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EP 1 872 865 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.02.2011 Patentblatt 2011/05 |
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Anmeldetag: 27.06.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Speichermodul für flache Poststücke mit Last-In/First-Out-Betrieb
Stacker module for flat postal items operating last-in/first-out
Module empileur pour des objets postaux plats en opération dernier entré / premier
sorti
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
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Priorität: |
28.06.2006 DE 102006030093
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.01.2008 Patentblatt 2008/01 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Zimmermann, Armin
78465 Konstanz (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 364 790
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US-A- 4 682 768
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Speichermodul für flache Poststücke
mit einem Speicherbereich und einer Einführfunktion, die Poststücke aus einem Poststückstrom
in den Speicherbereich überführt, und einer Abzugsfunktion, die Poststücke aus dem
Speicherbereich abzieht, wie beispielsweise aus
US-A-4,682,768 oder
EP-A-0 364 790 bekannt.
[0002] Mit heutigen Postsortieranlagen müssen in sogenannten Briefzentren und/oder größeren
Postämtern zum Teil sehr großen Mengen an Poststücken sortiert und verteilt werden.
So beträgt beispielsweise das durchschnittliche tägliche Postaufkommen in Deutschland
etwa 80 Mio. Briefe, die bereits am nächsten Tag, spätestens aber am übernächsten
Tag nach dem Posteinwurf ihren Adressaten erreichen sollen. Derartige Poststücke werden
im Fachjargon als sogenannte Letters (engl. Wort für Briefe) bezeichnet. Kennzeichnend
für diese Poststücke ist es, dass die Länge und die Breite dieser Poststücke im allgemein
groß gegen deren Höhe ist. Hinsichtlich der definitiven Abmessungen für die Zuordnung
der Poststücke zu dieser Gruppe der "Letters" bestehen jedoch unter den Postverwaltungen
der verschiedenen Nationalstaaten mitunter signifikante Abweichungen. Neben diesen
Größenabweichungen ist es auch leicht einsehbar, dass die Beschaffenheit der Poststücke,
auch wenn sie alle "Letters" sind, unter Umständen erheblich voneinander abweicht.
[0003] Es ist daher leicht vorstellbar, dass die Prozesse der Postautomation heute hochgradig
effizient und im Zuge des Kostendruckes auch mit einer vergleichsweise geringen Anzahl
von Operatoren betrieben werden müssen. Zur Erzielung hinreichend großer Durchsatzraten
in den Sortieranlagen werden die Poststücke mit Geschwindigkeiten von bis zu 4 m/s
oder stellenweise auch mehr durch die Sortieranlage gefördert und ihrem Zielort durch
entsprechend geschaltete Weichen und ein ausgeklügeltes, in der Regel mehrstufiges
Gangfolgesortierverfahren zusortiert.
[0004] Zur richtigen Zuführung der Poststücke ist es daher unerlässlich, dass die Adresse
des Poststückes mindestens zu Beginn des Sortierprozesses einmal sauber maschinell
erfasst werden kann. Häufig lässt sich jedoch die Adresse nicht maschinell lesen,
sondern sie muss durch eine händische Eingabe der Adresse (oder zumindest des im jeweiligen
Sortiervorgangs signifikanten Teils davon) hinzugefügt werden. Diese Tatsache macht
es erforderlich, dass die maschinell nicht lesbaren Poststücke aus dem Sortierprozess
ausgeschleust, in einem Speichermodul zwischengespeichert und nach händischer Zuordnung
der Adresse wieder aus dem Speicher abgezogen und in den Sortierprozess eingeführt
werden müssen.
[0005] Daneben gibt es im Sortierprozess natürlich eine Vielzahl weiterer Konstellationen,
wie beispielsweise eine Störung im Sortierpfad, die es erforderlich machen, dass Poststücke
vorübergehend zwischengespeichert und später wieder in den Sortierprozess eingeführt
werden müssen.
[0006] Die heute bekannten Speichermodule, die zu einem weitgehend automatisierten Sortierprozess
beitragen können, arbeiten in der Regel nach dem First-In/First-Out-Prinzip. Die Poststücke,
die in der Regel aufrecht stehend und auf der langen Kante aufliegend transportiert
werden, werden so auf einer Seite des gespeicherten Stapel eingespeichert, also beispielsweise
auf der "Oberseite" des Stapels, und auf der entsprechend gegenüberliegenden Seite
des Stapel (in der beispielhaft gewählten Terminologie dann auf der "Unterseite")
wieder aus dem Stapel abgezogen. Dabei wirkt auf den Stapelanfang die Stapeleinrichtung
und auf das Stapelende die Abzugseinrichtung, was resultierend zu einer Art gespannter
Druckfeder führt, der der Stapel der Poststücke entspricht. Es ist einleuchtend, dass
sich somit sowohl an der Stapeleinrichtung als auch an der Abzugseinrichtung bei dieser
Konstellation etwa der gleiche mittlere Druck einstellt. Um jedoch die Aufgabe des
Einstapels und des Abziehens sicher ausführen zu können, würde es eigentlich unterschiedlicher
Drücke an der Stapeleinrichtung und an der Abzugseinrichtung bedürfen. So führt der
nur kompromissweise einstellbare mittlere Druck an beiden Ende des Stapels daher immer
wieder zu Prozessfehlern, die sich beispielsweise in einem Auffalten oder Verknicken
oder einem unzureichenden Einzug von Poststücken an der Stapelvorrichtung und Fehlabzügen
oder schlecht ausgerichteten Poststücken an der Abzugseinrichtung äußern.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Speichermodul dahingehend
zu ertüchtigen, dass die Aufgaben des Einspeicherns und des Abziehen mit einer außerordentlich
geringen Prozessfehlerrate ausgeführt werden können.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Speichermodul gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0009] Auf diese Weise ist es unter weitgehender Verwendung gemeinsamer Bauteile für die
Einführ- und die Abzugsfunktion dennoch möglich, das Einführen oder Einspeichern von
Poststücken in den Stapel und das Abziehen von Poststücken, die in diesen Prozessstadien
in der Regel aus Zweckmäßigkeitsgründen in weitgehend senkrechter Ausrichtung gefördert
werden, aus dem Stapel funktional zu trennen und so für jeden der beiden Vorgänge
die jeweils günstigsten Prozessparameter einstellen zu können. Anders als bei dem
im Stand der Technik bekannten First-In/First-Out-Betrieb (FiFo) kann auf diese Weise
ein Last-In/First-Out-Betrieb erzielt werden, der sich beim Einspeichern ganz auf
die Erfüllung der bestmöglichen Einspeicherrandbedingungen und beim Abziehen ganz
auf die Erfüllung der bestmöglichen Abzugsrandbedingungen konzentrieren kann.
[0010] Der für die Einspeicherung besonders wichtige Zuführanschlag, der es ermöglicht,
die Poststücke für den späteren genauen Abzug auf zwei Seitenkanten des Poststücks
zu zentrieren, ist für die Abzugsfunktion eher kontraproduktiv, weil die Poststücke
mit dem Abzug aus dem Speicherbereich vorzugsweise in der ursprünglichen Zuführungsrichtung
weitergeführt werden sollen. Die Abzugsfunktion ist daher konstruktiv besonders einfach
realisierbar, wenn zur Erzeugung der Abzugsöffnung der Zuführanschlag in Stapelrichtung
(Richtung, in der der Stapel im Speicherbereich anwächst) verschiebbar ist. Das zuletzt
eingespeicherte Poststücke wird daher dann von dem Rollbandeinheit im wesentlichen
in der Orientierung des Poststückes im Speicherbereich gefördert(oder immerhin noch
in einer vektoriellen Transition gefördert, die noch eine spürbare Komponenten in
Einspeicherorientierung aufweist) und kann so beispielsweise in den laufenden Poststückstrom
eingespeist werden.
[0011] Die für die Einführfunktion und die Abzugsfunktion jeweils optimierten Anliegedrücke
an der Rollbandeinheit lassen sich besonders gut realisieren, wenn der Speicherbereich
ein Trennmesser umfasst, mit dem bei Vorliegen der Einführfunktion ein erster Druck
antiparallel zur Stapelrichtung auf zumindest einen Teil der im Speicherbereich gespeicherten
Poststücke ausübbar ist und mit dem bei Vorliegen der Abzugsfunktion ein zweiter Druck
antiparallel zur Stapelrichtung auf zumindest einen Teil der im Speicherbereich gespeicherten
Poststücke ausübbar ist. Mit der Stapelrichtung ist hierbei die Richtung gemeint,
in welcher der Stapel anwächst, wenn laufend Poststücke in den Speicherbereich eingeführt
werden. Vorteilhafterweise kann dieses Trennmesser mittels eines Unterflurbandes oder
auch separat antreibbar sein, welches auf diese Weise in der Lage ist, unabhängig
von der Stapelgröße einen konstanten Anliegedruck für jedes an die Rollbandeinheit
herangeführte Poststücke an dem Rollband zu erzeugen.
[0012] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann es zur Erzielung
besonders geeigneter Andruckbedingungen an den Poststücken, die aktuell mit der Rollbandeinheit
zur Einspeicherung oder zum Abzug gefördert werden, vorgesehen sein, den ersten Druck
in Abhängigkeit von mindestens einer Eigenschaft des aktuell einzuspeichernden Poststücks
einzustellen und/oder den zweiten Druck in Abhängigkeit von mindestens einer Eigenschaft
des zuletzt eingespeicherten Poststücks einzustellen. Eine derartige Eigenschaft kann
beispielsweise die Dicke und/oder die Länge eines Poststücks oder auch die Oberflächenbeschaffenheit
eines Poststücks sein.
[0013] Typischerweise werden für bestimmte Postsortiermaschinen in Abstimmung mit einem
(Post-)Kunden bestimmte Grenzwerte für die Poststücke festgelegt, die mit diesen Sortiermaschinen
verarbeitet werden können. Derartige Grenzwert sind in erster Linie die Abmessungen
der Poststücke, also deren minimale und maximale Breite, Länge und Höhe, und dann
in zweiter Linie beispielsweise auch deren Gewicht oder deren äußere Beschaffenheit.
Die Rollbandeinheit, welche die Poststücke in der Einführfunktion an den Zuführanschlag
führt, kann daher in einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung so dimensioniert
sein, dass ein dem Speicherbereich zugewandter Abschnitt eines in der Rollbandeinheit
umfassten angetriebenen Rollbandes kürzer ist als eine definitionsgemäß kürzestes
Poststücklänge. Auf diese Weise kann der Vorgang des Einspeicherns insofern unterstützt
werden, als das Rollband nicht an dem gesamten Poststück angreift und das Poststück
mit der per Reibung übertragenen Antriebskraft so nicht zu stark gegen den Zuführanschlag
fördert, wodurch Prozessfehler (verknicktes Poststück und Blockierung des Prozesses)
an dieser Stelle noch besser vermieden werden können.
[0014] Eine hiervon verschiedene Ausgangslage kann für den Abzug der Poststücke aus dem
Speicherbereich als gegeben betrachtet werden. Nachdem die eingespeicherten Poststücke
sehr sauber auf zwei Kanten zentriert im Speicherbereich angeordnet sind, besteht
für die optimale Weiterverarbeitung (Weiterförderung) der Poststücke der Wunsch, die
Poststücke sehr definiert aus dem Speicherbereich abziehen zu können. Ein vorgängig
bereits erwähnter Parameter, der den Abzugsvorgang unterstützt, ist die Wahl des richtigen
Andrucks des zuletzt eingespeicherten Poststücks an der Rollbandeinheit. Dieser Vorgang
kann besonders vorteilhaft unterstützt werden, wenn bei Vorliegen der Abzugsfunktion
mindestens eine verschwenkbare Stützrolle zur Stützung des zuletzt eingelagerten Poststücks
vorgesehen ist, wobei die mindestens eine Stützrolle bei Vorliegen der Einführfunktion
weggeschwenkt ist. Diese mindestens eine Stützrolle, die eigentlich nur für die Abzugsfunktion
benötigt und daher bei der Abzugsfunktion eingeschwenkt wird, sorgt dafür, dass das
gesamte Poststücke im wesentlich parallel zur Förderebene des Rollbandes ausgelegt
ist und somit die Antriebskraft des Rollbandes sehr homogen auf den mit dem Rollband
in Kontakt befindlichen Teil des Poststücks übertragen werden kann.
[0015] Für die Einführfunktion können neben einem optimierten ersten Druck eine Reihe weiterer
Parameter identifiziert werden, die die Vermeidung von Prozessfehlern unterstützen.
Ein solcher Paramter kann beispielsweise die Zuführrichtung der Poststücke zu der
Rollbandeinheit sein. In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann daher
die Zuführrichtung der Poststücke im Poststückstrom so eingestellt sein, dass die
Zuführrichtung in einem Winkel zur Ausrichtung der Poststücke im Speicherbereich verläuft.
Auf diese Weise kann das Bestreben unterstützt werden, dass sich das Poststück bei
der Einführung in den Speicherbereich gegen Ende dieses Vorgangs antriebsmäßig nur
noch in Kontakt mit dem Rollband befindet und so eine definierte Zuführung an den
Zuführanschlag erfolgt.
[0016] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann die Rollbandeinheit
ein mittels eines Servo-Motors angetriebenes Rollband umfassen. Hiermit steht sowohl
in der Einführfunktion als auch in der Abzugsfunktion ein gemeinsam genutztes Rollband
zur Verfügung, was sich auch konstruktiv sehr vorteilhaft auswirkt.
[0017] Alternativ hierzu könnte es aber auch vorgesehen sein, dass die Rollbandeinheit zwei
separat antreibbare Rollbänder umfasst, wobei eines der beiden Rollbänder bei der
Einführfunktion in Reibkontakt mit den einzuspeichernden Poststücken ist und das andere
der beiden Rollbänder bei der Abzugsfunktion in Reibkontakt mit den aus dem Speicherbereich
abzuziehenden Poststücken bringbar ist. Auf diese Weise können beispielsweise für
die jeweiligen Funktion spezifizierte Rollbänder mit unterschiedlichen Reibkoeffizienten
eingesetzt werden. Konstruktiv ist diese Lösung jedoch ein wenig aufwendiger, weil
ein Mechanismus vorhanden sein muss, der die beiden unterschiedlichen Bänder je nach
der gewählten Funktion in den Reibeingriff mit den Poststücken bringt. Denkbar ist
hier beispielsweise eine Schwenkvorrichtung, die das eine Rollband in eine Reibkontaktposition
eingeschwenkt, während gleichzeitig das andere Rollband aus der Reibkontaktposition
herausgeschwenkt wird (und umgekehrt). Eine weitere Alternative kann auch eine Exzenterwelle
sein, die das eine Rollband in der Reibkontaktposition hereinhebt und das andere Rollband
gleichzeitig absenkt (und umgekehrt).
[0018] Weiter ist besonders vorteilhaft, wenn jedes der vorstehend erwähnten Rollband mittels
eines Servo-Motors antreibbar ist, der das Rollband mit einem vorgebbaren Profil antreibt.
Auf diese Weise ist es zum Beispiel möglich, zum Ende der Einführbewegung das Poststücks
langsamer anzutreiben und so sanft an den Einführanschlag heranzuführen. Bei sehr
kurzen Poststücken kann sogar das zwischenzeitliche Anhalten des Poststücks vorgesehen
sein, bevor es den Einführanschlag erreicht. Der Haltepunkt kann beispielsweise als
ein Ort definiert sein, an dem die hintere Kante des vergleichsweise kurzen Poststückes
(und damit auch die für die korrekte Positionierung wichtige vordere Kante) noch ausreichend
weit von dem Einführanschlag entfernt ist, um das Poststück dann mit dem Wiederantreiben
des Rollbandes in der für die nächsten Poststücke gewünschten Geschwindigkeit antreiben
zu können, bevor die Verlangsamung für das sanfte Heranführen an den Zuführanschlag
vorgesehen ist.
[0019] Zur weitgehenden Entkopplung des Reibkontaktes der Poststücke mit allen hier vorstehend
beschriebenen Komponenten zur Förderung der Poststücke von der Schwerkraft der Poststücke
ist es in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, die Poststücke im
wesentlichen senkrecht auszurichten und/oder auf ihrer langen Kante liegend auszurichten.
[0020] Weitere vorteilhaften Ausgestaltungen der Erfindung sind den übrigen Unteransprüchen
zu entnehmen.
[0021] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand einer Zeichnung näher
erläutert. Dabei zeigen:
- Figur 1
- in schematischer Darstellung eine Aufsicht auf ein Speichermodul in Einführfunktion;
- Figur 2
- in schematischer Darstellung eine Aufsicht auf das Speichermodul gemäß Figur 1 in
Abzugsfunktion;
- Figur 3
- in schematischer Darstellung eine Aufsicht auf zwei Momentaufnahmen in Einführfunktion
zur Veranschaulichung des Steuerung des Rollbandantriebs.
[0022] Einleitend sei angemerkt, dass die in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Aufsichten die
im wesentlichen senkrechte Orientierung der Poststücke veranschaulichen. In den Figuren
1 bis 3 zeigen daher die Aufsichten immer nur die Oberkante der Poststücke.
[0023] Figur 1 zeigt in schematischer Ansicht eine Aufsicht auf ein erfindungsgemäßes Speichermodul
2, welches in der gezeigten Darstellung in der Einführfunktion arbeitet. Das Speichermodul
2 umfasst einen Speicherbereich 4, in dem aktuell Poststücke P
1, P
2, P
3, ..., P
n-1 eingespeichert sind. In der gezeigten Darstellung wird das Poststück P
n das nächste in den Speicherbereich 4 überführte Poststück sein. Dieses Poststück
P
n wird vorliegend zwischen zwei Zuführbändern 6, 8 zu dem Speichermodul 2 in der Richtung
eines Pfeils 10 - nachfolgend Förderrichtung 10 genannt- zugeführt und dann von einem
Rollband 12 des Speichermoduls 2 übernommen. Das Rollband 12 wird dabei gesteuert
angetrieben und fördert die Poststücke P
1, P
2, P
3, ..., P
n-1 an einen Zuführanschlag 14, wodurch sich die Poststücke P
1, P
2, P
3, ..., P
n-1 dann bezogen auf ihre Vorder- und Unterkante in einer genau definierten Position
im Speicherbereich 4 befinden. Der Zuführanschlag 14 blockiert in der in Figur 1 gezeigten
Position auch eine Abzugsöffnung 16, auf die in der Beschreibung zur Figur 2 noch
näher eingegangen werden wird. Ein Pfeil 26 soll daher andeuten, dass der Zuführanschlag
14 in der gezeigten Aufsicht (nach unten) bis unmittelbar vor das Rollband 12 geführt
ist.
[0024] Für die genaue Positionierung der Poststücke P
1, P
2, P
3, ..., P
n-1 im Speicherbereich 4 ist es daher essentiell, dass die Poststücke P
1, P
2, P
3, ..., P
n-1 mit einem gewissen Zuführandruck in Kontakt mit dem Rollband 12 gebracht werden.
Es ist leicht ersichtlich, dass wegen eines zu geringen Zuführandrucks nur eine verzögerte
Förderung des aktuell einzuspeichernden Poststücks, hier Poststück P
n, und ein unerwünschtes Überlappen mit einem bereits nachfolgenden Poststück P
n+1 auftreten könnte. Dies kann sich darin auswirken, dass das Poststück P
n nicht mehr ganz korrekt bis an den Zuführanschlag 14 geführt wird. Demgegenüber kann
ein zu hoher Zuführandruck bei nur wenig starren Poststücken ein Verknicken oder Auffalten
des Poststücks vor dem Zuführanschlag 14 in unerwünschter Weise mit der Konsequenz
herbeiführen, dass das verknickte/aufgefaltete Poststück von Hand wieder zu glätten
sein dürfte. Bei den vorherrschenden Fördergeschwindigkeiten von einigen Metern pro
Sekunde für die Poststücke (außerhalb des Speicherbereichs 4 ist es leicht nachvollziehbar,
dass jede Prozessstörung meist nicht nur ein Poststück tangiert, sondern in der Regel
immer eine ganze Reihe von Poststücken innerhalb eines Förderpfades.
[0025] Zur Einstellung eines diesbezüglich optimierten Zuführandruckes sind ein Trennmesser
18 und ein Unterflurband 20 vorgesehen, welche sehr fein regulierbar in der Einführfunktion
des Speichermoduls 2 in Einstapelrichtung gemäß Pfeilen 22, 24 bewegbar sind. Mittels
des Trennmessers 18 wird so ein erster Druck antiparallel zur Einstapelrichtung erzeugt,
um für die Förderung des jeweils einzuspeichernden Poststücks den gewünschten Zuführandruck
an dem Rollband 12 einzustellen.
[0026] Das Speichermodul 2 weist weiter eine Stützrollenanordnung 28 auf, die in der in
Figur 1 gezeigten Einführfunktion in einen inaktiven Zustand verschwenkt ist. Ein
Pfeil 30 soll hier die Verschwenkrichtung der Stützrollenanordnung 28 beispielhaft
illustrieren.
[0027] Figur 2 zeigt nun eine schematische Aufsicht auf das Speichermodul 2, welches hier
in der Abzugsfunktion betrieben wird. Anders als bei Einführfunktion befinden sich
eine Reihe von Bauteilen des Speichermodul nun in einer anderen Position. Die Stützrollenanordnung
28 befindet sich nun in eingeschwenktem aktiven Zustand, was hinsichtlich der Verschwenkrichtung
auch durch einen Pfeil 32 angedeutet werden soll. Die Stützrollenanordnung 28 sorgt
hier dafür, dass vor allen Dingen das nächste abzuziehende Poststück, hier das Poststück
P
n-1 in einer Ebene ausgerichtet ist, die im wesentlichen der durch das Rollband 12 aufgespannten
Förderebene entspricht und auch im Nahbereich des Speichermoduls 2 im wesentlich der
weiteren Förderausrichtung entspricht. Auf diese Weise liegt das abzuziehende Poststück
flächig an dem Rollband 12 an und kann so definiert abgezogen werden.
[0028] Damit überhaupt ein Abzug der eingespeicherten Poststücke ermöglicht ist, ist der
Zuführanschlag 14 in der Abzugsfunktion in der zeichnerischen Darstellung gemäß Pfeil
34 nach oben wegbewegt und gibt so die Abzugsöffnung 16 frei. Die in Figur 2 gezeigte
Momentaufnahme zeigt das Poststück P
n, das bereits vollständig abgezogen und in Richtung eines Pfeils 36 weiterbefördert
wird, und das Poststück P
n-1, dessen Vorderkante 40 gerade durch die Abzugsöffnung 16 tritt und von einem Abstreifer
38 in Kontakt mit dem Rollband 12 gehalten wird. Der Abstreifer 38 unterstützt dabei
die Vermeidung von Doppelabzügen, da sein Reibkoeffizient auf das an dem Rollband
wirkende Reibmoment abgestimmt ist und bei einem Doppelabzug das nicht in direktem
Kontakt mit dem Rollband stehende Poststück zurückhält. Damit das Poststück P
n mit einer sehr genau definierten Orientierung seiner Vorderkante gefördert werden
konnte und das Poststück P
n-1 aktuell so gefördert wird, wird hier nun ein optimierter Abzugsandruck des Poststücks
an das Rollband 12 eingestellt. Hierzu wird mittels des Trennmessers 18 ein zweiter
Druck antiparallel zur Einstapelrichtung aufgebaut (vgl. Pfeil 42). Die Einstellung
des richtigen Abzugsandruck ist auch bei der Abzugsfunktion bedeutsam für die Vermeidung
von Prozessfehlern, weil ein zu geringer Abzugsandruck beispielweise zu einem unerwünschten
Schlupf des Rollenbandes 12 und damit zu einer ungenauen Förderung des aktuell abzuziehenden
Poststück führen kann. Ein zu hoher Abzugsandruck hingegen kann zu einem Mehrfachabzug
oder sogar auch zu einem Verklemmen der in der zeichnerischen Darstellung unteren
Poststücke führen.
[0029] Um die weitgehend senkrechte Ausrichtung der im Speicherbereich 4 befindlichen Poststücke
auch bei dem fortschreitenden Abzug von Poststücken gewährleisten zu können, wird
auch das Unterflurband 20 in Richtung eines Pfeils 44 angetrieben und verschiebt so
im Zusammenwirken mit dem vorgespannten Trennmesser 18 die im Speicherbereich 4 gespeicherten
Poststücke.
[0030] Figur 3 zeigt nun in schematischer Darstellung eine Aufsicht auf zwei Momentaufnahmen
a) und b) während des Ablaufs der Einführfunktion zur Veranschaulichung des Steuerung
des Antriebes des Rollbandes. Die Momentaufnahme a) "Stopp" zeigt dabei die Situation
für ein kurzes Poststück P
X, das vor Erreichen des Zuführanschlags 14 angehalten wird. Der Trigger für das Anhalten
des Rollbandes 12 ist dabei eine hintere Kante 46, welche eine gestrichelt eingezeichnete
Grenze 48 erreicht.
[0031] Die Momentaufnahme b) "Start" zeigt entsprechend die Situation für einen Start des
Rollbandes 12. Das Poststück P
n war mit Erreichen seiner hinteren Kante 46 an der Grenze 48 angehalten worden. Ein
nun unter einem Winkel α einlaufendes folgendes Poststück P
n+1 macht es erforderlich, dass das Poststück P
n nun sozusagen den Platz freigibt und an den Zuführanschlag 14 herangeführt wird.
Die hierzu verbleibende Strecke reicht aus um einen hier nicht weiter dargestellten
Servo-Antrieb für das Rollband 12 wieder auf seine gewünschte Nenngeschwindigkeit
zu bringen und anschließend zum sanften Einlaufen des Poststücks P
n wieder leicht abzubremsen. Durch diese Maßnahmen wird das sanfte Einlaufen und genaue
Positionieren der Poststücke (auch besonders kurzer) an dem Zuführanschlag vorteilhaft
unterstützt, wodurch die Prozessfehlerrate weiter günstig beeinflusst werden kann.
[0032] Mit dem erfindungsgemäßen Speichermodul 2 ist damit ein Werkzeug für die Postautomation
geschaffen worden, das eine Prozessoptimierung für die Zuführung von Poststücken zu
einem Speicherbereich und für den Abzug von Poststücken aus dem Speicherbereich liefert.
Anders als bei den im Stand der Technik bekannten Speichermodulen, die nach dem First-In/First-Out-Prinzip
arbeiten und so immer nur einen Kompromiss für die Einstellung der Parameter für die
Zuführung und den Abzug der Poststücke erlauben, schafft das Last-In/First-Out-Prinzip
hier die Möglichkeit dieser Prozessautomation, die mit wesentlich höherer Zuverlässigkeit
als die im Stand der Technik bekannten Vorrichtungen arbeitet.
1. Speichermodul (2) für flache Poststücke (P1, P2, P3, ..., Pn-1) mit einem Speicherbereich (4) und einer Einführfunktion, die Poststücke (Pn) aus einem Poststückstrom (10) in den Speicherbereich (4) überführt, und einer Abzugsfunktion,
die Poststücke (Pn) aus dem Speicherbereich (4) abzieht, wobei die Einführ- und die Abzugsfunktion eine
gemeinsame Rollband-einheit (12) und einen Zuführanschlag (14) umfassen, und wobei
wahlweise die Einführfunktion oder die Abzugsfunktion ausführbar ist, indem in der
Einführfunktion die Poststücke (P1, P2, P3, ..., Pn-1, Pn) in Förderrichtung der Rollbandeinheit (12) von dem Rollband (12) gegen den Zuführanschlag
(14) führbar und so in den Speicherbereich (4) überführbar sind, und indem in der
Abzugsfunktion das jeweils zuletzt eingestapelte Poststück (Pn) in Förderrichtung der Rollbandeinheit (12) durch eine Abzugsöffnung (16) aus dem
Speicherbereich (4) abziehbar ist, wobei
der Speicherbereich (4) ein Trennmesser (18) umfasst, mit dem bei Vorliegen der Einführfunktion
ein erster Druck antiparallel zur Stapelrichtung (34) auf zumindest einen Teil der
im Speicherbereich (4) gespeicherten Poststücke (P1, P2, P3, ..., Pn-1) ausübbar ist und mit dem bei Vorliegen der Abzugsfunktion ein zweiter Druck antiparallel
zur Stapelrichtung (34) auf zumindest einen Teil der im Speicherbereich (4) gespeicherten
Poststücke (P1, P2, P3, ..., Pn-1) ausübbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung der Abzugsöffnung (16) der Zuführanschlag (14) in Einstapelrichtung
(34) verschiebbar ist.
2. Speichermodul nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Trennmesser (18) mittels eines Unterflurbandes (20) oder separat antreibbar ist.
3. Speichermodul nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Druck in Abhängigkeit von mindestens einer Eigenschaft des aktuell einzuspeichernden
Poststücks einstellbar ist und/oder dass der zweite Druck in Abhängigkeit von mindestens
einer Eigenschaft des zuletzt eingespeicherten Poststücks einstellbar ist.
4. Speichermodul nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein dem Speicherbereich (4) zugewandter Abschnitt der Rollbandeinheit (12) kürzer
ist als eine definitionsgemäß kürzestes Poststücklänge.
5. Speichermodul nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
bei Vorliegen der Abzugsfunktion mindestens eine verschwenkbare Stützrolle (28) zur
Stützung des zuletzt eingelagerten Poststücks (Pn-1) vorgesehen ist, wobei die mindestens eine Stützrolle (28) bei Vorliegen der Einführfunktion
weggeschwenkt ist.
6. Speichermodul nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Zuführrichtung (10) der Poststücke (P1, P2, P3, ..., Pn-1, Pn) im Poststückstrom in einem Winkel (α) zur Ausrichtung der Poststücke im Speicherbereich
(4) verläuft.
7. Speichermodul nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Speicherbereich (4) ein Unterflurband (20) umfasst, das in Stapelrichtung (22,
34) der Poststücke (P1, P2, P3, ..., Pn-1, Pn) oder antiparallel zur Stapelrichtung (34) der Poststücke (P1, P2, P3, ..., Pn-1, Pn) bewegbar ist.
8. Speichermodul nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Rollbandeinheit (12) ein mittels eines Servo-Motors angetriebenes Rollband umfasst.
9. Speichermodul nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Rollbandeinheit (12) zwei separat antreibbare Rollbänder umfasst, wobei eines
der beiden Rollbänder bei der Einführfunktion in Reibkontakt mit den einzuspeichernden
Poststücken ist und das andere der beiden Rollbänder bei der Abzugsfunktion in Reibkontakt
mit den aus dem Speicherbereich (4) abzuziehenden Poststücken bringbar ist.
10. Speichermodul nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
jedes Rollband (12) mittels eines Servo-Motors antreibbar ist, der das Rollband (12)
mit einem vorgebbaren Profil antreibt.
11. Speichermodul nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Poststücke (P1 bis Pn) im Wesentlichen senkrecht ausgerichtet sind und/oder auf ihrer langen Kante liegend
ausgerichtet sind.
1. Storage module (2) for flat postal items (P1, P2, P3, ..., Pn-1) having a storage area (4) and an infeed function, which transfers postal items (Pn) from a postal item flow (10) into the storage area (4), and an extraction function,
which extracts postal items (Pn) from the storage area (4), the infeed and extraction functions comprising a common
conveyor belt unit (12) and a feed stop (14), and it being possible optionally to
execute the infeed function or the extraction function, in that in the infeed function
the postal items (P1, P2, P3, ..., Pn-1, Pn) can be guided in the conveyance direction of the conveyor belt unit (12) from the
conveyor belt (12) against the feed stop (14) and thus be transferred into the storage
area (4) and in that in the extraction function the last stacked postal item (Pn) in each instance can be extracted out of the storage area (4) in the conveyance
direction of the conveyor belt unit (12) through an extraction opening (16), the storage
area (4) comprising a separating blade (18), with which when the infeed function is
present, a first pressure can be exerted antiparallel to the stacking direction (34)
on at least some of the postal items (P1, P2, P3, ..., Pn-1) stored in the storage area (4) and when the extraction function is present, a second
pressure can be exerted antiparallel to the stacking direction (34) on at least some
of the postal items (P1, P2, P3, ..., Pn-1) stored in the storage area (4), characterised in that to produce the extraction opening (16) the feed stop (14) can be moved in the stacking
direction (34).
2. Storage module according to claim 1,
characterised in that
the separating blade (18) can be driven by means of an underfloor belt (20) or separately.
3. Storage module according to claim 1 or 2,
characterised in that
the first pressure can be set as a function of at least one characteristic of the
postal item currently to be stored and/or the second pressure can be set as a function
of at least one characteristic of the last postal item stored.
4. Storage module according to one of claims 1 to 3,
characterised in that
a segment of the conveyor belt unit (12) facing the storage area (4) is shorter than
a defined shortest postal item length.
5. Storage module according to one of claims 1 to 4,
characterised in that
when the extraction function is present, at least one pivotable support roller (28)
is provided to support the last stored postal item (Pn-1), the at least one support roller (28) being pivoted out of the way when the infeed
function is present.
6. Storage module according to one of claims 1 to 5,
characterised in that
a feed direction (10) of the postal items (P1, P2, P3, ..., Pn-1, Pn) in the postal item flow runs at an angle (α) to the alignment of the postal items
in the storage area (4).
7. Storage module according to one of claims 1 to 6,
characterised in that
the storage area (4) comprises an underfloor belt (20), which can be moved in the
stacking direction (22, 34) of the postal items (P1, P2, P3, ..., Pn-1, Pn) or antiparallel to the stacking direction (34) of the postal items (P1, P2, P3, ..., Pn-1, Pn).
8. Storage module according to one of claims 1 to 7,
characterised in that
the conveyor belt unit (12) comprises a conveyor belt driven by means of a servo motor.
9. Storage module according to one of claims 1 to 8,
characterised in that
the conveyor belt unit (12) comprises two conveyor belts that can be driven separately,
one of the two conveyor belts being in frictional contact with the postal items to
be stored with the infeed function and it being possible to bring the other of the
two conveyor belts into frictional contact with the postal items to be extracted from
the storage area (4) with the extraction function.
10. Storage module according to claim 8 or 9,
characterised in that
each conveyor belt (12) can be driven by means of a servo motor, which drives the
conveyor belt (12) with a predefinable profile.
11. Storage module according to one of claims 1 to 10,
characterised in that
the postal items (P1 to Pn) are aligned essentially vertically and/or are aligned lying on their long edge.
1. Module ( 2 ) d'accumulation pour des pièces ( P1, P2, P3, ..., Pn-1 ) postales plates, comprenant une partie ( 4 ) d'accumulation et une fonction d'introduction,
qui transporte les pièces ( Pn ) postales d'un courant ( 10 ) de pièces postales à la zone ( 4 ) d'accumulation,
et une fonction de retrait, qui retire les pièces ( Pn ) postales de la zone ( 4 ) d'accumulation, la fonction d'introduction et la fonction
de retrait comprenant une unité ( 12 ) commune à bande de roulement et une butée (
14 ) d'alimentation, dans lequel la fonction d'introduction ou la fonction de retrait
est exécutée au choix par le fait que l'on peut guider, dans la fonction d'introduction,
les pièces ( P1, P2, P3, ..., Pn-1 ) postales dans la direction de transport de l'unité ( 12 ) à bande de roulement
de la bande ( 12 ) de roulement sur la butée ( 14 ) d'alimentation et les transférer
ainsi dans la zone ( 4 ) d'accumulation et par le fait que, dans la fonction de retrait,
la pièce ( Pn ) postale empilée respectivement en dernier peut être retirée de la zone ( 4 ) d'accumulation
dans la direction de transport de l'unité ( 12 ) à bande de roulement par une ouverture
( 16 ) de retrait, dans lequel la zone ( 4 ) d'accumulation comprend un couteau (
18 ) de séparation, par lequel, en présence de la fonction d'introduction, une première
pression peut être appliquée antiparallèlement au sens ( 34 ) d'empilage sur au moins
une partie des pièces ( P1, P2, P3, ..., Pn-1 ) postales accumulées dans la zone ( 4 ) d'accumulation et par lequel, en présence
de la fonction de retrait, une deuxième pression peut être appliquée antiparallèlement
au sens ( 34 ) d'empilage sur au moins une partie des pièces ( P1, P2, P3, ..., Pn-1 ) postales accumulées dans la zone ( 4 ) d'accumulation,
caractérisé en ce que
pour la production de l'ouverture ( 16 ) de retrait, la butée ( 14 ) d'alimentation
est coulissante dans le sens ( 34 ) d'empilage.
2. Module d'accumulation suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
le couteau ( 18 ) de séparation peut être entraîné au moyen d'une bande ( 20 ) sous-jacente
ou séparément.
3. Module d'accumulation suivant la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
la pression est réglable en fonction d'au moins une propriété de la pièce postale
à accumuler présentement et/ou en ce que la deuxième pression est réglable en fonction d'au moins une propriété de la pièce
postale accumulée en dernier.
4. Module d'accumulation suivant l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
une partie, tournée vers la zone ( 4 ) d'accumulation, de l'unité ( 12 ) à bande de
roulement est plus courte qu'une longueur de pièce postale la plus courte par définition.
5. Module d'accumulation suivant l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
en présence de la fonction de retrait, au moins un rouleau ( 28 ) d'appui basculant
est prévu pour appuyer la pièce ( Pn-1 ) postale emmagasinée en dernier, le au moins un rouleau
( 28 ) d'appui s'éloignant en basculant en présence de la fonction d'introduction.
6. Module d'accumulation suivant l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
un dispositif ( 10 ) d'alimentation en les pièces ( P1, P2, P3, ..., Pn-1 ) postales s'étend dans le courant de pièces postales en faisant un angle ( α ) avec
la direction des pièces postales dans la zone ( 4 ) d'accumulation.
7. Module d'accumulation suivant l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
la zone ( 4 ) d'accumulation comprend une bande ( 20 ) sous-jacente, qui est mobile
dans le sens ( 22, 34 ) d'empilage des pièces ( P1, P2, P3, ..., Pn-1 ) postales ou antiparallèlement au sens ( 34 ) d'empilage des pièces ( P1, P2, P3, ..., Pn-1 ) d'empilage.
8. Module d'accumulation suivant l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
l'unité ( 12 ) à bande de roulement comprend une bande de roulement entraînée au moyen
d'un servomoteur.
9. Module d'accumulation suivant l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que
une unité ( 12 ) à bande de roulement comprend deux bandes de roulement pouvant être
entraînées séparément, l'une des deux bandes de roulement étant, lors de la fonction
d'introduction, en contact de frottement avec les pièces postales à accumuler et l'autre
des deux bandes de roulement pouvant être mise, lors de la fonction de retrait, en
contact de frottement avec les pièces postales à retirer de la zone ( 4 ) d'accumulation.
10. Module d'accumulation suivant la revendication 8 ou 9,
caractérisé en ce que
chaque bande ( 12 ) de roulement peut être entraînée au moyen d'un servomoteur, qui
entraîne la bande ( 12 ) de roulement suivant un profil pouvant être prescrit.
11. Module d'accumulation suivant l'une des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que
les pièces ( P1 à Pn ) postales sont dirigées sensiblement verticalement et/ou sont disposées en reposant
sur leur grand côté.
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