(19)
(11) EP 2 091 857 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
02.02.2011  Patentblatt  2011/05

(21) Anmeldenummer: 07846983.0

(22) Anmeldetag:  05.12.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B67D 3/00(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2007/010535
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2008/080489 (10.07.2008 Gazette  2008/28)

(54)

VERFAHREN ZUR ABGABE VON HEISSEM WASSER DURCH EIN WASSERABGABEGERÄT UND WASSERABGABEGERÄT ZUR DURCHFÜHRUNG DES VERFAHRENS

METHOD FOR DISPENSING HOT WATER THROUGH A WATER DISPENSING DEVICE, AND WATER DISPENSING DEVICE FOR CARRYING OUT THE METHOD

PROCÉDÉ DE DISTRIBUTION D'EAU CHAUDE PAR UN APPAREIL DE DISTRIBUTION D'EAU ET APPAREIL DE DISTRIBUTION D'EAU DESTINÉ À RÉALISER LE PROCÉDÉ


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 22.12.2006 DE 102006062358

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
26.08.2009  Patentblatt  2009/35

(73) Patentinhaber: Alfred Kärcher GmbH & Co. KG
71364 Winnenden (DE)

(72) Erfinder:
  • MAIER, Norbert
    71554 Weissach (DE)
  • SIEMER, Andreas
    71573 Allmersbach (DE)
  • GRAF, Bernhard
    73635 Rudersberg (DE)

(74) Vertreter: Karrais, Martin 
HOEGER, STELLRECHT & PARTNER Patentanwälte Uhlandstrasse 14 c
70182 Stuttgart
70182 Stuttgart (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
US-A- 3 420 414
US-A- 5 111 969
US-A- 4 993 593
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Abgabe von heißem Wasser durch ein Wasserabgabegerät, welches insbesondere zur Abgabe von Trinkwasser ausgelegt ist.

    [0002] Außerdem betrifft die Erfindung ein Wasserabgabegerät zur Durchführung des Verfahrens.

    [0003] Wasserabgabegeräte sind beispielsweise als sogenannte Wasserspender ausgebildet, die Trinkwasser abgeben können und zum Beispiel in Büros, Gebäuden der öffentlichen Verwaltung, Hotels, Einkaufs- oder Krankenhäusern etc. aufgestellt sind. Nach einer von einem Benutzer vorzunehmenden Anforderungsanweisung können sie heißes Wasser abgeben. Hierzu umfassen die Wasserspender üblicherweise einen Wasserboiler, in dem eine große Menge heißen Wassers vorgehalten und unmittelbar nach der Anforderungsanweisung an den Benutzer abgegeben wird. Das Vorhalten einer großen Wassermenge auf hoher Temperatur erfordert einen hohen Energiebedarf. Bei der genannten Abgabepraxis besteht darüber hinaus die Möglichkeit, dass ein Benutzer, beispielsweise ein Kind, Verbrühungen durch das heiße Wasser erleidet, wenn er unbedacht oder unbeabsichtigt eine Anforderungsanweisung vornimmt.

    [0004] Ein Wasserabgabegerät mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Patentanspruch 10 ist aus der US 5,111,969 A bekannt. Es umfasst einen Thermostaten, mit dessen Hilfe kontinuierlich heißes Wasser in einem Reservoir vorgehalten wird. Die Wassertemperatur wird mittels eines Sensors erfasst, der den Thermostaten steuert. Der Thermostat wiederum stellt ein Temperatursteuersignal bereit, das zur Steuerung einer Wasseraufheizeinrichtung und zur Erzeugung eines Bereitschaftssignals herangezogen wird. Liegt das Bereitschaftssignal vor, so kann durch Betätigen einer Taste ein Auslassventil für eine vorgegebene Zeit geöffnet werden. Durch einmalige Betätigung des Tasters kann also der Benutzer eine vorgegebene Menge an heißem Wasser entnehmen.

    [0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs genannten Art bereitzustellen, mit dem heißes Wasser vom Wasserabgabegerät unter geringerem Energiebedarf abgegeben werden kann.

    [0006] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der gattungsgemäßen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass nach einer von einem Benutzer vorzunehmenden ersten Anforderungsanweisung das vom Wasserabgabegerät abzugebende Wasser mittels einer vom Wasserabgabegerät umfassten Wasseraufheizeinrichtung auf eine vorgebbare Solltemperatur aufgeheizt wird, und dass das auf die Solltemperatur aufgeheizte Wasser nach einer vom Benutzer vorzunehmenden zweiten Anforderungsanweisung vom Wasserabgabegerät abgegeben wird, sofern die zweite Anforderungsanweisung innerhalb einer vorgebbaren und mit dem Erreichen der Solltemperatur beginnenden Abgabebereitschaftszeit vom Benutzer vorgenommen wird.

    [0007] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird vom Wasserabgabegerät abzugebendes Wasser nach einer vom Benutzer vorzunehmenden ersten Anforderungsanweisung auf eine vorgebbare Solltemperatur aufgeheizt. Dadurch ist es nicht erforderlich, Wasser dauerhaft auf einer hohen Temperatur vorzuhalten. Statt dessen kann das abzugebende Wasser bei Bedarf, der dem Wasserabgabegerät durch die vom Benutzer vorgenommene erste Anforderungsanweisung signalisiert wird, aufgeheizt werden. Dieses bedarfsgerechte Aufheizen des Wassers erlaubt es, Energie zu sparen.

    [0008] Das erfindungsgemäße Verfahren sieht ferner vor, dass das auf die Solltemperatur aufgeheizte Wasser nach einer zweiten Anforderungsanweisung seitens des Benutzers vom Wasserabgabegerät abgegeben wird. Dies erlaubt es, die Gefahr möglicher Verbrühungen durch heißes Wasser zu verringern. Durch eine unbeabsichtigt oder unbedacht vorgenommene erste Anforderungsanweisung löst der Benutzer lediglich das Aufheizen des Wassers auf die Solltemperatur aus, während es zur Abgabe des heißen Wassers der zweiten Anforderungsanweisung bedarf. Diese zweite Anforderungsanweisung muss vorgenommen werden, während sich das Wasserabgabegerät im Abgabebereitschaftsmodus befindet, der mit dem Erreichen der Solltemperatur beginnt und für die Abgabebereitschaftszeit vorhält. Erfolgt die zweite Anforderungsanweisung nicht, kann vorgesehen sein, dass das Wasserabgabegerät aus Sicherheitsgründen wieder in einen Ruhemodus zurückkehrt, in dem es dem Benutzer erneut zweier Anforderungsanweisungen bedarf, um heißes Wasser zu erhalten.

    [0009] Die Solltemperatur und die Abgabebereitschaftszeit sind bei einer vorteilhaften Ausgestaltung vorgebbar. Es kann insbesondere vorgesehen sein, dass sie von einem Servicepersonal vorgegeben werden. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass insbesondere die Solltemperatur vom Benutzer vor der Entnahme von heißem Wasser vorgegeben werden kann.

    [0010] Günstig ist es, wenn der Benutzer mittels einer vom Wasserabgabegerät umfassten Signaleinrichtung darauf hingewiesen wird, dass das abzugebende Wasser die Solltemperatur aufweist. Dadurch ist für den Benutzer auf einfache Weise erkennbar, dass sich das Wasserabgabegerät im Abgabebereitschaftsmodus befindet und die zweite Anforderungsanweisung erwartet. Die Signaleinrichtung kann beispielsweise optische und/oder akustische Signalmittel umfassen.

    [0011] Bevorzugt wird die Solltemperatur des abzugebenden Wassers während der Abgabebereitschaftszeit aufrechterhalten. Dies erlaubt es zu verhindern, dass sich das abzugebende Wasser während der Abgabebereitschaftszeit abkühlt. Dadurch wird dem Benutzer unabhängig davon, wann er während der Abgabebereitschaftszeit die zweite Anforderungsanweisung vornimmt, in jedem Fall Wasser mit der Solltemperatur abgegeben.

    [0012] Vorteilhafterweise wird beim Aufheizen des abzugebenden Wassers auf die Solltemperatur und/oder beim Aufrechterhalten der Solltemperatur für das abzugebende Wasser die Isttemperatur des Wassers mit einem Temperatursensor erfasst, an eine vom Wasserabgabegerät umfasste Steuerungseinrichtung übermittelt und von dieser mit der Solltemperatur verglichen und es wird, wenn die Isttemperatur die Solltemperatur unter- oder überschreitet, die Wasseraufheizeinrichtung ein- bzw. ausgeschaltet. Auf diese Weise ist ein einfacher Regelkreis gebildet, um die Isttemperatur des Wassers auf die Solltemperatur einzuregeln.

    [0013] Wird die zweite Anforderungsanweisung vom Benutzer nicht innerhalb der Abgabebereitschaftszeit vorgenommen, so ist es zur Energieersparnis von Vorteil, wenn die Wasseraufheizeinrichtung nach der Abgabebereitschaftszeit ausgeschaltet wird.

    [0014] Bevorzugt beträgt die Abgabebereitschaftszeit 15 Sekunden bis 120 Sekunden, insbesondere 30 Sekunden bis 90 Sekunden, zum Beispiel etwa 60 Sekunden. Bei einer derartigen Abgabebereitschaftszeit liegt ein ausgewogenes Verhältnis von Energieersparnis einerseits und Benutzerfreundlichkeit andererseits des Wasserabgabegerätes vor.

    [0015] Von Vorteil ist es, wenn nach Abgabe von heißem Wasser durch das Wasserabgabegerät innerhalb einer vorgebbaren und mit der Abgabe des heißen Wassers beginnenden Nachheizzeit durch eine vom Benutzer vorzunehmende Anforderungsanweisung erneut Wasser vom Wasserabgabegerät abgegeben wird. Dies gibt die Möglichkeit, einen fortdauernden Bedarf an heißem Wasser auf eine benutzerfreundliche Weise zu decken. Nachdem heißes Wasser vom Wasserabgabegerät abgegeben worden ist, befindet sich das Wasserabgabegerät zunächst im Nachheizmodus, der mit der Abgabe des heißen Wassers beginnt und für die Nachheizzeit vorhält. Innerhalb der Nachheizzeit bedarf es lediglich einer einmaligen Anforderungsanweisung seitens des Benutzers, um erneut heißes Wasser zu erhalten. Dieser Abgabebetrieb ist kontinuierlich fortführbar; nach jeder Abgabe heißen Wassers beginnt die Nachheizzeit erneut.

    [0016] Bevorzugt wird die Solltemperatur des abzugebenden Wassers während der Nachheizzeit Wasser aufrechterhalten. Dadurch ist sichergestellt, dass innerhalb der Nachheizzeit Wasser mit der Solltemperatur an den Benutzer abgeben wird.

    [0017] Vorteilhafterweise beträgt die Nachheizzeit 15 Sekunden bis 60 Sekunden, insbesondere 30 Sekunden bis 90 Sekunden, zum Beispiel etwa 60 Sekunden. Diese Nachheizzeit bietet ein ausgewogenes Verhältnis von Energieersparnis des Wasserabgabegerätes einerseits und Benutzerfreundlichkeit des Wasserabgabegerätes andererseits.

    [0018] Günstig ist es, wenn das abzugebende Wasser von der Wasseraufheizeinrichtung in einem Wasserspeicher aufgeheizt wird. Wird das Wasser im Wasserspeicher aufgeheizt, lässt sich seine Temperatur besonders zuverlässig bestimmen, so dass sichergestellt ist, dass das abzugebende Wasser die Solltemperatur aufweist. Bevorzugt hat der Wasserspeicher ein Fassungsvermögen, das der vom Wasserabgabegerät abzugebenden Wassermenge entspricht, so dass die korrekte Menge an Wasser aufgeheizt wird.

    [0019] Wie eingangs erwähnt, betrifft die Erfindung auch ein Wasserabgabegerät. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Wasserabgabegerät bereitzustellen, mit dem heißes Wasser unter geringerem Energiebedarf abgegeben werden kann.

    [0020] Diese Aufgabe wird durch ein Wasserabgabegerät mit den Merkmalen von Patentanspruch 1 gelöst.

    [0021] Die Steuerungseinrichtung ist vom Benutzer betätigbar und kann von diesem Anforderungsanweisungen entgegennehmen. Hierzu kann sie mit einer Bedieneinrichtung verbunden sein, an der der Benutzer die Anforderungsanweisungen vornimmt. Nach einer ersten Anforderungsanweisung wird die Wasseraufheizeinrichtung von der Steuerungseinrichtung eingeschaltet, um eine abzugebende Menge an Wasser auf die Solltemperatur aufzuheizen. Die Isttemperatur des Wassers kann mit dem Temperatursensor erfasst, an die Steuerungseinrichtung übermittelt und von dieser mit der Solltemperatur verglichen werden. Während des Aufheizens ist die Ventileinrichtung geschlossen. Ist die Solltemperatur erreicht, wird die Ventileinrichtung von der Steuereinrichtung nach einer zweiten Anforderungsanweisung seitens des Benutzers geöffnet, und das aufgeheizte Wasser wird vom Wasserabgabegerät abgegeben. Nach der Wasserabgabe wird die Ventileinrichtung von der Steuereinrichtung geschlossen.

    [0022] Erfindungsgemäß weist das Wasserabgabegerät einen Wasserspeicher für das von der Wasseraufheizeinrichtung aufgeheizte Wasser auf. Im Wasserspeicher kann aufgeheiztes Wasser vor der Abgabe zwischengespeichert werden. Es kann auch vorgesehen sein, dass das Wasser direkt im Wasserspeicher aufgeheizt wird. Dadurch lässt sich die Isttemperatur des Wassers besonders gut kontrollieren und an die Solltemperatur angleichen. Hierzu kann der Wasserspeicher an den Durchlauferhitzer gekoppelt sein.

    [0023] Außerdem weist das Wasserabgabegerät eine Bedieneinrichtung auf, über die die Steuerungseinrichtung vom Benutzer betätigbar ist. An der Bedieneinrichtung sind Bedienelemente angeordnet, mit denen der Benutzer heißes Wasser anfordern kann.

    [0024] Die Bedieneinrichtung des Wasserabgabegeräts umfasst einen Heißwassertaster. Durch ein erstes Betätigen des Heißwassertasters ist im Wasserspeicher befindliches Wasser auf eine vorgebbare Solltemperatur aufheizbar und nach Erreichen der Solltemperatur ist das Wasser durch ein zweites innerhalb einer Abgabebereitschaftszeit erfolgendes Betätigen des Heißwassertasters abgebbar.

    [0025] Das erfindungsgemäße Wasserabgabegerät ist bevorzugt zur Abgabe von Trinkwasser ausgelegt.

    [0026] Vorteilhafterweise ist die Wasseraufheizeinrichtung als in den Strömungskanal geschalteter Durchlauferhitzer ausgebildet. Dadurch lässt sich erreichen, dass das Wasser nur bedarfsgerecht aufgeheizt wird. Dementsprechend lässt sich die zum Aufheizen des Wassers erforderliche Energie minimieren. Der Durchlauferhitzer kann beispielsweise elektrisch betreibbar oder gasbetreibbar ausgebildet sein.

    [0027] Günstig ist es, wenn das Fassungsvermögen des Wasserspeichers 0,1 Liter bis 0,8 Liter beträgt, bevorzugt beträgt das Fassungsvermögen 0,2 Liter bis 0,5 Liter. Dieses Fassungsvermögen entspricht der durchschnittlichen Abgabemenge einer Ausgestaltung einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wasserabgabegerätes. Wird das Wasser im Wasserspeicher aufgeheizt, ist dadurch sichergestellt, dass einem Benutzer die ausreichende Menge heißen Wassers bereitgestellt werden kann. Um den Energiebedarf im Ruhemodus besonders gering zu halten, ist es günstig, wenn der Wasserspeicher als Kleinspeicher mit einem Fassungsvermögen von circa 0,2 Liter ausgestaltet ist.

    [0028] Von Vorteil ist es, wenn der Temperatursensor an der Wasseraufheizeinrichtung angeordnet ist. Auf diese Weise lässt sich die Temperatur des Wassers dort messen, wo es aufgeheizt wird. Dadurch ist eine besonders zuverlässige Temperaturbestimmung gegeben.

    [0029] Bevorzugt ist die Ventileinrichtung am Wasserauslass angeordnet. Dadurch lässt sich der Strömungskanal direkt am Wasserauslass verschließen.

    [0030] Günstig ist es, wenn die Bedieneinrichtung ein Einstellglied umfasst, mit dem vom Benutzer die Solltemperatur des vom Wasserabgabegerät abzugebenden Wassers einstellbar ist. Auf diese Weise kann jeder Benutzer die von ihm gewünschte Solltemperatur selbst einstellen.

    [0031] Vorteilhafterweise weist das Wasserabgabegerät eine von der Steuerungseinrichtung ansteuerbare Signaleinrichtung auf. Mittels der Signaleinrichtung kann der Benutzer beispielsweise darauf hingewiesen werden, dass das abzugebende Wasser die Solltemperatur aufweist und sich das Wasserabgabegerät im Abgabebereitschaftsmodus befindet. Darüber hinaus kann dem Benutzer angezeigt werden, wenn sich das Wasserabgabegerät im Ruhemodus und/oder im Nachheizmodus befindet. Die Signaleinrichtung kann optische und/oder akustische Signalmittel umfassen, und sie ist günstigerweise an der Bedieneinrichtung angeordnet oder in diese integriert.

    [0032] Die nachfolgende Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wasserabgabegerätes dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung der Erfindung.

    [0033] In der einzigen Figur der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wasserabgabegerätes, mit dem das erfindungsgemäße Verfahren durchführbar ist, schematisch dargestellt und insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 belegt. Das Wasserabgabegerät 10 ist als sogenannter Wasserspender ausgelegt, der beispielsweise in Büros, Gebäuden der öffentlichen Verwaltung, Hotels, Einkaufs- oder Krankenhäusern etc. aufgestellt ist und zur Abgabe von vorzugsweise vorbestimmten Mengen an Trinkwasser ausgelegt ist.

    [0034] Über einen Wassereinlass 12 ist das Wasserabgabegerät 10 an eine Wasserversorgungseinrichtung, vorzugsweise das öffentliche Wasserversorgungsnetz, anschließbar. Der Wassereinlass 12 ist über einen Strömungskanal 14 mit einer Abgabeeinrichtung 16 verbunden, die einen Wasserauslass 18 aufweist, über den an einen Benutzer das von ihm angeforderte Wasser abgegeben werden kann.

    [0035] In den Strömungskanal 14 ist eine Wasseraufheizeinrichtung 20 geschaltet, die über einen Zuführabschnitt 22 mit dem Wassereinlass 12 verbunden ist. Über einen Abgabeabschnitt 24, der an einen ersten Anschluss 26 der Abgabeeinrichtung 16 angeschlossen ist, ist die Wasseraufheizeinrichtung 20 mit der Abgabeeinrichtung 16 verbunden.

    [0036] An einem mit dem ersten Anschluss 26 strömungsverbundenen zweiten Anschluss 28 der Abgabeeinrichtung 16 ist das Ende eines Bypasskanals 30 angeschlossen, dessen Anfang der Wasseraufheizeinrichtung 20 vorgelagert vom Zuführabschnitt 22 abzweigt, so dass der Bypasskanal 30 den Zuführabschnitt 22 unter Umgehung der Wasseraufheizeinrichtung 20 mit der Abgabeeinrichtung 16 verbindet.

    [0037] Vom Zuführabschnitt 22 zweigt darüber hinaus ein Kaltwasserkanal 32 ab, dessen Ende nahe der Abgabeeinrichtung 16 in den Bypasskanal 30 einzweigt und in den eine Wasserkühleinrichtung 34 geschaltet ist. Der Wasserkühleinrichtung 34 nachgeordnet ist in den Kaltwasserkanal 32 eine Gasmischkammer 36 geschaltet, die mit einer mit Kohlendioxid (CO2) gefüllten Druckgasvorratsflasche 38 leitungsverbunden ist.

    [0038] Das Wasserabgabegerät 10 umfasst ferner einen Rückführungskanal 40, der nahe der Abgabeeinrichtung 16 vom Abgabeabschnitt 24 abzweigt, nahe dem Wassereinlass 12 in den Zuführabschnitt 22 einzweigt und in den eine Pumpe 42 geschaltet ist. Mit der Pumpe 42 kann das Wasser im Wasserabgabegerät 10 zur thermischen Entkeimung des Wasserabgabegerätes 10 im Kreis umgewälzt werden. Dabei wird mittels der Wasseraufheizeinrichtung 20 Wasser im Strömungskanal 14 auf eine Temperatur von 65° C erhitzt, das für 15 Minuten durch den Rückführungskanal 40, den Strömungskanal 14, den Bypasskanal 30 und den Kaltwasserkanal 32 gefördert wird. Durch die Temperatureinwirkung werden im Wasser vorhandene und an den wasserführenden Komponenten des Wasserabgabegerätes 10 anhaftende Keime abgetötet. Der Entkeimungsmodus kann in periodischen Zeitabständen selbsttätig durchgeführt werden. Nach Beendigung des Entkeimungsmodus geht das Wasserabgabegerät selbsttätig in einen Betriebsmodus über, in dem auf Anforderung des Benutzers, wie nachfolgend dargestellt, Trinkwasser abgegeben werden kann.

    [0039] Anstatt die Pumpe 42 im Rückführungskanal 40 anzuordnen, kann die Pumpe 42 alternativ auch stromaufwärts der Wasseraufheizeinrichtung 20 in den Strömungskanal 14 geschaltet werden, wie dies in Figur 1 gestrichelt dargestellt ist. Die Anordnung der Pumpe 42 unmittelbar stromaufwärts der Wasseraufheizeinrichtung 20 hat den Vorteil, dass die Wärmebelastung der Pumpe verhältnismäßig gering gehalten werden kann.

    [0040] Dem Anschluss des Rückführungskanals 40 an dem Zuführabschnitt 22 unmittelbar nachgeordnet ist in diesen eine Filtereinrichtung 44 geschaltet.

    [0041] Eine Steuerungseinrichtung 46 ist mit der Wasseraufheizeinrichtung 20 über eine Steuerungsleitung 48 verbunden, über die die Wasseraufheizeinrichtung 20 von der Steuerungseinrichtung 46 ansteuerbar ist. Eine weitere Steuerungsleitung 50 verbindet die Steuerungseinrichtung 46 mit einer am Wasserauslass angeordneten Ventileinrichtung 52, so dass diese von der Steuerungseinrichtung 46 ansteuerbar ist. Mittels der Ventileinrichtung 52 kann eine zwischen dem ersten Anschluss 26 der Abgabeeinrichtung 16 und dem Wasserauslass 18 bestehende Strömungsverbindung wahlweise gesperrt und wiederhergestellt und auf diese Weise die Wasserabgabe durch das Wasserabgabegerät 10 kontrolliert werden.

    [0042] Die Wasseraufheizeinrichtung 20 ist als Durchlauferhitzer 54 ausgebildet, der einen Wasserspeicher 56 umfasst, in dem durch den Strömungskanal 14 strömendes Wasser aufheizbar ist. Das Fassungsvermögen des Wasserspeichers 56 beträgt ungefähr 0,25 Liter, was der vom Wasserabgabegerät 10 je Abgabeakt abgegebenen Wassermenge entspricht.

    [0043] Mittels eines an der Wasseraufheizeinrichtung 20 angeordneten Temperatursensors 58 ist die Temperatur des sich im Wasserspeicher 56 befindenden Wassers erfassbar. Über eine Signalleitung 60 kann der Temperatursensor 58 den entsprechenden Messwert an die Steuerungseinrichtung 46 übermitteln. An der Wasseraufheizeinrichtung 20 ist ein weiterer mit der Steuerungseinrichtung 46 verbundener Temperatursensor 62 angeordnet, der als Sicherheitstemperatursensor ausgebildet ist, um ein mögliches Überhitzen des Durchlauferhitzers 54 rechtzeitig zu erkennen.

    [0044] Eine Bedieneinrichtung 64 ist mit der Steuerungseinrichtung 46 über eine Steuerleitung 66 verbunden. Die Bedieneinrichtung 64 umfasst ein Bedienfeld 68 mit daran angeordneten Bedienelementen, die einen Heißwassertaster 70, einen Normalwassertaster 72, einen Kaltwassertaster 74 sowie einen CO2-Taster 76 umfassen.

    [0045] Durch eine von dem Benutzer vorzunehmenden Anforderungsanweisung, nämlich dem Betätigen des Heißwassertasters 70, kann vom Wasserabgabegerät 10 auf eine untenstehend beschriebene Weise heißes Wasser abgegeben werden. Durch Betätigen des Normalwassertasters 72 kann vom Wasserabgabegerät 10 durch den Bypasskanal 30 fließendes unaufgeheiztes und ungekühltes Wasser abgegeben werden. Durch das Betätigen des Kaltwassertasters 74 wird vom Wasserabgabegerät 10 mittels der Wasserkühleinrichtung 34 gekühltes Wasser abgegeben. Durch ergänzendes Betätigen des CO2-Tasters 76 wird in letzterem Fall das gekühlte Wasser in der Gasmischkammer 36 mit CO2 angereichert.

    [0046] Das Wasserabgabegerät 10 umfasst ferner eine Signaleinrichtung 78 in Form einer in die Bedieneinrichtung 64 integrierten optischen Anzeige 80. Über die Anzeige 80 können dem Benutzer Informationen über den Status des Wasserabgabegerätes 10 angezeigt werden.

    [0047] Mittels des Wasserabgabegerätes 10 ist das erfindungsgemäße Verfahren zur Abgabe heißen Wassers wie folgt durchführbar:

    [0048] Das Wasserabgabegerät 10 befinde sich zunächst im Ruhemodus, indem das im Strömungskanal 14 vorhandene Wasser nicht aufgeheizt ist. Die Ventileinrichtung 52 ist geschlossen. Durch ein erstes Betätigen des Heißwassertasters 70 kann der Benutzer vom Wasserabgabegerät 10 heißes Wasser anfordern. Das Anforderungsgesuch wird der Steuerungseinrichtung 46 über die Steuerleitung 66 übermittelt, die daraufhin den Durchlauferhitzer 54 einschaltet, um das sich im Wasserspeicher 56 befindende Wasser auf eine vorgebbare Solltemperatur aufzuheizen. Die vorgebbare Solltemperatur ist üblicherweise in der Steuerungseinrichtung 46 des Wasserabgabegerätes 10 gespeichert und wird beim Aufstellen des Wasserabgabegerätes 10 von einem Servicepersonal vorgegeben.

    [0049] Die Bedieneinrichtung 64 des Wasserabgabegerätes 10 kann allerdings auch durch ein Einstellglied ergänzt sein, das es jedem Benutzer ermöglicht, die Solltemperatur individuell zu wählen.

    [0050] Während des Aufheizens des abzugebenden Wassers mit dem Durchlauferhitzer 54 wird die Isttemperatur im Wasserspeicher 56 mit dem Temperatursensor 58 erfasst und der Steuerungseinrichtung 46 über die Signalleitung 60 übermittelt. Die Steuerungseinrichtung 46 vergleicht die Isttemperatur mit der Solltemperatur und stellt auf diese Weise fest, wann die Solltemperatur erreicht ist.

    [0051] Die Isttemperatur wird dem Benutzer während des Aufheizvorganges mittels der Anzeige 80 angezeigt. Nach Erreichen der Solltemperatur wird dem Benutzer mittels der Anzeige 80 angezeigt, dass diese erreicht und das Wasserabgabegerät 10 zur Abgabe des aufgeheizten Wassers bereit ist.

    [0052] Mit dem Erreichen der Solltemperatur schaltet das Wasserabgabegerät 10 für eine Abgabebereitschaftszeit von 60 Sekunden in den Abgabebereitschaftsmodus, innerhalb derer der Benutzer durch eine zweite Betätigung des Heißwassertasters 70 die Abgabe des heißen Wassers vom Wasserabgabegerät 10 auslösen kann. Erfolgt diese zweite Betätigung des Heißwassertasters 70, wird die Ventileinrichtung 52 geöffnet, und das aufgeheizte Wasser wird vom Wasserabgabegerät 10 abgegeben. Anschließend wird die Ventileinrichtung 52 geschlossen.

    [0053] Während der Abgabebereitschaftszeit von 60 Sekunden wird das Wasser im Wasserspeicher 56 auf der Solltemperatur gehalten. Dies geschieht dadurch, dass der Durchlauferhitzer 54 von der Steuerungseinrichtung 46 bedarfsgerecht ein- und ausgeschaltet wird.

    [0054] Erfolgt die zweite Betätigung des Heißwassertasters 70 nicht während der Abgabebereitschaftszeit, so wird der Abgabebereitschaftsmodus beendet, die Wasseraufheizeinrichtung 20 ausgeschaltet, und das Wasserabgabegerät 10 kehrt in den Ruhemodus zurück.

    [0055] Ist die Abgabe heißen Wassers wie vorstehend beschrieben innerhalb der Abgabebereitschaftszeit erfolgt, schaltet das Wasserabgabegerät 10 für eine Nachheizzeit von 60 Sekunden in den Nachheizmodus. Innerhalb der Nachheizzeit kann der Benutzer durch ein einmaliges Betätigen des Heizwassertasters 70 die Abgabe heißen Wassers vom Wasserabgabegerät 10 auslösen.

    [0056] Auch während der Nachheizzeit wird die Temperatur des Wassers im Wasserspeicher 56 auf der Solltemperatur gehalten, so dass die erneute Abgabe heißen Wassers ohne nennenswerte Zeitverzögerung erfolgen kann. Mehrere Nachheizperioden können sich kontinuierlich aneinander anschließen. Die Nachheizzeit beginnt nach jeder Abgabe heißen Wassers erneut von vorne. Dadurch wird sichergestellt, dass das Wasserabgabegerät 10 auf eine benutzerfreundliche Weise auch einen hohen Bedarf an heißem Wasser decken kann.

    [0057] Wird innerhalb der Nachheizzeit der Heißwassertaster 70 nicht betätigt, beendet das Wasserabgabegerät 10 den Nachheizmodus. Die Wasseraufheizeinrichtung 20 wird ausgeschaltet, und das Wasserabgabegerät 10 kehrt in den Ruhemodus zurück.

    [0058] Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird heißes Wasser vom Wasserabgabegerät 10 nur bei Bedarf aufgeheizt, so dass keine Vorrat an heißem Wasser im Wasserabgabegerät 10 vorgehalten werden muss. Dadurch weist das Wasserabgabegerät 10 einen geringen Energieverbrauch auf.


    Ansprüche

    1. Verfahren zur Abgabe von heißem Wasser durch ein Wasserabgabegerät, welches insbesondere zur Abgabe von Trinkwasser ausgelegt ist, dadurch gekennzeichnet, dass nach einer von einem Benutzer vorzunehmenden ersten Anforderungsanweisung das vom Wasserabgabegerät abzugebende Wasser mittels einer vom Wasserabgabegerät umfassten Wasseraufheizeinrichtung auf eine vorgegebbare Solltemperatur aufgeheizt wird, und dass das auf die Solltemperatur aufgeheizte Wasser nach einer vom Benutzer vorzunehmenden zweiten Anforderungsanweisung vom Wasserabgabegerät abgegeben wird, sofern die zweite Anforderungsanweisung innerhalb einer vorgebbaren und mit dem Erreichen der Solltemperatur beginnenden Abgabebereitschaftszeit vom Benutzer vorgenommen wird.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Benutzer mittels einer vom Wasserabgabegerät umfassten Signaleinrichtung darauf hingewiesen wird, dass das abzugebende Wasser die Solltemperatur aufweist.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Solltemperatur des abzugebenden Wassers während der Abgabebereitschaftszeit aufrechterhalten wird.
     
    4. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Aufheizen des abzugebenden Wassers auf die Solltemperatur und/oder beim Aufrechterhalten der Solltemperatur für das abzugebende Wasser die Isttemperatur des Wassers mit einem Temperatursensor erfasst, an eine vom Wasserabgabegerät umfasste Steuerungseinrichtung übermittelt und von dieser mit der Solltemperatur verglichen wird und dass, wenn die Isttemperatur die Solltemperatur unteroder überschreitet, die Wasseraufheizeinrichtung ein- bzw. ausgeschaltet wird.
     
    5. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabebereitschaftszeit 15 Sekunden bis 120 Sekunden beträgt.
     
    6. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach Abgabe von heißem Wasser durch das Wasserabgabegerät innerhalb einer vorggebbaren und mit der Abgabe des heißen Wassers beginnenden Nachheizzeit durch eine vom Benutzer vorzunehmende Anforderungsanweisung erneut Wasser vom Wasserabgabegerät abgegeben wird.
     
    7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Solltemperatur des abzugebenden Wassers während der Nachheizzeit aufrechterhalten wird.
     
    8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachheizzeit 15 Sekunden bis 120 Sekunden beträgt.
     
    9. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das abzugebende Wasser von der Wasseraufheizeinrichtung in einem Wasserspeicher aufgeheizt wird.
     
    10. Wasserabgabegerät zur Durchführung des Verfahrens nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei das Wasserabgabegerät insbesondere zur Abgabe von Trinkwasser ausgelegt ist, umfassend einen Wassereinlass (12), einen mit dem Wassereinlass (12) über einen Strömungskanal (14) in Strömungsverbindung stehenden Wasserauslass (18), eine Wasseraufheizeinrichtung (20), mit der das Wasser im Strömungskanal (14) aufheizbar ist, einen Wasserspeicher (56) für das von der Wasseraufheizeinrichtung aufgeheizte Wasser, eine Ventileinrichtung (52), mit der die Strömungsverbindung unterbindbar ist, einen Temperatursensor (58) zur Messung der Wassertemperatur des von der Wasseraufheizeinrichtung (20) aufgeheizten Wassers, eine Steuerungseinrichtung (46) und eine Bedieneinrichtung (64), über die die Steuerungseinrichtung (46) vom Benutzer betätigbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasseraufheizeinrichtung (20) und die Ventileinrichtung (52) über die Steuerungseinrichtung (46) ansteuerbar sind und die Steuerungseinrichtung (46) mit dem Temperatursensor (58) gekoppelt ist, wobei die Bedieneinrichtung (64) einen Heißwassertaster (70) umfasst und durch ein erstes Betätigen des Heißwassertasters (70) im Wasserspeicher (56) befindliches Wasser auf eine vorgebbare Solltemperatur aufheizbar und nach Erreichen der Solltemperatur innerhalb einer Abgabebereitschaftszeit durch ein zweites Betätigen des Heißwassertasters (70) abgebbar ist.
     
    11. Wasserabgabegerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasseraufheizeinrichtung (20) als in den Strömungskanal (14) geschalteter Durchlauferhitzer (54) ausgebildet ist.
     
    12. Wasserabgabegerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Fassungsvermögen des Wasserspeichers (56) 0,1 Liter bis 0,8 Liter beträgt.
     
    13. Wasserabgabegerät nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperatursensor (58) an der Wasseraufheizeinrichtung (20) angeordnet ist.
     
    14. Wasserabgabegerät nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventileinrichtung (52) am Wasserauslass (18) angeordnet ist.
     
    15. Wasserabgabegerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedieneinrichtung (64) ein Einstellglied umfasst, mit dem vom Benutzer die Solltemperatur des vom Wasserabgabegerät (10) abzugebenden Wassers einstellbar ist.
     
    16. Wasserabgabegerät nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasserabgabegerät (10) eine von der Steuerungseinrichtung (46) ansteuerbare Signaleinrichtung (78) aufweist.
     


    Claims

    1. Method for dispensing hot water by a water dispensing apparatus which, in particular, is designed for dispensing drinking water, characterized in that after a first instruction to be given by a user, the water to be dispensed by the water dispensing apparatus is heated to a prescribable specified temperature by a water heating device comprised by the water dispensing apparatus, and in that following a second instruction to be given by the user, the water heated to the specified temperature is dispensed by the water dispensing apparatus provided that the second instruction is given by the user within a prescribable ready-to-dispense time starting when the specified temperature is reached.
     
    2. Method in accordance with claim 1, characterized in that it is indicated to the user by a signal device comprised by the water dispensing apparatus that the water to be dispensed is at the specified temperature.
     
    3. Method in accordance with claim 1 or 2, characterized in that the specified temperature of the water to be dispensed is maintained during the ready-to-dispense time.
     
    4. Method in accordance with any one of the preceding claims, characterized in that during the heating of the water to be dispensed to the specified temperature and/or during the maintenance of the specified temperature for the water to be dispensed, the actual temperature of the water is detected by a temperature sensor, transmitted to a control device comprised by the water dispensing apparatus and compared by it with the specified temperature, and in that if the actual temperature is below or above the specified temperature, the water heating device is switched on or off.
     
    5. Method in accordance with any one of the preceding claims, characterized in that the ready-to-dispense time is from 15 seconds to 120 seconds.
     
    6. Method in accordance with any one of the preceding claims, characterized in that after hot water is dispensed by the water dispensing apparatus, water is again dispensed by the water dispensing apparatus following an instruction to be given by the user within a prescribable reheating time starting when the hot water is dispensed.
     
    7. Method in accordance with claim 6, characterized in that the specified temperature of the water to be dispensed is maintained during the reheating time.
     
    8. Method in accordance with claim 6 or 7, characterized in that the reheating time is from 15 seconds to 120 seconds.
     
    9. Method in accordance with any one of the preceding claims, characterized in that the water to be dispensed is heated by the water heating device in a water reservoir.
     
    10. Water dispensing apparatus for performing the method in accordance with any one of the preceding claims, the water dispensing apparatus being designed, in particular, for dispensing drinking water, comprising a water inlet (12), a water outlet (18) in flow connection with the water inlet (12) via a flow channel (14), a water heating device (20) with which the water is heatable in the flow channel (14), a water reservoir (56) for the water heated by the water heating device, a valve device (52) with which the flow connection can be interrupted, a temperature sensor (58) for measuring the water temperature of the water heated by the water heating device (20), a control device (46) and an operating device (64) via which the control device (46) is actuatable by the user, characterized in that the water heating device (20) and the valve device (52) can be activated by the control device (46), and the control device (46) is coupled with the temperature sensor (58), the operating device (64) comprising a hot water button (70), and water contained in the water reservoir (56) being heatable to a prescribable specified temperature by a first actuation of the hot water button (70) and, when the specified temperature is reached, being dispensable within a ready-to-dispense time by a second actuation of the hot water button (70).
     
    11. Water dispensing apparatus in accordance with claim 10, characterized in that the water heating device (20) is configured as a continuous-flow heater (54) connected in the flow channel (14).
     
    12. Water dispensing apparatus in accordance with claim 10, characterized in that the water reservoir (56) has a holding capacity of 0.1 litres to 0.8 litres.
     
    13. Water dispensing apparatus in accordance with any one of claims 10 to 12, characterized in that the temperature sensor (58) is arranged on the water heating device (20).
     
    14. Water dispensing apparatus in accordance with any one of claims 10 to 13, characterized in that the valve device (52) is arranged on the water outlet (18).
     
    15. Water dispensing apparatus in accordance claim 10, characterized in that the operating device (64) comprises a setting member with which the specified temperature of the water to be dispensed by the water dispensing apparatus (10) can be set by the user.
     
    16. Water dispensing apparatus in accordance with any one of claims 10 to 15, characterized in that the water dispensing apparatus (10) comprises a signal device (78) which can be activated by the control device (46).
     


    Revendications

    1. Procédé de distribution d'eau chaude par un appareil de distribution d'eau, qui est conçu en particulier pour la distribution d'eau potable, caractérisé en ce que, à la suite d'une première instruction à donner par un utilisateur, l'eau à distribuer par l'appareil de distribution d'eau est chauffée à une température de consigne prédéfinissable au moyen d'un dispositif de chauffage d'eau contenu dans l'appareil de distribution d'eau, et en ce que, à la suite d'une deuxième instruction à donner par l'utilisateur, l'eau chauffée à la température de consigne est distribuée par l'appareil de distribution d'eau, pour autant que la deuxième instruction ait été donnée par l'utilisateur à l'intérieur d'une période de préparation de la distribution prédéfinissable et débutant lorsque la température de consigne est atteinte.
     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'utilisateur est avisé, par un dispositif de signalisation contenu dans l'appareil de distribution d'eau, que l'eau à distribuer est à la température de consigne.
     
    3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la température de consigne de l'eau à distribuer est maintenue pendant la période de préparation de la distribution.
     
    4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que pendant le chauffage à la température de consigne de l'eau à distribuer et/ou pendant le maintien de la température de consigne pour l'eau à distribuer, la température réelle de l'eau est détectée par un capteur de température, est transmise à un dispositif de commande contenu dans l'appareil de distribution d'eau et est comparée par celui-ci à la température de consigne, et en ce que, lorsque la température réelle est inférieure ou supérieure à la température de consigne, le dispositif de chauffage d'eau est mis en marche ou arrêté.
     
    5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la période de préparation de la distribution est de l'ordre de 15 secondes à 120 secondes.
     
    6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que, après la distribution d'eau chaude par l'appareil de distribution d'eau, l'eau est à nouveau distribuée par l'appareil de distribution d'eau à la suite d'une instruction à donner par l'utilisateur pendant une période de réchauffage prédéfinissable et débutant avec la distribution de l'eau chaude.
     
    7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que la température de consigne de l'eau à distribuer est maintenue pendant la période de réchauffage.
     
    8. Procédé selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que la période de réchauffage est de l'ordre de 15 secondes à 120 secondes.
     
    9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'eau à distribuer est chauffée par le dispositif de chauffage d'eau dans un réservoir d'eau.
     
    10. Appareil de distribution d'eau destiné à la mise en oeuvre du procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, l'appareil de distribution d'eau étant conçu en particulier pour la distribution d'eau potable, comportant une entrée d'eau (12), une sortie d'eau (18), qui est en liaison fluidique avec l'entrée d'eau (12) via un conduit de circulation (14), un dispositif de chauffage d'eau (20), par lequel l'eau peut être chauffée dans le conduit de circulation (14), un réservoir à eau (56) pour l'eau chauffée par le dispositif de chauffage d'eau, un dispositif à vanne (52), par lequel la liaison fluidique peut être fermée, un capteur de température (58) destiné à mesurer la température de l'eau chauffée par le dispositif de chauffage d'eau (20), un dispositif de commande (46) et un tableau de commande (64), via lequel le dispositif de commande (46) peut être actionné par l'utilisateur, caractérisé en ce que le dispositif de chauffage d'eau (20) et le dispositif à vanne (52) peuvent être activés par l'intermédiaire du dispositif de commande (46), et le dispositif de commande (46) est couplé au capteur de température (58), le tableau de commande (64) comportant une touche eau chaude (70) et, sous l'effet d'un premier actionnement de la touche eau chaude (70), l'eau contenue dans le réservoir à eau (56) peut être chauffée à une température de consigne prédéfinissable et, lorsque la température de consigne est atteinte, dans une période de préparation de la distribution l'eau peut être distribuée sous l'effet d'un deuxième actionnement de la touche eau chaude (70).
     
    11. Appareil de distribution d'eau selon la revendication 10, caractérisé en ce que le dispositif de chauffage d'eau (20) est réalisé sous la forme d'un chauffe-eau rapide (54) monté dans le conduit de circulation (14).
     
    12. Appareil de distribution d'eau selon la revendication 10, caractérisé en ce que le réservoir à eau (56) a une capacité de 0,1 litre à 0,8 litre.
     
    13. Appareil de distribution d'eau selon l'une quelconque des revendications 10 à 12, caractérisé en ce que le capteur de température (58) est agencé au niveau du dispositif de chauffage d'eau (20).
     
    14. Appareil de distribution d'eau selon l'une quelconque des revendications 10 à 13, caractérisé en ce que le dispositif à vanne (52) est monté au niveau de la sortie d'eau (18).
     
    15. Appareil de distribution d'eau selon la revendication 10, caractérisé en ce que le tableau de commande (64) comporte un organe de réglage, par lequel la température de consigne de l'eau à distribuer par l'appareil de distribution d'eau (10) peut être réglée par l'utilisateur.
     
    16. Appareil de distribution d'eau selon l'une quelconque des revendications 10 à 15, caractérisé en ce que l'appareil de distribution d'eau (10) comporte un dispositif de signalisation (78) qui peut être activé par le dispositif de commande (46).
     




    Zeichnung








    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente