[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein elektronisches Lampenvorschaltgeräts
(EVG) zum Wechselstrombetrieb wenigstens einer Entladungslampe.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist bekannt, dass eine asymmetrische Ansteuerung der beiden
üblicherweise symmetrisch (d.h. mit einem Rechtecksignal mit einem Tastverhältnis
von 50 %) angesteuerten, zur Umpolung des Lampenstroms benötigten Leistungstransistoren
der Wechselrichterhalbbrücke eines zum Wechselstrombetrieb dienenden elektronischen
Lampenvorschaltgeräts dazu beiträgt, das Auftreten laufender Schichten im Füllgas
und damit ein Flackern der Lampe zu verhindern. Zu diesem Zweck werden Steuersignale
mit asymmetrischen, d.h. von dem Wert 50% abweichenden Tastverhältnissen in einem
Wertebereich zwischen 0% und 100% angelegt.
[0003] Dies hat jedoch die Nachteile, dass Gleichspannungsanteile an der Lampe anliegen,
die zu Störungen des Betriebsablaufs führen, wie beispielsweise infolge einer Migration
ionisierter Metall- bzw. Gasatome in Richtung einer der beiden Elektroden.
[0004] EP 1 269 801 B1 bezieht sich auf ein Vorschaltgerät und ein zugehöriges Verfahren zum Dimmen einer
mit einer Leuchtstofflampe versehenen Leuchte, wobei das Vorschaltgerät durch Erfassung
der Lampenbrennspannung bestimmte Lampentypen automatisch erkennt und diejenigen Betriebsdaten
einstellt, die dem momentan in der Leuchte befindlichen Lampentyp gemäß einem Betriebsdatenregister
zugeordnet sind.
[0005] In
EP 1 095 543 B1 ist ein elektronisches Lampenvorschaltgerät für mindestens eine Gasentladungslampe
mit einer von einer Gleichspannungsquelle gespeisten, aus zwei zueinander in Serie
geschalteten Leistungstransistoren bestehenden Wechselrichterhalbbrücke offenbart.
Dabei ist eine vom jeweils eingestellten Dimmlevel abhängige asymmetrische Betriebsart
vorgesehen, bei der die Tastverhältnisse der Steuersignale für den ersten und zweiten
Leistungsschalter der Wechselrichterhalbbrücke über eine Steuerungsschaltung in periodischer
Folge variiert und dabei auf von 50% abweichende Werte eines Wertebereichs zwischen
0% und 100% eingestellt werden.
[0006] WO 99/34650 beschreibt ein elektronisches Vorschaltgerät zum Wechselstrombetrieb mindestens einer
Gasentladungslampe, welche über eine mit einer gleichgerichteten Versorgungsspannung
betriebene Wechselrichterhalbbrücke sowie über eine Steuerungsschaltung zum Steuern
des Betriebs der Gasentladungslampe verfügt. Die beiden Halbleiter-Leistungsschalter
der Wechselrichterhalbbrücke werden dabei von der Steuerungsschaltung so angesteuert,
dass von der Wechselrichterhalbbrücke ausgangsseitig eine Wechselspannung variabler
Frequenz erzeugt wird.
[0007] EP 0 390 285 B1 offenbart ein dimmbares elektronisches Vorschaltgerät zum Wechselstrombetrieb einer
Quecksilberdampf-Entladungslampe, das über eine integrierte regelbare Gleichspannungsquelle
zur Stabilisierung des Walmverhaltens der Lampe, insbesondere bei niedrigen Dimmleveln,
verfügt. Die Gleichspannungsquelle liefert dabei einen der Versorgungswechselspannung
der Lampe überlagerten Gleichspannungs-Offset, dessen Spannungspegel so geregelt wird,
dass der von der Lampe während des Dimmbetriebs erzeugte Lichtstrom konstant bleibt.
[0008] In
US 4,251,752 ist ein elektronisches Vorschaltgerät zum Wechselstrombetrieb mindestens einer Leuchtstofflampe
beschrieben, welches eine aktive Leistungsfaktorkorrekturschaltung in Form eines als
Oberwellenfilter wirkenden Gleichspannungs-Hochsetzstellers zur Minimierung störender
Netzoberwellen sowie zur Anhebung des Leistungsfaktors durch Kompensation der von
der Lampe aufgenommenen Blindleistung aufweist.
AUFGABE DER VORLIEGENDEN ERFINDUNG
[0009] Ausgehend von dem oben genannten Stand der Technik, ist die vorliegende Erfindung
der Aufgabe gewidmet, die Ansteuerung einer Lampe flexibler zu gestalten, um sie besser
an aktuelle Betriebsbedingungen anzupassen.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsbeispiele, die den Gedanken der Erfindung weiterbilden,
sind in den abhängigen Patentansprüchen definiert.
ZUSAMMENFASSENDE DARSTELLUNG DER VORLIEGENDEN ERFINDUNG
[0012] Die vorliegende Erfindung offenbart ein elektronisches Lampenvorschaltgerät zum Wechselstrombetrieb
wenigstens einer Lampe. Die beiden Halbleiter-Leistungsschalter der Wechselrichterhalbbrücke
werden über Steuersignale angesteuert, deren Tastverhältnisse zeitvariant einstellbar
und beispielsweise in Abhängigkeit von erfassten Betriebsparametern der Lampe einstellbar
sind. Die beiden Wechselrichterschalter werden dabei asymmetrisch angesteuert, wobei
die Asymmetrie der Ansteuerung durch Vorgabe eines Steuersignals mit einem zeitlich
veränderlichen Tastverhältnis aus einem Wertebereich zwischen 0% und 100% festlegbar
ist.
[0013] Darüber hinaus bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein Verfahren zum Wechselstrombetrieb
mindestens einer Lampe, wobei asymmetrische Tastverhältnisse von Steuersignalen einer
vorgebbaren Taktfrequenz einstellbar ist, welche zur Ansteuerung zweier zu einer Halbbrücke
in Serie geschalteter, getrennt voneinander steuerbarer Halbleiter-Leistungsschalter
eines zur Versorgung der Lampe mit Wechselstrom verwendeten Wechselrichters dienen.
Dabei sind die asymmetrischen Tastverhältnisse der beiden Wechselrichter-Steuersignale
erfindungsgemäß insbesondere hinsichtlich ihrer Asymmetrie zeitvariant einstellbar
oder abhängig von wenigsten einem Rückführsignal regelbar.
[0014] Die asymmetrischen Tastverhältnisse der beiden Wechselrichter-Steuersignale können
dabei in einem regelmäßigen Taktzyklus durch Pulsbreitenmodulation der Wechselrichter-Steuersignale
variiert werden.
[0015] Alternativ dazu können die asymmetrischen Tastverhältnisse der beiden Wechselrichter-Steuersignale
in Abhängigkeit von erfassten Betriebsparametern (bspw. Lampenstrom, Lampenspannung
bzw. jeweils die DC-Anteil davon, Lampenwiderstand,...), dem Lampenbetriebszustand
(bspw. vor/nach Zündung) oder Umgebungsparametern (Temperatur etc.) des Lampenbetriebs
durch Pulsbreitenmodulation der Wechselrichter-Steuersignale adaptiv verändert werden.
[0016] Im letzteren Fall werden zunächst Werte zweier asymmetrischer Tastverhältnisse vorgegeben
und die Pulsbreiten der beiden zur Ansteuerung des Wechselrichters dienenden Steuersignale
gemäß den für die beiden Tastverhältnisse vorgegebenen Werten eingestellt. Im Anschluss
daran wird ein durch die vorgenommenen Pulsbreiten-Festlegungen verursachter Gleichsignalanteil
eines die effektive Wirkleistungsaufnahme der Lampe repräsentierenden Betriebsparameters
erfasst. Der betreffende Betriebsparameter wird dann an ein Regelungs- und Steuerungsmodul
weitergeleitet, woraufhin die für die beiden Tastverhältnisse vorgegebenen Werte abhängig
von dem erfassten Betriebsparameter neu eingestellt werden, so dass der vorgenannte
Gleichsignalanteil, gemittelt über die Anzahl der vorgenannten Taktzyklen, im Wesentlichen
gleich Null ist.
[0017] Bei den als Regelgröße in Betracht kommenden Betriebsparametern kann es sich erfindungsgemäß
um Lampen- und/oder Umgebungsparameter handeln, beispielsweise um den Effektiv- oder
Gleichrichtwert, den Gleich- und/oder Wechselsignalanteil der Lampenbrennspannung
ULA bzw. um den Effektiv- oder Gleichrichtwert, den Gleich- und/oder Wechselsignalanteil
des durch die Lampe fließenden Stroms
ILA, um die der Lampe im Brenn- bzw. Dimmbetrieb zugeführte effektive Wirkleistung
Pw,eff, um die errechnete Lampenimpedanz
ZLA bei positiver bzw. negativer Halbwelle des Lampenstroms oder um ein Detektorausgangssignal
zur Erfassung eines Flackerns der Lampe, eines unangemessen hohen Temperaturanstiegs
oder einer die Stabilität der Regelung beeinträchtigenden Störgröße (z.B. einer infolge
einer Überlast aufgetretenen Störspannungsspitze). Die erfindungsgemäße Regelung des
Tastverhältnisses kann dabei auch abhängig von der Betriebsart der Energieversorgung
(Normalbetrieb oder Notstrombetrieb) erfolgen. Darüber hinaus kann erfindungsgemäß
vorgesehen sein, dass zur Regelung der von der Lampe aufgenommenen effektiven Wirkleistung
der exakte Signalverlauf des Lampenstroms
ILA erfasst, abgetastet, quantisiert und in digitalisierter Form ausgewertet wird, da
dieser auf das Betriebsverhalten der Lampe sowohl im Brennals auch im Dimmbetrieb
einen entscheidenden Einfluss hat.
[0018] Nach einer Variante der vorliegenden Erfindung kann die Regelung der von der Lampe
aufgenommenen effektiven Wirkleistung so erfolgen, dass bei einer Beaufschlagung des
Lampenstroms mit einem Gleichstromanteil Letzterer, gemittelt über eine vorgebbare
Zeitdauer, im Wesentlichen gleich Null ist. Die Generierung dieses Gleichstromanteils
erfolgt dabei mit Hilfe einer asymmetrischen Halbbrückenansteuerung über ein digitales
Steuersignal einer vorzugsweise hohen Taktrate und einem dementsprechend kleinen Abtastintervall,
um den Gleichstromanteil entsprechend niedrig zu halten, da bei manchen Lampentypen
schon ein verhältnismäßig geringer Gleichstromanteil in Bezug auf das Walmverhalten
der Lampe kritisch ist.
[0019] Die Tastverhältnisse der beiden Wechselrichter-Steuersignale können erfindungsgemäß
entweder einem durch Pulsbreitenmodulation der Wechselrichter-Steuersignale jeweils
vorgegebenen, von der Zeit abhängigen Funktionsverlauf folgen oder kurzzeitig Zufallswerte
aus einem den Wert 50 % ausschließenden Wertebereich zwischen 0 % und 100 % annehmen.
Eine durch diese zufälligen Tastverhältnisse kurzzeitig verursachte Änderung der von
der Lampe aufgenommenen effektiven Wirkleistung wird dann nach Verstreichen einer
vorgebbaren Anzahl von Taktzyklen wieder ausgeglichen, indem entsprechend abgeänderte
Tastverhältnisse eingestellt werden.
[0020] Dabei kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass die Tastverhältnisse der beiden
Wechselrichter-Steuersignale entweder voneinander unabhängig eingestellt werden oder
zueinander korreliert sind, also über einen funktionalen Zusammenhang voneinander
abhängen.
[0021] Die Tastverhältnisse können abhängig von einem Dimmlevel der Lampe eingestellt werden.
[0022] Außerdem bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein Steuerungsmodul zur Implementierung
des vorstehend beschriebenen Verfahrens.
[0023] Die vorliegende Erfindung bezieht sich darüber hinaus auf ein elektronisches Vorschaltgerät
zum Wechselstrombetrieb mindestens einer Entladungslampe, welches einen mit einer
Gleichspannung gespeisten, zur Versorgung der Lampe mit Wechselstrom dienenden Wechselrichter
in Form zweier zu einer Halbbrücke in Serie geschalteter, getrennt voneinander steuerbarer
Halbleiter-Leistungsschalter aufweist sowie ein Steuerungsmodul zur getrennten Ansteuerung
der beiden Halbleiter-Leistungsschalter mit zwei digitalen Wechselrichter-Steuersignalen
einer vorgebbaren Taktfrequenz, wobei die Tastverhältnisse dieser Wechselrichter-Steuersignale
asymmetrische Werte aufweisen. Um die von der Entladungslampe aufgenommene effektive
Wirkleistung steuern zu können, sind die asymmetrischen Tastverhältnisse der beiden
Wechselrichter-Steuersignale erfindungsgemäß zeitvariant einstellbar.
[0024] Das vorgenannte elektronische Vorschaltgerät kann dabei über eine der Wechselrichterhalbbrücke
vorgeschaltete, an deren Versorgungsspannungseingang angeschlossene Leistungsfaktorkorrekturschaltung
mit einem integrierten, über ein pulsbreitenmoduliertes Leistungsfaktor-Steuersignal
angesteuerten Halbleiter-Leistungsschalter zur Kompensation der von der Entladungslampe
im Brenn- bzw. Dimmbetrieb aufgenommenen Blindleistung verfügen. Um den Leistungsfaktor
der von der Lampe aufgenommenen Leistung steuern zu können, ist erfindungsgemäß vorgesehen,
dass das Leistungsfaktor-Steuersignal in Abhängigkeit von erfassten Betriebsparametern
des Lampenbetriebs durch Pulsbreitenmodulation adaptiv veränderbar ist.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0025] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden nunmehr, Bezug nehmend
auf die begleitenden Zeichnungen und anhand einer detaillierten Beschreibung eines
Ausführungsbeispiels der Erfindung, erläutert.
- Fig. 1
- zeigt ein Blockschaltbild eines elektronischen Lampenvorschaltgeräts (EVG),
- Fig. 2
- zeigt eine schaltungstechnische Realisierung des in Fig. 1 dargestellten elektronischen
Lampenvorschaltgeräts (EVG) mit einer Leistungsfaktorkorrekturschaltung nach dem Stand
der Technik,
- Fig. 3a+b
- zeigen zwei Spannungs-Zeit-Diagramme, in denen die zeitlichen Verläufe zweier während
zwei aufeinanderfolgender Taktzyklen erzeugter pulsbreitenmodulierter Steuersignale
zur Ansteuerung der beiden Leistungstransistoren einer Wechselrichterhalbbrücke dargestellt
sind,
- Fig. 3c
- zeigt ein Spannungs-Zeit-Diagramm, in dem der zeitliche Verlauf eines während der
zwei aufeinanderfolgenden Taktzyklen erzeugten pulsbreitenmodulierten Steuersignals
dargestellt ist, welches zur Ansteuerung des Leistungsschalters in der aktiven Leistungsfaktorkorrekturschaltung
verwendet wird,
- Fig. 3d
- zeigt ein Spannungs-Zeit-Diagramm, in dem der näherungsweise sinusförmige, entlang
der Zeitachse verschobene Verlauf der Lampenbrennspannung bei Variation der Tastverhältnisse
der beiden pulsbreitenmodulierten Steuersignale zur Steuerung der beiden zum Betrieb
der Wechselrichterhalbbrücke benötigten Leistungstransistoren dargestellt ist, und.
- Fig. 4
- Zeigt ein Beispiel für eine zeitliche Änderung des Tastverhältnises ("Duty Cycle")
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0026] In den folgenden Abschnitten werden die Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung
anhand der beigefügten Zeichnungen im Detail beschrieben.
[0027] In Fig. 1 ist ein Blockschaltbild eines elektronischen Lampenvorschaltgeräts (EVG)
gemäß vorliegender Erfindung abgebildet, welches zur Regelung des Betriebs einer über
das EVG angesteuerten wechselstrombetriebenen Entladungslampe dient.
[0028] Ein als "PWM-Modul" bezeichneter Pulsbreitenmodulator mit nachgeschaltetem Treiber
dient dabei zur Ansteuerung eines zur Wechselstromversorgung der Lampe LA dienenden,
mit einer Gleichspannung
Uv gespeisten Wechselrichters DC/AC. Mit Hilfe des Pulsbreitenmodulators PWM werden
die Pulsbreiten
tein1 bzw.
tein2 und damit die Tastverhältnisse
d1 bzw.
d2 zweier Steuerspannungen
UG1 und
UG2 für die Steueranschlüsse der beiden Schalter des Halbbrücken-Wechelrichters variiert.
Die Ansteuerung des Pulsbreitenmodulators PWM erfolgt dabei in Abhängigkeit von zwei
digitalen Stellgrößen, die von zwei Datenausgängen einer als "R&S-Modul" bezeichneten
digitalen Regelungs- und Steuerungseinrichtung geliefert werden. Dieser werden Messsignale
betreffend abgeriffener Betriebsparameter als Regelgrößen zugeführt.
[0029] Bei diesen Messsignalen kann es sich zum Beispiel um zwei Messspannungen
UM1 und
UM2 handeln, die zu jeweils einem der durch die beiden Lampenelektroden (W
1 bzw. W
2) fließenden Wendelströme
IW1 bzw.
IW2 proportional sind.
[0030] Die Regelungs- und Steuerungseinrichtung regelt die beiden vorgenannten Stellgrößen
dabei abhängig von dem an den erfassten Messsignalen sowie abhängig von einer über
einen Sollwerteingang vorgebbaren Führungsgröße für die im Brenn- bzw. Dimmbetrieb
von der Entladungslampe LA zu erzeugende Strahlungsleistung.
[0031] Bei Feststellung einer Regelabweichung zwischen einer über den Lastkreis LK des elektronischen
Lampenvorschaltgeräts abgegriffenen Messspannung
UM1 bzw.
UM2 und einer den vorgenannten Sollwert
ΦLA, soll repräsentierenden Referenzspannung
Uref verändert die Regelungs- und Steuerungseinrichtung die Frequenz und/oder die Tastverhältnisse
d
1 bzw. d
2 der zur Ansteuerung der Wechselrichterhalbbrücke DC/AC benötigten Steuerspannungen
UG1 und
UG2 so, dass dieser Sollwert zumindest näherungsweise erreicht wird.
[0032] Zur Stabilisierung des von der Leistungsfaktorkorrekturschaltung PFC zwecks Reduzierung
der von der Lampe im Brenn- bzw. Dimmbetrieb aufgenommenen Blindleistung auf einen
Wert nahe Eins erhöhten Leistungsfaktors der Gesamtschaltung dient erfindungsgemäß
ein als "Leistungsfaktorregelungsschaltung" bezeichneter weiterer Leistungsregelkreis
LRK
3, dessen Regelstrecke durch die Leistungsfaktorkorrekturschaltung PFC gebildet wird.
Dabei wird ein in die Leistungsfaktorkorrekturschaltung PFC integrierter Halbleiter-Leistungsschalter
mit einer pulsbreitenmodulierten Steuerspannung
UG3 angesteuert, welche ebenfalls von dem vorgenannten Pulsbreitenmodulator mit nachgeschaltetem
Treiber-IC geliefert wird. Der Pulsbreitenmodulator PWM sorgt dabei für eine Variation
der Pulsbreite
tein3 und damit des Tastverhältnisses
d3 der zur Ansteuerung dieses Halbleiter-Leistungsschalters benötigten, von dem Treiber-IC
generierten Steuerspannung
UG3. Die Ansteuerung des Pulsbreitenmodulators PWM erfolgt erfindungsgemäß in Abhängigkeit
von einer digitalen Stellgröße, die von einem zusätzlichen Datenausgang der digitalen
Regelungs- und Steuerungseinrichtung geliefert wird.
[0033] Die Regelungs- und Steuerungseinrichtung regelt die vorgenannte Stellgröße dabei
abhängig von einer Regelgröße, bei der es sich zum Beispiel um die am Ausgang der
Leistungsfaktorkorrekturschaltung PFC bereitgestellte Versorgungsspannung
UV des Wechselrichters DC/AC oder um den Ausgangsstrom der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
PFC handeln kann, sowie abhängig von der an dem vorgenannten Sollwerteingang vorgebbaren
Führungsgröße
ΦLA, soll für die im Brenn- bzw. Dimmbetrieb von der Entladungslampe LA zu erzeugende Strahlungsleistung
ΦLA.
[0034] Bei Feststellung einer Regelabweichung zwischen der über den Ausgang der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
PFC abgegriffenen Regelgröße und der die vorgenannte Führungsgröße
ΦLA, soll repräsentierenden Referenzspannung
Uref ändert die Regelungs- und Steuerungseinrichtung das Tastverhältnis
d3 der zur Ansteuerung des in die Leistungsfaktorkorrekturschaltung PFC integrierten
Halbleiter-Leistungsschalters benötigten Steuerspannungen
UG3 so, dass dieser Sollwert zumindest näherungsweise erreicht wird.
[0035] Wie in Fig. 1 dargestellt, ist das erfindungsgemäße EVG über ein zur Funkentstörung
und Filterung von Netzoberwellen dienendes Schaltnetzteil OWF an ein Wechselstromnetz
angeschlossen. Das gefilterte Ausgangssignal des Oberwellenfilters OWF wird einer
Gleichrichterschaltung AC/DC zugeführt, die die Netzwechselspannung in eine gleichgerichtete
Zwischenkreisspannung umwandelt und diese über die vorgenannte Leistungsfaktorkorrekturschaltung
PFC, welche zur Oberwellenfilterung und Glättung der von der Gleichrichterschaltung
AC/DC gelieferten Spannung sowie zur Kompensation der von der Lampe im Brenn- bzw.
Dimmbetrieb aufgenommenen Blindleistung dient, der Wechselrichterschaltung DC/AC als
Versorgungsspannung
UV zuführt. Die Wechselrichterschaltung DC/AC dient dabei als steuerbare Wechselspannungsquelle,
welche die gleichgerichtete und mit Hilfe eines Ladekondensators
C geglättete Zwischenkreisspannung in eine hochfrequente Wechselspannung einstellbarer
Frequenz umwandelt, die zum Betrieb der Entladungslampe LA verwendet wird.
[0036] Der Ausgang des Wechselrichters DC/AC ist mit einem Lastkreis LK verbunden, über
den die von dem EVG betriebene Entladungslampe LA angesteuert wird. Der Lastkreis
LK umfasst dabei einen Resonanzkreis SRK, über den die hochfrequente Wechselspannung
am Ausgang der Wechselrichterschaltung DC/AC der Entladungslampe LA zugeführt wird.
[0037] Um die Lebensdauer der Lampe zu verlängern, kann das erfindungsgemäße EVG optional
auch über einen zum Vorheizen der beiden Lampenelektroden W
1 bzw. W
2 dienenden Heizkreis HzK verfügen. Dieser kann beispielsweise einen aus einer Primärwicklung
und zwei getrennten Sekundärwicklungen bestehenden Heiztransformator HzTr umfassen,
dessen Sekundärwicklungen
Ls1 und
Ls2, wie in Fig. 2 dargestellt, beispielsweise zu den als Wendeln ausgebildeten Lampenelektroden
W
1 bzw. W
2 der Entladungslampe LA in Serie geschaltet sind.
[0038] Das elektronische Vorschaltgerät verfügt über ein Steuerungsmodul µC, welches verschiedene
Betriebsparameter des elektronischen Vorschaltgerätes überwacht und ein Steuersignal
für den Wechselrichter DC/AC erzeugt, um die Frequenz der von diesem erzeugten Wechselspannung
bzw. die Pulsbreite seiner Steuersignale einzustellen.
[0039] So kann das Steuerungsmodul µC beispielsweise die Lampenbrennspannung
ULA, die Vorheizspannung
UH, den Lampenbetriebsstrom
ILA, die Impedanz
ZLK des Lastkreises LK und/oder die von der Gleichrichterschaltung AC/DC bereitgestellte
gleichgerichtete Zwischenkreisspannung
UV überwachen und die Ausgangsfrequenz des Wechselrichters bzw. die Pulsbreiten seiner
Steuersignale derart einstellen, dass die jeweils erfassten Betriebsparameter einen
vorgegebenen Grenzwert nicht über- bzw. unterschreiten, dass die dem Gleichrichter
AC/DC entnommene Leistung möglichst konstant ist und dass durch die Entladungslampe
LA ein möglichst konstanter Lampenstrom
ILA fließt bzw. an der Lampe LA eine möglichst konstante Lampenbrennspannung
ULA anliegt.
[0040] Das elektronische Vorschaltgerät kann dabei eine Reihe von Fehlerdetektoren aufweisen,
die bestimmte Betriebsparameter des EVGs, insbesondere des Lastkreises LK, überwachen
und bei Erfassen eines bestimmten Fehlerzustands eine entsprechende Ansteuerung des
Wechselrichters DC/AC herbeiführen, z.B. um das Auftreten einer Überspannung an der
Entladungslampe LA zu verhindern.
[0041] Das Steuerungsmodul µC des elektronischen Vorschaltgerätes dient dabei zur Ansteuerung
eines Pulsbreitenmodulators mit nachgeschaltetem Treiber-IC, welcher die Steuersignale
für die beiden eingangs beschriebenen Wechselrichterschalter
T1 und
T2 erzeugt, wobei die Tastverhältnisse der Steuersignale und insbesondere deren Asymmetrie
zeitvariant eingestellt werden kann.
[0042] Die Änderung der Tastverhältnisse erfolgt langsam im Vergleich zu der Frequenz des
Wechselrichters.
[0043] Die zeitliche Veränderung kann sprunghaft ("harte Kommutierung") oder graduell, d.h.
in der Art einer Rampe erfolgen ("weiche Kommutierung").
[0044] So werden die Steuersignale für die beiden Wechselrichterschalter im Brenn- und Dimmbetrieb
der Entladungslampe LA vorzugsweise mit einem asymmetrischen Tastverhältnis ausgegeben,
wodurch ein insbesondere bei niedrigen Dimmleveln zu beobachtendes Walmen der Lampe
LA reduziert wird, während im Vorheiz- und Zündbetrieb der Lampe LA vorzugsweise mit
symmetrischen Steuersignalen gearbeitet wird.
[0045] Eine mögliche schaltungstechnische Realisierung des in Fig. 1 skizzierten elektronischen
Lampenvorschaltgeräts mit einer in Form einer Halbbrückenschaltung gegebenen, aus
zwei zueinander in Serie geschalteten steuerbaren Halbleiter-Leistungsschaltern bestehenden
Wechselrichterschaltung DC/AC, deren Leistungsschalter
T1 bzw.
T2 mit zwei pulsbreitenmodulierten Steuersignalen
UG1 bzw.
UG2 über einen als "Treiber-IC" bezeichneten Brückentreibers angesteuert werden, ist
in Fig. 2 dargestellt. Die Serienschaltung der beiden Wechselrichterschalter
T1 und
T2 ist dabei zwischen die spannungsführende Ausgangsleitung der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
PFC und den Masseknoten des EVGs geschaltet. Als Versorgungsspannung
Uv wird der Wechselrichterhalbbrücke DC/AC über den Ladekondensator
C eine geglättete, gleichgerichtete Netzwechselspannung
Ue1 zugeführt.
[0046] Das aus dem Verbindungsknoten zwischen den beiden steuerbaren Halbleiter-Leistungsschaltern
T1 bzw.
T2 und dem Masseknoten gebildete Ausgangstor der Wechselrichterhalbbrücke DC/AC ist
bei diesem Ausführungsbeispiel über einen in den Lastkreis LK integrierten, aus einer
Resonanzinduktivität
Lres und einer dazu in Serie geschalteten Resonanzkapazität
Cres bestehenden Serienresonanzkreis mit einer (W
2) der beiden als Wendeln ausgeführten Lampenelektroden W
1 und W
2 verbunden. Die andere Lampenelektrode (W
1) ist über einen Koppelkondensator
CK mit dem dem Ausgang der Wechselrichterhalbbrücke DC/AC abgewandten Ende der Resonanzinduktivität
Lres verbunden, wobei die Serienschaltung aus dem Koppelkondensator
CK und der aus der Entladungslampe LA bestehenden Lastimpedanz
ZLA zur Resonanzkapazität
Cres des Serienresonanzkreises SRK parallel geschaltet ist.
[0047] Bei diesem Ausführungsbeispiel wird die Versorgungsspannung
Uv der Wechselrichterhalbbrücke DC/AC durch ein in periodischer Folge alternierend durchgeführtes
Ein- und Ausschalten der beiden elektronisch steuerbaren Leistungsschalter T
1 und T
2 in eine hochfrequente Wechselspannung umgewandelt, die vom Wechselrichter DC/AC an
den Serienresonanzkreis SRK abgegeben wird. Dessen Resonanzkapazität
Cres hat dabei die Funktion eines Zündkondensators. Zum Zünden der Lampe LA wird die Frequenz
der vom Wechselrichter DC/AC gelieferten Wechselspannung in die Nähe der Resonanzfrequenz
f0 = (2π)
-1 · (
Lres Cres)
-1/2 des Serienresonanzkreises SRK verschoben. Hierbei tritt in der am Zündkondensator
Cres anliegenden Spannung eine Spannungsüberhöhung auf, durch die die Entladungslampe
LA gezündet wird.
[0048] Darüber hinaus ist die zur Verhinderung einer Belastung des Energieversorgungsnetzes
mit Blindleistung dienende Leistungsfaktorkorrekturschaltung PFC bei dem in Fig. 2
skizzierten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen EVGs als eine durch einen Gleichspannungs-Hochsetzsteller
(engl.: "Boost-Converter" bzw. "Step-Up-Converter") gebildete aktive Leistungsfaktorkorrekturschaltung
nach dem Stand der Technik realisiert. Der Gleichspannungs-Hochsetzsteller besteht
dabei aus einem Netzgleichrichter AC/DC, einer mit dessen spannungsführendem Ausgang
verbundenen, als strombegrenzende Speicherdrossel wirkenden Induktivität
L, einer in Serie zu dieser Induktivität
L geschalteten Diode
D sowie einem ausgangsseitigen, zu der Diode
D in Serie geschalteten Ladekondensator
C zur Aufstockung der erhaltenen Ausgangsspannung
Uaus. Die Induktivität
L ist dabei durch einen zu der Serienschaltung aus Diode
D und Ladekondensator
C parallel geschalteten, über den vorgenannten Pulsbreitenmodulator PWM mit nachgeschaltetem
Treiber-IC angesteuerten Halbleiter-Leistungsschalter, welcher z.B. als Gate Turn
Off-Thyristor oder, wie in Fig. 2 skizziert, als selbstsperrender n-Kanal-MOS-Feldeffekttransistor
T3 realisiert sein kann, gegen Masse geschaltet.
[0049] Bei einem erstmaligem Anliegen einer Eingangsgleichspannung
Uein wird der Ladekondensator
C über die Diode
D auf die Spannung
Uc aufgeladen, bei der es sich um die Ausgangsspannung
Uaus der Leistungsfaktorkorrekturschaltung PFC handelt. Im stationären Betrieb wird der
Halbleiter-Leistungsschalter
S3 dann für die Dauer einer Einschaltzeit
tein3 =
d3/
fa3 =
d3 ·
T3, die über ein von einem Pulsbreitenmodulator PWM eingestelltes Tastverhältnis
d3 und die Taktrate
fa3 = 1/
T3 eines zur Ansteuerung des Halbleiter-Leistungsschalter
S3 verwendeten Steuersignals vorgebbar ist, auf Durchlassbetrieb geschaltet, so dass
der aus der Diode
D und der dazu in Serie geschalteten Parallelschaltung aus Ladekondensator
C und Lastimpedanz
ZL bestehende Lastkreis LK für die Dauer von
tein3 kurzgeschlossen wird. Dabei fällt an der Induktivität
L die gleichgerichtete Eingangsspannung
Uein ab, und der durch die Induktivität L fließende Eingangsstrom
Iein =
IL = (1/
jω
L) ·
UL und somit die in der Induktivität
L gespeicherte magnetische Energie
WL = ½
L · |
IL|
2 steigen an. An der Diode
D liegt während dieser Zeitdauer die Sperrspannung
UD = -
UL an.
[0050] Bei Erreichen eines vorgegebenen Stromhöchstwerts wird der Halbleiter-Leistungsschalter
S3 für die Dauer einer durch den Ausdruck
taus3 =
T3 -
tein3 =
T3 · (1 -
d3) gegebenen Ausschaltzeit
taus3 auf Sperrbetrieb geschaltet, so dass die auf Masse bezogene Spannung am Verbindungsknoten
K von Induktivität
L und Diode
D schnell ansteigt, bis sie die im Ladekondensator
C gespeicherte Spannung
UC übersteigt und dabei die Diode
D öffnet. Der Spulenstrom
IL kommutiert dann auf die Diode
D und fließt über den Lastkreis weiter, wobei das Magnetfeld der Induktivität
L zusammenbricht und der Ladekondensator
C weiter aufgeladen wird. Dabei ist
UD = 0, und die Ausgangsspannung
Uaus wird durch Nachladung des Ladekondensators
C kurzzeitig auf den Wert
Uaus =
Uein -
jω L · Iein >
Uein erhöht, wodurch der Ausgangsstrom
Iaus auf
Iaus =
Iein = (
Uein -
Uaus)/
jω L verringert wird. Der zeitliche Mittelwert des Spannungsabfalls
UL =
jω L ·
IL an der Induktivität
L ist dabei Null. Die Leistungsfaktorkorrekturschaltung PFC liefert somit an ihrem
Ausgangstor eine definierte Gleichspannung
Uaus, deren Betrag größer ist als der betragsmäßige Spitzenwert der momentanen Wechselspannung
Uein' am Eingangstor des Gleichrichters AC/DC. Da die Schaltung in sich weder kurzschluss-
noch leerlauffest ist, muss sie entweder genau an die Lastimpedanz
ZL des Lastkreises LK angepasst werden, oder der Halbleiter-Leistungsschalter T
3 muss, wie vorliegend der Fall, über einen Regelkreis angesteuert werden, um eine
Überspannung oder einen Überstrom am Ausgang der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
PFC zu verhindern.
[0051] In Fig. 3a und 3b sind zwei Spannungs-Zeit-Diagramme dargestellt, in denen die zeitlichen
Verläufe der beiden während zwei aufeinanderfolgender Taktszyklen erzeugten, an die
Steuerelektroden der beiden Wechselrichter-Leistungsschalter T
1 und T
2 angelegten pulsbreitenmodulierten Steuerspannungen
UG1 und
UG2 beispielhaft in Form zweier getakteter Rechteckspannungen abgebildet sind. "High"-
und "Low"-Pegel dieser beiden digitalen Steuerspannungen wechseln dabei in regelmäßiger,
durch die Taktfrequenz des Wechselrichters vorgegebenen Folge alternierend ab, wobei
die Spannung
UG1 innerhalb der Ausschaltzeit von
UG2 ihren "High"-Pegel und die Spannung
UG2 innerhalb der Ausschaltzeit von
UG1 ihren "High"-Pegel annimmt. Auf diese Weise werden die beiden Leistungstransistoren
T
1 und T
2 der Wechselrichterhalbbrücke DC/AC so gesteuert, dass T
1 sperrt, während T
2 gerade leitet und umgekehrt.
[0052] Wie anhand der in diese beide Diagramme fett eingezeichneten bidirektionalen Pfeile
zu erkennen ist, können sowohl die fallenden Taktflanken der rechteckförmigen Steuerspannung
UG1 als auch die steigenden Taktflanken der rechteckförmigen Steuerspannung
UG2 innerhalb der durch den jeweiligen Taktzyklus dieser Signale vorgegebenen Taktdauern
T1 bzw.
T2 in beiden Richtungen entlang der Zeitachse verschoben werden, so dass die durch die
jeweiligen Einschaltzeiten
tein1 bzw.
tein2 und die Taktdauern
T1 =
tein1 +
taus1 und
T2 =
tein2 +
taus2 der beiden Steuerspannungen
UG1 und
UG2 gegebenen Tastverhältnisse
d1 =
tein1/
T1 = 1 -
taus1/
T1 bzw.
d2 =
tein2/
T2 = 1 -
taus2/
T2 in jedem Taktzyklus andere Werte innerhalb eines den Wert 50 % ausschließenden Wertebereichs
zwischen 0 % und 100 % annehmen können.
[0053] Dabei kann erfindungsgemäß auch vorgesehen sein, die steigenden Taktflanken der rechteckförmigen
Steuerspannung
UG1 als auch die fallenden Taktflanken der rechteckförmigen Steuerspannung
UG2 oder sowohl die steigenden als auch die fallenden Taktflanken beider Steuerspannungen
innerhalb der durch den jeweiligen Taktzyklus dieser Signale vorgegebenen Taktdauern
T1 bzw.
T2 entlang der Zeitachse zu verschieben, so dass
d1 und
d2 Werte aus dem vorgenannten Wertebereich annehmen. Die in jedem Takt oder nach einer
vorgebbaren Anzahl von Takten neu durchzuführende Einstellung der Tastverhältnisse
von
UG1 und
UG2 kann dabei unabhängig voneinander oder aneinander gekoppelt erfolgen, wobei im letzteren
Fall
d2 als Funktion von
d1 oder auf den gleichen Wert wie
d1 eingestellt werden kann.
[0054] Betrag und Richtung der Änderungen von
d1 und
d2 werden dabei erfindungsgemäß so gesteuert, dass ein durch die asymmetrische Halbbrückenansteuerung
generierter Gleichstromanteil des Lampenstroms
ILA, gemittelt über eine vorgebbare Anzahl von Taktzyklen, im Wesentlichen gleich Null
ist.
[0055] Fig. 3c zeigt ein Spannungs-Zeit-Diagramm, in dem der zeitliche Verlauf einer während
dieser zwei aufeinanderfolgenden Taktzyklen erzeugten pulsbreitenmodulierten Steuerspannung
UG3 dargestellt ist, die zur Ansteuerung der Steuerelektrode des integrierten Halbleiter-Leistungsschalters
T
3 in der als Gleichspannungs-Hochsetzsteller realisierten aktiven Leistungsfaktorkorrekturschaltung
PFC verwendet wird. In Fig. 3c ist diese Steuerspannung als Rechteckspannung mit einem
Tastverhältnis von 50 % dargestellt. Allerdings kann auch hier erfindungsgemäß vorgesehen
sein, dass die fallenden und/oder steigenden Taktflanken der rechteckförmigen Steuerspannung
UG3 innerhalb der durch den jeweiligen Taktzyklus dieses Signals vorgegebenen Taktdauer
T3 entlang der Zeitachse verschoben werden können, so dass das durch die Einschaltzeit
tein3 und die Taktdauer
T3 =
tein3 +
taus3 der Steuerspannung
UG3 gegebene Tastverhältnis
d3 =
tein3/
T3 = 1 -
taus3/
T3 in jedem Taktzyklus oder nach einer vorgebbaren Anzahl von Takten andere Werte innerhalb
eines den Wert 50 % ausschließenden Wertebereichs zwischen 0 % und 100 % annehmen
kann.
[0056] Fig. 3d zeigt ein Spannungs-Zeit-Diagramm, in dem der näherungsweise sinusförmige,
entlang der Zeitachse verschobene Verlauf der Lampenbrennspannung
ULA bei Variation der Tastverhältnisse
d1 und/oder
d2 der beiden pulsbreitenmodulierten Steuersignale
UG1 und
UG2 zur Steuerung der beiden zum Betrieb der Wechselrichterhalbbrücke DC/AC benötigten
Halbleiter-Leistungsschalter T
1 und T
2 dargestellt ist. Wie aus Fig. 3d zu erkennen ist, ist die Größe der Verschiebung
von
ULA entlang der Zeitachse proportional zur Summe |Δ
d1 | + |Δ
d2| der in dem unmittelbar vorhergehenden Taktzyklus vorgenommenen Änderungen der beiden
Tastverhältnisse
d1 und
d2.
[0057] Wie in Figur 4 ersichtlich ist das Tastverhältnis im zeitlichen Mittel gesehen vorzugsweise
50%. Zwischen einem ersten, nahezu stationären Tastverhältnis von mehr als 50% kann
das Tastverhältnis dann sprunghaft oder - wie dargestellt - graduell in Form einer
Rampe auf unter 50% absinken, um ausgehend von diesem quasi-stationären Wert wieder
auf über 50% anzusteigen.
1. Verfahren zum Betrieb mindestens einer Lampe (LA), deren Leistungsaufnahme durch Vorgabe
der Tastverhältnisse (d1 und d2) zweier digitaler Steuersignale (UG1 und UG2) einstellbar ist, welche zur Ansteuerung zweier zu einer Halbbrücke in Serie geschalteter,
getrennt voneinander steuerbarer Halbleiter-Leistungsschalter (T1 und T2) eines zur Versorgung der Lampe (LA) mit Wechselstrom verwendeten Wechselrichters
(DC/AC) dienen,
wobei die Tastverhältnisse (d1 und d2) dieser Steuersignale asymmetrische Werte aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Tastverhältnisse (d1 und d2) der beiden Wechselrichter-Steuersignale (UG1 und UG2) hinsichtlich ihrer Asymmetrie abhängig von einem zurückgeführten gemessenen Betriebsparameter
regelbar sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
bei dem die Tastverhältnisse derart gesteuert werden, dass ein durch die asymmetrische
Wechselrichteransteuerung generierter Gleichstromanteil des Lampenstroms (ILA), gemittelt über eine vorgebbare Anzahl von Taktzyklen, im Wesentlichen gleich Null
ist.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die vorzugsweise asymmetrischen Tastverhältnisse (d1 und d2) der beiden Wechselrichter-Steuersignale (UG1 und UG2) in einem regelmäßigen Taktzyklus durch Pulsbreitenmodulation der Wechselrichter-Steuersignale
(UG1 und UG2) verändert werden.
4. Verfahren gemäß Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die vorzugsweise asymmetrischen Tastverhältnisse (d1 und d2) der beiden pulsbreitenmodulierten Wechselrichter-Steuersignale (UG1 und UG2) auf Werte eines Datensatzes, bestehend aus einer Anzahl in periodischer Folge wiederkehrender
Werte aus einem den Wert 50 % ausschließenden Wertebereich zwischen 0 % und 100%,
eingestellt werden.
5. Verfahren gemäß Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die vorzugsweise asymmetrischen Tastverhältnisse (d1 und d2) der beiden Wechselrichter-Steuersignale (UG1 und UG2) in Abhängigkeit von Betriebsparametern des Lampenbetriebs durch Pulsbreitenmodulation
der Wechselrichter-Steuersignale (UG1 und UG2) adaptiv verändert werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
bei dem die Tastverhältnisse über wenigstens einen Regelkreis (LRK1 und LRK2) adaptiv verändert werden.
7. Verfahren nach Anspruch 5,
bei dem die Tastverhältnisse über wenigstens eine Regelschleife und Setzen einer Totzeit
in einer Treiberschaltung des Wechselrichters verändert werden.
8. Verfahren gemäß Anspruch 5,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
- Vorgabe von Werten zweier asymmetrischer Tastverhältnisse (d1 und d2) und Festlegung der Pulsbreiten der beiden zur Ansteuerung des Wechselrichters (DC/AC)
dienenden Steuersignale (UG1 und UG2), und
- Erfassung eines durch die vorgenommenen Pulsbreiten-Festlegungen verursachten Gleichsignalanteils eines
Betriebsparameters,
- wobei die Asymmetrie der beiden Tastverhältnisse (d1 und d2) abhängig von dem erfassten Betriebsparameter derart eingestellt wird, dass der vorgenannte
Gleichsignalanteil im zeitlichen Mittel im Wesentlichen gleich Null ist.
9. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
es sich bei den Betriebsparametern des Lampenbetriebs um den Effektiv- oder Gleichrichtwert,
den Gleich- und/oder Wechselsignalanteil der Lampenbrennspannung (ULA) bzw. um den Effektiv- oder Gleichrichtwert, den Gleich- und/oder Wechselsignalanteil
des durch die Lampe (LA) fließenden Stroms (ILA), um die der Lampe (LA) im Brenn- bzw. Dimmbetrieb zugeführte effektive Wirkleistung
(Pw,eff), um die Impedanz (ZLA) der Lampe bei positiver bzw. negativer Halbwelle des Lampenstroms (ILA) und/oder um ein Detektorausgangssignal zur Erfassung eines Flackerns der Lampe (LA),
eines unangemessen hohen Temperaturanstiegs oder einer die Stabilität der Regelung
beeinträchtigenden Überlastspannung handelt.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Tastverhältnisse (d1 und d2) der beiden Wechselrichter-Steuersignale (UG1 und UG2) einem durch Pulsbreitenmodulation der Wechselrichter-Steuersignale (UG1 und UG2) jeweils vorgegebenen, von der Zeit abhängigen Funktionsverlauf folgen.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
bei dem ein gradueller Funktionsverlauf für den Übergang von einem ersten bspw. stationären
Tastverhältnis zu einem zweiten bspw. stationären Tastverhältnis vorgegeben wird.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Tastverhältnisse (d1 und d2) der beiden Wechselrichter-Steuersignale (UG1 und UG2) kurzzeitig Zufallswerte aus einem den Wert 50% ausschließenden Wertebereich zwischen
0 % und 100 % annehmen und eine durch diese zufälligen Tastverhältnisse (d1 und d2) kurzzeitig verursachte Änderung der von der Lampe (LA) aufgenommenen effektiven
Wirkleistung (Pw,eff) nach Verstreichen einer vorgebbaren Anzahl von Taktzyklen wieder ausgeglichen wird,
indem entsprechend abgeänderte Tastverhältnisse (d1 und d2) eingestellt werden.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Tastverhältnisse (d1 und d2) der beiden pulsbreitenmodulierten Wechselrichter-Steuersignale (UG1 und UG2) voneinander unabhängig eingestellt werden.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Tastverhältnisse (d1 und d2) der beiden pulsbreitenmodulierten Wechselrichter-Steuersignale (UG1 und UG2) über einen funktionalen Zusammenhang voneinander abhängig sind.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Tastverhältnisse (d1 und d2) der beiden Wechselrichter-Steuersignale (UG1 und UG2) abhängig vom Dimmlevel der Lampe einstellbar sind.
16. Steuerungsmodul zur Implementierung eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
17. Elektronisches Vorschaltgerät für eine Entladungslampe (LA), aufweisend
- einen zur Versorgung der Lampe (LA) mit Wechselstrom dienenden Wechselrichter (DC/AC)
in Form zweier zu einer Halbbrücke in Serie geschalteter Schalter (T1 und T2) und
- ein Steuerungsmodul (µC) zur Ansteuerung der beiden Schalter (T1 und T2) mit zwei Wechselrichter-Steuersignalen (UG1 und UG2), wobei die Tastverhältnisse (d1 und d2) dieser Wechselrichter-Steuersignale asymmetrische Werte aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Tastverhältnisse (
d1 und
d2) der beiden Wechselrichter-Steuersignale (
UG1 und
UG2), hinsichtlich ihrer Asymmetrie abhängig von einem zurückgeführten gemessenen Betriebsparameter
regelbar sind.
18. Elektronisches Vorschaltgerät nach Anspruch 17,
bei dem die Tastverhältnisse derart steuerbar sind, dass ein durch die asymmetrische
Wechselrichteransteuerung generierter Gleichstromanteil des Lampenstroms (ILA), gemittelt über eine vorgebbare Anzahl von Taktzyklen, im Wesentlichen gleich Null
ist.
19. Elektronisches Vorschaltgerät gemäß Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass die vorzugsweise asymmetrischen Tastverhältnisse (d1 und d2) der beiden Wechselrichter-Steuersignale (UG1 und UG2) in einem regelmäßigen Taktzyklus durch Pulsbreitenmodulation der Wechselrichter-Steuersignale
(UG1 und UG2) veränderbar sind.
20. Elektronisches Vorschaltgerät gemäß Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet, dass
die vorzugsweise asymmetrischen Tastverhältnisse (d1 und d2) der Wechselrichter-Steuersignale (UG1 und UG2) auf Werte eines abgespeicherten Datensatzes, bestehend aus einer Anzahl in periodischer
Folge wiederkehrender Werte aus einem den Wert 50 % ausschließenden Wertebereich zwischen
0 % und 100 %, einstellbar sind.
21. Elektronisches Vorschaltgerät gemäß Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Tastverhältnisse (d1 und d2) der beiden Wechselrichter-Steuersignale (UG1 und UG2) über zwei getrennte, geschlossene Regelkreise (LRK1 und LRK2) in Abhängigkeit von Betriebsparametern des Lampenbetriebs durch Pulsbreitenmodulation
der Wechselrichter-Steuersignale (UG1 und UG2) adaptiv veränderbar sind.
22. Elektronisches Vorschaltgerät gemäß einem der Ansprüche 17 bis 21,
aufweisend eine der Wechselrichterhalbbrücke (DC/AC) vorgeschaltete, an deren Versorgungsspannungseingang
angeschlossene Leistungsfaktorkorrekturschaltung (PFC) mit einem integrierten, über
ein pulsbreitenmoduliertes Leistungsfaktor-Steuersignal (UG3) angesteuerten Halbleiter-Leistungsschalter (T3) zur Kompensation der von der Entladungslampe (LA) im Brenn- bzw. Dimmbetrieb aufgenommenen
Blindleistung (Pb),
dadurch gekennzeichnet, dass
das Leistungsfaktor-Steuersignal (UG3) in Abhängigkeit von erfassten Betriebsparametern des Lampenbetriebs durch Pulsbreitenmodulation
adaptiv veränderbar ist.
23. Elektronisches Vorschaltgerät gemäß einem der Ansprüche 21 oder 22,
dadurch gekennzeichnet, dass
es sich bei den Betriebsparametern des Lampenbetriebs um den Effektiv- oder Gleichrichtwert,
den Gleich- und/oder Wechselsignalanteil der Lampenbrennspannung (ULA) bzw. um den Effektiv- oder Gleichrichtwert, den Gleich- und/oder Wechselsignalanteil
des durch die Lampe (LA) fließenden Stroms (ILA), um die der Lampe (LA) im Brenn- bzw. Dimmbetrieb zugeführte effektive Wirkleistung
(Pw,eff), um die Impedanz (ZLA) der Lampe bei positiver bzw. negativer Halbwelle des Lampenstroms (ILA) oder um ein Detektorausgangssignal zur Erfassung eines Flackerns der Lampe (LA),
eines unangemessen hohen Temperaturanstiegs oder einer die Stabilität der Regelung
beeinträchtigenden Überlastspannung handelt.
24. Elektronisches Vorschaltgerät nach einem der Ansprüche 18 bis 22,
bei dem das Steuermodul die Tastverhältnisse (d1 und d2) der beiden Wechselrichter-Steuersignale (UG1 und UG2) abhängig vom Dimmlevel der Lampe einstellt.
1. Method for operating at least one lamp (LA), whose power consumption can be adjusted
by inputting the duty cycles (d1 and d2) of two digital control signals (UG1 and UG2), which are used for actuating two semiconductor power switches (T1 and T2) of an inverter (DC/AC) used for supplying alternating current to the lamp (LA),
said semiconductor power switches being connected in series to form a half bridge
and being capable of being controlled separately from one another, the duty cycles
(d1 and d2) of these control signals having asymmetrical values, characterized in that the duty cycles (d1 and d2) of the two inverter control signals (UG1 and UG2) can be regulated in terms of their asymmetry depending on a measured operational
parameter fed back.
2. Method according to Claim 1, in which the duty cycles are controlled in such a way
that a DC component of the lamp current (ILA), which DC component is generated by the asymmetrical inverter actuation, when averaged
over a predeterminable number of clock cycles, is substantially equal to zero.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the preferably asymmetrical duty cycles (d1 and d2) of the two inverter control signals (UG1 and UG2) in a regulator clock cycle are altered by pulse width modulation of the inverter
control signals (UG1 and UG2).
4. Method according to Claim 3, characterized in that the preferably asymmetrical duty cycles (d1 and d2) of the two pulse-width-modulated inverter control signals (UG1 and UG2) are adjusted to values from a data set comprising a number of values which are repeated
in periodical sequence from a value range of between 0% and 100%, excluding the value
50%.
5. Method according to Claim 3, characterized in that the preferably asymmetrical duty cycles (d1 and d2) of the two inverter control signals (UG1 and UG2) are altered adaptively depending on operational parameters of the lamp operation
by means of pulse width modulation of the inverter control signals (UG1 and UG2).
6. Method according to Claim 5, in which the duty cycles are altered adaptively via at
least one control loop (LRK1 and LRK2).
7. Method according to Claim 5, in which the duty cycles are altered via at least one
control loop and by virtue of setting a dead time in a driver circuit of the inverter.
8. Method according to Claim 5,
characterized by the following steps:
- inputting values of two asymmetrical duty cycles (d1 and d2) and fixing the pulse width of the two control signals (UG1 and UG2) used for the actuation of the inverter (DC/AC), and
- detecting a DC signal component of an operational parameter, which DC signal component
is caused by the operations which have been carried out for fixing the pulse width,
- wherein the asymmetry of the two duty cycles (d1 and d2) is adjusted depending on the detected operational parameter in such a way that the
abovementioned DC signal component, when averaged over time, is substantially equal
to zero.
9. Method according to one of Claims 5 to 8, characterized in that the operational parameters of the lamp operation are the rms value or rectified mean
value, the DC and/or AC signal component of the lamp running voltage (ULA) or the rms value or rectified mean value, the DC and/or AC signal component of the
current (ILA) flowing through the lamp (LA), the rms active power (Pa,rms) supplied to the lamp (LA) during running or dimming operation, the impedance (ZLA) of the lamp in the positive or negative half cycle of the lamp current (ILA) and/or a detector output signal for detecting flicker of the lamp (LA), an unreasonably
high temperature rise or an overload voltage impairing the stability of the closed-loop
control.
10. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the duty cycles (d1 and d2) of the two inverter control signals (UG1 and UG2) follow a time-dependent function profile, which is predetermined in each case by
pulse width modulation of the inverter control signals (UG1 and UG2).
11. Method according to Claim 10, in which a gradual function profile is predetermined
for the transition from a first, for example steady-state duty cycle to a second,
for example steady-state duty cycle.
12. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the duty cycles (d1 and d2) of the two inverter control signals (UG1 and UG2) assume, for a short period of time, random values from a value range of between
0% and 100%, excluding the value 50%, and a change in the rms active power (Pa,rms) consumed by the lamp (LA), which change is caused temporarily by these random duty
cycles (d1 and d2), is compensated for again once a predeterminable number of clock cycles has elapsed
by virtue of correspondingly modified duty cycles (d1 and d2) being set.
13. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the duty cycles (d1 and d2) of the two pulse-width-modulated inverter control signals (UG1 and UG2) are adjusted independently of one another.
14. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the duty cycles (d1 and d2) of the two pulse-width-modulated inverter control signals (UG1 and UG2) are dependent on one another by virtue of a functional relationship.
15. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the duty cycles (d1 and d2) of the two inverter control signals (UG1 and UG2) can be adjusted depending on the dimming level of the lamp.
16. Control module for implementing a method according to one of the preceding claims.
17. Electronic ballast for a discharge lamp (LA), having
- an inverter (DC/AC) in the form of two switches (T1 and T2) which are connected in series to form a half bridge, said inverter being used to
supply alternating current to the lamp (LA), and
- a control module (µC) for actuating the two switches (T1 and T2) with two inverter control signals (UG1 and UG2), the duty cycles (d1 and d2) of these inverter control signals having asymmetric values,
characterized in that the duty cycles (
d1 and
d2) of the two inverter control signals (
UG1 and
UG2) can be regulated in terms of their asymmetry depending on a measured operational
parameter fed back.
18. Electronic ballast according to Claim 17, in which the duty cycles can be controlled
in such a way that a DC component of the lamp current (ILA), which DC component is generated by the asymmetric inverter actuation, when averaged
over a predeterminable number of clock cycles, is substantially equal to zero.
19. Electronic ballast according to Claim 17, characterized in that the preferably asymmetrical duty cycles (d1 and d2) of the two inverter control signals (UG1 and UG2) in a regular clock cycle can be altered by pulse width modulation of the inverter
control signals (UG1 and UG2).
20. Electronic ballast according to Claim 19, characterized in that the preferably asymmetrical duty cycles (d1 and d2) of the inverter control signals (UG1 and UG2) can be adjusted to values from a stored data set comprising a number of values which
are repeated in periodical sequence from a value range of between 0% and 100%, excluding
the value 50%.
21. Electronic ballast according to Claim 17, characterized in that the duty cycles (d1 and d2) of the two inverter control signals (UG1 and UG2) can be altered adaptively via two separate, closed control loops (LRK1 and LRK2) depending on operational parameters of the lamp operation by means of pulse width
modulation of the inverter control signals (UG1 and UG2).
22. Electronic ballast according to one of Claims 17 to 21, having a power factor correction
circuit (PFC), which is connected upstream of the inverter half bridge (DC/AC) and
is connected to the supply voltage input thereof and has an integrated semiconductor
power switch (T3), which is actuated via a pulse-width-modulated power factor control signal (UG3), for compensating for the reactive power (Pr) consumed by the discharge lamp (LA) during running or dimming operation, characterized in that the power factor control signal (UG3) can be altered adaptively depending on detected operational parameters of the lamp
operation by means of pulse width modulation.
23. Electronic ballast according to either of Claims 21 and 22, characterized in that the operational parameters of the lamp operation are the rms value or rectified mean
value, the DC and/or AC signal component of the lamp running voltage (ULA) or the rms value or rectified mean value, the DC and/or AC signal component of the
current (ILA) flowing through the lamp (LA), the rms active power (Pa,rms) supplied to the lamp (LA) during running or dimming operation, the impedance (ZLA) of the lamp in the positive or negative half cycle of the lamp current (ILA) or a detector output signal for detecting flicker of the lamp (LA), an unreasonably
high temperature rise or an overload voltage impairing the stability of the closed-loop
control.
24. Electronic ballast according to one of Claims 18 to 22, in which the control module
adjusts the duty cycles (d1 and d2) of the two inverter control signals (UG1 and UG2) depending on the dimming level of the lamp.
1. Procédé pour faire fonctionner au moins une lampe (LA), dont la puissance consommée
est ajustable par détermination des rapports cycliques (d1 et d2) de deux signaux de commande numériques (UG1 et UG2), qui servent à commander deux commutateurs de puissance à semi-conducteur (T1 et T2) d'un onduleur (DC/AC) utilisé pour l'alimentation de la lampe (LA) avec un courant
alternatif, les commutateurs de puissance à semi-conducteur étant montés en série
selon un demi-pont et étant commandables indépendamment l'un de l'autre,
les rapports cycliques (d1 et d2) de ces signaux de commande présentant des valeurs asymétriques,
caractérisé en ce que
les rapports cycliques (d1 et d2) des deux signaux de commande (UG1 et UG2) de l'onduleur étant réglables en ce qui concerne leur asymétrie en fonction d'un
paramètre de fonctionnement qui est mesuré et envoyé en retour.
2. Procédé selon la revendication 1,
dans lequel les rapports cycliques sont commandés de façon à ce qu'une composante
continue du courant de la lampe (ILA), laquelle composante continue est générée par la commande asymétrique de l'onduleur,
a une valeur moyenne essentiellement nulle sur un nombre prédéterminé de cycles d'horloge.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que les rapports cycliques (d1 et d2) de préférence asymétriques des deux signaux de commande (UG1 et UG2) de l'onduleur sont modifiés dans un cycle d'horloge régulier par une modulation
de largeur d'impulsions des signaux de commande (UG1 et UG2) de l'onduleur.
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que les rapports cycliques (d1 et d2) de préférence asymétriques des deux signaux de commande (UG1 et UG2) de l'onduleur modulés en largeur d'impulsions sont ajustés selon des valeurs d'un
jeu de données comprenant un nombre de valeurs se répétant selon une séquence périodique
et étant comprises dans un domaine de valeurs entre 0% et 100% excluant la valeur
50%.
5. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que les rapports cycliques (d1 et d2) de préférence asymétriques des deux signaux de commande (UG1 et UG2) de l'onduleur sont modifiés de façon adaptative en fonction de paramètres de fonctionnement
du fonctionnement de la lampe au moyen d'une modulation de largeur d'impulsions des
signaux de commande (UG1 et UG2) de l'onduleur.
6. Procédé selon la revendication 5,
dans lequel les rapports cycliques sont modifiés de façon adaptative via au moins
un circuit de régulation (LRK1 et LRK2).
7. Procédé selon la revendication 5,
dans lequel les rapports cycliques sont modifiés via au moins une boucle de régulation
et par la définition d'un temps mort dans un circuit d'attaque de l'onduleur.
8. Procédé selon la revendication 5,
caractérisé par les étapes suivantes :
- fourniture de valeurs de deux rapports cycliques (d1 et d2) asymétriques et détermination de la largeur d'impulsions des deux signaux de commande
(UG1 et UG2) servant à la commande de l'onduleur (DC/AC), et
- détection d'une composante continue d'un paramètre de fonctionnement, la composante
continue étant causée par l'opération de détermination de la largeur d'impulsions,
- l'asymétrie des deux rapports cycliques (d1 et d2) étant ajustée en fonction du paramètre de fonctionnement détecté de manière à ce
que la composante continue mentionnée ci-dessus présente une valeur essentiellement
nulle dans une moyenne dans le temps.
9. Procédé selon l'une des revendications 5 à 8,
caractérisé en ce que
les paramètres de fonctionnement du fonctionnement de lampe correspondent à la valeur
efficace ou la valeur redressée, la composante continue et/ou alternative de la tension
de fonctionnement de la lampe (ULA) de lampe ou la valeur efficace ou la valeur redressée, la composante continue et/ou
alternative du courant (ILA) circulant à travers la lampe (LA), la puissance active efficace (Pw,eff) fournie à la lampe (LA) pendant le fonctionnement ou pendant le fonctionnement à
intensité lumineuse réduite, l'impédance (ZLA) de la lampe lors d'un demi-cycle positif ou négatif du courant (ILA) de la lampe et /ou un signal de sortie de détecteur pour la détection d'un clignotement
de la lampe (LA), d'une augmentation de température excessivement élevée ou d'une
tension de surcharge compromettant la stabilité de la régulation.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les rapports cycliques (d1 et d2) des deux signaux de commande (UG1 et UG2) de l'onduleur suivent le profil d'une fonction dépendant du temps prédéterminé par
la modulation à largeur d'impulsions respective des signaux de commande (UG1 et UG2) de l'onduleur.
11. Procédé selon la revendication 10
dans lequel un profil de fonction graduel est prédéterminé pour la transition d'un
premier rapport cyclique, par exemple stationnaire, vers un deuxième rapport cyclique,
par exemple stationnaire.
12. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les rapports cycliques (d1 et d2) des deux signaux de commande (UG1 et UG2) de l'onduleur prennent sur une courte période de temps des valeurs aléatoires dans
un domaine de valeurs entre 0% et 100% excluant la valeur 50%, et
un changement de la puissance active efficace (Pw,eff) consommée par la lampe (LA), lequel changement est causé par ces rapports cycliques
(d1 et d2) aléatoires sur une courte période de temps, est à nouveau compensé après un nombre
prédéterminé de cycles d'horloge en ce que des rapports cycliques (d1 et d2) modifiés en conséquence sont déterminés.
13. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les rapports cycliques (d1 et d2) des deux signaux de commande (UG1 et UG2) de l'onduleur modulés par largeur d'impulsions sont ajustés de manière indépendante
l'un de l'autre.
14. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les rapports cycliques (d1 et d2) des deux signaux de commande (UG1 et UG2) de l'onduleur modulés par largeur d'impulsions sont dépendants l'un de l'autre via
une relation fonctionnelle.
15. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les rapports cycliques (d1 et d2) des deux signaux de commande (UG1 et UG2) de l'onduleur sont ajustables en fonction du niveau d'intensité lumineuse de la
lampe.
16. Module de commande pour l'implémentation d'un procédé selon l'une des revendications
précédentes.
17. Ballast électronique pour une lampe à décharge de gaz (LA) présentant
- un onduleur (DC/AC) servant à l'alimentation de la lampe (LA) en courant alternatif,
l'onduleur étant sous la forme de deux commutateurs (T1 et T2) connectés en série selon un demi-pont, et
- un module de commande (µC) pour la commande des deux commutateurs (T1 et T2) avec deux signaux de commande (UG1 et UG2) de l'onduleur, les rapports cycliques (d1 et d2) de ces signaux de commande de l'onduleur présentant des valeurs asymétriques,
caractérisé en ce que
les rapports cycliques (d
1 et d
2) des deux signaux de commande (
UG1 et
UG2) de l'onduleur étant réglables en ce qui concerne leur asymétrie en fonction d'un
paramètre de fonctionnement qui est mesuré et envoyé en retour.
18. Ballast électronique selon la revendication 17,
dans lequel les rapports cycliques sont commandables de façon à ce qu'une composante
continue du courant de la lampe (ILA), laquelle composante continue est générée par la commande asymétrique de l'onduleur,
a une valeur moyenne essentiellement nulle sur un nombre prédéterminé de cycles d'horloge.
19. Ballast électronique selon la revendication 17,
caractérisé en ce que les rapports cycliques (d1 et d2) de préférence asymétriques des deux signaux de commande (UG1 et UG2) de l'onduleur sont modifiables dans un cycle d'horloge régulier par une modulation
de largeur d'impulsions des signaux de commande (UG1 et UG2) de l'onduleur.
20. Ballast électronique selon la revendication 19,
caractérisé en ce que les rapports cycliques (d1 et d2) de préférence asymétriques des signaux de commande (UG1 et UG2) de l'onduleur sont ajustables selon des valeurs d'un jeu de données comprenant un
nombre de valeurs se répétant selon une séquence périodique et étant comprises dans
un domaine de valeurs entre 0% et 100% excluant la valeur 50%.
21. Ballast électronique selon la revendication 17,
les rapports cycliques (d1 et d2) des deux signaux de commande (UG1 et UG2) de l'onduleur sont modifiables, par le biais de deux circuits de régulation (LRK1 et LRK2) fermés et séparés, de façon adaptative en fonction de paramètres de fonctionnement
du fonctionnement de la lampe au moyen d'une modulation de largeur d'impulsions des
signaux de commande (UG1 et UG2) de l'onduleur.
22. Ballast électronique selon l'une des revendications 17 à 21,
présentant un circuit de correction du facteur de puissance (PFC) connecté en amont
du demi-pont onduleur (DC/AC) et connecté à l'entrée de tension d'alimentation de
celui-ci, avec un commutateur de puissance à semi-conducteur (T3) pour compenser la puissance réactive (Pb) consommée par la lampe à décharge (LA) pendant le fonctionnement ou pendant le fonctionnement
à intensité lumineuse réduite, le commutateur de puissance à semi-conducteur étant
intégré et commandé via un signal de commande de facteur de puissance (UG3) modulé par largeur d'impulsions,
caractérisé en ce que
le signal de commande de facteur de puissance (UG3) est modifiable de façon adaptative en fonction de paramètres de fonctionnement détectés
du fonctionnement de la lampe via une modulation à largeur d'impulsions.
23. Ballast électronique selon l'une des revendications 21 ou 22,
caractérisé en ce que
les paramètres de fonctionnement du fonctionnement de lampe correspondent à la valeur
efficace ou la valeur redressée, la composante continue et/ou alternative de la tension
de fonctionnement de la lampe (ULA) de lampe ou la valeur efficace ou la valeur redressée, la composante continue et/ou
alternative du courant (ILA) circulant à travers la lampe (LA), la puissance active efficace (Pw,eff) fournie à la lampe (LA) pendant le fonctionnement ou pendant le fonctionnement à
intensité lumineuse réduite, l'impédance (ZLA) de la lampe lors d'un demi-cycle positif ou négatif du courant (ILA) de la lampe et /ou un signal de sortie de détecteur pour la détection d'un clignotement
de la lampe (LA), d'une augmentation de température excessivement élevée ou d'une
tension de surcharge compromettant la stabilité de la régulation.
24. Ballast électronique selon l'une des revendications 18 à 22,
caractérisé en ce que
dans lequel le module de commande ajuste les rapports cycliques (d1 et d2) des deux signaux de commande (UG1 et UG2) de l'onduleur en fonction du niveau d'intensité lumineuse de la lampe.