ ist es auch möglich, ein Umlauffördersystem mit Wagen
einzusetzen. Die Trocknungsanlage zur Durchführung des Trocknungsverfahrens nach Anspruch
9 hat zusätzlich eine Dreheinrichtung, die mit dem Transportsystem zum Bauteilträgertransport
zusammenarbeitet. Zu den vorgegebenen Steuerwerten kann auch die Lufttemperatur der
Trocknungsluft des Lufttrocknungsgebläses gehören, die dann vorzugsweise über ein
Klimaaggregat eingestellt wird.
[0018] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch eine Trocknungsanlage senkrecht zur Transportrichtung von
zu trocknenden Bauteilen; und
- Fig. 2
- einen Schnitt durch die Trocknungsanlage gemäß Linie II - II in Fig. 1, wobei der
Schnitt so gedreht ist, dass die Transportrichtung nach rechts zeigt.
[0019] Eine in der Zeichnung insgesamt mit 1 bezeichnete Trocknungsanlage ist einer in der
Zeichnung nicht dargestellten Lackieranlage nachgeordnet und Teil eines ansonsten
nicht dargestellten Trocknungssystems.
[0020] Durch die Trocknungsanlage 1 werden zwei Reihen von Kraftfahrzeug-Bauteilen 2, zum
Beispiel Stoßfänger, übereinander auf zwei etagenweise übereinander angeordneten Skid-Transportsystemen
längs einer Transportrichtung 3a transportiert. Die Transportrichtung 3a steht senkrecht
auf der Schnittebene der Fig. 1. Das Skid-Transportsystem ist in der stark schematisierten
Darstellung der Fig. 1 und 2 nicht gezeigt.
[0021] Eine Innenkammer 3 der Trocknungsanlage 1 ist nach oben von einer Gebläse-Deckwand
4 und senkrecht zur Transportrichtung 3a zu beiden Seiten hin von zwei Gebläse-Seitenwänden
5 begrenzt. Außen an den Seitenwänden 5 sind Klimaaggregate 6 angeordnet, die mit
einer Gebläseführung in der Gebläse-Deckwand 4 und in den Gebläse-Seitenwänden 5 in
Verbindung stehen.
[0022] Innerhalb der Innenkammer 3, den Transportweg der Kraftfahrzeug-Bauteile 2 nicht
behindernd, ist eine Mehrzahl von Infrarot-(IR-)Strahlern als Strahlerleisten parallel
zur Transportrichtung 3a angeordnet. Zwei erste Gruppen zu je vier IR-Strahlern 7
sind in Fig. 1 rechts und links des unteren Transportwegs des Transportsystems angeordnet
und an den Innenseiten der Gebläse-Seitenwände 5 montiert. Eine zweite Gruppe von
IR-Strahlern 8 ist in Fig. 1 rechts und links des oberen Transportwegs des Transportsystems
angeordnet und an den Innenseiten der Gebläse-Seitenwände 5 montiert.
[0023] Zwei weitere IR-Strahler 9, die eine dritte Gruppe bilden, sind in den beiden oberen
Eckbereichen der Innenkammer 3 angeordnet, die dort gebildet sind, wo die oberen Abschnitte
der Gebläse-Seitenwände 5 an die Gebläse-Deckwand 4 angefügt sind. Die IR-Strahler
9 sind sowohl von der Deckwand 4 als auch von den Seitenwänden 5 beabstandet. Zwei
weitere IR-Strahler 10 bilden eine vierte Gruppe und sind zwischen den beiden Transportwegen
des Transportsystems angeordnet. Die IR-Strahler 10 sind dabei von den Seitenwänden
5 soweit beabstandet wie die IR-Strahler 9. Zwei weitere IR-Strahler 11 bilden eine
fünfte Gruppe von IR-Strahlern und sind unterhalb des unteren Transportwegs des Transportsystems
angeordnet. Der Abstand der IR-Strahler 11 von den Seitenwänden 5 entspricht dem Seitenabstand
der IR-Strahler 9 und 10. Von einer Bodenwand 12 der Trocknungsanlage 1 sind die IR-Strahler
11 ebenfalls beabstandet.
[0024] Die IR-Strahler 7, 10 und 11 bestrahlen die Bauteile mit IR-Strahlung 13, die auf
dem unteren Transportweg des Skid-Transportsystems gefördert werden. Die IR-Strahler
8, 9 und 10 bestrahlen die Bauteile mit IR-Strahlung 13, die auf dem oberen Transportweg
des Skid-Transportsystems gefördert werden. Der typische Abstand der IR-Strahler 7
bis 11 von der Oberfläche der Kraftfahrzeug-Bauteile 2 liegt zwischen 100 und 300
mm.
[0025] Die Gebläseluft 14, die über die Klimaaggregate 6 gesteuert vortemperiert und entfeuchtet
ist, strömt, ausgehend von der Gebläse-Deckwand 4 und den Gebläse-Seitenwänden 5 hin
zu den Kraftfahrzeug-Bauteilen 2. Die Gebläseluft 14 strömt dabei zwischen den IR-Strahlern
7 bis 11 hindurch bzw. an diesen vorbei.
[0026] Längs der Transportrichtung 3a ist die Trocknungsanlage 1 in zwei IR-Zonen 15, 16
unterteilt. Die erste IR-Zone 15 überdeckt dabei etwa zwei Drittel des Transportweges
der Kraftfahrzeug-Bauteile 2 durch die Trocknungsanlage 1 und die zweite IR-Zone 16
überdeckt im Anschluss hieran etwa ein Drittel dieses Transportweges. An der Grenze
zwischen den IR-Zonen 15, 16 sind die Strahlerleisten der IR-Strahler 7 bis 11 geteilt,
so dass eine separate Ansteuerung der IR-Strahler 7 bis 11 in der ersten IR-Zone 15
einerseits und in der zweiten IR-Zone 16 andererseits möglich ist.
[0027] Die Lacktrocknung der Trocknungsanlage 1 ist wie nachfolgend beschrieben in einen
Gesamtprozess integriert: Zunächst wird ausgewählt, mit welchen wasser- bzw. lösungsmittelhaltigen
Lacken in welcher spezifizierten Zusammensetzung und Menge die zu lackierenden Kraftfahrzeug-Bauteile
2 beschichtet werden sollen.
[0028] Entsprechende Lackdaten werden aus einer Datenbank, in der diese Lackdaten gesammelt
sind, abgerufen. Zu diesen Lackdaten gehören folgende Lack-Kennwerte:
Die farbspezifische Soll-Lackschichtstärke, also die Schichtstärke, die der getrocknete
Lack später auf dem Bauteil haben soll, der farbspezifische Reflexionswert, also der
Energieanteil der auf den Lack auftreffenden IR-Strahlung, der vom Lack zurückreflektiert
wird, also keinen Beitrag zur Trocknung liefert, die maximal bei diesem Lack zulässige
Oberflächentemperatur des Kraftfahrzeug-Bauteils 2 sowie vom Substrat-Material des
Kraftfahrzeug-Bauteils 2 abhängige Grenzwerte. Die Soll-Schichtstärken betragen zwischen
10 und 20 µm, je nachdem, ob es sich um eine Grundierung oder um einen Basislack handelt
und je nach Lackfarbe. Der Lack ist in der Datenbank ferner charakterisiert durch
seine chemische Definition, seinen Festkörperanteil, seinen Anteil organischer Lösungsmittel
und seinen Wasseranteil. In dem abgelegten Reflexionswert geht neben der Farbe auch
die Information ein, ob es sich um einen Metall- oder Interferenzpigmente enthaltenden
Lack handelt.
[0029] Diese Lackdaten, die das Absorptions- und/oder Reflexionsverhalten des aufzubringenden
Lacks charakterisieren, insbesondere einen das Absorptions- und/oder Reflexionsverhalten
charakterisierenden Lack-Kennwert beinhalten, werden dann einem Karosserieteilträger,
der das zu lackierende Kunststoff-Bauteil 2 transportiert, nämlich dem Skid, zugeordnet.
Zu dieser Zuordnung trägt der Skid eine ihn eindeutig individualisierende Kennung,
zum Beispiel eine laufende Nummer, mit deren Hilfe die Lackdaten, also die in der
Datenbank hinterlegten, farbspezifischen Parameter zum auf dem Skid transportierten,
zu lackierenden Bauteil, dem Skid mit Hilfe des Steuerrechners zugewiesen werden.
Die Kennung des Skid ist auf einem maschinenlesbaren Datenträger untergebracht, der
auf dem Skid aufgebracht ist. Zu den zugeordneten Daten gehört insbesondere auch die
Geometrie des zu lackierenden Kraftfahrzeug-Bauteils 2. Anschließend werden die Kraftfahrzeug-Bauteile
2 in der Lackieranlage mit dem entsprechenden Lack beschichtet. Hierbei wird je nach
Deckkraft des Lacks eine unterschiedliche Lackschichtstärke aufgetragen.
[0030] Nach der Beschichtung werden die Kraftfahrzeug-Bauteile auf den Skids in eine Abdunstzone
transportiert. In der Abdunstzone verweilen die Bauteile 2 etwa zwei bis vier Minuten.
Dort herrscht eine Lufttemperatur zwischen 23 und 40°C und eine relative Luftfeuchte
von 55 bis 70 %. In der Abdunstzone, die in der Zeichnung nicht dargestellt ist, wird
eine Luftströmung mit einer Luftgeschwindigkeit zwischen 0,2 und 1 m/s zur Verfügung
gestellt.
[0031] Während der Verweildauer in der Abdunstzone werden die Kraftfahrzeug-Bauteile 2 auf
den Skids kontinuierlich durch die Abdunstzone gefördert.
In der Abdunstzone verflüchtigen sich Anteile der organischen und wässrigen Lösungsmittel.
Hierdurch wird der Lackfilm für die anschließende Trocknung vorbereitet.
[0032] Anschließend werden die Bauteile 2 auf den Skids kontinuierlich durch die Trocknungsanlage
1 gefördert. Vor dem Eingang in die Trocknungsanlage 1 wird die aktuelle Schichtdicke
der auf das Bauteil 2 aufgebrachten Lackschicht berührungslos, zum Beispiel mit Hilfe
eines gepulst photothermischen Verfahrens, gemessen. Ein derartiges Messverfahren
ist an sich durch offenkundige Vorbenutzung bekannt. Prinzipiell ist es möglich, zur
berührungslosen Lackschichtdickenmessung ein ebenfalls bekanntes Wirbelstrom-Messverfahren
einzusetzen. Anhand dieses Ist-Schichtdicken-Messwerts und den vom Skid ablesbaren
Lackdaten berechnet ein nicht dargestellter Steuerrechner der Trocknungsanlage 1 Steuerwerte
für den zeitlichen Verlauf der Leistung der IR-Strahler 7 bis 11, für den zeitlichen
Verlauf der Gebläseleistung der Gebläse-Deckwand 4 und der Gebläse-Seitenwand 5, für
die Gebläsetemperatur sowie für den zeitlichen Verlauf der Transportgeschwindigkeit
der Skids durch die Trocknungsanlage 1. Bei einem stärker reflektierenden Lack mit
großer Ist-Schichtdicke muss zum Beispiel eine höhere Trocknungsleistung erbracht
werden als bei stärker absorbierenden oder dünner aufgetragenen Lackschichten. Zusätzlich
müssen als Nebenbedingungen für die Strahlerleistung einerseits und die Gebläseleistung
andererseits noch die lack- und grundmaterialabhängigen Grenzparameter zum Beispiel
für die maximale Oberflächentemperatur berücksichtigt werden. Der Zentralrechner gibt
anhand der Ist-Schichtdicke und den vom jeweiligen Skid ausgelesenen Lackdaten zunächst
Sollkurven hinsichtlich des Zeitverlaufs der Temperatur der Luft in der Innenkammer
3, der Luftfeuchte der Luft in der Innenkammer 3 sowie der Geschwindigkeit der Luftströmung
in der Innenkammer 3 vor. Anhand dieser Soll kurven werden Steuerwerte für die Strahlerleistung
der IR-Strahler 7 bis 11 sowie für die Gebläseluft 14 der Gebläse-Deckwand 4 und der
Gebläse-Seitenwände 5 berechnet. Ferner erfolgt eine Berechnung des zeitlichen Verlaufs
der Transportgeschwindigkeit durch die Trocknungsanlage 1. Sobald diese Berechnungen
abgeschlossen sind, wird der Skid mit dem Kraftfahrzeug-Bauteil 2 durch die Trocknungsanlage
1 transportiert, wobei die IR-Strahler 7 bis 11, die Gebläse sowie das Skid-Transportsystem
anhand der berechneten Steuerwerte angesteuert werden. Für die IR-Strahler 7 bis 11
der beiden IR-Zonen 15, 16 werden die Strahlungsleistungen hierbei unabhängig voneinander
vorgegeben. In der zweiten IR-Zone 16 wird in der Regel die IR-Strahlungsleistung
gegenüber der Strahlungsleistung in der ersten IR-Zone 15 reduziert.
[0033] Die Gebläseluft 14 sorgt dafür, dass abdampfendes Lösungsmittel bzw. Wasserdampf
die IR-Strahlung 13 über der Oberfläche der zu trocknenden Kraftfahrzeug-Bauteile
2 nicht unerwünscht absorbiert. Auf diese Weise erfolgt eine an den jeweiligen Lack
des Bauteils fein angepasste und damit hoch effiziente Trocknung.
[0034] In die Steuerwertberechnung geht zudem mindestens ein Lösungsmittel-Kennwert ein,
der das Lösungsmittel des aufgebrachten Lacks charakterisiert. Es handelt sich hierbei
beispielsweise um den Lösungsmittelanteil, die Art des Lösungsmittels sowie den Wasseranteil.
[0035] Während des Trocknens in der Trocknungsanlage 1 wird die momentane Lack-Schichtdicke
auf dem zu trocknenden Kraftfahrzeug-Bauteil 2 überwacht. Hieraus werden Rückschlüsse
über den zeitlichen Verlauf der Trocknung gezogen. Insbesondere wird geprüft, ob dieser
zeitliche Verlauf mit einem Soll-Schichtdickenverlauf übereinstimmt, der anhand der
Trocknungs-Steuervorgaben zu erwarten ist. Eine zu große Abweichung der während des
Trocknens online gemessenen Lackschichtstärke von der Sollstärken-Vorgabe resultiert
in einem Warnsignal. Ein derartiges Warnsignal wird in jedem Fall ausgegeben, sofern
die online gemessene aktuelle Lack-Schichtdicke geringer ist als die endgültige Soll-Lackschichtstärke.
Eine Abweichung der online gemessenen Lackstärke vom vorgegebenen Lackstärken-Sollverlauf
kann auch zur Feinkorrektur der Steuerwerte für die IR-Strahler einerseits bzw. die
Gebläseluft andererseits eingesetzt werden. Während des Trocknungsvorgangs in der
Trocknungsanlage 1 wird zudem ebenfalls berührungslos, zum Beispiel mit einem langwellig
arbeitenden Pyrometer, die Oberflächentemperatur der auf das jeweilige Kraftfahrzeug-Bauteil
2 aufgebrachten Lackschicht überwacht. Sobald die online gemessene Oberflächentemperatur
größer ist als der vorgegebene Grenzwert der Oberflächentemperatur, wird ebenfalls
ein Warnhinweis ausgegeben. Auch dann, wenn die online gemessene Oberflächentemperatur
geringer ist, als ein Sollwert, der anhand der Trocknungs-Vorgabe zu erwarten ist,
wird ein Warnsignal ausgegeben, da dies ein Hinweis auf einen Prozessfehler ist.
[0036] Auch die Lufttemperatur und die Luftfeuchte in der Innenkammer 3 werden kontinuierlich
mit entsprechendem Messinstrumenten erfasst.
[0037] Abhängig von der auf dem Skid abgelegten Artikelgeometrie können die Kraftfahrzeug-Bauteile
2 während des Trocknungsvorgangs in der Trocknungsanlage 1 gedreht werden. Hierzu
wird das Bauteil mit Hilfe einer an sich bekannten Dreheinrichtung mitsamt den dieses
Bauteil transportierenden Skid von einer Förderkette des Skid-Transportsystems abgehoben,
um 180° um die Bauteil-Hochachse (vgl. Achse 17 in Fig. 1) gedreht und anschließend
wieder auf die Förderkette aufgesetzt. Auf diese Weise erfolgt eine Symmetrisierung
des Trocknungsvorgangs in der Trocknungsanlage 1 während des Transports durch diese.
[0038] Der Durchlauf eines zu trocknenden Kraftfahrzeug-Bauteils 2 durch die Trocknungsanlage
1 dauert je nach Vorgabe zwischen vier und sechs Minuten. Je nach Vorgabe wird eine
Lufttemperatur zwischen 50 und 80°C, eine absolute Luftfeuchte, die geringer ist als
10 g/kg, eine Luftströmung von 0,2 bis 1 m/s und eine IR-Strahlungsleistung zwischen
5 und 20 kW/m
2 eingestellt. Typische Werte der beim Trocknen in der Trocknungsanlage 1 sich einstellenden
Oberflächentemperatur liegen zwischen 23 und 80°C.
[0039] Nach dem Trocknen verlassen die Kraftfahrzeug-Bauteile 2 die Trocknungsanlage 1 und
werden auf Raumtemperatur abgekühlt.
[0040] Anstelle eines Skid-Transportsystems ist es auch möglich, ein Umlauffördersystem
mit Wagen zum Transport der zu lackierenden Bauteile einzusetzen.
1. Verfahren zur Trocknung einer auf einem Kraftfahrzeug-Bauteil (2) aufgebrachten Lackschicht
mit folgenden Schritten:
- Zuordnen von Lackdaten, welche mindestens einen das Absorptions- und/oder Reflexionsverhalten
des aufgebrachten Lacks charakterisierenden Lack-Kennwert beinhalten, zu einem Bauteilträger,
welcher das lackierte Kraftfahrzeug-Bauteil (2) transportiert,
- wobei die Lackdaten durch Aufbringen eines maschinenlesbaren Datenträgers, welcher
die Lackdaten trägt, auf ein Transportmittel zum Transport des Bauteilträgers zu einer
Trocknungsanlage (1) dem Bauteilträger zugeordnet werden,
- Messen der Schichtdicke der auf das Kraftfahrzeug-Bauteil (2) aufgebrachten Lackschicht
vor dem Trocknen,
- Ablesen der Lackdaten vom maschinenlesbaren Datenträger mittels eines Lesegeräts,
- Berechnen von Steuerwerten für den zeitlichen Verlauf einer Trocknungsstrahlerleistung
abhängig von dem mindestens einen, zugeordneten Lack-Kennwert und von der Schichtdicke,
- Transportieren des Bauteilträgers mit dem Kraftfahrzeug-Bauteil (2) zur Trocknungsanlage
(1),
- Trocknen der Lackschicht mit Hilfe des Ansteuerns von Trocknungsstrahlern (7 bis
11) gemäß den berechneten Steuerwerten.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- Zusätzliches Zuordnen von Lackdaten, welche mindestens einen das Lösungsmittel des
aufgebrachten Lacks charakterisierenden Lösungsmittel-Kennwert beinhalten, zu einem
Bauteilträger, welcher das lackierte Kraftfahrzeug-Bauteil (2) transportiert,
- Berechnen von Steuerwerten für den zeitlichen Verlauf der Trocknungsstrahlerleistung,
zusätzlich abhängig von dem mindestens einen Lösungsmittel-Kennwert,
- Trocknen der Lackschicht mit Hilfe des Ansteuerns der Trocknungsstrahler (7 bis
11) gemäß den berechneten Steuerwerten.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
gekennzeichnet durch ein zusätzliches Lufttrocknen der Lackschicht mit folgenden Schritten:
- Berechnen von Steuerwerten für den zeitlichen Verlauf einer Trocknungsluftmenge,
abhängig von dem mindestens einen Lösungsmittel-Kennwert und vorzugsweise abhängig
von dem mindestens einen Lack-Kennwert,
- zusätzliches Trocknen der Lackschicht mit Hilfe des Ansteuerns eines Lufttrocknungsgebläses
gemäß den berechneten Steuerwerten, wobei mittels entfeuchteter, erwärmter Trockenluft
Lösungsmittel- und/oder Wasserdampfschwaden von der Oberfläche des zu trocknenden
Bauteils entfernt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch ein Überwachen der Schichtdicke der auf das Kraftfahrzeug-Bauteil (2) aufgebrachten
Lackschicht während des Trocknens.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- Berechnen bzw. Abrufen einer Soll-Lackschichtstärke für den getrockneten Lack aus
den zugeordneten Lackdaten,
- Überwachen der Schichtdicke der auf das Kraftfahrzeug-Bauteil (2) aufgebrachten
Lackschicht während des Trocknens,
- Ausgeben eines Warnsignals, sofern die überwachte Schichtdicke geringer ist als
die Soll-Lackschichtstärke.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- Berechnen bzw. Abrufen einer maximal tolerierbaren Grenz-Oberflächentemperatur für
den Lack während des Trocknens aus den zugeordneten Lackdaten,
- Überwachen der Oberflächentemperatur der auf das Kraftfahrzeug-Bauteil (2) aufgebrachten
Lackschicht während des Trocknens,
- Ausgeben eines Warnsignals, sofern die überwachte Oberflächentemperatur größer ist
als die Grenz-Oberflächentemperatur.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- Berechnen bzw. Abrufen einer minimal tolerierbaren Grenz-Oberflächentemperatur für
den Lack während des Trocknens aus den zugeordneten Lackdaten,
- Überwachen der Oberflächentemperatur der auf das Kraftfahrzeug-Bauteil (2) aufgebrachten
Lackschicht während des Trocknens,
- Ausgeben eines Warnsignals, sofern die überwachte Oberflächentemperatur geringer
ist als die Grenz-Oberflächentemperatur.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch den Einsatz eines Skid oder eines Umlauffördersystems mit Wagen als Transportmittel
zum Transport des Bauteilträgers zur Trocknungsanlage (1).
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch ein Drehen des Kraftfahrzeug-Bauteils (2) während des Trocknens in der Trocknungsanlage
(1), wobei der Zeitpunkt und/oder der Drehwinkel dieses Drehvorgangs vorzugsweise
anhand der zugeordneten Lackdaten im Rahmen der Steuerwert-Berechnung berechnet wird.
10. Trocknungssystem zur Durchführung eines Trocknungsverfahrens nach einem der Ansprüche
1 bis 9,
- mit einem Bauteilträger,
- mit einem Transportmittel zum Transport des Bauteilträgers,
- mit einem maschinenlesbaren Datenträger, welcher die Lackdaten trägt und auf dem
Transportmittel aufgebracht ist,
- mit einer Datenbank, in der die Lackdaten abgelegt sind,
- mit einer Lackschichtdicken-Messvorrichtung,
- mit einem Lesegerät zum Ablesen eines maschinenlesbaren Datenträgers,
- mit einem Steuerrechner zum Zuordnen der Lackdaten sowie zur Berechnung und Vorgabe
der Steuerwerte und
- mit einer Trocknungsanlage (1) mit Trocknungsstrahlern (7, 8, 9, 10, 11).
1. Method for drying a coating film applied on a motor-vehicle component (2), having
the following steps:
- assigning coating-material data, which contain at least one coating-material characteristic
value characterizing the absorption and/or reflection behaviour of the applied coating
material, to a component carrier transporting the coated motor-vehicle component (2),
- wherein the coating-material data are assigned to the component carrier by way of
placing a machine-readable data carrier, carrying the coating-material data, on a
transport means for transporting the component carrier to a drying station (1),
- measuring the film thickness of the coating film, which has been applied onto the
motor-vehicle component (2), before drying,
- reading the coating-material data from the machine-readable data carrier using a
reader,
- calculating control values for the temporal profile of a radiant dryer output as
a function of the at least one assigned coating-material characteristic value and
of the film thickness,
- transporting the component carrier with the motor-vehicle component (2) to the drying
station (1),
- drying the coating film by means of driving radiant dryers (7 to 11) according to
the calculated control values.
2. Method according to Claim 1,
characterized by the following steps:
- additionally assigning coating-material data, which contain at least one solvent
characteristic value characterizing the solvent of the applied coating material, to
a component carrier transporting the coated motor-vehicle component (2),
- calculating control values for the temporal profile of the radiant dryer output,
additionally as a function of the at least one solvent characteristic value,
- drying the coating film by means of driving the radiant dryers (7 to 11) according
to the calculated control values.
3. Method according to Claim 1 or 2,
characterized by additional air drying of the coating film, having the following steps:
- calculating control values for the temporal profile of a drying-air amount, as a
function of the at least one solvent characteristic value and preferably as a function
of the at least one coating-material characteristic value,
- additionally drying the coating film by means of driving an air drying blower according
to the calculated control values, wherein solvent and/or clouds of water vapour are
removed from the surface of the component to be dried using dehumidified, warmed dry
air.
4. Method according to one of Claims 1 to 3, characterized by monitoring the film thickness of the coating film, which has been applied to the
motor-vehicle component (2), during drying.
5. Method according to Claim 4,
characterized by the following steps:
- calculating or retrieving a pre-specified coating-film thickness for the dried coating
material from the assigned coating-material data,
- monitoring the film thickness of the coating film, which has been applied to the
motor-vehicle component (2), during drying,
- outputting a warning signal, if the monitored film thickness is less than the pre-specified
coating-film thickness.
6. Method according to one of Claims 1 to 5,
characterized by the following steps:
- calculating or retrieving a maximum acceptable limit surface temperature for the
coating material during drying from the assigned coating-material data,
- monitoring the surface temperature of the coating film, which has been applied to
the motor-vehicle component (2), during drying,
- outputting a warning signal, if the monitored surface temperature is greater than
the limit surface temperature.
7. Method according to Claim 6,
characterized by the following steps:
- calculating or retrieving a minimum acceptable limit surface temperature for the
coating material during drying from the assigned coating-material data,
- monitoring the surface temperature of the coating film, which has been applied to
the motor-vehicle component (2), during drying,
- outputting a warning signal, if the monitored surface temperature is less than the
limit surface temperature.
8. Method according to one of Claims 1 to 7, characterized by using a skid or a continuous conveyor system with carriages as a transport means
for transporting the component carrier to the drying station (1).
9. Method according to one of Claims 1 to 8, characterized by rotating the motor-vehicle component (2) during drying in the drying station (1),
wherein the time and/or the angle of rotation of this rotating operation is calculated
preferably using the assigned coating-material data in association with the control-value
calculation.
10. Drying system for carrying out a drying method according to one of Claims 1 to 9,
- having a component carrier,
- having a transport means for transporting the component carrier,
- having a machine-readable data carrier, which carries the coating-material data
and is placed on the transport means,
- having a database in which the coating-material data are stored,
- having a coating film thickness measuring apparatus,
- having a reader for reading a machine-readable data carrier,
- having a control computer for assigning the coating-material data and for calculating
and pre-specifying the control values and
- having a drying station (1) having radiant dryers (7, 8, 9, 10, 11).
1. Procédé de séchage d'une couche de peinture appliquée sur un composant (2) de véhicule
automobile, le procédé comportant les étapes suivantes :
- attribution de données de peinture qui contiennent au moins une valeur caractéristique
de la peinture, qui caractérise le comportement d'absorption et/ou de réflexion de
la peinture appliquée, à un porte-composant qui transporte le composant (2) peint
du véhicule automobile,
- les données de peinture étant attribuées au porte-composant par application d'un
support de données lisible par machine qui porte les données de peinture sur un moyen
de transport qui transporte le porte-composant à une installation de séchage (1),
- mesure de l'épaisseur de la couche de peinture appliquée sur le composant (2) du
véhicule automobile avant son séchage,
- au moyen d'un appareil de lecture, lecture des données de peinture sur le support
de données lisibles par machine,
- calcul des valeurs de commande de l'évolution dans le temps d'une puissance de rayonnement
de séchage en fonction de la ou des valeurs caractéristiques de la peinture associées
et de l'épaisseur de la couche,
- transport du porte-composant vers l'installation de séchage (1) avec le composant
(2) du véhicule et
- séchage de la couche de peinture à l'aide de la commande de radiants de séchage
(7 à 11) selon les valeurs de commande calculées.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé par les étapes suivantes :
- attribution supplémentaire de données de peinture qui contiennent au moins une valeur
caractéristique de solvant, qui caractérise le solvant de la peinture appliquée, à
un porte-composant qui transporte le composant (2) peint du véhicule automobile,
- calcul de valeurs de commande de l'évolution temporelle de la puissance radiante
de séchage en fonction de la ou des valeur(s) caractéristique(s) du solvant et
- séchage de la couche de peinture à l'aide de la commande des radiants de séchage
(7 à 11) selon les valeurs de commande calculées.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé par un séchage supplémentaire à l'air de la couche de peinture et présentant les étapes
suivantes :
- calcul de valeurs de commande de l'évolution temporelle du débit d'air de séchage
en fonction de la ou des valeur(s) caractéristique(s) du solvant et de préférence
en fonction de la ou des valeur(s) caractéristique(s) de la peinture,
- séchage supplémentaire de la couche de vernis à l'aide de la commande d'un ventilateur
d'air de séchage en fonction des valeurs de commande calculées, le solvant et/ou les
buées de vapeur d'eau étant retirés de la surface du composant à sécher au moyen d'air
de séchage chauffé et déshumidifié.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'épaisseur de la couche de peinture appliquée sur le composant (2) du véhicule automobile
est surveillée pendant le séchage.
5. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé par les étapes suivantes:
- calcul ou demande d'une épaisseur de consigne de la couche de peinture séchée dans
les données de peinture associées,
- pendant le séchage, surveillance de l'épaisseur de la couche de peinture appliquée
sur le composant (2) du véhicule automobile et
- émission d'un signal d'alarme si l'épaisseur de la couche surveillée est inférieure
à l'épaisseur de consigne de la couche de peinture.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé par les étapes suivantes:
- calcul ou demande d'une température limite de surface maximale tolérable de la peinture
pendant le séchage dans les données de peinture associées,
- pendant le séchage, surveillance de la température de surface de la couche de peinture
appliquée sur le composant (2) du véhicule automobile,
- émission d'un signal d'alarme si la température de surface surveillée est supérieure
à la température limite de la surface.
7. Procédé selon la revendication 6,
caractérisé par les étapes suivantes:
- calcul ou demande d'une température limite minimale tolérable de la surface de la
peinture pendant le séchage dans les données de peinture associées,
- pendant le séchage, surveillance de la température de surface de la couche de peinture
appliquée sur le composant (2) du véhicule automobile,
- émission d'un signal d'alarme si la température de surface surveillée est inférieure
à la température limite de la surface.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par l'utilisation d'un traineau ou d'un système de transport en circuit fermé doté de
chariots servant de moyens de transport pour transporter le porte-composant vers l'installation
de séchage (1).
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par la rotation du composant (2) du véhicule automobile pendant son séchage dans l'installation
de séchage (1), l'instant et/ou l'angle de rotation de cette opération de rotation
étant calculés de préférence à l'aide des données de peinture associées dans le cadre
du calcul des valeurs de commande.
10. Système de séchage destiné à exécuter un procédé de séchage selon l'une des revendications
1 à 9, et présentant
- un porte-composant,
- un moyen de transport qui transporte le porte-composant,
- un support de données lisibles par machine qui porte les données de peinture et
est appliqué sur le moyen de transport,
- une base de données dans laquelle les données de peinture sont conservées,
- un dispositif de mesure de l'épaisseur de la couche de peinture,
- un appareil de lecture qui lit un support de données lisibles par machine,
- un calculateur de commande qui attribue les données de peinture et qui calcule et
délivre les valeurs de commande et
- une installation de séchage (1) dotée de radiants de séchage (7, 8, 9, 10, 11).